Simpler DC/DC Wandler

Gast #6321661
Hallo zusammen,
es soll eine Spannung zwischen 12V und 50V galvanisch getrennt werden. 
Die Ausgangsspannung muss nicht zwingend geregelt sein und die Leistung, 
welche übertragen werden soll beträgt max. 3W. Da die Bauteilhöhe auf 
4mm begrenzt ist scheiden klassische Übertrager aus. Bei Würth bin ich 
auf die "WE-MTCI SMT Multi-Turn Ratio Doppeldrossel" gestossen 
[https://www.we-online.de/katalog/de/WE-MTCI/]. Dieser würde vom Platz 
her passen.
Meine Idee ist nun einen simplen Flusswandler zu bauen. Primärseitig 
würde ich auf einen LC-Oszillator setzen (L ist die Primärwicklung). 
Hier ist nun mein Problem: Alle Oszillatorschaltungen welche ich finde 
sind für kleine Leistungen ausgelegt. Hat jemand einen Tipp, welche 
Ozillatortopologie hier passen könnte? Nach Möglichkeit ein/zwei 
Transistoren und etwas Hühnerfutter.
Gast
Was heisst für kleine Leistung? 3W ist doch klein...
Bzw. anders herum gefragt, warum denkst du, dass deine gefundenen 
Schaltungen nicht funktionieren? Was limitiert. Ich würde schätzen, dass 
man mit den genannten Übertragern schon ans Ziel kommen sollte.
Die Eingangsspannung soll einfach galvanisch getrennt werden? Gleiche 
Aus- wie Eingangsspannung?
Gast
DS schrieb:
> Was heisst für kleine Leistung? 3W ist doch klein...
> Bzw. anders herum gefragt, warum denkst du, dass deine gefundenen
> Schaltungen nicht funktionieren? Was limitiert. Ich würde schätzen, dass
> man mit den genannten Übertragern schon ans Ziel kommen sollte.
> Die Eingangsspannung soll einfach galvanisch getrennt werden? Gleiche
> Aus- wie Eingangsspannung?

Ja, die Spannung soll einfach galvanisch getrennt werden. Wobei, wenn 
diese auf 3.3V geregelt werden würde ... ;-)
Bisher ist angedacht, einen StepDown-Regler an den Ausgang des DC/DC zu 
hängen.

Beim Oszillator habe ich mich an mein ehemaliges Buch "Minispione 
Baubuch" erinnert. Da war ein UKW-Sender mit etwas mehr "bumms" 
aufgeführt. Das Buch habe ich leider nicht mehr. Die Schaltung war in 
der Art 
http://www.jogis-roehrenbude.de/Sender/UKW-Pruefsender/Pruefsender.htm
Alles links ab C3 wäre überflüssig. Soll ja nicht moduliert werdem. Nur 
bei einem Emitterwiderstand mit 1k wird das mit den 3W 
höchstwahrscheinlich nichts.
Gast
STM32MP1 Liebäugler schrieb:
> Meine Idee ist nun einen simplen Flusswandler zu bauen
> Nach Möglichkeit ein/zwei Transistoren und etwas Hühnerfutter

Na ja, es gibt eigentlich nur den klassischen 1-Transistor Sperrwandler, 
und den 2-Transistor Royer Flusswandler.

Aber ich finde die nicht zeitgemäss, nicht kurzschlussgeschützt und 
selbst das Aufladen der Ausgangselkos erfordert eine Überdimensionierung 
weil der Strom nicht begrenzt wird zudem ist deren Ausgangsspannung 
instabil weil der Oszillator je nach Güte ÜBER die Versorgungsspannung 
hinaus schwingt.

Blöderweise willst du 50V, denn bis 40V würde es ein TL494 mit seinen 
integrierten Transistoren wunderbar tun.
Mark S. schrieb:
> Wie kommst Du darauf dass Sperrwandler nicht Überstromgeschützt sind?

Mal lesen?

"Na ja, es gibt eigentlich nur den klassischen 1-Transistor 
Sperrwandler,
und den 2-Transistor Royer Flusswandler."

"den klassischen 1-Transistor Sperrwandler"

Der ist nicht überstromgeschützt. Ein Sperrwandler mit Regler-IC meist 
schon.
Gast
Mark S. schrieb:
> Wie kommst Du darauf dass Sperrwandler nicht Überstromgeschützt
> sind?

Wenn der Wandler die Sättigung des Kernmaterials zur Begrenzung der 
Oszillation nutzt, ist er tatsächlich strombegrenzt - mit entsprechenden 
Verlusten.
(Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung)
Im Grunde kannst du diesen besonders einfachen Flusswandler 
verwenden.Die Versorgung für den HC14 könnte man mit einer Zener Diode 
herstellen, braucht ja nicht viel Leistung.Oder man nimmt die CD Serie, 
die geht bis 15V Versorgung und kann auch einen nicht-Logik Mosfet gut 
durchschalten. Wichtig ist jedenfalls, dass du weniger als 50% 
Einschaltdauer am Mosfet hast. Der Ethernettrafo wird für deine Spannung 
nicht gehen.Vlt. kleinen Ferritkern entsprechend bewickeln, der sollte 
auch niedriger als 4mm sein. Die Schaltfrequenz bei dieser Anwendung war 
etwa 1,2MHz. Würde das ganze im Versuch auf Lochraster aufbauen, da 
findet man recht schnell vernünftige Werte für Wicklung und 
Schaltfrequenz. Ach ja, ein Snubber network am Drain des Mosfet wirst du 
bei der hohen Spannung auch brauchen.
Grüsse
Angehängte Dateien:
Gast
Gebhard R. schrieb:
> durchschalten. Wichtig ist jedenfalls, dass du weniger als 50%
> Einschaltdauer am Mosfet hast.
Damit der Kern nicht in die Sättigung geht?

> Der Ethernettrafo wird für deine Spannung
> nicht gehen.Vlt. kleinen Ferritkern entsprechend bewickeln, der sollte
> auch niedriger als 4mm sein.
In meinem Eingangspost hatte ich den angedachten Trafo angegeben. Ich 
mag Induktivitäten kaufen (swoeit es nur irgendwie geht), 
kundenspzifisch bei diesen Bauteilen ist im Einkauf (meistens) eine 
Katastrophe.
Gast
Gebhard R. schrieb:
> Lass dir mal Muster von den Doppeldrosseln kommen und dann
> Verifizierung
> auf Lochraster. Sollte auch gehen.
Ein Poti am Oszillator und dann kann es losgehen ;-)

Kennt von euch jemand einen Buck-Regler, welcher ohne primärseitige 
Hilfswicklung (für die Versorgung dessen) auskommt und über einen 
optoentkoppelten Feedback-Pfad an den Ausgang angebunden werden kann. 
Wäre vielleicht ein alternativer Ansatz, welcher den Regler mit in den 
DC/DC Konverter bringen könnte.
Der LT830x würde perfekt passen.Mit über 3€ aber unbezahlbar ...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
MaWin schrieb:
> Blöderweise willst du 50V
Um die dann per Stepdown auf 3V zu bringen
wie STM32MP1 Liebäugler schrieb:
> Wobei, wenn diese auf 3.3V geregelt werden würde ... ;-)
> Bisher ist angedacht, einen StepDown-Regler an den Ausgang des DC/DC zu
> hängen.
Was brauchst du eigentlich (ungeachtet dessen, was du willst)?

STM32MP1 Liebäugler schrieb:
> Da die Bauteilhöhe auf 4mm begrenzt ist
Und die Breite, Länge und Tiefe?

STM32MP1 Liebäugler schrieb:
> Mit über 3€ aber unbezahlbar ...
Bei 100k/a wird der Preis sicher besser.
Gast
Lothar M. schrieb:
> Was brauchst du eigentlich (ungeachtet dessen, was du willst)?

Es geht um eine galvanisch getrennte Spannungsversorgung mit 12..50V 
Eingangsspannung. Die damit versorgte Schaltung benötigt 3.3V bei max. 
3W.
In der Höhe stehen max. 3,5mm auf der Einen und 4mm auf der anderen 
Seite (+1,5mm Leiterplatte) zu Verfügung. Bisher ist der Trafo als 
Planartrafo ausgeführt. Durch die relative hohe Eingangsspannung sind 
primärseitig relativ viele Windungen erforderlich was zu einer 8ML 
Leiterplatte geführt hat. Das Design macht aber thermisch nicht die 
beste Figur. Funktioniert zwar, aber ich mag es nicht, wenn etwas zu 
heiß wird (-> i.d.R. führt dies zu einer reduzierten Lebensdauer).
Die Ausgangsspannung wird beim aktuellen Design über eine primärseitige 
Hilfswicklung geregelt. Funktioniert alles gut, bis auf die Temperatur.
Nun soll der Planartrafo durch einen kleinen Übertrager ersetzt werden, 
welcher bessere Rdc Werte hat und somit weniger heizen soll. Auch ist 
die Wärmeabgabe bei einem bestückten Trafo deutlich besser. Nur: Ich 
habe noch keinen kleinen bzw. flachen Trafo gefunden, welcher auch eine 
primärseitige Hilfswicklung besitzt.


>> Da die Bauteilhöhe auf 4mm begrenzt ist
> Und die Breite, Länge und Tiefe?

Die Fläche ist eher unkritisch. Der Planartrafo belegt ca. 15x15mm².

>> Mit über 3€ aber unbezahlbar ...
> Bei 100k/a wird der Preis sicher besser.

Es sind nur 5k-10k pro Jahr.
STM32MP1 Liebäugler schrieb:
> Leiterplatte geführt hat. Das Design macht aber thermisch nicht die
> beste Figur.

Was heißt das KONKRET? FR4 ist keine Sülze, das hält auch 80-100°C 
dauerhaft aus!

> Funktioniert zwar, aber ich mag es nicht, wenn etwas zu
> heiß wird (-> i.d.R. führt dies zu einer reduzierten Lebensdauer).

Wenn etwas nicht sehr warm(heiß) wird, ist es meist überdimensioniert.

> Nun soll der Planartrafo durch einen kleinen Übertrager ersetzt werden,
> welcher bessere Rdc Werte hat und somit weniger heizen soll.

Wenn das mal gut geht. Es hat schon seinen grund, warum Planartrafos 
erfunden wurden. Erst recht bei 3,5mm Bauhöhe!

> Auch ist
> die Wärmeabgabe bei einem bestückten Trafo deutlich besser.

Das ist so allgemein schlicht falsch, erst recht bei DEN Abmessungen!

> Nur: Ich
> habe noch keinen kleinen bzw. flachen Trafo gefunden, welcher auch eine
> primärseitige Hilfswicklung besitzt.

Ist halt ARG exotisch! Wird wohl auf eine kundenspezifische Entwicklung 
rauslaufen. Und ob die dann besser als ein Planartrafo ist?
>Die Fläche ist eher unkritisch. Der Planartrafo belegt ca. 15x15mm².

Ist doch schon recht klein. Ein normaler Trafo könnte noch in ein Loch 
in der Platine gesetzt werden, damit hat man 1,5mm mehr Höhe. Aber auch 
5mm Gesamthöhe sind nicht sooo fett.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 6 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.