Guten Tag zusammen!
Hat jemand von Euch schon mal einer dieser 50 Ohm Abschlüsse (BNC,SMA,
NType )zerlegt und Bilder vom Innenleben gemacht? Ich habe schon bei
G**gle gesucht aber nichts gefunden. Bevor ich Anfange einen selber
aufzuschneiden,
dachte ich mir frag erst mal ob jemand Bilder hat und hier reinstellen
will. Es geht mir nur um diese kleinen Varianten welche man in der
Messtechnik zum kalibrieren (SOL) benutzt.
Danke schon mal
Danke schon mal für eure Infos. Prinzipiell suche ich nach Bildern von
gewerblich hergestellten Abschlusswiderständen die bis in den GHz
Bereich spezifiziert sind. Speziell interessiert mich ,wie die Profis
das genau machen. Ich habe einen VNA und könnte herum experimentieren.
Aber schneller geht es wenn ich mal gesehen habe wie die Industriell
aufgebaut sind. Ist halt HF und da gibt es sicher bewerte Rezepte zb.
was die Anzahl der SMD Widerstände angeht bzw. die Art der Anordnung
beim verlöten.
herbert schrieb:> dachte ich mir frag erst mal ob jemand Bilder hat und hier reinstellen> will
auch wenn der Frequenzbereich vielleicht nicht ganz Deinen Anforderungen
entspricht, hier ein Beispiel einer DummyLoad mit Aufbau und Messung
eric1
Danke Leute!
Bei Rosenberger haben sie das mit zwei Widerständen gemacht. Ich dachte,
die Profis verwenden mehr als zwei Widerstände um die Induktivität
klein zu halten... naja ,die werden schon belegte Gründe dafür haben.
herbert schrieb:> zwei Widerstände um die Induktivität klein zu halten
Dann wird die Kapazität größer.
Eher wegen dem Wert 2x 100 Ohm ergeben 50 Ohm. Die Leistumgsfähigkeit
verdoppelt sich. Bei SMD sind die parasitären Induktivitäten und
Kapazitäten sowieso schon sehr klein.
Danke für den Vergleiche. Ich sehen keinen Unterschied zwischen 3 und 4
Widerstände. Wie weit spielen die Toleranzen der Widerstände im
Vergleich eine Rolle. Am besten gefällt mir die Umsetzung mit drei
Widerstände.
Schön wäre alle 4 Kuven in einer Grafik, zumal die Koordinaten eine
unterschiedliche Werte aufweisen.
Gerald K. schrieb:> Wie weit spielen die Toleranzen der Widerstände im> Vergleich eine Rolle.
Waren alles Dünnfilm Widerstände mit 0,1% Toleranz.
Gerald K. schrieb:> Schön wäre alle 4 Kuven in einer Grafik
Ist nicht meine Messung ,insofern habe ich keinen Einfluss auf die
Darstellung. Aber ich bin auch so ganz glücklich über diesen Vergleich.
Verwendet wurden diese Widerstände-Serie:ERA-6AEB101V thin-film
resistors
Gerald K. schrieb:> Ich sehen keinen Unterschied zwischen 3 und 4> Widerstände.
Schau Dir mal den Schnittpunkt der Messkurve mit der -40 dB - Linie an.
Da sind dann Varianten 2 und 3 besser.
Bernd schrieb:> Gerald K. schrieb:> Ich sehen keinen Unterschied zwischen 3 und 4> Widerstände.>> Schau Dir mal den Schnittpunkt der Messkurve mit der -40 dB - Linie an.> Da sind dann Varianten 2 und 3 besser.
Jetzt sehe ich es auch. Variante 3 bleibt bei 100MHz deutlich unter
-60dB.
Während Variante 4 deutlich über -60dB liegt.
Ist erklärbar warum Variante 3 die besten Werte liefert?
Gerald K. schrieb:> Jetzt sehe ich es auch. Variante 3 bleibt bei 100MHz deutlich unter> -60dB.> Während Variante 4 deutlich über -60dB liegt.
Was Hast du für einen Plott?
Ich sehe bei der Variante 3 den 1GHz Bereich bei etwa -43db,bei der V4
bei -35 db.
V2 liegt bei 1Ghz bei-42 db aber bei etwa 1,5Ghz immer noch bei nicht
schlechten -30db. Hier hat V3 gerade mal etwa 22 db
Ich denke ,die Variante mit 2 Widerständen ist die beste.
Gerald K. schrieb:> Ist erklärbar warum Variante 3 die besten Werte liefert?
Wohl wegen der zunehmenden kapazitiven Belastung. Deshalb ein
TP-Charakter, den man im hohen f-Bereich deutlich sieht; mehr R-Chips =
mehr C; L jedoch wird gerungfügig kleiner.
Michael
herbert schrieb:> V2 liegt bei 1Ghz bei-42 db aber bei etwa 1,5Ghz immer noch bei nicht> schlechten -30db. Hier hat V3 gerade mal etwa 22 db> Ich denke ,die Variante mit 2 Widerständen ist die beste.
Sorry , ich weiß nicht was mich da geritten hat ,das muss 6 GHz heißen
und nicht 1,5GHz. Asche auf mein Haupt.
Aber sonst ist das mit den Zwei Widerständen die bessere Option.
Unsicherheit besteht bei mir nur noch wegen den unterschiedlichen Typen
Dick oder Dünnfilm. Kohle soll es auch als SMD geben und Metallfilm. Ein
Problem scheint mir die Art der "Trimmung" mit dem Laser zu sein.
Bezüglich der Induktivität gibt es auch Nachteilige Verfahren. Das Netz
kann mit meiner Art zu suchen nichts anfangen. Aber vor langer Zeit
hatte ich mal was auf dem Schirm,finde es aber nicht mehr...
herbert schrieb:> Ein> Problem scheint mir die Art der "Trimmung" mit dem Laser zu sein.> Bezüglich der Induktivität gibt es auch Nachteilige Verfahren. Das Netz> kann mit meiner Art zu suchen nichts anfangen. Aber vor langer Zeit> hatte ich mal was auf dem Schirm,finde es aber nicht mehr...
Beyschlag eventuell? Die hatte ich für ein 24GHZ-Projekt auch mal
verwendet. Die vermeiden Schlitze bei der Trimmung, welche die
Induktivität erhöhen.
https://www.vishay.com/docs/28759/cma0204hf.pdf
herbert schrieb:> Das Netz> kann mit meiner Art zu suchen nichts anfangen. Aber vor langer Zeit> hatte ich mal was auf dem Schirm,finde es aber nicht mehr...
Du musst man nach GHz-resistors googeln dann kommst du auf so etwas bis
50GHz und du bekommst sogar ein Ersatzschaltbild mit den Parasitics
https://www.vishay.com/docs/53014/ch.pdf
eric1
eric1 schrieb:> dann kommst du auf so etwas bis> 50GHz
Wesentlich dabei ist, dass diese Widerstände als Flip-Chip, also mit der
Widerstandsschicht nach unten montiert werden.
Dadurch vermeidet man die Abstandsänderung zur Massefläche, die fast
soviel Induktivität bringen dürfte wie ein Via.
Insofern könnte ich mir auch vorstellen, dass die Messergebnisse an den
SMA-Abschlüssen noch besser ausgefallen wären, wenn die Widerstände mit
der bedruckten Seite nach innen montiert worden wären.
Ich habe mal vor Jahren einen Pasternak-Durchgangsabschluss aufgesägt.
Innen drin war eine Scheibe aus Keramik(?), die den Innenleiter rundum
zur Gehäusehülse kontaktiert hat.
Marek N. schrieb:> Ich habe mal vor Jahren einen Pasternak-Durchgangsabschluss aufgesägt.> Innen drin war eine Scheibe aus Keramik(?), die den Innenleiter rundum> zur Gehäusehülse kontaktiert hat.
Dann war es ja ein "Short" Stecher, also ein Kurzschlußstecker, nicht
wahr?
mfg
Nein, ein Durchgangsabschluss 50 Ohm.
Allerdings schon defekt, weil jemand meinte, damit ein 24 V Netzteil
"abzuschließen".
Die Scheibe war braun-grau, allerdings weiß ich nicht, ob sie vorher
auch schon diese Farbe hatte.
herbert schrieb:> Angehängte Dateien:>>>>>> Molex_73251-1260_1x49.9ohm.jpg>> 81,8 KB, 161 Downloads>>>>> Molex_73251-1260_1x49.9ohm_S11.png>> 12,4 KB, 148 Downloads
Was? Ein SMD Widerstand kommt schon bei 100MHz an seine Grenzen?
Und sogar mit 4 parallel sinds nur 200MHz?....
Lg
herbert schrieb:> So, wer sich für diese Materie interessiert kann sich auch das mal> ansehen...
Tolle Bilder. Ich versteht jetzt bloss nicht mehr wie man dann noch im
Ku Band die Sachen aufbauen würde. Vielleicht erst mit dem Stecker auf
eine Mikrostreifenleitung und dann der Widerstand?
dgdgdg schrieb:> Tolle Bilder. Ich versteht jetzt bloss nicht mehr wie man dann noch im> Ku Band die Sachen aufbauen würde. Vielleicht erst mit dem Stecker auf> eine Mikrostreifenleitung und dann der Widerstand?
Es kommt immer darauf an für welchen genauen Zweck so ein 50 Ohm
Abschluss sein soll. Kurzwelle ist relativ unkritisch. Früher berechnete
man die 50 Ohm für relativ viele Widerstände parallel um Die
Belastbarkeit des Gebildes hoch zu treiben.Ja man kühlte sogar mit Öl.
Heute benutzt man Hoch belastbare und induktivitätsarme Chipwiderstände
welche man auf Kühlkörper montieren muss.
Ich brauche diese Abschlüsse aus SMD Widerständen zum erfassen der
thermischen Verlustwärme. Dabei muss ich einen guten Kompromiss zwischen
Rücklaufdämpfung und geringer thermisch wirksamer Masse gehen. Die
thermisch wirksame Masse bestimmt die Empfindlichkeit des Gebildes
Widerstand (als Heizer)und NTC Sensor.
Aber die Moderne Messtechnik sagt, wir arbeiten uns nicht mehr dumm und
dämlich bis wir eine Spitzenanpassung haben ,sondern wir rechnen den
Fehler zb. VSWR bei der Ermittlung der Leistung einfach heraus. Ein sehr
guter Weg wie ich finde...
herbert schrieb:> Aber die Moderne Messtechnik sagt, wir arbeiten uns nicht mehr dumm und> dämlich bis wir eine Spitzenanpassung haben ,sondern wir rechnen den> Fehler zb. VSWR bei der Ermittlung der Leistung einfach heraus. Ein sehr> guter Weg wie ich finde...
Das funktioniert aber nur sehr begrenzt. Wenn deine Quelle keine
perfekten 50 Ohm hat und du eine undefinierte Leitungslänge dazwischen
hast, dann hast du Mehrfachreflektionen und kannst den Fehler auch nicht
so einfach herausrechnen.
Systemfehlerkorrektur bei Netzwerkanalysator mit mehreren bekannten
Standards ist ein etwas anderes Thema. Die 50 Ohm als bekannte
Referenz braucht man dort aber auch bei fast allen Kalibrierverfahren.
Reflektierte Grüße
Volker
Volker M. schrieb:> Das funktioniert aber nur sehr begrenzt. Wenn deine Quelle keine> perfekten 50 Ohm hat und du eine undefinierte Leitungslänge dazwischen> hast, dann hast du Mehrfachreflektionen und kannst den Fehler auch nicht> so einfach herausrechnen.
Da ich über einen VNA verfüge, bin ich ganz gut im Bilde was sich
zwischen Messkabeln und den anderen Notwendigkeiten(HF- Relais) und 50
Ohm Abschluss abspielt. Die frequenzabhängigen Verluste muss man
natürlich immer bereinigen. Die Voraussetzung ist halt immer der Besitz
von zuverlässigen Datenblätter aller Komponenten .Aber es gibt immer
wieder mal Überraschungen...zb, habe ich in einem bekannten Funkshop ein
H155 Kabel 0,5m mit BNC Steckern dran gekauft ,das ist S11 mäßig bei 600
Mhz schlechter als RG 58 Kabeln die ich schon Jahre hier habe. Warum
,keine Ahnung.Eigentlich sollte die Dämpfung kleiner sein aber S11 nicht
schlechter.
Hallo zusammen, hallo Herbert,
Chapeau, toll gemacht. Ich würde trotzdem die Nr. 3 vorziehen. Bei 10E8
unter -60dB RL. Die 6GHz sind für mich nicht wichtig. Die Einen sagen
so...
Bzgl. Widerstände. Da gibt es ja viele Meinungen. Es gab mal einen
längeren Faden im Forum bei QRP Projects im Zusammenhang mit einer RL
Brücke. Die besten Ergebnisse hatte jemand mit diesen Mini-Melf Rs von
Vishay erreicht.
Sind 2 mal 100Ohm 0.1% gewesen, wenn ich mich recht erinnere. Einen Link
habe ich nicht mehr. Auch die RL Brücke aus der Ukraine wird besser,
wenn man sich der Widerstände annimmt.
@ Marek
> Innen drin war eine Scheibe aus Keramik(?), die den Innenleiter rundum> zur Gehäusehülse kontaktiert hat.
Das war ganz normale Technik. Sieh dir alte Diodentastköpfe an. Die
Dicken von vor 50 und mehr Jahren an. Vorne N, hinten BNC, als Diode
eine 1N21 oder ähnliche in Patronenbauform. Der Abschlusswiderstand war
dann auch so eine Scheibe.
Das hier ist ja auch interessant:
https://www.changpuak.ch/electronics/DIY-DualDirectionalCoupler.php
73
Wilhelm
PS: Wer gerne Asiatisch kocht, findet bei 'changpuak' manch schönes
Rezept.