Forum: HF, Funk und Felder 90dB gesteuertes Dämpfungsglied aus China - Ein (etwas längerer) Bericht von der Front :-)


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von Baku M. (baku)


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Werte Damen&Herren,
das Teil ist dann doch recht schnell gekommen, und hat meine Erwartungen 
voll erfüllt...
Weiss garnicht, wo ich anfangen soll.

Kurzfassung: Welch ein Dreck, Finger weg!

Mehr braucht man nicht zu wissen, das folgende Elaborat soll nur der 
allgemeneinen Erheiterung&Erbauung dienen.

Zunächst mal den Lieferumfang inspizieren:
- 1 Stk. Dämpfungsglied mit OLED-Display und USB-Schnittstelle
- 1 Stk. USB-Kabel

Keinerlei Dokumentation, und bei eBay noch nicht mal ein Downloadlink.
Erstmal tapfer an USB angeschlossen, und es erschien auch gleich en 
neuer USB-serial Port von Prolific. Immerhin.
Eine Internetrecherche fand dann auch ansatzweise das Protokoll 
ähnlicher Geräte (mit geringerer Dämpfung) und tapferes Ausprobieren 
führte zum Erfolg, ich konnte das Ding über putty steuern.
Ich fand sogar einen Downloadlink zu einer Steuersoftware, die ich aber 
dann nicht heruntergeladen habe, weil -wie mir google translate aus dem 
Chinesischen übersetzte- ich meine Beidou-Benutzerkennung zum Download 
einscannen(!) sollte...

So weit, so Gut.

Dann gleich mal zwischen Empfänger und Signalgenerator eingeschraubt.
Oh weh! Ein Lattenzaun mit 12MHz Abstand ( exemplarisch: 
168M_pan_aus.PNG, 168M_zoom_aus.PNG ), und das bis über 1 GHz 
(1GHz_zoom_aus.PNG). Bis zu -90dBm und mehr. Und das, wo das Teil am 
vorhandenen Ein/Ausschalter noch AUSgeschaltet war!
OK; kommt bestimmt vom USB (12MHz...), muß ich später mal mit meinem 
guten alten Linearnetzteil speisen.

Dann mal Dämpfung messen (kann man ja mit den Tasten und dem Display 
einstellen), auch wenn mein FSH8 bei s12-Messung bei ca. -80dB schlapp 
macht.
Ich will hier nicht langweilen, und habe alle Messungen für den 
interessierten (versucht) als .zip anzuhängen.
Bei 0dB ergibt sich die versprochene Einfügungsdämpfung von 3dB, die 
allerdings bis 3GHz dann schon auf 10 dB abfällt (00db_3GHz.png).
Das macht aber nichts, denn was den hohen Frequenzen bei geringen 
Dämpfungen abgeht, bekommen sie bei hohen Dämpfungen alles wieder zurück 
(80db_3GHz.png)!
Und auch bei niedrigen Frequenzen ( 1-30MHz interessiert mich auch, aus 
gewissen Gründen) wird es nicht langweilig (70db_30MHz.png): Was da 
unten passiert, erschliesst sich mir noch nicht, aber wenn man noch 
nicht einmal dort eine einigermassen gerade Linie hinbekommt...

Zuhause dann nochmal schöne, saubere 5V aus dem guten, altem 
Analognetzteil eingespeist, aber die 12MHz++ Störlinien waren immer noch 
da. Im ausgeschaltetem Zustand. Beim Einschalten kamen da noch viele 
lustige Dreckslinien dazu (Beispielhaft: 168M_pan_an.PNG).

Ich habe das Ding dann mal aufgeschraubt (att_01.jpg) und fand alle 
meine bisherigen Erwartungen erfüllt.

Zunächst mal baut der Chines' das ganze in ein fein aus Alu gefrästes 
Gehäuse, damit das aussieht wie die geilen Teile von Minicircuits und 
macht SMA-Buchsen dran. Dann klatscht er 3 30dB-Abschwächer 
hintereinander, das gibt 90dB, ist doch logisch.
Und zuletzt baut er einen USB-Seriell-Adapter, einen Microcontroller und 
ein OLED-Display dran, damit das ganze auch zeitgemäß ist, und versenkt 
den ganzen Scheiß mit in die gefräste Kammer, in der versucht wird, ein 
Signal um den Faktor 1000000000 abzuschwächen!

Warum machen Menschen sowas, weitab jeder Realität?
Da kann doch nur Scheiße bei rauskommen!

Das beste ist noch, daß die Deppen dann noch die Beschriftung von allen 
Bauteilen (bis auf den LDO) abgefräst haben, damit niemand hinter ihre 
Produktionsgeheimnisse kommt!
Das Geheimnis so einen unglaublichen Scheiß aus handelsüblichen 
Bauteilen zusammenzukloppen!

Meinen Kommentar zu diese Auktion bei eBay:
"It's a piece of shit, DONT BUY"
haben sie nicht zugelassen wegen der verwendung 'obszöner Wörter'
"It's a dwarfs filthy droppings. DONT BUY!"
Ging dann durch.

Nuja.
Meine Neugierde ist jetzt hinreichend befriedigt :-)

IdS,
Baku

P.S.:
Es gibt kein funktionierendes programmierbares 90dB Dämpfungsglied von 
DC-3GHz für 31,20€

von Murmeltier (Gast)


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Leider ist von den verwendeten Typen kein Datenblatt aufzutreiben. Es 
steht jedoch unzweifelhaft fest, dass sie von Hittite/ADI einst 
produziert wurden. Die Datenblattwerte dürften vergleichbar sein. 
Vergleiche beide Bilder und Seite 1 im Datenblatt. (Das Bild stammt von 
einer eBay Seite)

Die schlechten Messwerte sind das Resultat von unzweckmäßiger 
Konstruktion. In der Mitte jedes ICs sollte eine Abschirmwand angebracht 
werden. Die Datenblattangaben sind viel besser.

Auch müssen für einwandfreie Messungen am Netzwerkanalyzer hochwertige 
doppelt abgeschirmte Koax oder Semi-Rigid Kabel verwendet werden. Bei 
den hohen Frequenzen sollte man auch den Frequenzgang der Messanordnung 
ohne DUT subtrahieren da zwischen 1MHZ bis 4GHz die Verluste doch 
ziemlich ansteigen. Auch sollen die Verbindungskabel so kurz wie möglich 
sein. RG-58A/U haben hier nichts zu suchen. Nur das Beste ist hier gut 
genug.

Ich will Dir nicht nahe treten, aber wie sorgfältig war Dein Messaufbau 
und Verifizierung? Wie gut waren die Adapter? Man sollte immer den 
Messaufbau mit den vorgesehenen Kabeln ohne DUT und nur mit 
Verbindungsadapter anstelle des DUT messen.

Die ICs sehen wie 20-PIN DQFN aus. ADI hat aber keine im Lieferprogramm. 
Der HMC-472 ist noch der engste Verwandte mit Parallel Steuerung. Die im 
Abschwächer sichtbaren ICs haben CLK/DATA/LE zur Steuerung - Sind aber 
nicht auffindbar. Da sind bestimmt dunkle Geschichten vonstatten 
gegangen...

Ich würde die USB LP komplett entfernen und mit einer kaschierten LP 
ersetzen. Genau in der Mitte  von jeden HF-IC lötest Du eine dünne 
Blechabschirmwand an die auf der Deckplatte angelötet werden soll. Auf 
der anderen Seite bringst Du gefiederte Lötstreifen an, die mit beim 
Aufschreiben Kontakt mit der anderen Seite herstellen. Das ist natürlich 
alles weniger als perfekt, sollte aber helfen.

Die Steckverbinder über Durchführungsfilter betreiben. Aufpassen, dass 
die Daten durch L/R/C nicht abgewürgt werden.

Die Konstruktion eines gut funktionierendem Abschwächers bedarf viel 
Erfahrung. Dieses Design ist leider Schrott. Auch weiß man nicht ob die 
gebrauchten ICs Ausschussware gewesen sind. Da im Internet bis jetzt 
noch kein exakter Typ auffindbar war ist es auch möglich, dass diese ICs 
nie öffentlich angeboten wurden und OEM sind.

Jedenfalls sollte man vor solchen Zeugs hüten. Besser etwas Gebrauchtes 
von den Platzhirschen wie HP/Agilent, Narda u.a. kaufen.

Es hätte durchaus Sinn etwas Neues mit neuen ICs und richtiger 
Konstruktion in Kammerbauweise aufzubauen.

von Baku M. (baku)


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Murmeltier schrieb:
> Ich will Dir nicht nahe treten, aber wie sorgfältig war Dein Messaufbau
> und Verifizierung? Wie gut waren die Adapter? Man sollte immer den
> Messaufbau mit den vorgesehenen Kabeln ohne DUT und nur mit
> Verbindungsadapter anstelle des DUT messen.

Moinsen!
Deine Befürchtung kann ich durchaus nachvollziehen :-)
3GHz ist schon eingermassen sportlich. Aber ich habe drauf geachtet. Im 
Anhang ein Plot mit 2 30dB-Trommeln von Minicircuits in Reihe zwischen 
den Steckern, die ich auf das Teil gesteckt habe.
Natürlich muß man getreu dem Motto: "Wer misst, misst Mist" den 
Meßaufbau verifizieren.

Und ja, ich habe auch schon darüber nachgedacht, wie man das Teil mit 
der Anwendung der Grundregeln des HF-Aufbaus doch noch in was 
einigermassen Taugliches umbauen kann :-)

IdS,
Baku

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


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Die Stecker sind ja ganz schön hässlich gelötet. Bestimmt kommt schon 
nur von den Lötstellen ein guter Teil der Verluste. S11 wird lausig 
aussehen.

Wieso kauft man sowas? dass das für 31€ nix sein kann ist doch irgendwie 
klar. Für das Geld kriegt man hier nicht mal die Box gefräst.
Ich frag mich schon, wie die das hin bekommen. Und damit sogar noch was 
verdienen.

von Baku M. (baku)


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Tobias P. schrieb:
> Wieso kauft man sowas?

Aus reiner Neugierde :-)
Ich hätte nochmal auf den anfänglichen Thread verweisen sollen:
Beitrag "90dB gesteuertes Dämpfungsglied aus China"

Ich bin nicht wirklich enttäuscht, sondern finde meine ursprünglichen 
Erwartungen bestätigt...

IdS,
Baku

von Tobias P. (hubertus)


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Baku M. schrieb:
> Aus reiner Neugierde :-)
> Ich hätte nochmal auf den anfänglichen Thread verweisen sollen:
> Beitrag "90dB gesteuertes Dämpfungsglied aus China"
>
> Ich bin nicht wirklich enttäuscht, sondern finde meine ursprünglichen
> Erwartungen bestätigt...
>
> IdS,
> Baku

bei DIR war mir das klar, aber wie viele Ahnungslose, die vielleicht 
auch nicht so hübsches Messequipment haben wie du, fallen auf den Betrug 
rein? die denken sich: boah guck, die können ein 90dB variables 
Dämpfungsglied für 31€ bauen, R&S und Keysight müssen ja schöne Deppen 
sein wenn schon nur deren fixes 3dB Glied gleich das zehnfache kostet! 
oder die ganzen BWLer die bei unseren Firmen sitzen. Die denken doch, 
dass die Chinesen die viel besseren Entwickler sind, Fertigung sowieso, 
weil hier für 31€ nichtmal der Praktikant das Schema zeichnet.

Ich finde meine Erwartungen durch deine Messungen auch bestätigt. Danke 
dir :-)
das einzige, was man von dem Teil wohl brauchen kann, ist das 
Alugehäuse. Und selbst da muss man vorsichtig sein, China-Alu ist 
teilweise mit Blei legiert und damit wohl nicht RoHS konform. Fürs 
Basteln zu Hause gehts aber.

von Murmeltier (Gast)


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Moin,

Ja, die MCL Zeile kommen gut durch.

Der Insertion Loss im ersten Bild in der 0dB Stellung ist dem Datenblatt 
nach ziemlich konform.

Ich bin der Ansicht, daß die Hittite Teile anhand des Datenblatt nach an 
sich durchaus brauchbar sind aber für Kaskadierung weniger gut geeignet 
sind.

Zumindest müsste man den Aufbau grundlegend ändern. Jede Sektion muss in 
eine eigene abgeschirmte Kammer mit guter elektrischer Entkopplung zum 
Steuerteil hin. Ich würde sogar die Steuerung selber mit ADUM1400 
Datenkoppler isolieren und die 3.3V Versorgung mit Breitband 
Durchführungsfilter Methoden zuführen. Jeder IC muß individuell 
entkoppelt sein. Alle Steuerleitungen müssen in ihren eigenen Kammern 
zugeführt werden.

Man sollte auch mal externe R.L. untersuchungen machen um die 
Eigenschaften der Buchsenübergänge zu erfassen.

Auch sollten die LP kein FR4 sein, obwohl bei den kurzen LP Längen das 
weniger kritischer ist. Schwerwiegender ist, daß bei den üblichen LP 
Dicken auch bei er=4.5 keine vernünftigen Mikrostripbreiten für 50Ohm 
möglich sind. Coplanar WG wäre möglicherweise eine Verbesserung aber um 
die IC Peripherie herum nicht zu praktisch. Man sollte mit der dünnsten 
erhältlichen LP Dicke arbeiten.  Wie Hubertus auch einwarf sind SMA 
Übergänge auch nicht so tolle. Auch nehme ich an, daß die SMA Buchsen 
nicht mit professionell hergestellten Typen vergleichbar sind. Da ist 
ein 1:5 Unterschied im Preis.

Naja. Das wolltest Du bestimmt alles nicht hören;-)

Andrerseits wäre das, mit Zugang zu vernünftigen Meßmitteln und 
mechanischen Mitteln vorausgesetzt, eine nette Herausforderung was 
besseres zu schaffen und interessantes Projekt an sich.

Murmeltier

von Tobias P. (hubertus)


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Murmeltier schrieb:
> Coplanar WG wäre möglicherweise eine Verbesserung aber um
> die IC Peripherie herum nicht zu praktisch.

In der Tat gab es hierzu in einer älteren Ausgabe der UKW-Berichte mal 
einen Artikel, wo die Verluste von Microstrip vs. CPW untersucht wurden.
Der CPW hat in der Tat weniger Verluste als ein Microstrip, und die 
Impedanz lässt sich etwas besser definieren, da im Vergleich zu 
Microstrip ein grösserer Anteil des E-Felds sich in der Luft ausbreitet.

Murmeltier schrieb:
> Andrerseits wäre das, mit Zugang zu vernünftigen Meßmitteln und
> mechanischen Mitteln vorausgesetzt, eine nette Herausforderung was
> besseres zu schaffen und interessantes Projekt an sich.

ja das wäre schon interessant. Ich würde aber trotz allem FR4 verwenden. 
Wenn man nicht grade Microstrip-Resonatoren realisiert, ist es nicht 
sooo schlimm. Bei den 5GHz WiFi Routern ist auch kein Teflonsubstrat 
drinne ;-)

von Bernd (Gast)


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Murmeltier schrieb:
> Die ICs sehen wie 20-PIN DQFN aus. ADI hat aber keine im Lieferprogramm.
> Der HMC-472 ist noch der engste Verwandte mit Parallel Steuerung. Die im
> Abschwächer sichtbaren ICs haben CLK/DATA/LE zur Steuerung
Passt m.E. zu Peregrine PE4302:
https://www.psemi.com/pdf/datasheets/pe4302ds.pdf

Und Danke an Baku für's ausprobieren.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Nebenbei, auch Minicircuits hat solche digital ansteuerbare 30dB 
Abschaecher. um die 3.50$ das stueck. Wenn man die kaskadiert muss man 
sich etwas Muehe geben.

von GHz N. (ghz-nerd)


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Ich verstehe nicht ganz, wie ihr auf die HMC472 kommt...
Gemäss Foto sieht das für mich eher nach QFN20 ICs aus, was eher zu 
einem PE4312 passen würde.

von HF Pfuscher (Gast)


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GHz N. schrieb:
> Ich verstehe nicht ganz, wie ihr auf die HMC472 kommt...
> Gemäss Foto sieht das für mich eher nach QFN20 ICs aus, was eher zu
> einem PE4312 passen würde.

Der PE4302 wurde ja bereits genannt. Der PE4312 ist lediglich eine
Weiterentwicklung des PE4302, als einfach eine aktuelle Version.
Sonstige Performance grob gesprochen etwa gleich ....

von Baku M. (baku)


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Japp, eben nochmal durchgeklingelt, PE4302/4312 passt von der 
Pinbelegung her.

So weit, so gut.
Hat jemand eine Erklärung dafür, was unter 5MHz passiert?
Das ist doch eigentlich Gleichstrom, warum spielt die Dämpfung da so 
verrückt?

Ich werde -wenn ich wieder Zeit habe :-( - mal versuchen, mit der 
bestehenden Schaltung zunächst mal einen ordentlichen Deckel 
draufzumachen und die Ansteuerung nach draußen zu verlegen und anständig 
zu verdrosseln, damit die Störlinien verschwinden, mit denen ist das 
Ding nämlich überhaupt nicht zu gebrauchen.

Btw.: Weiß jemand nicht einfach einen digital schaltbaren Abschwächer 
0dB - 30dB - 60db - 90dB ? (für unter 300€ wäre fein)? Muß keine 
Hochpräzision sein.

Es grüßt
Baku

von Ralph B. (rberres)


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Vielleicht dieser hier?

Ebay-Artikel Nr. 224056098647

oder

Ebay-Artikel Nr. 224078349515

Ich weis natürlich nicht was diese wirklich taugen.

Wobei man aber berücksichtigen muss, das sich die Fehler der einzelnen 
Stufen ungünstigstenfalls addieren können. Bei 64db Dämpfung wird der 
Frequenzgang wohl nicht mehr auf 1db glatt sein.

Es stammt jedenfalls von einen namhaften Hersteller und ist kein 
dubioses Chinaprodukt.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Baku M. (baku)


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Hallo Ralph,
ja, sieht ganz gut aus, wobei ich für den ersten noch einen Roboter für 
die Betätigunge der Schalter bräuchte :-) :-)

Aufs dB kommt es bei meiner Anwendung auch nicht so an, das wird am Ende 
alles rausgeregelt. Ich bräuchte nur die 'großen Sprünge', weil mein 
Regelumfang am Ausgang nur max. 30dB ist.

von F. M. (foxmulder)


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Baku M. schrieb:
> Hallo Ralph,
> ja, sieht ganz gut aus, wobei ich für den ersten noch einen Roboter für
> die Betätigunge der Schalter bräuchte :-) :-)

MCU+Drehschalter+ULN Treiber.
Oder halt Oldschool mit Kippschaltern oder Logik ICs.

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Baku M. schrieb:
> die Betätigunge der Schalter bräuchte :-) :-)

Das sind keine Schaalter sondern Durchführungskondensatoren.

Baku M. schrieb:
> Aufs dB kommt es bei meiner Anwendung auch nicht so an, das wird am Ende
> alles rausgeregelt. Ich bräuchte nur die 'großen Sprünge', weil mein
> Regelumfang am Ausgang nur max. 30dB ist.

Wenn das Dämpfungsglied Bestandteil eines Signalgenerators werden soll, 
würde ich den Ausgangspegel komplett mit dem Dämpfungsglied einstellbar 
machen, und die Spannung vor dem Dämpfungsglied konstant halten.
So wird es bei jeden professionellen Signalgenerator gelöst.

Aber Achtung dadurch hat dann der eigentliche Generator vor dem 
Dämpfungsglied, bedingt durch die Regelung, Null Ohm Ausgangswiderstand. 
Man muss also zwischen Ausgang und Dämpfungsglied noch einen 50 Ohm 
Widerstand in Reihe schalten. Die Ausgangsspannung vor dem 
Dämpfungsglied muss dann 6db höher eingestellt sein als der Pegel am 
Ausgang.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Baku M. (baku)


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Ralph B. schrieb:
> Das sind keine Schalter sondern Durchführungskondensatoren.

Autsch, so früh morgens waren die Augen wohl noch nicht ganz offen, ich 
hatte da Kippschalter gesehen...

Der Generator ist schon fertig, mit 50Ohm Ausgang und (softwaremäßig) 
30dB Einstellbereich. Das mit dem 'Regeln' war etwas misverständlich, es 
wird 'über alles' rauskalibriert.
Ich hatte das im Ursprungsthread erwähnt: Am Ende geht es mir darum, 
nicht immer manuell bis zu drei 30dB-Dämpfer rein- und rausschrauben zu 
müssen. Könnte man natürlich auch mit Relais machen, aber da kommt man, 
wenn es gut sein soll, auch bald preislich in eine Region, wo ich meine 
Bequemlichkeit nicht mehr durchsetzten kann...

von Ralph B. (rberres)


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Baku M. schrieb:
> Der Generator ist schon fertig, mit 50Ohm Ausgang und (softwaremäßig)
> 30dB Einstellbereich.

Ich würde die 30db Einstellbereich nutzen um eine vernünftige 
Amplitudenmodulation zu realisieren.

Schaue dir mal an wie Rohde&Schwarz das in seinen Generatoren wie SMY 
usw. realisiert.

Die schalten den Pegel auch mit dem Abschwächer meist in 1 oder 2db 
Schritten.

Nur so hast du die Garantie, das bei -120dbm auch -120dbm rauskommen.
Vorrausgesetzt du hast alles konsequent in abgeschirmete Gehäuse gebaut 
und die Verbindungsleitungen sind Festmantelkabel.

Das ist wichtig bei Empfindlichkeitsmesungen an Empfängern.


Bei den ganz modernen Geräten wird noch eine individuelle Kalibrierkurve 
für jeden Abschwächerschritt in einen EEprom hinterlegt, um auch dessen 
Einfluss zu minimieren.

Ralph Berres

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Baku M. schrieb:
> Japp, eben nochmal durchgeklingelt, PE4302/4312 passt von der
> Pinbelegung her.
>
> So weit, so gut.
> Hat jemand eine Erklärung dafür, was unter 5MHz passiert?
> Das ist doch eigentlich Gleichstrom, warum spielt die Dämpfung da so
> verrückt?

Erst wollte ich die Verwendung als Niederfrequenz-Dämpfungssteller 
vorschlagen, dann sehe ich im DB des 4302 er ginge ab DC, während der 
4312 da 1MHz zeigt.
Zu hoher Meßpegel erzeugt Wellen unter 5MHz? Aber die Dinger schaffen 
1W.

von Tobias P. (hubertus)


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Ralph B. schrieb:
> Wenn das Dämpfungsglied Bestandteil eines Signalgenerators werden soll,
> würde ich den Ausgangspegel komplett mit dem Dämpfungsglied einstellbar
> machen, und die Spannung vor dem Dämpfungsglied konstant halten. So wird
> es bei jeden professionellen Signalgenerator gelöst.

Jein. HP 8340A hat einen ALC drin, der einen Regelbereich von ca. 0dBm 
bis 10dBm macht. Die Grobeinstellung des Pegels passiert über den 
schaltbaren Attenuator, die Feineinstellung über den ALC.
HP 8663A hat einen ALC mit nur ca. 6dB Regelbereich und zwei kaskadierte 
Attenuatoren, der erste macht -130dB bis 0dB und der zweite macht 
0dB/5dB. Wenn man am Rädchen für die Pegeleinstellung dreht, rappelt es 
lustig in der Kiste. (Das hört man aber nur, wenn man das Original 
Düsenjetgebläse durch einen modernen, flüsterleisen Papstlüfter ersetzt 
:-)).

von Ralph B. (rberres)


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Tobias P. schrieb:
> Jein. HP 8340A hat einen ALC drin, der einen Regelbereich von ca. 0dBm
> bis 10dBm macht. Die Grobeinstellung des Pegels passiert über den
> schaltbaren Attenuator, die Feineinstellung über den ALC.

Das ist richtig. Die R&S Kisten lasen sich ebenfalls so konfigurieren.

Sie lassen dann über die ALC ebenfalls oft bis zu 30db Regelbereich zu 
ohne das der Abschwächer geschaltet wird. Man muss das aber explizit 
konfigurieren. Normalfall ist ein Regelbereich von ca 5db bestenfalls 
10db über die ALC.

Aber das macht nur dann wirklich Sinn, wenn man Pegelwobbeln will.

Dann vermeidet es das bei jeden Wobbeldurchgang der mechanische 
Abschwächer klappert und somit verschleißt. Man muss dann aber den 
Pegelwobbelbereich so legen, das der Ausgangsabschwächer nicht mehr 
schaltet und nur noch durch die ALC bewerkstelligt wird.

Bei rein elektronischen Abschwächern , wie z.B. dem SML spielt das aber 
keine Rolle mehr. Sie haben keinen Verschleiß von Schaltkontakten.

Ralph Berres

von GHz N. (ghz-nerd)


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Baku M. schrieb:
> So weit, so gut.
> Hat jemand eine Erklärung dafür, was unter 5MHz passiert?
> Das ist doch eigentlich Gleichstrom, warum spielt die Dämpfung da so
> verrückt?

In solchen Bauteilen sind irgendwo praktisch immer PIN Dioden 
involviert. Deren Eigenschaften, insbesondere die verzerrungsfrei 
übertragbare Leistung verschlechtert sich unterhalb einer gewissen 
Frequenz (je nach layer-Dicken) recht rapide.
Bei diesem Aufbau könnte es zudem auch sein, dass die Versorgungsleitung 
des ICs nicht gut gefiltert bzw nicht niederohmig genug ist. Dies könnte 
mit ein Grund für die im RF-Pfad induzierten Spikes sein.

von Ralph B. (rberres)


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GHz N. schrieb:
> In solchen Bauteilen sind irgendwo praktisch immer PIN Dioden
> involviert.

Oft sind es Schalterdioden, also keine Pindioden.

Pindioden findet man nur in stufenlose Abschwächer.

Sonst wären diese Bausteine nicht bis DC hinab spezifiziert.

Ralph Berres

von Volker M. (antennensimulation)


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Bei Stromaufnahme unter 200µA laut Datenblatt PE4312 sind da keine 
Dioden als Schalter verbaut.

von Tobias P. (hubertus)


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GHz N. schrieb:
> In solchen Bauteilen sind irgendwo praktisch immer PIN Dioden
> involviert. Deren Eigenschaften, insbesondere die verzerrungsfrei
> übertragbare Leistung verschlechtert sich unterhalb einer gewissen
> Frequenz (je nach layer-Dicken) recht rapide.

Nicht zu vergessen, dass das Bias-Netzwerk für die Dioden (welches zB. 
über Induktivitäten realisiert ist)  bei tiefen Frequenzen u.U. zu 
niederohmig wird.
Ich habe mal versuchsweise 1N4148 als Abschwächerdioden genutzt. Die 
gingen bis unter 1MHz gut. Mein damaliger Analyzer war aber skalar und 
nur bis 500MHz, S21 sah gut aus, S11 hatte ich nie getestet.

Baku M. schrieb:
> Btw.: Weiß jemand nicht einfach einen digital schaltbaren Abschwächer
> 0dB - 30dB - 60db - 90dB ? (für unter 300€ wäre fein)? Muß keine
> Hochpräzision sein.

wäre doch ein hübsches Selbstbauprojekt :-) für welchen Frequenzbereich 
muss das tauglich sein? Da würde ich PIN Dioden als Schalter benutzen 
und zwischen verschiedenen festen Dämpfungsgliedern umschalten. HSMP 
heissen die Dinger bei Avago. Oder BAP64 könnte auch interessant sein.

von Ralph B. (rberres)


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Volker M. schrieb:
> Bei Stromaufnahme unter 200µA laut Datenblatt PE4312 sind da keine
> Dioden als Schalter verbaut.

Und welche Pindioden gehen bis DC runter?

HMC472 ( siehe Datenblatt in Thread Nr 2 )

Hier steht DC-3,8GHz

weiter unten Bias Current 2,5mA.

PE4312 geben auch an 1MHz -4GHz und nicht DC-4GHz. Da können dann schon 
Pindioden drin sein.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Volker M (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> Da können dann schon
> Pindioden drin sein.

Das macht doch heute niemand mehr bei solchen Schaltern. Schau mal auf 
die Stromaufnahme, das sind keine Diodenschalter

von Bernd (Gast)


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Volker M schrieb:
> Das macht doch heute niemand mehr bei solchen Schaltern. Schau mal auf
> die Stromaufnahme, das sind keine Diodenschalter
Wie macht man es dann?
Mit einem CD4066 ist ja bei ein paar MHz schon Schluß.

von Volker M. (antennensimulation)


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Bernd schrieb:
> Wie macht man es dann?

Das dürfte wohl alles FET-basiert sein, in GaAs oder SOI-Technologie. 
Bei moderner Kommunikatiomnstechnik hast du ja in jedem System reichlich 
HF-Schalter im Signalpfad, von den Bandschaltern bis zum Antennentuner, 
da kann man nicht mit PIN-Dioden arbeiten weil die Leistungsaufnahme für 
batteriebetriebene Geräte zu hoch wäre.

Man findet einige Hinweise zur Konstruktion der FET-Schalter wie z.B. 
hier:
https://web.wpi.edu/Pubs/E-project/Available/E-project-042616-135537/unrestricted/RFSwitchMQPReport.pdf

von Joggel E. (jetztnicht)


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Was unterhalb 5MHz passiert ? Naja. Zumindest die Teile, von 
Minicircuits, welche ich kenne sind Vollmundig mit DC-3GHz oder so 
spezifiziert. Die Pindioden sind aber vorgespannt, dh ich darf weder GND 
am Pin anlegen, noch voraussetzen. Also muss der Cap genuegend gross zu 
sein, um bei den tiefen frequenzen auch etwas durchzulassen. Man kann 
auf den Koppel-cap ja nochmal einen Groesseen hucke pack drauf loeten. 
Vielleicht sind 100pF drin, also nochmals 10nF drauf. und allenfalls 
noch ein 1uF. Alles im 0603

von jo mei (Gast)


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Baku M. schrieb:
> Hat jemand eine Erklärung dafür, was unter 5MHz passiert?

Hast schon mal geschaut ob dein Messgerät überhaupt dazu fähig
ist diese Werte zu liefern?

Ein Angabe des Gerätes mit Datenblatt würde weiter helfen.

Wenn das eine Messung mit Messbrücke ist könnte die Brücke
einfach nicht soviel Isolation liefern ... Spekulation ...

Auch die rein skalare Messung (wieder Vermutung) könnte darauf
hindeuten dass mit einen Log-Detektor gemessen wird der nicht
beliebig kleine Pegel messen kann.

von Baku M. (baku)


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jo mei schrieb:
> Hast schon mal geschaut ob dein Messgerät überhaupt dazu fähig
> ist diese Werte zu liefern?

Japp :-)
Hatte ich oben schon irgendwo erwähnt, ist ein R&S FSH8, der geht sauber 
bis 10kHz runter, nicht unbedingt ein Spielzeug.
Und natürlich kalibriert & nochmal mit 30 und 60dB Minicircuits-Dämpfern 
den Aufbau getestet. Am Meßgerät liegt es sicher nicht, das ist das 
China-Teil das da Kapriolen schlägt.

Skalar habe ich gemessen, um für den ersten Ansatz nicht mehr Daten als 
nötig zu haben...

IdS,
Baku

von Volker M. (antennensimulation)


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Baku M. schrieb:
> nicht unbedingt ein Spielzeug.

Die Messergebnisse sind aber trotzdem seltsam. Welcher Mechanismus 
sollte es sein, der in einem Dämpfungsglied zur Frequenzumsetzung führt?

Bei einer skalaren Messung würde ich vermuten, daß externe Störsignale 
aus dem Digitalteil des Dämpfungsglieds an den Ausgang gelangt sind und 
zur Fehlmessung führen.

von Anita H. (anita1995)


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Welche Chips sind denn da verbaut? Der Chinese hat wohl angst gehabt 
dass seine Kopie kopiert wird und die Chips abgeschliffen...

von Ralph B. (rberres)


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Anita H. schrieb:
> Welche Chips sind denn da verbaut?

hallo Anita

Ich glaube nicht mal das die schlechten Ergebnisse den Chips geschuldet 
sind, sondern eher an dem unprofessionellen lieblosen Aufbau des 
Chinesischen Anbieters.

Ob jetzt ein gegebenfalls unpassender Messaufbau zusätzlich dazu 
beigetragen hat, vermag ich aus der Ferne nicht zu beurteilen.

Fest steht, das , wenn ich ein verlässlichen Stufenabschwächer haben 
will, dann greife ich lieber auf Baugruppen renomierter Firmen zurück.

Gerne ausgebaut aus HF-Signalgeneratoren renomierter Firmen.

Ralph Berres

von Baku M. (baku)


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Volker M. schrieb:
> Bei einer skalaren Messung würde ich vermuten, daß externe Störsignale
> aus dem Digitalteil des Dämpfungsglieds an den Ausgang gelangt sind und
> zur Fehlmessung führen.

Das sieht mir auch am wahrscheinlichten aus. Ich muß mal testen, was da 
unten aus dem Teil am Ausgang rauskommt. Immerhin haben die Herren den 
gesmaten Digitalteim mit USB-seriell-Konverter und Microcontroller 
DIREKT IN das Kästchen mit eingebaut, sitz also ca.2mm über den 
Abschwächern.
Wenn ich wieder Zeit(tm), werde ich den ganzen Ranz da mal rausbauen, 
einen dichten Deckel draufschrauben und das ganze extern ansteuern.

IdS,
Baku

von Baku M. (baku)


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So.
Bei den Messungen mit dem FSH8 bei unter 10MHz, die so völlig absurde 
Ergebnise lieferten, habe ich versagt!
Auch bei direkter Verbindung liefert mein Testaufbau (NACH Kalibrierung) 
'dort unten' die gleichen Resonanzfrequenzen.
Eins von den Kabeln erfreut sich auch nicht meines unbedingten 
Vertrauens. Muß ich morgen mal sehen, hier fehlen mir die Mittel. Auf 
alle Fälle ist der FSH8 raus. Entweder er ist Scheiße, oder das 
Bedienerhandbuch.
Auch die Tatsache, daß ich ihn heute neu starten mußte, nachdem er keine 
Eingaben mehr annahm, hat mich nicht überzeugt. Am Ende kochen 
Rost&Schrott wohl auch nur mit Wasser.

Es gibt also noch Hoffnung, daß der Dämpfer zumindest 'untenrum' doch 
funktioniert.
Zunächst mal muß man aber die Einstreuungen beseitigen, mit denen geht 
garnichts. Dazu habe ich schon ein Blech (3mm) aus Alu geschnitten.
Das kommt dann statt der Platine obedrauf, und dann sehen wir mal 
weiter.

Und nein, ich verfolge mit diesem Vorhaben keine wirtschaftlichen 
Absichten!

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Baku M. schrieb:
> Auf
> alle Fälle ist der FSH8 raus. Entweder er ist Scheiße, oder das
> Bedienerhandbuch.

Ich habe das Gerät noch nicht in der Hand gehabt.

Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, das dieses Gerät so 
schlecht ist. Vielleicht liegt es ja an der Konfigurierung oder 
schlciht, das dieses Gerät das Dämpfungsglied übersteuert.

Aus der Ferne ist allerdings alles nur Kaffeesatzlesen.

Was ich auf jeden Fall machen würde.
Zwischen den einzelnen Dämpfungslieder Abschirmbleche reinlöten. Diese 
müssen mit Hilfe von kontaktfederbleche ( gibt es bei der Fa. Feuerherd 
) flächigen Kontakt zum Abschirmdeckel haben.

Die Steueranschlüsse und Stromversorgungsanschlüsse müssen über 
Durchführungskondensatoren aus der HF Kammer geführt werden. Eventuell 
über die Drähte noch eine Ferritperle schieben.

Der Deckel muss mit kohlenstaubhaltigen Schaumstoff beklebt werden. Dazu 
eigenen sich die Matten in der ICs ubd Halbleiter zum versenden gesteckt 
werden.

Ralph Berres

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich verstehe nicht so ganz, warum man Schrott kauft,
wenn man vorher schon weiss, dass das Schrott ist.

nix zu tun?

von Nikolaus S. (Firma: Golden Delicious Computers) (hns)


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● J-A V. schrieb:
> ich verstehe nicht so ganz, warum man Schrott kauft,
> wenn man vorher schon weiss, dass das Schrott ist.
>
> nix zu tun?

Anscheinend, damit man hier seinen Dampf ablassen kann und seine 
Vorurteile bestätigt bekommt.

Der Chinese denkt da völlig anders: irgendwo auf der Welt gibt es 
offensichtlich Leute die solchen Schrott haben wollen. Da wär' ich ja 
dumm und unhöflich es ihnen nicht anzubieten. Und da es gekauft wird, 
sieht auch der Chinese seine Vorurteile bestätigt.

Eigentlich könnten dann alle zufrieden sein, denn jeder hat bekommen was 
er wollte :)

von Ralph B. (rberres)


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Nikolaus S. schrieb:
> Der Chinese denkt da völlig anders: irgendwo auf der Welt gibt es
> offensichtlich Leute die solchen Schrott haben wollen.

Nee liegt wohl eher daran das bei der Geiz ist Geil Mentalität bei den 
niedrigen Preisen das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert wird, und 
das logische Denken unterdrückt wird.

Das hat glaube ich was mit Psychologie zu tun, was von der Werbung 
allgemein heute gnadenlos eingesetzt wird.

Leute die angesichts solcher Angebote noch weiterhin in der Lage sind 
rationell zu denken und das Belohnungssystem im Gehirn ignorieren, 
kaufen sowas nicht.

Man sieht das Verhalten auch tagtäglich bei Ebay, wo manche Dinge zu 
total unrealistischen Preisen ersteigert werden. Besonders Samstags und 
Sonntags Nachmittags.

Ralph Berres

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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Baku M. schrieb:
> Bei den Messungen mit dem FSH8 bei unter 10MHz, die so völlig absurde
> Ergebnise lieferten, habe ich versagt!
> Auch bei direkter Verbindung liefert mein Testaufbau (NACH Kalibrierung)
> 'dort unten' die gleichen Resonanzfrequenzen.
> Eins von den Kabeln erfreut sich auch nicht meines unbedingten
> Vertrauens. Muß ich morgen mal sehen, hier fehlen mir die Mittel. Auf
> alle Fälle ist der FSH8 raus. Entweder er ist Scheiße, oder das
> Bedienerhandbuch.

Seltsam. Das ist zwar nur eine Handquetsche, aber wie jedes 
ernstzunehmende Messgerät hat auch der FSH eine Spezifikation. Und die 
sagt, dass die Messunsicherheit beim Pegel zwischen 100 kHz und 10 MHz 
kleiner 1,5 dB ist, und bei 100 MHz kleiner 0,3 dB ist. Der 
Dynamikumfang mit Tracking Generator ist größer 70 dB (typisch 90 dB). 
Hält er das nicht ein, ist er kaputt. Außerdem sollte der Pegelfehler 
inkl. Einfluss des Kabels bei der Normalisierung herausfallen.

Hast Du bei den richtigen Einstellungen von Span und Center Frequency 
normalisiert? Im Bild 80db_30MHz.png steht oben rechts nicht die Meldung 
"normalized", sondern nur "interpolated".

Ralph B. schrieb:
> Zwischen den einzelnen Dämpfungslieder Abschirmbleche reinlöten. Diese
> müssen mit Hilfe von kontaktfederbleche ( gibt es bei der Fa. Feuerherd
> ) flächigen Kontakt zum Abschirmdeckel haben.

Das sollte bei diesen Abschwächern im flachen QFN-Gehäuse auf einer 
vernünftig entworfenen HF-tauglichen Platine mit Mikrostreifenleitungen 
grundsätzlich nicht so kritisch sein. Allerdings kommt es schnell zu 
einer Verkopplung über die Betriebsspannung oder die Datenleitungen. 
Vielleicht passiert das hier. Die Pinbelegung des PE4312 ist in dieser 
Hinsicht ziemlich ungünstig. Großartige Abblockmaßnahmen sieht man im 
geposteten Bild jedenfalls nicht.

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Mario H. schrieb:
> Das sollte bei diesen Abschwächern im flachen QFN-Gehäuse auf einer
> vernünftig entworfenen HF-tauglichen Platine mit Mikrostreifenleitungen
> grundsätzlich nicht so kritisch sein.

Bei 96db Abschwächung ? Mutig Mutig!! Zumal das Layout alles andere als 
HF Tauglich ist.

Ralph Berres

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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Ralph B. schrieb:
> Bei 96db Abschwächung ? Mutig Mutig!!

Man soll sich auch mal etwas trauen. :-) Aber im Ernst: >90 dB 
Koppeldämpfung auf einer geeigneten Leiterplatte über vielleicht 25 mm 
Abstand kann ich mir schon vorstellen. Das Problem sind hier eher die 
Datenleitungen und die Betriebsspannungen, oder Resonanzen in der Dose.

von Ralph B. (rberres)


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Mario H. schrieb:
> Das Problem sind hier eher die
> Datenleitungen und die Betriebsspannungen, oder Resonanzen in der Dose.

Das kommt noch erschwerend hinzu. Ein weiterer Grund Trennbleche 
einzulöten, so hat man dann wenigstens Pro IC Datenleitungen welche nur 
32db Übersprechen verursachen kann.

Ralph Berres

von Baku M. (baku)


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@ Ralph B.:
Kuck mal, was ich hab :-)

Kann ich leider erst übermorgen messen :-(
Teile zum antreiben habe ich auch alle da.

Und der FSH hat offenbar tatsächlich einen Schuss. Heute nochmal bis zum 
Erbrechen kalibriert (mit dem teuren R&S-Kit), andere, amtliche Kabel 
verwendet. Aber es läuft darauf hinaus, daß unter 5MHz keine vernünftige 
Messung möglich ist. Oder ich bin zu doof dazu. Nun gut, dann muß ich 
eben wie früher von Hand den Meßsender durchdrehen...

Ansonsten werde ich natürlich den Versuch, daß China-Teil zu pimpen, 
nicht aufgeben. Ach hätte ich doch mehr Zeit...

IdS,
Baku

von Tobias P. (hubertus)


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Baku M. schrieb:
> Und der FSH hat offenbar tatsächlich einen Schuss. Heute nochmal bis zum
> Erbrechen kalibriert (mit dem teuren R&S-Kit), andere, amtliche Kabel
> verwendet. Aber es läuft darauf hinaus, daß unter 5MHz keine vernünftige
> Messung möglich ist. Oder ich bin zu doof dazu. Nun gut, dann muß ich
> eben wie früher von Hand den Meßsender durchdrehen...

muss nicht sein. Mein HP 4195A hat definitiv keinen Schuss und geht bis 
1mHz (ja, Milli) herunter - aber trotzdem sind die Messungen "dort 
unten" dann schon eher Hausnummern, denn die Richtkoppler sind dort 
nicht mehr wirklich toll. Da ändert auch das "offizielle" Agilent 
Kalibrierkit nichts. Es kann m.E. gut sein, dass der Analyzer bei so 
tiefen Frequenzen nicht mehr wirklich schlaue Messergebnisse liefert.

Baku M. schrieb:
> Kuck mal, was ich hab :-)

wie funktioniert das Dingens? sind da magnetische Umschalter drin?

: Bearbeitet durch User
von Baku M. (baku)


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Tobias P. schrieb:
>Es kann m.E. gut sein, dass der Analyzer bei so
>tiefen Frequenzen nicht mehr wirklich schlaue Messergebnisse liefert.
Ja, fürchte ich auch. Schaun mer mal, ob die Pegelanzeige vom 
Spektrumanalyzer wenigstens 'da unten rum' gut geht.

> wie funktioniert das Dingens? sind da magnetische Umschalter drin?

Japp. Laut Datenblatt TO5-Relais. Jedes einzeln mit ca. 12mA zu 
betreiben. Für die 64dB haben sie allerdings 2 Relais gebraucht und die 
auch gut über die Strecke verteilt. Kostet neu auch bummelig 950$.

von Ralph B. (rberres)


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Baku M. schrieb:
> Kuck mal, was ich hab :-)

Na dann hoffe ich mal das ich dir keinen Müll empfohlen habe.

Ralph

von Baku M. (baku)


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Ralph B. schrieb:
> Baku M. schrieb:
>> Kuck mal, was ich hab :-)
>
> Na dann hoffe ich mal das ich dir keinen Müll empfohlen habe.
>
> Ralph

Es fasst sich auf alle Fälle schon mal recht wertig an :-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wenn es Euch interessiert: Vor 11 Jahren berichtete ich über meinen 
schaltbaren Abschwächer in einen 200MHz DDS Generator Projekt.

Der beschriebene Abschwächer ist I2C gesteuert und mit Relais 
geschaltet. Näheres hier:

Beitrag "Re: Projekt: 200MHz DDS-Generator"
Beitrag "Re: Projekt: 200MHz DDS-Generator"
Beitrag "Re: Projekt: 200MHz DDS-Generator"

Ich optimierte das Impedanzverhalten mit einem uralten 1413 HP TDR und 
das Teil funktionierte brauchbar bis zu 500MHz. Kupferfolien um die 
Relaisgehäuse verbesserten den R.L beträchtlich. Die Deckel waren mit 
Kupferbelegten Neoprenmatten belegt die das Gehäuse HF dicht 
abschirmten.

Damals konnte man die elektronisch schaltbaren Teile nicht leicht oder 
nur für Unsummen erstehen. Heute wäre ein Versuch interessant.

Vielleicht beschäftige ich mal mit solchen Abschwächer ICs. Einen HF 
gerechten Aufbau unter Beachtung aller wichtiger Faktoren könnte 
durchaus gute Ergebnisse bringen. Allerdings muß man die schwer 
erarbeiteten Aufbauerfahrungen und Praktiken professioneller Vorgänger 
beherzigen und anwenden.

Naja, ist schon lange her...

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Baku M. schrieb:
> Es fasst sich auf alle Fälle schon mal recht wertig an :-)

Berichte mal wie gut das Teil wirklich ist.

Ralph

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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Baku M. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>>Es kann m.E. gut sein, dass der Analyzer bei so
>>tiefen Frequenzen nicht mehr wirklich schlaue Messergebnisse liefert.
> Ja, fürchte ich auch. Schaun mer mal, ob die Pegelanzeige vom
> Spektrumanalyzer wenigstens 'da unten rum' gut geht.

Für die Option "Vector network analysis" steht im Datenblatt, dass der 
Dynamikbereich für Transmissionsmessungen von Port 2 nach Port 1 
zwischen 100 kHz und 300 kHz typisch 80 dB ist, und zwischen 300 kHz und 
6 GHz größer 80 dB (das ist der Garantiewert) und typisch 100 dB ist.

Für sie "Scalar network analysis" Option ist der Dynamikbereich von Port 
2 nach Port 1 zwischen 300 kHz und 6 GHz mit größer 70 dB (Garantiewert) 
und typisch 90 dB angegeben.

Diese beiden Angaben gelten, wenn beide Abschwächer auf 0 dB gestellt 
sind, und für 0 dBm Source Power sowie RBW = 1 kHz.

Grundsätzlich ist also der FSH für diese Messung geeignet und muss, wenn 
er in Ordnung ist, im Rahmen dieser Angaben vernünftige Werte liefern, 
die nicht mehr als die im Datenblatt spezifizierten Messunsicherheiten 
(das Diagramm auf Seite 37) abweichen.

Welche der beiden Optionen hast Du denn in Deinem Gerät?

Es fällt auf: Du hast bei der Messung in 70db_30MHz.png 10 dB 
Abschwächung eingestellt, die Dir natürlich an Dynamik verloren gehen. 
Für die "Scalar network analysis"-Option bliebe also ein Dynamikbereich 
von garantiert 60 dB und typisch 80 dB. Es würde also knapp, einen 75 
dB-Abschwächer wie in Bild 70db_30MHz.png zu messen, aber trotzdem würde 
ich auch hier erwarten, dass der FSH das halbwegs packt. Zumal Du eine 
RBW von 100 Hz eingestellt hast. Ist der Pegel des Tracking-Generators 
auf 0 dBm eingestellt?

Hast Du einen bekannt guten 70 oder 80 dB-Abschwächer, mit dem Du mal 
den FSH testen kannst? Vielleicht ist das Gekräusel unter 6 MHz in Bild 
70db_30MHz.png eie Kombination aus nicht optimal konfiguriertem 
Messgerät, das bereits in der Nähe des Grenzbereichs arbeitet, und dem 
bei großen Abschwächungen schlechter werdenden China-Abschwächer.

von Tobias P. (hubertus)


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Mario H. schrieb:
> Für die Option "Vector network analysis" steht im Datenblatt, dass der
> Dynamikbereich für Transmissionsmessungen von Port 2 nach Port 1
> zwischen 100 kHz und 300 kHz typisch 80 dB ist, und zwischen 300 kHz und
> 6 GHz größer 80 dB (das ist der Garantiewert) und typisch 100 dB ist.
>
> Für sie "Scalar network analysis" Option ist der Dynamikbereich von Port
> 2 nach Port 1 zwischen 300 kHz und 6 GHz mit größer 70 dB (Garantiewert)
> und typisch 90 dB angegeben.
>
> Diese beiden Angaben gelten, wenn beide Abschwächer auf 0 dB gestellt
> sind, und für 0 dBm Source Power sowie RBW = 1 kHz.
>
> Grundsätzlich ist also der FSH für diese Messung geeignet und muss, wenn
> er in Ordnung ist, im Rahmen dieser Angaben vernünftige Werte liefern,
> die nicht mehr als die im Datenblatt spezifizierten Messunsicherheiten
> (das Diagramm auf Seite 37) abweichen.

da hast du natürlich recht - ich habe einfach mal nach einer Ursache 
"geraten", statt ins Datenblatt zu schauen ;-)

Mario H. schrieb:
> Hast Du einen bekannt guten 70 oder 80 dB-Abschwächer, mit dem Du mal
> den FSH testen kannst? Vielleicht ist das Gekräusel unter 6 MHz in Bild
> 70db_30MHz.png eie Kombination aus nicht optimal konfiguriertem
> Messgerät, das bereits in der Nähe des Grenzbereichs arbeitet, und dem
> bei großen Abschwächungen schlechter werdenden China-Abschwächer.

jup, würde ich auch sagen. Das Gezappel bei den tiefen Frequenzen könnte 
natürlich von der Elektronik kommen. Man weiss ja da nicht so genau, was 
da auf der Leiterplatte im Deckel alles werkelt. Zumindest mir ist das 
keineswegs klar. Ich würde vielleicht noch versuchen, ein dünnes Blech 
zwischen die beiden Sandwich-Leiterplatten einzubauen, und dieses mit 
Masse zu verbinden. Oder, was man auch versuchen könnte, wäre 
stattdessen diesen ESD-Schaumstoff rein zu packen.

Ist denn die Messung im unteren Frequenzbereich stabil, oder variiert 
die mit der Zeit?

von Baku M. (baku)


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So, habe mir die Zeit genommen, nochmal zu messen.
Anbei frische Meßwerte von 'meinem' FSH8 (noch und nochmal kalibriert, 
alle Einstellungen geprüft, Abschwächung und TG-Level auf 0dB):
30dB_10MHz_ref.png : 30dB Dämpfungsglied
60dB_10MHz_ref.png : 60dB Dämpfungsglied (es kruschtelt schon...)
90dB_10MHz_ref.png : 90dB Dämpfungsglied (ohne Worte)
50term_10MHz_ref.png :
50Ohm Abschlüsse auf beiden Ports. Es liegt also definitiv am FSH8, der 
hier meiner Meinung nach ausserhalb seiner Spezifikation liegt. War wohl 
zu oft in der Weltgeschichte unterwegs und muß mal zum 
Service/Kalibrieren :-(

Ich nehme also hiermit das zurück, was ich über das 90dB-Chinateil für 
den Bereich unter 10MHz gesagt habe. Die Störlinien und das Durchpfeifen 
bei höheren Frequenzen bleiben davon aber unbenommen.

IdS,
Baku

P.S.: 2.Post mit Jubeldingen folgt sogleich...

von Baku M. (baku)


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Und wo ich gerade dabei war, habe ich den neuen alten 
Weinschel-Abschwächer durchgemessen.

@Ralph B.:
Ja, dein Hinweis war goldrichtig!

Was für ein Zuckerstück! Nicht nur solide verarbeitet, sondern auch noch 
einfach -super- :-)

Ich habe nur den insertion loss bis 3GHz mit dem NWA des FSH 
aufgenommen, danach habe ich den FSH auf schmalbandige Spektrumanalyse 
gestellt (das kann er 'untenrum' auch besser) und das ganze mit einem 
Signalgenerator (auch von R&S) angetrieben. Der insertion loss 
entspricht dem Datenblatt (max 4.25dB bei 2GHz, Kabel und Stecker kommen 
ja noch dazu).
Dann bei 5MHz, 1GHz und 2,5GHz (ja, das ist oberhalb der Spezifikation) 
immer das gleiche: Zunächst bei alle Dämpfer aus auf 0dBm am Generator 
eingestellt, um den insertion loss zu kompensieren. Dann jede Stufe 
einzeln duchgeschaltet: -1.0dB, -2.0dB, -4.0dB, -8.1dB, -16.0dB, 
-31.9dB, -64.0dB.
Für 64+32 musste ich dann den Generator schon um 10dB hochdrehen, um 
unten aus dem Rauschen rauszukommen: -86.0dB(!)
Weiter runter, um alles zusammen mit -127dB zu sehen, komme ich erst 
nächste Woche, da habe ich einen empfindlicheren Empfänger zur 
Verfügung.

Voläufiges Fazit:
Das Teil war unbenutzt (NOS) (Keine Lötspuren an den Anschlüssen) und 
hat offenbar durch die lange Lagerung nicht gelitten.
Eigentlich viel zu gut für meine Anwendung, aber was soll's!

So, und nun höchst erfreut in den Feierabend!
Baku

P.S.: Bei dem rumrechnen mit dB verliert man leicht die Relationen aus 
den Augen:
Ein menschliches Haar (0.08mm) wäre, um 90dB verstärkt, 80km dick!
127dB verstärkt 400949km, dicker als der Abstand Erde-Mond.

: Bearbeitet durch User

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