Hallo
Ich muss einfach mal meinen Senf ablassen.
Ich bin nun seit gut 5 Monaten im Homeoffice und heute gab es die
Bestätigung das das wohl wenn kein wunder passiert auch bis zum ende des
Jahres so bleiben wird.
Ich merke aber deutlich das die Produktivität über die zeit ordentlich
abgenommen hat. Viele Projekte wurden gestrichen neue gibt es wenige.
Wir vergeuden viel mehr Zeit mit nutzlosen Meetings als früher und
mittlerweile beschäftige ich mich mehr mit privaten dingen als mit
sinnvoller Arbeit.
Geht es euch auch so?
Udo Balinger schrieb:> Geht es euch auch so?
Nö.
Udo Balinger schrieb:> Ich merke aber deutlich das die Produktivität über die zeit ordentlich> abgenommen hat.
Du sollst im Homeoffice auch keinen Rasen mähen oder das Auto m
waschen.
Ich mache zwar kein Home Office, aber genau das ist der Grund warum ich
es ablehne (was bei uns kein Problem ist). Zu Hause gäbe es mehr zu tun
und das würde mich zu sehr ablenken.
Kann ich nicht bestätigen.
Die ersten zwei bis drei Wochen war es ein bisschen mühsam, bis die
IT-Infrastruktur entsprechend skaliert wurde (verfügbare VPN-Slots,
Zugriff auf entsprechende Projektinfrastruktur, etc.), aber seitdem
fluppt das Tagesgeschäft eigentlich ganz normal.
Meetings sind eher weniger geworden. Das einzige was bisher eher nicht
so gut geht ist kollaborative Konzeptarbeit, aber ok, dazu trifft man
sich dann mal einen Tag in der Woche im Büro, wenn sowas ansteht. Wir
haben zwar auch virtuelle Konzeptboards etcpp. aber ohne Grafiktablett
ist es mühsam was zu skizzieren.
Bei uns in der Abteilung hat sich ein 4/1 bzw 3/2 Modus eingependelt bei
den meisten (3 Tage zuhause, 2 im office, oder eben 4/1). Mein Chef war
schon immer ein starker Verfechter von HomeOffice, aber sich
gelegentlich in personal zu treffen ist auch nötig. Der 3/2 Modus wird
auch vom mittleren und oberen Management als "The new normal" ausgegeben
für die Bürohengste, nachdem sie gesehen haben, dass es funktioniert.
Virtuelle Infrastruktur haben wir hier eh schon lange, weil wir mit
China, Indien und der Slowakei zusammenarbeiten.
Ich spreche ausschließlich von meiner Sicht auf unsere Softwareabteilung
die hier am Standort ca. 100 Mitarbeiter ausmacht.
Udo Balinger schrieb:> Viele Projekte wurden gestrichen neue gibt es wenige.>
Ich glaube das ist das Problem.
Wenn es viel Arbeit geben würde, sähe es evtl. anders aus.
Aber ich gebe auch zu, effizientes und produktives Home Office braucht
persönliche Disziplin. Andererseits kann ich "Down-Zeiten" wie einen
längeren Build/Testlauf der gern mal eine halbe Stunde in Anspruch
nimmt, dann anderweitig nutzen.
Ich denke man kann das nicht allgemeingültig beantworten, weder aus
Sicht der zu erledigenden Arbeit, noch aus persönlicher Sicht. Manche
brauchen die Trennung von Privat- und Büroraum für ihre Psyche.
Ich klappe zum Arbeitsende das Notebook auch zu, wenn ich es offen lasse
und was Neues in der Inbox sehen würde, beeinflusst mich das auch.
Aber für mich überwiegen in Summe die Vorteile, es bleibt mehr Nettozeit
vom Tag übrig.
HomeOffice Mitarbeiter schrieb:> Andererseits kann ich "Down-Zeiten" wie einen> längeren Build/Testlauf der gern mal eine halbe Stunde in Anspruch> nimmt, dann anderweitig nutzen.
Erinnert mich an was:
Mehr wie 2 Tage in der Woche möchte ich nicht im Homeoffice arbeiten.
Mir fehlt da einfach der Austausch mit den Kollegen und ich finde die
Teamarbeit leidet auch darunter.
Klar es ist schon nicht schlecht in Unterhosen zu arbeiten oder auf den
Arbeitsweg zu verzichten. Trotzdem, Homeoffice ist nicht der heilige
Gral
Ich finde Homeoffice klasse. Wenn sich das mal so weit etabliert hat,
dass ich bei einem großteil der potenziellen Arbeitgeber mindestens 9
von 10 Tagen remote arbeiten kann, werde ich mir eine schöne Hütte in
der günstigen Pampa hinstellen mit einem kleinen Neben-Bürogebäude
außerhalb des Hauses, wo ich ungestört arbeiten kann.
Ich habe an der Arbeit niemals jemanden gebraucht, der mit heißem Atem
hinter mir steht und mich antreibt.
Deshalb brauche ich den auch zuhause nicht.
Nur die Telefonmeeterei hat inflationäre Zustände angenommen.
Das wiederum passt ja prima in die heutige Zeit, in der das
Protokollvolumen regelrecht explodiert.
Oder anders ausgedrückt: Die Nettoarbeitsleistung sinkt, weil man jeden
Sch*** protokollieren muss, was ja seinerseits nicht in Null-Zeit
geschehen kann.
Die Arbeitsleistung der Raucher könnte aber theoretisch steigen.
Am Arbeitsplatz:
a) Rauchzeug zusammensuchen.
b) Spaziergang in die Raucherecke oder zum Raucherraum.
c) Rauchen und wahrscheinlich ein bisschen quatschen.
d) Weg zurück zum Arbeitsplatz.
e) Rauchzeug zurück packen.
Zuhause:
a) Griff zu Zigarette und Feuerzeug und dann Qualmen.
b) Weiterarbeiten.
Man sieht also das Rauchen ist, in den letzten Jahren, vor allem für die
Arbeitgeber, viiiiel teurer geworden.
Im Großraumbüro hat man von 9h vielleicht 2-3h produktiv gearbeitet. Der
Rest verdampft in Störungen und Meetings. Von daher sind 2-3h Homeoffice
äquvalent. WinWin
homeofficeUser schrieb:> Im Großraumbüro hat man von 9h vielleicht 2-3h produktiv> gearbeitet. Der> Rest verdampft in Störungen und Meetings. Von daher sind 2-3h Homeoffice> äquvalent. WinWin
Da könntest du recht haben. Eventuell fällt das nur jetzt mehr auf.
Zuhause produktiver ist man allemal. Ich löte ganz gerne wenn ich mehr
als Zuhörer an einem Meeting teilnehme. Früher hätte ich regungslos am
Tisch gesessen
Moinsen,
meine Frau macht seit einigen Jahren Homeoffice, ihr Chef hatte Ihr nach
dem letztem Mutterschutz die Karre voll EDV gepackt, damit sie nicht von
der Stange geht.
Klappt super. Erst 16h/W, jetzt ca. 25, davon 2 halbe Tage im Büro.
Aber die macht auch keine Teamarbeit.
Ich durfte Coronabedingt Homeoffice machen, die angesprochene 3/2 oder
besser 4/1 Lösung wäre auch auf Dauer top.
Der Fehler im System lag bei der Politik. Einen raus zu hauen, dass man
Homeoffice machen soll, wenn die Kinder nicht in den Kiga / die Schule
können, ist natürlich Mumpitz. Wer das ernsthaft verlangt, hat 1.
Homeoffice nicht verstanden und 2. Kindererziehung auch nicht.
Leider spielen die Kunden noch nicht so mit, wie wir das gerne hätten.
Wir haben im Zuge einer Betriebserweiterung vor 2 oder 3 Jahren einen
Konferenzraum für Videotelefonie ausgerüstet, um da nicht für jeden
Sch*** hin zu müssen. Da wir jedoch zum "Pauschalpreis" arbeiten, lassen
die uns lieber antanzen, das ist für die billiger als ne Webcam.
just my 2ct.
Hi also mal ehrlich,
wer war von auch 100% in den 8h Arbeitzeit produktiv? In Wirklichkeit
ist man doch maximal 3h richtig produktiv. Zuhause kann man wenigstens
noch andere Dinge parallel tun und zudem würde das HomeaOffice dazu
führen das auch wenige Verkehr entsteht. Auch hat man privat mehr Zeit
und die Gesundheit leitet nicht darunter.
Udo Balinger schrieb:> Ich merke aber deutlich das die Produktivität über die zeit ordentlich> abgenommen hat. Viele Projekte wurden gestrichen neue gibt es wenige.
Wo ist der Unterschied, ob du deshalb auf Arbeit oder zuhause
rumgammelst?
> Wir vergeuden viel mehr Zeit mit nutzlosen Meetings als früher und> mittlerweile beschäftige ich mich mehr mit privaten dingen als mit> sinnvoller Arbeit.
Ist doch super.
> Geht es euch auch so?
Nein. Ich hatte nie Homeoffice und werde es auch nie haben :)
Sitze auch seit April im HO (IT Bereich / Cloud).
Die Arbeit an sich kann zu einem großen Teil tatsächlich von zu Hause
erledigt werden. Da wir sowieso ein internationales Unternehmen mit
Standorten weltweit sind, waren auch vorher Telkos schon an der
Tagesordnung.
Durch HO hat das allerdings insoweit noch zugenommen, das auch alle
lokalen Meetings nun also Telko gehalten werden. Heute hatte ich z.B. 5
Telkos, 11:00, 13:00-14:00, 16:00-17:00, 17:00-18:00 und 18:00-19:00.
Allerdings davon nur eine, welche ohne HO persönlich gewesen wäre.
Wo man früher zu einem Kollegen hingegangen ist, schreibt man ihn jetzt
halt per Teams an und macht dann einen Call. Funktioniert relativ gut,
mit Screensharing etc.
Die Produktivität hält sich nach meinem Gefühl die Waage, wobei ich
sagen muss, dass es im HO mehr von der Tagesform abhängt. Es gibt Tage
da kommen so viele Tickets etc. das man gut durcharbeitet, an anderen
Tagen macht man dann mehr privates, Frühstück, geht Duschen, macht sich
'nen Salat oder räumt die Waschmaschine aus/ein. Aber diese Zeit hätte
man im Büro vermutlich auch nicht besser genutzt, sondern dann vlt.
privat gesurft oder mit Kollegen gequatscht.
Da wir eine Firma (am Standort ca. 50 MA) sind, in der es
personaltechnisch eher konstant zugeht und sich viele Kollegen 10+ Jahre
kennen, fehlt der normale Kontakt aber auf jeden fall.
Udo Balinger schrieb:> Geht es euch auch so?
Teilweise. Ich finde es klasse das ich die lieben Kollegen nicht sehen
muss.
Die ersten 3 Monate musste ich im Homeoffice nichts machen, hatte keinen
Auftrag, also hab ich mich um die Server, Serivces und Geräte gekümmert
- das ist aber keine 8h Arbeit, sondern morgens um 6 nachschauen ob
alles läuft wie es soll, und dann Monitoring bis zum Feierabend.
Vor 3 Wochen hab ich einen neuen Programmierauftrag bekommen, da Scheff
aber keine Ahnung hat was ich normalerweise programmiere oder welche
Frameworks ich einsetze war es wieder einmal etwas ziemlich neues in das
ich mich erst einarbeiten muss.
Das geht nun seit 3 Wochen so: Zeug probieren, einlesen, sich ärgern
weil man sich mit den Tools rumschlagen muss die einem "eigentlich" die
Arbeit erleichtern sollten... und ich kann mich schlecht auf das
konzentrieren. Immer mal wieder eine halbe Stunde bis zum Nächsten
Problem das mich übel fluchen lässt, dann Youtube, "Katzenvideos", dann
wieder weiter arbeiten.
In den 3 Wochen ist kaum was rum gekommen, und ich bin mir nicht sicher
ob es am Homeoffice liegt, an der Unlust mich mit dem "neuen modernen
Scheiss" rumzuschlagen, oder daran das ich auf die 50 zugehe und langsam
geistig unflexibel werde.... Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus all
dem.
Bei uns haben zuerst die Manipulatoren und Schwätzer über Homeoffice
gejammert. Die sozialen Kontakte würden ja sooooo fehlen ... Das
ausgerechnet von den unsozialsten Typen und Kollegenschweinen.
Wegen dem Gejammer hat man die Büros und Labore zum Teil wieder
geöffnet. Allerdings mit strengen Auflagen.
So sitzen jetzt wirklich die besagten Typen wieder in der Firma. Da
versuchen sich gegenseitig zu zeigen was für geile Hengste sie doch
sind, machen viel Wind, sitzen mit Masken in Meetingräumen
(Konzernvorschrift) und versuchen sinnlose Videokonferenzen abzuhalten.
Gottseidank lässt sich die Teilnahme an diesen Sinnloskonferenzen vom
Homeoffice aus leicht vermeiden.
Schon wegen der Ansammlung der Typen dort will sonst niemand zurück ins
Büro. Denn mal ehrlich, wenn deine sozialen Kontakte nur aus Kollegen
bestehen läuft sowieso was falsch in deinem Leben. Das gleiche gilt wenn
du es Zuhause wegen Frau und Kindern nicht aushältst.
Udo Balinger schrieb:> Geht es euch auch so?
Nein - ich arbeite eher mehr, weil die "soziale Komponente" (Smalltalk,
längere Mittagspausen etc.) fehlen.
Bei uns ist permanente "Hochkonjunktur" ... :-/
Homeoffice spart durchaus Wegezeit, die evtl. jetzt als Freizeit übrig
bleibt.
Jedoch ist nicht jedes HO so gut ausgerüstet, wie viele Firmenbüros. Ein
gesunder Arbeitsplatz und der kurze Draht zu Kollegen in der
Kafffeeküche werden jedoch öfter vermisst.
Wir können unsere Räume nur zu 60% belegen, so dass wir in der Regel 3
Präsenztage und 2 Home-Office Tage haben. Bei den Technikern, die nicht
von zu Hause arbeiten können, sind es mehr Präsenztage, und bei den
Leuten, die internationales Projektmanagement machen, eben weniger. Das
ganze wird flexibel gehandhabt und jeweils am Donnerstag Abend wird die
Planung für die Folgewoche durchgegeben. Dabei wird berücksichtigt, wer
mit wem vor Ort arbeiten muss, und das ganze kann auch flexibel geändert
werden.
Wir haben ein paar Fälle, die von zu Hause nicht arbeiten können - das
klappt mental nicht, oder die Bedingungen zu Hause erlauben das nicht.
Aber bei den meisten läuft das gut, bei einigen besser als mit 80%
Präsenz (wir hatten vorher schon einen Homeoffice-Tag pro Woche für die,
die es wollten und können). Lediglich in den ersten drei Wochen gab's
eine Anpassungsphase mit zuviel Videokommunikation, gemeinsamem
Videofrühstück und solchem Kram.
Ich denke, bei uns klappt es, weil es vorher schon einen Homeoffice-Tag
gab. Die Infrastruktur konnte schnell skaliert werden (Microsoft
verdient damit viel Geld, heisst es), die IT hat gut unterstützt (bei
uns macht das ein Externer - normalerweise ist das ein Job zum
Eierschaukeln, jetzt hatte er richtig zu tun und hat das auch prima
gestemmt).
Ich könnte meinen Job auch mit einem einzigen Präsenztag machen, aber
für die Abteilung ist es besser, die Gemeinschaft mit 2-3 Präsenztagen
aufrecht zu erhalten. Das zieht dann diejenigen mit, die alleine nicht
klarkommen. Alles in allem erlebe ich diese Zeit als sehr produktiv. Ich
konnte zwei Projekte, die etwas mathematischer orientiert sind (arbeite
in der F&E eines Konzerns), in der Krise abschliessen - im Office ist es
schwer, sich längere Zeit zu konzentrieren, da stört immer irgendwer.
Aber klar, jeder Jeck ist anders.
HomeWorker schrieb:> wer war von auch 100% in den 8h Arbeitzeit produktiv? In Wirklichkeit> ist man doch maximal 3h richtig produktiv.
Da hast Du leider total recht
Bei mir hieß es schon vor Corona immer "Du könntest doch viel mehr
machen"
Ja, könnte ich und einige haben sich auch daran gestört das ich
einsehbar im Internet rum gestöbert habe
Aber mein Umsatz hat gepasst (und passt immer noch)
Ja, ich gebe zu, ich könnte die Arbeit von 8 Stunden auch in 2 Stunden
erledigen - aber ich kann meine Kunden nicht dazu erziehen das ich nur
von 9 - 11 erreichbar bin
Deshalb war ich halt vor Corona jeden Tag 8 Stunden da - jetzt nur noch
4
HomeOfficeGuy schrieb:> Wir haben ein paar Fälle, die von zu Hause nicht arbeiten können
Einraumwohnung mit 3 Kindern? Kann ich verstehen.
Im Firmen-Büro achtet die Berufsgenossenschaft auf auf die
Arbeitsbedingungen. Bei den übrigen Ho-Arbeitsplätzen habe ich jedoch
größere Bedenken, daß auf LÄNGERE Zeit eine bessere Ausstattung durch
den AG nötig sein wird. Das lange Sitzen auf dem Küchenstuhl wird mit
der Zeit gesundheitliche Ausfälle zur Folge haben!
Homeoffice = weniger arbeiten, genauso viel schaffen
Allerdings fehlen mir die sozialen Kontakte zu Kollegen, deswegen
wünsche ich mir nicht mehr als 3 Tage die Woche im HO.
yamamia schrieb:> gut am homeoffice ist noch das man wieder am arbeitsplatz rauchen kann
...und saufen! Den Bierkasten als Monitorsockel und den Leeren als
Fussauflage, das ist schon praktisch bei der Hitze.
Bei der Videokonferenz muss man allerdings immer den Stapel leerer
Kisten ausm Bild schieben und die Weizengläser mal in die Küche bringen.
Besser ist noch ein kleines 5L Fass direkt auf nem Rollcontainer neben
dem Schreibtisch.
Bei uns (F&E) klappt das sehr gut. Auch hier hat sich 3/2 etwa
eingependelt. Wenn mehr im Labor oder mit Kollegen zusammen zu tun ist,
natürlich variabel, aber im Schnitt reichen 2 Tage Präsenz völlig aus.
Hoffentlich bleibt das so.
Ich würde Sagen: Teils Teils.
manche Arbeiten sind im Homeoffice (für mich) effizienter zu erledigen
(Neue Schaltung entwickeln, Layouten) da weniger Ablenkung stattfindet.
Andere Arbeiten (lästiger Papierkram), welche sich im Büro schon wie
Kaugummi ziehen, werden im home office durch andere Ablenkungen noch
leichter überlagert, sind also ineffizienter. Meetings gehen auch online
recht gut, auch konzeptionelle, wobei hier die Möglichkeit, moderativ
einzugreifen (und auch manchmal den ein- oder anderen muten zu können)
tendentiell förderlich ist, da so jeder seine Gedanken geordnet einzeln
vortragen kann und man Seitengespräche nicht ausblenden muss.
Aktuell bin ich zwar 5 Tage die Woche im Büro, aber sobald der Kollege
aus der Elternzeit zurückkommt werde ich wieder eine 3/2-er Regelung
anstreben. Ohne Homescooling dürfte die Produktivität sogar noch höher
sein. Aber wer weiß, wie lange dieser Stand vorhanden ist...
Homeoffice hat für mich exterm viele Vorteile:
- Die Fahrzeit fällt weg. In meinem früheren Job mind. 1,5 h / Tag. Das
gibt spürbar mehr Lebensqualität.
- Der Fahrzeugverschleiß nimmt drastisch ab und spart mir damit eine
Menge Geld. Habe jetzt einen 2014 gekauften (damals) Neuwagen als
wirtschaftlichen Totalschaden weiter verkauft. Die meisten gefahrenen KM
sind durch die oft sinnlosen Fahrten zur Arbeit angefallen.
Ich verstehe gar nicht wie so sich viele Leute gegen so eine
Erleichterung wehren. In meinen Augen ist das pure Dummheit. Nebeneffekt
des ganzen ist das Straßen und die Umwelt entlastet werden. Ich kann
mich noch sehr gut an Zeiten erinnern (bin Mitte 50) wo es feste
Arbeitszeiten mit Stechuhr gab. Eine Viertelstunde wurde bei bereits 1
Min. zu spät kommen abgezogen (heute nicht mehr zulässig). Wollen wir
wieder dahin zurück? Auch damals haben sich viele gegen Erleichterungen
wie Gleitzeit mit dümmlichen Scheinargumenten wie mangelnde Disziplin u.
ä. gewehrt. Es ist wirklich kaum zu glauben wie blöd viele abhängig
Beschäftigte sind.
Wegen HO werden auch die tragenden Säulen der Wirtschaft mit der Zeit
fauler und ineffizienter. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die
fleißigen Asiaten uns überholen. Vielleicht hat F.B. doch recht, dass
wir bald Zulieferer der Chinesen werden. Und die werden uns mit
Sicherheit stärker ausbluten, wie bspw. VW mit den Zulieferern es getan
hat.
Deshalb bin ich strikt gegen HO. Die Low-Performer werden uns noch den
Wohlstand kosten. Ich sehe dunkle Zeiten auf Deutschland kommen. Aber
das wollen die 87 % der deutschen Wähler ja.
Stefan M. schrieb:> Ich kann> mich noch sehr gut an Zeiten erinnern (bin Mitte 50) wo es feste> Arbeitszeiten mit Stechuhr gab. Eine Viertelstunde wurde bei bereits 1> Min. zu spät kommen abgezogen (heute nicht mehr zulässig).
Oh ja, und die Schlange die sich um kurz vor 17:00 vor der Stechuhr
bildete. Alle mit den Füßen scharrend und gebannt auf die Uhr schauend.
Es eilig haben aber nur keine Sekunde zu früh stempeln.
Um 17:00 wurde dann in Höchstgeschwindigkeit auf die Uhr gehämmert. Wehe
wenn einer in der Schlange seine Karte nicht schnell genug abstempelte.
Die guten Stempeluhren hatten nämlich die fatale Eigenschaft von 08:00
bis 17:00, mit Ausnahme der Mittagszeit, in Rot zu stempeln. So sah die
Lohnbuchhaltung mit einem Blick auf die Karte ob der Kandidat eine
Spezialbehandlung brauchte.
> Wollen wir> wieder dahin zurück? Auch damals haben sich viele gegen Erleichterungen> wie Gleitzeit mit dümmlichen Scheinargumenten wie mangelnde Disziplin u.> ä. gewehrt. Es ist wirklich kaum zu glauben wie blöd viele abhängig> Beschäftigte sind.
Das erstaunliche ist jedes mal, dass es immer "Kollegen" sind, die
vehement die dümmsten Argumente verbreiten und unterstützen. Manche weil
sie dem Chef in den Arsch kriechen wollen. Andere weil sie wirklich dumm
wie Bohnenstroh sind. Ein paar wenige weil es gerade in ihre
persönlichen Lebensumstände passt
"Aber auf dem Arbeitsweg kann ich direkt die Kleine in der Kita
abgeben." "Direkt nach der Arbeit gehe ich rüber ins Studio zu meinem
Pilates." Ab schlimmsten wenn ich jetzt diese kindische "aber mir fehlen
die sozialen Kontakte" höre ... Was für eine gequirlte Bullenscheiße.
Also mal ganz ehrlich: Ich finde es super!
Diese ganzen Nervbacken die einen mit dummen und unnötigen Geschwätz
behindern. Das dürfen die gerne zu Hause ausleben ;)
Die Vorteile von Homeoffice überwiegen deutlich, das hat auch das höhere
Management gemerkt.
Jetzt wird von manchen natürlich dagegen argumentiert, aber die
Luftpumpen und schlechten Führungskräfte sind natürlich in der
Minderheit und werden sich nicht durchsetzen können.
Künftig werden Homeofficemöglichkeiten ein hartes Kriterium am
Arbeitsmarkt sein, wer hier Flexibilität ect. anbietet kann in einem
weiterem Radius Leute anwerben. Die Klitschen haben es künftig schwerer
Leute zu halten.
Hannes J. schrieb:> Oh ja, und die Schlange die sich um kurz vor 17:00 vor der Stechuhr> bildete. Alle mit den Füßen scharrend und gebannt auf die Uhr schauend.> Es eilig haben aber nur keine Sekunde zu früh stempeln.
Ich kann mir das nicht mehr vorstellen.
Ich hab 2003 eine Ausbildung gemacht und im ersten Lehrjahr war es halt
tatsächlich noch so. Aber seit dem zweiten Lehrjahr und in allen
darauffolgenden Firmen hatte ich immer Gleitzeit. Ich wüsste nicht wie
ich mich jemals wieder an feste Arbeitszeiten gewöhnen könnte.
arbeitsloserStudent schrieb:> Ich wüsste nicht wie> ich mich jemals wieder an feste Arbeitszeiten gewöhnen könnte.
In Schule und Medien wird teilweise immer noch das Bild vermittelt vom
Angestellten mit Hemd und Krawatte, der um Punkt 8:00 Uhr auf der Matte
stehen muss. Inklusive Tipps wie man mit einer Abmahnung wegen 15 Min.
Verspätung umgeht.
Frage mich, auf wen sowas heutzutage noch zutrifft.
Seit bei uns in allen Gebäuden (mit Ausnahme direkt am Arbeitsplatz)
Maskenzwang herrscht, kann man soziale Kontakte vergessen. Da könnte ich
auch gern von zu Hause arbeiten, technisch ist das problemlos möglich,
aber mit (sehr engen) Quoten belegt und für die eigentlich nervenden
Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten sowieso verboten.
Naja, hilft bei der Motivation. ;-((((
Soziale_Kontake_verboten
Von Sicherheitsanforderungen an die Netzwerkverbindung ganz zu
schweigen.
Da kann man seine Ergebnisse gleich auf dem Marktplatz öffentlich
feilbieten.
Zugeben muss ich aber das es vielleicht doch ganz cool wäre wenn man die
Problematik mit Besprechung und Teamtreffen noch besser in den Griff
bekommt. Wenn das klappt... Da wüsste ich dann nicht warum ich nicht
auch für ein Unternehmen arbeiten sollte welches 2, 3h vom Wohnort
entfernt liegt.
Wenn ich da nur 1 mal oder 2 Tage am STück hin müsste...
Es geht nicht nur um 1-2h Fahrtzeit. Die dicken Unternehmen (Google,
Amazon, Microsoft & co) haben längst erkannt wie geil 100% HO ist. Sie
wählen eben nun aus einem weltweiten Pool den besten Kandidaten und
lassen den 1-2 mal im Jahr einfliegen...
michael_ schrieb:> Von Sicherheitsanforderungen an die Netzwerkverbindung ganz zu> schweigen.
Läuft doch alles über VPN auf dem Firmenlaptop, der verschlüsselt ist
und wo permanent ein Virenscanner im Hintergrund läuft. Das ist das
einzige, was mich noch nervt. Auf meinem Heim-PC mit 8 Cores wäre alles
locker 10x schneller kompiliert. Zudem kann ich nicht meine 3
4K-Monitore anschließen. Eventuell kaufe ich mir vom Brutto einen neuen
PC, baue den zusammen und gebe den dann dem Admin zum Einrichten.
michael_ schrieb:> Von Sicherheitsanforderungen an die Netzwerkverbindung ganz zu> schweigen.> Da kann man seine Ergebnisse gleich auf dem Marktplatz öffentlich> feilbieten.
Wenn deine IT Sicherheit von einer vertrauenswürdigen RJ45 Buchse
abhängt hast du eh schon verloren. Das ist IT Sicherheit von 1990.
Das OS hat von der IT zumindest per TPM verschlüsselt zu sein, die VPN
Verbindung muss dauerhaft aktiv sein. Netzwerkzugriff nur durch die VPN,
wenn kein VPN, dann kein Netzwerkzugriff.
Udo Balinger schrieb:> Geht es euch auch so?
Ja. Aber wenn ich in die Arbeit gehe schaffe ich noch weniger. Da sitzen
die Kollegen mit redebedarf denen zu Hause zu langweilig wurde.
Hannes J. schrieb:> Schon wegen der Ansammlung der Typen dort will sonst niemand zurück ins> Büro. Denn mal ehrlich, wenn deine sozialen Kontakte nur aus Kollegen> bestehen läuft sowieso was falsch in deinem Leben. Das gleiche gilt wenn> du es Zuhause wegen Frau und Kindern nicht aushältst.
Es gibt aber auch Fälle, wo es im Büro mit den Kollegen auf menschlicher
Ebene nicht passt, und zu Hause die Ehefrau mit immer höheren Ansprüchen
und die Blagen mit Geschrei nerven. Was macht man dann?
Gerald K. schrieb:> Zählen sollte die abgelieferte Arbeit mit entsprechender Qualität und> nicht die abgesessene Zeit!
Im Gegensatz zu Zeit ist die geleistete Arbeit aber bei vielen Berufen
nur sehr schwer objektiv so einfach messbar.
Erinnert mich gerade an der Lines of Code Thread. 😂
Habe gemischte Gefühle, tendiere aber zum Home Office.
Bei uns ist jetzt alles wieder offen seit ein paar Wochen, doch die
meisten (ca. 80% der Belegschaft) kommen nicht mehr.
Klar, wer gleichzeitig GELD und ZEIT sparen kann, der tut sich das nicht
mehr freiwillig an, außer die Möchtegern-Manager und Luftpumpen die es
überall gibt.
Und mal ehrlich.. die Firmenleitung ist doch auch eher froh. Die ganzen
Fixkosten werden gedrückt und spülen ordentlich Kohle in die Kasse.
- Stromkosten
- Reinigungspersonal
- Wasserkosten, Klopapier, Seife
- Kantine läuft auch nur noch auf 50%
... das läppert sich.
Muss sagen, dass man schon Disziplin braucht, aber wie schon einer
geschrieben hat, im Büro hängst du auch mal durch und surfst mal sinnlos
im Netz. Da mache ich eben jetzt halt meine Waschmaschine nebenbei oder
so. Nix dramatisches meiner Meinung nach.
Soziale Kontakte: Naja, man telefoniert halt regelmäßiger online und
stimmt sich ab, manche machen auch die Kamera an und man sieht sich mal.
Klar ist es was anderes die Kollegen live zu sehen und mal zusammen in
die Kantine zu gehen.
Fazit: Zeit und Geld gleichzeitig zu sparen ist meiner Meinung nach
durch nichts anderes aufzuwiegen momentan. Das wird die Zukunft sein in
Bezug auf Bürojobs.
Pregorator76 schrieb:> Muss sagen, dass man schon Disziplin braucht, aber wie schon einer> geschrieben hat, im Büro hängst du auch mal durch und surfst mal sinnlos> im Netz. Da mache ich eben jetzt halt meine Waschmaschine nebenbei oder> so. Nix dramatisches meiner Meinung nach.
Genau so handhabe ich das auch. Ich bin als Selbstständiger ja auch
schon viele Jahre ausschließlich im "Homeoffice" und habe die gleichen
Erfahrungen gemacht: es gibt Zeiten, in denen ist man sehr produktiv und
dann gibt es Zeiten, in denen man besser andere Dinge macht. Im eigenen
Haus gibt es immer reichlich zu tun und so kann man tatsächlich deutlich
effizienter arbeiten und die Tage viel besser nutzen. Das bedeutet im
Umkehrschluss natürlich auch viel mehr freie Zeit.
Die Disziplin war bei mir eigentlich nie ein Problem, was aber auch an
der Selbstständigkeit liegen kann: ich wusste/weiss immer, wofür ich
arbeite und meine Arbeit ist mein Hobby. Da ist die Motivation
naturgemäß sehr hoch.
> Soziale Kontakte: Naja, man telefoniert halt regelmäßiger online und> stimmt sich ab, manche machen auch die Kamera an und man sieht sich mal.> Klar ist es was anderes die Kollegen live zu sehen und mal zusammen in> die Kantine zu gehen.
Soziale Kontakte waren hier nie ein Problem - allerdings fanden sie (bis
auf meinen Angestellten) fast ausschließlich außerhalb des Unternehmens
statt. Das Arbeiten zu Hause fördert das eher, weil ich die Arbeit
einfach unterbrechen kann, wenn Bekannte/Freunde anrufen oder hier bei
uns aufschlagen. Man hat einfach viel mehr Zeit - auch für andere.
> Fazit: Zeit und Geld gleichzeitig zu sparen ist meiner Meinung nach> durch nichts anderes aufzuwiegen momentan. Das wird die Zukunft sein in> Bezug auf Bürojobs.
Das ist durchaus möglich. Im Bekanntenkreis wurde Homeoffice überwiegend
sehr positiv aufgenommen.
Homeoffice Rockt! schrieb:>> Kann man per Telekoferenz genauso gut zusammenscheissen wie vor Ort?>> Da kann man zum Glück den Sprecher muten, ein weiterer Vorteil.
Eben. Ich schrieb deshalb ja auch vom zusammenscheissen, nicht vom
zusammgeschissen werden. ;-)
Wenn der coronabereinigte Umsatz durch Homeoffice jetzt nicht merklich
einbricht, sollte man sich Gedanken machen, ob die 35- oder 40h-Woche
nicht überholt ist
Home Office ist das beste, was mir passieren konnte. Ich spare 3 Stunden
Fahrtzeit zu meinem Arbeitgeber. Keine Probleme mehr mit Zugausfällen
oder Verspätungen.
Die freie Zeit nutze ich, um ins Fitnessstudio zu gehen und um gutes
Essen zu kochen.
Kommunikation läuft über Skype, Teams oder WebEx perfekt. Ich muss nicht
mit meinen Kollegen im Büro sitzen und spare mir eklige Nebengeräusche
wie Husten, Schätzen und ekliges Schlucken von Getränken.
Ich hoffe, dass das für immer so bleibt. Ich bin wirklich gefühlt 100
Prozent effektiver als auf der Arbeit.
Noch was positives:
- Mittags gehe ich öfters Spazieren und zum lokalen Bäcker hier im Ort.
Ich unterstütze also das lokale Kleingewerbe mehr, als wenn ich täglich
in der Firma wäre.
Ich finde HO klasse.
Spare mir Geld und Zeit, kann länger schlafen und muss die Kollegen
nicht sehen.
Könnte von mir aus so bleiben. Gut, Karriere werden wohl die machen, die
man "sieht". Egal.
IT Berater schrieb:> Ich muss nicht mit meinen Kollegen im Büro sitzen und spare mir eklige> Nebengeräusche wie Husten, Schätzen und ekliges Schlucken von Getränken.
Schwätzer! Dafür siehst du die Sekretärin nicht schmatzen, schwätzen..
und schlucken :-)
Udo Balinger schrieb:> Hallo> Ich muss einfach mal meinen Senf ablassen.> Ich bin nun seit gut 5 Monaten im Homeoffice und heute gab es die> Bestätigung das das wohl wenn kein wunder passiert auch bis zum ende des> Jahres so bleiben wird.> Ich merke aber deutlich das die Produktivität über die zeit ordentlich> abgenommen hat. Viele Projekte wurden gestrichen neue gibt es wenige.> Wir vergeuden viel mehr Zeit mit nutzlosen Meetings als früher und> mittlerweile beschäftige ich mich mehr mit privaten dingen als mit> sinnvoller Arbeit.> Geht es euch auch so?
Nein absolut nicht. Es werden immer mehr Projekte und meiner Firma geht
es trotz Corona richtig gut. Im Home-Office ist meine Leistung weit
besser, da ich mich hier viel besser konzentrieren kann und einem nicht
ständig Kollegen mit Sachen aufn Sack gehen. Zudem spare ich massig
Spritkosten. Also wegen mir kann Corona gerne lange bleiben!
Senf D. schrieb:> Es gibt aber auch Fälle, wo es im Büro mit den Kollegen auf menschlicher> Ebene nicht passt, und zu Hause die Ehefrau mit immer höheren Ansprüchen> und die Blagen mit Geschrei nerven. Was macht man dann?
(Sand)Box aka freelancer mit Privatbüro.
Namaste
Bei uns im Konzern sind nur die im Büro die halbwegs müssen.
Weil die Datenanbindung im Büro (kein VPN) deutlich schneller ist
bevorzuge ich das Büro. Hin-/Rückweg mit dem Fahrrad ist eh ein Bonus.
Ich denke die Effektivität ist bei mir wenn man technische Probleme
außer Acht lässt im HO und im Büro gleich. Ablenkung durch Familie bzw.
Kollegen ist gleich schlimm ;-)
Was ich jetzt deutlich besser finde ist das meine Hemmschwelle jemand
spontan mit Skype/Teams anzuchatten/anzurufen auf 0% gesunken ist (gilt
auch vice versa). Das erspart viele eMails und erhöht den Speed.
Stefan H. schrieb:> Wenn ihr nicht in der Lage seid Zuhause zu arbeiten, wie habt ihr das> dann in der Schule und im Studium mit den Hausaufgaben/Hausarbeiten> gemacht?
Sie waren Einzelkinder. ;)
Namaste
Weich W. schrieb:> Muss man als Selbständiger eigentlich versicherungstechnisch auch> seinen PC verschlüsseln und immer mit VPN online sein?
Und ich dachte, es gibt keine dummen Fragen. Aber hier ist der
Gegenbeweis erbracht worden.
Weich W. schrieb:> Muss man als Selbständiger eigentlich versicherungstechnisch auch seinen> PC verschlüsseln und immer mit VPN online sein?
Was hat das mit Selbstständigkeit zu tun? Und wohin soll als
Selbstständiger dein VPN gehen? Zu der Firma, bei der du angestellt
bist, geht ja schlecht.
Senf D. schrieb:> Weich W. schrieb:>> Muss man als Selbständiger eigentlich versicherungstechnisch auch>> seinen PC verschlüsseln und immer mit VPN online sein?>> Und ich dachte, es gibt keine dummen Fragen. Aber hier ist der> Gegenbeweis erbracht worden.
Das weiß ich doch nicht, ich bin Angestellter und bezahle jeden Monat
Geld, damit sowas für mich geregelt wird. Daher die Frage. Aber ist wohl
Geschäftsgeheimnis, tut mir leid.
Weich W. schrieb:> Senf D. schrieb:>> Weich W. schrieb:>>> Muss man als Selbständiger eigentlich versicherungstechnisch auch>>> seinen PC verschlüsseln und immer mit VPN online sein?>>>> Und ich dachte, es gibt keine dummen Fragen. Aber hier ist der>> Gegenbeweis erbracht worden.>> Das weiß ich doch nicht, ich bin Angestellter und bezahle jeden Monat> Geld, damit sowas für mich geregelt wird.
Warum bezahlst du dafür Geld bzw. warum zahlt das nicht dein Chef?
Habe nach dem Praktikum - noch vor dem Studium beschlossen dass ich
niemals in einem Unternehmen arbeiten möchte. Zu viel Fremdbestimmung.
Mir kommen daher die Veränderungen entgegen. In Lissabon habe ich
letztens jemanden getroffen der Versicherungspflichtig angestellt ist
bei einer Firma in London. Die Einzige Bedingung für seinen Arbeitsort
war dass dieser +-4h Zeitzonen entfernt ist. Sein Arbeitsort ist ein
Co-Working Space damit ihm zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt.
Sozialer Kontakt ist dort Optional, nicht verpflichtend wie im Büro.
So ein Arbeitsmodell vereint die jeweiligen Vorzüge von Freischaffender
Arbeit und solcher im angestellten Verhältnis.
Ich denke dass die aktuelle Situation neue Arbeits und damit auch
Lebensmodelle hervorbringen wird. Wichtig dabei ist natürlich nur dass
man weniger und nicht mehr arbeitet als im Büro!
Reinhard S. schrieb:> Warum bezahlst du dafür Geld bzw. warum zahlt das nicht dein Chef?
Das bezahle ich indirekt aufgrund dessen, dass ich kein Freelancer bin.
Senf D. schrieb:> Weich W. schrieb:> Muss man als Selbständiger eigentlich versicherungstechnisch auch seinen> PC verschlüsseln und immer mit VPN online sein?>> Und ich dachte, es gibt keine dummen Fragen. Aber hier ist der> Gegenbeweis erbracht worden.
Die Frage ist durchaus berechtigt und relativ simpel beantwortet:
Wenn die Arbeit es erfordert, dann ist ein entsprechender Laptop mit VPN
und TPM AES Verschlüsselung seitens Auftragsgeber zu stellen.
Wenn ein getrennter Workspace reicht empfehle ich dennoch eine
Vollverschlüsselung mittels LUKS/Bitlocker, dient dem Eigenschutz im
Falle des Verlustes oder Diebstahls.
Bevor Einwände kommen bezüglich TPM/Bitlocker: Es geht um den 0815
unehrlichen Finder/Hehler. Wenn die NSA deine Daten will, dann kommen
die ran. Notfalls hilft die CIA mit einem Waschlappen und einem Kanister
Bölkstoff nach.
A. B. schrieb:> Habe nach dem Praktikum - noch vor dem Studium beschlossen dass ich> niemals in einem Unternehmen arbeiten möchte. Zu viel Fremdbestimmung.> Mir kommen daher die Veränderungen entgegen. In Lissabon habe ich> letztens jemanden getroffen der Versicherungspflichtig angestellt ist> bei einer Firma in London. Die Einzige Bedingung für seinen Arbeitsort> war dass dieser +-4h Zeitzonen entfernt ist. Sein Arbeitsort ist ein> Co-Working Space damit ihm zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt.> Sozialer Kontakt ist dort Optional, nicht verpflichtend wie im Büro.> So ein Arbeitsmodell vereint die jeweiligen Vorzüge von Freischaffender> Arbeit und solcher im angestellten Verhältnis.>> Ich denke dass die aktuelle Situation neue Arbeits und damit auch> Lebensmodelle hervorbringen wird. Wichtig dabei ist natürlich nur dass> man weniger und nicht mehr arbeitet als im Büro!
Also Freelancer im Co-Working Space ist schon echt arm, aber als
Angestellter ist das mal richtig bitter.
Cyblord -. schrieb:> Also Freelancer im Co-Working Space ist schon echt arm, aber als> Angestellter ist das mal richtig bitter.
Das wird der in London bezahlte und in Lissabon lebende Typ über die
armen Würstchen, die im Schlecht-Wetter-Deutschland im Stau stehen, auch
denken.
A. B. schrieb:> In Lissabon habe ich> letztens jemanden getroffen der Versicherungspflichtig angestellt ist> bei einer Firma in London. Die Einzige Bedingung für seinen Arbeitsort> war dass dieser +-4h Zeitzonen entfernt ist.
Kommt halt auch immer auf den Job drauf an. Ich bin FPGA Entwickler, ca.
70% von meinem Arbeitsleben könnte ich im Home-Office machen, den Rest
müsste ich für gewisse Treffen und dann vor allem Inbetriebnahme ins
Büro/Labor. Was natürlich eher Wochenweise/Monateweise als einzelne Tage
in der Woche betreffen würde.
Ganz anders ein Übersetzern den ich mal an einem Aussichtsort ca. 400 m
über dem Comersee angetroffen habe. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs,
er war da oben am Arbeiten. Er sei gerade bei seiner Familie zu besuch,
eigentlich wohne er auf Bali mit Frau und Kindern. Er ist spezialisiert
auf rechtlich verbindliche Übersetzungen Italienisch <-> Englisch, fest
angestellt wie im Beispiel oben aber eben komplett egal von wo aus er
arbeitet.
Er hat gesagt, dass er dies nun seit 6 Jahren so macht und hin und
wieder Angst bekomme, dass er Aufwache oder jemand von hinten kommt und
sagt "So, Schluss jetzt, zurück wie alle anderen ins Büro" ;-)
LeiderNichtGeil schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Also Freelancer im Co-Working Space ist schon echt arm, aber als>> Angestellter ist das mal richtig bitter.>> Das wird der in London bezahlte und in Lissabon lebende Typ über die> armen Würstchen, die im Schlecht-Wetter-Deutschland im Stau stehen, auch> denken.
Du meinst der darf jetzt im Schön-Wetter-Portugal im Stau stehen auf dem
Weg in seinen Co-Working Space? Oder wohnt der auch da drin? Das würde
die Lächerlichkeit noch ein wenig erhöhen.
Und vom Motto: "Dort arbeiten wo andere Urlaub machen" halte ich gar
nichts. Da bringt einem nämlich herzlich wenig.
Cyblord -. schrieb:> Also Freelancer im Co-Working Space ist schon echt arm, aber als> Angestellter ist das mal richtig bitter.
Aber vielleicht ein Zukunftsmodell?
Mitarbeiter, die in einer Stadt wohnen und bei einem AG in der Pampa
arbeiten müssen mit dem Auto dorthin fahren, da Strecke zu weit.
Wenn die jetzt in einem Coworking Space arbeiten, können sie mit dem
Fahrrad dorthin fahren, sparen Zeit und CO2 und müssen nicht die
Nachteile vom HO (keine sozialen Kontakte, alles nur virtuell) in Kauf
nehmen.
Cyblord -. schrieb:> Du meinst der darf jetzt im Schön-Wetter-Portugal im Stau stehen auf dem> Weg in seinen Co-Working Space?
Den Co Working Space hat er sich selbst ausgesucht. Das würde er kaum
tun, wenn er lange im Stau stehen müsste. Im Studium mussten auch etwa 4
von 5 Studenten das Haus verlassen, um lernen zu können.
Anarchist schrieb:> Aber vielleicht ein Zukunftsmodell?> Mitarbeiter, die in einer Stadt wohnen und bei einem AG in der Pampa> arbeiten müssen mit dem Auto dorthin fahren, da Strecke zu weit.
Nur wie oft kommt das vor? Meistens ist es umgekehrt.
Ich finde die Vorteile schon überzeugend:
- Arbeitsort selber aussuchen. Wenn einem im Co-Working space a) zu
viele Nerds/Hippster/ sonstige Nervensägen rumsitzen geht man eben in
einen anderen.
-Räumliche Trennung von Wohn und Arbeitsraum.
-Soziale Kontakte nach Gusto.
-Internationales Umfeld, spannendere Leute, angenehmeres Geschlechter
Verhältnis.
-Weniger alte weiße Männer (gerade für Frauen ein Vorteil)
A. B. schrieb:> Ich finde die Vorteile schon überzeugend
Ich sehe in einem Co-Working Space nur Nachteile, nämlich die Nachteile
von Home Office mit denen von Büroarbeit kombiniert.
- Zu viele Nerds/Hipster/sonstige Nervensägen sitzen dort herum, die
sich wichtig tun. Die können mir gestohlen bleiben.
- Pendelei hin und zurück fällt trotzdem an.
- Räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsraum, denn die Kombination ist
gerade ein Stärke von Home Office - da kann man nämlich auch mal
nebenbei ein Paket annehmen oder die Wäsche aufhängen.
oipu schrieb:> A. B. schrieb:> -Weniger alte weiße Männer (gerade für Frauen ein Vorteil)>> Haben wir schon Sozialrassisten im Forum?
Ich verstehe den Punkt auch gar nicht. Unter den besten Kollegen, die
ich habe, sind alte, weiße Männer. Wie soll es daher ein Vorteil sein,
wenn es weniger wären? Im Übrigen werde ich auch mal einer sein, wenn
ich lange genug lebe.
Senf D. schrieb:> - Pendelei hin und zurück fällt trotzdem an.
Evtl. halt nicht so viel wie zur Firma.
> - Räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsraum, denn die Kombination ist> gerade ein Stärke von Home Office
Gerade die Trennung find ich einen großen Vorteil. Ich kann mir
Homeoffice in der Küche oder so auch nicht vorstellen, da fehlt mir der
Leistungswille. Also ein extra Zimmer dafür wäre für mich das Minimum.
>- da kann man nämlich auch mal> nebenbei ein Paket annehmen oder die Wäsche aufhängen.
Das als "Pause" zu machen ok, aber ob da nun ein Paketbote kommt oder
eine Kollege ist auch fast egal, lenkt beides ab.
>Zu viele Nerds/Hipster/sonstige Nervensägen sitzen dort herum, die> sich wichtig tun. Die können mir gestohlen bleiben.
Mag sein, dann schalte eben auf Durchzug. Im Büro geht das nicht. Dort
wird dir gleich mangelnde Teamfähigkeit usw. vorgeworfen.
Senf D. schrieb:> A. B. schrieb:>> Ich finde die Vorteile schon überzeugend>> Ich sehe in einem Co-Working Space nur Nachteile, nämlich die Nachteile> von Home Office mit denen von Büroarbeit kombiniert.>
Eben. Der größte Vorteil von Homeoffice ist ja genau das, das Haus nicht
verlassen zu müssen, keine Leute treffen zu müssen, die man nicht
treffen will und die - so mans einrichten kann - weitestgehende
Souverenität über seine Lebenszeit.
Habe ich Nachmittags keine Lust, oder sehe private Dinge in dem Moment
als wichtiger an, erledige ich jene - und die dienstlichen Aufgaben dann
halt abends. Solange die Termine eingehalten werden ist das ja auch kein
Thema, von merkwürdigen Vorgesetzten mal abgesehen, die irgendwelche
60er-Jahre-Arbeitsansichten mit sich rumtragen.
Co-Working-Space ist doch eh eher für jene, die zu Hause keine Chance
auf Raum und Zeit für konzentrierte Arbeit haben - und hat mit
Homeoffice im eigentlichen Sinne sowas von gar nichts zu tun.
A. B. schrieb:>>Zu viele Nerds/Hipster/sonstige Nervensägen sitzen dort herum, die>> sich wichtig tun. Die können mir gestohlen bleiben.>> Mag sein, dann schalte eben auf Durchzug. Im Büro geht das nicht. Dort> wird dir gleich mangelnde Teamfähigkeit usw. vorgeworfen.
Nee. Erstens ist "auf Durchzug schalten" nicht so einfach, das gelingt
nicht immer und ist bisschen von der Tagesform abhängig, dann ist das
natürlich auch von der Art der Arbeit abhängig - ist es nur Routine, die
quasi automatisch von der Hand geht, oder muss man sich voll
konzentrieren können (über längere Zeit), um so wenig wie möglich Fehler
zu machen.
Teamfähigkeit wird hier anders definiert, es ist jedenfalls nicht die
Fähigkeit zu jeder Zeit den lieben Kollegen zu einem Schwatz zur
Verfügung stehen zu können.
Reinhard S. schrieb:> Senf D. schrieb:>> - Pendelei hin und zurück fällt trotzdem an.>> Evtl. halt nicht so viel wie zur Firma.>>> - Räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsraum, denn die Kombination ist>> gerade ein Stärke von Home Office>> Gerade die Trennung find ich einen großen Vorteil. Ich kann mir> Homeoffice in der Küche oder so auch nicht vorstellen, da fehlt mir der> Leistungswille. Also ein extra Zimmer dafür wäre für mich das Minimum.>
Man sollte mal davon ausgehen, das ernshaftes Homeoffice natürlich auch
eine ernsthafte Arbeitsumgebung erfordert.
>>- da kann man nämlich auch mal>> nebenbei ein Paket annehmen oder die Wäsche aufhängen.>> Das als "Pause" zu machen ok, aber ob da nun ein Paketbote kommt oder> eine Kollege ist auch fast egal, lenkt beides ab.
Nö. ...weil das Paket ist dann da. Sonst kämest du heim, findest einen
Zettel im Briefkasten und musst nochmal los deswegen. Die Zeit haste
schonmal gespart.
Der Kollege kommt übrigens trotzdem - der ruft dann nämlich einfach an.
Allerdings nur dann, wenn es wirklich was zu besprechen gibt und nicht
nur, um ein Schwätzchen zu halten, weil der gerade mal keine Lust hat,
ansonsten sehr mitteilsam ist und immer ganz genu weiß was gerade in der
Firma schiefläuft (es nervt, es zieht runter - Homeoffice ist eine
elegante Möglichkeit dem zu entkommen).
Das ist jedenfalls meine Erfahrung aus Homeoffice (und ja, ich war
anfangs auch nicht "dafür", weil ich glaubte, dass die Ablenkung zu groß
ist): Dass sich die Kommunikation auf ein brauchbares Maß veringert -
wir haben eine tägliche Viertelstunde Abteilungskommunikation via Zoom,
da wird Allgemeines besprochen - was oft schon genügt. Der Rest läuft
über Mail, also einer eher asynchronen Kommunikationsart.
Cyblord -. schrieb:>> Und vom Motto: "Dort arbeiten wo andere Urlaub machen" halte ich gar> nichts. Da bringt einem nämlich herzlich wenig.
Das habe ich mich auch immer gefragt: Was soll ich bitteschön davon
haben wollen, wenn ich dort arbeiten muss (ja: muss!), wo andere Urlaub
machen?
Also ich gehe mal von herkömmlicher Büroarbeit und nichts mit Gastro,
Animatuer o. dgl. aus.
Realiter müsste der Spruch also heißen: "Dort arbeiten müssen, wo andere
ihre Freizeit verbringen"
Und... Schließlich macht man doch auch nicht dort Urlaub, wo andere
arbeiten müssen...
Huckleberry Flynn schrieb:> Bevor Einwände kommen bezüglich TPM/Bitlocker: Es geht um den 0815> unehrlichen Finder/Hehler. Wenn die NSA deine Daten will, dann kommen
Ach, das fängt schon mit der DSGVO an. Kommt dir ein unverschlüsselter
Laptop mit schützenswerten Daten im Sinne der DSGVO abhanden, ist das
meldepflichtig.
Wie Ernst man das dann nimmt, bleibt jeden selber überlassen.
MeierKurt schrieb:> Wie Ernst man das dann nimmt, bleibt jeden selber überlassen.
Betrieblich solltet man das ernst nehmen. Näheres erfährt man bei
betrieblichen Datenschutzbeauftragten.
MeierKurt schrieb:> Schließlich macht man doch auch nicht dort Urlaub, wo andere> arbeiten müssen...
Doch. Die meisten machen das. Von Ausnahmen wie Wildcampen abgesehen ist
am Urlaubsort eigentlich immer jemand, der mit Arbeit sein Geld
verdient. Bei manchen davon sorgst du zudem selbst dafür, dass die mit
dir Arbeit haben.
MeierKurt schrieb:> Was soll ich bitteschön davon> haben wollen, wenn ich dort arbeiten muss (ja: muss!), wo andere Urlaub> machen?
Wenn du dich bei gutem Wetter nach getaner Arbeit an den See setzen
kannst, statt draussen vor der Kneipe an der Hauptstrasse den Autos
zugucken zu müssen, dann weisst du was du davon hast.
Manche fahren stundenlang, um ein prächtiges Alpenpanorama zu sehen.
Andere gehen auf ihren Balkon.
A. K. schrieb:> Wenn du dich bei gutem Wetter nach getaner Arbeit an den See setzen> kannst, statt draussen vor der Kneipe an der Hauptstrasse den Autos> zugucken zu müssen, dann weisst du was du davon hast.
Das kann man in D an genug Stellen ebenfalls, dafür muss man nicht nach
Portugal.
Cyblord -. schrieb:> Das kann man in D an genug Stellen ebenfalls, dafür muss man nicht nach> Portugal.
Eben. Wer sagt denn, dass man im Urlaub nach Portugal muss? Ich lebe
dort, wo andere Urlaub machen, trotz D.
A. K. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Das kann man in D an genug Stellen ebenfalls, dafür muss man nicht nach>> Portugal.>> Eben. Wer sagt denn, dass man im Urlaub nach Portugal muss? Ich lebe> dort, wo andere Urlaub machen, trotz D.
Darum gehts aber nicht. Weil das letztlich nur die Entscheidung ist, ob
man eher ländlich oder städtisch leben will, wobei das auch nicht strikt
getrennt ist, weil man oft mit einer 1 Stunde Autofahrt von der
Großstadt ins Grüne kommt.
Das Homeoffice ist so eine Sache.
> Ich merke aber deutlich das die Produktivität über die zeit ordentlich
abgenommen hat. Viele Projekte wurden gestrichen neue gibt es wenige.
Das liegt wohl eher daran, dass keine Arbeit mehr da ist...? Bei uns
läuft es gerade glänzend. Da werden keine Projekte gestrichen, da wird
geschafft.
Bei uns wurden an mehreren Standorten die Häuser wieder geöffnet, auf
einer man-muss-absolut-da-sein-Basis. Das betrifft also nur einen
Bruchteil der Angestellten, die bspw. die Urkundenführung machen, und
zusätzlich einige wenige, die gerade durch Handwerker oder noch
fehlendes Internetz zuhause -- ist ja Neuland --, beeinträchtigt sind.
Der Modus ist dort ein Raum => eine Person.
Es gab ca. 5 Coronafälle in den Standorten, die aber alle eingedämmt
waren, dank der Maßnahmen.
Und hier liegt auch der Crux, warum wir alle bis mindestens 31.12. von
zuhause aus arbeiten werden, O-Ton Geschäftsführung: "Wenn sich ganze
Teams untereinander anstecken, sind wir ge*****." -- Das sollte doch
auch dem witzigsten Cheffe in der kleinsten Klitsche einleuchten.
Leider ist der TOnus in den Massenmedien gerade sehr suboptimal. "Wir
dürfen wieder" "Das ist wieder erlaubt" --- wer den Massen mit so etwas
kommt, sagt in Wirklichtkeit "Ihr solltet jetzt sofort mal", und das
sieht man ja auch seit 1.5 Monaten sich entwickeln. Jetzt kommt bald der
Schnupfenherbst, die gleiche Lage wie Mitte April wird herrschen, nur
wird es dann keine Disziplin mehr geben, und wer sich dem nicht
fernhält, wird krank werden.
Bleibt gesund, Leute. Der meiste Scheiß in der Welt ist es nicht wert,
im schlimmsten Falle mit mehr oder weniger latenten Spätfolgen
(Nierenschäden, Herzmuskelentzündung, ...) weiterleben zu müssen.
MeierKurt schrieb:> Reinhard S. schrieb:>> Senf D. schrieb:>>> - Pendelei hin und zurück fällt trotzdem an.>>>> Evtl. halt nicht so viel wie zur Firma.>>>>> - Räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsraum, denn die Kombination ist>>> gerade ein Stärke von Home Office>>>> Gerade die Trennung find ich einen großen Vorteil. Ich kann mir>> Homeoffice in der Küche oder so auch nicht vorstellen, da fehlt mir der>> Leistungswille. Also ein extra Zimmer dafür wäre für mich das Minimum.>>> Man sollte mal davon ausgehen, das ernshaftes Homeoffice natürlich auch> eine ernsthafte Arbeitsumgebung erfordert.
Dann sind wir uns ja einig.
>>>- da kann man nämlich auch mal>>> nebenbei ein Paket annehmen oder die Wäsche aufhängen.>>>> Das als "Pause" zu machen ok, aber ob da nun ein Paketbote kommt oder>> eine Kollege ist auch fast egal, lenkt beides ab.>> Nö. ...weil das Paket ist dann da. Sonst kämest du heim, findest einen> Zettel im Briefkasten und musst nochmal los deswegen. Die Zeit haste> schonmal gespart.
Wie gesagt, ob mich nun ein Kollege unterbricht oder der Paketbote ist
egal. Und Pakete nimmt bei mir schlimmstenfalls der Nachbar an. ;)
Eulenspiegel schrieb:> Jetzt kommt bald der> Schnupfenherbst, die gleiche Lage wie Mitte April wird herrschen, nur> wird es dann keine Disziplin mehr geben, und wer sich dem nicht> fernhält, wird krank werden.
Das denke ich nicht. Zumindest nicht so wie im März, auch die Medizin
hat dazugelernt. Damals haben sich auch sehr viele in Krankenhäusern und
Pflegeeinrichtungen angesteckt, das wird wohl so nicht noch mal
passieren.
Ich empfehle einen Blickk auf die Zahl der belegten Intensivbetten (seit
vielen Wochen stabil niedrig), das sagt viel mehr über das Geschehen als
die Zahl der positiv Getesteten, die naturgemäß mit der Zahl der Tests
steigt.
https://www.divi.de/register/tagesreport
Ich war 6 Monate im HO und war produktiver, weil ich mich besser
konzentrieren konnte.
- Keine Anfahrt (somit enpanntter Tagebeginn), Kaffe in die Hand und ab
an den PC.
- Keine angestrebte Arbeitszeiten (normal brauche ich es), aber schon
meine 8h locker im Schnitt gemacht.
- Ruhige Arbeitsumgebung, da ich ein Arbeitszimmer habe.
- Kaum Ablenkung zuhause.
- Keine innere Aufregung über die Sauberkeit auf dem Klo oder Büroküche.
Alles in einem war das meine produktivste und angenehmste Arbeitszeit.
Nun muss ich zur Arbeit, weil es organisatorisch nötig ist. Sobald ich
quasi wieder nur die Ego-Arbeit machen werde, rede ich mit meinem Chef,
ob ich zuhause arbeiten kann.
Es gibt aber auch Kollegen die freiwillig in der Zeit ins Büro gefahren
sind.
A. F. schrieb:> Sobald ich quasi wieder nur die Ego-Arbeit machen werde, rede ich mit> meinem Chef, ob ich zuhause arbeiten kann.
Wie gehst du mit der Vereinsamung allein zu Hause bei der Arbeit um?
Senf D. schrieb:> A. F. schrieb:>> Sobald ich quasi wieder nur die Ego-Arbeit machen werde, rede ich mit>> meinem Chef, ob ich zuhause arbeiten kann.>> Wie gehst du mit der Vereinsamung allein zu Hause bei der Arbeit um?
Das ist doch grad das geile daran :) Reicht doch, wenn dann später die
Frau/Freundin kommt, da muss ich nicht noch auf Arbeit Kollegen haben.
Die Kunden sind schon nervig genug :D
Senf D. schrieb:> A. F. schrieb:> Sobald ich quasi wieder nur die Ego-Arbeit machen werde, rede ich mit> meinem Chef, ob ich zuhause arbeiten kann.>> Wie gehst du mit der Vereinsamung allein zu Hause bei der Arbeit um?
Ob man mit den Kollegen persönlich oder über Teams spricht ist doch
egal. Man kann auch im Teams Smalltalk betreiben. Mikrosoft hat noch
keine KI entwickelt die sowas blockieren kann.
Conti schrieb:> Mikrosoft hat noch keine KI entwickelt die sowas blockieren kann.
Zumindest ist sie noch nicht aktiv. Google beispielsweise ist dafür
berüchtigt, Funktionen in Android-Software deaktiviert auszuliefern und
erst zu einem viel späteren Zeitpunkt scharf zu schalten.
Homeoffice Rockt! schrieb:> Die Politik nimmt gerade Anlauf die Sache ordentlich zu verkacken:>> https://www.heise.de/news/Geplantes-Homeoffice-Gesetz-soll-vor-Entgrenzung-der-Arbeit-schuetzen-4892475.html
Mal wieder Quatsch mit Soße :)
Homeoffice bedeutet doch nicht das es keine Kernarbeitszeit mehr gibt
die man vertraglich Regeln kann...
Arbeitszeiterfassung lässt sich ebenfalls locker und leicht über
Software erfassen.
Wenn ich Kernarbeitszeit von 9 Uhr - 14:30 Uhr habe und es dann egal ist
ob ich die restliche Zeit am Tag (oder sogar in der Woche) Abends um 20
Uhr vollbringe oder von 14:30 - 17:00 bleibt, oder gar am Samstag weil
mir das gerade besser ins Leben passt ist doch jedem selbst überlassen.
Gerade das ist das schöne an Homeoffice und der Flexibilität die sich
daraus ergibt.
Aber Politik muss natürlich wieder eingreifen weil man der Meinung ist
dass das alles gefälligst vollends geregelt sein muss...
Kann man mal wieder nur mit dem Kopf schütteln
SanktNikolaus schrieb:> Aber Politik muss natürlich wieder eingreifen weil man der Meinung ist> dass das alles gefälligst vollends geregelt sein muss...
Man kann "von oben" nicht alles regeln. Mancher Guru wird auch sein HO
auf einer Bierkiste in der Küche betreiben, weil er keinen geeigneten
Arbeitsstuhl und -Raum hat. Trotzdem wird er ordentliche Arbeit leisten.
Nur auf die Dauer sollte man den Leuten auch zu Hause ordentliche
Arbeitsmittel geben, wenn sie gesund bleiben sollen!!
Senf D. schrieb:> Wie gehst du mit der Vereinsamung allein zu Hause bei der Arbeit um?
Gesparter Arbeitsweg in Überstunden umwandeln und dann eine Dame buchen
tippe ich.
Nigel schrieb:> Seit 6 Monaten im Homeoffice.> Ich möchte endlich wieder ins Büro,> viele Grüße an unsere Putz-Feen ich vermisse euch.
So sieht es bei mir im Büro auch aus. Seit ich mich über das mickrige
Gehalt der Putzfrau lustig gemacht habe, weigert sie sich meinen
Arbeitsplatz zu putzen. Mir ist das egal. Die 200k krieg ich trotzdem
und zuhause ist es auch nicht besser.
Nigel schrieb:> Seit 6 Monaten im Homeoffice.> Ich möchte endlich wieder ins Büro,> viele Grüße an unsere Putz-Feen ich vermisse euch.
Wer heute noch Röhrenbildschirme nutzen muss ist echt arm dran.
Qwertz schrieb:> So sieht es bei mir im Büro auch aus. Seit ich mich über das mickrige> Gehalt der Putzfrau lustig gemacht habe, weigert sie sich meinen> Arbeitsplatz zu putzen. Mir ist das egal. Die 200k krieg ich trotzdem> und zuhause ist es auch nicht besser.
Schlechte Frau gewählt oder zu faul/zu blöd, selbst einen Besen bedienen
zu können?
Spruch im Hotel am Frühstückstisch: "Geld ist mir nicht so wichtig, ich
geb meinen beiden Putzfrauen immer etwas mehr."
Reinhard S. schrieb:> Schlechte Frau gewählt oder zu faul/zu blöd, selbst einen Besen bedienen> zu können?
Ich bin weder blöd genug um mein IGM-Gehalt mit einer Frau zu teilen
noch bin ich bereit einen Besen zu benutzen. Dafür bin ich mir viel zu
schade!
Extra virgine schrieb:> Leute, das BIP muss wieder steigen. So wird das nix. Zurück ins> grossraumbüro!
Richtig, weiß doch jeder: Nur wer seine 8h im Großraumbüro abgammelt ist
ein echter High Performer. Wie soll man schließlich im Home Office den
Low Performern alle 10 Minuten sagen was für ein toller Hecht man ist?
Los los! ;)
bei uns heißt es nun auch wieder zurück ins Büro. Schade eigentlich,
hatte mich schnell daran gewöhnt.
Mit der Vereinsamung ging es eigentlich.
Was mir am meisten aufgefallen ist: der Effizientverlust durch die
fehlenden direkten Gespräche mit seinen Sitznachbarn, in der
Kaffeeküche, auf dem Weg zum Getränkeautomaten, zur Firmenmensa oder in
der Pause.... nicht nur das menschlich, soziale fehlt etwas, nein, man
unterhält sich ja auch über fachliche Dinge. An welchen Projekten man
gerade arbeitet, wo man gerade hängt und wie man was gelöst hat. Schon
oft in den letzten Wochen und Monaten gemerkt, dass man nur durch puren
Zufall auf etwas gestoßen ist, was man für seine Arbeit gebrauchen und
damit Zeit und Geld sparen konnte, statt das Rad neu erfinden zu müssen.
Stagnation schrieb:> Schon> oft in den letzten Wochen und Monaten gemerkt, dass man nur durch puren> Zufall auf etwas gestoßen ist, was man für seine Arbeit gebrauchen und> damit Zeit und Geld sparen konnte, statt das Rad neu erfinden zu müssen.
Wenn du Angestellter bist ist es doch nicht dein Geld. Mach dir nichts
vor, vom eventuell gesparten Geld würdest du sowieso nichts sehen.
Der Effekt hebt sich wahrscheinlich sowieso durch andere
Homeoffice-Effekte auf.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article216170790/Friedrich-Merz-warnt-vor-Gewoehnung-an-Leben-ohne-Arbeit-Muessen-aufpassen.html
In diesem Sinne: Arbeit muss weh tun und alle anderen müssen den Schmerz
sehen und bewundern!!! Die Führung so mancher Chefs beruht ja schlicht
darauf, dass Sie den MA schwitzen/leiden sehen wollen. Wo kommen wir da
hin, wenn man merkt, dass es auch mit weniger Arbeit geht ;-)
Logischerweise müssten doch Effizienzgewinne und der Fortschritt
allgemein zu einem immer angenehmeren und kürzeren Arbeiten führen.
DARÜBER sollten wir in D mal gründlich nachdenken ...
Ich denke Hr. Merz muss aufpassen, dass er sich nicht an ein Leben ohne
nennenswertes Amt in der Politik gewöhnt.
Extra virgine schrieb:> https://www.welt.de/politik/deutschland/article216170790/Friedrich-Merz-warnt-vor-Gewoehnung-an-Leben-ohne-Arbeit-Muessen-aufpassen.html>> In diesem Sinne: Arbeit muss weh tun und alle anderen müssen den Schmerz> sehen und bewundern!!! Die Führung so mancher Chefs beruht ja schlicht> darauf, dass Sie den MA schwitzen/leiden sehen wollen. Wo kommen wir da> hin, wenn man merkt, dass es auch mit weniger Arbeit geht ;-)> Logischerweise müssten doch Effizienzgewinne und der Fortschritt> allgemein zu einem immer angenehmeren und kürzeren Arbeiten führen.> DARÜBER sollten wir in D mal gründlich nachdenken ...>> Ich denke Hr. Merz muss aufpassen, dass er sich nicht an ein Leben ohne> nennenswertes Amt in der Politik gewöhnt.
Ich behaupte das Gegenteil. Wir sollten uns daran gewöhnen - bzw. aktiv
geniesen - ohne Arbeit zu leben. 50% das Tätigkeiten die gemacht werden
sind mehr oder weniger sinnlos. Wenn überhaupt wird nur eine künstlich
erzeugte Nachfrage gestillt (z.B. teures Auto, Schmuck, zuviel
Klamotten, viele Kurzurlaube,...). Corona hat bewiesen, dass es mit
deutlich (-50%) weniger geht ohne das jemand unglücklich wird.
Extra virgine schrieb:> Schlage vor Hr Merz fängt bei sich selbst an.
Versucht er doch. Nach Jahren ohne harter Arbeit will er endlich wieder
malochen, aber die in Frage kommenden Stellen sind noch anderweitig
besetzt und die Aussichten sind mau.
michael_ schrieb:> Von Sicherheitsanforderungen an die Netzwerkverbindung ganz zu> schweigen.
Hängt im Gästenetz der Fritzbox.
Den Rest muss der Arbeitgeber machen.
Wurde bei euch schon Homeoffice-Überwachungssoftware installiert? Die IT
hat neulich unsere Laptops zur Wartung eingezogen. Normalerweise nennen
sie immer den Grund (Windowsupdate etc.), aber diesmal nicht.
Chief Home Officer schrieb:> Wurde bei euch schon Homeoffice-Überwachungssoftware installiert?> Die IT> hat neulich unsere Laptops zur Wartung eingezogen. Normalerweise nennen> sie immer den Grund (Windowsupdate etc.), aber diesmal nicht.
Ich habe mir einen Tipproboter gebastelt. Der lernt mit GPT-3
(Textgenerator-KI) aus meinen alten eMails meinen Stil und beantwortet
die neuen eMails vollautomatisch.
Bei uns im Konzern gibt es soviel eMail-Ping-Pong. Die
Wahrscheinlichkeit, dass ich auffliege ist 0%.
Ein akutelles Beispiel:
Kollege:
Hallo xxxx,
hast du zzzz schon erledigen können? Ich brauche yyyy bis zum
Freitag."
Antwort:
Hallo fffff,
ich bin dran aber kann nichts versprechen. Am Freitag habe ich einen
Termin mit oooo.
Der Termin mit oooo hat eingentlich nichts mit dem Thema zu tun, aber
oooo ist mein Vorgesetzter. Keine Ahnung was die KI damit bezwecken
möchte ;-)
>> Der Termin mit oooo hat eingentlich nichts mit dem Thema zu tun, aber> oooo ist mein Vorgesetzter. Keine Ahnung was die KI damit bezwecken> möchte ;-)
die KI sollte unbedingt vermeiden, dass fffff und ooooo an ihr vorbei
kommunizieren am besten du bringst ihr noch bei, zu lancieren dass ooooo
hinter fffff intrigiert und lässt es fffff duch die blume wissen.
Namaste
Chief Home Officer schrieb:> Die IT hat neulich unsere Laptops zur Wartung eingezogen.
Das hört sich etwas schwach an. Wieso werden die nicht remote
administriert?
Wolfgang schrieb:> Chief Home Officer schrieb:>> Die IT hat neulich unsere Laptops zur Wartung eingezogen.>> Das hört sich etwas schwach an. Wieso werden die nicht remote> administriert?
Da könnte der Nutzer ja zuschauen und sehen, was passiert.
Wolfgang schrieb:>> Die IT hat neulich unsere Laptops zur Wartung eingezogen.>> Das hört sich etwas schwach an. Wieso werden die nicht remote> administriert?
Es gibt viele Möglichkeiten, die man aus der Ferne nicht so leicht lösen
kann.
-Manches Backup könnte als Upload bis Weihnachten brauchen?
-Rechner infiziert?
-Platte voll?
-neue HW?
Hallo,
ich bin auch seit über 6 Monaten schon im Homeoffice.
Anfangs war es noch super, aber mittlerweile fehlt auch mir der
persönliche Kontakt zu Kollegen.
Ich hoffe jedoch auch, dass die Option des Homeoffice weiterhin bestehen
bleibt.
2-3 Tage im Homeoffice fände ich super. Somit lässt sich das Leben
flexibler gestallten und ich muss sagen, dass ich zuhause doch
produktiver bin als im Büro.
Peter B. schrieb:> Anfangs war es noch super, aber mittlerweile fehlt auch mir der> persönliche Kontakt zu Kollegen.
Mir nicht, ist doch immer das gleiche Geschwätz. Da kann ich gleich ins
Startup gehen und stundenlang Kicker spielen.
Sozialingenieur schrieb:> Mir nicht, ist doch immer das gleiche Geschwätz.
Nein, ist es nicht. Man lernt sich im Laufe der Zeit richtig gut
persönlich kennen, und es sind auch schon Freundschaften daraus
entstanden. Einige Leute haben sogar ihren Lebenspartner auf der Arbeit
gefunden.
Senf D. schrieb:> Zu dieser These passt aktuell eine Antithese von Friedrich Merz sehr> gut:>> "Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran> gewöhnen, dass wir ohne Arbeit leben können. Wir müssen zurück an die> Arbeit."
so Unrecht hat er da in meinen Augen nicht - habe selber das Problem
Leute motivieren müssen, arbeiten zu wollen
"Fürs daheim sitzen gibt es ja auch 80% / 86%" " wenn man dann noch die
Spritkosten für den Arbeitsweg einrechnet.."
Die "Homeoffice"-Leute - schreiben brav jeden Tag 30% bis 50% Arbeit auf
(ja nie über 50%, sonst bekommt man ja keine 86% KUG - aber auf gar
keinen Fall nur 5-10% sonst wäre man ja evtl. entbehrlich)
Aber zu 90% sind sie dann wenn ich anrufe und was brauche im
Hobbygarten, im Freibad, beim renovieren, am Auto schrauben und es passt
gerade ganz ganz schlecht,.....
Heinz R. schrieb:> so Unrecht hat er da in meinen Augen nicht - habe selber das Problem> Leute motivieren müssen, arbeiten zu wollen> "Fürs daheim sitzen gibt es ja auch 80% / 86%" " wenn man dann noch die> Spritkosten für den Arbeitsweg einrechnet.."
Ich gönne das den Leuten von ganzem Herzen. Wenigstens ein kleiner
positiver Aspekt an dieser verdammten Pandemie.
Heinz R. schrieb:> Aber zu 90% sind sie dann wenn ich anrufe und was brauche im> Hobbygarten, im Freibad, beim renovieren, am Auto schrauben und es passt> gerade ganz ganz schlecht,.....
Das ist doch nur ein Organisationsproblem. Man kann ja auch beim Home
Office entsprechende Kernarbeitszeiten vereinbaren. Natürlich kann man
auch während dieser mal n paar Minuten nicht erreichbar sein. Wir haben
das übers Outlook geregelt. Dort wird eingetragen, zu welcher Zeit man
im Home office arbeitet. Da man üblicherweise hintereinander weg werkelt
ist das kein größeres Problem.
Peter B. schrieb:> und ich muss sagen, dass ich zuhause doch> produktiver bin als im Büro.
Auf nem Holzstuhl in der Küche schläft es sich halt nicht so gut wie im
orthopädisch und ergonomisch richtigen Bürostuhl...
Ich würde zu Hause nichts gebacken bekommen und bin froh, daß ich zum
Kunden fahren darf. Mein Tag bekommt so Struktur und in der Arbeitszeit
konzentriere ich mich ausschließlich auf das berufliche. Frau und Kind
daheim würden mich nicht arbeiten lassen ("Wenn Du sowieso daheim bist,
kannst Du ja zum Kindergarten einkaufen Mittag machen usw....").
Ich trenne Arbeit und Privat strikt, obwohl ich auch z.T. zu Hause
arbeiten könnte. Aber ich fahre lieber morgens raus und habe den Kopf
frei für meinen Job. Fahrzeit ist mir egal, wird bezahlt ab einsteigen
bis aussteigen.
Das virtuelle arbeiten hat viele Vorteile. In online Meetings fällt
gewissen gestörten Kollegen das durchdrehen schwerer so dass
Entscheidungen besser getroffen werden können von Gruppe.
Ausserdem sparen wir co2 da viele Status - sinnlos - Geschäftsreisen
entfallen.