Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DIY Digital Thermometer


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von Dominik V. (nasryn)


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Hallo zusammen,

Ich möchte mir einen Digital Thermometer basteln und zwar mit einem 
PT1000. Da ich noch einen Aduino Uno Zuhause rumfliegen habe, wollte ich 
diesen ebenfalls verwenden. Nun tun sich bei mir paar Fragen auf und 
zwar: Wie verschalte ich am idealsten den PT1000 mit einem AI vom Nano? 
Ich würde einen Vorwiderstand nehmen um den Strom zu begrenzen, jedoch 
fehlt mir hier das nötige Wissen, um den Vorwiderstand zu berechen. Ist 
die richtige herangehensweise folgende: Ich bestimme den 
Temperaturbereich den ich haben möchte und bekomme dann aus der Tabelle, 
welche Widerstandswerte mich erwarten und berechne anhand dessen den 
Vorwiderstand?

Da ich die Temperatur auch anzeigen möchte, möchte ich folgendes Display 
"AZDelivery HD44780 16x2 LCD Modul Display". Dies alles soll zusammen 
Mobil funktionieren, daher soll das mit Batterien funktionieren, was zu 
einem Problem führt, wenn ich daran denke, dass der Nano schon 5V 
benötigt. Damit ich auch lange genug Spannung am Board besitze , spiele 
ich mit den Gedanken genug Batterien zu nutzen um auf 12 V zu kommen, 
daher wäre ein 7805 ein gutes Mittel der Wahl.

Das sind so meine Gedanken. Ich hoffe jemand kann mir etwas Feedback 
geben und vill auch Anregungen was ich anders bzw. besser machen kann.

Viele Grüße

von Matthias Lindner (Gast)


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Such funktion benutzt?

Beitrag "PT1000, einfache Auswertung mit AVR (ATmega328)"

Der Vorwiderstand dient hier als spannungsteiler!

von ALo nummer1 (Gast)


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Warum machst Du die nicht Gedanken wie du Deine Wünsche löst? Ausser 
andere zu fragen, weil du kein Plan hast?
Dir fehlt das Nötige Wissen, dann Lerne, ohne zu fragen, das Zeug steht 
zigtausendmal im Netz.(+/- paarhundert)



PS: Hausaufgaben macht man selbst

von Harald W. (wilhelms)


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Dominik V. schrieb:

> Ich möchte mir einen Digital Thermometer basteln und zwar mit einem
> PT1000. Da ich noch einen Aduino Uno Zuhause rumfliegen habe, wollte ich
> diesen ebenfalls verwenden.

Wenn Du sowieso einen µC verwenden willst, solltest Du besser einen
digitalen Sensor verwenden. Das Erleichtert die Auswertung enorm.
Für einen PT1000 brauchst Du ein spezielles analoges Frontend.
Sonst hast Du Meßfehler im Bereich mehrer Grad.

> Da ich die Temperatur auch anzeigen möchte, möchte ich folgendes Display
> "AZDelivery HD44780 16x2 LCD Modul Display".

Das vereinfacht die Auswertung weil es für den Arduino fertige
Steuerprogramme für solche Module gibt.

> Dies alles soll zusammen
> Mobil funktionieren, daher soll das mit Batterien funktionieren, was zu
> einem Problem führt, wenn ich daran denke, dass der Nano schon 5V
> benötigt. Damit ich auch lange genug Spannung am Board besitze , spiele
> ich mit den Gedanken genug Batterien zu nutzen um auf 12 V zu kommen,
> daher wäre ein 7805 ein gutes Mittel der Wahl.

Du tust also alles,um einen möglichst hohen Stromverbrauch zu
haben. Da weden Deine Batterien nur wenige Stunden halten.
Wenn es Dir ums Stromsparen geht, solltest Du besser ein IC aus
der 7106 Reihe nehmen. Als Sensor bietet sich da eine normale
Diode an. Passende Schaltungen gibts im Datenblatt.

von Manfred (Gast)


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Dominik V. schrieb:
> Dies alles soll zusammen
> Mobil funktionieren, daher soll das mit Batterien funktionieren, was zu
> einem Problem führt, wenn ich daran denke, dass der Nano schon 5V
> benötigt.

Der Nano ist ein nettes Board, was ich gerne verwende. Für 
Batteriebetrieb leider die falsche Wahl, das USB-Interface braucht 
ständig Strom, den Nano wirst Du kaum unter 20mA Stromaufnahme bringen. 
Wenn ich Akkubetrieb will, setze ich den ProMini328 ein, zur 
Programmierung dann einen externen USB-Adapter.

Aber gut, Du willst eine 1602-Display, dessen Beleuchtung auch alles 
andere als sparsam ist.

> Damit ich auch lange genug Spannung am Board besitze , spiele
> ich mit den Gedanken genug Batterien zu nutzen um auf 12 V zu kommen,
> daher wäre ein 7805 ein gutes Mittel der Wahl.

Ungeschickte Wahl, der 7805 hat etwa 5mA Eigenverbrauch. Von 12 nach 5 
Volt bleiben 7V am Regler und werden dort zu Abwärme, auch nicht so 
toll.

Zumindest den Eigenverbrauch des Reglers kann man deutlich verringern, 
wenn man einen MCP1703 oder LP2905 verwendet, es bleibt aber bei 7V 
Verlust.

Wie soll die Speisung aussehen, 8 Mignon, 12V-VRLA, drei Lizibumm?

Ich glaube, das wird nichts. Baue den Nano samt Display auf, messe die 
Stromaufnahme des gesamten Gebildes und multipliziere die mit den 
erhofften Betriebsstunden.

Harald W. schrieb:
>> ich mit den Gedanken genug Batterien zu nutzen um auf 12 V zu kommen,
>> daher wäre ein 7805 ein gutes Mittel der Wahl.
>
> Du tust also alles,um einen möglichst hohen Stromverbrauch zu
> haben. Da weden Deine Batterien nur wenige Stunden halten.
> Wenn es Dir ums Stromsparen geht, solltest Du besser ein IC aus
> der 7106 Reihe nehmen.

Ich verstehe das nicht, 7106 als alternativen Spannungsregler?

> Als Sensor bietet sich da eine normale Diode an.

Wenn ein Arduino im Spiel ist, würde ich zum DS18B20 greifen. Dafür gibt 
es jede Menge Beispielsketches, habe ich hier sehr zügig zum Laufen 
bekommen.

von Er kannˋs nicht lassen (Gast)


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Hier ist ein praktischer Vorschlag mit dem KTY81 der nur mit dem uC 
auskommt und keine Analogkomponenten braucht und nur mit ADC auskommt:

Lese zuerst den Artikel durch um das Meßkonzept genau zu verstehen und 
wie der eigentliche Meßteil funktioniert und übertrage es auf den uC und 
Anzeige Deiner Wahl. Gib besonders auf den Abschnitt mit den 
Berechnungen acht. Daß dieser Artikel auf PIC bezogen ist, spielt keine 
wirkliche Rolle. Das geht nämlich auf dem AVR genauso gut. Später kannst 
Du immer noch mit anderen Sensormethoden experimentieren.

Es gibt genug Auswahl an analogen und digitalen Sensoren um damit 
Erfahrungen zu sammeln.

Auf diese Weise kannst Du das in ein paar Stunden zum Laufen bekommen 
und später den Meßhorizont nach Belieben erweitern. Der KTY81-110 
funktioniert in einen moderaten Temperaturbereich ziemlich gut wenn man 
sich die Mühe macht die Zimmertemperaturabweichung mit einen 
Eiswasserbad auszukalibrieren.

https://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/thermo/thermo.htm

von Harald W. (wilhelms)


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Manfred schrieb:

>> ein IC aus der 7106 Reihe nehmen.
>
> Ich verstehe das nicht, 7106 als alternativen Spannungsregler?
>
>> Als Sensor bietet sich da eine normale Diode an.

Voltmeter-IC mit Diode als Temperatur-Spannungswandler

> Wenn ein Arduino im Spiel ist, würde ich zum DS18B20 greifen.

Den meinte ich mit "digitalem Sensor".
Grundsätzlich gilt: Es gibt viele Wege, die nach Rom führen.

von m.n. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Grundsätzlich gilt: Es gibt viele Wege, die nach Rom führen.

Es gibt auch Wege nach Berlin ;-)
http://www.mino-elektronik.de/7-Segment-Variationen/LCD.htm#lcd7

von MaWin (Gast)


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Matthias Lindner schrieb:
> Such funktion benutzt?

Besser nicht, damit kommt man nur auf M.N.s Unsinn.

Lieber erst mal die Grundlagen eines Pt1000 verstehen und es dann (mit 
einem guten R2R OpAmp) richtig machen:

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.32

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Matthias Lindner schrieb:
> Such funktion benutzt?
>
> Beitrag "PT1000, einfache Auswertung mit AVR (ATmega328)"

Naja. Wenn es auf 1 Kelvin (un)genau sein darf, dann braucht man auch 
den teuren PT1000 nicht, sondern kann einen NTC nehmen und mit ein paar 
Stützstellen linearisieren. Gibts bestimmt schon als fertige Library im 
Arduino Ökosystem.

Allerdings lernt man nichts dabei, wenn man immer nur fremden Code per 
copy&paste kombiniert. Grundlagen lesen, verstehen und dann selber ein 
passendes Programm schreiben, ist viel besser.

von m.n. (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Naja. Wenn es auf 1 Kelvin (un)genau sein darf, dann braucht man auch
> den teuren PT1000 nicht,

Teuer ist relativ: 
https://www.reichelt.de/platin-temperatur-sensor-kl-b-1000-ohm-m-222-b-pt1000-p151228.html?&trstct=pos_0&nbc=1
Für richtig heiße Sachen ist PTxxxx durchaus angesagt.

von Harald W. (wilhelms)


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m.n. schrieb:
> Axel S. schrieb:

>> Naja. Wenn es auf 1 Kelvin (un)genau sein darf, dann braucht man auch
>> den teuren PT1000 nicht,
>
> Teuer ist relativ:

Genauigkeit ist auch relativ:
"Klasse B: dT = ± (0,30 °C + 0,005 · T)"

von Manfred (Gast)


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Harald W. schrieb:
>> Ich verstehe das nicht, 7106 als alternativen Spannungsregler?
>
> Voltmeter-IC mit Diode als Temperatur-Spannungswandler

Damit haben wir vor gut 30 Jahren gespielt, als fertige DVM-Bausteine 
noch dreistellig kosteten. Für den muß man eine Platine erstellen und 
das passende Display bekommen, würde ich aktuell nicht mehr anfassen.

Ich könnte beides noch da haben, 7106 und LCD, hast Du Interesse daran?

Einen ChinaNano plus 1602-Display bekomme ich unter 5 Euro, das ist 
schon fast fertige Arbeit.

Die Frage bleibt, ob Dominik V. sich hier noch beteiligt, sein Problem 
wird die Leistungsbillanz bei Batteriebetrieb.

Vom Strom her wäre der ICL7106 da gnadenlos überlegen, wobei ich den 
dann mit einem LM135 verheiraten würde. Mit dem LM135 habe ich mal ein 
großes Drehspulinstrument als Thermometer gebastelt, braucht leider am 
Fuß eine 2,73V Source-Sink-Quelle, um von K auf °C zu kommen.

Axel S. schrieb:
> Naja. Wenn es auf 1 Kelvin (un)genau sein darf, dann braucht man auch
> den teuren PT1000 nicht, sondern kann einen NTC nehmen und mit ein paar
> Stützstellen linearisieren. Gibts bestimmt schon als fertige Library im
> Arduino Ökosystem.

Gibt es einen Grund, weshalb das nicht auch mit einem PT1000 klappen 
sollte? Den kann ich als Spannungsteiler beschalten, falls 
Eigenerwärmung stört, eben nur für ein paar ms zur Messung bestromt.

Solange der Arduino keine ernsthaft anderen Aufgaben hat, kann er das 
Ergebnis sicherlich hinreichend genau umrechnen. Denke ich das weiter, 
könnte ich zwecks erweiterter Auflösung den Spannungsteiler umschalten 
... es gibt jede Menge Lösungswege.

von Kaje (Gast)


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Bloß mal doof gefragt: ich dachte Pt100 wird mit einem fixen Strom 
betrieben? Im Spannungsteiler ist das doch kein linearer Verlauf 
zwischen Spannung und Temperatur, oder?

von MaWin (Gast)


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Kaje schrieb:
> Bloß mal doof gefragt: ich dachte Pt100 wird mit einem fixen Strom
> betrieben

Du hattest auch den längst geposteten dse-faq Erklärungslink folgen 
können, aber Nein, lieber nochmal persönlich erklären lassen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Manfred schrieb:
> Harald W. schrieb:
>>> Ich verstehe das nicht, 7106 als alternativen Spannungsregler?
>>
>> Voltmeter-IC mit Diode als Temperatur-Spannungswandler
>
> Damit haben wir vor gut 30 Jahren gespielt, als fertige DVM-Bausteine
> noch dreistellig kosteten. Für den muß man eine Platine erstellen und
> das passende Display bekommen

Die LCD sind immer noch handelsüblich. Und Platinenlayouts sollte man 
massig im Web finden. Aber klar, wenn man ein fertiges Panelmeter-Modul 
findet, das für die Standard-Thermometerbeschaltung modifizierbar ist, 
hat man damit natürlich weniger Aufwand.

> Einen ChinaNano plus 1602-Display bekomme ich unter 5 Euro, das ist
> schon fast fertige Arbeit.

Aber kein bißchen stromsparend. Vor allem im Vergleich.


> Axel S. schrieb:
>> Naja. Wenn es auf 1 Kelvin (un)genau sein darf, dann braucht man auch
>> den teuren PT1000 nicht, sondern kann einen NTC nehmen
>
> Gibt es einen Grund, weshalb das nicht auch mit einem PT1000 klappen
> sollte?

Ich habe nicht gesagt, daß es nicht klappt. Nur daß der Platin-Sensor 
teurer ist, aber wegen der bescheidenen Auswertung am Ende genauso 
ungenau wie ein NTC.

> Den kann ich als Spannungsteiler beschalten

Oder richtig. Oder man rechnet das gerade. Fließkomma kann man ja.

> ... es gibt jede Menge Lösungswege.

Klar. Und die meisten enthalten keinen Pt1000. Dämlicherweise hatte 
der TE aber ausgerechnet den vorgegeben. Ist wohl vom Laster gefallen.

von Peter D. (peda)


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Manfred schrieb:
> Solange der Arduino keine ernsthaft anderen Aufgaben hat, kann er das
> Ergebnis sicherlich hinreichend genau umrechnen.

Wenn Du alle 10min mal die Temperatur wissen willst, langweilt der AVR 
sich nur. Er kann also nebenbei noch nen Haufen anderer Sachen 
berechnen, natürlich auch "ernsthafte Aufgaben".

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Nachtrag: zur allgemeinen Sinnhaftigkeit dieses Projekts. Es ist zwar 
einerseits absolut sinnvoll, mal ein Thermometer gebaut zu haben 
(genauso wie eine Digitaluhr oder einen Dimmer). Und das gerne auch mit 
einem PTxxx Sensor und/oder einem NTC. Also richtig analog, nicht nur 
die fertigen Digitalsensoren.

Andererseits ist es illusorisch, kaufbare Thermometer damit zu erreichen 
oder gar schlagen zu wollen. Sei es bei der Genauigkeit. Oder beim 
Energiebedarf. Oder auch schon nur beim Gehäuse oder der 
Wetterfestigkeit der Außensensoren.

Im Rahmen der ersten Maxime ist ein Arduino daher durchaus ok.

von Millan_0x (Gast)


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Peter D. schrieb:
>> Solange der Arduino keine ernsthaft anderen Aufgaben hat, kann er das
>> Ergebnis sicherlich hinreichend genau umrechnen.

Wenn ich das hier lese, welch ein Aufwand mit dem PT1000.
Vor allem wie machst das mit dem Kalibrieren?

Wenn schon ein ATMega zum Einsatz kommt, dann kannst auch einen LM75 
oder wenn es genauer sein soll, einen TMP275 verwenden.

Außer die liegen außerhalb  des Messbereichs, z.B. Temperatur über 150°C

von Peter D. (peda)


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Man kann ja den PT1000 und einen DS18B20 anschließen und damit die 
PT1000 Schaltung abgleichen.

von m.n. (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Nur daß der Platin-Sensor
> teurer ist, aber wegen der bescheidenen Auswertung am Ende genauso
> ungenau wie ein NTC.
> ...
> Dämlicherweise

Daß PT1000 nicht teuer sein muß, kann man doch oben nachlesen. 
Engtolerierte NTCs werden vermutlich mehr kosten.
Ich finde es überhaupt nicht dämlich, einen Sensor zu nehmen, der ohne 
weiteren Abgleich einsetz- und austauschbar ist und auch höhere 
Temperaturen (500 °C) aushält.
Ich weiß, das braucht man wie immer nicht. Wichtig ist nicht 1 mK 
Auflösung sondern vielmehr 1 mK Genauigkeit :-(

von MaWin (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Andererseits ist es illusorisch, kaufbare Thermometer damit zu erreichen
> oder gar schlagen zu wollen

Unsinn, gerade daher muss man sie selber bauen, weil die (billigeren, 
nicht 'laboratory grade' jenseits der 100 EUR) kaufbaren so idiotisch 
ungenau sind

Beitrag "Re: NTC-Thermometer mit Padauk PFS154 und 7-Segementanzeige und UART-Ausgang"
Beitrag "Re: PT100-Thermometer"

Das war jetzt zufälligerweise kein Pt1000, aber ein ebenso präziser 
Eigenbau mit Pt1000 wäre eher billiger gewesen.

von MaWin (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Man kann ja den PT1000 und einen DS18B20 anschließen und damit die
> PT1000 Schaltung abgleichen.

unterirdisch blöd.

von Peter D. (peda)


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Natürlich kann man auch analoge Schaltungen so aufbauen, daß sie schon 
ohne Abgleich genau genug sind. Nur tun sich gerade Anfänger in der 
Regel recht schwer damit.
Daher ist es eine gute Idee, den Aufbau mit einem digitalen Sensor zu 
verifizieren.
Dann kann man z.B. erkennen, daß einfache Widerstände mit hohem TK aus 
der Grabbelkiste nicht geeignet sind.

von MaWin (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Daher ist es eine gute Idee, den Aufbau mit einem digitalen Sensor zu
> verifizieren.

Mit einem Sensor, der ungenauer ist als der zu kalibrierende, wird das 
eher ein Schuss in den Ofen.

Daher sollte man Grundlagen der Messtechnik kennen
http://www.transcat.com/media/pdf/TUR.pdf

Mit einem ATmega1626 und Pt1000 in Reihe mit 1000 Ohm an Vorwiderstand 
könnte man die Ungenauigkeit des PGA wegkalibrieren, da müssen Sensor 
und Vergleichswiderstand auch nicht auf dieselbe Temperatur gehalten 
werden.

von svensson (Gast)


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Wenn es ganz einfach werden soll, jedoch ohne PT1000:

- digispark ATtiny85 (kompatibel zur Arduino-IDE) benutzen; wenn es die 
Fähigkeiten gestatten, den Takt heruntersetzen 1 MHz reicht völlig

- über I2C-Bus (4 Kabel) das 16x2-LCD mit I2C-Modul anbinden (gibt 
fertige Libraries dafür); die Backgroundbeleuchtung abschalten -> spart 
Strom

- über einen 1-Wire-Bus (3 Kabel) einen digitalen DS18B20 anbinden (gibt 
fertige Libraries dafür); es wird noch ein 4,7 kOhm Widerstand benötigt

- als Stromversorgung 4 Zellen AA = 6V im billigen Batteriehalter (2 
Kabel). Für einige Stunden Betrieb ist das ausreichend.

Kann auf einem Steckbrett oder mit 18 (wenn ich mich nicht verzählt 
habe) Lötpunkten aufgebaut werden.

Fast die gesamte Software läßt sich als copy&paste schreiben. Das ganze 
Projekt kann durchaus an einem Nachmittag realisiert werden und bietet 
daher ein schnelles und schönes Erfolgserlebnis für Einsteiger.

von Harald W. (wilhelms)


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m.n. schrieb:

> Daß PT1000 nicht teuer sein muß, kann man doch oben nachlesen.
> Engtolerierte NTCs werden vermutlich mehr kosten.

Engtoleriete PT-Sensoren auch.

von Manfred (Gast)


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svensson schrieb:
> - über I2C-Bus (4 Kabel) das 16x2-LCD mit I2C-Modul anbinden (gibt
> fertige Libraries dafür); die Backgroundbeleuchtung abschalten -> spart
> Strom

Erstmal finden ein 1602-LCD mit I2C, was ohne Backlight ablesbar ist. 
Die weit verbreiteten blauen sind es jedenfalls nicht.

Ader die Nokia-Clone aus Fernost:
http://shelvin.de/barometer-mit-1h-differenz-und-temperatur-ausgabe/

von Extrasenf (Gast)


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ALo nummer1 schrieb:
> Warum machst Du die nicht Gedanken wie du Deine Wünsche löst? Ausser
> andere zu fragen, weil du kein Plan hast?
> Dir fehlt das Nötige Wissen, dann Lerne, ohne zu fragen, das Zeug steht
> zigtausendmal im Netz.(+/- paarhundert)

Und warum verschwendest DU so viel Zeit für so eine Belehrung, statt ihm 
einfach ein paar Tipps zu geben? Oder hast Du selbst keinen Plan und 
wolltest nur mal wieder was in die Tasten hauen? Solche Belehrungen 
stehen auch "zigtausendmal" im Netz (+/- ein paar Hundert) - die 
scheinen mittlerweile (nicht nur hier) den alten Klassiker "Benutze 
erstmal die Forumssuche" abzulösen.

> PS: Hausaufgaben macht man selbst

Tja, manchmal kommt man halt nicht ohne Hilfe weiter. Manchmal braucht 
man auch bei etwas Neuem ein paar Starthinweise.

von m.n. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Manfred schrieb:
> Erstmal finden ein 1602-LCD mit I2C, was ohne Backlight ablesbar ist.
> Die weit verbreiteten blauen sind es jedenfalls nicht.

Im Multiplexbetrieb gibt es keinen guten Kontrast. Ein statisch 
angesteuertes LCD mit 4-5 Ziffern reicht doch aus und ist bestens 
abzulesen. Weiter oben hatte ich ja eine Schaltung mit LCD verlinkt, die 
inkl. PT1000 0,3 mA @ 3 V aufnimmt (Ruhemodus < 1 µA). Mit einer 18650 
LiIon-Zelle reicht das für über 1 Jahr Dauerbetrieb.

von MaWin (Gast)


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Ich nehme alles zurück was ich bisher behauptet habe.
Das ist alles Stuss weil mein Alu-Hut nicht an der Hauserdung 
angeschlossen war !

von svensson (Gast)


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Manfred schrieb:
> Erstmal finden ein 1602-LCD mit I2C, was ohne Backlight ablesbar ist.
> Die weit verbreiteten blauen sind es jedenfalls nicht.

Das ist richtig, die weiss/blauen sind praktisch nicht ablesbar, jedoch 
die schwarz/gruenen gehen auch ohne Hintergrundbeleuchtung.

Bei den Billigmodulen ist auch oft der Kontrast so schlecht eingestellt, 
dass man ohne Justieren nichts erkennen kann.

von MaWin (Gast)


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> von MaWin (Gast) 02.12.2020 10:25

Armer Psychopath, hast wohl deinen Namen vergessen.

von W.S. (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Daher ist es eine gute Idee, den Aufbau mit einem digitalen Sensor zu
> verifizieren.
> Dann kann man z.B. erkennen, daß einfache Widerstände mit hohem TK aus
> der Grabbelkiste nicht geeignet sind.

Hast du schon mal ein kommerzielles (und relativ teures) 
Digitalthermometer selber benutzt, also sowas wie eines von Greisinger 
oder wenigstens sowas wie ein Amadigit?
siehe
http://shop.haeberle-lab.de/info1381_lang_DE.htm
Diese Dinger kosten rund 50 Euro und auf der Rückseite hat es 2x Löcher 
für poplige Einstellregler (Null und Anstieg) und natürlich Interna wie 
aus der Grabbelkiste. Den Nullpunkt kann man da bequem um +/- 10 Grad 
oder noch mehr herumschieben und den Anstieg im Bereich 80..120% 
ebenfalls. Ein Kuhschwanz ist dagegen fast schon ein Lineal.

Eines ist klar: wenn man noch rein garnix kann, dann ist wohl ein rein 
digital auszulesender Temperatursensor genau das Richtige. Dann kann man 
zwecks Fehlermachen nur noch das Manual nicht lesen oder völlig falsch 
interpretieren.

W.S.

von Peter D. (peda)


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W.S. schrieb:
> Diese Dinger kosten rund 50 Euro und auf der Rückseite hat es 2x Löcher
> für poplige Einstellregler (Null und Anstieg)

Ja son gelbes Ding liegt bei mir auch rum. Dem traue ich nicht, da 
spielt doch jeder an den Potis rum.

Dann habe ich noch ein Multimeter mit Typ-K Eingang. Egal ob Hitze oder 
Frost, die Raumtemperatur zeigt es immer als 20°C an.

Da lob ich mir doch meinen DS18B20 Eigenbau. In den 2 Bytes EEPROM habe 
ich einen Korrekturwert abgespeichert. Den kann keiner schnell mal eben 
verstellen.

von Manfred (Gast)


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m.n. schrieb:
> Im Multiplexbetrieb gibt es keinen guten Kontrast. Ein statisch
> angesteuertes LCD mit 4-5 Ziffern reicht doch aus und ist bestens
> abzulesen.

Ich hoffe, mit "statisch angesteuert" meinst Du ein Wechselsignal, keine 
kontinuierlich anliegende Gleichspannung.

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