Rauschgenerator - Bitte um (Schaltungs-)Kritik

(Firma: Brainit GmbH) #6543983
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Guten Morgen,

mein kleiner Audio-Rauschgenerator wäre soweit fertig. Vielleicht hat 
jemand von euch Muße mal über die Schaltung zu schauen, ob ich grob was 
verbockt habe?

Meine Gedanken dazu:

Die beiden XORs U1A und U1B bilden einen Gatter-Oszillator mit etwa 
68kHz (siehe Beitrag "Oszillator mit Logik-Gattern")

Danach kommt ein klassisches LFSR, von den 24 Gattern nutze ich nur 23, 
damit das Feedback einfacher wird. R10/C10 sollen den "all zeros" 
Zustand verläßlich verhindern.

Der Spannungsteiler R1/R3/R4 transformiert das "digitale" Signal (0..5V) 
in ein für die OPs verträgliches Signal 2.5V +/- 1V (also 2Vss), welches 
von U3A gepuffert wird (und zusätzlich ausgekoppelt)

U3B und das Netzwerk am Eingang bilden einen Sallen-Key-Hochpass 3ter 
Ordnung mit einer Grenzfrequenz von 20Hz. R8 und R9 sorgen wieder für 
einen Offset von 2.5V

U5A ist ein Sallen-Key-Tiefpass 3ter Ordnung bei 20kHz, am Ausgang 
sollte nun weißes Rauschen zur Verfügung stehen (und wird auf einen 
Line-Out rausgeführt)

Der aufwändige Filter um U5B erzeugt aus dem weißen ein rosa Rauschen, 
der Frequenzgang ist ziemlich linear mit 10dB/Dekade.

Zumindest in der Simulation macht das Teil was es soll... (die -8dB 
resultieren aus der Abschwächung von 5Vss auf 2Vss)

lg Michi
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Beitrag #6544001 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6544031
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Michael R. schrieb:
> Der LM340 braucht / mag meines Wissens nach am Ausgang keine, und
> versorgt soll aus einer 9V-Batterie werden.

LM340 und 9V-Batterie? Der Regler hat schon einen Ruhestrom von bis zu 
max. 6mA, es ist also nicht ganz optimal. Ähnlich viel wird die 
restliche  Schaltung benötigen.
Aber vermutlich ist kein Dauerbetrieb angesagt, dann kann man das 
verkraften.
(Firma: Brainit GmbH) #6544050
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Achim B. schrieb:
> Elliot schrieb:
>> Wenn der Rauschgenerator zum messen von 20Hz ... 20kHz vorgesehen ist,
>> würde ich dafür sorgen, daß er dort nicht schon -3dB Pegel liefert
>
> Deshalb macht Wandel & Goltermann da 15Hz ... 22kHz.

Danke, das ist ein guter Hinweis, ich werde die Filter entsprechend 
anpassen.

> Aber sonst gefällt mir die Schaltung sehr gerne. Bis auf die angedrohte
> Batterie-Versorgung.

Was spricht gegen die Batterie-Versorgung? Wie HildeK schon vermutet 
hat, wirds ja kein Dauerbetrieb. Außerdem kann ichs ja mit allem 
versorgen was mehr als 7V liefert (2x18650, Steckernetzteil, ...)
(Firma: Brainit GmbH) #6544128
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MaWin schrieb:
> LM340 (=7805) aus 9V Batterie ? Die hat eine Entladeschlussspannung von
> 5.4V, da nutzt ein LM340 nur die halbe Batteriekapazität  Nimm lieber
> LM2951-5.

Ok, ich sehe schon, der LM340 war wohl eher ein Griff ins Klo :-(

LM2950 (oder LP) sollte aber reichen? Die Zusatzfeatures vom 2951 brauch 
ich ja nicht, oder?

edit: nur den 2951 gibts als SOIC, wird also doch der werden...

Über den 9V-Block werde ich auch nochmal schlafen...
#6544199
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Michael R. schrieb:
> mein kleiner Audio-Rauschgenerator wäre soweit fertig.

> Zumindest in der Simulation macht das Teil was es soll...

Was jetzt? Fertig oder nur simuliert?

Als Alternative zu deinem DAC schau dir mal 
Beitrag ""analoge" FIR Filterung" an. Die wichtigsten Links 
aus dem Thread:

https://www.digikey.com/en/articles/use-readily-available-components-generate-binary-sequences-white-noise
https://core.ac.uk/download/pdf/10211576.pdf
(Firma: Brainit GmbH) #6545097
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Hannes J. schrieb:
> Michael R. schrieb:
>> mein kleiner Audio-Rauschgenerator wäre soweit fertig.
>
>> Zumindest in der Simulation macht das Teil was es soll...
>
> Was jetzt? Fertig oder nur simuliert?

ok, erstmal nur fertig im Eagle ;-)

> Als Alternative zu deinem DAC schau dir mal
> Beitrag ""analoge" FIR Filterung" an. Die wichtigsten Links

Der Thread stammt eh von mir :-)

Obwohl ich die Idee nach wie vor genial finde, bin ich davon wieder 
abgekommen:

- ich brauche drei Filter (einen Bandpass und den Pink-Noise-Filter) das 
kriegt man als FIR mit 23 (oder 24) Taps nicht sinnvoll hin

- Das Verhalten, dass der FIR automatisch mit der Taktfrequenz "mitgeht" 
mag manchmal erwünscht sein, in meinem Fall möchte ich die 
Grenzfrequenzen lieber selber festlegen
Beitrag #6545249 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Brainit GmbH) #6546755
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Achim B. schrieb:
> Vergiss nicht den Knopp zum Pegel stellen.

ach menno...

ich stehe (wieder mal) am Schlauch. Das Bild zeigt meine 
"Pegelanpassungsstufe", links kommt das "Rechteck" vom LFSR (also 0 oder 
5V = Vcc), mit dem Spannungsteiler reduziere ich das auf 1.5 bis 3.5V, 
also 2Vss und Offset von 2.5V.

Wie krieg ich da jetzt (einfach) ein Poti rein? Ich möchte den Offset 
von 2.5V behalten, nur die Amplitude zwischen 0 und 2V einstellen können 
(vielleicht sogar ein bissi mehr, +3dBu (oder dBm?) schaden vielleicht 
nicht...)

Und - ganz wichtig - ich möchte das vor dem OpAmp machen, da ich das 
Signal nach dem OpAmp auch rausführen will (und da brauch ich den OP als 
Buffer). Wenn ich hier den Pegel einstellen kann, hätten automatisch 
alle drei Ausgänge (also ungefiltert, weißes und rosa Rauschen) die 
gleiche Einstellmöglichkeit.

DC-Trennung mit Kondensator gefällt mir nicht, da es dann beim Drehen 
zum "Pumpen" kommt.

Ich könnte natürlich das Poti in Serie zum R1 schalten, komm damit aber 
nie auf "Null".

<frustriertbin> Bin ich blind oder seh ich's nicht? </frust>

edit: falsches Bild angehängt... kann ich das irgendwie löschen?
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(Firma: Brainit GmbH) #6546807
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Elliot schrieb:
> Du machst die 2V5 schön niederohmig (z.B. mit TL431 + Abblockung) und
> über ein Poti verbindest du die 2V5 mit R1/Pin3.

Hmmm... wenn ich schon eine "virtuelle Masse" einführe, kann ich sie 
gleich überall verwenden... und dann würde ich sie gleich mit einem OP 
puffern. oder?

Dergute W. schrieb:
> OpAmp als invertierender Verstaerker, Poti im Rueckkopplungszweig
> zwischen inv. Eingang und Ausgang.

das wird nicht funktionieren, denke ich, weil ich damit auch die 
Verstärkung meines Offsets ändere.

aber sicher bin ich mir nicht, ich kann heute nicht mehr denken, ich 
brauche einen Schnaps (aber aus anderen gründen)
#6547396
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Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> OpAmp als invertierender Verstaerker, Poti im Rueckkopplungszweig
> zwischen inv. Eingang und Ausgang.
>

So ungefaehr:
1
.    2R              R
2
---/\/\/\---------/\/\/\----------+
3
                     ^            |
4
                     |  | \       |
5
                     |  |   \     |
6
                     +--| -   \   |
7
      +5V               |      >--+-----
8
        o---/\/\/\---+--| +   /
9
              R      |  |   /
10
                     /  | /
11
                     \
12
                  R  /
13
                     \
14
                     /
15
                     \
16
                     |
17
                   -----

Gruss
WK
(Firma: Brainit GmbH) #6552121
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Danke euch!

eine Sache ist mir noch aufgefallen: Der Spannungsteiler R14/R15 vor dem 
letzten OP (Pink-Filter), sollte ich den noch mit einem C gegen Masse 
"absichern" um allfällige Störungen auf der Versorgung fernzuhalten?

Dergute W. schrieb:
> * Wenn man's mit nem µC machen taet', koennte man Pins gegen Software
> tauschen.

Ja, weiß ich, aber ich hatte Lust auf ein TTL-Grab ;-)

> * Und wenn man dann das 3dB/Oct Filter als FIR auslegt, muesste man
> nichtmal richtig multiplizieren, weil ja das Eingangsignal nur 1 bit
> breit ist...

Das müsstest mir erklären... FIR im µC? Und dann wie ausgeben?
Gast #6552141
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Michael R. schrieb:
> Fällt euch noch was auf bzw. dazu ein?

Ja .... einmal muss ich es loswerden.

Warum soviel heisse Luft zwischen den Bauelementen und
Funktionsblöcken? Egal wie man zoomt, man sieht auf dem
Schaltplan eigentlich nichts. Ein Ergebnis der grossen
Bildschirme die hemmungslos und ohne nachzudenken ausgenutzt
werden, so wie es Microsoft mit seinen Windows-Designs
vormacht.

Für bessere Lesbarkeit ist da noch Luft nach oben ...
#6552176
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Moin,

Michael R. schrieb:
> sollte ich den noch mit einem C gegen Masse
> "absichern" um allfällige Störungen auf der Versorgung fernzuhalten?

Koennt' nicht schaden.

Michael R. schrieb:
> Das müsstest mir erklären... FIR im µC? Und dann wie ausgeben?
Na, z.b. mit einem R2R Netzwerk als DAC.
Und allgemein muss man ja bei einem FIR die Samples immer mit den 
Filterkoeffizienten multiplizieren. Und das waere ja z.b. bei einem 
attiny bisschen doof, weil langsam.
Aber wenn das Sample immer nur 0 oder 1 sein kann, wird also der 
Koeffizient immer entweder mit 0 oder 1 multipliziert. Und sowas sollte 
auch auf einem tiny schnell gehen, z.b. mittels bedingtem Sprung, der 
eine Addition ueberspringt (wenn mit 0 multipliziert werden soll).
Aber: Domm gschwaetzt is schnell...

Gruss
WK
(Firma: Brainit GmbH) #6552485
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Dergute W. schrieb:
> Na, z.b. mit einem R2R Netzwerk als DAC.
> Und allgemein muss man ja bei einem FIR die Samples immer mit den
> Filterkoeffizienten multiplizieren. Und das waere ja z.b. bei einem
> attiny bisschen doof, weil langsam.
> Aber wenn das Sample immer nur 0 oder 1 sein kann, wird also der
> Koeffizient immer entweder mit 0 oder 1 multipliziert. Und sowas sollte
> auch auf einem tiny schnell gehen, z.b. mittels bedingtem Sprung, der
> eine Addition ueberspringt (wenn mit 0 multipliziert werden soll).

Ja, die Idee hat was. Aber nach dem Projekt ist vor dem Projekt :-)

theoretisch müsste man sowas sogar mit PWM hinkriegen, spart den DAC 
bzw. das R-Netzwerk.

> Aber: Domm gschwaetzt is schnell...

Nönö, das passt schon. Für Anregungen bin ich immer dankbar.

Elliot schrieb:
> Warum eigentlich keine analoge Rauschquelle? Die erzeugt sogar echtes
> Rauschen und keine digitalen Störungen durch Schaltflanken im Generator.

Sicher, ich hatte ja auch https://sound-au.com/project11.htm am Radar...
Gast #6553477
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Michael R. schrieb:
> Fällt euch noch was auf bzw. dazu ein?

Mir fällt grad auf, daß du ja den aufwändigen Rosa-Rausch-Filter von ESP 
verwendest. Der hat aber den Anstieg von 10dB/dec auch unterhalb von 
20Hz, so daß dort ein Verstärkungsanstieg erfolgt, der deiner 
Tiefpassfilterei entgegenläuft. Besser und einfacher wäre es wohl, das 
Rosa-Rausch-Filter nach unten zu begrenzen und den Tiefpass um eine 
Ordnung zu reduzieren.
(Firma: Brainit GmbH) #6553499
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Elliot schrieb:
> Mir fällt grad auf, daß du ja den aufwändigen Rosa-Rausch-Filter von ESP
> verwendest.
Richtig.

> Der hat aber den Anstieg von 10dB/dec auch unterhalb von
> 20Hz, so daß dort ein Verstärkungsanstieg erfolgt, der deiner
> Tiefpassfilterei entgegenläuft.
Das ist mir irgendwie auch schon aufgefallen... aber das Ergebnis der 
Simulation
https://www.mikrocontroller.net/attachment/488527/Simulation.png sah für 
mich trotzdem ok aus... ist es das nicht?

> Besser und einfacher wäre es wohl, das Rosa-Rausch-Filter nach unten
> zu begrenzen
Offen gesagt verstehe ich diesen Filter ohnehin nicht :-) Wie begrenze 
ich den?

> und den Tiefpass um eine Ordnung zu reduzieren.
Im ESP-Original hat der sogar eine Ordnung weniger... irgendwie sah es 
für mich aber mit 3ter Ordnung besser aus, weil ich damit "Infraschall" 
besser unterdrücke. Aber wie oben - ich stochere hier etwas im Nebel...
Gast #6553525
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Michael R. schrieb:
> Offen gesagt verstehe ich diesen Filter ohnehin nicht :-) Wie begrenze
> ich den?

Durch weglassen überflüssiger Dinge ;-) Siehe Anhang. Dort ist mein 
Vorschlag und die aufwändige Version von ESP gezeigt.

Die einfache Version von ESP macht eine Anstiegsbegrenzung nach unten 
hin, aber am oberen Ende hört der Abfall auf. Mein Vorschlag ist genauso 
dicht an der Idealkurve wie das Original von ESP, begrenzt unten und 
macht am oberen Ende einen noch stärkeren Abfall als die aufwändige 
Version von ESP.
Angehängte Dateien:

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