Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Homeoffice nach der Pandemie


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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David D. schrieb:
> Vielleicht im Firmenwagen Homeoffice machen. Grins.

Gibt es als neues Geschäftsmodell für Miet- und Firmenwagen in Japan. 
Weil dort die Wohnungen in bestimmten Gegenden zu klein sind fürs 
Corona-Homeoffice, kann man sich ein Fahrzeug mieten das entsprechend 
eingerüstet würde. Kam gestern Abend in BR2 Radio IQ von 18:05-18:30. 
Und mit dem Fahrzeug fährt man auf spezielle schöne Parkplätze. Der 
halbe Tag dort kostet ungefähr 12 Euro.

von Ben S. (bensch123)


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Da kann ich ja auch gleich ins Büro düsen .... die spinnen die Japaner, 
aber die dortige Arbeitskultur ist ja noch wirrer als die unsere.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Den Podcast zu verlinken macht meist keinen Sinn, weil dieser oft nicht 
sehr lange verfügbar ist, aber einen ungefähr zwei Monate frühren 
Artikel dazu gibt es hier:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/japan-macht-es-moeglich-homeoffice-im-auto-und-im-zug,SP4jruH

von Senf D. (senfdazugeber)


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Proktologe schrieb:
> Das war ne Versicherung, jetzt bin ich in einer Bank aber da gibts
> ähnliche Zuschläge und Goodies.

Als Proktologe? Das glaube ich dir nicht. 😆

von René H. (mumpel)


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Bei uns ist, je nach Tätigkeit, Home-Office schon seit 2004 möglich. Nur 
nennen wir das Heimarbeitsplatz, ganz deutsch eben. Meist sind es 
Diensteinteiler (Personaleinsatzplaner) die von zuhause aus arbeiten 
können/dürfen, nur ein bis zweimal im Monat geht es zur Führungskraft 
(Dienstplanbesprechung). Ich kenne aber nur einen der das von Anfang an 
macht.

von David D. (Gast)


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Proktologe schrieb:
> David D. schrieb:
>
>> Darf man fragen, wo du arbeitest? Mein Arbeitgeber hat nichts gemacht,
>> außer, dass wir mobil arbeiten dürfen in der Pandemie.
>> Zusätzliches Geld gab es nicht.
>
> Das war ne Versicherung, jetzt bin ich in einer Bank aber da gibts
> ähnliche Zuschläge und Goodies.

Nice. Ich überlege auch zu wechseln. Jetzt ist die Kollegeialität nicht 
mehr da, durch die ganzen virtuellen Termine und Besprechungen. So hat 
mein Arbeitgeber keinen Mehrwert für mich.

Woanders gibt es auch mehr Geld.

von Reinhard S. (rezz)


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Senf D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Arbeit ist genug da. Wir (großer Konzern) suchen auch jetzt noch Leute,
>> Firmenwagen inklusive.
>
> Was soll ich denn im Home Office mit einem Firmenwagen? Was ein
> Schwachsinn.

Hat ja auch keiner gesagt, das es Home Office ist. Irgendjemand muss ja 
auch arbeiten :D

von Shorty (Gast)


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von David D. (Gast)


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Shorty schrieb:
> Leider planen die ersten Firmen schon ihre Mitarbeiter heim ins
> Re.... ähhhh Büro zu holen.
> 
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/abkehr-vom-homeoffice-erfolgreiche-impfkampagne-us-grosskonzerne-holen-mitarbeiter-zurueck-in-die-bueros/27079842.html

Wird aber nicht jedes Unternehmen so praktizieren. Zudem handelt es sich 
um die USA und nicht Deutschland.

Zu Not einfach den Arbeitgeber wechseln, gibt genug attraktive 
Alternativen.

Beitrag #6653114 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Senfberater (Gast)


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Shorty schrieb:
> Leider planen die ersten Firmen schon ihre Mitarbeiter heim ins Re....
> ähhhh Büro zu holen.

Selbstverständlch. Ihr glaubt doch wohl nicht, dass jetzt die meisten 
Unternehmen rational und verständnisvoll für Softwarentwickler werden? 
Die Chefs sind überwiegend Ü50 und haben keine Ahnung von 
Softwareentwicklung. Was die aber wissen: Ein Mitarbeiter trödelt 
Zuhause eher mehr als im Büro rum, aber das lässt sich nur noch 
schwieriger überwachen als im Büro. Schon deshalb geht es für die 
allermeisten (nicht alle!) bald zurück ins Büro. Geheimhaltung wie bei 
Apple ist der nächste Grund. Egal wie begeistert eure Vorgesetzten 
gerade sind, dass die Arbeit bisher vom Zuhause geklappt hat.

Beitrag #6653133 wurde von einem Moderator gelöscht.
von David D. (Gast)


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Witzbold schrieb im Beitrag #6653114:
> David D. schrieb:
>
>> Zu Not einfach den Arbeitgeber wechseln, gibt genug attraktive
>> Alternativen.
>
> Witzbold, viel Erfolg. Homeoffice wird bei den meisten Arbeitgebern
> wieder zurückgefahren werden, akzeptiere es einfach.

Ich bin so gut, ich kann mir die Jobs aussuchen. In dem Fall fette 
Beute.

von David D. (Gast)


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Witzbold schrieb im Beitrag #6653133:
> Senfberater schrieb:
>
>> Ihr glaubt doch wohl nicht, dass jetzt die meisten
>> Unternehmen rational und verständnisvoll für Softwarentwickler werden?
>
> Ich will aber nicht!!!! Ins Büro!

Musst du auch nicht. Das New Normal wird homeoffice werden.

von Senfberater (Gast)


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David D. schrieb:
> Musst du auch nicht. Das New Normal wird homeoffice werden.

Sagt ein BWLer im Forum auf Mikrocontroller.net ?

von David D. (Gast)


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Senfberater schrieb:
> David D. schrieb:
>
>> Musst du auch nicht. Das New Normal wird homeoffice werden.
>
> Sagt ein BWLer im Forum auf Mikrocontroller.net ?

Und jetzt?

Beitrag #6653453 wurde von einem Moderator gelöscht.
von David D. (Gast)


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Witzbold schrieb im Beitrag #6653453:
> David D. schrieb:
>
>> Musst du auch nicht. Das New Normal wird homeoffice werden.
>
> Selbst als jemand, der zumindest in Teilen Homeoffice positiv bewertet:
> Vergiss es.

Dann kommt halt die nächste Pandemie. Die Rechtsgrundlage für Lockdowns 
wurde ja erschaffen. Wacht ihr mal endlich auf. Es wird kein zurück 
geben. Es beginnt gerade ein neues Zeitalter.

von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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Für mich ist Home-Office eine sehr gute Erfahrung, um sich vorzustellen 
wie es wäre wenn man selbstständig ist.

von A. S. (achs)


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Rainer S. schrieb:
> Für mich ist Home-Office eine sehr gute Erfahrung, um sich vorzustellen
> wie es wäre wenn man selbstständig ist.

Homeoffice (als erfahrener Entwickler, nicht als Einsteiger, 
Sachbearbeiter etc) ist die Luxusversion von Konzernbeamter und näher an 
Rente/Hobby als an Selbstständig.

Beitrag #6653569 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Senf D. (senfdazugeber)


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A. S. schrieb:
> Rainer S. schrieb:
>
>> Für mich ist Home-Office eine sehr gute Erfahrung, um sich vorzustellen
>> wie es wäre wenn man selbstständig ist.
>
> Homeoffice (als erfahrener Entwickler, nicht als Einsteiger,
> Sachbearbeiter etc) ist die Luxusversion von Konzernbeamter und näher an
> Rente/Hobby als an Selbstständig.

Richtig. 😃

von Bürovorsteher (Gast)


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Homeoffice ist großer Käse. Deshalb habe ich vor 18 Jahren 75 m² 
Bürofläche angemietet.

von Peter G. (Gast)


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David D. schrieb:
> Das New Normal wird homeoffice werden.

Das glaubst du doch selbst nicht. Wenn Homeoffice für die Unternehmen so 
affengeil wäre, hätten sie es längst von sich aus angeboten. Dazu hätte 
es keine Seuche gebraucht. Dort, wo Homeoffice für beide Seiten 
vorteilhaft ist, gibt es selbige längst.

Wenn sich allerdings Mutationen der Seuche die Klinke in die Hand geben, 
wird das Homeoffice Standard werden. Dann wird es aber nicht am Ende des 
Monats die regelmäßige Überweisung geben, sondern am Ende des Projektes. 
Und jeder sagt vorher, wie viel Zeit er dafür benötigt. Dann werden sich 
die Unternehmer die Hände reiben und die Homeofficer die Arschkarte 
ziehen. Denn dann gibt es kein Home mehr und Frau und Kinder sind 
Geschichte. Letztere importieren wir dann der Einfachheit halber aus dem 
Ausland.

von David D. (Gast)


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Peter G. schrieb:
> David D. schrieb:
>
>> Das New Normal wird homeoffice werden.
>
> Das glaubst du doch selbst nicht. Wenn Homeoffice für die Unternehmen so
> affengeil wäre, hätten sie es längst von sich aus angeboten. Dazu hätte
> es keine Seuche gebraucht. Dort, wo Homeoffice für beide Seiten
> vorteilhaft ist, gibt es selbige längst.
> Wenn sich allerdings Mutationen der Seuche die Klinke in die Hand geben,
> wird das Homeoffice Standard werden. Dann wird es aber nicht am Ende des
> Monats die regelmäßige Überweisung geben, sondern am Ende des Projektes.
> Und jeder sagt vorher, wie viel Zeit er dafür benötigt. Dann werden sich
> die Unternehmer die Hände reiben und die Homeofficer die Arschkarte
> ziehen. Denn dann gibt es kein Home mehr und Frau und Kinder sind
> Geschichte. Letztere importieren wir dann der Einfachheit halber aus dem
> Ausland.

Vergiss es. Wir erleben gerade ein neues Zeitalter. Das Homeoffice wird 
sich durchsetzen. Arbeitgeber, die sich nicht anpassen, sind schneller 
weg vom Fenster als du gucken kannst. Wir Angestellten suchen uns die 
Jobs in Zukunft aus.

Es hat nur Vorteile. Man hat mehr Zeit, ist flexibel und tut auch dem 
Klima gut. Die Pandemie wird auch noch dauern. Bis 2024 sind wir alle 
locker im Homeoffice und danach wird es kein zurück geben.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter G. schrieb:
> Dort, wo Homeoffice für beide Seiten vorteilhaft ist, gibt es
> selbige längst.

Nicht alles, was sinnvoll ist, wird stets in diesem Umfang realisiert. 
Oft braucht es einen Anlass um eingefahrene Strukturen zu renovieren.

Senf D. schrieb:
> Präsenzpflicht wird es beruflich in Zukunft nur noch dort geben,
> wo es eben nicht anders geht.

Nicht jeder wird ins Büro zurückkehren und nicht jeder wird zu Hause 
bleiben.

: Bearbeitet durch User
von A. S. (achs)


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David D. schrieb:
> Arbeitgeber, die sich nicht anpassen, sind schneller weg vom Fenster als
> du gucken kannst.
Ja. Und deren Arbeit auch.

> Wir Angestellten suchen uns die Jobs in Zukunft aus.
Genau. Und auch den Arbeitsort. Dann kannst Du in Taiwan oder Bangalore 
für Deine alte Firma arbeiten, ohne nach Asien ziehen zu müssen. Und mit 
leistungsgerechter Bezahlung.

Win win

von (prx) A. K. (prx)


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A. S. schrieb:
> Dann kannst Du in Taiwan oder Bangalore
> für Deine alte Firma arbeiten, ohne nach Asien ziehen zu müssen. Und mit
> leistungsgerechter Bezahlung.

Also Gehalt nach Bangalore-Standard, und wohnen in Zürich. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Himmel-Büro-Nutzer (Gast)


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Peter G. schrieb:
>Denn dann gibt es kein Home mehr und Frau und Kinder sind
> Geschichte. Letztere importieren wir dann der Einfachheit halber aus dem
> Ausland.

Eher wohl umgekehrt. Die gefragten deutschen Arbeitskräfte werden 
notgegdrungen sich selber exportieren. Viel ist in Deutschland bald ja 
nicht mehr zu reißen. Dafür hat das Land dann andere Spezialgebiete.

von David D. (Gast)


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Was habt ihr immer mit der Konkurrenz aus dem Ausland?

Wenn dem so wäre, würden heute schon IT-Projekte komplett outgesourct 
werden.

Wie ich schon mal gepostet habe, gibt es in vielen Konzernen 
IT-Fachbereiche, die künstlich mit Fake-Stellen besetzt sind. Irgendwie 
muessen Leute beschäftigt werden und das Budget verschwendet werden.

von (prx) A. K. (prx)


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David D. schrieb:
> Was habt ihr immer mit der Konkurrenz aus dem Ausland?

In Foren treiben sich weit überdurchschnittlich viele Leute rum, die den 
Weltuntergang prophezeien. Oft als Troll, mitunter als Sektenguru.

: Bearbeitet durch User
von David D. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> David D. schrieb:
>
>> Was habt ihr immer mit der Konkurrenz aus dem Ausland?
>
> In Foren treiben sich weit überdurchschnittlich viele Leute rum, die den
> Weltuntergang prophezeien. Oft als Troll, mitunter als Sektenguru.

Verstehe. Nichts gegen Konkurrenz aus dem Ausland, aber nach meinen 
Erfahrungen stecken wir die locker in die Tasche.

Da braucht man sich nicht fürchten.

von Tim booked two (Gast)


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David D. schrieb:
> Nichts gegen Konkurrenz aus dem Ausland, aber nach meinen
> Erfahrungen stecken wir die locker in die Tasche.

Daran denken, dass wir mittlerweile auch eine Konkurrenz der Systeme 
haben. China kennt weder eine zweite Welle, noch eine dritte, noch die 
englische oder brasilianische Mutante. Die haben den Spuk längst hinter 
sich gelassen, während wir hier vor lauter geht nicht und kann man nicht 
machen die richtige Katastrophe noch vor uns haben. So zumindest die 
Fachleute aus der Wissenschaft, die bisher stets recht behalten haben.

Wenn es richtig hammerhart kommt, dann gibt es hier viele Unternehmen 
für einen symbolischen Euro, weil pleite. Dann werden wir die 
verlängerte Werkbank Chinas. Bzgl. Corona jubeln selbst die Engländer, 
dass sie endlich den Eurokack hinter sich haben.

von A. S. (achs)


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David D. schrieb:
> Nichts gegen Konkurrenz aus dem Ausland, aber nach meinen Erfahrungen
> stecken wir die locker in die Tasche.
> Da braucht man sich nicht fürchten.

Die Masse macht's: wenn Dein Chef Deine Arbeit bewerten muss und Dich 
nur online managed, dann kann er auch 4 Chinesen oder Inder nehmen. Da 
bist Du sicher konkurrenzfähig, aber nur kurz:

neue Technik, neue Experten.

Krank, Elternzeit, Abfindung, Umschulung: nicht im Chinapool.

Ja, die machen vieles falsch und sind eher 
Zeichner/Programmierer/Sachbearbeiter/Kopierer als 
Ingenieur/Entwickler/Kreative. Aber sie sind mehr, schlauer, fleißiger 
und billiger als wir.

Deutschland zehrt von Millionen von Nerds, die als Jugendliche mehrere 
"Berufsausbildungen" privat durchgezogen haben: Amateurfunker, 
mopedschrauber, Heimcomputer, etc. Schau Dir an, was zur Jugendzeit der 
meisten hier in China los war: da ging es ums Überleben, nicht um 
Elektronikbaukästen oder Dampfmaschinen. Das ist dort vorbei. Für immer 
(Dank 1 Kind).

von Christian B. (luckyfu)


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Tim booked two schrieb:
> Corona jubeln selbst die Engländer,
> dass sie endlich den Eurokack hinter sich haben.

Das sieht in Belfast aber grad ganz anders aus... Von den sich zunehmend 
leerenden Regalen hört man auch noch nicht so viel, weil der Warenfluss 
wegen Corona derzeit ziemlich gedämpft ist.

von Voltswagen (Gast)


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A. S. schrieb:
> Die Masse macht's: wenn Dein Chef Deine Arbeit bewerten muss und Dich
> nur online managed, dann kann er auch 4 Chinesen oder Inder nehmen. Da
> bist Du sicher konkurrenzfähig, aber nur kurz:
> neue Technik, neue Experten.
> Krank, Elternzeit, Abfindung, Umschulung: nicht im Chinapool.
> Ja, die machen vieles falsch und sind eher
> Zeichner/Programmierer/Sachbearbeiter/Kopierer als
> Ingenieur/Entwickler/Kreative. Aber sie sind mehr, schlauer, fleißiger
> und billiger als wir.

Genau das ist der Punkt. Wozu braucht man noch einen Deutschen 
Angestellten, wenn der für die Arbeit ohnehin nicht ins Büro kommt? Die 
deutschen Automobilzulieferer entwickeln doch fast alle bereits in 
Rumänien.

von Proktologe (Gast)


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Voltswagen schrieb:

> Genau das ist der Punkt. Wozu braucht man noch einen Deutschen
> Angestellten, wenn der für die Arbeit ohnehin nicht ins Büro kommt?
Der versteht was der deutsche Chef sagt und tut es auch.

> Die deutschen Automobilzulieferer entwickeln doch fast alle bereits in
> Rumänien.
Oben ist von Büroarbeit die Rede hier redest du von Produktion. Äpfel 
und Birnen vergleicht man nicht, nur wenn man ist ein ahnungsloser 
Wicht.

von Eingeschweißt im Hasenkasten (Gast)


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Tim booked two schrieb:
> Die haben den Spuk längst hinter sich gelassen

Deshalb klemmt's auch immer noch bei alles, was aus Asien kommt?

von David D. (Gast)


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Tja, die neue Version vom Infektionsschutzgesetzt wurde heute im 
Bundestag beschlossen. Es gibt kein Zurück aus der neuen Normalität. 
Immerhin habe ich nun ein Luxus Homeoffice.

von Arno (Gast)


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David D. schrieb:
> Die Pandemie wird auch noch dauern. Bis 2024 sind wir alle
> locker im Homeoffice und danach wird es kein zurück geben.

In Deutschland wird diese Pandemie dieses Jahr ihren Schrecken 
verlieren. Sobald die "Grundimmunität" ausreichend hoch ist und 
Impfstoffe in ausreichender Menge geliefert werden - bis dahin wird es 
nochmal ein paar Monate (in Deutschland - Afrika wird da eher noch Jahre 
brauchen) sehr anstrengend und für viele Menschen leider auch tödlich. 
Wir (als Staat) haben halbwegs im Griff, wie viele das sein werden.

Vorsicht ist angesagt. Nicht Panik, nicht Resignation.

Voltswagen schrieb:
> Genau das ist der Punkt. Wozu braucht man noch einen Deutschen
> Angestellten, wenn der für die Arbeit ohnehin nicht ins Büro kommt? Die
> deutschen Automobilzulieferer entwickeln doch fast alle bereits in
> Rumänien.

Diejenigen, die das tatsächlich tun, gucken sich aber auch gerade um, 
wie stark die Löhne in Rumänien gestiegen sind. Auch Chinesen, 
Vietnamesen etc. kochen nur mit Wasser - gute Leute, die unter guten 
Randbedingungen gute Arbeit leisten, wollen auch dort gutes Geld sehen. 
Der Billigheimer, der mit Flex und vergammelten russischen Schweißgerät 
auf der Straße vor seinem Haus in Flipflops Zäune zusammenbrät, ist 
dagegen keine Konkurrenz.

MfG, Arno

von Raoul (Gast)


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David D. schrieb:
> Immerhin habe ich nun ein Luxus Homeoffice.

Das stimmt. Im Parallelthread hast du ja dein 
Homeoffice-Entertaintment-Equipment mal aufgezählt (einschließlich 
Preise). Da wird man regelrecht neidisch.

von David D. (Gast)


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Raoul schrieb:
> David D. schrieb:
>
>> Immerhin habe ich nun ein Luxus Homeoffice.
>
> Das stimmt. Im Parallelthread hast du ja dein
> Homeoffice-Entertaintment-Equipment mal aufgezählt (einschließlich
> Preise). Da wird man regelrecht neidisch.

Danke. Habe auch viel investiert. Das Arbeiten ist momentan auf einem 
ganz anderen Level.

von Voltswagen (Gast)


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Proktologe schrieb:
> Oben ist von Büroarbeit die Rede hier redest du von Produktion. Äpfel
> und Birnen vergleicht man nicht, nur wenn man ist ein ahnungsloser
> Wicht.

Nein. Ich habe von Entwicklung gesprochen, wie z.B.:

https://www.automobil-produktion.de/zulieferer/hella-eroeffnet-entwicklungszentrum-fuer-software-und-elektronik-120.html

Arno schrieb:
> Diejenigen, die das tatsächlich tun, gucken sich aber auch gerade um,
> wie stark die Löhne in Rumänien gestiegen sind.

Die dort gestiegenen Löhne sind immer noch weit weit unter denen in 
Deutschland. Zudem verlangen sie keine 30 Urlaubstage und niemand heult 
dem Chef wegen Burnout voll. Ich habe mit Rumänen zusammengearbeitet und 
die haben nicht weniger abgeliefert als die Deutsche. Nur für viel 
weniger Geld und viel schneller.

Wie auch immer, glaub ruhig dass deine 1200€ Monitore besser sind und 
dass eine "neue Zeit für Arbeitnehmer" begonnen hat. Die erfahrenen 
Leute im Forum verstehen, dass Vollzeit-Homeoffice es nur noch einfacher 
macht ersetzt zu werden, weil der Chef ohne viel SW-Verständnis nun 
sieht, dass der Software Entwickler ja doch nicht vor Ort Hand in Hand 
mit den anderen Abteilungen zusammenarbeiten muss.

von Arno (Gast)


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Voltswagen schrieb:
> Arno schrieb:
>> Diejenigen, die das tatsächlich tun, gucken sich aber auch gerade um,
>> wie stark die Löhne in Rumänien gestiegen sind.
>
> Die dort gestiegenen Löhne sind immer noch weit weit unter denen in
> Deutschland.

Noch.

Voltswagen schrieb:
> Zudem verlangen sie keine 30 Urlaubstage und niemand heult
> dem Chef wegen Burnout voll.

Noch. Und vielleicht schaffen sie es, Burnout als Krankheit 
ernstzunehmen, ohne dass Idioten das als "den Chef voll heulen" 
bezeichnen.

Voltswagen schrieb:
> Wie auch immer, glaub ruhig dass deine 1200€ Monitore besser sind [...]

Du verwechselst mich.

MfG, Arno

von Reinhard S. (rezz)


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> Deutschland zehrt von Millionen von Nerds, die als Jugendliche mehrere
> "Berufsausbildungen" privat durchgezogen haben: Amateurfunker,
> mopedschrauber, Heimcomputer, etc. Schau Dir an, was zur Jugendzeit der
> meisten hier in China los war: da ging es ums Überleben, nicht um
> Elektronikbaukästen oder Dampfmaschinen. Das ist dort vorbei. Für immer
> (Dank 1 Kind).

1-Kind-Politik ist seit 2016 vorbei, man scheint eher Richtung 
3-Kind-Politik zu gehen.

China würd ich allgemein nicht als Musterbeispiel sehen. Wenn man deren 
Mittel zur Corona-Eindämmung hier eingesetzt hätte wäre hier mehr als 
gemeckert worden. Abgesehen von dem Zweifel an deren Veröffentlichungen.

von Tim booked two (Gast)


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A. S. schrieb:
> Schau Dir an, was zur Jugendzeit der
> meisten hier in China los war: da ging es ums Überleben...

Das war damals. Heute geht ein Kind dort 16 Stunden pro Tag in die 
Schule (incl. Samstag) und Sonntags werden Hausaufgaben gemacht. Wer 
nicht mitkommt, schiebt sich vorne das Messer rein, so dass es hinten 
wieder raus kommt (Harakiri). Denn man will den anderen nicht zur Last 
fallen.

Gegen die Kamikaze-Flieger der Japaner war die US-Kriegsmaschinerie 
machtlos, am Ende half nur der Abwurf der Atombombe. Nicht viel anders 
war der Kampf der Amis gegen die verbissen kämpfenden Vietnamesen. Am 
Ende waren es die Amis, die das Handtuch werfen mussten.

Ich würde die Asiaten nicht unterschätzen.

von Tim booked two (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> China würd ich allgemein nicht als Musterbeispiel sehen. Wenn man deren
> Mittel zur Corona-Eindämmung hier eingesetzt hätte ...

... hätten wir wahrscheinlich den Spuk ebenfalls längst hinter uns.

Heute wird in den Medien berichtet: Europa 1 Mio. Tote.

Einwohner Europa: 746 Mio.
Tote in Europa: 1 Mio.

Einwohner China: 1,4 Mrd.
Tote in China: 4.636

Musterbeispiel hin oder her: Zur Überwindung von ernsthaften Krisen 
taugt unser System nicht viel.

von A. S. (achs)


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Reinhard S. schrieb:
> Wenn man deren
> Mittel zur Corona-Eindämmung hier eingesetzt hätte wäre hier mehr als
> gemeckert worden.

China ist seit Monaten aus jedem Lockdown. Maske, Vorsicht, OK. Aber 
sonst normales Leben.

Wenn eine Metropole dann mal einen eingeschleppten Fall hat, der sich 
verbreitet, dann wird die eine Metropole ein paar Tage in den Lockdown 
geschickt, jeder (!) notfalls mehrfach getestet und dann geht es weiter.

von A. S. (achs)


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Tim booked two schrieb:
> Ich würde die Asiaten nicht unterschätzen.

Genau das schrieb ich ja. Andere schrieben dass schon in den 60ern, doch 
da kam denen halt (zu unserem Glück, wenn man das so sagen darf) was 
dazwischen.

von Reinhard S. (rezz)


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Tim booked two schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> China würd ich allgemein nicht als Musterbeispiel sehen. Wenn man deren
>> Mittel zur Corona-Eindämmung hier eingesetzt hätte ...
>
> ... hätten wir wahrscheinlich den Spuk ebenfalls längst hinter uns.

Aber jeder, der sich für einen wirklich harten Lockdown einsetzt bekommt 
auf den Kopf und wird von der Industrie mit „die arme Wirtschaft“ 
vollgesäuselt. So 2-3 Wochen zuhause sein müssen (bzw. halt arbeiten im 
Wald) wäre rückblickend mindestens einen Versuch wert gewesen.

Über die chinesischen Maßnahmen samt Glaubwürdigkeit will ich da nicht 
weiter reden.

von Schwanzlurch (Gast)


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Die Amis haben die Japaner unter heftigsten (japanischen) Verlusten bis 
kurz vor ihre Insel getrieben. Das war eine konventionell kämpfende 
Armee eines Landes mit sehr wenig eigenen Rohstoffen ähnlich wie 
Deutschland. Die Japaner haben die volle Härte der weit überlegenen US 
Feuerkraft und der numerisch haushoch überlegenen Navy und Armee zu 
spüren bekommen. Dazu kamen noch Verbündete auf die man sich verlassen 
konnte (Britts, Inder und Australier). Über die Japaner könnte man das 
sagen was Rommel nach Tobruk zu den Britts sagte: Lions led by donkeys. 
Die Kaiserliche Armee hat sehr aufopferungsvoll und tapfer aber auch z. 
T. idiotisch gekämpft. Es ging den Japenern relativ schnell nicht mehr 
darum zu gewinnen sondern ehrenvoll zu sterben. Der Abwurf der A-Bombe 
sollte US Verluste minimieren, die Niederlage stand zu dem Zeitpunkt 
unabwendbar fest.

Kamikaze haben militärisch gesehen den Krieg nicht wesentlich 
beeinflusst.

Chinesen (in Korea) haben den Amis gezeigt das sie nicht unbesiegbar 
sind. Mao hat seine eigenen Soldaten ohne Rücksicht auf Verluste 
verheizt. Sein Ziel war eine nukleare Eskalation. Seine Rechnung simpel: 
Scheißegal ob 100 Mio. Landsleute über die Klinge springen, es bleiben 
noch genug übrig und die UDSSR wird mit rein gezogen (und liefert 
A-Waffen). Der Tod seines Sohnes in diesem Krieg hat ihn wohl nicht all 
zu sehr beschäftigt. Auch die Vietnamesen haben mit sehr großem Opfermut 
für die Befreiung vom Kolonialismus und die Wiedervereinigung gekämpft 
und dafür extrem gelitten. Sie leiden bis heute unter Blindgängern 
(damit meine ich nicht gezündete Munition) und Agent Orange.

Tim booked two schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Schau Dir an, was zur Jugendzeit der
>> meisten hier in China los war: da ging es ums Überleben...
>
> Das war damals. Heute geht ein Kind dort 16 Stunden pro Tag in die
> Schule (incl. Samstag) und Sonntags werden Hausaufgaben gemacht. Wer
> nicht mitkommt, schiebt sich vorne das Messer rein, so dass es hinten
> wieder raus kommt (Harakiri). Denn man will den anderen nicht zur Last
> fallen.
>
> Gegen die Kamikaze-Flieger der Japaner war die US-Kriegsmaschinerie
> machtlos, am Ende half nur der Abwurf der Atombombe. Nicht viel anders
> war der Kampf der Amis gegen die verbissen kämpfenden Vietnamesen. Am
> Ende waren es die Amis, die das Handtuch werfen mussten.
>
> Ich würde die Asiaten nicht unterschätzen.

von Tim booked two (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Über die chinesischen Maßnahmen samt Glaubwürdigkeit will ich da nicht
> weiter reden.

Stimmt, aber auch da mausern sich die Chinesen:

"Erstmals hat ein ranghoher Vertreter in China die relativ geringe 
Wirksamkeit der im Land entwickelten Impfstoffe gegen COVID-19 
eingeräumt. "Chinesische Impfstoffe haben keine sehr hohen 
Schutzraten..."

https://www.dw.com/de/china-zweifelt-an-wirksamkeit-eigener-vakzine/a-57161421

Ein Meilenstein der ganz besonderen Art, wie ich finde.

von (prx) A. K. (prx)


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Tim booked two schrieb:
> Ein Meilenstein der ganz besonderen Art, wie ich finde.

Hätte er diese Aussage nicht postwendend zurückgezogen. Die ganz 
gewöhnliche Art.

: Bearbeitet durch User
von David D. (Gast)


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Können wir bitte zurück zum Thema kommen?

Sonst wird der Thread hier gleich geschlossen.

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