Hallo Forum,
ich habe mir eine Haussteuerung mit AT90Can und den Solid-State-Relais
Sharp S202 S01 gebaut, siehe Bild. Das ganze läuft seit 2 Jahren
einwandfrei im Keller (weil ich dort mit der Hausrenovierung angefangen
hab). Nun ist das EG dran und die SSR leider nicht mehr beschaffbar. Die
Chinesen verstehen unter 'neu' wohl etwas anderes...
Also hab ich mir kleine Ersatzplatinen mit einer Triac Schaltung
aufgebaut, siehe Schaltplan. Das ganze auf der Werkbank erfolgreich
getestet und somit 3 Lichtsteuermodule mit insgesamt 25 SSR-Ersatz
Platinen aufgebaut. Das ganze im Schaltschrank verkabelt und nun habe
ich leider folgenden Fehler:
Wenn ich ein Licht dimme, flackern die anderen mit! Auch freie Adern (wo
noch keine Lampe angeschlossen sind) bewirken teilweise ein Flackern.
Das tritt nur beim dimmen (Phasenanschnitt) auf, nicht bei 100% an.
An der Software liegt es definit nicht. Der µC gibt keine falschen
Impulse. Es scheint, als würden sich meine SSR-Ersatz gegenseitig
stören. Kann das sein??? Durch EMV? Durch Schwingungen in der Leitung?
Was mache ich falsch? Habt ihr ne Idee?
Vielen Dank schon mal.
Gruß,
Alex
Du hast 10 Verbraucher mit Phasenanschnitt und nur eine Drossel für
alle, kein Filter, kein snubber, und eng beieinander. Natürlich sehen
die sich alle.
Alex schrieb:> Was mache ich falsch?
Eigentlich alles.
Kein VDR, kein Snubber, keine Feinsicherung, kein Widerstand zwischen G
und T1, kein ausreichend spannungsfester MOC3082 und die Schaltung kann
bei induktiven Lasten eventuell nicht ordentlich zünden.
und bei deiner alten Karte: was macht da die Drossel sind das etwa
keine zero cross SSR sondern dimmbare random phase ?
Dank euch für die Antworten.
@H. H.
Warum ist er nicht ausreichend Spannungsfest? Für den MOC3020 steht 400V
im Datenblatt. Und da hab ich auch die Beschaltung her. Halt die
einfache für Resistive Load. Aber das könnt doch für Glühbirnen und LED
Lampen reichen, oder? Welche Beschaltung würdest du empfehlen?
@Helge
Die Filter ... hab ich mir gespart, weil es mit den Lampen ja nur
geringe Lasten sind. Und natürlich um Platz zu sparen. Warum sehen die
sich natürlich alle? Nur weil ein Triac schaltet, muss das doch nicht
automatisch das andere interessieren. Sie teilen sich ja nicht das Gate.
Kannst du das bitte genauer erklären. Wäre es mit einer anderen
Bauteilauswahl behoben?
@IsDochWohlNichWahr!
Sehr poetisch! Danke. Aber ich dimm ja nicht ständig alle Lampen auf und
ab. Das sind nur 1-2 gleichzeitig. Die anderen sollen halt bitte
unbeeindruckt davon aus oder an bleiben.
Ich würd euren Antworten entnehmen, dass man das hätte vorhersehen
können. Könnt ihr mir bitte konkrete Verbesserungsvorschläge nennen.
Danke!
@Gerald K.
Danke für den Tipp, werd ich versuchen.
@MaWin
Ja, dass ich doch der Sinn der Sache, dass ich sie immer schalten kann.
Die Phase hol ich mir über nen Optokoppler und schalte bei einfachem ein
und aus im Nulldurchgang, beim Dimmen halt eben nicht.
Alex schrieb:> Könnt ihr mir bitte konkrete Verbesserungsvorschläge nennen.
Widerstand R1 zwischen G und A1 schalten.
Im Datenblatt sind keine Minimalwerte für den Gatestrom spezifiziert.
Daher Widerstand nur so groß wie notwendig.
MaWin schrieb:> Kein VDR, kein Snubber, keine Feinsicherung, kein Widerstand zwischen G> und T1, kein ausreichend spannungsfester MOC3082 und die Schaltung kann> bei induktiven Lasten eventuell nicht ordentlich zünden.
Er hat ein falsches Schaltplansymbol verwendet, der 3020 ist ein
Random-Phase!
Alex schrieb:> Warum ist er nicht ausreichend Spannungsfest? Für den MOC3020 steht 400V> im Datenblatt.
Das wird generell als zu knapp angesehen und steht auch im Datenblatt:
"They are designed for interfacing between electronic controls and power
triacs to control resistive and inductive loads for 115 VAC operations"
Suche den vergleichbaren Typ für 600 oder 800 Volt.
> Und da hab ich auch die Beschaltung her. Halt die> einfache für Resistive Load. Aber das könnt doch für Glühbirnen und LED> Lampen reichen, oder?
Eine LED ist keine "einfache für Resistive Load", die haben in der
Billigvariante einen Vorschaltkondensator oder in den 'besseren' ein
Schaltnetzteil. Speziell für Schaltnetzteil würde ich ein
ZeroCross-OptoTriac einsetzen.
Außerdem hast Du mit dem BT137 ein Triac hoher Empfindlichkeit, warum
auch immer Du das gewählt hast, da wird eine abweichende Beschaltung
empfohlen.
Na da seht ihr mein Dilemma, die Schaltung und Bauteildimensionierung
unterscheiden sich schon wieder vom Radig zum spanisch 'rele solido'
(Tipp vom Gerald K.). Genau so hatte ich angefangen, mit verschiedenen
Schaltungen aus dem Internet und mich halt dann für die einfachste
entschieden:
https://www.instructables.com/Make-Your-Own-Solid-State-Relay/
Also der Optotriac sollte ein
MOC307x ohne ZCD -> dimmbar
MOC308x mit ZCD -> nicht dimmbar
sein. Verstanden. Obwohl der Radig auch das MOC302x verwendet und mein
Problem vermutlich nicht daran liegt.
Das BT137 ist also ein Triac mit hoher Empfindlichkeit. Danke, das war
mir leider nicht bewusst. Was ist dann eure Empfehlung? TIC 216D, BTB
08-600, ... ??
Dann noch eine richte Anfänger Frage (bitte verzeiht mir): Ich baue nun
den R1 10k zwischen G und A1, was in meiner Schaltung ja zwischen OK1
Pin4 und JP3 ist. Macht es nun einen Unterschied, auf welcher Seite (JP3
oder JP4) meine Last hängt? Vermutlich ja. Um die Frage zu
rechtfertigen: Dem SSR schien das egal zu sein.
Ich sehe keine Absicherung der einzelnen Kanäle. Daher gehe ich davon
aus, jeder kann wenigstens 12A schalten.
"Lapmen" kann alles mögliche sein. Glühlampen haben einen niedrigen
Kaltwiderstand. LED-Hochvoltlampen haben Kondensatoren drin. Trafolampen
haben einen induktiven Anteil. Daher halte ich snubber pro Kanal wie im
Datenblatt vom MOC empfohlen für notwendig und einen kleinen
eingangsfilter (wenigstens XY kondensatoren) für sinnvoll.
Leitungsführung: Du führst L und N auf die Platine, aber nur einen
geschalteten L mit Übersprechen auf andere Kanäle (weil gebündelt)
wieder raus. Ich halte für sinnvoll, Hin- und Rückleiter eines
Stromkreises annähernd gleich zu führen.
Die Module sitzen nah nebeneinander. Das kann eventuell zu ungewolltem
Durchschalten eines Nachbarkanals führen. Sinnvoll finde ich etwas
Abstand und minimales Dämpfungsglied (mindestens 'UKW-Perle' und kleiner
C) pro Ausgang. Damit haben höherfrequente Teile der Transienten einen
Pfad oder entstehen gar nicht erst.
Alex schrieb:> Also der Optotriac sollte ein> MOC307x ohne ZCD -> dimmbar> MOC308x mit ZCD -> nicht dimmbar> sein.
Die 600V Typen reichen normalerweise.
> Das BT137 ist also ein Triac mit hoher Empfindlichkeit. Danke, das war> mir leider nicht bewusst. Was ist dann eure Empfehlung? TIC 216D, BTB> 08-600, ... ??
Schau im Datenblatt nach dem Triggerstrom im I. und III. Quadranten, der
sollte einige 10mA betragen.
> Macht es nun einen Unterschied, auf welcher Seite (JP3> oder JP4) meine Last hängt?
Nein.
Rechne damit, dass auch dann deine Störungen nicht vollständig
verschwinden. Mit Snubber, wie im Datenblatt, wirds dann gut.
Alex schrieb:> Es scheint, als würden sich meine SSR-Ersatz gegenseitig> stören. Kann das sein??? Durch EMV?
Elektromagnetische Verträglichkeit kann nie ein Grund für Störungen
sein. Der Sinn der Einhaltung von den für EMV vorgegebenen Grenzwerten
ist es gerade, dass KEINE störende Beeinflussung zwischen Komponenten
auftritt.
Wie gehst du in deinem Aufbau mit Induktivitäten auf der Lastseite um,
z.B. Leitungsinduktivitäten?
Worauf sind deine Snubber dimensioniert?
Wie sieht es mit Transienten aus (dv/dt auf der Lastseite)?
H. H. schrieb:> Die 600V Typen reichen normalerweise
Wie willst du den denn vor surges aus dem Netz schützen ?
Ein VDR sollte laut VDE 1.25 x Nennspannung haben, 240->300V. Die
blocken den surge nicht unter 600V.
MaWin schrieb:> H. H. schrieb:>> Die 600V Typen reichen normalerweise>> Wie willst du den denn vor surges aus dem Netz schützen ?>> Ein VDR sollte laut VDE 1.25 x Nennspannung haben, 240->300V. Die> blocken den surge nicht unter 600V.
Deshalb schrieb ich normalerweise. Wenn ganz besondere Zuverlässigkeit
gefordert wird, dann siehts eben anders aus.
H. H. schrieb:> Deshalb schrieb ich normalerweise. Wenn ganz besondere Zuverlässigkeit> gefordert wird, dann siehts eben anders aus.
Na ja, wenn der VDR erst auf 175V über dem Zerplatzen der Halbleiter
begrenzt, dann kann man ihn gleich weglassen. Kein gutes Design.
Bei Netzteilen ist wenigstens noch ein Siebelko drin, der den surge ohne
zu extreme Spannungserhöhung abfängt, aber beim SSR fehlt der ja (dafür
ist der Verbraucher in Reihe).
MaWin schrieb:> Na ja, wenn der VDR erst auf 175V über dem Zerplatzen der Halbleiter> begrenzt, dann kann man ihn gleich weglassen.
Zweifellos.
> Kein gutes Design.
Funktioniert aber in vielen Millionen Geräten bestens.
@Helge
Jedes Modul ist mit nem 6A Sicherungsautomaten gesichert. Das reicht
locker, auch wenn alle Lampen an sind. Umgekehrt, wär es aber natürlich
gut, wenn meine Bauteile auch jeweils 6A können, weil ich mir ja die
einzelnen (Fein-) Sicherungen gespart habe.
Dazu gibt es ne Temperaturüberwachung auf der Platine und nen
Rauchmelder an der Decke.
Der N auf der Platine ist nur für die ZCD. Geschalten wird nur L und die
N für die Lampen im Sicherungskasten zusammen geführt. Die Länge der
Leitungen ist damit nur geringfügig unterschiedlich.
@H. H.
Danke für die Erklärung. Der BTB 08/600BW hat 50mA. (Und ist halb so
teuer wie der TIC.)
Im Datenblatt vom BTB ist keine Beschaltung. Damit wären wir wieder
zurück bei spanischen 'rele solido'. Hab mir das mal selber abgepinselt.
Siehe Schaltplan.
Wär das einigermaßen akzeptabel? Mir gefällt der Platzbedarf vom C1
natürlich nicht. Kann ich damit dann auch induktive Lasten (Netzteile
<100W) schalten? Hält die Schaltung im Zweifelsfall auch mal bis zu 6A?
Sorry, bei der Dimensionierung der R und C hab ich mal ein paar Formeln
gefunden, bin damit aber nicht Sattelfest. Darum frag ich lieber euch.
Danke!
Alex schrieb:> Wär das einigermaßen akzeptabel?
Bis auf die Dimensionierung.
> Mir gefällt der Platzbedarf vom C1> natürlich nicht.
Da wirst du auch mit 10nF/275V~/X2 auskommen.
> Kann ich damit dann auch induktive Lasten (Netzteile> <100W) schalten?
Schaltnetzteile verhalten sich ehr kapazitiv. Und wenn du im
Nulldurchgang schaltest, dann ist das zuverlässig.
> Hält die Schaltung im Zweifelsfall auch mal bis zu 6A?
Kommt auf Dauer und Kühlung des Triac an.
H. H. schrieb:> Funktioniert aber in vielen Millionen Geräten bestens.
Dürfte aber keinen surge Test überstehen, also kein CE bekommen. Das
Design ist in Eiropa nicht marktfähig, es sei denn, das verwendete
MOC3052 Exemplar überlebt zufälligerweise real 775V.
MaWin schrieb:> H. H. schrieb:>> Funktioniert aber in vielen Millionen Geräten bestens.>> Dürfte aber keinen surge Test überstehen, also kein CE bekommen. Das> Design ist in Eiropa nicht marktfähig, es sei denn, das verwendete> MOC3052 Exemplar überlebt zufälligerweise real 775V.
Du hast wohl sowas noch nie entwickelt, bis zur Serienreife.
Alex schrieb:> Jedes Modul ist mit nem 6A Sicherungsautomaten gesichert. Das reicht> locker, auch wenn alle Lampen an sind. Umgekehrt, wär es aber natürlich> gut, wenn meine Bauteile auch jeweils 6A können, weil ich mir ja die> einzelnen (Fein-) Sicherungen gespart habe.
Mit einem 6A LS kannst du keinen TO-220 Triac schützen.
Hi,
so sieht das bei "mir" aus.
Der Triac bekommt einen ausreichend dimensionierten Kühlkörper, oder die
F1 muss entsprechend kleiner dimensioniert werden.
Denn, der Triac verbrät auch Energie. Heißt zwar immer so schön,
"leistunslose" Steuerung, stimmt aber genaugenommen nicht.
Grob gerechnet:
1,4 V * Strom = Verlust am Triac.
Das wären grob bei 10A schomn 14 Watt.
Bei Kühlkörper 5 Grad pro Watt schon 70 Grad Übertemperatur
ciao
gustav
P.S.: Der VDR fehlt noch in der Zeichnung. VDR mit Thermosicherung(!)
H. H. schrieb:> Du hast wohl sowas noch nie entwickelt, bis zur Serienreife.
Nun, das könnte erklären, warum so viele Geräte mit Überspannungsschäden
kaputt gehen.
Wenn sich die Entwickler auf ein "das haben wir schon immer so gemacht"
zurückziehen.
Wenigstens das Design sollte bei den definierten Stossspannungen
innerhalb seiner absolute maximum ratings bleiben.
Bei einem universell verwendbaren Ausgang, nicht im Gerät fest
eingebauten Verbraucher, muss man mit allem rechnen, was Kapazitives als
Last (LED SchaltNetzteil) bringt halt beim surge keinen Spannungsdrop
und begrenzt nicht so schön den Strom in einen Snubber wie eine
resistive Last oder induktive Last.
Karl B. schrieb:> F1 muss entsprechend kleiner dimensioniert werden.
Ihr Schmelzintegral sollte kleiner sein, als das Schmelzintegral des
TRIACs, sonst schmilzt bei Kurzschluss am Ausgang der TRIAC zuerst.
Karl B. schrieb:> Grob gerechnet:> 1,4 V * Strom = Verlust am Triac.> Das wären grob bei 10A schomn 14 Watt.> Bei Kühlkörper 5 Grad pro Watt schon 70 Grad Übertemperatur
Kein Problem also, deiner ist gross genug.
H. H. schrieb:> Wenn die den Triac schützen soll, dann ist sie sogar deutlich> fehldimensioniert.
Hi,
sehe gerade in der Zeichnung steht: 10A träge. Das ist grob falsch.
Wenn schon dann flinke Charakteristik, bzw. korrektes Schmelzintegral.
BTW: Meine Kollegen wollten es erst nicht glauben, aber der im Bild
gezeichnete Kühlkörper heizt sich tatsächlich auf ca. 45°C bei 10A
Vollwelle über eine Stunde auf.
Last: 2 kW Heizradiator.
Fazit: Triac braucht auch passende Wärmeabfuhr, Kühlkörper und/oder
Ventilator.
ciao
gustav
Hallo,
Ich versuche das gerade nachzuvollziehen, deshalb 2 Fragen:
Karl B. schrieb:> P.S.: Der VDR fehlt noch in der Zeichnung. VDR mit Thermosicherung(!)
Welcher wäre das zum Beispiel?
Was hat L1 für einen Wert?
rhf
Hi, war noch nicht ganz fertig:
Auf der Suche nach VDRs mit eingebauter Thermosicherung fand ich dies im
Netz:
ETFV20K350
Beitrag "VDR_Widerstand_Thermofuse"
Damit bin ich nicht zufrieden.
ciao
gustav
Versuch mach klug:
Der R zwischen G und A1 hat leider nichts gebracht. Hab es mit 10k und
1k getestet. Es stört und flackert unverändert. :(
Zu der Sicherung:
Die Lampen haben 50 - 200W. Da wird überhaupt nichts warm. Die 6A sind
somit eine Fehler / Kurzschlusssicherung. Die Bauteile sollten das halt
auch kurzzeitig mitmachen. Und auch das ist getestet. Bei Kurzschluss
fliegt die Sicherung und die Bauteile zeigen sich unbeeindruckt.
@H. H.
Danke für das pdf. Aber ich bekomme die Dimensionierung nicht hin. Meine
Ergebnisse liegen weit weg von deren Beispiel und die online Schaltungen
(z.B. vom Radig) kann ich damit auch nicht nachvollziehen. Kannst du mir
bitte helfen. Scheint für dich eher eine Fingerübung zu sein. Gern auch
gegen ne Flasche Wein oder ähnliches. ;-)
Letzter Stand siehe Schaltplan. Mit folgenden Reichelt Bauteilen:
MOC 3052 -> weil es keinen 307x bei Reichelt gibt und 3052 reichen
sollte
BTA 08/600CW -> weil mir der 'insulated' besser gefällt
R1 10k 1/4W -> richtig???
R2 270 1/4W -> richtig???
R3 1k 1W -> richtig???
C1 PHE840 10N 275 Funkentstörkondensator -> richtig???
Vielen Dank schon mal!
Alex schrieb:> BTA 08/600CW -> weil mir der 'insulated' besser gefällt
...BW wäre störfester (dV/dt).
> R1 10k 1/4W -> richtig???> R2 270 1/4W -> richtig???> R3 1k 1W -> richtig???
Alles falsch.
Lies doch mal ab Seite 10.
Beitrag "Re: Triacs stören sich gegenseitig?!"> C1 PHE840 10N 275 Funkentstörkondensator -> richtig???
Muss nicht von Kemet sein.
Alex schrieb:> Jedes Modul ist mit nem 6A Sicherungsautomaten gesichert. Das reicht> locker, auch wenn alle Lampen an sind. Umgekehrt, wär es aber natürlich> gut, wenn meine Bauteile auch jeweils 6A können, weil ich mir ja die> einzelnen (Fein-) Sicherungen gespart habe.
Ein Leitungsschutzschalter mit B Charakteristik braucht selbst bei nur
3-fachem Nennstrom noch über 5 Sekunden zum Auslösen. Da ist ein 6A
Triac schon längst Geschichte.
https://www.schutzschalter-online.de/images/Texte/Zeit-Strom-Diagramm_fur_Leitungsschutzschalter.jpg
Also gut hier die Rechnung:
V_line (peak) = 230 V * Wurzel(2) = 325,27V -> ok
I_surge = 6A -> weil 6A Sicherung oder 8A weil das der BTA kann oder 1A
weil ich da im Betrieb wahrscheinlich nicht drüber komm???
R2 = V_line(peak) / I_surge = 325,27 / 6 = 54,21 ohm -> ok, also 56 ohm
V_GT = 1,3 V aus BTA Datenblatt -> ok
I_GT = 0,035 A aus BTA Datenblatt -> ok
dV/dt = 400 V/µs aus BTA Datenblatt -> ok
V_T = 4V -> 'A maximum voltage ripple of 4 V is expected' ist das immer
so?
R_1 (GK) = 390ohm -> 'a 390 Ω RGK is chosen' aus welcher Glaskugel kommt
das?
R2+R3 = (V_T - V_GT) / (I_GT + V_GT/R_1(GK)) = ... = 70,43 ohm
-> R3 = 15 ohm
C1 = V_line(peak) R3 (dV/dT) = ... = 54,21 nF -> also passen die
10nF doch nicht?
Somit insgesamt (Bezeichnung nach meinem Schaltplan):
R1 = 390 ohm
R2 = 56 ohm
R3 = 15 ohm
C1 = 56 nF ?? -> 100 nF ??
H. H. schrieb:>> Das BT137 ist also ein Triac mit hoher Empfindlichkeit. Danke, das war>> mir leider nicht bewusst. Was ist dann eure Empfehlung? TIC 216D, BTB>> 08-600, ... ??>> Schau im Datenblatt nach dem Triggerstrom im I. und III. Quadranten, der> sollte einige 10mA betragen.
Schaue mal in das Datenblatt, was ich weiter vorne angebunden habe - da
sehe ich Triggerströme von typ. 2,5..11mA, für mich wäre das ein
sensitive-Triac.
H. H. schrieb:> Alex schrieb:>> BTA 08/600CW -> weil mir der 'insulated' besser gefällt>> ...BW wäre störfester (dV/dt).
Ja, mit dem Integral hat es mich vor Jahren angeschissen und Du hast
mich bepöbelt ... hat aber geholfen, das Gebilde lebt seit Jahren.
Beitrag "Leitungsschutzschalter kommt beim Abschalten"Karl B. schrieb:> Hi,> Induktivitäten wie z. B. Trafos schaltet man besser nicht im> Nulldurchgang.
Wieso ist meine Triacsteuerung noch nicht abgebrannt, obwohl ich damit
einen Mikrowellenofen schalte, wo die interne Uhr defekt ist?
Beitrag "Re: Leitungsschutzschalter kommt beim Abschalten"
Manfred schrieb:> Karl B. schrieb:>> Hi,>> Induktivitäten wie z. B. Trafos schaltet man besser nicht im>> Nulldurchgang.>> Wieso ist meine Triacsteuerung noch nicht abgebrannt, obwohl ich damit> einen Mikrowellenofen schalte, wo die interne Uhr defekt ist?> Beitrag "Re: Leitungsschutzschalter kommt beim Abschalten"
Hi,
weil Deine Sicherung nicht das Schmelzintegral hat, was nötig ist.
Möchte berichten, was uns passiert ist.
Ein Kollege hatte einen Filmprojektor versehentlich an den
triacbetriebenen Nullspannungsschalter angeschlossen. (Zuleitungen
vertauscht.)
Der Projektor gab Geist auf. Ein Mordsärger. Kann man sich vorstellen.
Glücklicherweise war die im Projektor eingebaute ausgelöst habende
Schmelzsicherung schnell ausgetauscht. Und das geladene Publikum konnte
nach kurzer Pause weiter bespaßt werden.
Das bestätigt die Behauptung, dass man Trafos (wegen ihrer
Restmagnetisierung) möglichst nicht im Nulldurchgang sondern im
Scheitelwert schalten sollte.
BTW: Im beigefügten Link oben sind andere, und das sind bestimmt Leute,
die mehr Ahnung haben als ich, auch dieser Meinung.
Karl B. schrieb:> Quelle:> https://www.te.com/deu-de/products/relays-contactors-switches/relays/intersection/zero-crossover-switching-transformers.html?tab=pgp-story
ciao
gustav
Alex schrieb:> I_surge = 6A -> weil 6A Sicherung oder 8A weil das der BTA kann oder 1A> weil ich da im Betrieb wahrscheinlich nicht drüber komm???> V_T = 4V -> 'A maximum voltage ripple of 4 V is expected' ist das immer> so?> R_1 (GK) = 390ohm -> 'a 390 Ω RGK is chosen' aus welcher Glaskugel kommt> das?
Was ist mit diesen Werten? Gibts dazu Empfehlungen eurer Seits?
Thomas O. schrieb:> was war jetzt das Problem beim Projektor mit Trafo?
Wenn ich meinen Trenntrafo mit einer 100W-Glühlampe belaste, zeigt mein
Energiekostenmesser einen cos(phi) über 0,9 - ist also samt ohmscher
Last ziemlich gerade.
Beim Projektor überwiegt die kalte Halogenlampe und ich vermute, dass
der Tod des Triacs aus dieser Ecke kommt.
Die Aussage, einen Trafo nicht per Nullspannungsschalter schalten zu
dürfen, halte ich für groben Unfug und hätte zumindest zwei Szenarien,
wo es schadlos geht.
Manfred schrieb:> Beim Projektor überwiegt die kalte Halogenlampe und ich vermute, dass> der Tod des Triacs aus dieser Ecke kommt.
Hi,
Du verstehst das völlig falsch.
Nicht der Triac ist kaputtgegangen, sondern die im Projektor eingebaute
5x20-er hat ausgelöst.
Und nach Auswechseln derselben und Anschluss an "normale" Steckdose bzw.
Verlängerungsleitung lief der Projektor völlig normal weiter.
Das bestätigt die Aussage, dass dieser Trafo im besagten Projektor die
Ansteuerung im Nulldurchgang nicht mag. Was nur durch "Panne",
Vertauschen der Verlängerungsleitungen zustande kam.
Fazit:
Markierung der Kupplung. "Achtung! Nur für ohmsche Lasten".
Oder besser -> unverwechselbare Steckverbindung. Oder noch besser,
Direktanschluss ohne Zwischenverkabelung.
Hier ist das "Problem" noch ein bisschen ausführlicher beschrieben:
https://pc-upgra.de/web-project/content/triac.htm
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Das bestätigt die Aussage, dass dieser Trafo im besagten Projektor die> Ansteuerung im Nulldurchgang nicht mag
Aha.
Wie stellst du das sicher, wenn du den Projektor mit einem gewöhnlichen
Schalter einschaltest ?
Siehste, Unfug.
Der war doch schon eingeschaltet,
es hat nur jemand die falsche Steckverbindung gewählt.
Soll ich Dir jetzt den Schalplan aufzeichnen?
Lies doch den Inhalt des Links mal genauer durch.
Da wird das "Problem" ziemlich gut erläutert.
So einfach ist das nämlich nicht.
Da ist nämlich beides falsch:
Nullspannungsschalter sind falsch.
Genauso das Schalten im Scheitelwert.
Der Kompromiss:
Karl B. schrieb:> Hier ist das "Problem" noch ein bisschen ausführlicher beschrieben:> https://pc-upgra.de/web-project/content/triac.htm
Das Lesen stelle ich Dir anheim.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Das bestätigt die Aussage, dass dieser Trafo im besagten Projektor die> Ansteuerung im Nulldurchgang nicht mag. Was nur durch "Panne",> Vertauschen der Verlängerungsleitungen zustande kam.
Und natürlich darauf, dass der deutliche Hinweis auf dem Gerät "Stecken
sie den Stecker immer nur im Nulldurchgang in die Steckdose" übersehen
wurde...
Ein Gerät welches die Einschaltung im 0-Durchgang nicht übersteht,
übersteht auch die Garantie nicht wenn man es normal nutzt.
Bevor man deiner Märchenstunde weitere Beachtung schenken sollte, würde
ich mal diesen ominösen Triacschalter untersuchen. Eventuell hat der an
einer hohen induktiven Last nur eine Halbwelle geschaltet. Das würde
auch das Fallen der Sicherung erklären.
Eine Verlängerungsleitung trägt ja eben auch dazu bei das die Spannung
stärker abfällt als ohne, dadurch fließt auch etwas weniger Strom im
Einschaltmoment.
Karl B. schrieb:> Du verstehst das völlig falsch.> Nicht der Triac ist kaputtgegangen, sondern die im Projektor eingebaute> 5x20-er hat ausgelöst.> Und nach Auswechseln derselben und Anschluss an "normale" Steckdose bzw.> Verlängerungsleitung lief der Projektor völlig normal weiter.
Ah ja, also unpassende Triacschaltung.
MaWin schrieb:> Wie stellst du das sicher, wenn du den Projektor mit einem gewöhnlichen> Schalter einschaltest ?> Siehste, Unfug.
Grins, diese einfache Logik ist nicht zu widerlegen.
temp schrieb:> Bevor man deiner Märchenstunde weitere Beachtung schenken sollte, würde> ich mal diesen ominösen Triacschalter untersuchen.
Triacs sind nach wie vor Hexenwerk, da muß man wohl durch :-(
Ich habe 01.05. meinen Thread von 2017 verlinkt, da war das ähnlich,
beim Abschalten flogen die Leitungsschutzschalter. Der relevante Hinweis
war:
hinz schrieb:> Viel zu kleines dU/dt(max).
Ich habe jetzt keine Werte anderer Triacs verglichen, in meinem Fall kam
mit einen BTA24-Standard Ruhe auf und zusätzlich habe ich den Snubber-C
von 10nF auf 0,22µF erhöht.
Hi,
muss ehrlicherweise zugeben, dass das "...mit dem Stecker umpolen..."
bei mir schon für Stirnrunzeln gesorgt hatte.
Aber, damit der Thread nicht in sinnfreie Bastelei ausartet,
(- das Rad muss nicht neu erfunden werden - ) ->
Ein Beispel, was als fertige Trafoschaltermodule bereits millionenfach
angewendet wird.
Gehe wohl nicht völlig falsch in der Annahme, dass damit dem TO bei
evtl. Erweiterung seiner Anlage etwas besser gedient ist.
http://www.strobelt-trafo.de/produkte/ringkerntransformatoren/zubehoer/trafoschaltrelais_typ_tsrl
Und im Dabla ist's noch genauer erklärt.
Zitat:
"...Das TSRL magnetisiert den Transformator vor dem Voll-Einschalten mit
unipolaren Spannungsimpulsen vor. Die Stärke
der Vormagnetisierung ist für jeden Transformator gleich und sollte
einen Umkehrpunkt der Hysteresekurve erreichen. Die
Breite der dazu nötigen Spannungsimpulse muss an die unterschiedlichen
Transformatortypen wie Paketkern- oder Ringkerntransformator
angepasst werden. Dazu dient das Potentiometer (TP1) im TSRL (siehe
Bedienungsanleitung)..."
/Zitat
ciao
gustav
Um zurück zum Thema zu kommen ...
Ich habe nun 2 Test SSR auf Lochraster nach angehängtem Schaltplan
aufgebaut. Auf der Testplatine dann leider gleich ein 'Fehler' gefunden:
Die Schaltung ist durch den Kondensator nie ganz aus und leider reicht
das bisschen Strom, um eine LED Lampe ganz schwach leuchten zu lassen.
Mit Glühlampe und Halogen sieht man da nichts.
Eingebaut in die Haussteuerung dann aber der positive Test: Die Störung
ist weg! Zumindest an dieser einen Teststelle. Für das 100% Ergebnis
muss ich erst alle 25 SSR umrüsten.
Um die LED Lampe zum Schweigen zu bringen, werde ich noch etwas mit dem
Kondensator experimentieren. Laut Rechnung (ST Application note) sollten
0,9857 nF verbaut werden. Somit kann ich da wohl noch nach unten
korrigieren.
Goethe sein Grammatiklehrer schrieb im Beitrag #6686607:
> Alex schrieb:>> Laut Rechnung (ST Application note) sollten>> 0,9857 nF verbaut werden. Somit kann ich da wohl noch nach unten>> korrigieren.>> Nein, nein! Dieser Wert muß genauestens eingehalten werden, sonst> führt das zur Strangulation der Hypophyse des elektronischen Zählers.
Doch, doch! Er Alex hat 10nF in der Schaltung verbaut. Da ist bis zu den
1nF nun wirklich noch Luft nach unten.