Forum: HF, Funk und Felder Warum sind Morsetasten so teuer?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Name (Gast)


Lesenswert?

Hallo
warum sind Morsetasten eigentlich so teuer? Ist im Prinzip ja nur ein 
Taster. Eine 60 Jahre alte Junker mit deutlichen Gebrauchsspuren ist 
kaum unter 80 Euro zu bekommen. Für ein Paddle mit mechanisch eher 
einfacherem Aufbau muss man das Doppelte rechnen. Bezahlbar sind dann 
eher solche Teile aus einem chinesischen 3D-Drucker mit großen 
Fertigungstoleranzen und schlechten Kontaktflächen. Andererseits gibts 
tolle elektronische Geräte wie z.B. einen nanoVNA, wo sicher mehr 
Entwickler-Knowhow drinsteckt für nur 30 Euro. Und wenn man sich die 
Mechanik einer Taste sparen will, sind Sensortasten erst gar nicht 
erhältlich - und schlecht sind die nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=gwUx7_gDkao

von Roland F. (rhf)


Lesenswert?

Hallo,
Name schrieb:
> Hallo
> warum sind Morsetasten eigentlich so teuer?
> ...

https://www.elektronik-labor.de/HF/PrintPaddle.html#v1.2

rhf

von Lotta (Gast)


Lesenswert?

Werden Morsetasten überhaupt noch in Massenproduktion
hergestellt?
Das wird nämlich  der Grund sein, die Kleinserien-
und Einzelfertigung.
Hast Du mal ne richtige halbautomatische Taste gesehen?
Ein mechanisches Wunderwerk!

mfg

von Klaus (Gast)


Lesenswert?

Amateurfunk ist eben ein recht teures Hobby. Das sollte aber klar sein 
bevor man damit anfängt.
Ja es gibt auch noch  teurere Hobbys.

von Ralph B. (rberres)


Lesenswert?

Mechanische Morsetasten müssen mechanisch sehr präzise gefertigt sein. 
Insbesonders die Lagerungen müssen spielfreiund schlackerfrei sein. 
Sonst kann man Morsezeichen nämlich nur schmieren.

Die Fertigung ist halt mit einen gewissen Zeitaufwand verbunden,und das 
kostet halt Geld. Das Material ist nicht der große Posten der zu Buche 
schlägt.

Ralph Berres

von Michael M. (michaelm)


Lesenswert?

Name schrieb:
> Eine 60 Jahre alte Junker mit deutlichen Gebrauchsspuren ist
> kaum unter 80 Euro zu bekommen.
So ist das nun mal mit der Nostalgie... Und es ist eben Qualität.

> Andererseits gibts
> tolle elektronische Geräte wie z.B. einen nanoVNA, wo sicher mehr
> Entwickler-Knowhow drinsteckt für nur 30 Euro.
Lass es auch 100 EUs sein: Bei einer Million Stck. fällt das nicht mehr 
in's Gewicht.

> Und wenn man sich die
> Mechanik einer Taste sparen will, sind Sensortasten erst gar nicht
> erhältlich - und schlecht sind die nicht.
Das hat jedoch auch erheblich mit Haptik und Geschmack zu tun.

Michael

von Name (Gast)


Lesenswert?

Ralph B. schrieb:
> Mechanische Morsetasten müssen mechanisch sehr präzise gefertigt sein.
> Insbesonders die Lagerungen müssen spielfreiund schlackerfrei sein.
> Sonst kann man Morsezeichen nämlich nur schmieren.
>
> Die Fertigung ist halt mit einen gewissen Zeitaufwand verbunden,und das
> kostet halt Geld. Das Material ist nicht der große Posten der zu Buche
> schlägt.

Als Lösung habe ich Sensortasten ja schon genannt wenn Halbleiter so 
viel billiger als Mechanik sind.

Beitrag #6676660 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Name schrieb:
> Als Lösung habe ich Sensortasten ja schon genannt

Dann bau dir doch eine und gib damit.

Kann allerdings passieren, dass du damit am Ende doch nicht so zufrieden 
bist, weil die Haptik nicht so toll ist. ;-) Die spielt beim Geben von 
Morsezeichen schon eine gewisse Geige: ein exakter Anschlag, den man 
auch spürt, ist zumindest für eine rein mechanische Taste das A und O. 
Man könnte mit einem auf dem Tisch kippelnden Bleistift, den man mit 
Kontakten versieht, saubere Morsezeichen geben, mit einem Radiergummi 
aber eher nicht.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

....und überleg´ mal wieviele Leute du mit solch einem Gerät 
beeindrucken kannst!
Das kannste nurnoch mit einer Rolex oder einem Porsche toppen.

...und das so billig.

: Bearbeitet durch User
von Experte (Gast)


Lesenswert?

Name schrieb:
> warum sind Morsetasten eigentlich so teuer?

Leute die Morsen sind die Audiophilien der Amateurfunker.

Da helfen nur bei Mondschein geölte Lager und von blonden Jungfrauen 
polierte Tasten.

von Klaus (Gast)


Lesenswert?

Experte schrieb:
> Leute die Morsen sind die Audiophilien der Amateurfunker.
> Da helfen nur bei Mondschein geölte Lager und von blonden Jungfrauen
> polierte Tasten.

Kommt mir auch oft so vor, dass die Tasten eher Kunstwerke als 
Arbeitsgeräte sind. Aber zum Glück kann man Paddles leicht selbst bauen. 
Da gibt es viele Anregungen auf Youtube. Und die Keyer-Elektronik ist ja 
meist schon im Funkgerät eingebaut.

von Marek N. (bruderm)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Oppermann hat zum Schluss die NVA-Tasten (mit 
Baby-Schnuller-Durchführung) für 20 DM rausgehauen.

Frauchen hat die o.g. Messingtaste für 35 € geschossen.

Was kostet ein Golfschäger, Tennisschläger, ein Paar Reiter- oder 
Motorradstiefel?

von OM (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ich habe für die Taste im Bild vor 8 Jahren 250,- gezahlt. Das Ding ist 
absolut präzise, musste noch nicht einmal nachjustiert werden, und hat 
einen fantastischen Druckpunkt. Ich mache squeeze-keying (da wird auch 
der Zustand "beide Paddles gleichzeitig gedrückt" ausgewertet), da ist 
das wichtig, wenn man über 20-25wpm schnell geben möchte.
Die Taste wurde in Handarbeit hergestellt. Dafür ist der aufgerufene 
Betrag absolut angemessen. Ich denke, die wird ewig halten.

73
OM
dit dit

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Hier wäre eine gedruckte Morsetaste:
https://www.elektronik-labor.de/HF/PrintPaddle.html#v12

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> ....und überleg´ mal wieviele Leute du mit solch einem Gerät
> beeindrucken kannst!

Seit wann kann man mit einer Morsetaste Fernsehbilder übertragen? Oder 
auf welche Weise sonst sollten die QSO-Partner "beeindruckt" werden?

Ich kennen keinen, der irgendwie extra Führungen durch seinen Shack 
organisieren würde, um das beeindruckende Exemplar von Morsetaste der 
staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren. Sowas passiert eher auf der 
Straße, denn da hat man die Zuschauer schon mal vor Ort.

von DL9HDA (Gast)


Lesenswert?

Experte schrieb:
> Leute die Morsen sind die Audiophilien der Amateurfunker.

Das ist natürlich wieder so eine Expertenmeinung ...

Guckt mal wie viele sich z.B. auf den Bergen rumtreiben oder in den 
FF-Gebieten. Dort schleppt keine seine >250 € Taste mit. Das geht auch 
viel einfacher. Da wird jedes Gramm eingespart.

Es ist halt wie bei einer Uhr. Du kannst Dir eine Rolex kaufen oder eine 
aus dem Kaugummiautomaten.

von Ham (Gast)


Lesenswert?

Hallo

Klaus schrieb:
> Kommt mir auch oft so vor, dass die Tasten eher Kunstwerke als
> Arbeitsgeräte sind.

Und das wird sehr geschickt ausgenutzt bzw. vorsätzlich der Anschein und 
das "Ambiente" geschaffen.
Findet man aber überall:
Ein nettes Holzkästchen, schöner schwere schwarzer Karton, beschichtet 
mit hochwertig wirkenden Stoff, irgendwelche schwere und polierte und 
schwere Metallbestandteile.
Dann noch ein selbst gedrucktes "Zertifikat" und irgendwelchen 
Seriennummern und eine (vorgeblich) begrenzte Stückzahl.
Und schon bezahlen viele Kunden vielfachen Aufschlag - egal in welchen 
Bereich, selbst in solchen wo man technischen "kühlen" Sachverstand bei 
den Käufern vermuten würde.
Wird das ganze noch mit einen entsprechenden Internettauftritt garniert 
ergänzt mit vorgespielter Offenheit  bezüglich der "Produktion" (...oft 
nur der Prototyp oder reines Schauspiel für den Kunden) und dann noch 
mit den Buzzwörtern :
"Handwerk", "Tradition", "Manufaktur" eventuell (je nach Produkt)auch 
"Nachhaltig" und die "Verantwortungskeule", ...
Und schon findet man in jedem Bereich mehr als genug Kunden die vielfach 
überhöhte Preise zahlen.

Ham

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Ich kennen keinen, der irgendwie extra Führungen durch seinen Shack
> organisieren würde

Nö, die kannst unter eine Glasglocke im Wohnzimmer positionieren, so daß 
jeder Besucher staunend fragt: Was issn das?

Du hast aberauch garkeine Phantasie  ;-)

DL9HDA schrieb:
> Guckt mal wie viele sich z.B. auf den Bergen rumtreiben oder in den
> FF-Gebieten. Dort schleppt keine seine >250 € Taste mit.

Wer was auf sich hält, hat für jede Gelegenheit die richtige Taste!
Arme Schlucker die nur eine Taste haben... tsss...tsss...tsss

Beitrag #6676946 wurde von einem Moderator gelöscht.
von qqq (Gast)


Lesenswert?

Goldenes Kalb schrieb im Beitrag #6676946:
> ....und kriegen dann trotzdem vom Gegenüber die Aufforderung:
> "99!"
>
> (Gib mit dem linken Fuß statt der rechten Hand weiter!)

Das ahnungslose Kalb verwechselt QLF mit 99...

von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

Ham schrieb:
> Hallo
>
> Klaus schrieb:
>> Kommt mir auch oft so vor, dass die Tasten eher Kunstwerke als
>> Arbeitsgeräte sind.
>
> Und das wird sehr geschickt ausgenutzt bzw. vorsätzlich der Anschein und
> das "Ambiente" geschaffen.
> Findet man aber überall:
> Ein nettes Holzkästchen, schöner schwere schwarzer Karton, beschichtet
> mit hochwertig wirkenden Stoff, irgendwelche schwere und polierte und
> schwere Metallbestandteile.
> Dann noch ein selbst gedrucktes "Zertifikat" und irgendwelchen
> Seriennummern und eine (vorgeblich) begrenzte Stückzahl.
> Und schon bezahlen viele Kunden vielfachen Aufschlag - egal in welchen
> Bereich, selbst in solchen wo man technischen "kühlen" Sachverstand bei
> den Käufern vermuten würde.
> Wird das ganze noch mit einen entsprechenden Internettauftritt garniert
> ergänzt mit vorgespielter Offenheit  bezüglich der "Produktion" (...oft
> nur der Prototyp oder reines Schauspiel für den Kunden) und dann noch
> mit den Buzzwörtern :
> "Handwerk", "Tradition", "Manufaktur" eventuell (je nach Produkt)auch
> "Nachhaltig" und die "Verantwortungskeule", ...
> Und schon findet man in jedem Bereich mehr als genug Kunden die vielfach
> überhöhte Preise zahlen.
>
> Ham

Dann mach doch mal eine Auflistung der Kosten um z.B.
https://www.bamatech.net/morsetasten/bamakey-tp-ii-twin-paddle-key-schwarz.html
herzustellen, ohne miese zu machen. Und wieviele müssen dann pro Monat 
verkauft werden zum überleben?

Schöne Taste btw..

Ich hab noch nirgends gelesen, daß irgendwelche Tasten eine begrenzte 
Stückzahl haben.

Und btw. Wayne, solange es Leute gibt, die einen Ferrari kaufen, wird es 
auch die überteuerten Flundern geben, obwohl man aus dem selben Haus 
günstige Kisten bekommt (fiat).

von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

DL9HDA schrieb:

> Es ist halt wie bei einer Uhr. Du kannst Dir eine Rolex kaufen oder eine
> aus dem Kaugummiautomaten.

Gibt es die Automaten noch? Hab schon ewig keine mehr gesehen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> Nö, die kannst unter eine Glasglocke im Wohnzimmer positionieren, so daß
> jeder Besucher staunend fragt: Was issn das?

In der Tat habe ich mal einem Geschäftspartner seine auf dem Schrank zur 
Schau hingestellte alte Junkers-Taste damals abkaufen können mit dem 
Hinweis, dass ich sie auch wirklich benutzen möchte. ;-) Ist jetzt mehr 
als 20 Jahre her.

von Sebastian S. (amateur)


Lesenswert?

Eine Morsetaste hat zwar den Begriff: "Taste" im Namen, hat aber mit 
einer Taste genauso viel zutun, wie ein VW-Golf mit einem 40-tonner LKW.
Du kannst ja mal versuchen mit einem 08/15-Taster zu morsen. Theoretisch 
geht das natürlich aber...
Sehr schnell merkst Du, dass die Handhabung unmöglich ist; ein 
vernünftiges Gehäuse (Gewicht und Standfestigkeit usw.) die Hapik und 
selbst das fehlende Geräusch sinnvoll sind. Einstellbarer Arbeitspunkt, 
individuelle Federung und ähnliches kommen auch noch hinzu.
Das "bessere" Aussehen ist eigentlich nur ein Abfallprodukt.

Übrigens: Gamer oder Vielschreiber benutzen sehr hochwertige und zum 
Teil sehr spezielle Tastaturen mit einem dazu passenden Preis. Da ist 
das scheinbar normal.

Für ein spielerisches S-O-S reicht natürlich ein "normaler" Taster. Zu 
einer richtige Konversation gehört dann schon ein gerüttelt Maß an 
Masochismus.

Und last but not least besteht schon ein "kleiner" Unterschied zwischen 
einem Artikel, der in kleinen Stückzahlen hergestellt wird und einem der 
in großen Serien gefertigt wird.

von Michael M. (michaelm)


Lesenswert?

chinafunker schrieb:
> ...Und btw. Wayne, ...

Welche Mitschreiber ist/sind denn das? Oder ist das Chinesisch??
Michael

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> chinafunker schrieb:
>> ...Und btw. Wayne, ...
>
> Welche Mitschreiber ist/sind denn das? Oder ist das Chinesisch??
> Michael

https://de.wikipedia.org/wiki/Wayne

"Wayne steht für:

   einen umgangssprachlichen, im Netzjargon verbreiteten Ausdruck für 
Gleichgültigkeit (abgeleitet von „Wen interessiert’s?“)"

von Michael M. (michaelm)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> "Wayne steht für:
>
>    einen umgangssprachlichen, im Netzjargon verbreiteten Ausdruck für
> Gleichgültigkeit (abgeleitet von „Wen interessiert’s?“)"

Danke Jörg für die Aufklärung. Ich kenne nur John Wayne (wenn sich sein 
Name so schrieb?).... :-)
Ich liebe Abkürzungen, vor allem, wenn sie in irgendeinem Netz üblich 
sind (das nichts mit ELektronik zu tun hat). ;-) Meine Eltern haben mir 
das zumindest nicht beigebracht, in einer Konversation so viel 
Fremdwörter wie möglich zu benutzen, um andere Menschen zu verwirren.
Von daher finde ich es einfach unmöglich und "cool" ist's schon 
garnicht.

Und ich habe keinen Bock darauf, jedes Mal ein Fenster mit Gockel, eins 
mit Leo's und eins mit Wiki nebenbei offen haben zu müssen, nur damit 
ich dem Text folgen kann. Offenbar kann der Mitschreiber doch Deutsch, 
wie man sieht...

Michael

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:

> Kann allerdings passieren, dass du damit am Ende doch nicht so zufrieden
> bist, weil die Haptik nicht so toll ist. ;-)

...und wenn man sowas wirklich intensiv nutzt, könnte man sich auch
eine Sehnenscheidenentzündung o.ä. holen.

von jemand (Gast)


Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>
>> "Wayne steht für:
>> einen umgangssprachlichen, im Netzjargon verbreiteten Ausdruck für
>> Gleichgültigkeit (abgeleitet von „Wen interessiert’s?“)"
>
> Danke Jörg für die Aufklärung. Ich kenne nur John Wayne (wenn sich sein
> Name so schrieb?).... :-)
> Ich liebe Abkürzungen, vor allem, wenn sie in irgendeinem Netz üblich
> sind (das nichts mit ELektronik zu tun hat). ;-) Meine Eltern haben mir
> das zumindest nicht beigebracht, in einer Konversation so viel
> Fremdwörter wie möglich zu benutzen, um andere Menschen zu verwirren.
> Von daher finde ich es einfach unmöglich und "cool" ist's schon
> garnicht.
> Und ich habe keinen Bock darauf, jedes Mal ein Fenster mit Gockel, eins
> mit Leo's und eins mit Wiki nebenbei offen haben zu müssen, nur damit
> ich dem Text folgen kann. Offenbar kann der Mitschreiber doch Deutsch,
> wie man sieht...
> Michael

OT: Ich benutze "Wayne" auch in meinem aktiven (auch mündlichen) 
Wortschatz, und nicht, um Leute damit zu verwirren. Ich nehme aber auch 
an, dass ich ein paar Jahre jünger bin, wenn ich mir den Text so 
anschaue.
Sprache wandelt sich und solche abwertenden Kommentare helfen keinem 
weiter. Es ist verständlich, nach einer Bedeutung zu fragen, oder Worte 
Mal nicht zu kennen, aber gleich mit "Offenbar kann der Mitschreiber 
doch Deutsch, wie man sieht..." oder dem Teil mit den Eltern zu kommen 
ist schon ziemlich wack, imho. (scnr, lol). Was ähnliches durfte man 
sich bestimmt schon von der damals älteren Generation vor 50 Jahren 
anhören.

von Name (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> "Wayne steht für:
>>
>>    einen umgangssprachlichen, im Netzjargon verbreiteten Ausdruck für
>> Gleichgültigkeit (abgeleitet von „Wen interessiert’s?“)"
>
> Danke Jörg für die Aufklärung. Ich kenne nur John Wayne (wenn sich sein
> Name so schrieb?).... :-)
> Ich liebe Abkürzungen, vor allem, wenn sie in irgendeinem Netz üblich
> sind (das nichts mit ELektronik zu tun hat). ;-)

Naja, der Ausdruck ist wirklich jedem bekannt. Egal ob 15 oder 85 Jahre 
alt.
Es ist immer wieder erschreckend, dass man in diesem Forum den 
Internetanalphabeten immer wieder die bekanntesten Dinge im Internet 
erklären muss. Natürlich ist der Ausdruck eine Anspielung auf John 
Wayne.

von Name (Gast)


Lesenswert?

Sebastian S. schrieb:
> Eine Morsetaste hat zwar den Begriff: "Taste" im Namen, hat aber mit
> einer Taste genauso viel zutun, wie ein VW-Golf mit einem 40-tonner LKW.
> Du kannst ja mal versuchen mit einem 08/15-Taster zu morsen. Theoretisch
> geht das natürlich aber...
> Sehr schnell merkst Du, dass die Handhabung unmöglich ist; ein
> vernünftiges Gehäuse (Gewicht und Standfestigkeit usw.) die Hapik und

Ist mir schon klar. Mit einem Klingelknopf möchte ich jetzt auch nicht 
morsen. Aber man kann durchaus Tasten mit anständiger Haptik und guter 
Stabilität für kleines Geld bauen. Ich sehe das praktisch. Ich lege Wert 
auf Funktionalität, weniger auf Optik und noch weniger auf irgend einen 
Markennamen.

von Mladen G. (mgira)


Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> Meine Eltern haben mir
> das zumindest nicht beigebracht, in einer Konversation so viel
> Fremdwörter wie möglich zu benutzen, um andere Menschen zu verwirren.
> Von daher finde ich es einfach unmöglich und "cool" ist's schon
> garnicht.

"Wayne interessierts?" gibt es nur im "deutschsprachigen Teil" des 
Internets.

Macht ja nix wenn man das nicht kennt, meine Neffen (10 und 12) 
verwenden in ihren Chats (weiss nicht mal welcher das gerade ist) 
Abkuerzungen und andere Dinge die ich erst Nachschlagen muesste, dass 
ich das nicht kenne liegt aber nicht an denen ;)

So ist das eben mit dem Zeitgeist..

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Name schrieb:
> Mit einem Klingelknopf möchte ich jetzt auch nicht
> morsen.

Total verwöhnte Jugend ;-)

Damit selbige heute auf vergoldeten und diamantbesetzten 
Svarowski-Tasten klimpern können, haben wir "Alte" auf Klingeltasten 
gekloppt  ;-)

Wer´s nicht gemerkt haben sollte, das war Sarkasmus.

Beitrag #6677169 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6677173 wurde von einem Moderator gelöscht.
von OM (Gast)


Lesenswert?

Ja für ein Bencher oder MFJ-Paddle 150€ oder noch mehr abzugreifen ist 
schon krass oder für eine stark gebrauchte Junker 80€. Aber so lange es 
Leute gibt, die das bezahlen wollen.
Es gibt eben Geschäftsbereiche da sind die Margen riesig.
Der Kunde hat in einem solch engen Markt kaum eine Auswahl. Entweder ein 
überteuertes Markenprodukt oder irgend ein Chinaschrott. Am besten, man 
baut es sich selber.

von Michael M. (michaelm)


Lesenswert?

jemand schrieb:
> OT: Ich benutze "Wayne" auch in meinem aktiven (auch mündlichen)
> Wortschatz,...
Dann schätze ich mich glücklich, dass du nicht zu meinem Bekanntenkreis 
gehörst. :-)

Name schrieb:
> ..der Ausdruck ist wirklich jedem bekannt. Egal ob 15 oder 85 Jahre
> alt.
Mit großer Sicherheit nicht.
> Es ist immer wieder erschreckend, dass man in diesem Forum den
> Internetanalphabeten immer wieder die bekanntesten Dinge im Internet
> erklären muss.
Möglicherweise bin ich länger als du im Internet, was den Schluss 
"Internetanalphabeten", dass ich einer wäre, kaum zulässt. ^^
U.U. verwechselst du auch sogenannte Sozial-Medien mit dem I-Net, wer 
weiß? Mir ist der Begriff vielleicht vor langen Jahren ein einziges 
Mal untergekommen und wurde wegen seiner "Unwichtigkeit" sofort in die 
"Ablage rund" befördert. :-D

von jemand (Gast)


Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> jemand schrieb:
>
>> OT: Ich benutze "Wayne" auch in meinem aktiven (auch mündlichen)
>> Wortschatz,...
>
> Dann schätze ich mich glücklich, dass du nicht zu meinem Bekanntenkreis
> gehörst. :-)

Bei dem, was du so schreibst, beruht das auf Gegenseitigkeit, auch wenn 
ich mir vorstellen kann, dass du eigentlich ein ganz netter Mensch bist.

> Name schrieb:
>
>> ..der Ausdruck ist wirklich jedem bekannt. Egal ob 15 oder 85 Jahre
>> alt.
>
> Mit großer Sicherheit nicht.

Da stimme ich dir zu.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Name schrieb:
> Aber man kann durchaus Tasten mit anständiger Haptik und guter
> Stabilität für kleines Geld bauen.

Mach doch.

Selbst die alten DDR-Morsetasten haben 15 oder 20 DDR-Mark gekostet 
(dazumals relativ viel Geld), und deren Haptik war wirklich nicht 
berauschend.

Wenn du es wirklich schaffst, für 20 Euro eine Taste zu bauen, die 
stabil ist und 'ne gute Haptik hat, dann ist dir vermutlich reißender 
Absatz gewiss. Die Optik interessiert wohl wirklich die wenigsten dabei.

von Name (Gast)


Lesenswert?

Michael M. schrieb:
> Möglicherweise bin ich länger als du im Internet, was den Schluss
> "Internetanalphabeten", dass ich einer wäre, kaum zulässt. ^^

Bin seit 1991 dem Beginn meines Studiums im Internet. Damals gabs noch 
kein WWW und keine Sozial-Medien in heutiger Form. Da gabs gopher und 
usenet. Brauchst dir nichts einbilden, wenn du wenige Jahre länger dabei 
bist, was ich aber nicht glaube. Unabhängig davon trifft der Begriff 
Internetanalphabet sehr gut auf dich zu, wenn du gängige Bezeichnungen 
nicht kennst und auch die Sozial-Medien nicht als Bestandteil des 
Internet zählst.

von Andreas M. (andreas_m62)


Lesenswert?

Nimm einfach einen alten Klingelknopp.

von Erwin D. (Gast)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Selbst die alten DDR-Morsetasten haben 15 oder 20 DDR-Mark gekostet
> (dazumals relativ viel Geld), und deren Haptik war wirklich nicht
> berauschend.

Da gab es aber zwei verschiedene Modelle. Einmal die sogenannte 
"GST-Taste", die taugte wirklich nicht viel. Und dann gab es noch die, 
die bei der SEG15 und SEG100 als Zubehör dabei war. Die war eigentlich 
ganz brauchbar und auch fein genug einzustellen, sowohl der Hub als auch 
die Kraft.

von Name (Gast)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Wenn du es wirklich schaffst, für 20 Euro eine Taste zu bauen, die
> stabil ist und 'ne gute Haptik hat, dann ist dir vermutlich reißender
> Absatz gewiss. Die Optik interessiert wohl wirklich die wenigsten dabei.

Wohl kaum. Die Optik, das Design ist maßgebend für den Preis. Gute 
Haptik, Stabilität und gute Kontakte bekommt man auch billig hin. Aber 
es ist gar nicht mein Ziel, ein Geschäftsmodell daraus zu machen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Erwin D. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Selbst die alten DDR-Morsetasten haben 15 oder 20 DDR-Mark gekostet
>> (dazumals relativ viel Geld), und deren Haptik war wirklich nicht
>> berauschend.
>
> Da gab es aber zwei verschiedene Modelle. Einmal die sogenannte
> "GST-Taste", die taugte wirklich nicht viel.

Yep, die meine ich. Die konnte man auch im Laden kaufen und hatte trotz 
ihrer Einfachheit einen – wie ich finde – schon heftigen Preis. Dabei 
war sie mechanisch schon sehr einfach gehalten.

Ich vermute, die SEG-Tasten waren eher so wie die Junkers-Teile, aber 
die hab' ich selbst nie gesehen (obwohl ich mal paar Monate lang ein 
SEG100 benutzt habe).

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Name schrieb:
> Gute Haptik, Stabilität und gute Kontakte bekommt man auch billig hin.

Nochmal: mach es, wenn du denkst, dass du das kannst.

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Also auch wenn ich kein Afu Rufzeichen habe, CW kann sogar auf dafür 
"Absolut weltfremden" Frequenzen gemacht werden.

Meine ersten versuche habe ich mit dem kleinen günstigen Modell gemacht: 
https://funktechnik-dathe.de/Morsetaste-einfache-Ausfuehrung-MFJ-550

Mit dem Unterschied ich hab sie für 6€ bekommen.

Und ja ich bekam tatsächlich sogar auf CB eine Antwort! Meine ersten 
Gehversuche auf CW mit einer SS3600. (Superstar von 1972!)


CW ist eine tolle betriebsart, keine Frage auch eine sehr nützliche.

Aber für ne Taste so viel Geld... krass!

von Erwin D. (Gast)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Ich vermute, die SEG-Tasten waren eher so wie die Junkers-Teile, aber
> die hab' ich selbst nie gesehen (obwohl ich mal paar Monate lang ein
> SEG100 benutzt habe).

Ich hab mal die Bildersuche bemüht. Auf den ersten Blick ist da nur ein 
anderer Deckel als bei der Junker.

von Andreas H. (ahz)


Lesenswert?

Michael M. & Name:
  Nehmt euch doch einfach ein Zimmer^^

Back to topic: Hat mal jemand versucht eine sinnvolle (!) Morsetaste per 
3d-Druck zu machen?

/regards

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Kilo S. schrieb:
> Also auch wenn ich kein Afu Rufzeichen habe, CW kann sogar auf dafür
> "Absolut weltfremden" Frequenzen gemacht werden.

Man kann es sogar über zwei Klingeldrähte machen. ;-)

Ich habe hier auch ein Paar ISM-Band-Transceiver, mit denen sich 
Besucher bei Veranstaltungen gegenseitig Morsezeichen geben können. 
Manche schaffen es ganz gut, dass die Zeichen nicht schmieren, auch mit 
den eher einfachen Tasten, die wir da hinstellen (eine davon ist so 'ne 
"GST-Taste").

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Lotta, Klaus, Ralph, Experte, Marek, DL9HDA, Sebastian und Name.

Lotta schrieb:
> Werden Morsetasten überhaupt noch in Massenproduktion
> hergestellt?

So viel ich weiss nicht, weil die nicht mehr in großen Mengen gebraucht 
werden.

> Das wird nämlich  der Grund sein, die Kleinserien-
> und Einzelfertigung.

Richtig.

> Hast Du mal ne richtige halbautomatische Taste gesehen?
> Ein mechanisches Wunderwerk!

Ja, aber man kann auch mit einfachen Hammertasten gut geben.


Klaus schrieb:
> Amateurfunk ist eben ein recht teures Hobby. Das sollte aber klar
> sein
> bevor man damit anfängt.
> Ja es gibt auch noch  teurere Hobbys.

Genau genommen gibt es nur wenige Hobbys, die noch weniger kosten.
Selbst zum Romane schreiben muss man recherchieren, wenn es gut werden 
soll, und das kostet z.B. auch oft Zeit und Geld.


Ralph B. schrieb:
> Mechanische Morsetasten müssen mechanisch sehr präzise gefertigt
> sein.
> Insbesonders die Lagerungen müssen spielfrei und schlackerfrei sein.
> Sonst kann man Morsezeichen nämlich nur schmieren.

Ja. Aber Hexenwerk ist es auch nicht, das mit normalem Hobbywerkzeug so 
hin zu bekommen, dass es gut funktioniert.
Siehe: 
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/5288357439/in/album-72157625666537302/
Die Lagerung ist eine Spitzenlagerung. Sie besteht aus einem Nagel, der 
quer über den Tastenarm hartgelötet wurde, und dessen überstehende Enden 
auf beiden Seiten spitz zugefeilt wurden. Die Aufnahmen für die Spitzen 
sind die Messingschrauben, die von unten mittig angesengt wurden, um 
eine Vertiefung zu bekommen.
Und dabei war das Hauptproblem, diese Senkungen zusammen mit den 
Gewindebohrungen für die Schrauben fluchtend hin zu bekommen, und es hat 
nicht gut geklappt. Trotzdem funktioniert das ganze zufriedenstellend, 
weil durch drehen der Schraube eine exzentrische Senkung etwas 
eingestellt werden kann, und die Lagerung trotzdem weder zu stramm noch 
zu lose ist.
Was ich mir heute schenken würde, sind die Rändel an den 
Einstellschrauben, die aus Messingblech gefertigt, gezackt eingefeilt 
und mit Silberlot aufgelötet wurden. Sooo häufig muss ich an die 
Einstellungen nicht ran, dass Rändel dort sinnvoll sind. Die Kontakte 
sind übrigens aus einem geschlachteten Kartenrelais herausgeschnitten.

Lagerungsprinzipien, die komplett Spielfrei sind, weil sie auf der 
Biegung einer Feder beruhen, gibt es übrigens auch.
Siehe: 
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/albums/72157626000120046
Ok, um robust zu sein, muss die Feder relativ groß und dick sein, was zu 
einer ziemlich hohen Federkraft führt, und um die auszugleichen braucht 
man einen langen Tastenarm, der damit zu einer verhältnismäßig sperrigen 
Taste führt. Aber das ganze funktioniert gut, und ist sehr angenehm zu 
geben.


> Die Fertigung ist halt mit einen gewissen Zeitaufwand verbunden,und das
> kostet halt Geld. Das Material ist nicht der große Posten der zu Buche
> schlägt.

Richtig. Qualitativ gute Tasten für kleines Geld gab es immer aus 
aufgelösten Militärberständen.
Allerdings hatte ich bei dieser britischen Militärtaste aus dem 80er 
Jahren schon deutliche Auflösungen des Isolationsmaterials der 
Zuführung.
Siehe 
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/5288889924/in/album-72157625666537302/
Die Qualität ließ/lässt also auch im militärischen Bereich nach.

Experte schrieb:
> Name schrieb:
>> warum sind Morsetasten eigentlich so teuer?
>
> Leute die Morsen sind die Audiophilien der Amateurfunker.
>
> Da helfen nur bei Mondschein geölte Lager und von blonden Jungfrauen
> polierte Tasten.

Na, die gibt es auch. Aber die stellen sich ihre polierten Messingteile 
auf einem Mahagonisockel als Statussymbol irgendwo hin, aber benutzen es 
kaum. ;O)

Morsen muss man nicht unter dem Aspekt der Ästhetik und Nostalgie 
tätigen. Es ist eine effiziente Nachrichtenübermittungsmethode, die in 
punkto Aufwand kaum geschlagen werden kann. Digitale verfahren wie FT4 
und FT8 oder WSJT kommen zwar mit noch weniger Leistung im funkkanal 
aus, benötigen aber einen Rechner als Encoder/Decoder, was in Summe die 
benötigte Leistung und den Aufwand wieder hoch treibt.

Es bleibt also ein netter Sport. ;O)

Marek N. schrieb:
> Oppermann hat zum Schluss die NVA-Tasten (mit
> Baby-Schnuller-Durchführung) für 20 DM rausgehauen.

Und die sind gut. Die komische Durchführung hat aber eine Tendenz zu 
zerfallen. Sie lässt sich aber in der Tat aus einem Babyschnuller 
improvisieren, und solange man das Teil nicht im Gelände verwendet, geht 
es auch ohne.

> Frauchen hat die o.g. Messingtaste für 35 € geschossen.
>
> Was kostet ein Golfschäger, Tennisschläger, ein Paar Reiter- oder
> Motorradstiefel?

Ich bin damals in meiner orangeroten Arbeitskleidung und mit einem 
Arbeitssicherheitshelm mit dem Logo eines bekannten Duisburger 
Stahlherstellers und in Arbeitssicherheitsschuhen reiten gegangen. Die 
Arbeitsschuhe waren zu breit für normale Steigbügel. Darum habe ich mir 
selber passende angefertigt, die auch vorne geschlossen waren wie an 
"mexikanischen" Sätteln. Dann besteht auch nicht die Tendenz, wegen der 
stark profilierten Sohle hängen zu bleiben. ;O)


DL9HDA schrieb:
> Experte schrieb:
>> Leute die Morsen sind die Audiophilien der Amateurfunker.
>
> Das ist natürlich wieder so eine Expertenmeinung ...
>
> Guckt mal wie viele sich z.B. auf den Bergen rumtreiben oder in den
> FF-Gebieten. Dort schleppt keine seine >250 € Taste mit. Das geht auch
> viel einfacher. Da wird jedes Gramm eingespart.

Naja, Robustheit bringt auch etwas Gewicht. Eine Taste, die ich draussen 
verwende muss keine "Feder" sein, aber mal einen heftigen Stoss und 
Dreck und Nässe abkönnen.
Die Messingteile auf Mahagonisockel sind dafür aber definitiv eher 
selten  geeignet.

Ausserdem sollte die Taste im Winter mit Handschuhen bedienbar 
sein.......
Ich habe mir da auch was einfallen lassen, siehe: 
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/albums/72157624563083680
Das Teil ist übrigens nicht aus Messing, sondern aus golden lackiertem 
Zinkdruckguss. Ein japanischer Nachbau der amerikanischen Militärtaste, 
wie sie schon seit den 1920er Jahren üblich war, und auch z.B. am GRC9 
mit einer Blechklammer für auf das Knie verwendet wurde.
Diese Nachbauten wurden von Conrad mal für 15 DM verkauft (in den 
80ern). Den komischen Dauerstrichhebel habe ich abgenommen weil er 
störte, und das ganze auf eine Alublechplatte geschraubt, in deren Rand 
Langlöcher für Gurtband gefeilt wurden. In das Gurtband habe ich breite, 
mehrfach genommene Gummizüge eingearbeitet, damit das ganze elastisch 
sitzt. Die Hülle ist LKW-Plane mit Webpelz gefüttert.

Wenn ich das Teil heutzutage neu aufbauen wollte, würde ich innen auch 
noch eine Tasche für einen Latentwärmespeicher auf Natriumacetatbasis 
(Handwärmkissen) vorsehen. Im Alter wird man bequem. ;O)

> Es ist halt wie bei einer Uhr. Du kannst Dir eine Rolex kaufen oder eine
> aus dem Kaugummiautomaten.

Man muss halt wissen, was man mit dem Teil vor hat.....


Name schrieb:
> Sebastian S. schrieb:
>> Eine Morsetaste hat zwar den Begriff: "Taste" im Namen, hat aber mit
>> einer Taste genauso viel zu tun, wie ein VW-Golf mit einem 40-tonner LKW.
>> Du kannst ja mal versuchen mit einem 08/15-Taster zu Morsen. Theoretisch
>> geht das natürlich aber...
>> Sehr schnell merkst Du, dass die Handhabung unmöglich ist; ein
>> vernünftiges Gehäuse (Gewicht und Standfestigkeit usw.) die Hapik und
>
> Ist mir schon klar. Mit einem Klingelknopf möchte ich jetzt auch nicht
> Morsen. Aber man kann durchaus Tasten mit anständiger Haptik und guter
> Stabilität für kleines Geld bauen. Ich sehe das praktisch. Ich lege Wert
> auf Funktionalität, weniger auf Optik und noch weniger auf irgend einen
> Markennamen.

Die üblichen Klingelknöpfe sind nun wirklich kaum geeignet, weil die 
meistens keinen sicheren Kontakt machen.
Wenn Du aber z.B. einen sehr guten Drucktaster wie zur Steuerung einer 
Maschine verwendest, dann sieht die Sache schon anders aus. Dann bist Du 
aber auch schon im Preissegment von über 10 Euro (wie eine abgeranzte 
Taste vom Flohmarkt) bis weit über 50 Euro für einen wasserdichten und 
vandalensicheren Taster.

Tatsächlich kann ich mit einer aus zwei Schraubendrehern mit 
unisoliertem Schaft, die am Schaft kontaktiert sind (z.B. durch 
umwickeln mit einem abisolierten Draht) improvisiert sind, deutlich 
besser geben als mit gerade einem "Klingelknopf". ;O)
Mann nimmt in jede Hand einen Schraubendrehergriff, hält die Schäfte 
über Kreuz, und kann durch leichtes ankippen der Hände an der 
Kreuzungsstelle einen Kontakt herstellen. Es handelt sich um einen 
Reibkontakt, der deutlich sicherer als in einem Klingelknopf ist, 
solange die Schraubendreher nicht zu verrostet oder zu sehr mit Farbe 
bekleckert sind (da würde Sandpapier helfen)

An der Haptik kann man viel machen, da sich die meisten Tastenknöpfe 
abnehmen lassen und durch etwas anderes, selbst gebautes ersetzten 
lassen.
Von der Haptik her würde ich als Material gewachstes Holz bevorzugen, 
ist aber kein Muss, und die Tastenform ist auch eher nebensächlich.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sehe ich es so, dass man die 
"richtige" Gebehaltung *) einmal gelernt haben sollte, und diese auch 
kennen und können, aber im realen Betrieb kann ich die persönlich selten 
so einsetzten, weil sie einen ausreichend großen Tisch vorsieht (ich 
arbeite aber praktisch meist mit der Knietaste) und man seine 
Handhaltung auch wechseln können muss, weil man sonst auch in der 
"idealen" Haltung ermüdet.


*) Bei der "richtigen" Gebehaltung legt der Ellenbogen abgewinkelt auf 
dem Tisch. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger umfassen den 
Tastenknopf, und das Handgelenk liegt dabei NIEMALS auf dem Tisch auf. 
Die Taste ist mit der Feder so eingestellt, dass sie Hand und Arm gerade 
noch trägt (das ist überraschend stramm, viele Tasten lassen diese 
Einstellung nicht zu, weil die Feder ermüdet ist) und zum Geben drückt 
man das Handgelenk nach unten, so als ob der Knopf in Wirklichkeit unter 
dem Handgelenk liegt. Mit dieser Handhaltung fällt es auch leicht, 
"Normschrift" zu geben. Darum sollte man diese Handhaltung üben und zum 
lernen verwenden. Später sollte man es dann ausgehend von dieser 
Erfahrung so machen, wie man es gut kann. Ob man schmiert, hört man 
selber dann sofort, und ob die aktuelle Handhaltung anstrengend ist, 
merke sogar ich mit meinem kaputten Körpergefühl.

Nachtrag: Meine Ausführungen beziehen sich auf Hub- oder Hammertasten, 
auch als "straight key" bezeichnet. Für Paddels ist meine Feinmotorik 
und Reaktionsgeschwindigkeit zu mies. Da müssen andere Leute drüber 
erzählen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Andreas.

Andreas H. schrieb:

> Back to topic: Hat mal jemand versucht eine sinnvolle (!) Morsetaste per
> 3d-Druck zu machen?

Ja natürlich. Ich selber nicht, aber ich habe schon mehrere Designs 
gesehen.
Welche, wo eine Metallfeder anschliessend separat eingesetzt wurde, als 
auch welche, wo das Kunststoffmaterial selber als Feder verwendet wird.

Der Kreativität stehen also alle Türen offen. ;O)


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Erwin.

Erwin D. schrieb:

> Da gab es aber zwei verschiedene Modelle. Einmal die sogenannte
> "GST-Taste", die taugte wirklich nicht viel.

Die finde ich besser als ihren Ruf. ;O)

Ich habe sie gerne als kompakte Taste für portabel verwendet, bevor ich 
auf eine
alte britische Knietaste umgestiegen bin.
Mit der Erfahrung habe ich mir dann eine eigene Knietaste gebaut.

> Und dann gab es noch die,
> die bei der SEG15 und SEG100 als Zubehör dabei war. Die war eigentlich
> ganz brauchbar und auch fein genug einzustellen, sowohl der Hub als auch
> die Kraft.

Die entspricht in etwa der westdeutschen Junkers Taste, ist aber 
deutlich höher.
Es hängt also an der Physiognomie des einzelnen, welche er bevorzugt.

Bei gebrauchten Junkers Tasten sollte man vorsichtig sein. Sehr alte 
haben keine Ratsche an der Einstellungsschraube. Das führt dazu, dass 
sie leicht überdreht werden, wenn man an den Endanschlag kommt. Dann 
sind sie aber auch kaputt, weil sich das Feingewinde dann kaum noch 
drehen lässt.
Die NVA-Teile sind da deutlich robuster.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6677426 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Wenn ich mir die einfachen Modelle so anschaue, sowas könnt ich bestimmt 
auch selbst bauen.

Meine günstige (wie das einfache MFJ Modell) habe ich leider nicht mehr.

Klar wer sowas selbst baut und dann auch noch aus Plexiglas und Messing 
(polierte Messing hat schon was schönes an sich, ich mag das!) Der 
möchte natürlich auch eine gewisse Wertschätzung für seine Arbeit.

Aber die Preise die teils aufgerufen werden sind schon wirklich in der 
Kategorie "Luxusgut" anzusiedeln.

Was mir aber fehlt ist der "Ham Spirit"... leider in vielerlei Hinsicht.

Man schaue sich mal die Angebote auf Facebook als Beispiel an, da werden 
Preise aufgerufen....

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Kilo S. schrieb:
> Was mir aber fehlt ist der "Ham Spirit"... leider in vielerlei Hinsicht.

Den wirst du wohl eher außerhalb solcher Anzeigen-Angebote finden: 
Weitergabe im OV, oder an einen Nachwuchs-Ham, der gerade (auch wenn es 
keine Pflicht mehr ist) mit CW anfängt.

Das steht dann bloß nicht bei Facebook oder als Anzeige in einer 
Zeitschrift.

von Kilo S. (kilo_s)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Den wirst du wohl eher außerhalb solcher Anzeigen-Angebote finden:
> Weitergabe im OV, oder an einen Nachwuchs-Ham, der gerade (auch wenn es
> keine Pflicht mehr ist) mit CW anfängt.

Auch selten geworden.

Zu viele wurden echt hart verarscht auch bei solchen Sachen.

Jörg W. schrieb:
> Das steht dann bloß nicht bei Facebook oder als Anzeige in einer
> Zeitschrift.

Wobei man auf Facebook am Ende doch noch Schnäppchen machen kann wenn 
man sich privat mit dem Verkäufer unterhalten kann.

Zwei VHF 5/8 von Kathrein mit Fuß für 20€ ist echt günstig!
Nur mal als Beispiel...

von Hp M. (nachtmix)


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> Wer was auf sich hält, hat für jede Gelegenheit die richtige Taste!
> Arme Schlucker die nur eine Taste haben... tsss...tsss...tsss

In der Tat.
Aber nicht jeder, der solch aufwändige Konstruktionen verwendet, will 
damit auffallen, manchmal ist das Gegenteil der Fall.
Aus diesem Grunde hat mein Vater im Krieg bei seiner Dienststelle bei 
Brüssel halbautomatische amerikanische Tasten nachgebaut. Die waren für 
die deutschen U-Boote bestimmt, die vor der Küste der USA lauerten. Bei 
der Marine wurden nämlich sonst nur die altmodischen Klopfer verwendet, 
und jeder Funker im Umkreis hätte auch ohne kryptologische Fähigkeiten 
sofort gewusst, wer da sendet...

von dfIas (Gast)


Lesenswert?

Bernd W. schrieb:
> Andreas H. schrieb:
>> Back to topic: Hat mal jemand versucht eine sinnvolle (!) Morsetaste per
>> 3d-Druck zu machen?
> Ja natürlich. Ich selber nicht, aber ich habe schon mehrere Designs
> gesehen.
> Welche, wo eine Metallfeder anschliessend separat eingesetzt wurde, als
> auch welche, wo das Kunststoffmaterial selber als Feder verwendet wird.
Dieses 3D-Druckermaterial taugt nur nicht viel. Ich habe von den 
6-Euro-China-Paddles zwei Stück, die habe ich schon mehrfach 
geschrottet. Die Paddles brechen an der Stelle, wo sie die Schraube für 
den Mittenkontakt reindrehen. (Ja, tatsächlich: im 3D-Material wurde 
Gewinde geschnitten ...) Ist aber Thermoplast und lässt sich mit der 
Heißluftpistole wieder kitten. Dann passt die Form u. U. nicht mehr und 
eine Seite klemmt. So nach Trabbi-Mentalität: schnell kaputt, aber 
schnell wieder repariert. Zumindest die Paddles sollte man aus 2 mm 
dickem Blech herstellen oder überlegen, wie man diese Bruchstelle in der 
Mitte vermeidet. Die teureren Paddles (so ab 20 Euro) haben dort wohl 
auch zumindest eine Verdickung.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

dfIas schrieb:
> Die Paddles brechen an der Stelle, wo sie die Schraube für den
> Mittenkontakt reindrehen. (Ja, tatsächlich: im 3D-Material wurde Gewinde
> geschnitten ...)

Man könnte da aber auch eine Mutter bzw. einen Sechskantbolzen einsetzen 
während des Druckvorgangs. Üblicherweise macht man das so, dass die 
Aussparung dafür gedruckt wird und dann der Druck angehalten. Man setzt 
den Sechskant ein und lässt weiter drucken, sodass er vollständig vom 
Druckmaterial umschlossen ist.

Ansonsten könnte man versuchen, mit was stabilerem als PLA (ABS oder 
CPE) zu drucken.

Paddle interessiert mich persönlich nicht so sehr, aber vielleicht 
versuche ich mich ja mal an einer Klopftaste.

Beitrag #6678298 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Laser schrieb im Beitrag #6678298:
> Muss so ein Morsetaster eigentl. auch entprellt sein?

Irgendwie irgendwo schon, aber üblicherweise nicht im Taster.

Wenn er zu stark prellt, bewirkt das "clicks": Seitenbänder, die 
aufgrund der im Vergleich zur Tastfrequenz hohen Frequenz des Prellens 
deutlich außerhalb des eigentlich gewünschten CW-Kanals dann Störungen 
produzieren.

Da das gerade in früherer Zeit durchaus schon mal vorkommen konnte, hat 
man das seiner Gegenstation durch ein angehängtes "k" am Rapport kund 
getan. (Auch wenn sich "click" im Englischen mit "c" schreibt: das "c" 
wurde für "chirp" benutzt, also eine während des Zeichens weg laufende 
Frequenz.)

: Bearbeitet durch Moderator
Beitrag #6678343 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Marek N. (bruderm)


Lesenswert?

Zumindest die NVA-Taste hatte im Bakelitfuß eine R(L)C-Kombination, um 
das Kontaktprellen zu minimieren.

von dfIas (Gast)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Man könnte da aber auch eine Mutter bzw. einen Sechskantbolzen einsetzen
> während des Druckvorgangs. Üblicherweise macht man das so, dass die
> Aussparung dafür gedruckt wird und dann der Druck angehalten. Man setzt
> den Sechskant ein und lässt weiter drucken, sodass er vollständig vom
> Druckmaterial umschlossen ist.
Dann bleibt ja kaum noch Material über. Die Paddles sind nur etwa 2,5 mm 
stark und etwa 8 mm hoch an dieser Stelle, abzüglich des M3-Gewindes.
Vielleicht drücke ich einfach nur zu fest, obwohl ... es ist ja eine 
"Squeeze"-Taste.

von dfIas (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hier mal 'ne Großaufnahme - DF1AS

von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

Bernd W. schrieb:
>
> Nachtrag: Meine Ausführungen beziehen sich auf Hub- oder Hammertasten,
> auch als "straight key" bezeichnet. Für Paddels ist meine Feinmotorik
> und Reaktionsgeschwindigkeit zu mies. Da müssen andere Leute drüber
> erzählen.

Hmm, vlt. sollt eich auch mal meine, ich denke GST Taste, probieren.

>
> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> http://www.l02.de

So stellt man die Straight key richtig ein!11ölf

https://www.youtube.com/watch?v=ncOcgarGJHI
Irgendwie Freakig.

von Kleiner SWL (Gast)


Lesenswert?

https://www.i2rtf.com/sculpture-mono.html
Hier gibt es preiswerte Tasten.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Kleiner SWL schrieb:
> Hier gibt es preiswerte Tasten.

Es wäre schon angebracht, wenigstens noch einen Ironie-Tag dran zu 
setzen.

Ansonsten: weiter oben wurde der Link auf eine vergleichsweise 
preiswerte MFJ-Taste bereits gepostet:

https://funktechnik-dathe.de/Morsetaste-einfache-Ausfuehrung-MFJ-550

Beitrag #6680335 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6680355 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6680371 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Kleiner SWL (Gast)


Lesenswert?

Es wäre schon angebracht, wenigstens noch einen Ironie-Tag dran zu 
setzen.

Hier 😇😗

Ps.
Die Fa. Junkers hat Flugzeuge hergestellt.
Dei Fa. Junker CW Tasten 😘

Beitrag #6680409 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6680420 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6680438 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Marek N. (bruderm)



Lesenswert?

Bitteschön,

hier mal ne Aufbauanleitung für eine 2-Tasten-Paddle.

Quelle: 
http://www.swiatradio.com.pl/virtual/download/konstrukcje_dla_poczatkujacych.pdf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> hier mal ne Aufbauanleitung für eine 2-Tasten-Paddle.

Gemixt mit einer für einen Drehko-Feintrieb? ;-)

Aber man sieht natürlich deutlich, dass es zumindest einiges an 
mechanischer Arbeit ist, was in einer ordentlichen Taste drin steckt.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Jörg.

Jörg W. schrieb:

> Ansonsten könnte man versuchen, mit was stabilerem als PLA (ABS oder
> CPE) zu drucken.

Ich werde in absehbarer Zeit gezwungen sein, mir für mein 
Steckschliesssystem einige Steckschliessen 3D-Drucken zu lassen. Dann 
stehe ich vor dem gleichen Problem, weil das auch "Kunststofffedern" 
beinhaltet, und weil es ja zu dem vorhandenen System passen soll, kann 
ich noch nicht einmals Schwachstellen dicker machen.

Allerdings habe ich gesehen, dass es auch Anbieter gibt, die Nylon 
3D-Drucken.
Möglicherweise ist dass das Material der Wahl? Wenn ich mir aber so 
einen Dübel ansehe und eine Steckschliesse, hat die Steckschliesse das 
deutlich härtere Material....aber es kommt ja auch auf die 
Dauerfestigkeit an.

Wenn ich nach den Materialien für die Klickverschlüsse gefragt habe, 
bekam ich als Antwort Celluloseacetat oder Hochdruckpolyethylen. Ich 
vermute aber, das Füllstoffe einen erheblichen Anteil an den 
Materialeigenschaften haben. Bei Material, was dauerelastisch sein soll, 
denke ich dabei zuerst einmal an etwas faseriges. Zuviel Füllstoff (z.B. 
Marmormehl für Flammschutz) macht bröckelig.

>
> Paddle interessiert mich persönlich nicht so sehr, aber vielleicht
> versuche ich mich ja mal an einer Klopftaste.

Solange ich bei Tempo 100 bleibe brauche ich auch kein Paddle. Und ich 
muss nicht schneller geben, als ich auch hören kann, und es hat für mich 
relativ wenig Sinn, wesentlich schneller hören zu können als ich es 
wegnotieren kann.

Wer das Paddle aus orthopädischen Gründen verwenden will, ist vieleicht 
mit einem "Sidesweeper" besser bedient (die werden häufig mit Paddels 
verwechselt). Rein subjektiv führen aber Sidesweeper zu furchtbarem 
Schmieren.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


Lesenswert?

Hallo Chinafunker.

chinafunker schrieb:

> So stellt man die Straight key richtig ein!11ölf
>
> https://www.youtube.com/watch?v=ncOcgarGJHI
> Irgendwie Freakig.

Richtig. So auf die exakten Details zu pochen ist freakig. Das einzig 
wichtige ist, das er auch das Handgelenk nach unten durchschwingen 
lässt, so als wenn der Kontakt unter seinem Handgelenk läge. Dadurch 
bewegt sich der ganze Arm, und er neigt nicht so zum verkrampfen.

Wie er nun genau den Knopf umfasst und ob er den Arm dabei Auflegt oder 
nicht, ist eher unwichtig. Gegen Ermüdung und Verkrampfen sollte man die 
Position sowiso gelegentlich wechseln.....und aus dem Wechseln leitet 
sich ab, dass es keine ideale Position geben kann. ;O)

Der Kontaktabstand zwei Postkarten dick. Mmmmh... Ich habe gerade bei 
mir geschaut....sind eher drei. Möglicherweise habe ich dünnere 
Postkarten. ;O) Und für die Knietaste noch mehr Kontaktabstand, weil 
unter den ungünstigen Randbedingungen sollte das ganze etwas gröber 
sein, nicht das jede leichte Bewegung zu einem zusätzlichen Punkt führt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von HST (Gast)


Lesenswert?


von F. F. (foldi)


Lesenswert?

Habe mich gerade mal auf Google umgesehen.
Preise von 7€ bis 200€ habe ich gesehen.
Selbst die Elektronik für die Sensortasten gibt's fertig.
Obwohl die auch mit einem kleinen Mikrocontroller recht schnell selbst 
gemacht ist. Habe was ähnliches für einen anderen Zweck schon gemacht.
Wenn die Funkgerätepreise noch so sind, wie ich sie im Kopf habe, dann 
sind 200€ für nötiges Zubehör in meinen Augen durchaus normal.
Für nahezu jede Sportart ist man auch zwischen 1000-3000€ für die 
Grundausstattung dabei.
Eine Junkerstaste habe ich gerade noch für 60€ gesehen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

F. F. schrieb:
> Obwohl die auch mit einem kleinen Mikrocontroller recht schnell selbst
> gemacht ist.

Mittlerweile kann man da auch einfach 'nen überall erhältlichen Arduino 
nehmen. Muss ja nur noch ein Schalttransistor dran. Bisschen achten muss 
man auf die Einstrahlfestigkeit, nicht dass die Taste dann endlos selbst 
weiter Zeichen gibt, wenn der Sender wirklich „auf Sendung“ ist. ;-)

Der tatsächliche Aufwand steckt in der Mechanik.

Bezüglich selbst gebauter Elektronik: 1999/2000 habe ich an einer 
(älteren) Klubstation in St. Petersburg tatsächlich auch eine 
elektronische Morsetaste gesehen, die mit Röhren aufgebaut ist. Sowas 
war mir vorher nicht begegnet, nicht einmal als Bauanleitung. Ob sie 
noch funktionierte, weiß ich nicht, ich habe die Handtaste vorgezogen. 
:)

: Bearbeitet durch Moderator
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

HST schrieb:
> Hier die ultimative Anleitung..... 8-))

:-)

Die "Bulgarian army key" sieht ziemlich genauso aus wie das, was wir 
weiter oben als "GST-Tasten" bezeichnet haben.

: Bearbeitet durch Moderator
Beitrag #6680948 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Zeno (Gast)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Selbst die alten DDR-Morsetasten haben 15 oder 20 DDR-Mark gekostet
> (dazumals relativ viel Geld), und deren Haptik war wirklich nicht
> berauschend.

Meinst Du die im schwarzen Kunststoffgehäuse mit der schwarzen Kuller 
auf dem Tasthebel?
Das war wohl eher was für junge Funker. Wer's "professionell" machen 
wollte hat sich so etwas mit viel Aufwand selbst gebaut und das waren 
dann mechanische Wunderwerke.

von Zeno (Gast)


Lesenswert?

Name schrieb:
> Wohl kaum. Die Optik, das Design ist maßgebend für den Preis. Gute
> Haptik, Stabilität und gute Kontakte bekommt man auch billig hin. Aber
> es ist gar nicht mein Ziel, ein Geschäftsmodell daraus zu machen.

Dann laber hier nicht, mache einfach und zeige hier vor.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Zeno schrieb:
> Meinst Du die im schwarzen Kunststoffgehäuse mit der schwarzen Kuller
> auf dem Tasthebel?

Ja. Die bulgarische Taste im Film sieht zumindest sehr ähnlich aus.

von ham (Gast)


Lesenswert?

Generell klettern die Preise für Secondhand-Amateurfunkkram
schon seit vielen Jahren kontinuierlich in unrealistische, ja
fast absurde Höhen. Ham-freundliche Angebote sind heutzutage
eher die  Ausnahme.

Ich selbst habe hier noch einige Junker-Tasten herumliegen. Die
"fielen" vor vielen Jahren während meiner BW-Zeit "vom LKW". :-)
Mal schauen, was die wohl in 15-20 Jahren wert sein mögen.

von ham (Gast)


Lesenswert?

> Eine Junkerstaste

btw   Junkers |= Junker

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo zusammen.

Die Mechanik aus einem Siemens Telegraphen Relais ergibt auch einen 
präzisen Sweeper. Der Stummel (Anker) ist etwas kurz, da kann man sich 
aber dran gewöhnen oder etwas daran fummeln.

Mechanisch etwas empfindlich, aber man muss daran ja auch nicht reissen.
Feine Tasten sind ja auch nichts für Grobmotoriker ;-)
Meine Elektronik ist mit Transistoren nach einem Bauvorschlag von 
'Arlt-Elektronik' aus Düsseldorf aus dem Ende der 60er Jahre.
Ich nutze so eine Taste seit vielen Jahren. Bin nur gelegentlicher 
Telegraphist, mir hat es immer gereicht. Mit Handtaste geht gar nicht.
Anbei 2 Bilder: Auf dem 1. sieht man die Taste von vorn mit dem 
'angefummelten' Geber. Auf dem 2. sieht man die Mechanik des Relais. 
Oben die beiden einstellbaren Kontakte, in der Mitte der Anker, der 
leider nicht so richtig zu sehen ist; der geht dann durchs Gehäuse auf 
den Geber.
Das Teil selbst ist Präzisionsmechanik. Von diesen Relais gibt viele 
unterschiedliche Typen; nach meinem Wissen ist die Mechanik aber immer 
gleich. Zum Teil werden sie zu horrenden Preisen gehandelt.
Fragt mal die alten OMs; hat vielleicht noch jemand in der Kiste...

73
Wilhelm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Wilhelm S. schrieb:
> Die Mechanik aus einem Siemens Telegraphen Relais ergibt auch einen
> präzisen Sweeper.

Muss auch nicht von Siemens sein, die von RFT funktionieren genauso. ;-)

Sowas war vor 40 Jahren schon recht beliebt für den Zweck, zumal die 
Teile damals massenhaft ausgemustert worden sind.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


Lesenswert?

Hallo Jörg.

> ...die von RFT funktionieren genauso.
Sind die billiger?

Das wird wohl ursprüngliche Technik aus den 30er Jahren sein.
Ich lebe ggaannzz im Westen, zu meiner Sturm- und Drangzeit hatten wir 
hier nichts von RFT weder gesehen noch gehört. ;-)

73
Wilhelm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Wilhelm S. schrieb:

>> ...die von RFT funktionieren genauso.
> Sind die billiger?

Keine Ahnung, inzwischen dürften das allesamt Nostalgieobjekte sein.

Irgendwo habe ich früher auch mal eins für so einen Versuch 
geschlachtet, inzwischen scheue ich mich fast davor, noch weitere 
derartige Relais zu missbrauchen. :) Der Wert eines intakten Relais 
könnte mittlerweile den Preis für die Herstellung einer separaten 
Tastenmechanik übersteigen. ;-)

> Das wird wohl ursprüngliche Technik aus den 30er Jahren sein.

Ja, aber das Telex-Netz war ja bis in die 1980er Jahre noch sehr 
verbreitet, und bis zum Einzug der Halbleiter dürften diese Relais noch 
eine ganze Weile auch gebaut worden sein. Laut Wikipedia dienten sie ja 
letztlich der Verstärkung des Linienstroms, d.h. sie mussten die 50 Baud 
auch sauber generieren können.

Ich muss mal gucken, ob ich auf meinen irgendwelche Jahreszahlen finden 
kann.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Der Wert eines intakten Relais könnte mittlerweile den Preis für die
> Herstellung einer separaten Tastenmechanik übersteigen.

Wobei, es geht noch: in der Bucht bekommt man "Siemens Kleinpolrelais" 
ab 10 Euro – allerdings auf der nach oben offenen Wucher-Skala. Eine 
will doch wirklich 400 Euro für so ein Teil haben …

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


Lesenswert?

Ich habe, glaube ich, noch ein oder zwei in der Schatulle. Ich suche 
nicht mehr in meiner Hütte.., das habe ich schon länger aufgegeben.

Am besten -> 'Bares für Rares'. Die werden (würden) uns sicher hochkant 
hinauswerfen..  ;-)
Soviel Grinsemännchen kann ich gar nicht malen.

..zurück zum TO. So teuer müssen Morsetasten nicht sein. Wie beim Auto: 
du magst von einem Lamborghini träumen.., wenn ein Fiat 500 deine 
Bedürfnisse erfüllt?
Und vor allen Dingen!
Wir sind Amateure und Laien, und müssen damit kein Geld verdienen oder 
unserem Beruf nachgehen.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

Ist das hier die GST Taste oder die billigere? K40

https://i.ebayimg.com/images/g/mfgAAOSw-xVaDsJG/s-l1600.jpg

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ich habe hier noch mal ein Bild eines solchen Telegraphenrelais 
gefunden.
Vielleicht ist dann das Verständnis besser.

73
Wilhelm

von Erwin D. (Gast)


Lesenswert?

chinafunker schrieb:
> Ist das hier die GST Taste oder die billigere? K40
>
> https://i.ebayimg.com/images/g/mfgAAOSw-xVaDsJG/s-l1600.jpg

Das ist die sogenannte "GST-Taste". Die wurde von mehreren Herstellern 
gefertigt. Im Gegensatz dazu gab es die Taste, die zur SEG gehörte. Die 
sieht fast genauso wie die "Junker" aus und ist wesentlich besser als 
die einfache GST-Taste.

Beitrag #6682016 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Frido H. (hebu)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo zusammen
Hier mal Bilder von meiner Taste. In den 80er Jahren von einem
OM bekommen. War vorher im Besitz eines Schiffsfunkers.
Die Taste könnte schon noch was erzählen. Alter etwa zwischen
30er und 60er Jahren.
Ist bestens geeignet für Grob- und Feinmotoriker.
Wenn sie jemand in Kleinserie nachbauen will - ich bin bereit
Masse zu liefern.
Gruss Frido  HB9...

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Frido H. schrieb:
> ich bin bereit
> Masse zu liefern.

Maße oder Masse?

von Marek N. (bruderm)


Lesenswert?

Wäre cool, wenn jemand noch Kataloge oder Anzeigen aus z.B. den 50-ern 
raussuchen könnte, so dass man vergleichen kann, was diese damals 
wirklich gekostet haben.
Oft heißt es ja, dass heute z.B. Röhren unverschämt teuer seien.
Dabei kostete eine EF80 damals ca. 5 DM, was etwa einem 
Lehrlings-Wochengehalt entsprach. Heute bekommt man sie für 5 €: 
https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=0&nbc=1&q=ef80
Dafür bekommt man nicht mal ein Burger-Menü.

: Bearbeitet durch User
von Frido H. (hebu)


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> Maße oder Masse?

Fehlt das ß (z. B. bei einem Computerprogramm), schreibt man dafür ss.
In der Schweiz wird das ß generell durch ss ersetzt <§ 25 E2>.
Zum Beispiel:
Strasse (statt: Straße), aussen (statt: außen), Fussball (statt: 
Fußball)
https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/doppel-s-und-scharfes-s

Alles klar?
Gruss Frido HB9...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> Frido H. schrieb:
>> ich bin bereit
>> Masse zu liefern.
>
> Maße oder Masse?

Er hat doch extra mit HB9... unterschrieben.

von Erwin D. (Gast)


Lesenswert?

Frido H. schrieb:
> In der Schweiz wird das ß generell durch ss ersetzt

Da stell ich mir vor, wenn du einer Frau mitteilst: "Ich liebe deine 
Masse".
Entweder sie freut sich oder du siehst sie nie wieder :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Erwin D. schrieb:
> wenn du einer Frau mitteilst: "Ich liebe deine Masse"

Das sollst du ihr ja ins Ohr flüstern und nicht aufschreiben. :-)

Aber genug OT …

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Frido H. schrieb:
> Alles klar?

Nö, es geht mir nicht um Rechtschreibung!

Da das Wort Masse/Maße zwei verschiedene Bedeutungen haben kann, ist 
meine Frage darauf ausgerichtet, auch berechtigt, ob der User, ums mit 
anderen Worten zu formulieren, Material oder nur Abmessungen anbieten 
kann.

Capiche?

von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> Wäre cool, wenn jemand noch Kataloge oder Anzeigen aus z.B. den
> 50-ern
> raussuchen könnte, so dass man vergleichen kann, was diese damals
> wirklich gekostet haben.
> Oft heißt es ja, dass heute z.B. Röhren unverschämt teuer seien.
> Dabei kostete eine EF80 damals ca. 5 DM, was etwa einem
> Lehrlings-Wochengehalt entsprach. Heute bekommt man sie für 5 €:
> https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=0&nbc=1&q=ef80
> Dafür bekommt man nicht mal ein Burger-Menü.

Du hast uns um 5% belogen ^^
Aber stimmt, diese wirklichen Vergleiche fehlen.
Ich kann mićh an Zeiten erinnern, da war das billigste (mir bekannte) 
Auto fuer 14k DM zu bekommen. Wo gibts heute noch ein Auto für 7k€?
Allerdings muss man die Inflation mitrechnen.

Und btw. Lieber die Röhre als ein Burgermenu. Ist auch günstiger :D

von chinafunker (Gast)


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> Frido H. schrieb:
>> Alles klar?
>
> Nö, es geht mir nicht um Rechtschreibung!
>
> Da das Wort Masse/Maße zwei verschiedene Bedeutungen haben kann, ist
> meine Frage darauf ausgerichtet, auch berechtigt, ob der User, ums mit
> anderen Worten zu formulieren, Material oder nur Abmessungen anbieten
> kann.
>
> Capiche?

Das dürfte jeder hier kapiert haben, auch die Rechtschreib***** :D

Beitrag #6682254 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Frido H. (hebu)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Erwin D. schrieb:
>> wenn du einer Frau mitteilst: "Ich liebe deine Masse"
>
> Das sollst du ihr ja ins Ohr flüstern und nicht aufschreiben. :-)

Auch wenn du das so ins Ohr flüsterst klebt sie dir eine.
Hier wird im Schweizer Dialekt von der Figur geredet.
Auch der Ton macht die Musik :-)
So, hier ist Fussball angesagt. Man beachte das ss ;-)
Gruss Frido HB9...

Beitrag #6682293 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mikrowilli (Gast)


Lesenswert?

noch etwas offtopic: Mehr zum Buchstaben "ß", seiner Entstehung und 
möglichen Schreibweisen darumherum findet der interessierte Leser hier: 
https://de.wikipedia.org/wiki/ß ; siehe besonders den Absatz "Ersetzung 
und ähnliche Zeichen" im letzten Viertel der Seite.

Beitrag #6682629 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Muss auch nicht von Siemens sein, die von RFT funktionieren genauso. ;-)

Leider haben (mindestens meine) nicht mal einen Contest durchgestanden. 
Die Kontakte waren gut, aber die kleine Torsionsfeder hatt nach wenigen 
Stunden aufgegeben.

von Zeno (Gast)


Lesenswert?

Wilhelm S. schrieb:
> Das Teil selbst ist Präzisionsmechanik. Von diesen Relais gibt viele
> unterschiedliche Typen; nach meinem Wissen ist die Mechanik aber immer
> gleich. Zum Teil werden sie zu horrenden Preisen gehandelt.
> Fragt mal die alten OMs; hat vielleicht noch jemand in der Kiste...

Ja da habe ich noch ein paar rum liegen, die sind aber aus 
DDR-Produktion. Große Unterschiede zu dem Siemenswerk sehe ich da nicht.
Die sollten damals zur Wende verschrottet werden, das konnte ich mir 
nicht mit ansehen - sind teilweise noch orginalverpackt.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


Lesenswert?

Frido H. schrieb:
> Phasenschieber S. schrieb:
>> Maße oder Masse?
>
> Fehlt das ß (z. B. bei einem Computerprogramm), schreibt man dafür ss.

Auf technischen Zeichnungen, wo der Unterscheid tatsächlich nicht immer 
aus dem Zusammenhang hervorgeht, schreibt man für die geometrische 
Ausdehnung "Masze". Ist zwar nach Duden falsch, aber eindeutig von 
"Masse" unterscheidbar.

von Marek N. (bruderm)


Lesenswert?

"Abmessungen", "Bemaßung" oder "Dimensionen" wäre zu kompliziert?

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Ist zwar nach Duden falsch, aber eindeutig von "Masse" unterscheidbar.

Da würde "Mahse" besser passen, ist aber ungebräuchlich.

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> "Bemaßung"

Ohne "ß" sieht das seltsam aus ...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Was hat das eigentlich noch mit Morsetasten zu tun?

von Roland F. (rhf)


Lesenswert?

Hallo,
Jörg W. schrieb:
> Was hat das eigentlich noch mit Morsetasten zu tun?

Nichts.
Aber manchmal lockern solche kleinen Abschweifungen Diskussionen 
ungemein auf und man kann dabei außerdem auch noch was lernen. Ich 
wusste zum Beispiel nicht das die Schweitzer kein ß kennen. Zugegeben, 
das gehört auch eher in den Bereich des unnützen Wissens, aber ich finde 
es trotzdem interessant.

Sei ein bisschen nachsichtig. :-)

rhf

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Was hat das eigentlich noch mit Morsetasten zu tun?

Das hat damit zu tun, daß jemand die Masse einer selbigen zu liefern 
anbot und da sollte man schon wissen was überhaupt angeboten wird.

Frido H. schrieb:
> Wenn sie jemand in Kleinserie nachbauen will - ich bin bereit
> Masse zu liefern.

Leider hat sich der Anbieter dazu nicht weiter eingelassen, stattdessen 
meint er, daß die Schweizer die deutsche Rechtschreibung anders 
anwenden.

Na dann....

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Phasenschieber S. schrieb:
> stattdessen meint er, daß die Schweizer die deutsche Rechtschreibung
> anders anwenden

Ja, machen sie halt – kann man das dann nicht einfach mal dabei bewenden 
lassen, statt das hier ad nauseum auszuwalzen?

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> kann man das dann nicht einfach mal dabei bewenden
> lassen,

Du hast eine Frage gestellt und ich habe sie dir beantwortet!

So what?

Beitrag #6682886 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6682903 wurde von einem Moderator gelöscht.
von herbert (Gast)


Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> Was kostet ein Golfschäger, Tennisschläger, ein Paar Reiter- oder
> Motorradstiefel?

Oder 1 Tag Ski fahren? rein in die Berge raus nach Hause, Liftkarte , 
Füllung für den Magen usw. Eine schöne Morsetaste hat man sein ganzes 
Leben. Da steckt viel Handarbeit bei geringen Stückzahlen drinnen. Das 
Kostet halt. Manche Geber sind brutal aufwändig wie zb. die Vibroplex.
man kann sich einfache Paddle mit kapazitiven Sensoren aufbauen, dazu 
eine Keyer Elektronik wo du einiges einstellen kannst. Meine Handtaste 
habe ich nach meiner Prüfung verkauft und mir eine ETM-9C zugelegt. 
Gekauft hat sie einer der war schon gut 80 Jahre alt. Das nennt man 
Motivation...

von Marek N. (bruderm)


Lesenswert?

Ja, schon schade, dass damals nur eine senkrechte Handtaste zur Prüfung 
zugelassen war.
Das wäre ja so, als ob man heute zur Abi-Prüfung nur diesen einen 
Lamy-Füller benutzen dürfte.
Aus heutiger Sicht dürfte so eine Regelung sogar gegen den 
Gleichstellungs-Grundsatz verstoßen, weil niemand wegen seiner 
Behinderung benachteiligt werden darf: Sehnenscheidenentzündung, 
Arthritis, Rheuma -- man schaue sich mal den Altersdurchschnitt der 
Funkamateure mal an...
Man hätte die Regelung viel liberaler auslegen sollen, dass jegliche Art 
von Taste und Keyer-Elektronik zuglassen sein darf, wenn kein 
Textspeicher verwendet wird.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Ist die Frage, wie das heute ist. Man kann die Morseprüfung ja noch 
freiwillig ablegen, was Sinn haben kann, wenn man eine Gastlizenz in 
einem Land haben möchte, welches diese noch haben möchte.

Andererseits: Tempo 60 ist mit 'ner Handtaste nun auch kein wirkliches 
Problem.

von herbert (Gast)


Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> Man hätte die Regelung viel liberaler auslegen sollen, dass jegliche Art
> von Taste und Keyer-Elektronik zuglassen sein darf, wenn kein
> Textspeicher verwendet wird.

Beim Auto Führerschein gelten Pflichtstunden für Handschaltgetriebe. 
Danach kann man auf Automatik umsteigen.
Der Gedanke war wohl, dass die Leute sauber geben lernen und keinen 
Vorteil haben wenn sie einen dicken Geldbeutel für was besseres 
besitzen. Ps: Ich habe mir beim üben auch eine Sehnenscheiden Entzündung 
geholt...;-)

Beitrag #6683188 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6683210 wurde von einem Moderator gelöscht.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.