Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Der Weg zum hohen Gehalt


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von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Hallo,

im Gehaltsthread klingt es ziemlich einfach ein hohes Gehalt zu 
erreichen. Man wird halt einfach Scrum-Master oder Product-Owner bei 
einem OEM und schon hat man im Alter von 30 Jahren locker 170k€ 
Jahresgehalt bei 35h/Woche und 40 Tagen Jahresurlaub. Natürlich ist der 
berufliche Alltag total entspannt: viel Eierschaukeln und ab und zu ein 
paar Meetings und ein bisschen Powerpoint.

Wie bekommt man solch einen gut bezahlten Job? Muss man fachlich, 
sprachlich und sozial wirklich außerordentlich gut sein? Oder reicht 
auch unteres Mittelmaß und ein wenig Verkaufstalent.

Ich bummel mit 33 immer noch bei 60k€/Jahr Hungerlohn herum und will 
jetzt auch mal normal verdienen.

: Gesperrt durch Admin
von Rote T. (tomate)


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Montag != Freitag

von Elektrokurt (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Muss man fachlich,
> sprachlich und sozial wirklich außerordentlich gut sein?

Du darfst raten!

"Muss man für ein außerordentliches Gehalt außerordentlich gut sein??"

MMMMHHHH?????????
Was glaubst du???

Fakt ist die allermeisten Gutverdiener haben es auch verdient, dazu gibt 
es wohl auch einen Teil mit Glück, Namen oder Vitamin B.

Leute die mit 30 >200k verdienen gibt es vorallem in den USA sicher 
einige, aber das sind dann halt ultra Überflieger von Eliteunis die dann 
bei einem Großkonzern oder der NSA oÄ. arbeiten.

Stefan H. schrieb:
> Oder reicht
> auch unteres Mittelmaß

Würdest du das fair finden??
Wie schätzt du dich selber im Vergleich zu anderen ein?
Bist du außerordentlich übermäßig?

Jeder hat die Chance bei Google und co. anzuheuern, jeder hat die Chance 
einen Hackathon zu gewinnen.

https://www.hackasat.com/
https://www.golem.de/news/hack-a-sat-wer-uebernimmt-den-satelliten-der-us-luftwaffe-2008-150135.html

Klassiche Chance einen von dir gewünschten Job zu bekommen.

von Rembrand (Gast)


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170k sind natürlich heftig, 150k auch, selbst 120k sind noch ein Brett.
Außerhalb von igm sind auch 100k noch ein Brett

Als fachlich versierter ist das quasi ausgeschlossen. Man bearbeitet nur 
ein teil eines projekts, und ist in der kette im grunde ein 
"handwerker".

Wirklich geld verdient man als projektleiter oder team/abteilungsleiter 
oder eben xy. Überall dort wo man manger sein muss.
Da zählt aber nicht wie gut man fachlich ist, das ist nur ein nice to 
have.

Was man können muss?
Strategisches denken, ein gespür davor wie die mitarbeiter arbeiten und 
agieren, durchsetzungsvermögen um "haben wir schon immer so gemacht" vom 
tisch zu fegen, politische fähigkeiten um kunden und C-O zu überzeugen, 
redegewandheit, presentationstechnik. Ein gespür wann welche information 
richtig platziert ist.
Fähigkeit mit verantwortung umzugehen, resistenz gegen stress. Die 
fähigkeit bei einer nicht endenwollenden thematik auch mal abzuschalten 
und ein privatleben zu haben
Flexible zeiteinteilung für die arbeit, bereitschaft viele überstunden 
zu leisten wenn es sein muss.

Vieles von dem was von mitarbeitern immer belächelt wird braucht man. Ja 
eine schöne presentation halten, das ist so einfach und kein geld wert. 
Aber eine presentation die alles auf den punkt bringt, keine fragen 
offen lässt und dabei in sehr kurzer zeit über die bühne geht ist etwas 
anderes. Man muss auch verstehen, dass es oft darum geht menschen zu 
überzeugen die von den kernproblemen keine ahnung haben

von Realist (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Man wird halt einfach Scrum-Master oder Product-Owner bei einem OEM und
> schon hat man im Alter von 30 Jahren locker 170k€ Jahresgehalt bei
> 35h/Woche und 40 Tagen Jahresurlaub.

115k bei 40h und 31 Tagen Urlaub ist noch realistisch ohne 
Führungsverantwortung.

Stefan H. schrieb:
> Natürlich ist der berufliche Alltag total entspannt: viel Eierschaukeln
> und ab und zu ein paar Meetings und ein bisschen Powerpoint.

Nicht bei hohem Gehalt. Entspannt sind gewöhnlich nur mittelmäßig 
bezahlte Jobs. Zum Beispiel was du gerade machst müsste entspannt sein.

Stefan H. schrieb:
> Wie bekommt man solch einen gut bezahlten Job? Muss man fachlich,
> sprachlich und sozial wirklich außerordentlich gut sein? Oder reicht
> auch unteres Mittelmaß und ein wenig Verkaufstalent.

Relativ einfach: Arbeitgeber wechseln, alle 3-5 Jahre, sich dabei immer 
weiterbilden.

von Weich W. (hand_werker)


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Los Senf D., sag deinen Satz!

von Ultimate Qwertz (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Wie bekommt man solch einen gut bezahlten Job?

Vielleicht hast du Glück und Senf D. steht auf Männer? Dann könnte er 
die Türen öffnen und sein Herz.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Elektrokurt schrieb:
> Stefan H. schrieb:
>> Oder reicht
>> auch unteres Mittelmaß
>
> Würdest du das fair finden??

Nein, überhaupt nicht!

> Wie schätzt du dich selber im Vergleich zu anderen ein?

Naja, eher unteres Mittelmaß.

> Bist du außerordentlich übermäßig?

Nein!

Elektrokurt schrieb:
> Fakt ist die allermeisten Gutverdiener haben es auch verdient

Gut, dann habe ich, falls ich es schaffe eines Tages einmal wirklich 
relativ gut zu sein, wirklich eine realistische Chance.

Rote T. schrieb:
> Montag != Freitag

Es ist Feiertag. Die Läden haben zu. ;)

Realist schrieb:
> Nicht bei hohem Gehalt. Entspannt sind gewöhnlich nur mittelmäßig
> bezahlte Jobs. Zum Beispiel was du gerade machst müsste entspannt sein.

Im Prinzip ja. Wenn ich meinen Job wechsel, suche ich mir i. d. R. etwas 
aus, worin ich mich Null auskenne und mache Learning-by-Earning, weil 
mich ein Thema einfach interessiert und ich neben dem Beruf zu wenig 
Zeit habe, das zu lernen. Wenn man das als bezahlte Weiterbildung sieht, 
ist das Gehalt sogar relativ gesehen ziemlich gut, im Nachhinein 
betrachtet.

OK, dann heißt es also, einfach einmal in einer Sache richtig gut werden 
und dann öffnen sich die Türen.

von Elektrokurt (Gast)


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Schritt Numero uno:
Keinen solchen peinlichen Schmarn im Internet unter Klarnamen posten.

Im Ernst, wer so etwas tut hat nichts zu verlieren oder ist ganz komisch 
drauf. Stell dir vor, du bist in 10 Jahren auf so einer Position.
Jeder googelt dich, immer!

Dann finden sie so etwas wie:

Stefan H. schrieb:
> Alltag total entspannt: viel Eierschaukeln und ab und zu ein
> paar Meetings und ein bisschen Powerpoint.

Glaubst du das ist für die Karriere zuträglich??????????????????
Gaubst du, du kannst ernsthaft Leute unter dir führen und nach oben 
Gehaltswünsche geltend machen, wenn du deinen Job selbst als 
"Eierschaukeln" bezeichnest??
Genau aus solchem Grund sind manche eben bei >100k und andere nicht.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Elektrokurt schrieb:
> Gaubst du, du kannst ernsthaft Leute unter dir führen und nach oben
> Gehaltswünsche geltend machen, wenn du deinen Job selbst als
> "Eierschaukeln" bezeichnest??

Na, ich hoffe nicht!

Andererseits lese ich u. a. hier im Forum oft Beiträge, die genau das 
suggerieren. Natürlich sind diese oft in einem überheblichen, arroganten 
Ton verfasst.

Es entsteht eben der Eindruck, und der täuscht hoffentlich, dass sich 
doch viele Menschen an eine Position mogeln, die dieser eigentlich nicht 
gerecht werden.

Das ist eben so: Wenn man einmal beobachtet hat, wie jemand einen 
Karrieresprung ohne entsprechende Leistung geschafft hat, dann bricht 
halt irgendwie eine Welt zusammen. (Beispiel: Gerd Postel) Da könnte man 
halt denken, dass der vernünftige Weg (Fachwissen, Kompetenz, Interesse, 
Ehrgeiz, Dokumentation, Präsentation) der Holzweg ist.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Weich W. schrieb:
> Los Senf D., sag deinen Satz!

Ich weiß nicht, welchen Satz du meinst. Es gibt auf jeden Fall nicht 
den einen Weg zu einem hohen Gehalt, aber die Wahl des Arbeitgebers 
ist sicher ein wichtiger Faktor. Wenn du irgendwo schlecht bezahlt in 
einer Klitsche arbeitest, kannst du wahrscheinlich noch so gut sein, es 
ist bei diesem Arbeitgeber trotzdem unerreichbar. Dann vielleicht noch 
ein Tipp, der aber wirklich nicht neu ist: "Tue Gutes und rede darüber".

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Stefan H. schrieb:

> Wie bekommt man solch einen gut bezahlten Job?
>
> Ich bummel mit 33 immer noch bei 60k€/Jahr Hungerlohn herum und will
> jetzt auch mal normal verdienen.

Tipp:
Besorg dir ein paar Bausteine und bau daraus eine (Gehalts-)Pyramide - 
dann hast du die Antwort vor Dir:


###   Es gibt kein hohes Normal-Gehalt.   ###


Für ein hohes Normalgehalt müsstest du Steine aus der Basis an die 
Spitze versetzen. Dort halten die sich aber nicht, sondern rutschen ab 
und reissen gleich ein paar Steine mehr mit nach Unten.

Man könnte natürlich auch alle Steine auf ein einheitliches Niveau 
setzen, dann reicht es natürlich nicht zu einem weit in die Landschaften 
schauenden Weltwunder sondern lediglich zu einer gepflasterten Fläche, 
auf der man gut Jubelparaden wie damals in der DDR abhalten kann.

Oder man legt gleichviel Steine in jeder Schicht übereinander, dann 
reicht der Steineturm zwar weiter in die Höhe - ist aber instabil, weil 
weniger Steine in der Basis das Gewicht der vielen oben drüber tragen 
müßen.

Und nicht jeder Stein ist 'edel' genug, ein strahlendes Bild an der 
Spitze abzugeben, so wie nicht jeder Felsbrocken als Baugrund dem 
Gewicht des Bauwerks oben drüber standhält.

PS:
Vielleicht trennst Du Dich auch von den falschen Freunden, die Dir 
einreden wollen, 60k wären ein Hungerlohn und es wäre 'Normal' schon 
nach einem Viertel des Berufslebens Top-Gehalt für Top-Leistungen wie 
Unternehmens/Gruppen-führung, Geniale Efindungen, ... zu kassieren. 
Schau Dich stattdessen nach Nebeneinkünften um und mach Dich schlau wie 
du aus dem Vorhandenen das Beste für Dich machst.

--
Bild nach: Von Ricardo Liberato - [1], CC BY-SA 2.0, 
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2558312

: Bearbeitet durch User
von Armleuchter (Gast)


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Geld kann einen nicht im Arm nehmen :-(

von Udo S. (urschmitt)


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Rembrand schrieb:
> Wirklich geld verdient man als projektleiter oder team/abteilungsleiter
> oder eben xy. Überall dort wo man manger sein muss.

Richtig

Rembrand schrieb:
> Was man können muss?
> Strategisches denken, ein gespür davor wie die mitarbeiter arbeiten und
> agieren, durchsetzungsvermögen um "haben wir schon immer so gemacht" vom
> tisch zu fegen, politische fähigkeiten um kunden und C-O zu überzeugen,
> redegewandheit, presentationstechnik. Ein gespür wann welche information
> richtig platziert ist.
> Fähigkeit mit verantwortung umzugehen, resistenz gegen stress. Die
> fähigkeit bei einer nicht endenwollenden thematik auch mal abzuschalten
> und ein privatleben zu haben
> Flexible zeiteinteilung für die arbeit, bereitschaft viele überstunden
> zu leisten wenn es sein muss.

Auch das ist alles richtig, aber es fehlt ein sehr wichtiger Punkt.

Man muss manipulativ sein, dabei nett und überzeugungsgewand um seine 
Mitarbeiter dazu zu bringen mehr zu arbeiten, (unbezahlte) Überstunden 
zu machen und gleichzeitig gewissenlos genug um die Arbeit anderer dazu 
zu benutzen um selbst in der Karriere weiterzukommen.

Belege siehe zB:
https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/viele-manager-leiden-unter-einer-persoenlichkeitsstoerung/
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/krankheitenstoerungen/tid-30798/best-of-playboy-psychopathen-test-das-tier-in-mir-ab-in-die-roehre-der-psychopathen-test_aid_969957.html
https://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-05/psychopathen-interview-psychologe-jens-hoffmann

: Bearbeitet durch User
von Beruferater Robert Lemke (Gast)


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Man lässt andere für sich arbeiten. Macht jeder selbstständige 
Handwerker so. Man holt sich nen Trupp Polen/Rumänen die für ein 
Taschengeld auf den Baustellen rumturnen, der Chef koordiniert und sackt 
die Gewinne ein.

Es ist so einfach aber 99% der trantütigen Gebrauchsigenieure hier 
werden das nie kapieren. Die sind so vernagelt in ihrem Kopf, 
Selbstständigkeit kommt denen nie in den Sinn. Stattdessen hängen sie so 
Träumen vom vielen Geld im IGM Konzern nach und schauen dumm aus der 
Wäsche dass bei 80k schon Schluss ist oder beim Dienstleister nach 
Rumänenlohn eines Bauarbeiters bezahlt werden.

Wenn ich mir hier die kleinen Softwarebuden anschaue, da hockt der Chef 
der nur noch koordiniert, seine Alte macht den Papierkram, ein paar 
arbeitswillige Jungdeppen die man mittels Ausbildung garantiert als 
billigstes Arbeitsvieh hält, der Rest ne handvoll Osteuropäer oder 
Spanier die zum Billigstgehalt arbeiten. Was machen die? Projekte für 
die Autoindustrie, jeder kleine Furz wird dort mit Summen abgerechnet da 
fällste vom Stuhl. Bedarf ist riesig, Projekte gibts wie Sand am Meer. 
Der Chef profitiert davon, der Rest der die Arbeit macht wird mit 
Almosen abgespeist.

So läuft das, in jeder Branche. Angestellte mit Minimalstlohn abspeisen, 
gerade so hoch dass sie nicht wegrennen. Deutsche Angestellte sind da 
hart im nehmen, gibt ja genug Ausreden die die jedesmal fressen. Corona 
war hier wieder ein Glücksfall.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Udo S. schrieb:


> Man muss manipulativ sein, dabei nett und überzeugungsgewand um seine
> Mitarbeiter dazu zu bringen mehr zu arbeiten, unbezahlte Überstunden
> zu machen und gleichzeitig gewissenlos genug um die Arbeit anderer dazu
> zu benutzen um selbst in der Karriere weiterzukommen.

Nö, Firmen, in denen man die Mitarbeiter manipulieren muß, damit sie 
Leistung bringen, sollte man schleunigst verlassen.
Die Mitarbeiter sind nicht doof, irgendwann durchschauen sie die 
Manipulation und verweigern sich dieser. Erfolgreiche Mitarbeiter 
schafft man nicht durch Manipulation, man motiviert durch Anreize:

https://www.business-wissen.de/artikel/anreizsysteme-was-motiviert-mitarbeiter-am-staerksten/

von Purzel H. (hacky)


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Erst mal muss man eine Firma finden die findest dass du jeden cent von 
den 100+k wert bist. Das kann auch eine Klitsche sein. Wenn deren 
Leadprodukt von dir entwickelt wurde und noch Potential hat. Dann ist es 
sogar moeglich mehr wie der Chef zu verdienen.

von Beruferater Robert Lemke (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Die Mitarbeiter sind nicht doof, irgendwann durchschauen sie die
> Manipulation und verweigern sich dieser. Erfolgreiche Mitarbeiter
> schafft man nicht durch Manipulation, man motiviert durch Anreize:

Die Realität sieht anders aus. Was in irgendwelchen 
Ratgeberhirngespinsten steht interessiert niemanden. Erfolgreiche Firmen 
werden alle anders gemanaged.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Beruferater Robert Lemke schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Die Mitarbeiter sind nicht doof, irgendwann durchschauen sie die
>> Manipulation und verweigern sich dieser. Erfolgreiche Mitarbeiter
>> schafft man nicht durch Manipulation, man motiviert durch Anreize.
>
> Erfolgreiche Firmen
> werden alle anders gemanaged.

Jajaja, in Erfolgreichen Formen sind die Mitarbeiter doof und benötigen 
umfangreiche Manipulation um zu arbeiten ... Wer das glaubt, wird 
depressiv oder wandert nach Nordkorea aus.

: Bearbeitet durch User
von Markus (Gast)


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- als Ingenieur auf der eigenen Homepage nix mit Finanzen, P2P-Kredits 
und Klimalügen schreiben
- sich nicht wundern, daß man auf einer Promotionsstelle 'nur' 60k 
verdient (selbst für eine ganze Stelle ist das schon viel)
- Doktorarbeit fertigstellen, wird nach 6 Jahren auch Zeit. Zur Not läßt 
Du Dich wegpromovieren(*)
- diesen üblen Thread von Andreas löschen lassen


(*) einige saudämliche Kommilitonen hatten das Glück, daß ihr 
betreuender Prof so nett war und ihnen nach vielen Jahren zu verstehen 
gegeben hat, sie mögen einfach irgendwas zusammenschreiben. Die Arbeit 
wurde dann mit "4" beurteilt und der Prof war froh, daß ein Depp weniger 
im Team war.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Markus schrieb:


> (*) einige saudämliche Kommilitonen hatten das Glück, daß ihr
> betreuender Prof so nett war und ihnen nach vielen Jahren zu verstehen
> gegeben hat, sie mögen einfach irgendwas zusammenschreiben. Die Arbeit
> wurde dann mit "4" beurteilt

Doktorarbeiten werden in .de nicht mit Schulnoten wie 1,2,3,4 benotet 
sondern es werden Prädikate wie "summa cum laude, magna cum laude, ... 
oder rite vergeben.

Bei Bummel-promos ist es eher üblich, das nach Ablauf der Frist (bspw 
Hamburg drei - vier Jahre) nach Eintrag in die Promotionsrolle die 
Diss-phase einfach ohne Abgabe/Gutachten/Titel als 'abgebrochen' gilt. 
Einfach mal in die jeweilige Promotionsordnung schauen.

Die Abbrecherquote liegt ja nach Fach zwischen ca. 6% und 26%:
https://www.sueddeutsche.de/bildung/abbruchquote-bei-promotionen-karriere-schlaegt-doktorhut-1.1732141

von Karrierist (Gast)


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Markus schrieb:
> - als Ingenieur auf der eigenen Homepage nix mit Finanzen, P2P-Kredits
> und Klimalügen schreiben
> - sich nicht wundern, daß man auf einer Promotionsstelle 'nur' 60k
> verdient (selbst für eine ganze Stelle ist das schon viel)
> - Doktorarbeit fertigstellen, wird nach 6 Jahren auch Zeit. Zur Not läßt
> Du Dich wegpromovieren(*)
> - diesen üblen Thread von Andreas löschen lassen

Dem kann ich allem zustimmen. Mit Dr. Titel hat man doch gute Chancen 
auf ein hohes Gehalt, WENN man darauf wert legt. 60k für eine 
Promotionsstelle ist doch schon mal wirklich sehr ordentlich, klar das 
es dort keine 100k gibt.

Falls man wirklich mal sehr gut verdienen will, ich wollte das schon im 
Studium, sollte man früh darauf hin arbeiten. Praktika machen und 
Werkstudent sein bei einem großen Konzern. Dort werden am ehesten solche 
Gehälter bezahlt. Es gibt immer die Möglichkeit, bei einem 
Mittelständler Chef zu werden und gut zu verdienen, aber in einem 
Konzern sind einfach solche Gehälter eher zu erreichen. Ebenso bei einer 
Promotion. Schon dabei idealerweise Kontakte in die freie Wirtschaft 
knüpfen. Anschliessend sich bei großen Konzernen bewerben, idealerweise 
auch auf sowas wie ein Management Trainee Programm. Nebenbei sollte man 
sich, auch vorher schon, mit Rhetorik, Auftreten, Präsentation und 
Führung befassen und stetig daran arbeiten. Im Job eine gute Leistung 
zeigen, Kontakte knüpfen, netzwerken. Kein Firmenevent auslassen, sich 
dort von der Schokoladenseite zeigen. Auf keinen Fall sollte man mit 
privaten Themen unangenehm anecken. Wenn Du den Klimawandel anzweifelst, 
auf gar keinen Fall sowas in einem Konzern erzählen, heutzutage ist man 
damit selbst in Autokonzernen sehr schnell unten durch. Auch wenn man 
heimlich AfD wählt, sollte man das für sich behalten. Keine Reizthemen, 
nicht aus der Reihe springen. Die Kleidung sollte immer der nächst 
höheren Position angemessen sein. Ist man Trainee, dann sollte man sich 
so kleiden, wie der Chef der Trainees. Dass Piercings, sichtbare Tatoos, 
komische Frisuren u.ä. da keinen Platz haben, muss ich hoffentlich nicht 
noch erwähnen.

von Markus (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Doktorarbeiten werden in .de nicht mit Schulnoten wie 1,2,3,4 benotet

Deswegen ja die Anführungszeichen.

von Karrierist (Gast)


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... und sehr wichtig: öfter mal in jungen Jahren strategisch wechseln, 
dabei mindestens 20%, eher 30% mehr Gehalt raus zu holen! sei es intern 
wechseln im Konzern oder extern.

von Gerald M. (gerald_m17)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Doktorarbeiten werden in .de nicht mit Schulnoten wie 1,2,3,4 benotet
> sondern es werden Prädikate wie "summa cum laude, magna cum laude, ...
> oder rite vergeben.

Das ist sehr von der Universität abhängig.
Bei uns gibt es tatsächlich Schulnoten, welche auf dem Zeugnis in Latein 
"übersetzt" werden. Ist auch nötig, da meist unabhängige Noten für 
Vortrag und das Abfragen danach gemacht werden, und man nur Zahlen, aber 
keien Worte gewichtet berechnen kann.
Auch in der Sprache haben sich bei uns die Noten durchgesetzt. Wenn bei 
uns einer aus der Prüfung kam, hat er auf die Frage der Note nicht 
gesagt "magna cum laude", sondern "zwei".

von Abri♻♻birne (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Wie bekommt man solch einen gut bezahlten Job?

was macht dich so sicher, dass ausgerechnet DU kostenlose Tipps im 
Internet bekommst, wie DU endlich vernünftiges Geld erwirtschaftet? ;-)

die Lösung ist einfach: mit fremder Arbeit wird man reich

Beitrag #6704005 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Beruferater Robert Lemke (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Jajaja, in Erfolgreichen Formen sind die Mitarbeiter doof und benötigen
> umfangreiche Manipulation um zu arbeiten ... Wer das glaubt, wird
> depressiv oder wandert nach Nordkorea aus.

DAs ist die Realität und nicht dein Wunschkonzertevorstellungen aus 
Angestelltensicht in deinem Link. Das ist Propaganda für die dummen 
angestellten. Schon mal ne Firma von innen gesehen? Wie oft hast du dort 
diese Zustände in deinem Link angetroffen oder das genaue Gegenteil?

Was hier für ein unrealistischer Scheiss verzapft wird, sind hier nur 
Arbeitslose und Schüler unterwegs die noch nie in ihrem Leben gearbeitet 
haben?

Beitrag #6704009 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6704010 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Shorty (Gast)


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Beitrag #6704020 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6704027 wurde von einem Moderator gelöscht.
von unknown-user (Gast)


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IGM ist der falsche Weg für fachliche Spitzenkräfte. Da wirst du 
runtergehandelt, die 100k fachlich zu knacken ist schwierig bis nahezu 
unmöglich. Das geht dann erst mit Führungsverantwortung.

Wenn du wirklich viel verdienen willst und fachlich gern arbeitest (bei 
vermutlich auch einigem an Stress): Geh zu US oder anderen ausländischen 
Hightech-Konzernen in Deutschland.
Kollegen von mir haben Angebote von diesen bekommen, um die +100k. Also 
nicht 100k absolut, sondern 100k MEHR als aktueller Job oder auch 
IGM-Unternehmen-Angebote.
Profil dieser Leute: Vor kurzem promoviert (aber wohl kein zwingendes 
Requirement!). Themenbereich aktuell sehr gefragt. Und vermutlich auch 
etwas Verkaufstalent bei denen.

Hat mich übrigens auch überrascht was da geboten wird. Dies ist übrigens 
kein schlechter Trollversuch, gerne mal selbst recherchieren!

von MaWin (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Ich bummel mit 33 immer noch bei 60k€/Jahr Hungerlohn herum und will
> jetzt auch mal normal verdienen.

Du hast alles was man braucht: Unbegrenzte Gier und völlig fehlenden 
Realitätsbezug.

Warum nur 170k, geht in die Politik und verdien' dich dumm&dämlich.

Arschloch gegenüber allen anderen muss man am Kuchen natürlich auch 
sein.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Beruferater Robert Lemke schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> Jajaja, in Erfolgreichen Formen sind die Mitarbeiter doof und benötigen
>> umfangreiche Manipulation um zu arbeiten ... Wer das glaubt, wird
>> depressiv oder wandert nach Nordkorea aus.
>
> DAs ist die Realität

Es gibt nicht nur eine Realität. Und Realität wandelt sich, die Zeiten 
von den Marx'schen Massenfabriken in Manchester sind weitgehend vorbei, 
soziale Marktwirtschaft ist keine

> Das ist Propaganda für die dummen
> angestellten.

Jaja und Du machst Propaganda für doofe Angestellte, die nicht fähig 
sind sich selbst schlau zu machen.

> Schon mal ne Firma von innen gesehen?

Ja mehrere, in Ost und West, große wie kleine, Erfolgreiche und 
Erfolglose, ö.D. Gammelbuden wie Überstundenreiche StartUps. 30+ Jahre 
Berufsleben bringen einen halt ganz schön rum. Aber mancher entfernt 
sich von Mama's Rockzipfel nicht weiter als Sichtweite.

> Wie oft hast du dort
> diese Zustände in deinem Link angetroffen oder das genaue Gegenteil?

Manipulation kennt man vornehmlich aus den Firmen in der DDR und oft in 
deren Nachfolgern - "Dein Arbeitsplatz - Kampfplatz für den Frieden" 
offiziell. Oder inoffiziell "Wer nicht Cheffe's Fähnchen schwenkt, den 
schickt er in die Pampa".

Motivation durch Anreize dagegn eher in Firmen in Süddeutschland.
Klar, wenn man HiTech verkaufen will muss man die HiTech Spezialisten an 
Board halten.

von Shorty (Gast)


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unknown-user schrieb:
> IGM ist der falsche Weg für fachliche Spitzenkräfte. Da wirst du
> runtergehandelt, die 100k fachlich zu knacken ist schwierig bis nahezu
> unmöglich. Das geht dann erst mit Führungsverantwortung.

Saudummes gschwätz, das geht problemlos. Auch ohne Führung.

Beitrag #6704099 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Karrierist (Gast)


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Shorty schrieb:
> Saudummes gschwätz, das geht problemlos. Auch ohne Führung.

Richtig! mit Führung geht es in einem IGM Konzern noch viel einfacher, 
da auch die Gehälter über der Expertenebene meist höher sind als 
anderswo. Die US Tech Konzerne sind halt super schwer rein zu kommen. 
Ich alsl Beispiel bin eigentlich nur guter Durchschnitt, verdiene in 
etwa ähnlich wie Senf D. Habe mich immer gut verkauft, paar mal 
strategisch gewechselt und war mit etwas über 30 schon bei über 100k 
p.a, mittlerweile sogar noch mehr. Wobei Gehalt ist nicht alles, ebenso 
wichtig ist, dass man gut damit umgeht und sein Geld geschickt 
investiert. Das Leben sollte man trotzdem nicht vergessen. Das 
Beschäftigen mit Investments ist, wenn man gut verdient, so wichtig wie 
das Karriere machen selbst. Daher habe ich schon immer auch das intensiv 
betrieben, was nach und nach immer mehr ein zusätzliches Passiveinkommen 
generiert, mit dem ich sogar noch mehr verdiene.

Zu einem US Tech Konzern hätte ich es mit meinem Profil niemals 
geschafft, wahrscheinlich hätte man mich da bestenfalls als 
Computerputzmann eingestellt ;-).

von Dirk K. (knobikocher)


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Stefan H. schrieb:
> im Gehaltsthread klingt es ziemlich einfach ein hohes Gehalt zu
> erreichen. Man wird halt einfach Scrum-Master oder Product-Owner bei
> einem OEM und schon hat man im Alter von 30 Jahren locker 170k€
> Jahresgehalt bei 35h/Woche und 40 Tagen Jahresurlaub.

Nein, das steht dort so nicht.

Stefan H. schrieb:
> jetzt auch mal normal verdienen.

Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe denke ich: du BEKOMMST 
tatsächlich was du verdienst.

Stefan H. schrieb:
> Oder reicht
> auch unteres Mittelmaß und ein wenig Verkaufstalent.

Diese Frage disqualifiziert für hohe Gehälter.

Damit du nun aber nicht komplett ohne Leitfaden bleibst (den du 
offensichtlich brauchst): bewerbe dich bei anderen Unternehmen. Und die 
angebotenen Gehälter werden dir zeigen, wie viel du Wert bist.

Viel Glück

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Es gibt doch sicher auch Unternehmen, welche zwar sehr gut zahlen, aber 
einen schlechten Ruf haben. Wenn sich dort entsprechend wenige Leute 
bewerben, sollte es ja mit einer durchschnittlichen Qualifikation 
möglich sein ein hohes Gehalt zu bekommen. Aber welche Unternehmen sind 
das?

von politbüro5041 (Gast)


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je brauner der Hals, desto höher das Gehalt...

Wer das wirklich hohe Gehalt will muss BWL wirklich innerhalb der BRD 
verstehen.
Man mache sich selbstständig und generiert sich selbst den Gewinn.

Handwerker machen es dort quasi vor.

Warum sollte ein Unternehmen für einen Angestellten 100% bezahlen, wenn 
er für 60% zufrieden und produktiv ist?
Oder wieso nicht gleich Mindestlohn nehmen, gibt genug brave Deutsche, 
die quasi fürs Arbeiten gehen noch Geld mitbringen.
Und dann immer hier im Forum rumjammern, dass es so wenig gibt.

von Arno (Gast)


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Rembrand schrieb:
> Vieles von dem was von mitarbeitern immer belächelt wird braucht man. Ja
> eine schöne presentation halten, das ist so einfach und kein geld wert.
> Aber eine presentation die alles auf den punkt bringt, keine fragen
> offen lässt und dabei in sehr kurzer zeit über die bühne geht ist etwas
> anderes. Man muss auch verstehen, dass es oft darum geht menschen zu
> überzeugen die von den kernproblemen keine ahnung haben

Das möchte ich nochmal unterstreichen: Management ist nicht einfach, und 
nicht "Eier schaukeln". Schlechtes Management macht vieles kaputt (und 
wird auch nicht lange gut bezahlt).

Elektrokurt schrieb:
> Leute die mit 30 >200k verdienen gibt es vorallem in den USA sicher
> einige, aber das sind dann halt ultra Überflieger von Eliteunis die dann
> bei einem Großkonzern oder der NSA oÄ. arbeiten.

...und bei 60h/Woche schon von "Teilzeit" sprechen und/oder 1500$/Monat 
Miete für ein WG-Zimmer ausgeben: 
https://www.roomies.com/rooms/palo-alto-ca

Kann man natürlich "trotzdem" machen - man sollte aber das Gesamtbild 
sehen und bewerten, nicht nur einzelne Teile. Denn den 35h/Woche-Job mit 
Betriebsrente und freier Gleitzeit, total spannend, 200k€/Jahr, mit 
billigem Wohnraum, geiler Kultur und toller Natur in fußläufiger 
Entfernung, den gibt es nicht.

MfG, Arno

von Markus (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Es gibt doch sicher auch Unternehmen, welche zwar sehr gut zahlen, aber
> einen schlechten Ruf haben. Wenn sich dort entsprechend wenige Leute
> bewerben, sollte es ja mit einer durchschnittlichen Qualifikation
> möglich sein ein hohes Gehalt zu bekommen. Aber welche Unternehmen sind
> das?

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Was hast du heute morgen gesoffen????
Lebst Du in so einer Art SM-Beziehung und deine dominante Partnerin hat 
dir aufgetragen, dich heute im Forum selbst zu erniedrigen und 
bloßzustellen??

von Q.B.-Qwertzberater (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Es gibt doch sicher auch Unternehmen, welche zwar sehr gut zahlen, aber
> einen schlechten Ruf haben. Wenn sich dort entsprechend wenige Leute
> bewerben, sollte es ja mit einer durchschnittlichen Qualifikation
> möglich sein ein hohes Gehalt zu bekommen. Aber welche Unternehmen sind
> das?


Nu lösch doch endlich den Thread!
Alter ich hab vorhin deinen Namen gegoogelt und weiß jetzt über dich das 
aktuell sehr unzufrieden bist.
Das kann auch dein Chef/Prof herausfinden und dann heißt es ciao TU 
Chemnitz.
Dann kann so nen Vertrag auch mal nicht verlängert werden.

Deine 60k sind doch auch nicht so schlecht!!!!!
Die sind eig sehr gut, besonders für den Osten!!!!

Wenn du solche dummen Fragen stellen willst, dann doch bitte anonym!!!!

von Q.B.-Qwertzberater (Gast)


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M.Sc. im Konzern schrieb im Beitrag #6704099:
> -Ich mastubiere gerade

Ich hoffe mal nicht im Büro

von Heiko (Gast)


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Ich kann nicht sonderlich viel bin 25 und bekomme zurzeit 60k ;)
Schulisch habe ich nach der Hauptschule aufgehört eine Ausbildung 
abgebrochen und bin bei VW am Band gelandet. Nach gut 6 Jahre Band im 
Schichtbetrieb bin ich jetzt in die Konzern IT gewechselt. Gleitzeit und 
IGM Stufe 14 inklusive jetzt Stehen mir viele Türen nach oben offen.
Mein It wissen habe ich mir komplett selber angeeignet Pc Zocken und co 
war immer meine Welt und das war scheinbar gut genug das man bei VW der 
Meinung war das ich in die IT gehöre.
Sprich man kann es auch verbocken und trotzdem einen guten schnitt 
machen.

von Markus W. (dl8mby)


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Hallo Stephan,

auch wenn heute kein Freitag ist, folgender Rat von mir:

Beschäftige Dich mit Börse/Wertpapieren/Termingeschäften/Cryptos und 
lege ein Teil Deines werten Gehaltes dort an.
Wenn Du die Sache gut machst, kannst Du Dir selber ein opulentes Gehalt 
zahlen und Dich früh aus dem Hamsterrad verabschieden. Riskiere nicht zu 
viel, mach deswegen keine Schulden und sein besonnen und geduldig und 
schone Deine Gesundheit, damit Dein Geld nicht für deine 
Instandhaltung/-setzung übermäßig verbraucht werden muss. So kannst
Du eventuell in zwanzig Jahren oder früher Dein Leben voll genießen und 
hast keine Geldsorgen.

Die Arbeit Die Du heute machst sollte Dir Befriedigung und Freude 
geben/mache und nicht den höchstmöglichen Lohn sichern. Der sollte 
natürlich halbwegs zum Leben reichen und es sollte noch etwas für
Deine Anlagestrategie übrig bleiben.

Lebe jetzt und investiere kreativ für später ;-)
(Traue keinen Bankberatern und mache Dein Ding selber)

Gutes Gelingen!

Markus

Beitrag #6704284 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Markus W. schrieb:
> Beschäftige Dich mit Börse/Wertpapieren/Termingeschäften/Cryptos und
> lege ein Teil Deines werten Gehaltes dort an.

Das mache ich gerade, bin aber erst bei so ca. 150k€ Kapital. Gerade 
Bitcoin hat sich halt gelohnt.

Markus W. schrieb:
> Gesundheit

Das ist eben das, wo ich befürchte, dass ich mit 40 oder 45 nicht mehr 
wirklich arbeitsfähig bin. Deshalb habe ich auch 2 private 
Berufsunfähigkeitsversicherungen. Da wäre es eben gut jetzt viel zu 
verdienen, solange ich noch kann.

Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> M.Sc. im Konzern schrieb:
>> -Ich mastubiere gerade
>
> Ich hoffe mal nicht im Büro

Home-Office

Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> Das kann auch dein Chef/Prof herausfinden und dann heißt es ciao TU
> Chemnitz.

Ich bin da schon länger nicht mehr. Angeblich wurde kein 
Anschlussprojekt genehmigt, was ich natürlich nicht glaube. Ich denke, 
ich habe da ziemlich verkackt. Es gab schon öfters einen Zusammenschiss. 
Das Arbeitszeugnis wirkte natürlich positiv. Der Arbeitgeber bewertet 
sich damit schließlich auch selbst.

Einmal hatte ich einen Bericht verfasst. Ich hatte alles noch einmal 
durchgelesen, damit ich auch keine Tippfehler gemacht habe. Doch kurze 
Zeit, nachdem ich den Bericht eingereicht hatte, wurden die viele Fehler 
beanstandet. Ich hatte irgendwie alle Endungen an den Wörtern vergessen. 
Ich denke, dass da schon ein gesundheitliches Problem die Ursache ist.

Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> Alter ich hab vorhin deinen Namen gegoogelt und weiß jetzt über dich das
> aktuell sehr unzufrieden bist.

Unzufriedenheit ist doch gerade der Antrieb der modernen Gesellschaft. 
Ohne Unzufriedenheit wäre das Rad nie erfunden worden und wir würden 
weiterhin in Höhlen leben.

von Markus (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Ich bin da schon länger nicht mehr.

6 Jahre herumzudoktorn und ohne Dr. die Uni zu verlassen ist schlecht. 
Wenn überhaupt, schmeißt man die Promotion nach 1-2 Jahren hin, aber 
nicht nach 6 Jahren.
Was hast du die ganze Zeit gemacht? Schlechte C++-Tutorials geschrieben?


> Ich denke, dass da schon ein gesundheitliches Problem die Ursache ist.

Ich fürchte, da wird dir hier niemand widersprechen...

von Fürstlich (Gast)


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Also ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber mein Eindruck ist eher 
umso höher die Gehaltsklasse in die ich aufsteige, umso weniger muss ich 
arbeiten. Klar ich muss immer mehr in Meetings rumsitzen und mir Unsinn 
anhören, aber letzlich ist das weniger anstrengend als wirklich etwas zu 
entwickeln.

Ich habe mal vor Jahren wirklich malochen müssen für ein mickriges 
Gehalt, heute hab ich praktisch eine 20 Stunden Woche + ein paar 
Meetings und verdiene fürstlich. Meinen Kollegen scheint das auch nicht 
anders zu gehen. Klar es gibt ein paar Ineffiziente, die 50h abreisen, 
ohne etwas auf die Reihe zu bekommen, aber für den Rest läufts.

von Karrierist (Gast)


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Q.B.-Qwertzberater schrieb:
> Deine 60k sind doch auch nicht so schlecht!!!!!
> Die sind eig sehr gut, besonders für den Osten!!!!

Habe bei google geschaut und gesehen, dass er aus Chemnitz kommt. 60k 
ist dort wahrscheinlich wie in München 120k, mindestens. Ein Haus oder 
eine Wohnung kaufst in Chemnitz oder im Umgebung für nen Appel und nen 
Ei, während in München das oft schon Leute mit 120k nicht mehr können. 
Mit 60k sollte man in Chemnitz schon definitiv zu der oberen sozialen 
Schicht gehören. Dazu hat er noch 150k auf der Seite, mit 33 und in 
Chemnitz, damit gehört er, Kombination aus Kapital und Einkommen, sicher 
zu den reichsten 10% in Chemnitz, mindestens. Das wofür andere in 
Stuttgart oder München das Leben lang sparen bzw. Kredit abzahlen 
müssen, könnte der in Chemnitz wahrscheinlich mit seinem Ersparten bar 
bezahlen und mit seinen 60k ein sehr sehr sehr gutes Leben führen. 
Weitaus besser als mancher Gehaltsprahler, der seine 150k hat, aber in 
München oder Stuttgart lebt.

von Markus W. (dl8mby)


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Hallo Stefan,

Dann bist Du ja schon auf dem richtigen Weg.

BTC hat leider z.Z. noch den Nachteil, dass es darauf noch keine
PUTs gibt (Absicherung gegen fallende Kurse wie gerade).
Wird sich aber in Zukunft wohl ändern.
Ich Persönlich ziehe ETH als Crypto-Anlage vor.
Ansonsten Calls/Puts auf Indices wie DAX/DJ/Euro-Stoxx50.
Immer die Welle Reiten ;-) und nicht alles auf einmal setzen.

Und die Gewinne langfristig und sicher anlegen und bei verschiedenen
Banken!

Markus

von Helge (Gast)


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Scheint hauptsächlich zweigeteilt zu sein.

1. Der fachlich versierte Universalexperte, dessen Team alles gibt und 
es herrscht ein ausgezeichnetes Klima.

2. Das manipulative Oaschloch, dessen Fachkompetenz nicht einmal 
ausreicht, das Projekt zu gefährden (das ppt vom Untergeben vorblättern, 
dafür reichts grad noch).

Irgendwas dazwischen hab ich selten erlebt, jedenfalls in größeren 
Unternehmen.

von A. S. (achs)


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Stefan H. schrieb:
> Aber welche Unternehmen sind das?

Unternehmen die entlassen und umstrukturieren, schließen oder old 
Economie sind.

Unternehmen, die ihr Geld mit Stahl, Maschinen, Kerntechnik, Bergbau 
verdienen und bei denen die SW-Leute von außen gar nicht vermutet 
werden. Da ist embedded, Vernetzung und Visualisierung oftmals sehr weit 
fortgeschritten. Oft verhindern besondere Anforderungen auch COTS-HW.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Markus schrieb:
> 6 Jahre herumzudoktorn und ohne Dr. die Uni zu verlassen ist schlecht.
> Wenn überhaupt, schmeißt man die Promotion nach 1-2 Jahren hin, aber
> nicht nach 6 Jahren.

Naja, ich habe mich halt an den Strohhalm geklammert. Ich bin davon 
ausgegangen, wenn ich früher wechsle, es eher noch schlimmer mache, z. 
B. beim neuen Arbeitgeber in der Probezeit entlassen werde und das dann 
bereue.

Manchmal denke ich noch darüber nach in einigen Jahren noch einmal einen 
Versuch zur Promotion zu starten, und zwar an einer anderen Uni. Das 
wäre aber sicher eine äußerst dämliche Entscheidung, da der Lebenslauf 
dadurch noch chaotischer und zielloser wirkt. Das wäre quasi eine 
Garantie für Hartz4, wenn es das dann überhaupt noch gibt.

von Thomas K. (thomas2021)


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von Dieter H. (kyblord)


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mein sohn hat nicht kriminell!

von Senf D. (senfdazugeber)


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Fürstlich schrieb:
> Also ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber mein Eindruck ist
> eher umso höher die Gehaltsklasse in die ich aufsteige, umso weniger
> muss ich arbeiten. Klar ich muss immer mehr in Meetings rumsitzen und
> mir Unsinn anhören, aber letzlich ist das weniger anstrengend als
> wirklich etwas zu entwickeln.

Das kann ich so bestätigen. Je höher das Gehaltsniveau steigt, umso 
weniger mühsame Arbeit muss man dafür erledigen. Das finde ich grandios, 
weil man gleich doppelt profitiert.

von (prx) A. K. (prx)


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Fürstlich schrieb:
> Klar ich muss immer mehr in Meetings rumsitzen und mir Unsinn
> anhören, aber letzlich ist das weniger anstrengend als wirklich etwas zu
> entwickeln.

Das höhere Gehalt ist ja deshalb als Schmerzensgeld zu verstehen. Man 
ärgert sich in den Meetings über Leute, die man nicht ausstehen kann und 
die einfach nur Unsinn erzählen oder an deinem Stuhl sägen. Oft ohne 
etwas dagegen tun zu können, sondern statt dessen auch noch 
scheissfreundlich tun muss.

Ist man nicht auf den Kopf gefallen, dann ist man sich zudem dieses 
Umstands sehr bewusst. Mancher muss sich das schon ziemlich mühsam 
zurecht drehen, um darin Befriedigung zu empfinden.

: Bearbeitet durch User
von Djangos_zahnarzt (Gast)


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Kurzfassung: Hohe Fleißigkeit, eine zum IQ angemessene maximale 
Ausbildung, niedrige Verträglichkeit, niedriger Neurozitismus sind am 
wichtigsten für hohe Gehälter.

Für hohe Gehälter sind nach dem big Five Modell aus der Psychologie hohe 
Werte in den Persönlichkeitsmermalen Offenheit, Gewissenhaftigkeit und 
Extraversion in Kombination mit niedrigen Werten in Verträglichkeit und 
Neurozitismus ausschlaggebend. Das wurde in mehreren Studien untersucht, 
Quellen dazu bitte selber suchen.
Es gab Außerdem auch Studien zu Mehrarbeit. Arbeiter welche 14% mehr 
Stunden als vereinbart leisten erreichen im Schnitt 40% höhere Gehälter 
als Ihre Kollegen und werden auch eher befördert. Die freiwillige 
konsistente Mehrarbeit ist auf ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit 
zurückzuführen.
Hohe Werte bei Fleiß (Gewissenhaftigkeit) sind neben Offenheit (IQ) die 
besten Treiber von hohen Gehältern. Niedrigere Verträglichkeit ist für 
hohe Gehälter förderlich, weil man dann schlechte Angebote ablehnt und 
somit in Verhandlungen hartnäckiger ist. Niedriger Neurozitismus ist 
wichtig, weil man dann nicht so leicht die Fassung verliert oder sich 
ekelt (beispiel Ärzte).

Erhöhte Extraversion hilft auch zu hohen Gehältern, weil man dann eher 
auf Leute zugeht, was Pflicht ist bei Jobs mit Personalverantwortung.

Die meisten Persönlichkeitsmermale werden bis zum dreißigsten Lebensjahr 
geformt und sind danach kaum änderbar. Die Merkmale können zu einem 
Gewissen Grad durch Erziehung und eigene Erfahrungen gefördert werden 
und sind zu einem gewissen Grad angeboren.

Am leichtesten klappt es diese Merkmale zu fördern wenn im Elternhaus 
die Erziehung und Ausbildung der Eltern besser ist. Die Merkmale können 
auch bei Personen zufällig durch voneinander unabhängigen Erfahrungen 
gefördert werden (zB durch Schicksalsschläge und spontane Begegnungen).

Zu hohe Werte in Gewissenhaftigkeit (Sauberkeit) können zu psychischen 
Krankheiten wie Waschzwang etc. Führen.

Wenn man sich mit dem Modell die gutbezahlten Berufsgruppen Ärzte und 
Ingenieure ansieht merkt man wieso die genannten Persönlichkeitsmerkmale 
ausschlaggebend sind.

von Karrierist (Gast)


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Ich glaube manche haben hier überlesen, dass der Herr in Chemnitz lebt 
und arbeitet, dort 60k(!!) Brutto verdient und 150k(!) Kapital besitzt. 
Ich kenne einige Leute in teuren Großstädten, die deutlich mehr als er 
verdienen und sofort mit ihm tauschen würden. Viele sagen, dass der 
beste Weg zum Eigenheim in Deutschland ist: Man arbeitet in günstigen 
Städten wie z.B. Chemnitz im öffentlichen Dienst. Da reicht dann auch 
ein eher ruhiger Job ohne Führungsverantwortung dafür. In München muss 
man selbst für ein Reihenhaus schon Führungskraft mit 150k oder gar mehr 
sein, um sich sowas leisten zu können. Man hat dann auch über 1 Mio 
Kredit am Bein.

von AugenAufBeiDerBerufs-UndStandortwahl (Gast)


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Karrierist schrieb:
> Man arbeitet in günstigen Städten wie z.B. Chemnitz im öffentlichen
> Dienst. Da reicht dann auch ein eher ruhiger Job ohne
> Führungsverantwortung dafür. In München muss man selbst für ein
> Reihenhaus schon Führungskraft mit 150k oder gar mehr sein, um sich
> sowas leisten zu können. Man hat dann auch über 1 Mio Kredit am Bein.

Siehe auch:

https://www.karriere.de/mein-geld/grosser-gehaltsreport-in-diesen-regionen-bleibt-ihnen-das-meiste-geld-zum-leben/26585632.html

von Thomas K. (thomas2021)


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Diese ganze Postings mit Gehaltsvorstellungen oder Wünschen ist eher wie 
bei den Jungendlichen die Schwanzlängenmessung.
Oder die Fragen was soll man zum Vorstellungsgespräch anziehen ?
mannnn ohhh mannn...
Die Jugend von heute..kopfschüttel...

von Realist (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Diese ganze Postings mit Gehaltsvorstellungen oder Wünschen ist eher wie
> bei den Jungendlichen die Schwanzlängenmessung.
> Oder die Fragen was soll man zum Vorstellungsgespräch anziehen ?
> mannnn ohhh mannn...
> Die Jugend von heute..kopfschüttel...

Dein Jahrgang war vor geschätzt 40 Jahren natürlich ganz anders. Ohne 
jegliche Frage perfekt vorbereitet auf jede noch so große 
Herausforderung...

von Thomas K. (thomas2021)


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Beitrag "Sollte ein Informatiker mehr verdienen als Busfahrer? (Frage ist nicht von mir)"
Was haben solche Postings in einem Elektronik forum verloren ???
Ich glaube einige können nicht mal alleine auf die Toilette
Kindergarten...

: Bearbeitet durch User
von Senf D. (senfdazugeber)


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Karrierist schrieb:
> Ich glaube manche haben hier überlesen, dass der Herr in Chemnitz lebt
> und arbeitet, dort 60k(!!) Brutto verdient und 150k(!) Kapital besitzt.

Ja, sicherlich muss man den Wohnort beim Gehaltsniveau wegen der 
Lebenshaltungskosten mit berücksichtigen, aber selbst in diesem Kontext 
sind die genannten Summen jetzt nicht gerade der Brüller. Daher kann ich 
den Frust vom Threadersteller schon ein wenig verstehen. Als ich damals 
frisch ins Berufsleben gestartet war, habe ich auch direkt ein deutlich 
höheres Gehalt angestrebt, aber man benötigt dafür eben relevante 
Berufserfahrung, die man sich erst erarbeiten muss. Dann klappt das 
auch, wenn man sich nicht dumm anstellt. Vermögensaufbau geht dann 
ebenfalls relativ schnell voran.

> Ich kenne einige Leute in teuren Großstädten, die deutlich mehr als er
> verdienen und sofort mit ihm tauschen würden.

Ich kenne niemanden, der so denkt. Liegt aber vielleicht auch am 
Standort Chemnitz...

von Beruferater Robert Lemke (Gast)


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Die mickrigen 60k bekommt jeder Anfänger der bei Bosch via Dienstleister 
im Schwabenländle einsteigt, auf deutsch: Ein Witzgehalt für einen 
Ingenieur der schon jahrelang arbeitet.

von Parallelwelt (Gast)


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Senf D. schrieb:
> aber selbst in diesem Kontext
> sind die genannten Summen jetzt nicht gerade der Brüller.

Definiere "der Brüller". Es ist für sein Alter und insbesondere für den 
Wohnort mit Sicherheit obere 10% (Gehalt + Vermögen)... Nur weil du und 
einige andere es zu mehr materiellem Reichtum geschafft haben, bedeutet 
nicht automatisch dass jeder andere "verarscht" wird wie man es hier so 
oft liest oder ein Versager ist.

Umgekehrt ist es natürlich absolut absurd sich wegen einer handvoll 
Wichtigtuer, die anonym im Internet ihr angebliches Gehalt posten, 
überhaupt runterziehen zu lassen. Meine Empfehlung an den TO: geh raus, 
such dir ne Freundin und lach über die Hampelmänner die sich auf ihr 
tolles Gehalt einen runterholen aber Freitag Abend um 22:00 im uC Forum 
posten...



Beruferater Robert Lemke schrieb:
> Die mickrigen 60k bekommt jeder Anfänger der bei Bosch via Dienstleister
> im Schwabenländle einsteigt, auf deutsch: Ein Witzgehalt für einen
> Ingenieur der schon jahrelang arbeitet.

Ein Witzgehalt für jemanden der im Schwabenländle als Entwickler seit 10 
Jahren im Konzern arbeitet, aber sicher nicht mit 5 Jahren 
Berufserfahrung im Kleinunternehmen im Osten...

von DDR Zone (Gast)


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Parallelwelt schrieb:
> mimimimimi

The cope is real.
Und gleich kommt noch die Leier, dass man mehr als 60k€ nicht braucht, 
wird man eh nicht glücklich von.

von Thomas K. (thomas2021)


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Beruferater Robert Lemke schrieb:
> Die mickrigen 60k bekommt jeder Anfänger der bei Bosch via Dienstleister
> im Schwabenländle einsteigt, auf deutsch: Ein Witzgehalt für einen
> Ingenieur der schon jahrelang arbeitet.

Aber sowas von locker...sonst wie kommt man auf die hier angegebene 
Gehälter von 100 K ????
Aber hauptsache wir wollen billige Produkte ! Ganz klar je mehr die 
Leute verdienen wollen, desto billiger werden die Produkte...hahahahah

: Bearbeitet durch User
von Thomas K. (thomas2021)


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Stefan H. schrieb:
> Ich bummel mit 33 immer noch bei 60k€/Jahr Hungerlohn herum und will
> jetzt auch mal normal verdienen.

Zuhälter oder Busfahrer.

von Ricky 3000 (Gast)


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politbüro5041 schrieb:
> je brauner der Hals, desto höher das Gehalt...

Beim Anhus gilt genau das Gegenteil. Ein Anhal-Bleaching steigert die 
Attraktivität und damit selbstverständlich auch das Gehalt. Zumindest in 
machen Branchen ist das so.

von Parallelwelt (Gast)


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DDR Zone schrieb:
> Parallelwelt schrieb:
>> mimimimimi
>
> The cope is real.

Was bitte war an meinem Beitrag mimimimi? Ich heule nicht rum dass ich 
ein zu niedriges Gehalt hätte. Das was der TO macht ist das gleiche wie 
wenn der Schwabe täglich neidvoll im Schweizer Gehaltsforum liest und 
dann bei seinem 30 Mann Ingenieurbüro in Dettingen 130k zum Einstieg 
fordert. Viel Spaß! Also: entweder umziehen dorthin wo das Gras 
angeblich so viel grüner ist oder bleiben und aufhören dämliche 
Vergleiche zu ziehen.

Deinem Schreibstil nach bist du maximal 28 und weit entfernt von Zahlen 
wie 150k Nettovermögen.

von Karrierist (Gast)


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Beruferater Robert Lemke schrieb:
> Die mickrigen 60k bekommt jeder Anfänger der bei Bosch via Dienstleister
> im Schwabenländle einsteigt, auf deutsch: Ein Witzgehalt für einen
> Ingenieur der schon jahrelang arbeitet.

Nur schau mal, was Du im Schwabenländle, vorallem in Stuttgart, für eine 
Wohnung bezahlst. Egal ob Kauf oder Miete, die Preise sind extrem 
gestiegen. Mit seinen 150k da kann er eine Top Wohnung in Chemnitz ohne 
Kredit bezahlen und es bleiben ihm nach Wohnkosten immer noch seine 60k 
übrig. In Stuttgart zahlt er für was vergleichbares locker mal 1500 Euro 
Miete pro Monat, dafür muss er schon fast 3000 zusätzlich Brutto 
verdienen pro Monat, er bräuchte daher für den gleichen Lebenstandard 
96k Euro. Das ist noch nicht alles, auch vieles andere ist in eher armen 
Städten wie Chemnitz günstiger, vorallem Gastronomie und 
Dienstleistungen, wie Frisör, Reinigungen, Handwerker usw., daher 
bräuchte er mindestens 100k, eher 110k um den selben Lebensstandard zu 
haben.

Wenn wir das ganze rechnen mit einem Einfamilienhaus mit Garten, wird es 
im Raum Stuttgart oder gar München noch schlechter und die Rechnung 
sieht für Chemnitz sogar noch besser aus. Ist man tatsächlich mal bei 
150-200k angekommen in München und hat ca. 200-300k Eigenkapital, kann 
man ganz langsam mal bei der Bank fragen, ob man ein Reihenhaus oder 
kleineres Einfamilienhaus kaufen könnte, dafür hat man bis zur Rente 
horrende Schulden und ist im Karrierehamsterrad.

In Chemnitz bezahlt man das Haus einfach ohne Kredit, erfreut sich 
seiner 60k die für einen selbst bleiben und ist schuldenfrei, raus aus 
dem Hamsterrad. Wenn man morgen beschließt, man will doch lieber 
selbständig arbeiten, kann man das tun, man weder einen teuren Kredit, 
noch eine hohe Miete am Hals, die einen daran hindert. Der Münchner oder 
Stuttgarter Abteilungsleiter ist aber trotz des hohen Gehaltes im 
Hamsterrad.

von Ahmed das Schachbrett (Gast)


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Karrierist schrieb:
> In Chemnitz bezahlt man das Haus einfach ohne Kredit, erfreut sich
> seiner 60k die für einen selbst bleiben und ist schuldenfrei, raus aus
> dem Hamsterrad. Wenn man morgen beschließt, man will doch lieber
> selbständig arbeiten, kann man das tun, man weder einen teuren Kredit,
> noch eine hohe Miete am Hals, die einen daran hindert. Der Münchner oder
> Stuttgarter Abteilungsleiter ist aber trotz des hohen Gehaltes im
> Hamsterrad.

Ja dann bist du aber in Chemnitz.
Wieso denn nicht gleich nach Frankfurt(Oder) in den ÖD und dann in Polen 
wohnen? Ist noch billiger.

von Karrierist (Gast)


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Ahmed das Schachbrett schrieb:
> Ja dann bist du aber in Chemnitz.
> Wieso denn nicht gleich nach Frankfurt(Oder) in den ÖD und dann in Polen
> wohnen? Ist noch billiger.

Ich sag nicht, dass Chemnitz der beste Ort ist, aber wenn er eh schon 
dort wohnt, vielleicht aus der Gegend stammt und da verwurzelt ist, ist 
es was anderes. Ich wollte nur mal die vermeintlich höheren Gehälter in 
Relation setzen. Man muss Gehälter immer in Relation sehen.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Rechnen wir mal, TO ist 33 Jahre alt, hat 12 (Gymnasium Ost) + 4 
(Master) + 6 ('Überwinterung' im Promotions-Studium) im subventionierten 
Bildungssystem verbracht. Das heisst, er ist im Alter von 29/30 Jahren 
in die wirtschaftliche Selbstständigkeit eingetreten.

Und hat jetzt nach 3/4 Jahren Erwerbstätigkeit 60k brutto und 150k 
Rücklagen,
während einDA-Absolvent den selben Berufserfahrungsstand 7 Lebensjahre 
früher erreicht, aber dann immer noch Ausbildungskosten rückzahlt und 
vielleicht mit 50k heimgeht. Und jetzt wird was von Hungerlohn 
fabuliert.

Kinders, es wird Zeit das der Länderfinazausgleich eingestellt wird 
wegen Mißbrauch. Das gerät immer mehr zum 'Bluten für die 
Arbeitsverweigerer'.

https://www.bayernkurier.de/wp-content/uploads/2016/10/Der_Laenderfinanzaus_51162166-1024x797.jpg

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Ahmed das Schachbrett schrieb:
> Ja dann bist du aber in Chemnitz.

Und? Ein Bekannter fängt im Raum Cham an. Das ist im Bayrischen Wald und 
damit schon sprichwörtlich keine Metropole. Dafür günstiger. Auch da 
gibts Jobs und auf Grossstadt steht er sowieso nicht.

: Bearbeitet durch User
von Visionär (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> 
https://www.bayernkurier.de/wp-content/uploads/2016/10/Der_Laenderfinanzaus_51162166-1024x797.jpg

Vorschlag:
BY, BW und Hessen treten aus dem Geltungsbereich des Grundgesetzes aus 
und konstituieren sich neu als Süddeutscher Bund. Im gleichen Zug treten 
diese Länder aus der EU aus und schließen Verträge ähnlich wie die 
Schweiz. Fortan erhält jeder Bürger im Süddeutschen Bund vom Land 500€ 
Weihnachtsgeld steuerfrei und völlig aufkommensneutral zum Status quo. 
Für eine vierköpfige Familie werden dann 2000 € überwiesen.
Die Steinewerfer in Berlin müssten dann selbst arbeiten oder finden sich 
auf osteuropäischem Niveau wieder oder vielleicht hat Polen Interesse an 
den Territorien.

von (prx) A. K. (prx)


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Visionär schrieb:
> und schließen Verträge ähnlich wie die Schweiz

Ähnlich wie UK meinst du wohl. Eine zweite Schweiz tut sich die EU nicht 
an, deshalb ja der Brexit-Tanz.

Eine Art Nordirland-Problem gibts dann auch, mit dem Kleinwalsertal. 
Offiziell Ösiland, also drin, wirtschaftlich Piefkeland, also draussen.

: Bearbeitet durch User
von Shorty (Gast)


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Visionär schrieb:
> Vorschlag:
> BY, BW und Hessen treten aus dem Geltungsbereich des Grundgesetzes aus
> und konstituieren sich neu als Süddeutscher Bund.

Würde ich befürworten.

Berlin darf dann meinetwegen die DW enteignen und allen ein gnadenloses 
Grundeinkommen geben und versuchen das mit "Gendergerechten" 
Bettelbriefen zu finanzieren.

von Shorty (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Visionär schrieb:
>> und schließen Verträge ähnlich wie die Schweiz
>
> Ähnlich wie UK meinst du wohl. Eine zweite Schweiz tut sich die EU nicht
> an, deshalb ja der Brexit-Tanz.

Dann ist die EU ohnehin gewesen, da fast keine Geberländer mehr da.

von (prx) A. K. (prx)


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Shorty schrieb:
> Dann ist die EU ohnehin gewesen, da fast keine Geberländer mehr da.

Zu kurz gedacht. Das ist wie beim Ältesten. Der lebt auch nach dem 
Ableben noch. Übrigens zahlt Norwegen trotz Nichtmitgliedschaft eine Art 
Landesfinanzausgleich an die EU (Kohäsionsbeitrag).

: Bearbeitet durch User
von Martin (Gast)


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Visionär schrieb:

> Die Steinewerfer in Berlin müssten dann selbst arbeiten oder finden sich
> auf osteuropäischem Niveau wieder oder vielleicht hat Polen Interesse an
> den Territorien.

LOL. Du bist ein echter Reaktionär. Dumm & ungebildet, wie die Evolution 
solche Kreaturen eben hervorbringt: zu meiner Belustigung. YMMD.

von F. B. (finanzberater)


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Senf D. schrieb:
>> Ich kenne einige Leute in teuren Großstädten, die deutlich mehr als er
>> verdienen und sofort mit ihm tauschen würden.
>
> Ich kenne niemanden, der so denkt. Liegt aber vielleicht auch am
> Standort Chemnitz...

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Aber rede dir dein IGM-Gehalt 
nur weiter schön, wenn es dir dadurch besser geht.

Wohnen in München: "Mit 100.000 Euro Jahresgehalt wird die Luft extrem 
dünn"

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wohnen-in-muenchen-mit-100-000-euro-jahresgehalt-wird-die-luft-extrem-duenn/26742280.html

Mit 100k IGM-Gehalt ist man in München ein armer Schlucker.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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F. B. schrieb:

> Wohnen in München: "Mit 100.000 Euro Jahresgehalt wird die Luft extrem
> dünn"
>
> 
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wohnen-in-muenchen-mit-100-000-euro-jahresgehalt-wird-die-luft-extrem-duenn/26742280.html
>
> Mit 100k IGM-Gehalt ist man in München ein armer Schlucker.

Das wurde doch schon letztes Jahr zum Erbrechen durchgekaut:
Beitrag "In München mit 100.000€ Jahresgehalt wird die Luft dünn"

von F. B. (finanzberater)


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Thomas K. schrieb:
> Aber hauptsache wir wollen billige Produkte ! Ganz klar je mehr die
> Leute verdienen wollen, desto billiger werden die Produkte...hahahahah

Wer sein Geld nicht den IGMlern in den Rachen werfen will, der kauft 
sowieso nur noch günstige Kleinwagen aus dem Ausland. Ich bin sehr 
zufrieden damit.

von F. B. (finanzberater)


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Parallelwelt schrieb:
> DDR Zone schrieb:
>> Parallelwelt schrieb:
>>> mimimimimi
>>
>> The cope is real.
>
> Was bitte war an meinem Beitrag mimimimi? Ich heule nicht rum dass ich
> ein zu niedriges Gehalt hätte. Das was der TO macht ist das gleiche wie
> wenn der Schwabe täglich neidvoll im Schweizer Gehaltsforum liest und
> dann bei seinem 30 Mann Ingenieurbüro in Dettingen 130k zum Einstieg
> fordert. Viel Spaß!

Oder man macht es wie Qwertz: Sich einreden, dass die geposteten 
Gehälter gar nicht stimmen. Auch eine Coping-Strategie gegen den 
Gehaltsfrust für den, der es nötig hat.

von Karrierist (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Das wurde doch schon letztes Jahr zum Erbrechen durchgekaut:
> Beitrag "In München mit 100.000€ Jahresgehalt wird die Luft dünn"

Und gibt es daraus ein Fazit? eine kurze Zusammenfassung?

Jedenfalls mit 33 ein Nettovermögen von 150k bei 60k Bruttogehalt zu 
haben ist in Chemnitz definitiv sehr gut. In Immobilienkaufkraft 
bräuchte man in München ca. 7 mal so viel, da die Preise ca. 7 mal so 
hoch sind wie in Chemnitz. Da die Wohnkosten nicht 100% der Ausgaben 
ausmachen, sondern eher ein Drittel, mit Tendenz zu 50% in teuren 
Städten, müsste man also das Gehalt ca. mindestens verdoppeln. Er 
bräuchte also mindestens 120k eher 150k Brutto pro Jahr und mit seinen 
150k Eigenkapital käme er auch nicht weit, in Chemnitz könnte er dafür 
selbst in den guten Stadtvierteln eine geräumige Wohnung in gutem 
Zustand bar bezahlen. Aber, da bin ich vielleicht schon zu alt, will die 
junge Generation gar kein abbezahltes Wohneigentum mehr, sondern da 
zählt eher virtuelles Vermögen in Bitcoin und anderen Cryptos?

Für die richtig hoch bezahlten Jobs muss man ausserdem früh genug 
anfangen, sich stromlinienförmig anzupassen und Kontakte zu knüpfen. Bei 
170k Brutto p.a. wird die Luft sehr dünn. Wenn man mit 33 nicht schon 
auf einem guten Weg dorthin ist, wird es extrem schwer. Typische Leute 
die da hin kommen und noch weiter haben ein Überflieger Studium in der 
Tasche in kurzer Zeit, fangen in einem Trainee Programm an oder als 
Direkteinsteiger im Konzern an, zeigen da überdurchschnittliche Leistung 
UND wissen sich gut zu präsentieren und zu verkaufen, knüpfen die 
wichtigen Kontakte im Unternehmen und suchen sich gezielt einen Förderer 
unter den Entscheidern. Letzeres würden manche als "Hinternkriechen" 
bezeichnen. Aber so läuft es nun mal, ohne Förderer von oben macht man 
nur schwer Karriere.

von Alter Hase (Gast)


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Karrierist schrieb:
> Für die richtig hoch bezahlten Jobs muss man ausserdem früh genug
> anfangen, sich stromlinienförmig anzupassen und Kontakte zu knüpfen.

Das sehe ich auch so. Zum Punkt stromlinienförmig konnte ich mich nie 
durchringen, daher bleibt man dann irgendwann bezüglich Karriere & 
Gehalt stehen. Andere können sich besser verbiegen, ok dann gibt es für 
die noch mehr Schmerzensgeld. Ist für mich ok.

> Jedenfalls mit 33 ein Nettovermögen von 150k bei 60k Bruttogehalt zu
> haben ist in Chemnitz definitiv sehr gut.

Auch das sehe ich so. Das muss man erst mal schaffen (ohne Erbe oder 
Lotto).

von Beruferater Robert Lemke (Gast)


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Karrierist schrieb:
> Nur schau mal, was Du im Schwabenländle, vorallem in Stuttgart, für eine
> Wohnung bezahlst.
Bosch hockt u.a. in Abstatt das ist weit weg von Stuttgart, dort gibts 
60k und man wohnt relativ billig im Umland und wenn man unbedingt nach 
Stuttgart rein will ist man dort in 30 min mit dem Auto oder fährt mit 
der Bahn.

von Percy N. (vox_bovi)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Kinders, es wird Zeit das der Länderfinazausgleich eingestellt wird
> wegen Mißbrauch.

Klar. Da der Freustaat Bayern, nachdem er sich Jahrzehnte lang hat vom 
LFA durchfüttern lassen, inzwischen auf eigenen Füßen zu stehen lernt, 
wäre es natürlich grob unbillig, jetzt auch mal Geld in die andere 
Richtung fließen zu lassen. Schließlich war man ja schon immer gegen das 
GG ...

von Karrierist (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Klar. Da der Freustaat Bayern, nachdem er sich Jahrzehnte lang hat vom
> LFA durchfüttern lassen, inzwischen auf eigenen Füßen zu stehen lernt,
> wäre es natürlich grob unbillig, jetzt auch mal Geld in die andere
> Richtung fließen zu lassen. Schließlich war man ja schon immer gegen das
> GG ...

Das ist eine urban legend mit einem extrem langen Bart. Bayern hat 
extrem viel weniger aus dem LFA bekommen als selbst bezahlt, selbst 
inflatonsbereinigt.

https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich#Finanzvolumen

Bayern hat zudem auch nur in der Vergangenheit was bekommen und das 
genutzt, um das Land von einem Agrarstaat in einen modernen 
Industriestandort zu transformieren. Berlin dagegen hängt schon seit 
sehr lange am LFA Tropf, wann ist dort mit einem wirtschaftlichen 
Umschwung zu rechnen?

von Shorty (Gast)


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Karrierist schrieb:
> wann ist dort mit einem wirtschaftlichen Umschwung zu rechnen?

Eher friert die Hölle zu.

von Dirk K. (knobikocher)


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Stefan H. schrieb:
> Ich bummel mit 33 immer noch bei 60k€/Jahr Hungerlohn herum und will
> jetzt auch mal normal verdienen.

Wir haben später erfahren, der TO kommt aus der Gegend um Chemnitz.

"Chemnitzer mit einem Hochschulabschluss verdienen im Schnitt 1995 Euro" 
(netto)

https://www.tag24.de/chemnitz/so-viel-verdienen-die-chemnitzer-kommunale-buergerumfrage-gehalt-stadtteile-geld-1670467

Ergibt knapp 3000€ Brutto monatlich respektive 36-37k€/Jahr.
Der TO betitelt also sein regional deutlich überdurchschnittliches 
Gehalt für seine Bildungsklasse als "Hungerlohn".

Stefan H. schrieb:
>> Wie schätzt du dich selber im Vergleich zu anderen ein?
>
> Naja, eher unteres Mittelmaß.

Was ich nun bestätigt sehe. Und damit revidiere ich meine bestehende 
Meinung:

Dirk K. schrieb:
> Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe denke ich: du BEKOMMST
> tatsächlich was du verdienst.

Nun denke ich, du bekommst deutlich mehr als du verdienst.

: Bearbeitet durch User
von Senf D. (senfdazugeber)


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F. B. schrieb:
> Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Aber rede dir dein IGM-Gehalt
> nur weiter schön, wenn es dir dadurch besser geht.
> Wohnen in München: "Mit 100.000 Euro Jahresgehalt wird die Luft extrem
> dünn"

Mal wieder ein Denkfehler von dir - die großzügigen Gehälter gibt es 
eben nicht nur im überteuerten München, da würde ich genauso wenig leben 
wollen wie in Chemnitz. In Baden-Württemberg und Bayern gibt es genügend 
eher ländliche Regionen, die günstig sind, wo man aber als Ingenieur 
oder Informatiker trotzdem sehr gut verdienen kann.

F. B. schrieb:
>> Das was der TO macht ist das gleiche wie
>> wenn der Schwabe täglich neidvoll im Schweizer Gehaltsforum liest und
>> dann bei seinem 30 Mann Ingenieurbüro in Dettingen 130k zum Einstieg
>> fordert. Viel Spaß!
>
> Oder man macht es wie Qwertz: Sich einreden, dass die geposteten
> Gehälter gar nicht stimmen. Auch eine Coping-Strategie gegen den
> Gehaltsfrust für den, der es nötig hat.

Du bist aber ein "lustiger" Vogel, warum unterstellst du mir ständig 
einen "Gehaltsfrust", den du in deiner Klitsche sehr wahrscheinlich 
selber hast? Ich bin mehr als zufrieden mit meinem Gehalt, ich habe 
einen sehr angenehmen Konzernjob ohne viel Stress, der überaus großzügig 
vergütet wird. Ich habe daher wirklich gar keinen Grund zu jammern oder 
Frust zu schieben. Höhere Gehälter als meines gibt es selbstverständlich 
(wer würde daran ernsthaft zweifeln?), aber das Gesamtpaket ist bei mir 
schon erste Sahne, und das weiß ich auch zu schätzen. Aktuell im 
Dauer-Home Office ist es sogar noch chilliger.

Beitrag #6705794 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertzfan (Gast)


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Qwertz sollte Werbetexter werden für IGM-Konzerne

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Karrierist schrieb:
> Das ist eine urban legend mit einem extrem langen Bart. Bayern hat
> extrem viel weniger aus dem LFA bekommen als selbst bezahlt, selbst
> inflatonsbereinigt.

Dem ist so. Es gab aber auch den Druck der anderen Bundesländer der 
Bayern dazu verpflichtete die Gelder auch wirklich nur für den Zweck der 
wirtschaftlichen Weiterentwicklung zu verwenden. Der Minister Zehetmair 
träumte immer von einer neuen Pinakothek und hatte selbst in der kleinen 
Öffentlichkeit gesagt, das ist so lange Bayern untertützt wird nicht 
zulässig. Die anderen Bundesländer würden da ganz schnell den Geldhahn 
abdrehen. Es gab ein riesen Geschrei als der Bayrische Ministerpräsident 
Seehofer forderte solche Regelungen wieder anzuwenden.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Dirk K. schrieb:
> Ergibt knapp 3000€ Brutto monatlich respektive 36-37k€/Jahr.
> Der TO betitelt also sein regional deutlich überdurchschnittliches
> Gehalt für seine Bildungsklasse als "Hungerlohn".

Das ist doch das Problem der MINTler. Ingenieure u. ä. finden immer 
Gründe, warum ihresgleichen weniger verdienen sollten und lassen sich 
von den BWLern mit Scheinargumenten überzeugen: "strukturschwache 
Region", "Sie haben ja keine Familie.", "Aber dafür macht die Arbeit 
Spaß".

Die BWLer nutzen psychologische Tricks, um Ingenieurgehälter gering zu 
halten. Das beginnt schon mit dem Framing: "Das Durchschnittsgehalt 
eines Ingenieurs liegt bei 50k€/Jahr. Wer unterdurchschnittlich leistet 
(Berufseinsteiger), bekommt weniger, wer mehr leistet (Erfahrung), 
bekommt mehr." - Das klingt plausibel und nachvollziehbar. Geframed wird 
jedoch mit dem Durchschnittsgehalt einer Berufsgruppe. Die Frage ist 
nämlich, ob die 50k€/Jahr als Durchschnittsgehalt für Ingenieure 
"gerecht" sind.

Man könnte ganz anders framen: "Das Durchschnittsgehalt von 
Führungskräften liegt bei 85k€/Jahr. Der Ingenieur ist formal 
Fachkraft, aber faktisch Führungskraft. Er setzt verfügbare Frameworks 
und Fertigkomponenten ein, welche durch andere Ingenieure entwickelt 
worden sind und bringt sich über Mailinglisten etc. in die Planung und 
Festlegung der strategischen Ausrichtung der Projekte ein. Er ist damit 
eine Führungskraft ohne unmittelbarer Personalverantwortung." - Über 
dieses Framing wird die Sichtweise verschoben. Dem Ingenieur wird damit 
eine andere gesellschaftliche Position zugeschrieben. Er ist nicht mehr 
technischer Problemlöser, sondern Koordinator.

Aber der Ingenieur vergleicht sich ja lieber mit dem Busfahrer und 
schämt sich "gierig" oder "dekadent" zu sein, indem er mehr verdient. Er 
sollte sich lieber mit Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, 
Patentanwälten, Piloten und Ärzten vergleichen.

von Deutsch Deutscher am Deutschesten (Gast)


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Ricky 3000 schrieb:
> politbüro5041 schrieb:
>
>> je brauner der Hals, desto höher das Gehalt...
>
> Beim Anhus gilt genau das Gegenteil. Ein Anhal-Bleaching steigert die
> Attraktivität und damit selbstverständlich auch das Gehalt. Zumindest in
> machen Branchen ist das so.

Hast du das gerade echt geschrieben? Ich bin empört!

von Karrierist (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> "Das Durchschnittsgehalt von
> Führungskräften liegt bei 85k€/Jahr.

Was soll eine Führungskraft sein? das kann alles sein, vom Chef einer 
Putzkolonne bis zum DAX Vorstandsvorsitzenden. Da hast Du irgendeinen 
Vergleich konstruiert. Gehälter sind Marktpreise, egal ob man sich als 
Führungskraft sieht oder nicht.

Übrigens könnte genauso wie Du argumentierst, auch der Busfahrer 
argumentieren. Von wegen er ist ja Führungskraft von einem 
hochmotorsierten Gefährt mit vielen "Mitarbeitenden" drin, für deren 
Gesundheit, gar Leben, er zuständig ist. Daher soll er auch wie ein DAX 
Abteilungsleiter verdienen. Sorry, so wird das nichts. Wer hoch hinaus 
will, muss in den entsprechenden Firmen einsteigen, deren Karrierespiel 
mit spielen, sich anpassen, das leisten was man leisten muss, 
netzwerken, Förderer finden, sich gut präsentieren, verkaufen, 
überdurchschnittliche Leistung bringen, flexibel sein, manchmal auch 
einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Sonst bleibt der Weg über die Selbständigkeit, wo man seine Produkte 
möglichst gut und gewinnbringend verkaufen und gute Kundenbeziehungen 
aufbauen können sollte.

von Minderleister bleib bei deinen Leisten (Gast)


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Deutsch Deutscher am Deutschesten schrieb:
> Ricky 3000 schrieb:
>
>> politbüro5041 schrieb:
>>> je brauner der Hals, desto höher das Gehalt...
>>
>> Beim Anhus gilt genau das Gegenteil. Ein Anhal-Bleaching steigert die
>> Attraktivität und damit selbstverständlich auch das Gehalt. Zumindest in
>> machen Branchen ist das so.
>
> Hast du das gerade echt geschrieben? Ich bin empört!

Das ist doch der Klassiker in der Geschäftsführerwelt. Wer nach der 
Afterparty der Aktionärsversammlung als erster Abspritzt muss sich 
seinen After Bleachen lassen. Noch nie gehört?

Business as ususal

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan H. schrieb:
> Der Ingenieur ist formal Fachkraft, aber faktisch Führungskraft.

Nein. Führungskraft definiert sich über Personalverantwortung, nicht 
über fachliche Inhalte.

Oder willst du, dem aktuellen Trend folgend, (d)ein neues politisch 
korrektes Deutsch definieren?

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6705903 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Oder willst du, dem aktuellen Trend folgend, (d)ein neues politisch
> korrektes Deutsch definieren?

Ja, denn die BWLer machen das ja auch. Vor einigen Jahren gab es hier 
einen Beitrag zum "akademischen Proletariat". Damit wurden 
"Gebrauchs"-Ingenieure der Arbeiterschaft (Berufsausbildung) sprachlich 
gleichgestellt. Wenn die uns mit ihren rhetorischen 
Manipulationsversuchen abwerten, warum sollten wir sie dann nicht mit 
ihren eigenen Waffen schlagen?

Das ganze System ist doch mittlerweile darauf ausgelegt die Akademiker 
zu untergraben. Das Vordiplom wurde zum "Bachelor", auf Deutsch: 
"Geselle" und das Diplom zum "Master", also "Meister". Man möchte nicht 
etwas die Facharbeiter aufwerten, nein, man möchte Akademiker abwerten.

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan H. schrieb:
> Das Vordiplom wurde zum "Bachelor", auf Deutsch: "Geselle"

Wenn du schon wörtlich übersetzen willst: Junggeselle.

Allerdings ist das natürlich Unfug, denn es wird mit dem Wort auch die 
Bedeutung transportiert, weshalb der Bachelor durchaus verheiratet sein 
darf.

Abgesehen davon klingt "Meister der Künste" doch wirklich 
eindrucksvoller als "Diplom-Soziologe".

> und das Diplom zum "Master", also "Meister"

Eigentlich Magister.

: Bearbeitet durch User
von A. S. (achs)


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Senf D. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> Oder man macht es wie Qwertz: Sich einreden, dass die geposteten
>> Gehälter gar nicht stimmen. Auch eine Coping-Strategie gegen den
>> Gehaltsfrust für den, der es nötig hat.
>
> Du bist aber ein "lustiger" Vogel, warum unterstellst du mir ständig
> einen "Gehaltsfrust", den du in deiner Klitsche sehr wahrscheinlich
> selber hast?

ich hatte beim Lesen gedacht, F.B. meint Deinen Stalker, der als Qwertz 
schreibt. Zumal Du den Namen ja m.W. nicht mehr verwendest.

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