Mal wieder eine Pflanzengießanlage... aber eigentlich gehts mir eher
generell um eine kapazitive Messung.
Ich hab schon diverse andere Threads hier dazu gelesen, die aber nicht
wirklich meine Fragen beantworten.
Der Grundaufbau ist der gleiche wie bei allen anderen auch. Ich habe die
üblichen kapazitiven Erdfeuchtesensoren in einem Blumentopf stecken. Wie
bei allen anderen sind die aber nach ein paar Monaten angegammelt. Die
Beschichtung der Platine löst sich, die Kupferschleifen korrodieren, die
Messergebnisse werden praxisfremd.
Ein weiteres Problem: Diese Erdstecker sind ziemlich klein und messen
dementsprechend nur sehr lokal. Feuchtigkeit im Blumentopf sammelt sich
aber eher unten und es dauert, bis sich das Wasser überhaupt verteilt
und den Sensor erreicht, so das dieser erstmal was messen kann. Bei 40cm
Blumetöpfen durchaus ein Problem.
Resistive Messung scheidet aus, ich will meine Pflanzen keiner
Elektrolyse aussetzen und die gammeln ja auch weg.
Jetzt hab ich mich mal ein bisschen schlau gemacht, wie so eine
kapazitive Messung überhaupt funktioniert, aber so ganz steige ich da
noch nicht durch. Und ich habe überhaupt keine Ahnung mit was für Werten
da zu rechnen wäre. Also was für Kapazitäten da überhaupt rauskämen...
Anscheinend kann man damit aber ja sogar z.B. Wasserfüllstände messen
(also das Volumen?).
Ich bin auf den TI FCS1004
(https://www.ti.com/lit/ds/symlink/fdc1004.pdf) gestoßen. Sofern ich das
richtig verstanden habe, könnte ich damit 4 Messpunkte messen und würde
die Ergebnisse praktischerweise gleich per I2C kriegen.
Gemessen wird die Kapazität dabei zwischen SHLD(1) und CINx?
Meine Idee wäre den Blumentopf aussenrum mit z.B. Alufolie auszukleiden
(SHLD) und einen Metallstab in die (mehr oder weniger) Mitte zu stecken
(CIN1). Also im Prinzip den ganzen Topf zu einem Kondensator zu machen.
Würde das überhaupt funktionieren? Wie groß dürfen die Abstände zwischen
den "Elektroden" überhaupt sein, damit da noch was gemessen werden kann?
Wie lange darf die Anschlussleitung der Elektroden sein? Ich nehme mal
an, das wird auch einiges ausmachen?
Ich würde damit auch erstmal rumprobieren. Unterschiedliche Materialien,
unterschiedliche Abstände, unterschiedliche Formen... Daher eigentlich
überhaupt erstmal die Frage, ob eine Messung so generell funktionieren
würde?
Falscher IC? Gibts was anderes? Grundsätzlich will ich erstmal eine
Kapazität messen, also muss kein Multi-Channel IC sein...
In einem anderen Thread hier wurde der AD7745 erwähnt.
Muss auch nicht ultimativ genau sein, ich will ja keinen Touchscreen
bauen bei dem ich das genaue Pixel das berührt worden wäre ermitteln
können muss.
Luft hat ein epsilon_r von 1 und Wasser von rund 80. Die Erde, Wurzeln
usw. haben auch ein epsilon_r von größer als 1. Daher würde das sogar
funktionieren, wenn nicht die Wurzeln wachsen würden und den
Arbeitspunkt verschieben würden.
Wirklich sehr lange und zuverslässig funktionieren biologische Sensoren.
Die Biegung des Zäpfchens von Tannenzapfen durch die Feuchtigkeit wird
dafür verwendet.
Bernd L. schrieb:> und einen Metallstab in die (mehr oder weniger) Mitte zu stecken> (CIN1). Also im Prinzip den ganzen Topf zu einem Kondensator zu machen.
Solange Du die Elektrode nicht isolierst, ist das kein Kondensator und
wird auch wieder lustig vor sich hin gammeln.
Andreas B. schrieb:> Solange Du die Elektrode nicht isolierst, ist das kein Kondensator und> wird auch wieder lustig vor sich hin gammeln.
Das macht irgendwie Sinn.
Müssen beide Seiten isoliert sein, oder müssen die nur getrennt sein?
Man könnte ja dann theoretisch auch ein Kabel mit Mantel... ja
eigentlich sogar aussen um den (Kunststoff)Topf wickeln und den
Metallstab innen z.B. mir Harz isolieren.
Bernd L. schrieb:> Müssen beide Seiten isoliert sein, oder müssen die nur getrennt sein?
Eine Seite isoliert reicht für einen Kondensator.
Wenn Du allerdings Korrosion vermeiden willst, würde ich beide Seiten
isolieren.
Bernd L. schrieb:> Man könnte ja dann theoretisch auch ein Kabel mit Mantel...
Du kannst auch einfach ein verdrilltes Kabel reinlegen (Enden natürlich
isolieren oder gleich draußen lassen). Der AD7745 schafft das locker.
Als Basislinie die Kapazität über mehrere Tage messen.
Bernd L. schrieb:> Bei 40cm Blumetöpfen durchaus ein Problem.
Vielleicht einen kleinen Ton-Blumentopf oben seitlich mit einbuddeln und
genau von diesem die Feuchte über die Kapazität messen. In dem Falle
benötigst Du weniger metallisches isoliertes Material für die
Kapazitätsmessung.
Kapazitiver Sensor geht für Flüssigkeiten (z.B. Füllstand Zisterne,
Regentonne etc.) super und da gammelt auch nichts.
Feuchtigkeit im Blumentopf würde ich über Widerstandsmessung machen, da
es hier zu viele Unwägbarkeiten gibt. Dieter hat das in seinem ersten
Post eigentlich schon recht ausführlich beschrieben. Wichtig ist halt,
das als Messpannung keine Gleichspannung sondern eine Wechselspannung
benutzt wird. Als nächstes nicht dauerhaft messen, also die Messspannung
nicht ständig anlegen sondern nur zum Messzeitpunkt - 2-3mal pro Tag
dürfte da völlig ausreichend sein.
Wichtig ist auch das sich in dem Blumentopf nicht 2 verschiedene Metalle
befinden, denn dann kommt es zur Elektrolyse auch ohne das Du eine
Spannung anlegst - Du baust praktisch eine Batterie.
Als Elektroden eignet sich dickerer Kupferdraht (ich würde solchen ab
4qmm verwenden) oder auch Edelstahl. Noch einmal: In den Blumentopf darf
kein anderes metallisches Material als das Elektrodenmaterial
eingebracht werden!
Obwohl ich die Widerstandsmessung auch für zielführender halte, noch
eine Idee zur Kapazitätsmessung: Es reicht ja, wenn man auf
gegenüberliegenden Seiten des Blumentopfes außen zwei Elektroden hat.
Die können auch je fast zur Hälfte außen um den Topf rum gehen, dürfen
halt nicht nass werden. Alufolie, eingeschweißt, Draht nach außen. Zwei
solche Elektroden, 10x10cm, 10cm Abstand, haben mit Luft dazwischen
knapp 1pF, mit Wasser 80pF.
Josef L. schrieb:> Obwohl ich die Widerstandsmessung auch für zielführender halte,
Alles was ich bisher gefunden habe hat von resistiver Messung abgeraten.
Oben wurde ja schon Wechselspannung erwähnt... ist das der Knackpunkt?
Dann wäre die Frage, wie ich aus meiner Gleichspannung eine
Wechselspannung erzeuge. Ist das nicht hochgradig ineffektiv?
> dürfen halt nicht nass werden.
Wenn die Kontakte eingeschweißt oder anderweitig isoliert sind, sollte
es doch nichts ausmachen, wenn diese nass werden. Abgesehen davon, das
diese Feuchtigkeit dann mitgemessen wird, was aber ja weitgehend egal
ist, wenn ich Feuchtigkeit für eine Gießanlage messe, wenns eh regnet...
> solche Elektroden, 10x10cm, 10cm Abstand, haben mit Luft dazwischen> knapp 1pF, mit Wasser 80pF.
Ist das mit 10x10cm und 10cm Abstand und 1pF/80pF eine Faustformel oder
sowas?
Ich würde da ja einfach mal rumexperimentieren, aber was leider
immernoch nicht beantwortet wurde ist, ob der IC den ich oben genannt
habe für so eine Messung überhaupt tauglich ist. Oder mit welchem IC ich
sowas überhaupt messen kann.
Ich will auf jedenfall einen IC oder eine fertige Schaltung mit der ich
sowas messen kann. Sowas wirds ja wohl geben?
Mal eine andere Idee zur Pflanzenbewässerung: Nach Gewicht. Trockene
Erde ist deutlich leichter als nasse. Wägezellen und HX711-Module sind
günstig zu bekommen. Schalten sollte man natürlich nicht nach
Absolutwerten, sondern relativ nach dem Zeitpunkt, bei dem das Gewicht
deutlich abfällt.
Wechselspannung: Ja, das ist zur Vermeidung der chem. Zersetzung bei der
Widerstandsmessung nötig. Und wie richtig bemerkt wurde, am Besten nur
kurzzeitig messen.
Besser ist wohl die kapazitive Messung, da die Elektroden sowieso
isoliert werden müssen, und wie ich angemerkt habe, ja sogar ganz aus
dem Topf heraus außen angebracht werden können. Eine Online-Bestimmung
zur Kapazität wäre zB die von mir grade benutzte Seite
http://dl8aap.koch-carsten.de/berechnung-der-kapazitaet-an-einem-plattenkondensator/
Ich habe als Fläche 0.01 m² und ans Abstand 0.1 m eingegeben, und die
relative Permittivität 1=Luft, 80=Wasser. Das kommt jetzt drauf an, wie
die Maße bei deiner Anwendung sind, ob das 1 Kubikmeterkübel oder 4 cm
Pflanztöpfchen sind.
Der IC ist nach der Beschreibung geeignet, mit ±15 pF Meßbereich mit 0.5
fF, also 0.0005pF Auflösung und sogar möglichen 100pF Offset sollte er
auch bei kleineren Kondensatorflächen und/oder größeren
Elektrodenabständen mehr als ausreichend genau arbeiten. Zur Anbindung
an einen µC und zur weiteren Auswertung müssen dir hier andere helfen,
wenn das notwendig wäre.
Ja, suche mal nach einer fertigen Karte mit diesem IC!
Die Messung des Gewichts wäre sicherlich interessant und auch mal ein
Experiment wert. Evtl. teste ich das sogar mal.
Das ganze hat nur ein paar heftige Haken. Ich habe oben schon erwähnt,
das es sich um 40cm-Kübel handelt. Ich habe die Pflanzen noch nie
gewogen, aber rein vom Gefühl her, wenn ich die Pflanzen im Frühjahr aus
dem Keller wuchte, würde ich mal schätzen, das eine davon samt Topf
schon um die 15-20kg wiegt. frühjahrsbedingt geschnitten, also nicht
"gewachsen". Die Mechanik für die Gewichtsmessung dürfte also
umfangreich und teuer sein.
Und wenn oben schon erwähnt wurde, das die Durchwurzelung der Erde eine
kapazitive Messung driften lässt, würde ich mal sagen, das das
Pflanzenwachstum eine Gewichtsmessung noch viel viel mehr driften lässt.
Den Gewichtszuwachs zu messen wäre aber ansich durchaus auch mal
interessant. ;)
Jobst Q. schrieb:> Nach Gewicht
Hatte ich auch überlegt. Aber die Pflanze atmet ja, verdunstet nicht nur
Wasser, sondern baut einen Teil des Wassers ein, nimmt aber auch CO2 auf
und baut daraus Kohlehydrate auf. Wenn ich im Winter sehe wie schnell
ein Ritterstern wächst, ich glaube, der wird von Tag zu Tag schwerer
statt leichter.
Josef L. schrieb:> Besser ist wohl die kapazitive Messung, da die Elektroden sowieso> isoliert werden müssen, und wie ich angemerkt habe, ja sogar ganz aus> dem Topf heraus außen angebracht werden können.
Jup, aussen am Topf macht die Sache natürlich noch einfacher.
Oben hast du aber geschrieben, das du eine resistive Messung für
zielführender haltest.
> Eine Online-Bestimmung> zur Kapazität wäre zB die von mir grade benutzte Seite> http://dl8aap.koch-carsten.de/berechnung-der-kapazitaet-an-einem-plattenkondensator/
Vielen Dank, das ist schonmal ein guter Hinweis.
> Das kommt jetzt drauf an, wie> die Maße bei deiner Anwendung sind, ob das 1 Kubikmeterkübel oder 4 cm> Pflanztöpfchen sind.
Abgesehen davon das ich allgemein mit so einem Messverfahren
experimentieren würde, wäre die eigentliche Anwendung wie im ersten Post
schon geschrieben eher in Pflanzkübeln mit 40cm Durchmesser.
> Der IC ist nach der Beschreibung geeignet, mit ±15 pF Meßbereich mit 0.5> fF, also 0.0005pF Auflösung und sogar möglichen 100pF Offset sollte er> auch bei kleineren Kondensatorflächen und/oder größeren> Elektrodenabständen mehr als ausreichend genau arbeiten.
Das ist mal eine Info auf die ich gewartet habe.
> Zur Anbindung> an einen µC und zur weiteren Auswertung müssen dir hier andere helfen,> wenn das notwendig wäre.
Das krieg ich glaube ich hin. Der genannte IC spuckt ja die Werte direkt
via I2C aus.
> Ja, suche mal nach einer fertigen Karte mit diesem IC!
Missverständnis... ich will einen IC ODER eine fertige Karte.
Was ich nicht will ist mir eine komplette Messschaltung selbst bauen,
also z.B. mit einem Oszilator die (Ent)Ladezeit des Kondensators
"manuell" zu messen, oder wie immer so eine Schaltung auch im Detail
funktioniert.
Bernd L. schrieb:> Oben hast du aber geschrieben, das du eine resistive Messung für> zielführender ...
Schon, elektrischer Widerstand und seine Messung ist einem halt
vertrauter udn geht auch einfacher als Kapazitätsmessung. Aber wenn ich
es recht bedenke hat es mehr Nachteile, und ein wichtiger, der mir grade
einfällt: reines Wasser leitet den Strom ja kaum, es kommt auf die
Verunreinigungen, also die Mineralsalze an. Wenn du mal düngst, kannst
du neu kalibrieren. Auf die Kapazitätsmessung hat das dagegen kaum
Einfluss, da es sich nur um Änderungen Unterhalb des Promillebereichs
handelt.
> Pflanzkübeln mit 40cm Durchmesser
Hatte ich wohl überlesen. Da kannst du gut auf gegenüberliegenden Seiten
außen, 5 cm von oben, 15x30cm Alufolie anbringen, oder mit Alublech
experimentieren (Dosenblech?). Du kannst sogar von oben nach unten
jeweils 5-10 cm breite Streifen kleben (4 Stück auf der einen, vier auf
der anderen) und damit auf vier verschiedenen Höhen messen. Oder das
Ganze in einen Plastikring einbauen, und den zur Messung nur über den
Topf bewegen. Dann kannst du beim Experimentieren die optimale Höhe für
die Messung bei der endgültigen Gießanlage rausfinden.
Bernd L. schrieb:> aber was leider> immernoch nicht beantwortet wurde ist, ob der IC den ich oben genannt> habe für so eine Messung überhaupt tauglich ist.
Habe ich Dir bereits beantwortet: Ja.
Josef L. schrieb:> mit ±15 pF Meßbereich
Aber nicht der AD7745. Der hat ±4pF.
Bernd L. schrieb:> Das ist mal eine Info auf die ich gewartet habe.
Zur mehr Info hilft, wie immer, ein Datenblatt.
Und wie schon gesagt: Verdrillten Draht reinlegen. Den kannst Du dann
bevorzugt dahin legen, wie sich die Feuchtigkeit im Topf befindet.
Wenn Du mehr als 50cm Draht drin hast, kannst Du auch schon überlegen,
die Kapazität mit dem uC direkt zu messen:
http://elm-chan.org/works/cmc/report.html
oder: Beitrag "Kondensator-Messgerät"
Ich habe es auch mal so ähnlich gemacht, indem ich den 2. Eingang des
Comparators intern auf 1.1V Referenz gelegt habe und einfach die
Aufladung von 0-1.1V erfasst habe. Für einen Blumentopf ist das allemal
genau genug und braucht nur einen Eingang.
Andreas B. schrieb:> Verdrillten Draht reinlegen. Den kannst Du dann> bevorzugt dahin legen, wie sich die Feuchtigkeit im Topf befindet.
Der misst dann halt sehr lokal, und zwar die Feuchtigkeit nur zwischen
den Isolationen. Im Zweifelsfall ist da gar nichts dazwischen, oder es
hält sich Feuchtigkeit, während außenrum alles trocknet.
Ich würde wie gesagt mit größeren Flächen und Abständen arbeiten, und
wenn es um Kapazitätsunterschiede von nur wenigen pF geht, reichen ja
40cm² bei 40cm Abstand von außen aus, und experimentieren mit Alufolie
oder Drähten kostet ja nichts.
Andreas B. schrieb:> Habe ich Dir bereits beantwortet: Ja.
War wohl das Edit, weswegen es mir entgangen ist.
> Zur mehr Info hilft, wie immer, ein Datenblatt.
Datenblätter sind gut, nur man müsste sie auch verstehen.
Da ich wie ebenfalls weiter oben schon geschrieben, ich keine Ahnung
habe, welche Dimensionen überhaupt zu erwarten sind, kann ich erstmal
auch nichts mit Infos ala +-4pF oder +-15pF anfangen.
> Und wie schon gesagt: Verdrillten Draht reinlegen. Den kannst Du dann> bevorzugt dahin legen, wie sich die Feuchtigkeit im Topf befindet.
Also möglichst weit unten, ansonsten weiß ich ja nicht wo sich die
Feuchtigkeit letztendlich sammelt. Deswegen hätte ich ja allgemein eine
eher größere Messfläche.
> Wenn Du mehr als 50cm Draht drin hast, kannst Du auch schon überlegen,> die Kapazität mit dem uC direkt zu messen:
Das will ich eigentlich vermeiden. Zum einen übersteigt das (noch) mein
Verständnis und zum anderen habe ich keinen uC, sondern lese die Werte
mit einem Raspi.
Josef L. schrieb:> Der misst dann halt sehr lokal, und zwar die Feuchtigkeit nur zwischen> den Isolationen. Im Zweifelsfall ist da gar nichts dazwischen, oder es> hält sich Feuchtigkeit, während außenrum alles trocknet.
Ich habe es mit den fertigen Sensoren ja schon seit mehreren Monaten am
laufen. Die stecken aber halt nur ca. 6cm tief in der Erde, wobei meine
Versuchsaufbau ca. 25cm Kübeltiefe hat.
Jetzt hatte ich den Fall, das beim Gießvorgang das Wasser nicht direkt
in Sensornähe aufkam, der Sensor also kaum einen zeitnahen
Feuchtigkeitsanstieg messen konnte und dementsprechend mehrfach weiter
gegossen wurde.
Das Wasser hat sich also unten gesammelt und stand sogar schon im Topf.
Es vergingen ca. DREI TAGE bis das Wasser aufgesaugt wurde und am Sensor
überhaupt mal eine Sättigung eintrat. Also nur um zu verdeutlichen, das
ich hier nicht in 5 Minuten Intervallen akkurate Werte erwarte... aber
das ist zu lang.
Hab mal ein Bild angehängt, welches zeigt was da gemessen wurde. Es geht
um die grüne Kurve.
Josef L. schrieb:> Der misst dann halt sehr lokal, und zwar die Feuchtigkeit nur zwischen> den Isolationen.
Das macht scheinbar Sinn, weil:
Bernd L. schrieb:> Jetzt hatte ich den Fall, das beim Gießvorgang das Wasser nicht direkt> in Sensornähe aufkam, der Sensor also kaum einen zeitnahen> Feuchtigkeitsanstieg messen konnte und dementsprechend mehrfach weiter> gegossen wurde.> Das Wasser hat sich also unten gesammelt und stand sogar schon im Topf.> Es vergingen ca. DREI TAGE bis das Wasser aufgesaugt wurde und am Sensor> überhaupt mal eine Sättigung eintrat.
Also unten eine Schleife legen. Wasser läuft nun mal nach unten.
Bernd L. schrieb:>> Wenn Du mehr als 50cm Draht drin hast, kannst Du auch schon überlegen,>> die Kapazität mit dem uC direkt zu messen:> Das will ich eigentlich vermeiden. Zum einen übersteigt das (noch) mein> Verständnis und zum anderen habe ich keinen uC, sondern lese die Werte> mit einem Raspi.
Dann wird es wohl irgendwas mit dem FDC1004. Die gibt es in reicher
Auswahl als Breakout boards.
Bernd L. schrieb:> Wie lange darf die Anschlussleitung der Elektroden sein?
Die Kapazität deiner Anschlussleitung liegt parallel zu der Kapazität
deiner Elektroden. Daraus kannst du dir ableiten, wie der Einfluss auf
deine Messwerte ist. Bei einer großen Kapazität der Anschlussleitung
geht deine eigentliche Messgröße (Kapazität zwischen deinen Elektroden)
mehr oder weniger stark unter. Eine Änderung der Kapazität der
Anschlussleitung sieht genauso aus, wie eine Änderung deiner
Blumentopfkapazität. Es hängt also ganz entscheidend von der Art der
Anschlussleitung und von der Kapazität der Elektrodenanordnung ab.
Andreas B. schrieb:> Dann wird es wohl irgendwas mit dem FDC1004. Die gibt es in reicher> Auswahl als Breakout boards.
Wo (außer ProtoCentral) und zu welchem Preis?
Da scheint ein kleiner uC, der am RaspPi hängt, nicht unattraktiv.
Vom den einfachen Methoden hat in meinen Versuchen die
Widerstandsmessung mit verzinkten Blech-Streifen (aus dem
Metallbaukasten) als Elektroden am besten funktioniert.
Problem hierbei ist, dass sich der Kontakt zur Erde im Laufe der Zeit
verändert, und damit auch der Widerstandswert. Im Blumentopf muss man
immer wieder die Erde andrücken oder eine neue Position für die
Elektroden wählen.
Besser funktionieren mit Wasser gefüllte keramische Behälter, aus denen
die Planzen das Wasser absaugen. Dabei entsteht in den Behältern ein
Vakuum (Unterdruck), das man messen kann. Wenn die Pflanzen genug Wasser
haben, füllt dich der keramische Behälter wieder und das Vakuum
verschwindet. Der Haken: Wenn das Wasser ganz abgesaugt wird, ziehen sie
Luft und funktionieren nicht mehr.
Dieter schrieb:> Driftet aber mit dem> Wurzelwachstum.
Das kann man umgehen, indem man die Basislinie über längere Zeit
mittelt. Am besten ins eingebaute EEprom des uC schreiben, falls man mal
Stromausfall hat.
Wolfgang schrieb:> Wo (außer ProtoCentral) und zu welchem Preis?
Stimmt, Du hast Recht. Die sind mir immer um die Ohren geflogen als ich
mal vor einiger Zeit nach FDC1004 gesucht hatte. Er waren immer die
gleichen.
> Da scheint ein kleiner uC, der am RaspPi hängt, nicht unattraktiv.
Sehe ich genauso, aber der TO will/kann das ja nicht.
Bernd L. schrieb:> Dann wäre die Frage, wie ich aus meiner Gleichspannung eine> Wechselspannung erzeuge. Ist das nicht hochgradig ineffektiv?
Das ist mit einem einfachen RC- oder LC-Generator recht einfach.
Ich bevorzuge bei so etwas einen LC-Generator. Ein Colpittsgenerator ist
beispielsweise recht gut für so etwas geeignet. Setzt man an Stelle der
Spule einen kleinen Transformator ein, dann kann man über die 2.
Wicklung die Wechselspannung potentialfrei auskoppeln und direkt auf
eine Brücke geben. Von der Brücke geht es dann zur Auswerteschaltung.
Die Brücke gleicht man entweder bei Trockenheit oder bei maximaler
Feuchte auf 0 ab. Sobald sich der Feuchtewert in der Erde ändert wird
die Brücke verstimm und man bekommt ein Ausgangesignal, das man
auswerten kann.
Bernd L. schrieb:> Und wenn oben schon erwähnt wurde, das die Durchwurzelung der Erde eine> kapazitive Messung driften lässt
Deshalb ja resistive Messung. Solange man da Wechselspannung benutzt und
die auch nur zur Messung anlegt halten die Elektroden ewig - Deine
Kupferdachrinne oder Zinkdachrinne gammelt doch auch nicht weg.
Ich habe Dir mal meine Füllstandswächterschaltung mit angehangen. Die
funktioniert zwar kapazitiv, ist aber ganz schnell auf
Widerstandsmessung umgebaut.
Kurz zur Funktion:
Q1 bildet mit der Primärspule des TRafos und den Kondensatoren C1/C2
einen Colpittsoszillator (Spule und die 2 C's sind frequenzbestimmend).
Die Sekundärspule des Trafos speist die Brückenschaltung aus C5, C8||C6,
R4 und R5. C5 ist bei mir der Messkondensator (Kupferrohr mit im Inneren
gespannten Draht). Ersetze den Kondrensator C5 durch 2 Messelektroden
und die Kondensatoren C8/C6 durch einen Widerstand. Damit ist es eine
reiner Widerstandsbrücke. Die gleichst Du mit R4 am gewünschten Punkt
(feucht oder trocken) auf 0 ab. Die Brückenspannung wird über C7
ausgekoppelt und mit dem OPV IC1A verstärkt. Der 2. OPV richtet die
Wechselspannung gleich, so daß an X1-3 eine Gleichspannung ansteht die
bei mir mit einer 12stelligen LEG-Kette angezeigt wird. Man kann die
Spannung aber auch anderweitig auswerten, z.B. mit einem
Schwellwertschalter.
Das nur mal so als Anregung. Ab der Brücke kannst Du die Schaltung auch
komplett anders machen und DEinen Bedürfnissen anpassen.
Bernd L. schrieb:> Ich habe es mit den fertigen Sensoren ja schon seit mehreren Monaten am> laufen. Die stecken aber halt nur ca. 6cm tief in der Erde, wobei meine> Versuchsaufbau ca. 25cm Kübeltiefe hat.
Mit 2 Drahtelektroden bist Du da aber flexibel. Die kannst Du ja so lang
machen wie Dein Topf hoch ist. Dann kannst Du ja auch am Rand mehrere
Elektroden verteilen, die Du entsprechend zusammenschaltest, so das Du
am Ende eher flächige Elektroden hast.
@Bernd L.
>Resistive Messung scheidet aus, ich will meine Pflanzen keiner>Elektrolyse aussetzen und die gammeln ja auch weg.
Bist Du Dir sicher?
Natürlich, wenn Du die Teile im Dauerbetrieb betreibst um in
Nanosekundenschnelle die Wassertröpfchen zielgenau zu verteilen, wirst
Du da nicht herumkommen. Auch im Falle von Sturm und praller Sonne, kann
sich in kürzester Zeit etwas ändern...
Wie sieht es aber aus, wenn Du die Messung in sinnvollen Abständen
(Stündlich oder noch länger) durchführst? Das schont auch die Ressourcen
(oft Batterien).
Die Messung selbst ist ja auch in Bruchteilen von Sekunden durchgeführt.
Da die Ströme ja im unteren Kiloamperebereich (0,00000x KA) liegen ist
auch zyklisches Umpolen machbar.
Ich habe grade mal die kapazitive Messung an einem 19cm Plastiktopf
ausprobiert. Auf dem einen Bild zwei Streifen Alufolie 6x15 cm, ein
Stück Lautsprecherkabel, Enden an einer Seite auf 6-7cm abisoliert, auf
der anderen kurz. Auf 2. Bild mit 5cm Klebeband auf beiden Seiten des
Topfes befestigt, abisolierte Kabelenden außen mit festgeklebt. Das
Kabel sollte nicht wie auf dem Bild komplett in Einzeladern
auseinandergetrennt werden, sondern nur ab da, wo es am Topf anliegt,
damit sich die Kapazität nicht durch gegenseitige Lageveränderung
ändert.
Die Messung habe ich mit meinem nanoVNA über Resonanzmessung mit einer
Spule durchgeführt, letztlich mit einer anderen als der abgebildeten. So
wie der Topf vom Balkon kam, habe ich eine Resonanzfrequenz von 975kHz
gemessen, das ergibt knapp 81pF Kapazität bei 0.33mH Spuleninduktivität.
Dann habe ich 1 Liter Wasser reingegossen, dabei sank die
Resonanzfrequenz abrupt auf 770kHz, ergibt 129pF und stabilisierte sich
nach einigen Minuten bei 900kHz (95pF).
Es können also durchaus noch kleinere Kondensatorflächen benutzt werden,
je nach Messbereich des verwendeten Chips. Beide angesprochene Chips
wären mit dem Unterschied von 48pF, der hier aufgetreten ist, bereits
überfordert.
Hier werden natürlich die Wurzeln mitgemessen, ist klar. Bei 50cm
verdrilltem Draht kommt man auf ähnliche Kapazitätswerte, also
vergleichbare Messgenauigkeit, nur wo misst man da? Die
Kondensatorflächen bestehen doch aus den beiden einander zugewandten
Drahtseiten, und zwischen denen ist erstmal jeweils die Plastikisolation
mit ihrer Dielektrizitätskonstante, wo soll denn da noch Wasser oder
Erde mit Wasser dazwischenkommen?
Josef L. schrieb:> Jobst Q. schrieb:>> Nach Gewicht>> Hatte ich auch überlegt. Aber die Pflanze atmet ja, verdunstet nicht nur> Wasser, sondern baut einen Teil des Wassers ein, nimmt aber auch CO2 auf> und baut daraus Kohlehydrate auf. Wenn ich im Winter sehe wie schnell> ein Ritterstern wächst, ich glaube, der wird von Tag zu Tag schwerer> statt leichter.
Aber nicht bei Trockenheit. Ohne Wasser wächst keine Pflanze, während
sie weiterhin Feuchtigkeit abgibt. Also wird sie leichter, wenn sie
Wasser nötig hat. Dass man nicht nach absolutem Gewicht schalten sollte,
hab ich ja schon geschrieben.
Bernd L. schrieb:> Ich habe die Pflanzen noch nie> gewogen, aber rein vom Gefühl her, wenn ich die Pflanzen im Frühjahr aus> dem Keller wuchte, würde ich mal schätzen, das eine davon samt Topf> schon um die 15-20kg wiegt. frühjahrsbedingt geschnitten, also nicht> "gewachsen". Die Mechanik für die Gewichtsmessung dürfte also> umfangreich und teuer sein.
Du kannst dir die ganze Mechanik sparen, wenn du eine digitale
Personenwaage nimmst und die Lastzellen an ein HX711-Modul anschließt.
Für kleinere Pflanzen reicht auch eine Küchenwaage.
Oder meint ihr das mit den verdrillten Drähten so? Zwei getrennte
Elektroden? Nur jede einzelne mit sich verdrillt, damit die Fläche
verdoppelt ist und kein offenes Ende im Topf steckt? Das ist OK, wenn
auch die Kapazitätswerte und damit die zu messenden Änderungen viel
kleiner sind als bei flächigen Elektroden. Den Abstand würde ich nicht
unter 1cm verkleinern, eher mehrere cm. Es geht aber auch
Flachbandkabel, alle Enden auf einer Seite zusammengelötet, und das
andere Ende entweder irgendwie wasserdicht versiegelt oder aus dem Topf
herausstehend.
Josef L. schrieb:> Ich habe grade mal die kapazitive Messung an einem 19cm Plastiktopf> ausprobiert. Auf dem einen Bild zwei Streifen Alufolie 6x15 cm, ein> Stück Lautsprecherkabe ....
Kann man sicher so machen, aber wenn ich da an einen schönen Tontopf
außen Alufolie dran pappe dann sieht das sicher nicht so toll aus.
Mit dem Nano ist das sicher auch auswertbar, aber das halte ich für eine
Bestimmung Blumentopf ausreichend feucht/zu trocken für etwas zu
oversized.
Ich dnke mal der Bernd will eine einfache Möglickeit haben, die ihm
signalisiert das er wieder mal Gießen muß, also letzendlich eine ja/nein
Aussage. Letztendlich reicht ihm am Ausgang der von mir vorgeschlagenen
Brücke ein einfacher Komperator, der einfach nur umschaltet wenn es zu
trocken wird. Ich habe da bei mir etwas mehr Aufwand getrieben, da ich
am Ausgang ca. 0..3V brauchte um die LED-Kette vernünftig ansteuern zu
können.
Am Ausgang der Brücke ne Diode und ein nachgeschalteter Komperator
dürften bei Bern völlig reichen.
Zeno schrieb:> aber das halte ich für eine> Bestimmung Blumentopf ausreichend feucht/zu trocken für etwas zu> oversized.
Zeno, ich will doch nicht dass Bernd ein nanoVNA einsetzt: Ich habe halt
grade kein anderes Messgerät mit dem ich die Kapazizät des
Blumentopfkondensators bestimmen kann. Hätte ich weggelassen, wie ich
gemessen habe, wäre vielleicht die Frage danach aufgekommen.
Wichtig ist mir dass rauskam, dass die Kapazitätsvariation da ist und
mehr als man eigentlich braucht, auch mit ca. 15 cm Abstand zwischen den
Elektroden und auch von außerhalb des Topfes. Wenn der in einem Übertopf
steckt sieht man es eh nicht. Bernd will ja offenbar experimentieren,
mit dem Ziel, mögliche Nebeneffekte wie Pflanzenwachstum,
Mineraliengehalt des Wassers usw zu minimieren. Eine Befestigung der
Elektroden außen würde Verschiebungen durchs Wachstum ausschließen, es
sei denn, der Topf bläht sich auf.
Josef L. schrieb:> Oder meint ihr das mit den verdrillten Drähten so?
Ich hab es nicht so gemeint. Verdrillen darf man natürlich erst an der
Meßstelle, sonst kommen o.a. Chips nicht mehr mit. Alternativ 240 Ohm
Antennen kabel. Dort liegen die Leiter weiter auseinander.
Die Messung mit einem uC direkt schafft das ab 50pF locker. Da hast Du
nach oben faktisch keine Grenze. Ab 100pF würde ich es nur so machen.
Josef L. schrieb:> Eine Befestigung der> Elektroden außen würde Verschiebungen durchs Wachstum ausschließen, es> sei denn, der Topf bläht sich auf.
Leute, reitet doch nicht immer auf der langfristigen Verschiebung herum.
Das kann man doch prima mit der SW korrigieren. Man muß dann halt etwas
mehr machen als einfach nur einen Grenzwert abzufragen.
Andreas B. schrieb:> Das kann man doch prima mit der SW korrigieren.
Also unbedingt ein Rechenzentrum einsetzen, um festzustellen ob es für
die Blume noch feucht genug ist - geht's noch.
Zeno schrieb:> Also unbedingt ein Rechenzentrum einsetzen, um festzustellen ob es für> die Blume noch feucht genug ist - geht's noch.
Für so etwas reicht ein Microcontroller, der sich bei der
Kapazitätsmessung sowieso langweilt. Das läuft auf einen gleitenden
Mittelwert mit den Grenzwerten der Messungen heraus. Und danach
langweilt sich der arme Controller immer noch.
Zeno schrieb:> geht's noch
So ist das halt heute :-)
TV geht nicht mehr ohne µP, Mikrowelle, Kaffemaschine, Armbanduhr,
Telefon, Kamera alle nicht, Auto schon gar nicht, aber auch (siehe
andere Threads) Rasierer und Akkuladegeräte, Lötstationen,... warum
nicht Blumentöpfe? Kann man den Chip gleich mit verbauen, Messung per
Funk. Funkgiessstation, wie Funkwetterstation.
Andreas B. schrieb:> Für so etwas reicht ein Microcontroller, der sich bei der> Kapazitätsmessung sowieso langweilt. Das läuft auf einen gleitenden> Mittelwert mit den Grenzwerten der Messungen heraus. Und danach> langweilt sich der arme Controller immer noch.
Genau so etwas nennt man in diesem Fall mit Kanonen auf Spatzen
schießen.
Das man viele Sachen auch ganz ohne µC lösen kann, um die gewünschte
Information zu bekommen, scheint einigen hier nicht in den Kopf zu
gehen. Für die gewünschte Funktion reicht normalerweise der Finger aus
den man in die Erde steckt.
Zeno schrieb:> Für die gewünschte Funktion reicht normalerweise der Finger aus> den man in die Erde steckt.
Bei Abwesenheit geht das nicht durch Dritte.
Zeno schrieb:> Das man viele Sachen auch ganz ohne µC lösen kann,
Zum Beispiel so:
Dieter schrieb:> biologische Sensoren
Zum Beispiel das Biegen der Lamellen von Tannenzäpfchen.
Zitat von Bernd L. aus dem Eröffnungsbeitrag:
> Meine Idee wäre den Blumentopf aussenrum mit z.B. Alufolie auszukleiden> (SHLD) und einen Metallstab in die (mehr oder weniger) Mitte zu stecken> (CIN1). Also im Prinzip den ganzen Topf zu einem Kondensator zu machen.
Das ähnelt meinem Vorschlag, wobei der Metallstab aber isoliert sein
muss, sonst wirkt der ganze Erdklumpen als innerer Belag, und nur die
Topfwand als Isolator, und das bei Ton/unglasierter Keramik auch nicht
zuverlässig!
OK, Bernd hat uns noch nicht verraten wie groß seine Plantage ist. Ob es
1 wertvolle Pflanze ist die täglich 3x Futter braucht, der Wintergarten
für 3 Monate während seine Überwinterung auf den Seychellen oder Vaters
Gärtnerei (27 Gewächshäuser), die er ein bißchen aufmöbeln will. Je
nachdem reicht täglich ein Blick auf den Tannenzapfen, oder eben doch
eine elektronische Lösung.
btw, kann man aus dem Tannenzapfen nicht doch einen bioelektronischen
Sensor machen? Lichtschranke? Relaiskontakt? Widerstandsmessung? Und wo
soll der angebracht werden (ernsthaft!)? Mit dem Hinterteil in der Erde?
Oder ganz in der Erde und ab und zu rausziehen und gucken? Oder nur über
den Topf hängen und Luftfeuchtigkeit in 5cm Höhe messen? Mir würde das
genügen.
Habe jetzt alles da oben nur überschlagen,
aber Widerstandsmessung macht keinen Sinn.
Weil die Salze von dem Dünger und Feuchtigkeit keine genaue
Messergebnisse bringen.
Und die Wurzeln der Pflanze sind unberechenbar.
Die wickeln sich und wachsen auch mal um die Elektroden.
Kapazitätsmessung?
Da müsste man jeden Topf abgleichen, aber interessant.
Selbst die blöden Wasserstandsanzeiger für Hydrokultur versagen immer.
Ich habe da glaube ich schon 2 Lebensjahre mit dem Thema versaut.
Ich bleibe aber an dem Thema drann.
Ist interessant.
Thomas B.
Thomas B. schrieb:> Selbst die blöden Wasserstandsanzeiger für Hydrokultur versagen immer.
Yepp. Sieht im Prospekt Toll aus, ist aber am Ende eine große
Geldverschwendung. Seramis ist noch schlimmer.
Thomas B. schrieb:> aber Widerstandsmessung macht keinen Sinn.
Funktioniert aber - selbst schon vor vielen Jahren gemacht. Diente
damals zur überwachung eines ganzen Gewächshauses mit vielen wertvollen
Kakteen.
Dieter schrieb:> Kakteen sind nicht so empfindlich, wenn das Gießen durch Messfehler eine> Woche ausfallen sollte.
Zeigt mir das Du keine Ahnung hast, da gibt es solche und solche. Und
schon mal darüber nachgedacht das es auch den anderen Fall geben könnte
- zu naß. Der für den ich ich das seinerzeit gebaut habe wird schon
gewußt haben warum er ein solches Gerät braucht.
Letzendlich ist es mir aber egal, probiert es ruhig kapazitiv, wenn das
nicht richtig funktioniert könnt ihr dann ja gern das Tannenzäpfchen
nehmen und wenn er das dann mal verpasst hat die Biegung des
Tannenzäpfchens zu erfassen, wird er sehr schnell wieder bei der
einfachen aber recht zuverlässigen resistiven Methode sein. Man muß es
nur richtig machen und dann funktioniert das auch. Ich weis das es so
bestens funktioniert, es darf aber jeder gern eigene ERfahrungen
sammeln.
Der resistive Fühler könnte auch ein simpler Sensor, wie der HOS 11
gewesen sein.
Die Sensoren sind eigentlich günstig:
https://www.robotshop.com/de/de/temperatur-feuchtigkeitssensoren.htmlhttps://www.robotshop.com/de/de/seeedstudio-boden-feuchtigkeitssensor.html
Das Tannenzäpfchen hatte Kontakte betätigt um direkt ein Relais zu
schalten oder über einen kleinen Schalttransistor auf ein Relais zu
gehen. Weil das System träge war wurde dann über eine fest kurze Zeit
Wasser zugeführt und gewartet. Wenn nach der Wartezeit es immer noch zu
trocken war, wurde noch einmal Wasser zugeführt.
Um mal die neuen Fragen zu beantworten:
Es geht mir bei dem Projekt hauptsächlich ums basteln. Ich will es
selbst umsetzen und auch möglichst verstehen wie es funktioniert. Zudem
möchte ich die Messwerte sammeln, visualisieren und ggf. analysieren. Da
hängen auch noch andere Sensoren dran und ich will z.B. am Ende sehen
können, wie der Wasserverbrauch mit der Temperatur oder sogar
Sonneneinstrahlung korreliert oder wie es sich verhält wenn man öfter
kleinere Mengen geißt statt weniger oft größere Mengen.
Wenn ich nur meine Pflanzen gegossen haben wollte, würde ich mir eine
Fertiglösung kaufen.
Auch wenn man es am Gewicht messen kann, indem man z.B. die
Gewichtsänderung betrachtet, taugt das nicht, denn ich will meine
Pflanzen erst nicht komplett austrockenen lassen, bevor ich wieder
gieße.
Der Endgültige Einsatzzweck ist für meine Baumtomaten gedacht (sind
Zierpflanzen, haben nicht wirklich was mit Tomaten zu tun). Wie gesagt,
Kübel mit bis zu 40cm Durchmesser, daraus kann man ja wohl schon
schließen, das das keine kleinen Zimmerpflanzen sind. Im Frühjahr werden
die zurückgeschnitten auf ihre Stämme rausgestellt und werden über den
Sommer dann durchaus 3-4m hoch, sehr voluminös und mit riesen Blättern.
Und brauchen sehr viel Wasser.
An heißen Sommertagen hängen die Blätter morgens schon runter und ich
gieße ca. 5l pro Pflanze. Wenn ich Nachmittags aus der Arbeit
zurückkomme, hängen die Blätter schon wieder und ich gieße nochmal 5l.
Das soll die Anlage verhindern, die gießt die Pflanzen auch, wenn ich
eben nicht da bin und soll idealerweise sogar den Wasserverbrauch
senken, indem eben dann gegossen wird, wenn benötigt, statt immer wenn
ich da bin soviel wie geht. Praktischer Nebeneffekt: Es gießt halt auch,
wenn ich mal mehrere Tage beruflich unterwegs bin oder im Urlaub und ich
muss nicht immer darauf hoffen, das einer meiner Nachbarn das übernimmt.
Gemessen, ausgewertet und gesteuert wird das ganze von einem Raspberry
Pi. Der reicht dafür mehr als aus, selbst wenn da noch der Webserver mit
grafischer Darstellung, wie man oben am Screenshot sieht, mit drauf
läuft.
Die Feuchtigkeitsmessung, Pumpe und Ventile sind dabei mit dem Raspi
verkabelt, an der Stelle wird nichts gefunkt.
Das System läuft ja mit den fertigen Sensoren auch schon und dabei habe
ich eben obige Probleme festgestellt. Das will ich jetzt wenn möglich
irgendwie verbessern.
Wie das ganze aussieht, spielt erstmal überhaupt keine Rolle. Darum
kümmere ich mich, wenn sich eine Lösung als tauglich erwiesen hat. Da
finden sich dann schon Möglichkeiten. Zur Not drucke ich mir einen
Doppelwandigen Topf selbst.
Es ist auch kein Problem wenn ich jeden Sensor extra einpegeln muss, das
lässt sich recht einfach über die Software lösen.
Die Software ist für mich kein Problem, ich bin eh Softwareentwickler.
Die Elektrik/Elektronik ist für mich allerdings weitgehend Neuland.
Entsprechend ist die Frage hier "nur", wie ich eine kapazitive Messung
zur Feuchtigkeitsbestimmung über ein entsprechend großes Volumen
hinkriege.
Vorschläge zu ganz anderen Messmethoden nehme ich natürlich auch gerne
an, aber sie müssen natürlich trotzdem zielführend sein. Das eine
resistive Messung oder eine Gewichtsmessung das nicht wirklich ist,
wurde ja bereits mehrfach erklärt.
Wie wäre es mit solchen Pflanzen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tomoffel
Dann hättest Du außerdem noch Tomaten und Kartoffeln zum Essen.
Was passiert bei Stromausfall und wenn der Raspi ausfallen sollte?
Als Hobbybastelei kannst Du das ruhig alles probieren.
Dieter schrieb:> Wie wäre es mit solchen Pflanzen:> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tomoffel>> Dann hättest Du außerdem noch Tomaten und Kartoffeln zum Essen.
Wie wäre es, wenn du aufhörst den Thread mit sinnlosen Antworten
vollzuspammen.
> Was passiert bei Stromausfall und wenn der Raspi ausfallen sollte?
Das ist hier nicht die Frage und nicht dein Problem.
> Als Hobbybastelei kannst Du das ruhig alles probieren.
Das ist es ja auch.
Ich habe mir die von Dieter genannten Sensoren mal angesehen (
https://www.robotshop.com/de/de/seeedstudio-boden-feuchtigkeitssensor.html
).
Das Prinzip ist wie in
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=118265&page=0&category=all&order=time
dort allerdings falsch beschrieben. Es ist keine Reichenschaltung zweier
Kondensatoren, sondern eben nur ein Kondensator mit nebeneinander
liegenden Elektroden, und das elektrische Feld geht beiderseits in
bogenförmigen Linien von einer zur anderen Elektrode, und zwar durch die
feuchte Erde, die das Dieelektrikum bildet. Der Elektrodenabstand ist
also etwa Mittenabstand der Elektroden mal Pi/2, aber es wirkt sowohl
Vorder als auch Rückseite jeweils als Kondensator, man hat also den
doppelten Kapazitätswert. Fläche = Fläche der Einzelelektrode, Abstand
etwa Mittenabstand * 0.75.
Setzt man den Sensor an die Außenwand, ist auf der einen Seite natürlich
keine Erde, nur Plastik oder Keramik, also ein konstanter Wert.
Bernd L. schrieb:> Das eine> resistive Messung oder eine Gewichtsmessung das nicht wirklich ist,> wurde ja bereits mehrfach erklärt.
Das schließt Du aus dem Billigkram den Du bisher verwendet hast bzw. den
Meinungen einigiger Leute hier, die zwar gescheit schwätzen aber
praktisch nichts vorzuweisen haben. Einzig Josef hat es mal praktisch
probiert und gezeigt das es prinzipiell möglich ist. Ob es dann aber
alltagstauglich und zuverlässig funktioniert ist mit dem Experiment noch
nicht gesagt.
Ich habe mir die Schaltung von so einem Sensor mal angeschaut, das kann
auf Dauer nicht funktionieren, weil das Ding mit Gleichstrom betrieben
wird und dann vergammeln halt die Elektroden.
Schau Dir einfach mal Josef's Test an
(Beitrag "Re: Kapazität messen"). Da sind
zwischen Trocken und gewässert gerade mal 15pF, wenn man die Spitze mit
50pF direkt nach dem Wässern mal nicht berücksichtigt. Bedeutet Du
bekommst auswertbar vielleicht 20pF hin. Was Du da dann auflösen mußt
hängt davon ab wie genau Du es haben willst, aber es ist auf alle Fälle
sehr sportlich. Hinzu kommt, das sich das Dielektrikum ständig
verändert, d.h. Du wirst bei gleicher Durchfeuchtung des Bodens
unterschiedliche Kapazitätswerte haben. Ein weiterer Meßfehler wird
dadurch zustande kommen, das die Feuchtigkeit nicht homogen im Boden
verteilt ist und Du damit auch immer unterschiedliche
Dielektrizitätskonstanten hast.
Natürlich ist dieser Einfluß auch bei resistiver Messung vorhanden,
allerdings mit dem Unterschied, das Du durch den mechanischen Aufbau des
Fühlers relativ genau festlegen kannst wie und wo (Einstecktiefe/Abstand
der Elektroden) Du mißt, so das Du am Ende reproduzierbarere Messungen
bekommst.
Aber probiere es ruhig selbst aus. Kann ja sein das Du eine praktikable
kapazitive Lösung findest. Ich befürchte aber Du wirst schneller wieder
bei der resistiven Methode sein als Dir lieb ist.
Kannst ja hier https://shop.stepsystems.de/bodenfeuchte/tdr-150.html wie
man so etwas professionell macht und da lese ich in der
Produktbeschreibung:" Entwickelt auf der Basis der bewährten
TDR-Methode, misst das Gerät die Bodenfeuchte über dem gesamten Spektrum
der Bodenfeuchte-Bedingungen.
- Messung von EC (Elektrische Leitfähigkeit)"
Der Großteil der professionellen Bodenfeuchtegeräte funktioniert über
die Bestimmung des Leitwertes - wird schon einen Grund haben warum man
das so macht.
Zeno schrieb:> Der Großteil der professionellen Bodenfeuchtegeräte funktioniert über> die Bestimmung des Leitwertes - wird schon einen Grund haben warum man> das so macht.
ich dachte das macht man mit Tensiometern.
Zum kapazitiven Messen hatte ich auch einen Sensor gebaut und viel
herumprobiert, die Theorie folgt da nicht so richtig der Praxis.
Letztendlich reichte ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm auf dem Sensor um
'genug Wasser' zu melden. Kapazitäten mit µC messen ist nicht schwierig,
es reicht aber nicht.
Beitrag "YACMS - noch ein kapazitiver Feuchtigkeitssensor"
Besser sollte der hier sein:
https://wemakethings.net/chirp/
oder noch besser der Xiaomi Flower Care (der auf dem chirp basieren
könnte). Für den Xiamoi gibt es auch Anbindungen an Homeautomation
Systeme, hat nur mit BLE eine relativ geringe Reichweite.
Johannes S. schrieb:> ich dachte das macht man mit Tensiometern.
Schrieb ich schon zweimal (ich kannte nur den Namen nicht), aber ich
werde hier ignoriert.
ja, ich wollte eigentlich auch nichts mehr zu dem Thema schreiben, das
wurde hier schon oft genug aufgewärmt.
Aber nur weil ein TDR Gerät 945 € kostet muss es ja nicht gleich
professionell sein, das behaupten die in QVC TV auch immer :) Da müssten
die Elektroden schon aus Gold sein.
Zeno schrieb:> Bedeutet Du> bekommst auswertbar vielleicht 20pF hin. Was Du da dann auflösen mußt> hängt davon ab wie genau Du es haben willst, aber es ist auf alle Fälle> sehr sportlich.
Nö, 20pF ist Kinderkram. Der AD7745 macht max. 4pF und hat dabei eine
24Bit Auflösung mit 4fF Genauigkeit. Du wirst die Kapazität für diesen
Chip also eher noch verringern müssen. Der FDC1004 macht max 13pF. Das
käme hier noch eher hin. Komm mal langsam im 21. Jahrhundert an.
> allerdings mit dem Unterschied, das Du durch den mechanischen Aufbau des> Fühlers relativ genau festlegen kannst wie und wo (Einstecktiefe/Abstand> der Elektroden) Du mißt, so das Du am Ende reproduzierbarere Messungen> bekommst.
Der Unterschied existiert nicht. Die Einflüsse sind ziemlich die
gleichen.
> Natürlich ist dieser Einfluß auch bei resistiver Messung vorhanden,
Und zwar im gleichen Maße wie bei der kapazitiven Messung. Die Methoden
nehmen sich in diesem Fall nichts.
Die kapazitive Messung hat einfach den Vorteil daß keine metallischen
Elektroden in der Erde hängen. Zwar kann man mit Wechselstrommessung die
Korrosion vermindern aber nie ganz vermeiden. Leg mal ein beliebiges
Metallstück (jetzt mal außer Gold oder Platin ;-) ) in einen Blumentopf
und schau Dir das mal 4 Wochen später an.
Andreas B. schrieb:> Und zwar im gleichen Maße wie bei der kapazitiven Messung. Die Methoden> nehmen sich in diesem Fall nichts.
Das kannst Du so beurteilen?
Es wird schon einen Grund haben warum ein Großteil der Hersteller von
Bodenfeuchtemessgeräten auf Leitfähigkeitsmessung setzt - aber die sind
wahrscheinlich auch noch nicht im 21.Jahrhundert angekommen und sollten
sich mal bei Dir erkundigen wie man so etwas richtig macht.
Johannes S. schrieb:> Aber nur weil ein TDR Gerät 945 € kostet muss es ja nicht gleich> professionell sein, das behaupten die in QVC TV auch immer :)
Ach ne - ab wann wird es denn bei Dir professionell? Bzw. was sind denn
Deine Kriterien für professionell? Die Firma Stepsystems (Hersteller des
von mir genannten Gerätes) verdient mit Boden-, Luft- und
Wasseranalysesystemen ihre Brötchen. Die machen das recht erfolgreich
seit 2003, da gehe ich mal davon aus das die schon wissen was sie tun.
>Da müssten> die Elektroden schon aus Gold sein.
Nö müssen sie nicht.
Zeno schrieb:> Das kannst Du so beurteilen?
Ja, kann ich weil sowohl Kapazität als auch die Leitfähigkeit indirekte
Messmethoden für den Wassergehalt der Erde sind.
Leitfähigkeit ist halt billiger zu machen, wenn man keinen Wechselstrom
verwendet. Wenn man es richtig macht, bin ich mir da nicht mehr so
sicher.
Mal was zum lesen:
http://www.laimburg.it/en/projects-publications/publications.asp?somepubl_action=300&somepubl_image_id=184041
Der kapazitiven Messung werden zwar hohe Kosten zugeschrieben, aber
dieser Unterschied dürfte beim Selbstbau weitgehend verchwinden.
Andreas B. schrieb:> Ja, kann ich weil sowohl Kapazität als auch die Leitfähigkeit indirekte> Messmethoden für den Wassergehalt der Erde sind.
Was Du so alles kannst. Es sind 2 völlig unterschiedliche Messmethoden
und nur weil beide die Gemeinsamkeit haben den Feuchtegehalt indirekt zu
bestimmen, gelten für beide die gleichen Fehlereinflüsse? Träum weiter!
Andreas B. schrieb:> Leitfähigkeit ist halt billiger zu machen, wenn man keinen Wechselstrom> verwendet.
Ich habe nie davon gesprochen Gleichstrom zu verwenden.
Andreas B. schrieb:> Der kapazitiven Messung werden zwar hohe Kosten zugeschrieben, aber> dieser Unterschied dürfte beim Selbstbau weitgehend verchwinden.
Warum sollte es bei Selbstbau günstiger sein - das erkläre mal.
Andreas B. schrieb:> http://www.laimburg.it/en/projects-publications/publications.asp?somepubl_action=300&somepubl_image_id=184041
Dann lese Dir mal das Dokument durch. Man lese insbesondere auf Seite 4
(=Seite 148 des offensichtlich auszugsweise dargestellten
Gesamtdokumentes) den letzten Absatz, sowie den 1. Absatz auf der
Folgeseite. Dort steht auszugweise "Verschiedene Störungen der
Bodenmatrix (insbesondere Luftspalten) können die Messwerte fälschen.
Auch der Salzgehalt und die Temperatur des Bodens haben einen Einfluss
auf die Messgenauigkeit ..." und weiter "Für genaue, absolute Werte des
Wassergehaltes wäre eine bodenspezifische Kalibrierung (Eichung) der
Sensoren notwendig.".
Ist offenbar doch nicht so ganz trivial wie Du es hier versuchst
darzustellen.
Josef L. schrieb:> Setzt man den Sensor an die Außenwand, ist auf der einen Seite natürlich> keine Erde, nur Plastik oder Keramik, also ein konstanter Wert.
Solche Sensoren muss man deshalb geeignet positionieren. Als
Abstandshalter empfiehlt sich echte unlackierte Tonstueckchen zu
verwenden oder Blaehtonsteinchen. Deren Wassergehalt schwankt mit der
Feuchte ebenfalls. Reagieren aber traege auf zugefuehrtes Wasser.
Wenn Du drei einzelne Sensoren in einen Topf plazieren wuerdest,
koenntest Du einen Ringoszillator aufbauen. Die Frequenz koennte dann
ueber einen GPIO Eingang des Raspi ausgewertet werden.
@Dieter
Das mit dem Ringoszillator ist als Scherz ein ganz netter Versuch, da
Kondensatoren keine aktiven Elemente sind :-)
Aber ich finde interessant, was externe Sensoren so alles messen können,
siehe Fieberthermometer, Fingerclip für Puls und Sauerstoffsättigung des
Blutes usw., das muss sich doch auch jeweils aktuell kalibrieren? Wenn
das optische Signal heißt "hängende lappige Blätter" ==> "Bewässern
nötig", kann man nicht auch einen Clip für ein Blatt entwickeln?
Blattkondensator?
Josef L. schrieb:> Wenn> das optische Signal heißt "hängende lappige Blätter" ==> "Bewässern> nötig", kann man nicht auch einen Clip für ein Blatt entwickeln?> Blattkondensator?
Lustige Idee, aber wenn die Blätter erstmal hängen, will ich eigentlich
schon gegossen haben. ;)
Die neun Links muss ich mir erst noch genauer angucken.
Was ich mich aber frage ist, wenn die Befürchtung hier ist, das die
Kapazitätsänderung mit Kondensatorflächen von 20x20cm und ähnlich zu
klein wäre um sie sinnvoll messen zu können, wie zur Hölle misst dann
der Fertigsensor mit seinen zwei Schleifchen auf gerade mal 6x2cm
überhaupt irgendwas?
Die Sensoren tun ja. Sind auch bei weitem genau genug für mich. Sie
vergammeln halt nur und messen nur sehr lokal. Für einen 10cm Topf sind
die aber völlig ausreichend.
Bernd L. schrieb:> Kondensatorflächen von 20x20cm und ähnlich zu> klein wäre um sie sinnvoll messen zu können
Nein, das hats du wohl falsch interpretiert. Die Kapazitätsänderung ist
zu groß, d.h. der A/D-Wandler mit seinen 24bit würde einen Überlauf
bekommen. Ich hatte 6x15cm² in etwa 15cm Abstand, das war schon zuviel.
Ein Sensor mit 6x2cm² wirkt wie maximal 6x1cm² in 1-2cm Abstand, das ist
etwa die Hälfte, misst aber eben nur lokal um den Sensor rum, während
meine Messung quer durch den ganzen Topf ging. Nur mit isolierten
Drähten statt käuflicher Sensoren ist die Fläche je nach
Drahtdurchmesser und -länge 10-100x niedriger, aber die 24bit reichen
dicke, dass man damit auch vernünftige Messergebnisse erzielt.
Variationsmöglichkeiten gibt es da viele. Einsparmöglichkeiten auch.
Josef L. schrieb:> @Dieter> Das mit dem Ringoszillator ist als Scherz ein ganz netter Versuch, da> Kondensatoren keine aktiven Elemente sind :-)
Ein symmetrisches zweidrähtiges Antennenkabel liegt so bei 10...30 pF/m.
Im Wasser eingetaucht liegt dieser bei 0,7...2nF.
Die Leitung wird natürlich als Kondensator verwendet, wie in folgender
Ringoszillatorschaltung:
http://www.elektronik-labor.de/Lernpakete/Kalender08/Kalender08.htm#_Toc197001470
Bernd L. schrieb:> Auch wenn man es am Gewicht messen kann, indem man z.B. die> Gewichtsänderung betrachtet, taugt das nicht, denn ich will meine> Pflanzen erst nicht komplett austrockenen lassen, bevor ich wieder> gieße.
Mit jedem Tropfen Wasser, dass die Pflanze verdunstet, verringert sich
das Gewicht, nicht erst, wenn sie am Austrocknen ist. Das Rauf und
Runter im Gewicht ist zu nahezu 100% auf den Wassergehalt
zurückzuführen. Der Zuwachs im Trockengewicht pro Tag liegt maximal bei
einigen Gramm, was ist das gegenüber den 10 Kilo Wasser, die du der
Pflanze manchmal täglich verabreichst?
Bernd L. schrieb:> Zudem> möchte ich die Messwerte sammeln, visualisieren und ggf. analysieren. Da> hängen auch noch andere Sensoren dran und ich will z.B. am Ende sehen> können, wie der Wasserverbrauch mit der Temperatur oder sogar> Sonneneinstrahlung korreliert oder wie es sich verhält wenn man öfter> kleinere Mengen geißt statt weniger oft größere Mengen.
Gerade, wenn du das analysieren willst, empfehle ich dir, das Gewicht
und seine Änderungen mit aufzuzeichnen. Du wirst feststellen, dass es
mit dem Wasserverbrauch weit besser korreliert als Kapazitäts- oder
Leitfähigkeitsmessungen. Die haben weiterhin ihre Berechtigung für die
Feuchte im Boden, aber für Pflanzen in Behältern halte ich die
Gewichtsmethode für zuverlässiger, einfacher und dauerhafter.
Außerdem ist sie sogar für elektrosensible Pflanzen geeignet ;-)
Jobst Q. schrieb:> Der Zuwachs im Trockengewicht pro Tag liegt maximal bei> einigen Gramm, was ist das gegenüber den 10 Kilo Wasser, die du der> Pflanze manchmal täglich verabreichst?
Das glaube ich a) nicht und b) woher weiß ich das Trockengewicht?
> Gerade, wenn du das analysieren willst, empfehle ich dir, das Gewicht> und seine Änderungen mit aufzuzeichnen.
Wie ich schon sagte: Den Ansatz finde ich durchaus interessant, glaube
aber nicht, das das für eine Bewässerung taugt. Das Zeug schießt
regelrecht aus, wenn es mal wächst.
Ich ziehe eine Gewichtsmessung aber rein interessehalber durchaus in
betracht. Interessant ist das sicherlich. Vielleicht ergibt sich ja dann
auch doch was daraus.
Wie ich schon sagte: Ich will auch experimentieren. Ich wüsste nur gern,
ob meine Ideen ansatzweise machbar sind, oder ob ich auf dem komplett
falschen Dampfer bin. Und wenns nicht klappt, klappt halt nicht, aber
dann hab ichs wenigstens ausprobiert.
Bernd L. schrieb:> Jobst Q. schrieb:>> Der Zuwachs im Trockengewicht pro Tag liegt maximal bei>> einigen Gramm, was ist das gegenüber den 10 Kilo Wasser, die du der>> Pflanze manchmal täglich verabreichst?> Das glaube ich a) nicht und b) woher weiß ich das Trockengewicht?
Du brauchst das Trockengewicht nicht zu wissen. Du musst nur den
Maximalwert ermitteln, der kurz nach dem Gießen sein wird. Die Differenz
zwischen Maximalwert und aktuellem Gewicht sagt dir dann ziemlich genau
wieviel Wasser seitdem verdunstet ist. Der Zuwachs steckt ja jeweils im
Maximalgewicht.
Jobst Q. schrieb:> Du brauchst das Trockengewicht nicht zu wissen. Du musst nur den> Maximalwert ermitteln, der kurz nach dem Gießen sein wird. Die Differenz> zwischen Maximalwert und aktuellem Gewicht sagt dir dann ziemlich genau> wieviel Wasser seitdem verdunstet ist. Der Zuwachs steckt ja jeweils im> Maximalgewicht.
Das ist die simpelste Variante. Ich weiß aber nicht wieviel Wasser die
Pflanze aufgenommen hat, also wieviel Wasser nichtmehr im "Messbereich"
zugegen ist, aber immernoch mitgewogen wird.
Ich will aber nicht messen, wann die ganze Pflanze schon ausgetrocknet
ist, sondern wann die Erde eine gewisse Trockenheit erreicht hat.
Angesichts des reinen Volumens der Pflanze, wie oben schonmal
beschrieben, und der Tatsache das sie an heißen Sommertagen schon nach
wenigen Stunden die Flügel hängen lässt und des doch rapiden Wachstums
der Pflanze (was übers Gewicht erfasst, eben wohl auch recht interessant
wäre), geht da wohl einiges an Wasser weg, auch durch die Verdunstung
über die Pflanze selbst.
Ich will aber nicht erst gießen, wenn die Flügen schon hängen, sondern
vorher. Das Gewicht ab dem ich wieder gießen müsste, dürfte also locker
täglich steigen. Und genau das, wieviel es in welchem Zeitraum steigt,
kann ich eben so nicht ermitteln.
Wie gesagt, durchaus auch interessant zu ermitteln, wieviel die Pflanze
so an Gewicht zulegt. Was aber wegen der Wasserzugabe auch wieder
schwierig wird.
Das Gewicht nach dem Gießen dürfte weit sinken, eben weil die Pflanze
dann auch welk wird. Und dann weiß ich nicht, wieviel Wasser noch in der
Erde ist und wieviel durch die Pflanze selbst verdunstet ist. Und selbst
das driftet noch stark.
Im Endeffekt müsste ich dazu das Gewicht UND den Wassergehalt (in der
Erde) messen.
Andererseits konnte ich die gegossene Menge messen (was ich aktuell
nicht tue, aber immerhin über die theoretische Förderleistung der Pumpe
+ Förderzeit zumindest grob errechnen könnte). Wenn ich also 5l (=5kg)
gieße, wäre das nächste mal gießen fällig, wenn das temporäre
Maximalgewicht nach dem Gießen wieder um 5kg gesunken ist. Das sollte
sich dann theoretisch eigentlich selbst anpassen.
Das andere Problem dabei ist aber: Das geht davon aus, das ich eine
gewisse Menge gieße. Dann muss ich aber erstmal ermitteln, wieviel ich
denn gießen muss, was eine Erdfeuchtemessung ja implizit eh erfassen
würde. So kann ich auch 10l draufhauen, die Messung würde trotzdem
funktionieren. Auch wenn 5 von den 10l über oder direkt unten wieder
rauslaufen würden.
Zeno schrieb:> Es sind 2 völlig unterschiedliche Messmethoden> und nur weil beide die Gemeinsamkeit haben den Feuchtegehalt indirekt zu> bestimmen, gelten für beide die gleichen Fehlereinflüsse?
Nicht die gleichen, aber die Fehler sind sich ähnlich: Salzgehalt,
Lufteinschlüsse, Elektrodenform- abstand, Wurzeln, Boden ect. Beide
Meßmethoden legen Eigenschaften des Wassers zugrunde, die sehr
voneinander abhängen: Leitfähigkeit und ε.
> Warum sollte es bei Selbstbau günstiger sein - das erkläre mal.
Weil z.B. ein AD7745 oder FDC1004 etwa 6€ kosten und ein OP für
Widerstandsmessung eben billiger ist. Ob ich nun 20 oder 25€ für die
Bauteile bezahle. dürfte ziemlich wurscht sein.
Ein uC, mit dem ich diese Messung ebenfalls machen könnte und
gleichzeitig die Korrektur mache, ist für 2€ zu haben. 100pF kann man
mit vernünftigen Genauigkeiten easy mit dem uC direkt messen.
Zeno schrieb:> und weiter "Für genaue, absolute Werte des> Wassergehaltes wäre eine bodenspezifische Kalibrierung (Eichung) der> Sensoren notwendig.".> Ist offenbar doch nicht so ganz trivial wie Du es hier versuchst> darzustellen.
Nö ist es nicht, aber diese Punkte treffen für die Leitfähigkeitsmessung
im wesentlichen ebenfalls zu.
Und nochmal: Diese Punkte kann man alle locker mit einem uC rausrechnen,
indem man sich einen langfristig gleitenden Mittelwert konstruiert.
Wenn man sich natürlich nur einen einfachen Schwellwertschalter basteln
will und uCs scheut, ist man vermutlich mit der Leitfähigkeits Messung
besser bedient.
Andreas B. schrieb:> Und nochmal: Diese Punkte kann man alle locker mit einem uC rausrechnen,> indem man sich einen langfristig gleitenden Mittelwert konstruiert.
Das tue ich auf dem Pi für die Gießbestimmung über die Messwerte ohnehin
schon längst. Ich verstehe immernoch nicht, wofür man in dieser Hinsicht
einen uC bräuchte.
Soweit ich das verstanden habe, kann man mit einem uC z.B. die
(Ent)Ladezeiten des Kondensators messen. Das das geht bezweifle ich
nicht, aber das ist wieder ein gewisser Grad an Komplexität zusätzlich.
Genau das will ich vermeiden, vorallem wenns das ganze auch schon fertig
integriert gibt. Dafür bezahle ich dann gerne auch 4€ mehr für den
fertigen IC anstelle einem uC.
Am Gewicht orientiere ich mich bei einer kleinen Palme im Büro. Denn bei
der Pflanze fühlt sich die Oberfläche der Erde immer staubtrocken an,
auch wenn sie reichlich Wasser hat.
Wenn ich hingegen warte, bis einzelne Blätter sichtbar trocken werden,
ist es zu spät. Diese Blätter wirft die Pflanze binnen weniger Tage
immer komplett ab, auch wenn sie zwischenzeitlich wieder gegossen wird.
Ihr merkt schon, ich habe keinen grünen Daumen :-)
Immerhin lebt die Palme unter meiner Obhut schon 3 Jahre.
Hallo,
Stefan ⛄ F. schrieb:> Immerhin lebt die Palme unter meiner Obhut schon 3 Jahre.
Ich würde sagen, sie überlebt unter deiner Obhut schon 3 Jahre.
rhf
Bernd L. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Und nochmal: Diese Punkte kann man alle locker mit einem uC rausrechnen,>> indem man sich einen langfristig gleitenden Mittelwert konstruiert.> Das tue ich auf dem Pi für die Gießbestimmung über die Messwerte ohnehin> schon längst. Ich verstehe immernoch nicht, wofür man in dieser Hinsicht> einen uC bräuchte.
In diesem Fall nicht. Du kannst aber keine Kapazitäten direkt mit dem Pi
messen. Dafür ist der zu langsam.
Also entweder mit niedriger Gesamtkapazität auskommen (< 13pF bzw 4pF)
und einen AD7745 oder FDC1004 via I2C dranhängen oder eben mit einem uC
arbeiten, der direkt die Kapazitäten messen kann. Für 4pF wird das ein
Problem, aber 100pF und größer gehen damit wunderbar. Ich habe das
gerade mit einem ATtiny841 mit 7.4 MHz gemacht und bekomme für 220pF
(über 3.3M geladen von 0 bis 1.1V) ca. 220 counts.
> Dafür bezahle ich dann gerne auch 4€ mehr für den> fertigen IC anstelle einem uC.
Wenn Du einen findest, der Deinen gewünschten Kapazitätsbereich
überstreicht und Du den an den Pi anbinden kannst, ist alles gut. Mir
fällt adhoc keiner ein, der 100pF und mehr erfasst, aber das heißt
nicht viel.
Bernd L. schrieb:> Jobst Q. schrieb:>> Du brauchst das Trockengewicht nicht zu wissen. Du musst nur den>> Maximalwert ermitteln, der kurz nach dem Gießen sein wird. Die Differenz>> zwischen Maximalwert und aktuellem Gewicht sagt dir dann ziemlich genau>> wieviel Wasser seitdem verdunstet ist. Der Zuwachs steckt ja jeweils im>> Maximalgewicht.> Das ist die simpelste Variante. Ich weiß aber nicht wieviel Wasser die> Pflanze aufgenommen hat, also wieviel Wasser nichtmehr im "Messbereich"> zugegen ist, aber immernoch mitgewogen wird.> Ich will aber nicht messen, wann die ganze Pflanze schon ausgetrocknet> ist, sondern wann die Erde eine gewisse Trockenheit erreicht hat.
Du gehst von einer Trennung zwischen Pflanze und Erde aus und glaubst,
dass nur das Wasser in der Erde von Bedeutung ist fürs Gießen. So ist es
aber nicht. Es ist ja nicht die Erde, die Wasser braucht, sondern die
Pflanze.
Wenn genug Wasser da ist, speichert sie auch Wasser in sich selbst. Sie
hat dann interne und externe Wasservorräte. Wassermangel hat sie erst,
wenn beides knapp wird. Also ist es völlig unnötig, den Wassergehalt von
Erde und Pflanze getrennt zu erfassen.
Andreas B. schrieb:> Zeno schrieb:>> und weiter "Für genaue, absolute Werte des>> Wassergehaltes wäre eine bodenspezifische Kalibrierung (Eichung) der>> Sensoren notwendig.".>> Ist offenbar doch nicht so ganz trivial wie Du es hier versuchst>> darzustellen.> Nö ist es nicht, aber diese Punkte treffen für die Leitfähigkeitsmessung> im wesentlichen ebenfalls zu.
Das hatte ich aus dem von Dir verlinkten Beitrag zitiert, soll heißen
diese Erkenntnis stammt nicht von mir. Ich gehe mal davon aus das dies
von den Autoren nicht ohne Grund im Zusammenhang mit dieser
nichtresistiven Methode genannt wurde. Mir aber schon klar das das nicht
in Deine Argumentationskette passt. Im Gegensatz zu Dir wissen die
Leute, die den Artikel verfasst haben wovon sie sprechen.
Zeno schrieb:> Ich gehe mal davon aus das dies> von den Autoren nicht ohne Grund im Zusammenhang mit dieser> nichtresistiven Methode genannt wurde.
Kein Wunder, ist doch eine direkte resistive Messung in dieser
Aufzählung gar nicht erwähnt (jetzt könnte man natürlich gemein sein und
fragen: Warum nicht?). Die messen hier nämlich die Feuchtigkeit in einem
Gipsblock. Daß man hier die schon erwähnten Seiteneffekte nicht hat,
dürfte klar sein. Gleiches könnte ich auch mit der kapazitiven Messung
machen.
Ich haben den Artikel auch nicht zitiert um beide Methoden zu
vergleichen (das tun sie nämlich nicht) sondern nur um darzustellen daß
die kapazitive Messmethode sehr wohl ein übliches und anerkanntes
Verfahren ist, was Du ja offensichtlich nicht glaubst.
Andreas B. schrieb:> Ich haben den Artikel auch nicht zitiert um beide Methoden zu> vergleichen (das tun sie nämlich nicht)
Natürlich werden beide Methoden in dem Artikel verglichen.
Und ja es gibt kapazitive Methoden, das bestreite ich gar nicht.
Allerdings laufen die benutzten Methoden (TDR und FDR) nicht auf die
simple Messung der Kapazität hinaus, indem man einfach die Zeit der
Aufladung eines Kondensators bestimmt. Bei beiden Verfahren wird die
relative Elektrizitätskonstante (Permittivität) bestimmt und zwar über
Laufzeitmessungen. Und ja die 2 Elektroden bilden einen Kondensator und
der Boden dazwischen das Dielektrikum, dennoch wird hier nicht die
Kapazität des Kondensators bestimmt. Knnste Du z.B. hier
https://www.ugt-online.de/produkte/bodenkunde/bodenfeuchtetemperaturleitfaehigkeit/ueber-bodenfeuchtesensoren/
nachlesen.
Ja und es scheint auch direkte kapazitive Verfahren zu geben allerding
spielen die in dem verlinklten PDF keine Rolle.
Andreas B. schrieb:> Gleiches könnte ich auch mit der kapazitiven Messung> machen.
Dann laber nicht führe es vor.
Zeno schrieb:> Knnste Du z.B. hier> https://www.ugt-online.de/produkte/bodenkunde/bodenfeuchtetemperaturleitfaehigkeit/ueber-bodenfeuchtesensoren/> nachlesen.
Und genau dort ist auch von einer simplen Kapazitätsmessung die Rede,
nicht nur "scheint".
> Ja und es scheint auch direkte kapazitive Verfahren zu geben allerding> spielen die in dem verlinklten PDF keine Rolle.
Das war auch nur ein Beispiel. Ich hatte jetzt nicht vor, großartige
Recherchen dazu zu betreiben. Daß beide Prinzipien auf die Bestimmung
von ε hinauslaufen, genügt mir um die Tauglichkeit als
Bodenfeuchtemessung zu beurteilen.
> Dann laber nicht führe es vor.
Warum sollte ich das tun? Ich bin nicht der TO. Der ist gerade dabei,
genau das zu machen, auch wenn Dir das nicht gefällt.
Da Du ja offensichtlich sowieso nur Streit suchst, ist die Diskussion
mit Dir für mich nun beendet.
Kleine Kapazitäten lassen sich sehr gut mit dem ADC des AVR messen.
Der Sample-Kondensator des ADC wird auf 0V geladen, der Pin mit dem
externen Kondensator auf VCC und dann wird eine Messung gestartet. Der
Samplekondensator (14pF) lädt sich dabei soweit auf, wie es dem
Verhältnis zur externen Kapazität entspricht. Der ADC-Wert entspricht
also diesem Verhältnis.
VCC und Temperatur haben keinen Einfluß. Da die Samplezeit sehr kurz
ist, ist die Messung auch sehr störunempfindlich, z.B. gegen 50Hz
Brummeinstreuung.
Peter D. schrieb:> Kleine Kapazitäten lassen sich sehr gut mit dem ADC des AVR messen.
Ich habe es mit den Analogkomparator gemacht. Frei nach Elm-chan:
Comparator auf 1.1V Referenz stellen, anderer Eingang des Komparators an
den C. 3.3M nach Vcc. Normal wird dieser Eingang auf Ausgang geschaltet
und auf GND gehalten. Beim Messen:
Pin von GND wieder auf Analogcomparator, Timer auslesen. Wenn Vref
erreicht, IRQ auslösen und dort den Timerstand übernehmen.
Mal den relevanten Auszug:
1
// init
2
ADCSRA=0;// ADC off
3
ADMUXA=(1<<MUX3|1<<MUX2|1<<MUX0);// 1.1V reference to multiplexer
Warum nicht einfach eine Zeitsteuerung. Überschüssiges Wasser fließt eh
nach unten ab, fertig. Es sei denn die Pflanze benötigt eine durchweg
gleiche Konstante von feuchter Erde (was meiner Meinung nach viele
Pflanzen nicht mögen wegen möglicher Schimmelbildung).
Andre M. schrieb:> Warum nicht einfach eine Zeitsteuerung. Überschüssiges Wasser fließt eh> nach unten ab, fertig. Es sei denn die Pflanze benötigt eine durchweg> gleiche Konstante von feuchter Erde (was meiner Meinung nach viele> Pflanzen nicht mögen wegen möglicher Schimmelbildung).
Sorry, wenn ich das jetzt (schon wieder) so direkt sage, aber es nervt
allmählich:
Ich habe hier gefragt, wie ich die Feuchtigkeit der Erde messen kann,
bevorzugt mit einer kapazititven Messung. Nicht weniger, und vorallem
auch nicht mehr.
Ich hätte wohl am besten gar nicht erwähnen sollen, was ich damit
eigentlich vorhabe...
Ich habe jetzt auch schon mehrfach gesagt, das das ein Bastelprojekt ist
und ich die Werte auch loggen will. Alternative Messmethoden der
Feuchtigkeit sind ja noch ok, aber Antworten wie komplett stromlose
Gießanlagen, Timersteuerung oder gar komplette Fertiganlagen sind hier
sowas von komplett Fehl am Platz.
Das ist halt so sinnlos, wie wenn jemand fragt ob Auto A oder Auto B
besser wäre und die Antwort dann ist: Du kannst doch auch mit dem
Fahrrad zur Arbeit fahren.
Bernd L. schrieb:> Alternative Messmethoden der> Feuchtigkeit sind ja noch ok, aber Antworten wie komplett stromlose> Gießanlagen, Timersteuerung oder gar komplette Fertiganlagen sind hier> sowas von komplett Fehl am Platz.
Du mußt noch viel ignorieren lernen (und Du solltest öfter mit dem
Fahrrad zur Arbeit fahren...)
Bernd schrieb:> Du mußt noch viel ignorieren lernen
Nein, muss ich nicht.
Ich könnte das ignorieren, aber ich sag sowas bewusst. Wenn keine
konkrete Antwort auf so themenfremde Beiträge kommt, fassen die meisten
Leute ihre Antwort immernoch als "ok" auf. Wenn man ihnen aber sagt, das
ihre Antwort am Thema vorbei geht, besteht zumindest eine Chance, das
sie mal darüber nachdenken.
Die größte Seuche hier sind eh "Gäste". Wenn man sich natürlich in einem
Forum nichtmal anmelden muss, um seine geistigen Ergüsse mitteilen zu
können, passiert das natürlich auch schnell. Gefühlt 98% aller
Spambeiträge kommen von Gästen.
Ich hatte neulich erst die Frage in einem anderen Forum: Kennt jemand
ein Forum, wo man Fragen zu uCs und Elektronik stellen kann? Meine
Antwort war: mikrocontroller.net?
Die Antwort war prompt: Kenn ich schon, dort wird aber nur Scheiße
geantwortet.
Ich kenn jetzt den konkreten Fall nicht, vielleicht war natürlich auch
die Frage doof gestellt... aber ich neige immer mehr zur Zustimmung. Es
kommen zwar durchaus auch brauchbare Antworten, aber halt unter viel
Müll vergraben, das man fast schon keine Lust mehr hat, die Antworten
überhaupt zu lesen... oder halt erst gar nichtmehr fragt.
Ist jetzt zwar Offtopic, aber ich bin mir sicher, du kannst gut
ignorieren.
Dieter schrieb:> Bedenke, dass Du hier als Fragender den Thread selbst moderieren mußt.
Wenn ich moderieren könnte, wäre die Hälfte der Antworten hier von mir
direkt gelöscht worden.
> Es macht schon Sinn die Anwendung zu nennen, da sonst zu viele technisch> Lösungen kämen, die nicht zu Deinem Fall passen.
Nein, der Fehler war die Anwendung zu nennen, weil jetzt keine Lösungen
für meine Frage mehr kommen, sondern ganz andere Lösungen für das
Gesamtproblem. Das war aber eben nicht die Frage.
Ich will hier nicht wissen, wie ich eine Pflanzgießanlage bauen kann,
sondern ich will wissen, wie ich die Feuchtigkeit in der Erde messen
kann. Der Rest, wie ich gieße, wann ich gieße, wieso ich gieße, spielt
HIER absolut keine Rolle.
Ja, ich kenne auch die Methode eine Wasserflasche Kopf unten in die Erde
zu stecken. Aber nein, darum gehts hier nicht!
Das ich das aber halt SO ausprobieren will, und eben auch AUSPROBIEREN,
habe ich ebenfalls schon xmal geschrieben.
> a) Aufbau des Sensors (die veränderliche Kapazität)> - Folienflächen> - Symmetrische Zweidrahtleitung
Korrekt.
> b) Auswerteschaltung> - Ringoszillator> - Schwingkreise> - Taktgeneratoren (C-f-Umsetzer)
Falsch.
Ich habe hier schon mehrmals genannt, das ich mir eine Schaltung zur
Kapazitätsmessung NICHT selbst bauen will. Also entweder ein IC der das
direkt kann, oder ein Platinchen das das soweit integriert.
Gut, nach geschätzt 30 Antworten (von denen 1/3 das Thema verfehlt), ist
mir auch klar, das kaum jemand mehr alle Antworten liest und dann kommen
halt erst recht solche Antworten.
Das Positive: Immerhin waren bisher ein paar Antworten dabei, deren
Ansätze ich weiterverfolgen werde.
Bernd L. schrieb:> Ich habe hier schon mehrmals genannt, das ich mir eine Schaltung zur> Kapazitätsmessung NICHT selbst bauen will
Dann hast du aber die Frage völlig dämlich gestellt! Und da ich jetzt
gerade keine IC's aus dem Ärmel schütteln kann, die sowas machen, bin
ich raus.
Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Dann hast du aber die Frage völlig dämlich gestellt!
Nein, habe ich nicht. Die Frage war weitgehend passend. Da stand auch
nichts von Gießanlage.
> Und da ich jetzt> gerade keine IC's aus dem Ärmel schütteln kann, die sowas machen, bin> ich raus.
Danke, da du die Beiträge offensichtlich eh nicht gelesen hast, ist das
wohl besser so. 2 ICs die in Frage kämen, habe ich nämlich selbst schon
genannt. Und das die dazu wohl tauglich sind, wurde schon genannt.
GENAU DAS meine ich. Nix gelesen, aber mitreden wollen.
Bernd L. schrieb:> GENAU DAS meine ich. Nix gelesen, aber mitreden wollen.
Und ich meine...genau überhaupt keine Ahnung, aber palavern....immerhin
hast du ja klar gesagt, dass du nicht in der Lage bist, einen Draht von
zwei Drähten zu unterscheiden. Aber eine fertige Lösung für das Problem
des Jahrhunderts, dass willst du hier so mirnichtsdirnichts geliefert
bekommen. träum weiter Depp :-)
Rainer
Bernd L. schrieb:> Bernd schrieb:>> Du mußt noch viel ignorieren lernen>> Nein, muss ich nicht.
Es wäre aber besser für alle Beteiligten.
> Ich könnte das ignorieren, aber ich sag sowas bewusst.> Wenn keine konkrete Antwort auf so themenfremde Beiträge> kommt, fassen die meisten Leute ihre Antwort immernoch> als "ok" auf. Wenn man ihnen aber sagt, das ihre Antwort> am Thema vorbei geht, besteht zumindest eine Chance, das> sie mal darüber nachdenken.
Sie denken darüber nach.
Und nach meinem Gefühl kommen ziemlich viele sachkundige
Schreiber zu der Schlussfolgerung, dass die Anspruchs-
haltung zahlreicher Fragesteller unerträgliche Ausmaße
angenommen hat. Man tut sich häufig einen Gefallen, wenn
man NICHT antwortet und sich NICHT beteiligt -- egal, wie
viel man zum Thema weiss. Wer nichts schreibt, läuft nicht
Gefahr, vom Fragesteller abgekanzelt zu werden.
Das war doch das, was Du erreichen wolltest -- oder?
> Ich hatte neulich erst die Frage in einem anderen Forum:> Kennt jemand ein Forum, wo man Fragen zu uCs und Elektronik> stellen kann? Meine Antwort war: mikrocontroller.net?> Die Antwort war prompt: Kenn ich schon, dort wird aber nur> Scheiße geantwortet.
Das stimmt so nicht. Inhaltlich wird auf viele Fragen
durchaus korrekt und zielführend geantwortet. Allerdings
glänzt die Diskussionskultur weitgehend durch Abwesenheit,
was für ein Diskussionsforum kein wünschenswerter Zustand
ist.
> Es kommen zwar durchaus auch brauchbare Antworten, aber> halt unter viel Müll vergraben, das man fast schon keine> Lust mehr hat, die Antworten überhaupt zu lesen...
Na, dann beschränke Deine Kommunikation halt auf Alexa.
Mal sehen, ob dann mehr brauchbare Antworten kommen...
Bernd L. schrieb:> Ich habe hier schon mehrmals genannt, das ich mir eine> Schaltung zur Kapazitätsmessung NICHT selbst bauen will.> Also entweder ein IC der das direkt kann, [...]
???
Was willst Du mit einem IC, wenn Du keine Schaltung bauen
willst? Es anbeten?
> Gut, nach geschätzt 30 Antworten (von denen 1/3 das Thema> verfehlt), ist mir auch klar, das kaum jemand mehr alle> Antworten liest und dann kommen halt erst recht solche> Antworten.
Unfassbar.
Unfähig, einen Thread zu pflegen -- aber heraumschnauzen
wegen "Thema verfehlt".
Der Thread kann geschlossen werden. Ich bin hier raus.
Glückwunsch an alle Trolle und Themenverfehler. Ihr habt euer Ziel
erreicht und mich erfolgreich vergrault.
Bernd L. schrieb:> Ich habe hier schon mehrmals genannt, das ich mir eine Schaltung zur> Kapazitätsmessung NICHT selbst bauen will.
Eine Schaltung braucht es nicht. Ein MC mit SAR-ADC reicht.
Hauptsache die beiden Elektroden sind gut isoliert, damit sie lange
halten.
Ob Lötstoplack ausreichend ist, da habe ich so meine Zweifel. Man könnte
sich aber eine 4-lagen Platine erstellen und für die Elektroden die
Innenlagen nehmen.
Bernd L. schrieb:> Dieter schrieb:>> Bedenke, dass Du hier als Fragender den Thread selbst moderieren mußt.> Wenn ich moderieren könnte, wäre die Hälfte der Antworten hier von mir> direkt gelöscht worden.
Ein Live-Moderator kann im Radio/TV auch keine Antworten löschen,
solltest Du bedenken.
D.h. mit passenden Fragen und Antworten lenken.
Du musst berücksichtigen, dass das Forum hier auch ohne einzuloggen
verwendet werden kann und selbst bestimmte Teilnehmer nicht selbst
blocken kann, wie in anderen Foren. Damit kannst Du hier auch keine
eigene Blase aufbauen. Das erfordert natürlich etwas höhere
Moderationsfähigkeiten. Diese Rhetorik bekommt man aber nur mit vielen
Geschwistern in die Wiege gelegt. Das gilt sowohl für Fregende
durchzuhalten, wie auch für Antwortende die feinen Nuancen
mitzubekommen.