Hallo Leute, ich versuche gerade eine Schaltung mit einem Op zu realisieren. Dieser OP hat eine Vss von +/- 20 V. Mein Plan war es mittels Mosfet in den Versorgungsleitung die Ausgangsspannung zu erhöhen. Ich habe mir die Idee aus dieser Applikationsschrift geholt. https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/AN-1593.pdf Ziel ist es hier einen Ausgangshub von 40 V zu erreichen. Jetzt habe ich versucht die Schaltung zu simulieren. Jedoch klappt das nicht so ganz. Hat Jemand vielleicht eine Idee? Modelle und Datei befinden sich im Anhang. Schonmal Danke im Voraus ;)
Ich halte dieses Schaltungskonzept für "mit der heißen Nadel gestrickt". Verwende besser einen OP-Amp, der ohne Tricks für den benötigten Spannungsbereich geeignet ist. https://www.analog.com/en/parametricsearch/11088#/p2840=20|220 Brauchst du wirklich 40 Volt?
Ja die benötige ich, dies ist eine von meinem Professor. Er wollte das wir uns Gedanken zu einer externen Beschaltung machen, mit der sowas möglich ist
Du kannst dir auch mal anschauen wie APEX das in seinen Power-Opamps realisiert. Hier sei mal als Beispiel einer verlinkt: https://www.apexanalog.com/resources/products/mp111u.pdf
Thomas schrieb: > Ja die benötige ich, dies ist eine von meinem Professor. Er wollte > das wir uns Gedanken zu einer externen Beschaltung machen, mit der sowas > möglich ist Und daher guckst du dir die Lösung ab, verstehst sie aber nicht ? Immer dran denken: Hauptproblem bei einem Verstärker ist nicht die Verstärkung, sondern dass er nicht schwingt, also zum Oszillator wird. Das verhindert man durch Kompensation, und die muss bei ausserplanmässiger Verwendung, wie bei dir wo die Steuerung über die Stromaufnahme der Versorgungsspannungsanschlüsse erfolgt, oder wie wenn man einen Spannungsregler als Stromregler einsetzt, nicht unbedingt passend sein, sondern kann sogar kontraproduktiv eingebaut sein. Trickschaltungen gehen also nur mit bestimmten Bauteilen, bei denen die unvorhergesehene Verwendung trotzdem passt, nicht mit jedem im Grundprinzip ähnlichen Teil.
Armin X. schrieb: > Du kannst dir auch mal anschauen wie APEX das in seinen Power-Opamps > realisiert. > Hier sei mal als Beispiel einer verlinkt: ICh weiß der Thread ist schon etwas älter aber kann die Schaltung mal jemand auseinander nehmen und erklären. Vor allem ob man die diskret so nachbrauen könnte, da es sich nur um eine äquivalente Schaltung handelt.
Die Frage wäre, wo man anfangen soll. Zuerst mal sollte die Kaskodenschaltung verstanden worden sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Kaskode Beitrag "Kaskode-Schaltung mit Common-Source und Source-Degeneration MOSFET berechnen" Hier ist ein längerer Thread zu dem Verstärkerprinzip: Beitrag "Operationsverstärker Boostrap" Mit Transistoren wird das vielleicht erst mal einfacher zu verstehen sein, wie das funktioniert.
Ist verstanden Dieter D. schrieb: > Mit Transistoren wird das vielleicht erst mal einfacher zu verstehen > sein, wie das funktioniert. Das sind doch Transistoren in der Schaltung.
Es gab von Audio Analogue mal die Donizetti Endstufe (1997 gebaut), wo sie das Konzept umgesetzt haben. Von einem der Entwickler gab es mal eine Webseite, wo man die Schaltpläne runterladen konnte, habe ich jetzt aber auf die Schnelle nicht gefunden. Habs doch gefunden: http://www.analogue-repair.it/donizetti.htm Der Download von den Schaltplänen geht nur gerade nicht. Hab den Schaltplan noch auf der Platte gehabt und habe ihn angehängt. Da das aber eine Audioendstufe ist, sind hinter dem OP noch 2 Transistorstufen.
wenn nur der Hub des Operationsverstärker verdoppelt werden soll, und keine fertiger Hochvolt Operationsverstärker verwendet werden soll, und man keine Stromverstärkung braucht: Hier gibt es die 3-Op amp Schaltung. Design Guide: TIDA-060033 Bootstrap High-Output Voltage-Extension Reference Design (https://www.ti.com/lit/ug/tiduew8/tiduew8.pdf). In dem Design Guide werden auch alle Details beschrieben, die zu beachten sind. Das funktioniert nicht nur mit dem THS3491, sondern pratisch jedem Opamp Das gleiche Prinzip wird auch in einer Variante von ADI beschrieben. Wenn Spannung UND Strom verstärkt werden soll, und einen Op amp als zentrales Element, gibt es das Standardwerk AN18 vom Jim Williams(https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/an18f.pdf), und die TI Variante davon. Die dort beschriebenen Varianten nutzen oft alle Transistoren, die es nicht mehr gibt, und andere Bauteile, die heute schwer zu beschaffen sind. Trotzdem zeigen sie das Prinzip, und es ist nicht schwer, dass anzupassen.
> gibt es das Standardwerk AN18 vom Jim
Yep, kann ich empfehlen hab ich schonmal praktisch genutzt.
Muss mich berichtigen, waren doch nur 20khz.
Vanye
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Revo B. schrieb: > Wenn Spannung UND Strom verstärkt werden soll, und einen Op amp als > zentrales Element, gibt es das Standardwerk AN18 vom Jim > Williams(https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/an18f.pdf), > und die TI Variante davon. Bei der Schaltung von Anlalog.com, Fgure 2. LT1010 Based Output Stage, kann ich ja verstehen das da etwas passiert. Dort ist zwischen UB und dem IC ein 33 Ohm Widerstand eingefügt worden. Bei der Aussteuerung des IC fällt an diesem Widerstand eine Spannung ab die dem zuverstärkenden Signal ähnelt und das Ausgangssignal unterstützt. Aber was bringt das? Bei TI fehlt dieser Widerstand. Es ist sogar so daß nicht das Ausgangssignal noch unterstützt wird, sondern man greift das Ausgangssignal ab, und speist gegen Vcc und Vee wieder ein. Da tut sich dann nichts da die Spannungsquellen sehr niederohmig sind. mfg Klaus
Vanye R. schrieb: > Yep, kann ich empfehlen hab ich schonmal praktisch genutzt. > Muss mich berichtigen, waren doch nur 20khz. Ich denke das Modulation_HighVoltage3.asc nur eine ganz normale Endstufe ist. So etwas habe ich 1982 mal für Aktivboxen eingesetzt. Wo ist denn da Bootstrap? nfg Klaus
Stefan F. schrieb: > Ich halte dieses Schaltungskonzept für "mit der heißen Nadel gestrickt". > Verwende besser einen OP-Amp, der ohne Tricks für den benötigten > Spannungsbereich geeignet ist. > > https://www.analog.com/en/parametricsearch/11088#/p2840=20|220 > > Brauchst du wirklich 40 Volt? Wieso nicht einfach den: https://www.analog.com/en/products/ADA4700-1.html Oder ist dein Prof so alt, das es was diskret hinzugefummeltes sein muss? Wenn mehr Strom benötigt wird - Komplementärendstufe hinterherschalten, fertig. Ansonsten geht auch ein normaler OPV, mit normaler Speisespannung, dann ein npn-Transistor in Basisschaltung hinterher (Emitter am OPV-Ausgang und an dessen Kollektor geht man dann ins "Hochspannungsteil + normaler Komplementär-Darlingtonendstufe" rein (dort vom Kollektor her - Modulation der oberen Konstantstromquelle). Grins, sowas habe ich mal um 1980 rum mit einen µA 709 aufgebaut, hat funktioniert.
Lothar schrieb: > Wieso nicht einfach den: > https://www.analog.com/en/products/ADA4700-1.html Der ADA4700-1 sieht wirklich gut aus. Hast Du schon mal etwas damit gemacht? mfg KLaus
Hallo Klaus, nein, ich habe den noch nicht praktisch erprobt. Laut DB Seite 22 muss man nur mit dem Layout, zwecks guter Wärmeabfuhr aufpassen (zumindest wenn man relativ viel Ausgangsstrom nutzt) und Figure 68 und 69 zeigen Möglichkeiten den Ausgangsstrom einfach zu erhöhen. Außer der echt hohen Speisespannung, sonst ein durchschnittlich guter OPV, recht unauffällig würde ich annehmen. MfG Lothar
Hallo Lothar, die hohe Speisespannung hatte mich auch interessiert. Und die Bandbreite dürfte für Audio in Ordnung sein. mfg Klaus
> Laut DB Seite 22 muss man nur mit dem Layout, zwecks guter Wärmeabfuhr > aufpassen (zumindest wenn man relativ viel Ausgangsstrom nutzt) Das ist dann der Vorteil von diskret. Da schraubst du einfach die TO220 an einen dicken Aluklotz. Vanye
Vanye R. schrieb: >> Laut DB Seite 22 muss man nur mit dem Layout, zwecks guter Wärmeabfuhr >> aufpassen (zumindest wenn man relativ viel Ausgangsstrom nutzt) > > Das ist dann der Vorteil von diskret. Da schraubst du einfach die TO220 > an einen dicken Aluklotz. > > Vanye Solch ein OPV ist ja nicht für höhere Leistungen konzipiert. Bei hohen Leistungen ist der OPV eben eine Vorstufe für die Endstufe. mfg Klaus
Vanye R. schrieb: > Das ist dann der Vorteil von diskret. Da schraubst du einfach die TO220 > an einen dicken Aluklotz. besser LM3886 oder ähnlich.
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