Guten Abend,
derzeit versuche ich eigene Platinen mit der Photo-Positiv-Methode
herzustellen.
Meine "Ausrüstung":
Belichter: Aus einem alten Gesichtsbräuner mit vier UV-Röhren
zusammengebaut. Zur besseren Reflexion habe ich ebenfalls die
Reflextionskomponente des Gesichtsbräuner mitverbaut.
Ätzgerät: Ätzgerät 1 von Reichelt
Platinen: Bungard (Ablaufdatum: 2023)
Ätzmittel: Natriumpersulfat
Entwickler: Natriumhydroxid
Layoutpapier: Transparentpapier
Drucker: Samsung ML2070 (Laser) (Tonersparmodus aus, Hohe Auflösung).
Nachbearbeitung des Layouts: Tonerverdichter FLA ?? (Reichelt)
"Parameter":
Abstand Röhren zur Platine über 6cm.
Über den UV Röhren (6cm) ist eine Glasscheibe als "Planfläche". Für das
im Anhang angefügte Bild habe ich jedoch die Platine über eine
zusätzliche Glasscheibe und kleinen Klemmzwingen zusammengedrückt und
auf die "Hauptglasscheibe" gelegt. Somit ergibt sich ein Abstand über
6cm (wegen den Klemmen).
Aufbau: UV-Röhren
->6cm-Hauptglasscheibe->1cm->Glasscheibe->Layout->Platine
Belichtungszeit: 60sek.
Entwicklung dauerte ca. 60 sek. (Ging schnell!)
Ätzen bei 45°C und vielen Luftblasen ging auch schnell.
Frage: Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen
Leiterbahnen im Anhang sein ?
Danke !
Gruß,
Student
Leiterplatten selbst ätzen, lang ist es her.
Die richtigen Parameter für deinen Aufbau musst du rausfinden.
Zeiche einpaar Leiterbahnen (0,1mm bis 0,5mm; 4 -5cm lang) im 0,3mm
Abstand, drucke es auf Folie, Tonerverdichter drauf und dann fährst du
eine Belichtingsreihe. Fang mit 30s an und kämpfe dich im 30s Raster bis
auf drei Minuten.
Dann entwickelst du die 6 Testplatinen und lässt sie ätzen.
Entwickler und Ätzmittel sind frisch? Grad der Entwickler war bei mir
immer ein Thema, wenn der zu alt, zu verbraucht oder zu kalt war gings
meist schief.
Ich habe zum Schluss dann 0,3mm sicher hinbekommen, dass hat mir damals
noch gereicht (10 Jahre her, da war ich 20 und Student).
In der heutigen Zeit würde ich dir raten, deine Leiterplatten fertigen
zu lassen. JLCPCB ist da die erste Anlaufstelle für den Hobbybereich.
100x100mm, doppelseitig, so viele Durchkontatierung wie du willst und
beidseitig mit Lötstopp + Bestückungsdruck in Farbe deiner Wahl für 2$
plus 10$ Versand. Konzentriere dich also nicht so sehr auf die Fertigung
der PCBs, bau lieber elektronische Schaltungen auf und lass die Profis
das PCB machen.
VG Paul
Student schrieb:> Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen> Leiterbahnen im Anhang sein ?
Verlängre Belichtung und Entwicklung auf 2 Min.
Student schrieb:> Frage: Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen> Leiterbahnen im Anhang sein ?
Hast musst das Transparentpapier mit dem gespiegelten Layout bedrucken.
Für mich sieht das unterbelichtet oder unterentwickelt aus.
60 sec Entwicklungszeit erscheint mir sehr lange. Ich würde
zuerst versuchen, das NaOH stärker zu machen. Mit einem
Platinenstückchen testen das sicher nicht unterbelichtet ist.
Wenn die Platine 10 sec in der Lösung liegt ohne dass es noch
sichtbare Änderungen gibt, dann ist es zu schwach.
Es ist auch sinnvoll, die Entwicklerschale etwas zu kippeln,
damit gleiche Konzentrationsverhältnisse herrschen auch wenn
der Entwickler lokal verbraucht wird.
Man kann auch mit dem Latexhandschuh etwas über die Stellen
streichen die etwas zu langsam sind. Man muss da aber extrem
auf Fremdkörper achten, sonst zerkratzt man den Lack. Wenn
das hilft, ist der Prozess aber nicht korrekt.
Wenn das Entwickeln sicher funktioniert, dann kann man einen
Belichtungskeil machen. Am einfachsten geht das mit einer Maske
die man alle 30 sek etwas weiter wegzieht.
Bei meinem Laserdrucker ist der Grat zwischen optimal und
überbelichtet sehr schmal, das Cu ist dann gerne angefressen.
Mit Offsetfilm aus der nächsten Druckerei geht 4 mil breit / 4 mil
Abstand mit Bungard-Material. Da ist auch Überbelichten kein Thema.
Und die Tonerseite gehört zur Platine. Ich habe noch nie
Tonerverdichter genommen, mich würde interessieren was das
ausmacht.
Und Glasplatten schlucken erschreckend viel UV. Das kann gerne
den Faktor 10 und mehr ausmachen.
Irgendwo hier habe ich ein paar Bilder eingestellt, wie ich
das mache.
Ok, um langes Suchen zu vermeiden:
< https://www.flickr.com/photos/137684711@N07/albums/72157720109860238>
Unterbelichtet und/oder nicht richtig ausentwickelt.
Der Aussage möchte ich direkt zustimmen.
Den Entwickler würde ich allerdings nicht stärker machen.
Wenn der in 60 s soweit entwickelt, ist er stark genug.
Stärker wird er schnell zum Entschichter und löst bzw beschädigt auch
unbelichteten Fotolack.
Bungard Material brauchte bei mir bis zu 3 min. im Entwickler.
Die letzten Lackspuren sind praktisch fast unsichtbar, führen aber zu
genau dem Effekt wie auf dem Foto.
Ganz wichtig: (wurde zwar schon erwähnt) Hast du Schicht auf Schicht
belichtet?
Also Layout spiegelverkehrt gedruckt und dann mit der bedruckten Seite
auf den Fotolack gelegt?
a) (wie oben steht) Folie falsch rum aufgelegt. Immer seitenverkehrt
drucken, damit die gedruckte Seite direkt auf der Platine aufliegt
b) die Folie liegt nicht richtig auf der Platine auf. Prüfe, ob die
Platine absolut gerade ist, manches verbiegt sich im Laufe der Zeit.
Dann muss etwas Gewicht auf die Glasplatte. Und die Platine muss
natürlich auf einer ebenen Fläche liegen, z.B. Tisch oder Holzplatte.
c) Unterbelichtet sieht es nicht aus. Eher zu kurz entwickelt. Ich mache
den Entwickler lauwarm (eher zu kühl als zu warm) und arbeite mit 10g
NaOH (das ist ein feriges Päckchen) pro Liter Wasser. Wenn die
Leiterbahnen gut zu sehen sind und sich nichts mehr ablöst, lasse ich
die Platine noch eine gute Minute im Entwicklerbad und bewege das Bad
auch leicht hin und her. Nach dem Entwickeln spüle ich die Platine mit
heißem Wasser ab, bis alle Entwicklerreste ab sind. Zu langes Entwickeln
gab noch nie Probleme, aber wie gesagt: max lauwarm.
Gerhard H. schrieb:> Irgendwo hier habe ich ein paar Bilder eingestellt, wie ich> das mache.> Ok, um langes Suchen zu vermeiden:> < https://www.flickr.com/photos/137684711@N07/albums/72157720109860238>>
Genau die Platien ist mir vor 30 Min. (hier im Forum) über den Weg
gelaufen :-)
@Gerhard H. eine Frage habe ich: Du scheinst keine Folie, sondern
Pergamentpapier zu verwenden. Welches hast du denn und wo kriegst du das
her. Dumme Frage vlt, aber ich kriege bei uns kein lasertaugliches
Pergamentpapier und MUSS daher die mir unbeliebte Folie nehmen.
Das ist Avery-Zweckform 3491 "Folien für die Druckformerstellung"
Das ist Plastikfolie, recht steif und mit einer Mattierung beschichtet
auf der der Toner gut hält. Wegen der Mattigkeit ist es extra wichtig
dass die Tonerseite auf der Platine aufliegt. (Spiegeln!)
Beim Preis sind die nicht zimperlich, ich bin mir nicht sicher
ob es Verpackungseinheiten < 100 Stk. gibt. Ein paar Blätter kann
ich Dir abgeben.
Gerade wenn Du damit anfängst ist es eine gute Idee, in einer
Druckerei einen Offset-Film machen zu lassen. Das hat bei mir
von einer Druckerei in Stuttgart abgesehen nie über 10€ gekostet,
meist in die Kaffeekasse. Du machst dann ein 1:1-pdf-file mit
2400 dpi und das wird dann auch 2400 dpi. Und schwarz ist richtig
schwarz und durchsichtig ist wirklich durchsichtig. Was die
Druckereien nicht mögen, das ist wenn du den Film gleich mitnehmen
willst und sie haben gerade ihren Belichter aus. Das dauert dann
bis die Entwickler/Fixierer auf Arbeitstemperatur sind. Als Beifang
nebenbei ist das für die aber keine Arbeit; nicht viel mehr als
mit dem Laserdrucker. Mit dem Aufkommen von Laser-Direktdruck
kann aber nicht mehr jede Druckerei Offsetdruck machen; das ist
mehr für größere Auflagen.
Teile die Probleme und herrsche!
Wenn's überhaupt erst mal funktioniert kannst du immer noch
die Latte höher legen und den Laserdrucker direkt nehmen.
Auf einen DIN-A4-Oversize-Film passen eine Menge Platinen.
Guten Morgen zusammen,
Vielen Dank für die zahlreichen Anmerkungen.
Bezüglich Layout: ja es ist spiegelverkehrt so, dass die Toner-Schicht
direkt auf der Fotoschicht aufliegt.
Bezüglich Entwickler:
Ich habe die Platine ca. 60sek im Entwickler gelassen aber das Layout
hat sich schon schneller als 60sek gezeigt.
Bezüglich Belichter:
Eine naive Frage: muss ich die UV-Röhren schon vorher etwas
"Vorheizen/vorwärmen"?
Denn ich leg die Platine samt Layout auf den Belichter und schalte dann
den UV-Belichter an (fackelt 1-2 Mal) und dabei starte ich penibel den
Timer auf dem Handy ;-)
Gruß,
Student
Ich habe auch bereits von der Avery Zweckform 3491 gelesen, nur weiß ich
nicht ob ich damit bessere Ergebnisse erziele. Eine 100er Packung kostet
38€... (Warum eigentlich so teuer?)
Student schrieb:> Bezüglich Entwickler:> Ich habe die Platine ca. 60sek im Entwickler gelassen aber das Layout> hat sich schon schneller als 60sek gezeigt.
Ich hatte ab und an Probleme das Resist vollständig zu entfernen. Länger
entwickeln und mit nem Pinsel nachhelfen hat geholfen.
Student schrieb:> Ich habe auch bereits von der Avery Zweckform 3491 gelesen, nur weiß ich> nicht ob ich damit bessere Ergebnisse erziele.
Bei mir hat das den Durchbruch gebracht. Um Geld zu sparen kannst Du das
Tonerverdichterspray weg lassen. Das habe ich auch versucht, einen
positiven Effekt konnte ich nicht feststellen.
Sehr negative Erfahrungen habe ich mit nicht Original-Toner gemacht.
Beim Entwickeln streiche ich leicht mit einem kleinen Pinsel über das
Layout. Mir kommt es so vor, dass das bei feinen Strukturen hilfreich
ist und effektiver als die Entwicklerschale zu bewegen.
Die UV-Durchlässigkeit von Glas ist sehr unterschiedlich und mit
Hausmitteln kaum zu testen. Also möglichst wenig Glas und wenn Du Deine
Technologie gefunden hast, immer wieder die selbe Glasscheibe benutzen.
Eine wirklich gelungene, selbst geätzte Platine schüttelt man nicht aus
dem Arm. Das ist mit vielen Tests verbunden. Ganz wichtig dabei:
protokolliere Deine Versuche und ändere stets nur einen Parameter.
Gruß Micha
Abhängig vom Toner kann Tonerverdichter sehr nützlich sein. Bei meinem
HP P4515 geht es ohne Tonerverdichter nicht. Ich verwende einseitig
mattierte Folie.
Michael K. schrieb:> Bei mir hat das den Durchbruch gebracht. Um Geld zu sparen kannst Du das> Tonerverdichterspray weg lassen. Das habe ich auch versucht, einen> positiven Effekt konnte ich nicht feststellen.
Bei manchen Toner fust das recht gut.
Hatte erst nen HP, kein Effekt. Jetzt bei nem Samsung ist ne deutlich
Verbesserung zu sehen.
Zum Licht: es ist auch entscheidend, wie die Lichtstarhlen auftreffen,
bei flächigem Licht wie von Röhren in kurzem Abstand trifft ein grosser
Teil des Lichts von der Seite her auf und strahlt unter den Ausdruck,
daher werden kleine Zwischenräume mit belichtet. Abhelfen kann man nur
mit gerichtetem Licht, z.B. mit einer eher punktförmigen UV-Lampe in
grösserem Abstand.
Profigeräte haben daher solche Lampen oder vor den UV-Röhren ein
(Kollimations-) Gitter, das nur senkrecht auftreffendes Licht
durchlässt. Und Vakuum damit der Film ohne jeden Zwischenraum anliegt.
Es gab übrigens auch Verfahren die saubere Kupferoberfläche direkt zu
bedrucken, sogar recht erfolgreich - es gibt nur keine solchen Drucker
mehr. Soweit ich mich erinnere konnte man bei einem Laserjet 3 die Dicke
einstellen und Leiterplatten direkt durchlaufen lassen.
Georg
Einhart P. schrieb:> Da man selten A4 große Layouts benötigt kann man die Folie in der> Mitte durchschneiden um Kosten zu sparen.
Da mein Drucker das Papier optisch erkennt, bleibt nichts anderes als
die Folie auf einen A4-Träger aufzukleben. Da druckt man 1 x zur Probe
und kann dann die Folie passend zugeschnitten draufkleben.
Student schrieb:> Frage: Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen> Leiterbahnen im Anhang sein ?
Unterbelichtung. i.d.R.
Achte darauf das die Glasplatte Glatt-Plan anliegt, einfach zu
realisieren wenn sie genug Gewicht hat.
Sehr häufig. Die Belichtungszeit ist zu kurz. so da sie an feinen
Stellen nicht sauber trennt. Mein Tipp. Man man ein mit 1 Min. länger.
Ein BISSCHEN mehr schadet nicht.
Kleiner Nebentipp:. Verdrehe dein Belichter nach der halben Zeit um 90°.
Bevor einer Fragt. Die Röhren sind RUND angeordnet. Was bedeutet der
Abstand ist nicht sauber gleich.
Und achte auf min. 1 cm Rand. Damit es zu keiner Refektionsbelichtung
kommt. Ich lege die Platine einfach auf schwarze Pappe aus den
Bastelladen.
Die aus der man als Kind Martinslaternen gebastelt hat. ;)
Selten ist es auch das falsche Glas. Nicht jedes Glas ist dafür
geeignet. Thema "moiré-effekt".
Seltener aber auch ein Grund. Ein lausiger Ausdruck. Im Gegensatz zu den
einigen Leuten hier halte ich Folienausdrucke mit einen
Tintenstrahldrucker für nicht besonders geeignet. Bei einen Laser ist
das egal. Da musst du nur den Tonersparmodus AUS-schaltet.
Ach und noch was. Ich halte Tonerverdichter bei Laser für Schwachsinn.
Was soll der denn verdichten. ?? Das Pulver wird bei ca. 180°C in die
Folie rein gebrannt. Tintenstrahler, mag es klappen, aber wegen der
rauhen Struktur der Folie sind die mir eh suspekt. Besonders bei
Billig-Folie. Deren Probleme habe ich schon auf der Firma vor > 20
Jahren gesehen auf den Overhead-Projektor. Und da hat sich nicht viel
getan an Entwicklung.
Wichtig : Bei beiden Druckerarten ist es wichtig das man die Folie
RICHTIG herum einlegt.
Paul schrieb:> Belichtingsreihe
Das A und O! Wenn Du das nicht machst, hast Du verloren!
Michael K. schrieb:> Beim Entwickeln streiche ich leicht mit einem kleinen Pinsel über das> Layout.
Habe ich auch immer gemacht, mit einem weichen Pinsel!
Gruss Chregu
Student schrieb:> Kriegst du mit den Transparentpapier auch dünne Leiterbahnen bzw. kleine> Abstände gut hin ?
Ja, es gibt keinen Unterschied zu Folie, außer das der Toner besser
haftet und es keinen (merklichen) Verzug gibt.
@Teo:
Ja, das habe ich bei mir auch festgestellt.
@All:
Ich werde wie empfohlen (vermutlich heute Abend) eine Belichtungsreihe
durchführen. Da es wohl viele Parameter gibt die eine Rolle spielen
können, würde ich wissen wollen, ob der Abstand von 6cm von den
UV-Röhren "ok" ist.
Ich habe im Anhang zwei "Zoom-Aufnahmen" (sorry für die Quali hab nur
Makrofunktion vom Handy zur Verfügung) vom Layout (einmal mit und ohne
Blitzlicht) sowie von der geätzten Platine nur von hinten mit einer
weißen LED Lampe beleuchtet um nochmal die Problematik darzustellen.
Gruß,
Student
Einhart P. schrieb:> Da sieht man schon 'mal 2 vermeidbare Problemstellen im Layout.> Die> Vorlage ist nicht super aber sollte ausreichend sein.
Da hast du absolut recht. Das ist mir selber aufgefallen :-)
Student schrieb:> Da es wohl viele Parameter gibt die eine Rolle spielen> können, würde ich wissen wollen, ob der Abstand von 6cm von den> UV-Röhren "ok" ist.
Hab nen Tusi-Belichter, das dürften etwa 6cm sein. Was auch nur etwas
weiter als wie bei den Profigeräten ist.
zu 99% Unterbelichtet.
Da bin ich mir sehr sicher. Man die Belichtungsreihe in 20 Sek.
Schritten. Und merk dir die Stellung.
Einfach während der Belichtung die schwarze Pappe. KEIN PAPIER nehmen
zum abdecken, besonders kein weißes. !!!. Normales Papier ist
mega-durchscheinend. Da kannst du es dann auch gleich lassen.
Ich finde schwarze Pappe einfach perfekt für so was. Man kann das Licht
so schön steuern damit.
Leg ein Lineal daneben dann kannst du hinterher genau ablesen was wo
war.
Oder druck dir eine Folie mit den Belichtungszeiten und decke die
richtig ab.
Nach meiner Erfahrung ist 30-50 Sek mehr nicht so schlimm wie weniger.
Ach und nur so als Nebeninfo. Ich entwickele immer mit einer Pinzette
oder Zahnstocher. Damit bewege ich die Platine im BAD. dann löst sich
die Entwicklungsfüssigkeit. Wenn man die Möglichkeit hat. Stehen ist
immer besser. Zu Not ne Ameisenfarm nehmen. ;) Ist preiswerter ;)
Student schrieb:> Nachtrag:> Den Entwickler habe ich nicht aufgewärmt. Dieser hat Hobby-Keller> Temperatur.
Ein Temperaturunterschied von 10K wirkt sich bei chemischen Reaktion mit
einem Faktor 2 bis 4 auf die Geschwindigkeit aus. Beim Vergleich mit
anderen Erfahrungswerten muss man das durchaus berücksichtigen.
Schlaumaier schrieb:> zu 99% Unterbelichtet.>> Da bin ich mir sehr sicher. Man die Belichtungsreihe in 20 Sek.> Schritten. Und merk dir die Stellung.>> Einfach während der Belichtung die schwarze Pappe. KEIN PAPIER nehmen> zum abdecken, besonders kein weißes. !!!. Normales Papier ist> mega-durchscheinend. Da kannst du es dann auch gleich lassen.>> Ich finde schwarze Pappe einfach perfekt für so was. Man kann das Licht> so schön steuern damit.>
Wo genau soll die schwarze Pappe hin ? Meinst du ich soll mit der
schwarzen Pappe den Rest der Platine abdecken?
Student schrieb:> Wo genau soll die schwarze Pappe hin ? Meinst du ich soll mit der> schwarzen Pappe den Rest der Platine abdecken?
Ja, damit gibst Du immer neue Abschnitte nach x Sekunden frei....
Könnte ich nicht statt der schwarzen Pappe ein Stück weißes Papier
nehmen wo ich dann die abgezogene blaue Folie der Fotoplatine klebe.
Diese ist ja besonders "lichtundurchlässig" (würde ich jetzt mal
behaupten ;))
Student schrieb:> Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen> Leiterbahnen im Anhang sein ?
Wie hast du den Resist entfernt?
Ein Pinsel bzw. mitn Finger leicht abwischen hilft ungemein.
Ich habe auch einen 4-Röhren Gesichtsbräuner. Die Röhren heize ich vor
dem Belichten einigen Minuten vor.
Belichtungszeit ist bei mir 2 Min 20s für Bungard mit einer 4mm
Glasscheibe.
> Ich habe die Platine ca. 60sek im Entwickler gelassen aber das Layout> hat sich schon schneller als 60sek gezeigt.
Auf jedenfall die Platine laenger im Entwickler lassen! Wenn du glaubst
das ist gut genug dann ist das immer noch zuwenig. :-) Das ist der
Fehler der einen am meisten passiert. Selbst wenn man schon >20Jahre
Platinen macht muss man sich immer zusammenreissen und nochmal extra
etwas warten!
Wenn du die Platine aus dem Entwickler nimmst und mit Wasser abspuelst
dann ist ueblicherweise zartrosa. Weil es halt ganz sauberes kupfer ist.
Wenn du dann das Wasser mit einem Kuechenpapiert abtupfst musst die
Platine SOFORT etwas dunkel anlaufen weil das Kupfer sofort mit dem
Luftsauerstoff reagiert. Siehst du das nicht, nochmal in den Entwickler.
Wenn du spaeter im Aetzmittel so ganz kleine duenne Flitter rumschwimmen
siehst, das ist dann Fotolack und zeigt dir das du immer noch nicht
lange genug entwickelt hast.
Nochwas zur Folie. Nach meinen Erfahrungen ist es realtiv egal welche
Folie man nimmt. Aber mit jeder anderen Folie muss man seine
Prozessparameter leicht anpassen. Daher finde ich es gut sie gleich im
100er Pack zu kaufen damit man das nur alle 5-10Jahre mal machen muss.
Olaf
Student schrieb:> Zoom-Aufnahmen
Das sieht nach Tonernebel in den feinen Zwischenräumen aus.
Außerdem trägt Toner relativ dick auf und wenn das Licht schräg drauf
fällt gibt das einen Schattenwurf.
Laß Dir mal einen lichtdichten Ausdruck auf Film in einem Copyshop
machen, um rauszufinden ob die Belichtungsvorlage selbst schon das
Problem ist.
Länger belichten, bis die Leiterbahnen anfangen auszufransen oder die
Pads des TQFP verkleinern und Abstände zwischen den Leiterbahnen
vergrößern.
Ich habe früher selbst geätzt, bevor die PCBs so spuckenbillig geworden
sind. Man bekommt Zuhause nicht alles hin und muss eben auf das anpassen
was man selbst noch machen kann.
Mit Tonertransfer wirds dann richtig grob bei mir.
Aber heute hab ich ne 6040 und fräse mir PCBs lieber bevor ich mir das
Chemikaliengepansche antue.
Teo D. schrieb:> Student schrieb:>> Wo genau soll die schwarze Pappe hin ? Meinst du ich soll mit der>> schwarzen Pappe den Rest der Platine abdecken?>> Ja, damit gibst Du immer neue Abschnitte nach x Sekunden frei....
Danke dafür das du die Antwort für mich getippt hast.
Student schrieb:> Könnte ich nicht statt der schwarzen Pappe ein Stück weißes Papier> nehmen wo ich dann die abgezogene blaue Folie der Fotoplatine klebe.> Diese ist ja besonders "lichtundurchlässig" (würde ich jetzt mal> behaupten ;))
Klar kannst du das.
Lies mal den Artikel. Der macht das ganz fein. ;)
https://www.sebastian-brose.de/index.php/elektronik-o/platinenherstellung-o/belichtungsreihe-o
Und das coole ist, du brauchst keine schwarze Pappe dafür. Musst aber
mehr fummeln, wobei ich die vorher an der Kante 5 mm anheben würde. Dann
ist da abziehen leichter. ;)
Aber jeder wie er will + kann.
Und denk dran, wenn du die unterseite der Platine ausdruckst,
muss nicht gespiegelt ausgedruckt werden und oben auf der
PÜlatine wird gespiegelt ausgedruckt. Normalerweise arbeiten
Layoutprogramme so das sie SMD Bauteile welche auf die unterseite
gebracht werden, automatisch Spiegeln. Dann stimmt der Ausdruck wieder.
Wenn du oben ein IC in DIL Form bestückst, dann muss der Ausdruck so
sein wie beschrieben sonst funtioniert das IC nicht.
Dabei liegt der bedruckte Teil der Folie direkt auf der Platine.
Hallo Teo:
Kriegst du mit den Transparentpapier auch dünne Leiterbahnen bzw. kleine
Abstände gut hin ?
Richard B. schrieb:> Student schrieb:>>> Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen>> Leiterbahnen im Anhang sein ?>> Wie hast du den Resist entfernt?> Ein Pinsel bzw. mitn Finger leicht abwischen hilft ungemein.
Nachdem entwickeln habe ich es mit kaltem Wasser abgespült. Kalt weil
warm wurde in einem anderen Forumpost nicht empfohlen.
Sucht Euch eine alte Dame oder alten Herrn, die noch höchstpersönlich in
der Dunkelkammer zu Zeiten der analogen Fotografie gearbeitet haben.
Viele der aufgeworfenen Fragen (Belichtungszeit, Entwicklungszeit,
Kontrast etc.) waren damals aktuell.
Die Chemikalien sind zwar anders aber die Methoden (z.B. Probestreifen)
können verwendet werden.
Student schrieb:> Kriegst du mit den Transparentpapier auch dünne Leiterbahnen bzw. kleine> Abstände gut hin ?
Die Schmerzgrenze liegt bei 0,2mm, darunter brauch ich etwas Glück.
Liegt aber meist an dem schlechten Basismaterial. 10-20J alte Reste ohne
Resist. Das hat Flecken wo das Kupfer deutlich dicker ist und auch sonst
ein paar, nicht wirklich herauspolierbare Fehlstellen.... Dafür war für
fast lau. :)
Ich kontrolliere aber auch 2-3 mal mit der Lupe, ob wirklich alles
Resist in den Ecken raus ist.
Ich sehe auch keinen wirklichen Grund, warum es da zwischen Folie und
Papier, einen Unterschied geben sollte.
Richard B. schrieb:> Wie hast du den Resist entfernt?> Ein Pinsel bzw. mitn Finger leicht abwischen hilft ungemein.
Soll ich nachdem Entwickeln den Resist mit einer "Chemikalie" säubern?
Oder wie ist diese Frage gemeint.
> Sucht Euch eine alte Dame oder alten Herrn, die noch höchstpersönlich in> der Dunkelkammer zu Zeiten der analogen Fotografie gearbeitet haben.
Ich hoffe zwar noch nicht alt zu sein, hab das als Jugendlicher aber
auch gemacht. Und ja, wer jemals einen SW-Abzug auf Baryt hinbekommen
hat fuer den ist Platinenmachen ein Witz weil der Fotolack viel steiler
arbeitet, also Fehler verzeit.
> Ich sehe auch keinen wirklichen Grund, warum es da zwischen Folie und> Papier, einen Unterschied geben sollte.
Jede Aenderung verschiebt die optimalen Prozessparameter leicht. Auch
von Folie A nach Folie B oder Papier A nach Papier B. Wenn man seinen
Prozess einmal optimal eingestellt hat dann hat man aber immer etwas
Spielraum. Und dann kann es sein das man das in der Praxis garnicht
merkt. Wenn man aber schon eher an den Grenzen unterwegs ist dann kann
sowas dazu fuehren das man es danach nicht mehr richtig hinbekommt.
Bei der Fotoentwicklung hat man normalerweise auch darauf geachtet das
die Baeder immer dir richtige Temperatur haben. Bei Platinen mache ich
das nicht mehr, egal ob Sommer oder Winter. Das Zeug ist einfach so
Prozesssicher das ich mir da keine weiteren Gedanken machen muss.
Dafuer musste ich letzten meinen Prozess einmal neu einstellen nachdem
ich bei meinem Laser den Toner gewechselt habe und dabei habe ich den
EXTRA vom Druckerhersteller gekauft. ARGH!
Olaf
p.s: SW-Bilder auf Baryt sind so geil das man dafuer wirklich mal wieder
eine alte Kamera in die Hand nehmen sollte. .-)
Andreas schrieb:> Kauf dir einen 3D-Resin Drucker und lege eine fotopositiv> beschichtete> Leiterplatte drauf. Entwickel und ätze sie. Fertig
Was stimmt mit diesem Vorschlag nicht?
Student schrieb:> Soll ich nachdem Entwickeln den Resist mit einer "Chemikalie" säubern?
Nein, während der Entwickler noch wirkt (nach ca. 10-20s),
wische ich mit den Finger oder einen Pinsel leicht über die Stellen,
die Probleme machen könnten. Das mache ich beim Spülen genauso.
Ich bin ganz sicher, das deine Belichtungszeit zu kurz geraten ist.
Große Flächen werden mit "Gewalt" abgetragen,
kleine Flächen (Zwischenräume) nicht.
Versuche es mal mit z.B. 75s bzw 90s Belichtungszeit und
die Platine um 90° drehen (mitten drinnen).
Deine Bläschen sind auch zu groß.
Womit erzeugst du die?
Andreas schrieb:> Andreas schrieb:>> Kauf dir einen 3D-Resin Drucker und lege eine fotopositiv>> beschichtete>> Leiterplatte drauf. Entwickel und ätze sie. Fertig>> Was stimmt mit diesem Vorschlag nicht?
Geht halt, nach drei Stunden, niemand drauf ein.
Sowas nervt, oder?
Axel R. schrieb:> Andreas schrieb:>> Andreas schrieb:>>> Kauf dir einen 3D-Resin Drucker und lege eine fotopositiv>>> beschichtete>>> Leiterplatte drauf. Entwickel und ätze sie. Fertig>>>> Was stimmt mit diesem Vorschlag nicht?>> Geht halt, nach drei Stunden, niemand drauf ein.> Sowas nervt, oder?
Ja, furchtbar!
Gerhard H. schrieb:> Das ist Avery-Zweckform 3491 "Folien für die Druckformerstellung"
Sch... die habe ich bei Reichelt glatt übersehen. Und quäle mich mit
Overhead Folien 3562 + Tonerverdichter. Na ja, die Layouts sind
einwandfrei, hab ja keine Bahnen kleiner 0,7mm.
Das mit der Druckerei merke ich mir auf jeden Fall. Echte Folien habe
ich mir früher mal selbst gemacht. Also in der Klebesymbole-Zeit, da
gabs solche Fotopositiv-Folien (Name weiß ich nicht mehr). Da wurde aus
dem Transparentpapier eine richtig tolle Folie.
Auf jeden Fall danke für den Tipp und insb. das Angebot, mir ein paar
Blätter abzugeben :-) Ich bin mit den Platinen jedoch fast fertig und
mache das nur noch ausnahmsweise "von Hand".
Student schrieb:> Frage: Was könnte der Hauptgrund für die "unerwünschten" verbundenen> Leiterbahnen im Anhang sein ?
Was ist das für eine Folie? Wie schaut der Ausdruck aus? Toner
Sparmodus ist eher nicht gut. Liegt die Tonerseite auf der Platine auf?
Ich tippe mal auf einen schlechten Ausdruck welcher genau so ausschaut
wie das Ergebnis auf deiner Platine. Druck muss eindeutig scharfe Kanten
haben
und zwischen den Leiterbahnen muss man klar durchsehen können.
Folie kann beim belichten sich auch durch Hitze verziehen.
Student schrieb:> Ich habe im Anhang zwei "Zoom-Aufnahmen" (sorry für die Quali hab nur> Makrofunktion vom Handy zur Verfügung) vom Layout
Ähm...das sieht aus, als wäre der Drucker das Problem. Nicht nur die
Druckauflösung ist, na ja, der scheint auch zu streuen. In der
Vergrößerung sieht es so aus, als wenn "weiß" zwischen den Leiterbahnen
nicht "weiß" ist. Das würde ich im Original malprüfen, mit Lupe oder
besser: Mit einem Fadenzähler, wenn vorhanden.
Oder aber unterbelichtet, wie oben schon steht. Hier fangen aber die
Spekulationen an, an denen ich mich nicht beteiligen möchte. Ich habe
die Vergrößerung im Anhang zugefügt, da sieht man es sehr gut. An den
etwas dunkleren Passagen zwischen den Leiterbahnen ist jedenfalls der
Hase begraben.
Brutus schrieb:> An den> etwas dunkleren Passagen zwischen den Leiterbahnen ist jedenfalls der> Hase begraben.
Richtig! Wie schaut die Datei aus welche du druckst? Wenn die besser
ist taugt der Drucker nix, oder die Datei der Druckvorlage ist nicht
gut. Abhilfe...als JPG bei Sprint Layout in den Hintergrund laden
Skalieren und nochmal sauber "nachmalen".
Auch mal einen anderen Laserdrucker benutzen. Druckfolie ist gut, habe
ich auch.
Ich verstehe es nicht, warum macht man sich (immer) noch die Mühe
Platinen selber zu ätzen ?
Meine letze Platine habe ich vor ca. 20 Jahre selbst gemacht.
Von den Frust (siehe oben) mal abgesehen ...
Platinen fix und fertig und ohne Frust bekommt man schon für den
Materialpreis der Rohplatine.
Von den Verzügen wie Durchkontaktierung,Lötstopplack etc. mal abgesehen.
Wenn ich jetzt noch die Kosten für Folien, Ätz - / und Entwicklerzeugs
rechne, dann lohnt sich dass einfach nicht mehr.
Diese "Rumsauerei" mit den Chemikalien möchte ich auch nicht mehr haben
!
Gut, da fertige Platine braucht ein paar Tage bis sie da ist,aber ich
habe keinen Stress und ein fertiges Ergebniss was auch verwendbar ist.
warum nicht Einfacher schrieb:> Gut, da fertige Platine braucht ein paar Tage bis sie da ist,aber ich> habe keinen Stress und ein fertiges Ergebniss was auch verwendbar ist.
Wenn man nicht in China bestellen will, wird machen lassen in DL sehr
teuer.
Nicht jeder hat ein Gerber File seines Layouts.
herbert schrieb:> Nicht jeder hat ein Gerber File seines Layouts
Dann ist es nicht sein Layout.
herbert schrieb:> Wenn man nicht in China bestellen will, wird machen lassen in DL sehr> teuer.
Aisler
warum nicht Einfacher schrieb:> Ich verstehe es nicht, warum macht man sich (immer) noch die Mühe> Platinen selber zu ätzen
Hast du nicht im Nebenthread mitbekommen, dass die Ferengies für eine
Flexleiterplatte 500 EUR wollen, die man zu Hause, wenn man denn das
Equipment und die Übung hat, für 50 selber machen kann ? 450 ist schon
ein guter Stundenlohn.
Wer natürlich nix hat und nix kann, weil er meint die Welt wäre überall
so günstig wie bei den Lockangeboten, muss die 500 zahlen und 2 Wochen
warten.
MaWin schrieb:> warum nicht Einfacher schrieb:>>> Ich verstehe es nicht, warum macht man sich (immer) noch die Mühe>> Platinen selber zu ätzen>> Hast du nicht im Nebenthread mitbekommen, dass die Ferengies für eine> Flexleiterplatte 500 EUR wollen, die man zu Hause, wenn man denn das> Equipment und die Übung hat, für 50 selber machen kann ? 450 ist schon> ein guter Stundenlohn.> Wer natürlich nix hat und nix kann, weil er meint die Welt wäre überall> so günstig wie bei den Lockangeboten, muss die 500 zahlen und 2 Wochen> warten.
Amen
> Ich verstehe es nicht, warum macht man sich (immer) noch die Mühe> Platinen selber zu ätzen ?
Ganz einfach 1h! Das ist die Zeit von dem Moment in dem ich mein Layout
abspeicher bis zu dem Moment wo die fertige gebohrte Platine hier auf
dem Tisch liegt. Idee--> Ergebnis!
Und es ist kein Stress wenn man es kann. Es ist nur Stress wenn man es
nicht kann, wie bei allem im Leben.
Olaf
Student schrieb:> Amen
Genau meine Worte.
Wieso mache ich überhaupt das Layout und alles.
Ich wedele mit ein Bündel Scheine und die Hobby-Elektroniker stehen
Schlange bei mir vor der Tür, wie vor den Impfbus. ;)
Ich gebe meine Befehle und zahle.
Genau so hat es mein Chef über 25 Jahre mit mir in mein letzten Job
gemacht. Er hat gesagt was er will und ich musste es machen. DAfür bekam
ich am ersten mein Gehalt. So einfach ist das.
HIER geht es um den Spaß und das wissen das man was kann bzw. es gemacht
hat.
Einfacher erklärt, die Steaks die man selber grillt, würde man in jeden
Restaurant den Kellner an den Kopf werfen und das Restaurant wegen
versuchter Körperverletzung verklagen ;)
Heutzutage kaufen die Leute Brot für 1.50 Euro weil sie zu doof sind,
Mehl + Wasser und etwas Hefe zusammen zu mischen. Selbst mit
Energiekosten ist es dann um die Hälfte billiger und schmeckt sogar
besser, weil keine Chemie drin ist.
Schlaumaier schrieb:> Einfacher erklärt, die Steaks die man selber grillt, würde man in jeden> Restaurant den Kellner an den Kopf werfen und das Restaurant wegen> versuchter Körperverletzung verklagen ;)
Grillen kann Schlaumaier auch nicht.
Schlaumaier schrieb:> Heutzutage kaufen die Leute Brot für 1.50 Euro weil sie zu doof sind,> Mehl + Wasser und etwas Hefe zusammen zu mischen.
So So, kannst du etwa auch nicht backen ? Du hast das Salz vergessen.
Selbst gebacken ist FRISCH. Ein ganz andere Geschmack als das Tage alte
Brot aus dem Supermarktregal oder der aufgebackene Teigling vom
Backshop.
Wenn mein Brot alt ist, schmeckt es genau so wie Supermarktbrot, nur
kriegt es dann das Pferd.
Brutus schrieb:> Student schrieb:>> Ich habe im Anhang zwei "Zoom-Aufnahmen" (sorry für die Quali hab nur>> Makrofunktion vom Handy zur Verfügung) vom Layout>> Ähm...das sieht aus, als wäre der Drucker das Problem. Nicht nur die> Druckauflösung ist, na ja, der scheint auch zu streuen. In der> Vergrößerung sieht es so aus, als wenn "weiß" zwischen den Leiterbahnen> nicht "weiß" ist. Das würde ich im Original malprüfen, mit Lupe oder> besser: Mit einem Fadenzähler, wenn vorhanden.
Was soll man von Papier erwarten?
Es sieht furchtbar aus.
Wie oben jemand genannt, 0,2mm für Leiterzüge und 0,1mm für den Abstand
zwischen zwei Leiterzügen habe ich locker hingekriegt.
Olaf schrieb:> Ganz einfach 1h! Das ist die Zeit von dem Moment in dem ich mein Layout> abspeicher bis zu dem Moment wo die fertige gebohrte Platine hier auf> dem Tisch liegt. Idee--> Ergebnis!> Und es ist kein Stress wenn man es kann. Es ist nur Stress wenn man es> nicht kann, wie bei allem im Leben.
Wenn alles bereitliegt, kein Problem.
Evtl. kann das Bohren aber die Zeit wesentlich verlängern.
MaWin schrieb:> Selbst gebacken ist FRISCH. Ein ganz andere Geschmack als das Tage alte> Brot aus dem Supermarktregal oder der aufgebackene Teigling vom> Backshop.>> Wenn mein Brot alt ist, schmeckt es genau so wie Supermarktbrot, nur> kriegt es dann das Pferd.
Bei frischen Brot grummelt es im Bauch und es macht nicht satt.
Hängt mit der Fermentierung zusammen.
Früher haben die Bauern einmal in der Woche gebacken.
Guten Abend,
entschuldigt meine verspätete Rückmeldung. Bin leider heute dazu
gekommen, ein paar neue Versuche zu probieren.
Im Anhang die Ergebnisse.
Was hab ich geändert?
(a): Belichter 2min aufgeheizt (daran liegt es aber glaub ich nicht)
(b): Belichtungszeit > 60Sekunden
(c): Platine mit Layout direkt auf Hauptglas des Belichters plus Gewicht
(siehe Anhang)
(d): Entwicklungszeit: 2min + Pinsel schwingen (löste nochmal schön
Entwickler weg -> "schwarze schlierwirbel".
Bemerkung: Die kleinen Layout-Test-Platinen habe ich von der Unterseite
beleuchtet, damit meine Makrofunktion im Handy das fotografieren konnte.
Das TestLayout sieht doch nicht so katastrophal aus oder ? Also das was
der Drucker geleistet hat.
Für mich war Transparentpapier besser als Overhead-Folie, aber die Folie
ist auch nicht die "Super Avery Folie".
Es ist nicht perfekt, aber es ist zumindest ein Anfang.
Lieben Dank an alle !!
Gruß,
Student
Bei einigen Leiterbahnen sieht es so aus als seien
die angeknabbert worden. Sehen zumindest dünner
aus als die anderen Leiterbahnen. Oder das täuscht durch
das Licht wie du sie fotografiert hast.
Karl schrieb:> Bei einigen Leiterbahnen sieht es so aus als seien> die angeknabbert worden. Sehen zumindest dünner> aus als die anderen Leiterbahnen. Oder das täuscht durch> das Licht wie du sie fotografiert hast.
Ja einige sind dünner.
Ich belichte mit Folie, ISEL-Belichter, Bungard-Platinen und 4min.
Und mit Bungard Entwickler schön ausentwickeln ca. 3min.
Mit Pinsel oder Fingern draufrumwischen verbietet sich von selbst.
Student schrieb:> Für mich war Transparentpapier besser als Overhead-Folie
Beide Drucke sind zu schlecht.
Es hilft dann, 2 gleiche Folien übereinander zu legen. Damit werden die
Kanten nicht schärfer, aber die Flächen lichtdichter.
Für mehr Farbe auf'm Papier kann es helfen, ein Raster mit so feinen
Lücken zu drucken, so das es der Drucker nicht mehr auflösen kann. Die
Linien dürfen natürlich auch nicht zu dick sein.
Mach das anders.
Drucke dir mit den Laser eine Folie aus.
1. Linie = 10 mm dick
2. Linie = 6 mm dick
3. Linie = 4 mm dick
4. Linie = 2 dick
5. Linie = 1 dick
6. Linie = 0.8 mm dick
7. Linie = 0.5 mm dick
8. Linie = 0.2 mm dick
Abstand der Linien wenn möglich 10 mm
Nun belichtest du den Platine. Dabei deckst du die Platine VOLLSTÄNDIG
!!! AB. Alle 5 Sekunden ziehst du die Abdeckung 10 mm = 1 Cm zurück.
Das machst du bis alles belichtet ist. DABEI die Platine / GERÄT etc.
NICHT BEWEGEN. !!!! Nur den schwarzen Pappendeckel zum Abdecken. !!
Danach ätzten und schon weiß man (ich) was die perfekte Belichtungszeit
ist. So habe ich mein Gesichtsbräuner auch justiert.
Dieses Verfahren kostet 1-2 Platinen Typ 100x160. Und ist viel
Preiswerter und GENAUER als deine Variante. !!
Das ganze nennt man Belichtungsreihe.
Wichtig. Während des Entwickeln muss die Füssigkeit IMMER !!!! in
Bewegung sein. Kein Sturm im Wasserglas aber in Bewegung. !! Und die
Platine nur leicht bedecken.
Du siehst dann wenn du sie raus holen musst.
Dafür gibt es nicht wirklich eine Zeitangabe. Liegt an der Fähigkeit
(Sättigung) der Flüssigkeit.
Gilt alles auch fürs Ätzen. !!!
Nach den Ätzen kannst du dann alles perfekt ablesen. Und noch was. Halte
die Stellen sehr sauber.
Und halte die Folie mal gegen eine starke Lampe (ein
Dia-Beleuchtungskasten wirst du wohl nicht haben). Dann siehst du wenn
da Punkte im Ausdruck sind.
Wenn JA brauchst du gar nicht erst belichten.
? Womit ätzt du eigentlich !!
Student schrieb:> Ja einige sind dünner.
Kann auch daran liegen wie die PCB auf dem Belichter liegt.
Die Röhren liegen weit auseinander und der Teil der direkt über der
Röhre liegt bekommt bei minimalem Abstand viel Licht ohne Winkel,
während die Stellen zwischen zwei Röhren viel weniger bekommen, das
Licht schräg durch die Vorlage scheint und der relativ dick auftragende
Toner dabei einen Schattenwurf ´verursacht.
Setz mal die Röhren dichter zusammen und / oder nehme mehr Abstand +
längere Belichtungszeit.
Hallo,
1.) Ich werde eine Belichtungsreihe machen. Gerne würde ich das Layout
kurz hier zeigen, bevor ich die dann durchführe.
2.) Ätzen tu ich mit Natriumpersulfat. Als Ätzgerät benutze ich das
"Ätzgerät 1" von Reichelt mit Blubberblasen. (Wie groß sollen diese
eigentlich sein bzw. welche Stufe stellt man hier ein?).
Die Ätztemperatur stell ich immer auf max. 45°C ein.
3.) Ich würde es ja gerne mal mit der Avery Zweckform 3491 probieren
wollen, aber bevor ich die 100er Packung kaufe würde ich gerne mal mit
1-2 Folien testen wollen, ob es bei mir überhaupt ein besseres Ergebnis
liefert. Könnte mir jemand vielleicht 1-2 Folien "schicken" ?
Student schrieb:> Wie groß sollen diese> eigentlich sein bzw. welche Stufe stellt man hier ein?
Groß !!
Sie sollen das Wasser in Bewegung halten nicht Belüften. Perl-Blasen
sind MIST. !!!
Student schrieb:> Könnte mir jemand vielleicht 1-2 Folien "schicken" ?
Lass dir deine Folie + die Testfolie in Kopieshop mal ausdrucken. Sag
den Typ das du sie für eine Belichtung brauchst.
Vielleicht hat der die Zweckform-Teile sogar da und verkauft die
einzeln.
Wenn das Ergebnis dann mit der Folie TOP ist, und mit deiner nicht, dann
weißt du woran es liegt.
Pete K. schrieb:> Kleine Hilfe zur Belichtungsreihe (eagle).
Hey Pete,
vielen Dank !! Wollte gerade anfangen eine zu erstellen... super timing
=)
Könnte ja auch deine nehmen.
Schlaumaier schrieb:> Student schrieb:>> Wie groß sollen diese>> eigentlich sein bzw. welche Stufe stellt man hier ein?>> Groß !!>> Sie sollen das Wasser in Bewegung halten nicht Belüften. Perl-Blasen> sind MIST. !!!>> Student schrieb:>> Könnte mir jemand vielleicht 1-2 Folien "schicken" ?>> Lass dir deine Folie + die Testfolie in Kopieshop mal ausdrucken. Sag> den Typ das du sie für eine Belichtung brauchst.>> Vielleicht hat der die Zweckform-Teile sogar da und verkauft die> einzeln.>> Wenn das Ergebnis dann mit der Folie TOP ist, und mit deiner nicht, dann> weißt du woran es liegt.
Danke für den Hinweis!
Ich melde mich dann wieder mit den Ergebnissen.
Ein schönes WE schon mal !
Vielleicht kann das Programm helfen:
Beitrag "PCB von BMP drucken"
Das Programm habe ich vor vielen Jahren geschrieben. Damals habe ich nur
ein PCB Bild mit sehr dünnen Leiterbahnen gehabt. Mit dem Programm
konnte ich Leiterbahnen Breite vergrößern. Auch die Abstände zwischen
Leiterbahnen kann man manipulieren.
Das Programm kann nur schwarz/weiss Bilder bearbeiten.
Ich schwöre als Belichtungsquelle auf die Osram Ultra Vitatux 300 .Damit
habe ich eine gleichmäßige Ausleuchtung und noch nie ungleichmäßige
Belichtung gehabt. All das Provisorium was oft verwendet wird taugt eben
nur für Ergebnisse die nicht perfekt sind. Ich mag nicht immer
rumscheißen müssen.Die Lampe hat sich schon locker bei mir rentiert. Die
Lichtverteilung ist suboptimal. Früher gab es mal eine "Nitraphot" aber
die Lebensdauer war leider nur wenige Stunden im vergleich zu 1000
Stunden bei der Osram.
Viel zu oft ist Geiz geil,bei mir ist eine schöne Platine geil.
wenn man schrägen lichteinfall auf die Platine verhindern will, kann man
das Gehäuse des Belichters innen schwarz besprühen, damit die
Seitenwände nicht reflektieren und ein enges hohes Wabengitter nehmem.
Da kann das Licht nicht diagonal durscheinen.
Sieht man oft bei Blitzern, damit man die Reflektionsblitzlampe nicht so
früh erkennt.
Thomas O. schrieb:> wenn man schrägen lichteinfall auf die Platine verhindern will, kann man> das Gehäuse des Belichters innen schwarz besprühen, damit die> Seitenwände nicht reflektieren und ein enges hohes Wabengitter nehmem.> Da kann das Licht nicht diagonal durscheinen
Dann werden damit alle Bereiche die vorher schräg und schwächer
beleuchtet wurden, garnicht mehr beleuchtet.
Ist ziemlich das Gegenteil von dem was man im Belichter will.
Ich hätte es nun mit dünner Diffusorfolie versucht. Schluckt zwar einen
kleinen Teil des Lichts, nimmt dem Rest aber die Richtungswirkung und
sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung.
Tipp am Rande: der Schlaumaier tut nur so, als wäre er schlau – der
trollt recht perfide. Das nur zur Sicherheit, aber hast du sicher schon
selbst bemerkt. Natürlich willst du bei Persulfat als Ätzmittel kleine
Blubberblasen haben.
Moin,
Die gezeigten Probleme erinnern mich an eigene Erfahrungen in den 80er
Jahren wo ich im Firmenlabor auch mit Ammomium Persulfate gearbeitet
hatte. Wenn das Zeug frisch angerichtet war funktionierte es anfänglich
einwandfrei. Wir Verwendeten damals auch einen (sehr giftigen) HGCL2
(Mercuric Chloride) Katalysator. Nach einer Zeitlang verschlechterten
sich aber die Ätzresultate ähnlich wie hier gezeigt. Bei mir sah es dann
immer so aus als ob der Photoresist weggefressen wurde und unter dem
Ätzmittel leidete. Nach der Entwicklung sah das Photo Image absolut
einwandfrei aus.
Für meinen eigenen Gebrauch arbeitete ich mit Einen3Chlorid und hatte
niemals Probleme. Allerdings mit positiv photobeschichteten Platinen von
M.G. Chemicals. In der Firma verwendeten wir Kodak KPR den wir selber
auftrugen. Das Zeug stank erbärmlich und war ein Negativ Resist.
Da Deine Resultate ähnlich wie bei mir damals aussehen wäre es als
Ergleichstest doch nicht so schlecht vielleicht einen Vergleich mit
warmen (45Grad) Fe3Cl2 zu machen. Mit dem Zeug hatte ich bis jetzt 100%
Erfolgsrate. Auch Entwicklung war nie ein Problem. Wenn man aufpasst ist
auch mit Fe3Cl2 sauber zu arbeiten. Flecken in Kleidung kriegt man mit
einer Oxalic Acid Lösung weg.
Ich bin anhand dieser Ergebnisse zum persönlichen Schluß gekommen, daß
Ammunium Persulfat den Photoresist leicht angreift was bei warmen Fe3Cl2
nie vorkommt. Mit A.P. Mussten wir rund 20m (Sprüh) ätzen. In der
Bewegten Schale mit Fe3Cl2 nur um 8m herum und die Resultate sind 100%
reproduzierbar.
Jedenfalls sind das meine persönlichen Erfahrungen. Mit A.P.
Funktionierte es nur bei frisch angesetzten Ätzmittel einwandfrei. Nach
einigen Monaten ging nichts mehr perfekt. Das Dumme war dass da an die
50l für die Sprüh-Ätzmaschine angesetzt werden mussten.
Bei Fe3Cl2 funktionierte 1l auch nach 20 Jahren in der Flasche noch
einwandfrei weil meine LP immer hach einer Minimalätztechnik ausgelegt
wurden. Auch der (gebrauchte) Hydroxid Entwickler hält bei mir
jahrelang. Das Fe3Cl2 kam auch von M.G. Chemicals.
Für die Belichtung verwende ich einen 7 Röhren Eigenbau Vakuum
UV-Belichter. Als Vorlage drucke ich mit Pergamentpapier auf einem 4039
Lexmark L.P. oder Brother 985 Inkjet auf Transparentfolie.
Ich bin mir jetzt bewußt daß ich möglicherweise heftigen Widerspruch
errege, aber meine Ausführungen sind meine eigenen ehrlichen
Erfahrungen. Wenn ihr daran zweifelt lasst es bitte gut sein um den
Thread nicht zuzumüllen.
Hoffe jedenfalls, daß ihr Eure Ätz-Probleme zufriedenstellend beseitigen
könnt.
Gruß,
Gerhard
Jack V. schrieb:> Ich hätte es nun mit dünner Diffusorfolie versucht. Schluckt zwar> einen kleinen Teil des Lichts, nimmt dem Rest aber die Richtungswirkung> und sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung.> Tipp am Rande: der Schlaumaier tut nur so, als wäre er schlau – der> trollt recht perfide. Das nur zur Sicherheit, aber hast du sicher schon> selbst bemerkt. Natürlich willst du bei Persulfat als Ätzmittel kleine> Blubberblasen haben.
Hmmm. OK aber das Aetzgerät 1 von Reichelt ist für Natriumpersulfat
ausgelegt und hat eine Luftblasenpumpe (oder wie das auch immer heißen
mag).
Ich werde zunächst die Belichtungsreihe versuchen wie hier hundertfach
(natürlich zu recht!) vorgeschlagen. Vielleicht komme ich morgen Abend
dazu..
Student schrieb:> Hmmm. OK aber das Aetzgerät 1 von Reichelt ist für Natriumpersulfat> ausgelegt und hat eine Luftblasenpumpe (oder wie das auch immer heißen> mag).
Warum „aber“? So einstellen, dass möglichst viele möglichst kleine
Bläschen perlen. Die Luft soll da nix bewegen, sondern der Sauerstoff
darin wird gebraucht.
Jack V. schrieb:> Student schrieb:>>> Hmmm. OK aber das Aetzgerät 1 von Reichelt ist für Natriumpersulfat>> ausgelegt und hat eine Luftblasenpumpe (oder wie das auch immer heißen>> mag).>> Warum „aber“? So einstellen, dass möglichst viele möglichst kleine> Bläschen perlen. Die Luft soll da nix bewegen, sondern der Sauerstoff> darin wird gebraucht.
Danke für den Hinweis.
Student schrieb:> Im Anhang ein Foto direkt nachdem Entwickeln (vergaß ich gestern> anzufügen). Es spiegelt leider... Sorry für die Qualität.
Sagt nichts aus.
So sieht gut und so sieht unzureichend entwickeltes aus.
Ob der ganze Photolack durchbelichtet wurde und runter ist, merkst du
erst beim Ätztest.
Nach 30 Sekunden im Ätzbad müssen alle zu ätzenden Stellen rötlich
kristallin werden.
Also einfach stumpf die Belichtungsreihe mache machen, immer gleich
(gleiche Temperatur, Konzentration, Badbewegung und Zeitdauer)
entwickeln, und dann alle ins Ätzbad, eine wird schon die Beste wetden.
Nur ist deine Vorlage zu schlecht.
MaWin schrieb:> Student schrieb:>>> Im Anhang ein Foto direkt nachdem Entwickeln (vergaß ich gestern>> anzufügen). Es spiegelt leider... Sorry für die Qualität.>> Sagt nichts aus.> So sieht gut und so sieht unzureichend entwickeltes aus.> Ob der ganze Photolack durchbelichtet wurde und runter ist, merkst du> erst beim Ätztest.> Nach 30 Sekunden im Ätzbad müssen alle zu ätzenden Stellen rötlich> kristallin werden.> Also einfach stumpf die Belichtungsreihe mache machen, immer gleich> (gleiche Temperatur, Konzentration, Badbewegung und Zeitdauer)> entwickeln, und dann alle ins Ätzbad, eine wird schon die Beste wetden.> Nur ist deine Vorlage zu schlecht.
Ich würde ja die Vorlage von Pete K. nehmen oder meinst du die ?
Max M. schrieb:> Dann werden damit alle Bereiche die vorher schräg und schwächer> beleuchtet wurden, garnicht mehr beleuchtet.> Ist ziemlich das Gegenteil von dem was man im Belichter will.
Doch. Das ist genau was man will. Die optimale Lichtquelle beleuchtet im
90 Grad Winkel parallel mit gleicher Lichtstärke. Man will weder schräg
einfallendes noch abgeschwächtes licht.
Klaus schrieb:> Max M. schrieb:>>> Dann werden damit alle Bereiche die vorher schräg und schwächer>> beleuchtet wurden, garnicht mehr beleuchtet.>> Ist ziemlich das Gegenteil von dem was man im Belichter will.>> Doch. Das ist genau was man will. Die optimale Lichtquelle beleuchtet im> 90 Grad Winkel parallel mit gleicher Lichtstärke. Man will weder schräg> einfallendes noch abgeschwächtes licht.
Dann wären punktförmige Lichtquellen also UV-Leds besser !?
Hilft eher nicht. Eine LED reicht nicht und mit vielen hast du den
gleichen Effekt wie mit den Röhren. Perfekt wäre eine sehr weit
entfernte punkförmige Quelle.
Ich belichte z.B. mit einer 400W Quecksilber-Hochdruck-Lampe aus ca.
1,2m Entfernung.
Solange die Röhren nahe genug zusammenstehen funktioniert das schon. Ich
hatte jedenfalls nie damit Probleme. Ist nur wichtig, daß die
Beschichtung der Strukturen direkt mit dem Photoresist in Berührung
kommt.
Wenn dem tatsächlich so wäre, wären ja die ganzen
UV-Röhrenbelichterhersteller Idioten. Ich stimme zu , daß punktförmige
UV-Quellen vom Prinzip her sauberer funktionieren, haben aber auch ihre
Probleme und nicht zuletzt sind jene für die Augen wesentlich
gefährlicher als UV-A Röhren mit 368nm Spektrum, obwohl man auch dort
vermeiden sollte hinzusehen.
Hier ist übrigens mein Eigenbaubelichter:
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2017)"Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2017)"
(Ich habe die Röhren sehr nahe beieinander).
Ich bekomme jedenfalls mit meinen sieben Röhren absolut zuverlässig
reproduzierbare Ergebnisse mit verschiedenen Substraten. Zum Beispiel
funktioniert die Belichtung noch einwandfrei mit Epson dünnen
Photopapier auf dem Inkjet bedruckt wenn man die Belichtung um den
Faktor 5 verlängert. Das hat den Vorteil absolut saubere Strukturen mit
perfekter Abdeckung drucken zu können und ist um Vielfaches besser wie
die meisten neueren Laserdrucker.
Ihr müsst mir jetzt nicht glauben, aber ich habe mein Lehrgeld bezahlt
und weiß aus meiner Praxis was (für mich) gut funktioniert. Also bitte
keine Streitereien oder Anfechtungen. Ich gebe hier nur meine
Erfahrungen zum Besten. Jeder hat andere natürlich seine eigenen
Erfahrungen. Zusätzlich sind meine Ergebnisse mit Ätzmittel und
Photobeschichteten Bords von M.G. Chemical weil es Bungard u.ä. Hier
nicht gibt.
Einhart P. schrieb:> Hilft eher nicht.
Klar hilft das. Sehr sogar.
Einhart P. schrieb:> Eine LED reicht nicht und mit vielen hast du den> gleichen Effekt wie mit den Röhren.
Was für ein Effekt?
Einhart P. schrieb:> Perfekt wäre eine sehr weit> entfernte punkförmige Quelle.
Das stimmt zB nicht. Ich habe ein UV Panel und
belichte aus 20mm oder so... Besser geht es nicht.
Ich habe Röhren auch durch.
Ich mache morgen ein Foto...
Test_Layout_1.jpg und Test_Layout_2.jpg sind Fotos der
Belichtungsvorlage?
Falls ja, dann ist die Vorlage nicht annähernd dicht genug!
Kein Wunder, daß da Löcher im Fotolack auftreten, die teilweise sogar
durchätzen. So eine Vorlage überfordert sogar den großen
Belichtungsspielraum von Bungard-Material.
Die Vorlage sollte in der Durchsicht (nahezu) tiefschwarz aussehen und
das gleichmäßig ohne hellere Flecken, nicht blaßgrau und fleckig wie auf
den beiden Fotos.
Wenn sich die Dichte durch Änderung der Druckereinstellungen nicht noch
deutlich steigern läßt, ist der Drucker ungeeignet für Layoutvorlagen.
Bei der hier zu sehenden starken Fleckigkeit hilft nicht einmal mehr der
altbewährte Trick, zwei Folien übereinanderzulegen.
Die Randschärfe des Ausdrucks wäre mir auch deutlich zu schlecht.
Habe gute Erfahrungen gemacht mit Canon Tintenstrahldruckern auf
Zweckform Folie für Tintendruck. Drucken muß man allerdings im
Fotomodus, nicht im Folien-Modus, sonst bleibt auch hier die Dichte zu
gering.
Bei Laserdruckern hatte ich mit älteren Modellen bessere Erfahrungen als
mit aktuellen Druckern. Ein HP Laserjet 5 druckte auf Folie dicht genug,
hatte aber feine weiße Löcher in Flächen. Zweimal drucken und
Übereinanderlegen war da die Lösung, weil die Löcher zufällig verteilt
waren und sich nicht deckten. Die Dichte war auf dem Leuchttisch
tiefschwarz und die Kantenschärfe wesentlich besser, als bei dem hier
gezeigten Druck.
Jack V. schrieb:> Warum „aber“? So einstellen, dass möglichst viele möglichst kleine> Bläschen perlen. Die Luft soll da nix bewegen, sondern der Sauerstoff> darin wird gebraucht.
Entschuldige aber da bin ich anderer Meinung.
Ich begründe es mal :
In meiner "Wanne" liegt die Platine am Boden im Ätzmittel. Da kommt
keine Luft an die Platine.
ABER ich muss das Wasser bewegen. DEN Job erledigen die Luftblasen in
den Ätzgerät.
Eine kleine Perl-Blase kann sich auf der Platine festsetzen und dort ein
Lufteinschluss bewirken so das kein Äztmittel mehr dahin kommt.
Wenn ich in den Ätzgerät GROßE Blasen habe, bewegen die VIEL Wasser.
Und sie entfernen auch noch Perl-Blasen die sich auf der Platine
vielleicht absetzen.
Das bedeutet, gesättigtes Wasser (mit gelösten Kupfer) wird von der
Platine entfernt. Ist genau das selbe als wenn du Milch in den Kaffee
tust und ihn umrührst.
Das ist kein Aquarium wo große Blasen pöse sind ;)
Davon abgesehen ätzt er mit Natriumpersulfat. Das brauch im Gegensatz zu
Eisen-3-Clorid kaum Sauerstoff. Und Eisen-3-Clorid ist das größte
Dreckszeug was ich kenne. Da sind Stulpen-Handschuhe mit Chemie-Eignung
PFLICHT. Ich hab 1 x in meiner frühstens Jugend (ich war 15) damit
gearbeitet und zufällig in einen Tropfen getippt. Ich hatte 5 Wochen
gelbe Finger. NIE WIEDER DEN DRECK.
Zu den Foto nach den Belichtung. Das Ergebnis ist Brauchbar aber NICHT
schön. !! Die Leiterbahnen fransen schon.
Und das macht das Ätzen auch nicht besser, eher schlimmer. Bei
hauchdünnen Leiterbahnen riskiert man da Unterbrechungen. !!
> Im Anhang ein Foto direkt nachdem Entwickeln (vergaß ich gestern> anzufügen). Es spiegelt leider... Sorry für die Qualität.
Anhand von Bildern laesst sich sowas nur sehr schwer beurteilen, aber
ich
vermute es haette noch etwas laenger in den Entwickler gekonnt.
Wie schon gesagt, wenn du die Platine gewaessert hast dann einmal das
Wasser mit einem Kuechentuch abtupfen/wischen. Das blanke Kupfer muss
dann sofort mit dem Luftsauerstoff reagieren und etwas dunkler werden.
Wenn das nicht der Fall ist dann hast du noch eine hauchduenne
Lackschicht drauf, dann musst du deutlich laenger aetzen und dann kommt
es zu so unteraetzungen wie bei sie bei dir zu sehen waren.
Wenn ich frisch angesetzte Amoniumpersulfat bei 50Grad habe und da eine
Platine reinlege dann ist die nach 1min geaetzt. Wenn es schon aelter
ist dann sind auch auch schonmal 3-5min. Aber spaetestens dann wechsel
ich das Zeug. Wenn du sehr viel laenger brauchst dann wirst du auch in
deinem Aetzmittel so kleine Flitter rumschwimmen sehen. Das ist die
duenne Lackschicht die dafuer gesorgt hat das es solange gedauert hat
und als Folge davon bekommst du die Unteraetzungen welche deine Pads von
der Seite her angreifen.
Olaf
Einhart P. schrieb:> Ich belichte z.B. mit einer 400W Quecksilber-Hochdruck-Lampe aus ca.> 1,2m Entfernung.
Das kommt meiner Osram Vitalux 300 sehr nahe. Sehr gleichmäßige
Ausleuchtung, keine Reflexionen. Allerdings beträgt mein Abstand nur
50cm.
Ist aber egal, Ergebnis Super und reproduzierbar.
Olaf schrieb:> Anhand von Bildern laesst sich sowas nur sehr schwer beurteilen, aber> ich> vermute es haette noch etwas laenger in den Entwickler gekonnt.
Doch!
Die Ränder sind furchtbar ausgefranst.