Hatte vor 4 Wochen eine Bewerbung laufen, für einen
Hardware/Software-JOB, bei man eine Aufgabe lösen sollte. Die Aufgabe
kam per mail und man hatte 2h Zeit, eine Lösung dafür zu skizzieren und
diese zu formulieren. Auf Anfrage, wie man mit der Lösung umgehen würde
und ob diese dann auch verwendet wird, hieß es "nein". Allerdings wollte
man mir das schriftlich nicht bestätigen. Ein NDA wollten sie schon gar
nicht unterzeichnen. Ich habe den Eindruck, dass die Firma sich nur von
erfahrenen Entwicklern (ich bin schon > 10 Jahre im Job) eine Lösung für
nichttriviale Probleme erklären lassen möchte, die sie dann mit eigenen
Leuten umsetzen will.
Nun komme ich ins Forum und lese gleich noch so eine Anzeige:
https://www.mikrocontroller.net/jobs/fpga-entwickler-messgeraete-swabian
Auch die wollen einen Programmierwettbewerb abhalten.
Ist das jetzt normal? Habe ich etwas verpasst?
Kriegt den Job jetzt nur noch der Schnellprogrammierer?
Oder ist das eine Reaktion auf zurückgehende Leistungen der Absolventen?
Erlich gesagt kommt man sich dämlich vor, wenn man in Form einer
zufälligen Aufgabe jemandem unterliegt, der zufällig gerade das im
Studium gehabt haben könnte und es ohne Nachzudenken runterleihert.
Clemens S. schrieb:> Könntest du bitte die Aufgabe posten? NDA gibt's ja keine
Die unterliegt trotzdem dem Urheberrecht, und per Default darf man
erstmal gar nichts weitergeben, wenn die das nicht explizit erlaubt
haben.
Niklas G. schrieb:> Die unterliegt trotzdem dem Urheberrecht, und per Default darf man> erstmal gar nichts weitergeben, wenn die das nicht explizit erlaubt> haben.
Mumpitz, du verwechselst Urheber mit Copyright. Klar darfman weitergeben
wenn der urheber lange tot ist, beispielsweise die Aufgaben des
Hilbert-programmes. Oder als Privatkopie. Oder wenn es um Zeitgeschehen
geht. Oder, oder , oder. Man könnte auch die Aufgabe mit seinen eigenen
Worten wiedergeben wenn man schiss vor einem dahergelaufenen Anwalt hat.
Oder Auszugsweise veröffentlichen.. ich geh mal davon aus, das es sich
nicht um Firmengeheimnisse handelt.
Siehe auch:
https://steigerlegal.ch/2017/08/10/urteil-urheberrecht-pruefungsaufgaben/
(Achtung CH, mglw details in rechtssprechung anders)
Aber ich galub, diese Gefasel von Einstellungstest basiert ohnehin nicht
auf Tatsachen, sondern dient lediglich der Demotivation möglicher
Mitbewerber.
Fpgakuechle K. schrieb:> Mumpitz, du verwechselst Urheber mit Copyright
Welche Bedeutung hat Copyright in Deutschland?
Fpgakuechle K. schrieb:> Klar darfman weitergeben wenn der urheber lange tot ist
Ja, nach 70 Jahren.
Sicher, das Urheberrecht verbietet nicht alles, aber "kein NDA =
weitergeben erlaubt" ist erstmal Quatsch.
Niklas G. schrieb:> Sicher, das Urheberrecht verbietet nicht alles, aber "kein NDA => weitergeben erlaubt" ist erstmal Quatsch.
Dann postet er halt seine Loesung.
Niklas G. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> Mumpitz, du verwechselst Urheber mit Copyright>> Welche Bedeutung hat Copyright in Deutschland?
Das Problem liegt in der Behauptung, das die Urheberschaft erlöschen
könnte, oder man könnte sich derer entziehen indam man es Public domain
erklärt. Das geht aber in .de nicht. Einmal Urheber, immer Urheber.
Anders ist es mit den Rechten am Werk bezüglich Vervieltigung/Nutzung,
die kann man weitergeben, verlieren.
> Fpgakuechle K. schrieb:>> Klar darfman weitergeben wenn der urheber lange tot ist>> Ja, nach 70 Jahren.
Oder wegen Trivialität, oder als privatkopie, oder, oder, ...
>> Sicher, das Urheberrecht verbietet nicht alles,
Aber gerade, das wurde behauptet mit der Formulierung "default"
> aber "kein NDA => weitergeben erlaubt" ist erstmal Quatsch.
Nö, das ist kein Quatsch sondern gesunder Menschenverstand: Was nicht
explizit verboten ist, könnte erlaubt sein.
Du erzählst doch auch deinen Komilitonnen, die bei Veranstaltungen
fehlten, was behandelt wurde, oder?!
Fpgakuechle K. schrieb:> Das Problem liegt in der Behauptung, das die urheberschaft erlöschen> könnte, oder man könnte sich derer entziehen indam man es Public domain> erklärt.
Das habe ich nicht behauptet.
Fpgakuechle K. schrieb:> Aber gerade das wurde behauptet mit der Formulierung "default"
Ja, die Formulierung war nicht vollständig, aber näherungsweise stimmt
sie.
Fpgakuechle K. schrieb:> Nö, das ist kein Quatsch sondern gesunder Menschenverstand: Was nicht> explizit verboten ist, könnte erlaubt sein.
Nicht in Deutschland! Es ist nur erlaubt, was durch das UrhG oder durch
den Urheber explizit erlaubt wurde.
Fpgakuechle K. schrieb:> Du erzählst doch auch keinen Komilitonne, die bei Veranstaltungen> fehlten, was behandelt wurde, oder?
Paraphrasierten ist nicht urheberrechtlich geschützt.
Powerpoint-Präsentationen o.ä. allerdings schon.
Wendels B. schrieb:> Dann postet er halt seine Loesung.
Das sollte gehen.
Rübenhardt schrieb:> Hatte vor 4 Wochen eine Bewerbung laufen, für einen> Hardware/Software-JOB, bei man eine Aufgabe lösen sollte.
Ist doch besser als dämliche Psychotests. Bei uns wird hingegen jeder
eingestellt, der seinen Namen schreiben kann. Denen muss man dann noch
erklären wie man eine Zahl in eine Excel Tabelle eintippt.
Niklas G. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> Das Problem liegt in der Behauptung, das die urheberschaft erlöschen>> könnte, oder man könnte sich derer entziehen indam man es Public domain>> erklärt.>> Das habe ich nicht behauptet.
Doch hast du:
Beitrag "Re: Immer dubiosere Einstellungstests">> Fpgakuechle K. schrieb:>> Aber gerade das wurde behauptet mit der Formulierung "default">> Ja, die Formulierung war nicht vollständig, aber näherungsweise stimmt> sie.
So, was ist bei einer binären Antwort 'näherungsweise' richtig?
> Nicht in Deutschland! Es ist nur erlaubt, was durch das UrhG oder durch> den Urheber explizit erlaubt wurde.
Na da haste aber großen Lücken in deinem Wissen über die Rechtsfindung.
Gesetze sind nicht die einzige Rechtsquelle, es ist eben nicht alles in
Gesetzestexten geregelt. Und wenn nicht explizit zum Stillschweigen über
die Testfragen verpflichtet, ist es selbstverständlich "nicht-verboten"
deren Inhalt weiterzugeben. Abgesehen davon, das nicht jede
Verschwiegenheitsverpflichtung rechtlich gesehen gültig ist.
> Fpgakuechle K. schrieb:>> Du erzählst doch auch keinen Komilitonne, die bei Veranstaltungen>> fehlten, was behandelt wurde, oder?>> Paraphrasierten ist nicht urheberrechtlich geschützt.
Nochmals bei den Einstellungstestfragen geht es nicht um Urheberrecht,
eher um Firmengeheimnisse, also GeschGehG.
>> Dann postet er halt seine Loesung.>> Das sollte gehen.
Man kann auch den Inhalt der Aufgabe posten. Ist besser, da die 'Lösung'
auch bewußt falsch oder irreführend formuliert sein könnte.
Solchen Schwachsinn tut man sich nicht an. Hier ist meine Referenzliste,
hier mein Abschlusszeugiss, für Kindergartentests habe ich keine Zeit.
Ich frage mich immer wie doof man sein muss als Bewerber solchen
Blödsinn mitzumachen, egal ob das Google oder eine Klitsche ist, das
sagt nur eines: Man hält den Bewerber grundsätzlich für einen Idioten,
negiert alles was er bisher nachweislich geleistet hat. Wer will für
solche Idiotenfirmen arbeiten? Wenn dann noch irgendwelche fachfremde
Trottel diese "Tests" bewerten dann hast du sowieso schon verloren.
> von Rübenhardt (Gast)> 09.05.2022 04:57> Auch die wollen einen Programmierwettbewerb abhalten.
Wenn du den Kinderkram mitmachst und man mit dir alles machen kann,
selber Schuld. Vielleicht wollen die aber das Testen !
> von Nichtverzweifelter (Gast)> 09.05.2022 05:10> runterleiern schreibt man ohne "h".
Quatschkopp schreibt man ohne "r".
Wäre übrigens auch copieklau, wenn ich hier schriebe, man könnte, um
gewisse Probleme zu vermeiden, auch Schachaufgaben (im weitesten Sinne)
zum Testen nehmen - und einige Unternehmen lesen das hier, und machen
das dann tatsächlich.
Sicher wird es dann auch wieder Leute geben, die sich über
Schachbegabungen beschweren, und sich im Nachteil sehen.
Ich würde jetzt auch nicht empfehlen, "Augen zu und durch" - aber eine
positive Grundhaltung ist so verkehrt nicht. Man vergleiche die
Grundhaltung mit der Grundhaltung im Sport.
Auch beim Sport spielt Angst eine Rolle - und man sollte sie überwinden
können. Und wer selber Sportwettkämpfe mitmacht, der weiß, je weniger
verkrampft, und je besser die Ausdauer, desto besser die Performance und
das "Glück des Tüchtigen"
(Bei Tischtennis hieße das z.B. viele Kantenbälle etc.)
Nichtverzweifelter schrieb:> runterleiern schreibt man ohne "h".
Nein, runterLEIHern hat seine Berechtigung wenn man für 2h kostenloser
LEIHarbeiter ist.
----
Die Aufgabe kam per EMAIL: das hat in den allermeisten Fällen leider
auch 2022 immernoch bloss die DISKRETION einer POSTKARTE! JEDER der
Internet kann, kann das MITLESEN.
Eine Firma welche Geschäftsgeheimnisse auf ungesicherten Wege
irgendeinem dahergelaufenen Bewerber mitteilt gehört BANKROTT, wg.
eigenem Verschulden. Punkt.
Erst als MA/Freelancer mit Vertrag unterschreibt man nebenbei auch
"Verschwiegenheitsklauseln" und dergleichen.
---
Bitte, her mit der Aufgabenstellung. Danke.
Gerne "Zusammenhangslos" im unterforum "FPGA" so sie dahinpasst.
Datenschutzbeauftragter schrieb:> Die Aufgabe kam per EMAIL: das hat in den allermeisten Fällen leider> auch 2022 immernoch bloss die DISKRETION einer POSTKARTE! JEDER der> Internet kann, kann das MITLESEN.
Und warum hast du dann nicht einfach mitgelesen, wenn es doch so einfach
ist?
Oliver
Warum die solche Aufgaben stellen, kann beim Informatiker nachgelesen
werden. Mitlerweile sind die Hochschulen schon so auf Quoten abgefahren,
dass die Hochschulzeugnisse kaum noch eine Aussagekraft haben. Dazu
kommen noch die vielen neumodischen Studienrichtungen. Das ist
mittlerweile so unübersichtlich geworden, dass keine Personalabteilung
das noch richtig zuordnen kann. Daher werden die Kandidaten, wie in USA
das schon früher angefangen hat, immer mehr Test bei den Firmen
unterzogen.
Dieter schrieb:> Mitlerweile sind die Hochschulen schon so auf Quoten abgefahren,> dass die Hochschulzeugnisse kaum noch eine Aussagekraft haben. Dazu> kommen noch die vielen neumodischen Studienrichtungen.
So wurde das Kriterium zu Gunsten von mehr "Wohlfühlen" von der
Grundschule aus immer weiter nach hinten verschoben. Inzwischen sind es
praktisch das Assessment und die ersten fünf Jahre in der Firma. Vorher
wird nur durchgewunken, da (scheinbar) niemand bezahlen muss.
Früher gab es in der Grundschule verbindliche Orientierungsarbeiten
(Prüfungen für Drittklässler) und Überleitung an die passende
weiterführende Schule (kein Wunschonzert). Ob die Firmen noch lange Bock
auf den Low-Performer-Standort Deutschland haben, ist nicht sicher.
Dieter schrieb:> Daher werden die Kandidaten, wie in USA das schon früher angefangen hat,> immer mehr Test bei den Firmen unterzogen.
Ich bin heilfroh, dass mir solche Tests bei meinen Bewerbungen nach dem
Studium erspart geblieben sind, da sowas noch nicht üblich war.
Vielleicht wäre aus mir ansonsten ein mittelloser Langzeitarbeitsloser
geworden.
Rhönradfahrer2 schrieb:> Solchen Schwachsinn tut man sich nicht an. Hier ist meine Referenzliste,> hier mein Abschlusszeugiss, für Kindergartentests habe ich keine Zeit.> Ich frage mich immer wie doof man sein muss als Bewerber solchen> Blödsinn mitzumachen, egal ob das Google oder eine Klitsche ist, das> sagt nur eines: Man hält den Bewerber grundsätzlich für einen Idioten,> negiert alles was er bisher nachweislich geleistet hat. Wer will für> solche Idiotenfirmen arbeiten? Wenn dann noch irgendwelche fachfremde> Trottel diese "Tests" bewerten dann hast du sowieso schon verloren.
CVs und Referenzen werden heutzutage aber sehr gerne aufgemoebelt. Wenn
man ein Projekt dann alleine bearbeitet hat war man "Lead-Engineer des
Entwicklungsteams", oder gar Software Architekt. Mal mit C gearbeitet zu
haben macht einen dann zum "Experten". Wir haben hier Leute gehabt die
von den Dingen die sie behaupteten zu koennen, echt nichts konnten. Was
sie dagegen gut konnten war sich zu verkaufen, und Recruiter stellen oft
alles ein was irgendwie ins Profil past, weil es dann in der Kasse
klingelt.
Zumindest mit auslaendischen (nicht-EU) Kandidaten machen wir solche
Tests auch. Da ist schon so mancher der sich toll verkaufte im ersten
Gespraech boese auf die Schnauze gefallen.
Aber wie bei Allem gilt: Es gibt Tests die sinnvoll sind (und sogar
Spass machen koennen), und es gibt total bekloppte und sogar
erniedrigende Tests, und da darf man gerne beim Aufstehen sagen "Ihr
habt Sie doch nicht mehr alle".
Senf D. schrieb:> Vielleicht wäre aus mir ansonsten ein mittelloser Langzeitarbeitsloser> geworden.
Notfalls einfach bei der Sammelstelle Arbeitsloser Physiker SAP melden.
B. Gates schrieb:>> Notfalls einfach bei der Sammelstelle Arbeitsloser Physiker SAP melden.
Nicht der schlechteste Job. Meine Schwester arbeitet in der
Personalabteilung eines Verleihers speziell für SAP, das niedrigste
Gehalt sind 80.000€ im Jahr, die meisten sind jedoch bei über 100.000€.
Rübenhardt schrieb:> Oder ist das eine Reaktion auf zurückgehende Leistungen der Absolventen?
Kann gut sein. Aber so ist das eben im Turbostudium/Schule. Da muss die
Industrie mit leben oder es gibt eben kein Personal, keine potentiellen
Leistungsträger die das System am Laufen halten.
Grad von meiner Frau erfahren, für die Position Schulleiterin gibt es,
neben 3 Interviewrunden, auch ein Assessment als Hausaufgabe. Also eine
Beispielaufgabe deren Lösung man nachher in der Runde bespricht (wenn's
richtig gemacht wird).
Der Trend ist also schon da.
Mir wäre ja lieber, sie würden Leute schneller feuern, statt den
Balztanz vor dem Job in immer grössere Dimensionen zu ziehen.
Newsflash schrieb:> für die Position Schulleiterin gibt es,> neben 3 Interviewrunden, auch ein Assessment als Hausaufgabe
Schulleiter will doch angeblich niemand machen; warum dann eine
Hausaufgabe (für den Ehemann;-)?
Gerald M. schrieb:> Meine Schwester arbeitet in der> Personalabteilung eines Verleihers speziell für SAP, das niedrigste> Gehalt sind 80.000€ im Jahr
Für welche Position?
Bei SAP gibt es viele, viele MA unter 80k. Auch dort wachsen die Bäume
nicht in den Himmel bzw. in die Cloud.
B. Gates schrieb:> Für welche Position?> Bei SAP gibt es viele, viele MA unter 80k. Auch dort wachsen die Bäume> nicht in den Himmel bzw. in die Cloud.
Wie geschrieben bei einem Dienstleister, nicht bei SAP selbst. Beim
Dienstleister sind alles Programmierer, die eben an den Schnittstellen
für SAP diverse Funktionalitäten ranprogrammieren.
Gerald M. schrieb:> Wie geschrieben bei einem Dienstleister, nicht bei SAP selbst.
Ja, sicherlich. Dienstleister sind ja bekannt dafür, dass sie besser
bezahlen als der OEM. räusper
B. Gates schrieb:> Gerald M. schrieb:>> Meine Schwester arbeitet in der>> Personalabteilung eines Verleihers speziell für SAP, das niedrigste>> Gehalt sind 80.000€ im Jahr>> Für welche Position?> Bei SAP gibt es viele, viele MA unter 80k. Auch dort wachsen die Bäume> nicht in den Himmel bzw. in die Cloud.
Vielleicht verwechselt er Gehalt mit dem was der DL seinem Kunden in
Rechnung stellt.
Senf D. schrieb:> Gerald M. schrieb:>> Wie geschrieben bei einem Dienstleister, nicht bei SAP selbst.>> Ja, sicherlich. Dienstleister sind ja bekannt dafür, dass sie besser> bezahlen als der OEM. *räusper*
Es ist eben ein Unterschied, ob jemand an SAP-Software bei SAP
programmiert, oder ob jemand dafür Anwendungen schreibt. Ist wie wenn du
sagst, der Pilot, der das Flugzeug benutzt, kann nicht mehr verdienen
als der Entwickler, der das Flugzeug mitentwickelt hat.
Pleitegeier schrieb:> B. Gates schrieb:>> Gerald M. schrieb:>>> Meine Schwester arbeitet in der>>> Personalabteilung eines Verleihers speziell für SAP, das niedrigste>>> Gehalt sind 80.000€ im Jahr>>>> Für welche Position?>> Bei SAP gibt es viele, viele MA unter 80k. Auch dort wachsen die Bäume>> nicht in den Himmel bzw. in die Cloud.>> Vielleicht verwechselt er Gehalt mit dem was der DL seinem Kunden in> Rechnung stellt.
Lol nein, selbst bei Absolventen werden Stundnesätze von 65€-70€
aufgerufen.
Gerald M. schrieb:> selbst bei Absolventen werden Stundnesätze von 65€-70€
Wow. Das sind ja bei einem Bätschelor ca. 70*8*22=12320€/Monat
-->147840€/Jahr.
Einige hier im Forum dürften 2-3 Jahre Berufserfahrung brauchen um auf
150k/Jahr zu kommen ;-)
Ich liege nach >20 Jahren natürlich bei 1500k/Jahr, fahre da eine
lineare Funktion bis zur Rente.
fragjanur schrieb:> warum macht man so einen Blödsinn mit ?
Du willst einen geilen Job haben!
Du willst zeigen, was für ein toller Coder Du bist!
(...)
D. Dopp schrieb:> Wow. Das sind ja bei einem Bätschelor ca. 70822=12320€/Monat> -->147840€/Jahr.> Einige hier im Forum dürften 2-3 Jahre Berufserfahrung brauchen um auf> 150k/Jahr zu kommen ;-)
Es waren Master, aber ja, die Rechnung stimmt. Das ist, wie bereits
mehrfach gesagt, das Geld für den Dienstleister (in dem Fall glaube ich
Ferchau, kann ich nachschauen). Der zahlt damit das Gehalt des
Absolventen ( 4200€ waren das bei ihm im Monat, habe gefragt), außerdem
noch die Arbeitgeberteile der Sozialversicherung und der Rest eben für
die Ferchau selbst. Die haben natürlich auch Leute angestellt die
beispielsweise neue Leute anwerben oder auch schlicht und einfach die
Abrechnung machen. Auch die müssen bezahlt werden.
Rick M. schrieb:> Du willst einen geilen Job haben!
Assessment gibt es öfter als man denkt. Es wird auch genügend knifflige
Fragen geben, die man nicht gleich beantworten kann. Das soll aber so
sein wenn man den Besten finden möchte. Wenn ALLE ALLES richtig hätten,
wird die Auswahl schwer.
Wenn ich allerdings ein Programm abliefern sollte, was hinterher einer
verkauft, wäre etwas faul. Allerdings für beide Seiten. Der
Programmierer hätte seine Leistung verschenkt und Verkäufer hätte keinen
Service wenn Fehler enthalten sind.
D. Dopp schrieb:>> selbst bei Absolventen werden Stundnesätze von 65€-70€>> Wow. Das sind ja bei einem Bätschelor ca. 70*8*22=12320€/Monat> -->147840€/Jahr.
Ein Stundensatz von 70€ entspricht einem Handwerker. Du kommst
vielleicht auf 1200h, also < 90k. Wenn der Absolvent davon 55k Brutto
bekommt (4,2*13), dann passt das auch.
Bei 2h würde ich nicht befürchten, dass Deine Arbeit anderweitig
verwendet wird. Es ist ja auch Arbeit, ein Problem so zu beschreiben,
dass es sinnvoll lösbar ist. Eine Firma, die von diesen 2h messbar
profitieren würde, muss so unglaublich schlechte Entwickler haben
und/oder so unglaublich unorganisiert sein, dass da keiner arbeiten
will.
Grundsätzlich halte ich eine Programmieraufgabe für einen sinnvollen
Einstellungstest, verglichen mit anderem Unsinn. Speziell wenn das dann
der Ausgangspunkt einer fachlichen Diskussion ist. Könnte man das so in
einem Produkt einsetzen? Wenn nein, warum nicht, was fehlt? Könnte man
das anders lösen? Was wären Gründe für die eine oder andere
Vorgehensweise?
Ich finde Einstellungstests sinnvoll. Sagt doch viel mehr aus als ein
Schulzeugnis.
Ich finde die Tendenz heute eher schlimm, dass in manchen Firmen einfach
jeder eingestellt wird, ohne Überprüfung von Kenntnissen und Eignung. So
reparieren teilweise Leute mit abgebrochener Schlosserlehrer
Elektrogeräte, elektrische Maschinen usw. Das geht eigentlich gar nicht.
Wird aber gemacht und das nicht nur bei kleinen Klitschen.
Fritz schrieb:> Ich finde die Tendenz heute eher schlimm, dass in manchen Firmen einfach> jeder eingestellt wird, ohne Überprüfung von Kenntnissen und Eignung.
Das mag für schlechte Firmen gelten!
Zocker_60 schrieb:>> von Stefan M. (interrupt)>> 09.05.2022 13:11>>> dann macht bei dem Mist doch einfach nicht mit.>> Sehe ich auch so !
Voraussetzung, um nicht jeden Mist mit zu machen ist,
man hat einen Job, und möchte sich einfach verbessern.
man hat finanzielle Reserven und kann sich den Mittelfinger leisten.
Ich wusste gar nicht, dass es heute noch Einstellungstests gibt.
Heutzutage wird doch jeder eingestellt, der die passenden Beziehungen
hat und seinen Namen schreiben kann, wobei es selbst bei letzterem in
unteren Lohngruppen manchmal scheitert.
Fritz schrieb:> Ich finde Einstellungstests sinnvoll. Sagt doch viel mehr aus als ein> Schulzeugnis.
Ein Einstellungstest ist eine Momentaaufnahme einer Leistung, während
die Schulnoten durch Messung über Jahre zustande gekommen sind. Bei so
einem kurzen "sample" ist zuviel Rauschen und Zufall mit drin.
Außerdem: Wie will man denn das alltägliche Zusammenarbeiten testen?
Das geht nicht einmal mit Probearbeit!
Gerald M. schrieb:> Lol nein, selbst bei Absolventen werden Stundnesätze von 65€-70€> aufgerufen.
Das kann ich bestätigen. Allerdings muss dieser Programmierer dann auch
etwas können. Das kann man binnen 1-2 Wochen testen, wenn man ihn im
Hause hat, dann gfs feuern ohne Bezahlung.
Alexander schrieb:> Ich wusste gar nicht, dass es heute noch Einstellungstests gibt.> Heutzutage wird doch jeder eingestellt, der die passenden Beziehungen> hat
Standardausrede von Versagern.
Hannes J. schrieb:> Alexander schrieb:>> Ich wusste gar nicht, dass es heute noch Einstellungstests gibt.>> Heutzutage wird doch jeder eingestellt, der die passenden Beziehungen>> hat>> Standardausrede von Versagern.
Buchstabendreher?
Du meintest sicher: von Vergasern. Die werden eingestellt.
Messi schrieb:> Fritz schrieb:>> Ich finde Einstellungstests sinnvoll. Sagt doch viel mehr aus als ein>> Schulzeugnis.>> Ein Einstellungstest ist eine Momentaaufnahme einer Leistung, während> die Schulnoten durch Messung über Jahre zustande gekommen sind. Bei so> einem kurzen "sample" ist zuviel Rauschen und Zufall mit drin.
Bissl arg naiv. Die Schulnoten werden ja nicht einheitlich ermittelt,
ist ja schon länger bekannt, dass manche Bundesländer das Abi
verschenken, von daher kannst du aus den Schulnoten eh fast nix mehr
ablesen.
Hingegen wenn du beim Einstellungstest Wissen abfragst und da nix kommt,
dann ist da auch nix und kein "Rauschen".
Rübenhardt schrieb:> Ich habe den Eindruck, dass die Firma sich nur von> erfahrenen Entwicklern (ich bin schon > 10 Jahre im Job) eine Lösung für> nichttriviale Probleme erklären lassen möchte, die sie dann mit eigenen> Leuten umsetzen will.
Also ich musste auch schon Probeaufgaben lösen. Wie ich dann erfahren
habe, war meine Lösung die beste, die sie je gesehen haben. Sie wussten
selbst nicht, dass man die Aufgabe so einfach lösen kann, weswegen ich
auch nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Zeit benötigt habe.
Die meisten Bewerber sind anscheinend Vollversager, die teilweise nicht
in der Lage waren, die Aufgaben überhaupt zu lösen. So gesehen war meine
Lösung in der Tat eine kostenlose Lehrstunde für die Firma.
F. B. schrieb:> Also ich musste auch schon Probeaufgaben lösen. Wie ich dann erfahren> habe, war meine Lösung die beste, die sie je gesehen haben. Sie wussten> selbst nicht, dass man die Aufgabe so einfach lösen kann, weswegen ich> auch nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Zeit benötigt habe.
Ich hab da mal eine Frage dazu: Wozu braucht Go.. ähhh der Finanzberater
eigentlich ein Angestelltenverhältnis und dazu noch in einer Klitsche?
Rick M. schrieb:> Fritz schrieb:>> Ich finde die Tendenz heute eher schlimm, dass in manchen Firmen einfach>> jeder eingestellt wird, ohne Überprüfung von Kenntnissen und Eignung.>> Das mag für schlechte Firmen gelten!
Wie man hier im Forum lesen konnte, wurde es bei Cariad auch so gemacht.
Die haben jeden genommen, der bei drei nicht auf den Bäumen war, nur um
die Wachstumsziele bei den Mitarbeiterzahlen zu erfüllen. Die Folgen
konnte man gestern wieder in der NZZ nachlesen (leider ein
Bezahlartikel, deswegen hier keine Verlinkung): "Bei der
Software-Tochter von VW läuft es so schlecht, dass Diess nun um seinen
Job fürchten muss."
F. B. schrieb:> "Bei der> Software-Tochter von VW läuft es so schlecht, dass Diess nun um seinen> Job fürchten muss."
Das kommt davon, wenn man Leute, die gerade 2 Jahred dabei sind, zum
Teamleiter promoviert und nur junge unerfahrene Leute einstellt, die
alles noch lernen müssen. Schaut man sich bei VW, Audi und IAV um, so
sieht es da nicht anderes aus: Es gibt kaum Leute über 40 in den
Abteilungen und wenn, sind es eingeliehene Zeitarbeiter Ü50.
Die im opening the threads genannte SWABIAN INSTRUMENTS hat immer noch
keinen eingestellt. Vermutlich, weil die Schlumpis den Test nicht
bestehen und die, die was können, sich den sparen oder der PA zu teuer
sind.
Ich habe auch eine BW abgesendet und mal gefragt, ob sie mein
Wunschgehalt bezahlen möchten. Das war bei Weitem nicht der Fall. Von
wegen im Süden verdient man so viel ...
Softwareker schrieb:> Die im opening the threads genannte SWABIAN INSTRUMENTS hat immer noch> keinen eingestellt. Vermutlich, weil die Schlumpis den Test nicht> bestehen und die, die was können, sich den sparen oder der PA zu teuer> sind.>> Ich habe auch eine BW abgesendet und mal gefragt, ob sie mein> Wunschgehalt bezahlen möchten. Das war bei Weitem nicht der Fall. Von> wegen im Süden verdient man so viel ...
Meine Erfahrung mit Startups dieser Art:
Knowhow-Bedarf, Komplexität und Aufwand der FPGA/ASIC-Funktionalität
wird von den BWLern und Physikern dieser Unternehmungen unterschätzt und
manchmal massiv unterschätzt.
Rübenhardt schrieb:> Hatte vor 4 Wochen eine Bewerbung laufen, für einen> Hardware/Software-JOB, bei man eine Aufgabe lösen sollte. Die Aufgabe> kam per mail und man hatte 2h Zeit, eine Lösung dafür zu skizzieren und> diese zu formulieren. Auf Anfrage, wie man mit der Lösung umgehen würde> und ob diese dann auch verwendet wird, hieß es "nein". Allerdings wollte> man mir das schriftlich nicht bestätigen. Ein NDA wollten sie schon gar> nicht unterzeichnen. Ich habe den Eindruck, dass die Firma sich nur von> erfahrenen Entwicklern (ich bin schon > 10 Jahre im Job) eine Lösung für> nichttriviale Probleme erklären lassen möchte, die sie dann mit eigenen> Leuten umsetzen will.
Da hat das Bamby wohl einen Nackenschlag bekommen, ne?
> Nun komme ich ins Forum und lese gleich noch so eine Anzeige:> https://www.mikrocontroller.net/jobs/fpga-entwickler-messgeraete-swabian>> Auch die wollen einen Programmierwettbewerb abhalten.
Nicht mitmachen. Erneuter Nackenschlag droht!
> Ist das jetzt normal? Habe ich etwas verpasst?> Kriegt den Job jetzt nur noch der Schnellprogrammierer?> Oder ist das eine Reaktion auf zurückgehende Leistungen der Absolventen?> Erlich gesagt kommt man sich dämlich vor, wenn man in Form einer> zufälligen Aufgabe jemandem unterliegt, der zufällig gerade das im> Studium gehabt haben könnte und es ohne Nachzudenken runterleihert.
Wer kann der kann. So hat jeder sein Päckchen zu tragen. Sagte einmal
ein geistlicher Meister zu mir. Habemus Papam.
Rübenhardt schrieb:> Nun komme ich ins Forum und lese gleich noch so eine Anzeige:> https://www.mikrocontroller.net/jobs/fpga-entwickler-messgeraete-swabian
Diese peinlichen Mitarbeiter"stories", die 90er haben gerade angerufen.
“I feel connected to my co-workers, they are open, they are interested
and you can build trust.”
“Swabian Instruments provides me with a supportive and friendly
environment. It is a place where I can work on exciting projects and
further develop my own skills.”
“Working at Swabian Instruments gives me the freedom and flexibility I
need to master my life.”
Das ist ja regelrechte Antiwerbung was die Betreiben.
Natürlich gibt es noch die Probezeit, aber es ist schon hilfreich, auch
vorher zumindest mal grob abzuklopfen, was man dem Kandidaten zutraut.
HR kann solche Tests aber maßlos überziehen, weil man im falschen
Glauben lebt, man könnte so den perfekten Kandidaten finden. Oder anders
gesagt: Man vertraut seinem eigenen Bauchgefühl nicht und möchte sich
möglichst weit Absichern, anstatt Verantwortung zu übernehmen.
Aber so erkennt der Kandidat zumindest, in welchem Umfeld er sich
bewegt.
Meine schweinehoden schmerzen seit gestern. Ich hatte im bankdrücken in
der mukkibude etwas übertrieben mit 300 kg. Normal stemm ich 250 ohne
Mühe und meine schweinehoden geben mir die Energie eines ebers. Aber
gestern lief was schief.
Habe morgen einen Termin bei meinem gynekologen Dr frankenstein
Milchtrinker schrieb:> “I feel connected to my co-workers, they are open, they are interested> and you can build trust.”>> “Swabian Instruments provides me with a supportive and friendly> environment. It is a place where I can work on exciting projects and> further develop my own skills.”>> “Working at Swabian Instruments gives me the freedom and flexibility I> need to master my life.”
In der Tat erschreckend! Mitarbeiter werden genötigt, Aussagen über ihre
Firma zu machen. Wer da wohl was Negatives schreibt...
Senf D. schrieb:> Ich bin heilfroh, dass mir solche Tests bei meinen Bewerbungen nach dem> Studium erspart geblieben sind, da sowas noch nicht üblich war.> Vielleicht wäre aus mir ansonsten ein mittelloser Langzeitarbeitsloser> geworden.
Das sagt schon alles über dich. Bist bestimmt ein Low Performer oder?
Ultimate Qwertz schrieb:> Das sagt schon alles über dich.
Es sagt zumindest aus, dass ich ehrlich bin, mich realistisch
einschätzen kann und kein Narzisst bin.
> Bist bestimmt ein Low Performer oder?
Nein, das glaube ich nicht. Ich gelte bei meinen Chefs und Kollegen
sogar als Leistungsträger.
Ich hab jetzt schon mehrmals Tests von HackerRank gekriegt. Beim letzten
Test hab ich in der Zeit nicht mal alle Fragen beantworten können. Alles
Multiple Choice. Vorbereitung auf den Test ist unmöglich. Ich frag mich
ehrlich gesagt wozu es Zeugnisse von Unis gibt, wenn am Ende alles
darauf ankommt, ob man bei einem HackerRank Test richtig getippt hat.
Immerhin hatte man aber bei HackerRank eine Minute Zeit pro Frage. Ich
hatte auch schon einen anderen Einstellungstest, wo es teilweise nur 30
Sekunden waren und ich gerade erst die Frage gelesen hatte und dann war
sie schon wieder weg, ahahaahha.
hackerrankmüde schrieb:> Ich frag mich> ehrlich gesagt wozu es Zeugnisse von Unis gibt, wenn am Ende alles> darauf ankommt, ob man bei einem HackerRank Test richtig getippt hat.
1) Schulische Ausbildung geht derzeit den Bach runter, die Universitäre
mittlerweile auch.
2) Im gegenzug werden aber Noten verschenkt, die Durchschnittsnoten
werden immer besser.
--> Es ist nicht mehr möglich anhand eines Zeugnisses auf die
Fähigkeiten der Bewerber zu schließen.
Somit muss man halt die Kandiadaten durch einen entspechenden Test
schicken, um herauszufinden, wer was taugt.
hackerrankmüde schrieb:> Test hab ich in der Zeit nicht mal alle Fragen beantworten können. Alles> Multiple Choice. Vorbereitung auf den Test ist unmöglich. Ich frag mich> ehrlich gesagt wozu es Zeugnisse von Unis gibt, wenn am Ende alles> darauf ankommt, ob man bei einem HackerRank Test richtig getippt hat.
Deshalb fängt man in Firmen auch nicht an die mit solchen Methoden
Personal suchen.
Shorty schrieb:> Somit muss man halt die Kandiadaten durch einen entspechenden Test> schicken, um herauszufinden, wer was taugt.
Und wie korrelieren die Test-Ergebnisse mit den Arbeitsleistungen?
Eine Stichprobe über 6 Monate dürfte deutlich bessere Prognosen erlauben
oder?
Pleitegeier schrieb:> Shorty schrieb:>> Somit muss man halt die Kandiadaten durch einen entspechenden Test>> schicken, um herauszufinden, wer was taugt.>> Und wie korrelieren die Test-Ergebnisse mit den Arbeitsleistungen?
Scheint besser zu sein, als Schulnoten mit Arbeitsleistungen. Oder
meinst du die AG machen das zum Spass?
Pleitegeier schrieb:> Eine Stichprobe über 6 Monate dürfte deutlich bessere Prognosen erlauben> oder?
Mach, doch, wenn du tatsächlich glaubst, dass du damit Erfolg hast!
Arbeitsloser Ingenieur schrieb:> Senf D. schrieb:>> Leistungsträger.> Leistest du auch selber was oder trägst nur die Leistung anderer?
Ersteres, ich leiste auch selbst. Ich bin vielleicht nicht der
Fleißigste, aber dafür habe ich oft gute Ideen für Problemlösungen.
Solche dubiosen Einstellungstests sehr ich kritisch. Damit filtert man
meiner Meinung nach nicht unbedingt die am besten geeigneten Kandidaten
heraus, denn in der Praxis musst du nicht im Minutentakt Multiple Choice
Fragen richtig ankreuzen können. Und wenn jemand fachlich kaum Ahnung
hat, dann findet man das auch bei einem persönlichen Berwerbungsgespräch
ziemlich schnell heraus.
Natürlich werden bei solchen Tests auch potentiell gute Leute
ausgesiebt. Aber gleichzeitig sorgt man dafür, dass man die größten
Pfeifen aussortiert (die die sich gut verkaufen können aber die
eigentliche Arbeit nicht erledigen können, weil sie es einfach nicht
„können“).
Ich arbeite lieber in einem Umfeld mit fähigen Leuten…
Senf D. schrieb:> Und wenn jemand fachlich kaum Ahnung> hat, dann findet man das auch bei einem persönlichen Berwerbungsgespräch> ziemlich schnell heraus.
Blöd nur, wenn der Vorgesetzte das nicht kann und der Persolaneler eh
nur auf die Noten schaut.
Shorty schrieb:> Senf D. schrieb:>> Und wenn jemand fachlich kaum Ahnung>> hat, dann findet man das auch bei einem persönlichen Berwerbungsgespräch>> ziemlich schnell heraus.>> Blöd nur, wenn der Vorgesetzte das nicht kann und der Persolaneler eh> nur auf die Noten schaut.
Deshalb gibt es in der Regel auch mehrere Gespräche, jeweils mit
unterschiedlichem Fokus und verschiedenen Teilnehmern. Natürlich wird
auch die fachliche Qualifikation über ein paar Fragen abgeschätzt,
soweit das im Rahmen eines Bewerbungsgespräches möglich ist.
Shorty schrieb:> Scheint besser zu sein, als Schulnoten mit Arbeitsleistungen. Oder> meinst du die AG machen das zum Spass?
Früher waren mal Graphologen "in", weil man an diesen Unsinn geglaubt
hat, deshalb Lebenslauf nur schriftlich abliefern war Pflicht. Heute
sind es Idiotentests (von Idioten für Idioten) in Form von
Miniprogrammieraufgaben und jeden obskuren Algorithmus runterleiern. Von
der Vorbereitung auf solchen Unsinn lebt wieder eine ganze Industrie:
Websites, Bücher, Tutorials, Coaches,... wie früher bei
Bewerbercoachings, Ratgeber, klassische Einstellungstestheftchen,
Assessementcenter, ... dieser HR-Voodoo stirbt wohl nie aus, ist halt ne
Mode die sich immer wieder ändert. Bei ITlern sind es jetzt
Programmierfingerübungen, die im Alltag keine Rolle spielen. Die jungen
Bewerberdeppen sind davon ganz begeistert, weil sie glauben sie könnten
jetzt was besonders Nützliches für den Job. Die haben doch schon alle
ihr Gehirn mit dem Eintritt des Studiums abgegeben, wenn sie überhaupt
sowas erfolgreich abgeschlossen haben. Wer danach noch ein bischen
Resthirn übrig hat wird von selbst erkennen wie bescheuert diese Tests
zur Bewertung der Fähigkeiten sind.
Arbeitsloser Ingenieur schrieb:> Wer danach noch ein bischen> Resthirn übrig hat wird von selbst erkennen wie bescheuert diese Tests> zur Bewertung der Fähigkeiten sind.
Ich hab den Eindruck hier halten sich einige für Halbgötter, die viel
mehr können als die anderen, aber HR und Vorgesetzte sind nicht fähig
die ungeschliffenen Diamanten zu erkennen.
Die Tests sollen doch gar nicht die Super-Entwickler finden, sondern den
Quotenkernschrott rausfiltern, der mittlerweile durch das Studium
geschleift wird.
Shorty schrieb:> Die Tests sollen doch gar nicht die Super-Entwickler finden, sondern den> Quotenkernschrott rausfiltern, der mittlerweile durch das Studium> geschleift wird.
Wenn die Tests wirklich nur ein "FizzBuzz" oder ähnliches sind, ist das
ja ok. Wenn die Firmen aber denken, sie müssten einen auf Google machen
und plötzlich solche Aufgaben hier stellen:
https://leetcode.com/problems/trapping-rain-water-ii/
dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn es bei ihnen
"Fachkräftemangel" gibt, bzw. die Fachkräfte, die den Test bestehen,
dann auch wie bei Google bezahlt werden wollen.
Weich W. schrieb:> dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn es bei ihnen> "Fachkräftemangel" gibt, bzw. die Fachkräfte, die den Test bestehen,> dann auch wie bei Google bezahlt werden wollen.
LOL :-)
Meiner Erfahrung nach sind genau solche Firmen diejenigen, die schlecht
bezahlen und dann probieren, irgendwie einen günstigen
Durchschnittlichen zu bekommen. Weil sich heute jeder Schrott doppelt
und dreifach bewirbt (die sind ja irgendwo zu lau untergekommen und
wollen sich verbessern) muss man halt irgendwas machen. Ich denke, dass
die meisten Firmen auch wissen, dass das nicht die Lösung sein kann,
aber sie haben halt nix Besseres.
Arbeitsloser Ingenieur schrieb:> Früher waren mal Graphologen "in", weil man an diesen Unsinn geglaubt> hat, deshalb Lebenslauf nur schriftlich abliefern war Pflicht.
Hui daran kann ich mich noch erinnern. Meine erste Bewerbung lief genau
so ab. Ich habe den dreimal geschrieben, weil ich immer schon ein miese
Handschrift hatte. Habe den Job aber auch bekommen.
Bin aber nicht lange geblieben. Man merkt ja schnell wo man gelandet
ist. Habe mich dann auf eine Anzeige per mail (gab es damals gerade ganz
neu) gemeldet und wurde ohne Bewerbung eingeladen. Der
Entwicklungsleiter war Mitte 50 und hatte 30 Jahre Erfahrung. Wir haben
1h geredet über Technik und Elektronik und dann war klar, dass ich die
Stelle kriege.
> Heute sind es Idiotentests (von Idioten für Idioten) in Form von> Miniprogrammieraufgaben und jeden obskuren Algorithmus runterleiern. Von> der Vorbereitung auf solchen Unsinn lebt wieder eine ganze Industrie:> Websites, Bücher, Tutorials, Coaches,... wie früher bei> Bewerbercoachings, Ratgeber, klassische Einstellungstestheftchen,> Assessementcenter, ... dieser HR-Voodoo stirbt wohl nie aus, ist halt ne> Mode die sich immer wieder ändert.
Das beobachte ich auch. Eine Horde von Möchtegern-Coaches im VDI-style
mit komplett veralteten Methoden und vorgegaukelten Praktiken stopft die
Bewerber mit Mist zu und heraus kommen hochoptimierte Lebensläufe,
perfekt durchgestyletes Auftreten, vorgetäuschte Kompetenz und
Körpersprache. Die PA reagieren mit immer mehr Kritik und
Abwehrverhalten. Bei Firmen die viel mit Zeitarbeitern arbeiten, ist es
besonders schlimm, weil die ständig mit aufgeppten und frisierten
Lebensläufen konfrontiert sind. Da macht ein Gespräch keinen Spass. Dort
sollte man auch nicht anfangnen, weil in solchen Firmen gerne
Seilschaften existieren, wo die guten Posten nur von Hand vergeben
werden, weil jemand jemanden reinbringt.
> Bei ITlern sind es jetzt Programmierfingerübungen, die im Alltag> keine Rolle spielen. Die jungen Bewerberdeppen sind davon ganz> begeistert, weil sie glauben sie könnten jetzt was besonders> Nützliches für den Job.
Scheint mir auch so. Alle sind ganz stolz, wenn sie dann irgendwo
anfangen dürfen und melden es gleich auf allen Plattformen, wie toll und
großartig sie sich jetzz fühlen. Wenn man mal in mehreren Firmen war,
dann weis man wieder Hase läuft und dass alle nur mit Wasser kochen.
> Wer danach noch ein bischen> Resthirn übrig hat wird von selbst erkennen wie bescheuert diese Tests> zur Bewertung der Fähigkeiten sind.
Die meisten Bewerber dürften das durchaus wissen, werden aber
notgedrungen mitmachen. Ich denke auch, dass Firmen gezielt solche
Hürden aufbauen, um eben die Anpassungsfähigen rauszufiltern. Wer sich
schon nicht auf so einen Quark einlässt, der wird hinterher gfs auch
unbequem (an der Nase herum) zu führen sein. Die Teamleiter wollen
angepasste Ja-Sager. Was sie nicht kapieren ist, dass gerade die junge
Generation ganz und gar nicht angepasst ist, sondern nur noch eine Hülle
vor sich her trägt, die auf politisch korrekt getrimmt ist und sich
super gut verkaufen kann. Real arbeiten viele nur an ihrer Karriere und
schauen, dass sie Kontakte bekommen, repräsentierbares Wissen erhaschen,
mit dem sie sich woanders bewerben können.
Der Bezug von Person als Mitarbeiter und der Firma als Heimat geht immer
mehr verloren. Dann darf man aber nicht erwarten, dass solche Personen
für eine Firma kämpfen. Die kämpfen nur noch für sich!
Shorty schrieb:> Die Tests sollen doch gar nicht die Super-Entwickler finden, sondern den> Quotenkernschrott rausfiltern, der mittlerweile durch das Studium> geschleift wird.
Wie asozial redest Du eigentlich über Menschen?
Mir scheint, dir täte ein bisschen frische Luft und Sonne ganz gut.
Vielleicht versuchst du es sogar mal mit echten menschlichen Kontakten?
Du scheinst in deinem Kellerloch ziemlich zu verbittern! Die
Internet-Troll-Transformation scheint weit fortgeschritten!
Pleitegeier schrieb:> Shorty schrieb:>> Die Tests sollen doch gar nicht die Super-Entwickler finden, sondern den>> Quotenkernschrott rausfiltern, der mittlerweile durch das Studium>> geschleift wird.>> Wie asozial redest Du eigentlich über Menschen?
Hast du einen alternativen Vorschlag zur Bezeichnung? Aber bitte keine
Euphemismen. ;)
Pleitegeier schrieb:> Mir scheint, dir täte ein bisschen frische Luft und Sonne ganz gut.
Wenn du Kellerkind heute bei 35 °C schon draußen gewesen wärst, würdest
du nicht solche Vorschläge machen. Sogar Chuck Norris fährt da nur mit
Klima Auto. :-b
Pleitegeier schrieb:> Shorty schrieb:>>> Die Tests sollen doch gar nicht die Super-Entwickler finden, sondern den>> Quotenkernschrott rausfiltern, der mittlerweile durch das Studium>> geschleift wird.>> Wie asozial redest Du eigentlich über Menschen?
Gut, keine schöne Wortwahl, die Kernaussage ist trotzdem korrekt. Die
IQ-Tests werden immer leichter, um den Durchschnitt bei 100 zu halten,
gleichzeitig studieren immer mehr und haben immer bessere Noten.
Ich war eine Zeit lang Beisitz im Prüfungsausschuss, dass ist der Horror
wie weit offensichtlich Dumpfnasen kommen, weil man ihnen "ihr Leben
nicht versauen" mag und es ja schon den ein oder anderen Selbstmord
gegeben hat und dafür möchte man nicht verantwortlich gemacht werden.
In der Schule gibt es bei der Notenkonferenz eines Kumpel bei jedem
Schüler, der nicht versetzt wird, eine Diskussion, ob der Lehrer, der
einem Schüler verdient eine schlechte Note gegeben hat, nicht doch ein
Auge zudrücken mag.
Gerald M. schrieb:> Gut, keine schöne Wortwahl, die Kernaussage ist trotzdem korrekt.
Das ist es heute eben, wenn man auf ein Problem hinweist und dabei
keinen Euphemismus verwendet, dann kommt irgend ein Moralprediger und
empört sich!111! Das Problem ist das Wort bzw. die Bezeichnung und wenn
man das ändert, dann ist das Problem gelöst, *HURRA!*
Ich kenne aufgrund meines Lebenslaufes Bewerbergespräche nur aus der
Perspektive desjenigen, der mit Bewerbern für hochqualifizierte Stellen
im Bereich Forschung und Entwicklung spricht, möchte aus dieser
Perspektive aber auch mal ein paar Erfahrungen beisteuern:
* Erschreckend viele Bewerber rechnen mit "Fangfragen" oder
"Trickaufgaben", die viel schwieriger erscheinen, als sie sind, wenn man
die Antwort schon kennt. Das bringt mich zu der Vermutung, dass viele
Bewerber solche Art Fragen zuvor schon gestellt bekamen.
Ich hielt "Trickaufgaben" oder "Fangfragen" immer für kompletten
Blödsinn - mit sowas verschwenden Leute ihre Zeit, die sich Bewerbern
gegenüber als "Genies" präsentieren wollen. In der realistischerweise
kurzen Zeit, die man persönlich mit einzelnen Bewerbern im Gespräch
zubringen kann, habe ich immer nur realitätsnahe kleine Aufgaben
gestellt, bei denen es nicht darauf ankommt, ob man zufällig auf einen
bestimmten "Lösungstrick" kommt.
Viel aufschlussreicher ist zu beobachten, welche von vielen möglichen
Lösungsansätzen gewählt werden, und wie der Bewerber jene Ansätze
erläutert/begründet.
* Zuerst nur aus dem angelsächsischen Raum, später auch aus Asien, kamen
immer mehr Bewerbungen denen schnell anzusehen war, dass Leute da
einfach nur "buzz-words" gesammelt in ihren Lebenslauf geschrieben haben
- mit unrealistisch kurzer Beschäftigungszeit, um irgendwelche relevante
Erfahrung mit dem Thema gesammelt zu haben. Da reichte dann oft schon
ein Telefonat mit kleinen Nachfragen zur Bedeutung der aufgelisteten
Akronyme um festzustellen, dass sich ein persönliches Bewerbergespräch
nicht lohnt. Leider scheint die Unsitte des "buzz-word"-Sammeln
inzwischen auch in Europa anzukommen, wird wohl für nötig gehalten, um
durch irgendwelche fachfremden HR-Abteilungsfilter durchzukommen.
* Es gab zuletzt einige Bewerber, die überrascht bis verstört waren,
wenn man im persönlichen Gespräch über technisch/inhaltliche Fragen
sprechen wollte - offenbar gibt es da bei manchen eine
Erwartungshaltung, dass "Tests" angekündigt/schriftlich als eine Art
"assessment-center" veranstaltet werden, und persönliche Gespräche nur
dem small-talk über Arbeitsbedingungen dienen.
* Traurig macht mich, dass man seit einigen Jahren Bewerbern de facto
keine Rückmeldung mehr dazu geben kann, wie man sie fand/einschätzte.
Der Dschungel aus vielleicht nett gemeinten aber schlecht gemachten
"Anti-Diskriminierungsgesetzen" hat dafür gesorgt, dass jede
qualifizierte Rückmeldung zu Bewerbungen ein Minenfeld für ein
juristisches Nachspiel darstellt - mit der Folge, das nicht geheuerte
Bewerber nur noch mit einer nichts-sagenden "... haben und für einen
anderen Bewerber (m/w/d) entschieden" Aussage rechnen dürfen.