Forum: Fahrzeugelektronik Nervigen Spurhalteassistenten dauerhaft abschalten


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von Bernd G. (Gast)


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Thomas schrieb:
> Die KFZ-Haftpflicht muss immer zahlen
Nur dem Geschädigten!

> sie kann sich aber meistens zw. 3-5k€ vom Versicherungsnehmer
In der Regel beträgt die Regresssumme 1.000,- Euro.

Was anderes ist es bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz: Dann kann sie 
sich ALLES holen!

> Genau das will der Gesetzgeber verhindern und genau deswegen ist es
> auch eine Straftat wenn man ohne  Versicherungsschutz unterwegs ist
+1

und jetzt übertragen wir das auf den Vorsatz den Assistenten 
auszuschalten. Wenn er vom Hersteller aus abschaltbar ist, ist man fein 
raus. Unternimmt man aber eine Manipulation, denn greift man in die 
KFZ-Sicherheit ein und hat u.U. ein nicht zugelassenes Auto, denn diese 
Type wurde dem KBA ja nur MIT permanent aktivem SHA vorgestellt und so 
zugelassen.

Das ist dasselbe, wie wenn du ESP ausbaust, statt es nur zu 
deaktivieren. Wir hatten einen solchen Fall mit einem Auto, das in 
Hockenheim "ausgefahren" wurde: Ein sportlich verändertes Fahrzeug, dass 
aber noch im Strassenverkeht fuhr. Diese Änderung war dann Grund für 
eine Verurteilung. Es ist auch nur einfach aufgefallen und gab keinen 
Unfall. Daher ging das noch billig aus.

von Klaus (feelfree)


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Crazy H. schrieb:
> Hab mich grad aufgeregt .... voriges KFZ: Im Rückwärtsrollen Schalthebel
> auf D (Automatik) und Gas geben :-). Neues KFZ: Im Rückwärtsrollen auf D
> gedrückt (Knopf), Gas geben, fahre weiter rückwärts, weil das scheiss
> Ding nur schaltet, wenn man auf der Bremse steht. 😈

Hihi, sowas ähnliches kenne ich auch:
Nach dem Motorstart muss man ja auf der Bremse stehen, bevor man von "P" 
in "R" oder "D" schalten kann, andernfalls ist der Wählhebel blockiert.
Wenn man dann beim einlegen von "R" allerdings zu früh von der Bremse 
runtergeht, kuppelt er schlicht nicht ein. Es hilft dann nur, nochmal 
die Bremse zu treten, und anschließend wieder Gas zu geben. Passiert mir 
regelmäßig und ist fast schon Routine.
Richtig peinlich wurde es erst, als ich das Spiel mit Bremse/Gas 
bestimmt 4-5 mal wiederholt habe, ohne Erfolg. Das Auto wollte einfach 
nicht losfahren.
Der Rätsels Lösung: Wählhebel war auf "N"....

von Walta S. (walta)


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Gestern hatte ich folgende Situation:
Dämmerung, Regen, Baustelle mit weißen und orangen Bodenmarkierungen. 
Ich muss gestehen - mein Auto hat die Streifen besser auseinanderhalten 
können als ich und ist brav den richtigen Markierungen gefolgt.

Walta

von Lars R. (lrs)


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Neue Vorschriften für 2024:
https://www.youtube.com/watch?v=IsSp90NY6sY

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Walta S. schrieb:
> Gestern hatte ich folgende Situation:
> Dämmerung, Regen, Baustelle mit weißen und orangen Bodenmarkierungen.

wie weichen eigentlich für Baustellen die Markierungen in Ländern ab,
in denen die Streifen generell gelb oder orange sind?

Beitrag #7599604 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Bernd G. (Gast)


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Klaus schrieb:
> Neues KFZ: Im Rückwärtsrollen auf D
>> gedrückt (Knopf), Gas geben, fahre weiter rückwärts, weil das scheiss
>> Ding nur schaltet, wenn man auf der Bremse steht. 😈
>
> Hihi, sowas ähnliches kenne ich auch:

Klarer Bedienfehler: Wer rollt, ohne einen Gang drin zu haben, hat auf N 
gestellt und vergessen, die Bremse zu treten. Das Verhalten des Autos 
ist korrekt. Würde Auto 1.0 ja auch so machen und ohne Gang weiter 
rückwäerts rollen.

von Roland E. (roland0815)


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Bernd G. schrieb:
> Klaus schrieb:
>> Neues KFZ: Im Rückwärtsrollen auf D
>>> gedrückt (Knopf), Gas geben, fahre weiter rückwärts, weil das scheiss
>>> Ding nur schaltet, wenn man auf der Bremse steht. 😈
>>
>> Hihi, sowas ähnliches kenne ich auch:
>
> Klarer Bedienfehler: Wer rollt, ohne einen Gang drin zu haben, hat auf N
> gestellt und vergessen, die Bremse zu treten. Das Verhalten des Autos
> ist korrekt. Würde Auto 1.0 ja auch so machen und ohne Gang weiter
> rückwäerts rollen.

So pauschal ist das falsch. Vorwärts rollen und auf D stellen geht bzw 
ging immer. Nur für R muss das Auto stehen bzw bei den modernen 
Klaferzen noch die Bremse getreten werden.

Bei richtigen Automatikgetrieben geht auf D schalten von N eigentlich 
immer. Egal was das Auto gerade macht.
Nur die modernen Klimbimkisten fummeln da wieder dazwischen...

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Lu O. schrieb:
> Besser wäre, überflüssige Funktionen wieder durch Hirn zu ersetzen
> und den Spurhalteassi abschaltbar zu lassen.

Un wo nimmst du das Hirn her?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> wie weichen eigentlich für Baustellen die Markierungen in Ländern ab,
> in denen die Streifen generell gelb oder orange sind?

Kommt drauf an wie der Straßenbelag gemuster ist!

von Christian B. (luckyfu)


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Roland E. schrieb:
> Bei richtigen Automatikgetrieben geht auf D schalten von N eigentlich
> immer. Egal was das Auto gerade macht.
> Nur die modernen Klimbimkisten fummeln da wieder dazwischen...

komisch, bei mir geht das, wenn ich langsam vorwärts rolle kann ich in R 
schalten und umgekehrt, wenn ich bereits fahre und auf N schalte kann 
ich ohne Stop danach in D oder B weiter fahren. (Mache ich mehr oder 
weniger regelmäßig um die bremsen Freizubremsen) Nur beim allerersten 
Losfahren muss ich die Bremse treten, wobei, vielleicht könnte ich auch 
den Start/stop knopf betätigen, keine Ahnung, den hab ich bisher noch 
nie gebraucht.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Mit meinem alten Automatikauto konnte ich rückwärts fahren und während 
dessen (ohne Gas, also ausrollend) auf D schalten. Damit bremst man den 
Rückwärtsschwung aus und fährt vorwärts. Einem richtigen 
Drehmomentwandler macht das auch nichts aus. Mein neuer hat leider 
keinen Hebel mehr, sondern Knöpfe für P, N, R und D und jetzt muß ich 
auf der Bremse stehen um zu schalten.

von Cyblord -. (cyblord)


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Crazy H. schrieb:
> Mit meinem alten Automatikauto konnte ich rückwärts fahren und während
> dessen (ohne Gas, also ausrollend) auf D schalten. Damit bremst man den
> Rückwärtsschwung aus und fährt vorwärts. Einem richtigen
> Drehmomentwandler macht das auch nichts aus. Mein neuer hat leider
> keinen Hebel mehr, sondern Knöpfe für P, N, R und D und jetzt muß ich
> auf der Bremse stehen um zu schalten.

Traurige Geschichte, Bro!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ja, es gibt Zeiten, die kommen nie wieder.

von Roland E. (roland0815)


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Crazy H. schrieb:
> Mit meinem alten Automatikauto konnte ich rückwärts fahren und während
> dessen (ohne Gas, also ausrollend) auf D schalten. Damit bremst man den
> Rückwärtsschwung aus und fährt vorwärts. Einem richtigen
> Drehmomentwandler macht das auch nichts aus. Mein neuer hat leider
> keinen Hebel mehr, sondern Knöpfe für P, N, R und D und jetzt muß ich
> auf der Bremse stehen um zu schalten.

Genau das meinte ich. Die Klimbimkisten fummeln dazwischen...

von Christian B. (luckyfu)


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Roland E. schrieb:
> Genau das meinte ich. Die Klimbimkisten fummeln dazwischen...

Nicht alle, ich schreibs nochmal: Ich kann das problemlos machen.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Christian B. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Genau das meinte ich. Die Klimbimkisten fummeln dazwischen...
>
> Nicht alle, ich schreibs nochmal: Ich kann das problemlos machen.

Knöpfe oder Hebel?

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Walta S. schrieb:
> Gestern hatte ich folgende Situation:
> Dämmerung, Regen, Baustelle mit weißen und orangen Bodenmarkierungen.
> Ich muss gestehen - mein Auto hat die Streifen besser auseinanderhalten
> können als ich und ist brav den richtigen Markierungen gefolgt.
>
> Walta

zu oft sah ich verschobene zickzack Spurmarkierungen, da wäre mir unwohl 
wenn der PKW diesen brav folgt
https://cdn.imago-images.de/bild/st/0106069123/m.jpg

von Armin X. (werweiswas)


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Diese Bevormundungsgeschichten gehen mir auch auf den Sack. Wobei meiner 
beim rückwärts Ausparken zumindest beim Ausrollen und ohne dass das Auto 
bereits steht, zulässt, dass der Vorwärtsgang eingelegt wird.
Bei meinem uralt BMW mit Schaltgetriebe war das einfach Klasse. Bin 
notorischer Rückwärtseinparker. Wenn da mal jemand anstalten machte sich 
vorwärts reinzudrängeln hab ich nur den Rückwärtsgang reingerissen und 
kurz Vollgas gegeben. Wenns dann bei mir an den Hinterrädern gequietscht 
hat wars meist Klar wessen Parklücke das ist. Das geht bei den 
allermeisten, auf Abgas geregelten Autos, nicht mehr. Bei meinem 
jetzigen Diesel mit über 200PS auch nicht. OK, vielleicht wenn ich den 
Rollenprüfstandmodus aktiviere. Da sind die meisten Heinzelmännchen 
ebenfalls deaktiviert.

von Christian B. (luckyfu)


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Crazy H. schrieb:
>
> Knöpfe oder Hebel?

Ich würde es als Hebel deklarieren, Elektrisch ist es aber eher ein 
Knopfsystem

Armin X. schrieb:
> Bin
> notorischer Rückwärtseinparker.

bin ich auch. Ist nicht schlimm.

Armin X. schrieb:
> Wenns dann bei mir an den Hinterrädern gequietscht
> hat wars meist Klar wessen Parklücke das ist.

Genau, auf einem Parkplatz, wo man zwischen parkende Autos einparken 
will mit quietschenden Reifen losschießen wollen. Das kann man auf 
Stuntshows vielleicht machen, im echten Leben ist das pupertäres Gehabe. 
Außerdem: wenn da jemand vorwärts reinschießt, hast du auch mit 
quietschenden Reifen keine Chance mehr, allenfalls rammst du dein Heck 
in dessen Seite und rate mal, wer dann für den Schaden aufkommen darf... 
Mir ist das auch schon paar mal passiert, dass jemand der Meinung war, 
er muss jetzt diese Parklücke haben. Man kann dann entweder deeskalieren 
und die nächste Suchen, man kann aussteigen und sich mit dem Typen 
prügeln oder man parkt ihn einfach zu. Je nachdem, welche körperliche 
und geistige Verfassung / Reife man hat kann man sich eines davon 
auswählen.

: Bearbeitet durch User
von Crazy Harry (crazy_h)


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Christian B. schrieb:
> Ich würde es als Hebel deklarieren, Elektrisch ist es aber eher ein
> Knopfsystem

Siehst das ist der Unterschied: Einen Knopfdruck kann man ignorieren, 
einen bewegten Hebel nicht.

von Klaus (feelfree)


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Crazy H. schrieb:
> Einen Knopfdruck kann man ignorieren,
> einen bewegten Hebel nicht.

Natürlich kann man das. Der Hebel setzt auch nur ein elektrisches Signal 
ab - was die Steuerung damit macht ist unabhängig davon ob es von einem 
Taster oder Hebel kommt.

Konkret: Ich schalte den Hebel ohne auf der Bremse zu stehen von P auf 
D, und es passiert: nichts. Sprich der Hebel steht zwar auf D, aber ich 
kann nicht losfahren.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Klaus schrieb:
> Natürlich kann man das. Der Hebel setzt auch nur ein elektrisches Signal
> ab - was die Steuerung damit macht ist unabhängig davon ob es von einem
> Taster oder Hebel kommt.

Ist mir auch klar, aber aus Kundensicht hat eine Hebelstellung 
Anzeigecharakter, d.h. es hat das aktiv zu sein, wo er steht.

Klaus schrieb:
> Konkret: Ich schalte den Hebel ohne auf der Bremse zu stehen von P auf
> D, und es passiert: nichts. Sprich der Hebel steht zwar auf D, aber ich
> kann nicht losfahren.

Bei meinem vorigen KFZ konnte ich, ohne auf der Bremse zu stehen, nicht 
von P auf D oder R schalten.

von Klaus (feelfree)


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Crazy H. schrieb:
> Bei meinem vorigen KFZ konnte ich, ohne auf der Bremse zu stehen, nicht
> von P auf D oder R schalten.

Ist hier auch so, aber... siehe mein Beitrag vom 17.1.

von Peter (wokinloksar)


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Horst V. schrieb:
> [...]
> Oder wenn dann im Winter nach durchfrorener Nacht die Bremse
> festgefroren ist. Ist bei Scheibenbremsen zwar seltener als bei der
> "guten alten" (TM) Trommelbremse. Aber wenn du dann erstmal den Akku-Fön
> holen must, um den Wagen wieder flott zu bekommen, wirst du dich über
> diese Automatik auch nicht mehr freuen. Bei mir rostet die Handbremse
> eher durch Nichtnenutzung fest. Ich brauche die so gut wie nie! Und ich
> wohne nicht in der Ebene. Ich alter Sack habe eben noch gelernt, bei
> Gefälle mal die Vorderräder einzulenken (zum Bordstein). Dann kann da
> nix wegrollen, auch ohne angezogene Handbremse.
> [...]

Viel schlimmer bei der automatischen elektronischen Parkbremse (EPB):
Selber mal schnell die Bremsbeläge wechseln ist nicht mehr!
Braucht man die Werkstattsoftware, um die Bremse im Stand zu öffnen.

Bei handgeschalteten Fahrezeugen hilft dann noch der Trick, beim 
hochgebockten Fahrzeug den Motor im Leerlauf zu starten.  Bei Automatik 
klappt das nicht, da wird die Bremse erst gelöst, wenn der Wählhebel 
bewegt wird...

von Crazy Harry (crazy_h)


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Wie kommt man eigentlich durch ne Waschanlage, wenn der Bock beim 
ausschalten automatisch auf P schaltet? Motor laufen lassen?

von Roland E. (roland0815)


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Crazy H. schrieb:
> Klaus schrieb:
>> Natürlich kann man das. Der Hebel setzt auch nur ein elektrisches Signal
>> ab - was die Steuerung damit macht ist unabhängig davon ob es von einem
>> Taster oder Hebel kommt.
>
> Ist mir auch klar, aber aus Kundensicht hat eine Hebelstellung
> Anzeigecharakter, d.h. es hat das aktiv zu sein, wo er steht.
>

Nein. Ein Hebel ist in erster Linie eine mechanische Betätigung. Auch 
und gerade bei echten Automatikgetrieben.

Dass die Autohersteller inzwischen Schalter in Hebelform verbauen, 
ändert daran nichts.

> Klaus schrieb:
>> Konkret: Ich schalte den Hebel ohne auf der Bremse zu stehen von P auf
>> D, und es passiert: nichts. Sprich der Hebel steht zwar auf D, aber ich
>> kann nicht losfahren.
>
> Bei meinem vorigen KFZ konnte ich, ohne auf der Bremse zu stehen, nicht
> von P auf D oder R schalten.

Dann hast du offenbar auch dort keinen Schalthebel an deinem 
Automatikgetriebe gehabt, sondern auch nur Schalter/Taster mit 
Hebelaussehen.

Roland

von J. S. (jojos)


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Crazy H. schrieb:
> Wie kommt man eigentlich durch ne Waschanlage, wenn der Bock beim
> ausschalten automatisch auf P schaltet? Motor laufen lassen?

Das ist das einfachste. Gibt auch oft ein Waschstraßenprogramm, wenn man 
weiß wie man das aktiviert bekommt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Crazy H. schrieb:
> Knöpfe oder Hebel?

Crazy H. schrieb:
> Mit meinem alten Automatikauto konnte ich rückwärts fahren und während
> dessen (ohne Gas, also ausrollend) auf D schalten.

So verhielten sich auch alte Fahrzeuge, wenn ohne Gas die Kupplung 
losgelassen wurde. Anbei noch ein anderer Aspekt, den ich hier noch 
ergänzen möchte.

Bei einer Verkaufsprobefahrt mit einem Hybrid war das nicht mehr so. 
Wenn die Kupplung losgelassen wurde, dann wird mit vollem Drehmoment auf 
eine Geschwindigkeit zwischen 5-10 km/h beschleunigt. Das war echter 
Mist. Die Knöpfe sind der zweite große Bockmist, weil mit dem Hebel kann 
man ohne den Blick von der Straße zu lassen auf N oder P schalten.

Über Umwege hatte ich herausgefunden, dass das der Grund ist, warum der 
Verbrenner mit Automatik und der Hybrid über zehn Stufen teurer in der 
Versicherung waren. Ausgleichen muss den Mist jetzt ein 
Notbremsassistent, weil die Auffahrunfälle waren zu groß geworden. Wobei 
das die harmloseren Unfälle sind.

Dieser Anfahrruck ist ja nur mehr nachteilig für Radfahrer. Es passiert 
gar nicht so selten, wenn man einen übersieht, die Schrecksekunde das 
Fahrzeug verwendet um noch voll auf die 5-10km/h zu beschleunigen. Und 
wenn dann alles zum Stehen kommt, passiert es, dass man im Schock beide 
Füße zugleich wegzieht, dann macht das noch mal einen Ruck. Ausgleichen 
soll den Mist ein Hazardsensor, der abschaltet oder die Stellung P 
einwirft. Nur blöd, dass ein Kind auf Fahrrad oder Dreirad zu wenig 
knallt für den Sensor.

von Christian B. (luckyfu)


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Crazy H. schrieb:
> Wie kommt man eigentlich durch ne Waschanlage, wenn der Bock beim
> ausschalten automatisch auf P schaltet? Motor laufen lassen?

indem man einfach auf N stellt und die Parkbremse (resp. Auto hold) 
vorher deaktiviert. Ist alles kein Hexenwerk aber manche konstruieren 
sich Probleme, wo es keine gibt.

Dieter D. schrieb:
> Bei einer Verkaufsprobefahrt mit einem Hybrid war das nicht mehr so.
> Wenn die Kupplung losgelassen wurde, dann wird mit vollem Drehmoment auf
> eine Geschwindigkeit zwischen 5-10 km/h beschleunigt. Das war echter
> Mist.

Ok, die Erfahrung macht man einmal, dann weiß man das (falls das so 
ist...). Wenn dann aber das hier relevant wird:

Dieter D. schrieb:
> Dieser Anfahrruck ist ja nur mehr nachteilig für Radfahrer. Es passiert
> gar nicht so selten, wenn man einen übersieht, die Schrecksekunde das
> Fahrzeug verwendet um noch voll auf die 5-10km/h zu beschleunigen.

sollte man sich vielleicht überlegen, ob man noch geistig und körperlich 
in der Lage dazu ist, ein Fahrzeug zu führen.

Dieter D. schrieb:
> Und
> wenn dann alles zum Stehen kommt, passiert es, dass man im Schock beide
> Füße zugleich wegzieht, dann macht das noch mal einen Ruck

Dito.

Dieter D. schrieb:
> Nur blöd, dass ein Kind auf Fahrrad oder Dreirad zu wenig
> knallt für den Sensor.

Hoffentlich knallt dann wenigstens der Richter ordentlich mit dem Hammer 
auf den Tisch, wenn er das Einziehen der Fahrerlaubnis fordert.

Mal davon abgesehen: Kupplungen sind obsolet und sie werden in den 
nächsten 10 Jahren in neuen PKW aussterben. E Fahrzeuge brauchen keine 
Kupplung.

von Michael B. (alter_mann)


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Crazy H. schrieb:
> Wie kommt man eigentlich durch ne Waschanlage, wenn der Bock beim
> ausschalten automatisch auf P schaltet? Motor laufen lassen?

Indem man sich die BDA seines Wagens reinzieht und dann das darin 
beschriebene Verfahren zum Schalten von Permanent-N anwendet.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> Dito.

Zeigt wie wenig Du Ahnung hast von der zugehörigen Ergonomie unter 
Stress, sowie Schock. Vieles davon sollen die Sensoren beheben, die ab 
diesem Jahr Pflicht sind. Nebenbei weiß ich von einem Fall, da ist das 
einer jungen Frau passiert. Aber es waren reaktionsschnelle Leute da, 
die sofort die Tür aufrissen, die (schreiende) Frau rauszogen und das 
Fahrzeug stoppten.

Jemanden der auf diese Unterschiede hinweist als Totschlagargument 
dagegen die Fahrtüchtigkeit abzusprechen, zeugt schon von großer 
Oberflächlichkeit oder Arroganz. Es kann auch sein, dass Du aus 
Abhängigkeitsgründen gezwungen bist, jedegliche Kritik mit allen 
Methoden im Keime zu ersticken.

Dabei betrifft das die Automatikfahrzeuge und nicht Deine bevorzugten 
E-Fahrzeuge, sofern das nicht dort geändert wurde.


Christian B. schrieb:
> Kupplungen sind obsolet

Kupplungen werden nicht obsolet sondern Kupplungspedale. Viele 
Hersteller von E-Autos, wie z.B. Suzuki arbeiten an der Entwicklung 
eines Zwei-Gang-Getriebes für Elektrofahrzeuge. Da gibt es wieder 
Kupplungen, aber diese werden von einer Automatik geschaltet.

Es gibt auch E-Autos mit mehr Gängen aber diese sind dann nur virtuell 
erzeugt. Dabei geht es in erster Linie um die Ergonmie der Fussstellung 
(Eindrückwinkel) auf dem Gaspedal bei unterschiedlichen 
Fahrgeschwindigkeiten. Es ist im Stadtverkehr feinfühliger, wenn der 
gesamte Pedalbereich für 0-50 zur Verfügung steht und nicht nur das 
untere Drittel.

von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Es gibt auch E-Autos mit mehr Gängen aber diese sind dann nur virtuell
> erzeugt.

Wieso sollte man das tun? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Dafür hätte 
ich gern ein Beispiel. Einer der großen Vorteile eines E Fahrzeugs ist 
ja, dass ich nur noch 1 Gang habe, ich kann von 0 bis Vmax 
durchbeschleunigen, wenn ich das will ohne eine Drehmomentunterbrechung.

Dieter D. schrieb:
> Es ist im Stadtverkehr feinfühliger, wenn der
> gesamte Pedalbereich für 0-50 zur Verfügung steht und nicht nur das
> untere Drittel.

Sorry, aber das mag für einen Verbrennerfahrer so sein. Alle, die mit 
meinem Fahrzeug bisher gefahren sind, hatten Probleme damit, die 
Geschwindigkeit zu regeln, allerdings lag es nie am möglichen Pedalweg 
sondern in der Regel ist das Problem die fehlende, akustische, 
Rückmeldung des Motors ob seiner Drehzahl. Etwas, was mir übrigens immer 
noch passiert. Man verliert einfach das Gefühl für die Geschwindigkeit, 
ob man 50 oder 80 fährt, es klingt praktisch gleich im Auto. Ein Grund, 
weshalb ich praktisch nur noch mit TA fahre, denn es ist mir einfach zu 
stressig, andauernd auf den Tacho zu schauen. So kann ich mich besser 
auf die Straße vor mir und die Umgebung um mich herum konzentrieren. 
(nebenbei spart man sich das permanente Suchen nach Blitzern, was, 
rückblickend betrachtet, auch stressig war)

Dieter D. schrieb:
> Viele
> Hersteller von E-Autos, wie z.B. Suzuki arbeiten an der Entwicklung
> eines Zwei-Gang-Getriebes für Elektrofahrzeuge. Da gibt es wieder
> Kupplungen, aber diese werden von einer Automatik geschaltet.

Meines Wissens auch andere, allerdings ist das dann nur, um eine höhere 
Endgeschwindigkeit aus dem Fahrzeug herauskitzeln zu können. Die Frage 
ist, inwieweit das Sinnvoll ist. Größere E Fahrzeuge sind eher für 
entspanntes Reisen (auch auf der Langstrecke) gemacht denn für lange 
Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten. Aus meiner rein praktischen 
Erfahrung ist es am sinnvollsten zwischen 120 und 130 zu fahren 
(jedenfalls mit meinem Fahrzeug). Da kommt man am schnellsten ans Ziel. 
Fährt man schneller, muss man häufiger nachladen, fährt man langsamer, 
braucht man eben länger.

Dieter D. schrieb:
> Es kann auch sein, dass Du aus
> Abhängigkeitsgründen gezwungen bist, jedegliche Kritik mit allen
> Methoden im Keime zu ersticken.

Welche Abhängigkeitsgründe sollen das sein? Ich bin weder von einem 
Fahrzeughersteller bezahlt noch werde oder wurde ich gezwungen ein 
bestimmtes Fahrzeug zu wählen. Alles bis 7,5t zul. GG darf ich fahren. 
Aus rein praktischen Gründen hab ich mich für ein Fahrzeug entschieden 
und bin bisher (was meint 11 Monate und 27000km) sehr zufrieden mit 
meiner Wahl. So zufrieden wie noch mit keinem vorher, vielleicht vom 
Omega abgesehen... Aber der Enyaq ist praktisch auf der selben Stufe, 
außer was das Raumangebot im Kofferraum angeht, aber was die 
Langstreckentauglichkeit angeht auf jeden Fall.

Dieter D. schrieb:
> Aber es waren reaktionsschnelle Leute da,
> die sofort die Tür aufrissen, die (schreiende) Frau rauszogen und das
> Fahrzeug stoppten.

Wieder eine Geschichte die dir der Cousin des Freundes deiner Mutter 
beim zufälligen Treffen im Supermarkt erzählt hat? Ist ja nicht die 
erste Geschichte von dir, die so dermaßen Weltfremd ist. Selbst wenn es 
wahr währe so zeugt das nur von der Unfähigkeit der Fahrzeugführerin, 
dieses Fahrzeug zu führen. Wenn man ein Automatik Fahrzeug ohne Autohold 
hat, weiß man, dass sich das bewegt sobald man von der Bremse geht. Wenn 
ich ein Schaltgetriebe habe und lasse die Kupplung los bewegt sich das, 
je nach Motorleistung, auch noch oder eben nicht. Wenn man ein Fahrzeug 
verlassen will muss man vorher den Motor abstellen oder einen sicheren 
Zustand herstellen. Wie man das macht, lernt man in der ersten 
praktischen Stunde in der Fahrschule. Selbst wenn nicht, dürfte die 
normale Reaktion sein, auf die Bremse zu treten, wenn sich das Fahrzeug 
bewegt, wo es sich nicht bewegen sollte.

p.s.: Sicher, dass das eine junge Frau war und nicht vielleicht doch ein 
ü80-jähriger Rentner? Von letzteren hört man häufiger so Geschichten, da 
heißt es dann lapidar: Gas und Bremse verwechselt. Für mich heißt das 
dann ebenfalls lapidar: Führerschein abgeben.

: Bearbeitet durch User
von Crazy Harry (crazy_h)


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Michael B. schrieb:
> Indem man sich die BDA seines Wagens reinzieht und dann das darin
> beschriebene Verfahren zum Schalten von Permanent-N anwendet.

Da man das KFZ, egal in welcher Fahrstufeneinstellung, nicht 
abschleppen, sondern im Pannenfall nur auf einen Transporter verladen 
darf, ist vermutlich auch das schieben in einer Waschanlage ein Problem. 
Aber ich werde mich erkundigen und mir bei Gelegenheit die 700 Seiten 
(ohne DisplayTouchEinstellungsDingsbums, das gibts nur Online) 
Betriebsanleitung rein ziehen.

von Christian B. (luckyfu)


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Crazy H. schrieb:
> Da man das KFZ, egal in welcher Fahrstufeneinstellung, nicht
> abschleppen, sondern im Pannenfall nur auf einen Transporter verladen
> darf, ist vermutlich auch das schieben in einer Waschanlage ein Problem.

Bei mir steht auch drin, dass das Fahrzeug mit leerer Traktionsbatterie 
nicht abgeschleppt werden darf. Man muss halt schauen, wieso das 
gefordert wird. In meinem Fall weil mit leerer Batterie der Fahrregler 
nicht aktiviert werden kann und die Energie, welche beim Rekuperieren 
(abschleppen) generiert würde, nirgends hin kann und somit diese 
Elektronik zerstören könnte. Ein ziehen in halber Schrittgeschwindigkeit 
auf den Abschlepper oder durch die Waschanlage würde problemlos auch 
dann noch möglich sein, ohne Schäden zu verursachen. Etwas anderes währe 
es, wenn man mit 80km/h auf der Autobahn abgeschleppt wird. Ähnliches 
gilt für LKW, da wird vor längeren Abschleppvorgängen auch die 
Antriebswelle von der Antriebsachse getrennt um Getriebeschäden zu 
vermeiden, ein Rangieren auf dem Hof der Spedition ist aber problemlos 
machbar. Ein Fahrzeug, was das nicht erlaubt ist praktisch unbrauchbar. 
Ergo wird es eine Option geben, das zu erlauben / ermöglichen.

von Michael B. (alter_mann)


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Crazy H. schrieb:
> ist vermutlich auch das schieben in einer Waschanlage ein Problem.

Eben nicht. Die langsame und vor allem kurzzeitige Schieberei schadet 
nicht. Da geht im Getriebe ohne Ölumwälzung nicht gleich was kaputt. Das 
Verladen auf einen Abschlepper wird ja auch nicht mit einem Kran 
durchgeführt. ;-)
Die wesentlich schnellere Bewegung beim Abschleppen macht da andere 
Wärme- und Abriebwerte im Getriebe. Da ist die fehlende Schmierung dann 
tatsächlich ein Problem.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> Etwas, was mir übrigens immer noch passiert.

Da haben wir zum Beispiel einen Grund dafür. Das ist ein Zeichen für 
schwache Sensormotorik, eine Schwäche die über die Hälfte der 
Bevölkerung aufweist.

Christian B. schrieb:
> allerdings ist das dann nur, um eine höhere
> Endgeschwindigkeit aus dem Fahrzeug herauskitzeln zu können.

Es gibt bei vielen EFahrzeugen eine Schwäche bei Steigungen in der 
Tiefgarage. Es gibt ein mindeste Maximalmoment, das entspricht Bordstein 
dreißig Grad. Das behebt man damit ohne im oberen Bereich bereits durch 
induktive Effekte in den Feldschwächbereich zu weit zu geraten.

Christian B. schrieb:
> Wenn man ein Automatik Fahrzeug ohne Autohold
> hat, weiß man, dass sich das bewegt sobald man von der Bremse geht.

Im Schock, was alles für Fehlreaktionen gibt, ist unbeschreiblich. Eine 
Quelle war mal dazu zum Beispiel der international bekannte 
Unfallforscher Prof. Dr.-Ing. Max Danner. Damals durfte man noch 
Versuche machen, wo Probanden unter Schock gesetzt wurden. Das geht 
heute gar nicht mehr.

von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Da haben wir zum Beispiel einen Grund dafür. Das ist ein Zeichen für
> schwache Sensormotorik, eine Schwäche die über die Hälfte der
> Bevölkerung aufweist.

Das ist einfach Blödsinn! Fahr auf einer Autobahn >30 Minuten 130 und 
dann fahre auf eine Ausfahrt, ohne auf den Tacho zu schauen. Es gibt 
immer mal wieder Menschen, die das tun, das, was dann passiert, sieht 
man in der Regel noch Wochen später. Der Mensch hat einfach keinerlei 
Sinn um die Geschwindigkeit zu erfassen. Wir können biologisch 
Beschleunigungen, positive wie negative erkennen, aber gleichbleibende 
Geschwindigkeiten? Unmöglich. Man kann allenfalls schätzen und das 
Ergebnis hängt dann davon ab, was unsere anderen Sensoren so mitbekommen 
und Melden. Im Verbrenner ist das in der Regel die Motordrehzahl, welche 
recht gut auf eine Geschwindigkeit rückschließen lässt, zumindest kann 
man allein mit diesem Sinn die Geschwindigkeit über längere Zeit gut 
halten (was nicht ausschließt, dass dabei, über die Zeit betrachtet, 
eine gewisse Drift passiert) Wenn man das aber nicht mehr hat, ist es 
ungleich schwieriger und man muss ständig auf den Tacho schauen. Deshalb 
vermutlich haben selbst die einfachsten E Fahrzeuge (Dacia Spring E) 
mindestens einen Speed Limiter, wenn nicht generell einen Tempomaten.

Dieter D. schrieb:
> Es gibt bei vielen EFahrzeugen eine Schwäche bei Steigungen in der
> Tiefgarage.
hmmm, ich bin noch nicht viele e Fahrzeuge gefahren, offensichtlich 
nicht so viele wie du augenscheinlich, aber ich kann sagen, dass mein 
Fahrzeug weder von steilen Anstiegen mit langsamer Geschwindigkeit (also 
Anfahren) noch vom Anfahren an Ampeln mit schweren Anhängern in 
irgendeiner Weise beeindruckt wäre. Das merkt man fast überhaupt nicht, 
wenn man nicht den momentanen Leistungsbedarf im Bildschirm einblendet, 
würde es gar nicht auffallen. Auf jeden Fall kann ich auch mit solch 
schwerem Anhänger noch gut von der Ampel weg, viel besser als mit einem 
Verbrenner. Wenn ich mir Drehzahl-Drehmomentkennlinien von 
Elektromotoren ansehe, welche so in Fahrzeugen verbaut werden, so haben 
die immer ein sehr hohes, wenn nicht das höchste Drehmoment im Stand. 
Was auch erklärt, warum diese Fahrzeuge solche Raketen an der Ampel 
sind, obwohl die Motorleistung vielmals den Verbrennern daneben 
unterlegen ist.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Die wesentlich schnellere Bewegung beim Abschleppen macht da andere
> Wärme- und Abriebwerte im Getriebe. Da ist die fehlende Schmierung dann
> tatsächlich ein Problem.

wieviel Öl ist denn so im Allgemeinen in einem Getriebe drin?
Als diesbezüglicher Laie würde ich denken,
dass Zahnräder zumindest Teilweise im Öl liegen
und durch die Drehungen selbiger beim Abschleppen
das Öl im Getriebe dann umhergeschleudert wird.

Was bewegt sich eigentlich alles so im Getriebe, wenns auf "N" steht
und der Wagen z.B. auch von selbst am Hang weg rollen würde?

von Christian B. (luckyfu)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Was bewegt sich eigentlich alles so im Getriebe, wenns auf "N" steht
> und der Wagen z.B. auch von selbst am Hang weg rollen würde?

Naja, wohl der Großteil des Getriebes würde ich mal sagen. Der Teil vor 
den Synchronisationsringen wird wohl möglichst klein gehalten werden, 
damit das Schalten schneller geht (Man muss nicht so viel bewegte Masse 
mit anderer Drehzahl beaufschlagen) Aber genau weiß ich es auch nicht.

p.s.: hier sieht man es, wie es funktioniert: scheinbar dreht doch der 
Motor den Großteil des Getriebes. 
https://www.youtube.com/watch?v=xtmCpN-XuLg

Gegen das Wegrollen gibt es übrigens Feststellbremsen, welche man auch 
immer anziehen sollte. Ein eingelegter Gang kann auch mal raus rutschen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> Das ist einfach Blödsinn! Fahr auf einer Autobahn ...

Das Gaspedal arbeitet entweder als Drehzahlsteller oder als 
Beschleunigungssteller. Als Drehzahlsteller arbeitet es im 
traditionellen Dieselfahrzeug.
Aus einem Fzg-Blog: "Ist aber so. Wenn ich das Gaspedal in einer 
bestimmten Stellung festhalte, läuft der Motor bergauf und bergab fast 
mit einer konstanten Drehzahl."

Es gibt EFahrzeuge, da sind diese zwei Verhalten des Gaspedals wählbar, 
mittlerweile auch Mischbetrieb.

Es gab vor Jahren unter Prof. Rühmann, Lehrstuhl für Ergonomie eine 
Untersuchung, dass es einen kleinen Anteil in der Bevölkerung (unter den 
LKW-Fahrern) gibt, die egal wie lange das ist, immer genau den Fuß auf 
die gleichen Stellwinkel bringen und es auch fühlen, auch nach Stunden. 
Beim Motorengeräusch ist das Geschwindigkeitsgefühl abhängig vom 
absoluten Musikgehör. Das habe ich aber auch nicht.

von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Als Drehzahlsteller arbeitet es im
> traditionellen Dieselfahrzeug.

naja, dann sollte der Umstieg auf ein e Fahrzeug kein Problem sein. Da 
arbeitet es nämlich genauso. (jedenfalls beim 1 Pedal driving)

Dieter D. schrieb:
> Beim Motorengeräusch ist das Geschwindigkeitsgefühl abhängig vom
> absoluten Musikgehör.
Hm ok, das könnte sein. Ich kann zumindest sagen, dass ich früher mal 
ein absolutes Gehör hatte. Mittlerweile nicht mehr (ich trainiere es 
nicht mehr) aber Tonhöhenunterschiede kann ich noch sehr gut 
feststellen. Früher war es auch kein Problem, die 440 Hz ohne Stimmgabel 
zu treffen. (Andere Töne entsprechend auch, aber das ist dann wieder nur 
relativ zu sehen, dreh- und Angelpunkt in der Musik sind die 440Hz)
Erklärt dann auch, warum die Geschwindigkeitsregelung bei mir nicht mehr 
so richtig funktioniert, wenn man das immer mit dem Gehör gemacht hat, 
war der Fuß nie involviert. Muss ich mal ausprobieren, aber, nein, muss 
ich nicht, ich fahr einfach weiter mit dem Assistenten und hör dabei 
Hörbücher.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> Gegen das Wegrollen gibt es übrigens Feststellbremsen, welche man auch
> immer anziehen sollte. Ein eingelegter Gang kann auch mal raus rutschen.

ich wollte damit nur sagen, das das alles leichtgängig ist
und da m.E. nichts kaputt gerieben wird, wenn man abschleppt.

von Oliver S. (oliverso)


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Dieter D. schrieb:
> Als Drehzahlsteller arbeitet es im
> traditionellen Dieselfahrzeug.

Das war noch nicht mal bei Karl Benz der Fall, als es noch Bowdenzüge 
gab. Das war und ist ein "Brennstoff-" bzw. Gemischsteller, die Leistung 
und auch die Drehzahl ergibt sich dann aus dem Lastpunkt, sowohl beim 
Diesel als auch beim Benziner.

Seit der Einführung elektronischer Gaspedale und Motoren mit 
Kennfeldsteuerung, die irgendwann im letzten Jahrtausend passierte, ist 
das eher ein Drehmonent- bzw.  Leistungsteller. Auch da ergibt sich die 
Drehzahl dann aus dem Lastpunkt.

Und ganz genauso ist das beim E-Auto. Auch da geht die Gaspedalstellung 
auf ein Kennfeld, daß dann irgendwas am Strom verstellt.

Oliver

von Crazy Harry (crazy_h)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> ich wollte damit nur sagen, das das alles leichtgängig ist
> und da m.E. nichts kaputt gerieben wird, wenn man abschleppt.

Und neben der Automatik kommt noch der Allrad ins Spiel. Immer noch so?

von Michael B. (alter_mann)


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Christian B. schrieb:
> Naja, wohl der Großteil des Getriebes würde ich mal sagen. Der Teil vor
> den Synchronisationsringen wird wohl möglichst klein gehalten werden,

Hallo?
Hier geht es aber um Automatikgetriebe.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> wieviel Öl ist denn so im Allgemeinen in einem Getriebe drin?
> Als diesbezüglicher Laie würde ich denken,
> dass Zahnräder zumindest Teilweise im Öl liegen

Ich kenne da Füllmengen im Bereich ab 5 l. Diese Menge hält sich aber 
vornehmlich in der Ölwanne auf. Bei laufendem Motor wird das Getriebeöl 
von der Ölpumpe des Getriebes im Getriebe mit Druck umgewälzt, zur 
Schmierung und zur Versorgung der Hydraulik. Beim Abschleppen ohne Motor 
fehlt dann die Schmierung des Drehmomentwandlers. Die Zahnräder sind da 
nicht das eigentliche Problem.
Da hat es ZF mal kurz erklärt: 
https://aftermarket.zf.com/de/aftermarket-portal/news/expert-blog/kurzerklaert-sachs-drehmomentwandler/

von Ein T. (ein_typ)


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Christian B. schrieb:
> Sorry, aber das mag für einen Verbrennerfahrer so sein.

Bei manchen Beiträgen hier frage ich mich, wie die Autoren es geschafft 
haben, vom Ochsenkarren auf ein Kraftfahrzeug umzusteigen.

von Lodda (ol_grumpy)


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Michael B. schrieb:
> Beim Abschleppen ohne Motor
> fehlt dann die Schmierung des Drehmomentwandlers

Getriebe mit Drehmomentwandler gibt es mittlerweile fast nurnoch bei 
großen, schweren Autos.

Die allermeisten Automatik-Fahrzeuge verfügen heutzutage über 
Doppelkupplungsgetriebe.
Selbiges sind Trockenkupplungen welche nicht in Öl laufen!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein T. schrieb:
> vom Ochsenkarren auf ein Kraftfahrzeug umzusteigen.

Zum Führen eines Ochsenkarrens wird mehr Intelligenz benötigt, als zum 
Führen eines Kraftfahrzeuges. 99,9999% wuerden schon beim anspannen der 
Ochsen scheitern.

von Michael B. (alter_mann)


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Lodda schrieb:
> Die allermeisten Automatik-Fahrzeuge verfügen heutzutage über
> Doppelkupplungsgetriebe.

Gefühlte Wahrheit?
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1101215/umfrage/prognostizierte-anzahl-produzierter-pkw-nach-getriebeart-weltweit/

von Lodda (ol_grumpy)


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Michael B. schrieb:
> Gefühlte Wahrheit?

Nein, Fakt.

Dein Link sagt garnichts aus. Hier geht es um Automatikgetriebe für 
PKWs.

Drehmomentwandler-Getriebe werden wegen ihres hohen Eigenverbrauches in 
selbigen nurnoch selten verbaut.

von J.-u. G. (juwe)


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Lodda schrieb:
> Getriebe mit Drehmomentwandler gibt es mittlerweile fast nurnoch bei
> großen, schweren Autos.

> Die allermeisten Automatik-Fahrzeuge verfügen heutzutage über
> Doppelkupplungsgetriebe.

Lodda schrieb:
> Drehmomentwandler-Getriebe werden wegen ihres hohen Eigenverbrauches in
> selbigen nurnoch selten verbaut.

"fast nurnoch", "allermeisten", "nurnoch selten". Michael hat doch 
recht, das klingt wirklich sehr "gefühlt".

Kurze Recherche zeigt:
Mercedes ab C-Klasse aufwärts, BMW ab 3er aufwärts haben als 
Automatikgetriebe solche mit Drehmomentwandler. Volvo ebenso.

Bei Stellantis sind im PKW-Bereich ebenfalls Wandlerautomaten (Aisin 
EAT6 und EAT8) erhältlich, selbst bei Kleinwagen wie dem Opel Corsa etc.

Also kann hiervon:
> Nein, Fakt.
keine Rede sein.

von Michael H. (micha_22)


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J.-u. G. schrieb:
> Lodda schrieb:
>> Drehmomentwandler-Getriebe werden wegen ihres hohen Eigenverbrauches in
>> selbigen nurnoch selten verbaut.
>
> "fast nurnoch", "allermeisten", "nurnoch selten". Michael hat doch
> recht, das klingt wirklich sehr "gefühlt".

Auch Mazda verbaut die noch gerne. Robust, einfach und zuverlässig.

von Lodda (ol_grumpy)


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J.-u. G. schrieb:
> "fast nurnoch", "allermeisten", "nurnoch selten". Michael hat doch
> recht, das klingt wirklich sehr "gefühlt".

Nein, das bedeutet nur, daß es eben noch diese Dinger gibt, jedoch 
langsam verdrängt werden.

Bei PS-starken Autos fällt eben nicht so sehr ins Gewicht, wenn das 
Getriebe ein paar PS für sich selbst braucht.

Die Tendenz geht aber klar zu sparsameren Varianten wie DSG.

von Klaus (feelfree)


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Lodda schrieb:
> Nein, das bedeutet nur, daß

du deine gefühlten Wahrheiten nicht mit Zahlen unterlegen kannst, sie 
aber trotzdem als Fakten bezeichnest.

von Lodda (ol_grumpy)


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Klaus schrieb:
> du deine gefühlten Wahrheiten nicht mit Zahlen unterlegen kannst, sie
> aber trotzdem als Fakten bezeichnest.

Ich schulde hier keine Zahlen. Wenn du das nicht wahrhaben willst, ist 
es deine Sache. Du kannst dich diesbezüglich weiterbilden, oder lässt es 
sein.

von J.-u. G. (juwe)


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Lodda schrieb:
> jedoch
> langsam verdrängt

> Die Tendenz geht aber klar

Na das klingt ja schonmal etwas anders als oben.

Stand jetzt ist es kein Problem PKWs mit Drehmomentwandler als Neuwagen 
zu kaufen. Und zwar nicht nur große, schwere Autos, sondern auch solche 
aus dem unteren Segment.

von Lodda (ol_grumpy)


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J.-u. G. schrieb:
> Na das klingt ja schonmal etwas anders als oben.

Nein, es klingt nicht anders.

Das heißt nur, daß der Anteil der DSG weiterhin steigend ist.

Hast scheinbar Verständnisschwierigkeiten.

Damit ist das Thema für mich jetzt erledigt. Hat sowieso mit dem Topic 
schon lange nichtsmehr zu tun.

Beitrag #7619149 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7619151 wurde vom Autor gelöscht.
von Crazy Harry (crazy_h)


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Lodda schrieb:
> Das heißt nur, daß der Anteil der DSG weiterhin steigend ist.

Na hoffentlich können die Hersteller die inzwischen besser und 
langlebiger bauen als früher.

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