Hallo
Hab vier (gleiche) Audio-Endstufen in einem Gehäuse.
Bringt es Vorteile wenn die Trafo Sekundärspannung auf jede
Endstufenplatine geführt wird und erst dort Gleichrichter und Elkos
sind. Oder ists besser dafür eine eingene Platine zu machen und die
Endstufen mit Gleichspannung anzufahren. Die erste Methode hätt wohl den
Vorteil, das die einzelnen Endstufen Versorgungstechnisch besser
voneinander entkoppelt sind. Aber können die Zuleitungen Störungen
verursachen (50Hz Brumm)?
Es bringt keine Vorteile, es kostet nur mehr. Für das gleiche Geld
bekommst
du mehr, wenn du nur eine Versorgung aufbaust.
Jeder brauchbare Verstärker hat eine ausreichende
Versorgungsspannungsunterdrückung, sodas eine separate Versorgung keine
Verbesserung bringt.
Ausnahmen sind Phono Verstärker und Single-Ended Verstärker mit
antiquierten Schaltplänen, die aus dem letzten Jahrhundert kopiert
wurden.
Dazu kommt, das das menschliche Ohr ziemlich unempfindlich auf
Übersprechen
ist. 40 dB ist da völlig ausreichend.
Viel wichtiger ist eine ordentliche Leitungsführung, die 100 Hz Brumm
unterdrückt.
Gruss,
Udo
udok schrieb:> Jeder brauchbare Verstärker hat eine ausreichende> Versorgungsspannungsunterdrückung
Na ja.
Wofür ausreichend ?
Damit man im Raum nicht hört, wenn aus dem linken Kanal auch was vom
rechten Kanal kommt, ist ja schliesslich ein Raum in den beide Kanäle
abstrahlen. Ja, dafür reichen 20dB.
Damit Messwerte sagen können, S/N besser als 100dB, wenn aber der andere
Kanal mit 86dB reinstreut. Nein. Glücklicherweise wird so nicht
gemessen.
MaWin schrieb:> Damit Messwerte sagen können, S/N besser als 100dB, wenn aber der andere> Kanal mit 86dB reinstreut. Nein. Glücklicherweise wird so nicht> gemessen.
Schon klar, das man alles mögliche Messen kann, was aber in der Realität
völlig wurscht ist.
Es ist nicht allzu schwierig einen Verstärker mit 80 dB PSRR zu bauen.
Das reicht doch locker, oder bist du einer der Goldohrenbesitzer, die
einen
Unterschied von 1 : 10000 zwischen linkem und rechtem Kanal raushören?
Der Verstärker muss die 80 dB auch nur bei sehr niedrigen Frequenzen
können,
da bei hohen Frequenzen der Siebelko besser filtert.
Also, wieder mal nur ein billiger MaWin Nachahmer...
Er hat sich bereits entschlossen, die vier Endstufen in ein Gehäuse zu
packen. Von audiophilen Feinheiten hat er sich damit eh entkoppelt.
In diesem Fall sind weniger Bauteil wohl besser, da billiger und weniger
Störanfällig.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Er hat sich bereits entschlossen, die vier Endstufen in ein Gehäuse zu> packen. Von audiophilen Feinheiten hat er sich damit eh entkoppelt.
Ok, aber das ist so gravierend. Wir haben schließlich auch
Digitalstufen, wo der produzierende Teil und die Versorgung (inklusive
niederfrequenter Schwebungen) direkt mit auf der Platine sitzen, auf der
auch Analogstufen genutzt werden. Das geht mit ausreichend gutem Design
ausreichend gut.
Die Rückkopplungen auf die Versorgungen sind schon eklatanter -
allerdings in der Regel nicht gut zu hören, weil mit demselben Signal
gehend, das auch die Stufe belastet, über die gehört wird.
udok schrieb:> Übersprechen ... 40 dB ist da völlig ausreichend.
Da würde ich noch mitgehen. Das ist aber auch recht gut zu machen. Bei
AB-Stufen eben mit ausreichend dimensionieren Elkos direkt in der Nähe
des Verstärkers und nicht (nur) auf der Versorgungsplatine.
Ich würde nur eine Versorgungsspannung verwenden. Wenn einer von den
Kanälen mehr Leistung braucht kann er sich aus dem großen Topf bedienen,
und bekommt auch mehr. Wenn jeder seine eigene Versorgung hat gibt es
keinen großen Topf.
Jürgen S. schrieb:> ausreichend gut.
Es gibt halt Leute, für die ist nur das Beste vom Besten gut genug. Und
es muss scheinbar möglichst teuer sein, selbst wenn die guten Ergebnisse
weitgehend der Phantasie entspringen.
Für jeden der nicht zu diesem Schlag Leute gehört, sind beide vom TO
vorgeschlagenen Lösungsansätze in Ordnung. Die akustischen Unterschiede
sind vernachlässigbar gering.
Philipp G. schrieb:> HiEnd
"Er hat Jehova gesagt!"
Jürgen S. schrieb:> Bei> AB-Stufen eben mit ausreichend dimensionieren Elkos direkt in der Nähe> des Verstärkers und nicht (nur) auf der Versorgungsplatine.
Ja, aber: Das gilt erst recht für Klasse D.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Für jeden der nicht zu diesem Schlag Leute gehört, sind beide vom TO> vorgeschlagenen Lösungsansätze in Ordnung. Die akustischen Unterschiede> sind vernachlässigbar gering.Hubi schrieb:> Aber können die Zuleitungen Störungen> verursachen (50Hz Brumm)?
Ist nicht völlig von der Hand zu weisen (wir kennen seinen Aufbau
nicht). Zentrale DC Erzeugung und Vermeidung von Masseschleifen ist
ein bewährtes, dahingehend einfach umsetzbares Rezept.
Hubi schrieb:> Bringt es Vorteile wenn die Trafo Sekundärspannung auf jede> Endstufenplatine geführt wird und erst dort Gleichrichter und Elkos> sind. Oder ists besser dafür eine eingene Platine zu machen und die> Endstufen mit Gleichspannung anzufahren.
Das kommt auf die Leistung an.
Wenn die Gleichrichterdioden auf die jeweilige Platine gelötet werden
können, aber auf einer Platine statt dessen größere Dioden mit
Kühlkörper bestückt werden müssen, dann mache alles auf die
Endstufenplatinen. Feinsicherung nicht vergessen vorzusehen.
@ Dieter
Alle 4 Endstufen sind gleich (60W Sinus). Also überall die gleichen
Gleichrichterdioden (1N5404) und jeweils zwei 10000µ Elkos (vermutlich
überdimensioniert wenn auf jeder Endstufe). So die Idee. Ich würde damit
halt die Netzteilplatine einsparen. Wo ich halt Zweifel habe, ob die
Zuleitungen, über die ja dann Wechselspannung geht nicht irgendwelche
Störungen verursachen können.
Ich will diese Anlage nur dazu benutzen, Musik zu hören.
(Audiophile benutzen die Musik, um ihr Anlage zu hören ;))
yxcvbnm schrieb:> Zentrale DC Erzeugung und Vermeidung von Masseschleifen ist> ein bewährtes, dahingehend einfach umsetzbares Rezept.
Damit wäre meine Frage beantwortet. Also doch zentrale DC-Erzeugung und
dann die saubere Gleichspannung an die Endstufen.
Jürgen S. schrieb:> mit ausreichend dimensionieren Elkos direkt in der Nähe> des Verstärkers und nicht nur auf der Versorgungsplatine.
Zeige uns halt mal Deine Pläne geometrisch und elektr(on)isch,
sobald Du welche hast. Zur weitestgehenden Fehlervermeidung.
> zentrale DC-Erzeugung
Ich nehm dafuer ein altes (IBM-)Thinclient-NT aus dem Schrott.
16 V, 7.5 A, 120 W.
Das versorgt eine 4 x 30 W Autoendstufe. Als $RESTPOSTEN beim
Discounter billig abgestaubt. Die 30 W sind uebrigens Sinusleistung
ohne PMP-Bruellwuerfelfaktor.
Mit Netztrafos muss man sich heute doch nicht mehr abgeben.
Und irgendwelche PWM-Endstufen kommen mir nicht ins Haus!
> Also ein pöhses PWM Schaltnetzteil. Igitt!
Aus dem kommt nur die allerreinste Gleichspannung gluecklicher
Elektronen.
Mann hat ja schliesslich einen Specki. Und eine DC-Sperre.
Vmtl meinst Du einen Spektrumanalyzer. Der gehört heutzutage natürlich
in jeden Haushalt. Die DC-Sperre schützt den angeschlossenen Verstärker
vor der allerreinsten Gleichspannung, nehme ich an.
xyz schrieb:> Ich nehm dafuer ein altes (IBM-)Thinclient-NT aus dem Schrott.> 16 V, 7.5 A, 120 W.> Das versorgt eine 4 x 30 W Autoendstufe. Als $RESTPOSTEN beim> Discounter billig abgestaubt. Die 30 W sind uebrigens Sinusleistung> ohne PMP-Bruellwuerfelfaktor.
Nachgemessen?
Irgendwas hast Du nicht verstanden. 30 Watt an 4 Ohm macht 31 Vss, da
sollte man 35 Volt Speisung haben. Dein Autoverstärker wird das intern
hoch wandeln. Damit der Verstärker nicht anfängt, bei hoher Aussteuerung
zu blubbern, will der eine dynamisch niederohmige Versorgung sehen, also
einen Elko nahe dran.
In der Autoendstufe könnte auch eine Brücke aus zwei gegenphasigen
Endstufen drin sein, dann genügt eine geringere Versorgungsspannung. Das
sind aber Details, die Du nicht kennst, die Autoendstufe ist eine
Black-Box.
> Mit Netztrafos muss man sich heute doch nicht mehr abgeben.
Im klassischen Verstärker hat man Trafo - Elko eingesetzt, um noch für
ein paar Millisekunden höhere Spitzen zu puffern, Musikleistung genannt.
Im Szenario von Hubi finde ich vier Gleichrichter + vier Elkos nicht
verkehrt, dann kann auf einer der Bass wummern, ohne die anderen in den
Keller zu drücken.
Manfred schrieb:> In der Autoendstufe könnte auch eine Brücke aus zwei gegenphasigen> Endstufen drin sein,
Das ist durchaus üblich bei den AB-AutoEndstufen dieser Leistungsklasse.
> Die DC-Sperre schützt den angeschlossenen Verstärker> vor der allerreinsten Gleichspannung, nehme ich an.
Dummschwätzer.
> Damit der Verstärker nicht anfängt, bei hoher Aussteuerung> zu blubbern, will der eine dynamisch niederohmige Versorgung sehen, also> einen Elko nahe dran.
Ein SNT kann bei Lastspitzen nachregeln. Diese aktive Regelung
verringert! die gegenüber dem Verbraucher sichtbare Impedanz.
Ein weiterer Elko verschlechtert nur die Regeleinschaften.
Und sicher ist es ein Brückenverstärker.
Und sicher habe ich die Leistung bei Vollast, also 4 x 30 W,
nachgemessen. Es ist sogar noch etwas mehr...
Sind hier nur Deppen unterwegs?
Manfred schrieb:> Im Szenario von Hubi finde ich vier Gleichrichter + vier Elkos nicht> verkehrt, dann kann auf einer der Bass wummern, ohne die anderen in den> Keller zu drücken.
Genau das war meine Idee dabei. Nur wurd ich dann unsicher, weil dann
über die Versorgungsleitungen 50Hz mit nicht grade kleinen Strömen
fliessen. Daher meine Frage, ob diese 50Hz über die Zuleitungen Probleme
verursachen können und eine zentrlale DC-Erzeugung nahe den Trafos (sind
2St) doch besser wäre. Da kann ich ja auch für jede Endstufe extra
sieben. Wird halt dann mehr Aufwand mit zusätzlicher Platine.
Shorty schrieb:> Kommt das wirklich vor, dass der Toningenieur den Bass einseitig> auf> Links/Rechts mischt? Mal eben 6 dB verschenken ohne dass man dadurch was> gewinnt?
Halte ich für sehr unwahrscheinlich, aber bei höheren Frequenzen ist
eine unterschiedliche Verteilung ja durchaus üblich, und es ist ja nicht
so das dies nicht auch Energie kostet.
Hubi schrieb:> Alle 4 Endstufen sind gleich (60W Sinus). Also überall die gleichen> Gleichrichterdioden (1N5404)
Wie passt das zusammen? Diese Dioden sind für maximal 3A ausgelegt.
4Ω·3A=12V
12V·3A=36W
OK, wenn man noch davon ausgeht, dass die Gleichrichterdioden paarweise
abwechselnd belastet werden, kommt man auf 60W, aber nicht Sinus und mit
einem Klirrfaktor jenseits von gut und böse.
Sind es vielleicht doch nur chinesische 60 Watt - also real höchstens
15 Watt?
> Ich will diese Anlage nur dazu benutzen, Musik zu hören.
Dafür wird die Leistung wohl dennoch reichen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Dafür wird die Leistung wohl dennoch reichen.
Hi,
wenn sie 80°C aushalten, ok.
"...Thermal resistance from junction to ambient at 0.375" (9.5 mm) lead
length, ..."
Sieht nicht so aus auf dem Bild, dass Anschlüsse lang genug gehalten
wurden.
BTW:
Hier Brückengleichrichter BYW21 auf Kühlfläche und mit KFZ-Steckhülsen.
Wird trotzdem etwas warm.
Plus Minus 35 V
Mittelpunkt-Schaltung.
ciao
gustav
>> Alle 4 Endstufen sind gleich (60W Sinus). Also überall die gleichen>> Gleichrichterdioden (1N5404)> Wie passt das zusammen? Diese Dioden sind für maximal 3A ausgelegt.> 4Ω·3A=12V> 12V·3A=36W
Bei 4Ω und 60W sinus sieht das (gerundet) so aus:
I(eff)= 3,873 A (durch den Lautsprecher)
I(arithmetisch) =das, was arithmetisch durch den Lautspr. fliesst=
I(eff)/Formfaktor= I(eff)/1,11= 3,487 A.
Jeder Zweig der Endstufe leitet nur zur halben Zeit,
liefert im Mittel also auch nur die Hälfte davon,
also ca. 1,743 A. =>
Die Dioden reichen.
ich habe den Plan von einem Bekannten bekommen, der solche Endstufen
schon länger in Betrieb hat und recht zufrieden damit ist. Er hat damals
die Platine noch "von Hand geklebt". So hab ich ein neues Layout
gemacht. Dabei kam ich auf die Idee das Netzteil mit auf die LP zu
machen (hab ich so schon bei anderen Fertigmodulen gesehen). Fürs
Netzteil ist angegeben: Trafo 2x28V, Dioden 1N5404 ! ;) und Elko je
5000µ. Ich habs genau so gemacht, nur dass ich Elkos mit 10000µ genommen
habe. Aber mal von Feinheiten und Audiophilem abgesehen. Ich weis jetzt
immer noch nicht, obs besser ist, auf jede Endstufenplatine GLR und
Siebung draufzumachen, oder doch ein zentrales Netzteil und die
Endstufenversorgung mit Gleichspannung anzufahren. Ich denk immer noch,
das ersteres besser ist (wenn auch etwas teurer). Aber können mir die
50Hz auf den Zuleitungen dann Probleme machen?
Empfehlung:
Jeder Trafo bekommt einen GR + Siebelkos 10000 µF. Verteile die Trafos
Leistungsmäßig gleichmäßig auf die Endstufen. Die Trafos kannst du nach
Geschmack kanalgetrennt lassen, das dürfte hier keinen großen
Unterschied machen. Lass die Elkos auf den Endstufen drauf, der GR dort
kann entfallen. Überbrücke alle dicken Elkos mit einem kleineren Elko so
um die 100µ und einem Folien-C so um die 470 nF.
Hubi schrieb:> obs besser ist, auf jede Endstufenplatine GLR und> Siebung draufzumachen,
Generell ist es besser beides mit auf der Endstufenplatine vorzusehen.
Ob Du diese dann auch bestückst oder überbrückst ist dann egal. Einen
Teil der Siebung wirst Du auf der Endstufenplatine immer bestücken. In
dem Falle 1000-4700µF.
Kleinere Ringkerntrafos lassen sich leichter montieren als ein großer
Ringkerntrafo. Lassen sich auch getrennt einschalten, falls der große
Trafo mit dem Einschaltstrom die Sicherung fliegen lassen sollte.
Nachtrag: Mach da mal lieber ordentliche Emitter-Widerstände rein,
dieses "fünf-parallel-Gebilde" ist Mist. Und weg mit diesen gruseligen
Hobby-Schlitzklopper-Schraubklemmen!
Hubi schrieb:> Bringt es Vorteile wenn die Trafo Sekundärspannung auf jede> Endstufenplatine geführt wird und erst dort Gleichrichter und Elkos> sind.
Das geht nur dann gut, wenn der Trafo auch 4 getrennte Wicklungen hat.
Ansonsten hast Du ne prima Erdschleife, wo Signalmasse und 100Hz
miteinander kämpfen.
Bei einem gemeinsamen Netzteil führt man die Massen der
Differenzeingangsstufen der Endstufen mit auf dem zentralen Massepunkt
des Netzteils zusammen.
4 Wicklungen + 4 Netzteile ist natürlich die optimale Lösung.
Peter D. schrieb:> Ansonsten hast Du ne prima Erdschleife, wo Signalmasse und 100Hz> miteinander kämpfen.
Wenn auf jeder Endstufe der GLR und Elkos sind, sind die Eingangsmassen
doch auch bei den Elkos. Die werden ja nicht zum Trafo geführt. Also von
den Trafowicklungen gehn Leitungen (parallel) zu jeder Endstufe. Alles
andere ist dann dort verkabelt. Ist das dann trotzdem problematisch?
Wenn die Elkos auf den Endstufen sind, dann ist doch dort der zentrale
Massepunkt. (für jeden Kanal einzeln betrachtet). Oder überseh ich da
was?
Onkel Hotte schrieb:> Mach da mal lieber ordentliche Emitter-Widerstände rein,> dieses "fünf-parallel-Gebilde" ist Mist. Und weg mit diesen gruseligen> Hobby-Schlitzklopper-Schraubklemmen!
Warum ist das Mist? Ich habe einen fertigen Schaltplan übernommen. Da
war das parallel Gebilde drin. Ich hab mich auch gewundert, wozu das gut
sein soll. Das einzige was mir einfiel war, das ein einzelner 5W
Widerstand ein Drahtwiderstand ist, der eine Induktivität hat. Für mich
wärs einfacher und auch billiger, statt 10St. 1W Widerstände 2St. 5W
Widerstände zu nehmen. Hab ich mich nur nicht getraut, da ich dachte,
die parallelschaltung hätte einen Sinn (weil man da halt
Schichtwiderstände bekommt. Bei 5W wüsste ich nicht, das es die gibt. Da
kenn ich nur Draht). Ich werd die mal bei einer Endstufe tauschen und
sehn, was dann passiert.
Was ist an Schraubklemmen verkehrt? Mit Steckverbindern hab ich da
schlechtere Erfahrungen gemacht. (Gut, am besten ist natürlich direkt
anlöten)
Nö, den Trafo kann man nicht einfach irgendwo an GND legen.
Hier mal ein Beispiel aus einem Onkyo-Receiver. Vom Trafo geht es zu den
beiden Elkos und von dort auf den zentralen Sternpunkt auf der
Endstufenplatine. Auch die Lautsprecher sind am Sternpunkt
angeschlossen.
Hubi schrieb:> Warum ist das Mist?
1. Induktivität: Spielt im Audio-Übertragungsbereich keine Rolle, aber
du musst die gesamte Schaltung betrachten. Da kann dann schon mal ein
veritabler HF-Sender draus werden.
2. Stromverteilung: Willst du hunderte Widerstände selektieren?
Nimm einfach Metallband-Widerstände, das ist seit Jahrzehnten best
practice. Fukushima/Futaba MPC71 z.B.
Hubi schrieb:> Was ist an Schraubklemmen verkehrt?
Labberkram, auf Dauer unzuverlässig.
> Mit Steckverbindern hab ich da schlechtere Erfahrungen gemacht.
Dann waren's die billigen und/oder falsch gecrimpte Stecker. Nimm was
ordentliches, z.B. von TE Connectivity. Die Hunderter-Packs für € 5,-
vergiss ganz schnell, egal woher. Und diese € 10,- "Crimpzangen" vergiss
auch. Es muss nicht gleich Weidmüller mit Wechselbacken sein, aber für
gelegentliche Anwendung darf es schon ein guter Knipex-Klon werden.
> (Gut, am besten ist natürlich direkt anlöten)
Im stationären Betrieb ist's OK.
Peter D. schrieb:> Nö, den Trafo kann man nicht einfach irgendwo an GND legen.
So würde die Verdrahtung aussehen (Bild 1).
Von jeder LP hätt ich die Leitungen vor dem GLR direkt zum Trafo
geführt.
Kann ich da einen 100Hz Brumm drauf kriegen? Ich dachte, durch die Elkos
auf jeder Endstufe seien die genügend voneinander entkoppelt. Die
Lautsprechermasse ist ja jeweils auf dem Massepunkt der einzelnen
Endstufe. Also Rückstrom nur innerhalb der LP. Oder ist es einfach nix,
das die GNDs über die Trafowicklung verbunden sind. Was wäre, wenn ich
auf jede Endstufe zwei GLRs draufmachen würde wie in Bild 2. Dann wären
jeweils Dioden in den Trafoleitungen. (Obwohl, dann wirds so ein
Aufwand, dann ist ein zentrales Netzteil doch einfacher). Ich hätt die
Elkos halt gern direkt auf den Endstufen.
Hubi schrieb:> Also Rückstrom nur innerhalb der LP.
Da hat er nichts zu suchen, LS immer auf kürzestem Weg an eine
zentrale(!) Masse. Stromfluss beachten!
Zwei Trafos direkt parallel schalten ist auch Murks. Mache es einfach
so, wie ich dir hier
Beitrag "Re: Versorgung von Audio Endstufen"
empfohlen habe. Wenn's baulich eng wird, kannst du auch die ersten
Sieb-Cs in Trafonähe kleiner machen, 4700µ reicht.
Allgemeiner Hinweis:
Die größten Stromspitzen pendeln zwischen Trafo (Gleichrichter
dazwischen) und Elko(s).
Stichwort: Stromflusswinkel.
Also diese Draht-Verbindungen reichlich (und möglichst kurz)
dimensionieren.
Elkos GND ist dann auch GND der Gesamtschaltung. (Nicht die
Trafo-Mittelpunktsanzapfung direkt.)
(Bei der Plus-Seite eben der Minusanschluss des Elkos
bei der Minus-Spannungs-Seite der Pluspol des zugehörigen Ladeelkos).
Und die Elkos so montieren, dass die gemeinsame Verbindung so kurz wie
möglich wird.
Geht das nicht, dann muss man nachrüsten.
Nur ein Beispiel dafür im Bild.
Die mit Schrumpfschlauch isolierte Brücke verringert noch den
Leiterbahnwiderstand zusätzlich.
ciao
gustav
Onkel Hotte schrieb:> Da hat er nichts zu suchen, LS immer auf kürzestem Weg an eine> zentrale(!) Masse. Stromfluss beachten!
Genau das meinte ich. Die jeweils zentrale Masse ist doch auf jeder
Endstufe. Oder seh ich das falsch? Eine Endstufe kriegt ein
Eingangssignal dessen Masse an die Elkos dieser Endstufe geht. Das wird
verstärkt an den Lautsprecher gegeben, dessen Masse auch an den Elkos
dieser Endstufe geht. Und das ganze halt mal 4. Für jede Endstufe extra.
Wenn ich ein separates Netzteil mache und jede Endstufe mit
Gleichspannung versorge, alle GNDs der Lautsprecher zentral auf die
Netzteilplatine führe, dann krieg ich doch längere Leitungen und größere
eingeschlossene Flächen zw. Hin- und Rückstrom. oder ist das trotzdem
besser, weil dadurch eben nicht mit Wechselspannung "durch die Gegend"
gefahren wird?
Onkel Hotte schrieb:> Zwei Trafos direkt parallel schalten ist auch Murks.
Das hatt ich nie vor. Jeweils EIN Trafo für zwei Endstufen, nicht
umgekehrt. (Also zwei Trafos für 4 Endstufen)
Karl B. schrieb:> Die größten Stromspitzen pendeln zwischen Trafo (Gleichrichter> dazwischen) und Elko(s).> Also diese Draht-Verbindungen reichlich (und möglichst kurz)> dimensionieren.
Heist das, besser kurze Leitungen von Trafo-GLR- Elkos und längere von
Elko zur Endstufenplatine, als umgekehrt? Das spräche dann eindeutig für
ein zentrales Netzteil und von dort mit Gleichspannung zu den Endstufen.
Evtl. dort noch Elkos mit ca. 1000µ zur zusätzlichen siebung?
Ich persönlich würde die Gleichrichterdioden auf den Platinen gegen
Drahtbrücken ersetzen, die Elkos sollten bleiben. Zwei oder einen großen
Gleichrichter und große Elkos zum Trafo und mit einem Sternpunkt wie in
den Anhängen gezeigt alles verdrahten.
Ob es besser ist, die 0V der Lautsprecher an die Platinen oder doch an
den Sternpunkt, kann/sollte man testen.
Hubi schrieb:> Die jeweils zentrale Masse ist doch auf jeder> Endstufe. Oder seh ich das falsch?
Ja, das siehst du falsch, da du nur zwei Trafos hast. Dein Standpunkt
wäre nur schlüssig, wenn du vier Endstufen und vier Trafos hättest und
alles so aufbaust, dass keine galvanische Verbindung besteht.
Audio_ schrieb:> Ich persönlich würde die Gleichrichterdioden auf den Platinen gegen> Drahtbrücken ersetzen, die Elkos sollten bleiben.
Diese Lösung ignoriert er schon seit
Beitrag "Re: Versorgung von Audio Endstufen"
Audio_ schrieb:> Ob es besser ist, die 0V der Lautsprecher an die Platinen oder doch an> den Sternpunkt, kann/sollte man testen.
Ganz klar an den Sternpunkt, insofern sind beide von dir geposteten
Bilder in diesem Punkt falsch.
Onkel Hotte schrieb:> Diese Lösung ignoriert er schon seit
Dann geht es ihm nicht um die beste Lösung, sondern nur um sein
(fragwürdiges?) Konzept abzusegnen. Schade, dabei kann High-End so
einfach sein, nur manchen ist es nicht schick genug ¯\_(ツ)_/¯
Dann wär das wohl die beste Lösung?
zentrales Netzteil nahe den Trafos mit GLR und Elkos. Von dort Kabel zu
den Endstufen, auf denen noch kleine Elkos (reichen 1000µ oder besser
größer? - Auf dem Netzteil sind ja dann die 10000µ) und 470nF sind. LSP
GND auf die Netzteilplatine GND (an den Elkos).
Hubi schrieb:> auf denen noch kleine Elkos (reichen 1000µ oder besser> größer? - Auf dem Netzteil sind ja dann die 10000µ)
Das wäre "best practice", du kannst aber je nach Platz, Layout und
vorhandenem Material die Kapazitäten zwischen Netzteil und Endstufe
recht frei variieren. Tendenz zu "groß im NT", weiter als bis 1:1
verteilt würde ich jedoch ohne spezielles Layout nicht gehen.
Um dir mal einen Praxistip zu geben, der dir deinen grundlegenden
Denkfehler aufzeigt: Mach einen freifliegenden Probeaufbau, zentrales
NT, nur kleine Stützelkos direkt an den Endtransistoren, LS-Minus direkt
auf den Sternpunkt im NT. In die 0 V-Leitung zur Endstufe baust du einen
0,1 Ohm Shunt ein. Lastwiderstand dran, Gas geben, mit dem Scope
Spannungsverlauf (und damit den Strom auf 0 V) über Shunt beobachten.
Während der Messung darüber nachdenken, warum du dieser Leitung noch den
kompletten Strom des LS aufdrücken willst ;)
Erst mal Danke an alle für die (meistens) hilfreichen Tipps. Hat mir
sehr geholfen. Nun weis ich, wie ich das Ganze aufbauen werde (zentrales
Netzteil usw.) Aufgrund verschiedener Antworten bin ich mir nun
allerdings nicht mehr ganz sicher, ob ich die bestehende Schaltung (der
Endstufe) überhaupt nehmen soll.
Onkel Hotte schrieb:> Die Schaltung ist schon auf den ersten Blick auf die Platine nichts> hochwertiges, insofern egal.
Warum? Was genau ist schlecht daran, was könnte man besser machen. ich
bin offen für jede Kritik und dankbar für jeden Vorschlag. Aber
Pauschalurteile a la "Da ist alles schlecht" bringen mich nicht weiter.
Die Schaltung hab ich so fertig übernommen. Weiter oben hab ich ja die
tech. Daten gepostet. Die scheinen mir nun nicht sooo schlecht. Die
wurde in vielen Geräten verbaut. O.k. jaaa, ist schon etwas älter. Aber
ich muss nicht unbedingt diese Endstufe bauen. Ich hab halt diesen Plan
und keinen andern (jedenfalls keinen besseren). Falls jemand einen
Schaltplan für eine Endstufe - so 60-80W Sinus hat, die besser ist, wär
ich dafür sehr dankbar (ich baue die für privaten Eigenbedarf. Da sollte
es keine Copyright Probleme geben). Ich fang grade an eine Platine zu
machen. Jetzt könnte ich noch ohne größeren Aufwand komplett neu
beginnen, wenn es sich dann lohnt. Wie gesagt, falls jemand einen
Schaltplan oder link hat. Würd mich freuen. Hab im Netz zwar schon
vieles gesehn und da war dieser noch das beste. Es sollten halt eben
auch mit handelsüblichen Bauteilen machbar sein.
Hubi schrieb:> Warum? Was genau ist schlecht daran, was könnte man besser machen.
Das kann ich dir ohne Schaltbild nicht präzise beantworten, allerdings
gehe ich anhand der Anzahl der Transistoren von einem Eingangs-Diff.
aus. Ich sehe allerdings keine thermische Kopplung, und somit ist schon
der für die Gesamtqualität der Schaltung wichtigste Schaltungsteil nicht
gut designed. Wird auch in vielen anderen Entwürfen leider oft nicht
gemacht.
> 60-80W Sinus
An 4 oder 8 Ohm?
> Ich fang grade an eine Platine zu machen.
Eigenes Layout? Da du nicht mal die Basics der Versorgung hinbekommst,
sehe ich da für die ersten Versuche schwarz. Ist nicht schlimm, lernt
man draus, solide Kentnisse und Messtechnik vorausgesetzt. Wenn du nur
auf die Schnelle was nutzbares zusammenbauen willst, nimm Chipamps wie
den LM3886. Fürs Geld erstaunlich gut, weitestgehend sicherer Betrieb
ohne Verrenkungen möglich, durch Parallel- und Brückenbetrieb mehr
Leistung und unzählige brauchbare Layouts verfügbar. Kurzum: Dankbares
Einsteiger-Projekt mit gutem Ergebnis.
Onkel Hotte schrieb:> Das kann ich dir ohne Schaltbild nicht präzise beantworten, allerdings> gehe ich anhand der Anzahl der Transistoren von einem Eingangs-Diff.> aus. Ich sehe allerdings keine thermische Kopplung,
Hier der Schaltplan. Hoffe, man kann alles erkennen.
Meinst du mit der thermischen Kopplung, das hier Q4 und Q5 thermisch
gekoppelt werdem müssen? Das liesse sich ja problemlos machen wenn
entsprechent platziert wird. Kannst du da noch was entdecken, was man
mit wenig Aufwand verbessern könnte? (ausser den parallel geschalteten
Emitterwiderständen;)
Mohandes H. schrieb:> Dazu gibt es auch, passend zum Thema, die umfangreiche AN-1849 - 'Audio> Amplifier Power Supply Design' von Texas:
DAS! ist wirklich gut. Das werd ich mir mal in Ruhe durchlesen
Hubi schrieb:> Meinst du mit der thermischen Kopplung, das hier Q4 und Q5 thermisch> gekoppelt werdem müssen?
Müssten, ja.
> was man mit wenig Aufwand verbessern könnte?
Nö. Tantal, instabile rauschende Konstantstromquellen, kein
Kurzschlußschutz, Zobel gegen V+/V- statt GND und bei TIP... habe ich
aufgehört hinzusehen. Das liefe auf eine Neuentwicklung hinaus. Sorry,
aber nicht für lau ;)
Ernsthaft, bau das Ding nicht! Bau was mit dem LM3886.
Hast mich überzeugt. Der, der mir diesen Plan gegeben hat fand den gut.
Er hat schon mehrere solcher Endstufen seit Jahren im Einsatz (was ja
nun nix über die Qualität sagt ;) Vielleicht ist diese Schaltung auch
einfach zu alt (so aus den 90ern). Jedenfalls wärs wirklich Quatsch, die
zu nehmen, wenn ich eh neu anfange. Den Kurzschlussschutz hab ich auch
sofort vermisst. In dieser Hinsicht war die alte Siemens-Schaltung von
Franz Grigelat sehr gut.
https://www.radiomuseum.org/r/grigelat_2_x_60_watt_hifi_endstufen_einschub.html
Die waren nahezu unzerstörbar. Ob die nun HiFi tauglich waren, weis ich
nicht. Ich hab die damals im PA-Bereich eingesetzt (zwei als Brücke
brachte knapp über 200W Sinus). Aber die sind heute wirklich nicht mehr
zeitgemäß (deshalb auch im Museum). Der LM3886 scheint schwierig zu
beschaffen. Mouser hat den noch, distrelec schon nicht mehr, Schukat und
Digikey - Lagerbestand =0. Und Hobby-läden wie Reichelt erst recht
nicht. Da hab ich Angst, das der in ein paar Jahren nicht mehr
erhältlich ist, falls mal einer ausfällt. Kennst du was ähnliches, was
du empfehlen kannst? Ich hab den TDA7294 gefunden. 70W an 8Ohm. Würde
für mich passen. Kennst du den. Falls ja, was hältst du davon?
Onkel Hotte schrieb:>> was man mit wenig Aufwand verbessern könnte?
Am meisten würde es bringen, den Eingangsdifferenzverstärker symmetrisch
mit einem Stromspiegel aufzubauen.
Und die Ausgangsstufe freut sich über eigene Treiber, das verringert
die Verzerrungen noch mal deutlich.
Eine gute Schaltung vom Azur 840A habe ich dir angehängt.
Detail dazu findest du im Servicemanual vom Cambridge Audio.
Die Schutzschaltung habe ich in der Simulation weggelassen.
Die Transistoren Q8 und Q9 sorgen dafür, dass der Eingangsverstärker
immer symmetrisch um den Ruhepunkt betrieben wird. Dadurch werden die
Verzerrungen minimiert.
Bei den Ausgangstransistoren kannst du nur ein einziges Paar nehmen,
das reicht für 30 Watt aus. Tip142/TIP147 ist bei deinen geringen
Spannungen keine schlechte Wahl.
Mach aber die Emitterwiderstände R26 und R31 deutlich grösser, also etwa
0.5 Ohm - das macht die Schaltung stabiler.
Die Schaltung verwendet komplementäre Ausgangsstufen. Da musst du
die Treibertransistoren Q4/Q10 (nicht die Ausgangstransistoren)
thermisch mit Q3 koppeln.
>> Ernsthaft, bau das Ding nicht! Bau was mit dem LM3886.
Wenn du nur schnell ein Ergebnis willst, dann ist das eine gute Wahl.
Aber wenn du was lernen willst, dann bau das diskret auf.
Die Schaltung vom LM3886 ist übrigens im Datenblatt drinnen.
Gruss,
Udo
Habe gerade genauer in deinen Schaltplan geschaut, und gesehen, dass die
Ausgangstransistoren ja Darlington Transistoren sind.
Damit haben sie ja einen Treiber "eingebaut", und es bleibt eigentlich
nur
das Argument mit der symmetrischen Eingangsstufe als
Verbesserungsvorschlag.
Die Schutzschaltung dürfte einfach die Sicherung sein... solange die
nicht regelmäßig fliegen ist ja alles OK.
Hubi schrieb:> Der LM3886 scheint schwierig zu beschaffen.
"Chipkrise". Erst ist von TI nicht abgekündigt und Mouser hat
anscheinend Bestände aufgekauft. Der steckt auch in unzähligen
Fertigprodukten aus der "nicht-Hype-Chinaböller-Klasse" drin. Ich würde
mir da keine Sorgen machen. Bisher habe ich nur wenige Tote gesehen, und
immer waren es externe Einflüsse wie z.B. Kühlung blockiert oder "Tod
durch Bauerndrehstrom".
> Ich hab den TDA7294 gefunden. 70W an 8Ohm. Würde> für mich passen. Kennst du den. Falls ja, was hältst du davon?
Rein objektiv sicherlich auch OK. Mir persönlich ist er im Hochton zu
hart und undifferenziert. Vorsicht, jetzt kommt gleich wieder die
"Verstärker klingen nicht"- Fraktion ums Eck. Dabei ist es
offensichtlich, dass sie es tun müssen und messen kann man es auch
meist. Ja, man kann die Symptome ein Stück weit eindämmen, aber
irgendwann stimmt das Verhältnis Aufwand zu Ergebnis nicht mehr.
udok schrieb:> Wenn du nur schnell ein Ergebnis willst, dann ist das eine gute Wahl.> Aber wenn du was lernen willst, dann bau das diskret auf.> Die Schaltung vom LM3886 ist übrigens im Datenblatt drinnen.
Genau das wollte ich auch gerade schreiben.
Ein, zwei diskret aufgebaute Verstärker sollte jeder mal gebaut haben,
man lernt viel dabei (und Spaß macht es auch).
Aber einen Verstärker hinzubekommen, der solche Daten wie der LM3886
schafft, ist schon schwierig. Und dabei braucht der nur wenige externe
Bauteile.
udok schrieb:> Die Transistoren Q8 und Q9 sorgen dafür, dass der Eingangsverstärker> immer symmetrisch um den Ruhepunkt betrieben wird. Dadurch werden die> Verzerrungen minimiert.
Besser noch wäre eine Stabilisierung mittels LED.
> Tip142/TIP147 ist bei deinen geringen> Spannungen keine schlechte Wahl.
Tip142/TIP147 sind immer eine grottige Wahl.
Mohandes H. schrieb:> Ein, zwei diskret aufgebaute Verstärker sollte jeder mal gebaut haben,> man lernt viel dabei (und Spaß macht es auch).
Nicht nur bauen, auch eigene Schaltungen rechnen & messen. Aber genau da
trennen sich die Interessen, denn von der Pike auf Theorie
reinschaufeln, Zeit investieren, viel "Knall & Rauch" und teures
Meßequipment ist was völlig anderes als etwas bewährtes in einen Kasten
zu schrauben. Letzteres zählt für mich nicht als Selbstbau, hat aber
eine durchaus nachvollziehbare Berechtigung. Hier sollte der OP mal
kommunizieren, was er hat und was er kann.
Wobei der LM3886 viele Vorteile verliert, wenn's Layout grottig ist. Der
Gegenkopplungs-R z.B. muss so dicht wie irgend möglich ans IC, notfalls
unter die Platine direkt an die Pins. Je nach Anwendung kann sich auch
ein DC-Servo lohnen, Schaltung ist im Datenblatt.
Die Platinen von neurochrome sind gut, leider teuer.
Hubi schrieb:> In dieser Hinsicht war die alte Siemens-Schaltung von
... aus den Schaltbeispielen 1972 - hänge ich an.
> Die waren nahezu unzerstörbar. Ob die nun HiFi tauglich waren, weis ich> nicht.
Der Frequenzgang ist sehr gut.
Allerdings hat mich die mal einen Lautsprecher gekostet, volle
Gleichspannung am Ausgang. Ursache weiß ich nicht mehr sicher, könnte
eine einseitig ausgefallene Versorgung gewesen sein.
Manfred schrieb:>> In dieser Hinsicht war die alte Siemens-Schaltung von>> ... aus den Schaltbeispielen 1972 - hänge ich an.>>> Die waren nahezu unzerstörbar. Ob die nun HiFi tauglich waren, weis ich>> nicht.
Danke für den Schaltplan. Man sieht an der Schaltung, das damals
Transistoren noch teuer waren. HiFi tauglich ist die Schaltung sicher.
yxcvbnm schrieb:> Jürgen S. schrieb:>> Bei AB-Stufen eben mit ausreichend dimensionieren Elkos direkt in>> der Nähe des Verstärkers und nicht (nur) auf der Versorgungsplatine.> Ja, aber: Das gilt erst recht für Klasse D.
Ja, allerdings ist es so, dass man bei den Class-D-Amps hauptsächlich
(zusätzliche) Oberwellen erzeugt, durch das "rechteckige Absaugen" des
Stromes denen man durch HF-taugliche (kleine) Kondensatoren begegnen
kann und die auch weniger ein Problem machen, wenn sie limitiert werden,
weil die Regelstufe das nachregelt - bzw im Obertonbereich des
Rechtecks, den man sowieso nicht haben will, Tiefpassverhalten der
Quelle das des Verbrauchers entlastet.
Letztlich ist das eine Frage der Dimensionierung. Abgesehen von
HF-Effekten muss die Versorgung den niederfrequenten Anteil des Audio
möglichst perfekt bereitstellen.
Hubi schrieb:> zentrales Netzteil nahe den Trafos mit GLR und Elkos. Von dort Kabel zu> den Endstufen, auf denen noch kleine Elkos (reichen 1000µ oder besser> größer?
Wie gesagt muss das, was an Lastschwankungen durch einen der Kanäle
erfolgt, möglichst dort abgefangen werden. Fette Kondensatoren auf der
Hauptplatine können zwar besser von allen Senken genutzt werden, weil
die Leistungsbedarfe nicht "synchron" sind, aber sie laufen dann auf den
Versorgungsleitungen. Das kann ein unnötiges EMV-Problem machen und ist
auch nicht effektiv, je nach Länge der Leitungen und deren Induktivität.
Die Generalstrategie wäre, alles, was an einem Ort an Problem erzeugt
wird, auch dort zu lösen. Wenn z.B. die Einzelplatinen einen eigenen
Spannungsregler haben, was sich z.B. für Vorverstärker empfiehlt, dann
blockt man dessen Schwingungsverhalten, das er möglicherweise hat, per
Induktivität von der Versorgung ab (Auch lineare Regler schwingen und
Rauschen mitunter und besonders Schaltregler tun das, wobei die für die
Preamps sicher ausscheiden). Gleichsam wird man diesen Regler gegen
Unfug von Außen abblocken, in also bei 30kHz limitieren - auch damit
Regler sich nicht gegenseitig beeinflussen. In einem Fall macht man das
durch ein C-L und im anderen Fall durch ein L-C davor.
Auch bei der Versorgung wird man das so machen und die Oberwellen aus
dem Netz mal gleich rausnehmen um das zu blocken, was über die Dose und
von benachbarten Geräten so angeliefert wird. Ganz toll z.B.
Schaltnetzteile im Nachbarraum von denen keiner weis und auch Power-LAN
kann ein Problem sein. Besonders wird man die 50Hz anschauen. Bei
Schaltnetzteilen sind die wiederum kein Problem, weil per
Phasenanschnitt gearbeitet wird, was dazu führt, dass die Impedanz aus
Sicht der Senke in dem Spektrum deutlich unter der Schaltffrequenz
einigermaßen konstant ist. Das ist bei unglücklich gebauten
konventionellen Schaltungen mit Trafo nicht der Fall. Da gibt es
teilweise Präferenzen um die 100Hz.
Was also die Verteilung der Kapazitäten angeht würde man für die
Gesamtversorgung konventionell rechnen und das eben auch mit der vollen
Summe aller Zweige. Dann ergibt sich eine Restwelligkeit von der man
ausgehend die Einzelzweige dimensionieren kann. Kommt eben drauf an, wie
die Verstärkerschaltung aussieht und wieviel Restwelligkeit der
Versorgung toleriert werden kann, bzw wieviel Rippeldämpfung sie hat.
Bei reinen digitalen Verstärkern ist man inzwischen so weit, dass man
signalverarbeitungstechnisch die Anzapfung an die 230V und die
Ansteuerung der Digitalstufen so korrelliert, dass in Summe eine extrem
geringe effektive Impedanz erzeugt wird. Das gesamte eingestrahlte
Spektrum des Netzes (50Hz + Oberwellen) verknüpft mit dem entstehenden
Spektrum durch das Lastverhalten (Transformation des digitalen
PDM-Reglers bei Rosa Rauschen) wird so nach oben verschoben, dass es
überwiegend in einem Spektralbereich jenseits der 20kHz liegt und gut
weggefiltert werden kann.
Möglich ist das durch entsprechend geschickte mathematische
Modulationsverfahren und FPGAs :-)
Onkel Hotte schrieb:>> Tip142/TIP147 ist bei deinen geringen>> Spannungen keine schlechte Wahl.> Tip142/TIP147 sind immer eine grottige Wahl.
Jaja, die guten alten Tips. Mit denen habe ich mal einen Current Dumping
Verstärker aus dem Elektorbaubuch nachgebaut. Die waren damals voll in
Mode!
http://engineer.bplaced.net/arcor/bastelprojekte.html
Leider gab es auch da mit dem Netzteil etwas Schwingneigung. Später im
Studium habe ich dann auch kapiert, wieso :-)
Onkel Hotte schrieb:> und bei TIP... habe ich aufgehört hinzusehen.
Jepp, Finger weg von den Dingern. Die sind eigentlich kaum beherrschbar.
Wenn Du Brummen vermeiden möchtest, dann hast Du genau einen Sternpunkt
für die Masse, zu dem jede Endstufe und jeder Lautsprecher eine eigene
Leitung haben.
So wie hier (vorletzte Seite):
https://icplan.de/wp-content/uploads/buzamp.pdf
Nur eben für 4 Endstufen, Lautsprecher ...
Weiterhin ist es sinnvoll, die Eingangsmasse nur 'locker' mit der
Ausgangsmasse zu verbinden. Siehe R3 in Elektors Mini-Crescendo (Dort
ist es schöner sichtbar, als beim großen Bruder). Brumm auf der Masse
wirkt sich so noch weniger aus.
Das geht auch beim LM3886 oder vielen anderen ICs.
Gruß
Jobst
Hubi schrieb:> bin ich mir nun> allerdings nicht mehr ganz sicher, ob ich die bestehende Schaltung (der> Endstufe) überhaupt nehmen soll.
Warum überhaupt alles von Adam und Eva an mit diskreten Bauteilen
aufbauen?
Schaltungen aus dem Pleistozän mit Bauteilen aus dem Museum.
Es gibt zahlreiche analoge Audio Verstärker ICs, die mit minimaler
externer Beschaltung tun was Du willst.
Ich würde aber gleich einen Class-D Verstärker aufbauen.
Z.B. mit dem TDA7498L
Max M. schrieb:> Warum überhaupt alles von Adam und Eva an mit diskreten Bauteilen> aufbauen?> Schaltungen aus dem Pleistozän mit Bauteilen aus dem Museum.
Es gibt immer noch zahlreiche aktuelle Endstufen, die in wesentlichen
Teilen diskret aufgebaut sind. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine von
Yamaha gekauft, ein ganz durchschnittliches Wohnzimmergerät, wo das so
ist.
Wenn Yamaha das so macht, dann kann die Idee nicht so dumm sein, wie du
es hier darstellst.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn Yamaha das so macht, dann kann die Idee nicht so dumm sein, wie du> es hier darstellst.
Also macht man es so weil man mal jemanden gesehen hat der das so macht.
Klingt zar nicht besser, ist einfach nur groß, aber wenn es klein ist
und nicht viel wiegt, kann es nicht taugen.
Audio Leute sind merkwürdig.
Zum Glück baut Yamaha sehr anständige Motorräder, mit sehr modernen
Motoren, und nicht den gleichen ollen Schrunz den die vor 50J schon
gebaut haben.
Max M. schrieb:> Zum Glück baut Yamaha sehr anständige Motorräder,
Yamaha baut auch sehr anständige Musikinstrumente und Audio-Geräte.
Lass gut sein, du reitest dich immer weiter rein.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Yamaha ...
Sehr viele Drahtbrücken. Nur um eine einlagige Platine zu haben?
Interessant die Cu-Gebilde in der Mitte der Gesamtansicht.
Induktivitäten? Hast Du eine Idee was das ist?
Mohandes H. schrieb:> Hast Du eine Idee was das ist?
Keine Ahnung, ist mir auch egal, solange das Gerät seinen Zweck erfüllt.
Ich habe die Bilder aus dem Internet kopiert weil wir alle gerne Fotos
angucken.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Max M. schrieb:>>> Warum überhaupt alles von Adam und Eva an mit diskreten Bauteilen>> aufbauen?>> Schaltungen aus dem Pleistozän mit Bauteilen aus dem Museum.>> Es gibt immer noch zahlreiche aktuelle Endstufen, die in wesentlichen> Teilen diskret aufgebaut sind.
Man sollte sich von dem Gedanken lösen daß es nur eine richtige Lösung
gibt. Ob diskret oder mit ICs, ob Class-AB oder Class-D ... wenn eines
der vielen Konzepte konkurrenzlos wäre, gäbe es diese Vielfalt nicht.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Keine Ahnung, ist mir auch egal ...
Wo bleibt der Entdeckergeist? Neugier und staunen zu können sind
Triebfedern um sich weiterzuentwickeln.
xyz schrieb:> Und sicher habe ich die Leistung bei Vollast, also 4 x 30 W,> nachgemessen. Es ist sogar noch etwas mehr...
Dann geht Dein Messinstrument falsch.
Zum anderen wenn Dein Netzteil 16V bei 7,5A kann, dann sind das, wie Du
ausgerechnet, hast genau 120W. Es kann nicht mehr sein wenn alle Stufen
gleich ausgesteuert werden, weil dann hättest Du quasi das
Perpedeummobile, da Du mehr Leistung raus holst als Du rein steckst.
Selbst 4x30W (bei gleicher Austeuerung aller Kanäle) ist fraglich, da
das einen Wirkungsgrad von 100% für jeden Kanal bedeuten würde -
technisch eigentlich nicht möglich.
Bei einem Kanal alleine ist es schon möglich das er die 30W oder sogar
etwas mehr erreicht.
Mohandes H. schrieb:> Sehr viele Drahtbrücken. Nur um eine einlagige Platine zu haben?
Ja, ist billiger.
> Interessant die Cu-Gebilde in der Mitte der Gesamtansicht.> Induktivitäten? Hast Du eine Idee was das ist?
Hast du noch nie einen Verstärker von innen gesehen? Die liegen parallel
mit einem R im Ausgang und dienen als Schutz gegen kapazitive Lasten.
Das ist jetzt aber echt das ganz kleine 1x1 und seit Jahrzehnten best
pratice.
Manfred schrieb:> Weil Du genau diese Typen nicht magst oder weil es Darlingtons sind?
Das hat nichts mit mögen zu tun.
Weil ich genau diese Typen kenne und schon viele Entwürfe damit gesehen
und auch selber in den Händen hatte und alle bis auf wenige Ausnahmen
geschwungen haben oder thermisch durchgegangen sind (oder beides). Und
diese Probleme waren eigentlich nie richtig in den Griff zu bekommen.
Beide Transistoren scheinen sich aufgrund der hohen Stromverstärkung
gegeneinander hochzuschaukeln. Warum genau diese Typen dafür besonders
empfindlich sind, kann ich nicht sagen.
Ich bin auch nicht alleine mit diesem Problem.
Lieber die Darlingtons diskret aufbauen, dann hat man auch die
Temperaturkompensation fester im Griff.
Oder eine Variante mit Mosfet wählen.
Max M. schrieb:> Ich würde aber gleich einen Class-D Verstärker aufbauen.
Davon würde ich gerade einem Anfänger ebenfalls abraten. Mit den Dingern
kann man bei falschem Aufbau (auch) ganz schön in der Gegend
umhersenden.
Für durchschnittlichen Klang wäre das sonst okay, für höhere Ansprüche
aber nicht.
Blöd bei den genannten ICs ist die derzeitige Verfügbarkeit. Und das
wird auch Typenübergreifend so sein, da natürlich auch professionelle
Anbieter, die diese Chips einsetzen, auf andere Typen ausweichen
(müssen).
So bleibt derzeit eigentlich nur ein diskreter Aufbau. Der TO kann nun
also die Schaltung mit den TIPs wagen oder es mit einer Mosfet-Endstufe
versuchen. Hier Infos zu den Old school Dingern:
Beitrag "MOSFET Endstufe Funkschau 80 er Jahre"Beitrag "Symnetrische NMOSFET Verstaerker"
Google: elektor Crescendo Millennium Edition
Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass man den BUZAMP auch mit aktuellen
Mosfets und geringen Änderungen zum spielen bekommt.
Gruß
Jobst
Mohandes H. schrieb:> Sehr viele Drahtbrücken. Nur um eine einlagige Platine zu haben?
Ja, das hat man auch früher schon gemacht. Philips hat das auf die
Spitze getrieben. Die perforierten Boards wurden mit Drahtbrücken
bestückt und dann auseinander gebrochen. Die so entstandene Flachleitung
wurde dann durch das Gerät verlegt.
Gruselig, aber billig.
Gruß
Jobst
Haaainz schrieb:> Die liegen parallel mit einem R im Ausgang und dienen als Schutz gegen> kapazitive Lasten.
Also sind es Induktivitäten. So noch nie gesehen, man lernt nie aus (und
werfe den ersten Stein wer keine Wissenslücken hat).
Max M. schrieb:> Warum überhaupt alles von Adam und Eva an mit diskreten Bauteilen> aufbauen?> Schaltungen aus dem Pleistozän mit Bauteilen aus dem Museum.> Es gibt zahlreiche analoge Audio Verstärker ICs, die mit minimaler> externer Beschaltung tun was Du willst.
Dann zeig doch mal einen her, der > 100 Watt unter realen Bedingungen
kann.
Mit so einem Chip < 15 Euro im Einkauf rennen sie dir die Bude ein.
Mohandes H. schrieb:> Also sind es Induktivitäten. So noch nie gesehen, man lernt nie aus (und> werfe den ersten Stein wer keine Wissenslücken hat).
Die sind so (oft auch liegend) in jedem Amp drinnen...
und zwar nach der Gegenkopplung.
Die werden immer vergessen, wenn über den Einfluss von Kabelklang und
Kabelwiderstand oder Pulsantwort fabuliert wird.
Mohandes H. schrieb:> Ich baue sogar welche ;-)
So meinte ich es hier mal irgendwo gelesen zu haben. Aber was baust du
denn da, wenn du sowas noch nie gesehen hast? Das ist sowas von
grundlegend und millionenfach angewandt, das passt irgendwie nicht
zusammen.
> aber danke für das kleine 1x1.
Gerne ;)
Mohandes H. schrieb:> Also sind es Induktivitäten.
Ja. Kann unter bestimmten Bedingungen auch weglassen.
> (und werfe den ersten Stein wer keine Wissenslücken hat).
So war's nicht gemeint, aber "ich baue Autos, aber Räder hab' ich noch
nie gesehen" kommt etwas...seltsam rüber ;)
Haaainz schrieb:> Aber was baust du denn da, wenn du sowas noch nie gesehen hast?
Ich baue Gitarrenverstärker. Mit Röhren. Und Effektgeräte für Gitarre &
Co.
Induktivitäten am Ausgang kenne ich natürlich, aber so eine Bauform ist
mir noch nie untergekommen. Wie gesagt, man lernt nie aus.
Mohandes H. schrieb:> Ich baue Gitarrenverstärker. Mit Röhren.
Schön :)
> Induktivitäten am Ausgang kenne ich natürlich, aber so eine Bauform ist> mir noch nie untergekommen.
Och nee - sag' doch gleich, das es nur um die Bauform ging.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Lass gut sein, du reitest dich immer weiter rein.
Ach schau Dir Dein Yamaha Trümmer doch mal an.
Einseitig Pertinax mit Drahtbrücken ist die allerunterste Schiene der
'billiger gehts nimmer' Massenware.
Die WOLLEN ein riesen Gehäuse haben, weil der Kunde dann glaubt er würde
richtig was bekommen.
Drin sind aber nur allerbilligste Bauteile in loser Schüttung über
gepresstes Papier verstreut.
In der Größe haben wir gerade einen 1KW (Sinus) 6-Kanal (je 300W peak)
Class-D gebaut, der bis 16G Rütteltest bestanden hat und zwischen -20°C
und +60°C ohne Derating funktioniert.
Der macht einen wirklich geilen Sound und ist dabei sogar noch
effizient.
Dein Papp Yamaha fliegt beim Rütteltest sofort in 1000 Fetzen, kommt als
Stereo Krücke nicht mal in die Nähe von 500W und ein heißer Sommer bei
halber Last reichen um die billigen 85°C Elkos zu grillen.
Also erzähl mir nix von der Überlegenheit des Yamaha und das man diskret
bauen muss wenn man so toll sein will wie die.
Max M. schrieb:> In der Größe haben wir gerade einen 1KW (Sinus) 6-Kanal (je 300W peak)> Class-DMax M. schrieb:> Dein Papp Yamaha fliegt
Trotzdem hört sich der Yamaha besser an, als jeder Class-D Unsinn.
Audio_ schrieb:> Trotzdem hört sich der Yamaha besser an, als jeder Class-D Unsinn.
Aha.
Ich weis schon. Messungen sind Teufelswerk, Musik kann man nur spüren.
Und der Yamaha klingt Warm, Fett, Rund, Voll, wärend der Class-D Dünn,
Tot, Steril klingt?
Jaja...
Im Blindversuch würde man den Yamaha deutlich raushören weil der bei
stillen Passagen brummt, wenn er voll aufgedreht ist.
Der Class-D ist vollkommen ruhig und haut einem bei nächsten Bass den
Kitt aus der Brille.
Max M. schrieb:> Einseitig Pertinax mit Drahtbrücken ist die allerunterste Schiene der> 'billiger gehts nimmer' Massenware.
Ist übliche Bauweise selbst bei HiFi-Geräten für 1500 DM damals.
Epoxydplatinen wie bei Computern üblich, habe ich bei HiFi-Geräten noch
nie gesehen. Für manche Leute ist HiFi eben Bäh!
Max M. schrieb:> Dein Papp Yamaha fliegt beim Rütteltest sofort in 1000 Fetzen, kommt als> Stereo Krücke nicht mal in die Nähe von 500W
Gut, der wird aber nicht für Kundschaft gebaut, die ihn ins
Militärflugzeug oder zur Mars-Expedition mitnimmt. Normale Leute stellen
den hin, bis sie vom Bestatter abgeholt werden. Danach ist wieder alles
egal.
Und selbst den 30 Watt-Verstärker könnte man im freistehenden
Nachbarhaus noch hören, wenn man ihn wirklich mal aufdreht. Wer nicht
alleine im Wald oder auf einer einsamen Insel wohnt, hat immer Nachbarn.
Max M. schrieb:> In der Größe haben wir gerade einen 1KW (Sinus) 6-Kanal (je 300W peak)> Class-D gebaut, der bis 16G Rütteltest bestanden hat und zwischen -20°C> und +60°C ohne Derating funktioniert.
Über den klitzekleinen Preisunterschied schweigst Du Dich aus.
mfg
Christian S. schrieb:> Über den klitzekleinen Preisunterschied schweigst Du Dich aus.
Es ging ja darum das man das diskret bauen muss weil Yamaha das tut und
dann muss das ja besser sein.
Mit z.B. einem TPA3221 bekomme ich für 3€ einen 100W Stereo Class-D Amp
IC, der nur noch Power + LC Filter benötigt.
Alle Schutzfeatures sind bereits inkl.
Der hat intern 4 schnelle Mosfet Halbbrücken.
Für das Geld bekomme ich nicht eine Leistungs NPN / PNP Brücke, die dazu
aber auch noch alles andere inkl. ordentlich Kühlkörper benötigt.
Der olle diskrete Pertinax im 2HE Kernschrott ist teuer, größer,
schlechter und ineffizienter als Class-D.
Onkel Hotte schrieb:> Ernsthaft, bau das Ding nicht! Bau was mit dem LM3886.
Irgendwie vermisse ich den Miller-Kondensator - interessantes Design,
auch wenn die Transistortypen nicht audiophil sind. 220u auf 39k am
Eingang, untere Grenzfrequenz 0.02Hz, 50 Sekunden. Wer weiss, wozu man
das mal brauchen kann.
Oliver S. schrieb:> Du solltest auch bei Yamaha nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Je welchen Schweinderl hätten wir denn gerne?
Weiß Yamaha etwa nicht das Yamaha diskret baut?
Und wenn Yamaha diskret baut auf Pertinax, dann ist das doch super.
Da kann doch Yamaha nicht einfach Class-D als Profi High End Equipment
fertigen.
Christian S. schrieb:> Epoxydplatinen wie bei Computern üblich, habe ich bei HiFi-Geräten noch> nie gesehen.
Doch doch, die gibt's schon reichlich, nur eben nicht bei tonnenweise
Drahtbrücken und THT. Gegen so manches DSP-Board aus wirklich fetten
AV-Receivern sehen manche PC-Mainboards irgendwie leer aus ;)
Max M. schrieb:> Die WOLLEN ein riesen Gehäuse haben, weil der Kunde dann glaubt er würde> richtig was bekommen.
Nö, ich möchte dieses Standard Gehäuse haben, damit es zu den anderen
Geräten passt.
> Dein Papp Yamaha fliegt beim Rütteltest sofort in 1000 Fetzen,
Macht nichts, er steht sicher im Wohnzimmer, da rüttelt nichts.
> kommt als Stereo Krücke nicht mal in die Nähe von 500W
Hab ich auch nicht erwartet, nicht mal Ansatzweise. Was denkst du wie
groß mein Wohnzimmer ist? Ich habe keine Villa mit Kinosaal.
> Also erzähl mir nix von der Überlegenheit des Yamaha> und das man diskret bauen muss wenn man so toll sein will wie die.
Beides habe ich nie behauptet. Ich habe nur geschrieben, dass Yamaha
ordentliche Musikinstrumente und Geräte baut. Meine Endstufe liegt in
der unteren Preisklasse, entsprechend erwarte ich auch keine Wunder.
Max M. schrieb:> Es ging ja darum das man das diskret bauen muss weil Yamaha das tut und> dann muss das ja besser sein.
Nein, es ging darum, dass diskrete Aufbauen nicht unbedingt schlecht
sein müssen, weil Yamaha es teilweise immer noch so macht.
Wenn ich sage "Pfefferminztee ist lecker", bedeutet das nicht, dass alle
anderen Getränke ekelhaft sind.
Max M. schrieb:> Ich weis schon. Messungen sind Teufelswerk, Musik kann man nur spüren.> Und der Yamaha klingt Warm, Fett, Rund, Voll, wärend der Class-D Dünn,> Tot, Steril klingt?
Tja, getroffene Hunde bellen. Bis jetzt konnte ich jeden Class-D
heraushören. Und wer behauptet, einen Verstärker ohne jegliches
"Sounding" zu bauen, redet von was, was er nicht versteht. Denn es geht
schon mit Röhren neutral wenn man den so will, hat null mit der
verwendeten Technik zu tun.
Max M. schrieb:> stillen Passagen brummt, wenn er voll aufgedreht ist.
Klar, dein Gebastel ist natürlich besser als von einem seit Jahren
renommierten Hersteller.
Meine Digitalverstärker TACT 2150 spielen auf hohem Niveau, aber bleiben
trotzdem nur Digitalverstärker ¯\_(ツ)_/¯
Max M. schrieb:> haut einem bei nächsten Bass den> Kitt aus der Brille.
Ja, total wichtig wo in 95% der Fälle 20W schon über dem sind was der
Otto-Normal für über Zimmerlautstärker für 3 Lieder konsumiert. Argument
an Sinnlosigkeit kaum zu toppen.
Stefan ⛄ F. schrieb:>> Es ging ja darum das man das diskret bauen muss weil Yamaha das tut und>> dann muss das ja besser sein.>> Nein, es ging darum, dass diskrete Aufbauen nicht unbedingt schlecht> sein müssen, weil Yamaha es teilweise immer noch so macht.
Diskrete Aufbauten sind deutlich besser als Class-D von der Stange.
Besseres THD+N, besserer Frequenzgang, bessere Slewrate und
Impulsleistung, keine EMV Probleme.
Audio Precision liefert extra für Class-D einen Vorfilter dazu,
der die Class-D Schaltsignale > 20 kHz rausfiltert, weil die oftmals
so stark sind, dass die empfindliche Messelektronik übersteuert.
Viele Class-D Hersteller bauen nur einen minimal Filter ein,
und vertrauen auf die Tiefpassfilterwirkung des Ohrs des Musikhörers.
Richtig gutes Class-D kostet auch schnell mal > 2000 Euro, und das ist
dann noch immer bei allen Messwerten schlechter als gutes diskretes
Class-AB oder Class-G.
Class-D ist populär, weil es billig machbar ist und für fast alle
Ansprüche
der MP3 Generation gut genug ist. Dazu ist es deutlich effizienter, was
in diskreter Technik aber mit Class-G oder Class-H lösbar wäre.
Die Zeiten von Pertinax sind bei Yamaha wie auch bei den anderen
verbliebenen Hifi Buden seit 20 Jahren vorbei:
https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/hifi_components/c-5000/index.html
(Dafür sind die Preise unverschämt gestiegen...)
Audio_ schrieb:> Meine Digitalverstärker TACT 2150 spielen auf hohem Niveau,
Ein Gerät, was mit "Die erste rein digitale Endstufe überhaupt" beworben
wurde (vor 20 Jahren, oder so), ist vielleicht dann doch nicht mehr ganz
auf dem aktuellen Stand der Technik.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Ein Gerät, was mit "Die erste rein digitale Endstufe überhaupt" beworben> wurde (vor 20 Jahren, oder so), ist vielleicht dann doch nicht mehr ganz> auf dem aktuellen Stand der Technik.
Wenn ich mir die Messwerte eines aktuelleren 5000 Euro NAD M2 Class-D
Verstärkers anschaue, dann sind die bescheiden. Ehrlich müsste man
sagen: einfach nur beschissen für einen 5000 Euro Amp.
https://www.stereophile.com/content/nad-m2-direct-digital-integrated-amplifier-measurements
Ich traue mich zu wetten, dass Stefans Yamaha aus den 90'ern bessere
Messwerte hat.
Was für ein Gefasel bei diesem Yamahatrümmer. "Verbindung zwischen
Eigner und Entwickler".
Ich hab zwei Brüllwürfel am PC. Das reicht mir völlig. Wenn ich es mal
genauer wissen will, nehm ich die Kopfhörer.
Oliver S. schrieb:> https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/hifi_components/a-s3200/features.html
"Der Kupferdraht hat seinen Ursprung direkt im gewickelten Kern. Dadurch
ist der Stromverlust im Vergleich zu anderen Produkten wesentlich
geringer – und die volle emotionale Energie der Musik wird für den
Zuhörer spürbar."
"Nachdem es ein intensives Schmiedeverfahren durchlaufen hat, weist das
Lautsprecherkabel PC-Triple C eine verstärkt linearere Struktur auf, die
reibungslose Signalübertragung ermöglicht und damit zur originalgetreuen
Musikwiedergabe beiträgt."
Okay, alles klar.
Yamaha spricht die Srache der Audiophilen.
Auch wenn das nur sinnentleertes Gebrabbel ist.
Max M. schrieb:> Yamaha spricht die Srache der Audiophilen.> Auch wenn das nur sinnentleertes Gebrabbel ist.
Natürlich. Die wissen, wo das Geld sitzt, und bedienen die Zielgruppe.
Ändert aber nichts daran, daß das Gerät qualitativ schon deutlich
oberhalb der Stefan'schen Presspappe angesiedelt, und nicht nur diskret
aufgebaut ist.
Oliver
Abdul K. schrieb:> Was für ein Gefasel bei diesem Yamahatrümmer.
Nö, gar nicht. Geschmiedete LS-Kabel, Messingschrauben, versilberte
Messingfüße, Lautsprecheranschlüsse in Originalqualität aus Vollmessing
sind schon echt wichtig! Und immerhin hat jemand daran gedacht, die
Kühlkörper, den Trafo und die fetten Elkos auch mit dem "Gestell" zu
verschrauben - Meisterleistung!
Selbst meine Mediensammlung verschwindet, zumindest gefühlt:
"Der Zuhörer hat dadurch das Gefühl, sich nicht mit einer CD oder
Schallplatte im selben Zimmer zu befinden, sondern mit dem Künstler
selbst."
"Wir wollten was geiles bauen und haben eine gute Schaltung mit
ordentlich Materialschlacht beworfen" war wohl zu einfach für die Affen
vom Marketing. Alle zum Mars exportieren.
/rant und SCNR.
udok schrieb:> Ich traue mich zu wetten, dass Stefans Yamaha aus den 90'ern bessere> Messwerte hat.
So alt ist der nicht. Er hat immerhin Bluetooth. Habe ihn vor ca 5
Jahren gekauft.
Der Aufbau sieht aber echt nach einem gepimpten 90er Jahre Modell aus.
Ich habe noch einen alten AX 1090, meine Güte die Kiste hat echt power,
last stabil, und wenn man ordentlich aufdreht deutlich besser als mein
Onkyo 876 AV Receiver.
Die Lautsprecher welches aktuell baue vertragen noch mehr Leistung, da
wollte ich mir eventuell einen Img Stageline STA 1000D gönnen, aber
eigentlich hätte ich lieber etwas mehr als 500 Watt pro Kanal.
Man braucht auch ein bisschen Headroom.
DANIEL D. schrieb:> aber> eigentlich hätte ich lieber etwas mehr als 500 Watt pro Kanal.
In welcher Exklave wohnst du?
Und wie weit weg von den Lautsprechern bist du dabei?
Hund und Katze hast du da sicher auch nicht.
> aber> eigentlich hätte ich lieber etwas mehr als 500 Watt pro Kanal.
Das ist aber nun ganz und gar VÖLLIG unsolidarisch.
'Unser' Melkexperte an vorderster Front (Habeck) braucht solch
hohe Leistungen doch ganz woanders.
Wenn SOVIELE Watts völlig sinnlos in die Luft gepustet
werden, womit soll Robäärt denn dann noch die Euter seiner
Bio-Kühe/iNNen vorwärmen
(vorm Zupfen, zwecks optimaler Milchgenerierung)? ;-)
DANIEL D. schrieb:> aber> eigentlich hätte ich lieber etwas mehr als 500 Watt pro Kanal.
Damit man das Hämmern der Nachbarn gegen die Tür nicht mehr hört.
Wie groß ist denn der Saal, den Du damit beschallen willst?
Bei schlechten Ohren würde ich besser ein modernes Hörgerät mit
Bluetooth empfehlen.
DANIEL D. schrieb:> wollte ich mir eventuell einen Img Stageline STA 1000D gönnen
Verstärker mit Lüftern haben einen beschissenen Rauschabstand.
Das geht nur wenn der Amp ein eigeses Zimmer bekommt.
MaWin schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> wollte ich mir eventuell einen Img Stageline STA 1000D gönnen>> Verstärker mit Lüftern haben einen beschissenen Rauschabstand.>> Das geht nur wenn der Amp ein eigeses Zimmer bekommt.
Die Schalten erst bei 85C° ein, also genau dann wenn wenn man sie nicht
mehr hören würde. Und um den Nachbarn zu ärgern reicht schon der Yamaha
AX 1090.
DANIEL D. schrieb:> Die Schalten erst bei 85C° ein, also genau dann wenn wenn man sie nicht> mehr hören würde.
Also ob Musik keine leisen Passagen hätte und genau dann hört man den
Lüfter. Endstufen mit Lüftern sind Käse, im selben Raum sind sie Krebs.
Audio_ schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> Die Schalten erst bei 85C° ein, also genau dann wenn wenn man sie nicht>> mehr hören würde.>> Also ob Musik keine leisen Passagen hätte und genau dann hört man den> Lüfter. Endstufen mit Lüftern sind Käse, im selben Raum sind sie Krebs.
Die STA-1000D sind im Hifi betrieb erprobt, die schalten nicht so
schnell ihren Lüfter ein.
Ich hatte früher einen Surround Receiver von Technics, dessen Lüfter ist
bei mir nie an gegangen. Für die 250 Watt war bei mir offenbar kein Raum
(im wahrsten Sinne des Wortes)
Und warum hast du dir da so ein überdimensioniertes Ding dann zugelegt?
Schwanzverlängerung?
Peter D. schrieb:> Damit man das Hämmern der Nachbarn gegen die Tür nicht mehr hört.
Der ist gut!
MaWin schrieb:> Verstärker mit Lüftern haben einen beschissenen Rauschabstand.
Das hat miteinander zu tun wie Schnürsenkel zu einer Melone.
michael_ schrieb:> Und warum hast du dir da so ein überdimensioniertes Ding dann zugelegt?> Schwanzverlängerung?
Weil dieses Gerät meine (anderen) Anforderungen erfüllte und gerade im
Angebot war. Receiver mit angemessenen 5 Watt pro Kanal sind eher
selten.
Audio_ schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> Die Schalten erst bei 85C° ein, also genau dann wenn wenn man sie nicht>> mehr hören würde.>> Also ob Musik keine leisen Passagen hätte und genau dann hört man den> Lüfter. Endstufen mit Lüftern sind Käse, im selben Raum sind sie Krebs.
Bei dieser Art von Musik sollten die Lüfter erst garnicht angehen.
michael_ schrieb:> Das hat miteinander zu tun wie Schnürsenkel zu einer Melone.
Du hast mal wieder nur die Hälfte gelesen (da war noch ein Satz) und
glänzt nun wieder mit gefährlichem Halbwissen. Nach der Uhrzeit warst Du
bereits umnächtigt.
Falls Ihr es noch nicht gemerkt haben solltet, der TO, Hubi, ist schon
lange nicht mehr hier aktiv dabei. Schlaft mal ruhig bei der Hitze
weiter.
Dieter schrieb:> michael_ schrieb:>> Das hat miteinander zu tun wie Schnürsenkel zu einer Melone.>> Du hast mal wieder nur die Hälfte gelesen (da war noch ein Satz) und> glänzt nun wieder mit gefährlichem Halbwissen.
Und du scheinst um diese Uhrzeit noch nicht richtig munter zu sein!
Der Rauschabstand eines Verstärkers und die Geräusche die ein Verstärker
von sich gibt, sind doch ganz verschiedene Welten!
Geh mal in dich.
Dieter schrieb:> Du hast mal wieder nur die Hälfte gelesen (da war noch ein Satz) und> glänzt nun wieder mit gefährlichem Halbwissen.
Habe ich Dich richtig verstanden: der Rauschabstand des Verstärkers
verbessert sich bei Einzelhaft?
Genial!
Shorty schrieb:> Bei dieser Art von Musik sollten die Lüfter erst garnicht angehen.
Da antwortet mal wieder jemand, der Musik in der Mietwohnung unter
Zimmerlautstärke "genießt" ...
Audio_ schrieb:> Shorty schrieb:>>> Bei dieser Art von Musik sollten die Lüfter erst garnicht angehen.>> Da antwortet mal wieder jemand, der Musik in der Mietwohnung unter> Zimmerlautstärke "genießt" ...
Wie viel Lautstärke braucht man denn, um eine sehr laststabile ClassD
Endstufe mit 2x 500W bei 4ohm auf 85C° aufzuheizen?
Immer diese ueberhoehten Anforderungen der Blechausbeuler ... Um richtig
Stoff zu geben sitzt natuerlich niemand im Auto drin, sondern man haelt
draussen die Hand auf das Blech. Das muss dann ordentlich vibrieren.
Allenfalls wuerde es helfen, Heavy Metal aussendran zu komponieren, und
mit den Chassisresonanzen zu arbeiten.
Versuchen, den Schluessel aus dem Schloss zu vibrieren.
DANIEL D. schrieb:> Wie viel Lautstärke braucht man denn, um eine sehr laststabile ClassD> Endstufe mit 2x 500W bei 4ohm auf 85C° aufzuheizen?
Wenn im Sommer die Sonne aufs schwarze Gehäuse scheint und das Teil in
einem Rack oder Regal steht - recht wenig.
Audio_ schrieb:> Wenn im Sommer die Sonne aufs schwarze Gehäuse scheint und das Teil in> einem Rack oder Regal steht - recht wenig.
Na bei einem Wirkungsgrad von sagen wir mal 90%, und durchschnittlichen
zweimal 100 Watt Dauerleistung, habe ich dann wohl 20Watt Abwärme welche
von einem 2HE Gehäuse abgeführt werden müssen.
Was meinst du wie viel Krach macht so eine Hifi-Anlage mit 2 mal 10W
durchnittlicher Leistung? Und wie warm bekommen wir das Gehäuse mit der
Verlustleistung?
DANIEL D. schrieb:> bei einem Wirkungsgrad von sagen wir mal 90%
Für das Netzteil und für die daraus versorgte Class-D Stufe. Also 0,9 x
0,9 = 80% Wirkungsgrad.
Recht wohlwollend gerechnet.
Peak Power x 0,3 sollte als durchschnittliche Leistung passen.
Also 300W Durchschnitt bei 80% Pwirk = 60W im AMP.
Ohne Kühlerlüfter ist das kein Pappenstiel.
Max M. schrieb:> Peak Power x 0,3 sollte als durchschnittliche Leistung passen.> Also 300W Durchschnitt bei 80% Pwirk = 60W im AMP.> Ohne Kühlerlüfter ist das kein Pappenstiel.
Ja mag sein, aber mit einem Zehntel davon kommen schon meine Nachbarn an
und Klopfen an meiner Haustür.
Ein Lautsprecher 87dB Wirkungsgrad 2x 93dB und bei 10W Pro Lautsprecher
103dB und da habe ich laut deiner Rechnung 6W Abwärme in einem 2HE
Gehäuse und bei deinen 300W habe ich über 113dB. Dann sind das die
Angaben für das Freifeld, da kannst du im Raum locker 123dB oder noch
mehr Pegel daraus machen. Wenn der Lüfter angeht werde ich ihn nicht
hören.
Wenn man 30 dB lauter ist, sind andere Geräusche nicht mehr wahrnehmbar.
Das bedeutet alles was leiser ist als 93dB ist dann nicht mehr hörbar.
Und ein Gehäuse kann schon mehr wie ein paar Watt an Abwärme abführen.
michael_ schrieb:> Und du scheinst um diese Uhrzeit noch nicht richtig munter zu sein!> Der Rauschabstand eines Verstärkers und die Geräusche die ein Verstärker> von sich gibt, sind doch ganz verschiedene Welten!
Scheinst am Abend schon müde gewesen zu sein. Noch nie vom Rauschen des
Windes und Rauschen des Lüfters gehört? Das gab es alles vor dem
Rauschen des Transistors.
Vom Hintergrund sollte man aber wissen, dass bei analogen Verstärkern
durch Mikrofonieeffekte der Schall der Lüfter die Rauschleistung am
Verstärkerausgang erhöht. Umgekehrt klirren mit dem Signal auch Bauteile
akustisch im Verstärker und können trotz Lüftergeräusch sehr deutlich zu
hören sein.
Wenn Du MaWin seinen Post noch mal liest, wird Dir auffallen, dass extra
nicht zwischen elektrischen und akustischen Rauschabstand unterschieden
hat.
Dieter schrieb:> Wenn Du MaWin seinen Post noch mal liest, wird Dir auffallen, dass extra> nicht zwischen elektrischen und akustischen Rauschabstand unterschieden> hat.
Manche Leute stellen sich auch absichtlich doof, um andere anmeckern zu
können. Das ist ihm ganz sicher aufgefallen, er will es nur nicht
zugeben.
Dieter schrieb:> Vom Hintergrund sollte man aber wissen, dass bei analogen Verstärkern> durch Mikrofonieeffekte der Schall der Lüfter die Rauschleistung am> Verstärkerausgang erhöht. Umgekehrt klirren mit dem Signal auch Bauteile> akustisch im Verstärker und können trotz Lüftergeräusch sehr deutlich zu> hören sein.
Klingt für mich wie an den Haaren herbeigezogener Quark.
DANIEL D. schrieb:> Klingt für mich wie an den Haaren herbeigezogener Quark.
Du hast halt keine Goldohren. Audiophile hören noch ganz andere Dinge,
die uns beiden entgehen weil unsere Ohren mit schlechter Musik versaut
wurden. Zumindest mir haben die Doktoren dieses Forums das mehrfach
diagnostiziert.
DANIEL D. schrieb:> Klingt für mich wie an den Haaren herbeigezogener Quark.
Das sind keine typischen privaten Endverbraucheranwendungen.
Im professionenellen Verstärkerbau gab es diese Probleme, die Hersteller
dann lösen mußten. Beim ersteren Beispiel lösten das entsprechende
schallgedämmte Montage der Lüfter und der Verstärkerplatinen. Im zweiten
Fall eine Schallisolation des Gehäuses um die höhen Töne nicht zu
übertragen. Das Zirpen und Zwitschern ist auf längere Zeit unangenehm.
D.h. es war dann doch nicht möglich sich im Verstärkerraum des
Schalldruckmessraumes für Turbinenelektronik aufzuhalten.
Dieter schrieb:> DANIEL D. schrieb:>>> Klingt für mich wie an den Haaren herbeigezogener Quark.>> Das sind keine typischen privaten Endverbraucheranwendungen.> Im professionenellen Verstärkerbau gab es diese Probleme, die Hersteller> dann lösen mußten. Beim ersteren Beispiel lösten das entsprechende> schallgedämmte Montage der Lüfter und der Verstärkerplatinen. Im zweiten> Fall eine Schallisolation des Gehäuses um die höhen Töne nicht zu> übertragen. Das Zirpen und Zwitschern ist auf längere Zeit unangenehm.> D.h. es war dann doch nicht möglich sich im Verstärkerraum des> Schalldruckmessraumes für Turbinenelektronik aufzuhalten.
Genau und deswegen ist es wohl egal wenn der Verstärker in einem anderen
Raum steht laut MaWin.
gibt auch chipamps ohne induktivitäten.. die mit noch weniger bauteilen
aufgebaut sind.. und einfachere betriebsspannungen benötigen.. :-)
TDA7850 und derivate..
Ich hab noch nen herkömmlichen Class AB mit 2*130W sinus, da brauchts
keinen Lüfter. Man sollte nur darüber etwas Platz lassen, damit die Luft
zirkulieren kann.
MaWin schrieb:> Verstärker mit Lüftern haben einen beschissenen Rauschabstand.
Mich wundert es ohnehin, dass sich so etwas verkauft. Bei P.A. ja, aber
im Studiobereich muss von Seiten der Hersteller immer wieder betont
werden, dass sie "lüfterlos" sind, weil es einige eben nicht sind.
Der nächst Clou sind brummende Trafos in High-End-Stufen! Auch mein
Yamaha 701 ist minimal zu hören - allerdings nur, wenn man direkt ans
Gerät geht. Meine PAS 2002 ist dabei interessant: Genau so leise, mehr
Leistung, aber trotzdem noch lüfterlos. Dafür richtig groß und schwer
und nicht wohnzimmertauglich.