Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Erfahrung Mikroskop - mal wieder.


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Ralph T. (programinator)


Lesenswert?

Tach,

für gelegentliche Löt- und Inspektionsarbeiten im privaten Bereich bin 
ich auch der Suche nach einem günstigen Stereomikroskop. Mein Budget 
liegt bei max. 350€.
Ich habe Erfahrung mit dem Swift S41-20 
(https://www.amazon.de/dp/B07G92FG7L/ref=emc_b_5_t), das grundsätzlich 
ausreichend ist. Allerdings ist der Sichtbereich nicht besonders groß, 
es gibt keine stufenlose Vergrößerung, die Augenmuscheln sind sehr 
unangenehm und die Okulare verdrehen sich ständig.
Auf Banggood 
(https://sea.banggood.com/Efix-0_7-45X-13MP-Trinocular-Stereo-Soldering-Microscope-Stand-Lens-Digital-Camera-for-Repair-Mobile-Phone-Tools-Kits-p-1823941.html) 
wird ein Trinokular Stereo Mikroskop inklusive Kamera für 285€ 
angeboten, das meinen Bedürnissen sehr nahe kommt. Mir stellt sich die 
Frage, ob man für das Geld wirklich etewas geboten bekommt, oder nur 
Schrott aus Asien geschickt bekommt. Gibt es irgendjemanden, der mit 
diesem oder ähnlichen Teilen Erfahrung hat?

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (adrock)


Lesenswert?

Ich möchte mich dieser Frage mal (halb) anschließen. Ich habe momentan 
ein Bresser Biorit ICD CS mit 10x Vergrößerung im Einsatz.

Manchmal hätte ich tatsächlich lieber etwas weniger Vergrößerung bei 
größerem Sichtfeld. Zoombar.

Es gibt auf Ali diverse Shops welche größtenteils baugleiche Mikroskope 
wie die von z.B. "Amscope" anbieten (auch Bresser ist da m.W. nur ein 
Importeur).

Mein Wunschscope dort würde um die 600 EUR kosten, trinokular, inkl. 
Kamera (ggfs. autofocus) und LED-Ring etc.

Sind die China-Mikroskope grundsätzlich vergleichbar mit den baugleichen 
von "Markenherstellern" wie Amscope, Swift, ..., oder (noch) billige(re) 
Kopien davon?

Nein, ein gebrauchtes "Zeiss" o.ä. entspricht eher nicht meiner 
Vorstellung, da ich z.B. auch gerne einen Arm möchte den ich am Tisch 
befestigen kann, um maximale Bewegungsfreiheit zu haben. Bei den 
gebrauchten muss man immer irgendwo Abstriche machen zwischen dem was 
man bekommen kann und dem was man idealerweise möchte.

: Bearbeitet durch User
von Alex (Gast)


Lesenswert?

Moin,

Ich nutze ab und zu ein Mikroskop Set von Aliexpress Marke "Eakins". 
Habe leider den original-link nicht, aber es sieht baugleich aus zu dem 
Set in meinem Link, auch die Kamera. Das Trinokular sieht identisch aus 
zu den meisten anderen, nur das Zubehör variiert. Ich glaube es waren 
~485€ incl. Versand aus EU.

https://sea.banggood.com/3_5X-90X-Double-Boom-Stand-Zoom-Simul-Focal-Trinocular-Stereo-Microscope+48MP-2K-HDMI-USB-Industrial-Camera-For-Phone-PCB-Repair-p-1955091.html?cur_warehouse=CN&rmmds=search

Kurz gefasst: Es ist brauchbar, aber der Unterschied zu teuren ist schon 
Spürbar, aber für gelegentliches Arbeiten nicht schlimm. Die optische 
Qualität ist sehr gut, auch die Kamera ist ok. Unterschiede sind eher 
bei der restlichen Mechanik oder technischen Details.

Größter Nachteil bei diesen China Mikroskopen ist der Sichtbereich. So 
viel Vergrößerung wie die Ermöglichen braucht man eigentlich nie - dafür 
ist das "herauszoomen" nicht weit genug möglich. Ich nutze natürlich die 
0.5x  Barlow Linse, die dabei ist ("0.5X WD165" ist ein zusätzliches 
Weitwinkel Korrektur-Objektiv aka. "Barlow-Linse", das unten ans 
Mikroskop kommt - bloß kein Set ohne kaufen!). Eyepiece nutze ich die 
10X. Das WD165 auf der Barlow Linse heißt übrigens Working 
Distance/Arbeitsabstand, also Platine<->Linse = ca. 165mm. Das ist zum 
Löten ok. Viel weniger sollte es nicht sein, sonst wird es eng für den 
Lötkolben.

Der Zoom fühlt sich nicht besonders hochwertig an, funktioniert aber.
Beim Zoomen verändert sich der Arbeitsabstand. Man muss also neu scharf 
stellen/die Höhe verstellen um wieder etwas zu sehen. Bei hochwertigen 
Mikroskopen kann man am Zoom drehen und es bleibt scharf (aka. 
parfokal?).

Der Haltearm aus meinem Link ist grausam und ziemlicher Schrott - den 
kann ich nicht empfehlen. Wackelig, die Linearlager halten nicht lange & 
der Höhen-Schnellverstellbereich ist immer gerade unpassend bzw. nicht 
weit genug verstellbar. Hatte ich gewählt weil halt auch größere Dinge 
darunter passen ohne gegen die Halterung zu stoßen.

Der Winkel aus dem man durch die Okulare schauen muss um etwas zu sehen 
ist recht begrenzt - das ist bei einem hochwertigen besser, also weiter. 
Man muss beim ersten Mal schon ein paar Minuten mit der Einstellung der 
Breite, Sitzhöhe usw verbringen bis man angenehm durchschauen und 
arbeiten kann. Ist dann aber schon ok. Bei edlen Mikroskopen ist neben 
der Breite auch die "Kippung" der Okulare einstellbar und man muss nicht 
alles über die Sitzhöhe oder Nackenhaltung korrigieren.

Die Kamera (die Blaue 48Mp aus meinem Link) ist ok. Hat natürlich keine 
48Mp... evtl. ist das die Angabe im Sensordatenblatt ohne Bayer 
einzurechnen. Ich glaube Fotos hatten dann reale 12Mp, bin mir aber 
nicht mehr sicher.
Macht jedenfalls verzögerungsfreie 1080p 60Hz direkt auf einen HDMI 
Monitor (Muss der Monitor können) und gibt auch mit geringer Verzögerung 
über USB aus. Die Software ist schon brauchbar.
Die Befestigung der Kamera ist über diesen 1/2-Adapter. Bei mir ist da 
der Fokus für die Kamera separat einstellbar, das ist ganz praktisch.
Der Sichtbereich des Kamera-Bildes ist immer etwas anders als der durch 
die Okulare. (ist bei besseren aber auch nicht anders - evtl. nur besser 
aufeinander abgestimmt)

Habe leider derzeit keinen Zugriff darauf und kann keine Bilder zeigen.

schönen Gruß,
Alex

von Alex (Gast)


Lesenswert?

Ralph T. schrieb:
> Auf Banggood
> 
(https://sea.banggood.com/Efix-0_7-45X-13MP-Trinocular-Stereo-Soldering-Microscope-Stand-Lens-Digital-Camera-for-Repair-Mobile-Phone-Tools-Kits-p-1823941.html)
> wird ein Trinokular Stereo Mikroskop inklusive Kamera für 285€
> angeboten, das meinen Bedürnissen sehr nahe kommt.

Wäre wahrscheinlich ok, aber die Barlow Linse würde ich noch dazu 
kaufen. Die gibt es zumindest bei Aliexpress auch separat. Die 0.5x 
WD165 kenne ich und ist ok. Es gäbe auch eine 0.3x WD287 aber bei dem 
Abstand 287mm ist evtl. dann das Stativ zu klein. Sonst bestimmt eine 
gute Alterantive.

MfG Alex

von Zeno (Gast)


Lesenswert?

Ralph T. schrieb:
> für gelegentliche Löt- und Inspektionsarbeiten
Für Lötarbeiten würde ich das von Amazon angebotene empfehlen. Grund ist 
der relativ große Abstand zwischen Objektiv und Objekt, was beim Löten 
ganz angenehm ist, da man sich nicht verrenken muß. Das Teil dürfte mit 
dem Bresser BRESSER Biorit ICD 
(https://www.bresser.de/Mikroskopie/Mikroskope/BRESSER-Biorit-ICD-CS-Stereomikroskop-LED.html) 
identisch sein. Ich habe das Teil und bin damit zu frieden.

Bei dem Banggood ist das Zubehör halt umfänglicher. Ob das allerdings 
was taugt, da bin ich etwas zwiegespalten - gute Optik halt nun mal 
ihren Preis. Den geringen Abstand zum Objekt würde ich auch als störend 
empfinden, ist aber sicher Ansichtssache.

von Olaf (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

> wird ein Trinokular Stereo Mikroskop inklusive Kamera für 285€
> angeboten, das meinen Bedürnissen sehr nahe kommt. Mir stellt sich die

Ich besitze das Teil seit einem Jahr und kenne beruflich auch wesentlich 
teurere Mikroskope. (Mantis, Zeiss, Nikon) Kann also vergleichen.

Ich bin mit dem Teil EXTREM zufrieden.

Vorteile:

1. Scharf,
2. mechanisch sehr stabil
3. gut einstellbar.
4. Das LED-Licht ist gut einstellbar und kann EXTREM hell sein.
5. Kamera hat HDMI-Ausgang und laeuft problemlos unter Linux.
6. Die Weitfeldokulare sind sehr gut.
7. Trinocular macht Spass wenn man die Kamera braucht.

Nachteile:

Bei meinem waren zwei Barlowlinsen dabei, die eine war mir etwas zu 
stark
die andere etwas zu schwach. Ich hab mir dann noch eine dritte gekauft 
die in der Mitte lag. (Ich glaub 0.7er war optimal)

Die Befestigung des LED-Licht am Mikroskop ist etwas wackelig mit drei 
Schrauben geloesst. Da faellt nichts ab, aber es ist irgendwie schade.

Die Kamera funktioniert und ist auch scharf, aber ihr Dynamikumfang 
kommt mir etwas bescheiden vor. Sie liegt etwa auf Handyniveau. Meine 
SLR ist besser. :)

Verbesserungen:

Ich hab die beiden Metallklammern auf der Grundplatte entfernt und 
stattdessen eine blaue loetfeste ESD-Matte aufgeklebt.

Ich hab mir einen Adapter fuer die Eingangslinse gefraest. Das Objektiv 
hat dort, wenn ich mich recht erinnere einen Anschluss von M40.5. 
Jedenfalls etwas das wohl bei Mikroskopen gaengig, aber bei Fotografen 
vollkommen unbekannt ist. Mit dem Adapter kann ich einen M49 UV-Filter 
aufschrauben. Den kann man dann ab und an einfach abschrauben und von 
Flussmittelspritzern reinigen.

Ich hab mir zwei Plastikkappen fuer die Okulare gedruckt damit da kein 
Staub drauf kommt wenn man es nicht benutzt. Ich haenge die STL-Datei 
mal an. Ist aber banal.

Fuer die paar Kroeten ist das Teil geschenkt. Ist wuerde es jederzeit 
wieder kaufen.

Olaf

von Manfred (Gast)


Lesenswert?

Ralph T. schrieb:
> Suche nach einem günstigen Stereomikroskop

... mal wieder: Beitrag "[S] Stereomikroskop: Euer Rat ist gefragt"

Markus M. schrieb:
> Ich habe momentan
> ein Bresser Biorit ICD CS mit 10x Vergrößerung im Einsatz.

Unverschämt teurer geworden - seit Juli 2019 von 260 auf 359 Euro!

> Manchmal hätte ich tatsächlich lieber etwas weniger Vergrößerung bei
> größerem Sichtfeld. Zoombar.

Ich auch, es war halt ein Kompromiß Richtung Preis.
Wenn es sein soll, könnte man bei Bresser eine 0,5x Linse kaufen, dann 
käme es auf 5x  10x anstatt 10x  20x

> Es gibt auf Ali diverse Shops welche größtenteils baugleiche Mikroskope
> wie die von z.B. "Amscope" anbieten (auch Bresser ist da m.W. nur ein
> Importeur).

Mein Biorit kommt eindeutig aus China, zeigt schon der landesübliche 
Umkarton. Allerdings stinkt es nicht nach China und ist äußerlich 
einwandfrei verarbeitet.

An der optischen Qualität habe ich nichts auszusetzen.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Manfred schrieb:
> Allerdings stinkt es nicht nach China

Wie riecht es denn "nach China"??

Ich habe eins von Eschenbach (3320). Allerdings taugt es eher zum 
Inspizieren. Löten mache ich da kaum und es könnte wegen des geringen 
Abstands Probleme machen (s.o.). Vergrößern kann es aber recht genau. 
Man kann mit dem Handy durchfotografieren.

Das hat vor fast 10 Jahren mal 300,- gekostet und ist jetzt nicht mehr 
zu haben. Die etwas besseren haben auch im Preis angezogen.

von Uli S. (uli12us)


Lesenswert?

Statt der Vorsatzlinse die den Nachteil hat, kann aber beim Arbeiten 
damit auch ein Vorteil werden, den Betrachtungsabstand deutlich zu 
vergrössern kann man auch Okulare mit anderer Vergrösserung verwenden. 
Dabei bleibt der Abstand annähernd gleich. Bloss der Bildausschnitt 
ändert sich.

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

Man sollte auch bedenken das der Arbeitsabstand auch nicht zu gross
werden darf weil man sonst einen extra langen Hals braucht um noch
in die Okulare einschauen zu koennen. .-)

Aber das kann man sich ja mit den unterschiedlichen Barlowlinsen
passend einstellen!

Olaf

von Uli S. (uli12us)


Lesenswert?

Weniger wegen dem Hals als wegen der Länge des Stativs. Da kommt man 
schnell mal an die Grenze oder drüber hinaus, was das hergibt. So ein 
einfaches mit ner Rundsäule liesse sich ja eventuell entweder verlängern 
oder gegen eine längere Säule ersetzen. Es gibt aber auch welche mit ner 
Prismenführung, da kann man leider gar nix ändern.

von Markus M. (adrock)


Lesenswert?

Okay, danke für die Rückmeldungen.

Als Fazit kann man also sagen: Optisch sind die China-Mikroskope 
durchaus OK, inklusive der Kamera, einzig bei den mechanischen 
Komponenten und dem Komfort muss man ggfs. Abstriche machen bzw. etwas 
nacharbeiten.

Das hört sich doch ganz gut an.

von Timo N. (tnn85)


Lesenswert?

Was bringt das Okular? Kamera + Bildschirm reicht doch?

Ich hab mir damals auch von Eakins so was:
https://de.aliexpress.com/item/4001228773540.html

für 90 Dollar geholt.  Dazu einen billigen alten Bildschirm mit HDMI 
Eingang. Jetzt sind die viel teurer geworden, sehe ich gerade.

Für normale Arbeiten reicht das vollkommen. Ich bin vollkommen 
zufrieden.
Etwas weniger Vergrößerung wäre noch wünschenswert, aber es geht schon 
in Ordnung.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Timo N. schrieb:
> Kamera + Bildschirm reicht doch?

Wenn du Stereokamera und -bildschirm hast, vielleicht. ;-)

Die meisten haben sowas nicht, aber haben trotzdem zwei Augen …

von Olaf (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

> Weniger wegen dem Hals als wegen der Länge des Stativs. Da kommt man
> schnell mal an die Grenze oder drüber hinaus, was das hergibt.

Nein, wenn ich das Mikroskop ganz nach oben mache dann kann ich schon
nicht mehr ganz bequem oben reinschauen. Klar, wenn man will geht das
irgendwie, aber so wirst du nichts ernstes loeten wollen.

Das ganze wird aber natuerlich auch von der Groesse, Halslaenge, 
Schreibtischhoehe und der Fehlsichtigkeit abhaengen. Deshalb wird man
vermutlich mit den Barlowlinsen etwas experementieren muessen.



> durchaus OK, inklusive der Kamera, einzig bei den mechanischen

Ich hab wirklich genau dasselbe Mikroskop wie das was du oben
als Link gepostet hast, aber meine Kamera ist nicht rot sondern
schwarz und hat auch keinen RGB-Videoausgang mehr sondern nur noch
HDMI.

> Was bringt das Okular? Kamera + Bildschirm reicht doch?

Nicht fuer Leute die ernsthaft unter dem Mikroskop arbeiten
weil man dann 3D-sicht braucht. Ich haenge mal ein kleines Beispiel
dran wo ich ein WSON8 Gehaeuse als Deadbug testweise auf die PADs
einen BGA8 geloetet habe. Widerstaende sind 0402, Draht 0.2mm.
Das kannst du ja mal mit so einem Bildschirmmikroskop machen. .-)

Olaf

von Timo N. (tnn85)


Lesenswert?

Hab nur noch ein Auge :(

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


Lesenswert?

Ich meinte:

Hab nur noch ein Auge .(

von Markus M. (adrock)


Lesenswert?

Olaf schrieb:

> Nicht fuer Leute die ernsthaft unter dem Mikroskop arbeiten
> weil man dann 3D-sicht braucht. Ich haenge mal ein kleines Beispiel

Das sehe ich auch so.

> Das kannst du ja mal mit so einem Bildschirmmikroskop machen. .-)

Naja, es gibt durchaus Leute die offenbar ihre Hand-Auge-Koordination 
bzw. Muskelgedächtnis so trainiert haben, dass sie nur mit dem 
Bildschirm klarkommen, selbst bei fein(st)en Lötarbeiten. Wenn man 
nichts anderes macht geht das vlt. irgendwann. Aber braucht wohl viel 
Übung. Wäre für mich als Gelegenheits-SMD-Löter eher nichts.

von Uli S. (uli12us)


Lesenswert?

Wegen Arbeitshöhe, Es gibt so ne neumodische Erfindung, nennt sich 
Kissen, was man auf den Stuhl, Sessel legen kann. Aber gegen ein zu 
kurzes Stativ lässt sich ohne umfangreiche Umbaumassnahmen, soweit 
überhaupt möglich, nichts machen.
Ich hab mir vor einiger Zeit auch so ein ähnliches Teil gekauft. Hatte 
20 und 40
fache Vergrösserung. Da mir die 20 fach aber zu stark war hab ich dann 
beim Hersteller angefragt, ob mir die ein 1X Objektiv verkaufen würden, 
wurde von allen sowohl Händler wie Verkäufer abgelehnt. Dann hab ich mir 
halt so ein 1mal Objektiv in China bestellt, das auf dieses Bresser 
Biorit, was glaub ich schon mal genannt wurde mit den auswechselbaren 
Objektivplatten passt. Zu meiner freudigen Überraschung war der Abstand 
genau gleich dem, was ursprünglich verbaut war. Dann mit Feile und 
Bohrmaschine draufmontiert. Passt. Dazu noch 2 5x Okulare. Damit hab ich 
wahlweise 5x, 10x, 20x, 40x Vergrösserung. Theoretisch wären auch noch 
andere mit anderen Okularvergrösserungen möglich, was aber so gut wie 
nichts bringt, weil 40 fach das Maximum ist, mit dem man noch irgendwie 
arbeiten kann. Nichts gegen die Barlowlinse, die dient ja, wenn man 
drunter lötet auch zum Schutz der Objektive. Aber man ist halt durch die 
Vergrösserung des Abstands sehr eingeschränkt. Wär bei mir aber gar 
nicht möglich gewesen, weil die Blende überm Revolver kein Gewinde hat. 
Der Aufwand, das Objektiv zu bearbeiten war jedenfalls geringer, wie ne 
neue Blende zu bauen, weil auch die Frage danach erzeugte bei den 
Händlern bloss kopfschütteln. Irgendwie scheint Service keine grosse 
Rolle mehr bei den Firmen zu spielen.

von HansguckindieLuft (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ralph T. schrieb:
> für gelegentliche Löt- und Inspektionsarbeiten im privaten Bereich

nutze ich eine große Stand-Klapp-Lupe bzw. Fadenzähler ca. 9cm 
Durchmesser fürs zweiäugiges Hineinsehen und sehe jedes Detail 
supergenau - ca 10-15€

Du wirst Klötze staunen was damit möglich ist, sogar beidhändiges Löten.

Vorteil = gar keine irgendwie störenden Gegenstände am oder im Auge.

Zur Inspektion von Saphiren/Diamanten tuts ein Schüler-µScope vom 
Flohmarkt für 5€. Beide Augen offen halten, ein Auge per Gehirn 
ausblenden und nur die Details fokusieren, funktioniert prima.

Wer andere Hobbies hat, braucht ein Ziel- oder Fernrohr oder ein 
Teleskop.

Viel Spaß noch im Leben!

von Andreas S. (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Wenn Interesse besteht,biete ich ein Stereomikroskopkopf von Eschenbach 
an.
Nur der Kopf mit 0,5 x Vorsatzlinse, 1x Adappter für Canon Kamera und
1 x C-Mount Adapter für eine Mikroskopkamera.
Ich weiß, das gehört in "Markt" - aber vieleicht ließt der TO hier noch 
mit.
Über den Preis wird man sich bei Interesse schoneinig,daher sage ich 
dazu erst einmal nichts.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

HansguckindieLuft schrieb:
> Du wirst Klötze staunen was damit möglich ist, sogar beidhändiges Löten.

Du wirst Klötze staunen, was damit alles nicht mehr möglich ist. Ich 
denke, mit Olafs Beispiel oben hättest du schon einiges zu tun, und ob 
du einen 0402-Widerstand damit hochkant unter ein hochgebogenes TQFP-Pin 
bekämst, da hätte ich jetzt auch meine Zweifel (BTDT, nachträgliche 
Serienterminierung einer SPI-Leitung am Prototypen).

Alle anderen für doof zu verkaufen, nur weil man sich selbst für 
irgendwas entschieden hat, ist keine sehr wertschätzende Art.

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> Händlern bloss kopfschütteln. Irgendwie scheint Service keine grosse
> Rolle mehr bei den Firmen zu spielen.

Witzbold. Wir reden ueber ein Mikroskop das technisch fast mit den 
Profiteilen namhafter Hersteller mithalten kann aber nur wenige hundert 
Euro kostet.
Also so gut wie nix.

Du kannst ja mal bei den bekannten Marken einkaufen. Da geht es so bei 
5kEuro fuer ein Vorfuehrmodell los und dann gibt es Vertreter, Service, 
Beratung und alles.

Olaf

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


Lesenswert?

Uli S. schrieb:
> Wegen Arbeitshöhe, Es gibt so ne neumodische Erfindung, nennt sich
> Kissen, was man auf den Stuhl, Sessel legen kann.
Ich habe noch den altmodischen Kram, nennt sich 
Arbeitstischhöheneinstellung und Stuhlkompressionsdämpfereinstellung. 
Den einen macht man runter, den anderen hoch.

Allerdings ändert das nichts an dem vergrößerten Abstand zwischen Hand 
und Auge gegenüber dem, was man normal nutzt, ohne etwas Dazwischen. Für 
solche Leute und auch Personen mit halbseitiger Augenschädigung sind 
große Lupengläser zu empfehlen, über denen man den Kopf seitlich bewegen 
kann und sich so einen zusätzlichen Tiefeneindruck verschaffen kann, was 
mit den Augen über den Okularen nicht geht.

Oder du nutzt eines der Stereomikroskope meines Kunden, die für 
Operationen eingesetzt werden. Die liefern Bilder auch auf 
3D-Stereo-Monitoren.

von Uli S. (uli12us)


Lesenswert?

Ich bin jetzt von ner eher rudimentären Ausstattung ausgegangen. Wie 
gesagt, den Augenabstand zum Tisch kann man schon ausgleichen. Das ist 
aber nur in nem recht begrenzten Bereich möglich. So 0,3 was wimre 
angeboten wird, geht halt mit einer verdreifachung des Abstands Objekt, 
Objektiv einher. Ein entsprechendes Okular
bildet zwar nur mehr einen Ausschnitt des möglichen Arbeitsbereichs ab, 
aber der Arbeitsabstand bleibt nahezu gleich. Nahezu deshalb, weil man 
in geringem Mass scharfstellen muss.
Ich persönlich hätte jetzt gar nichts gegen eine Verdoppelung des 
Abstands, wenn man löten oder irgendwas montieren will, geht das häufig 
leichter.
Es mag aber leute geben, denen das nicht liegt.
Wie gesagt, bei meinem Mikroskop war das leider nicht möglich, weil der 
Tubus oder wie auch immer das Dingens über den Objektiven heisst, kein 
passendes Gewinde hat. Der Aufwand, mir da was zu basteln war einfach zu 
gross. Auch wenn ich die Möglichkeit habe.

@Olaf; Es gibt dieses Mikroskop von mehreren Dutzend oder so Händlern 
weltweit
mit entweder 1 und 3x oder 2 und 4x Objektiv. Ausser durch die 
entsprechenden Platten unterscheiden sich die Dinger gar nicht, Wie 
gross ist jetzt der Aufwand, mal zu schauen, ob man ein solches Objektiv 
als Ersatzteil zur Verfügung hat. Auch Bresser verkauft das Teil unter 
seinem Namen, obwohl der nichts anderes macht, als sein Papperl drauf 
und möglicherweise ne deutsche Anleitung dazulegen. Meins heisst zwar 
winlab, ist aber vergleichbar, die Details sind leicht unterschiedlich.
https://www.winlab.de/schule/mikroskopie/stereomikroskope/stereomikroskop-hps-30/31-mit-led-beleuchtung?number=650376248

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> @Olaf; Es gibt dieses Mikroskop von mehreren Dutzend oder so Händlern
> weltweit mit entweder 1 und 3x oder 2 und 4x Objektiv.

Ich weiss. bei meinem waren WF10X/20 Okulare dabei. Das WF ist wichtig
damit man einen grossen Einblick hat. Objektiv ist IMHO nicht ganz
so wichtig weil man einen grossen Zoombereich hat. Kann aber sein das 
ich auch mehrere Objektive dabei hatte. Ich glaube da hab ich auch etwas 
gespielt.

Man bekommt letztlich einen riesige Styroporkiste wo in jeder Ecke
Teile versteckt sind und bastelt sich dann daraus sein Mikroskop 
zusammen.
Ist wie Ikea nur fuer Optik. :-D

Und ich bin mit dem Arbeitsbereich vollkommen zufrieden!
Man darf auch nicht vergessen das man sowas ja nicht fuer Opas
Roehrenradio braucht sondern fuer SMD. Das passt schon....

ES gibt auch noch Teile die haben so einen groesseren ausladenden
Schwenkarm. Da waere ich vorsichtig! Sowas muss sehr massiv sein damit
es hinterher nicht wackelt! Und das gilt natuerlich auch fuer den 
Schreibtisch.
Und es wuerde mir auch zuviel Platz wegnehmen.

Olaf

von Ralph T. (programinator)


Lesenswert?

Guten Morgen und vielen Dank für die rege Diskussion!

Markus M. schrieb:
> Bresser Biorit ICD CS
Das sieht dem Swift S41-20 sehr ähnlich. Vermutlich haben beide Typen 
den selben Ursprung. Ansonsten scheinen sich unsere Eindrücke und 
Erfahrung zu decken.

Alex schrieb:
> Mikroskop Set von Aliexpress Marke "Eakins"
Vielen Dank für die umfangreiche Zusammenfassung. Ich denke, das Teil 
ist ein paar Nummer zu grpß für mich. Da bleibt nicht mehr viel Platz 
auf meinem Arbeitstisch. Und für die erwähnte gelegentliche Nutzung wird 
das Verstauen zur sportlichen Übung ;-)

Zeno schrieb:
> Das Teil dürfte mit
> dem Bresser BRESSER Biorit ICD
Auch das ist doch wieder identisch mit dem Swift, auch wenn es nur einen 
Schwanenhals hat. Ich habe keine Ahnung von Optik, aber ist es nur ein 
Eindruck, dass Bresser auch nur billig in China einkauft?

Olaf schrieb:
> Ich bin mit dem Teil EXTREM zufrieden.
Genau, was ich hören wollte :-) Nein, ganz ehrlich: auch dir vielen Dank 
für deine umfangreiche Beurteilung.
Die Kamera ist mir nicht wichtig. Bei dem Swift hatte ich auch eine 
Kamera dabei. Nettes Spielzeug, insbesondere mit der zugehörigen 
Software.
Das Teil gibt es wohl in zwei Varianten. Einmal mit den von dir 
erwähnten Klammern und dann mit einer größeren Arbeitsplatte inkl. 
Silikonunterlage. Das wäre dann mein Favorit.

Timo N. schrieb:
> Kamera + Bildschirm reicht doch?
Ich habe da leider andere Erfahrungen gesammelt. Bei der mir bekannten 
Kamera war das Delay viel zu groß und ein Arbeiten damit unmöglich. Des 
Weiteren fehlte mir die dritte Dimension. Ist aber vielleich auch 
Gewöhnungssache

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> > Kamera + Bildschirm reicht doch?
> Ich habe da leider andere Erfahrungen gesammelt.

Ich koennte mir vorstellen das sowas mal in Zukunft interessant wird.

Wenn es irgendwann mal 3D-Brillen gibt die man einfach als 
Computerzuberhoer
kaufen kann ohne seine Seele an eine Ausbeuterfirma zu verkaufen, wenn 
die dann eine entsprechend hohe Aufloesung bieten und wenn die leicht 
und klein genug sind das man das Tragen als angenehm akzeptiert dann 
koennte man ja ein Stereobild von Kameras aufnehmen und darauf 
uebertragen.

Man fragt sich natuerlich wieso diesen Aufwand, aber man koennte dann 
einfach ins Bild den Oszi oder das Multimeter einblenden. Oder auch mal 
das Bild mit einem Kollegen teilen.

Sowas waere schon geil! Aber darauf werden wir noch 5-10Jahre warten 
muessen.

Olaf

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Mikroskop? Zu teuer.

Und: Mit diesem Guckloch kann ich viel flexibler arbeiten

von Gerhard H. (ghf)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Olaf schrieb:

> ES gibt auch noch Teile die haben so einen groesseren ausladenden
> Schwenkarm. Da waere ich vorsichtig! Sowas muss sehr massiv sein damit
> es hinterher nicht wackelt! Und das gilt natuerlich auch fuer den
> Schreibtisch.
> Und es wuerde mir auch zuviel Platz wegnehmen.

Ich habe den Fuß des Mikroskops im Keller eingelagert und statt
dessen einen Galgen an der 1. Etage des Arbeitstisches befestigt.
Der Arbeitstisch besteht aus 5 * Ikea Pronomen und unüblich vielen
Beinen. Die vertikale Säule kommt jetzt von oben. Der Arm an dem
die Säule hängt, ist 2 Stück Aluprofil aus dem Baumarkt. Damit kann
ich von mir weg / mehr zu mir einstellen. In die Ecke muss eine
selbstschneidende Schraube, sonst wackelts. Das geht auch schöner.
Die Stelle, an der die beiden Rohre ineinander stecken, ist leider
hinter dem Kabel des Ringlichts versteckt.

Der Arm ist auf der Rückseite des Tischs von unten an die Platte
angeschraubt die das scope trägt. Vorne liegt der Arm auf einer
Alu-Schiene. Damit kann man ihn links/rechts schwenken, oder
überhaupt aus dem Weg.

Das Mikroskop ist von Streppel Glasfasertchnik, schon länger her.
Das Ringlicht ist chinesisch. Es strahlt etwas mit 56 KHz.
Die Kaltlichtquelle von Streppel ist unerträglich laut, wird
nicht mehr benutzt.

Die Platine etc unter dem Mikroskop hat jetzt die ganze waag-
rechte Tischplatte unter sich und rutscht nicht mehr dauernd
von der Kante des Fußes, und sie stößt auch nicht mehr an der
Säule an.

So aufgeräumt ist da selten.

Gruß, Gerhard

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> Der Arbeitstisch besteht aus 5 * Ikea Pronomen und unüblich vielen
> Beinen. Die vertikale Säule kommt jetzt von oben.

Du hast vergessen zu erwaehnen das du eine Menge teure Messgeraetemasse
auf dein Regal gestellt hast damit nix wackelt. :-D

Olaf

von Manfred (Gast)


Lesenswert?

Ralph T. schrieb:
> Ich habe keine Ahnung von Optik, aber ist es nur ein
> Eindruck, dass Bresser auch nur billig in China einkauft?

Lesen hilft:
Manfred schrieb:
> Mein Biorit kommt eindeutig aus China, zeigt schon der landesübliche
> Umkarton.

Es gibt mindestens zwei andere Mikroskopthreads, in denen niemand die 
optische Qualität des Bresser bemängelt hat.

Zu den vermutlich baugleichen anderen Geräten habe ich nichts gelesen. 
Zumindest der direkte Kauf aus China hat noch den Schönheitsfehler, dass 
Umsatzsteuer und Zoll zu zahlen sind. Es sind über 150 Euro, da kann 
Aliexpress das nicht mehr vorab einziehen!

von Uli S. (uli12us)


Lesenswert?

Können täten sie schon, aber machen tun sies halt nicht. Wer schon mal 
irgendwas vom Zoll abholen musste, womöglich mit nem Dutzend 
Einzelpositionen, der weiss warum. Aber, was ich so festgestellt hab, 
diese Mikroskope sind, wenn man sie von nem deutschen Vertriebler kauft, 
teils deutlich billiger als in China. Einfach weil die derzeit echt 
unverschämt Versandkosten verlangen. Eventuell könnte man auch mal bei 
Amscope in Amland nachschauen, die haben ein riesiges Programm von allem 
möglichen, das sich nur in Details unterscheidet.
Dort gibts ab nem bestimmten Einkaufspreis den Versand umsonst.

von Hermann W. (hermannw)


Lesenswert?

Ich komme sehr gut klar mit einer Leesebrille mit 4 Doptrin von Fielmann 
für ca. 5€. Ich bin kurzsichtig und sehe damit scharf von 10 bis 20cm. 
Für weitsichtige ist das wohl nicht so hilfreich. Ich spare mir das 
umständliche Positionieren unter der Optik und lege einfach los. Für 
genaue Endkontrolle nehme ich eine 8-fach-Lupe (Fadenzähler).

von Hermann W. (hermannw)


Lesenswert?

Dioptrien natürlich :(

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Hermann W. schrieb:
> Ich komme sehr gut klar mit einer Leesebrille mit 4 Doptrin

Und damit lötest du dann auch solche Dead-Bug-Kunstwerke, wie Olaf sie 
oben gezeigt hat?

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


Lesenswert?

Gerhard H. schrieb:
> Ich habe den Fuß des Mikroskops im Keller eingelagert und statt
> dessen einen Galgen an der 1. Etage des Arbeitstisches befestigt.

Ich nehme an, der ist beweglich montiert und auch seitlich schwenkbar?

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.