Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Benzintank Füllstand mittels Drucksensor


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von Wulf D. (holler)


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Es geht um eine Füllstandsanzeige eines Benzintanks in einem älteren 
Boot. Der Edelstahltank ist fest eingebaut und hat nur eine 
Einfüllöffnung für Tankstutzen / Entlüftung und ganz unten einen 8mm 
Rohranschluss (lichte Weite) für die Benzinleitung.
Eine übliche Tankuhr für Widerstandspoti- Schwimmer ist also nicht 
einsetzbar. Will den Tank keinesfalls anbohren, die Späne bekomme ich 
niemals wieder raus.
Die Idee mit einem Drucksensor funktioniert leider nicht, siehe Skizze:
ein günstiger, benzinfester 5 PSI Drucksensor steuert über einen 
analogen OP (für Offset, Steigung) plus Stromquelle eine konventionelle 
Tankuhr an. Solange Benzinpumpe und Motor nicht im Spiel sind, stimmt 
die Anzeige. Aber sobald an der 5m langen Benzinleitung etwas 
angeschlossen ist, bekomme ich nur noch Hausnummern angezeigt: von 0 bis 
Vollanschlag ist alles drin, egal wie voll der Tank ist.
Ob man das Messprinzip mit einer weiteren Belüftung nahe dem Drucksensor 
retten kann?
Hat jemand Erfahrung mit solchen Messungen?

: Bearbeitet durch User
von Günni (Gast)


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Da die Treibstoffförderung je nach Pumpentyp mehr oder weniger 
impulsförmig erfolgt, würde auch eine weitere Belüftung in Sensornähe 
die Ausschläge höchstens etwas verringern. Eher - aber auch nicht gut - 
wäre ein "Windkessel" vor der Kraftstoffpumpe. Besser wäre ein völlig 
anderes Messverfahren zu überlegen.
Das könnte einmal sein, das Gewicht des Tanks zu messen. Auch das ist 
nicht einfach, da dann der Tank beweglich aufgehängt werden müsste und 
die Anschlüsse flexibel sein müssten. Einfach ist das jedenfalls auch 
nicht.
Ich würde versuchen, den Treibstoff über Ultraschallimpulse, die durch 
die Behälterwand gegeben werden über die Auswertung der Echos zu 
ermitteln. Eine teilgefüllte Weinflasche klingt beim Anschlagen anders 
als eine volle oder eine leere. Wo der Ultraschallsender und -Empfänger 
sinnvoll an der Tankwand befestigt werden, kann man nur durch Versuche 
ermitteln. Die billigen Ultraschalltransmitter für Wegmessung in Luft 
sind für diese Messungen natürlich nicht geeignet.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wahrscheinlich verursacht die Treibstoffpumpe im laufenden Betrieb einen 
Unterdruck auf den der Sensor reagiert falls der Motor höher wie der 
Tank angeordnet ist.

Wenn es irgendwie möglich ist, schließe den Drucksensor an eine nicht 
gebrauchte (neue) Anschlussstelle. Dann sollte es (eigentlich) schon 
funktionieren. Kommst Du am Boden des Tanks heran?

Sonst würde ich einen kapazitiven Messansatz vorschlagen. Irgendwo gab 
es im Internet dazu einen Artikel wo auch ein Treibstofftankfüllstand 
gemessen werden sollte. War eine ziemlich einfache Schaltung mit 
Analoginstrument Ausgang.

von Jörg E. (jackfritt)


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Das Problem gibt es ähnlich auch bei der Blutdruckmessung. Hier hilft 
nur Rechenpower. Du wirst um das Rausrechnen der Störungen wohl nicht 
kommen. Welches Verfahren nutzen andere Boote?

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Thomas R. (thomasr)


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Muß das eine Messung in Realzeit sein?

Ein absolut üblicher Ansatz war das Errechnen des Restinhaltes aus dem 
Verbrauch. Dazu wurde lediglich ein Sensor in die Kraftstoffleitung 
gesetzt und jedesmal richtig vollgetankt/genullt. Dann war die Anzeige 
sehr genau.

Habe ich zuletzt als „Bordcomputer“ eines Ford Scorpio ca. 1990 gesehen. 
Ein Kollege hat sich mit dem Sensor und dem Anzeigegerät aus dem Scorpio 
eine Tankanzeige für seine Ölheizung gebaut.

von Wulf D. (holler)


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Ich denke auch, dass der Unterdruck der Kraftstoffpumpe die Messung 
zunichte macht. Der Unterdruck bleibt auch nach Motorstillstand 
erhalten, auch dann gibts keine plausible Anzeige.
Eine zweite Leitung am Tank ist ohne Bohren nicht möglich. Bohren ist 
mir zu riskant.
Wiegen etc. geht nicht, der Tank ist wirklich fest verbaut (komplexes, 
dreieckiges Gebilde, vorn im Bug eingeschäumt).
Nach dem kapazitiven Ansatz werde ich mal googeln, ob das bei einem 
Stahltank denkbar ist?
Ultraschall erfordert sicher einiges an Forschung & Entwicklung. Ist ja 
schon an einem offenen System kein triviales Unterfangen.

von Wulf D. (holler)


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Danke für den Link, schaue ich mir an!

Der übliche Ansatz der Kraftstoffanzeige ist vermutlich noch immer ein 
Schwimmer-gesteuertes Poti.

Echtzeit muss nicht sein. Momentan habe ich auf meiner Analogschaltung 
einen Tiefpass mit 30s Zeitkonstante. Darf auch noch viel langsamer 
sein, soviel verbraucht der alte Zeitakter auch nicht.

Durchflussmessung wäre eine Option. Geht dann aber nicht ohne 
Mikrocontroller. Und den Reset darf man nicht beim Volltanken vergessen. 
Vor allem, man muss immer volltanken. Eigentlich nicht so schön.

von Michael G. (saveline)


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Gerhard O. schrieb:
> Hier ist der Link zum Artikel:
>
> 
https://www.best-microcontroller-projects.com/capacitive-liquid-level-sensor.html

Viel Spass beim Fenster in den Tank schneiden

Zitat aus dem Link:
This change in effective capacitance is detected by electronic circuitry 
included in the detector device. In one embodiment, the fluid level 
detector is directly mounted to a completely non-conductive receptacle. 
In another embodiment, the fluid level detector is mounted to a 
non-conductive window which is an integral part of a receptacle 
fabricated out of a conductive material.

Diese Änderung der effektiven Kapazität wird durch eine elektronische 
Schaltung erfasst, die in der Detektorvorrichtung enthalten ist. In 
einer Ausführungsform ist der Flüssigkeitspegeldetektor direkt an einem 
vollständig nichtleitenden Behälter angebracht. In einer anderen 
Ausführungsform ist der Flüssigkeitspegeldetektor an einem 
nichtleitenden Fenster angebracht, das ein integraler Bestandteil eines 
aus einem leitenden Material hergestellten Behälters ist.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Der verlinkte Artikel ist nicht der den ich im Auge gehabt hatte. Ich 
kann  ihn aber leider momentan nicht finden. Dieser hier hat ja 
Aussenelektroden und ist deswegen sowieso indiskutabel. Der alte Artikel 
sprach von Innenelektroden und die Schaltung war auch einfacher.

von H. H. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Innenelektroden

Der TE will kein Loch bohren.

von Wulf D. (holler)


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@Michael G.: Danke für die Recherche, geht dann auch nicht.
Ich überlege immer noch über eine Belüftung des Sensors nach, muss mir 
mal eine Simulation mit Aquarienschläuchen etc. bauen.
Ein Leerlaufen der Kraftstoffleitung oder gar Luft-Ansaugen darf 
natürlich auch nicht passieren.

von Michael G. (saveline)


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Schwierig, ohne in das innere des Behälters etwas anzubringen. Die 
Ultraschallsensoren und deren Auswertung, die Metall durchdringen 
möchtest du nicht bezahlen.

Evtl. gibts hier eine Anregung:
http://www.bosy-online.de/Tankinhaltsanzeiger.htm

von Gerhard O. (gerhard_)


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H. H. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Innenelektroden
>
> Der TE will kein Loch bohren.

Vielleicht könnte man die durch den Füllstutzen hineinbekommen. Ja, es 
ist "tricky".

Alternativ könnte man ein Umschaltventil unten nach dem Absperrhahn 
anbringen und den Sensor und Treibstoffzufuhr periodisch alle 10-30m 
kurz umschalten. Wenn diese Umschaltung nur ein paar s dauert, dürfte 
genug Treibstoff im Vergaser Reservoir verbleiben, damit der Motor nicht 
aussetzt. Die direkte Tankverbindung dürfte dann eine genaue 
Druckmessung zulassen. Aber etwas Elektronik ist da schon notwendig. 
Auch müsste man ein geeignetes Zweiwegventil erst finden. Vielleicht 
wäre das ein dankbares Arduinoprojekt.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir diese Lösung:-)

Ich hätte da noch einen Vorschlag: vor ein paar Jahren konstruierte ich 
ein Einperlsystem für einen Kellerauffangtank. Da braucht man nur einen 
dünnen Schlauch durch den Entlüfterstutzen lose einführen.

Hier ist der Link dazu zum Ansehen:

Beitrag "Ein Füllstandmesser auf Einperlungsbasis"

Ich wäre bereit überzählige Leiterplatten und FW dazu beizusteuern. 
Durch neue Dichte parametrische Eingabe für den Treibstoff läßt sich 
damit jede Flüssigkeit mit ein paar mm Genauigkeit erfassen. Auch könnte 
man das verbleibende Treibstoffvolumen errechnen wenn die Tankgeometrie 
bekannt ist.

: Bearbeitet durch User
von Michael G. (saveline)


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Recht einfach erscheint mir, das mit Durchlussmessern zu lösen. Muß man 
halt nach dem Tanken resetten, der Tankinhalt wird ja bekannt sein.

Wie hier z.B.
https://www.ebay.de/itm/394264669313

oder mit externem Bedienteil:
https://www.ebay.de/itm/402533284011

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich weiss nicht ob ich das Datenblatt jetzt recht verstehe; da wird aber 
ein minimaler Durchfluß von 10l/m angegeben. Der Motor dürfte da eher 
nur einige zehn ml/m verbrauchen. Dieses Modell dürfte deswegen für Wulf 
ungeeignet sein.

: Bearbeitet durch User
von Michael G. (saveline)


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Es gibt die sicher auch mit weniger min. Durchflussmenge, da muss man 
halt mal selbst google befragen.

von NichtWichtig (Gast)


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In manchen Motorrädern wird die ReserveLampe per Widerstand in Sprit 
getriggert.
Solange der Widerstand (PTC oder NTC) im Sprit gekühlt wird ist noch 
genug vorhanden.

Sinkt der Pegel drunter wird's dem Widerstand wärmer und das schein gut 
messbar zu sein.

Läßt sich auch mit mehreren mit unterschieldichen Höhen realisieren.

Oder

Unter wo die Ableitung ist ein Abzeig schaffen der senkrecht nach oben 
zum Einfüllstutzen geht-der Füllstand in einem Rohr/Schlauch entspricht 
der Tankfüllung.

Oben auf schwimmt eine Kugel welche aussen liegende (Reed-)kontakte 
bedient.

von le freak (Gast)


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Einen dünnen Schlauch in den Entlüftungsstutzen und 
Differenzdruckmessung ?

von OliG (Gast)


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Hallo Zusammen,

da das Thema mit Durchflussmengenzählern schon angesprochen wurde. Vor 
ca. 2 Jahren hat mir mein Keyence Vertreter Durchflusssensoren kurz 
vorgestellt.

Vlt. passt da ja etwas… klang recht interessant so mal Diese nur um eine 
Leitung befestigt werden, also ohne direkt von einem Fluid durchflossen 
zu werden.

Grüße
Oliver

von Stefan M. (derwisch)


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Wo im Boot ist der Tank eingebaut?
Ist er irgendwie einsehbar?
Ein senkrechtes durchsichtiges Röhrchen, am Tankauslass "angeschlossen" 
würde den Füllstand sozusagen direkt anzeigen.
So wie beim Wassertank einer Kaffeemaschine...

von Wulf D. (holler)


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Hallo zusammen,
Vielen Dank erstmal für die vielen kreativen Vorschläge.
Ein dünnes Röhrchen in den Tank-Einfüllstutzen mit Abgang über den 
Entlüftungsschlauch ist machbar.
Die Einperlmethode ist interessant. Denke mal drüber nach, die meisten 
Teile habe ich parat.

Ein Abzweig nach oben an der Ableitung hat vermutlich das gleiche 
Problem mit dem Unterdruck der Kraftstoffpumpe wie meine Lösung. Werde 
das mit den Aquarienschläuchen simulieren.

stromdurchflossene PTCs mag ich nicht im Tank versenken, auch wenn 
eigentlich gar nichts passieren kann …

Mit mehreren Magnetventilen die Ableitung blockieren und auf Messung / 
Drucksensor / Belüftung umschalten ginge auch. Hängt von Verfügbarkeit 
und Kosten geeigneter Ventile ab. Benzin ist immerhin ein Gefahrstoff. 
Das gesteuerte Absperrventil war schon ziemlich teuer: gut, hat auch 
eine manuelle Übersteuerfunktion.

von Wulf D. (holler)


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Der Tank ist perfekt im Bug eingepasst, hat deshalb eine komplexe Form. 
Inhalt so ca 60l. Ist von oben und von hinten frei zugänglich. Unten 
hinten überm Kiel ist die Ableitung zur Kraftstoffleitung.

Wie oben schon gesagt, ich glaube nicht dass ein Röhrchen nach oben, 
analog Kaffeemaschine, etwas sinnvolles anzeigt. Grund ist der 
Unterdruck in der Kraftstoffleitung, die ja im gleichen Zweig liegt.

von PC-Freak (Gast)


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Ich bring mal folgenden Vorschlag-
Link: https://www.tecson.de/pegelsonden.html

Diese werden in den Tank gegeben und müssen halt ein-mal kallibriert 
werden

von Wulf D. (holler)


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PC-Freak schrieb:
> Ich bring mal folgenden Vorschlag-
> Link: https://www.tecson.de/pegelsonden.html
>
> Diese werden in den Tank gegeben und müssen halt ein-mal kallibriert
> werden

Sieht interessant aus, aber nicht in Benzin verwendbar.
Habe von anderen Hersteller benzinfeste für mehrere 100€ gefunden, aber 
noch nichts bezahlbares.

von PC-Freak (Gast)


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Bei Tecson steht im DaBla 'weitere Öle und Flüssigkeiten auf Anfrage.
Dann steht auf der Web-Seite - Tankstellentanks

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Wulf D. schrieb:
> muss mir mal eine Simulation mit Aquarienschläuchen etc. bauen.
Ja, erster Test: einfach mal ein Stück eines solchen Schlauches in das 
Benzin reinlegen und nach 2 Wochen wieder schauen...

Wulf D. schrieb:
> Der Unterdruck bleibt auch nach Motorstillstand erhalten
Wie das? Der Druck sollte sich doch durch das Absperrventil 
ausgleichen...

Thomas R. schrieb:
> Muß das eine Messung in Realzeit sein?
Wenn es beim Leerfahren des Tanks auf Sekunden ankommt, dann ist der 
Tank zu klein.

von Helge (Gast)


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In der Handzeichnung ist der Drucksensor am graden Ende des T-Stücks. 
Ich würde versuchen, den an den rechtwinkligen Abgang anzuschließen.

Prinzipielles Problem ist aber, daß am Ende des Tanks gemessen wird 
statt in der Mitte. Damit ist bei jeder Beschleunigung oder Lageänderung 
das Signal unbrauchbar.

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo Wulf,

würde ein Ultraschallsensor im Tankdeckel gegen den tiefsten Punkt im 
Tank zeigen? Wird der Tankdeckel aufgeschraubt oder hat er einen 
Bajonettverschluss?

Alternativ eine Lösung wie in dem, im folgenden verlinkten Artikel 
"Genaue Messwerte statt Stäbchen-Schätzung" gezeigt. In dem Artikel geht 
es allerdings um Wassertanks.
https://schleeh.de/2021/02/22/genaue-messwerte-statt-staebchen-schaetzung/

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Ideen von Hinten (Gast)


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Die Geschichte mit NTCs von aussen am Edelstahl probieren.
Oder dort eine Reihe Piezos ankleben analog klopfen. Oder der unterste 
ist Geber, die anderen Empfänger.

Optischer ToF-Sensor hinter Glas im großen Deckel per Funk, aber 
Kondensation dürfte stören. Und Akkus. Und Funk.

von Thomas R. (thomasr)


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Die Beschreibung des „Einperlens“ fand ich etwas verwirrend und habe mir 
das Prinzip der hydrostatischen Messung genauer angesehen. Auf der Suche 
bin ich auf den e-Peilstab von esyoil.com gestoßen.

Funktioniert nach diesem Prinzip, ausdrücklich für Kraftstoffe 
vorgesehen und scheint mit €120 inklusive Anzeige preiswert. Ist 
allerdings als „Stand-alone“ Lösung vorgesehen, keine Integration in 
bestehende Instrumentierung möglich.

von Wulf D. (holler)


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PC-Freak schrieb:
> Bei Tecson steht im DaBla 'weitere Öle und Flüssigkeiten auf Anfrage.
> Dann steht auf der Web-Seite - Tankstellentanks

Stimmt, werde mal nachfragen. 100€ wäre mir ein benzinfester Sensor 
schon wert, zumal ich meine Analogschaltung mit leichten Anpassungen 
weiter verwenden könnte.

Lothar M. schrieb:
> Ja, erster Test: einfach mal ein Stück eines solchen Schlauches in das
> Benzin reinlegen und nach 2 Wochen wieder schauen...
Mit Simulation meine ich Wasser in einer Plastikflasche o.ä.

Lothar M. schrieb:
> Wie das? Der Druck sollte sich doch durch das Absperrventil
> ausgleichen...
Ist so. Das Absperrventil schließt automatisch mit Kl15 aus. Schalte ich 
die Zündung nach Motorstillstand wieder ein, habe ich trotzdem 
Hausnummern in der Anzeige. Erst nach einigen Tagen stimmt die Anzeige. 
Spricht für die Dichtigkeit des Systems.

Helge schrieb:
> Prinzipielles Problem ist aber, daß am Ende des Tanks gemessen wird
> statt in der Mitte. Damit ist bei jeder Beschleunigung oder Lageänderung
> das Signal unbrauchbar.
Ich denke dass mittelt sich mit einem Tiefpass über mehrere 10s.

Guido C. schrieb:
> würde ein Ultraschallsensor im Tankdeckel gegen den tiefsten Punkt im
> Tank zeigen? Wird der Tankdeckel aufgeschraubt oder hat er einen
> Bajonettverschluss?
Zwischen Tankverschluss und Tank sind noch ca 60cm Rohr, theoretisch 
könnte man da einen Ultraschall-Sensor reinbauen. Möchte aber in der 
Benzinatmosphäre ungern elektrische Bauteile einsetzen. Und beim Tanken 
wäre der Sensor dem Benzin voll ausgesetzt. Mir ist das einfach nicht 
geheuer.


Guido C. schrieb:
> Alternativ eine Lösung wie in dem, im folgenden verlinkten Artikel
> "Genaue Messwerte statt Stäbchen-Schätzung" gezeigt. In dem Artikel geht
> es allerdings um Wassertanks.
> https://schleeh.de/2021/02/22/genaue-messwerte-statt-staebchen-schaetzung/
Ist ein geschlossenes System mit Display, möchte es aber gern in meine 
Vintage-Amaturen (VDO 80iger Jahre) integrieren.
Übrigens ist die "Stäbchen-Schätzung" gar nicht so schlecht, das 
Verfahren läuft seit über 20 Jahren in meiner Zysterne.

Ideen von Hinten schrieb:
> Die Geschichte mit NTCs von aussen am Edelstahl probieren.
Denke das funktioniert nicht, der Stahltank kühlt die erhitzten NTCs mit 
oder ohne Benzin.

Wenn ein bezahlbarer, bezinfester Fertigsensor (Tipp PC-Freak) verfügbar 
ist, nehme ich den.

Ansonsten packe ich meinen alten Atmel JTAG-ICE Debugger raus und habe 
eine Winter-Bastelprojekt mit der Einperlmethode.
Danke noch an Gerhard O für das Angebot mit den Leiterplatten, werde 
aber meine vorhandene, rein analoge Anzeige nutzen wollen. Kleine 
Membranpumpen habe ich auch, der Drucksensor wäre auch weiter 
verwendbar. Eine hohe Genauigkeit brauche ich nicht, muss nur Abschätzen 
wann es Zeit zum Tanken ist und vieviel ungefähr reinpasst, um Überlauf 
zu verhindern.

von Stefan F. (Gast)


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NichtWichtig schrieb:
> per Widerstand in Sprit
> Oder ein Abzweig schaffen

Lies doch erst mal wenigstens die Beiträge des TO, bevor du Vorschläge 
machst, die er längst mit Begründung abgelehnt hat.

Stefan M. schrieb:
> Ein senkrechtes durchsichtiges Röhrchen

Das gilt auch für dich

Wulf D. schrieb:
> Ein Abzweig nach oben an der Ableitung hat vermutlich das gleiche
> Problem mit dem Unterdruck der Kraftstoffpumpe wie meine Lösung.

Davon gehe ich aus.

von Udo S. (urschmitt)


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Wulf D. schrieb:
> mit der Einperlmethode

Man sollte halt da nur beachten dass man nicht zu viel Luft und damit 
Sauerstoff in den Tank bringt dass es über dem Benzin zu einem 
explosionsfähigen Gemisch kommt. Da aber ein Benzin Luft Gemisch erst ab 
einer recht großen Menge Luft explosionsfähig wird dürfte das bei ein 
paar ml Luft einperlen kein Problem darstellen.

von NichtWichtig (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> NichtWichtig schrieb:
>> per Widerstand in Sprit
>> Oder ein Abzweig schaffen
>
> Lies doch erst mal wenigstens die Beiträge des TO, bevor du Vorschläge
> machst, die er längst mit Begründung abgelehnt hat.

Habe ich, sogar die Zeichnungen.

Wenn er einen Drucksensor anbringen kann könnte das auch eine Leitung 
nach oben sein, das archimedische Prinzip ist auch da gültig, ohne den 
Tank anzubohren.
Auch oben an der Entlüftung vermute ich Möglichkeiten.

von Stefan F. (Gast)


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NichtWichtig schrieb:
> Wenn er einen Drucksensor anbringen kann könnte das auch eine Leitung
> nach oben sein

Wulf D. schrieb:
> Ein Abzweig nach oben an der Ableitung hat vermutlich das gleiche
> Problem mit dem Unterdruck der Kraftstoffpumpe wie meine Lösung.

Stefan F. schrieb:
> Davon gehe ich aus.

Hast du einen guten Grund, vom Gegenteil auszugehen, also dass es 
funktioniert? Wie willst du den Unterdruck kompensieren?

von Helge (Gast)


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Was vielleicht funktionieren könnte: Ultraschallsensor direkt auf den 
Tank in die Mitte positionieren. Leitet der Tank den Schall gut genug 
und die Reflexion des Blechs wird nicht erkannt, sollte der die 
Flüssigkeit "sehen". Beispiel sowas in der Art 
https://www.amazon.com/-/de/dp/B09LM2MKTN

von Gerhard O. (gerhard_)


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Udo S. schrieb:
> Wulf D. schrieb:
>> mit der Einperlmethode
>
> Man sollte halt da nur beachten dass man nicht zu viel Luft und damit
> Sauerstoff in den Tank bringt dass es über dem Benzin zu einem
> explosionsfähigen Gemisch kommt. Da aber ein Benzin Luft Gemisch erst ab
> einer recht großen Menge Luft explosionsfähig wird dürfte das bei ein
> paar ml Luft einperlen kein Problem darstellen.

Dem kann ich nicht ganz zustimmen und ist zumindest bei dem 
beschriebenem Sensor von mir kein Problem weil da die "Einperlung" nicht 
kontinuierlich ist und in einstellbaren Intervallen erfolgt und die 
Messung selber rein hydrostatisch erfolgt.

Die Zeit zwischen den Pumpenzyklen ist in Minutenschritten bis in den 
Stundenbereich einstellbar. Dazwischen arbeitet der Drucksensor 
kontinuierlich und zeigt richtig an. Der Treibstoffspiegel ändert sich 
ohnehin nur extrem langsam.

Der Pumpenzyklus ist ohnehin nur deshalb notwendig um mit allmählichen 
minimalen Druckverlust oder sehr große schnelie Pegeländerungen fertig 
zu werden. Bei mir zuhause läuft die Pumpe programmgemäß nur 4 Mal in 
der Stunde für jeweils 2-5s. Da wird von der kleinen Pumpe nicht viel 
Luft in den Tank gepumpt und kann sowieso über den Belüftungsstutzen 
gleich entweichen. Das Luft-Equilibrium im Tank wird somit kaum gestört. 
Die Einstell-und Betriebsparametrisierung  lässt sich über RS-485 und 
einem Terminalprogramm erledigen.

Meiner Meinung nach ist diese Art der hydrostatischen Meßmethode 
ziemlich ideal.  Auch die Umschaltung der Tankausgangsleitung mit einem 
Ventil periodisch alle 10m mit dem Elektroumschaltventil ist praktisch 
sinnvoll.

Beide Methoden verursachen keine permanenten Tankänderungen und lassen 
sich rückgängig machen.

Es gibt von einigen Herstellern auch eine Pumpölanzeige mit der 
hydrostatischen Meßmethode. Da wäre überhaupt keine Elektronik 
notwendig. Einfach den dünnen Mess-Schlauch durch den Entlüftungsstutzen 
einführen. Wenn man dann wissen will wieviel Treibstoff im Tank ist, 
einfach die Handpumpe betätigen und den Pegel ablesen.

https://www.ebay.de/itm/182188954072

Die Skala müsste man ggf. neu eichen oder mit einer Korrekturtabelle 
arbeiten um den  Dichteunterschied zwischen Öl und Benzin zu 
kompensieren. Da sich Vollausschlag ohnehin Kalibrieren lässt, kann man 
notfalls einfach mit Prozent arbeiten.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Gerhard O. schrieb:
> Dem kann ich nicht ganz zustimmen und ist zumindest bei dem
> beschriebenem Sensor von mir kein Problem weil da die "Einperlung" nicht
> kontinuierlich ist und in einstellbaren Intervallen erfolgt und die
> Messung selber rein hydrostatisch erfolgt.

Das meinte ich auch so.
Man sollte halt nicht alle 10 Sekunden die Pumpe für 5 Sekunden laufen 
lassen (überspitzt gesagt).

Durch die Entlüftung und die abnehmende Kraftstoffmenge bzw bei 
Abkühlung kommt ja auch Luft in den Tank.

Alles in allem denke ich das die Messung mit Einperlen auch bzgl. 
Versicherung die beste ist, weil keinerlei stromduchflossene Bauteile in 
den Tank kommen, sondern die Elektrik in ausreichender Entfernung sein 
kann.

von NichtWichtig (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> NichtWichtig schrieb:
>> Wenn er einen Drucksensor anbringen kann könnte das auch eine Leitung
>> nach oben sein
>
> Wulf D. schrieb:
>> Ein Abzweig nach oben an der Ableitung hat vermutlich das gleiche
>> Problem mit dem Unterdruck der Kraftstoffpumpe wie meine Lösung.
>
> Stefan F. schrieb:
>> Davon gehe ich aus.
>
> Hast du einen guten Grund, vom Gegenteil auszugehen, also dass es
> funktioniert? Wie willst du den Unterdruck kompensieren?

Der Druchmesser der Meßleitung darf recht klein sein, eine Art 
Tiefpaßfilter.

Ich hatte mir für das Synchronisieren von einem 4-Zylinder Motor 
Quecksilberuhren gebaut, 4 Glasrohre  ca 500mm lang die unten in der 
Flüssigkeit standen und oben Schläuche zu den Vergasern hatten. Ohne 
Dämpfung unbrauchbar, je ein Q-Tip Hälfte pro Schlauch reingesteckt und 
die Anzeige war schön smooth.

von WaRt (Gast)


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Für Wasser geht sowas:
https://www.ramser-elektro.at/shop/bausaetze-und-platinen/giesomat-kapazitiver-bodenfeuchtesensor-erdfeuchtesensor-mit-beschichtung/

Würde da keine Beschichting verwenden und den Sensor einfach verlängern.

Ein OP mit RC Filter dahinter sollte ein analoges Signal liefern.

von Stefan F. (Gast)


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NichtWichtig schrieb:
> Der Druchmesser der Meßleitung darf recht klein sein, eine Art
> Tiefpaßfilter.

Das reicht doch nicht. Er will den Füllstand des Tanks messen, nicht die 
Saugleistung der Pumpe. Sobald die Pumpe läuft (egal wie stark die 
"Tiefpass" ist) wird die Anzeige weniger Füllstand anzeigen, als 
wirklich drin ist. Das Saugen der Pumpe verringert den Druck in der 
Leitung.

von Stefan F. (Gast)


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WaRt schrieb:
> Würde da keine Beschichtung verwenden und den Sensor einfach verlängern.

Du willst im Ernst elektrische Kontakte in den Treibstoff eintauchen? 
Überlege mal, warum das in keinem KFZ gemacht wird.

Der TO hat schon geschrieben, dass ihm das zu gefährlich ist.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan F. schrieb:
> Der TO hat schon geschrieben, dass ihm das zu gefährlich ist.

Meines Wissens stimmt das nicht. Zumindest im KFZ Tank ist der Tank 
gegen die Außenluft versiegelt und bildet seine eigene gesättigte 
Dampfatmosphäre. Da ist das Gemisch nicht explosions- oder 
entzuendungsfähig weil kaum O2 vorhanden ist. Deswegen machen 
Pegelmelder und Kraftstoffpumpe im Tank drinnen keine Probleme.

In einem belüfteten Dank wie im Boot ist die Situation aber vielleicht 
anders (Obwohl auch dort eine gesättigte Tankatmosphäre herrscht) und 
ich würde auch keine elektrischen Anlagen einbauen solange nicht 
gewährleistet ist, dass es intrinsisch sicher ist und gewährleistet ist, 
dass die vorhandene Energie unter dem Funkenbildungs-Niveau ist und nach 
Explosionssicheren Standards gearbeitet wird.

Siehe auch hier z.B.:
https://en.wikipedia.org/wiki/Intrinsic_safety
https://www.omega.ca/en/resources/understanding-what-is-meant-by-intrinsically-safe

Jedenfalls ist meiner Ansicht nach die hydrostatische Messmethode oder 
Tankdruckmessung hier jeglichen anderen elektrischen Messmethoden zu 
bevorzugen.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Gerhard O. schrieb:
> Zumindest im KFZ Tank ist der Tank
> gegen die Außenluft versiegelt und bildet seine eigene gesättigte
> Dampfatmosphäre.

Ist er nicht. Jeder KFZ hat eine Tankentlüftung. Sonst würde sich ein 
halbvoller Tank mit dem du aus einer warmen Tiefgarage im Winter in 
-20°C rausfährst gnadenlos zusammenziehen.
Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoffverdunstung

von Gerhard O. (gerhard_)


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Udo S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Zumindest im KFZ Tank ist der Tank
>> gegen die Außenluft versiegelt und bildet seine eigene gesättigte
>> Dampfatmosphäre.
>
> Ist er nicht. Jeder KFZ hat eine Tankentlüftung. Sonst würde sich ein
> halbvoller Tank mit dem du aus einer warmen Tiefgarage im Winter in
> -20°C rausfährst gnadenlos zusammenziehen.
> Siehe auch:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoffverdunstung

Das stimmt. So hatte ich es auch nicht gemeint. Aber das 
Kraftstoffsystem im KFZ ist sowieso ziemlich aufwendig mit 
Dampfauffangkanistern und alles mögliche. Aber so genau kenne ich mich 
da auch nicht aus im KFZ und verlasse mich, dass der Hersteller alles 
richtig gemacht hat;-)

von Karl (Gast)


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Ich würde einfach mal einen "hydraulischen Tiefpass" vor den Sensor 
setzen. Also nach dem Anzweig zum Motor ein Drosselventil oder z.b. 40er 
Düse und dann ein Stück dicken, möglichst "weichen" Schlauch. Da am Ende 
dann den Sensor.
Prinzipiell macht die Benzinpumpe einen Unterdruck einen dynamischen 
unterdruck, im Mittel ist der Druck in der Leitung aber entsprechend dem 
Tankniveau, sofern der Leitungsquerschnitt ausreichen groß ist.

von Karl (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Ist er nicht. Jeder KFZ hat eine Tankentlüftung. Sonst würde sich ein
> halbvoller Tank mit dem du aus einer warmen Tiefgarage im Winter in
> -20°C rausfährst gnadenlos zusammenziehen.

Mit vollem Tank würde man nicht von der Tankstelle wegkommen, weil der 
Unterdruck den Zufluss zur Einspritzanlage verhindern würde.

von NichtWichtig (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> NichtWichtig schrieb:
>> Der Druchmesser der Meßleitung darf recht klein sein, eine Art
>> Tiefpaßfilter.
>
> Das reicht doch nicht. Er will den Füllstand des Tanks messen, nicht die
> Saugleistung der Pumpe. Sobald die Pumpe läuft (egal wie stark die
> "Tiefpass" ist) wird die Anzeige weniger Füllstand anzeigen, als
> wirklich drin ist. Das Saugen der Pumpe verringert den Druck in der
> Leitung.

Aber nur wenn zwischen Tank und Sensorabzweig ein Druckgefälle sein 
kann.

Korrekt dimensioniert wird dem nicht so sein.

von Stefan F. (Gast)


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NichtWichtig schrieb:
> Aber nur wenn zwischen Tank und Sensorabzweig ein Druckgefälle sein
> kann. Korrekt dimensioniert wird dem nicht so sein.

Er hat das Problem doch jetzt schon mit seinem Drucksensor. Am Tank will 
er nichts verändern, also was kann er dort dimensionieren?

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo Wulf,

Wulf D. schrieb:
> Guido C. schrieb:
>> Alternativ eine Lösung wie in dem, im folgenden verlinkten Artikel
>> "Genaue Messwerte statt Stäbchen-Schätzung" gezeigt. In dem Artikel geht
>> es allerdings um Wassertanks.
>> https://schleeh.de/2021/02/22/genaue-messwerte-statt-staebchen-schaetzung/
> Ist ein geschlossenes System mit Display, möchte es aber gern in meine
> Vintage-Amaturen (VDO 80iger Jahre) integrieren.

ich hatte weniger daran gedacht, dass Du das "geschlossene System" 
kaufst, sondern eher daran, dass Du es als Lösungansatz für Dein Problem 
siehst. Wir sind ja hier schließlich auf µC.net.

Das "geschlossene System" funktioniert übrigends wie folgt:
Zitat [https://comworks.de/v2/supersense.php]:
"Wie wird gemessen?
Die Funktionsweise ist schnell erklärt: An den Füllstandssensor wird ein 
Sensorschlauch eingesteckt. Der Schlauch wird von oben in den Tank 
eingeführt. Über den ansteigenden Füllstand verdichtet sich die Luft in 
dem Schlauch minimal. Diese Veränderung wird von der 
SuperSense-Elektronik erfasst und ausgewertet. Spezielle Algorithmen 
sorgen dafür, dass das Messergebnis auch bei wechselnden Temperaturen 
oder bei unterschiedlichen Atmosphärendruck (z. B. auf dem Berg) stets 
korrekt dargestellt wird. Damit eignet sich SuperSense für den 
stationären wie mobilen Einsatz gleichermaßen."

Stefan F. schrieb:
> Du willst im Ernst elektrische Kontakte in den Treibstoff eintauchen?
> Überlege mal, warum das in keinem KFZ gemacht wird.

Dies wird durchaus gemacht. So z. B. bei den Tanksensoren für 
Dieselkraftstoffe vom Typ ITS 60 des Herstellers BEDIA.
Zitat 
[http://www.bedia.com/index.php/de/products/group/its/item/product-bedia-its-60]:
"Messprinzip
Die Füllstandsermittlung des ITS 60 basiert auf einem kapazitiven 
Messprinzip. Hierbei wird durch eine elektrisch leitende Platte und ein 
Alu-Rohr ein Kondensator ausgebildet. Je nach Füllstand ändert sich das 
verbleibende Luftvolumen zwischen den Messelektroden. Die daraus 
resultierende Kapazitätsänderung wird vom Mikrokontroller ermittelt und 
entsprechend weiterverarbeitet."

Unabhängig davon sehe ich es aber mittlerweile wie Udo.
Udo S. schrieb:
> Alles in allem denke ich das die Messung mit Einperlen auch bzgl.
> Versicherung die beste ist, weil keinerlei stromduchflossene Bauteile in
> den Tank kommen, sondern die Elektrik in ausreichender Entfernung sein
> kann.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Wulf D. (holler)


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Ich bin fest davon überzeugt, dass die Kraftstoffpumpe den Druck in der 
Ableitung verändert. Und nicht nur dynamisch, sondern nachhaltig. Die 
Pumpe läßt auch keinen Rückfluss des Benzins zu, obwohl der Pegel etwa 
1/2m über dem Tank liegt.

Da hilft auch kein anderer Rohrdurchmesser oder hydraulischer Tiefpass.

Deshalb meine Anfangs-Idee, am Abzweig zum Drucksensor eine 
Belüftungsleitung nach oben zu setzen. Genau das werde ich nächstes WE 
mit Plastik-Wasserflasche, kleiner Membranpumpe und 
Aquarien-Luftschläuchen mal testen. Am Benzintank habe ich eine feste 
Installation mit Kupferleitungen.

Werde vom Ergebnis berichten.

von Einhart P. (einhart)


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Wenn es dir gelingt ein Röhrchen wie gezeigt in den Ablauf einzubauen 
sollte es funktionieren.

von Wulf D. (holler)


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Stimmt, das würde funktionieren. Ihr kommt auf Ideen …

Immerhin, es gibt so dünne Kupferrohre, dass noch genügend Durchfluss 
gegeben wäre. Da könnte man sich etwas zusammenlöten.

Nur mein Absperrventil würde nicht mehr alles erreichen - ein gewisser 
Verlust an Sicherheit. Denke mal drüber nach.

von NichtWichtig (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> NichtWichtig schrieb:
>> Aber nur wenn zwischen Tank und Sensorabzweig ein Druckgefälle sein
>> kann. Korrekt dimensioniert wird dem nicht so sein.
>
> Er hat das Problem doch jetzt schon mit seinem Drucksensor. Am Tank will
> er nichts verändern, also was kann er dort dimensionieren?

Den Durchmesser der Flüssigkeitssäule und deren Anbindung an das untere 
Rohrsystem.

Hat die Säule z.B. 10mm Innendurchmesser aber nur 1mm als 
Durchlaßöffnung unten zur Saugleitung wird das ruhiger ablaufen als wenn 
es 2, 5 oder 8 mm wären.

von Stefan F. (Gast)


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Ich habe nicht damit gerechnet, dass Wulf zwischen Tank und 
Absperrventil etwas verändern würde. Dachte an der Stelle wollte er 
sicherheitshalber alles so lassen wie es ist.

von Wulf D. (holler)


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Hallo Stefan,
ja, eigentlich ist mir das Absperrventil sehr wichtig. Wahrscheinlich 
gehe ich da auch nicht ran, 60l Benzin im Boot durch eine minimale 
Undichtigkeit wäre fatal. Man schaut ja nur selten nach.

 Einharts Vorschlag ist aber so bestechend einfach, dass man immerhin 
ins Grübeln kommt…

Die Idee von NichtWichtig verstehe ich dagegen nicht. Ist doch am Ende 
völlig egal, wie dick die Leitungen sind, an den Druckverhältnissen 
ändert das doch nichts, oder bin ich auf dem Holzweg?

Man bedenke den statischen Fall, wenn der Motor aus ist: das Messgerät 
zeigt keinen Füllstand an. Erst wenn ich die Leitung zu Pumpe und Motor 
abziehe.

von Re D. (Gast)


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Wulf D. schrieb:
> Ich bin fest davon überzeugt, dass die Kraftstoffpumpe den Druck in der
> Ableitung verändert.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Grundsätze der Physik gelten. 
actio = reactio.
Im Stillstand liegt der hydrostatische Druck an, der oberhalb des 
Füllstands im Tank negativ ist.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Einhart P. schrieb:
> Wenn es dir gelingt ein Röhrchen wie gezeigt in den Ablauf
> einzubauen
> sollte es funktionieren.

Im Prinzip ist es ein guter Vorschlag. Meine Bedenken sind allerdings 
wie folgend:

Drucksensor ist höher als Treibstoffspiegel. In diesen Fall ist die 
Langzeitdichtigkeit eine Besorgnis. Im Prinzip ist dieser Vorschlag in 
den Waschmaschinen realisiert. Nur dort macht eine langsame 
Undichtigkeit dort wegen der Neufüllungen nichts aus. Im Fall von Wulf, 
würde dann der Treibstoffspiegel im Rohr langsam ansteigen und eventuell 
bei Abfall von Hydrostatischem Druck zu Messfehlern führen. Die 
periodische Einperlung verhindert das.

Im anderen Fall wo der Sensor unter dem Treibstoffspiegel montiert ist, 
würde ein Undichtigkeit zum Verlust von Treibstoff führen nebst 
möglicher explosiver Gasgemischbildung im Bootrumpf.

Mein Vorschlag wäre auf Grund dieser Überlegung den Vorschlag von 
Einhart anzunehmen, aber oben nahe am Sensor noch eine Abzweigung mit 
Einwegventil zur Pumpe hin einzubauen und dann periodisch (so oft es 
notwendig ist) die Pumpe kurz laufen lassen, damit etwaige mikroskopisch 
kleine Undichtigkeiten keinen Einfluss haben. (Ein Timer könnte das 
automatisch periodisch alle 15m bis Stunden machen) Dann könnte Wulfs 
Absicht mehr oder weniger verwirklicht werden so wie er es am Anfang 
wollte. Der Vorteil wäre halt, dass der Drucksensor über dem höchsten zu 
erwartenden Spiegel montiert werden könnte und eine kleine Undichtigkeit 
keinen Schaden anrichten würde und damit das Anfangsproblem durch den 
laufenden Motor behoben wäre.

: Bearbeitet durch User
von Wulf D. (holler)


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Re D. schrieb:
> actio = reactio.
> Im Stillstand liegt der hydrostatische Druck an, der oberhalb des
> Füllstands im Tank negativ ist.

Was heißt das?

Das System ist nur über dem Tank offen (Entlüftung, jedenfalls bis das 
Ventil schließt).
Richtung Motor ist es zu, das Benzin läuft in der Kraftstoffleitung 
nicht zurück auf Tank-Füllhöhe. Es bleibt auf 1/2m darüber stehen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Falls von Interesse hier noch ein Blockschaltbild...

von Re D. (Gast)


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Wulf D. schrieb:
> Was heißt das?
> Das System ist nur über dem Tank offen (Entlüftung, jedenfalls bis das
> Ventil schließt).
> Richtung Motor ist es zu, das Benzin läuft in der Kraftstoffleitung
> nicht zurück auf Tank-Füllhöhe.

Richtig, das System ist Richtung Tank offen, deshalb herrscht steht 
überall in System das Potential des Tankspiegels an. In der Leitung 
herrscht deshalb oberhalb des Spiegels ein Unterdruck, damit die 
Gleichgewichtsbedingungen erfüllt sind. Wird es undicht und der 
Unterdruck bricht zusammen, stellt sich der gleiche Spiel wie im Tank 
ein.

von Re D. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Falls von Interesse hier noch ein Blockschaltbild...

Bei den Vorschlag muss der Spiegel unterhalb des "Luftpolsters" bekannt 
sein.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Re D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Falls von Interesse hier noch ein Blockschaltbild...
>
> Bei den Vorschlag muss der Spiegel unterhalb des "Luftpolsters" bekannt
> sein.

Das ist nicht wirklich notwendig, weil der hydrostatische Seulendruck 
das Luftpolster zusammendrückt  bis der Gesamtdruck gleich ist und der 
Sensor misst dann den tatsächlichen hydrostatischen Luftdruck. Die Pumpe 
drückt ja den Spiegel herunter bis es aus perlt und danach stellt sich 
dann der äquivalente hydrostatische Druck ein.

Falls das nicht richtig ist, erkläre mir bitte warum. Jedenfalls 
verstehe ich das so wie vorgetragen.

: Bearbeitet durch User
von Re D. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Falls das nicht richtig ist, erkläre mir bitte warum.

Schauen wir uns den Fusspunkt der Säule an der gleich der Tankunterkante 
sein soll. Der Druck entspricht der Füllstandshöhe h mal der Wichte. Der 
Luftdruck oberhalb der Säule ergibt sich zu  (h-h_s)*gamma, wobei h_s 
die Spiegelhöhe in der Säule ist. h_s geht also direkt ein, weil die 
Wichte halt nicht vernachlässigbar ist (im gegensatz zur Wichte der 
Luft).

von Achim S. (Gast)


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Re D. schrieb:
> wobei h_s
> die Spiegelhöhe in der Säule ist. h_s geht also direkt ein, weil die
> Wichte halt nicht vernachlässigbar ist (im gegensatz zur Wichte der
> Luft).

Wenn Gerhard die Einperlmethode mein, dann wird h_s beim Einperlen den 
Wert 0 annehmen und damit nicht relevant sein. Und die Messung soll nur 
während des Einperlens stattfinden - die Zeichnung von Gerhard zeigt den 
Zustand vor dem Einperlen.

Allerdings finde ich bei dieser Anordnung unschön, dass die einperlenden 
Luftblasen von der Benzinpumpe in Richtung Verbrenner gezogen werden. 
Hoffen wir mal, dass danach nicht jedesmal die Spritleitung entlüftet 
werden muss. Das war bei Einharts Anordnung besser.

von Re D. (Gast)


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Achim S. schrieb:
> Wenn Gerhard die Einperlmethode mein, dann wird h_s beim Einperlen den
> Wert 0 annehmen und damit nicht relevant sein. Und die Messung soll nur
> während des Einperlens stattfinden - die Zeichnung von Gerhard zeigt den
> Zustand vor dem Einperlen.

Da ist die Frage warum kompliziert, wenn es auch einfach ohne einperlen 
geht. Einfach den Drucksensor unten hin, einmal entlüftet und fertig.
Meine Aussage bleibt aber weiter richtig.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Re D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Falls das nicht richtig ist, erkläre mir bitte warum.
>
> Schauen wir uns den Fusspunkt der Säule an der gleich der Tankunterkante
> sein soll. Der Druck entspricht der Füllstandshöhe h mal der Wichte. Der
> Luftdruck oberhalb der Säule ergibt sich zu  (h-h_s)*gamma, wobei h_s
> die Spiegelhöhe in der Säule ist. h_s geht also direkt ein, weil die
> Wichte halt nicht vernachlässigbar ist (im gegensatz zur Wichte der
> Luft).

Ich stimme Dir was die Physik betrifft grundsätzlich bei. Aber in dem 
konkreten Fall wo die Luftpumpe die Flüssigkeit bis zum Ausperlen 
herausdrückt, kann dann die Flüssigkeit nach Abschaltung und Dichtigkeit 
des Systems vorausgesetzt, nur ein paar mm in das Steigrohr 
hineinsteigen bis es dann durch den Druck der Luftsäule in Balance 
gehalten wird. (Durch Beobachtung an durchsichtigen PVC Schläuchen sind 
das in der Praxis nur ein paar mm Eindringtiefe). In diesen Zustand 
misst der Sensor tatsächlich fast den aktuellen hydrostatischen Druck 
der durch Deine Gleichung gegeben ist, weil bei den aktuell zu 
erwartenden Drücken die Luft nur ganz wenig komprimiert wird und in der 
Lage ist die Flüssigkeit nicht in das Rohr eindringen zu lassen.

Im Anhang ist ein Bild das diesen Zustand zeigt, wo die Luftsäule das 
Wasser gerade in Balance hält und fast nicht in den Schlauch eindringt. 
Das Bild zeigt den Meniskus gerade am oberen Ende des V Ausschnitts im 
PVC Schlauch. Das kann man gut sehen. Der Drucksensor misst den 
berechneten Wert.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Re D. schrieb:
> Achim S. schrieb:
>> Wenn Gerhard die Einperlmethode mein, dann wird h_s beim Einperlen den
>> Wert 0 annehmen und damit nicht relevant sein. Und die Messung soll nur
>> während des Einperlens stattfinden - die Zeichnung von Gerhard zeigt den
>> Zustand vor dem Einperlen.
>
> Da ist die Frage warum kompliziert, wenn es auch einfach ohne einperlen
> geht. Einfach den Drucksensor unten hin, einmal entlüftet und fertig.
> Meine Aussage bleibt aber weiter richtig.

Aber das will Wulf nicht, weil er sich zu recht vor einem Kraftstoffleck 
fürchtet. Wenn der Sensor immer über dem höchsten zu erwartenden Spiegel 
montiert ist, kann nichts passieren solange das Messrohr unten nicht 
undicht wird. Das muss man natürlich voraussetzen.

Die Messmethode bei mir baut darauf, dass das Messrohr vor dem Messen 
immer durch die Pumpe belüftet wird. Wenn das Wasser in das Messrohr 
eindringen würde wäre die Messung falsch, da hat Re D. absolut recht. 
Wenn alles dicht bleibt dann reicht es ein paar Mal pro Stunde die Pumpe 
laufen zu lassen. Ein ständiges Einperlen ist nicht notwendig.

Siehe auch hier:
https://essearth.com/wp-content/uploads/2014/11/6150-user-manual-v2.pdf

von Gerhard O. (gerhard_)


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Achim S. schrieb:
> Allerdings finde ich bei dieser Anordnung unschön, dass die einperlenden
> Luftblasen von der Benzinpumpe in Richtung Verbrenner gezogen werden.
> Hoffen wir mal, dass danach nicht jedesmal die Spritleitung entlüftet
> werden muss. Das war bei Einharts Anordnung besser.

Das müsste man ausprobieren. Allerdings reicht es die Pumpe nur ein paar 
s laufen zu lassen.

Man könnte aber auch das Messrohr dick genug ausführen, dass man einen 
dünnen Schlauch durch schieben kann und weit genug von der 
Spriteinsaugstelle weg liegen lässt. Dann sollte mit Sicherheit nichts 
passieren.

von Alt G. (altgr)


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Du kannst den füllstand mit der laufzeit von ultraschall vom messpunkt 
zum füllspiegel im tank messen. Wird jede menge echos geben, aber nur 
eins bei dem die laufzeit vom füllgrad abhängt.

Wenn du eine klick-klack benzinpumpe hast kannst du auch ein mikro oder 
einen schnellen drucksensor reinmachen. Du registrierst dann das klick 
der pumpe und suchst das echo des klick vom benzinspiegel im tank.

Der schall läuft durch die benzinleitung dann durch den tank, wird am 
benzin-luft übergang reflektiert und läuft dann zurüch durch tank und 
weiter durch benzinleitung.

Wäre interessent. Besonder wie du die statischen echos rausrechnest. Was 
ist die obere grenzfrequenz deine sensors?

: Bearbeitet durch User
von Wulf D. (holler)


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Nach längerer Pause hatte ich die ganz oben im Thread skizzierte 
Situation simuliert:
- Eine Einweg-Plastikflasche als Tank,
- Drucksensor
- Rückschlagventil & Membranpumpe als 
Verbrennermotor-Benzinpumpen-Ersatz

Auf dem Bild fürs Foto alles zusammengestellt. Ansonsten lag Pumpe & 
Rückschlagventil 80cm höher.

20cm Wasser in der Flasche brachten genau ein Delta von 100mV am Sensor.
Während die Pumpe kurz lief, sank die Spannung und damit der Druck auf 
unter dem Wert bei leerer Flasche, was auch kaum wundert.
Schaltet man aus und füllt die fehlende Flüssigkeit nach, stellt sich 
wieder der vorherige Wert ein.

Der ganze Aufbau ist aber extrem instabil bei Bewegung. Fasst man 
irgendetwas an, verändert sich sofort die Sensorspannung. Richtig 
empfindlich ist dabei die Leitung zwischen der Flasche (Tank) und dem 
Sensor.
Entspricht der Situation auf dem Boot, da wurde nur Unsinn angezeigt, 
auch bei ausgeschalteten Motor.

Re D. schrieb:
> Da ist die Frage warum kompliziert, wenn es auch einfach ohne einperlen
> geht. Einfach den Drucksensor unten hin, einmal entlüftet und fertig.
> Meine Aussage bleibt aber weiter richtig.

Da steckt ein entscheidender Hinweis drin: habe die Verbindungsleitung 
zwischen Flasche und Sensor entlüftet und schon wurden die Sensorwerte 
stabil und reproduzierbar!

Warum das so ist, verstehe ich nicht.

Wie auch immer, für die Praxis taugt das nicht, die Leitung könnte immer 
mal Leerlaufen. Und ich möchte den Sensor auch nur ungern unter Benzin 
stehen lassen.
Werde deshalb die Einperlmethode nutzen, funktioniert in der Simulation 
ebenfalls gut ohne die genannten Nachteile. Ok, geht nicht ohne 
Controller.

von Wulf D. (holler)


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Der Prototyp der Benzintank-Füllstandanzeige nach der Einperlmethode ist 
fertig und funktioniert bestens.
In den 2kB des Attiny25 passte sogar noch eine Kallibrierroutine rein, 
mit der man den sehr individuell geformten Tank in max 20 Stufen 
„auslitern“ kann und damit die Anzeige linearisiert.
Sicher nützlich, da der Tank eine dreieckige Form und dazu eine Stufe 
hat.
Das Luftröhrchen ist ein sehr dünnes, 3mm starkes Edelstahlrohr was 
mittels selbst gelötetem y-Adapter in die 1/2“ Entlüftungsleitung in den 
Tank führt.

von OldMan (Gast)


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BMW hatte das in den 90er bei der K1 so gelöst, dass der "Tanksensor" 
aus einer Reihe von Dioden bestand. Der Typ der Dioden ist mir nicht 
mehr geläufig.
Insgesamt waren es, wenn ich mich richtig erinner, 5 oder 6 Stück.
Der Abstand der untersten Diode war etwas größer zu denen anderen. Der 
Anschluss war dreipolig.
Das war zwar nur ein Schätzeisen, hat aber gut funktioniert.
Da so etwas sehr schmal vom Aufbau ist, wäre das evt. eine Idee für den 
TO, abstelle des Drucksensors.
Aus meiner Sicht geht es doch darum, frühzeitg den Tiefstand des 
Treibstoff zu erkennen, oder?

von Wulf D. (holler)


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Du spielst darauf an, eine Diodenkette unter Strom im Tank zu versenken?
Das will ich wirklich nicht, auch wenn es theoretisch ungefährlich ist.
Ja richtig, am wichtigsten ist der drohende Leerstand. Aber zum Schluss 
gehts super schnell, wegen der „unmöglichen“ Tankform.

von Carypt C. (carypt)


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es wurde glaube ich schon auch oben auf optische detektion verwiesen, 
ein prinzip wäre dabei, daß durch den anderen brechungsindex des 
treibstoffes die normale totalreflektion eines lichtstrahles in einem 
dichten medium mit recht hohem brechungsindex(glas oder plexiglas (BI 
1,5)) an der außenfläche verhindert wird (licht bricht aus). so wird bei 
ca 43° ein lichtstrahl im glas nicht mehr aus der glasfläche 
herauskommen, sondern nach innen totalreflektiert, wenn ausserhalb vom 
glas luft(BI=1) ist. ist außerhalb vom glas jedoch wasser(BI 1,33) 
beträgt der totalreflektions-winkel schon 60°, es geht also mehr licht 
verloren nach außen. BIm1*sin(α) = BIm2*sin(β). beispiel der sinus von α 
wird 1=90°(totalreflektion) bei 1,3*sin(90°) = 1,5*sin(60°).

das wurde auch früher schon ausgenützt mit kegelförmigen glasstäben die 
in öl eintauchen, man sieht dann von oben in den stab hineingeblickt die 
stabmitte(kegelspitze) dunkel.

kann man die prinzip nicht mit glasfiberleitung deren freie mitte in den 
treibstoff taucht und dadurch hoffentlich licht nach aussen verliert 
umsetzen. also daß man schaut ob ein lichtsignal noch überhaupt 
durchkömmt.

der brechungsinde von benzin schwankt zwischen 1,3-1,4.

von Wulf D. (holler)


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Die Frage ist doch, warum auf exotische Verfahren wie auf Akustik, 
Brechungsindex, Kapazität etc setzen, die theoretisch funktionieren, 
aber einiges an „Forschung“ und Applikation  bis zur Anwendung 
benötigen.

Der einfachste Vorschlag hier war, einen Drucksensor direkt am tiefsten 
Punkt in eine Stichleitung der Benzinleitung zu setzen.
Leider kann ich die Entlüftung nicht sicherstellen, damit aber steht 
oder fällt die Funktion.

Zweiteinfachster Vorschlag war einen entsprechend kleinen, benzinfesten 
Sensor im Tank zu versenken. Der ist aber schwer beschaffbar.

Beide Methoden erfordern elektrische Komponenten an oder unter Benzin. 
Mir als Laie ist da nicht ganz wohl dabei. Ein kleiner Fehler im Aufbau 
und das war’s.

Die Einperlmethode funktioniert gut, das weiß ich jetzt. Aufwand 
überschaubar. Kein Elektrikkontakt mit dem Benzin. Vor allem 
supereinfach in der Applikation, nur ein Röhrchen beliebigen 
Durchmessers bis zum Tankboden einbringen. Schaltplan und Code kann ich 
gern hier veröffentlichen.

Ob die betriebssicher ist weiß ich im Sommer, wenn das Boot wieder 
schwimmt.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Wulf D. schrieb:
> Ob die betriebssicher ist weiß ich im Sommer, wenn das Boot wieder
> schwimmt

Und ob die Dämpfung der Anzeige ausreichend ist, weißt du, wenn du das 
erste Mal bei Seegang fährst. Sonst ist Nacharbeit beim 
Schlingerbehälter angesagt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich war schon neugierig wie es bei dem Bootsprojekt weitergeht. Deine 
Lösung sieht gut aus und Näheres würde mich definitiv interessieren.

Eine ähnliche Lösung des Problems wäre auch der Afriso hydrostatischer 
Anzeiger mit der Handpumpe gewesen. Das Teil hat eine schöne große 
Analoganzeige mit auswechselbaren Skalenblättern die sich in Deinem Fall 
von Dir linerarisieren ließe um die spezielle Tankform berücksichtigen 
zu können. Die Handpumpe braucht man nicht wenn man mit einem Attiny 
Timer den kleinen Pumpmotor, in die Meßleitung mit einem Tee-Stück 
eingefügt, in bestimmten zweckmäßigen Intervallen laufen lassen würde. 
Irgendwie gefällt mir der Afriso Standmesser mit seiner klaren Anzeige 
und sauberen Bauform.

Jedenfalls dürfte sich Deine kompakte Eigenbaulösung bewähren. Wo im 
Boot wird die Baugruppe übrigens installiert werden? Ich würde sie aber 
in eine zweckmässige PVC Box einbauen wollen, damit die Teile nicht mit 
der Zeit verschmutzen und Feuchtigkeit ein Unwesen treibt. Welche 
Anzeige soll übrigens vorgesehen werden? Digitales Import LED Voltmeter? 
Oder doch irgendwas Analoges?

von OldMan (Gast)


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Wulf D. schrieb:
> Du spielst darauf an, eine Diodenkette unter Strom im Tank zu versenken?
> Das will ich wirklich nicht, auch wenn es theoretisch ungefährlich ist.
> Ja richtig, am wichtigsten ist der drohende Leerstand. Aber zum Schluss
> gehts super schnell, wegen der „unmöglichen“ Tankform.

Seit Jahrzehnten sind die Geber der Tankanzeiger mittels einem Schwimmer 
und Drahtwiderstand realisiert (gewesen?). Mir ist kein einziger Fall 
bekannt, dass dadurch ein Tank explodiert wäre. Der legendäre VW Käfer 
hatte bspw. so einen Geber, bei dem die Masse sogar über den Tank 
realisiert war.
Denn da wurden logischer Weise keine X Ampere durchgejagt.
Jetzt hast Du bedenken wegen der paar mA durch die Dioden?
Die Lösung mit dem Drucksensor ist aus meiner Sicht nicht wirklich 
praxistauglich.
Keep it simple.

von Wolfgang (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Eine ähnliche Lösung des Problems wäre auch der Afriso hydrostatischer
> Anzeiger mit der Handpumpe gewesen.

Da müsste man nur klären, ob der trotz anderslautender 
Herstellerbeschreibung auch für Benzin geeignet ist.

Außerdem ist der bei einer Dichte von 0.74g/cm³ für eine maximale 
Tankhöhe von 340cm ausgelegt und besitzt dann nach Herstellerangabe eine 
Messgenauigkeit von ±10cm (±3% vom Skalenendwert). Ob das bei einer 
Tankhöhe von 30cm eine ausreichend befriedigende Anzeige gibt?

von Carypt C. (carypt)


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aah jetzt, die einperlmethode verstanden, ja, gutes prinzip. allerdings 
und auch betreffs des schleifenkontaktes im benzinschwimmer beim käfer, 
explosiv wird benzin, bzw benzindämpfe ja eigentlich nur durch mischung 
mit luft, weshalb man besser nicht sauerstoff in einen benzintank 
einbläst, also echt bitte. könnte man da die tankluft für nehmen ?

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Carypt C. schrieb:
> aah jetzt, die einperlmethode verstanden, ja, gutes prinzip.
> allerdings
> und auch betreffs des schleifenkontaktes im benzinschwimmer beim käfer,
> explosiv wird benzin, bzw benzindämpfe ja eigentlich nur durch mischung
> mit luft, weshalb man besser nicht sauerstoff in einen benzintank
> einbläst, also echt bitte. könnte man da die tankluft für nehmen ?

Es gibt mehrere Gründe, warum das in seinem Fall kein Problem sein wird. 
Erstens, hat der Tank einen vorgesehenen Entlüftungskanal. Zweitens wird 
so wenig Luft periodisch eingeblasen, dass sich der natürliche 
Luftanteil kaum ändert, weil die Einperlungspumpe nicht andauernd Luft 
in den Tank bläst. Drittens sorgt die natürliche vorkommende Verdampfung 
des Benzins für eine gesättigte Atmosphäre im Inneren des Tanks, sodass 
sich das Benzin/Luft Gemisch sich nicht wesentlich ändert. Zumindest 
sehe ich es so.

Die Luft zirkulieren lassen, könnte man, aber es würde sich aus den o.g. 
Gründen nicht wirklich lohnen. Vermutlich würden die Dämpfe langfristig 
auch irgendwelche Materialien angreifen und möglicherweise erst eine 
Explosionsgefahr begünstigen.

Was den Afrisomesser betrifft, lässt sich die Dichte mit einer 
Schraubeneinstellung Kalibrieren. Abgesehen davon, würde der Tank im 
Boot ohnehin eine besondere auf ihn massgeschneiderte Skalierung 
benötigen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wolfgang schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Eine ähnliche Lösung des Problems wäre auch der Afriso hydrostatischer
>> Anzeiger mit der Handpumpe gewesen.
>
> Da müsste man nur klären, ob der trotz anderslautender
> Herstellerbeschreibung auch für Benzin geeignet ist.
>
> Außerdem ist der bei einer Dichte von 0.74g/cm³ für eine maximale
> Tankhöhe von 340cm ausgelegt und besitzt dann nach Herstellerangabe eine
> Messgenauigkeit von ±10cm (±3% vom Skalenendwert). Ob das bei einer
> Tankhöhe von 30cm eine ausreichend befriedigende Anzeige gibt?

Das könnte tatsächlich hier ein Störfaktor sein. Besser wäre eine 
angemessenere Skalierung der Druckzelle schon.

Was die Dichte betrifft, ist der  Unterschied zwischen Heizöl und Benzin 
ohnehin nicht sehr groß und der Dichteeinsteller dürfte diesen Bereich 
vermutlich auch noch gut abdecken.

Aber Wulf hat ja schon eine gute und nette Lösung seines Problems.

Mein, ähnlich konstruierter Messer für den Sumpfwasserstand, ist nun 
schon seit über zwei Jahren ohne irgendwelche Ausfälle erfolgreich im 
Betrieb. Die elektromechanischen Komponenten scheinen mindestens dafür 
gut genug zu sein. Ich erwarte eigentlich mindestens zehn Jahre 
störungsfreie Operation.

von Wulf D. (holler)


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Ich werde die Platine in ein Gehäuse 150mm x 80mm x 40mm einbauen 
(Reichelt) und in der Bugspitze über dem Tank plazieren. Da ist es gut 
geschützt und nahe an der Entlüftungsleitung.

Anbei Schaltplan und Code. Momentan ist ein Attiny25 mit nur 2KB drin, 
der ist zu 99% voll. Im Schaltplan ist ein ATtiny85, pinkomatibel. Aber 
ich hatte nur den 25er vorrätig. Außerdem fehlt noch Sicherung und 
Sicherungshalter auf der Platine, wird mitbestellt. Evtl löte ich noch 
ein ATtiny45 ein, falls ich z.B. noch einen super-Anzeige-Tiefpass 
benötige.

Angesteuert wird eine analoge Tankuhr, die für ein Tank-Potentiometer 
ausgelegt ist. Die passt optisch gut zu den anderen Analoganzeigen wie 
Tacho und Drehzahlmesser der VDO-Sumlog-Serie aus Anfang der 80er Jahre.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wulf D. schrieb:
> Ich werde die Platine in ein Gehäuse 150mm x 80mm x 40mm einbauen
> (Reichelt) und in der Bugspitze über dem Tank plazieren. Da ist es gut
> geschützt und nahe an der Entlüftungsleitung.
>
> Anbei Schaltplan und Code. Momentan ist ein Attiny25 mit nur 2KB drin,
> der ist zu 99% voll. Im Schaltplan ist ein ATtiny85, pinkomatibel. Aber
> ich hatte nur den 25er vorrätig. Außerdem fehlt noch Sicherung und
> Sicherungshalter auf der Platine, wird mitbestellt. Evtl löte ich noch
> ein ATtiny45 ein, falls ich z.B. noch einen super-Anzeige-Tiefpass
> benötige.
>
> Angesteuert wird eine analoge Tankuhr, die für ein Tank-Potentiometer
> ausgelegt ist. Die passt optisch gut zu den anderen Analoganzeigen wie
> Tacho und Drehzahlmesser der VDO-Sumlog-Serie aus Anfang der 80er Jahre.

Moin,

Gerade gesehen. Hört sich alles gut an. Danke auch für die 
Bereitstellung Deiner Unterlagen. Deine Source muß ich erst noch 
studieren. Tolles Projekt.

Dein Tankanzeigeinstrument interessiert mich. Bitte gib eine Referenz 
oder mache ein Bild. Ist das ein empfindliches Drehspulinstrument?
Bei mir verwendete ich einen X25.168 Auto-Armaturen Schritt-Motor mit 
810 Schritten für 270 Grad Auslenkung. Das funktioniert auch sehr 
verlässlich.

Einen Rat möchte ich Dir geben. Es empfiehlt sich am 12V Eingang noch 
eine TVS Diode geeigneter Kennwerte dranzuhängen um Load Dump 
Transienten fernzuhalten. Im Autobereich will man da offiziell 60V 
Sicherheit erreichen. Allerdings dürften Deine Isolationsdioden und Cs 
dagegen ohnehin schon ausreichen. Naja, wenn irgendetwas beim Starten 
mal sterben sollte, dann erinnere Dich daran:-)

In meinen Auto Dingsda Projekten baue ich meist noch eine Drossel mit Cs 
ein, um Störungen von der Lichtmaschine und Transienten zu vermindern. 
Ich hatte früher ein Selbstbau Amateurfunkgerät jahrzehntelang im Auto 
und es ging nie etwas kaputt.

von Wulf D. (holler)


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Überspannungsschutz kann ich noch nachlöten, habe solche Dioden in SMD 
Bauform da. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können, Danke für den 
Tipp.

Eine Schrittmotor-Anzeige ist schon eher „High-Tech“, ginge mit dem 
Controller aber auch.
Ich wollte jedoch die alten, zeitgenössischen Instrumente verwenden.

Die Tankanzeige ist für ein Drehspulinstrument zu träge, ich weiß nicht 
was da drin ist. Ist aber nichts besonderes, die haben vermutlich alle 
ein ähnliches Innenleben. Drei Anschlüsse, Masse, +12V, Tankgeber. Da 
kommt das Tank-Poti von ca 330 Ohm gegen Masse dran. Habe eine Kennlinie 
aufgenommen:

330 Ohm - 15mA - Zeiger rührt sich

220 Ohn - 22mA - Zeiger auf leer

100 Ohm - 39mA - 1/2 voll

 47 Ohm - 57mA - etwas über 3/4 voll

 18 Ohm voll

 12 Ohm - 73mA - etwas über Voll

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wulf D. schrieb:
> Überspannungsschutz kann ich noch nachlöten, habe solche Dioden in
> SMD
> Bauform da. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können, Danke für den
> Tipp.
>
> Eine Schrittmotor-Anzeige ist schon eher „High-Tech“, ginge mit dem
> Controller aber auch.
> Ich wollte jedoch die alten, zeitgenössischen Instrumente verwenden.
>
> Die Tankanzeige ist für ein Drehspulinstrument zu träge, ich weiß nicht
> was da drin ist. Ist aber nichts besonderes, die haben vermutlich alle
> ein ähnliches Innenleben. Drei Anschlüsse, Masse, +12V, Tankgeber. Da
> kommt das Tank-Poti von ca 330 Ohm gegen Masse dran. Habe eine Kennlinie
> aufgenommen:
>
> 330 Ohm - 15mA - Zeiger rührt sich
>
> 220 Ohn - 22mA - Zeiger auf leer
>
> 100 Ohm - 39mA - 1/2 voll
>
>  47 Ohm - 57mA - etwas über 3/4 voll
>
>  18 Ohm voll
>
>  12 Ohm - 73mA - etwas über Voll

Danke für die Wertreihenangaben. Ich vermute, Dein Instrument 
funktioniert auf thermischer Basis (Bi-Metal). Die wickelten auf die 
Bi-Metallspirale eine kleine Heizwicklung und verändert so den Ausschlag 
je nach Heizleistung. Inwieweit eine Änderung der Raumtemperatur auf die 
Anzeige eingeht, kann ich nicht beurteilen.

Zumindest war das vor langer Zeit so. Ist jedenfalls sehr robuste 
Technik und vollkommen EMP sicher:-)

Dein AVR steuert das Instrument über T4 als PWM Wert an. Ist PWM 99% = 
Vollausschlag?

Ja, der X25.168 ist da schon etwas aufwendiger. Ich steuere, um Pins zu 
sparen, meinen aus einer TIMER1 ISR übrigens via SPI und HC595 an.

: Bearbeitet durch User
von Wulf D. (holler)


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Gerhard O. schrieb:
> Dein AVR steuert das Instrument über T4 als PWM Wert an. Ist PWM 99% =
> Vollausschlag?

Ja, der T4 steuert das Instrument an. Die PWM hat noch Luft nach oben, 
sieht man an den Stützstellen die in const uint8_t anzArray[] im Code 
abgelegt sind. 161 ist Zeiger auf voll, 190 zeigerbreit drüber.

Vergaß im Plan den Drucksensor-Eingang zu beschriften, hängt an TP3 +5V, 
TP4 Signal, TP5 Masse.

von Volker (flyer_pilot)


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Hallo Zusammen!
Ich bin neu in diesem Forum und eigentlich hier auch falsch, weil Ihr 
alle offensichtlich voll die Elektronikfreaks seid. Etwas, dass mir 
immer gefehlt hat. Gerade auch jetzt.
Ich habe diesen Thread mit Interesse verfolgt, weil ich gerade ein 
ähnliches Problem habe, aber eine Eigenlösung nie bauen könnte.
Bitte jetzt nicht gleich schimpfen, dass wir alle sterben werden… ja, 
dass müssen wir - aber nicht wegen einer Lösung.
Ich habe ein Selbstbau UL Flugzeug, bei dem Eigenreparatur und auch 
Verbesserungen selbst vorgenommen werden dürfen.
In den oberen Tragflächen habe ich jeweils einen Tank mit je 30 Litern 
ordinärem Superbenzin (Mogas). Diese laufen durch eine Benzinleitung in 
einen sogenannten Header Tank, der eigentlich für Rückenflug konzipiert 
sein sollte. Ist meiner nicht, sonder 21x21x21cm Edelstahl.
Ich müsste nun recht genau wissen, wieviel Benzin in dem Tank ist, 
vorallem dann, wenn die oberen leergelaufen sind. Dort sind 
Steigröhrchen, die aber im Flug wegen des Anstellwinkels und der nicht 
ausfliegbaren Restmenge sehr schlecht einzuschätzen sind.
Letztens habe ich nach oben geschaut und mit Erschrecken festgestellt, 
dass Luftblasen in den Benzinleitungen waren…
Waren sie jetzt leer? Die Anzeige zeigte noch etwas an.
Wieviel war aus dem Headertank bereits raus? Schaffe ich es noch zum 
Flugplatz oder soll ich vorsichtshalber auf einer Wiese landen?
Mit fast 5000Std Flugerfahrung wurd mir dann doch komisch…
Würde das Prinzip von @holler bei mir funktionieren? Ich habe heute dann 
gesehen, dass ich den Tank oben durch eine passable Revisionsöffnung 
öffnen kann und dort auch eine normale Tankanzeige verbauen könnte. Nur 
scheint mir so etwas zu grob zu sein. Ich hatte schon bei dem neuen 
System für WoMo‘s (Comworks Super Sense)geschaut, die sind aber 
angeblich nur für Wasser, Brauchwasser und Diesel geeignet. Vermutlich 
aus Vorsicht vor Exschutz…
Hat jemand eine Lösung für mich? Selberbauen/ -löten kann ich leider 
nix.
 Da bin ich dann froh, dass es Leute wie Euch gibt, die noch den 
urdeutschen Tüftlergeist haben.
Herzlichen Dank für Eure Hilfe
P.S. Ja, ich mache Treibstoffkalkulation, Weg/Zeitberechnung, 
Alternativplanung, 30 Minuten Restkraftstoffplanung etc. Aber der 
Flieger ist neu (aus alt) und da wurde es bei Gegenwind dann plötzlich 
vielleicht beinah eng. Am Boden dann Entwarnung - aber das mulmige 
Gefühl will ich nie wieder haben…

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