Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DDR- Oszilloskop OG2-30/ OG2-31 Restauration


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von Edi M. (edi-mv)



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Hallo Analog- Freunde,

Der Weihnachtsmann hat's nicht... frage ich mal hier:

Ich suche Wechsel- Einschübe fder DDR Oszilloskope OG2-30/ OG2-31, und 
zwar wenigstens den Zweikanal- Y- Teil "VV300".
Evtl. auch den Kippgenerator "KG 300" oder "KG301", oder den Doppel- 
Kippgenerator "KG304".

Wie zu sehen, habe ich diesen Oszi, aber mit einem Fehler-  da fällt mir 
nichts mehr ein, weil...
Die Anschlüsse vieler Transistoren sind... verrostet.
Ja, richtig gelesen, verrostet.

Die Anschlußdrähte bestehen aus Kovar oder Invar, Eisen- Legierungen, 
die bei Temperaturänderung keine Ausdehnung oder Schrumpfung erleiden, 
dadurch bleiben die Einführungen durch eingeschmolzenen oder 
eingegossene Drähte dicht.
Durch dieses Material bleiben die Anschlußdrähte an magnetischem 
Werkzeug hängen, an Magneten natürlich erst recht.

Das ist kein Ergebnis von DDR- Mangelwirtschaft, solche Anschlüsse gibt 
es bei vielen Herstellern.

Ursache der Korrosion: Es sind nur die Transis, die ein Stück 
Plasteschlauch um die Anschlußdrähte haben. Und das Gerät stand 32 Jahre 
in einem ungeheizten Lager, mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Da hat sich unter dem Plasteschlauch ein Korrosionsklima gebildet.

Ich hatte 1 Transistorgehäuse im Gerät gefunden, und mich gewundert... 
dann fand ich weitere  Transistoren, es reichte schon, einen Transistor 
etwas seitlich zu drücken, schon ist der Anschlußdraht an der 
Eingußstelle abgebrochen. Da aber ein Teil des Drahtes Rost war, ist der 
Transistor wahrscheinlich damit schon funktionsunfähig gewesen.

Der X- Endverstärker funktioniert wieder.  Im Netzteil haben die 
Transistoren keine Isolierschläuche. Das Grundgerät ist also ok.
Der Kippgenerator war ok, er funktioniert- noch.
2 defekte Transis entdeckte ich im VV, aber es werden noch mehr sein.

In Anbetracht der hohen Anzahl Transistoren ist es wohl besser, 
Einschübe zu besorgen, die nicht so mies gelagert waren. Immerhin ist 
mit den angebotenen Baugruppen schon einiges möglich, Das waren keine 
Billig- Geräte. Übrigens hat der Y- Baugruppe Subminiatur- Röhren im 
Eingang, und ist damit vollkommen unempfindlich gegen statische 
Aufladungen, die MOSFET- Eingänge schnell killen.

Hier eine Liste möglicher Baugruppen/ Einschübe:
KG300 Einfach- Kippgenerator
KG301 Einfach- Kippgenerator
KG304 Doppel- Kippgenerator

Differenz- Verstärker DV301
VV300 Zweikanal- Y- Verstärker
VV306 Zweikanal- Rasterverstärker

KG315 Sampling- Kippgenerator
VV305 Sampling- Einheit

: Bearbeitet durch Moderator
von H. H. (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Das waren keine
> Billig- Geräte.

Heute schon.

von Peter R. (pnu)


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Übrige Einschübe dürfte es wohl nicht geben.

Aber bei den Transistoren wäre ein Ersatz durch ähnliche Ts-en durchaus 
möglich.


Schließlich ist auch damals schon bekannt gewesen dass kein Ts dem 
andern wirklich gleicht. Und das hat man dann bei der Entwicklung schon 
berücksichtigt.
Es gilt doch in der Schaltungstechnik der Grundsatz, dass nicht der 
Halbleiter die Funktion bestimmt sondern seine Beschaltung.

Es werden sowieso recht viele Ts-en gleichen Typs verwendet sein, die 
man dann bedenkenlos durch Ähnliche ersetzen kann.

Die Typenbezeichnungen dürften ja wohl lesbar sein und damit sind auch 
Ersatztypen auffindbar, deren Eigenschaften in dem für den Ersatz 
notwendigen Bereich liegen.

Hilfreich wären natürlich Schaltbilder, denn  da kann man erkennen, 
welche Aufgabe der jeweilige  Ts hat und welche Spannung bzw. welcher 
Strom zu erwarten ist.

von Edi M. (edi-mv)


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Peter R.,

Die Baugruppen gab es alle, und -selten-  werden sie angeboten.
Liegt daran, daß die Geräte für damalige Verhältnisse fähig und teuer 
waren, also nicht in großen Stückzahlen überall herumstanden, wie etwa 
die Service- Oszis für Fernsehwerkstätten, und richtig vollgepackt mit 
aufwendig realisierten Schaltungen, die kann auch nicht jeder mit 0815- 
Mitteln reparieren, so daß diese Oszis recht selten sind.

Ich habe alle Kundenbücher mit Schaltplänen, sogar der Varianten nach 
Seriennummer, sowie -als einziger- Reparaturanleitungen, denn diese, 
geschweige denn die Kalibriervorschriften, reichte der Hersteller m. W. 
niemals aus.
Die Reparaturanleitungen hat später das "Werk für Fernsehelektronik" 
erstellen lassen, weil es als Entwicklungsbetrieb UND Finalhersteller 
hochwertiger Technik selbst diese Meßtechnik in größerer Zahl 
verwendete, und nicht teures Geld für eine Reparatur beim Hersteller 
blechen wolllte. obwohl der nur 6 Km entfernt war. Ich kenne beide 
Betriebe, im ersten arbeiteten meine Großeltern, im Letzteren lernte und 
arbeitete ich sogar.

Die Transis brauchen nicht durch Äquivalenz- Typen ersetzt werden, es 
sind größtenteils gewöhnliche DDR- Transis niedriger 
Stromverstärkungswerte (jöhere gab es später erst, dann aber nur noch 
solche), die es massig und billig gibt.
Allerdings dürfte die Anzahl defekter Transis möglicherweise die meiner 
Vorräte übersteigen,

Aufgrund der bereits festgestellten Korrosion und deren Ursache 
befürchte ich jedoch weitere Fehler, speziell an 
feuchtigkeitsempfindlichen Bauteilen, und davon gibt es jede Menge.
So habe ich bei einem Gerät des gleichen Herstellers ALLE 
Einstellwiderstände, etwa 30 Stück, austauschen müssen, Ursache 
gequollene Nieten  der Kohleschicht- Bahnen und gerissene 
Schleiferlaschen, und zum Schluß auch unterwanderte Preßkappen von 
Kohleschichtwiderständen, mehrmals. Weiterhin Trimmer.
Widerstände und Trimmerkondensatoren habe ich bei dem Oszi noch nicht 
mal in Betracht gezogen.
Sowas kommt nur bei schlechter Lagerung vor, das war bei dem erwähnten 
Gerät so, eben wie bei diesem Oszi.

4 defekte Transis habe ich getauscht, 2 habe ich vor, ich denke, da 
werden noch etliche weitere Transis Kandidaten sein.
Insgesamt schätze ich den Aufwand der Instandsetzung als viel zu hoch 
ein.
Einfacher ist der Austausch gegen Baugruppen, die nie so mies gelagert 
wurden.

: Bearbeitet durch User
von Peter R. (pnu)


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Puuuh! Ich bewundere deinen Mut.

Da bleibt so ein Forum wie dieses wirklich als letzte Hoffnung auf einen 
erfolgreichen Fund.

Daumendrück!

Und auch in dieser Hinsicht ein erfolgreiches neues Jahr.

von Edi M. (edi-mv)


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Peter R. schrieb:
> Da bleibt so ein Forum wie dieses wirklich als letzte Hoffnung auf einen
> erfolgreichen Fund.

Es gibt noch andere Quellen, da bin ich dran.
Also noch lange nicht letzte Hoffnung.

Sagen wir so: Wenn ich die Baugruppen nicht bekommen kann, muß ich in 
den sauren Apfel beißen, und reparieren. Nicht gerade einfach, aber 
möglich.

Um mal zu zeigen, wie vollgepackt die Baugruppen sind, hier die Fotos 
der Zweikanal- Y- Baugruppe.
Vor allem fallen Unmengen an Stellern und Trimmern auf. und das ist nur 
die eine Baugruppe.
Wenn in so einem Oszi mal einer "alle Schrauben wieder angezogen hat"... 
hat ein Techniker mittleren Alters bis zur Rente zu tun...
:-)

OK, auch die russischen Oszis C1-91 haben solche irre vollgepackten 
Baugruppen, aber die haben nur wenige -oder gar keine- Steller.

> Daumendrück!
> Und auch in dieser Hinsicht ein erfolgreiches neues Jahr.

Danke- wünsche ich auch Ihnen !

von BastelIng (Gast)


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Hallo Edi,

dumme Frage - ist die Korrosion sicher nur auf die schlechte Lagerung 
mit der Feuchtigkeit bzw. regelmäßiger Kondensation zurückzuführen? Oder 
wurde da chargenweise ggfs. irgendwie aggressiver Kunststoffschlauch 
verwendet?

Als gerätesammelnder Amateurfunker hatte ich ähnliche Gruselgeschichten 
über abfallende Transistoren zu den KN1E 1kW Kurzwellensendern und dem 
dazugehörigen Oszillator und Modulatorschaltschrank gehört. Dort wurde 
auch über die PVC?-Schläuche über den Transistorbeinen als Ursache 
geschimpft.
Einige schöne DDR Geräte - vom SEG bis zum RFT Audiogenerator kuratiere 
ich hier auch.

vg

Maik

von ... (Gast)


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> aggressiver Kunststoffschlauch

Das wird PVC-Schlauch sein. Moeglicherweise bildet sich da Salzsaeure.

von Edi M. (edi-mv)


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BastelIng schrieb:
> dumme Frage - ist die Korrosion sicher nur auf die schlechte Lagerung
> mit der Feuchtigkeit bzw. regelmäßiger Kondensation zurückzuführen? Oder
> wurde da chargenweise ggfs. irgendwie aggressiver Kunststoffschlauch
> verwendet?

Die Frage ist nicht dumm. Könnte sein. Könnte vor allem beides sein.

> Als gerätesammelnder Amateurfunker hatte ich ähnliche Gruselgeschichten
> über abfallende Transistoren zu den KN1E 1kW Kurzwellensendern und dem
> dazugehörigen Oszillator und Modulatorschaltschrank gehört. Dort wurde
> auch über die PVC?-Schläuche über den Transistorbeinen als Ursache
> geschimpft.

Hmmm... nie gehört.
Aber immerhin sieht man einen Dreck- Ring an der Anschlußdraht- 
Herausführung am Transistor- Boden (Erstbeitrag).
Könnte also durchaus die Ursache sein.

Ich habe, weil ich Feuchtigkeit im Inneren des Schlauchs als Ursache 
vermutete, im X- Endverstärker das Plastikschlauchzeug auch nicht wieder 
eingebaut.
Ich werde mir das mal genauer zu Gemüte führen.

Anekdote:
Ich fand in einem russischen Transistor- Kofferradio mehrere 
Transistoren, die einfach im Gehäuse lagen. Mit ihren Anschlüssen, und 
die waren auch recht lang, etwa 20-30mm, das war bei den Russen nicht 
selten.
Und das Radio spielte nicht.
Konnte es auch nicht- es fehlten einige Transistoren, das fiel gleich 
auf.
Aber... die Anschlüsse waren noch da.
Hä ?
Die Lupe zeigte einen erstaunlichen Fehler: Die Transistordrähte waren 
magnetisch, also eisenhaltig, und diese waren deutlich oberflächlich 
angerostet, und die Verzinnung dadurch nicht mehr mit der Oberfläche 
verbunden, die Drähte fielen einfach aus dem nun entstandenen 
"Zinnröhrchen".

von Edi M. (edi-mv)



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... schrieb:
> Das wird PVC-Schlauch sein. Moeglicherweise bildet sich da Salzsaeure.

Das könnte die seltsame Form erklären, in welcher die Anschlüsse 
angebrochen sind- der Kollektor-  Anschlußdraht, rechts auf dem 
Magneten, sieht oben wesentlich dünner aus, wie abgedreht, und paßt 
genau in das andere Anschlußdraht- Ende am Transistorboden, welcher ja 
schon wie eine passende Buchse aussieht.

Sachen gibt's...

von Edi M. (edi-mv)



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Die Anfrage ist beendet- ein Gerät mit den gleichen Baugruppen ist 
unterwegs.

Wer aber Exemplare der genannten Baugruppen hat- kann sie mir gern 
anbieten- Reserve haben, ist sinnvoll.
Warum, erkläre ich hier:

BastelIng schrieb:
> Hallo Edi,
> dumme Frage - ist die Korrosion sicher nur auf die schlechte Lagerung
> mit der Feuchtigkeit bzw. regelmäßiger Kondensation zurückzuführen? Oder
> wurde da chargenweise ggfs. irgendwie aggressiver Kunststoffschlauch
> verwendet?
> Als gerätesammelnder Amateurfunker hatte ich ähnliche Gruselgeschichten
> über abfallende Transistoren zu den KN1E 1kW Kurzwellensendern und dem
> dazugehörigen Oszillator und Modulatorschaltschrank gehört. Dort wurde
> auch über die PVC?-Schläuche über den Transistorbeinen als Ursache
> geschimpft.

Ich habe jetzt Zeit, mich zu kümmern.

@BastelIng hat wohl recht, es dürften tatsächlich aggressive 
Kunststoffschläuche ursächlich sein. Dazu miese Lagerung über 
Jahrzehnte, das gab dann den Rest. Und zwar richtig.

Ich habe mal allen Transis beherzt auf den Kopf gefaßt. Kein Rütteln mit 
einer Zange, keine rohe Gewalt.
Das Ergebnis ist im 1. Foto zu sehen.
Insgesamt 9 Transis, deren Köpfe rollten. Nur bei einem Transi blieb ein 
nichtvergammeltes Bein fest, und bedurfte der Nachhilfe mit dem 
Seitenschneider.

Ausnahmslos Transis mit den übergezogenen Kunststoffschläuchen, darunter 
mehr oder weniger vergammelte "Beine".
Einige Beine brachen auch an der Leiterplatten- Bohrung ab.

Ich gehe davon aus, daß aggressiver Stoff auch an den Transis arbeitete, 
die noch fest sind, und vielleicht ist das noch in Gange.
Mit Sicherheit diffundierte der aggressive Stoff durch die dünne 
Vergoldung.
Bei einem Transi ist nur noch ein Fleckchen Gold, alles andere Rost.

Möglicherweise ist das eisenhaltige Anschlußdraht- Material (Kovar, 
Invar) unter der Vergoldung bereits so geschädigt, daß es in Bälde auch 
verreckt.
Ich denke, das ist nicht unbegründet: Ein Transi brach am Kopf ab, ab, 
und beim Anfassen des Restes... brach das Bein nochmal ! Zwischen den 
Bruchstellen ist noch etwas Vergoldung erhalten.

Ich werde das Schlauchzeug entfernen, und die Beine reinigen.
Sollten einige Transis dabei auch abbrechen, werde ich wohl ALLE 
tauschen, die Schlauch dran hatten.

Die betroffenen Transistoren sind unkrtitisch- alles ganz normale SF136B 
und C, sowie SF137B und C, das sind recht niedrige Stromverstärkungen.
Es gibt in den Schaltplänen übrigens keine Verstärkungsfaktor- 
Kennzeichnungen der Transis, und es wurden auch nur SF136 
vorgeschrieben, (137 hat höhere Uce)
Ich habe nicht so viele dieser SF, aber einen großen Haufen BC107B aus 
EDV- Leiterplatten, die ich geschlachtet habe, ich denke, die werden es 
auch tun.

Allerdings ist das Wechseln der Transis eine echte Herausforderung, die 
Platinen sind nicht mal so einfach hochzuklappen, da sind unten  jede 
Menge Anschlüsse dran.
Könnte sein, daß die Leiterplatten zusammen mit ihren Halteschienen 
hochnehmbar sind, dennoch ist etliches abzulöten.
Und die Eingangsverstärkerplatinen müssen komplett raus, die Leiterseite 
ist unzugänglich.

Das zweite Gerät ist unterwegs, ich weiß nicht, ob es ok ist.
Ich bin gespannt, ob das andere Gerät auch diese chemischen Angriffe 
zeigt.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Edi M. schrieb:
> Insgesamt schätze ich den Aufwand der Instandsetzung als viel zu hoch
> ein.

Dem werden hier wohl (fast) alle zustimmen.
Ich kenne keinen, der noch ein analoges Oszi verwendet.

von Edi M. (edi-mv)


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Peter D. schrieb:
> Dem werden hier wohl (fast) alle zustimmen.
> Ich kenne keinen, der noch ein analoges Oszi verwendet.

Geht mir fast genauso. In meinem Wohnort zb.  ...keiner.
:-)

Liegt aber daran, daß es keinen weiteren Elektroniker im Ort (200 
Einwohner im 4 Gemeinden) gibt- ich wohne auf dem Lande.
Ansonsten: Da es mit Sicherheit noch viele tausend solcher Geräte gibt- 
siehe Anzeigenportale- werden noch viele solcher Geträte verwendet.
Die reichen für viele Aufgaben im Bereich Reparaturen und Basteln aus.

Bessere Geräte, die Impulse im x GHz- Bereich, oder in Bereichen unter 
Nanovolt auflösen können- brauchen nur  sehr wenige Amateure und Profis.

Wenn man einen Oszi bei Reparaturen an Fewrnsehern und Monitoren 
benötigt, sind analoge Oldies oft im Vorteil, etwa der hier genannte 
OG2-30 hat Röhreneingang- der schluckt ohne "dicke Backen" auch mal 'ne 
statische Aufladung, da killt man keinen Eingangs- MOSFET.
Selbiges hat einst in der Fernsehwerkstatt oft Oszis werkstattreif 
gemacht.
Ok- Röhrenmonitore und Fernseher... aber gibt es auch noch, und manchmal 
auch in Verwendung.

Davon abgesehen: Ich restauriere bekanntlich historische Technik- und 
verwende sie auch- was nur herumsteht, steht sich kaputt.

Der Aufwand der Reparatur ist hoch... mal sehen, was die Baugruppen des 
anderen Geräts erkennen lassen. Wenn es wirklich nur ein Einzelfall 
infolge mieser Lagerung war, lege ich die betroffene Baugruppe auf Eis, 
mache sie, wenn ich viel Zeit habe.
Sollte es ein genereller Fehler sein, werde ich alle Baugruppen radikal 
überholen..

Ist bei Radios und Fernsehern oft so, daß 1-2  Handvoll Bauteile 
unbesehen in die Tonne fliegt, weil es keinen Sinn hat, auch nur eines 
drin zu lassen (Papierkondensatoren). Wenn man einmal eine aufwendige 
Restauration durch hat, weiß man, wie es geht.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Peter D. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Insgesamt schätze ich den Aufwand der Instandsetzung als viel zu hoch
>> ein.
>
> Dem werden hier wohl (fast) alle zustimmen.
> Ich kenne keinen, der noch ein analoges Oszi verwendet.

Ich habe noch über ein Dutzend analoge und genaugenommen drei 
volldigitale. Anwenden werde ich wohl auch kaum noch einen dieser 
analogen Schätze, aber ich habe sie gerne.
Irgendwo hier in den Tiefen des uC.NETs habe ich ein paar Restaurationen 
vorgestellt.

Old-Papa
Ach ja, Grüße nach MeckPom... ;-)

: Bearbeitet durch User
von Klaus B. (butzo)


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Hallo Edi,

erstmal Respekt für den Versuch das Teil zu retten!

Frage:
Wann sind die Geräte denn gebaut worden?

Wenn ich in meine Tektronix Einschübe reinschaue sind die optisch 20 
Jahre
später entstanden, es steht aber 1970..1973 auf den Leiterplatten.
Nach deinen Fotos der Leiterplatten hätte ich jetzt Anfang der 50er 
gesagt, passt aber so gar nicht zu den Transistoren.

Die DDR war wohl soweit hinterher wie jetzt die aktuelle Bundesrepublik 
bei der IT und eigentlich auch allen anderen Themen :-(


Butzo*aussen

von Jester (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Ich kenne keinen, der noch ein analoges Oszi verwendet.

Da heb ich mal schnell den Finger!

Hier - zwei Analoge "Made in USA", eins davon mit 275MHz 
Analogbandbreite.

Ein Drittes mit "rauschfreien" 2mV/DIV steht auf der Liste - ev. in 
Verbindung mit einer Speicher-Röhre.

So'n übrigen "VV300" könnte man mit modernen Halbleitern auf "besonders 
rauscharm" trimmen - so man dafür Verwendung hat.

Just my 2ct

von Jester (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Wenn man einen Oszi bei Reparaturen an Fewrnsehern und Monitoren
> benötigt, sind analoge Oldies oft im Vorteil, etwa der hier genannte
> OG2-30 hat Röhreneingang- der schluckt ohne "dicke Backen" auch mal 'ne
> statische Aufladung, da killt man keinen Eingangs- MOSFET.

Ich erinnere nur an die 'RCA Nuvistoren' in den Eingangsstufen von 
Tektronix-Scopes (z.B. CA- oder 1A1-Einschub) aus den 60ern.

von Edi M. (edi-mv)


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Klaus B. schrieb:
> rage:
> Wann sind die Geräte denn gebaut worden?
>
> Wenn ich in meine Tektronix Einschübe reinschaue sind die optisch 20
> Jahre
> später entstanden, es steht aber 1970..1973 auf den Leiterplatten.
> Nach deinen Fotos der Leiterplatten hätte ich jetzt Anfang der 50er
> gesagt, passt aber so gar nicht zu den Transistoren.
>
> Die DDR war wohl soweit hinterher wie jetzt die aktuelle Bundesrepublik
> bei der IT und eigentlich auch allen anderen Themen :-(

Nö, 50er sind die nun nicht.
Sind Bj. 1972.
Das sind aber 50 Jahre Alter.

Woanders mag man weiter gewesen sein.
Immerhin war die DDR der Staat, dessen Industrie vom "großen Bruder in 
der kalten Heimat" erst mal demontiert wurde. Im "Westen" gab es den 
Marshallplan, im Osten den "Kotikow- Plan", das war aber kaum 
vergleichbar, ein so zerstörtes Land wie die SU konnte nicht mithalten. 
Der "Kotikow- Plan" betraf so auch hauptsächlich die Lieferung und 
Verteilung von Lebensmitteln.

Später kam das demontierte Equipment als "Geschenk an die DDR" zurück, 
weil man dort "damit nichts anfangen konnte".
Ich habe in einigen Betrieben gearbeitet, da liefen die zurück- 
"geschenkten"  Maschinen wieder, bis 1990.

Immerhin hat man eine Menge wieder aufbauen können  Ohne Marschallplan.
Ob nun einiges abgekupfert war... wen interessiert's.
Abgekupfert wurde immer. Auch andersherum.
Immerhin gab es ein Auto im Aussehen des "Golf" schon vor VW- in der DDR 
Trabant 603, Wartburg 355 VCoupé), leider nur als Prototypen.. Ob West- 
DE die Entwicklungsunterlagen gekauft oder abgekupfert hat, wurde mal 
diskutiert. Wen interessiert's.

Und die Elektronik- Industrie bekam schon einiges auf die Reihe.
Ich habe einen riesigen Wobbler, der ähnelt dem R&S SWOB1, von den Daten 
her liegt er zw. SWOB 1 und 2.
Abgekupfert ? Wen interessiert's.

Ich habe Radios mit Sendersuchlauf, "Stradivari ", DDR und "Freiburg", 
West- DE, Gleicher Motor, Schaltung anders. Einiges abgekupfert ? Wen 
interessiert's.

Ich finde den OG2-30 nicht schlecht, weil  alles "zu Fuß" funktioniert. 
Keine ICs. Unkritische Halbleiter.
Passend dazu habe ich ja das "Ziffernvoltmeter" V524, ebenfalls ohne 
einen einzigen IC.

Schon darum lohnt sich die Erhaltung, wenn nicht, wie hier, ein Fehler 
große Mengen Bauteile vernichtet, ist so ein Gerät nahezu "unkaputtbar", 
und mit Reparaturen sehr lange erhaltbar.

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Jester schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Ich kenne keinen, der noch ein analoges Oszi verwendet.
> Da heb ich mal schnell den Finger!
> Hier - zwei Analoge "Made in USA",

Ich heb mal mit! Bei mir erledigt ein 20MHz Telequipment vorrangig die 
Arbeiten:
https://www.google.com/search?q=telequipment+d67a&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwihv5jNw6n8AhWuhf0HHe8oAuQQ_AUoAXoECAEQAw&biw=1600&bih=758
Mit zwei Zeitbasen gehörte es "damals" auch zu den besseren Geräten. 
Bisher fast störungsfrei, ein Transistor war mal defekt.

Zum angefragten Gerät kann ich leider nix sagen. Aber ich habe 
Hochachtung vor Enthusiasten die sich soviel Arbeit aufladen um Altes zu 
erhalten!

von Edi M. (edi-mv)


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Rainer D. schrieb:
> Zum angefragten Gerät kann ich leider nix sagen.

Ist ja auch nicht mehr nötig.

Edi M. schrieb:
> Die Anfrage ist beendet- ein Gerät mit den gleichen Baugruppen ist
> unterwegs.
> Wer aber Exemplare der genannten Baugruppen hat- kann sie mir gern
> anbieten- Reserve haben, ist sinnvoll.

Rainer D. schrieb:
> Ich heb mal mit! Bei mir erledigt ein 20MHz Telequipment vorrangig die
> Arbeiten

Wie geschrieben, für die Anwendungen von Reparateuren und Bastlern 
reicht ein solcher Oszi aus- fähigere Geräte brauchen i. d. R. nur 
Entwickler und Profis spezieller Sparten.

Rainer D. schrieb:
> Aber ich habe Hochachtung vor Enthusiasten die sich soviel Arbeit aufladen
> um Altes zu erhalten!

Danke.. ich geb' mir Mühe.
:-)

: Bearbeitet durch User
von Andreas M. (amesser)


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SF137E hätte ich noch so ca 10 Stück, wenn Du sie willst -> PN

von Edi M. (edi-mv)


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Andreas M. schrieb:
> SF137E hätte ich noch so ca 10 Stück, wenn Du sie willst -> PN

Drin sind B und C, das ist recht niedrig. 2 Wertebereiche höher könnte 
problematisch sein, wie geschrieben, ich habe BC107B, die dürften es 
tun.
Danke für das Angebot !
Edi

von Klaus B. (butzo)


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Edi M. schrieb:
> Klaus B. schrieb:
>> Die DDR war wohl soweit hinterher wie jetzt die aktuelle Bundesrepublik
>> bei der IT und eigentlich auch allen anderen Themen :-(
>
> Nö, 50er sind die nun nicht.
> Sind Bj. 1972.
Hätte ich infolge Transistortechnik auch so geschätzt, auch 50 Jahre 
alt:
https://w140.com/tekwiki/wiki/File:7b53a_21.jpg

> Immerhin war die DDR der Staat, dessen Industrie vom "großen Bruder in
> der kalten Heimat" erst mal demontiert wurde.
Und nicht zu knapp, korrekt.

> Im "Westen" gab es den  Marshallplan,
...den auch der Osten bekommen hätte wenn da nicht der große Bruder ein 
"njet" eingelegt hätte, irgendwie drollig.

> Immerhin hat man eine Menge wieder aufbauen können  Ohne Marschallplan.
> Ob nun einiges abgekupfert war... wen interessiert's.
Kein Thema, ich mag Präcitronik / C&G Teile, nur DDR und Halbleiterei 
ist in etwa so wie heute Deutschland + Europa gegen Taiwan...

Hab' gerade ein Poti im Tek 7CT1N umfrickeln müssen, Piher Teil in Tek 
Gehäuse hineinoperiert.
Die Unterschiede in der Optik zwischen deinem Teil und dem Tek Einschub 
sind allerdings drastisch obwohl ähnliche Baujahre.

Drücke dir die Daumen, reanimieren alter Hardware macht Laune!


Butzo*aussen

von Edi M. (edi-mv)


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Klaus B. schrieb:
> Die Unterschiede in der Optik zwischen deinem Teil und dem Tek Einschub
> sind allerdings drastisch obwohl ähnliche Baujahre.
>
> Drücke dir die Daumen, reanimieren alter Hardware macht Laune!

Klaus B,

Der OG2-30 ist mit TEK nicht zu vergleichen.

Aber ich habe was TEK- Ähnliches (7000er TEK). 4- Strahler, 100 MHz, es 
gibt auch etliche Baugruppen.
Irgendwo hat mal einer geschrieben, daß da -vielleicht mit Anpassungen- 
sogar TEK- Einschübe reinpassen, das weiß ich nun aber nicht.

Ist alles rein russisch drinnen. Sieht nicht ansatzweise nach TEK- 
Nachbau aus. Schaltungstechnisch... könnte sein. Die zahlreichen ICs 
sind aber auch nicht mit West- ICs bauform- kompatibel.

Ansonsten gute Kiste. Halb- digital, Einblendung der Meßbereiche ins 
Bild.

Leider bei zweien die BiRö kaputt- die knallen über, und reißen am Hals 
!
Eine habe ich sogar neu gekauft, und ersetzt.
Nur ist bei allen ist die Hochspannungserzeugungs- Baugruppe kaputt.
5 Hochspannungen, 1- 4 KV und 17KV Anode.
Die HV ist absolut unreparierbar- vollkommen hartvergossen, da geht 
nichts.
Kriegte man im Putin- Reich, aber irre teuer.
Ich habe eine Ersatz- Baugruppe entwickelt und gebaut, gleiche Größe, 
innen 5 Einzelbaugruppen, aber eine davon war zu schwach... lief kurz- 
das war's dann. Und auch die Einzelbaugruppen sind teuer, damals 250- 
600 Eu, ich bekam Gebrauchte, sonst hätte ich das nicht angefangen.

So steht das Zeug in der Warteschlange. Irgendwann setze ich mich mal 
wieder ran- ich habe wichtigere Projekte. Vielleicht fliegt mir auch 
wiedr ain Grundgerät zu, funktionierende Baugruppen habe ich ja.

Klaus B. schrieb:
> Drücke dir die Daumen, reanimieren alter Hardware macht Laune!

So ist es.
Ich denke, den OG2-30 mit den EInschüben kriege ich hin. Wenn Interesse, 
berichte ich.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Edi M. schrieb:
> Ich denke, den OG2-30 mit den Einschüben kriege ich hin. Wenn Interesse,
> berichte ich.

Berichten? Unbedingt!
Du machst Hammer-Sachen, ich war mal auf Deiner Homepage, weil ich 
Röhrenradios gesammelt habe. Meine Dinger kosteten beim Entstauben und 
Instandsetzen Zeit, das ist aber nix gegen Deine Restaurationen. Ich 
hatte eher gut erhaltene SABA's ab Mitte der 50er Jahre.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Edi M. schrieb:
>...
> Leider bei zweien die BiRö kaputt- die knallen über, und reißen am Hals
> !
> Eine habe ich sogar neu gekauft, und ersetzt.

Ich meine auch noch eine zu liegen zu haben. Aber wenn, eine originale 
von Tek. Quadratische Sichtfläche etwa 10x10cm, mit Raster.
Mailadresse hast Du ja...

Old-Papa

von Mike M. (mikeii)


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Rainer Z. schrieb:
> Deiner Homepage

Gibt's da einen Link?

von Mike M. (mikeii)


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http://edi.bplaced.net/

Um meine Frage selbst zu beantworten.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Sorry, Mike, zu spät gesehen. Den Link hätte ich tatsächlich anfügen 
sollen. Aber Du hast den zutreffenden Link gefunden.

von Edi M. (edi-mv)


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Old P. schrieb:
> Ich meine auch noch eine zu liegen zu haben. Aber wenn, eine originale
> von Tek. Quadratische Sichtfläche etwa 10x10cm, mit Raster.

Ich muß erst mal die Hochspannung hinkriegen. Inzwischen habe ich eine 
originale HV bekommen. Die sieht nicht gerade neu aus, aber 
funktioniert.
Das Problem dabei ist, daß diese Baugruppe irre verbaut ist, zwecks 
Ausbau muß etliches an Baugruppen und Teilen abgebaut werden.
Ich habe eine Idee, diese in Minuten wechselbar zu machen, das Chassis 
entsprechend aufzubereiten.
Das muß aber auch erst mal realisiert werden.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Edi M. schrieb:
....
> Ich habe eine Idee, diese in Minuten wechselbar zu machen, das Chassis
> entsprechend aufzubereiten.
> Das muß aber auch erst mal realisiert werden.

Mach ruhig. Die Röhre liegt inzwischen über 25 Jahre im Schrank, hat 
also null Eile ;-)
Aber wer zuerst kommt.... ;-)

Old-Papa

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von Edi M. (edi-mv)



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Old P. schrieb:
> Ich meine auch noch eine zu liegen zu haben. Aber wenn, eine originale
> von Tek. Quadratische Sichtfläche etwa 10x10cm, mit Raster.
> Mailadresse hast Du ja...

Ich habe mal die Buddel aus der Vitrine geholt... schick isse ja,man 
sieht schön das komplizierte Innenleben, darum habe ich sie noch, und 
ein Innenleben einzeln auch noch.

Die TEK- Flasche ist mit 10 x 10 cm (am Glas) aber Spielzeug- Iwan hat 
eine größere Flasche in seinem Oszi, die 17LI01, die ist (am Glas) 145mm 
breit, 125mm hoch. Die 17 wohl, weil die Röhrenabschirmung 17 breit sein 
muß, die Lampe ist da in Schaumgummi gelagert- der bei dem Gerät ohne 
Röhre inzwischen eine klebrige Masse geworden ist.

Und der Halsriß ist schön zu sehen.
Diese gab es auch bei Farbfernseh- BiRö's, aber nur bei den Russen. Der 
Farbfernseh- Techniker meiner Werkstatt bei RFT meinte, daß die Risse 
entstehen, wenn der Strahl durch Defekt der Ablenkung aus der Richtung 
läuft, etwa gegen den Hals.
Daß das den Hals dermaßen aufheizen kann... aber es kam tatsächlich 
nicht selten  vor. Traurig für den Kunden... 700 (DDR-) Mark für die 
BiRö war kein Pappenstiel.
Und ich habe 2 dieser Oszi- Röhren mit diesem Fehler.

Und hintenran noch die tolle Hochspannungs- Baugruppe. Wenn man das 
Kühlblech abmacht... alles verbrutzelt.
Und die neue Hochspannungs- Baugruppe made by Edi, wie geschrieben, ein 
HV- Generator war zu schlapp.

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von Edi M. (edi-mv)



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Rainer Z. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Ich denke, den OG2-30 mit den Einschüben kriege ich hin. Wenn Interesse,
>> berichte ich.
>
> Berichten? Unbedingt!

Vielleicht besser eine neue Beitragsfolge ? Ist das sinnvoller ?

Ja, es geht weiter, das Gerät Nr. 2 ist noch nicht da.
Ich habe etwas Zeit, es geht aber aus gesundheitlichen Gründen (Augen) 
nur langsam.
An BEIDEN Oszis, dem Russen, und dem OG2-30.
Der Russe hat jetzt die HV- Baugruppe, die noch funktioniert, und 
zumindest kurzzeitig einen Strahl sehen lassen- BiRö ist also ok. 
Demnächst Messungen.

Weiter mit dem OG:

BastelIng schrieb:
> Als gerätesammelnder Amateurfunker hatte ich ähnliche Gruselgeschichten
> über abfallende Transistoren zu den KN1E 1kW Kurzwellensendern und dem
> dazugehörigen Oszillator und Modulatorschaltschrank gehört. Dort wurde
> auch über die PVC?-Schläuche über den Transistorbeinen als Ursache
> geschimpft.

... schrieb:
>> aggressiver Kunststoffschlauch
> Das wird PVC-Schlauch sein. Moeglicherweise bildet sich da Salzsaeure.

Ich denke, die beiden Beiträge treffen das. Jedenfalls dicht dran, 
warum, gleich..

Ich habe die erste Leiterplatte in der Y- Baugruppe ausgebaut- das ist 
schon eine Herausforderung- ohne Skizzen, wo was an Leitungen angelötet 
ist, ist man verloren. Das dauert dann eben auch, die Leitungen sind 
teilweise kurz.

Warum man das so gemacht hat... es wäre genug Platz für etwas mehr 
Drahtlänge oder für Steckverbindungen, gewesen- für die erste Platine, 
X- Endstufe im Grundchassis, die ich bereits repariert habe, habe ich 
das nachträglich gemacht- die Platine läßt sich in Minuten ausbauen.
Habe ich gemacht, weil ich nicht sicher war, ob alles ok ist, und die 
Ablöterei doch ganz schön zeitraubend ist, vor allem an den winzigen 
Anschlüssen eines luftdicht gekapselten GBR- Relais auf der Oberseite.

Auf der Platine konnte ich die anderen Transis in Augenschein nehmen.
Der chemische Angriff ist offensichtlich-. die Vergoldung ist dort, wo 
die Kunststoff- Isolierschlauch- Stücken drüber war, total weg.
So brachen dann noch 2 weitere Transistoren ab. Und sind immer noch 
welche drauf, ich bin noch bei.

Bei Transi- Beinen "ohne Socken"- alles ok.

Angegriffen wurde hier also... Gold !!!
Die Edelmetalle Gold und Platin werden normal nicht von Salzsäure allein 
angegriffen. Das geht nur mit "Königswasser" = Salzsäure + 
Salpetersäure.
Vielleicht hat sich mit Sauerstoff und Stickstoff aus der Luft, dem 
Inhaltsstoffen des Schlauchmaterials (H, C, Cl), sowie den schlechten 
Bedingungen einer Lagerhalle über Jahrzehnte  sowas gebildet- Zeit genug 
war ja.

Warum hat ein Betrieb, der hochwertige Meßgeräte baute -und der OG2-30 
ist auf jeden Fall ein weit besseres Gerät, als die bekannten Service- 
Oszis- sowas gemacht ?
Ist eine lange Zeit, vor 50 Jahren war dieser Chemie- Angriff, erst 
recht bei bestimmten Bedingungen, nicht abzusehen.
Die Schlauchstücken waren wahrscheinlich als Erleichterung für die 
Bestückerinnen/ Löterinnen (Frauenjob damals),  gedacht, eine 
Bestückerin schob das Zeug auf die Transis, und dann: "Emitter blau, 
Kollektor rot, Basis gelb- und so wird das auf die Löcher mit E, B und K 
gesteckt !"

Also sehr viel Arbeit: ALLE "Transis" mit Socken raus, wenn die Beine 
dranbleiben, blankkratzen, Transi ohne Schlauch wieder rein.
Ja, wenn der Edi weiter nichts zu tun hat...
:-)

Ich werde die Baugruppe komplett "beräumen", auch wenn ich eine 
funktionsfähige in dem anderem Gerät finden sollte- Reserve ist immer 
besser.

Mal sehen, wenn das andere Gerät eintrifft, wie es da aussieht.
Wenn die PVC- Stücken da auch am Arbeiten sind...

Nun ja- bei meinen Restaurationen ist das nichts Neues, bei alten Radios 
gibt es ja auch die Papierkondensatoren- Kur, die müssen immer alle 
ersetzt werden.
So eben wieder ein neuer Aspekt.
Hatte ich bisher nicht, man lernt immer dazu.

Fotos:
- X- Endstufe, da war ein Transi abgefallen.
- Endstufe repariert, Leitungen aufgetrennt, und von mir mit 
Steckleisten versehen
. Platine Trigger/ Kanal- Umschalter ausgebaut
- Transis mit Beinen, bei denen an den Stellen, wo PVC- Schlauch drauf 
war, die Vergoldung weggefressen ist.
- Weil noch jemand mitliest, der auch so ein Gerät hat, die Skizzen der 
Platinenbedrahtung dazu.

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von Edi M. (edi-mv)



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So... wieder etliche Stunden an der Platine verbracht, etwa 4- 5 
Stunden.
Ausbau und gestrige Arbeiten zusammen wohl ein Arbeitstag. An nur 1 
Platine.

Allerdings muß ich da auch äußerst sorgfältig zu Werke gehen- wenn ich 
den Oszi wieder anwerfe, und ich hab' da irgendwo gemurkst, ist Schluß 
mit lustig.
Ok, wenn man weiß, wie das Zeug auszubauen ist, geht das schon, aber 
besser wäre, wenn alles funktioniert.

Der Hersteller hat die Transi- Einbaulöcher mit einem Dreieck und E/B/C 
beschriftet, meist nur 2 Löcher. Das ist manchmal schwer erkennbar. Und 
die Anschlüsse sind nicht immer E/C an der Hypotenuse. Da muß man 
absolut konzentriert ran, vorsichtshalber den nächstliegenden Widerstand 
am Transi suchen, und mit dem Schaltplan vergleichen.
Darum waren die farbigen "Socken" (PVC- Isolierschlauch- Stücke) um die 
Transi- Beine schon nützlich- nur sind sie jetzt weg- ich hätte andere, 
aber nicht in 3 Farben. Und die angegriffenen Transi- Beine müssen nicht 
noch weiter unter dicken Strümpfen schwitzen.
Also allerkritischste Selbstkontrolle, richtiger Einbau der Bauteile, 
Lötstellen, Kontrolle auf Anliegestellen, Lötzinn- Brücken, usw.
Morgen nochmal.

Alle Transis raus, "Socken" ab, Transis wieder rein.
6 von 14 Transis hatten "Beinschaden", ersetzt.
Allerdings mit 1 Stromverstärkungsgruppe höher. Ich denke, weniger wäre 
eher ungünstig bei einem Trigger, 1 höher sollte gehen, ohne Probleme 
durch zu hohe Verstärkung zu bekommen.
Außerdem ist der Triggerpegel nachgleichbar.

Fünf Widerstände "haben Strom gesehen", waren verfärbt. Alle noch ok, 
aber wenn ich die Platine schon raus habe, dann gleich mit wechseln.
Ist zwar keine ausgesprochene Leistungsschaltung, aber die Ub der 
Triggerstufe ist schon hoch (um 55 V).
Wäre möglich, daß durch ein defektes Bein eines Transis die Schaltung 
aus dem Gleichgewicht gekommen ist, die Arbeitspunkte soweit weg waren, 
daß die Widerstände "Fieber kriegten".

Die stark oxydierten Stellwiderstände habe ich erst mal nicht angefaßt. 
Ich hoffe, daß die Kontaktierung der Nieten und des Schleifers ok ist.

Soweit sollte die Platine funktionieren.
Als nächste die Platine rein, die danebenliegende Platine raus.

Fotos:
- Platine vor Restauration, da fehlten schon Transi- Köpfe.
- Platine nach Restauration
- Defektteile markiert, die Transis, die vor der Restauration noch da 
waren, wurden beim Auslöten wegen der Socken ganz "kopflos".
- Skizze für den Transi- Einbau

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von Edi M. (edi-mv)



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Der zweite Oszi dieser Typenreihe ist angekommen.
Der erste war OG2-30, dieser ist OG2-31.
Unterschied: 2-31 ist ein Speicher- Oszi, der hat eine spezielle 
Bildröhre, die das Bild statisch "festhält".
Kann die gleichen Einschübe verknusen, wie 2-30, nur die Bandbreite ist 
wegen der BiRö eingeschränkt.

Optisch alles ok und komplett.
Aber außer der Größe- die beiden Kisten passen gerade auf den Tisch- 
irre schwer ist das Ding. Der 2-30 ist schon schwer, 29 Kg, der 31er 
bringt noch 3 oder 4 Kg mehr mit ! (Verdammt, haben die da Blei 
reingekippt ???)
Und- diese OG's sind jeden Tag des Gebrauchs eine Herausforderung !
Die Kiste hat einen Griff mit Standstützen, der unter oder über das 
Gerät geschwenkt werden kann, und auch nach vorn, zum Tragen.
Soweit ok, damit kann man die Kiste auf dem Tisch schräg ankippen.
Allerdings ist der Griff eine absolute Gefahrenquelle- bei dem immensen 
Gewicht könnte man sich glatt einen Finger abschneiden, wenn man den 
vorn zwischen Gerät und Griffseite hat. Zumindest aber ziemlich übel 
verletzen.
Ist mir noch nicht passiert, aber ich habe immer Muffengang, die Kiste 
auf dem Tisch herumzuwuchten.

Aber es ist eben ein recht fähiges Gerät, was sich technisch sicher 
nicht verstecken muß.
Die Russenkiste ist ja genauso ein schwerer Schiffsanker (je nach 
Baugruppenbestückung 25- 28 Kg !), die kleine Front- Ansicht täuscht, 
das Ding ist auch groß, aber von den Abmessungen her "in die Länge 
gezogen".

Also den Oszi eingeschaltet. Wie der Verkäufer beschrieb- nur Lampe, 
keine Funktion. Sehr geringer Strom.
Beim Öffnen dann... alles klar. Die Netzteilplatinen sind aus den 
Fassungen geflogen.
Die 2 Anoden- Hochspannungskappen der BiRö sind ab.
Die Einschübe lassen sich nicht herausziehen.
Was, zum Henker... ?

Nach einer dreiviertelstunge waren die Baugruppen dann raus. Ursache des 
Klemmens: ein innenliegendes Extra- Gehäuse für eine Verzögerungsleitung 
war weit nach links gedrückt, und blockierte.
Na toll- die Kiste hat also einen mörderlichen Buff gekriegt !

Alles etwas entstaubt und gängig gemacht, wieder zusammengesetzt.
Hinten sind jede Menge Sicherungen, und einige haben... grünes Leuchten.
Aber nicht selbstleuchtend, das ist der bekannte "Sicherungs- Grünspan".
Fast alle Sicherungen haben die Korrosion.
Die ist aber normal- das ist bei Radios oft auch so.
Sicherungen raus, einige haben keinen Durchgang, der Faden sieht ok aus.
Ist nicht unnormal- die gammeln nämlich auch innen !
Sicherungen also prophylaktisch gleich alle ausgetauscht.

Angeschmissen- Immerhin schon mal nennenswerter Strom.
BiRö bleibt duster.
Die OG's haben 4mm- Bananenstecker- Buchsen, an denen die 
Netzteilspannungen anliegen, bei 2-31 auch die Gitterspannungen der 
BiRö- sehr praktisch.
Eine Netzteilgruppe mit +12V und -12 V liefert nichts.
OK, also was im Netzteil sauer.
Da werde ich mich später kümmern.

Die Grundgeräte- Transis im 2-31 haben kaum PVC- Schlauch um die Beine.
Die Baugruppen aber schon.

Also- Baugruppen raus, und in den 2-30 rein.
Y- Baugruppe VV300 geht nicht.
Doppel- Kippgenerator KG304 dagegen... funktioniert einwandfrei.

VV300 raus, anschauen.
Auweia. Fast alle Transis haben farbige "Socken".
Leicht mit dem Fingernagen an einen Transi- Kopf...
...ein leises Knacken...
Ein Transi- Bei ab.
Na super...!

Das macht mich nicht froh.
Ich vermute, daß irgendein Transibein schon so abgefault ist, daß nichts 
mehr geht.

Also exakt das Gleiche wie beim 2-30.
Warum bei beiden der VV kaputt, der KG in Ordnung ?
Ich könnte mir vorstellen, daß die ziemlich aufwendigen Kippgeneratoren 
zwecks Erhaltung der Frequenzgenauigkeit öfter gewartet und kalibriert, 
oder vielleicht gleich ausgetauscht wurden.

Die KG's in meinen Geräten könnten bereits ausgetauscht worden sein, es 
sind ja die aufwendigeren Doppelkippgeneratoren drin, die meisten 
Mehrstrahl- Oszis habe nur 1 Zeitbasis, und die gibt es ja auch für die 
OG's (KG300).
Auch meine Russenkisten haben nur Einfach- Kippgeneratoren.
Doppelkipp ermöglicht immerhin verschiedene Kippfrequenzen für die 
beiden Strahlen.
Dem entsprechend auch Aufwand für Triggerung, Synchronisation und 
Umschaltung.

Das mit den aggressiven PVC- Schlauch hat sich nun bestätigt.
Das kannte ich nicht. Obwohl solche Schlauchstücken in normalen Geräten 
auch oft drin waren.
Aber als ich Reparaturtechniker war, hatten die Bauelemente von 
Röhrengeräten dicke Anschlußdrähte, und Transistorgeräte waren noch 
lange nicht so alt.

Nun habe ich ein Problem- die Restauration wird viel Zeit kosten, und 
ich muß einen Haufen Transistoren bereitstellen. Sind zwar keine 
besonderen Typen, aber eine Menge davon.

Nun können alle schadenfrohen Mitleser jubeln: "Der Edi hat sich noch 
eine Schrottkiste ans Bein genagelt, Äääätsch !!!"

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Deine Berichte lesen sich sehr spannend. Ich drücke Dir weiter die 
Daumen!

Edi M. schrieb:
> Nun können alle schadenfrohen Mitleser jubeln: "Der Edi hat sich noch
> eine Schrottkiste ans Bein genagelt, Äääätsch !!!"

Ich bin nicht schadenfroh, habe mir ja selber viel ins Haus geholt, als 
es noch richtigen Sperrmüll gab. Und gebastelt wurde meistens im 
ehemaligen Taubenstall, den ich mit wertvoller Hilfe meines Vaters 
(gelernter Zimmermann!) zu einem Werkstattraum umgebaut habe. Und ein 12 
m langen und 60 cm tiefen Schacht für ein Erdkabel gebuddelt für die 
nötige Stromversorgung. Dort hatte ich meine Ruhe und niemand störte 
sich daran, wenn es knallte und funkte. :)

Daran muss ich denken, wenn ich Deine großartigen Berichte lese.

von Edi M. (edi-mv)


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Rainer Z. schrieb:
> habe mir ja selber viel ins Haus geholt, als
> es noch richtigen Sperrmüll gab

Den gibt es durchaus noch- aber man muß da auch Glück haben, ich habe 
eine Zeit in einer Müllentsorgungsanlage gearbeitet (nein, nicht als 
Müllwerker, sondern wegen technischer Installationen), da konnte ich 
etliches abgreifen.
Ok, geht nicht immer. Kommt drauf an, wie streng die sind.
Ein Radio war da auch mit bei. Und eine Nähmaschine mit Tretpedal, 30er 
Jahre, steht im Wohnzimmer, fehlt nur der Leder- Rundriemen, sieht sonst 
aus wie neu. Ich kann übrigens mit sowas umgehen.
Entsorgtes wiederbeleben finde ich ok, ich restauriere nicht nur, ich 
lebe eigentlich Nachhaltigkeit, hab's so gelernt. Aber das ist heute 
nicht mehr selbstverständlich.
Siehe die Hobbyprotestierer heute: Schule schwänzen, ewig ohne 
Abschlüsse studieren, weil kein Grips, Tagebaue blockieren, die Griffel 
an den Asphalt kleben, aber wie viel Natur und Menschen für Windmühlen- 
Generatoren oder die seltenen Erden in Solarpaneel, Smartphone oder E- 
Flitzer draufgehen, dafür geht kein Neuron im Gripskasten an.

Gut, wenn die Berichte gefallen, mach' ich weiter. Muß ich ja... das 
macht mir ja keiner, niemand ist so verrückt.
:-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Edi M. schrieb:
> Gut, wenn die Berichte gefallen, mach' ich weiter. Muß ich ja... das
> macht mir ja keiner, niemand ist so verrückt.

In Zwang soll es natürlich nicht ausarten. Mach, wie Du Lust und Zeit 
hast. Das gilt für die Arbeit am Oszi ebenso wie für die Berichte. 
Hauptsache, andere Sachen kommen nicht zu kurz. Das Wetter ist leider 
grausig, die Regenfront ist vor ca. einer Stunde angekommen. Bis dahin 
konnte ich mich immerhin mit dem Fahrrad austoben, was in dieser Woche 
leider wenig vorkam.

Nur ein Beispiel, was an Deinem aktuellen Bericht interessant ist: Die 
weggammelnden Transistorbeinchen, welche durch PVC-Schläuche geführt 
wurden. Davon habe ich nie gehört, Du hast es aber plausibel erklärt. 
Ich wusste, dass bei der Verbrennung von PVC Salzsäure entsteht und 
glaube deshalb gerne, dass es im geringen Umfang auch bei 
Zimmertemperatur passiert. Steter Tropfen höhlt den Stein. Darauf muss 
man aber erstmal kommen!

von Edi M. (edi-mv)


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Rainer Z. schrieb:
> Die
> weggammelnden Transistorbeinchen, welche durch PVC-Schläuche geführt
> wurden. Davon habe ich nie gehört, Du hast es aber plausibel erklärt.
> Ich wusste, dass bei der Verbrennung von PVC Salzsäure entsteht und
> glaube deshalb gerne, dass es im geringen Umfang auch bei
> Zimmertemperatur passiert. Steter Tropfen höhlt den Stein. Darauf muss
> man aber erstmal kommen!

Ich schmück' mich nicht mit fremden Federn- das hat ein anderer 
eingebracht, Beitrag vom 26.12.2022 12:26.
Ist eben durch die Arbeiten an den beiden Oszis bestätigt.
Und vielleicht nicht nur Salzsäure, sondern noch Schärferes, siehe 
Beitrag vom 10.01.2023 20:10.

Rainer Z. schrieb:
> In Zwang soll es natürlich nicht ausarten. Mach, wie Du Lust und Zeit
> hast. Das gilt für die Arbeit am Oszi ebenso wie für die Berichte.

Ich will den Oszi auch nutzen, also muß ich da sowieso ran. Und Fotos/ 
Berichte mache ich immer, und erstelle nebenbei auch richtige Reparatur- 
Unterlagen, weil es für viele Geräte sowas nicht mehr gibt, und die 
Unterlagen benötige ich ja sicher auch selbst weiter, weil ich meine 
Gerät immer behalte.

: Bearbeitet durch User
von Martin M. (wellenkino)


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falls eine Handvoll SF128D hilfreich wäre geb ich sie für lau dazu.
bitte alles reparieren :-)

bez. dem CA von Jesper: nee das hat keine Nuvis, aber 15 Röhren.
1A1 haben welche. Vorn die beiden wurden später gegen FET ersetzt, 
Huckepackplatinchen.

bez. dem 7CT1: wär schön von dem mal einen kleinen Bericht zu lesen, 
diese kleinen Curves Tracer sind selten und rufen auch heute noch bis zu 
3stellige Preise auf. Ich hab keinen, hier tut noch ein 575 den Job.

bez; DDR: die konnten wenigstens noch richtige Kabelbäumchen binden ! 
(siehe Pikoskop)

Bei mir ist ein Stelltrafo am werkeln, Thalheimer müsste es sein. Hat 
eine Gereglte Steckdose und ein ungesiebtes Netzteil für Schrauber denen 
der Akku fehlt.

von Edi M. (edi-mv)


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Martin M. (wellenkino)

Sie haben so einige dicke Oszis, und auch irgendwelche Riesenradios, 
sind Sie der ?

Martin M. schrieb:
> bez; DDR: die konnten wenigstens noch richtige Kabelbäumchen binden !
> (siehe Pikoskop)

Hier im Digitalvoltmeter DM2010, da habe ich auch einige mitgebunden, 
als Lehrling:

http://edi.bplaced.net/?Restauration_Messtechnik___Restauration_Digitalvoltmeter_DM2010_von_WF%2C_1976___Weitere_Fehlersuche

Martin M. schrieb:
> falls eine Handvoll SF128D hilfreich wäre geb ich sie für lau dazu.
> bitte alles reparieren :-)

Eine Handvoll ist 'ne Ansage... ich muß mal durchzählen, wie viele 
Transis in den Kisten drin sind.
Sind aber auch jede Menge kleine Blechköppe drin.
Im Y- EInschub SF131, 136, 137, SS108, sowie große Blechköppe SF121, 
SF126, dann noch BSY34, 2N2894 (letztere nur laut Plan, sind wohl andere 
drin).
SF's ohne Stromverstärkung in der Belegungsliste, im Schaltplan aber 
schon, da sind an einigen Stellen SF163 B und C und SF137C angegeben.
Im X- Einschub sind SF122, SF136, SF136C, SF136D, 137D, BSY34 und SF245.

Stromverstärkungen können bei den SF's laut Datenblatt von 18 (A) bis 
weit über 1000 (E) sein.
Ich weiß nicht, wie sich eine andere Stromverstärkungsgruppe auswirkt.
In den Stromlaufplänen sind sie in manchen Stufen vorgeschrieben, in 
manchen nicht !
Siehe Trigger, einer ohne Angabe links, gekoppelt mit einem Gruppe C- 
Transi gleich folgend.
Ich hatte keine passenden auf der Trigger/ Schalter- Platine, aber eine 
höher.

Ich kenne Auswirkungen größerer Stromverstärkung bei Radios, die können 
dann alle möglichen Effekte haben- "alle Stufen schwingen, alle Stufen 
schwingen, nur der Oszillator nicht !"

Martin M. schrieb:
> bitte alles reparieren :-)

Das ist doch klar- wenn ich mir solche Kisten anschaffe, dann werden die 
auch gemacht.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Inzwischen habe ich eine Idee: Ich werde mir einen Mini- Lötkolben 
kaufen, eine sehr dünne Stahlspitze rein, die ich  zu einem richtig 
scharfen Messer mit ebenfalls dünner, scharfer Schraubenzieherklinge an 
der Spitze schleife.
Damit kann ich dann die PVC- Schlauchstücken an den Transis, deren Beine 
noch nicht durchgegammelt sind, mit der heißen Messerklinge einschneiden 
und gleichzeitig mit der Pinzette abziehen.
Bei der Prozedur wird wohl etwas aggressive Substanz aus dem PVC frei, 
aber die scheint ja nur da gewirkt zu haben, wo der Schlauch um den 
Transistor- Anschlußdraht nicht genug Luft ranließ, um das Zeug 
verdunsten zu lassen, so daß da "mieses Klima in den Socken" herrschte.

Anders kriegt man die "Socken" nicht ab, ein Messer allein reicht nicht. 
Und ich muß´-hoffentlich- nicht ALLE Leiterplatten ausbauen und Transis 
aus/ einlöten.

: Bearbeitet durch User
von Martin M. (wellenkino)


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es gibt ein geeignetes Messer, von Bernstein.
Die machen immernoch diese nützlichen altertümlichen Helfer, hab von 
denen einen Koffer da ist es nit drin. Das Teil ist so scharf da muß man 
nichts erwärmen.

https://www.ebay.de/itm/195556775727

Es gibt auch Schnitzwerkzeug mit dieser Form, ist evtl billiger.

lG Martin

von Edi M. (edi-mv)


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Martin M. schrieb:
> es gibt ein geeignetes Messer, von Bernstein.

Hmmm. Nicht schlecht.
Wenn es so superscharf ist, könnte es gehen.
Ich werde es erst mal so probieren, wie geschrieben, vielleicht mit 
einem Nagel als Lötkolbenspitze... den kann man ja auch passend biegen, 
daß man um die Ecke schneiden kann, ist nicht immer einfach, an den 
Schlauch unter dem Transikopf ranzukommen.
Und Nägel zum Probieren habe ich noch einige.
:-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Feine Nagelschere?

von Edi M. (edi-mv)


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Rainer Z. schrieb:
> Feine Nagelschere?

Stimmt, könnte auch gehen.
Na ja... erst mal kümmere ich mich um die angefangene Baugruppe, dann 
die andere, da muß ich ja sowieso die Leiterplatten demontieren, weil 
Transibeine schon vergammelt sind.
Dann das zweite Grundgerät in Gang bringen, und die Russenkiste zuckt ja 
inzwischen auch ein wenig, da ist noch Fehlersuche angesagt.
Dem Haufen Transis in den noch gut funktionierenden 
Kippgeneratorbaugruppen wären eben die Socken auszuziehen, BEVOR die 
Korrosion was killt. Fehlersuche in diesen Baugruppen mit den schlecht 
zugänglichen Platinen ist kein Vergnügen.

Ich muß sowieso noch einen Adapter bauen, um die Baugruppen im 
herausgezogenen Zustand zum Messen und Reparieren betreiben zu können, 
falls die nicht auf Anhieb nach dem Transiwechsel funktionieren. Zum 
Kalibrieren sowieso.
Beim Russen ist sowas Zubehör zum Oszi.
Ich habe aber keine Messerleisten- Stecker und Fassung... vor 5 Monaten 
hatte ich die in einem Alarmanlagen- Schaltschrank vor der Nase, der 
abgebaut und verschrottet wurde, und ich dachte, die brauche ich 
nicht...

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)



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Vielleicht hat ja jemand noch diese antiken Steckverbindungen zu liegen.

von Edi M. (edi-mv)


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Noch vergessen: Der Abstand der Führungsstifte/ Buchsen ist genau 75mm.

: Bearbeitet durch User
von Martin M. (wellenkino)


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das Radio mit Kette und Kardanwelle :-) ich hab auch grad was 
anstrengendes auf dem Tisch. ( EK07, Rohde&Schwarz 1958, in schlimmem 
Zustand, jetzt bei etwa 50%. Noch Arbeit für Wochen. )

von Edi M. (edi-mv)



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Martin M. schrieb:
> das Radio mit Kette und Kardanwelle

Och... 1958... das gab's doch schon 1936.
:-)

In den 30ern machte man noch fast alles mechanisch.
Etwa dieses Radio. Großsuper "5W86".
- mit Kette. Keine Fahrradkette en miniature, sondern eine recht schöne, 
doppelt- geflochtene  Drahtkette, würde an Frauchens Handgelenk auch was 
hermachen.
Die dreht eine 30cm hohe "Litfaßsäulen Skale" und eine Nocken- 
Wellenschalter- Reihe.
- Plus Skalenzeiger- Kugel , die in einer Glasröhre neben der 
Litfaßsäule  in der Luft schwebt. Ein Magnet am Stahl- Skalenseil läßt 
sie schweben.
Der Skalenzeiger ist also ein Punkt. Weil der Hersteller Blaupunkt ist, 
eben ein blauer Punkt, also den Namen schön umgesetzt- da muß man erst 
mal drauf kommen.
(Manchmal fällt die Kugel runter. Dann muß man linksrum kurbeln, und mit 
dem Magneten die Kugel wieder holen)
- Plus Zahnrad-/ Friktionsantrieb für den Drehko. Friktion an Rolle auf 
Blechausschnitt, unter Federspannung, kein Schlupf.
- Plus Umschaltung auf schmale Bandbreite in der Superhet- Schaltung.
- Plus Umschaltung auf Geradeausempfänger, nutzt Vor- und Eingangskreis, 
um die höhere Bandbreite des Audions für bessere Wiedergabe zu nutzen.
https://www.welt-der-alten-radios.de/ausstellung-roehrenradios-detail-868.html
- Plus Resoröhren- Anzeige- die kennt kaum noch jemand, gab's nur in den 
30ern.
Nennt man heute "Bargraph- Anzeige, die Russen nutzten eine solche 
Röhrenanzeige noch bis in die 70er oder 80er in Militärzeug, diese 
Röhren von Iwanuschka kriegt man immer in der E- Bucht (Suchkriterium 
IN-9 Bargraph).
Ab den 80ern dann war ja Bargraphanzeige Alltag, nicht mehr namentlich, 
da sind es eben nur noch "LED- Thermometerskalen" oder "LED- VU- Meter".

Kette in Radios gibt's übrigens noch länger- ein Modell von Grebe 
"Synchrophase" (USA) Mitte der 20er Jahre koppelt mehrere Drehkos mit 
einer "Kugelkette", wie sie heute bei Rolläden- Jalosien verwendet 
werden.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)



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Ich bin noch dran, aber ich kann wegen Ssehproblemen nur langsam, Stück 
für Stück.
Die Trigger/ Schalter- Platine baue ich gerade wieder ein, alles unter 
einer großen Lupe, die habe ich noch aus RFT- Zeiten.

Die linke Seite ist wieder angedrahtet.
Ich habe einige Drähte, die arg kurz bemessen waren, um etwa 20-25mm 
verlängert, mit Drahtstücken gleicher Farbe, und über die 
Verbindungsstelle ein Stück schwarzen Glas-/Silikonschlauch 
drübergezogen.
So läßt sich die Platine jetzt sogar herausklappen, wenn die Drähte der 
anderen Seite verlängert werden- das sollte eigentlich nicht so 
problematisch sein, und wenn man dann doch ein defektes Bauteil wechseln 
muß, ist der Aufwand doch wesentlich geringer, weil man nicht erst 
...zig Drähte ablöten muß.

Ich denke, die geringe Vergrößerung der Schaltkapazität/ Induktivität 
durch 25mm Draht wird bei einem Oszi mit nur 50 MHz Bandbreite nicht so 
sehr ins Gewicht fallen, wenn überhaupt.

Das werde ich auch prüfen- für die Messung der Bandbreite ist ohnehin 
ein Wobbler mit Sichtgerät vorgeschrieben, der Hersteller empfiehlt 
seinen eigenen aus jener Zeit, den"BWS1"- und der steht bei mir bereit !

http://edi.bplaced.net/?Restauration_Messtechnik___Restauration%3A_Messtechnik_der_Koenigsklasse-_VEB_Messelektronik_Berlin%3A_Breitband-_Wobbel-_Sichtgeraet_%E2%80%9EBWS_1%E2%80%9C%2C_DDR%2C_1962___Beschreibung_des_BWS1

Ist übrigens auch ein Gerät der "Schiffsanker- Klasse", 43cm- Bildröhre, 
doppelte Fernseher- Größe damals, 66Kg- aber immerhin, wie der 
Hersteller betonte, mit Leichtmetall- Gehäuse und 4 klappbaren 
Seitengriffen.

von Edi M. (edi-mv)



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Weiter geht es mit der zweiten Leiterplatte "Mischschaltung/ 
Endverstärker" (Bezeichnung des Herstellers).

Auf dieser Platine habe ich die "Socken" (PVC- Schlauchstücken) der 
Transis mit der Lötkolbenspitze weichgemacht, und mit der Pinzette 
abgezogen. Klappt.
Einen weiteren Transi mit durchgegammelten Bein fand ich dabei noch, das 
Bein brach beim Abziehen der Socke.
Waren aber auch nur 4 Transis , bei denen ich Socken abziehen mußte.

Die dicken Blechköppe sind BSY34, wahrscheinlich Polen, diesen und zwei 
Transis auf der Platte (Telefunken BFY90, im anderen VV300 TFK 2N918 !)- 
hat man nichts drübergezogen. Merkwürdig.

Die Leiterplatte ließ sich nach lösen weniger Drähte parallel zur ersten 
Leiterplatte herunterklappen, ich mußte die andere Seite nicht ablöten.
Allerdings waren auch hier die Drähte sehr kurz- einige habe ich 
verlängert.

Beim Transi- Einbau muß man höllisch aufpassen, daß man die Anschlüsse 
in die richtigen Löcher einführt- die Beschriftung ist manchmal etwas 
entfernt vom Loch. Zum Glück habe ich die zweite VV300 zum Vergleichen.

Dann die Leiterplatte wieder rein, erst mal mit Schlauchstücken 
provisorisch fixiert.

Wenn man die enge, kurze Verdrahtung der Baugruppe betrachtet, fragt man 
sich, wie die das einst zusammengebaut haben. An Reparaturfreundlichkeit 
hat man jedenfalls nicht wirklich gedacht.
Die Produktionsabteilungen haben sicher eine andere Reihenfolge des 
Zusammenbaus ausgeführt, und die Leitungen zu den Lötösen geführt, 
abgeknipst und angelötet, darum sind die Leitungen äußerst knapp 
bemessen.
Nur kann man diese Reihenfolge zwar rückwarts ausführen, der Aufwand 
wäre aber enorm. Ich bin froh über alles, was ich nicht ausbauen muß.

Nun- mit nur 25mm Verlängerung kann ich die Platten jetzt gut 
herausklappen.
Ich habe auch 2 Stücken Flachbandkabel -Eingang und Ausgang der 
Verzögerungsleitung- etwas verlängert, aber nur darum, weil die Drähte 
abbrachen, an den Stellen war auch schon mal gelötet worden, die 
Baugruppe war sicher schon einmal zur Reparatur.

Morgen Kontrolle, und die restlichen Anschlüsse -Masse und dicke 
geschirmte Leitungen- noch ran, dann ist diese Ebene erst mal erledigt.

von Edi M. (edi-mv)



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Alles kontrolliert, Die Misch-/ Endstufenplatine ist korrekt drin, 
Halterungen wieder an, Massen verlötet und angeschraubt. Die 
Flachbandanschlüsse sind auf der Leiterseite an Lötösen dran, werden 
durch Löcher geführt. Ich habe alle 4 verlängert, um sie besser 
durchstecken zu können, und die Überlänge (15-20mm) nicht abgeschnitten, 
nur umgebogen, so kann ich die Leiterplatte bei Bedarf leichter 
ausbauen.

Die Baugruppe VV300 ist vorerst fertig- Messungen kann ich mangels 
Meßadapter nicht vornehmen, Stecker und Buchsen sind bestellt, den baue 
ich dann nächste Woche.

Also- mutig ans Werk !
VV300 reingeschoben, Oszi angeschaltet.
Nichts. Kein Strahl. Der "Strahlfinder"- Knopf bewirkt auch nichts.
VV300 rausgezogen- Strahl da.
Wenn VV300 drin ist, gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Strahl ist da, und wird dunkelgetastet
2. Strahl ist nicht da.
Also Messung an den Ablenkplatten.
Bei Mittelstellung der Vertikalsteller sollten je +30V da sein. 
Differenz Null, also Strahl etwa in Bildmitte.
Läßt sich einstellen. Prima !
Dann mal sehen, ob der Verstärkerzug überhaupt aktiv ist.
Also Rechteck rangeholt, das liefert das Grundgerät mittels eigenem 
Eichgenerator selbst.
Und siehe da... an den Ablenkplatten erscheint ein Rechteck !
30V Uss, das reicht über den vollen Bildschirm. OK.
Betätigen der Vertikalsteller schiebt das Rechteck hoch und runter. OK.
Heißt: Der Verstärkerzug ist in Ordnung !

Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Immerhin habe ich auf den Platinen 
Trigger/ Schalter 6, Mischer/ Endstufe 4, und einer Eingangsplatine 1 
Transi, also bisher 11 Transis gewechselt, nur Austausch von Transis mit 
abgegammelten Beinen.
Sowie Ersatz von 5 Widerständen, die braun waren, wie nach einem Kuba- 
Urlaub, und einem keramischen Abblock- Scheibenkondensator, den ich 
selbst beim Leiterplatten- Einbau beschädigt habe.
Dafür sind aber auch wenigstens die Arbeitsstunden zweier Arbeitstage 
draufgegangen.

Merkwürdig: Die BSY34, die Y- Endstufen, werden ziemlich warm. Schätze 
50-60°C.
Nicht voll heiß, aber doch schon deutlich. Die Spannungen sind aber im 
grünen Bereich.

Im Laufe der Test ist dann Kanal 1 ausgefallen. Da kommt scheinbar 
nichts von der Eingangs- Laiterplatte. Komme ich nicht ran. Kann ich 
machen, wenn ich einen Verlängerungsadapter gebaut habe.
Erst mal ist Kanal 2 aber ok.

Ich habe auch mal die VV300 des anderen Oszis reingeschoben- ebenfalls 
kein Bild. Und die Spannungen an den Ablenkplatten zu hoch. Meßspitze 
auf einen der Endstufentransis, der hat ja Kollektor am Gehäuse..
Nanu- der wackelt ja...
Natürlich wieder ein "Transi mit Socken" und abgegammelten Beinen. Und 
Gammelreste auf der Unterseite, sieht aus wie Rost.
Wenn ich den Transi auf seine Drähte drücke, kommen die Spannungen in 
etwa korrekter Höhe. Allerdings kommt nichts vom Signal durch, es gibt 
kurze Sprünge beim Schalten, also wahrscheinlich ein Fehler im 
Verstärkerzug von Eingang bis Endstufe.
Die zweite VV300 ist also auch ein Reparaturfall.

Frage nun: Warum ist die BiRö mit eingesetzter VV300 duster ?
Die VV300 enthält eine Dunkeltast- Schaltung, um die sichtbaren 
Umschaltflanken des Umschalter- Multivibrators auszutasten (Angabe des 
Herstellers). Das werde ich mir als nächstes ansehen.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Die Beitragsfolge ist wieder hier nach "Analogtechnik" zurückschoben, 
die Anfrage nach den Baugruppen ist erledigt, habe welche, es geht nun 
um weitere Restauration.
Danke an den Mod !
Edi

von Edi M. (edi-mv)


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Bevor ich weitermachen kann, müssen noch andere Arbeiten gemacht werden.
Ich muß nun Fehler suchen, und dazu benötige ich einen Schaltplan, mit 
dem man arbeiten kann.

Der Schaltplan der Baugruppe ^"VV300°", den ich bisher hatte, stammte 
von der nicht mehr existierenden- Raupenhaus- Seite. Ist von Serie 5, 
aber schon mal gut, daß es überhaupt einen Plan gibt.

Ich habe eine VV300 Serie 0-1, aber bis auf das Bestückungsbild und 
einige Import- Transistortypen ist alles gleich- man hatte zwischendurch 
wohl ein besseres Leiterplatten- Layout entwickelt, und Transistoren 
anderer Hersteller berücksichtigt.

Leider ist die Qualität grottig. Der Schaltplan ist in 6 Teile 
aufgeteilt = 6 Din A4- Blätter.
Leider passen die aber nur schlecht aneinander- zudem ist ein Blatt vom 
Scanner auf 103% skaliert worden- es paßt nicht zu den anderen Seiten, 
die "Leitungsenden" gehen aneinander vorbei !
Teile der Schaltpläne sind mit etwa 0,5°- 1° verdreht, wahrscheinlich 
ist beim Scannen das Blatt -oder ein Teil dessen- verruscht. Auch da 
gehen "Leitungsenden" aneinander vorbei.
Die Scanqulität ist auch von der Auflösung her mies, pixelige Kanten, 
die manche Zeichen schwer lesbar machen, teilweise sind Leitungen 
schwach bis nicht mehr vorhanden.

Also kein Arbeiten damit.

So habe ich erst einmal die 6 Schaltplanteile bzw. deren Abschnitte 
korrekt in Größe und Winkel zusammengesetzt, fehlende und versetzte 
Leitungen korrigiert, sowie unlesbare Werte lesbar eingesetzt.

Nun habe ich einen Schaltplan, mit dem man arbeiten kann.
Ich habe den Plan mit einem Spezialprogramm auf 8 DIN A4- Seiten 
gebracht, je 4 seitlich und das 2mal. Die Seiten überlappen, und sind 
nach Abschneiden des Rands perfekt aneinanderklebbar.
Schön groß, super zum Arbeiten. Oder zum Werkstatt- Tapezieren.
:-)

Der besseren Übersicht wegen habe ich eine zweite Version der 
Schaltplans erstellt, in welchem die einzelnen Leiterplatten farblich 
abgesetzt sind, ich finde das übersichtlicher.

Hier ist die Web- Version, 1- seitig, diese sollte sich im Browser 
beliebig vergrößern lassen, so daß man jede Einzelheit anssehen kann.

Nun sieht man deutlich, welchen Aufwand man damals getrieben hat- es ist 
ja alles mit Transistoren realisiert, geeignete IC's waren 1979-1972 
noch nicht ständig verfügbar.

Bei Bedarf habe ich die 8- seitigen Schaltplan- Großposter, bitte dann 
Mail an mich.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Edi M. schrieb:
> die 6 Schaltplanteile

Reichlich Arbeit, alles zu restaurieren. Hoffentlich bei archive.org 
auch später noch zu finden?

von Edi M. (edi-mv)


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oszi40 schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> die 6 Schaltplanteile
>
> Reichlich Arbeit, alles zu restaurieren. Hoffentlich bei archive.org
> auch später noch zu finden?

Die 6 Schaltplanteile sind doch schon zu finden.

von oszi40 (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Die 6 Schaltplanteile sind doch schon zu finden.

No URL has been captured for this URL prefix. Meinte archive.org heute. 
Man muß nicht jeden Müll länger aufheben, aber manches wäre hilfreich.

von Edi M. (edi-mv)


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oszi40 schrieb:
> No URL has been captured for this URL prefix. Meinte archive.org heute.

Keine Ahnung, was Sie dort gesucht haben, und was die mit dem Satz 
meinen.
Schreiben Sie doch an archive org- ich habe damit nichts zu tun.
Und- wenn es da Probleme gibt- dann werde ich doch erst recht nichts 
dort tun.

von Edi M. (edi-mv)


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Weiter im Te4xt.
Dunkeltastung geprüft- da kommt kein Impuls am Ausgang  = Dunkeltaster- 
Transi an.
Hmmm... sollte doch aber auch ohne gehen, dann wird eben nicht 
dunkelgetastet.
Bei Verwendung nur eines Kanals dürfte das nicht stören.

OG2-30 hat Einschübe, so wird außer der Stromversorgung auch die 
Dunkeltastung über Einschub- Steckverbindungen und Federkontakte 
geleitet.
Dabei ist die Dunkeltast- Verbindung ein federunterstützrter Stift.
Ich habe die Baugruppe ein Stück vorgezogen, daß dieser Stift keinen 
Kontakt mehr hat- sofort ist das Bild da.

Ok, der Kontakt kommt von der Leiterplatte Trigger/ Schalter. des VV300, 
Anschluß 2.
Also kurzerhand den Anschluß abgelötet.
Jetzt kommt auch Bild.

Kanal 1 immer noch ohne Funktion, da kann ich ohne Adapter nichts tun. 
Kanal 2 ist ok, aber die Bildhöhe und Bildverschiebung ist oben und 
unten begrenzt,
Da ist also noch zu tun.

Die Synchronisation hat nur einen winzigen Fangbereich, bei beiden 
Kippgeräten.
Auch da ist was zu tun- kann aber sein, daß die Sync nur von Kanal 1 aus 
geht- so lese ich das jedenfalls aus den Unterlagen. Aber der 
Kippgenerator müßte doch eigentlich den Sync- Impuls auch von Kanal 2 
holen können... Jedenfalls gibt es einen Schalter "Betriebsartenwahl der 
Schirmbilddarstellung: Darstellung von Kanal 1, 1+2, Darstellung von 
Kanal 2"
Unklar.

Ich werde ggf VV300/ Trigger überprüfen.

: Bearbeitet durch User
von Uuu B. (hansdampf2)


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Brauchst Du noch Transistoren? Habe hier noch 10 SF136/SF137B/D, SF128C, 
SF123D. Sende ich Dir als Spende zu ;-) Adresse per PM
Viel Erfolg bei der Restaurierung!

von Edi M. (edi-mv)



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Uuu B. schrieb:
> Brauchst Du noch Transistoren? Habe hier noch 10 SF136/SF137B/D, SF128C,
> SF123D. Sende ich Dir als Spende zu ;-) Adresse per PM
> Viel Erfolg bei der Restaurierung!

Habe PN gesendet.

Ich muß die Restaurierung wieder unterbrechen...
Lief eine Stunde. Dann: Kein Bild mehr.
Da denkt klein- Edi: "Nachtijall, ick hör' Dir trapsen !"
Clip von BiRö gezogen: An der BiRö kommt keine Hochspannung mehr.
Aber klar doch. Da habe ich fast drauf gewartet.
Ich habe noch nicht weiter gemessen, aber ich bin mir ziemlich sicher, 
daß die Hochspannungsgleichrichter in die ewigen Stromkreise gezogen 
sind, das sind nämlich Selengleichrichter, und nach 50 Jahren machen die 
oft die Grätsche. Hatte ich bei den anderen DDR- Oszis auch, mußte ich 
überall ersetzen.

Jetzt muß ich mal sehen, was ich habe oder bekommen kann.
Ist original ein TS11.
Anhang Daten dieser Dinger und Schaltplan HV- Generator.

Falss alle Stricke reißen- ich habe auch eine Fertig- HV- Baugruppe, die 
kriege ich mühelos eingebaut, Ua =  irgendwas bis 25KV, mittels der Ub 
einstellbar. Werde ich mal testen.

Falls Schadenfreude aufkommt: Ja, ist eine uralte Kiste, weiß ich.
Aber ich RESTAURIERE.
Wer einen alten Benz oder Rolls restauriert, gibt auch nicht auf, weil 
mal ein Ventil oder eine Achse wegknallt.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Wird wieder etwas dauern.

Ich habe eine Handvoll Hochspannungs- Selenstäbe aus RFT- Zeiten zu 
liegen, nie benutzt.
Mal gemessen- die Dinger sind so hochohmig, die gehen als Isolator 
durch. Alle !
Kann ich also vergessen.
Ansonsten keine Dioden, die als Ersatz taugen würden- für lange 
Reihenschaltungen habe ich nicht genug gleiche Typen.

Als Ersatz für die 3 Selengleichrichter TS11 habe ich nun die schnelle 
("fast recovery-") Si- Diode 2CL75 auserkoren.  Kriegt man 
schüttgutmäßig, kosten nur einige Cent. Wie TS11 bis 16KV, und 5mA, das 
reicht auf jeden Fall.

Solange werde ich andere Sachen erledigen- es kommen ja noch die 
Messersteckverbindungen, dann muß ich ein Adapterkabel bauen, dann kann 
ich Schaltpläne und Unterlagen aufarbeiten, aber vor allem 2 dicke 
Röhrenradios restaurieren, die mir Platz in der Werkstatt blockieren. 
Und der genauso schwere und sperrige Russenoszi wartet auch noch auf die 
Fehlersuche- da muß ich aber am besten frühmorgens, frisch und 
konzentrationsfähig rangehen- die Meßstellen sind verbaut, schwer 
erreichbar, und sehr dicht neben spannungsführenden Stellen.

Ich schreibe dann wieder, wenn es mit dem OG weitergeht.

von oszi40 (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Si- Diode 2CL75 auserkoren

Bin mir nicht ganz sicher, ob der Hochspannungstrafo die etwas andere 
Strombelastung auf Dauer mag. Der Selenstab war bestimmt hochohmiger? 
Jedenfalls begeistert mich Deine Ausdauer bei der Restauration.

von Freddy Markov (Gast)


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von Edi M. (edi-mv)


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Freddy Markov schrieb:
> Perfekten Ersatz für alte Selengleichrichter gibt es doch

Die ist aber auch nicht viel anders als die, die ich gefunden habe. Und 
teurer.

oszi40 schrieb:
> Bin mir nicht ganz sicher, ob der Hochspannungstrafo die etwas andere
> Strombelastung auf Dauer mag. Der Selenstab war bestimmt hochohmiger?

Ein Reihenwiderstand könnte das beheben, macht man ja bei 
Netzgleichrichter- Ersatz- Si- Dioden auch.
Ja, ist nicht ideal das gleiche.
Aber der Trafo des Hochspannungsgenerators hat ja nun auch keinen so 
niedrigen Ri. Und die Vervielfacherschaltung auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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An den Reihenwiderstand zur Si-Diode hatte ich eigentlich gedacht. Der 
ist einfacher zu beschaffen als ein spezieller, neuer 
Hochspannungstrafo.

von Edi M. (edi-mv)



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oszi40 schrieb:
> An den Reihenwiderstand zur Si-Diode hatte ich eigentlich gedacht. Der
> ist einfacher zu beschaffen als ein spezieller, neuer
> Hochspannungstrafo.

Male keiner den Teufel an die Wand... ein kaputter HV- Trafo... das wäre 
schlecht.

Ich habe die HV- Baugruppe noch nicht angeschaut- die Selendinger sind 
meiner Erfahrung nach aber die Kandidaten für den HV- Ausfall. In den 
Schachteln mit Defektteilen (ich hebe die immer auf) habe ich schon 
einige "abgedampfter" Selene, in HV- Ausführung etwa die vom Oszi EO213, 
und von gestern  die unbenutzten "neuwertigen" Fernseher- Stäbchen, die 
noch aus meinen Ersatzteilbestand aus RFT- Werkstatt- Zeiten stammen, 
aber solange in meinem Fundus herumoxydierten, bis sie aus Gnatz (= 
Frust) ihre Teilnahme an Restaurationen aufkündigten.

oszi40 schrieb:
> An den Reihenwiderstand zur Si-Diode hatte ich eigentlich gedacht.

Reihenwiderstand... mal sehen.. Es ist ja bereits ein Reihen- R 220 KOhm 
im 13 KV- Ausgang. Ganz schön hoch.
Reihen- R's an den Dioden könnten bestenfalls den Ladestrom der 
teilnehmenden Kondensatoren etwas begrenzen. Die sind aber schon gering, 
470- 1500 pF.
Bei Spannungen um 250V (Anodenspannungs- Gleichrichtung Röhrenradios) 
nahm ich bei Si- Dioden 100- 200 Ohm... hier sind's ca. 4000 ,  16mal so 
viel...  1,5-2,5 KOhm ?
Ich denke, in der Größe sollte gehen... schaden wird's nicht.
Bei Röhrenradios kommen aber immer noch Kondensatoren -5nF- parallel zur 
Diode, das ist ratsam, wegen möglicher AM- Brummodulationen. Im HV- 
Generator eines Oszis  sollte das nichts machen- ansonsten bräuchte ich 
spannungsfeste Kondis.

Wie das so ist- bei manchen Geräten sind "Generalkuren" nötig. Beim OG- 
Oszi alle Transistoren bzw. deren bunte PVC- Isolier- "Socken", bei den 
DDR- Oszis die Selene, bei Röhrenradios alle Papierkondensatoren. An 
einem solchen -30Kg- "Schiffsanker- Klasse"- bin ich gerade zugange, bis 
die Si- Dioden eintrudeln. Und ein technisch Gleiches, nur andere 
Ausführung, steht daneben...

Bilder:
HV- Selene aus EO213, die Fernseher- Stäbchen,
Röhrenradio- Unterseite, zu wechseln sind insgesamt 34 (!) 
Papierkondensatoren und Klein- Elkos, evtl. noch die Lade-/Sieb- Elkos.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)



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So, nachAufnahme des Bedarfs an Teilen für die Radios wieder zum OG2-30.

Also 13 KV ist nicht da.
Die Kiste ist zwar groß und schwer, aber die HV- Baugruppe ist in
wenigen Minuten ausbaubar, nur Drähte alöten, 4 Schrauben raus,
Anodenclip ab, diesen durchstecken, und dabei die Baugruppe rausziehen.
Und auch das Öffnen ist problemlos, 2 Seitendeckel ab, 8 Schrauben raus,
hat man 2 Baugruppen in der Hand.

Und das, was ich sehe, macht mich nicht froh.

Die Baugruppe 1,5/ 1,6 KV hat Schalenkern- Trafos, die liefert noch, und
sieht alles ok aus.

Aber die Baugruppe 13 KV sieht nicht so toll aus.
Hat einen HV- Trafo, ähnlich einem Fernseh- Zeilentrafo. Und
anschließend die Spannungsvervielfachung. Ist vergossen, üblich bei
Kaskaden dieser Spannungshöhen.
Ist aber weich- vergossenes Silikonzeug. Das kriegt man ggf.
auseinander. Wird wohl eine kleine Platine mit Dioden und Kondensatoren
drin sein.

Übel ist aber vor allem der Trafo, der Verguß um die HV- Wicklung hat
einen Riß und ist an der Seite -offensichtlich durch Wärme-  eingedellt.
Muß aber nicht kaputt sein, die normale Wärme, aber über 50 Jahre, kann
auch schon sowas bewirken.

Ich werde mir das noch genauer ansehen, ich kann die Baugruppe ja nun
extern betreiben.
Nötigenfalls muß der Verguß ab, und neu gemacht werden.

Braucht aber keiner zu jubeln, ich kriegte das nicht hin- wenn alle
Stricke reißen: ich  habe eine heutige Fertig- HV- Baugruppe, die kann
ich mühelos da reinzaubern.

Da solche Sachen bei den alten DDR- Kisten öfter vorkommen, und noch
jemand mitliest, etliche Fotos.

von Edi M. (edi-mv)


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Das ging aber fix- HV an 8 und 9 mit 25V befeuert.
Strom gering, 118mA.
Nichts wird warm, brutzelt oder zischt.
Uc = 25V, Ub = 1,7V, Ue = 1,2V. Sollte gehen.

Aber... keine Korona, wenn man den Schraubenzieher auf den Wickel hält.
Ok, da sind nur etwa 4 KV, das reicht nicht.

Aber dann- 1:10 Tastteiler an anderen Oszi, den Teiler nur auf die 
Baugruppe gelegt- ein sauberer Sinus, etwa 40V, also kommt auch bißchen 
was.
Also schwingt das Ding.

Ich habe mir den Trafo näher angeschaut- ist auch Silikon- vergossen, 
und außen ist Hart-  Plastikzeug drum, welches eingerissen ist.
Der Trafo sollte sich nach Entfernung des Hartplastik und einem Silikon- 
Verguß über dem ersten  Wickel- Verguß weiterhin schützen lassen. Ist ja 
egal, wie es aussieht, Hauptsache, ist alles dicht.

Die Spitze zeigt den Sinus auch beim Danebenhalten an der -übrigens 
hervorragens Silikonschlauch- isolierten Leitung vom HV- Trafo zur 
Kaskade.
Dann ist Ende.

Also, wie vermutet, die Dioden. Was auch sonst...
Ich werde die vergossene Kaskade zerlegen, die Teile ersetzen und neu 
vergießen.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)



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Der OG2-30 ist doch etwas überlegter gebaut.
Die HV- Baugruppe ist prima auszubauen, und alle wesentlichen Teile sind 
wechselbar- im Gegensatz zum Russenoszi C1-91, bei dem die gesamte HV- 
Baugruppe hartvergossen und vollkommen unreparabel ist, die kann nur 
gegen eine solche Baugruppe getauscht werden, oder es muß eine neue HV- 
Versorgung werden- heute kein Problem mehr, allerdings teuer.

Ich habe die Kaskade ausgebaut, 4 Deckelschrauben, 2 Muttern, 3 Drähte 
ablöten, kein Problem.
Und die Kaskade ist auch reparabel- die Silikon- Masse ließ sich in 10 
Minuten soweit entfernen, daß ich die 3 Selengleichrichter gegen Si- 
Dioden austauschen kann.
Dabei bleibt noch etliches Silikon dran, aber das kann bleiben.
4 Stücken Plastik um die Kaskade, neues Silikon rein, abbinden lassen, 
Wände weg, dann kann ich das wieder einbauen.

Müssen nun erst mal Dioden kommen.

: Bearbeitet durch User
von Bernd (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Müssen nun erst mal Dioden kommen.
Laut Plan: TS11. Was sind das für Dioden?

von Edi M. (edi-mv)


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Bernd schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Müssen nun erst mal Dioden kommen.
> Laut Plan: TS11. Was sind das für Dioden?

Hochspannungs- Selengleichrichter.
Im Beitrag vom 20.01.2023 13:46 ist dazu ein PDF angehängt.

Bestellt sind natürlich keine Selene, sondern Si- Dioden 2CL75.

.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Dürfte dauern- ein deutscher Versender hat etliche Registrier- und 
Bestell- Seiten, die ich ausfüllen muß- vollkommener Blödsinn, und das 
nur wegen 1 Bestellung für ein paar Dioden.
Also Bestellung beim Chinamann. Da gibt's gleich große Tüten mit 60, 100 
oder 1000 Stück,
aber für " 'n Appel und 'n Ei", Cent- Artikel. Selbst wenn die nicht so 
viel taugen, werden die es tun, so viel Spannung/ Strom, wie die 
vertragen, liegt ja nicht an.
Mal sehen, hoffe, der Zoll führt sich die Dinger nicht noch wegen 1 oder 
2 Eu Zoll zu Gemüte. Das hatte ich schon, das dauert dann nämlich auch 
wieder 3 Wochen.

Ich pack' den OG2-30 erst mal beiseite.
Die beiden anderen OG's 2-23 und 2-31 haben auch keine Hochspannung, ich 
denke, wird dasselbe Problem sein.

Ich mache vorerst weiter mit Aufarbeitung der grottigen Unterlagen und 
den anderen Geräten.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


Angehängte Dateien:

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Der deutsche Lieferant.... irre. Formular geht nicht.
Hat meine Adresse, soll mir nur die Summe zum Überweisen nennen, und das 
Zeug verschicken. Mit Porto 10 Euro etwa.
Nein, geht so nicht. Kann mir die Teile nicht liefern.
Servicewüste DE.

Also Bestellung ans Reich der Mitte.

Die Dioden kommen zwischen 7. und 28. Februar.
Und... für den gleichen Preis+ Porto... statt in DE 25 Stück gleich 60 
Stück.
Ok... für das Tütchen muß ein Container gebaut werden, das Ding zum 
Schanghaier Hafen geschafft, das Tütchen vorsichtig mit dem Stapler 
reinbugsiert, transportgesichert, abgeschlossen und verplombt, Container 
auf Schiff gehievt, und ab nach Hamburg.
Dort Containerladung gelöscht, Container mit Tütchen wird in Schuppen 8 
geschafft, nach Freigabe zur Spedition in Wilhelmsburg, ausgeladen, und 
ein 12- Tonner schafft's dann nach Neubrandenburg. Von da aus geht's an 
die Verteilerstation in Stralsund, wo auch der Zoll nochmal die Nase an 
das Tütchen hält, und dann...
Per Kleintransporter zu Edi.

Klar, daß dies eben dauert.

Immerhin sind die Messersteckverbinder angekommen. Schön blanke 
Kontakte. Sogar mit Handgriff- perfekt.
So muß ich noch ein Verbindungskabel machen, das ist kein Problem- es 
sind nicht alle 26 Kontakte beschaltet, und auch die Länge ist 
unkritisch, da sind hauptsächlichr Versorgungsspannungen drauf, die 
Sync- und Ablenk- Anschlüsse sind seitliche 2-/3fach- Feder-/ 
Schleifkontakte an Grundgerät und Baugruppen, da muß ich was passendes 
anfertigen.

Ich bin gerade an den Schaltplänen des OG1-31. wären 12 A4- Seiten, je 6 
untereinander. Das geht nicht mehr auf den Tisch.
Glücklicherweise ist ein Teil der Schaltung abgesetzt, also einmal 4 und 
einmal 8 A4- Blätter.

Wow, was die da reingepreßt haben- kein Wunder, daß die Kiste 32 Kg 
wiegt.

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Edi M. schrieb:
> Wer einen alten Benz oder Rolls restauriert, gibt auch nicht auf, weil
> mal ein Ventil oder eine Achse wegknallt.
Na ja, son Oldtimer ist anschliessend immer noch nutzbar, und idR auch 
ne Wertanlage. Aber son olles Skop?
Wie ich oben schonmal schrieb, ich habe Achtung vor Leuten die sich 
solche Arbeit machen. Aber wirklichen Sinn macht es wohl kaum.

von Edi M. (edi-mv)


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Rainer D. schrieb:
> Wie ich oben schonmal schrieb, ich habe Achtung vor Leuten die sich
> solche Arbeit machen.

Danke. Ich geb' mir auch weiterhin Mühe.
:-)

> Na ja, son Oldtimer ist anschliessend immer noch nutzbar, und idR auch
> ne Wertanlage. Aber son olles Skop?
> Aber wirklichen Sinn macht es wohl kaum.

Abgesehen von den -der damaligen Situation geschuldeten- Abmessungen:
Warum ist es nicht sinnvoll ???

Ein Oszi mit 50 oder 100 MHz Bandbreite... gibt's heute, gab's damals.
Bei gleicher Meßspannung zeigen beide... das gleiche auf dem Schirm.
Das sollte ja wohl selbstverständlich sein.

Gibt heute Speicheroszis- der 50 Jahre alte OG2-31 ist aber auch schon 
einer.
Nur PC- Anbindung haben die Oldies nicht. Aber die ist auch nicht nötig. 
Fertige Schirmbilder kann man fotografieren, das reicht.
Moderne Geräte können per PC steuerbar sein, das benötige ich nicht.
Moderne Geräte können genauer sein- nur ist allerhöchste Genauigkeit 
bestenfalls in der Forschung sinnvoll.

Gleiches gilt auch für andere Meßtechnik- Geräte, die ich habe. Der 
Riesen- Wobbler von 1964, "Schiffanker- Klasse",  vs. NanoVNA, 
Anoraktaschenformat, da hatten wir schon eine Diskussion.
Richtig benutzt, zeigen in der Wobbel- Betriebsart beide das Gleiche- 
das ist einfach so, der Physik nach MÜSSEN sowohl der Saurier als auch 
das Taschendingsbums das so tun.
Übrigens ist das Umgehen mit den VNA wohl nicht so einfach, wie man 
lesen konnte.
Und auch die Oldies kann man nicht mal so einfach irgendwo an einen 
Prüfling anstrippen- auch da gibt es Zubehör, welches fachlich korrekt 
genutzt werden muß, sowie Einstellungen an den Geräten, die auch schon 
Vorwissen erfordern.

Meßtechnik ist nix für "Weihnachtselektroniker", denen Mama einen 
Lötkolben und 'nen VNA unter den Tannenbaum gepackt hat.

Die Oldies machen modernem Equipment keine Konkurrenz- wie auch.
Wie geschrieben- ich RESTAURIERE.
Und... nutze das Zeuig auch- schon, damit es sich nicht "kaputtsteht".

Übrigens kann man auch Oldie- Equipment durchaus modern nutzen, etwa 
eine PC- Anbindung schaffen, hier ein Uralt- Röhrenprüfgerät als 
Kennlinienschreibe:
http://edi.bplaced.net/?Restauration_Messtechnik___Roehrenpruefgeraet_Funke_als_Kennlinienschreiber_an_Oszi_und_PC_oder_Laptop

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Hier mal Meßtechnik der Oberklasse, gleicher Hersteller, um 1964, mit 
OG- Oszi- hier dem Vorgänger meiner Kisten, den OG1-16, auch so ein 
>60Kg- Saurier, dem riesigen Wobbler, und jede Menge Eisen in 
Netzteilen, für die Versorgung von Transistor- und Röhrenschaltungen war 
alles da.
Dazu Signalgeneratoren HF und Impuls.
Das Ganze in einem Stahl- Winkelprofil- Gestell.
Gesamtgewicht 600 Kg.
War ein Fernsehtechnik- Meßplatz beim Bildröhrenhersteller WF/ SAMSUNG, 
im Labor bei den Dauerlauf- Meßplätzen, in Betrieb bis 1990.

Mit den Geräten, Meßwerken und Anzeigen war es schon fast ein 
"Enterprise- Cockpit".
Nein, nicht "Orion 8", die hatte noch Bügeleisen auf dem Bedienpult.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ruecksturz-zur-Erde-50-Jahre-Raumpatrouille-Orion-3324940.html
(etwas weiter unten auf der Seite)

Wie groß es ist, sieht man an Oszi und Wobbler, deren Fenster 60 x 60 cm 
sind.

Das Ding habe ich 1991 aus meinem Betrieb gerettet, es stand eine Zeit 
bei mir, aber als wir die Wohnung wechselten, mußte ich es leider, 
leider entsorgen- es war einfach zu groß.

von Edi M. (edi-mv)


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Mailwechsel zum Beitrag von vorgestern,  24.01.2023 12:31
Nichts geändert, nur Daten raus.
Köstlich.

*******************************
Anschrieb Webformular, Bestellung geht, nicht, weil ich keine Firma bin.
Ich möchte 25 Stück (Kleinteile, ca. 5 Eu, dazu 5 Eu Porto) bestellen. 
Bitte Bestätigung und Gesamtpreis mit Porto, ich überweise dann. 
Adresse:….“
*******************************
Guten Tag,
leider können wir Privatpersonen keine Angebote unterbreiten.
Bitte entnehmen Sie unsere tagesaktuellen Preise unserer WEB-Seite.
*******************************
Was ist das Problem, meinen Anschrieb als Bestellung anzusehen, mir den 
Preis Teile + Porto zu mailen ???
Ich möchte mich nicht durch die Registrierungs-, Bestell- und und 
sonstige Spielereien klicken müssen.
Und wegen EINER Bestellung nicht in Ihrer Datenbank landen.
*******************************
Bei uns gibt es keinen Gastzugang.
Sie können nach Ihrer Bestellung Ihre Daten wieder löschen lassen.
Wie soll denn die Rechnung aussehen, wenn wir Ihre Daten nicht verwenden 
dürfen???
Wo soll denn der Paketservice das Paket hinliefern???
*******************************
"Wie soll denn die Rechnung aussehen, wenn wir Ihre Daten nicht 
verwenden dürfen???"
Wie eine Rechnung eben aussieht.
"Wo soll denn der Paketservice das Paket hinliefern???"
Stand doch im Ursprungs- Anschreiben.
"Ich möchte 25 Stück (Kleinteile) bestellen. Bitte Bestätigung und 
Gesamtpreis mit Porto, ich überweise dann. Adresse:….“
Warum so kompliziert- Mail mit Gesamt- Betrag, ich überweise, Sie 
schicken ab.
*******************************
 Sorry, in diesem Fall können wir Ihnen nicht helfen.
Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.
*******************************
"Sorry, in diesem Fall können wir Ihnen nicht helfen."
Och... kein Problem.
Der Chinese liefert mir die Dinger. Für den gleichen Preis -portofrei !- 
60 Stück.
Ok... für das Tütchen muß ein Container gebaut werden, das Ding zum 
Schanghaier Hafen geschafft, das Tütchen vorsichtig mit dem Stapler 
reinbugsiert, transportgesichert, abgeschlossen und verplombt, Container 
auf Schiff gehievt, und ab nach Hamburg.
Dort Containerladung gelöscht, Container mit Tütchen wird in Schuppen 8 
geschafft, nach Freigabe zur Spedition in Wilhelmsburg, ausgeladen, und 
ein 12- Tonner schafft's dann nach Neubrandenburg. Von da aus geht's an 
die Verteilerstation in Stralsund, wo auch der Zoll nochmal die Nase an 
das Tütchen hält, und dann... Per Kleintransporter zu mir.
Inzwischen 7 Emails, statt einer, die nur nötig gewesen wäre.
Kostete Strom für die Computer und die Server in Deutschland.
Unmengen Strom und Sprit...
Sie haben heute mit dafür gesorgt, daß ...zig Tonnen CO2 den Planeten 
weiter zur Wüste machen.
Servicewüste ist DE ja schon, wie man sieht.,
Also ich finde, eine Flasche Sekt wäre die bessere Anlage gewesen...
*******************************

Das alles wegen Teilchen für ein paar Cent.

von Edi M. (edi-mv)



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Wieder ein bißchen was geschafft, wenn auch nicht an den Geräten- 
Restauration ist eben nicht nur Fummeln an der Kiste.

Und jetzt ist klar, warum die Geräte, um die es hier geht, so selten 
sind.

Die Geräte konnten -damals- fast alles, die Baugruppen haben zahlreiche 
Anschlüsse für Signal- Ein- und Ausgänge, der Aufwand, der aber dafür 
getrieben wurde, ist, weil man nicht viele Funktionen in integrierten 
Schaltkreisen vereinen konnte, irre hoch.
Jede Funktion erfordert eine entsprechende Stufe, mit vielen Bauteilen.

Dafür ist aber auch jede einzelne Stufe reparabel, und die Bauelemente 
sind ganz normale Bauteile, die man im Handel beziehen konnte -außer 
einer russischen Tunneldiode im Kippgenerator, die man aber nötigenfalls 
auch beziehen konnte.

Es ist aber unbedingt nötig, sich mit den Schaltungen eingehend zu 
befassen.
"Mal probieren", etwa testweises Verstellen von Stellern, geht bei 
solcher Meßtechnik überhaupt nicht. Z. B. beim Ersatz eines 
Stellwiderstands muß man -so möglich- die eingestellten Widerstandswerte 
durch Messen ermitteln, wenn dieser mechanisch defekt ist, wenigstens 
anhand der Schleiferstellung ungefähr  reproduzieren, darum mache ich 
beim Öffnen von Geräten immer Fotos.

Zu den Arbeiten:
Ich habe die grottigen Schaltpläne aus den verfügbaren PDF's extrahiert, 
entzerrt, restauriert, korrigiert und aufgearbeitet.

"Entzerrt" bedeutet die Anpassung der Größe der Scans, sowie des 
Bildwinkels, so daß ein kompletter Schaltplan aus den Planausschnitten 
entstehen konnte- die Scans -meist von "Raupenhaus"- sind teilweise 
schräg gescannt, mit einem Winkel ggü. der Senkrechten/ Waagerechten von 
0,1- 1,2°, da spinnt dann auch der Scanner, die Größe war dadurch 
fehlskaliert, 98 -102% der nötigen Größe, zusätzlich noch ein Rest- 
Skalierungsfehler zwischen 8- 10 Pixel, da Zehntel- Prozente bei der 
Korrektur nicht möglich sind, aber Pixelangaben schon.

Das kriege ich aber schnell hin- ich habe viel Übung in Bildbearbeitung.

Zudem gab es bereits INNERHALB der Pläne Winkelverzerrungen, und damit 
Leitungen, die an einer Stelle einen Versatz hatten, mitten im 
Schaltbild !

Niedrige Scannerauflösung erzeugte dann auch noch zahlreiche Fehlstellen 
bei Linien, unsaubere Kanten und störende Artefakte -"Fliegendreck".

Aufgrunddessen habe ich Leitungen ausgewinkelt oder nachgezogen, eine 
passende Weichzeichnung gewählt, ohne die Bucfhstaben und Ziffern 
unleserlich zu machen.
Wo sie es dennoch sind, war es bereits in der Vorlage so vorhanden !
Anhand der vorhandenen Halbleiter und Zählweise sind Bauteile- Namen und 
-Nummern aber nachverfolgbar,

Die Schaltpläne von VEB Meßelektronik wurden 1970- 1972 noch per Hand an 
großen Reißbrettern gezeichnet.
Vor allem wurden Baugruppen, Sockel und Fassungen, einzelne abgesetzte 
Baugruppen und größere Baueinheiten durch Strich- Punkt- Linien 
gekennzeichnet, dazu Punkt- Linien für gemeinsame Schalter- Achsen.
Diese Groß- Pläne wurden später für den Druck herunterskaliert.
Durch die nun kleinen Abstände dieser Strich- Punkt- Linien und Punkt- 
Linien werden Schaltung äußerst unübersichtlich.

Ich habe darum jeweils einen Schaltplan in Schwarz/ Weiß erstellt, sowie 
einen zweiten Plan erstellt, den ich coloriert habe.
Die Baugruppen sind rosa, Fassungen und Buchsen hellblau, 
Baugruppengehäuse hell- violett, über das Blatt reichende, aber nicht 
gezeichnete Leitungen hellgrün. Sockel, die zu einer Leiterplatte 
gehören, haben deren Farbe. Baugruppen mit gleicher Farbe direkt 
nebeneinander- da habe ich eine Seite heller oder dunkler gemacht.
So sieht man auf einen Blick, WO WAS ist.
Ich finde das viel übersichtlicher.

So ist auch erkennbar, daß z. B. eine kleine Relais enthaltende Sub- 
Platine ohne Fassungen  per freier Verdrahtung mit einer Leiterplatte 
verbunden ist.

Jeder Schaltplan ist als 1- seitiges, hoch- vergrößerbares PDF für 
Bildschirmdarstellung vverfügbar, sowie als Riesenposter, bis zu 8 
querliegenden A4- Seiten, die sich nach Abschneiden des Randes perfekt 
aneinanderkleben lassen- kein einziges Pixel Abweichung.
So hat man auch eine anständige Größe der Schrift.
Die Größe ist gerade noch handhabbar.
Und wenn ein Plan doch mal kaputtgeht, kan man ja jederzeit einen Neuen 
anfertigen.

Zu den Plänen gehören die passenden Seiten mit Text, die ich noch 
beiseite gelassen habe, da werde ich nur soweit Restaurationsarbeit 
leisten, daß der Text lesbar ist.
Die Nummer der Serie scheint in den Texten keine Änderungen zur Folge zu 
haben, ich entdeckte jedenfalls keine. Es betrifft, nachdem, was ich 
bisher fand, nur die Bestückung mit Halbleitern, die entsprechend der 
aktuell verfügbaren Bauelemente in den Produktionsperioden angepaßt 
wurde.

Dies sind alle Schaltpläne, die ich im Internet ermitteln konnte, in 
ALLEN Quellen fanden sich die gleichen Kopien !
Es gibt aber jede Menge Pläne anderer Serien, die nur Text enthalten, 
ohne Schaltpläne !
Ich habe nur die Schaltpläne aufgearbeitet, deren Gerät/ Baugruppe ich 
besitze.

OG2-30 Grundgerät      vorh. Serie 2    aufgearb.
OG2-31 Grundgerät       vorh. Serie 5    aufgearb.

G300 Einfach- Kippgenerator         vorh.  Serie 3
KG301 Einfach- Kippgenerator        vorh. Serie 4
KG304 Doppel- Kippgenerator Serie 1    vorh.  Serie 1    aufgearb.
KG305 Sampling-Zeitbasiseinschub        vorh. Serie 0
       (KG315 Schaltzeit-Samplingkippgerät KG315  nicht vorh.)

Differenz- Verstärker DV301                    vorh. Serie 5

VV300 Zweikanal- Y- Verstärker 50 MHz  vorh. Serie 5    aufgearb.
(VV302, Breitbandverstärker  100 MHz   nicht vorh.  )
       (VV305 Sampling- Einheit  vorh. Serie 0,  SP aber ohne 
Baugruppen- Sps)
VV306 Zweikanal- Rasterverstärker        vorh. Serie 0

Oben ein Beispiel eines aufgearbeiteten Schaltplans (die Schaltung ist 
4mal größer, und der Ausschnitt ist für die Darstellung hier auch 
herunterskaliert), sowie die Auflistung der fertig aufgearbeiteten 
Pläne. Zu einem Grundgerät und einer Baugruppe gehören mehrere Pläne, 
ein Gesamtplan Grundgerät mit Baugruppen wäre möglich, aber wäre fast 
...
... Tapete für eine ganze Wand.
:-)

: Bearbeitet durch User

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