Forum: HF, Funk und Felder CB-Funk mit SSB


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von Maria S. (doc-brown)


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Hallo, kennt sich jemand hier mit dem Thema Funktechnik aus? Mir ist 
beim Lesen im Netz aufgefallen:

Seit 1996 ist SSB beim CB-Funk zugelassen.
Geräte mit dieser Betriebsart sind praktisch nicht erhältlich.
Zudem ist der angegebene Verkaufspreis mehr als 3 fach so hoch, wie bei 
einem Gerät ohne diese Betriebsart.

Wieso ist das so?
Ist es sinnvoll ein SSB Gerät zu kaufen?

Danke für ein paar Erklärungen von den Funkern hier.

Maria S.

von Breaker (Gast)


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Ich kenne SSB im CB-Funk ausschliesslich als DX-Betriebsart, also für 
Weitverbindungen, wenn das 11m Band öffnet. Lokal oder mobil macht das 
keiner. Hängt also ein bisschen von Deinem Aktivitätsschwerpunkt ab: 
Wenn Du vor allem in Deiner Stadt Kontakte haben möchtest, oder an 
Runden teilnimmst, oder mobil arbeitest, brauchst Du kein SSB. Falls 
Dich DX interessiert, unbedingt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:
> Wieso ist das so?

Weil das Erzeugen eines SSB-Signals aufwändiger ist als das eines 
FM-Signals. (Aus gleichem Grund gibt es auch keine Afu-Handfunkgeräte 
mit SSB.)

Weil der Markt halt viel kleiner ist, nicht zuletzt auch durch die 
vergleichsweise späte Einführung von SSB im CB-Funk seitens der 
Genehmigungsgeber. Zu dem Zeitpunkt war CB schon deutlich auf dem 
absteigenden Ast.

Last not least nützen dir die theoretisch möglichen 12 W praktisch nur 
dann etwas, wenn du gewillt bist, bei der BNetzA eine 
Standortbescheinigung ausstellen zu lassen (bei mehr als 10 W EIRP 
erforderlich) oder im Mobil-/Portabelbetrieb. Bevor du dir den Stress 
antust, wenn dich Funk wirklich technisch so sehr interessiert, kannst 
du wahrscheinlich für das gleiche Geld dann auch gleich eine 
Amateurfunkgenehmigung machen. Dann hast du viel mehr Bänder zur 
Verfügung und darfst statt der Standortbescheinigung eine Selbstanzeige 
über die BEMVF-Konformität machen.

von ... (Gast)


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> Geräte mit dieser Betriebsart sind praktisch nicht erhältlich.

Frueher hatte wohl jede groessere Stadt mindestens einen Laden
der entsprechende Technik verkauft hat.
Die Laeden gibt es heute alle nicht mehr.
Beim "Fachhaendler" im Internet wird man heute trotzdem fuendig.

> Zudem ist der angegebene Verkaufspreis mehr als 3 fach so hoch, wie bei
> einem Gerät ohne diese Betriebsart.

Reine FM-Geraete sind technisch wesentlich einfacher aufgebaut.
Ob SSB nun gleich das "3 fache" kosten muss?

> Ich kenne SSB im CB-Funk ausschliesslich als DX-Betriebsart

Schaut man in die Listen von lokalen/regionalen Ortsrunden,
findet man kaum noch FM. Wahrscheinlich braucht es schon die
bessere Reichweite von SSB das diese Runden ueberhaupt noch
zueinander finden.

DX ging auch zu jeder Zeit mit FM alleine. War nur eine Frage
wie warm man seine Antenne machen konnte :).

von ... (Gast)


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Hier™ gibt es nennenswerte Aktivitaet nur bei 149.xyz MHz.

Insoweit kann man sich hier™ CB/SSB auch sparen.

von Willi (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Geräte mit dieser Betriebsart sind praktisch nicht erhältlich.
Naja, ein paar Geräte sind es schon. Albrecht AE5890, President 
McKinley, demnächst (vielleicht) auch die President George II; gebraucht 
die Jackson II. Aber Du hast recht, die Auswahl hier zugelassener Geräte 
ist sehr klein.

> Ist es sinnvoll ein SSB Gerät zu kaufen?
Kommt darauf an, was Du machen willst. Für DX lohnt sich SSB, nicht aber 
für die Sabbelrunde, weil bei SSB selbst geringe Streuungen in der 
Sendefrequenz sich sofort in Tonhöhenänderungen bemerkbar machen und man 
dann laufend am Clarifier nachstimmen muß.

Gesprächsrunden laufen meistens in Modulationsart FM, wobei man auch AM 
nicht unbeachtet lassen sollte: FM rauscht deutlich stärker. Bei AM kann 
man zumeist die Rauschsperre komplett wegnehmen, ohne daß einem das 
Grundgeräusch auf den Geist geht.

Wenn Du Dir ein CB-Funkgerät kaufen willst, dann kaufe am besten bei 
einem Händler, der die Geräte vor Auslieferung noch einmal abgleicht.


MfG
Willi

von Bernd (Gast)


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SSB wird aus genannten Gründen immer häufiger verwendet. Kaufe dir 
gleich ein vernünftiges Gerät wie z.B. Albrecht AE 5890 EU und mache 
keine Experimente mit Billigkisten oder gar mit Geräten ohne Zulassung.

von Hobby B. (bastler2022)


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Hallo Jörg,

Jörg W. schrieb:
> Weil das Erzeugen eines SSB-Signals aufwändiger ist als das eines
> FM-Signals. (Aus gleichem Grund gibt es auch keine Afu-Handfunkgeräte
> mit SSB.)

schau Dir mal die Albrecht AE 2990 AFS. Leistung ist natürlich in SSB 
bescheiden dafür sagt Albrecht auch gleich dazu wie sie für 10 Meter 
freigeschaltet wird.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hobby B. schrieb:
> Hallo Jörg,
>
> Jörg W. schrieb:
>> Weil das Erzeugen eines SSB-Signals aufwändiger ist als das eines
>> FM-Signals. (Aus gleichem Grund gibt es auch keine Afu-Handfunkgeräte
>> mit SSB.)
>
> schau Dir mal die Albrecht AE 2990 AFS.

OK, ich bezog mich jetzt mehr auf die im Amateurfunk üblichen 
VHF/UHF-Handfunken.

Eine effiziente Antenne für 10/11 m an einer Handfunke ist halt ein 
ziemliches Monstrum. :-)

Auf 10 m gibt's im Afu sogar ganz offiziell NBFM (oberhalb 29 MHz). Habe 
ich vor Jahren mal ein QSO mit jemandem gehabt, der an der britischen 
Küste herum gelaufen ist. ;-)

von Funker (Gast)


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Hallo

rein technisch und auch deutlich (und zwar wirklich deutlich)  teurer 
als ein CB Funkgerät mit SSB kannst du natürlich auch einen richtigen 
Amateurfunktranceiver funken der "aufgemacht" wurde- was eigentlich nie 
ein Problem ist solange das Gerät nicht älter als 25 Jahre ist (ja die 
HF Bandpassfilter passen dann nicht überall siehe z.B. beim relativ 
neuen 60m band - für 11m wird aber das Filter des 10m Band gut genug 
sein) oder am besten direkt einen auch für das Senden durchgängig 
ausgelegten SDR Tranceiver (Der aber dann noch einmal ein zusätzliches 
"Deutlich...teurer" zugewiesen bekommt...)

Beides kann man auf 4W die richtigen Modulation und oft sogar auf das Hz 
genau (mittlerweile ist diese Genauigkeit  bezahlbar und wirklich 
gegeben  - also nicht nur einstellbar und als Anzeige ohne echten Wert) 
einstellen - das Signal wird mindestens so sauber wie das eines CB- 
Funkgerät sein...

Aber natürlich mal abgesehen vom Preis:

Legal ist das nicht - wobei wenn man ein wenig sein Gehirn einschalten 
wird das niemanden auffallen - wobei wer weis was und wie er es machen 
muss (Einstellungen) schafft auch nahezu nebenbei die Amateurfunklizenz 
und muss nicht auf gute Bedingungen (11m ->27 MHz das geht eigentlich 
immer nur recht kurzzeitig - da besteht kein großer Unterschied zum 10m 
band der Funkamateure ) und feste Kanäle (die man einhalten sollte sonst 
fällt man auf...) angewiesen.

von sippel (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Last not least nützen dir die theoretisch möglichen 12 W praktisch nur
> dann etwas, wenn du gewillt bist, bei der BNetzA eine
> Standortbescheinigung ausstellen zu lassen (bei mehr als 10 W EIRP
> erforderlich)

Was kostet so eine Standortbescheinigung?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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sippel schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Last not least nützen dir die theoretisch möglichen 12 W praktisch nur
>> dann etwas, wenn du gewillt bist, bei der BNetzA eine
>> Standortbescheinigung ausstellen zu lassen (bei mehr als 10 W EIRP
>> erforderlich)
>
> Was kostet so eine Standortbescheinigung?

Keine Ahnung, wird nach Aufwand berechnet.

Wenn du dir aber ansiehst, dass Amateurfunkprüfung mitsamt 
Rufzeichenzuteilung keine 100 Euro kosten – für den Betrag wirst du mit 
Sicherheit noch keine Standortbescheinigung bekommen.

von Maria S. (doc-brown)


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CB-Funk hatte ich als mobil (ggf. aus einem Fahrzeug heraus) und mit 
Reichweiten innerhalb der Stadt verstanden. Bei der geringen Leistung 
würde ich nur Entfernungen unter 10km erwarten, auf dem Land vielleicht 
ein wenig mehr.

Was wären DX Weitverbindungen und wie weit bedeutet das?

Was heist "wenn das 11m Band öffnet"? Wer öffnet dabei was wie?

Wenn ich dich Breaker und Jörg W. richtig verstehe, so sind SSB Geräte 
für den stationären Einsatz mit großer Antenne, also doch nur für 
Funkamateure und mit div. Genehmigungen, Gebühren etc. erlaubt, nicht 
für Jedermann ohne Lizenz? Das finde ich verwirrend, wo sie doch als 
CB-Funk frei angeboten werden und da nichts von den o.g. Einschränkungen 
steht. Dann wäre das doch als Laie illegal, wenn man sich so ein Gerät 
besorgt und einfach verwendet. Illegale Geräte werde ich keinesfalls 
kaufen und benutzen!

Die o.g. Geräte habe ich durchaus gefunden, aber da steht dann bei den 
Händlern seit Wochen schon: "nicht lieferbar", "derzeit nicht auf 
Lager", "im Zulauf", "Vorbestellbar", "Verfügbar in xx Wochen", "Wird 
für sie bestellt" usw.. Das wollte ich mit "sind praktisch nicht 
erhältlich." ausdrücken.

Zum Ausprobieren hatte ich Mal zwei dieser DVB-T bzw. SDR Empfänger an 
USB, aber außer Rauschen auf den CB-Funk Frequenzen hier nichts hören 
können, Rundfunk war jedoch empfangbar. Vielleicht liegt es an falschen 
Einstellungen im Programm. Eine Antennenanlage werde ich hier im 
Mietshaus nicht installieren können, schon eine SAT-Schüssel ist nicht 
erlaubt, weil es DVB-T mit einer Fensterantenne und diesen o.g. 
USB-Sticks zu empfangen gibt.

Ich weis noch nicht, ob Funk für mich interessant ist und versuche mich 
zu Verwendungsmöglichkeiten und Sinnhaftigkeit irgendwie schlau zu 
machen, aber die Informationen im Netz sind leider sehr verwirrend und 
widersprüchlich.

Wie hätte ich mir den Erwerb einer Funkamateurlizenz vor zu stellen, wie 
eine Techniker Ausbildung?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:

> Was wären DX Weitverbindungen und wie weit bedeutet das?

Tausende von Kilometern.

Ich habe hier mal *) einem Gespräch von zweien zugehört, die aus Samara 
waren, ca. 2500 km entfernt.

*) Das bezieht sich jetzt auf 11 m, also das CB-Band. Auf dem Rest der 
Kurzwelle kommt man durchaus um die halbe Erde.

> Was heist "wenn das 11m Band öffnet"? Wer öffnet dabei was wie?

Die Ionosphäre: es bildet sich eine ionisierte Schicht, die für diese 
(im Vergleich zu sonst) schon recht hohe Frequenz reflektierend wirkt. 
Das ist bei 10/11 m in erster Linie die so genannte sporadische 
E-Schicht; sporadisch, weil sie eben sehr unvorhersehbar entsteht, oft 
wolkenmäßig nur, sodass man jeweils nur vergleichsweise kleine Gebiete 
aber sehr weit weg damit erreichen kann. (Die niedrigeren 
Kurzwellenfrequenzen können an besser vorhersagbaren Schichten der 
Ionosphäre reflektiert werden, die dann auch eine gleichmäßigere 
Ausdehnung um die Erde herum haben.)

Wenn bei diesen hohen Kurzwellenfrequenzen eine Reflektion entstehen 
kann, dann ist allerdings aufgrund der Frequenz die Dämpfung insgesamt 
vergleichsweise gering, dadurch lassen sich selbst mit recht kleinen 
Strahlungsleistungen solche Entfernungen überbrücken.

> Wenn ich dich Breaker und Jörg W. richtig verstehe, so sind SSB Geräte
> für den stationären Einsatz mit großer Antenne, also doch nur für
> Funkamateure und mit div. Genehmigungen, Gebühren etc. erlaubt, nicht
> für Jedermann ohne Lizenz?

Nein, du kannst auch auf 11 m SSB machen, aber (wie auch bei FM) bist du 
ohne Standortbescheinigung auf 10 W EIRP limitiert (abgestrahlte 
Leistung inklusive Antennengewinn). Diese 10-W-Grenze gilt universell 
für alle Funkdienste und -anwendungen, oberhalb dieser Grenze muss die 
Einhaltung des Personenschutzes in hochfrequenten Feldern nachgewiesen 
werden. Für Funkamateure gibt es allerdings die Sonderregelung, dass der 
Nachweis in Eigenregie durch die Funkamateure erbracht werden kann, alle 
anderen müssen eine Standortbescheinigung durch die BNetzA erstellen 
lassen.

> Eine Antennenanlage werde ich hier im
> Mietshaus nicht installieren können, schon eine SAT-Schüssel ist nicht
> erlaubt, weil es DVB-T mit einer Fensterantenne und diesen o.g.
> USB-Sticks zu empfangen gibt.

Wobei ein Funk-Hobby da anders gestellt ist. Allerdings tut man 
natürlich immer gut daran, sich möglichst freundlich mit Vermietern und 
Mitmietern zu einigen, auf diese zuzugehen. Das spart Stress und hilft 
Ängste abzubauen.

> Wie hätte ich mir den Erwerb einer Funkamateurlizenz vor zu stellen, wie
> eine Techniker Ausbildung?

Du musst bei einer Prüfung Fragen beantworten zu Gesetzeskunde, 
Betriebstechnik und Technik. Bei der Technik gibt es dabei zwei 
Abstufungen in den Details. Beim Ablegen des umfangreicheren 
Technik-Teils hat man am Ende mehr Frequenzbereiche und mehr gestattete 
Sendeleistung als beim einfacheren. Anders als bspw. bei Führerschein 
gibt es aber einen recht großen Toleranzbereich, welchen Zahl von 
Antworten falsch sein dürfen.

Infos gibt es beispielsweise hier:

https://www.afup.a36.de/

(Auch Testprüfungen)

: Bearbeitet durch Moderator
von Maria S. (doc-brown)


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Welche Reichweite wäre mit CB-Funk zuverlässig jederzeit erreichbar?

Warum überschreiten die SSB Geräte dann die frei erlaubte Leistung um 2 
Watt?

von ... (Gast)


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> Welche Reichweite wäre mit CB-Funk zuverlässig jederzeit erreichbar?

Ohne Aussenantenne auf mindestens einer Seite geht "jederzeit
zuverlaessig" gar nichts.

Mit einer Aussenantenne kann man recht zuverlaessig 30 km erreichen.
Da ist dann aber schon 60 % flaches Land dazwischen.
Innerstaedtisch sind Verbindungen von ca. 5 km erreichbar.
Z.B. gegenueber Handfunkgeraeten mit 100 mW Sendeleistung.

Wenn du einen Balkon hast, koenntest du zumindest eine
Viertelwellenantenne, die ausgesprochen unauffaellig ist,
installieren. Die gibt es allerdings so nicht fertig zu kaufen.

> Warum überschreiten die SSB Geräte dann die frei erlaubte Leistung um 2
> Watt?

Es ist noch etwas komplizierter. Zu der Geraeteleisung kommt noch
der "Abstrahlgewinn" der Antenne dazu.
Ich wuerde auch bezweifeln, dass jeder CB-Funker mit SSB-faehigem
Geraet eine "Standortbescheinung" hat.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:
> Welche Reichweite wäre mit CB-Funk zuverlässig jederzeit erreichbar?

Das hängt von Antenne, Bebauung und Antennestandort ab.

> Warum überschreiten die SSB Geräte dann die frei erlaubte Leistung um 2
> Watt?

Sie überschreiten sie um mehr, denn es geht um die abgestrahlte 
Leistung. Da geht noch der Antennengewinn mit ein, andererseits gehen 
die Kabelverluste vom Sender bis Antenne ab.

Die Geräte machen halt das, was der Gesetzgeber an sich erstmal erlaubt, 
das sind 12 W Spitzenleistung. Bei FM-Betrieb waren es nur 4 W, mit 
einer 5/8 Lambda Antenne und deren etwa 3 dBi ist man dann gerade noch 
so unter den 10 W EIRP drunter.

von Kilo S. (kilo_s)


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Breaker schrieb:
> Lokal oder mobil macht das keiner.

Samstags/Sonntags morgens SSB runden: München, NRW, Sachsen.
Viele von denen von Zuhause aus.

Hobby B. schrieb:
> die Albrecht AE 2990 AFS.

Hat Probleme, es kommt der Tag, auch bei einer von Bensons Funktechnik 
überarbeiteten AE 2990, da fängt die Kiste an auf SSB zu "Leiern".
Mit überarbeitet meine ich natürlich die von Albrecht auch freigegebenen 
und geplanten Änderungen am Gerät die eigentlich die Kinderkrankheiten 
beseitigen sollen und erst in später produzierten Modellen ausgebessert 
sind.

Das macht Bensons übrigens immer weshalb ich Geräte nur dort kaufe. 
Abgleich und angleichen der Schaltung macht er beim Kauf All inklusive, 
ein Service den man auf keinen Fall missen sollte!

von Maria S. (doc-brown)


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Mein Fehler war also, dass ich für ein probeweises rein Hören in den 
CB-Funk mit diesem (SDR) Empfänger, statt der beigelegten Antenne, bei 
SSB so eine Viertelwellenantenne, bei AM/FM eine 5/8 Lambda Antenne 
benötigt hätte.

Was bedeutet bei der Viertelwellenantenne, "Die gibt es allerdings so 
nicht fertig zu kaufen."? Selbstbau? Umbau? Anleitung? ...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:
> bei SSB so eine Viertelwellenantenne, bei AM/FM eine 5/8 Lambda Antenne
> benötigt hätte

Überhaupt: eine viel größere als so ein bisschen Stummel. Der Stummel 
taugt halbwegs für den Zweck, für den er gedacht ist: UHF-Empfang von 
Rundfunk/Fernsehen. Für eine Wellenlänge von 11 m ist der viel zu kurz, 
schließ einfach stattdessen einen möglichst langen Draht an.

Trotzdem wirst du natürlich örtlich starke Unterschiede haben, wieviel 
auf dem Band wirklich los ist.

Auch wenn diese Sticks ab 25 MHz aufwärts prinzipiell arbeiten können, 
würde ich vermuten, dass die Eingangsstufe bei diesen niedrigen 
Frequenzen nicht sehr empfindlich ist. Aber das ist erstmal nur 'ne 
Vermutung, müsste man mal messen.

Ein separater Kurzwellenempfänger (kann ja auch leihweise sein) wäre auf 
jeden Fall besser, um mal reinzuhören. Dann kannst du auch die 
Amateurfunkbänder unterhalb von 25 MHz mit anhören. Oder du hörst bei 
einem der WebSDRs rein wie diesem:

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

von aaron (Gast)


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> Last not least nützen dir die theoretisch möglichen 12 W praktisch nur
> dann etwas, wenn du gewillt bist, bei der BNetzA eine
> Standortbescheinigung ausstellen zu lassen (bei mehr als 10 W EIRP
> erforderlich)

Dann macht man eben nur 10W. Den Unterschied wird keiner merken. Immer 
daran denken: eine S-Stufe ist Leistungsänderung von Faktor 4.


Und wer will bzw kann die EIRP messen? Wenn die Spitzenausgangsleistung 
des Funkgerätes 12W ist, dann ist die EIRP durch Stecker- und 
Kabelverluste und ineffektive Antennen ohnehin geringer. So lange man 
keine Störungen auf anderen Bändern verursacht und es nicht übertreibt 
sind die 12W der Bundesnetzagentur auch völlig egal.
Also im Endeffekt lässt keiner mit einer 12W Funke eine 
Standortbescheinigung ausstellen.

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Trotzdem wirst du natürlich örtlich starke Unterschiede haben, wieviel
> auf dem Band wirklich los ist.

Oder sie überwacht eine Frequenz die, sofern das band offen ist, häufig 
sehr gut belegt ist.

Die "T5/Triple Five" in der Betriebsart USB: 27.555MHz.

Jörg W. schrieb:
> Auch wenn diese Sticks ab 25 MHz aufwärts prinzipiell arbeiten können,
> würde ich vermuten, dass die Eingangsstufe bei diesen niedrigen
> Frequenzen nicht sehr empfindlich ist. Aber das ist erstmal nur 'ne
> Vermutung, müsste man mal messen.

Aus langen versuchen kann ich dir bestätigen das deine Vermutung leider 
richtig ist. Der Brüller sind die Sticks nicht in diesem Bereich. Aber 
starke Signale sollten empfangbar sein.

Die Lösung des Rätsel bei der AE2990 ist übrigens relativ simpel, wenn 
man drauf kommt: Mikrofonkapsel...

Ich hab Gerade zwei Versuche gemacht!
Ein Mal eine leider zu große Kapsel von Panasonic (Elektret) und eine 
unbekannte aus einem alten Laptop. Die aus dem Laptop passt mechanisch 
und seit dem Einbau ist das leiern weg!

: Bearbeitet durch User
von Hans K. (Firma: privat) (sepp222) Flattr this


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Über 27 Mhz ist zur Zeit auf Twente einiges los FM.Abends auf 
niederlänisch.
                                   Hans

von Maria S. (doc-brown)


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Dieser SDR Empfänger steht in NL, aber mich würde interessieren, ob es 
Aktivitäten bei mir in der Gegend gibt. Um ein paar Kontakte in der 
näheren Umgebung zu knüpfen, könnte ich mir CB-Funk als geeignet 
vorstellen. Allerdings weis ich nicht, was das für Leute sind, die man 
über Funk erreicht und über welche Themen man sich unterhält. Vielleicht 
auch kulturelle Themen (nicht Technik) da im Jedermannfunk? Vermutlich 
wäre eine Reichweite bis in die nächste größere Stadt für mich 
ausreichend.

... schrieb:
> Wenn du einen Balkon hast, koenntest du zumindest eine
> Viertelwellenantenne, die ausgesprochen unauffaellig ist,
> installieren. Die gibt es allerdings so nicht fertig zu kaufen.

Kann dazu noch jemand etwas sagen, was damit gemeint ist vom Gast?

von Benj (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Dieser SDR Empfänger steht in NL, aber mich würde interessieren, ob es
> Aktivitäten bei mir in der Gegend gibt.

Vielleicht findest du bei http://rx.linkfanel.net/ einen Empfänger bei 
dir in der Nähe.
Viele davon sind aber nicht optimal eingestellt, haben Störungen oder 
schlechte Empfindlichkeit. Einfach mal mehrere ausprobieren.

von ... (Gast)


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Das iet einfach :)

Die Frequenz 27.12 MHz hat eine Wellenlaenge von 11.0619469027 m.
Eine 1/4wellenantenne ist so ziemlich genau nur ein Viertel
dieser Wellenlaenge lang. Und das kann man dann recht gut auf
einem Balkon unterbringen. Mit so einer Behelfsantenne habe
ich selbst einige Jahre aus dem Plattenbau gefunkt.
Als Hausbesitzer gab es dann eine 7/8 aufs Dach.
Die "ging" natuerlich viel besser.

> Allerdings weis ich nicht, was das für Leute sind, die man
> über Funk erreicht und über welche Themen man sich unterhält. Vielleicht
> auch kulturelle Themen (nicht Technik) da im Jedermannfunk? Vermutlich
> wäre eine Reichweite bis in die nächste größere Stadt für mich
> ausreichend.

Vermutlich werden es heute alles alte Saecke sein.
Die Themen kannst du dir dann sicher selber vorstellen.
Wenn du Glueck hast, haben die u.U. mitfunkende Ehefrauen.

von Karl B. (gustav)


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Funker schrieb:
> rein technisch und auch deutlich (und zwar wirklich deutlich)  teurer
> als ein CB Funkgerät mit SSB kannst du natürlich auch einen richtigen
> Amateurfunktranceiver funken der "aufgemacht" wurde

Funker schrieb:
> Legal ist das nicht

Hi,
das habe ich nie verstanden.
Also, Betriebsart SSB auf CB-Funk-Band nur zulässig mit Gerät, das für 
CB-Funk zugelassen ist.
Ein Amateurfunkgerät darf nicht verwendet werden.
Obwohl diese Geräte doch wesentlich aufwändiger gestaltet sind als das, 
was man unter CB-Funkgerät versteht. Und die Sendeleistung kann ja 
auchgenau so groß sein wie bei dem Gerät für CB-Funk.
Abgesehen davon benötige ich auf jeden Fall dann auch bei Verwendung 
eines ausgesprochenen CB-Funk-Gerätes eine Standortbescheinigung, wenn 
ich
mit dem Gerät an einer Groundplane zum Beispiel arbeite und die 12W EIRP 
erreiche. Und das machen die reinen CB-Funkgeräte für SSB doch auch von 
Hause aus.
So what?

ciao
gustav

von ... (Gast)


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> So what?

Es ist das fehlende Pesthoernchen mit der Zulassungsnummer :).

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Kann dazu noch jemand etwas sagen, was damit gemeint ist vom Gast?

Berechnung der Wellenlänge: 300/f.
Und davon nimmt man den genannten Teil.

Für CB macht dies eine Viertel Wellenlänge von 2,77777778m bei glatt 
27MHz.

Aber keine Angst, es gibt verkürzte Antennen fürs Auto die alternativ zu 
einem Strahler mit voller Wellenlänge verwendet werden können.

Für einigermaßen guten Empfang sollte es allerdings trotzdem nicht 
weniger als mindestens 1m Länge sein. Alles ab 1,50 aufwärts, besser 
eher 2m.
(Santiago 1200 kann ich für den Balkon empfehlen, benutze ich selbst und 
habe hier im Schnitt 25km zuverlässige Reichweite.)

von Kilo S. (kilo_s)


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... schrieb:
> Es ist das fehlende Pesthoernchen mit der Zulassungsnummer :).

Gibbet nimmer! Die Zeiten sind Rum, wirst auf keinem Funkgerät für CB 
mehr eine Zulassungsnummer finden das aus aktueller Produktion stammt.

CE und fertig, wie bei PMR und Freenet auch.

von Maria S. (doc-brown)


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Das hört sich bzgl. der Gespräche nicht sehr interessant an, aber 
probieren könnte man es mit wenig Aufwand zum rein Hören.

Jedenfalls müsste ich eine geeignete Antenne haben (Bauen/Kaufen). Die 
sind so teuer im Einkauf, wie ein CB-Funkgerät. Daher lege ich 
Antennenkabel bis auf den Balkon und schliesse am Ende erst Mal eine 
Litze mit 2,7m an. Horizontal hin legen oder vom Balkon runter hängen 
lassen? Damit könnte ich diesen DVB-T USB Stick leihweise nochmals 
probieren.

von paulaner (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Allerdings weis ich nicht, was das für Leute sind, die man
> über Funk erreicht und über welche Themen man sich unterhält. Vielleicht
> auch kulturelle Themen (nicht Technik) da im Jedermannfunk?

Es sind im CB-Funk meist Männer im Alter von etwa 55-90 mit eher 
geringem technischen Verständnis und schlechter Schulbildung. Meist 
Männer, die sich schon lange kennen, vielleicht in ihrer Jugend auch mal 
gefunkt haben und das Hobby dann ein paar Jahrzehnte unterbrochen haben. 
Man(n) unterhält sich eben über alles mögliche, z.B. wer hat den 
Längsten (Antennenmast), und trauert den guten alten Zeiten und 
Erinnerungen nach. Tratsch und Quasselrunden eben. Niveauvolle 
Unterhaltungen über kulturelle Themen gibt es da nicht. Durch die 
derzeitige Prepperbewegung ( 
https://www.deutschlandfunk.de/prepper-in-deutschland-immer-bereit-fuer-die-naechste-100.html 
) kommen aber auch hin und wieder einige jüngere Männer im Alter von um 
die 40 dazu.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Daher lege ich Antennenkabel bis auf den Balkon und schliesse am Ende
> erst Mal eine Litze mit 2,7m an.

Und den Schirm ans Geländer, das sollte zum hören reichen.

Maria S. schrieb:
> Das hört sich bzgl. der Gespräche nicht sehr interessant an, aber
> probieren könnte man es mit wenig Aufwand zum rein Hören.

Die Teilnehmer bestimmen das Thema, wie bei jedem anderen Gespräch auch.
Wenn du dich reinmeldest einfach die für dich interessanten Themen 
Ansprechen und schauen wer drauf eingeht.

Maria S. schrieb:
> Jedenfalls müsste ich eine geeignete Antenne haben (Bauen/Kaufen). Die
> sind so teuer im Einkauf, wie ein CB-Funkgerät.

Die simpelste Antenne ist die "Schweißfuß GP".  Einfach Google fragen. 
;-)

von EsDeEr (Gast)


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paulaner schrieb:
> Es sind im CB-Funk meist Männer im Alter von etwa 55-90 mit eher
> geringem technischen Verständnis und schlechter Schulbildung. Meist
> Männer, die sich schon lange kennen, vielleicht in ihrer Jugend auch mal
> gefunkt haben und das Hobby dann ein paar Jahrzehnte unterbrochen haben.
> Man(n) unterhält sich eben über alles mögliche, z.B. wer hat den
> Längsten (Antennenmast), und trauert den guten alten Zeiten und
> Erinnerungen nach. Tratsch und Quasselrunden eben. Niveauvolle
> Unterhaltungen über kulturelle Themen gibt es da nicht.

Das sind ja tiefe Einblicke die du da hast. Ich würde sagen 
'Insiderwissen'. Entweder bist du auch einer von 'diesen' Opas oder du 
hörst dort regelmäßig zu. :-)

von ... (Gast)


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> Jedenfalls müsste ich eine geeignete Antenne haben (Bauen/Kaufen). Die
> sind so teuer im Einkauf, wie ein CB-Funkgerät. Daher lege ich
> Antennenkabel bis auf den Balkon und schliesse am Ende erst Mal eine
> Litze mit 2,7m an. Horizontal hin legen oder vom Balkon runter hängen
> lassen? Damit könnte ich diesen DVB-T USB Stick leihweise nochmals
> probieren.

Fast alles richtig. Statt "Litze" geht viel besser altes Koaxkabel
das noch richtiges Kupfergeflecht hat.
Davon 2.75 m an den Innenleiter des Antennenkabels anschliessen.
Z.B. durch Anloeten.
So viel wie von den 2.77 m moeglich, fuehrst du dann senkrecht nach
oben. Was zu lang wird, wird mit einem 45 Grad Winkel abgeknickt.
Etwa so:
1
\
2
 \
3
  \
4
  |
5
  |
6
  +-----

Da wo bei deinem Antennenkabel das Massegeflecht ist, solltest
du "Radiale" anschliessen. Davon nimmt man mehrere und macht sie
unterschiedlich lang. Also z.B. 6 Radiale mit Laengen von 60 bis
90 cm. Die Radiale sollen selbst nicht schwingen. Trifft man
zufaelligerweise eine Laenge wo das doch passieren koennte, sorgt
die unterschiedliche Laenge dafuer, dass nur genau dieses Radial
nichts gutes tut und nicht alle.
Pfiffig nicht?

Mit so einer Behelfsantenne kann man schon ganz ordentlich funken.
Die 1/4-Welle hat den Vorteil, von Haus aus auch den richtigen
Wellenwiderstand von 50 Ohm zu haben.

Beim Bau solltest du darauf achten, dass die Antenne wirklich
unauffaellig ist. Sonst werden deine Nachbarn dich fuer wirklich
alles an Stoerungen verantwortlich machen. Von den gruenen
Mobilfunkmastenverweigerern mal ganz abgesehen.
Mit einem Radio im UKW-Bereich solltest du auch pruefen,
dass deine Aussendungen nicht im Radio zu hoeren sind...

Viel Spass beim Bauen und beim Funken.

von ... (Gast)


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P.S.:

Von (Selbstbau-)Antennen die kuerzer als diese 2.75 m sind, und die
an irgendwelche vorhandenen Metallteile angeschlossen werden sollen,
solltest du tunlichst die Finger lassen. Fuer den reinen Empfang
moegen die noch einigermassen brauchbar sein, aber wenn man damit
auch selber senden will, kann die schlechte Anpassung das Funkgeraet
beschaedigen.
So wie ich die Konstruktion beschrieben habe, sollte sich eine
gute bis sehr gute Anpassung der Antenne an das Funkgeraet von
alleine ergeben.

Nachmessen kann natuerlich nichts schaden.
Dazu brauchst du dann ein SWR-Meter. Wenn du das hast, kannst
du die Antenne probeweise verkuerzen. Nicht durch Abschneiden.
Es reicht den Strahler durch Umknicken kuerzer zu machen...

von Maria S. (doc-brown)


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Drüber und drunter ist stets wieder ein Balkon. Ein Funkgerät habe ich 
noch nicht und werde mich, weil bei den Händlern "Vergriffen", sowieso 
noch in Geduld üben müssen, aber Empfangen geht vielleicht mit dem 
TV-Stick schon.

von ... (Gast)


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Das mit dem Drunter und Drueber war bei mir auch so und hat
nicht gestoert. Ich hab damals mit 2 Handfunken Stabo 6200 angefangen.
Die sollte man gebraucht heute eigentlich guenstig bekommen.

Denen habe ich (illegalerweise) eine Antennenbuxe mit einem
kleinen Umschalter verpasst, und die Ladeschaltung so geaendert,
dass man sie auch an einem Netzteil betreiben konnte, bzw. beim
Laden noch benutzen konnte.
Damit konnte man sie u.a. auch im Auto mit einer Magnetfussantenne
problemlos betreiben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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aaron schrieb:
>> Last not least nützen dir die theoretisch möglichen 12 W praktisch nur
>> dann etwas, wenn du gewillt bist, bei der BNetzA eine
>> Standortbescheinigung ausstellen zu lassen (bei mehr als 10 W EIRP
>> erforderlich)
>
> Dann macht man eben nur 10W.

Wie ich schon im anderen Beispiel umrissen habe, musst du eher auf 4 W 
runtergehen. Ein Dipol hat schließlich schon mal 2 dBi Gewinn, eine 
Groundplane theoretisch 5 dBi (praktisch natürlich nicht).

> Also im Endeffekt lässt keiner mit einer 12W Funke eine
> Standortbescheinigung ausstellen.

Vermute ich auch, aber man macht sich natürlich potenziell angreifbar, 
wenn man es nicht macht – genauso wie Funkamateure, die mehr als 10 W 
EIRP fest installiert haben und zu faul sind, eine Selbsterklärung 
abzugeben.

von Willi (Gast)


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Maria S. schrieb:
> vorstellen. Allerdings weis ich nicht, was das für Leute sind, die man
> über Funk erreicht und über welche Themen man sich unterhält. Vielleicht
> auch kulturelle Themen (nicht Technik) da im Jedermannfunk? Vermutlich
> wäre eine Reichweite bis in die nächste größere Stadt für mich
> ausreichend.
>
> ... schrieb:
>> Wenn du einen Balkon hast, koenntest du zumindest eine
>> Viertelwellenantenne, die ausgesprochen unauffaellig ist,
>> installieren. Die gibt es allerdings so nicht fertig zu kaufen.
>
> Kann dazu noch jemand etwas sagen, was damit gemeint ist vom Gast?

Nun, im Gegensatz zum Amateurfunk, der (eigentlich) nur für 
funkbetriebliche Mitteilungen gedacht ist, kannst Du im CB-Funk Deinem 
Gesprächspartner alles erzählen, was Du weißt.

Lambda/4 Antenne: 
https://www.bensons-funktechnik.de/antennen/stationsantennen-cb/boomerang-27a.html
Sowas sollte sich auf einem Balkon aufstellen lassen, evtl. mit einem 
Sonnenschirmständer. Ansonsten baust Du Dir halt eine T2LT und baust die 
mittels einer Angelrute auf.

von Willi (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Wie ich schon im anderen Beispiel umrissen habe, musst du eher auf 4 W
> runtergehen. Ein Dipol hat schließlich schon mal 2 dBi Gewinn, eine
> Groundplane theoretisch 5 dBi (praktisch natürlich nicht).
Damit würde man aber evtl. auch schon in FM die zulässige ERP von 4W 
überschreiten.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi schrieb:
> Nun, im Gegensatz zum Amateurfunk, der (eigentlich) nur für
> funkbetriebliche Mitteilungen gedacht ist

Das war mal, wurde schon lange nicht mehr so gehandhabt und ist auch 
nirgendwo offiziell in dieser Form mehr beschrieben. Die einzigen 
Restriktionen, die noch übrig sind im Amateurfunk: es muss offene 
Sprache sein, es darf keinen kommerziellen Hintergrund haben und es darf 
keine "rundfunkähnliche Aussendung" sein.

Ansonsten kannst du mit deinem Gegenüber über Gott und die Welt und was 
auch immer plappern.

von Timo (Gast)


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Also eine Lambda/4 (mit Angelrute oder ähnlich) Antenne für das 11m Band 
auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses sehe ich leider sehr kritisch. 
Ist viel zu auffällig. Der Ärger mit Nachbarn und der 
Eigentümergemeinschaft/Hausverwaltung ist da doch vorprogrammiert. Wir 
sind hier im Land der Bedenkenträger, sei es wegen angeblicher 
Verstrahlung, Verschandung des Anblickes oder der Gefahr, dass das Ding 
jemanden auf den Kopf fällt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timo schrieb:
> Also eine Lambda/4 (mit Angelrute oder ähnlich) Antenne für das 11m Band
> auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses sehe ich leider sehr kritisch.

Kannst du.

Wie ich oben schon schrieb: man kann auch offen auf Nachbarn und 
Vermieter zugehen. Das klappt deutlich besser als irgendwelche 
Tarnversuche. Aber man sollte sich natürlich dann auch nicht mit 
Nachbarn um jede herumflirrende Fluse im Flur gezankt haben.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> man kann auch offen auf Nachbarn und
> Vermieter zugehen.

Das ist so eine Sache...die auch in die Hose gehen kann.
Wenn da sogen. "elektrosensible Menschen" wohnen, oder sagen wir mal 
vermeintlich elektrosensibel, dann ist der Funker für jede Störung im 
Fernseher, oder noch schlimmer, im Wohlbefinden dieser Personen 
verantwortlich.

So ganz nach dem Motto: Seit der hier funkt kann ich nachts nichtmehr 
schlafen.
Wenn sich sowas mal in deren Gehirn eingebrannt hat, kriegst du es mit 
aller Vernunft dieser Welt nichtmehr heraus.

von Timo (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Wie ich oben schon schrieb: man kann auch offen auf Nachbarn und
> Vermieter zugehen. Das klappt deutlich besser als irgendwelche
> Tarnversuche.

Das ist einfach gesagt von jemanden, der im eigenen Haus wohnt. Wenn es 
in der ganzen Eigentümergemeinschaft nur ein Streithahn gibt, ist es 
aus. Egal ob es ein Eigentümer einer anderen Wohnung ist oder ein 
Mieter.

von A-Freak (Gast)


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> Damit würde man aber evtl. auch schon in FM die zulässige ERP von 4W
> überschreiten.

Ich bin mir nicht sicher ob mein Wissen noch aktuell ist, aber ich 
kannte die Regelung so daß bei FM mit 4W Träger (und AM mit 1W Träger = 
4W PEP) die Ausgangsleistung an der Antennenbuchse gemeint war. Die 10W 
EIRP kam dann erst später als Nachfolger.

von Ralph B. (rberres)


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A-Freak schrieb:
> Ich bin mir nicht sicher ob mein Wissen noch aktuell ist, aber ich
> kannte die Regelung so daß bei FM mit 4W Träger (und AM mit 1W Träger =
> 4W PEP) die Ausgangsleistung an der Antennenbuchse gemeint war.

Das ist die Ausgangsleistung an der Antennenbuchse bei 50 Ohm Abschluss 
gemessen.

A-Freak schrieb:
> Die 10W
> EIRP kam dann erst später als Nachfolger.

Die 10W EIRP also von einen isotropen Antenne abgestrahlt, ist eine ganz 
andere Baustelle, den alle Funkdienste betreffen.

Die 10W EIRP können auch bei 4W FM an der Antennenbuchse schnell 
erreicht werden, je nach Antenne.

Ein einfacher Dupol hat gegenüber den isotroben Strahle schon einen 
Gewinn von 2,14db. Man muss aber die Kabeldämpfung der Antennenzuleitung 
noch abziehen.

Aber vergrault mir nicht die Maria. Die weis mit Sicherheit auch nicht 
was eine Groundplane und ein isotroper Strahler ist.

Sie sollte vor Ort jemanden suchen der sie beraten und ihr helfen kann, 
bei ihren Vorhaben. Sonst wird das nichts.


Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timo schrieb:
>> Wie ich oben schon schrieb: man kann auch offen auf Nachbarn und
>> Vermieter zugehen. Das klappt deutlich besser als irgendwelche
>> Tarnversuche.
>
> Das ist einfach gesagt von jemanden, der im eigenen Haus wohnt.

Ich wohne nicht im eigenen Haus, und ich kenne auch andere Leute in 
Mietshäusern, die damit gut gefahren sind.

Aber man muss da natürlich aus seiner Pessimismus-Blase rauskommen. Auch 
andere Leute haben Hobbies, und wenn man das als solches erklärt, kann 
man durchaus in eine sinnvolle Diskussion kommen.

Die einzige Gefahr ist natürlich, dass am Ende alle zu reparierende 
Elektronik bei einem aufschlägt. ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von ... (Gast)


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> Also eine Lambda/4 (mit Angelrute oder ähnlich) Antenne für das 11m Band
> auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses sehe ich leider sehr kritisch.
> Ist viel zu auffällig. ...

Das ist wohl so. Die 2.75 m strahlendes Element meines Bauvorschlages
kann man in der Farbe der Wand des Balkons ausfuehren und mit
doppelseitigem Klebeband auch direkt an der Balkonwand befestigen.
Ueber die Radials kann man dann einen Teppich legen.
Dann koennte man sich noch eine gute Ausrede fuer die Nachbarschaft
ueberlegen :). Im allgemeinen werden die aber kaum den Zweck der
Konstruktion erkennen oder sie ueberhaupt wahrnehmen.

von Ralph B. (rberres)


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... schrieb:
> ie 2.75 m strahlendes Element meines Bauvorschlages
> kann man in der Farbe der Wand des Balkons ausfuehren und mit
> doppelseitigem Klebeband auch direkt an der Balkonwand befestigen.

Ob die Antenne dann noch funktioniert?

Zumindest wird sie dann völlig verstimmt sein.

Ralph Berres

von ... (Gast)


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> Ob die Antenne dann noch funktioniert?

Sicher nicht (viel?) schlechter als eine kaufbare "Boomerang".

> Zumindest wird sie dann völlig verstimmt sein.

Ich musste zu so drastischen Massnahmen wie "direkt aufkleben"
nicht greifen. Da reichte "lose aufhaengen" :).
Das SWV lag bei 1:1.5.
Verbindungen ueber ca. 30 km gingen damit.
Wenn wird sie vermutlich ein wenig nach unten verstimmt.
Dann koennte man den Strahler ein wenig kuerzen.
Da wird die Maria dann ein wenig probieren muessen.
Als Tipp: Wenn "lose aufhaengen" eine Option ist, ist das
besser als den Strahler aufzukleben.

Aber gleichwohl wird die Antenne zunaechst ueberhaupt funktionieren.

Ich habe auch mit Loopantennen getestet. Eine gestreckte Quad,
nennt sich Oblong, konnte man auch direkt innen an einer Aussenwand
anbringen. Das funktionierte auch recht gut.
Die sieht man von aussen natuerlich ueberhaupt nicht :).
Leider zeigte die Hauptabstrahlrichung nicht in meinen Vorzugsbereich.

von ACDC (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Ist es sinnvoll ein SSB Gerät zu kaufen?

Ja,
geht einfach weiter.

von ... (Gast)


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> geht einfach weiter.

Eine Antennenheizung ist auch nicht verkehrt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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... schrieb:
>> geht einfach weiter.
>
> Eine Antennenheizung ist auch nicht verkehrt.

Nur in stark frostgefährdeten Gebieten. Das Eis verstimmt sonst die 
Antenne und kann sie im schlimmsten Falle verbiegen.

Jetzt vielleicht doch wieder zu sinnvolleren Themen zurück kehren?

von qwertz (Gast)


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... schrieb:
>> geht einfach weiter.
>
> Eine Antennenheizung ist auch nicht verkehrt.

Die Leistung des CB-Gerätes wird nicht reichen um deine Bude zu heizen
https://z36.vfdb.org/service/tipps-tricks/
http://der-bastelbunker.blogspot.com/2011/04/qro-dummy-load-von-kw-bis-vhf-fur-1.html

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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qwertz schrieb:
> Die Leistung des CB-Gerätes wird nicht reichen um deine Bude zu heizen

Dafür gab's doch "Brenner" beim CB …

Lasst uns mal zurück zum Thema kommen bitte.

von B e r n d W. (smiley46)


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... schrieb:
> Die 2.75 m strahlendes Element meines Bauvorschlages

Ich erinnere mich vage daran, daß die 1/4 Lambda Antennen ca. 2,68m lang 
war. Und das zu Zeiten, als es nur 40 Kanäle gab. Die 
Lichtgeschwindigkeit beträgt, je nach Drahtstärke, deutlich weniger als 
300.000km/s.

Ich würde am Antennendraht oben eine Deutschland-Flagge befestigen und 
das Ding bei der nächsten Fussball-WM fest auf dem Balkon installieren.

von qwertz (Gast)


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Nein, die Lichtgeschwindigkeit ist natürlich immer gleich und ja, die 
Länge der Antenne ist auch von der Dicke des Drahtes abhängig.

von ... (Gast)


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> Ich erinnere mich vage daran, daß die 1/4 Lambda Antennen ca. 2,68m lang
> war.

Ein guter und richtiger/wichtiger Hinweis.
Wenn jetzt noch einer den exakten Verkuerzungsfaktor von
gemeinem Sat/Antennenkoaxkabel weiss, koentte man es noch
genauer fassen.

Bei 2.75 m muesste man also die obenen 7 cm wieder nach
unten umknicken. Was gleichzeitig eine gute Dachkapazitaet
abgeben wuerde.

von ... (Gast)


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> Das Eis verstimmt sonst die
> Antenne und kann sie im schlimmsten Falle verbiegen.

Das Problem ist eher die stark steigende Windlast.
Und bei Frost verbiegt das Material dann auch nicht.
Es bricht. Will man es stabil, helfen 2 Lagen gegenphasig
gewickeltes Karbonfaserband mit Epoxy auflaminiert.

von Old (old_newcomer)


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... schrieb:
> …
> Wenn jetzt noch einer den exakten Verkuerzungsfaktor von
> gemeinem Sat/Antennenkoaxkabel weiss, …

Steht im Datenblatt vom Hersteller des Koaxkabels. Gibt‘s kein 
Datenblatt zum Koaxkabel, taugt‘s auch (wahrscheinlich) nichts.

von ... (Gast)


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> Steht im Datenblatt vom Hersteller des Koaxkabels. Gibt‘s kein
> Datenblatt zum Koaxkabel, taugt‘s auch (wahrscheinlich) nichts.

Fuer das speisende RG58/RG213/RGxyz sicher richtig.
Ob das was man da kauft, auch dem Datenblatt entspricht?
Da haette ich heute so meine ersten Zweifel.

Gemeint war eigentlich das als "strahlende Element" vorgesehene
Sat/TV-Koaxkabel. Wegen der unauffaelligen Farbe :).
Fuer die paar Meter wird man sicher nur den Baumarkt bemuehen wollen.
Hast du da schon mal ein Datenblatt gesehen? :)
Wichtig ist, dass dieses Kabel noch ein richtiges dichtes und
dickes Kupfergeflecht als Schirmung hat.
Wenn es im Baumarkt sowas nicht gibt, kann sie ja auch RG213 nehmen.
Das ist zumindest aussen grau.

Das waere auch gleich eine gute Uebungsaufgabe fuer den TO.
Den Verkuerzungsfaktor von RG213 aus dem Datenblatt ermitteln,
und die Laenge des Strahlers durch Multiplikation dieses
Faktors mit 2.75 m auszurechnen.

Wenn es ein "Fahnenmast" werden soll, koennte sie auch Kupferrohr
aus dem Baumarkt wegtragen.

von Ralph B. (rberres)


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Mit diesen ganzen Begriffen und Ratschlägen ( die zum Teil falsch sind ) 
wird Maria wohl mangels Kenntnisse nichts anfangen können.

RG58 und RG213 haben übrigens einen Verkürzungsfaktor von 0,66 was aber 
vollkommen irrelevant ist, weil als Strahler wohl kein isolierter Draht 
in Frage kommt.

Die Mantelfarbe von RG213 als auch von RG58 ist übrigens schwarz und 
nicht grau. Der Wellenwiderstand von RG58 und RG213 beträgt übrigens 50 
Ohm im Gegensatz der von Kabel für Fernsehempfang. Dieser hat 75 Ohm 
Wellenwidestand. Nur zur Info.

Aber das wird Maria wohl alles nichts sagen.

Ich kann nur raten, das sie sich VOR ORT Hilfe sucht.

Ralph Berres

von Martin (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> RG58 und RG213 haben übrigens einen Verkürzungsfaktor von 0,66 was aber
> vollkommen irrelevant ist, weil als Strahler wohl kein isolierter Draht
> in Frage kommt.

Man nimmt den Außenleiter als Strahler und schließt den Innenleiter gar 
nicht an (oder schließt ihn kurz). Die Isolierung lässt man dran. Den 
Innenleiter der Zuleitung schließt man dann an den Außenleiter des als 
Strahler genutzten Koaxialkabels an. Den Außenleiter der Zuleitung an 
eine Massefläche, Balkongeländer bzw Radials.

von ... (Gast)


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Das RG213 was mir bislang zwischen die Finger gekommen ist,
war immer grau. Und RG58 kenne ich eigentlich nur in schwarz.
Ausser das von Trimble. Das ist gelb und wesentlich flexibler :).

> Ratschlägen ( die zum Teil falsch sind )

Dann gib besseren Rat.

Wie man einfach, moeglichst unauffaellig zu einer nicht ganz
unbrauchbaren CB-Antenne kommt.
Das mit dem Rat vor Ort waere wuenchenswert, aber wohl unrealistisch.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Martin schrieb:
> Man nimmt den Außenleiter als Strahler und schließt den Innenleiter gar
> nicht an (oder schließt ihn kurz).

Dann ist allerdings der Verkürzungsfaktor des Kabels irrelevant. Man hat 
dann nur noch den eines dicken Drahts.

... schrieb:
> Wie man einfach, moeglichst unauffaellig zu einer nicht ganz
> unbrauchbaren CB-Antenne kommt.

Man braucht nicht gleich alle diese Forderungen auf einmsl zu stellen. 
Das macht die Sache einfacher.

Für einen bloßen Empfang erstmal lautet der Rat: viel Draht an den 
SDR-Stick dran.

von Ralph B. (rberres)


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... schrieb:
> Dann gib besseren Rat.

Mein Rat wäre eine DV27 zu kaufen, diese auf eine ca 1m² grosse 
Aluplatte mittig zu montieren und das Konstruckt auf den Boden des 
Balkons zu stellen, oder noch besser auf einen Tisch , Stuhl oder 
ähnliches zu stellen.

Eine DV27 ist ca 1,2m lang und funktioniert wenigstens für 
Empfangszwecke auch ohne das SWR einstellen zu müssen ausreichend gut.

Als Empfänger würde ich zunächst einen SDR Stick nehmen, sofern sie ihn 
überhaupt zum laufen bekommt. Alternativ ein gebrauchtes 40 Kanal 
Funkgerät ersteigern. Die sollte es ja einigermasen preiswert zu bekmmen 
sein.

Wenn sie dann wirklich Spass an dem Hobby hat, dann hat sie auf diesen 
Wege schon andere CB-Funker kennen gelernt, die ihr dann weiter helfen 
können.

Im übrigen gibt es ja noch einen freie Funkkanäle im 2m und 70cm Band.

Vielleicht wäre das ja eine Alternative.

Da geht oft schon ein Handfunkgerät.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Martin (Gast)


Angehängte Dateien:

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Jörg W. schrieb:
> Martin schrieb:
>> Man nimmt den Außenleiter als Strahler und schließt den Innenleiter gar
>> nicht an (oder schließt ihn kurz).
>
> Dann ist allerdings der Verkürzungsfaktor des Kabels irrelevant. Man hat
> dann nur noch den eines dicken Drahts.

Ja stimmt

Jörg W. schrieb:
> Für einen bloßen Empfang erstmal lautet der Rat: viel Draht an den
> SDR-Stick dran.

Ich hatte mal einen billigen RTL-SDR mit R820T2. Das blaue Ding mit dem 
Delphin. Habe das Ding für Kurzwelle nie zum laufen gebracht. Mit einem 
SDR-Play ging es dann sehr gut.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Martin schrieb:
> Habe das Ding für Kurzwelle nie zum laufen gebracht.

Habe meinen gestern (am Signalgenerator) mal getestet. Läuft auch erst 
ab 50 MHz, und dort ist die Empfindlichkeit noch lausig (-80 dBm). Bei 
100 MHz wird sie deutlich besser, reicht aber immer noch nicht an eine 
ordentliche Handfunke ran (-115 dBm oder so). Bei 1 GHz dann schon 
wieder 10 dB schlechter.

Ist so ein E4000-basierter Stick.

von Willi (Gast)


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A-Freak schrieb:
>> Damit würde man aber evtl. auch schon in FM die zulässige ERP
> von 4W
>> überschreiten.
>
> Ich bin mir nicht sicher ob mein Wissen noch aktuell ist, aber ich
> kannte die Regelung so daß bei FM mit 4W Träger (und AM mit 1W Träger =
> 4W PEP) die Ausgangsleistung an der Antennenbuchse gemeint war. Die 10W
> EIRP kam dann erst später als Nachfolger.

Das war mal. Jetzt: AM/FM 4W ERP, Standortbescheinigung ab >10W EIRP 
nötig.
Handelsübliches Funkgerät, 10m verlustarmes Koaxkabel, eine 5/8Lambda 
und schon ist es nicht mehr legal.

Eine Antenne, die auf dem Balkon steht, würde ich ggü. den Nachbarn 
überhaupt nicht thematisieren. Wenn überhaupt Fragen kommen: ...'ach ja, 
die ist für KW-Radio'.

von Karl B. (gustav)


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Hi,
finde den Link zum Leistungsrechner der BNetzA nicht mehr.
Das war ein Java-Skript, wo man Funkgerät und Antennenfabrikat eingeben 
konnte, und da kam dann raus, ob man noch "postalisch" ist oder nicht.
Also, mit der DNT 4W FM bin ich an der Groundplane schon drüber gewesen.
Habe noch eine andere Seite mit "Rechnern" gefunden.
http://www.qslonline.de/hk/eigen/eirpower.htm

ciao
gustav

von Kilo S. (kilo_s)


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... schrieb:
> Ob das was man da kauft, auch dem Datenblatt entspricht?
> Da haette ich heute so meine ersten Zweifel.

Deswegen kauft man auch nur bei bekannten und vertrauenswürdigen 
Händlern wie zb. Kabel Kusch.

Da würde ich bis heute noch nicht mit "Schlechten" kabeln beliefert.

Bensons und Neuner Beziehen ihre Kabel so weit ich weiß auch von Kusch, 
Fachhandel eben.

Ralph B. schrieb:
> Mit diesen ganzen Begriffen und Ratschlägen ( die zum Teil falsch sind )

;-) ja das sind die "CB Fachleute"... Aber gut, das lernt man als 
technisch interessierter menscg Recht schnell das man lieber bei den 
Amateurfunkern nach technischen Ratschlägen sucht.

@Maria S.

Wenn du an dem Thea interessiert bist, dann solltest du überlegen ob dir 
das eine Investition von 20€ wert ist, für einen Empfänger in Form eines 
SDR der definitiv Kurzwellen geeignet ist.

Link vergessen: https://www.kaufland.de/product/429041931/

: Bearbeitet durch User
von Willi (Gast)


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Karl B. schrieb:
> finde den Link zum Leistungsrechner der BNetzA nicht mehr.
> Das war ein Java-Skript, wo man Funkgerät und Antennenfabrikat eingeben
> konnte, und da kam dann raus, ob man noch "postalisch" ist oder nicht.

Der Wattwächter der Bundesnetzagentur:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Technik/EMF/Standortbescheinigung/_functions/wattwaechter.html

Auch interessant:
https://dc4fs.de/index.php/eirp

von B e r n d W. (smiley46)


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qwertz schrieb:
> die Lichtgeschwindigkeit ist natürlich immer gleich

Ist schon wieder Haarspalterei!
Dann nenne es halt Ausbreitungsgeschwindikeit, wie z.B. im Koaxkabel.

Jedenfalls muß ein Antennendraht deutlich kürzer sein als 275cm, wenn 
man eine Resonanz im 11m Band anstrebt. Metallteile in Antennennähe 
senken die Resonanzfrequenz zusätzlich.

Material  c in km/s
---------------------------
Vakuum    299 792
Luft      299 000
Eis       229 000
Wasser    225 000
Plexiglas 201 000
Kronglas  186 000 - 199 000
Flintglas 171 000 - 186 000
Diamant   124 000

von Alf (Gast)


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B e r n d W. schrieb:
> qwertz schrieb:
>> die Lichtgeschwindigkeit ist natürlich immer gleich
>
> Ist schon wieder Haarspalterei!
> Dann nenne es halt Ausbreitungsgeschwindikeit, wie z.B. im Koaxkabel.

Es ging im Beitrag von  08.01.2023 00:42 nicht um die Ausbreitung im 
Kabel sondern in Luft. Also wenn schon Klugscheissen, dann...

von Kilo S. (kilo_s)


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B e r n d W. schrieb:
> Jedenfalls muß ein Antennendraht deutlich kürzer sein als 275cm, wenn
> man eine Resonanz im 11m Band anstrebt.

Für wirklich vollständige Anpassung würde man das tun.
Für den reinen Empfang kann man das alles erst einmal vernachlässigen.

Sollte es dann wirklich interessant sein auch zu senden kommt das Thema 
richtige Antenne dran. Bis da hin reicht die Idee einfach 3m Kabel vom 
Balkon baumeln zu lassen vollig aus.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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B e r n d W. schrieb:
> Jedenfalls muß ein Antennendraht deutlich kürzer sein als 275cm,

Im Großen und Ganzen kann man bei einem Antennenstrahler von einem VK 
zwischen 0,96 und 0,98 ausgehen, je nach Schlankheitsgrad. Damit liegt 
man in den allermeisten Fällen richtig.

von Maria S. (doc-brown)


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Ralph B. schrieb:
> Die weis mit Sicherheit auch nicht
> was eine Groundplane und ein isotroper Strahler ist.

Leider doch:
- eine Groundplane ist allgemein als Autoantenne bekannt und wurde durch 
Gugliemo Marconi erfunden. Die Antenne wird quasi an der metallischen 
Fläche gespiegelt und erscheint somit doppelt so lang. Das Goldene 
Dacherl wäre zur Montage gut geeignet oder jedes andere Blechdach, das 
man an Erde anschliesst. Das wäre so eine Viertelwellenantenne. Bei mir 
gibt es so etwas leider nicht und da wir aber vom Aufstellen auf dem 
Balkon sprachen, hatte ich die Assoziation nicht gehabt. Dabei verstehe 
ich nicht, wie das bei einer solchen Antenne ohne Spiegelung an einer 
Massefläche funktionieren soll. Klar kann man ein Blech irgendwo hin 
legen und die Antenne darauf montieren, nur ist der Balkon dann nicht 
mehr nutzbar.
- ein isotroper Strahler ist mir aus der Photometrie und im Bereich der 
Ulbricht-Kugel aus dem Kalibrierlabor bekannt, hier geht es jedoch um 
eine Kugel, die nach allen Seiten das Licht gleich abstrahlt. Aber wie 
erreicht man bei Antennen eine punktförmige Abstrahlung, gleichförmig in 
alle Richtungen?

Wie kommt man auf diese komischen 5/8 oder 7/8 Faktoren bei Antennen?

Mir standen damals 2 verschiedene SDR Sticks und 5 Antennen zum Testen 
zur Verfügung. Die hatten MMCX (hellblaues Kunststoff Gehäuse gummiert 
mit FB) und SMA (silbernes Metallgehäuse RTL-SDR V.3) Anschlüsse, sind 
also beides 50 Ohm Buchsen. Es war auch noch ein Balun dabei, mit dem 
ich aber nichts an zu fangen wusste. Da Alles fertig vom Hersteller 
konfektioniert war, hatte ich keine Wahl bei Buchsen, Steckern und 
Kabel, musste nehmen was mechanisch passte.

Ralph B. schrieb:
> Der Wellenwiderstand von RG58 und RG213 beträgt übrigens 50
> Ohm im Gegensatz der von Kabel für Fernsehempfang. Dieser hat 75 Ohm
> Wellenwidestand.

Bei den Konsumergeräten wird für SAT, VHF, UHF, UKW usw. intern dieses 
meist weiße 75 Ohm Kabel nebst Buchsen und Steckern verwendet, draussen 
das schwarze UV beständige. Somit wäre ich bei dem DVB-T Stick auch von 
75 Ohm ausgegangen, aber MMCX Anschlüsse sind 50 Ohm. Am Messplatz sind 
50 Ohm mit BNC Steckern üblich. In der Funktechnik so auch bei WLAN 
werden wieder andere Anschlüsse verwendet.

Beide Sticks benötigen also bzgl. der Anschlüsse und Kabel 50 Ohm. Mit 
entsprechenden Steckern sollte RG174, RG58U und vgl. Kabel also passen. 
Die Unterschiede der beiden Sticks kenne ich leider nicht, 
möglicherweise sind sie nur für TV und Radio, aber nicht für CB-Funk 
Empfang geeignet. Der silberne war augenscheinlich soweit ich mich 
erinnere, dieser (erste Abbildung):
https://www.rtl-sdr.com/buy-rtl-sdr-dvb-t-dongles/
Vielleicht kann jemand hier im Forum dazu etwas sagen. Dann müsste ich 
mit diesen Typen u.U. auch nicht weiter sinnlos probieren.

Kilo S. schrieb:
> Wenn du an dem Thea interessiert bist, dann solltest du überlegen ob dir
> das eine Investition von 20€ wert ist, für einen Empfänger in Form eines
> SDR der definitiv Kurzwellen geeignet ist.
>
> Link vergessen: https://www.kaufland.de/product/429041931/

Das Bestücken mache ich gerne Mal eben, ein Gehäuse hierzu gibt es beim 
Albert Schnell oder komplett fertig. Das ist dann aber wieder so eine 
Bastellösung mit dieser für CB-Funk wenig anwenderfreundlichen SDR 
Software und Senden kann ich dann immer noch nicht. D.h. es wandert nach 
kurzer Zeit so oder so in die Tonne. Zum Ausprobieren möchte ich 
möglichst wenig investieren bzw. nur, wenn ich das später weiter 
verwenden kann, wie z.B. eine Antenne. Eigentlich würde ich dann lieber 
ein gutes CB-Funkgerät für 20€ mehr kaufen. Noch bin ich ich nicht 
überzeugt, ob das mein Ding ist mit dem Funk.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Eigentlich würde ich dann lieber ein gutes CB-Funkgerät für 20€ mehr
> kaufen.

Hmm, OK!

Zufällig habe ich aktuell jemanden an der Hand, bei dem ich für dich 
günstig ein SSB Fähiges Gerät besorgen könnte.
Allerdings sind dann 40€ eher Mau.
Aber man kann sich durchaus einigen.

Ein "Normales" 40/12 oder sogar 80/12-80/40 AM/FM Gerät wäre wohl 
irgendwo in der Preisklasse (40€ + Versand) drin.

Bei den AM/FM handelt es sich um "Legale" Geräte, bei den SSB Geräten 
(Die natürlich auch AM und FM können) um Exportgeräte. Die haben auch 
gleich etwas mehr Dampf unter der Haube.

Allerdings empfehle ich Anfängern ungern gleich mit einer Exportkiste 
anzufangen. Für den Betrieb meine 1972 hergestellten SS3900 hatte ich 
IMMER den Frequenzzähler eingeschleift damit ich auch wirklich auf der 
richtigen Frequenz bin!

Wenn Interesse besteht schick mir eine PN mit deiner Mail-Adresse, dann 
Stelle ich Kontakt her.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:

> - ein isotroper Strahler ist mir aus der Photometrie und im Bereich der
> Ulbricht-Kugel aus dem Kalibrierlabor bekannt, hier geht es jedoch um
> eine Kugel, die nach allen Seiten das Licht gleich abstrahlt. Aber wie
> erreicht man bei Antennen eine punktförmige Abstrahlung, gleichförmig in
> alle Richtungen?

Geht nicht. Ist einfach nur ein Modell als Referenzantenne, damit man 
sich auf irgendwas beziehen kann.

Ganz praktisch nimmt man bei Messungen dann eher einen Dipol als reales 
Bezugssystem, der hat gegenüber einem Isotropstrahler einen Gewinn von 
2,15 dB.

> Wie kommt man auf diese komischen 5/8 oder 7/8 Faktoren bei Antennen?

5/8 lambda ist keine resonante Länge. Man muss daher für eine Resonanz 
noch eine Induktivität in den Fußpunkt bauen. Der wesentliche Vorteil 
dieser Antenne gegenüber einem normalen Monopol (also deiner 
Groundplane) ist eine vornehmlich flache Abstrahlung. Dadurch wird wenig 
"in den Himmel" geschickt und viel in die Richtung, wo man am ehesten 
die Funkpartner erwarten würde.

von ... (Gast)


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> Somit wäre ich bei dem DVB-T Stick auch von
> 75 Ohm ausgegangen

Die ersten, noch recht grossen DVB-T Boxen hatten auch alle
75 Ohm Steckverbinder. Die gibt es nicht in "klein" so wie
z.B. MMCX. Der "Verlust" durch die falsche Impedanz des
Steckverbinders ist aber marginal.

DVB/T-Sticks lassen in ihrer Empfindlichkeit unterhalb von
100 MHz sehr nach. Im CB-Band braucht es schon sehr kraeftige
Signale um etwas zu empfangen. Das ist dem originaeren Zweck
und der daraus resultierenden Schaltung geschuldet.
Es gibt aber Sticks deren Schaltung modifiziert ist/wurde
und die diesen Abfall der Empfindlichkeint nicht ausweisen.
Darauf sollte der Verkaeufer dann auch explizit hinweisen.
Den Sticks liegt dann ueblicherweise auch ein Adapter bei,
um auch ueblichere Steckverbinder als MMCX anschliessen zu koennen.

Fuer deine Installation solltest du dich bzgl. der Impedanz
daran orientieren, welche Impedanz deine Antenne hat.
Das wird ganz ueberwiegend 50 Ohm sein.
Daraus resultiert dann die Wahl des Speisekabels fuer die Antenne.

Wenn du so einen "modifizierten" Stick fuer 20 Eu kaufen kannst,
ist das zum "erstmal Reinhoeren" sicher eine gute Wahl.
Die Frequenzen der CB-Kanaele findet mal leicht im Internet.
Mit dem Stick kannst du ja ausserdem Freenet/VHF, LPD/UHF und
PMR/UHF auf lokale Funkrunden abhoeren.

Wenn dir jemand guenstig ein Exportgeraet besorgen kann, kannst
du unbesorgt zugreifen. Dem ausgestrahlten Signal, so man auf
den Kanaelen "bleibt", kann das keiner ansehen.

Beim Nachbau der 1/4-Welle beachte bitte die Hinweise zum
Verkuerzungsfaktor der anderen hier. Also ca. 0,96 bis 0.98
mal 2.75 :).
Meine 1/4-Welle habe ich vor 30 Jahren gebaut und keine exakten
Masse notiert. Der Gedanke, die durch eine kaeufliche Antenne
zu ersetzen, ist mir wegen der guten Funktion auch nicht gekommen.

von HabNix (Gast)


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In der Anfangszeit des CB-Funks haben viele Interessierte mit einem 
Handfunkgerät oder Mobilfunkgerät und einer Mobilfunkantenne (oft DV-27) 
auf einer Blechplatte oder einem Kreuz aus Aluhaushaltsfolie begonnen, 
um mal zu hören, ob CB-Empfang möglich war. Heute kommen noch erhebliche 
Empfangsstörungen durch Spannungswandler und ähnlichem Störquellen 
hinzu. Im städtischen Bereich können schwache Stationen auf Kurzwelle 
oft kaum noch empfangen werden.
Bevor man sich Gerätschaften für den 27MHz-CB-Funk kauft, sollte man den 
Empfang vor Ort überprüfen. Es wurden oben ja schon Möglichkeiten 
genannt.
Es gab auch immer Funkbegeisterte, die ihre Funkausrüstung einpackten 
und auf den nächsten Hügel/ Berg vor der Stadt fuhren, um von dort 
störungsarm zu funken.
Ich würde mir weniger Sorgen machen, ob ich den Balkon noch nutzen kann, 
als wie es mit dem KW-Empfang überhaupt bestellt ist.

MfG

von ... (Gast)


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> Im städtischen Bereich können schwache Stationen auf Kurzwelle
> oft kaum noch empfangen werden.

Mit einem brummenden S2 Dauertraeger fing es damals an.
Und es ist schlimmer, um nicht zu sagen, katastrophal geworden.
Bei so manchen Haushalt koennte/muesste die BNetzA sicher
90 % der Geraetschaften einziehen.

Weswegen der "harte Kern" der Ortsrunde(n) zu Freenet/VHF gewechselt
sind. Das sind aber wirklich nur seeeeehr wenige.

Hier brauche ich CB gar nicht einschalten. Da ist nichts mehr.
Ausser dem QRMatsch.

> nächsten Hügel/ Berg

Das ist fuer einen abendlichen "Schwatz" eben eher unbequem.

von SWL_Listener (Gast)


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meine Erfahrungen im Bereich Göttingen sind so:

Freenet = mit SDR zum Monitoren an x200 = eher wenige seltene Gespräche, 
mehr oder weniger knapp über dem Rauschteppich.

CB Funk = an Angelruten T2LT Antenne so gut wie nichts, außer einer 
Runde am WoE in 20 KM Entfernung. Erschwerte Bedingungen, wegen 
Mittelgebirge Solling (hügelig bis 500 m)
Mag alles in Autobahnnähe, größerer Stadt, oder exponierter Lage anders 
aussehen. Die allgegenwärtigen Störungen im 11m Band sollte man 
ebenfalls mitbedenken.

Wenn Funk angedacht ist, würde ich zu Freenet oder PMR tendieren. Auch 
wegen der deutlich kleineren Antennen. Nachteil dort, man darf keine 
Gewinnsteigernden Antennen daran anschließen. Diese "Empfehlung" kann 
man ernst nehmen, oder auch nicht. Stichwort Baofeng wäre in diesem 
Zusammenhang noch nennen, auch wenn einige das jetzt nicht so gern 
hören.

Fazit..... erstmal 4 Wochen lang mit leih Equippment überall reinhören. 
Am besten mit SDR und entsprechenden Behelfsantennen, da sieht man 
gleich schnell wo etwas stattfindet. Danach ist diese Seifenblase 
vermutlich eh geplatzt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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... schrieb:
> Der "Verlust" durch die falsche Impedanz des
> Steckverbinders ist aber marginal.

So ist es. Jenseits von irgendwelcher Messtechnik ist die Fehlanpassung 
zwischen 50 und 75 Ω vernachlässigbar. Der übliche Toleranzbereich für 
Fehlanpassung liegt bei einem SWV von 1:2 (entspricht 10 % oder -10 dB 
rücklaufender Leistung), das wären in einem 50-Ω-System dann alles 
zwischen 25 und 100 Ω.

HabNix schrieb:
> Im städtischen Bereich können schwache Stationen auf Kurzwelle oft kaum
> noch empfangen werden.

Für die untere Kurzwelle stimme ich da zu, nach oben wird der 
Geräuschpegel aber halbwegs erträglich.

Hier mal die lokalen Spektren für die ersten 30 MHz, die ersten 50 MHz 
und dann als Vergleich (damit man die fetten VHF-Rundfunksender sieht) 
120 MHz. Die Antenne ist ein 13 m langer Dipol, also unterhalb ca. 7 MHz 
wird der empfangene Pegel antennenseitig nachlassen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Was man den Spektren nicht direkt ansieht: das "Notching" der Afu-Bänder 
im unteren Kurzwellenbereich funktioniert so halbwegs. Der Störpegel 
außerhalb der Afu-Bänder ist drastisch höher als in selbigen. Zumindest 
das hat die Powerline-communications-Industrie wohl begriffen.

von Kilo S. (kilo_s)


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... schrieb:
> Wenn dir jemand guenstig ein Exportgeraet besorgen kann, kannst
> du unbesorgt zugreifen. Dem ausgestrahlten Signal, so man auf
> den Kanaelen "bleibt", kann das keiner ansehen.

Aber der eingestellten Frequenz!
Die Superstar SS3900 von 72 hatte keine Frequenzanzeige, wenn du da das 
falsche band eingestellt hattest wäre das schon doof gewesen beim 
senden.

Und ja, wir haben gerade nachgesehen, das sind überwiegend Export/10m 
Geräte mit SSB.

Eine AE4200 80/40 wäre noch dabei, eine Midland 48 B Plus Multi (40/40 
oder 80/12 Schaltbar) und eine XM-3400 (40/12) die man erwähnen könnte.

Ansonsten gibt's da ne Dragon SS-497, President Lincoln, Anytone 
AT-5555... Stehen zum Verkauf.

Für Sammler wär sogar was von Lehnert bei, HS-230 zb...

von SWL_Listener (Gast)


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ach hätt ich doch noch das Sommerkamp TS-780DX aus den 80ern

von ... (Gast)


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> Aber der eingestellten Frequenz!

Naja, da werden deswegen die Herren nicht gleich ausruecken.
Mein Eindruck ist ohnehin eher der, dass man schon relevante
Dinge wie den Flugfunk stoeren muss, um eine Reaktion zu erwarten.
Wie es z.B. mal ein ganz normaler DCF-Radiowecker vom Aldi
geschafft hat.

In der Gegend hier, werden z.B. "Privat-QSOs" mit alten
Betriebsfunkgeraeten im UHF-Bereich schon seit Jahren gefuehrt.
Und, ... es passiert genau nichts. Warum auch.

Zum Thema "Standortbescheinigung" waere es interessant, ob es
bei gelaeufiger Technik, also CB-SSB-Geraet mit deutscher
CE-Zulassung und z.B. einer 5/8-Antenne *ueberhaupt"
nennenswerte Versagensgruende geben koennte.
Wenn nicht, koennte man dagegen verwaltungsgerichtlich vorgehen.
Weil diese eigentlich "ohne" weitere Pruefung erteilt werden
muesste.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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... schrieb:
> Zum Thema "Standortbescheinigung" waere es interessant, ob es
> bei gelaeufiger Technik, also CB-SSB-Geraet mit deutscher
> CE-Zulassung und z.B. einer 5/8-Antenne *ueberhaupt"
> nennenswerte Versagensgruende geben koennte.

Versagensgründe sicher nicht, aber die Standortbescheinigung 
dokumentiert halt  die einzuhaltenden Sicherheitsabstände. Von daher 
wird die sicher nicht einfach "blanko" vom grünen Tisch her ausgestellt.

Nun hätte man sicher auch den CB-Funkern eine (fundierte, also gemessene 
oder sauber berechnete) Selbsterklärung gestatten können – aber ehrlich, 
wer dazu in der Lage ist (vom Wissen und den technischen 
Voraussetzungen), der ist auch in der Lage, eine Amateurfunkprüfung 
abzulegen. Schließlich hatte man ebendiese dazumals selbst der neu 
geschaffenen Afu-Klasse 3 nicht zugetraut und sie deshalb auf 10 W EIRP 
limitiert. Das hat man dann beim Übergang auf Klasse E aufgehoben.

> koennte man dagegen verwaltungsgerichtlich vorgehen

Du meinst, das würde billiger als die Kosten der Bescheinigung? Glaub' 
ich nicht.

von Ein Ham (Gast)


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Hallo

... schrieb:
> In der Gegend hier, werden z.B. "Privat-QSOs" mit alten
> Betriebsfunkgeraeten im UHF-Bereich schon seit Jahren gefuehrt.
> Und, ... es passiert genau nichts. Warum auch.

In gesamt scheinen die Herren (es ist wohl so - Damen gibt es dort 
außerhalb der Büros tatsächlich nicht?) an der "Front" der RegTp (oder 
wie immer der "Verein" aktuell genannt wird) recht entspannt  und sehr 
nah an der Realität zu sein und können nicht nur technisch zwischen 
einen unschuldigen "Störer" und "Ars..ochstörer" unterscheiden.

Also im gelebten Alltag und der Grundeinstellung der Leute vor Ort bei 
weiten nicht mit so ziemlich allen anderen Ordnungsbehörden 
vergleichbar...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ein Ham schrieb:
> Also im gelebten Alltag und der Grundeinstellung der Leute vor Ort bei
> weiten nicht mit so ziemlich allen anderen Ordnungsbehörden
> vergleichbar...

Liegt vielleicht daran, dass man für eine Arbeit dort auch einiges an 
Fachkompetenz mitbringen muss. Das ist nicht in jeder Ordnungsbehörde 
der Fall. ;-)

von Willi (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> ... schrieb:
> Nun hätte man sicher auch den CB-Funkern eine (fundierte, also gemessene
> oder sauber berechnete) Selbsterklärung gestatten können – aber ehrlich,
> wer dazu in der Lage ist (vom Wissen und den technischen
> Voraussetzungen), der ist auch in der Lage, eine Amateurfunkprüfung
> abzulegen.
Ganz recht, wer ist in der Lage dazu. CB-Funk ist Funk für Jedermann. 
Funkgerät, Kabel und Antenne kaufen, zusammenstecken und loslegen. Ohne 
Wissen über Ausbreitungsbedingungen, Antennengewinn, Leitungsdämpfung 
und Nebenwellenleistungen.

Schon allein deswegen hätte man es ganz einfach haben und bei der 
Regelung von vor 2003 (einzig maßgebliche Festlegung ist die maximale 
HF-Leistung am Senderausgang) belassen können. Das ist aufwandsarm 
nachprüfbar. So hat man wieder ein Bürokratiemonster geschaffen, welches 
niemandem nützt.

Den Wattwächter der BNetzA kann man auch vergessen. Es gibt nur eine 
eingeschränkte Auswahl von Antennentypen ...'wenn nicht in der Liste 
vorhanden, dann vergleichbaren Typ wählen' ja was weiß denn ich als Laie 
was vergleichbar ist.
Steckverbinder werden gar nicht thematisiert.
Wenn ich für jeden Steckverbinder 1,5...3dB annehme (was weiß denn ich 
als Laie), brauche ich nie eine Standortbescheinigung.

Die Festlegungen (4W ERP / 10W EIRP) sind Unfug.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi schrieb:
> Schon allein deswegen hätte man es ganz einfach haben und bei der
> Regelung von vor 2003 (einzig maßgebliche Festlegung ist die maximale
> HF-Leistung am Senderausgang) belassen können.

Wie bereits mehrfach genannt worden ist: die Regelung mit 10 W EIRP 
betrifft ausnahmslos alle Funkdienste und -anwendungen. Die ist so 
Gesetz, und der Grund für das Gesetz ist der Schutz vor gesundheitlichen 
Gefahren in hochfrequenten Feldern. Da gab es nichts, was man irgendwie 
hätte "belassen" können.

Dass das für jegliche Funkdienste und -anwendungen zusätzlichen Aufwand 
bedeutet, ist klar. Aber das hast du mit anderen Gesetzen, die 
irgendwelche Grenzwerte festlegen, die einzuhalten sind, ganz genauso. 
Auch da wäre es den potenziellen Verursachern sicher lieber, sie hätten 
den Aufwand nicht …

Die 10 W EIRP sind natürlich irgendwo willkürlich, aber wie sonst willst 
du eine universelle Grenze festlegen, die garantiert für keinen der 
potenziell Betroffenen eine Gesundheitsgefahr darstellt?

Ansonsten wurde ja schon auch schon mehrfach beschrieben, dass man mit 
einer der "üblichen" Rundstrahler und 4 W Senderausgangsleistung sowieso 
einigermaßen auf der sicheren Seite ist. Drüber kommt halt nur, wer 
entweder von den 12 W bei SSB oder von einer Richtantenne Gebrauch 
machen möchte – beides Dinge, die vormals für CB-Funk gar nicht erst 
gestattet waren. Auch so bleibt natürlich immer noch die Möglichkeit von 
Mobil- und Portabelbetrieb, bei denen man keine Standortbescheinigung 
benötigt und trotzdem von den nun gesetzlich besseren Möglichkeiten 
Gebrauch machen kann.

von Willi (Gast)


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Was wäre denn ein bezahlbares Messgerät, das der Selbserklärung genügt? 
Mit wieviel müsste man da rechnen? Wie machen das die Funkamateure? Nur 
mit der Software der Behörde, die nur diverse Tabellen anwendet ist es 
ja nicht getan. Die Umgebungseiflüsse werden da nicht berücksichtigt und 
die sind in bebauten Gebiet ja enorm.

von Wellenreiter (Gast)


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Willi schrieb:
> Was wäre denn ein bezahlbares Messgerät, das der Selbserklärung genügt?

Das Privileg der kostenlosen Selbsterklärung haben nur Funkamateure. Der 
Rest der Welt, der über 10W EIRP sendet muss eine kostenpflichtige 
Standortbescheinigung beantragen. Alle notwendige hierzu findest du bei 
der Bundesnetzagentur.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Technik/EMF/Standortbescheinigung/funkanlagen-node.html

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi schrieb:
> Was wäre denn ein bezahlbares Messgerät, das der Selbserklärung genügt?

Da gibt es von Eigenbauten bis zu diversen kommerziellen alles.

Wir haben hier im OV Messantennen und einen Pegelmesser, den damals Sat 
Service Schneider vertrieben hat. Scheint bei denen aber nicht mehr im 
Angebot zu sein.

> Mit wieviel müsste man da rechnen?

War damals glaub ich so um die 300 Euro alles zusammen.

Muss man aber (wie jedes Messgerät) hin und wieder rekalibrieren lassen, 
d.h. die Messabweichung muss auf ein geeichtes Normal rückgeführt und 
dokumentiert werden. Das erledigt in diesem Falle eine Arbeitsgruppe des 
DARC – der Verein ist also durchaus manchmal mehr als nur eine 
QSL-Karten-Vermittlungsagentur. ;-)

> Wie machen das die Funkamateure? Nur
> mit der Software der Behörde, die nur diverse Tabellen anwendet ist es
> ja nicht getan.

Es gibt außerdem noch eine seit vielen Jahren von Funkamateuren 
gepflegte Software für Feldstärkeberechnungen, die mehr als die der 
Behörde an Details erfassen kann und auch beim Ausfüllen der nötigen 
Dokumentation hilft. Die Pflege wird ebenfalls vom DARC für seine 
Mitglieder erledigt.

> Die Umgebungseiflüsse werden da nicht berücksichtigt und
> die sind in bebauten Gebiet ja enorm.

Daher ist natürlich Messen in Grenzfällen immer günstiger als Rechnen / 
Schätzen.

Nicht ganz unzufällig decken sich zuweilen bei Funkamateuren berufliche 
Möglichkeiten mit dem Hobby. :) Eine Klubstation hier (die in einem 
öffentlichen Gebäude agiert und trotzdem die zulässige Leistung im 
VHF-Bereich ausschöpfen können sollte) wurde beispielsweise in der 
Freizeit durch einen befreundeten OM vermessen, der solche Messungen 
beruflich macht. Im Ergebnis lagen die ermittelten Sicherheitsabstände 
bei ca. 20 % derer, die man durch Rechnung ermittelt hätte, womit der 
Betrieb auch mit maximaler Leistung völlig risikofrei sicher möglich 
ist.

Aber einen solchen Messaufwand leistet sich nach der Information des 
OMs, der die Messung gemacht hat, auch der Mobilfunk nur in 
Grenzsituationen. Normalerweise rechnen die auch nur und geben dann halt 
lieber größere Sicherheitsabstände an, als bei einer Messung vonnöten 
wären. In aller Regel sind deren Antennen ja eh in (Höhen-)Bereichen 
angesiedelt, wo die Einhaltung der Abstände gar kein Problem ist.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Ralph B. schrieb:
>> Die weis mit Sicherheit auch nicht
>> was eine Groundplane und ein isotroper Strahler ist.
>
> Leider doch:
> - eine Groundplane ist allgemein als Autoantenne bekannt und wurde durch
> Gugliemo Marconi erfunden. Die Antenne wird quasi an der metallischen
> Fläche gespiegelt und erscheint somit doppelt so lang. Das Goldene
> Dacherl wäre zur Montage gut geeignet oder jedes andere Blechdach, das
> man an Erde anschliesst. Das wäre so eine Viertelwellenantenne. Bei mir
> gibt es so etwas leider nicht und da wir aber vom Aufstellen auf dem
> Balkon sprachen, hatte ich die Assoziation nicht gehabt. Dabei verstehe
> ich nicht, wie das bei einer solchen Antenne ohne Spiegelung an einer
> Massefläche funktionieren soll. Klar kann man ein Blech irgendwo hin
> legen und die Antenne darauf montieren, nur ist der Balkon dann nicht
> mehr nutzbar.
> - ein isotroper Strahler ist mir aus der Photometrie und im Bereich der
> Ulbricht-Kugel aus dem Kalibrierlabor bekannt, hier geht es jedoch um
> eine Kugel, die nach allen Seiten das Licht gleich abstrahlt. Aber wie
> erreicht man bei Antennen eine punktförmige Abstrahlung, gleichförmig in
> alle Richtungen?

Maria ich glaube, ich habe dich komplett unterschätzt, was dein Wissen 
bezüglich Elektronik betrifft.

Dann kann man ja mit dir auf Augenhöhe schreiben.

Was die Groundplane betrifft, so handelt es sich um einen Strahler, 
welches ein Gegengewicht hat quasi als andere Strahlerhälfte.

Das Gegengewicht ist beim Auto das Dach oder die Karosserie, kann aber 
auch ein Stück Blech sein. Je mehr es einer Seitenlänge von 
Lambda/viertel sich annähert, um so wirksamer ist es. Es kann aber auch 
das Geländer des Balkons sein oder die Dachrinne, oder sonst ein 
metallischer Gegenstand ausreichender Größe.

Eine DV27 ist eine elektrisch verkürzter Lambda/viertel Strahler.

Der Strahler an sich ist mit etwa 1,2m Länge viel zu kurz um in Resonanz 
zu sein. Um ihn in Resonanz zu bekommen schaltet man eine Spule in Reihe 
zum Strahler. Diese Spule kann sich am Fusspunkt befinden, oder auch in 
der Mitte des Strahlers wie bei der DV27.

Für reine Empfangsversuche würde ich tatsächlich am Ende des Koaxkabels 
an die Seele ein ca. 2,7m langen Draht anschließen und einfach den 
Balkon runterbaumeln lassen.

Wenn man was metallisches in der Nähe  hat würde ich den Schirm des 
Koaxkabelendes dort anschließen.

Damit sollte zumindestens was in einen CB-Funk-Empfänger zu hören sein.

Über das Stehwellenverhältnis würde ich mir bei reinen Empfang keinen 
Kopf machen.

Ralph Berres

von Uwe (uwe_bj_88)


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Ich denke CB ist tot und Maria ein troll.

von Icke ®. (49636b65)


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Uwe schrieb:
> Ich denke CB ist tot

Totgesagte leben länger. Lausch mal abends in der Nähe von 
Autobahnrastplätzen die Kanäle ab. Da ist richtig was los und sehr 
international.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Eigentlich würde ich dann lieber
> ein gutes CB-Funkgerät für 20€ mehr kaufen. Noch bin ich ich nicht
> überzeugt, ob das mein Ding ist mit dem Funk.

Ich weis jetzt nicht wo dein Interessensgebiet liegt. Aber wenn du dich 
gerne mit Technik insbesonders HF Technik interessierst ( den Eindruck 
gewinne ich allmählich immer mehr ) dann solltest du dir überlegen die 
Amateurfunkprüfung abzulegen.

Es erschließen sich dir dann ungleich mehr Möglichkeiten als im CB-Funk.

Als Funkamateur darfst du schließlich auch Funkgeräte selbst bauen und 
betreiben, oder andere Funkgeräte für Amateurfunkzwecke umbauen und 
betreiben, ohne das es einer Abnahmeprüfung irgendeiner Behörde bedarf.

Das ist ein Alleinstellungsmerkmal des Amateurfunks.

Wenn es dir nur ums quasseln und klönen geht reicht natürlich der 
CB-Funk.

Ralph Berres

von Willi(1) (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Wie bereits mehrfach genannt worden ist: die Regelung mit 10 W EIRP
> betrifft ausnahmslos alle Funkdienste und -anwendungen. Die ist so
> Gesetz, und der Grund für das Gesetz ist der Schutz vor gesundheitlichen
> Gefahren in hochfrequenten Feldern. Da gab es nichts, was man irgendwie
> hätte "belassen" können.

Man sollte die Werte von 4W ERP und 10W EIRP und vor allem deren 
Zustandekommen deutlich hinterfragen. Mich würde in dem Zusammenhang 
einmal brennend interessieren, wieviele gesundheitliche Schädigungen 
durch hochfrequente Felder im Allgemeinen und durch CB-Funkanlagen im 
Speziellen denn bisher bekanntgeworden sind.

Diese Verordnungen überreglementieren, und zwar so, daß man ohne Fehler 
zu begehen, in die Illegalität gedrängt wird.
Hanlon's Razor mag ich darauf nicht mehr anwenden.

Übrigens, die Frage nach dem Meßgerät kam nicht von mir.

von Wellenreiter (Gast)


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Willi(1) schrieb:
> Man sollte die Werte von 4W ERP und 10W EIRP und vor allem deren
> Zustandekommen deutlich hinterfragen. Mich würde in dem Zusammenhang
> einmal brennend interessieren, wieviele gesundheitliche Schädigungen
> durch hochfrequente Felder im Allgemeinen und durch CB-Funkanlagen im
> Speziellen denn bisher bekanntgeworden sind.

Am besten du gehst mal schnell in die Eurpa-Politik, lässt dich in den 
ensprechenden Ausschuss wählen und änderst dann als Gesetzgeber die 
Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer 
Felder. Die warten schon sehnlichst dort auf deinen Sachverstand.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi(1) schrieb:
> Man sollte die Werte von 4W ERP und 10W EIRP und vor allem deren
> Zustandekommen deutlich hinterfragen.

Hinterfrage doch.

Du begehst immer noch den Fehler dass du glaubst, man hätte das nur so 
gemacht, um die paar CB-Funker zu ärgern. Zu der Zeit, als diese Sache 
in Kraft getreten ist, dürfte der CB-Funk dank Limitierung auf 4 W und 
rundstrahlende Antennen überhaupt keine Relevanz in der Richtung gehabt 
haben.

> gesundheitliche Schädigungen durch hochfrequente Felder im Allgemeinen

Zu der Zeit, als diese Regelungen in Kraft getreten sind, war es sogar 
noch so schlimm, dass die Herzschrittmacherproduzenten sich eine 
Sonderlocke haben einbauen lassen, weil einige der Geräte nicht einmal 
in der Lage waren, die regulären Personenschutzgrenzwerte auszuhalten. 
Diese Sonderlocke hat man später gekippt.

Dass Hochfrequenz eine Erwärmung von Gewebe verursacht, ist ansonsten 
ein alter Hut. Mit irgendwelchen bspw. rheumatischen Erkrankungen des 
Bewegungsapparates bekam man schon vor Jahrzehnten vom Arzt "Kurzwelle" 
verordnet – einmal darfst du raten, welche Frequenz dafür wohl benutzt 
worden sein mag.

von Paul (Gast)


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Uwe schrieb:
> Ich denke CB ist tot

Ne, er erwacht momentan aus seinem Koma. Er ist noch lange nicht so 
vital wie 1985, aber die toten Zeiten von 2000-2010 sind Geschichte.

Jörg W. schrieb:
> Muss man aber (wie jedes Messgerät) hin und wieder rekalibrieren lassen,
> d.h. die Messabweichung muss auf ein geeichtes Normal rückgeführt und
> dokumentiert werden. Das erledigt in diesem Falle eine Arbeitsgruppe des
> DARC – der Verein ist also durchaus manchmal mehr als nur eine
> QSL-Karten-Vermittlungsagentur.

Deshalb ist die Mitgliedschaft leider alternativlos. Man unterstützt 
dabei das Vereinsgebaren und die Rückwärtsgewandtheit und zahlt dabei 
auch noch einen nicht geringen Betrag.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Paul schrieb:
> Man unterstützt dabei das Vereinsgebaren und die Rückwärtsgewandtheit

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass es hier im Forum mehr 
Rückwärtsgewandtheit gibt als bei den DARC-Mitgliedern.

Aber die Mitgliedschaft ist natürlich nicht alternativlos: es steht 
jedem genausogut frei, sich entsprechende Messtechnik woanders zu 
beschaffen. Könnte allerdings teurer als der Vereinsbeitrag werden. Auch 
Selbstbau ist möglich – wenn man mehr Zeit als Geld hat.

von ... (Gast)


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> > koennte man dagegen verwaltungsgerichtlich vorgehen

> Du meinst, das würde billiger als die Kosten der Bescheinigung? Glaub'
> ich nicht.

Man haette sicher eine generelle "Abstandsberechnung" fuer einen
typischen Musterfall z.B. bei einer handelsueblichen Antenne
durchfuehren koennen und diese Muster-Abstandsberechnung der
Antenne als begleitendes Dokument, als zum Produkt gehoerig,
beifuegen koennen. Dieser Musterfall koennte sich ja gerne
auch an den denkbar unguenstigstten Situation orientieren.

Verwaltungsgerichtsbarkeit ist m.W. fuer den Buerger kostenfrei :).
Ein Verwaltungsgericht koennte aber, wenn ueberhaupt keine
Aussicht auf Erfolg besteht, u.U. die Annahme verweigern.

Wenn ein Verwaltungsgericht nun feststellen sollte, dass eben
schon diese zum Produkt gehoerende Muster-Abstandsberechnung
in einer deutlichen Mehrheit der Faelle anwendbar und hinteichend
ist, koennte es schon passieren, dass der Gesetzgeber die Extrawurst
fuer CB-SSB Geraete wieder kassieren muesste.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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... schrieb:
> die Extrawurst
> fuer CB-SSB Geraete

Noch einer, der nicht begriffen hat, dass es da keine "Extrawurst" gibt, 
sondern dass CB-Funk schlicht und ergreifend so behandelt wird wie alle 
anderen.

Dass eine Standortbescheinigung ein potenzielles Thema für CB-Funk 
geworden ist liegt nur daran, dass die Gesetzgebung die Möglichkeiten 
von CB mal erweitert hat, und zwar 1) auf SSB mit maximal 12 W (PEP) 
und 2) auf mögliche Richtantennen. Erst durch eine dieser beiden 
Erweiterungen kommst du real über die Grenze von 10 W EIRP drüber.

Nun kannst du natürlich dich gern beim Gesetzgeber drüber beschweren, 
dass er diese Erweiterungen damals genehmigt hat …

: Bearbeitet durch Moderator
von Heinz (Gast)


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Wellenreiter schrieb:
> Am besten du gehst mal schnell in die Eurpa-Politik, lässt dich in den
> ensprechenden Ausschuss wählen und änderst dann als Gesetzgeber die
> Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
> Felder. Die warten schon sehnlichst dort auf deinen Sachverstand.

Als ich meine Lizenz gemacht hatte, gab es den ganzen Schmarrn mit 
Selbsterklärung noch nicht und mir ist nicht bekannt, dass es damals 
mehr Todesfälle durch Funkamateure und andere Hobbyfunker gab als heute. 
In der Praxis verdonnert man die meisten Funkamateure damit zum 
QRP-Betrieb oder zwingt sie zur Aufgabe und schreckt Neulinge ab. Aber 
vielleicht ist genau das das Ziel. Die wenigsten ohne entsprechenden 
beruflichen Background sind in der Lage so eine Selbsterklärung 
qualifiziert zu machen wenn eine etwas aufwändigere Antennensituation 
vorliegt. Und das kann auch schon etwas auf dem Balkon oder gar Indoor 
sein. Wohnungen und freie Grundstücke werden tendenziell kleiner, 
Immobilieneigentum wird seltener, Mehrfamilienhäuser/Wohnblöcke werden 
mehr. Also alles immer weitere Schwierigkeiten.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Heinz schrieb:

> Als ich meine Lizenz gemacht hatte, gab es den ganzen Schmarrn mit
> Selbsterklärung noch nicht und mir ist nicht bekannt, dass es damals
> mehr Todesfälle durch Funkamateure und andere Hobbyfunker gab als heute.

Gesundheitliche Schädigung fängt nicht beim Tod an, sondern das ist nur 
der schlimmste anzunehmende Fall.

> In der Praxis verdonnert man die meisten Funkamateure damit zum
> QRP-Betrieb oder zwingt sie zur Aufgabe und schreckt Neulinge ab.

Solcherlei Argumente hat man vor 25 Jahren gehört.

Mittlerweile ist das alles kein Thema mehr: wer eine Selbsterklärung 
machen möchte, sollte genügend Möglichkeiten dazu finden, dies zu tun. 
Man muss nur mal den Hintern aus dem Sessel bekommen dazu.

Zumindest hat es zu einer gewissen Sensibilisierung für das Thema 
geführt, das ist allemal schon so schlecht nicht. Außerdem kann man, 
wenn man sich vergewissert hat, was man da an Strahlung und 
(Nicht-)Gefährdung produziert, dann mit Gewissheit auch gegenüber den 
Nachbarn damit argumentieren, dass es gesetzliche Grenzwerte gibt, zu 
deren Einhaltung man verpflichtet ist und deren Einhaltung man gegenüber 
der Behörde dokumentiert. Das kann bei dem einen oder anderen Skeptiker 
schon durchaus ein Argument sein.

von Funk (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Gesundheitliche Schädigung fängt nicht beim Tod an, sondern das ist nur
> der schlimmste anzunehmende Fall.

Die Grenzwerte sind schon extrem niedrig. Ich fände es okay, wenn man 
die Grenze von 10W auf 100W EIRP erhöhen würde. Zumindest im KW-Bereich 
(Kaum Wärmeumsetzung im Körper) ist mir nicht ganz klar, was da 
überhaupt passieren soll. Ich sitze direkt neben meiner Antenne während 
ich da 100W auf Kurzwelle drauf gebe. Völlig ohne Bedenken, einfach weil 
es keinen Mechanismus gibt, der mich irgendwie schädigen könnte. Das ist 
physikalisch doch völlig klar. Meines Erachtens lässt sich die Politik 
hier von einer Minderheit verrückter EM-Sensibler vor sich hertreiben ^^ 
;)

von afu (Gast)


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> Rückwärtsgewandtheit [des DARC]

Der DARC ist das Abbild seiner Mitglieder.

von Funk (Gast)


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Nachtrag: Es gibt natürlich noch die Herzschrittmacher. An die habe ich 
jetzt nicht gedacht. Aber gibt es da überhaupt dokumentierte Fälle?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Funk schrieb:
> Aber gibt es da überhaupt dokumentierte Fälle?

Dazumals schon, da gab es halt einige Kandidaten, die noch schlechter 
waren. Das hatte damals zu den separaten HSM-Grenzwerten geführt (die 
noch dazu Augenblickswerte waren, während die normalen 
Personenschutzgrenzwerte auf 6 min gemittelt werden).

Ansonsten s.o.: "Kurzwelle" wurde (und wird) durchaus zur Erwärmung von 
Gewebe genutzt. Das werden sicher auch keine 600 W sein, man will ja das 
Knie nicht kochen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> Ansonsten s.o.: "Kurzwelle" wurde (und wird) durchaus zur Erwärmung von
> Gewebe genutzt. Das werden sicher auch keine 600 W sein, man will ja das
> Knie nicht kochen.

Früher hatten Kurzwellentherapiegeräte 400W Dauerstrich.
Heute 400W gepulst und 200W Dauerstrich.
....und das direkt in den Körper, ohne Luft dazwischen :-)

von Carl (Gast)


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Funk schrieb:
> Meines Erachtens lässt sich die Politik
> hier von einer Minderheit verrückter EM-Sensibler vor sich hertreiben

Das ist halt Deutschland, das sind die grünen Spinner. Immer mehr 
Vorschriften, immer mehr Bürokratie, immer mehr Aufwand um ein Hobby 
auszuführen. Und da wundert man sich wenn der Nachwuchs ausbleibt. In 
anderen Bereichen das Gleiche. Immer mehr Auflagen im Baurecht, 
Immobilien werden dadurch unbezahlbar. Eine Baugenehmigung wird auch 
auch mal um mehr als 8 Jahre hinausgezögert weil ein Wurm umgesiedelt 
werden muss oder weil eine alte Tonscherbe gefunden wurde. Die ganze 
Welt lacht über uns.
Andere Länder mit vielen Funkamateuren: Japan, USA, GB. Werden da den 
Funkamateuren auch so viele Steine in den Weg gelegt? Ich glaube kaum.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Carl schrieb:
> Das ist halt Deutschland, das sind die grünen Spinner.

Bei der Kohlschen CDU-Regierung … Hauptsache meckern.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Phasenschieber S. schrieb:

> Heute 400W gepulst und 200W Dauerstrich.
> ....und das direkt in den Körper, ohne Luft dazwischen :-)

Wobei die Luft dazwischen fast egal sein dürfte.

Dass man sich schon mit 100 W ordentlich verbrennen kann, hat allerdings 
auch schon mancher erfahren müssen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> Dass man sich schon mit 100 W ordentlich verbrennen kann, hat allerdings
> auch schon mancher erfahren müssen.

Ja, aber nur wenn die Eintrittsstelle an einer ganz kleine Fläche 
geschieht, z.B. Finger.

Zu früheren Jahren gab es diese Kurzwellentherapie-Antennen als 
Manschetten, ähnlich einer Blutdruckmanschette, nur, daß da ein 
Drahtwickel drin war und für den Bauchraum gab es einen Wickel um den 
ganzen Körper, sodaß dem Patienten so richtig warm wurde ;-)

Die Dinger gibt es aber so nichtmehr; dennoch werden immernoch 
Hochfrequenztherapiegeräte benutzt, z.B.:
https://www.meditech24.de/products/kurzwellentherapiegeraet-btl-6000-kurzwelle-400

von Willi(1) (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Willi(1) schrieb:
>> Man sollte die Werte von 4W ERP und 10W EIRP und vor allem deren
>> Zustandekommen deutlich hinterfragen.
>
> Hinterfrage doch.
>
> Du begehst immer noch den Fehler dass du glaubst, man hätte das nur so
> gemacht, um die paar CB-Funker zu ärgern. Zu der Zeit, als diese Sache
> in Kraft getreten ist, dürfte der CB-Funk dank Limitierung auf 4 W und
> rundstrahlende Antennen überhaupt keine Relevanz in der Richtung gehabt
> haben.
Man hat Widersprüche eingebaut, die für Unkundige nicht einmal zu 
erkennen sind. 4W HF-Leistung an der Antennenbuchse + ordentlich Gewinn 
ergibt aus allen legalen Zutaten eine illegale Anlage.
Ob das nun aus Fahrlässigkeit, Dummheit oder Vorsatz so festgelegt 
wurde, ist egal. Es ist widersprüchlich.

> Dass Hochfrequenz eine Erwärmung von Gewebe verursacht, ist ansonsten
> ein alter Hut. Mit irgendwelchen bspw. rheumatischen Erkrankungen des
> Bewegungsapparates bekam man schon vor Jahrzehnten vom Arzt "Kurzwelle"
> verordnet – einmal darfst du raten, welche Frequenz dafür wohl benutzt
> worden sein mag.
Das ist mir bekannt, ich hatte mal zwei SRS326, die in so einem Ding 
arbeiteten. Das waren aber enorme Brocken.

von ACDC (Gast)


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CB mit SSB geht weiter.
Grüße

von Percy N. (vox_bovi)


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... schrieb:
> Verwaltungsgerichtsbarkeit ist m.W. fuer den Buerger kostenfrei :).

Na dann ...

Oder verwechselst Du das vielleicht mit dem Sozialgericht (ALG, 
Sozialhilfe pp), das in bestimmten Fällen tatsächlich kostenfrei ist?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi(1) schrieb:
> Man hat Widersprüche eingebaut, die für Unkundige nicht einmal zu
> erkennen sind.

Nein, hat man nicht. Die 10 W EIRP sind der festgelegte Wert. Die haben 
mit der Limitierung im FM-Betrieb auf 4 W (die ja auch heute noch gilt) 
erstmal nichts zu tun.

Wenn du es partout drauf anlegst, diese mit 4 W HF und einer 
Rundstrahlantenne zu überschreiten, dann bist du halt auch dafür zu 
einer Standortbescheinigung verpflichtet.

> 4W HF-Leistung an der Antennenbuchse + ordentlich Gewinn

Wie machst du denn deine "ordentlich Gewinn" mit einer rundstrahlenden 
Antenne? Also nicht theoretisch (dafür würde eine Marconi-Antenne 
genügen), sondern ganz praktisch, ganz real, bei 27 MHz.

von BEMFV (Gast)


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Heinz schrieb:

> Als ich meine Lizenz gemacht hatte, gab es den ganzen Schmarrn mit
> Selbsterklärung noch nicht und mir ist nicht bekannt, dass es damals
> mehr Todesfälle durch Funkamateure und andere Hobbyfunker gab als heute.
> In der Praxis verdonnert man die meisten Funkamateure damit zum
> QRP-Betrieb oder zwingt sie zur Aufgabe und schreckt Neulinge ab. Aber
> vielleicht ist genau das das Ziel. Die wenigsten ohne entsprechenden
> beruflichen Background sind in der Lage so eine Selbsterklärung
> qualifiziert zu machen wenn eine etwas aufwändigere Antennensituation
> vorliegt.

Die schreckt es nur ab, wenn die sich das ganze nicht ansehen.
Das ist etwas frickelig, aber ohne Probleme machbar, vor allem hat man 
eine menge Hilfe von anderen.

von Funk (Gast)


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Gibt es eigentlich einen Fall, bei dem ein Funkamateur die 
Selbsterklärung nicht gemacht hat und dadurch irgendeinen Nachteil 
erlitten hätte? Es ist doch kein Zufall, dass sehr viele Funkamateure 
diese Selbsterklärung nicht machen, einfach weil es niemanden 
interessiert und nur nervt.

Das soll jetzt kein Argument dafür sein, das nicht zu machen. Ich denke 
man kann dadurch auch einiges lernen und rein technisch ist das ja 
interessant. Man wird mal gezwungen sich mit der Thematik auseinander zu 
setzen.

von soso (Gast)


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BEMFV schrieb:
> Die schreckt es nur ab, wenn die sich das ganze nicht ansehen.
> Das ist etwas frickelig, aber ohne Probleme machbar, vor allem hat man
> eine menge Hilfe von anderen.

Gibts da Musterbeispiele? Vor allem solche, die Reflexionen an 
Hauswänden und Dämpfung durch Hauswände hindurch berücksichtigen? Und 
wie will man das Strahlungsdiagramm einer nicht frei stehenden Antenne 
im Stadtgebiet modellieren? Mit Häusern im geringen Abstand zur Antenne.

von Qwertz (Gast)


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Funk schrieb:
> Gibt es eigentlich einen Fall, bei dem ein Funkamateur die
> Selbsterklärung nicht gemacht hat und dadurch irgendeinen Nachteil
> erlitten hätte?

Und gibt es Fälle wo eine Selbsterklärung nicht anerkannt wurde weil sie 
nicht präzise genug war?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Funk schrieb:
> Gibt es eigentlich einen Fall, bei dem ein Funkamateur die
> Selbsterklärung nicht gemacht hat und dadurch irgendeinen Nachteil
> erlitten hätte?

Es soll zumindest schon Kontrollen gegeben haben, bei denen sich Beamte 
davon überzeugt haben, dass die Angaben der Selbsterklärung passen (und 
dann teilweise über-pingelig waren). Aber Kontrollen bei Stationen, die 
nichts abgegeben haben – keine Ahnung.

soso schrieb:
> Und wie will man das Strahlungsdiagramm einer nicht frei stehenden
> Antenne im Stadtgebiet modellieren?

Das größere Problem im Stadtgebiet ist doch, dass für einen üblichen 
100-W-Sender praktisch im gesamten Kurzwellenbereich der errechnete 
Sicherheitsabstand kürzer ist als das reaktive Nahfeld. Damit kann man 
aber keine einfache Rechnung mehr machen, denn der gleichmäßige 
Zusammenhang zwischen E- und H-Feld trifft nur auf das Fernfeld zu.

Im Nahfeld kann man daher nur entweder simulieren oder messen, oder man 
muss halt sehr viel größere Abstände annehmen als tatsächlich 
erforderlich wären.

Ansonsten rechnet da wohl jeder in Simulationen für Dinge, die man nicht 
genau ermitteln kann, einen Sicherheitsfaktor rein. Bei all meinen 
bisherigen Messungen kamen bei Kurzwelle für einen 100-W-Sender auch nie 
mehr als so ca. 1 … 2 m notwendiger Abstand heraus.

Bei 750 W sieht das natürlich anders aus.

von Willi (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Willi(1) schrieb:
>> Man hat Widersprüche eingebaut, die für Unkundige nicht einmal zu
>> erkennen sind.
>
> Nein, hat man nicht. Die 10 W EIRP sind der festgelegte Wert. Die haben
> mit der Limitierung im FM-Betrieb auf 4 W (die ja auch heute noch gilt)
> erstmal nichts zu tun.
> Wenn du es partout drauf anlegst, diese mit 4 W HF und einer
> Rundstrahlantenne zu überschreiten, dann bist du halt auch dafür zu
> einer Standortbescheinigung verpflichtet.
Nö. Ich habe als Laie davon ja keine Ahnung. Aus der Kiste kommen 4W 
raus, warum sollte es dann an der Antenne mehr sein? Ist ja kein 
Perpetuum Mobile drin. ;-)

von Funk (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Funk schrieb:
>> Gibt es eigentlich einen Fall, bei dem ein Funkamateur die
>> Selbsterklärung nicht gemacht hat und dadurch irgendeinen Nachteil
>> erlitten hätte?
>
> Und gibt es Fälle wo eine Selbsterklärung nicht anerkannt wurde weil sie
> nicht präzise genug war?

Das Blöde ist jedoch, dass man die ganze Geschichte jedesmal wiederholen 
muss, wenn man was an der Antennenkonfiguration verändert. Wenn man also 
gerne experimentiert und oft Änderungen durchführt, wird das furchtbar 
bürokratisch und nervig. Mal eben einen neuen Draht spannen und einfach 
losfunken geht dann nicht. Es sei denn man ist mit QRP zufrieden. Wenn 
man die Antenne einmal fest installiert und nichts drann ändert, mag das 
ja noch angehen. Aber grade das Experimentelle geht dann doch verloren.

Ich selbst habe keine Möglichkeit eine Antenne aufzubauen, darum 
beschränke ich mich auf Portabelbetrieb und kann daher mit soviel 
Leistung senden wie eben auf dem jeweiligen Band erlaubt ist.

Weiß eigentlich jemand, ob man im eigenen Garten auch portabel unterwegs 
sein kann? Wie weit muss man vom Garten entfernt sein, damit es als 
portabel gilt? :D

--> man sieht schnell wie absurd das ganze wird.

von Maria S. (doc-brown)


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Bisher möchte ich erst Mal nur Empfangen können und suche hierzu 
notwendige Massnahmen.

Also verstehe ich das so, dass der blaue DVB-T Stick nicht geeignet ist, 
aber der silberne sollte zum Hören von CB-Funk in der Lage sein, denn in 
der Anleitung auf der RTL-SDR Homepage steht:
>Feature 1: Direct Sampling HF Mode
>
>This feature allows you to listen to HF signals between about 500 kHz to 28.8 
MHz.

Das bedeutet, dass ich etwas falsch in der Software eingestellt oder 
falsche Antennen angeschlossen habe.

Damit ich nicht dumm sterbe, würde ich gerne wissen, wie man so einen 
Balun praktisch einsetzt, weil dieser 1:9, wird auch auf der o.g. 
RTL-SDR Seite angeboten, war dabei.

von ... (Gast)


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Man kann ja ein Schild an seinem Haus anbringen:

"Vorsicht starkes hF-Feld!"

und etwas kleiner darunter:
"Wenn Sie das Lesen koennen sind sie bereits tot"

von ... (Gast)


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> Das bedeutet, dass ich etwas falsch in der Software eingestellt oder
> falsche Antennen angeschlossen habe.

Die kritische Stelle bei der Software ist regelmaessig immer die
Auswahl des richtigen SDR, also z.B. RTL2732 oder so...
Und der Treiber dafuer muss, wenn ich mich richtig entsinne
auch noch "gestartet" werden.
Da du damit schon UKW-Sender empfangen hast, kannst du es
nicht falsch gemacht haben.

> Damit ich nicht dumm sterbe, würde ich gerne wissen, wie man so einen
> Balun praktisch einsetzt, weil dieser 1:9, wird auch auf der o.g.
> RTL-SDR Seite angeboten, war dabei.

So einen Balun gab es bei meinem Impedanzmesser auch dazu :).
Der dient dazu, symmetrische Antennen, wie z.B. einen echten
Dipol mit symmetrischer Speisung in der Mitte an einen
unsymmetrischen Eingang anzuschliessen.
Gleichzeitig transformiert er die hoehere Impedanz des Dipols
auf den Wert fuer eine koaxiale unsymmetrische Speisung.

von ... (Gast)


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Ah, Nachtrag.
Mein Bemerkung zielte auf "normale" also untauglich Sticks.

Bei diesen modifizierten Sticks, wird man wohl "umschalten"
muessen um den "Chip" ohne den Tuner direkt an die Antennenbuchse
anzuschliessen. Wie diese Umschaltung zu bewerkstelligen ist,
sollte in der hoffentlich ausgibiegen Beschreibung stehen.

Da bin ich ratlos.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi schrieb:
> Ich habe als Laie davon ja keine Ahnung.

"Tut mir leid, ich habe als Laie leider keine Ahnung davon, dass ich 
hier hätte nur 50 km/h fahren dürfen."

Ich denke, mit dieser Vorgehensweise wirst du im Falle das Falles kein 
großes Glück haben.

Funk schrieb:
> Das Blöde ist jedoch, dass man die ganze Geschichte jedesmal wiederholen
> muss, wenn man was an der Antennenkonfiguration verändert.

Das sieht keiner päpstlicher als der Papst. Die Erklärung gibst du ab, 
wenn du etwas fest installiert hast, nicht für jedes Experiment.

Fest installiert ist allerdings auch dein Garten, wenn es eben dies ist: 
dauerhaft dort. Ich habe mir auch schon den Spaß gemacht, eine Erklärung 
für einen 14tägigen Urlaubsaufbau einzureichen, sollen sie doch ihre 
Bürokratie haben. ;-) (Da ich den Messkoffer damals mit hatte, war das 
kein Problem.)

... schrieb:
> Man kann ja ein Schild an seinem Haus anbringen:
> "Vorsicht starkes hF-Feld!"

Dafür gibt es sogar ein Piktogramm. Hilft aber nichts, du musst die 
Einhaltung der Grenzwerte außerhalb des von dir kontrollierbaren 
Bereichs garantieren. "Kontrollierbar" heißt halt, dass da zumindest ein 
Tor oder sowas sein muss, an dem kannst du dann gern das Schild 
anbringen … (machen die Kommerziellen so), und du darfst natürlich nur 
Leute reinlassen, denen du erklärt hast, dass du ab da die Grenzwerte 
überschreiten könntest.

Ich denke, dass diese Variante unter Nachbarn wohl eher nicht zur 
freundlichen Kommunikation beitrüge … zumal die Einhaltung der 
Grenzwerte (zumindest bei 100 W) kein Hexenwerk ist, und s.o., danach 
kannst du deinen Nachbarn ruhigen Gewissens erklären, dass du sie 
einhälst und das gegenüber der BNetzA so dokumentiert hast.

Maria S. schrieb:
>> Feature 1: Direct Sampling HF Mode
>> This feature allows you to listen to HF signals between about 500 kHz to
>> 28.8 MHz.
>
> Das bedeutet, dass ich etwas falsch in der Software eingestellt oder
> falsche Antennen angeschlossen habe.

"Direct sampling" heißt, dass der Stick dann ganz anders betrieben 
werden muss. Die Diskussion gab's neulich schon mal.

Beitrag "Anfrage zu möglichen Modifikationen"

Benutz' doch besser was, was direkt für die von dir gewünschte Frequenz 
beherrscht. Am besten natürlich ein "Radio mit Knöppen dran".

: Bearbeitet durch Moderator
von niko (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> "Tut mir leid, ich habe als Laie leider keine Ahnung davon, dass ich
> hier hätte nur 50 km/h fahren dürfen."

Deswegen gibt es ja einen Führerschein für Teilnehme am Straßenverkehr 
mit Fahrzeugen, die so schnell fahren können. Für CB-Funk gibt es keinen 
Führerschein. Und die Prüfungsinhalte für die Amateurfunkprüfung reichen 
auch nicht für eine Selbsterklärung aus, wenn die Antenne nicht gerade 
auf freiem Feld ohne Hindernisse steht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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niko schrieb:
> Für CB-Funk gibt es keinen Führerschein.

Das ändert nichts daran, dass du dich um deine rechtlichen Grundlagen 
selbst zu kümmern verpflichtet bist. Der legale Kauf eines Senders ist 
kein Freifahrtschein, damit nach Belieben irgendwas zu tun.

Auch mit einem Fahrrad, für das du keinen Führerschein brauchst, musst 
du die Verkehrsregeln einhalten.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> Der legale Kauf eines Senders ist
> kein Freifahrtschein, damit nach Belieben irgendwas zu tun.

So isses, du darfst dir auch ganz legal eine Angel kaufen....

von Percy N. (vox_bovi)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Der legale Kauf eines Senders ist
>> kein Freifahrtschein, damit nach Belieben irgendwas zu tun.
>
> So isses, du darfst dir auch ganz legal eine Angel kaufen....

Noch ...

von Kilo S. (kilo_s)


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Das Angebot für ein SSB Fahiges Funkgerät zu einem annehmbaren Preis 
steht noch.

Bisher hab ich nur noch keine PN erhalten.

von Willi (Gast)


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Die (viel zu niedrigen) ERP/EIRP-Werte sind auch nur so ein weltfremdes 
Geschiß wie der maximale Senderadius in USA: nicht umsetzbar. ABM für 
Sesselfurzer, weiter nichts.

von Maria S. (doc-brown)


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Für die umfangreiche Beratung und die vielen Hinweise hierbei auf 
strafbare Handlungen bedanke ich mich recht herzlich. Mir wurde mehrfach 
der Erwerb einer Amateurfunklizens empfohlen, denn das Thema ist 
komplex, also doch nicht für Jedermann, obwohl es eigentlich so heisst. 
Auch der Amateurfunker mit Lizens darf CB-Geräte außerhalb der 
gesetzlichen Vorgaben nicht betreiben, seine Bestrafung wird sogar 
härter sein, da er als Fachmann/frau über sein strafbares Handeln genau 
Bescheid weis und nicht die Milde eines Laien erwarten kann.

Maria S. schrieb:
> Illegale Geräte werde ich keinesfalls kaufen und benutzen!

Mein Vorhaben war:

- Gespräche über kulturelle Themen, Ereignisse und Neuigkeiten im Umland 
aus zu tauschen, daher Jedermannfunk
- Reden ist leichter als Schreiben.
- den Bekanntenkreis vergrößern
- Einfach eine Antenne mit Funkgerät kaufen, wie es jedermann legal 
betreiben darf und es für Ortsgespräche zu verwenden. Ich möchte das 
Gerät zur Kommunikation benutzen, aber dafür kein "Funkdiplom" machen 
müssen.

Folgende Probleme hat man mir dabei hier aufgezeigt:

- Man wird bei (Jedermann)funk nur noch sehr wenige Kontakte finden.
- Die Themen und Nutzer werden kaum meinen Vorstellungen entsprechen.
- Das Aufstellen der Antenne auf dem Balkon oder in einer Wohnung ist 
nicht optimal dafür.
- Zum lediglich Hören von CB-Funk ist ein üblicher DVB-T Stick via SDR 
Software nicht geeignet.
- Auch ein spezieller SDR Stick, lediglich zum Hören, muss mit weiterem 
Equipment aufgerüstet werden, was preislich dem Kauf eines 
CB-Funkgerätes gleich kommt.
- Ein Gerät mit SSB wurde prinzipiell empfohlen, aber man rutscht damit 
sehr leicht in die Illegalität, wenn die staatlichen Vorgaben nicht 
erfüllt werden. Die Einhaltung kann ich mangels Kenntnissen und 
Messgeräten nicht erbringen.

Aus der früheren Netzwerk Verkabelung habe ich im Bastelraum noch einige 
Meter konfektionierte RG58/U nebst T-Stücken gefunden. Derzeit sind aber 
die Witterungsverhältnisse bei uns für Experimente im Freien nicht 
geeignet.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:
> Für die umfangreiche Beratung und die vielen Hinweise hierbei auf
> strafbare Handlungen bedanke ich mich recht herzlich.

Das sind keine "strafbaren Handlungen", es sind mittlerweile 
Ordnungswidrigkeiten.

Die potenziellen Sanktionen sind zwar auch heftig, aber du kannst dafür 
nicht ins Gefängnis kommen.

> - Gespräche über kulturelle Themen, Ereignisse und Neuigkeiten im Umland
> aus zu tauschen, daher Jedermannfunk

> - den Bekanntenkreis vergrößern

Derartige Aktivitäten dürften inzwischen bei vielen potenziellen 
Gesprächspartnern eher im Internet stattfinden.

> - Das Aufstellen der Antenne auf dem Balkon oder in einer Wohnung ist
> nicht optimal dafür.

Balkon geht schon noch.

> - Ein Gerät mit SSB wurde prinzipiell empfohlen, aber man rutscht damit
> sehr leicht in die Illegalität, wenn die staatlichen Vorgaben nicht
> erfüllt werden. Die Einhaltung kann ich mangels Kenntnissen und
> Messgeräten nicht erbringen.

Wenn du ein reguläres CB-Gerät mit SSB kaufst, kannst du die schon 
einhalten. Du kannst ja damit bspw. keine Frequenzen außerhalb des 
Kanalrasters einstellen. Wenn du sicher gehen willst, dass dir keiner 
wegen der 10 W EIRP in die Suppe spucken kann, oberhalb derer du eine 
Standortbescheinigung brauchst, kannst du ja auch einfach mit geringerer 
Leistung senden. Wenn du keine Antenne mit exorbitantem Gewinn benutzt 
(wird auf dem Balkon eh kaum gehen), liegst du mit den "alten" (= für FM 
zugelassenen) 4 W ganz gut auf der sicheren Seite.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> die vielen Hinweise hierbei auf strafbare Handlungen bedanke ich mich
> recht herzlich.

Immer mit der Ruhe, für die Verwendung eines 10/11/12m Afu Gerät auf CB 
wird dich keiner gleich Bestrafen.

Schon gar nicht am Balkon mit kleiner Antenne.

Ich persönlich Funke auch mit einem Amateurfunkgerät auf CB.
Ich hab sogar schon (ich böser) auf 27,555MHz gefunkt. Und selbst auf 
den 40 Extrakanälen (knapp unter dem 10m Afu Band) der Engländer hab ich 
mich schon unterhalten.

Dabei benutze ich auch aktuell nur eine kurze Antenne am Balkon.
So lange man nicht tagelang dauerquasselt und vorher hört ob da nicht 
Lokal Nutzer gestört werden könnten, interessiert das die 
Bundesnetzagentur reichlich wenig.
Die sind da um Störungen zu beseitigen, sofern du keine "Störung" für 
lokale Nutzer der gleichen Frequenz darstellst oder irgendwelche Technik 
durch deine Aussendung störst (Brenner, zu viel Leistung) wird das 
(scheinbar) auch nicht weiter beachtet. Die haben was besseres zu tun 
als jemanden mit 30-35W SSB an L/2 auf dem Dach oder an einer verkürzten 
Mobilantenne am Balkon zu "Bestrafen".

Die letzte Erzählung von einem betroffenen selbst der bestraft wurde ist 
20 Jahre alt und da ging es um 1000W und die Störung eines naheliegenden 
Internetanschluss für ein Industriegebiet. (DSLAM)

Heute passiert dir das kaum mehr, und schon gar nicht mit kleiner 
Leistung.

von Willi (Gast)


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@Maria S.:
Beschaffe Dir einfach ein Deinen Wünschen entsprechend ausgestattetes 
CB-Funkgerät, eine passende Antenne und leg los. Mach Dir nicht so viele 
Gedanken.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Willi schrieb:
> Mach Dir nicht so viele Gedanken.

+1

von Maria S. (doc-brown)


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Als Schüler habe ich Mal erlebt, wie zwei Kinder mit ihren von der 
reichen Tante aus Amerika zu Weihnachten geschenkten Walkie-Talkies 
Spass hatten und wenige Minuten später die Polizei vor der Tür stand. 
Welche Ordnungswidrigkeiten andere begehen, kann ich nicht beeinflussen, 
lediglich nicht gut heissen. Für mich werden die Möglichkeiten 
zugelassener Geräte ausreichen.

Bis die SSB Produkte dann lieferbar sind, könnte ich mit dem vorhandenen 
Equipment (SDR, NB, Draht) bei Gelegenheit noch Mal probieren, rein zu 
hören. Vielleicht nimmt mich auch Mal jemand die Tage auf einen der 
umliegenden Berge (wo sogar eine Sternwarte steht) mit. Derzeit ist es 
bei der Kälte mit dem Motorrad dort oben nicht sehr angenehm und zudem 
noch mit dem Equipment dort länger zu stehen.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Als Schüler habe ich Mal erlebt, wie zwei Kinder mit ihren von der
> reichen Tante aus Amerika zu Weihnachten geschenkten Walkie-Talkies
> Spass hatten und wenige Minuten später die Polizei vor der Tür stand.

Ich vermute dass das um die Zeit um 1976 war, als in Deutschland der 11m 
Funk gerade allgemein freigegeben war. ( 12Kanäle AM und 0,5W ). Damals 
war das alles noch extrem restiktiv gehandhabt.

Handfunkgeräte durften nur mit der eingebauten Antenne betrieben werden 
und es durfte keine externe Stromversorgung oder Mikrofon angeschlossen 
werden.
Mobilgeräte durften nur im Auto betrieben werden, und nicht mit einen 
Netzteil zu Hause. Heimstationen durften nur mit Mobilstationen reden 
usw.

Aus Amerika gab es damals schon 11m Geräte welche aber 4W Leistung, 
24Kanäle und mehr hatten. Diese waren in Deutschland ja nicht erlaubt.
Zu der Zeit wurde von Seitens der Bundespost regelrecht Treibjachten auf 
CB Funker gemacht, welche sich über die Gesetze hinweg setzten.

Das lag sicherlich auch daran das CB-Funker gerne auch illegale
HF-Verstärker, welche zudem für die Betriebsart AM ungeeignet waren, 
benutzten.
Diese legten mit ihren produzierten Oberwellen Fernseher in der 
Nachbarschaft lahm.

Heute wird der ganze 11m CB-Funk lockerer gehandhabt.

Es ist wesentlich mehr erlaubt als damals in den Anfängen.
so z.B. 80 Kanäle, SSB, Antennen mit Richtcharakteristik, 4W in AM und 
FM und 12Wpep in SSB.
Auch tritt die (jetzige ) Bundesnetzagentur nur noch auf den Plan, wenn 
eine Störungsmeldung bei dehnen eingeht.

Maria S. schrieb:
> Vielleicht nimmt mich auch Mal jemand die Tage auf einen der
> umliegenden Berge (wo sogar eine Sternwarte steht) mit. Derzeit ist es
> bei der Kälte mit dem Motorrad dort oben nicht sehr angenehm und zudem
> noch mit dem Equipment dort länger zu stehen.

Dann suche doch nach einen CB-Funker in deiner Nachbarschaft, welches 
ein Mobilgerät im Auto eingebaut hat, und frage ihn ob du mal mit auf 
einen Berg fahren dürftest, um von dort aus Funkbetrieb zu machen.

1. Im Auto ist es bei der Kälte viel angenehmer als im Freien,
2. Das Equipment ( Funkgerät und Antenne ) ist vorhanden und muss nicht 
von dir gestellt werden.
Nachteil er könnte sich gegebenfalls Hoffnung auf mehr machen :-)

Dann bekommst du ja mit, wie CB-Funker so in Richtung CB-Funk gestrickt 
sind, und kannst dann entscheiden, ob du in dieser Richtung was 
unternehmen willst.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Willi (Gast)


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Noch was: wenn es zu einem Kauf kommt, ist ein Gerät mit Kanalsuchlauf 
angenehm. Da kann man die Kiste einfach nebenbei laufen lassen und hört 
gleich, wenn irgendwer sendet.
Nicht immer wird auf 1, 4 oder 9 gerufen.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Bis die SSB Produkte dann lieferbar sind

Was im übrigen nur Softwareseitig eingestellte Afu Geräte sind. (für die 
der Hersteller sogar oft die "Modifikationsanleitung" in die BDA 
schreibt)

Egal ob die Albrecht oder President drauf stehen haben, die können von 
Haus aus eigentlich mehr. (Sendeleistung, Frequenzen ect.. )
;-)

von Fritz (Gast)


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@Maria S

Deine Vorstellungen daüber:

Maria S. schrieb:
> Mein Vorhaben war:
>
> - Gespräche über kulturelle Themen, Ereignisse und Neuigkeiten im Umland
> aus zu tauschen, daher Jedermannfunk
> - Reden ist leichter als Schreiben.
> - den Bekanntenkreis vergrößern
> - Einfach eine Antenne mit Funkgerät kaufen, wie es jedermann legal
> betreiben darf und es für Ortsgespräche zu verwenden. Ich möchte das
> Gerät zur Kommunikation benutzen, aber dafür kein "Funkdiplom" machen
> müssen.

kannst du begraben.

Bevor du irgendetwas kaufst, gehe mal zu jemanden der solch ein Gerät 
hat und höre dir an, was da so geschieht.

Spätestens nach 15min. Zuhören kommst du zu dem Schluss, dass deine 
Vorstellung darüber völlig anders ist.

Nur mal zu dem Punkt "Bekanntenkreis vergrößern", das ist schonmal ein 
unlösbares Problem.
Welcher Art "Bekannte" erhoffst du dir, dort zu finden?

Die polnischen und rumänischen Lastwagenfahrer kommunizieren meist in 
FM,
nur ein paar Funkerfreaks tun das in SSB und diese zählen ganz sicher 
nicht zu dem von dir avisierten Bekanntenkreis.
Also was soll das SSB?

Melde dich besser zu einem Töpferkurs oder Strick- und Häkelkurs an, da 
triffst du eher Gleichgesinnte.

von Kilo S. (kilo_s)


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Fritz schrieb:
> Die polnischen und rumänischen Lastwagenfahrer kommunizieren meist in
> FM,
> nur ein paar Funkerfreaks tun das in SSB und diese zählen ganz sicher
> nicht zu dem von dir avisierten Bekanntenkreis.
> Also was soll das SSB?

Du scheinst nicht auf dem laufenden zu sein.

Die Polen haben ein um 5kHz versetztes Raster und nach der Grenze 
umschalten macht von denen keiner... (Mehr!)

Aber Okay, wenn du meinst.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> Die Polen haben ein um 5kHz versetztes Raster

Geht halt nichts über eine gute europäische Harmonisierung …

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Geht halt nichts über eine gute europäische Harmonisierung …

;-), hast ja irgendwie Recht.

Allerdings Dreh ich den VFO auf SSB einfach durch... Daher interessiert 
mich das nicht. ;-)

Die einzig interessanten Gespräche hat man heute eben über SSB, vor 
allem und genau weil es nur die "Freaks" machen, die sich auch auf 
Gespräche über Kultur o.ä einlassen würden.

Aber gut, so mancher hat eben einen anderen Eindruck. Ob nun Mangels 
Kenntniss oder Gerätschaften.... Wen juckt das!

Langsam finde ich es auch leicht... Langweilig in jedem "CB" Beitrag das 
gleiche zu Schreiben...

CB ist auch nicht tot wie viele behaupten... Man muss nur möglichst viel 
hören und sich seine Gesprächspartner gut aussuchen!

Heute beispielsweise waren einige Dinge möglich, u.a auf SSB die 
Möglichkeit in die Münchener runde einzusteigen. Aus Düsseldorf heraus 
mit Balkonantenne.

Aber Hauptsache so mancher, der sein Gerät vielleicht drei Mal im Jahr 
an hat muss über LKW Fahrer lästern...

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> CB ist auch nicht tot wie viele behaupten.

Naja, ist halt wie auch beim Amateurfunk: übrig bleiben dann eher die 
Freaks. Wer nur kommunzieren will, hat es mit dem Handy heutzutage 
einfacher.

Die massive Band-Überbelegung, die es vor 30 Jahren gab, ist jedoch 
nicht mehr.

: Bearbeitet durch Moderator
von Maria S. (doc-brown)


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traurige Nachricht:

Eigentlich hatte ich vor, bei einem Amateurfunkerclub in der Nähe evtl. 
vorbei zu fahren, wenn mich das Thema doch technisch interessieren 
könnte und Mal nach zu fragen, was die so machen und wann es wieder 
Kurse zur Prüfungsvorbereitung gibt. Von einem Nachbarn habe ich leider 
soeben erfahren müssen, dass der gar nicht mehr existiert, dort sei 
längst jemand anderes eingezogen, nur der Mast stehe noch und auch die 
Webseite ist weg.

von flip (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Die massive Band-Überbelegung, die es vor 30 Jahren gab, ist jedoch
> nicht mehr.

Das hat doch auch was Gutes oder nicht? Ich bin selbst jetzt nur auf 
Kurzwelle unterwegs und muss sagen, dass das 40m Band doch manchmal 
recht voll gepackt ist. ^^ Wenn ich mir vorstelle, dass dies noch voller 
war, dann wäre das ev. dem Funkbetrieb eher hinderlich als förderlich.

von Willi (Gast)


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Ach nun wirf doch nicht gleich die Flinte ins Korn. Überlege dir, ob Du 
ein CB-Funkgerät mit Einseitenbandmodulation willst oder ob es ein 
FM/AM-Gerät auch tut. Falls das Letzere zutrifft,  könntest du z.B. bei 
Benson's CB-Funktechnik ein Gerät bestellen. Der berät dich auch. Dort 
werden die Kisten vor dem Versand auch noch geprüft und falls 
erforderlich nachgeglichen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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flip schrieb:
> Ich bin selbst jetzt nur auf Kurzwelle unterwegs und muss sagen, dass
> das 40m Band doch manchmal recht voll gepackt ist.

Ja, und das war früher noch dazu nur halb so groß (in Europa). Dass wir 
100 kHz von den Rundfunksendern (auf sekundärer Basis) dazu bekommen 
haben, ist schon ein Riesengewinn.

40 m ist halt ein "Allrounder", da geht immer was. Wenn 20 oder 15 m 
"offen" sind, geht's viel weiter, aber das sind sie nicht immer.

30 und 60 m gehen auch so ziemlich immer, aber sind noch viel schmaler.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Maria S. schrieb:
> in der Nähe

Wo ist das denn? Ggf. können wir dir ja hier einen Tipp geben.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Von einem Nachbarn habe ich leider
> soeben erfahren müssen, dass der gar nicht mehr existiert, dort sei
> längst jemand anderes eingezogen, nur der Mast stehe noch und auch die
> Webseite ist weg.

Hallo Maria

schaue mal unter
https://www.darc.de/der-club/distrikte/

da siehst du eine Deutschlandkarte aufgeteilt in Distrikte.

Dort dann den Distrikt anklicken, wo du wohnst.

Dann erscheinen in dem Distrikt die ganzen Ortsverbände.

Wenn du den an deinem Wohnort am nächsten liegenden Ortsverband 
anklickst, erscheinen die Ansprechpartner in der Regel der 
Ortsverbandvorsitzender.

Der wird dir weiterhelfen und Kontaktmöglichkeiten anbieten.

Zumindestestens erfährt man dort das Rufzeichen des 
Ortsverbandvorsitzenden.


Jetzt kann man mit dem Rufzeichen auf der Seite der Bundenetzagentur 
nach der Adresse suchen.
https://ans.bundesnetzagentur.de/Amateurfunk/Rufzeichen.aspx
dort gibt man das Rufzeichen ein und erhält in der Regel die 
vollständige Adresse des Vorsitzenden.
Im Telefonbuch kann man mit Hilfe der Adresse die Telefonnummer suchen 
und den Ortsverbandvorsitzenden anrufen, wenn einen die Emailadresse 
nicht reicht.

Ralph Berres

von flip (Gast)


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Maria S. schrieb:
> wenn mich das Thema doch technisch interessieren
> könnte

Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall den Amateurfunk dem CB-Funk 
vorziehen. Du kannst im A-Funk einfach viel mehr machen. Auf Kurzwelle 
kannst du dich mit Menschen aus der ganzen Welt unterhalten. Das macht 
echt Spaß. :-)

Technisch ist es auch spannend. Ich habe mich alleine auf die Prüfung 
vorbereitet, habe allerdings auch einen beruflichen Hintergrund in der 
Richtung. Allerdings kannst du die Prüfung auch durch pures 
Auswendiglernen schaffen. Das ist natürlich nicht ganz so befriedigend. 
So ein vorbereitungskurs ist auch schön, weil man da viel lebhafter an 
die Sache rangeht und Gleichgesinnte trifft.

von ACDC (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> einem der WebSDRs rein wie diesem:
>
> http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/

oder

http://nbgsdr.ddns.net/

von Willi (Gast)


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flip schrieb:
> Du kannst im A-Funk einfach viel mehr machen.
... bei ausreichender Solvenz (Geräte und Gebühren), vergaßt Du zu 
erwähnen.

von flip (Gast)


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Willi schrieb:
> Geräte und Gebühren

Gebühren sind vernachlässigbar. Die Geräte können allerdings teuer 
werden :D

Wobei man für 600 Euro schon ein gutes Neugerät für Kurzwelle mit 100W 
Sendeleistung bekommt, welches alle Kurzwellenbänder abdeckt.

2m und 70cm ist praktisch für Lau (50 Euro) für ein Gerät. Allerdings 
finde ich VHF/UHF nicht so spannend.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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flip schrieb:
> Die Geräte können allerdings teuer werden :D

Für'n Appel und 'n Ei ist CB-Funk allerdings auch nicht zu haben, 
insbesondere nicht, wenn man gern noch SSB dabei haben möchte.

Hobbies haben es so an sich, dass man dafür Geld ausgibt. Eine 
befreundete Bergsteigerin erklärte mir auch mal den Vorteil eines Seils, 
welches in der Mitte die Farbgebung ändert (dann weiß man an der 
Abseilöse, wo die Hälfte ist). Im nächsten Atemzug sagte sie, dass 
solche Seile recht teuer sind, und dann: "Naja, ist halt ein Hobby."

von Willi (Gast)


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... wobei der voraussetzungsfreie CB-Funk schneller zu einem Funkbetrieb 
führt.

von OM (Gast)


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flip schrieb:
> Wobei man für 600 Euro schon ein gutes Neugerät für Kurzwelle mit 100W
> Sendeleistung bekommt, welches alle Kurzwellenbänder abdeckt.

Ich habe vor einigen Jahren 400 für ein gebrauchtes TS-450SAT gezahlt, 
dazu noch ein Netzteil, ein Balun, etwas Draht und Koax - für knapp über 
500,- habe ich damit eine Station zusammengestellt. Will sagen: Es gibt 
durchaus gute Gebrauchtgeräte für einen preiswerten Einstieg.

Ich will aber auch nicht verschweigen, dass ich das CW-Paddle ein paar 
Jahre später 200,- hingelegt habe. Bis heute meine einzige 
Neuanschaffung, alles andere stets second hand.

OM

von Kilo S. (kilo_s)


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OM schrieb:
> Ich habe vor einigen Jahren 400 für ein gebrauchtes TS-450SAT gezahlt

FT-857D, 600€. Der kann 2m/70cm mit 50W/20W. Und macht eine bessere 
Figur wie eine 50€ Baofeng oder eine der Baojie/QYT VHF/UHF 
Zigarettenschachteln.
Dazu noch etwas Kabel, Netzteil und Kleinkram für zwei bzw. drei 
Antennen...
Ich denke gute 1000€+/- für ein Allband Allmode Setup sind realistisch. 
Und das ist nicht nicht mal schlecht, aber eben auch nicht "Highend".

Zumindest für den Afu.

Wobei ähnliche Ausstattung hier in der Region unter den CB/Freenet/PMR 
funkern eher die Regel als die Ausnahme ist. Die 919/991 von Yaesu 
dürfte ich hier schon auf den CB Kanälen und auf Freenet live Erleben. 
;-)
Oder IC-7x00 Geräte.

Die üblichen Verdächtigen (Baofeng und chinesische Konsorten) bilden 
hier das "Grundrauschen" auf VHF/UHF.

: Bearbeitet durch User
von Ralph B. (rberres)


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Kilo S. schrieb:
> OM schrieb:
>> Ich habe vor einigen Jahren 400 für ein gebrauchtes TS-450SAT gezahlt
>
> FT-857D, 600€. Der kann 2m/70cm mit 50W/20W. Und macht eine bessere
> Figur wie eine 50€ Baofeng oder eine der Baojie/QYT VHF/UHF
> Zigarettenschachteln.
> Dazu noch etwas Kabel, Netzteil und Kleinkram für zwei bzw. drei
> Antennen...
> Ich denke gute 1000€+/- für ein Allband Allmode Setup sind realistisch.
> Und das ist nicht nicht mal schlecht, aber eben auch nicht "Highend".

Was kommt als nächster Vorschlag? die passende 2KW PA? am besten noch 
mit Röhren? Ach ja passende Antennen fehlen auch noch. Wie wäre es mit 
einer LP12 von Titanex auf einen Bigpower 30m Mast von Hummel?

wollte Maria nicht ein CB-Funkgerät für einen finanziell überschaubaren 
Betrag?

Ich denke das die moderneren Afunkgeräte ein wenig zu kompliziert in der 
Bedienung ist, und auch weit über das Ziel hinaus geht. Und 
Antennenmäßig dürfte sie auch arg eingeschränkt sein.

Ralph Berres

von Tom (Gast)


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kommen aber auch hin und wieder einige jüngere Männer im Alter von um 
die 40 dazu.

Ja und die unterhalten sich dann wie schlimm Ausländer sind, Corona eine 
Lüge ist und Putin der gute.
Ansonsten auch gern gehört was unter die Gürtellinie geht oder nicht 
gerade Frauenfreundlich ist

Nicht viel anders als im Amateurfunk auf UKW oder 80m

von Flip (Gast)


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Tom schrieb:
> Nicht viel anders als im Amateurfunk auf UKW oder 80m

Vhf, Uhf und 80m (Deppenband ^^) sind etwas speziell. Ich funke 
praktisch nur auf 40m und 20m. Auf 10m soll es auch recht entspannt 
zugehen. Man kann durchaus kultivierte und niveauvolle Gespräche führen. 
Man muss sich nur eine Nische suchen, die für einen passt.

von Kilo S. (kilo_s)


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Ralph B. schrieb:
> wollte Maria nicht ein CB-Funkgerät für einen finanziell überschaubaren
> Betrag?

Anscheinend ja nicht Das Angebot steht noch im Raum.

Ralph B. schrieb:
> Was kommt als nächster Vorschlag?

Das war kein Vorschlag, das war als Vergleich zum Preis und Ausstattung 
des TS-450 gedacht.

Sie wi ja nicht ein mal (OK, zugegeben nur bedingt gerechtfertigten) 
300€  für eine legale CB Funke ausgeben.

Bei meinem Angebot müsste sie sich nur eines Aussuchen und kommt noch 
gut unter diesen 300€ weg. Allerdings für ne Exportkiste die sie ja auch 
nicht will..

Ralph B. schrieb:
> Ich denke das die moderneren Afunkgeräte ein wenig zu kompliziert in der
> Bedienung ist, und auch weit über das Ziel hinaus geht. Und
> Antennenmäßig dürfte sie auch arg eingeschränkt sein.

Naja, >20 Jahre ist jetzt nicht so viel "Moderner". Aber ja, deutlich zu 
kompliziert bei den unzähligen Einstellungen.

von Maria S. (doc-brown)


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Vermutlich dreht bei Dir gerade die Fantasie durch. Ich beabsichtige 
überhaupt nicht irgendetwas zu kaufen.

Die Anfrage im Titel ist lediglich, ob bei CB-Funk die Modulationsart 
SSB verbreitet ist. Dazu hatte ich Argumente zu meiner Frage geliefert, 
wie z.B. die derzeitige nicht Verfügbarkeit der Geräte, 
Preissteigerungen des Typus etc.. Es dreht sich stets nur um die 
Verbreitung von SSB im CB-Funk und wie man die Häufigkeit der Verwendung 
heraus finden könnte. Dazu hatte ich den Versuch unternommen, mit diesen 
SDR Sticks in die Szene rein zu hören, um meine Vermutungen zu 
Verbreitung und Inhalt der Diskussionsthemen zu erfahren. Kommunikation 
ist imho der Sinn der Technik, was ich inzwischen aber durch die o.g. 
Antworten auch wieder in Frage stellen muss. Daher war eine Frage, wie 
ich die Empfangsqualität verbessern könnte, durch Softwareanpassung oder 
Antennenmodifizierung im Rahmen meiner wohnlichen Möglichkeiten. Ebenso 
muss ich den Vorgaben der Eigentümer Folge leisten. Eine weitere Idee 
von mir war, mich bei einem entsprechenden Club zu dem Thema zu 
erkundigen. Zum Verständnis des Themas muss ich sicherlich mein Wissen 
in Funktechnik erweitern.

Dabei habe ich mehrmals zu verstehen gegeben, dass ich keinerlei 
illegale Sachen machen werde!

Für mich war nur zu klären, ob Funk und die SSB Modulationstchnik 
überhaupt noch verbreitet ist z.B. in meiner Gegend und welche Themen 
auf den Kanälen des CB-Funks besprochen werden. Erst wenn diese Fragen 
positiv beantwortet und das Thema damit für mich interessant wäre, werde 
ich irgendwie dazu weiter denken.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Für mich war nur zu klären, ob Funk und die SSB Modulationstchnik
> überhaupt noch verbreitet ist z.B. in meiner Gegend und welche Themen
> auf den Kanälen des CB-Funks besprochen werden.

Dann mach auch das was nötig ist um überhaupt CB empfangen zu können.
Mit dem RTL Stick wird das Nichts, die 20€ für einen SDR der dazu auch 
noch komplett KW+VHF+UHF  kann und du ihn somit sogar weiter als "Radio" 
nutzen könntest wolltest du auch nicht Ausgeben.

Wäre erst Mal interessant welche Gegend du meinst...

SSB "Noch verbreitet"?!

Die Frage kann eigentlich kaum ernst gemeint sein wenn man mal 
verstanden hat das die legalen 12W nur und ausschließlich für zu 
übertragende information (Sprache, Daten) verwendet werden. Das ist wie 
bei AM, nur ohne Träger. Das Steigert die Reichweite deutlich und daher 
ist für einige im CB Funk SSB die Modulationsart die sich der größten 
Beliebtheit freut. FM für die Lokalrunde, AM macht man höchstens noch 
zum "Contest, Gedenkfunken" oder bei DX  Richtung USA, sofern man noch 
AM Stationen aus den USA empfängt.(in den USA gab's bis vor kurzem KEIN 
FM im CB Funk!)
DX Richtung USA lief eigentlich auch schon lange über SSB, denn in den 
USA ist SSB schon Ewigkeiten erlaubt.

Im Amateurfunk ist SSB ebenfalls mehr als nur beliebt. In manchen 
Bändern (die teils sehr "Klein" Ausfallen) geht schon nichts anderes als 
SSB weil man sonst die zulässige Bandbreite überschreitet.

Was die Themen angeht habe ich bereits gesagt wie das läuft, Fang ein 
Thema an und entweder die Leute unterhalten sich mit dir über diese 
Themen oder eben nicht.

Maria S. schrieb:
> Dabei habe ich mehrmals zu verstehen gegeben, dass ich keinerlei
> illegale Sachen machen werde!

Illegal?... Naja, sei Mal dahingestellt. (Ordnungswidrigkeit, man kann's 
nicht oft genug betonen! Keine Störungen=Keine Strafe!) Ich empfinde es 
nicht als "Illegal" wenn ich mir etwas ordentliches zum funken kaufe und 
benutze, im Gegenteil. Ich bin glaube einer der wenigen CB Funker die 
sogar größten Aufwand Treiben das ausgesendete Signale auch "Sauber" 
sind. (Unterdrückung von Nebenaussendungen "Oberwellen" genannt, geht 
mit einem Tiefpassfilter. Gefordert sind 65dB im  CB funk, für Afu 60dB. 
Mein Gerät macht also schon wenig Nebenaussendungen, mit dem 
zusätzlichen Filter werden diese auf einen Wert runter gedrückt den 
nicht Mal ein CB Funkgerät neuester Bauart mit Zulassung erreicht)

Das und ziemlich genau nur das kann dir heute noch wirklich gefährlich 
werden, allerdings ist auch genau das ziemlich selten geworden. Digitale 
Übertragungstechnik mit Fehlerkorrektur (TV, Digitalradio, TETRA BOS) 
macht es heute sehr schwer richtige Störungen zu verursachen die einen 
Messetrupp der Bundesnetzagentur auf den Plan rufen.

Einzig der Flugfunk könnte(*!) bei modulationsart AM und einem "Italo 
Kaffeewärmer" (ohne genannten Tiefpassfilter) in direkter Umgebung (also 
wenn das Flugzeug bereits über dir oder knapp über dir ist) noch 
problematisch sein.

Also, für 30-50€ auf eBay einen Auth TP-30 oder Kenwood LF-30A gekauft 
und hinter eine beliebige CB/Afu/Export-Funke oder sogar hinter einen 
billigen Italo-Brenner und gut ist's.

Jedes scheiß Baofeng wirft schlimmeren Dreck im Äther um sich mit seinen 
5W. (wovon höchstens 3-4W effektiv Nutzsignal sind)

Das einzige CB Gerät das ich kenne (neuerer Bauart) das bis heute in der 
Schweiz nicht verkäuflich war(!) ist die AE-5890eu der ERSTEN! 
Geräteserie.
Alle danach verkauften (Ab SN soundso...) Sind von diesem Verbot schon 
wieder nicht mehr betroffen.

Aber die Schweiz ist auch deutlich restriktiver als DE.

Maria S. schrieb:
> Dazu hatte ich Argumente zu meiner Frage geliefert, wie z.B. die
> derzeitige nicht Verfügbarkeit der Geräte, Preissteigerungen des Typus
> etc..

Das ist vergleichbar wie die Frage wieso Brot teurer wird wenn gerade 
ein Krieg herrscht... Die Preise sind gestiegen weil's der Wirtschaft in 
China scheiße ging, Lieferverzögerungen, "Chipmangel" ect...
Dann kommen aktuell wegen der Ukraine noch die ganzen neuen "Prepper" 
und zwischendrin war's bei Corona noch die Anzahl an "Wiedereinsteigern" 
und neuen CB funkern.
Wobei die Prepper Gott sei Dank, aus irgendwelchen gründen voll auf PMR 
Abfahren.

Jedes! Funkgerät was ich bisher gesehen habe ist teurer geworden. Ich 
hatte die Tage von einem Interessierten neufunker ein Angebot für meinen 
TRX der im Bereich des Neupreis von vor 20 Jahren lag. (1200€)
Denn neue modernere Geräte ähnlicher Ausstattung (Ohne Erweiterung für 
CB/Freenet/PMR) bekommst du auch nicht Geschenkt. Allerdings ist die 
Endstufe des 857D sozusagen "Legendär", die kann selbst bei "Leerem 
Akku" (10-11V) noch volle Power und ist in der D Serie so robust das man 
sich wirklich anstrengen muss um großen schaden anzurichten bei großer 
Fehlanpassung.

Es gibt übrigens Leute die für ne Dragon oder eine Anytone deutlich mehr 
hinlatzen wurden als ich meinen Kollegen für dich vorgeschlagen hatte!
Denn der sitzt auf zwei Kisten Geräte, ohne großen Plan von Preisen den 
ich (Ohne ihn übers Ohr zu hauen!) beim Verkauf unterstütze.

Also nix mit "Phantasie Durchgehen".. das war ein Versuch zur 
"Hobbyförderung"... Und legale AM/FM Geräte hat er ja auch noch, zu 
einem noch kleineren Preis als ne SSB Kiste!



*= Wenn du zufällig genau die Oberwelle triffst die ohne Filter genug 
Signal im Bereich >120MHz erzeugt und in AM Modulierst das beim Flugzeug 
noch was ankommt.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> In manchen Bändern (die teils sehr "Klein" Ausfallen) geht schon nichts
> anderes als SSB weil man sonst die zulässige Bandbreite überschreitet.

Ersetze "manche" durch "alle Kurzwellen-". Selbst da gibt es noch welche 
(wie 30 m), in denen nicht einmal SSB erlaubt ist.

AM ist theoretisch gar nicht mehr erlaubt, wird allerdings für 
historische Funktechnik geduldet.

FM ist oberhalb 29 MHz erlaubt. Dort wäre sicher auch AM legal, spielt 
aber keine Rolle. FM spielt eine geringfügige Rolle da, es gibt sogar 
einige wenige Relais dafür.

Außerdem ist SSB natürlich die technische Basis für eine Reihe von 
Digitalmodulationen, die selbst eher schmalbandig sind. Trifft dann auf 
CB-Funk genauso zu (sofern man nicht komplett auch sendeseitig mit SDR 
arbeitet).

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> FM spielt eine geringfügige Rolle da, es gibt sogar einige wenige Relais
> dafür.

Du meinst die im VHF/UHF Bereich? (2m/70cm)
Wenn man ans Paradebeispiel DB0ZU denkt.

Denn für 50 und 70 MHz wüsste ich aktuell nicht ob es Relais in DE gibt.
Und ich glaub im 6m "Magic Band" wären die eher kontraproduktiv.

https://freefall.de/bandplan-6m-amateurfunkband-50-mhz/

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
>> FM spielt eine geringfügige Rolle da, es gibt sogar einige wenige Relais
>> dafür.
>
> Du meinst die im VHF/UHF Bereich

Nein, auf 10 m. Da gibt es oberhalb 29 MHz tatsächlich ein paar wenige 
Relais.

Habe ich aber noch nie geschafft, darüber zu arbeiten. FM direkt habe 
ich vor Jahrzehnten mal geschafft.

VHF ist was anderes.

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Nein, auf 10 m. Da gibt es oberhalb 29 MHz tatsächlich ein paar wenige
> Relais.

Ich muss ehrlich gestehen, 10m blende ich völlig aus.

Aber wo du es sagst, ich hab da mal was läuten hören das ein paar wenige 
Leute auch 10m Relais nutzen.

Jörg W. schrieb:
> VHF ist was anderes.

Für "Innerorts" finde ich 2m allerdings sehr Passabel. Wobei das 
"Innerorts" bei mir schon den Bereich 40km+ bedeutet.

12W an L/2 für 40km mit Hindernissen allerdings. Optimale Bedingungen 
und ich hätte mit 5W arbeiten können.

Das geht (@Maria S.) auch schon mit 1W (Legal!) über Freenet von Berg zu 
Berg mit einer (Grauzone, ich hab keine Verluste von kabeln und Steckern 
eingerechnet) L/4 (49cm) groundplane auf 149MHz (Freenet Funk, Nicht 
Freenet TV!)

Es muss nicht unbedingt CB sein, dieser Frequenzbereich ist auch mit dem 
RTL SDR problemlos empfangbar! Du darfst dir für diesen Frequenzbereich 
Funkgeräte kaufen, brauchst keine Lizenz und die Antennen sind um den 
Faktor 5 kleiner. Es stehen 6 Kanäle in NBFM zur Verfügung.

Noch kompakter (dafür nur mit 0,5W) wird's nur bei PMR.(ohne die 
Grauzone mit der externen Antenne bei Einhaltung der abgestrahlten 
Leistung von 1W bei Freenet, bei PMR wird das nicht ganz so locker 
gesehen wie bei Freenet.)

: Bearbeitet durch User
von Maria S. (doc-brown)


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Kilo S., es ging nicht um die allgemeine Inflation, sondern um das 
Verhältnis der Geräte mit/ohne SSB, wie ich in meiner Eingansfrage 
geschrieben habe:

Maria S. schrieb:
> Zudem ist der angegebene Verkaufspreis mehr als 3 fach so hoch, wie bei
> einem Gerät ohne diese Betriebsart.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> es ging nicht um die allgemeine Inflation, sondern um das Verhältnis der
> Geräte mit/ohne SSB, wie ich in meiner Eingansfrage geschrieben habe:


Da ein SSB Signal schwieriger zu erzeugen ist als FM oder AM steckt eben 
auch mehr Technik drin. Mehr Technik= mehr Entwicklungsaufwand= Höhere 
Preise.

Ich hab zb. Meine AE2990 für 219€ anstelle 239-269€ gekauft. Jetzt such 
allerdings ne legale CB Handfunke mit SSB.... Gibt nur die eine!

Gleiches bei der AE5890 die ich eine Zeit lang hatte, schönes Gerät, 
hier und da ein kleines Manko aber nach Abgleich bei Bensons durchaus 
brauchbar. Ich hab sie meiner Erinnerung nach für 289€ gekauft anstelle 
299-319€

Jetzt Vergleich alleine die Größe... Die AE5890 ist doppelt, fast drei 
Mal so groß wie eine aktuelle 100€ AM/FM Schachtel.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Maria S. schrieb:
>> Zudem ist der angegebene Verkaufspreis mehr als 3 fach so hoch, wie bei
>> einem Gerät ohne diese Betriebsart.

hallo Maria

Das die Preise der SSB Geräte höher ist, als die der AM/FM Geräte liegt 
an der bei SSB notwendigen anders aufgebaute Sende und Empfangstechnik.

Bei FM wird meist die Regelspannung der PLL in der Frequenzaufbereitung 
zur Modulation mit dem Sprachsignal beaufschlagt. Empfangsmäßig gibt es 
billige Konsumner-Ics um das Signal zu demodulieren.

Bei AM steuert man mit dem Sprachsignal die Betriebsspannung der 
Endstufe.

Das ist auch sehr einfach zu realisieren. Demodulieren reicht eine 
einfache Diode in der letzten ZF.

In beiden Fällen ist für die Selektion ein einfaches Keramikfilter 
ausreichend.

SSB ist wesentlich komplizierter.

Sendemäßig benötigt man einen Doppeltseitenbandmodulator. Das kann eine 
einache Gilbertzelle sein. Aber um das unerwünschte Seitenband zu 
unterdrücken benötigt man ein Quarzfilter. Und das ist aufwendig und 
wohl der Hauptkostentreiber.

Zudem müssen im Sendebetrieb sämtliche Verstärkerstufen ab dem 
Modulator, also auch die Endstufe, im linearen Kennlinienbereich 
betrieben werden, sonst entstehen Verzerrungen und Intermodulationen.

Insbesonders die HF-Endstufe ist bei SSB aufwendiger und somit teurer 
als bei AM und FM, da sie nicht im C-Betrieb arbeiten darf, wie bei AM 
und FM.

Bei FM ist das nicht der Fall, weil keine Amplitudeninformation 
übertragen wird, bei AM ist es nicht der Fall, weil erst in der Endstufe 
moduliert wird( Collektormodulation ).

Auch das demodulieren des SSB Signales ist aufwendiger als bei AM und 
FM.

Zudem müssen sämtliche Oszillatoren auch Frequenzstabiler sein als bei 
FM und AM.

Dieser höherer technische Aufwand macht ein SSB Gerät in der Summe 
teurer als ein reines AM/FM Gerät.

Ralph Berres

von Maria S. (doc-brown)


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Danke Ralph für die ausführliche Erklärung zur Technik der 
Modulationsarten. (Jetzt weis ich auch, wo Class-C Schalungstechnik 
verwendet wird.)

Für den Verbraucher wird neben dem höheren Preis, auch das größere Gerät 
und die aufwendigere Bedienung gegenüber dem Nutzen (mehr Reichweite, 
Anzahl der Gesprächspartner) ausschlaggebend sein, ob er diese SSB 
Modulationsarten verwendet.

von Kilo S. (kilo_s)


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Maria S. schrieb:
> Für den Verbraucher wird neben dem höheren Preis, auch das größere Gerät
> und die aufwendigere Bedienung gegenüber dem Nutzen (mehr Reichweite,
> Anzahl der Gesprächspartner) ausschlaggebend sein, ob er diese SSB
> Modulationsarten verwendet.

Die Bedienung ist Recht simpel für die Normalen und Legalen CB Geräte. 
Du stellst einen Kanal im Bereich 1-40 ein, Modulationsart USB oder LSB 
( hauptsächlich USB) und wenn dort jemand sendet und unverständlich ist 
drehst du am "Clarifier" (Empfangsfrequenz wird dabei verstellt bis sie 
auf der Frequenz der zu empfangenen Station liegt) bis es sich nach 
einer natürlichen stimme anhört.
Das ist auch schon alles. Mehr gibt's bei SSB nicht groß einzustellen an 
den CB Geräten.

von Ralph B. (rberres)


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Maria S. schrieb:
> Für den Verbraucher wird neben dem höheren Preis, auch das größere Gerät
> und die aufwendigere Bedienung gegenüber dem Nutzen (mehr Reichweite,
> Anzahl der Gesprächspartner) ausschlaggebend sein, ob er diese SSB
> Modulationsarten verwendet.

Bei AM und 100% Modulationsgrad enstehen an Frequenzen der Träger
(Amplitude 100%) und die beiden Seitenbänder mit jeweils 25% Amplitude.

Die eigentliche Information stecken in den beiden Seitenbänder. Sie sind 
in beiden Seitenbänder gleich.

Das heist nur 25% der Energie wird für die eigentliche Information 
benötigt.

Die belegte Bandbreite ist bei AM 2*Audiosignal.

Bei FM sieht es ähnlich ungünstig aus.

Bei SSB wird nur ein Seitenband übertragen. Hier steckt die 
Audioinformation drin. Das heist das 100% des HF Signales in der 
Audioinformation steckt. Somit ist SSB schon deswegen 4 mal effektiver 
als AM.
Zudem benötigt SSB nur die halbe Bandbreite von AM.

Das heist es entsteht im Empfänger nur halb so viel Rauschen wie in AM.

Deswegen hat sich in den frühen 60ger Jahren des vorigen Jahrhundert 
auch im Amateurfunk SSB durchgesetzt. Davor wurde AM verwendet, weil 
damals SSB noch zu aufwendig war.

SSB ist sinnvoll für Weitverkehr ( DX ) über Entfernungen, bei welche AM 
und erst recht FM in der Regel nicht mehr gehen.

FM ist für den lokalen Funkverkehr sinnvoll.
Und AM ist ein Relikt aus den Anfangszeiten des Funkes und wird heute 
nur noch selten verwendet.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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"Facts and fairy tales about SSB". Ein Artikel im WRTVH von 1990.
Da steht, "die Energieseinsparung bei SSB ist spekulativ."
Deswegen, weil bei der Sendeendstufe wieder der Wirkungsgrad deswegen 
nicht 100% sein kann, weil linearer als bei AM-Verstärkern...Insofern 
ist die Rechnung mit 1/4 der Input-Sendeleistung gegenüber AM nicht ganz 
richtig.
Deswegen haben die SSB-Power-Endstufen ja auch ihren Namen "Linear". Die 
verbraten dann aber mehr Input. (A-Endstufe?)
(OK "Doherty" war früher noch ein nicht so geläufiger Begriff.)
Aber ein overall rating ergibt mindestens 3 dB besser S/N gegenüber AM.
Und: Das selektive Seitenbandfading führt nicht zu Verzerrungen, sondern 
lediglich zu so eine Art Kammfiltereffekt.

Das ist auch der Grund, warum ich AM-Stationen mit viel Fading in 
Einstellung SSB abhöre.

ciao
gustav

von Ralph B. (rberres)


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Karl B. schrieb:
> "Facts and fairy tales about SSB". Ein Artikel im WRTVH von 1990.
> Da steht, "die Energieseinsparung bei SSB ist spekulativ."
> Deswegen, weil bei der Sendeendstufe wieder der Wirkungsgrad deswegen
> nicht 100% sein kann, weil linearer als bei AM-Verstärkern...Insofern
> ist die Rechnung mit 1/4 der Input-Sendeleistung gegenüber AM nicht ganz
> richtig.
Ich rede aber hier nicht über die Inputleistung der Endstufe.

Bei der Leistungsbilanz geht es hier nicht um die Endstufe sondern 
wieviel Energie in den einzelnen Frequenzen des abgestrahlten Signales 
liegt.

Und hier ist SSB 4mal effektiver als AM mit 100% Modulationsgrad.
Bei AM steckt gegenüber SSB nur ein Viertel der Endstufenleistung in der 
eigentliche Information.


Das der Wirkungsgrad der Endstufe im B-Betrieb ( oder gar A-Betrieb ) 
geringer ist als im C-Betrieb bestreitet niemand. Das betrifft aber die 
Energiebilanz oder Wirkungsgrad des Senders. Also aufgenommene 
Netzteilleistung zur abgestrahlten HF Energie als solches.


Karl B. schrieb:
> Aber ein overall rating ergibt mindestens 3 dB besser S/N gegenüber AM.

25% Leistung gegenüber 100%Leistung des Trägers sind aber 12db besseres 
S/N
Hinzu kommen noch die 3db welches man durch die halbe Bandbreite 
gewinnt.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Karl B. schrieb:
> Deswegen haben die SSB-Power-Endstufen ja auch ihren Namen "Linear".

Die für klassische AM mussten auch linear sein.

Nur CW oder FM brauchen das nicht und kamen mit Klasse C aus.

von Willi (Gast)


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Maria S. schrieb:
> Für den Verbraucher wird neben dem höheren Preis, auch das größere Gerät
> und die aufwendigere Bedienung gegenüber dem Nutzen (mehr Reichweite,
> Anzahl der Gesprächspartner) ausschlaggebend sein, ob er diese SSB
> Modulationsarten verwendet.
Nichts, was nicht zu beherrschen wäre.
http://www.radiopics.com/CB%20Radio/USA%20CB/2-Mobile/President/Photos/President_Grant-Classic%20(120ch).jpg

von Ralph B. (rberres)


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Jörg W. schrieb:
> Die für klassische AM mussten auch linear sein.

Das ist richtig, wenn in der Vorstufe moduliert worden ist.

Üblicherweise hat man aber bei den Sendern ( welche kein SSB konnten ) 
die Endstufe moduliert, in dem man im einfachsten Falle ein 
Modulationstrafo in Reihe zur Betriebspannung der Endstufe geschaltet 
hat.
Der Modulationstrafo war oft Bestandteil der NF Endstufe, welche in 
einen CB-Funkgerät ohnehin vorhanden war. Die 2Watt NF Leistung welche 
für 4W AM notwendig waren hatte die NF Endstufe locker abgegeben.

Die HF Endstufe konnte dann in C-Betrieb laufen.

Mitunter hat man die Treiberstufe zu einen geringen Teil mitmoduliert, 
um näher an die 100%AM heran zu kommen.

Ralph Berres

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