bin auf der Suche nach einem Labornetzteil . Habe mein altes rausgekramt, dass teilweise noch funktioniert (Schmauchspuren sieht man auf der Platine.)
Bis 35 volt und 5 Ampere
Jemand bietet im Netz ein wohl auch betagtes Labornetzteil an (2x 30 V, 3 A)
wobei eine Stufe durch die fehlenden Transistoren erst aufgerüstet weden müsste. Die 1. Stufe funktioniert. Will 30 Tacken dafür
Frage: mein altes behalten und reparieren oder
beim Angebot zuschlagen oder
nix von beiden
Jemand bietet im Netz ein wohl auch betagtes Labornetzteil an (2x 30 V,
3 A)
wobei eine Stufe durch die fehlenden Transistoren erst aufgerüstet weden
müsste. Die 1. Stufe funktioniert. Will 30 Tacken dafür
Frage: mein altes behalten und reparieren oder
beim Angebot zuschlagen
Beides.
Für 30€ kriegst Du ein mechanisch fertig bearbeitetes Teil, die Elektronik kriegste mit wenig Aufwand gewuppt.
Die Bilder zeigen mehrere Netzteile, teilweise halb zerlegt.
Bitte mal einen richtigen Zusammenhang zwischen Bildern und Text
herstellen, das ergibt so keinen Sinn.
Ist Recht leicht erkennbar das die ersten 3 Bilder zu dem NT gehören das er bereits hat.
Und alle weiteren Bilder zu dem, was er ggfs kaufen kann für 30€.
Ja, da gibt es ja noch mehr Baustellen, bei beiden NTs.
d.h. dass nach deiner Meinung, auch bei dem zweiten (zu kaufenden NT) noch zuviel Arbeit drin stecken würde, um es einigermaßen betriebsfertig zu machen ?
Die Bilder zeigen mehrere Netzteile, teilweise halb zerlegt.
Bitte mal einen richtigen Zusammenhang zwischen Bildern und Text
herstellen, das ergibt so keinen Sinn.
Ist Recht leicht erkennbar das die ersten 3 Bilder zu dem NT gehören das
er bereits hat.
Und alle weiteren Bilder zu dem, was er ggfs kaufen kann für 30€.
Ja, da gibt es ja noch mehr Baustellen, bei beiden NTs.
d.h. dass nach deiner Meinung, auch bei dem zweiten (zu kaufenden NT)
noch zuviel Arbeit drin stecken würde, um es einigermaßen betriebsfertig
zu machen ?
Zwei Stunden Aufwand, easy peasy,....wenn du das nicht kaufst WILL ich das Teil haben.
Ja, da gibt es ja noch mehr Baustellen, bei beiden NTs.
d.h. dass nach deiner Meinung, auch bei dem zweiten (zu kaufenden NT)
noch zuviel Arbeit drin stecken würde, um es einigermaßen betriebsfertig
zu machen ?
bin auf der Suche nach einem Labornetzteil . Habe mein altes
rausgekramt, dass teilweise noch funktioniert (Schmauchspuren sieht man
auf der Platine.)
Bis 35 volt und 5 Ampere
Hat der blaue Trafo eine geteilte sekundär Wicklung?
Das wäre die Eingangsvoraussetzung um auf die 5A zu kommt.
Gleichrichter und ladeelko der nächste.
Dann der Längstransistor, der bekommt zwei Brüder.
Nein, nimm das Doppelnetzteil und baue je einen 0R1 / 4W Emitterwiderstand ein (also insgesamt 4 Stück für das ganze Gerät) und 1,5A pro MJ3001 ist doch noch ok. Lass dir von Herrn Hinz kein X fürn U vormachen.
Dann hast du ein ganzes Leben lang Freude daran.
Bevor du die fehlende Stufe auch wieder mit ins Gehäuse reinquetschst, nimm lieber einen großen Kühlkörper mit 0,3K/W wo alle 4 Transistoren drauf sind und schraube ihn von außen senkrecht ans Gehäuse dran.
Nein, nimm das Doppelnetzteil und baue je einen 0R1 / 4W
Emitterwiderstand ein (also insgesamt 4 Stück für das ganze Gerät) und
1,5A pro MJ3001 ist doch noch ok. Lass dir von Herrn Hinz kein X fürn U
vormachen.
Dann hast du ein ganzes Leben lang Freude daran.
Da stimme ich vollkommen zu.
Und der Bau ist leicht zu bewerkstelligen.
Auf der Platine deines NTs sind sichtbar mehrere Bauteile defekt. Das lässt sich aber reparieren. Scheinbar stehen die Werte der Widerstände unter den Bauteilen.
Den schon erwähnten Klingeldraht zum Leistungstransistor würde ich austauschen. Dann können die sehr schlechten Lötstellen am Transistor gleich korrigiert werden. Der wurde vermutlich nachträglich angebracht. Original kann das so nicht sein.
Wenn Du damit auskommen kannst, lohnt eine Reparatur.
PASST das für deine Anwendungen?
So, Entscheidung gefallen: Da ich im Grunde genommen nur selten mit einem (Labor)Netzteil arbeite, reicht mir mein jetziges auch aus, soweit ich es repariert bekomme, was mir aber sicher -mit eurer Hilfe - gelingen wird.
Das andere Netzteil hätte mich zwar gereizt, weil es - trotz Alter- mir viel wertiger vorkommt, wie mein popeliges NG 100. Aber wie gesagt: ich brauche es eigentlich nicht.
Werd also dem Verkäufer wohl absagen- wird ihn zwar nicht freuen, aber egal.
Vielleicht gibt es ja tatsächlich jemanden unter euch, der dieses Teil haben möchte. Die 30 Tacken sind übrigens incl. Versand.
Danke für die vielen Ratschläge und Tipps, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
Frage: mein altes behalten und reparieren oder
beim Angebot zuschlagen oder
nix von beiden
Kauf dir ein Neues, nicht fen Bastelkram.
Und danach reparierst du in Ruhe dein Schubert, welches keinesfalls 35V/5A schaffte und deswegen wohl abgeraucht ist. Das änderst du dann so, dass es überlebensfähig mit den vorhandenen Bauteilen wird, auch damit sein Defekt nicht die angeschlossene Schaltung grillt, vermutlich 30V/1.8A. Dazu wirst du dir erst Wissen anlesen müssen https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1 aber dazu hast du fann ja Zeit.
Dann hast du ein modernes Schaltnetzteil mit 5A und ein einfaches Linearnetzteil mit 1.8A.
So, Entscheidung gefallen: Da ich im Grunde genommen nur selten mit
einem (Labor)Netzteil arbeite, reicht mir mein jetziges auch aus, soweit
ich es repariert bekomme, was mir aber sicher -mit eurer Hilfe -
gelingen wird.
Danke für die vielen Ratschläge und Tipps, sowohl in die eine als auch
in die andere Richtung.
Du solltest davon ausgehen dass das Wechseln der verschmorten Teile allein nicht ausreicht. Das ist vermutlich die Folge des eigentlichen Fehlers. Den Leistungstransitor solltest Du auch überprüfen.
Weißt Du ob der Schaden durch eine Fehlbedienung entstanden ist? Fremdspannung am Eingang, verpolter Akku usw.?
Nur mal nebenbei, wenn in deinem wirklich nur 1N5401 eingebaut sind - das sind dann auch nur 3A Dioden. Ist also ein wenig auf Kante genäht. Da der Kühlkörper auf der Platine offensichtlich zu klein war, hat dann jemand die Endstufe nach externverlegt. Gut gemeint, schlecht ausgeführt.
Weißt Du ob der Schaden durch eine Fehlbedienung entstanden ist?
Durch zu schnelles Verstellen von Spannung und Strom zu schaffen das eine odere andere zu killen war ich früher nicht schlecht.
Induktive Last und sprunghaftes runterdrehen der Strombegrenzung, gibt einen einen negativen Peak am Labornetzteilausgang. Das gleiche schaffte ich auch beim Anstecken eines geladenen Elkos falsch herum.
a) Gegenmaßnahme: Ergänze eine Freilaufdiode am Ausgang
Größere kapazitive Last und plötzliches herunterdrehen der Spannung. Da habe ich geschafft, die Emitter-Basis-Strecke Durchbruchspannung von 6-7V des Ausgangstransistors zu knacken. Das gleiche schaffte ich auch beim Anstecken eines großen geladenen Elkos.
Gegenmaßnahmen:
b) Eine Diode vom Ausgang zurück zur Versorgungsspannung, insbesondere wenn das Gerät nicht eingeschaltet ist.
c) Eine Diode im Ausgangspfad mit dem Nachteil, dass nur noch 29 statt 30V erreicht werden.
d) Dioden, die die E-B-Strecke überbrücken bei den Leistungstransistoren.
Maßnahme a) und c) verwende ich bei einem älteren Labornetzgerät, dessen Mehrgangpoti manchmal Aussetzer hat. Für meine Zwecke und seltene Verwendung reicht es aus.
Ich würde kein Netzteil kaufen bei dem der Ausgang nicht über einen
Taster Ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.
Du meinst sicherlich einen Druckschalter. Aber auch der ist bei einem Labornetzteil so überflüssig wie ein Kropf. Der kommt nie zum Einsatz. Vorher ziehe ich den Bananenstecker aus der Buxe.
Ich würde kein Netzteil kaufen bei dem der Ausgang nicht über einen
Taster Ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.
Du meinst sicherlich einen Druckschalter.
Es gibt beide Varianten. Ich habe auch NTs mit Tastfunktion.
Aber auch der ist bei einem Labornetzteil so überflüssig wie
ein Kropf. Der kommt nie zum Einsatz.
Bei mir schon.
Vorher ziehe ich den Bananenstecker aus der Buxe.
Ich benutze oftmals Kabel mit Steckern von Pomona. Da müsste dann der komplette Stecker abgezogen werden. Du kannst aber gerne den Bananenstecker aus der Buchse ziehen. Jeder wie er will.
Bei einer Tastfunktion, müsstest du die Taste aber ständig mit dem Finger gedrückt halten. Das wäre mir entweder zu lästig, oder DU hast dich vertan und meinst in Wirklichkeit einen Druckschalter, der beim Loslassen einrastet und bis zur nächsten Betätigung weiterhin von selbst gedrückt bleibt.
Nachdem das hier mal wieder abdriftet, hier mal back to topic:
Das Schubert des TO ist wohl nicht mehr ganz im Original Zustand.
hier ein Foto wie es tatsächlich ausgeliefert wurde vom Herstller (Foto & Daten: Danke an Frank)
Ausgangsseitig:
0--28V, 0--2.5A (3A kurzzeitig).
Man beachte das 3A Ameperemeter, abweichend von dem 5A-Amperemeter des TO
Das wäre bei einem Endstufentransistor und dem gezeigten Kühlkörper immer noch sehr optimistisch.
Der müsste bei einer niedrigen eingestellten Spannung und 2,5A dann mindestens 70W verbraten. Oder hat das eine Umschaltung der Sekundärspannung des Trafos?
Das oben gezeigte Doppelnetzteil wäre eine nette Basis um sich ein Netzteil zu bauen. Alleine Trafos, Gehäuse, Kühlkörper, Endstufentransistoren und die Messinstrumente sind die 30 Euro dicke wert.
Realistisch würde ich aber als Dauerlast max. 2x2A anstreben.
Das Schubert hat also 28V/3.5A Trafo bei 220V.
Bei heutigen 230V+/-10% kommen 26.35 bis 32.52V raus, gleichgerichtet 37.2 bis 45.98, nach dem Gleichrichter 35.2 bis 43V, im Leerlauf auch gerne 8% mehr macht 46.11V.
Zu viel für den 40V Elko und 40V uA723. Man sollte einen spannungsfesteren Elko nehmen und einen L146 statt dem uA723, obwohl die Erfahrung lehrt, dass Bauteile bei +10% nicht gleich platzen.
Ein 2N3055 taugt bei 43V nur bis 2.4A, dein 3.5A Trafo nach Gleichrichtung nur bis 2A, man sollte die Stromeinstellung also auf 2A begrenzen durch Erhöhung des shunt um das 2.5-fache. Ja, dann nutzt man nur 2/5 des Instruments. Wenn das stört statt einem neuen Instrument lieber eine neue Skala drucken und ins Instrument einlegen, shunt passend verändern.
Der 4700uF Elko verliert bei 2A pro Halbwelle 4V, aus mindestens 35.2V werden also nur 31.2V danach der 2N3055 in unbekannter Schaltung. Als Sziklai kostet er die verbleibenden 1.2V, als Emitterfolger eher 4.5V, die Spannungsregelung bis 30V kann also zu viel sein, so eine hohe eingestellte Spannung fängt dann bei Belastung zu brummen an, der Hersteller wollte nur 28V zusichern, klingt vernünftig.
Da du den Elko sowieso gegen ein 50V oder mehr Modell auswechseln solltest kann man gleich 6800uF oder mehr nehmen, was eben reinpasst auf die Platine, bis 10000uF/63V.
Der TO126 Transistor sollte ein Kühlblech bekommen, der Kühlkörper vom 2N3055 sollte eine Thermobimetallschalter bekommen der bei 56 GradC abschaltet, denn für 45V/2A=90W ist das die maximale case temperature des 2N3055.
Dann hast du ein zuverlässiges 28V/2A linear regelbares Netzteil (mit altertümlicher Schaltung, der Übergang zwischen Spannungsregelung und Stromregelung ist eher weich, gut zur Simulation von Solarzellen für MPPT Regler, schlecht für genaue Begrenzung), zusätzlich zu deinem neuen Korad 3005 5A Schaltnetzteil.
Bei einer Tastfunktion, müsstest du die Taste aber ständig mit dem
Finger gedrückt halten.
Richtig, das vergaß ich zu schreiben. Ich muss entweder den Finger auf dem Taster lassen, was sehr unpraktisch ist, oder den Taster mit einem Stück Tesa fixieren;-) Hin und wieder hole ich meine Frau zur Hilfe um den Taster über mehrere Stunden zu gedrückt zu halten;-)
Das wäre mir entweder zu lästig,
Deswegen überlasse ich es der Elektronik im NT diese Aufgabe zu übernehmen.
oder DU hast dich vertan und meinst in Wirklichkeit einen
Druckschalter, der beim Loslassen einrastet und bis zur
nächsten Betätigung weiterhin von selbst gedrückt bleibt.
Nein, ich muss Dich enttäuschen. Es gibt tatsächlich NTs ohne rastende Schalter, also Tastfunktion um den Ausgang zu schalten.
Deswegen überlasse ich es der Elektronik im NT diese Aufgabe zu
übernehmen.
Aha! Das habe ich unter Anderem auch schon fast vermutet, dass da statt einer mechanischen Lösung, so eine Art T-Flip-Flop drin ist, das den Impuls vom Finger einspeichert und erst beim nächsten Drücken den Speicher wieder löscht und zurückschaltet.
Da heute wohl jedes etwas bessere Netzgerät einen µC drin hat, ist das gar kein Problem. Ohnehin haben da wahrscheinlich mindestens 3/4 vom dem Teil gar nix zu tun. Dieses eher schon recht angejahrte Korad würde ich nicht kaufen. Es gibt in China genügend Netzgeräte, die haben eben so einen schaltbaren Ausgang und zusätzlich ein USB-Netzteil. Zwar nur 1A aber für mal ein Relais, paar LEDs oder so reicht das auch.
Ja, da gibt es ja noch mehr Baustellen, bei beiden NTs.
d.h. dass nach deiner Meinung, auch bei dem zweiten (zu kaufenden NT)
noch zuviel Arbeit drin stecken würde, um es einigermaßen betriebsfertig
zu machen ?
Zwei Stunden Aufwand, easy peasy,....wenn du das nicht kaufst
WILL ich das Teil haben.
Ich würde kein Netzteil kaufen bei dem der Ausgang nicht über einen
Taster Ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.
Daraus schließe ich, daß du kein solches Netzteil besitzt und behauptest trotzdem sowas.
Nur um das nochmal klar zu stellen, bei diesem Netzteil IST der Ausgang durch Tastendruck aus- und wieder einzuschalten. Steht auch auf der Frontplatte: LOCK/UNLOCK. Und zwar ist der VOLTAGE-Regler für ca. 2 Sekunden zu drücken, ein weiterer 2-Sekunden Druck schaltet den Ausgang wieder ein.
Der Zustand LOCK bzw. UNLOCK bleibt auch nach dem Aus- und wieder Einschalten des Netzteils erhalten.
Habe beides gerade nochmal ausprobiert, es funktioniert so wie beschrieben. Ich habe 2 von diesen Teilen und bin damit (fürs Hobby) sehr zufrieden.
Nur um das nochmal klar zu stellen, bei diesem Netzteil IST der Ausgang
durch Tastendruck aus- und wieder einzuschalten. Steht auch auf der
Frontplatte: LOCK/UNLOCK. Und zwar ist der VOLTAGE-Regler für ca. 2
Sekunden zu drücken, ein weiterer 2-Sekunden Druck schaltet den Ausgang
wieder ein.
Der Zustand LOCK bzw. UNLOCK bleibt auch nach dem Aus- und wieder
Einschalten des Netzteils erhalten.
Habe beides gerade nochmal ausprobiert, es funktioniert so wie
beschrieben. Ich habe 2 von diesen Teilen und bin damit (fürs Hobby)
sehr zufrieden.
In der Anleitung steht es anders, und zwar so wie man es von "Lock" erwartet: man kann Spannung und Strom nicht mehr versehentlich verstellen.
In der Anleitung steht es anders, und zwar so wie man es von "Lock"
erwartet: man kann Spannung und Strom nicht mehr versehentlich
verstellen.
Sorry, aber ich habe es vor meinem letzten Posting probiert, es funktioniert genau wie ich es beschrieben habe. Wenn du es nicht glauben willst, mache ich auch gerne ein Video, aber erst nach der Nachtruhe. Was stimmt ist, daß man bei ausgeschaltetem Ausgang keine Einstellungen mehr ändern kann. Im Display werden in diesem Zustand die eingestellten Werte von Spannung und max. Ausgangsstrom angezeigt.
Ich würde kein Netzteil kaufen bei dem der Ausgang nicht über einen
Taster Ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.
Daraus schließe ich, daß du kein solches Netzteil besitzt und behauptest
trotzdem sowas.
In dem was Du von mir zitierst hast habe ich überhaupt nichts behauptet. Das war einfach nur eine Feststellung.
Richtig ist dass ich das verlinkte Netzteil nicht habe. Dass muss ich aber auch nicht um zu erkennen dass der Ausgang nicht über einen separaten Taster am Gerät ein- bzw. ausgeschaltet werden kann. Das erkennt man anhand der Beschriftung auf der Frontplatte, spätestens aber beim Blick in die Bedienungsanleitung.
Die Taste die Du beschrieben hast hat die Funktion die Tasten gegen versehentliche Bedienung zu sperren. Das hat Dir Hinz ja schon erläutert. Lock/Unlock sollte einem Techniker auch ein Begriff sein.
Nur um das nochmal klar zu stellen, bei diesem Netzteil IST der Ausgang
durch Tastendruck aus- und wieder einzuschalten. Steht auch auf der
Frontplatte: LOCK/UNLOCK.
Wie gesagt, Lock/Unlock bedeutet nicht was es Deiner Meinung nach entspricht.
Und zwar ist der VOLTAGE-Regler für ca. 2
Sekunden zu drücken, ein weiterer 2-Sekunden Druck schaltet den Ausgang
wieder ein.
In der Bedienungsanleitung steht 3 Sekunden.
Die Funktion des Bedienelements ist auf Seite 6 unter Punkt 5.4 beschrieben:
Sollte sich Dein NT anders verhalten mag das sein, passt dann aber nicht zum verlinken NT. Vielleicht ist es auch eine verstecke nicht dokumentierte Funktion.
PS: Ich habe Netzteile bei denen es die Funktion tatsächlich gibt, über einen Taster. Rigol, Keysight, Keithley, auch der größere Bruder vom hier verlinkten haben in vielen Modellen die Funktion ON/OFF des/der Ausgänge auch über eine Tastfunktion implementiert.
Also ich hab das Teil gekauft-wäre irgendwie am Schluss gegenüber dem Verkäufer doch wohl unfair gewesen. Hatte mich da vermutlich zu weit schon aus dem Fenster gelehnt. War im Grunde genommen ja auch davon ausgegangen, dass die Mehrzahl von euch wohl eher zustimmen würde.
Was mir jetzt beim Auspacken noch aufgefallen ist, dass jeder MJ3001 eine kleine Platine auf der Rückseite besitzt.
Was könnte das sein ?
In der Anleitung steht es anders, und zwar so wie man es von "Lock"
erwartet: man kann Spannung und Strom nicht mehr versehentlich
verstellen.
Sorry, aber ich habe es vor meinem letzten Posting probiert, es
funktioniert genau wie ich es beschrieben habe. Wenn du es nicht glauben
willst, mache ich auch gerne ein Video, aber erst nach der Nachtruhe.
Das wurde früher öfters gemacht, weil die "digitalen Werkzeuge" nicht zur Verfügung standen. Wenn mehr Strom gebraucht wurde, wurden welche mit besseren Hfe herausselektiert und parallel mit kleinen Widerständen verbaut.
Sollte sich Dein NT anders verhalten mag das sein, passt dann aber nicht
zum verlinken NT. Vielleicht ist es auch eine verstecke nicht
dokumentierte Funktion.
Das Netzteil bietet eine Funktion zum Aus- und Einschalten des Ausgangs, allerdings nur wenn die Drehknöpfe gesperrt sind. In Reichelts deutscher Übersetzung fehlt die Beschreibung dieser Funktion. Das Original enthält diese aber:
Push and hold the VOLTAGE knob for 3 seconds to lock
the VOLTAGE and CURRENT adjustment knobs. Then the
output of the power supply will be off. At this time, the
CURRENT adjustment knob becomes the output knob;
push the CURRENT knob and then the output of the power
supply will be ON and OFF accordingly. Push and hold the
VOLTAGE knob again for 3 seconds and the VOLTAGE
and CURRENT adjustment knobs will be unlocked.
Das dachte ich vor langer Zeit auch und übersah, dass ein Zuleitungsdraht mit Isolierung aus "echten" Konstantan war, eine Legierung aus Kupfer mit 44% Nickel, die sich (wenn es blank und nicht oxidiert ist) sehr leicht löten ließ.
Nach den Bildern bei dem Labornetzteil dürfte sowas nicht vorhanden sein.
vielen Dank für die Erläuterung und den Link auf die englische Bedienungsanleitung. Ich hatte ja nicht ausgeschlossen das es eine versteckte Funktion sein kann:
Nur um das nochmal klar zu stellen, bei diesem Netzteil IST der Ausgang
durch Tastendruck aus- und wieder einzuschalten. Steht auch auf der
Frontplatte: LOCK/UNLOCK. Und zwar ist der VOLTAGE-Regler für ca. 2
Sekunden zu drücken, ein weiterer 2-Sekunden Druck schaltet den Ausgang
wieder ein.
Da die Funktion der englischen Bedienungsanleitung dokumentiert ist wundert es mich das keinerlei Beschriftung auf der Frontplatte darauf hinweist.
Wie bist Du darauf gekommen? Ich habe nach Reinhards Kommentar nach Videos gesucht die die Funktion belegen, ohne Erfolg. Nach einer englischen BDA habe ich allerdings nicht gesucht.
Unabhängig davon das es geht ist die Anwendung sehr unpraktisch, aus meiner Sicht unbrauchbar.
Da könnte dieser Schaltplan weiter helfen:
Beitrag "Re: Suche Schaltplan Labornetzteil Conrad NG-302"
Wenn Du den Schaltplan mal genauer ansiehst, dann ist dort beim zweiten 0,33 Ohm Widerstand ein Pin in der Luft. Der Fehler zwischen Schaltplan und Layout kam daher, dass diese je nach Variante unterschiedlich verschaltet wurden.
a) Parallel, wie in dem Platinenlayout
b) In einer Variante wären das die jeweiligen vorgesehenen Emitterwiderstände, die notwendig wären, wenn zwei Leistungstransistoren parallel geschaltet würden. D.h. hier noch ein Loch für einen Kontakt hineinbohren und die Leiterbahn durchkratzen, wäre eine Lösung.
Die geänderte Platinevorlage kam nicht mehr so weit ich weiss.
Was mir an den Bildern noch aufgefallen ist, dass der 0,33 Ohm
Widerstand doppelt ist.
Nicht ohne Grund, das sind die beiden Emitterwiderstände, man sieht sie auf der Platine. Es gehen vom Kühlkörper auch 4 Leitungen zur Platine: CC, BB gemeinsam und E und E einzeln. Der Schaltplan wird einfach nur 1 MJ3001 zeigen und daher fehlerhaft sein. Gern absichtlich zur Nachbauverhinderung.
Nicht ohne Grund, das sind die beiden Emitterwiderstände, man sieht sie
auf der Platine. Es gehen vom Kühlkörper auch 4 Leitungen zur Platine:
CC, BB gemeinsam und E und E einzeln.
Mea culpa, auf einem der Fotos sieht man die vier Adern. Da hatte ich nur das andere angesehen, und da sind nur drei Adern zu sehen.
Der Schaltplan wird einfach nur 1
MJ3001 zeigen und daher fehlerhaft sein. Gern absichtlich zur
Nachbauverhinderung.
Lt. Messung sind das tatsächlich Ermitterwiderstände.
Noch ne Frage, auch wenn wieder großes Kopfshütteln erfolgt, aber kann eben keinen Schaltplan lesen.
Welche Funktion haben die einzelnen Drehregler (P1-P4) bzw der der rechte silberne Schalter ? Kann da nur eine Einstellung erfolgen, wenn da auch eine Last dran hängt oder kann ich bereits vorher Spannung und Strom einstellen?
Hallo HH
super
danke ! insbesondere auch für die Beschreibung. Du findest ja einfach alles.
Und was machte der rechte Schalter (ist ja kein Ein/Ausschalter) Hat der was mt dem Strom zu tun ?
So Leute,
hab das Gerät, soweit eben meine Kenntnisse reichen getestet und für in Ordnung befunden. Danke für die vielen hilfreichen Tipps. Ohne sie wäre ich komplett aufgeschmissen gewesen.
Würde das Teil aber jetzt am liebsten wieder verkaufen, da die Häufigkeit der Nutzung in keinem Verhältnis steht.
Also wenn jemand Interesse hat und vielleicht auch die zweite Stufe fertigstellen will und kann: melden !
LG
Würde das Teil aber jetzt am liebsten wieder verkaufen, da die
Häufigkeit der Nutzung in keinem Verhältnis steht.
Also wenn jemand Interesse hat und vielleicht auch die zweite Stufe
fertigstellen will und kann: melden !
Würde das Teil aber jetzt am liebsten wieder verkaufen, da die
Häufigkeit der Nutzung in keinem Verhältnis steht.
Also wenn jemand Interesse hat und vielleicht auch die zweite Stufe
fertigstellen will und kann: melden !
Ich habe dem TO angeboten bei an dem NT einen Reparaturversuch zu unternehmen, was er auch angenommen hat. Nun ist das NT bei mir und ich werde die Reparatur in einem Thread dokumentieren, was ich früher schon mal gemacht habe.
Hier ist der Link zum neuen Thread. Vielleicht interessiert es den Ein- oder Anderen.