Forum: Platinen Easteregg (Initialen des Entwicklers) auf der Platine?


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von Sven (elitron)


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Hallo,

hier Mal ein Bild.
Schaut aus wie ein Easteregg, also die Initialen des Entwicklers, welche 
wie ein Logo, in Klein auf einer Platine angebracht wurden.

Habt ihr solche Eastereggs auch schonmal gefunden?

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Sven schrieb:
> Habt ihr solche Eastereggs auch schonmal gefunden?

Sieht aus wie ein Dollar-Sign und nicht wie initialen.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Die chinesische Version des Siemens & Halske - Logos? ;-)

von Pat A. (patamat)


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von Keks F. (keksliebhaber)


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Bei mir ist ein Pfotenabdruck und der Name meiner Katze drauf. :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Eastereggs -> Abmahnung

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja ob's gleich eine Abmahnung gibt... aber es stimmt schon, zumindest 
in der Software-Industrie ist es heute mindestens unerwünscht, wenn sich 
die Entwickler auf diese Weise in ihren Programmen verewigen und das 
bekommt man als Programmierer auch klar gesagt. Teile der Kundschaft 
betrachten sowas leider als nicht besonders seriös und ernsthaft, von 
manchen wird es als Sicherheitsrisiko wahrgenommen, wenn die Software 
versteckte "Funktionen" besitzt.

Irgendwie ist's ein wenig schade drum wenn's keine Eastereggs mehr gibt 
- aber wenn man ehrlich ist, wirklich brauchen braucht man sie auch 
nicht.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Sven schrieb:
> Habt ihr solche Eastereggs auch schonmal gefunden?

Ich habe einen Schmetterling. Früher als Sticker, neuerdings als 
Footprint in Kupfer.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Eastereggs -> Abmahnung

Das ist das Firmenlogo des Herstellers, entweder des Gerätes oder der 
Platine.

Und wenn Du Hardwareentwicklung irgendwo einkaufst, hat meistens die 
Entwicklerfirma ihr Logo auch noch darauf. Das sie das dürfen, steht 
meistens in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei kleinen 
Entwicklungsbüros besteht das Logo sehr oft nur aus den verschlungenen 
Initialen des Inhabers.

"Eastereggs" habe ich persönlich noch nirgendwo gesehen. Möglicherweise 
sind die bei Konsumerelektronik verbreiteter.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Das machen sehr viele, vor allem dort, wo man es scheinbar nicht sehen 
kann. Mir fiel das schon mehrfach bei Chip-Inspektionen auf, dass unter 
dem Mikroskop seltsame Strukturen ohne Sinn zu entdecken waren und sich 
beim Nachforschen als "Oster-Eile" (die schwäbische Form des Ostereis) 
entpuppten.

Wer so etwas im Auge hat, der hat dazu gerade eine einmalige Chance, 
auch als Nicht-ASIC -Designer:
Beitrag "Letzte Chance! - Dein Name im NASA-Chip eingestanzt!"

Direkter Link
https://europa.nasa.gov/message-in-a-bottle/sign-on/


Sich auf PCBs zu verewigen, war als Student lustig, wirft im 
industriellen Umfeld aber eher Fragen auf in Sachen Rechte und Logos 
etc. Keine Firma will das. Was da drauf darf, entscheidet entweder der 
Kunde oder der Hersteller. Meistens das Firmen-Logo!  Ich mache das auf 
keine meiner Platine drauf, auch auf die privaten nicht. Damit kann auch 
niemand im Nachhinein mir die Schandttat zuordnen :-) Wenn man sich so 
ansieht, was man vor über 25 Jahren so zusammengebrutzelt hat, dann 
hätte man seine Initialen mal besser wegelassen (siehe Bild) :-)

----------

Software-Stempel sind was anderes: Die gehören - wenn - in den header 
und das offiziell, sofern gewünscht. Das ist aber genau genommen auch 
eher ein Nachteil, weil ja jederzeit jemand drin rumpfuschen kann und 
der eigene Name steht noch drin.

Allerdings ist es manchmal schon ganz lustig, wenn man in eine Firma 
kommt und findet dort Code von einer anderen Person vor, von der man 
schon einiges gesehen hat. Es gibt da im Raum 
Karlsruhe-Stuttgart-Remstal einen Physiker, der FPGA-Signalverarbeitung 
macht und von dem ich schon 3x Code angetroffen habe.
Die Art und Gestaltung sowie auch die speziellen Inhalte und 
Vorgehensweisen zeigen, dass er über mindestens 6 Jahre dort aktiv war 
und in der gesamten Zeit praktisch nichts dazugelernt hat. :-(

Im dritten Fall konnte ich den Projektleiter auch davon überzeugen, den 
Code der "Deutschen Eishockey Liga" zu übergeben.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (ghf)


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Ich habe absolut nix dagegen, wenn ein Layouter sein Kunstwerk
signiert. Das zeigt zumindest mal, daß er hinter seiner Sache steht.
Anonymes Verstecken würde eher 2fel aufkommen lassen.
("war wohl am Freitag um eins fertig!! ??!!!elf111!")

Easter eggs sind aber weniger eine Signatur, sondern eher die
Möglichkeit, nach CTL-ALT-XYZ auf einem scope Space Invaders spielen
zu können. Oder sowas in der Art. Das gab's.

Die Namen meiner Tochter und mir sind an Bord einer japanischen
Sonde, die die Venus umkreist, wohl für immer.
Das war aber offizielles Programm. Laser auf Blech.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Enrico E. (pussy_brauser)


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Sven schrieb:
> Habt ihr solche Eastereggs auch schonmal gefunden?

Vor geraumer Zeit war hier im Parallelthread ein Board mit einem 
Löwenkopf von einem Saugbot zu sehen.

🐯

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Mein Schmetterling

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Steve van de Grens schrieb:
> Mein Schmetterling

Ach jetzt sehe ich ihn auch. Mach den doch mal größer, den sieht man ja 
kaum.

🐛

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Enrico E. schrieb:
> Mach den doch mal größer, den sieht man ja kaum.

Nee, ich will nicht übertreiben. Die 4 mm reichen.

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Eastereggs -> Abmahnung

Ben B. schrieb:
> Naja ob's gleich eine Abmahnung gibt... aber es stimmt schon, zumindest
> in der Software-Industrie ist es heute mindestens unerwünscht

Abmahnung hatte man mir in meiner Industriezeit jedenfalls angedroht als 
ich mein jar Ende der 1980er auf eine interne Prüfplatine brachte. Mein 
Grupppenleiter fand das auch übertrieben und es passierte dann doch 
nichts.

von Taz G. (taz1971)


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Ich hab mir auch mal ein paar mögliche Logos für mich zusammen gestellt. 
Aus irgendwelchen unsinnigen, ausgedachten Gründen, hat uns der Chef 
verboten unseren Namen auf die Platinen zu setzen. Es hat einfach 
praktische Gründe , die prodizierten Platinen den Designer (einfach) 
zuordnen zu können.
Auf einigen Platinen habe ich den Gecko platziert, aber der burning 
Resistor hat sich durch gesetzt. Der hat einfach einen Bezug zur 
Elektronik.
Mir fällt gerade ein, ein PacMan der Widerstände frießt wäre auch nett.

von Harald W. (wilhelms)


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Ben B. schrieb:

> Irgendwie ist's ein wenig schade drum wenn's keine Eastereggs mehr gibt
> - aber wenn man ehrlich ist, wirklich brauchen braucht man sie auch
> nicht.

Ja, in den Supermärkten werden "Eastereggs" ja sogar zu Weihnachten
verkauft. Wenn Du Freude daran hast, kannst Du ja ein solches auf
Deinen Computer stellen. :-)

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Solche Spielereien gehören natürlich nur auf eure eigenen Produkte, 
nicht die, die ihr für euren Arbeitgeber entwickelt. Ist das nicht 
selbstverständlich?

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Gerhard H. schrieb:
> Die Namen meiner Tochter und mir sind an Bord einer japanischen
> Sonde, die die Venus umkreist, wohl für immer.
> Das war aber offizielles Programm. Laser auf Blech.

Sowas wie das hier?
Beitrag "Letzte Chance! - Dein Name im NASA-Chip eingestanzt!"

Läuft noch ein paar Wochen. Wer noch mag ...

von Steffen K. (botnico)


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Früher gab es beim Fussball auch noch die Flitzer, das war das 
interessanteste beim Fussball.

Früher hatte ein Entwickler einen höheren Rang und noch mehr 
Narrenfreiheit. Heute ist er ein Nice Guy, der das macht was Kasperle 
ihm vorgibt ("Führt Weisungen aus"). Also z.B. Code Monkey.
Heute ist alles voll funktional, ohne Schneid.
Willkommen im Kleinhirn-Sandkasten.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ein Kollege von mir hatte sein Namenkürzel KM in eine real benutzten 
Leiterbahn eingebaut.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Dietrich L. schrieb:
> Ein Kollege von mir hatte sein Namenkürzel KM in eine real benutzten
> Leiterbahn eingebaut.

Gut versteckt!

von Jens M. (schuchkleisser)


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ich seh da eher "5cm" mit kaputtem m.
Oder vielleucht noch "xn" in Schreibschrift.
Aber ein K?

von Steffen K. (botnico)


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Dietrich L. schrieb:
> Ein Kollege von mir hatte sein Namenkürzel KM in eine real benutzten
> Leiterbahn eingebaut.

EPROM? Wann wurde dieses Board entwickelt?
Ist der Chef auch so geizig dass ein Silkscreen nicht drin ist? Ich 
hatte auch mal so einen...

von Daniel D. (danielduese)


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Jürgen S., "Basic Stamp":
Diese Briefmarke schreint aber auch zum Hinzufügen von Elementen zu 
dienen, oder wozu +5V und GND explizit anbieten. Hier können auf den 
Stecker zusätzliche Signale verlegt werden. Trotzdem: hübsch designt.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Gerhard H. schrieb:
> Ich habe absolut nix dagegen, wenn ein Layouter sein Kunstwerk
> signiert. Das zeigt zumindest mal, daß er hinter seiner Sache steht.
> Anonymes Verstecken würde eher 2fel aufkommen lassen.
> ("war wohl am Freitag um eins fertig!! ??!!!elf111!")
>
> Easter eggs sind aber weniger eine Signatur, sondern eher die
> Möglichkeit, nach CTL-ALT-XYZ auf einem scope Space Invaders spielen
> zu können. Oder sowas in der Art. Das gab's.
>
> Die Namen meiner Tochter und mir sind an Bord einer japanischen
> Sonde, die die Venus umkreist, wohl für immer.
> Das war aber offizielles Programm. Laser auf Blech.
>
> Gerhard

Oweh! Jetzt seid ihr den Aliens bekannt.
Wundere Dich nicht, wenn eines Tages in der Nacht ein fremdes Raumschiff 
überm Haus schwebt und mit einem Tractorbeam ins Raumschiff geholt 
werdet...

von Jens M. (schuchkleisser)


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Kommt ganz drauf an.
Entweder kommen die und zappen die Leute von der Sonde weil "der 
Schrotthaufen ist in unsere Kirche gefallen und hat unseren 
Oberzertifikatschefchef zermatscht, und eure Namen waren drauf!!!", oder 
sie nehmen sie mit weil "dieses erbärmliche Stück Techniksteinzeit hatte 
euren Hilferuf dabei, wir retten auch daher!"

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Dietrich L. schrieb:
> in Kollege von mir hatte sein Namenkürzel KM in eine real benutzten
> Leiterbahn eingebaut.

... und 3 kleine Microantennen mit Reflexionen eingebaut :-)
D.h. auch das dort geleitete Signal trägt seine Handschrift.

Aber hey, das wäre doch mal eine tolle Form der hw-Codierung: Das Signal 
wird über verschiedene Stichleitungen mit Reflexionen versorgt und so 
analog codiert. Eine Filtereinheit am empfangenden Bauteil erfasst es 
und produziert eine Information. Dieses erkennt die PCB-Serie und 
verhindert den Nachbau.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Das wird nicht gehen, denn die Cloner clonen sowas stumpf mit.
Sogar aus der Entwicklung übergebliebene abgeknipste Teile, 
Schleifstellen an Erstmustergehäusen und unwichtige Abstempelungen 
werden stumpf mitkopiert.

von Daniel D. (danielduese)


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Ich weiß gar nicht was Ihr immer mit dem Hardwareschutz habt. Aus einem 
Prozessor mit aktiviertem RDP Level x ließt euch keiner den Code aus. 
Wie soll das nachgemacht werden.

https://stm32world.com/wiki/STM32_Readout_Protection_(RDP)

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von Roland E. (roland0815)


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Daniel D. schrieb:
> Ich weiß gar nicht was Ihr immer mit dem Hardwareschutz habt. Aus einem
> Prozessor mit aktiviertem RDP Level x ließt euch keiner den Code aus.
> Wie soll das nachgemacht werden.
>
> https://stm32world.com/wiki/STM32_Readout_Protection_(RDP)

Scheint, wie vieles in den STM32, verbuggt und nicht wirklich stabil zu 
sein...

https://www.eevblog.com/forum/microcontrollers/stm32-readout-protection-is-broken/

https://blog.zapb.de/stm32f1-exceptional-failure/

...

von Daniel D. (danielduese)


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Roland E. schrieb:

> Scheint, wie vieles in den STM32, verbuggt
> und nicht wirklich stabil zu sein...

Scheint wie alles, was mit Sicherheit zu tun hat, mit Gewalt oder 
genügend krimineller Energie ausgehebelt werden zu können. Schade echt.

: Bearbeitet durch User
von Dietrich L. (dietrichl)


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Jens M. schrieb:
> ich seh da eher "5cm" mit kaputtem m.
> Oder vielleucht noch "xn" in Schreibschrift.
> Aber ein K?

Naja, war wohl seine künstlerische Freiheit...

von Dietrich L. (dietrichl)


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Steffen K. schrieb:
> EPROM? Wann wurde dieses Board entwickelt?

In den 90er Jahren. Das Gerät läuft mit einen 80C32-µC. In der Zeit war 
Flash noch nicht aktuell, hier wurde ein 27C64 verwendet.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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