Forum: Haus & Smart Home Haustür über Gesichtserkennung öffnen


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von Fabian H. (hdr)


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Moin,
da wir gerne die Fernbedienung für unsere Haustür vergessen, bzw. gerne 
auch mit vollen Händen ins Haus gehen wollen, habe ich mich nach 
Alternativen umgeschaut.
Die Gesichtserkennung für das iPhone funktioniert ja äußerst 
zuverlässig.

Nun frage ich mich, ob dies auch für Haustüren möglich ist. Auf der 
Suche nach fertigen Lösungen, bin ich dabei über eine Türsprechstelle 
von Dahua gestoßen, die das wohl kann: 
https://www.ebay.de/itm/186183640835

Weiß jemand, wie zuverlässig sowas funktioniert? Es scheint eine andere 
Technik als beim iPhone zu sein. Ich habe natürlich keine Lust, dass der 
Postbote oder sonstige Vertreter plötzlich im Flur stehen.

Mit einfachen Fotos und Videos soll man das System wohl nicht 
austricksen können. Hat das mal jemand probiert und evtl. ein 
vergleichbares System bei sich im Einsatz?

VG
Fabian

von J. S. (jojos)


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ich habe mich auch schon gefragt warum Apple keine Türöffner mit Kamera 
anbietet, mein Gesicht kennen die ja achon.
Alternativ gibt es ja Fingerprint Sensoren, habe ich gerade gestern 
bestellt um das mal zu testen. Da muss man natürlich eine Hand freihaben 
zum Tür öffnen. Ob Kameras sicher genug sind würde mich auch 
interessieren.

von Harald W. (wilhelms)


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J. S. schrieb:

> Alternativ gibt es ja Fingerprint Sensoren, habe ich gerade gestern
> bestellt um das mal zu testen.

Da braucht der Dieb dann nur noch eine Kneifzange dabei haben.

von Fabian H. (hdr)


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Harald W. schrieb:
> Da braucht der Dieb dann nur noch eine Kneifzange dabei haben.

Um die Finger zu klauen?! Ansonsten kommt er nicht weiter. Die 
Kommunikation mit dem Türöffner funktioniert über ein Sicherheitsmodul 
im inneren des Gebäudes und nicht direkt im Leser selbst.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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J. S. schrieb:
> Ob Kameras sicher genug sind würde mich auch interessieren.

Mit zusaetzlichem Waermebild und 3D-Kamera schon. Aber wenn Dir jemand 
eine Reinhaut, Du mit geschwollenem Gesicht und blutiger  Nase davor 
stehst, keine Chance.

Nach einer Schoenheits OP wird es auch schwierig.

von Harald W. (wilhelms)


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Fabian H. schrieb:

>> Da braucht der Dieb dann nur noch eine Kneifzange dabei haben.
>
> Um die Finger zu klauen?!

So isses.

von Udo S. (urschmitt)


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Fabian H. schrieb:
> Weiß jemand, wie zuverlässig sowas funktioniert?

Wichtig wäre vor allem ob die Hausratversicherung das Teil als sicher 
genug einstuft, oder im Falle eines Einbruchs ohne erkennbare 
Gewalteinwirkung einfach "nein" sagt.

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Hi Fabian,

ich kann dir eine andere alternative nennen.
Bei mir betreibe ich schon seit Jahren eine Venenerkennung aus dem Hause 
Fujitsu das System heißt PalmSecure.
Ich habe den Ausschnitt für den Sensor in die Klingelplatte machen 
lassen.
Das System funktioniert recht simpel. Es ist ein kleiner Fujitsu Rechner 
darauf läuft ein stinknormales Windows. Die Benutzer müssen vorher 
antrainiert werden. Wenn jemand die Hand vor den Sensor hält meldet er 
sich ,wenn er gültig ist, am Rechner an. Danach wird ein Script 
gestartet was eine USB Relais Karte ansteuert die den elektrischen 
Öffner betätigt. Am ende meldet sich der Rechner wieder ab.

Der Rechner ist nicht mit dem Internet LAN verbunden.
Nur wenn ich einen neuen Benutzer anlegen sollte verbinde ich ihn 
physisch mit den Netz und bediene ihn über eine VNC Verbindung.

Den Sensor bekommt man sehr günstig aus einer Fujitsu Tastatur. Den gibt 
es auch einzeln aber dann kostet er 300€.

Beitrag #7596289 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Harald K. (kirnbichler)


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J. S. schrieb:
> ich habe mich auch schon gefragt warum Apple keine Türöffner mit Kamera
> anbietet, mein Gesicht kennen die ja achon.

Sie tun es nicht. Die "biometrischen" Daten sind nur auf dem mit 
"faceID" genutzten Gerät gespeichert.

Als Selbstbastelei kann man so etwas natürlich auch machen, dazu braucht 
es nur den obligatorischen Raspberry Pi nebst Kameramodul und ein paar 
in Python oder einer anderen modernen Sprache zusammengeklimperter 
Zeilen -- sowie irgendeine von irgendwo zu "ziehende" Lib, die sich um 
den Rest kümmert.

Mal sehen:

Google "faceid raspberry pi"

https://www.tomshardware.com/how-to/raspberry-pi-facial-recognition

Was kann dabei schon schiefgehen?

Ich würde bei so etwas wie einer Haustür wenigstens einen zweiten Faktor 
verwenden, wie z.B. irgendein RFID-Ding, das man in der Tasche haben 
muss, damit der Kameragesichtskram überhaupt aktiviert wird.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Fabian H. schrieb:
> Um die Finger zu klauen?!

Schon passiert bei einem Überfall um Zugang zum Tresor zu bekommen. Gibt 
einen Film, wo das vorkam.

Opfern wurde mit Schleifpapier schon mal die Fingerkuppen abgeschliffen 
als Schikane.

Film und reale Gaengster sind bei sowas kreativ.

: Bearbeitet durch User
von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Ja geht.

Du brauchst allerdings zwei Kameras. Eine für die Tiefeninformationen 
(IR) und eine normale für die Farbinfos. Damit keiner auf die Idee kommt 
einfach ein Photo hinzuhalten. Und programmieren solltest du können, 
weil eine fertige Lösung nur zu Mondpreisen angeboten wird. Statt der 
IR-Kamera könntest du auch eine Wärmebildkamera mit InfiRay P2 Modul 
oder Klon einsetzen. Billiger ist das aber nicht. HP Laptops (auch etwas 
ältere) z.B. haben sowas serienmässig.

von J. S. (jojos)


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Die Apple Face ID soll sich nicht einfach durch ein Foto austricksen 
lassen können, deshalb war meine Frage schon ernst gemeint. Wenn man die 
Kamera rechts vom Speaker zuhält, dann entsperrt es nicht. Aber auch 
nicht wenn man links neben dem Speaker den Finger draufhält, da scheint 
der IR Sensor zu sein. Ein bisschen OpenCV reicht also nicht.

von Oliver S. (oliverso)


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J. S. schrieb:
> Die Apple Face ID soll sich nicht einfach durch ein Foto austricksen
> lassen können,

Das macht nicht umsonst eine 3D-Vermessung des Gesichts. Mit einem Foto 
kommt man da nicht weit.

Oliver

von Oliver (imonbln)


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David G. schrieb:
> Hi Fabian,
>
> ich kann dir eine andere alternative nennen.
> Bei mir betreibe ich schon seit Jahren eine Venenerkennung aus dem Hause
> Fujitsu das System heißt PalmSecure.

Klingt jetzt auch nicht so vertrauensvoll.
https://www.heise.de/select/ct/2019/3/1549004114698081

von Bauform B. (bauformb)


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Harald K. schrieb:
> Ich würde bei so etwas wie einer Haustür wenigstens einen zweiten Faktor
> verwenden, wie z.B. irgendein RFID-Ding, das man in der Tasche haben
> muss, damit der Kameragesichtskram überhaupt aktiviert wird.

Als Apple User hat man so ein Ding sowieso in der Tasche mit WLAN, 
Bluetooth oder NFC. Und das Ding hat ein bis drei Kameras und kennt auch 
schon das Gesicht. Und WLAN reicht sowieso bis vor die Haustür. Also 
eigentlich braucht man nur ein wenig Software im Haus.

von Andreas M. (amesser)


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Fabian H. schrieb:
> da wir gerne die Fernbedienung für unsere Haustür vergessen, bzw. gerne
> auch mit vollen Händen ins Haus gehen wollen, habe ich mich nach
> Alternativen umgeschaut.

Ja, das Leben ist schon beschwerlich. Ich würde einen Diener 
vorschlagen, der kann dann das Zeug auch gleich in die Wohnung 
schleppen, und Dir den Hintern pudern und sich um Deine Frau kümmern.

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Kameras haben den großen Nachteil das sie im dunkeln oder bei schlechter 
Sicht z.b. durch Regen nicht mehr zuverlässig funktionieren. Kommt 
Corona nochmal (Mundschutz) oder man hat auf einmal ne Brille oder diese 
nicht an versagt das System auch gerne. Beim Iphone wird dann auch der 
Code gefordert.

Die Venenerkennung ist ,was das abwägen aller Faktoren angeht, immer 
noch die beste Wahl. Und auch bezahlbar umzusetzen.

Den Hack denen die CCC gelungen ist muss man sich im Detail mal ansehen.
Das steht die z.b.:
In wenigen Minuten gemacht: Ein Venenmuster aus dem Laserdrucker wird in 
einer Silikongießform mit einer rötlichen Wachsschicht überzogen.
Ja klar....

Ich will mal sehen wie man einfach an ein hochauflösendes Venenmuster 
seines Opfers kommen will :-) Das mit den Handtuchtrocknern ist doch nur 
ne wilde Idee. Die selber haben es mit mehreren Fotos die sie mit einer 
Kamera gemacht haben nach mehreren Anläufen geschafft.

Wenn man mal überlegt das es Haustüren gibt die einen Fingerscanner 
verbaut haben muss man sich bewusst sein das man seinen "Schlüssel" 
quasi auch auf der Haustüre und an jeder Oberfläche hinterlässt. Da 
schüttle ich immer den Kopf wenn ich sowas bei uns sehe.... :-)

von Harald W. (wilhelms)


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David G. schrieb:

> Kommt Corona nochmal (Mundschutz)

Wieso? War das irgendwann mal weg?

> Wenn man mal überlegt das es Haustüren gibt die einen Fingerscanner
> verbaut haben muss man sich bewusst sein das man seinen "Schlüssel"
> quasi auch auf der Haustüre und an jeder Oberfläche hinterlässt.

Zu einem guten Fingerscanner gehört auch immer
eine "Lebenderkennung"!

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Die Lebenderkennung ist meist nur eine Temperatur Kontrolle. Dafür gibt 
es ja die Methode das man sich den Fingerabdruck über seinen eigenen 
Finger zieht. Die Tesafilmmethode. Von vielen Politikern kann man den 
Fingerabdruck schon bekommen. Hoffen wir das die keine 
Fingerabdrucksysteme haben...

von Fabian H. (hdr)


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Joe schrieb:
> Ja geht.
>
> Du brauchst allerdings zwei Kameras. Eine für die Tiefeninformationen
> (IR) und eine normale für die Farbinfos. Damit keiner auf die Idee kommt
> einfach ein Photo hinzuhalten. Und programmieren solltest du können,
> weil eine fertige Lösung nur zu Mondpreisen angeboten wird. Statt der
> IR-Kamera könntest du auch eine Wärmebildkamera mit InfiRay P2 Modul
> oder Klon einsetzen. Billiger ist das aber nicht. HP Laptops (auch etwas
> ältere) z.B. haben sowas serienmässig.


Naja, komplett fertig für 350€ (siehe eBay link oben) ist die 
Selbstbastelei nicht wert und ja, das System hat wohl sowohl normale, 
als auch IR Kamera.

von Udo S. (urschmitt)


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Iris Scan kombiniert mit Sprachanalyse eines zufällig vorgegeben Satzes.

Oder einfach einen Schlüssel in der Tasche :-p

von Fabian H. (hdr)


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Andreas M. schrieb:
> Fabian H. schrieb:
>> da wir gerne die Fernbedienung für unsere Haustür vergessen, bzw. gerne
>> auch mit vollen Händen ins Haus gehen wollen, habe ich mich nach
>> Alternativen umgeschaut.
>
> Ja, das Leben ist schon beschwerlich. Ich würde einen Diener
> vorschlagen, der kann dann das Zeug auch gleich in die Wohnung
> schleppen, und Dir den Hintern pudern und sich um Deine Frau kümmern.

Das Problem ist, dass man relativ schwer zuverlässiges Personal findet. 
Hier muss ja auch erstmal das Vertrauen da sein.

von Hmmm (hmmm)


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David G. schrieb:
> das man seinen "Schlüssel" quasi auch auf der Haustüre und an jeder
> Oberfläche hinterlässt. Da schüttle ich immer den Kopf wenn ich sowas
> bei uns sehe.... :-)

Einige Systeme haben zwei Schaltausgänge. Wenn z.B. zwei Finger die Tür 
öffnen und die übrigen 8 einen Alarm auslösen, wird das schwierig.

Mit entsprechendem Aufwand lässt sich jedes System umgehen, auch Dein 
Venensensor. Die meisten Einbrecher werden lieber Deine Terrassentür 
aufhebeln.

Beitrag #7596368 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Richard R. (nbger)


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ich hatte mal ein Projekt gemacht für einen Automobil-Zulieferer:
ein automatischer Haustür-Antrieb.
Verwendet wurde dafür der Spindelantrieb, der normalerweise in 
Auto-Heckklappen eingesetzt wird. Der konnte versteckt ins Türblatt 
eingebaut werden.
Wird verwendet z.B. bei
https://www.bayerwald-fenster-tueren.de/de-de/haustueren/extras/bw-tronic/

Allerdings wurde die ganze Anwendung dann verkauft.
Ich hatte dann nochmal ein Anfrage, die Haustürsteuerung mit einer 
Kommunikationsschicht zum Apple HomeKit zu erweitern für ein Messe-Demo.
Ich habe das noch implementiert, aber danach nie wieder etwas gehört 
davon.

Aber möglicherweise ist das ein Weg, seine Haustür über Apple HomeKit 
anzusteuern und dann entsprechend über das Smartphone zu bedienen. Die 
Identität würde dann vom Smartphone geprüft werden.

: Bearbeitet durch User
von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Joe schrieb:
> Du brauchst allerdings zwei Kameras. Eine für die Tiefeninformationen
> (IR) und eine normale für die Farbinfos. Damit keiner auf die Idee kommt

Da geht doch dann das alte Cameramodul von der XBox.

von Cyblord -. (cyblord)


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Fabian H. schrieb:
> Die Gesichtserkennung für das iPhone funktioniert ja äußerst
> zuverlässig.

Also Montag morgens wird da bei mir regelmäßig gar kein Gesicht 
erkannt...

von Thomas R. (thomasr)


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Und was spricht gegen eine gut gesicherte NFC Karte mit Antenne großer 
Reichweite?

Soweit mir bekannt ist die DESFireEV2 noch nicht geknackt und je nach 
Einbausituation dürfte das Abhören des (Funk)Verkehrs zwischen 
Schlüsselkarte und Sender/Empfänger auch nicht möglich sein.

Bei der Wahl der Antenne/Abstand muß man die Abhörsicherheit immer 
berücksichtigen!

von Fabian H. (hdr)


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Vielen Dank für die reichhaltigen Tipps. Aber wie geschrieben will ich 
nichts selber basteln. Ich habe zwar eine vollständige 
Hausaufomatisierung, aber hinsichtlich Zugangserkennung will ich auf ein 
erprobtes System zurückgreifen.

Die Haustür über meine Smarthome App zu öffnen geht bereits. Aber ich 
möchte nicht immer das Handy zur Hand nehmen. Außerdem müssen meine 
Kinder auch reinkommen und die haben aktuell weder Schlüssel noch 
smartphone.

Ich habe mich zwischenzeitlich noch ein paar videorezessionen angeschaut 
und die waren bisher durchweg positiv.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cyblord -. schrieb:
> Also Montag morgens wird da bei mir regelmäßig gar kein Gesicht
> erkannt...

Bei der Arbeitseinstellung wundert das niemanden. ;)

von J. S. (jojos)


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Schlüssel oder Smartphone/card kann man vergessen oder verlieren, Finger 
nicht. Und das Gesicht verlieren üblicherweise auch nur Asiaten.

von Hmmm (hmmm)


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Fabian H. schrieb:
> Ich habe mich zwischenzeitlich noch ein paar videorezessionen angeschaut
> und die waren bisher durchweg positiv.

Du musst da immer differenzieren. Dass die Kamera zuverlässig die 
Berechtigten erkennt, ist nur die halbe Miete. Kaum einer der 
Rezensenten wird versucht haben, dem System Fotos o.dgl. unterzujubeln.

Insgesamt scheint Dahua in puncto Sicherheit nicht den besten Ruf zu 
geniessen:

https://www.itnews.com.au/news/dahua-facial-recognition-access-camera-vulnerable-says-cisa-582641

Ob man ein Unternehmen unterstützen will, das für die chinesischen 
Behörden eine "Uiguren-Erkennung" liefert, muss jeder selbst wissen:

https://ipvm.com/reports/dahua-uyghur-warning

von Gerhard H. (hauptmann)


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Harald K. schrieb:
> Ich würde bei so etwas wie einer Haustür wenigstens einen zweiten Faktor
> verwenden, wie z.B. irgendein RFID-Ding

Das Ding langt auch als alleiniger Faktor und dürfte minimal Aufwand bei 
maximal Sicherheit bedeuten. Haustüren sollten sich ja nebenbei auch 
immer manuell mit Schlüssel öffnen lassen- d.h. die Mitnahme eines RFID 
Anhänger am Schlüsselbund ist keine zusätzliche Mühe.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Gerhard H. schrieb:
> die Mitnahme eines RFID
> Anhänger am Schlüsselbund ist keine zusätzliche Mühe.

Welchen tieferen Sinn hat denn eine Gesichtserkennung, wenn ich den 
Schlüssel in der Tasche habe?

von Fabian H. (hdr)


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Für den Notfall gibt es einen Ersatzschlüssel bei einer vertrauten 
Person in der Nachbarschaft.
Wir gehen halt auch öfters mal raus spaziere, joggen etc. Es wäre schon 
schön, wenn man so gar nichts dabei haben muss.

Ich denke, ich werde es mal ausprobieren. :)

von Gerhard H. (hauptmann)


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Steve van de Grens schrieb:
> Welchen tieferen Sinn hat denn eine Gesichtserkennung, wenn ich den
> Schlüssel in der Tasche habe?

Natürlich einen noch beschleunigteren Zutritt als nur mit RFID oder gar 
mechanischen Schlüsseln. Allerdings mit allem technischen Aufwand und 
der Gefahr von Nicht- oder Fehl-Erkennung. RFID ist m.M. der beste 
Mittelweg.

Fabian H. schrieb:
> Für den Notfall gibt es einen Ersatzschlüssel bei einer vertrauten
> Person in der Nachbarschaft.

Alles gut wenn sich die Tür schlüsselmechanisch normal öffnen lässt und 
Schlüssel außerhalb verfügbar sind.

> Es wäre schon schön, wenn man so gar nichts dabei haben muss.

So ein kleiner Chip kann immer mit :)

J. S. schrieb:
> Alternativ gibt es ja Fingerprint Sensoren, habe ich gerade gestern
> bestellt um das mal zu testen

Die Oberflächen verdrecken und geben Keime weiter. Vor allem aber ist 
Fingerprint AUFFÄLLIG, Kabel-hinausführend und Vandalismus-ungeschützt.

Haustüren sollten sich unscheinbar geben und keine Rückschlüsse auf 
(teuren und ggf. manipulations-einladenden) Öffnungs-Hightech zulassen.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Fabian H. schrieb:
> Es wäre schon schön, wenn man so gar nichts dabei haben muss.

Ist das Leben nicht ganz schön mühselig, wenn schon das Mitführen eines 
Schlüssels ein Problem darstellt?

von Hmmm (hmmm)


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Harald K. schrieb:
> Ist das Leben nicht ganz schön mühselig, wenn schon das Mitführen eines
> Schlüssels ein Problem darstellt?

Du scheinst Dich noch nie ausgesperrt zu haben.

von J. S. (jojos)


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Und keine Kinder zu haben die gerne Schlüssel verlieren. Was bei 
Schließanlage auch sehr Scheiße ist.

>Die Oberflächen verdrecken und geben Keime weiter.

Paranoia.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Hmmm schrieb:
> Du scheinst Dich noch nie ausgesperrt zu haben.

Nö, hab' ich nicht. So schusselig bin ich einfach nicht, daß mir das 
passieren würde.

Und passierte es doch, ich hab' Ersatzschlüssel an zwei Orten hinterlegt 
(Verwandte), so daß das Problem mit etwas Zeit lösbar wäre.
Aber in den letzten 50+ Jahren gabs das einfach nicht.

Eine ganz einfache Hilfe ist eine Tür, die nicht ins Schloss fallen 
kann. Zivilierte Menschen knallen Türen eh' nicht zu, warum also sollte 
man das ausgerechnet mit der Wohnungstür so handhaben?

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


Angehängte Dateien:

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Hier mal ein Bild von dem verbauten Sensor. Das ist eine Türklingel von 
Metzler weil die, die selber produzieren machen die einen für einen 
kleinen Aufpreis auch Spezial Anfertigungen. Unauffällig, funktioniert 
seit 4 Jahren einwandfrei. Auch wenn man Personen anlernt die noch im 
Wachstum sind.

von Walta S. (walta)


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Ich hab seit längerem eine Nuki - funktioniert und ich bin zufrieden.

Walta

von Heinz R. (heijz)


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Eigentlich könnte man so was viel einfacher per UWB machen - enfach 
einen Tag in der Tasche dabei haben, der Abstand ist ermitelbar

So was bieten diverse Autohersteller mittlereile an - aber auf dem 
Bastelmarkt ist noch nichts angekommen

von J. S. (jojos)


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Zu UWB gibts was: 
https://github.com/Makerfabs/MaUWB_DW3000-with-STM32-AT-Command

Aber es geht ja um Chip und Schlüssellose Lösungen, bzw der TO möchte 
nur Kamera haben.

von Heinz R. (heijz)


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J. S. schrieb:
> Zu UWB gibts was:
> https://github.com/Makerfabs/MaUWB_DW3000-with-STM32-AT-Command
>
> Aber es geht ja um Chip und Schlüssellose Lösungen, bzw der TO möchte
> nur Kamera haben.

sorry wenn OT- aber wahrscheinlich wäre der TO mit so was auch 
wesentlich zufriedener

Gibt es denn mittlerweile überhaupt brauchbare UWB-Schlüsselanhänger? 
Eigentlich wäre so was genial für einen Türöffner - schwebt mir schon 
lange vor

Taste an der Tür drücken - UWB-Tag ist näher als 5m entfernt, Tür öffnet 
sich

wesentlich schneller und zuverlässiger als irgendwelche Ader  Iris  
Gesichtserkennung...

von Michi S. (mista_s)


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Gerhard H. schrieb:
> die Mitnahme eines RFID
> Anhänger am Schlüsselbund ist keine zusätzliche Mühe.

Genau! - Und vergisst man mal den Schlüsselbund, stellt das sicher, daß 
auch das Tag zuhause liegt.

von Michi S. (mista_s)


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Gerhard H. schrieb:
> Die Oberflächen verdrecken und geben Keime weiter.

Das liefert einem gleich das regelmäßige Update des persönlichen Bioms. 
Allzu keimfrei ist ungesund.

> Fingerprint AUFFÄLLIG, Kabel-hinausführend und Vandalismus-
> ungeschützt.

Nicht notwendigerweise mehr als ein Klingelknopf.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Beim Arduino-Code für den ESP32-CAM ist ein Beispielprogramm zur 
Gesichtserkennung dabei. Musst mal testen, wie zuverlässig der ist ...

https://easyelectronicsproject.com/esp32-projects/esp32cam-face-recognition-lock/

https://github.com/espressif/esp-who

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Michi S. schrieb:
> Genau! - Und vergisst man mal den Schlüsselbund, stellt das sicher, daß
> auch das Tag zuhause liegt.

Genau! Lies nochmal in welchem Zusammenhang ich das gesagt habe.

So einen RFID Anhänger gibts in vielfältigster Form. Z.B. als Karte die 
mit in der Handy-Hülle stecken kann. Oder als Chip in Bekleidung oder 
Mütze. Da brauchts ggf. nicht mal die Hände zum Öffnen.
So ein Ding ist auch maximal unauffällig irgendwo als Notschlüssel 
deponiert. Oder an Verwandte/Bekannte weitergegeben mit der Option, den 
Code nachträglich zu sperren.

> (Auffällig) Nicht notwendigerweise mehr als ein Klingelknopf

Gewiss doch. Fingerabdruckleser gehören ja zum Straßenbild und jedem 
Eingang. Total unauffällig.

J. S. schrieb:
>> Die Oberflächen verdrecken und geben Keime weiter.
>
> Paranoia.

Klar. Für Dich vielleicht. Für andere ists unangenehm bis eklig.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Oh oh oh... wo soll das noch hinführen...

Was ist so verdammt schlecht am guten alten SCHLÜSSEL?!

von Gerhard H. (hauptmann)


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Ben B. schrieb:
> Was ist so verdammt schlecht am guten alten SCHLÜSSEL?!

Langsam. Langsaam. Langsaaam. Umständlich. Schlüssel suchen, Schlüssel 
rein, Schlüssel raus, Schlüssel sicher verstauen. Ständig. Kleinvieh 
macht auch Mist an Zeit und Mühe. Und dann sind sie leicht zu vergessen. 
Zu wertvoll zum Verlieren. Für den unredlichen Finder eventuell noch 
erkenn- und brauchbar. Oft hat man zu wenige, eine Neuanfertigung ist 
teuer.

Du hast noch nichts Besseres erlebt?

: Bearbeitet durch User
von Wendels B. (wendelsberg)


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Fabian H. schrieb:
> ein paar videorezessionen

Jetzt hast Du auch noch das fehlende Vorurteil erfuellt - Viel Spass 
noch.

von Christian B. (luckyfu)


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Ben B. schrieb:
> Oh oh oh... wo soll das noch hinführen...
>
> Was ist so verdammt schlecht am guten alten SCHLÜSSEL?!

Er ist unpraktisch. Man muss immer erst den richtigen finden und diesen 
dann auch noch in der korrekten Ausrichtung ins Schloss stecken, 
anschließend mehrmals drehen. RFID kann man für ganz verschiedene 
Schließsysteme parallel verwenden (Gleiches RFID System (nicht 
Schließsystem(!)) vorausgesetzt). Ich hab z.B. den selben tag auf Arbeit 
wie zu Hause. RFID halte ich einfach an den Leser und drücke 
anschließend die Klinke der Tür herunter, fertig. Tür offen. Ziehe ich 
die Tür zu, ist sie, in meinem Fall, automatisch verriegelt. Andere 
Systeme erwarten vom Anwender, dass er die Klinke dafür kurz nach oben 
zieht. Beides durchaus praktikabel in meinen Augen und deutlich 
schneller, als das wieder mit dem Schlüssel zu tun. sofern mal einer 
Verloren geht, kostet ein neuer RFID Tag maximal 1Euro. Ich kann den 
Verlorengegangen einfach aus dem Schloss löschen und fertig. Muss mir 
keine Gedanken darüber machen, wie und wo ich den Schlüssel verloren 
hab, ob ich ggf. das Schloss mit tauschen muss und: Da kein mechanischer 
Schließzylinder vorhanden ist, kommen Einbrecher mit Schlagschlüsseln 
oder Lockpicking nicht weiter. Natürlich gibt es auch 2 Nachteile: Die 
Schlösser sind teurer als einfache Schließzylinder und sie brauchen 
Batterien, die dann regelmäßig (Zeitraum ca. 1-5 Jahre, je nach Modell 
und Öffnungsfrequenz) gewechselt werden müssen.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Da kein mechanischer Schließzylinder vorhanden ist

Schlecht wenn keine manuelle Öffnungsmöglichkeit besteht.

> kommen Einbrecher
> mit Schlagschlüsseln oder Lockpicking nicht weiter.

Kein Hindernis wenn die Tür nicht wirklich massiv gesichert ist.

> Natürlich gibt es auch 2 Nachteile: Die Schlösser sind teurer als
> einfache Schließzylinder und sie brauchen Batterien, die dann regelmäßig
> (Zeitraum ca. 1-5 Jahre, je nach Modell und Öffnungsfrequenz) gewechselt
> werden müssen.

Teurer ja, aber das lohnt sich.
Batterien wären ein echter Schwachpunkt. Sowas gehört an die normale 
Stromversorgung angeschlossen.

Ansonsten, wer den Schlüsselzirkus gewöhnt ist wird sich erstmal nicht 
vorstellen können wie bequem andere Varianten der Öffnung sein können. 
Gerade wenn man täglich oft durch die Tür muss. Umgekehrt ist die 
Umgewöhnung wirklich lästig, wenn man plötzlich wieder mit Schlüsseln 
hantieren muss.

Wendels B. schrieb:
> Fabian H. schrieb:
>> ein paar videorezessionen
>
> Jetzt hast Du auch noch das fehlende Vorurteil erfuellt - Viel Spass
> noch.

Mein Vor- und Dauerhaft-Urteil wäre, der Fabian ist seiner Zeit voraus. 
Denn irgendwann wird die rein biometrische Türöffnung 
selbstverständlich, sicher, bezahlbar, einfach realisierbar sein. 
Videobilderkennung dürfte dabei das Mittel der Wahl sein.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Teurer ja, aber das lohnt sich.
> Batterien wären ein echter Schwachpunkt. Sowas gehört an die normale
> Stromversorgung angeschlossen.

Wieso? Ich hab das so seit nun 14 Jahren im Einsatz. Das heisst, bis vor 
2 Wochen noch das erste System. Das hatte dann aber mechanisch ein 
Problem und leider wurde dieses System eingestellt, es gibt es nur noch 
als Codeeingabeversion, also musste ich einen Ersatz beschaffen. Jetzt 
habe ich auch noch Fingerprint und Codeeingabe als Option. Fingerprint 
habe ich nur für mich selbst angelernt und Codeeingabe lasse ich 
komplett aus.

Übrigens gibt es bei beiden Systemen eine Möglichkeit, das stromlose 
Schloss von außen zu versorgen. Beim alten konnte man dazu einfach eine 
normale 9V Block Batterie an das Schloss halten, es hatte dafür einen 
speziellen Kontakt und bei dem Neuen ist ein USBC Ladeanschluss 
vorhanden sowie die Möglichkeit mittels mechanischem Schlüssel das 
Schloss zu entsperren. Da das Schloss einen aber locker 30 Öffnungen vor 
Ende schon informiert mit entsprechenden Blinkzeichen (beim Alten) oder 
per Sprache oder App, beim Neuen (Das könnte ich sogar in die 
Hausautomation einbinden, einen entsprechendes Gateway vorausgesetzt), 
sehe ich da immer noch kein Problem drin. Schlechter währe, wenn es an 
der Hausstromversorgung angeschlossen ist und diese, aus irgendeinem 
Grund gerade ausgefallen ist... Dann kommt man nicht hinein. Ich kenne 
aber auch nur Schlosssysteme mit Batterien, das ist der normale Weg, man 
sollte halt schauen, welche das sind. Im Alten System waren es 4 AA, 
jetzt sind es 4 AAA. Es gibt aber auch welche, die dann Fotobatterien 
benötigen, was es teuer macht.

Gerhard H. schrieb:
> Mein Vor- und Dauerhaft-Urteil wäre, der Fabian ist seiner Zeit voraus.

Das sehe ich auch so. Video Erkennung wird hier sicher kommen. Foto ist 
allein zu unsicher.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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J. S. schrieb:
> Was bei
> Schließanlage auch sehr Scheiße ist.

Stimmt zwar, aber in eine Schließanlage eines Mehrfamilienhauses wirst 
du auch keine gebastelte und nicht zertifizierte Gesichtserkennung 
einbauen dürfen.

Und ehrlich gesagt: Von meinen 3 inzwischen erwachsenen Kids hatte 
keiner je den Schlüssel verloren.

von Andreas M. (amesser)


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Christian B. schrieb:
> Da kein mechanischer
> Schließzylinder vorhanden ist, kommen Einbrecher mit Schlagschlüsseln
> oder Lockpicking nicht weiter.

Einbrecher gehen nicht durch die Haustüre außer sie finden:

Gerhard H. schrieb:
> So ein Ding ist auch maximal unauffällig irgendwo als Notschlüssel
> deponiert.

LOL, RFID Tags kann man mit passender Technik auf ein paar Meter Orten,
den brauchste nicht zu verstecken.

Gerhard H. schrieb:
> Batterien wären ein echter Schwachpunkt. Sowas gehört an die normale
> Stromversorgung angeschlossen.

Batterien können auslaufen -> kommst abends nicht mehr rein

Strom kann ausfallen -> ...

So ein System ohne manuelle Öffnungsmöglichkeit zu installieren ist - 
wie Du auch schon gesagt hast - Dumm. Und selbst wenn, dann müsste man 
ja den Schlüssel auch dabei haben, hilft ja nix wenn er drinnen liegt. 
Das einzige was man so also erreicht ist die Angriffsfläche für den 
pösen Einbrecher zu erhöhen.

Am Ende des Tages werden solche Systeme hauptsächlich aus Bequemlichkeit 
installiert. Wirklich sinnvoll sind sie nur da, wo viele Leute an den 
selben Stellen oft rein und raus müssen.

Gerhard H. schrieb:
> J. S. schrieb:
>>> Die Oberflächen verdrecken und geben Keime weiter.
>>
>> Paranoia.
>
> Klar. Für Dich vielleicht. Für andere ists unangenehm bis eklig.

Was heute nicht alles ekelig ist. Komisch nur das es früher - wo es 
keinen interessiert hat - weit aus weniger Krankheiten wie Allergien 
etc. gab. Mit ein bischen gesunden Menschverstand kann sich jeder selbst 
überlegen, das es notwendig das Immunsystem regelmäßig zu trainieren/zu 
justieren. Ärzte hatten ja nicht zum Spaß eine größere 
Erkältungs/Grippewelle nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen 
erwartet.

von J. S. (jojos)


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Udo S. schrieb:
> Stimmt zwar, aber in eine Schließanlage eines Mehrfamilienhauses wirst
> du auch keine gebastelte und nicht zertifizierte Gesichtserkennung
> einbauen dürfen.

Es gibt auch große EFH mit mehr als einer Tür.

Udo S. schrieb:
> Und ehrlich gesagt: Von meinen 3 inzwischen erwachsenen Kids hatte
> keiner je den Schlüssel verloren.

Das habe ich anders erlebt.

Mittlerweile sind meine auch erwachsen und wohnen nicht mehr alle hier. 
Aber wenn sie und/oder meine Geschwister zu Besuch sind, dann sind immer 
Leihschlüssel nötig. Deshalb finde ich eine Schlüssellose Lösung auch 
interessant.
@luckyfu: welches System hast du jetzt?
Batterien finde ich auch ok, bei 2 Jahren Haltbarkeit und Vorwarnung 
geht das. Ersatz sollte im Haus sein und auch die Möglichkeit externer 
Versorgung ist gut.

Zum Thema Sicherheit hatte c't einen schönen Cartoon:
https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/71/4/3/2/4/7/6/4/23-23-bec2b501eee84e69.jpg?org_if_sml=1&q=75&width=608

Ein Bekannter sagte auf meine Frage ob der Fingerabdrucksensor sicher 
sei: 'Wenn die rein wollen werfen die mit einem Stein die Scheibe ein'.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Andreas M. schrieb:
> LOL, RFID Tags kann man mit passender Technik auf ein paar Meter Orten,
> den brauchste nicht zu verstecken.

jup, Technik die jeder Wald- und Wieseneinbrecher dabei hat und bedienen 
kann. Man kann sich damit freilich nicht vor, mit 
nachrichtendienstlichen Mitteln tätigen, Dieben schützen aber das sind 
ja wohl doch eher die Minderheit. btw kann man den tag auch in Alufolie 
einwickeln, dann kannst du da gar nichts mehr orten.

Andreas M. schrieb:
> Einbrecher gehen nicht durch die Haustüre
Einbrecher gehen den Weg des geringsten Widerstands. Ein uneinsehbares 
Fenster oder eine entsprechende Terrassentür? Nehmen die gern. Eine Tür 
die leicht zu öffnen ist? Nehmen die auch gern. Die allermeisten 
Einbrecher kommen am Tag, wenn die, bei denen etwas zu holen ist, 
arbeiten sind. die kommen dann mit Transportern, fahren in die Einfahrt 
und räumen die Bude leer. Ist hier in der Nachbarschaft so schon 
vorgekommen.
Und gängig ist hier vor allem die Verwendung von Schlagschlüsseln, hab 
ich mir sagen lassen, noch vor Lockpickern, denn das macht mehr Aufwand. 
(Sofern man nicht einfach eine Terrassentür aufhebeln kann oder durch 
ein gekipptes Fenster rein kommt.

Andreas M. schrieb:
> Batterien können auslaufen -> kommst abends nicht mehr rein

Falsch: Billige Batterien können auslaufen. Ich verwende praktisch nur 
Markenbatterien, zumeisst Energizer. Weißt du, wie viele davon in den 
letzten 10 Jahren ausgelaufen sind, obwohl sie komplett leer waren? 
Keine einzige! Wenn man natürlich den 50-er Pack bei Aldi für 3,50 
kauft, dann kann das schonmal vorkommen.

Andreas M. schrieb:
> Und selbst wenn, dann müsste man
> ja den Schlüssel auch dabei haben, hilft ja nix wenn er drinnen liegt.

Oder man versteckt ihn in einem Abgeschlossenen Nebengebäude oder 
hinterlegt ihn bei Bekannten... Da kann man sicher eine Lösung finden, 
ich habs jedenfalls geschafft. Selbst wenn man ihn dabei hätte und nur 
im Notfall bräuchte, wäre das ja schon ein Bequemlichkeitsgewinn.

Andreas M. schrieb:
> Wirklich sinnvoll sind sie nur da, wo viele Leute an den
> selben Stellen oft rein und raus müssen.

Ich ziehe es vor, durch die Tür mein Haus zu betreten und deshalb hab 
ich da so ein System. Wenn du lieber durchs Fenster oder direkt durch 
die Wand gehst, ist das sicher nichts für dich. Oder was sollte diese 
Bemerkung jetzt? Und ja, natürlich installiert man das aus 
Bequemlichkeit, wieso sonst?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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> @luckyfu: welches System hast du jetzt?
> Batterien finde ich auch ok, bei 2 Jahren Haltbarkeit und Vorwarnung
> geht das. Ersatz sollte im Haus sein und auch die Möglichkeit externer
> Versorgung ist gut.
>
https://www.amazon.de/dp/B08CB3YCQ9?ref=ppx_yo2ov_dt_b_product_details&th=1

Da gehört die Falle mit Riegel zum Lieferumfang. Allerdings habe ich 
einen Panikbeschlag ohne Riegel in meiner Tür, vom ersten Schloss. Somit 
habe ich das nicht gebraucht und es war mir der Abstand zwischen Drücker 
und Schließzylindereinbauhöhe Wurst, allerdings kann man sowieso keinen 
Montieren, ergo spielt es eigentlich keine Rolle. Würde man das System 
mit diesem Apparat einbauen, drückt man den Griff nach oben um den 
Riegel herauszufahren und drückt ihn herunter, nach dem Freigeben von 
aussen oder permanent von innen, um die Tür wieder zu entriegeln. Das 
könnte ebenfalls ein Nachteil sein für manche: Man kann die Tür von 
innen immer öffnen. Aber für uns war das nie ein Problem. Wenn man 
allerdings einen Hund oder eine Katze hat, die die Tür öffnen kann oder 
ein Kind, eine demente Person, dann sollte man sich vielleicht etwas 
anderes überlegen.

p.s.: Umbau von Rechts auf Links ist kein Problem.

: Bearbeitet durch User
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Ich würde auch gerne eine schöne Lösung für meine Haustür haben. Ich 
darf diese mehrfach pro Tag benutzen, und habe recht häufig damit zu 
tun, die Dinge in meiner Hand zu jonglieren, den Schlüssel aus der 
Tasche zu frickeln und mehr. Insofern wäre eine schöne Lösung auch ein 
echtes nice to have auch etwas für mich.
Viele Grüsse Ove

von J. S. (jojos)


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Danke, auch für den Hinweis mit dem von innen öffnen, das kann der Hund 
von meiner Tochter mittlerweile und von innen verriegeln muss auch 
möglich sein.
Es gibt ja Systeme die mit vorhandenem Schlüssel innen schließen. Da 
habe ich das Problem das ich von außen nicht schließen kann wenn innen 
ein Schlüssel steckt. Da gibt es doch sicher auch Lösungen?

von Oliver S. (oliverso)


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J. S. schrieb:
> Da
> habe ich das Problem das ich von außen nicht schließen kann wenn innen
> ein Schlüssel steckt. Da gibt es doch sicher auch Lösungen?

Längere Schließzylinder, mit denen das dann geht.

Oliver

von Christian B. (luckyfu)


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J. S. schrieb:
> Danke, auch für den Hinweis mit dem von innen öffnen, das kann der Hund
> von meiner Tochter mittlerweile und von innen verriegeln muss auch
> möglich sein.

Es gibt solche Systeme auch mit beidseitigen RFID lesern, hab ich bei 
der Recherche für einen Ersatz gefunden. Evtl wäre hier aber auch das 
Yale system etwas für euch: Yale connexis L2. Da muss man innen vorm 
Entriegeln noch einen Knopf herausziehen und drehen. Das dürfte gegen 
haustiere wirksam genug sein. Einfach mal ein Video damit suchen, da 
sieht man das eigentlich ganz gut.

J. S. schrieb:
> Es gibt ja Systeme die mit vorhandenem Schlüssel innen schließen. Da
> habe ich das Problem das ich von außen nicht schließen kann wenn innen
> ein Schlüssel steckt. Da gibt es doch sicher auch Lösungen?

Es gibt auch Systeme, die anstelle des Schließzylinders eingebaut 
werden. Die haben dann innen direkt die Möglichkeit zu drehen und von 
außen muss das freigegeben werden. War für mich aber auch nicht 
interessant, ich wollte eine optisch ähnliche Alternative zum vorherigen 
Anykey System von Effeff...

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerhard H. schrieb:
> Langsam. Langsaam. Langsaaam. Umständlich. Schlüssel suchen, Schlüssel
> rein, Schlüssel raus, Schlüssel sicher verstauen. Ständig. Kleinvieh
> macht auch Mist an Zeit und Mühe.

Christian B. schrieb:
> Er ist unpraktisch. Man muss immer erst den richtigen finden und diesen
> dann auch noch in der korrekten Ausrichtung ins Schloss stecken,
> anschließend mehrmals drehen.

Mich würde glatt interessieren, wie die beiden Herren zum Konzept des 
Klopapiers stehen.

von Christian B. (luckyfu)


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Harald K. schrieb:
> Mich würde glatt interessieren, wie die beiden Herren zum Konzept des
> Klopapiers stehen.

Momentan noch notwendig. Aber vielleicht gibts ja irgendwann auch hier 
Japanische Toiletten. Wobei, es gibt sie schon, ein Arbeitskollege 
renoviert gerade und hat sich so ein Ding einbauen lassen. Mal sehen, 
wie seine Erfahrungen sind.

p.s.: es ist nicht verwerflich sich das Leben angenehmer und 
Komfortabler zu gestalten. Nur weil man ein Konzept seit seiner Wiege 
kennt muss man es nicht bis zur Bahre weiterführen. Wenn mir der 
technische Fortschritt das leben erleichtern kann, dann nutze ich das 
natürlich. Dieses Schlüsselgefiddel vermisse ich jedenfalls weder auf 
Arbeit noch zu hause, selbst in meinem Auto reicht mittlerweile 
einsteigen, bremse treten, Vorwärts oder Rückwärts einstellen und 
losfahren. (Anschnallen noch, aber das ist keine technische Bedingung 
fürs fahren) Und auch damit bin ich überaus zufrieden.

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Nutzt ihr nicht schon die 3 Muscheln ?

Beitrag #7596818 wurde vom Autor gelöscht.
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ein Faden über Luxusprobleme.

von J. S. (jojos)


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Harald K. schrieb:
> Mich würde glatt interessieren, wie die beiden Herren zum Konzept des
> Klopapiers stehen.

In anderen Ländern schüttelt man den Kopf darüber das wir meterweise 
Papier ins Klo werfen. Da sind Bidets Standard.

Und wenn du in deiner Höhle kein Türschloss brauchst, dann lasse bitte 
Erwachsene über moderne Lösungen diskutieren.

von Wendels B. (wendelsberg)


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Ove M. schrieb:
> die Dinge in meiner Hand zu jonglieren, den Schlüssel aus der
> Tasche zu frickeln

Ich nehme den Schluessel zuerst  passend heraus.

J. S. schrieb:
> Da
> habe ich das Problem das ich von außen nicht schließen kann wenn innen
> ein Schlüssel steckt. Da gibt es doch sicher auch Lösungen?

Ein Schliesszylinder, der das kann. (Nennt sich Not- und 
Gefahrenfunktion)

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Wendels B. schrieb:
> Ove M. schrieb:
>> die Dinge in meiner Hand zu jonglieren, den Schlüssel aus der
>> Tasche zu frickeln
>
> Ich nehme den Schluessel zuerst  passend heraus.
>

Na klar, wenn du beide Hände voll hast…
Du bist der Größte!
Dein Beitrag hilft mir sehr, nachdem ich das >50J offensichtlich falsch 
gemacht habe. Lieben Dank dir!

von Reinhard S. (rezz)


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Ove M. schrieb:
> und habe recht häufig damit zu
> tun, die Dinge in meiner Hand zu jonglieren, den Schlüssel aus der
> Tasche zu frickeln und mehr.

Dinge abstellen, Schlüssel nehmen. Es gibt nicht ohne Grund Körbe, 
Taschen und Umhänge-Taschen.

Zum Thema: Es mag bequem sein, mir persönlich fehlt aber das Vertrauen 
in entsprechende Systeme. Siehe Keyless-go bei Autos. Sicher, 
Otto-Normal-Schlösser dürften auch keinen enormen Widerstand leisten.

von Bauform B. (bauformb)


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Ove M. schrieb:
> Wendels B. schrieb:
>> Ove M. schrieb:
>>> die Dinge in meiner Hand zu jonglieren, den Schlüssel aus der
>>> Tasche zu frickeln
>>
>> Ich nehme den Schluessel zuerst  passend heraus.
>>
>
> Na klar, wenn du beide Hände voll hast…
> Du bist der Größte!
> Dein Beitrag hilft mir sehr, nachdem ich das >50J offensichtlich falsch
> gemacht habe. Lieben Dank dir!

Alte Mietshäuser hatten oft direkt vor Haustür eine ebene Fläche, auf 
der man Pakete, Taschen u.ä. abstellen konnte -> 1 bis 2 Hände frei!

Aber im Ernst, geht da nichts mit dem Handy? Jetzt nicht als 
Fernbedienung, sondern mehr RFID-mäßig, ohne es aus der Tasche zu 
nehmen. Sobald man in die Nähe der Haustür kommt, meldet es sich doch 
sowieso am "Heimnetz"-WLAN an?

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Ove M. schrieb:
> Na klar, wenn du beide Hände voll hast…

Wie ziehst du dann die Tür auf, wenn du raus willst?

Oder bringst du nur Dinge ins Haus aber nie mehr raus (hoffentlich nicht 
:-))

Beitrag #7596865 wurde vom Autor gelöscht.
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Udo S. schrieb:
> Ove M. schrieb:
>> Na klar, wenn du beide Hände voll hast…
>
> Wie ziehst du dann die Tür auf, wenn du raus willst?
>
> Oder bringst du nur Dinge ins Haus aber nie mehr raus (hoffentlich nicht
> :-))


Der lässt mich schmunzeln. Aber in der Tat, der Use Case kommt eher von 
draussen.

von Wendels B. (wendelsberg)


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Ove M. schrieb:
>> Ich nehme den Schluessel zuerst  passend heraus.
>>
>
> Na klar, wenn du beide Hände voll hast…
> Du bist der Größte!
Hier noch einmal so, dass auch Du das verstehst:

Ich nehme zuerst den Schluessel passend heraus und dann krame ich mir 
die Haende voll. Dabei achte ich darauf, dass eine Hand (die mit dem 
Schluessel) soweit beweglich bleibt, dass ich damit aufschliessen kann.

> Dein Beitrag hilft mir sehr, nachdem ich das >50J offensichtlich falsch
> gemacht habe. Lieben Dank dir!
Offensichtlich.

von Udo S. (urschmitt)


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Ove M. schrieb:
> der Use Case kommt eher von
> draussen.

Und deckt halt nur 50% des "Hände voll" Problems ab.

Es ist halt ein Komfortmerkmal, aber das bringt immer auch zusätzliche 
Angriffsfläche und potentielle Probleme mit sich.

Meine Lösung sieht so aus: Ich mache die Tür auf und arretiere sie. Dann 
kann ich ein oder mehrmals beladen durchmarschieren ohne sie immer 
wieder aufziehen oder aufstoßen zu müssen. Oder noch schwer bepackt mich 
irgendwie verdrehen zu müssen damit die Kamera mein Gesicht richtig 
erkennen kann.

Bei einem mechanischen Schloss habe ich Erfahrungswerte zur Haltbarkeit. 
Bei Elektronik hätte ich hier Bedenken dass alle paar Jahre irgendwas 
defekt geht und man dann das Problem hat passenden Ersatz zu bekommen 
und eben wieder reparieren zu müssen.

Aber das ist jetzt meine subjektive Meinung. Ich mag bei Haustechnik 
low-tech, die ist meist deutlich robuster und wenn mal was defekt ist 
gibts problemlos Ersatzteile.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Udo S. schrieb:
> Ich mag bei Haustechnik low-tech

hier auch so.
Und das hat nichts mit Lernresistenz zu tun.
Ich hab einfach keinen Bock, sollte ich die Bude modern durchgestylt 
haben, nur noch nach Infunktionalitäten und Abstürzen
hinterher rennen zu müssen.

Gerenne hab ich so schon genug:
Es gibt Verluste im Heizungswasser und
hier ist grad ein neuer Lichtschalter fällig,
der fängt an zu britzeln. Hat ca 30 Jahre gehalten.

In der Zeit werden wieviele Shellies verbrannt?

von Wendels B. (wendelsberg)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> nur noch nach Infunktionalitäten und Abstürzen
> hinterher rennen zu müssen.

Falls das mal nicht passiert, gibt es notwendige Updates als 
Zwischentherapie. :-)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Beispiel Firma:
in 15 Jahren bestand sind alle Bedienpanel 2 mal getauscht worden.
Die Displays sind ja immer an, lassen sich zwar abschalten,
aber irgendwann sind die immer wieder dauerhaft an.
Und das Geleucht darin brennt dann halt irgendwann weg.

von Christian B. (luckyfu)


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Wieso sammeln sich hier eigentlich so viele Bedenkenträger? Dass es 
viele gibt, die sich das nicht vorstellen können dürfte klar sein. Aber 
es ging hier eher darum, herauszufinden, was derzeit technisch möglich 
ist. Und das ist so einiges mehr als ein schnöder Schlüssel. Es erstaunt 
mich immer wieder, wie technikfeindlich selbst solch ein technisches 
Forum ist. Wenn Deutschland immer so technikfeindlich gewesen wäre, 
hätte es Deutschland nie an die Spitze der Technologiewelt geschafft und 
wenn es so weiter geht, werden wir das nicht mehr allzulange sein. Dumm 
ist nur, dass wir uns auch nicht zum Herstellerland eignen, da dafür das 
Lohnniveau zu hoch ist. Aber ihr macht das schon!

von Hmmm (hmmm)


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Christian B. schrieb:
> Wieso sammeln sich hier eigentlich so viele Bedenkenträger?

Christian B. schrieb:
> technikfeindlich

Wenn man nur die positiven Seiten der Technik betrachten würde, würden 
wir heute noch vor Röntgenröhren tanzen, um dabei unsere tanzenden 
Skelette zu sehen.

Dass eine unsichere Gesichtserkennung (sogar ESP32-Cam wurde schon 
vorgeschlagen) zum Öffnen der Haustür keine gute Idee ist, sollte doch 
jedem einleuchten.

von Christian B. (luckyfu)


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Hmmm schrieb:
> Dass eine unsichere Gesichtserkennung (sogar ESP32-Cam wurde schon
> vorgeschlagen) zum Öffnen der Haustür keine gute Idee ist, sollte doch
> jedem einleuchten.

genau deshalb war ja die frage, nach einer sicheren Version. Eine mit 
Video, der man nicht nur ein Foto eines Bewohners hin halten muss z.B. 
Es geht hier weniger darum, dass neue Technik natürlich auch ihre 
Schwachstellen hat, es geht einfach darum, dass man sofort die Kröten 
aus ihren Löchern lockt die immer den selben Satz ablassen: "Das haben 
wir schon immer so gemacht, das brauchen wir nicht zu ändern!" und es 
sind auch immer die selben... Meingott, dann geht halt in eure Höhle 
zurück, macht euren Vorhang zu und lasst die Welt in Ruh!

eine Möglichkeit, das Problem der sicheren Authentifizierung etwas zu 
verbessern währe, auch das Handy im heimischen WLAN orten zu können, 
wenn der dazugehörige Bewohner vor der Tür steht. Der darf dann dieses 
nur nicht unterwegs leer laufen lassen oder verlieren.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Christian B. schrieb:
> genau deshalb war ja die frage, nach einer sicheren Version.

Wo war die? Der TO wollte was mit seinem Apple Handy und hat noch einen 
Link zu einem ebay Angebot gepostet.
Mein Hinweis, dass im Falle eines Einbruchs ohne erkennbare Spuren man 
ein Problem bekommt blieb komplett unkommentiert.

Christian B. schrieb:
> dass man sofort die Kröten
> aus ihren Löchern lockt die immer den selben Satz ablassen:

Meinst du damit auch meinen Beitrag von 13:18?

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Im großstädtischen Südkorea sind PIN-Pads statt Schlüssel nicht selten, 
vor allem in Mehrfamilienkomplexen.

von J. S. (jojos)


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von Wendels B. (wendelsberg)


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Christian B. schrieb:
> herauszufinden, was derzeit technisch möglich
> ist

Technisch moeglich ist Vieles.
Sinnvoll ist davon ein Bruchteil.
Unter gegebenen  Rahmenbedingungen sinnvoll noch viel weniger.
Die Anforderung "Sicher" laesst die Moeglichkeiten extrem wenig werden.

Die Anforderung "Sicher" unter gegebenen Rahmenbedingungen laesst sich 
offensichtlich gar nicht erfuellen.

Das hat nichts mit Technikfeindlichkeit zu tun, eher mit Einsicht.

Ein leergeraeumtes Haus ohne jede Einbruchsspur mit solcher 
Einlasssicherung nimmt jede Versicherung zum Anlass, sich vor den 
Zahlungen zu druecken.
Eine (wahrscheinlich auch recht kleine) Chance koennte sein, die 
Sicherheit zu beweisen.

Das kann man wahrscheinlich mit Gutachten usw. machen, kostet aber.
Und die Versicherung wird erst dann zahlen, wenn der Beweis nicht mehr 
anzufechten ist - also 5-10 Jahre spaeter.
Wer sich das leisten kann, kann auch einen Pfoertner in Uniform 
bezahlen.

von Christian B. (luckyfu)


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Udo S. schrieb:
> Wo war die? Der TO wollte was mit seinem Apple Handy und hat noch einen
> Link zu einem ebay Angebot gepostet.

gleich im Ursprungsposting wollte der TO eine sicher Form, damit nicht 
jedweder Postbote ins Haus kommt.

Udo S. schrieb:
> Meinst du damit auch meinen Beitrag von 13:18?

Nein, nicht nur, damit meine ich in erster Linie Typen wie: Desinfector, 
Harald, WendelsB und co, deren einziger Beitrag hier ist, dass man doch 
besser den Schlüssel weiter nimmt.

von Udo S. (urschmitt)


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von Reinhard S. (rezz)


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Bauform B. schrieb:
> Sobald man in die Nähe der Haustür kommt, meldet es sich doch
> sowieso am "Heimnetz"-WLAN an?

Je nach Wohnung/Haus hat man aber an der Haustür kein WLAN (zumindest 
nicht das eigene) oder auch noch 3 Häuser weiter.

von J. S. (jojos)


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die sind nur 4 Jahre alt, vielleicht gibt es neueres. Das elektronische 
Schloss selber ist da erstmal kein Problem, aber wie es angesteuert 
wird. Beweisen wird da von beiden Seiten schwierig. Aber du musst schon 
sehr interessant wenn dich Einbrecher hacken wollen.
Geld per Internet klauen ist doch heute viel bequemer, vom Sessel aus 
dem Ausland aus. Von High Tech Einbrechern habe ich noch nichts gelesen. 
Hier hängen immer mehr Kameras, das gefällt denen auch nicht.

von Udo S. (urschmitt)


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Reinhard S. schrieb:
> Je nach Wohnung/Haus hat man aber an der Haustür kein WLAN (zumindest
> nicht das eigene) oder auch noch 3 Häuser weiter.

We ging beim TO wohl zu 95% um ein Eigenheim.
Denn in einem Wohnblock / Eigentümergemeinschaft wird erst gar keine 
Diskussion aufkommen die gemeinsame Haustür mit eine Gesichtserkenung 
auszurüsten.

von Christian B. (luckyfu)


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Wendels B. schrieb:
> Das kann man wahrscheinlich mit Gutachten usw. machen, kostet aber.
> Und die Versicherung wird erst dann zahlen, wenn der Beweis nicht mehr
> anzufechten ist - also 5-10 Jahre spaeter.
> Wer sich das leisten kann, kann auch einen Pfoertner in Uniform
> bezahlen.

Wenn du dir die Links ein Posting vorher angesehen hättest, wüsstest du, 
dass deine Aussage nicht so umfassend korrekt ist, wie du vermutest. Es 
gibt einige Versicherer, die überhaupt kein Problem mit Smartlocks haben 
(AXa z.B.) und andere, die es praktisch ausschließen, wie z.B. 
cosmosDirect. Ergo muss der Versicherungsnehmer schauen, dass die Police 
zu seinem Schließsystem passt. Allerdings halte ich die Zahleneingabe 
immer noch für am unsichersten. Daher ist die bei mir auch deaktiviert 
und es funktioniert weitestgehend nur RFID und Fingerabdruck, aber nur 
bei mir und nur zum Testen.

von Andreas M. (amesser)


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Christian B. schrieb:
> Ich ziehe es vor, durch die Tür mein Haus zu betreten und deshalb hab
> ich da so ein System. Wenn du lieber durchs Fenster oder direkt durch
> die Wand gehst, ist das sicher nichts für dich. Oder was sollte diese
> Bemerkung jetzt?

Sollte das jetzt lustig sein? Oder hast Du wirklich nicht verstanden was 
ich meinte? Dann tust Du mir echt leid.

Ein weiteres Problem bei den ganzen Geschichten ist übrigens auch die 
Langzeitverfügbarkeit der Software. Ob die Software zum Konfigurieren in 
10 Jahren noch läuft? Gibts Windows dann überhaupt noch? Oder steht dann 
ein komplettes Systemupdate an. (Software, Schlösser, Zugangstoken....)

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Gerhard H. schrieb:
>> Teurer ja, aber das lohnt sich.
>> Batterien wären ein echter Schwachpunkt. Sowas gehört an die normale
>> Stromversorgung angeschlossen.
>
> Wieso?

Mein elektrisches Schloß von Dorma (ein 1:1 Ersatz rein mechanischer 
Varianten + normaler Schließzylinder) ist nun auch >10 Jahre im Einsatz. 
Das zieht samt zugehöriger Steuerelektronik im Betätigungsfall schon 
einen gewissen Strom. Dazu kommt RFID-Elektronik + Drahtlos-Interface 
für die Haussteuerung. Mit Batterien wär das keine sichere Geschichte. 
Batterien haben bei mir allenfalls was in kleinen tragbaren 
Fernbedienungen zu suchen.

Andreas M. schrieb:
> Einbrecher gehen nicht durch die Haustüre außer sie finden:
> Gerhard H. schrieb:
>> So ein Ding ist auch maximal unauffällig irgendwo als Notschlüssel
>> deponiert.
>
> LOL, RFID Tags kann man mit passender Technik auf ein paar Meter Orten,
> den brauchste nicht zu verstecken.

Ok in einem Einfamilienhaus vielleicht, in einem größeren 
Mehrfamilienblock wird die Auswahl schon schwieriger. Und wer sagt, daß 
der RFID Notschlüssel in Hausnähe deponiert ist :)

Die Diskussion um Einbrecher geht ohnehin am Thema vorbei- die werden 
sich, von etwas angelockt, schon irgendwie Zutritt verschaffen wenn es 
sich lohnt. Hier gehts um die reine Bequemlichkeit, ohne daß die Tür 
jederzeit für jedermann offen steht.

Andreas M. schrieb:
> Ein weiteres Problem bei den ganzen Geschichten ist übrigens auch die
> Langzeitverfügbarkeit der Software. Ob die Software zum Konfigurieren in
> 10 Jahren noch läuft?

Das ist höchstens Thema bei kompletten Kauflösungen. Mir macht da eher 
die Haltbarkeit der zum Schloß gehörigen Steuerhardware Sorgen. Im Fall 
des Falles wär das Schloß aber schnell wieder gegen eine rein 
mechanische Standardvariante getauscht.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ein Faden über Luxusprobleme.

Genau. Wie die 99% anderen :)

: Bearbeitet durch User
von Wendels B. (wendelsberg)


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Christian B. schrieb:
> WendelsB und co, deren einziger Beitrag hier ist, dass man doch
> besser den Schlüssel weiter nimmt.
Sei bitte so freundlich und zeige mir, wo ich das so vertreten habe.

Christian B. schrieb:
> Versicherer, die überhaupt kein Problem mit Smartlocks haben
Ohne VDS-Zertifizierung*? Da wuerde ich nicht drauf bauen.

* ja, ich weiss, dass es auch mit Zertifizierung unsicheres Gebastel 
gibt.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Wendels B. schrieb:
> unsicheres Gebastel

ist gut ausgeführt sicherer als jede Lösung von der Stange.

von Richard R. (nbger)


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anbei eine wahre Geschichte; ist vor einigen Jahren meinen Nachbarn 
passiert:

Ehepaar; Mann eine Woche auf Dienstsreise in Italien, Kind war ca. 2 
Jahre, Mutter und Kind alleine zu Hause ...

Die Mutter ging auf die Terrasse, eine rauchen. Die Terrassentür war 
angelehnt; Kind blieb zuerst drin. Das Kind wollte irgendwie zu seiner 
Mutter raus und zog am Türgriff nach unten; damit war die Tür zu; die 
Mutter konnte nicht mehr rein.
Vergeblich hat die Mutter versucht, dem Kind durch die geschlossene 
Terrassentür zu erklären, dass es den Griff nach oben drücken muss; 
langsam bekam das Kind Panik und hat zum plärren angefangen.
Die Haustüre war natürlich zu; Ersatzschlüssel für die Haustüre war 
keiner hinterlegt (die sind ja normalerweise zu zweit). Die Mutter hat 
dann Werkzeug in der Garage gesucht; eine Axt hat sie gefunden. Sie hat 
dann versucht, das Fenster der Gästetoilette mit der Axt einzuschlagen 
(kleines Fenster, geringster Schaden), sie war aber nicht sehr kräftig 
und die Axt ist immer von der Fensterscheibe abgeprallt.
Schlüsseldienst gerufen; der hat die Haustüre auch nicht aufgebracht 
(die modernen Schließzylinder halt)...
Ein Nachbar kam dann zu Hilfe, er hat schließlich ein Fenster gefunden, 
welches gekippt war. Mit den üblichen Einbrechermethoden (Seil usw...) 
haben sie es dann geschafft, das Fenster zu öffnen.

Das Kind war völlig aufgelöst (hat wahrscheinlich heute noch einen 
psychischen Schaden ;) )

Ein Fingersensor wäre in dieser Situation bestimmt hilfreich gewesen!

von Heinz R. (heijz)


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Richard R. schrieb:
> Ein Fingersensor wäre in dieser Situation bestimmt hilfreich gewesen!

Eine ständig anwesende Haushaltshife im 3-Schicht-Betrieb wäre sicher 
noch besser gewesen..

Hier ist einfach ein RFID-Chip im Garten versteckt - damit kommt man 
zumindest mal in die Garage

In der Garage ist dann der Hausschlüssel...

von Gerhard H. (hauptmann)


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Richard R. schrieb:
> Ein Fingersensor wäre in dieser Situation bestimmt hilfreich gewesen!

Für wen? Den Schlüsseldienst oder den Nachbarn, deren Fingerabdruck 
vermutlich nicht hinterlegt wäre? Offensichtlich hatte die Mutter ja ihr 
Mobiltelefon auf der Terasse dabei. Eine auch über App zu öffnende 
Haustür zeigt, welche elementaren (und eben hier gerade keine Luxus-) 
Probleme damit zu lösen wären.

von Richard R. (nbger)


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Gerhard H. schrieb:
> Richard R. schrieb:
>> Ein Fingersensor wäre in dieser Situation bestimmt hilfreich gewesen!
>
> Für wen? Den Schlüsseldienst oder den Nachbarn, deren Fingerabdruck
> vermutlich nicht hinterlegt wäre? Offensichtlich hatte die Mutter ja ihr
> Mobiltelefon auf der Terasse dabei. Eine auch über App zu öffnende
> Haustür zeigt, welche elementaren (und eben hier gerade keine Luxus-)
> Probleme damit zu lösen wären.

verstehe ich jetzt nicht! Die Mutter war ja draußen auf der Terrasse 
(ebenerdig), sie hätte ja einfach zur Hautür reingekonnt, wenn es dort 
einen Fingersensor gegeben hätte

von Gerhard H. (hauptmann)


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Richard R. schrieb:
> Die Mutter war ja draußen auf der Terrasse (ebenerdig), sie hätte ja
> einfach zur Hautür reingekonnt

Für diesen Fall reicht dann genauso der draußen versteckte RFID Chip 
oder eben die App, wenn das Telefon dabei ist. Für medizinische Notfälle 
wär es übrigens äußerst hilfreich wenn die Tür von vielen Stellen aus zu 
öffnen ist. Dem Notarzt hilft dazu ein Fingerabdrucksensor am Eingang 
herzlich wenig.

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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in so Fällen ticken halt manche aus, haben keinerlei klaren Kopf mehr

Ich hatte mal einen Kollegen in der Firma - ist mit dem alten Aufzug 
(altes Teil, keine Innentüren, man sieht die Wand beim fahren)  ins OG 
gefahren - dort war der Türgriff kaputt, die Tür lies sich nicht öffnen

Er hat panisch um Hilfe gerufen - ich habe ihm das Leben gerettet - er 
wäre sonst wohl verdurstet :-)

Auf meine Frage warum er nicht einfach wieder nach unten gefahren ist - 
"daran habe ich nicht gedacht"....

von Uuu B. (hansdampf2)


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Heinz R. schrieb:
> Eine ständig anwesende Haushaltshife im 3-Schicht-Betrieb wäre sicher
> noch besser gewesen..
Gerhard H. schrieb:
> Dem Notarzt hilft dazu ein Fingerabdrucksensor am Eingang
> herzlich wenig.

Dann lieber noch etwas warten, bis die Androids mit KI soweit sind - 
einen als Gärtner einstellen, der nebenbei bei Bedarf die Tür öffnet. 
Sollte der mit seinem Lohn nicht zufrieden sein und mit Gaunern 
gemeinsame Sache machen - neuen Threat eröffnen...
Spass beiseite. Auf den Schlüssel verzichten und dafür eine technische 
Lösung dauerhaft einsetzen - man hat dann praktisch NIE mehr einen 
Schlüssel bei sich, richtig? Und was ist bei Stromausfall? Liegt dann 
der Reserveschlüssel unter dem Abtreter?

von Heinz R. (heijz)


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Uuu B. schrieb:
> Spass beiseite. Auf den Schlüssel verzichten und dafür eine technische
> Lösung dauerhaft einsetzen - man hat dann praktisch NIE mehr einen
> Schlüssel bei sich, richtig?

Ja, so wird es wohl enden

Ich habe eigentlich immer meinen Schlüsselbund bei mir
Eigentlich habe ich wenn ich einkaufen gehe auch immer meinen Geldbeutel 
dabei

Aber in letzter Zeit, seit man mit dem Handy zahlen kann - oft den 
Geldbeutel vergessen...

Aber es sollte doch in einem Einfamilienhaus locker machbar sein einen 
Hausschlüssel irgendwo im Garten sicher zu deponieren?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Heinz R. schrieb:
> Ich habe eigentlich immer meinen Schlüsselbund bei mir

Das sollte jeder der Wert drauf legt die Wohnung in jedem Fall öffnen 
zu können. Daran hängt dann selbstverständlich auch ein RFID Anhänger 
für die Bequemlichkeit!

von Cyblord -. (cyblord)


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Heinz R. schrieb:
> Aber es sollte doch in einem Einfamilienhaus locker machbar sein einen
> Hausschlüssel irgendwo im Garten sicher zu deponieren?

Ja, aber wozu?

Ich setze auch auf Fingerabdruck. Man kann nichts vergessen und man muss 
nichts deponieren. Einfacher gehts nicht.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> Es erstaunt
> mich immer wieder, wie technikfeindlich selbst solch ein technisches
> Forum ist.

ein Schlüssel kann abbrechen. die Mechanik im Schloss vergnaggeln.

hebbt wi allns schon hett.
passiert innerhalb von 40 Jahren einmal.
Mich auszusperren hab ich jedenfalls noch nicht geschafft,
aussen ist ein Türdrücker dran.

Und elektronische Schlösser?
könnten evtl schwerer zu knacken sein, Elektropick gibts da nicht.
Aber findige Leute können das auch bald umgehen.

Und können ebenso defekte haben. Brauchen Strom...

Was habe ich gewonnen?
Mit ner Einkaufs-Kiste in den Händen
nicht nach'm Schlüssel suchen zu müssen? echt? wow!

von Richard R. (nbger)


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Schlüssel? von gestern ;)
warum RFID, warum Fingerabdruck...

warten wir noch ein bisschen und dann können wir dank Elon Musk 
(Neuralink)
die Tür per Gedanken öffnen :D :D

von Gerhard H. (hauptmann)


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Richard R. schrieb:
> warten wir noch ein bisschen

Warten? Wenn man sich schon heute helfen kann? Hab das vor vielen Jahren 
leider öfter mal geschafft mich auszusperren. Diese Gedankenlosigkeit 
hat ihren Schrecken verloren! Und einen RFID Chip hat jeder der in 
Notfällen helfen könnte. Ein gutes Gefühl.

von Richard R. (nbger)


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Gerhard H. schrieb:
> Richard R. schrieb:
>> warten wir noch ein bisschen
>
> Warten? Wenn man sich schon heute helfen kann? Hab das vor vielen Jahren
> leider öfter mal geschafft mich auszusperren. Diese Gedankenlosigkeit
> hat ihren Schrecken verloren! Und einen RFID Chip hat jeder der in
> Notfällen helfen könnte. Ein gutes Gefühl.

das mit dem Gehirn-Implantat war ja nicht ernst gemeint!

und bezüglich Aussperren: obwohl ich High-Tech affin bin, habe ich für 
diesen Fall ganz klassisch einen Ersatzschlüssel deponiert;allerdings 
nicht einfach unter der Fußmatte ;)

zu RFID:
den kann man natürlich auch vergessen/verlieren.
sowas wäre schon etwas sicherer:

https://ausweisshop.com/kategorie/rfid-medien/rfid-transponder/rfid-ring/

oder gleich so:
https://www.youtube.com/watch?v=PA81nxF0eXE&ab_channel=Dr.MarkBenecke%27sOfficialYoutubeChannel

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich setze auch auf Fingerabdruck.

Ich auch. Nur versagt der schon mal bei richtig nassen Fingern. Da 
brauchts immer einen Plan B.

Oliver

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich schaff mir auch grad noch ein System für die Haustür an,
das Logfiles generiert...

von Gerhard H. (hauptmann)


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Richard R. schrieb:
> zu RFID:
> den kann man natürlich auch vergessen/verlieren

Der Witz daran ist: Das kostet wenig. Wenn denn das Not-Tag in 
Griffweite bleibt. Und ggf. weitere Öffnungsmöglichkeiten via 
Mobiltelefon bestehen.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> ich schaff mir auch grad noch ein System für die Haustür an,
> das Logfiles generiert...

Eine Idee die ich realisiert habe.
(Fehlende) Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem 
Urlaub nämlich sehr beruhigend.

von Cyblord -. (cyblord)


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Oliver S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ich setze auch auf Fingerabdruck.
>
> Ich auch. Nur versagt der schon mal bei richtig nassen Fingern. Da
> brauchts immer einen Plan B.

Schlüssel ist immer Plan B.

RFID könnte ich auch nutzen, aber wozu? Wenn ich schon erst was 
rauskramen muss, dann kann es auch der Schlüssel sein. Deshalb nutze ich 
RFID erst mal nicht.
Ein Vorteil von RFID gegenüber Schlüssel können die kompakten Tags sein 
und die verschiedenen Formfaktoren (Karte, Schlüsselanhänger, Aufkleber 
usw.).
Aber der Vorteil ist einfach höher wenn man schlicht gar nichts dabei 
haben muss.

: Bearbeitet durch User
von Wendels B. (wendelsberg)


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Gerhard H. schrieb:
> Eine Idee die ich realisiert habe.
> (Fehlende) Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem
> Urlaub nämlich sehr beruhigend.

Eine Idee, die ich hatte, aber NICHT realisiert habe und nicht 
realisieren werde.

Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem Urlaub 
nämlich sehr beunruhigend.

Den Urlaub lasse ich mir lieber durch Betrueger und Taschendiebe vor Ort 
versauen, aendern kann man aus der Ferne sowieso nix.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Wendels B. schrieb:
> Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem Urlaub
> nämlich sehr beunruhigend.
> Den Urlaub lasse ich mir lieber durch Betrueger und Taschendiebe vor Ort
> versauen, aendern kann man aus der Ferne sowieso nix.

Wenig überzeugend.
Denn das Ergebnis "Beruhigend" stellt die überwältigende Mehrheit der 
Fälle dar :)

Evt. könnte man ja je nach Situation im beunruhigenden Fall schon 
jemanden nachschauen lassen? Das gilt selbstverständlich auch für andere 
festgestellte Unnormalitäten (z.B. Wasserschaden). Frühes Wissen ist in 
jedem Fall ein Vorteil.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Eine Idee die ich realisiert habe.
> (Fehlende) Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem
> Urlaub nämlich sehr beruhigend.

Kompletter Unsinn. Kein Einbrecher hackt dein Zugangssystem. Er bricht 
ein Fenster auf.
Für sowas helfen ein paar IP Kameras die schicken dir gleich Bilder und 
Videos wenn sich was tut und du siehst was los ist. Ein Öffnungs-Log 
sagt gar nichts.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Ein Öffnungs-Log sagt gar nichts.

Doch, es beruhigt.
Weiteren elektronischen Aufwand treibe ich nicht. Und daß es hier nicht 
um Einbruchsverhinderung geht hatte ich weiter oben schon erwähnt. 
Dafür hilft eher mehr Mechanik als Elektronik.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Doch, es beruhigt.

Offensichtlich beruhigt es dich. Aber warum? Ein nicht vorhandener 
Eintrag im Log sagt nur dass niemand BERECHTIGT die Tür geöffnet hat. 
Inwiefern kann das beruhigend sein? Welches Szenario siehst du, in dem 
ein Einbrecher einen Log-Eintrag erzeugen könnte?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Offensichtlich beruhigt es dich. Aber warum? Ein nicht vorhandener
> Eintrag im Log sagt nur dass niemand BERECHTIGT die Tür geöffnet hat.

Nö. So ein Log sollte schlicht jede Türöffnung umfassen. Berechtigt 
oder nicht, das weiß man dann schon...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gerhard H. schrieb:

> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> ich schaff mir auch grad noch ein System für die Haustür an,
>> das Logfiles generiert...
>
> Eine Idee die ich realisiert habe.
> (Fehlende) Daten einer Öffnung sind gerade bei einer Fernabfrage aus dem
> Urlaub nämlich sehr beruhigend.

und wieviele Einbrüche finden an der Tür statt?

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Nö. So ein Log sollte schlicht jede Türöffnung umfassen. Berechtigt
> oder nicht, das weiß man dann schon...

Ok und jetzt findet, laut Log, in deinem Urlaub eine Öffnung statt. Was 
tust du jetzt?

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> und wieviele Einbrüche finden an der Tür statt?

Bislang keine.
Insofern darf man den Aufwand auch gerne übertrieben finden.
Man macht das nur weil mans kann, man dran Freude hat, es beruhigt. Und 
wer weiß...

Wichtig damits so bleibt wäre auf jeden Fall absolute Unauffälligkeit 
von außen. Ein Fingerabdruckleser käme für mich da nie in Frage!

Cyblord -. schrieb:
> Ok und jetzt findet, laut Log, in deinem Urlaub eine Öffnung statt. Was
> tust du jetzt?

Du denkst schon wieder falsch herum.
Im Vordergrund steht die beruhigende Wirkung. Im Fall der Fälle könnte 
ich aber z.B. einen Freund zum Nachschauen verständigen. Dank RFID Tag 
könnte der auch jederzeit rein. Ein gewaltiger Zeit-Vorteil, gerade wenn 
man selber nicht so schnell zurück kann.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> und wieviele Einbrüche finden an der Tür statt?

Die Zahl steht im text: 10%, Keller und Nebeneingangstüren sind deutlich 
seltener betroffen: Bei Einfamilienhäusern steigen Diebe am liebsten 
über die Terrassentür oder übers Fenster ein, die Eingangstür steht an 
dritter Stelle.
Quelle: 
https://wohnglueck.de/artikel/einbrueche-deutschland-statistiken-22963#b0fb3f454026b2ee063e4adcc6c9ddb7b0747001

Dein Bauchgefühl, dass die Haustür unattraktiv ist, trügt dich.

Gerhard H. schrieb:
> Bislang keine.

auch falsch

Das gilt übrigens nur für Einfamilienhäuser, bei Mehrfamilien ist die 
Tür das Beliebteste Eintrittsportal

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> auch falsch

Nö. Das galt für meine Haustür.
Der Rest an Einstiegsmöglichkeiten ist in einem größeren Wohnblock und 
weiter oben nicht so sehr betroffen :)

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Der Rest an Einstiegsmöglichkeiten ist in einem größeren Wohnblock und
> weiter oben nicht so sehr betroffen :)

auch ein Irrtum: laut dieser Website wird in Mehrfamilienhäusern am 
liebsten ganz oben eingestiegen... Sprich: unten durch die Haustür rein 
und dann ganz hoch, da hat man dann 2-4 Wohnungen und die Gefahr, 
entdeckt zu werden ist am geringsten. Mit jedem Stockwerk weiter runter 
multipliziert sich die Gefahr.

Schau es dir einfach an. Und dann kannst du dein Gefühl mit realen 
Fakten abgleichen und ggf. nachstellen.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> auch ein Irrtum:

Nein kein Irrtum.
Denn mit anderen Einstiegsmöglichkeiten weiter oben waren Balkontüren 
und Fenster gemeint.

Daß Wohnungstüren ganz oben gefährdeter sind ist aber ohne weiteres 
nachzuvollziehen.

von J. S. (jojos)


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Fingerprintsensoren sind keine Butterbrotdosen mit vielen 
herausguckenden Kabeln an der Haustür, die sehen z.B. so aus:
https://de.aliexpress.com/item/33053655412.html

Wenn ich weiß das die Erkennung mit nassem Finger schlechter ist, dann 
mache ich meine Finger vor der Bedienung auch nicht extra erst nass.

So ein System baue ich nicht ein um noch mehr Logfiles zu bekommen, aber 
Logfiles sind ein wertvolles Mittel um mindestens in der 
Inbetriebnahmephase die Zuverlässigkeit zu prüfen und zu sehen ob 
Unbefugte da spielen.

Ich habe mir einiges zum Nuki 4.0 angesehen, das gefällt mir sehr gut. 
Ein Hersteller der schon lange am Markt ist und es auch sicher weiter 
sein wird. Ich würde das System in meine Haussteuerung integrieren und 
auch die Cloud testen weil ich damit den Familienbesuch einfach 
integrieren kann.
Notöffnung über Schlüssel bleibt erstmal erhalten, wenn es zuverlässig 
ist dann eher den Außenzylinder wegoptimieren, damit entfällt die 
Möglichkeit das mit Lockpicking Werkzeugen zu öffnen. Wenn das ausfällt 
gibt es noch einen weiteren Zugang über Schlüssel.

Ein Bekannter setzt auch auf Fingerprint und ist damit sehr zufrieden. 
Er hatte in 2 Jahren 4 Einbruchsversuche, keiner über den Sensor, alle 
haben versucht Türen aufzuhebeln.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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J. S. schrieb:
> Fingerprintsensoren sind keine Butterbrotdosen mit vielen
> herausguckenden Kabeln an der Haustür, die sehen z.B. so aus:
> https://de.aliexpress.com/item/33053655412.html

Genau die habe ich auch im Einsatz. Da gibt es wenig zu meckern.

Außer vielleicht dass man die nicht sicher machen kann. Da der Sensor 
sowohl die Aufnahme als auch den Abgleich des Abdruckes durchführt, 
könnte er gegen einen Dummy ausgetauscht werden, welcher der 
nachfolgenden Logik einen positiven Match vorgaukelt.
Natürlich hilft da auch die Password-Funktion dieses Sensors nicht.

Eine kleine Hürde kann man durch Nutzung der "Notepad-Funktion" 
hochziehen, in dem man den Sensor dort mit einem Wert parametriert und 
die Öffungslogik liest das vor jeder Öffnung aus. Ein Hacker müsste dann 
den bestehenden Wert aus dem Sensor auslesen um einen Dummy zu nutzen. 
Keine echte Sicherheit. Nur ein weitere kleine Hürde.

Allerdings ist das ein rein theoretisches Nerd-Problem, da kein 
Einbrecher versuchen würde, so was zu hacken.

Allerdings, falls solche Sensoren einmal eine kritische Masse bei 
Zugangssystemen erreichen, könnte man ein Hacking-Device für 10 EUR 
anbieten, welches alle Türen öffnet die mit solchen Sensoren geschützt 
sind.

Aber wie gesagt, das ist reine Nerd-Theorie und hat mit realen Gefahren 
im Einbruchschutz nichts zu tun. Deshalb setze ich diese Sensoren auch 
ein.

: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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J. S. schrieb:
> Wenn ich weiß das die Erkennung mit nassem Finger schlechter ist, dann
> mache ich meine Finger vor der Bedienung auch nicht extra erst nass.

Wenn es doch nicht kalt genug war zum Schlittschuh laufen... hilft nur 
eine implantierte RFID Pille, so wie bei Katzen. Damit hat man auch 
beide Hände frei.

von Cyblord -. (cyblord)


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Bauform B. schrieb:
> Wenn es doch nicht kalt genug war zum Schlittschuh laufen... hilft nur
> eine implantierte RFID Pille, so wie bei Katzen. Damit hat man auch
> beide Hände frei.

Die Idee ist allerdings nicht schlecht, aber auch nicht neu. 
Implantierte RFID zur Zugangskontrolle machen schon manche.

von J. S. (jojos)


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Danke, um den Sensor auszubauen müsste man den schon mit einem 
Lochschneider raussägen. Gut, in Zeiten guter Akkuschrauber vielleicht 
auch kein Problem. Gegen so einen massiv Invasiven Eingriff könnte man 
noch Sicherheitsdrähte einbauen die das erkennen. Aber soviel Angst habe 
ich nicht, da sind andere Attacken realistischer.
Die SW der Dinger scheint closed source zu sein, ich konnte jedenfalls 
nichts dazu finden. Da ist ein Cortex-M drin der die Daten vom 
eigentlichen Sensor JP2000 verarbeitet.

von J. S. (jojos)


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Bauform B. schrieb:
> Wenn es doch nicht kalt genug war zum Schlittschuh laufen... hilft nur
> eine implantierte RFID Pille, so wie bei Katzen. Damit hat man auch
> beide Hände frei.

und nutzt das gleich um mit Bitcoins zu bezahlen. Aber ich vermute ich 
kann nicht jeden zum Chippen bewegen der in mein Haus möchte.

von Harald W. (wilhelms)


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Heinz R. schrieb:

> Aufzug - dort war der Türgriff kaputt, die Tür lies sich nicht öffnen

Aufzüge mit Türgriff habe ich noch nie gesehen. Entweder wird sie
per Motor geöffnet oder man drückt einfach dagegen.

von Cyblord -. (cyblord)


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J. S. schrieb:
> Danke, um den Sensor auszubauen müsste man den schon mit einem
> Lochschneider raussägen.

Bei dir vielleicht. Kommt halt auf die Montage an. Bei mir ist der in 
einer UP Dose und somit schon zugänglich.

> Die SW der Dinger scheint closed source zu sein, ich konnte jedenfalls
> nichts dazu finden. Da ist ein Cortex-M drin der die Daten vom
> eigentlichen Sensor JP2000 verarbeitet.

Die SW da drin ist egal, es geht um das Interface zur Logik. Das ist 
natürlich dokumentiert.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Fingerprintsensoren sind keine Butterbrotdosen mit vielen
> herausguckenden Kabeln an der Haustür

Egal. Die Teile fallen auf, genauso wie Tastenfelder oder Extra-Knöpfe.
Sie müssen durch Wand oder Tür verbunden werden. Jedem Vandalismus 
ausgesetzt. Sie sind unhygienisch.  Auf saubere und trockene Finger 
angewiesen. Bieten keine Chance, mit zwei freien Händen direkt 
durchzuspazieren. Spontan auf neue Personen nur bei deren (Finger-) 
Anwesenheit trainierbar.

Egal. Wessen Situation diese Nachteile unerheblich macht soll sie doch 
verwenden. Aber es wird schon seinen Grund haben warum man sie bei 
Wohnungen so selten findet...

: Bearbeitet durch User
von Richard R. (nbger)


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Gerhard H. schrieb:
> Sie sind unhygienisch

viele Argumente dagegen...
aber "unhygienisch" lasse ich mal nicht gelten.
Ich nehme mal nicht an, dass tausende verschiedene Leute den 
Fingerprintsensor an Deiner eigenen Haustür anfassen; meistens ja nur 
die Leute, deren Fingerprint hinterlegt ist und die einen Grund haben, 
rein zu kommen (Bewohner) und noch ein paar wenige, die das mal 
ausprobieren wollen.
Und der Türgriff ist dann mindestens genauso unhygienisch.

oder ist Dein Smartphone auch unhygienisch, nur weil Du den 
Fingerprintsensor aktiviert hast?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich hab ein Nagelbrett unter einem der Fenster.

Das ist allerdings auch eine Werkstatt und da liegt sowas halt mal rum.
... so fiess kann die Welt sein.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Richard R. schrieb:
> aber "unhygienisch"

ist halt auch eine Frage subjektiver, individueller Befindlichkeiten und 
weniger geeignet als Gegenstand objektiver Erörterung (obwohl öffentlich 
genutzte Tasten in Corona-Zeiten durchaus Hygienethema war)  Ich nehme 
fest an, mit diesem meinem Empfinden nicht alleine zu sein.

Du hast aber Recht, es gibt viele "Gefahrenherde". Da minimiert man 
Berührung wo möglich und maximiert die Putzaktivität wo möglich.

von Harald W. (wilhelms)


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Gerhard H. schrieb:

> ist halt auch eine Frage subjektiver, individueller Befindlichkeiten und
> weniger geeignet als Gegenstand objektiver Erörterung (obwohl öffentlich
> genutzte Tasten in Corona-Zeiten durchaus Hygienethema war)  Ich nehme
> fest an, mit diesem meinem Empfinden nicht alleine zu sein.

Während der Zeit hatte ich immer eine kleine passende Sprühflasche
in der Tasche.

von Rainer W. (rawi)


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Harald W. schrieb:
> Da braucht der Dieb dann nur noch eine Kneifzange dabei haben.

... zu haben.

von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Andreas M. schrieb:
> Einbrecher gehen nicht durch die Haustüre außer sie finden:
siehe Anhang :-)

J. S. schrieb:
> Es gibt ja Systeme die mit vorhandenem Schlüssel innen schließen. Da
> habe ich das Problem das ich von außen nicht schließen kann wenn innen
> ein Schlüssel steckt. Da gibt es doch sicher auch Lösungen?

Schließzylinder mit "Not- und Gefahrenfunktion" kaufen.

Cyblord -. schrieb:
> Implantierte RFID zur Zugangskontrolle machen schon manche.
Das würde die Anforderung des TO erfüllen:
Fabian H. schrieb:
> Wir gehen halt auch öfters mal raus spaziere, joggen etc.
> Es wäre schon schön,
> wenn man so gar nichts dabei haben muss.

Harald W. schrieb:
> Heinz R. schrieb:
>> Aufzug - dort war der Türgriff kaputt, die Tür lies sich nicht öffnen
> Aufzüge mit Türgriff habe ich noch nie gesehen. Entweder wird sie
> per Motor geöffnet oder man drückt einfach dagegen.

Lese den Text "älterer .. ohne Innentüren". Ist öffentlich nicht 
zulässig, aber in z.B. Fabrikhallen noch anzutreffen. War nur mit 
Schlüssel zugänglich, für unterwiesenes Personal. Da gibt es tatsächlich 
einen Innengriff, Du musst ja nicht alles kennen.

Harald W. schrieb:
>> genutzte Tasten in Corona-Zeiten durchaus Hygienethema war) Ich nehme
>> fest an, mit diesem meinem Empfinden nicht alleine zu sein.
> Während der Zeit hatte ich immer eine kleine passende Sprühflasche
> in der Tasche.

Mein Bedauern. Ich habe mir während der Covid-Hysterie die Hände genauso 
selten gewaschen wie zuvor und mich von Desinfektionsmitteln fern 
gehalten. Ich habe allerdings geschaut, persönliche Kontakte zu 
minimieren. Da es mich nicht erwischt hat, habe ich wohl nichts 
grundlegend falsch gemacht.

Tastenfelder haben den Schönheitsfehler dass man jenach Nutzung sieht, 
welche Tasten häufig benutzt werden.

Ich war mal bei einem Kunden, der zur kritischen Infrastruktur gehört 
und man nur mit PIN ins und durchs Gebäude kommt. Mal schnell etwas aus 
dem Auto holen, hielt mir die freundliche Putzfrau die Türe auf, weil 
ich ja die Hände voll hatte.

von Christian B. (luckyfu)


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Manfred P. schrieb:
> Da es mich nicht erwischt hat, habe ich wohl nichts
> grundlegend falsch gemacht.

vor allem, da man, wie man jetzt weiß, Corona via Luft übertragen bekam. 
Die Maske dürfte also der weitaus größere Schutz gewesen sein als 
ständiges Desinfizieren.

Gerhard H. schrieb:
> Die Teile fallen auf, genauso wie Tastenfelder oder Extra-Knöpfe.
> Sie müssen durch Wand oder Tür verbunden werden. Jedem Vandalismus
> ausgesetzt. Sie sind unhygienisch.  Auf saubere und trockene Finger
> angewiesen. Bieten keine Chance, mit zwei freien Händen direkt
> durchzuspazieren.

Du bist aber kein Ingenieur oder?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> vor allem, da man, wie man jetzt weiß, Corona via Luft übertragen bekam.

Das sind alles Fake News. Corona kommt, wie der Strom, aus der 
Steckdose. Gib mal in eine Suchmaschine Deines Vertrauens corona 
hochspannungsleitung ein.  ;)

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Corona kommt, wie der Strom, aus der
> Steckdose. Gib mal in eine Suchmaschine Deines Vertrauens corona
> hochspannungsleitung ein.  ;)

die Sonne hat auch Corona.

von Christian B. (luckyfu)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> die Sonne hat auch Corona.

nur bei einer Sonnenfinsternis :) sonst nicht.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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oha! Die hat dazu noch Auswurf, voviel Corona hat die.
Massenauswurf sogar.

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Können wir bitte wieder ins Thema kommen?
Dankeschön

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Du bist aber kein Ingenieur oder?

Nein. Erstmal nur Praktiker. Und das reicht in diesem Fall völlig.

Ove M. schrieb:
> Können wir bitte wieder ins Thema kommen?

Richtig. Und da bliebe noch zu erwähnen daß biometrischen Methoden zwar 
die Zukunft gehört, dann aber sicher den kontaktlosen. So wie es auch 
dem TO mit der Gesichtserkennung vorschwebt. Nur kommt er damit hier 
noch etwas früh für eine allseits erhältliche + bezahlbare + hinreichend 
sichere Lösung.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Erstmal nur Praktiker. Und das reicht in diesem Fall völlig.

In Erster Linie trittst du als Bedenkenträger auf und das ist eigentlich 
fehl am Platz. Es könnte nützlich sein, wenn du auch etwas vorteilhaftes 
beitragen kannst aber Menschen, die nur die Probleme sehen sorgen dafür, 
dass es keinen Fortschritt mehr gibt. Daher die Frage, denn ein 
Ingenieur sollte lösungsorientiert arbeiten, was nicht heißt, dass ich 
nicht genug Bedenkenträger mit Diplom kenne. Insbesondere in der 
Softwareabteilung meiner Firma gibt es davon reichlich.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> In Erster Linie trittst du als Bedenkenträger auf und das ist eigentlich
> fehl am Platz.

Welche "Bedenken" meinst Du überhaupt?

Bedenklicher als Bedenkenträger wären übrigens nur noch die Leute die 
sachliche Argumente und Fakten nicht mehr wahrnehmen. Wichtiger sind 
denen ihre Moral und Gefühlslagen. Da liegst Du vielleicht voll im Trend 
der Zeit.

> sollte lösungsorientiert arbeiten

Während manche Leute nur reden ist meine hier bevorzugte RFID Lösung 
längst fertig und funktioniert bestens.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Während manche Leute nur reden ist meine hier bevorzugte RFID Lösung
> längst fertig und funktioniert bestens.

Ich nutze seit 14 Jahren RFID, ganz ohne Schließzylinder und bin davon 
überzeugt. Mir musst du da bezüglich der Vorteile nichts erklären. Klar 
kann man es theoretisch hacken und dann spurlos in das Haus eindringen. 
Da muss man eben eine Versicherung wählen, die das abdeckt. Aber sich 
hinzustellen und zu sagen:

Gerhard H. schrieb:
> Die Teile fallen auf, genauso wie Tastenfelder oder Extra-Knöpfe.
> Sie müssen durch Wand oder Tür verbunden werden. Jedem Vandalismus
> ausgesetzt.

Ist einfach ein ganzes Stück weit Unsinn. Ja, auffallen können solche 
Leser. Mein neues Schließsystem hat auch einen Fingerabdruckleser 
integriert, das ist einfach ein ca. 1cm Durchmesser großes schwarzes 
"Plättchen" und fällt gar nicht wirklich auf. Allerdings funktioniert 
das Teil nicht zufriedenstellend, weshalb ich ganz froh darüber bin, in 
erster Linie die RFID Funktion zu nutzen und es deshalb auch gekauft 
habe. Die Fingerprintgeschichte ist mehr ein Backup.

Und wenn ein potentieller Einbrecher daran scheitert diesen Leser zu 
überwinden und ihn dann eher demoliert, aus Wut. Dann ist mir auch 
geholfen, denn der Schaden, den er durch ein Eindringen erzeugt hätte, 
währe wohl um ein vielfaches höher.

Manfred P. schrieb:
> Tastenfelder haben den Schönheitsfehler dass man jenach Nutzung sieht,
> welche Tasten häufig benutzt werden.

Das ist das größte Manko an den Zahlenfeldern: Um sicher zu sein, müsste 
man den Code regelmäßig wechseln. Das wiederum tut kaum jemand, denn 
dann muss man sich immer wieder einen neuen Code merken. Hinzu kommt, 
dass die meissten (vor allem älteren) Systeme nur 4 Zeichen 
unterstützen. Man muss nur eine Hand voll feinen Staub auf die Tastatur 
werfen um festzustellen, welche Tasten gedrückt wurden und dann ist es 
nur noch eine Frage der Zeit, bis man drin ist.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Ist einfach ein ganzes Stück weit Unsinn. Ja, auffallen können solche
> Leser.

Ja eben.
Daß hier niemand allgemeingültig für jede Art von Türen sprechen kann 
ist doch auch klar. Warum aber muß man die Diskussion des Für und Wider 
der Lösungen immer gleich als Angriff auf seine eigene werten? Es kann 
doch jedem Foren-Teilnehmer wurscht sein wie sich hier ein anderer 
absichert. Deshalb sind letztlich nur harte Fakten interessant und ein 
jeder muß in seiner Situation schauen was zutrifft.

Christian B. schrieb:
> Und wenn ein potentieller Einbrecher daran scheitert diesen Leser zu
> überwinden

Um die Verhinderung eines Einbruchs gehts hier nicht und kann es hier 
nicht gehen. Auch mehrfach betont. Man kann aber an der Haustür durchaus 
auf sich aufmerksam machen. Vielleicht wohnst Du in der Prärie wo nur 
alle paar Tage ein freundlich gesinnter Mensch vorbeikommt und das keine 
Rolle spielt?

> Fingerabdruckleser
> integriert, das ist einfach ein ca. 1cm Durchmesser großes schwarzes
> "Plättchen" und fällt gar nicht wirklich auf. Allerdings funktioniert
> das Teil nicht zufriedenstellend

Schau an. Scheint also doch nicht so das Gelbe vom Ei.
Und nein, Du hast das nicht behauptet!

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Scheint also doch nicht so das Gelbe vom Ei.
> Und nein, Du hast das nicht behauptet!

ja, auch weil ich bei meinem Handy die Probleme ja schon kenne, die 
diese Sensoren haben: nasse Finger, verletzte Finger, Finger in falschem 
Winkel, hab ich in erster Linie ein RFID Schloss gesucht. Wenn der 
Fingerabdruckscanner zufriedenstellend laufen würde, hätte ich damit 
auch kein Problem, ich sag mal so in ca. 60% der Fälle funktioniert es 
beim 2. Versuch. Es ist halt noch bequemer als die RFID Lösung. Eine 
Öffnung per app bietet das Schloss auch, aber das ist mit abstand die 
umständlichste Art und weise, die Tür zu öffnen. Aber ich hab es erstmal 
vorbehaltlos ausprobiert. Und das ist der Unterschied, ich gehe nur sehr 
selten an neues heran, mit einer vorgefertigten Meinung denn dann wird 
das Ergebnis auch entsprechend. Somit bin ich neugierig und suche auch 
gern Lösungen für Probleme, wo andere nur Probleme für Lösungen suchen.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Eine
> Öffnung per app bietet das Schloss auch, aber das ist mit abstand die
> umständlichste Art und weise, die Tür zu öffnen.

So umständlich für den täglichen Gebrauch, so wertvoll in der 
Not-Situation, wenn verletzter Finger und verlorenes/vergessenes 
RFID-Tag dankbar für Alternativen machen. Gern öffne ich einem Bekannten 
aus der Ferne auch mal unten die Haustür zum Gemeinschafts-Treppenhaus.

von Frank O. (frank_o)


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Fabian H. schrieb:
> Die Gesichtserkennung für das iPhone funktioniert ja äußerst
> zuverlässig.
Kannst die Tür ganz weg lassen.
Muss erst "programmiert" werden. Funktioniert dann aber zuverlässig bei 
Tag und Nacht. Ist gleichzeitig als Alarmanlage konzipiert.

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