Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gute 3D CAD-Software für Privatanwender gesucht


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Leute... tut mir leid, aber ich brauche mal eine Beratung zum Thema 
gutes 3D CAD-Programm, welches sich zum Erstellen von vergleichsweise 
einfachen Modellen für 3D-Drucker eignet.

Eigentlich ist die Aufgabe so simpel und die Auswahl so groß... aber die 
meisten Programm sind viel zu teuer für den gelegentlichen privaten 
Gebrauch oder von der Benutzbarkeit eine absolute Katastrophe... Ich 
bräuchte wirklich mal eine Eingebung, womit ich es noch versuchen soll.

Womit ich bereits angeeckt oder auf die Fresse geflogen bin:

Fusion 360:
Nur 20 "Slots" verfügbar, wenn man Modelle aus diesen exportieren und 
löschen muss, kann man sie hinterher nicht mehr in einen freien Slot 
zurückladen und somit nicht weiter bearbeiten. Absolutes No-Go. Dazu 
sind alle Entwürfe, die man mit der kostenfreien Version anlegt, wohl 
irgendwie wie öffentlich, zweites absolutes No-Go. Über meine kläglichen 
Versuche braucht sich nicht die ganze Welt lustig zu machen.

FreeCAD:
Tolle Idee, bestimmt ein tolles Programm wenn man so denkt wie die 
Programmierer, sonst leider extrem schlechte Umsetzung, die Bedienung 
ist 'ne Katastrophe. Ich produziere beim Extrudieren (heißt dort nicht 
mal extrudieren, sondern irgendwie anders abstrahiert - erste 
Katastrophe) (edit: ist mir noch eingefallen, "aufpolstern" - Ja bin ich 
nun als Sattler unterwegs oder wer übersetzt solche Scheiße?) von 
Skizzen nur Fehlermeldungen wie "wire not closed", aber keine Erklärung 
woran das liegt. Irgendwo ist bestimmt noch irgend ein freier Punkt in 
der Skizze, den das Programm trotz vollständig definiert nicht als 
Außenkante akzeptiert, aber ich finde ihn nicht und markiert wird er 
auch nicht.
  Dann ist mir durch Rumsuchen in den Menüs irgendwann die 
Baumstruktur-Ansicht des Modells links verlorengegangen und ich habe sie 
nirgendwo wiedergefunden. Danke, reicht. Schnauze voll. Ab in die 
Mülltonne damit bevor die Maus mit Warp 23 den Bildschirm durchschlägt. 
Für solchen Mist bin ich im Moment nicht stressresistent genug, da habe 
ich genug andere Projekte am Start wenn ich solche Misserfolge zwecks 
Lernübung zur Stärkung meiner inneren mentalen Ruhe brauche.

Sorry, ich hab mich aus Sicht eines jemanden, der's besser kann, ganz 
bestimmt nur zu dämlich angestellt - aber gibt's da echt nichts, was 
ähnlich einfach zu bedienen ist wie Fusion 360, aber nicht so kastriert 
und für Privatanwender erschwinglich? Es muss ja noch nicht mal 
kostenfrei sein, aber ich kann mir schlicht keine tausende Euro teure 
Jahreslizenz für sowas leisten. Nicht mal, wenn ich so eine Software 
kommerziell einsetzen wollen würde, könnte ich mir das leisten.

Kann doch echt nicht so schwer sein, da irgendwas brauchbares zu 
finden... ich weiß nur nicht welches ich als nächstes ausprobieren 
soll... bei allem, was ich bislang gesehen habe, bin ich ja schneller, 
wenn ich mich dransetze und für meine einfachen Modelle was eigenes 
programmiere, was mir aus einer 2D-Koordinatenliste ein 
Drahtgittermodell erstellt.

Sorry für's Mimimi, aber vielleicht hat ja jemand einen Tipp.

: Bearbeitet durch User
von Patrick B. (pbeck)


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Solid Edge gibt es auch in einer Community Edition.

https://solidedge.siemens.com/de/free-software/kostenlose-software/

Ich nutze Freecad. An den Workflow muss man sich gewöhnen ;)

Grüße Patrick

von Jack V. (jackv)


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Hm. Wenn dich FreeCAD so dermaßen überfordert, dann muss es wohl was 
wirklich Einfaches für dich sein – hast du mal Onshape angeschaut? Ist 
’ne Webanwendung, und man kann davon ausgehen, dass zumindest die mit 
einem freien Account erstellten Projekte nicht wirklich einem selbst 
gehören, aber es ist wohl ziemlich einfach und intuitiv bedienbar.

Anschauen kostet nix, aber AGB bzgl. Rechten an den Projekten bitte 
unbedingt selbst anschauen – und insbesondere den Lock-In-Effekt 
berücksichtigen (wie bei Fusion360 übrigens auch): wenn der Hersteller 
irgendwann meint, er hätte dann mal gerne Kohle von dir, damit du weiter 
Zugriff auf seine Software hast, dann ist das halt so, und du hast zwei 
Möglichkeiten: zahlen, oder dir wieder etwas Neues suchen.

von Sebastian W. (wangnick)


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Ben B. schrieb:
> für meine einfachen Modelle was eigenes programmiere, was mir aus einer
> 2D-Koordinatenliste ein Drahtgittermodell erstellt

Wenn du 3D-Modelle programmatisch erzeugen möchtest, dann geht das in 
Freecad mit Python, oder du achaust dir mal OpenSCAD an.

LG, Sebastian

von Schotter (schottre)


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https://dune3d.org/

Ist allerdings so neu, dass man auf Youtube & Co. keine 101 Videos 
findet. Ich habe es auf die Schnelle nicht kapiert, wie man boolsche 
Operationen ausführt oder Flächen extrudiert. Aber auf der Homepage gibt 
es Tutorials. Die werden sicherlich aktuell sein.

FOSDEM 2024 Video: 
https://fosdem.org/2024/schedule/event/fosdem-2024-2763-dune-3d-the-making-of-a-maker-s-tool/

von Hmmm (hmmm)


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Ben B. schrieb:
> FreeCAD:
> Tolle Idee, bestimmt ein tolles Programm wenn man so denkt wie die
> Programmierer, sonst leider extrem schlechte Umsetzung, die Bedienung
> ist 'ne Katastrophe.

Man gewöhnt sich daran, aber ja, der Einstieg ist mit viel Gefluche 
verbunden.

Wirf mal einen Blick auf TurboCAD. Ich habe das vor Ewigkeiten für 2D 
eingesetzt, inzwischen kann es auch 3D und ist (oder war?) preislich im 
Rahmen.

von Hermann G. (df2ds)


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Hallo zusammen,
ich nutze auch (inzwischen sogar gern) FreeCad. Aber bei den ersten 
beiden Versuchen (im Abstand von etwa 4 Wochen) habe ich entnervt 
aufgegeben. Beim dritten Versuch ging es dann problemlos, und ich habe 
mich gefragt, warum ich es nicht sofort kapiert habe.

Und nebenbei: für parametrische Objekte gibt es für mich nichts besseres 
als OpenSCAD. Wenn man Programmierkenntnisse hat, ist das m.E. sogar das 
Einfachste.

Just my 2ct...

von Uli S. (uli12us)


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Vielleicht irgend ne ältere Version von Autocad, zugegeben, 3D ist da 
nicht unbedingt einfach, aber funktioniert nach etwas Gewöhnung doch. 
Das sollte es für 2stellige Euros geben. Ausserdem, es gibt genügend 
Portale, wo man die gängigen 3D-Programm in ner gecrackten Version 
runterladen kann.
Solange die nicht gewerblich genutzt werden, tolerieren die Hersteller 
das.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ich nutze Freecad.
Mein Beileid! xD

Nee, wenn Du damit klarkommst, alles gut... aber für mich ist das krank 
wenn man sich mit einem einzigen Klick die ganze Projekt-Ansicht 
zerschießen kann und sie dann auch nicht mit einer 
Standard-Fensteranordnung wiederherstellen kann. Sowas muss man mögen 
und als Lern-Software taugt sowas nicht, weil man definitiv solche 
Fehler macht. Aus einem Problem werden dadurch ganz schnell viele kleine 
neue Probleme, die man am Anfang noch gar nicht hatte und für keines 
weiß man eine Lösung, man kommt dadurch einfach nicht zum Ziel.

Die Aufgabe war eigentlich gar nicht so schwer, was ich wollte war ein 
1mm hoher Rahmen mit einer Strebe zu zwei Schraublöchern rechts und 
links und den habe ich als 2D Skizze auch hingekriegt - nur nicht als 
brauchbar für das Extrudieren, wieso keine Ahnung. Auf diesen Rahmen 
sollte danach eine Grafik, Höhe nochmal 1mm oder so. Da braucht ein 
Geübter keine drei Minuten für, ich hab's in drei Stunden nicht 
hinbekommen, auch nur den Rahmen zu extrudieren. Glückwunsch Benni, das 
haste echt drauf!

Onshape habe ich noch nicht ausprobiert, aber wenn das die gleichen 
Limits hat wie Fusion360 mit den öffentlich zur Schau gestellten 
Fehlversuchen, dann möchte ich das eigentlich nicht. Mal sehen, 
vielleicht schaue ich mir das trotzdem mal an.

Lock-In-Effekte hast ja heute überall. Ich verstehe nur die Hersteller 
nicht. Da ist man bereit, 100..200 Euro für ein brauchbares privat 
verwendbares Programm in einer Vollversion auszugeben (wo die 
kommerzielle Verwendung untersagt sein könnte), aber man bekommt sowas 
einfach nicht. Entweder man gibt sich mit den freien Versionen zufrieden 
oder man ist fast schon gezwungen, die kommerziell nutzbare Version 
irgendwie zu knacken, um sie ohne ein unmöglich zu bezahlendes Jahresabo 
nutzen zu können. Toll, daß man das nicht darf weils verboten ist... 
aber ich kann die Leute, die es trotzdem machen, echt verstehen.

> Wenn du 3D-Modelle programmatisch erzeugen möchtest
Ein brauchbares Zeichenprogramm, welches die benötigten Dateiformate 
kennt, würde ich schon vorziehen. Aber wenn ich zum Erlernen einer so 
kranken Oberfläche wie der von FreeCAD oben Monate brauche, damit ich 
sie nicht mehr durch einen einzelnen Klick irreversibel komplett 
unbrauchbar mache, kann ich mir auch anschauen wie eine .STL Datei 
aufgebaut sein muss und sowas wie ein Drahtgittermodell aus ein paar 
übereinandergelegten 2D-Planes zu berechnen, das kriege ich definitiv 
schneller hin. Universell einsetzbar ist das dann aber nicht, das wäre 
evtl. ein Programmiererfolg, aber eigentlich nicht das, was ich wollte.

Mir reicht aber wirklich was einfaches. Ich brauche keine aufgeblasene 
eierlegende Wollmilchsau, die irgendwie alles können möchte und das auch 
noch gleichzeitig, aber praktisch erst nach einem 5jährigem Studium 
halbwegs sicher zu bedienen ist.

Dune3D schaue ich mir heute abend mal an, davon habe ich noch nie was 
gehört. Vielleicht ist ein am Anfang stehendes Projekt gar keine so 
schlechte Wahl, dann ist es vielleicht noch nicht so aufgedunsen wie 
z.B. FreeCAD.

von Helmut -. (dc3yc)


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FreeCAD - ist fast so einfach, wie mit Lego zu bauen. Wo ist das 
Problem?

von Jack V. (jackv)


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Helmut -. schrieb:
> FreeCAD - ist fast so einfach, wie mit Lego zu bauen. Wo ist das
> Problem?

Das Problem ist die Lernkurve beim Einstieg – die ist zumindest das 
erste Stück schon ziemlich steil. Ich finde, das kann man ruhig so offen 
und ehrlich sagen.

Allerdings kann man auch sagen, dass man dieses Stück recht schnell 
nehmen kann, wenn man sich mal überwindet, sich damit zu beschäftigen – 
und dann wird’s wirklich angenehm benutzbar.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> FreeCAD - ist fast so einfach, wie mit Lego zu bauen.
Ich hatte Holzbauklötze.

> Wo ist das Problem?
Siehe oben, ich hab's ja mit FreeCAD probiert.

von Thomas K. (ek13)


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von Klaus R. (klausro)


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Patrick B. schrieb:
> Solid Edge gibt es auch in einer Community Edition.

Die nützt dir nicht viel, da sie nur 2D ist. Die Student bzw. Ausbilder 
Version wäre tauglich. Für SolidEdge gibt es brauchbare Tutorial Videos, 
ich komme damit deutlich besser zurecht als mit FreeCad. Allerdings habe 
ich SolidEdge vor vielen Jahren in der vor YouTube Zeit bereits 
(elementar) gelernt.

von Patrick B. (pbeck)


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Zumindest hier wird auch extrudieren gezeigt. Wäre schon der Meinung das 
3D mit der Community klappt.

https://youtu.be/qDXTWC93SgQ?si=yxpDAcGCjev3pHxB

von Klaus R. (klausro)


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Ok, du meinst diese hier: 
https://solidedge.siemens.com/de/solutions/users/hobbyists-and-makers/

Ja, dass es diese gibt ist mir neu und das sollte klappen mit 3D.
Ich kannte bisher nur diese: 
https://solidedge.siemens.com/de/free-software/kostenlose-software/

von Kolja L. (kolja82)


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Helmut -. schrieb:
> FreeCAD - ist fast so einfach, wie mit Lego zu bauen. Wo ist das
> Problem?

Auch als jemand mit AutoCAD (von 14 bis ??) Erfahrungen  habe ich zu 
FreeCAD noch keinen guten Draht gefunden.

von Christian M. (christian_m280)


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Man kann es gar nicht oft genug sagen:
Beitrag "Re: Freecad - Abrunden zerstört Einschränkungen?"

FreeCad ist verbugt. Man kann gar nicht normal damit arbeiten, ohne 
spezielle Workflows, die von den Experten in den Foren beschrieben 
werden. Auch wenn das der Löschmod nicht gerne hört...

Gruss Chregu

von Helmut -. (dc3yc)


Angehängte Dateien:

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Es gibt ja für FreeCAD (wie sicher für andere Programme auch) schöne 
Tutorials. FreeCAD wird bei uns im FabLab auch ab und zu gelehrt, sodass 
der Einstieg recht leicht ist. Im Anhang hab ich mal zwei Dateien 
angehängt. Vielleicht hilft's ja dem einen oder anderen?

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


Angehängte Dateien:

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Ich nutze als Konstruktions-Software für meine 3D-Drucker-Projekte seit 
Jahren die Software "Cheetah3D", gibts allerdings nur für MacOS und 
kostet auch wahnsinnige 79,-

Bis auf wenige Sonderfälle - für die gibt es ein deutsches Forum - habe 
ich mir das Programm in wenigen Tagen grundlegend erschlossen, für die 
Feinheiten brauchte es so einige Monate, nutze es ja auch nicht 24/7. 
MIR erscheint die Bedienung extrem logisch und intuitiv ...

Das Programm ist zwar primär für 3D-Animationen mit figürlichen 
Charakteren gedacht, um so einfacher sind anscheinend technische 
Konstruktionen. Man kann jedes Objekt, jede Fläche, Kante oder Punkt 
rein numerisch auf 3 Stellen hinterm Komma (bei mm) im 3D-Raum 
positionieren, ausserdem gibts ein einstellbares Snap ...

Der Export erfolgt einmal in einem eigenen Format, um die Projekte 
weiter zu bearbeiten und für den 3D-Druck im STL-Format (und einem 
Dutzend weitere).

Und was ich noch cool finde: C3D kann SVG importieren. Wirklich komplexe 
Formen baue ich z.B. in 2D im Adobe Illustrator (Inkscape ginge sicher 
auch), importiere nach C3D und extrudiere dann ...

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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FreeCAD ist eine Katastrophe! Ich arbeite seit vielen Jahren mit 
Inventor, ebenfalls hauptsächlich für 3D Druck Objekte. Ich habe schon 
mehrfach versucht in FreeCAD einzusteigen und Stelle mit verblüffung 
fest das dies von Version zu Version immer katastrophaler wird. Alles, 
vom Workflow bis hin zur Übersicht.

von Jack V. (jackv)


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Rene K. schrieb:
> FreeCAD ist eine Katastrophe!

Könntest du bitte für dich sprechen? Wenn du geschrieben hättest, dass 
es für dich ’ne Katastrophe wäre, dann wäre damit nix verkehrt – 
offensichtlich polarisiert es ja ziemlich. Aber es generell so abwerten 
zu wollen, nur weil man selbst damit nicht klarkommt, halte ich für 
problematisch. Immerhin kommen ja auch ziemlich viele Leute ziemlich gut 
damit klar, und finden’s von Version zu Version besser.

Wie wär’s, wenn du stattdessen Alternativen benennen würdest? Denn 
danach wurde im Eingangsbeitrag dieses Threads ja gefragt.

: Bearbeitet durch User
von Chris V. (nagut)


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Bei FreeCAD braucht man am Anfang wirklich eine ausgeprägte 
Frustrationstoleranz! g Intuitiv bedienen kann man es kaum. Aber wenn 
man erstmal einen für die eigenen Bedürfnisse funktionierenden Workflow 
verinnerlicht hat, funktioniert es eigentlich ziemlich gut und lässt 
sich auch halbwegs flüssig bedienen.

Die verschiedenen "Workbenches" verwirren am Anfang sehr. Und da ist 
ausnahmsweise auch vieles "herumsuchen" eher kontraproduktiv. Man muss 
sich zunächst auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.

Helmut -. schrieb:
> Es gibt ja für FreeCAD (wie sicher für andere Programme auch) schöne
> Tutorials. (...) Im Anhang hab ich mal zwei Dateien
> angehängt. Vielleicht hilft's ja dem einen oder anderen?

Die sind wirklich gut gelungen, danke fürs Teilen!

von S. G. (sf126d)


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Frank E. schrieb:
> Ich nutze als Konstruktions-Software für meine 3D-Drucker-Projekte seit
> Jahren die Software "Cheetah3D", gibts allerdings nur für MacOS und
> kostet auch wahnsinnige 79,-

Danke für den Tip, die Software kannte ich noch nicht.
Ich habe mir mal die Demo geladen und komme sehr gut damit zurecht.
Für jemand der schon mit Raytracern vertraut ist, ist das alles sehr 
intuitiv.

von Roland P. (pram)


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Hat schon wer Tinkercad gesagt?

Es ist relativ einfach zu bedienen und läuft im Browser.

Vermutlich werde ich jetzt gesteinigt, weil das eigentlich kein CAD 
Programm ist ;-)

Allerdings konnte ich damit relativ schnell STL Files für ein paar 
Halterungen erstellen z. B. die Röhrensockel für meine Nixie Uhr 
https://github.com/rPraml/nixie_clock_esp8266

(zuvor mit FreeCad probiert, hier war mir aber die Einstiegshürde zu 
hoch)

Wenn du also ein paar Quader/Zylinder aneinander "pappen" willst und 
Löcher bohren, dann kannst dir das ja mal anschauen.

Gruß
Roland

von Vorname N. (mcu32)


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Kann ebenfalls SolidEdge empfehlen. Die Studentenversion ist nicht 
beschränkt, du kannst auch die Reverse Engineering Optionen, 3D Druck 
und auch einfache, lineare FEM verwenden.
Du musst nicht mal immatrikuliert sein... Es reicht bei der Eingabe 
deiner imaginären Universität deiner Kreativität freien lauf zu lassen. 
Im Idealfall noch eine Trash Mail verwenden damit du keinen Spam 
erhälst.

von Uli S. (uli12us)


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Ich hab Freecad auch schon mal probiert, furchtbar ist schon sehr 
freundlich ausgedrückt dafür. Man kann zwar recht viel damit anstellen, 
aber muss das alles mords umständlich machen. Laut Anleitung kann man 
nicht einfach auf ner Ebene was draufzeichnen, sondern muss sich erst da 
drauf eine neue Ebene bauen usw. Gut es würde helfen, wenn man wirklich 
nach jedem Teilschritt das bisherige abspeichert, aber wer macht das 
schon.
Da finde ich Acad wesentlich einfacher zu bedienen, auch wenn man da 
nicht so einfach irgendwelche Operationen anstellen kann.
Aber wenn man den Körper, der rausgeschnitten wird erzeugt, dann 
einsetzt und diesen dann abzieht, erhält man doch das, was man will.
Es gibt auch schon eine Menge 3D-Grundkörper fest eingebaut.
Ein Quader kann so ganz einfach erzeugt werden. Genauso Kegel und 
Pyramide.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Eigentlich ist die Aufgabe so simpel und die Auswahl so groß... aber die
> meisten Programm sind viel zu teuer für den gelegentlichen privaten
> Gebrauch oder von der Benutzbarkeit eine absolute Katastrophe...

Wie definierst du teuer und Katastrophe?

ICh nutze ViaCad. DAs hat mal 50Euro gekostet ist mittlerweile
aber doppelt so teuer. Das scheint mir okay zu gehen wenn man
die Leistungsfaehigkeit sieht.
Ich wuerde mal sagen es gibt nichts was man damit nicht machen kann
und ist sicher deutlich besser zu bedienen wie Freecad.
Aber kein Programm mit so einem Umfang ist in 10min zu lernen und
auch nicht in einer Woche.


Ein echter Schmerz im Arsch bei ViaCad ist aber ihre Registrierung.
Wenn es aber laeuft dann ist es gut.

Vanye

von Hans (ths23)


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Ben B. schrieb:
> Sorry für's Mimimi, aber vielleicht hat ja jemand einen Tipp.
Verstehe ich nicht, daß man da nichts findet. Habe gerade mal Google 
bemüht und da werden hier 
https://www.sculpteo.com/de/3d-lernzentrum/3d-druck-software/die-25-besten-cad-programme/ 
ne ganze Latte Programme aufgeführt, da sollte doch eines dabei sein mit 
dem, wie Du sagst, Deine simple Aufgabe lösbar ist.

von Rene K. (xdraconix)


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Jack V. schrieb:
> Könntest du bitte für dich sprechen?

Jack, wenn man diesen Thread hier so verfolgt - und auch andere - dann 
spreche ich da nicht nur für mich.

Ich finde die Idee hinter FreeCAD ja nicht schlecht - aber, und nun 
kommt das große "aber": FreeCAD ist ein wild gewachsenes Sammelsurium an 
den verschiedensten Tools was irgendwie zusammengeklöbelt wurde. Dort 
herrscht weder eine Konsistenz der einzelnen Module untereinander noch 
eine einheitliche Bedienung dieser. Es hat für außenstehende den 
Eindruck als ob das Konstrukt FreeCAD ein Fleischberg mit vielen Tumoren 
ist. Die einzelnen Entwickler der Module scheinen entweder miteinander 
nicht in Kontakt zu stehen oder es herrscht in der Gruppe eine gewisse 
Anspannung das alle irgendwie gegeneinander arbeiten.

Wenn ich die beiden OpenSource Giganten FreeCAD und KiCAD nebeneinander 
stelle - beide zur ungefähr gleichen Zeit angefangen haben und beide ein 
Konstrukt aus vielen eigenständigen Programmen sind. Dann hat KiCAD 
damals den richtigen Weg eingeschlagen nachdem es dort einen großen 
"Knall" in der Coder-Communtiy gab - bei FreeCAD hingegen (leider) hat 
es nicht funktioniert. Schade um die Zeit welche die Coder da 
hineingesteckt haben. Man kann es bedienen ja, aber die Frust und vor 
allem die unmenge an Zeit, welche man in FreeCAD steckt um von Null auf 
ein einigermaßenes Level kommt - ist so immens, das viele nach einigen 
Stunden vergeblicher Mühe einfach das Handtuch schmeißen.

Jack V. schrieb:
> Wie wär’s, wenn du stattdessen Alternativen benennen würdest? Denn
> danach wurde im Eingangsbeitrag dieses Threads ja gefragt.

Habe ich: Inventor - für den Privatgebrauch oder aber ohne Studilizenz 
nicht bezahlbar. Aber Fusion 360 ist ja eine Abwandlung von Inventor und 
durchaus bezahlbar.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Schotter schrieb:
> https://dune3d.org/
>
> Ist allerdings so neu, dass man auf Youtube & Co. keine 101 Videos
> findet. Ich habe es auf die Schnelle nicht kapiert, wie man boolsche
> Operationen ausführt oder Flächen extrudiert. Aber auf der Homepage gibt
> es Tutorials. Die werden sicherlich aktuell sein.
>
> FOSDEM 2024 Video:
> 
https://fosdem.org/2024/schedule/event/fosdem-2024-2763-dune-3d-the-making-of-a-maker-s-tool/

Open Source und Windoofs only. Kompiliert nicht unter Arch-Linux.
https://docs.dune3d.org/en/latest/build-linux.html hilft auch nicht. 
Schade!

von Rene K. (xdraconix)


Angehängte Dateien:

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Ich hab mich wieder mal daran versucht. Eine einfache Aufgabe an der ich 
gnadenlos scheitere.

Ich möchte einen Bogen mit 18cm Durchmesser und mit einem von Winkel 
33grd lang.

Inventor:

In Inventor zeichne ich mir meinen Bogen und kann direkt die Werte dafür 
eingeben, direkt beim erstellen.


FreeCAD:

Bei FreeCAD erstelle ich mir meinen Bogen "frei schnauze" muss dann 
einen Konstraint auf den Durchmesser geben und dann auf den Winkel - das 
kann man jedoch nicht direkt auf den Punkt machen sondern muss sich dann 
dafür erst wieder eine Linie vom Nullpunkt auf den Endpunkt des Bogens 
zeichnen, diese natürlich über die Konstraints erst verbinden um sich 
dann zwischen den beiden Linien einen Winkel zu bestimmen. Dazu kommt 
allerdings das man sich diese Linie im Nachgang zu Konstruktionslinien 
wandeln muss. Das bedingt aber alles das man schon weis das man dies 
unter PartDesign machen muss, sich ein neues Bauteil anlegen muss um 
darauf dann die Skizze zu machen. Das ist alles mit der Pistole in die 
Brust durch das Ohr. Dazu kommt dann noch, wenn man diese 
Konstruktionslinien nicht erstellt kommt noch eine sehr vielsagende 
Fehlermeldung (Datum?!?) mit:
1
21:52:39  Invalid solution from LevenbergMarquardt solver.
2
21:52:42  Traceback (most recent call last):
3
  File "<string>", line 1, in <module>
4
<class 'ValueError'>: Negative datum values are not valid for the constraint with index 4
5
21:52:42  App.getDocument('Unnamed').getObject('Sketch').setDatum(4,App.Units.Quantity('33.000000 deg'))

von J. S. (jojos)


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Soweit ich weiß kann man bei F360 die 20 Projekte in Bearbeitung 
behalten, sonst muss man archivieren. Aus dem Archiv ist aber ein 
Wiederherstellen möglich. Den meisten Kleinkram den ich mal gemacht habe 
packe ich aber gar nicht mehr an und auslagern reicht. Oder ich würde es 
heute sowieso besser machen, das konstruieren ist ein langer 
Lernprozess.
Und es wird zwar erstmal in der Cloud gespeichert, aber damit ist es 
nicht automatisch public. Afaik ist gerade die Teamarbeit in der freien 
Version nicht möglich.
Auch slicen kann F360 mittlerweile, und dabei Kreisbefehle erzeugen was 
aus reinem STL nicht so einfach möglich ist.

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Rene K. schrieb:
> Jack, wenn man diesen Thread hier so verfolgt - und auch andere - dann
> spreche ich da nicht nur für mich.

Ist okay, sollte trotzdem nicht als allgemeingültig hingestellt werden – 
es gibt ja immerhin ’ne ziemlich große Community von Leuten, die mit dem 
Konzept gut zurechtkommen, es gar gut finden.

Was du als „Fleischberg mit vielen Tumoren“ bezeichnest, was im Übrigen 
eine ziemlich ekelhafte Vorstellung erzeugt – sowas machen eigentlich™ 
nur Leute mit ziemlich ekelhaften Charakter absichtlich, nennen andere 
„modular“, und finden das recht toll.

Ich persönlich finde die Bedienung der Software ziemlich konsistent; 
während die Module („Workbenches“) die verschiedenen 
„Werkzeugsammlungen“ zur Verfügung stellen, fungiert das Programm selbst 
als großer Rahmen drumherum. Man kann sich die Module, die man gerade 
braucht, bequem bei Bedarf erarbeiten, und alle anderen Module 
ausblenden (in den Einstellungen) – weil eben nicht alles ein großes, 
monolithisches Programm ist. Als bildliche Vorstellung habe ich anstelle 
deines „Fleischbergs mit vielen Tumoren“ da mein Objekt als eine Art 
„Werkstück“, das ich an verschiedenen Stationen bearbeite – das finde 
ich ziemlich geschickt.

Ist mir aber vollkommen klar, dass das nicht für jeden was ist – 
insbesondere Leute, die mit „Industriestandard“-CAD-Software arbeiten 
oder gearbeitet haben, mögen damit ernsthafte Probleme bekommen – nicht 
zuletzt deswegen stelle ich mich nicht hin, und postuliere, dass das nun 
die tollste Software überhaupt und für jeden wäre. Entsprechend ärgert’s 
mich, wenn jemand undifferenziert das Gegenteil als allgemeingültig 
darstellt (und damit sowohl die Entwickler, als auch die User ziemlich 
abwertet).

Sry für Textwand – wollte nur meine Sicht der Dinge dargestellt haben. 
YMMV

von Jack V. (jackv)


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Joe schrieb:
> Open Source und Windoofs only. Kompiliert nicht unter Arch-Linux.

Vom AUR hast du mal gehört? Wenn nicht, solltest du dich da mal 
informieren – dort ist eine PKGBUILD für das Programm, mit dem es sich 
unter Arch völlig ohne weiteres Zutun bauen lässt.

… man sollte nicht andere Systeme verunglimpfen („Windoofs“), wenn man 
das selbst genutzte System nicht einmal richtig bedienen kann, finde ich 
…

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Rene K. schrieb:
> FreeCAD:
>
> Bei FreeCAD erstelle ich mir meinen Bogen "frei schnauze" muss dann
> einen Konstraint auf den Durchmesser geben und dann auf den Winkel - das
> kann man jedoch nicht direkt auf den Punkt machen sondern muss sich dann
> dafür erst wieder eine Linie vom Nullpunkt auf den Endpunkt des Bogens
> zeichnen, diese natürlich über die Konstraints erst verbinden um sich
> dann zwischen den beiden Linien einen Winkel zu bestimmen. Dazu kommt
> allerdings das man sich diese Linie im Nachgang zu Konstruktionslinien
> wandeln muss. Das bedingt aber alles das man schon weis das man dies
> unter PartDesign machen muss, sich ein neues Bauteil anlegen muss um
> darauf dann die Skizze zu machen. Das ist alles mit der Pistole in die
> Brust durch das Ohr. Dazu kommt dann noch, wenn man diese
> Konstruktionslinien nicht erstellt kommt noch eine sehr vielsagende
> Fehlermeldung (Datum?!?) mit:
> 21:52:39  Invalid solution from LevenbergMarquardt solver.
> 21:52:42  Traceback (most recent call last):
>   File "<string>", line 1, in <module>
> <class 'ValueError'>: Negative datum values are not valid for the
> constraint with index 4
> 21:52:42
> App.getDocument('Unnamed').getObject('Sketch').setDatum(4,App.Units.Quan 
tity('33.000000
> deg'))

Ich habe keine Ahnung, wie du auf diese Idee gekommen bist.

1. Schritt im Sketcher: "Bogen erstellen" klicken
2. Mittelpunkt anklicken (z.B Koordinaten Ursprung)
3. Startpunkt anklicken
4. ungefähre gewünschte Endposition klicken
5. Bogen markieren
6. "Winkel festlegen" klicken und 33° eingeben
5. Bogen markieren
7. "Durchmesser festlegen" klicken und 180 mm eingeben

Ich wette das geht in Inventor auch nicht viel anders.
Aber wenn man eine Software extra schlecht machen will...

Die 0.22 bringt übrigens einige neue Fähigkeiten, die das Bemaßen 
erleichtern
https://www.youtube.com/watch?v=YyBzEpantQ8

Wenn Freecad ein Problem hat, dann ist es das "topological naming 
problem".
Da wurde aber viel gemacht und man kann mit freecad durchaus brauchbar 
arbeiten.

Es gibt aber durchaus eine andere Herangehensweise an einige Dinge.
Ich würde aber bei weitem nicht so weit gehen, das als "Katastrophe" zu 
bezeichnen.
Für mich ist z.B. jegliches Abo-Model für Software, die mir im Grunde 
kein Geld reinspielt, eine Katastrophe! Ebenso Software, die nicht nativ 
unter Linux rennt.

Im Übrigen: Jede etwas komplexere Software braucht einiges an 
Einarbeitungszeit.
Für typische CAD Packages in der Industrie gibt es eigene 
Trainingskurse, die beachtliche Preise haben. Sind diese also auch alle 
schlecht, weil man nicht nach 5min ein komplettes Auto durchdesignen 
kann????

73

: Bearbeitet durch User
von Harry L. (mysth)


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Hans W. schrieb:
> Für mich ist z.B. jegliches Abo-Model für Software, die mir im Grunde
> kein Geld reinspielt, eine Katastrophe! Ebenso Software, die nicht nativ
> unter Linux rennt.

+1

Hans W. schrieb:
> Im Übrigen: Jede etwas komplexere Software braucht einiges an
> Einarbeitungszeit.

+1

Hans W. schrieb:
> Für typische CAD Packages in der Industrie gibt es eigene
> Trainingskurse, die beachtliche Preise haben. Sind diese also auch alle
> schlecht, weil man nicht nach 5min ein komplettes Auto durchdesignen
> kann????

+1

FreeCAD ist nun mal kein "Mal-Programm", und grundlegende Kenntnisse in 
"Technischen Zeichnen" sollten vorhanden sein.

von Patrick B. (pbeck)


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Hans W. schrieb:
> Die 0.22 bringt übrigens einige neue Fähigkeiten, die das Bemaßen
> erleichtern
> https://www.youtube.com/watch?v=YyBzEpantQ8

Freue mich dann jetzt schon auf 0.22. Danke fürs verlinken :)

Die flexible Bemaßung, Modes und auch die integrierte Tastaturbedienung 
werden bei der Konstruktion für Freude sorgen. Offset Geometry ist dann 
nochmal richtig cool :)

Grüße Patrick

von Hans (ths23)


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Ben B. schrieb:
> Da ist man bereit, 100..200 Euro für ein brauchbares privat
> verwendbares Programm in einer Vollversion auszugeben (wo die
> kommerzielle Verwendung untersagt sein könnte), aber man bekommt sowas
> einfach nicht.
Doch bekommt man schon - zumindest für Studenten/Lehrer/Ausbilder. Wie 
wäre es denn Rhino-Rhinoceros 3D?
https://www.rhino3d.com/de/
Das Programm kannst Du erst einmal kostenfrei 90 Tage testen. Danach 
mußt Du es kaufen. Du brauchst halt einen Studenten/Lehrer/Ausbilder der 
das für Dich macht, dann kostet das Teil 195€. Gut die Lizens läuft dann 
auf den Namen dessen der sie offiziell gekauft hat, aber solange Du das 
nicht kommerziell nutzt wird's wohl keinen interessieren.
Vielleicht reich ja für's erste die 90 Tage Testversion. Danach kannst 
Du ja immer noch entscheiden wie Du weiter machst.

In DE gibt es auch einen Händler (https://www.flexicad.com/rhino8.htm).

von Marci W. (marci_w)


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Hallo Leute,

ist zwar nicht nativ für Linux, ab ich werfe hier mal Becker CAD in den 
Ring. Wird ab und zu mal günstig bei Softmaker vertickert. Aber ganz 
ehrlich: ich hole mir zwar meist die aktuellste Version, wenn Softmaker 
Updates anbietet. Aber ich habe noch nichts damit gemacht, kann also 
leider nicht viel dazu sagen. Jedenfall klingt die Artikelbeschreibung 
recht interessant.

ciao

Marci

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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OpenSCAD wurde ja bereits erwähnt.

Jemand mit rudimentären Programmierkenntnissen in einer Sprache wie C
oder Python kann damit schon nach 2 Stunden Einarbeitung mäßig komplexe,
hierarchisch aufgebaute, parametrier- und damit leicht wiederverwendbare
3D-Objekte erstellen. Die Dokumentation (Tutorial und Referenz) ist gut,
zudem gibt es eine große Community, so dass man per Google fast immer
Antworten auf potentielle Fragen findet.

Auch der Wiedereinstieg nach längerer Pause ist sehr leicht. Das kommt
mir persönlich sehr entgegen, da ich nur alle paar Monate etwas
3D-drucke.

Für komplexere Dinge wie bspw. Gewinde, Zahnräder usw. findet man im
Netz eine Vielzahl von Bibliotheken. Auch eigene Bibliotheken können
ganz leicht erstellt werden.

OpenSCAD ist kein vollwertiges Maschinenbau-CAD (man kann damit bspw.
keine technischen Zeichnungen oder Stücklisten erstellen), für die reine
Erstellung einzelner 3D-Objekte ist es aber bestens geeignet, und mehr
braucht man beim 3D-Druck nicht.

Ein Nachteil soll auch nicht verschwiegen werden:

Das Programm ist zwar WYSIWYG, d.h. mit jedem Abspeichern des Quellcodes
wird das Objekt gerendert, und man kann es mit der Maus drehen und
wenden, um zu sehen, ob man alles richtig gemacht hat. Man kann aber
nicht direkt in der Grafik Komponenten platzieren, verschieben oder
rotieren, wie das bei einem klassischen CAD der Fall ist. Das Erstellen
und Ändern von Objekten ist nur im Quellcode möglich, was i.Allg. länger
dauert als in einem klassischen CAD-Programm (wenn man darin geübt ist)
und höhere Ansprüche an das räumliche Vorstellungsvermögen stellt.

Wenn ich nicht nur alle paar Monate, sondern alle paar Tage 3D-drucken
würde, würde ich deswegen auf ein klassischen CAD-Programm wie bspw.
FreeCad umsteigen. Dann lohnt sich auch der hohe Einarbeitungsaufwand.

von Rene K. (xdraconix)


Angehängte Dateien:

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Hans W. schrieb:
> Ich wette das geht in Inventor auch nicht viel anders.
> Aber wenn man eine Software extra schlecht machen will...

Nein, ich will nicht etwas extra schlecht machen. Ich bin nun im Hotel 
und hab hier FreeCAD 0.20.2 drauf. Zu Hause war es, glaube ich 0.21.2, 
dort kam dieses Eingabefenster garnicht auf. Hier kommt es, man gibt 
sein Winkel ein und es erscheint eine Fehlermeldung - aber der Wert 
wurde übernommen. Im übrigen wieder "Datum"... Was für ein Datum 
denn?!?!

Unter Inventor geht es übrigens wie folgt:

- Bogen auswählen
- Startkpunkt setzen
- Endpunkt setzen
- direkt seinen Radius eingeben
- TAB und sein Bogenmaß eingeben

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Yalu X. schrieb:
> OpenSCAD
Kann ich damit die erstellten Modelle ind DXF, STP oder C4D exportieren?

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Rene K. schrieb:
> Datum

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datum

Datum=einzelner Wert. Das ist eigentlich ein gängiger Begriff

Rene K. schrieb:
> Unter Inventor geht es übrigens wie folgt:

Also bis auf klicken vs. Tastatur nicht zu unterschiedlich. Gut, freecad 
will auch einen Klick auf das Zentrum.

Rene K. schrieb:
> Fehlermeldung

Links gibt es eine Liste mit den constraints. Laut Fehlermeldung 
widersprechen sich 2.
Es ist nun die Frage warum... bei mir ging das problemlos.

Der sketcher ist teilweise etwas voreilig mit automatischen constraints. 
Da gibt's 2 checkboxen. Eine schaltet die automatischen constraints 
einfach aus und die 2. hebt in sehr vielen Fällen solche auf.

73

von Jack V. (jackv)


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Rene K. schrieb:
> Hier kommt es, man gibt
> sein Winkel ein und es erscheint eine Fehlermeldung - aber der Wert
> wurde übernommen.

Hm. Ich bin Hans’ Schritt-für-Schritt-Liste mal hier durchgegangen und 
bekomme keinen Fehler, sondern den erwarteten Kreisbogen. Verwendete 
Version ist 0.21.2 unter Linux.

Wenn du das Schritt für Schritt in einem neuen Projekt durchführst, und 
der Fehler bei dir auftritt – mag’s dann sein, dass deine Konfiguration 
oder gar deine Installation kaputt ist? Das könnte immerhin auch 
erklären, warum dir mit jedem Update alles kaputter erscheint, wie du 
weiter oben schreibst …

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> OpenSCAD ist kein vollwertiges Maschinenbau-CAD (man kann damit bspw.
> keine technischen Zeichnungen oder Stücklisten erstellen), für die reine
> Erstellung einzelner 3D-Objekte ist es aber bestens geeignet, und mehr
> braucht man beim 3D-Druck nicht.

Da habe ich so meine Zweifel. Ich will OpenScad nicht grundsaetzlich 
runtermachen, es gibt bestimmt Problemstellungen fuer die es ausreichend 
oder sogar optimal ist, aber fuer das meiste was ich mit CAD mache waere 
es ein Schmerz im Arsch. Und dabei kann ich sogar programmieren.

Das liegt daran das man ueblicherweise eine bestimmte, aber grobe 
Vorstellung im Kopf hat wie ein Modell spaeter aussehen soll und wie man 
dahin kommt. Es gibt in einem CAD Programm ja auch immer viele Wege an 
ein Ziel zu kommen. Das CAD-Programm muss dabei diesen Workflow 
unterstuetzen. Das war z.B der Punkt warum FreeCad fuer mich absolut 
inakzeptabel war. Ich empfand die Bedienung als grauselig.

Es duerfte aber von so ziemlich jedem CAD Programm einige Filme auf 
Youtube geben wo einem gezeigt wird wie sie benutzt werden. Schaut auch 
bei jedem mal an wie jemand ein komplexeres Modell erstellt und fragt 
euch ob dies auch eure Vorgehensweise ist.

Vanye

von Oliver S. (oliverso)


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Vanye R. schrieb:
> Das war z.B der Punkt warum FreeCad fuer mich absolut
> inakzeptabel war. Ich empfand die Bedienung als grauselig.

Die Bedienung von Freecad IST „grauselig“.

> Es duerfte aber von so ziemlich jedem CAD Programm einige Filme auf
> Youtube geben wo einem gezeigt wird wie sie benutzt werden.

Für Freecad gibts da nicht nur einige, sondern eine Zillion - und eine 
Zillion davon ist veraltet, falsch, unsinnig, oder alles zusammen.

Es kost halt nix, und leider gibt es keine freie Alternativen.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Es kost halt nix, und leider gibt es keine freie Alternativen.

Und? Warum muss etwas immer umsonst sein? Das erstellen eines
Programms ist genauso Arbeit wie der Bau eines Oszis und das
moechtet ihr ja auch nicht umsonst. Klar, privat gibt es da
Grenzen. Wir haben in der Firma Solidworks, das moechte
man sich privat eher nicht leisten. Aber 50-100Euro
fuer ein kleines Programm? Das ist einmal volltanken.

Vanye

p.s: Und diejenigen hier die immer alles umsonst moechten,
ich wuensche euch das man euch genauso fuer eure Arbeit
bezahlt. .-)

von Uli S. (uli12us)


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Turbocad soll auch ganz brauchbar sein, kann ich aber nicht aus eigener 
Erfahrung bestätigen. Die Frage ist halt, ob das auch dieses SLC Format, 
oder wie das heisst für 3D-Druck beherrscht. Das Prog gibts immer wieder 
mal für irgendwo um die 20€ beim Pearl.

von Rene K. (xdraconix)


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Uli S. schrieb:
> SLC

STL, je nach Slicer auch STEP (BambuSlicer kann auf jeden Fall auch 
STEP).

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Speziell für den 3D-Druck sollte man sich evtl. von der Vorstellung des 
klassischen CAD lösen und sein Heil eher bei den 3D-Editoren/Modellern 
suchen ...

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Zuerst als Vorschlag:
Meine Kollegin (technische Redaktion, kommt ganz ursprünglich aus dem 
Medienbereich) nutzt für Konstruktionen/Zeichnungen Blender mit einem 
CAD Plugin. Wie gut es tatsächlich ist kann ich nicht sagen, die 
Ergebnisse als 3d passen. Wie es beim export als technisches Zeichnung 
aussehen würde weiß ich aber nicht.
Für mich ist es aber nichts da ich an "richtige" CAD Software gewöhnt 
bin. Daher habe ich den Namen des Plugins auch nicht Parat.

Jack V. schrieb:
> Ist mir aber vollkommen klar, dass das nicht für jeden was ist –
> insbesondere Leute, die mit „Industriestandard“-CAD-Software arbeiten
> oder gearbeitet haben, mögen damit ernsthafte Probleme bekommen –

Da wird vielleicht tatsächlich der Hase im Pfeffer liegen!
Ich oute mich auch mal einer von dejenigen denen sich bei Freecad die 
Zehennägel nach oben biegen! Ich habe es ein paar mal probiert, auch mit 
Tutorials etc, ich werde mit der Software einfach nicht warm.

Ich habe vor Jahren mal technisches Zeichnen noch richtig mit Stift und 
Papier gelernt (zumindest die Grundlagen) und habe meine 3D Zeit bisher 
überwiegend mit Inventor und Solidworks verbracht. Ein paar Erfahrungen 
mit P/E und Solid-Edge gibt es auch.
Dies gilt für die Private (Hobby und Lernen) sowie die gelegentliche 
berufliche Nutzung (halt der E-Entwickler der auch mal etwas einfache 
Mechanik nebenbei entwirft). Wobei ich aktuell 3D quasi nur Privat 
mache.
Die Anschauungsentwürfe macht meine Kollegin und die richtigen 
Produktionsdaten lassen wir dann die Profis machen...

Und ich muss einfach sagen da man für jedes der von mir genutzten 
Programme zwar ein enormer Lernaufwand notwendig ist wenn man wirklich 
alle Feinheiten und jeden Kniff zum effektiven Arbeiten damit kennen 
will.
Ich werde mich auch hüten auch nur für eines der Programme zu behaupten 
das ich auf dem Stand bin.
Aber mit etwas Erfahrung in CAD ist es mir weitgehend Intuitiv gelungen 
zumindest einfache Konstruktionen zu machen. Und für komplexeres musste 
man  natürlich öfter nachschlagen aber dann war auch das vom Ablauf 
absolut Verständlich.

Aber bei Freecad komme ich einfach auf keinen grünen Zweig. Kann zwar 
mittlerweile zumindest die Grundfunktionen, aber zu oft zerschiesse ich 
dann doch wieder etwas oder eine Sache geht nicht und ich brauche ewig 
die Ursache zu finden.
Ich kann auch gar nicht genau sagen was es genau ist, aber irgendwie 
fühlt es sich bei der Bedienung einfach "falsch" an. Völlig gegen meine 
Intuition.
ISt also vielleicht wirklich so eine Sache wie (Damals) im ECAD Bereich 
mit Eagle und dem Rest der Welt. Es sieht ähnlich aus, aber der Workflow 
ist in vielen Dingen so dermaßen anders als es der Rest macht, so das 
jemand der einmal an einem von beiden (OK, gibt vermutlich mehr als 2) 
Workflowkonzepten gewöhnt ist und die wirklich als für sich geeignet 
verinnerlicht hat mit dem anderen einfach nicht glücklich wird.
Daher auch die starke Polarisierung...

Gruß
Carsten

von Klaus R. (klausro)


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Ich würde nochmal eine Lanze für SolidEdge brechen wollen, zumal es, wie 
ich lernen durfte, jetzt eine Community Edition gibt, die wohl auch 
keinen Cloud-Zwang hat. Klar, auch SE ist eine komplexe Software, aber 
ich komme deutlich besser damit zurecht als mit FreeCAD. Auch bei SE 
braucht man Tutorials, ich habe jetzt mal 
https://www.youtube.com/watch?v=E24Si9w2RnI angesehen und ich fand es 
brauchbar. Man sollte sich nicht von den ca 5 GB Download abschrecken 
lassen (die SE ST10, die ich verwende, hatte noch ca 3 GB) und man 
braucht wohl 95% der Funktionen nicht. Klar, gibt es nicht für Linux, 
aber wenn man die ersten Abläufe raus hat, kann man sehr schnell 
einzelne Bauteile konstruieren, aus meiner Sicht auch einigermaßen 
elegant. SE ist einer der Gründe, warum ich noch eine Windows Partition 
neben meiner Hauptarbeitsplatform Linux habe.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Speziell für den 3D-Druck sollte man sich evtl. von der Vorstellung des
> klassischen CAD lösen und sein Heil eher bei den 3D-Editoren/Modellern
> suchen ...

Willst du das mal naeher erlaeutern wieso du zu der Ansicht kommst?



> Dies gilt für die Private (Hobby und Lernen) sowie die gelegentliche
> berufliche Nutzung (halt der E-Entwickler der auch mal etwas einfache
> Mechanik nebenbei entwirft).

Das ist auch so mein Background. :)

> Und ich muss einfach sagen da man für jedes der von mir genutzten
> Programme zwar ein enormer Lernaufwand notwendig ist wenn man wirklich
> alle Feinheiten und jeden Kniff zum effektiven Arbeiten damit kennen
> will.

Wobei es bei Solidworks noch so ist das man da meines Wissen kein
Handbuch bekommt mit dem man arbeiten kann. Die wollen wohl das man
seine Mitarbeiter zu teuren Schulungen schickt. Das ist im privaten
Umfeld natuerlich indiskutabel.
Bei Viacad gab es damals ein Handbuch dabei, heute immerhin ein PDF
des Handbuchs das man sich ausdrucken koennte.
Ah..und noch was Viacad kann man sich auch einfach so runterladen
und einige (1Monat?) Zeit gratis benutzen. Danach sollte man wissen
ob man es gut findet oder nicht.

> Daher auch die starke Polarisierung...

Viele Leute sind einfach starrkoepfig und wollen nicht verstehen
das unterschiedliche Leute unterschiedliches gut finden koennen.
Das aktiviert immer ihren Missionarsmode. :)

> SE ist einer der Gründe, warum ich noch eine Windows Partition
> neben meiner Hauptarbeitsplatform Linux habe.

Und ich betreibe ViaCad in einer virtuellen Maschine. War am Anfang
etwas aergerlich, mittlerweile schaetze ich das aber weil ich so
sicher sein kann diese komplexe Software bis zum juengsten Tag nutzen
zu koennen. Ausserdem, ich hab es privat so 2006 gekauft. Was glaubt
ihr wohl wie krass die Software auf einem aktuellen Rechner rennt. :-)
DAzu kommt noch, in der Firma habe ich die aktuellste Version
und ja es gibt 2-3Neuerungen, aber nichts was man haben muss.

Vanye

von Peter M. (barrelshifter)


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Eine gute Alternative wäre SolveSpace.
Laüft problemlos unter Linux.
FreeCad 0.22 hat sich stark verbessert und OpenScad ist darin 
integriert, wenn man seine Modelle gerne selbst programmiert.
FreeCad 0.19 und 0.20 sind eine Katastrophe, das ist richtig.
Die 0.22 ist jetzt Ok.
Ich benutze beide Programme unter Ubuntu für den 3D Druck.
Für die CNC Metallbearbeitung benutze ich seit Jahren CamBam, das ist 
sehr gut für den gelegentlichen Anwender. Kostet nur wenige Euro, dafür 
super gut zu bedienen.

von Denis G. (denis)


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Teste doch mal Varicad, gibt es 30 Tage zum testen und du wirst schnell 
Erfolg haben. (Kostet dann leider 800€ aber das ist es, aus meiner Sicht 
, allemale Wert)

von Rüdiger B. (rbruns)


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J. S. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> OpenSCAD
> Kann ich damit die erstellten Modelle ind DXF, STP oder C4D exportieren?

The current OpenSCAD model can be export in different formats. The list 
of supported formats depends on the geometry, if the final design is a 
3D or 2D model.

OpenSCAD can export

3D formats

    STL (ASCII only)
    OFF
    AMF [Note: Requires version 2015.03]
    3MF [Note: Requires version 2019.05]

2D formats

    DXF
    SVG [Note: Requires version 2015.03]
    PNG(Image) [Note: Requires version 2019.05]
    PDF (A4 size only) [Note: Requires version 2021.01]

Other

    CSG which is a simplified representation of the SCAD script

von Jack V. (jackv)


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Carsten S. schrieb:
> Meine Kollegin (technische Redaktion, kommt ganz ursprünglich aus dem
> Medienbereich) nutzt für Konstruktionen/Zeichnungen Blender mit einem
> CAD Plugin.
> […]
> Daher habe ich den Namen des Plugins auch nicht Parat.

Gibt mehrere. CAD Transform und CAD Sketcher wären wohl die am weitesten 
Verbreiteten.

CAD Transform wirklich gut, nutze ich auch gerne – allerdings muss man 
zunächst mal Blender grundlegend bedienen können, um solche AddOns 
sinnvoll nutzen zu können. Angesichts des Eingangsbeitrags hab ich aus 
diesem Grund davon abgesehen, sowas zu empfehlen – ich befürchte, das 
geht bezüglich der Komplexität wohl in die für den TE völlig falsche 
Richtung.

Zwar wurde beginnend mit Blender 2.8 mehr Augenmerk auf die Usability 
und die Senkung der der Einstiegshürde gelegt, dennoch muss man sich 
auch bei 4.0 erstmal damit beschäftigen, um zu sinnvollen Ergebnissen zu 
kommen. Aber Anschauen kann der TE sich das ja mal – Blender ist frei, 
und Doku sowie Tutorials gibt’s wirklich viel.

von Uli S. (uli12us)


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Nach ersten Versuchen hab ich Freecad auch gleich wieder gelöscht. Das 
war einfach nur ne Katastrophe. Die Bedienung ist zwar nach etwas 
Einarbeitung
irgendwie möglich, schön ist aber was anderes. Ich hab versuchsweise ein 
einfaches Teil gemacht, was ich in 2 Richtungen spiegeln wollte. Egal 
was ich auch immer probiert hatte, es ging nicht. Bei normalen Cad 
Programmen gibts zwar auch die eine oder andere unlogische Weise, das zu 
machen, aber nach dem dritten Versuch klappts dann normalerweise.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Uli S. schrieb:
> Ich hab versuchsweise ein
> einfaches Teil gemacht, was ich in 2 Richtungen spiegeln wollte.

Im Menü "Part Design" => "Muster anwenden" => Spiegeln

In den Eigenschaften kannst du dann die "Mirror Plane" ändern.

Hier kommt aber eins der riesen Elefanten im Raum zu tragen:
Das offizielle Freecad kann nur einen einzelnen Solid pro "Körper" 
verarbeiten.
Nach dem Spiegeln müssen die 2 Teile sich daher überschneiden, wenn du 
mit dem offiziellen Freecad arbeitest.

Ich arbeite normalerweise am realthunder Zweig.
Der hat einige Vorteile... unter anderem wegen der Assembly3 Workbench.
Das mit den 2 Solids ist dort auch nicht das Problem.

Wie dem auch sei... es auch noch VariCad.
Das rennt nativ auf Linux (und natürlich Windows).
Ich habe das vor 2-3 Jahren neben Freecad in Verwendung, weil der Import 
von Kunden-Files nicht immer reibungslos ging. Damit hatte ich aber 
jetzt schon längere Zeit kein Problem mehr.

Trail von Varicad gibts auf deren Website... ich bin mit dem realthunder 
Zweig von Freecad aber soweit zufrieden.

73

von Robert M. (r_mu)


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Von FreeCAD gibts inzwischen auch eine polierte Variante mit optionaler 
Bezahl-Cloud https://ondsel.com/, die Firma dahinter gibts aber erst 
seit einem Jahr.

von Rene K. (xdraconix)


Angehängte Dateien:

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Jack V. schrieb:
> Fehler bei dir auftritt – mag’s dann sein, dass deine Konfiguration
> oder gar deine Installation kaputt ist?

Sooo Jack, ich bin ja kein Mensch der einfach so Behauptungen aufstellt 
und daran fest verharrt.

Ich habe mir nunmal die DEV Version von GIT heruntergeladen (Die 
0.22.0dev 35858).

Und siehe da, dort ist genau der Workflow, welchen ich ebenso aus 
Inventor kenne. Mit der direkten Eingabe beim erstellen. Das 
funktioniert, das klappt wunderbar und vor allem auch ohne 
Fehlermeldung. Zwar noch ein bissle "verkehrt" herrum - aber okay - das 
ist akzeptiert.

Ich versuche mal eines meiner Standartbauteile in FreeCAD zu erstellen. 
Ich gebe ihm mal eine Chance.

von P. W. (deneriel)


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Es gibt SolidWorks (nicht SolidEdge!) übrigens auch in einer 
Makerversion für nichtkommerzielle Projekte. Kostet ungefähr nen 100er 
im Jahr.
Muss man sich nen Account bei Dassault für machen und kanns dann einfach 
online mit KK buchen.
Cloudanbindung ist dabei, aber optional zu nutzen. Man kann seine 
Projekte stumpf lokal speichern.
Ist natürlich ein Abo und die Schüssel braucht die Cloud auch zum 
Lizenzcheck.
Die Projekte lassen sich halt nicht nativ ins "große" SW importieren und 
auf Zeichnungen wird ein Hinweis eingeblendet.
Step ginge, aber dann verliert man den Feature Tree.

Gegenüber 6k zzgl. 2k Softwarepflege jährlich ist das für private 
Anwendung durchaus realistisch finde ich.
Ja mei, dann boote ich dafür halt Windows, auch wenn die Kiste den Rest 
der Zeit mit Linux läuft.

TurboCad, BeckerCad usw. ist halt 2D dass auch irgendwie 3D kann. Ich 
wollte aber was haben was nativ 3D ist.
FreeCAD verfolge ich halt trotzdem mit. Der Screenshot oben sieht 
interessant aus, mal gucken was 0.22 so bringt.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Gegenüber 6k zzgl. 2k Softwarepflege jährlich ist das für private
> Anwendung durchaus realistisch finde ich.

Preislich sicherlich okay, wobei ich aber persoenlich was gegen
Abos habe. Aber ist vermutlich eher fuer Leute interessant die
SolidWorks in der Firma sowieso nutzen und durch diverse
Schulungen damit umgehen koennen. Und es scheint, was ich so
von den Kollegen hoere, ein dicker traeger Klotz zu sein.
Aber ihr habt ja eh alle gut geruestete Gaming-PCs. :)

> Ja mei, dann boote ich dafür halt Windows, auch wenn die Kiste den Rest
> der Zeit mit Linux läuft.

Macht die uptime kaputt. :-D

Vanye

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Du suchst kein 3d-CAD Programm, denn dort sind die Modelle mathematisch 
definiert sogenannte Solids. Du hast Glück, für den 3D-Drucker benötigst 
du nur nur triangulierte Modelle sogenannte Meshes. Ist ein 
grundlegender Unterschied.

Dafür kannst du Blender3D, OPENSCAD, Wings3D etc.pp verwenden. Egal mit 
was du anfängst, irgendwann wirst du bei Blender landen. Leute mit 
CAD-Vorkenntnissen können jedoch ihre Modelle auch als Mesh exportieren. 
Weitere Erklärungen wg. Komplexität nur auf Anfrage. Ich benutze Blender 
seit über 20 Jahren regelmässig.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Carsten S. schrieb:
> Meine Kollegin (technische Redaktion, kommt ganz ursprünglich aus dem
> Medienbereich) nutzt für Konstruktionen/Zeichnungen Blender mit einem
> CAD Plugin. Wie gut es tatsächlich ist kann ich nicht sagen, die
> Ergebnisse als 3d passen. Wie es beim export als technisches Zeichnung
> aussehen würde weiß ich aber nicht.
> Für mich ist es aber nichts da ich an "richtige" CAD Software gewöhnt
> bin. Daher habe ich den Namen des Plugins auch nicht Parat.

Für TR Zwecke braucht man ein sauberes Step Modell und Freecad als STL 
Konverter. Man fügt in Blender Annotationen und farbliche 
Linien-Hervorhebungen hinzu und exportiert das mit Freestyle und dem 
dazugehörigen SVG exporter. Feinabstimmungen und weiter Ergänzungen dann 
in Inkscape oder Scribus für die Redaktion. Wenn man das einmal 
verstanden hat, willst du für diese Schritte kein anderes Tool 
verwenden. Du kannst Deiner Kollegin ausrichten, das sie gegenwärtig mit 
dem Optimum arbeitet. Bei einer Änderung der IT-Richtlinie (Open-Source 
und lokalen Admin verbieten) ist der Super Workflow dahin und sie muss 
kommerzielle Einzel-Software verwenden, mache kündigen dann lieber. 
Woher ich das wohl weiß?

: Bearbeitet durch User
von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Ich werfe mal AlibreCAD als weitere Möglichkeit in den Raum. Das ist ein 
parametrisches Design-Tool. Die "großen" Versionen können auch 
Baugruppen und Stücklistenverwaltung sowie Varianten usw., die Design 
Expert Variante enthält sogar ein Blechbiege-Modul. Inzwischen gibt es 
mit "Alibre Atom 3D" aber auch eine preiswerte Variante (aktuelle Promo 
rund 170€, Dauerlizenz ohne Softwarewartung). Es gibt ein recht gutes 
Handbuch, das die Einarbeitung erleichtert.

https://alibre.info/alibre-versionsvergleich.html

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Egal mit was du anfängst, irgendwann wirst du bei Blender landen.

Komisch, ich nutze jetzt CAD seit 20Jahren und weiss noch nicht mal
was ein Programm namens "Blender" ist. Muesste ich nach googlen.

Aber wieso? Man erstellt seine Modelle, die sind perfekt so wie
sie sind und wenn ich drucken will dann exportiere ich die als
STL. In aller Regel ein Klick. In ganz wenigen Ausnahmen habe
ich noch Sonderwuensche bezueglich der Aufloesung, da verschiebe
dann 3-4Regler bis die Anzahl der Dreiecke aus denen ein STL
besteht hoch genug ist. Aber in 96% der Faelle reicht mir die
Voereinstellung aus.

Hab gerade mal gegoogelt:

     Blender ist eine freie, mit der GPL lizenzierte
     3D-Grafiksoftware,[4] mit welcher sich Körper modellieren,
     texturieren und animieren lassen.

Also zum drucken braucht man das alles nicht. Klingt eher
nach einem Tool fuer die Marketingfraggles mit dem die
Vaporware herstellen.

Vanye

von Rene K. (xdraconix)


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Vanye R. schrieb:
> Also zum drucken braucht man das alles nicht. Klingt eher
> nach einem Tool fuer die Marketingfraggles mit dem die
> Vaporware herstellen.

Nur weil du etwas in deinem begrenzten Horizont nicht kennst ist es 
Vapoware?! Facepalm

Nunja, Blender ist kein Tool. Blender ist ein 3D Suite... Und hat 
mittlerweile den Einzug in den Profibereich neben Maya und 3DS 
geschafft. Es gibt mittlerweile einige reine Kinofilme die in Blender 
erstellt wurden. Charge, Elephant Dreams etc...

Aus der Gaming Industrie ist Blender seit vielen Jahren nicht mehr weg 
zu denken. Sogar MS setzt mit Fightsimulator auf Blender.

: Bearbeitet durch User
von Maik .. (basteling)


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Hi Draconix - bleib mal auf dem Teppich mit Deinen Beleidigungen.

Vanye hat zutreffend geschrieben, dass Blender zum Erstellen von 
Vaporware genutzt wird. Nicht, dass es Vaporware ist.
Also zum Erstellen von Dingen genutzt wird, die gut aussehen und Kunden 
und Investment - Opfer anziehen - aber in der Regel nicht real 
funktionieren oder nie realisiert werden.

Für Sachen die real funktionieren sollen, braucht man in der Regel ein 
echtes CAD Programm.
Für eine 3D gedrucktes Einzelteil mit womöglich eher künstlerischem 
Anspruch gehen natürlich viele Programme.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Ich zitiere mal den TO:

    gutes 3D CAD-Programm, welches sich zum Erstellen von
    vergleichsweise einfachen Modellen für 3D-Drucker eignet

Programme wie BLender moegen in bestimmten Bereichen und Anwendungen 
sinnvoll sein, fuer die Erstellung von Modellen zum 3D-Druck sind sie es 
nicht.

Vanye

von Jack V. (jackv)


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Vanye R. schrieb:
> Programme wie BLender moegen in bestimmten Bereichen und Anwendungen
> sinnvoll sein, fuer die Erstellung von Modellen zum 3D-Druck sind sie es
> nicht.

Oh, ganz im Gegenteil: die sind ausgezeichnet auch für sowas geeignet – 
wenn man sich damit auskennt. Letzteres ist aber der Punkt: die 
Lernkurve ist am Anfang noch eine Ecke steiler, als die von etwa FreeCAD 
– und damit ist’s für den TE vermutlich nicht optimal.

Warum glaubst du, man könne mit Blender keine Modelle für den 3D-Druck 
erstellen?

von Rüdiger B. (rbruns)


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Ben B. schrieb:
> Leute... tut mir leid, aber ich brauche mal eine Beratung zum Thema
> gutes 3D CAD-Programm, welches sich zum Erstellen von vergleichsweise
> einfachen Modellen für 3D-Drucker eignet.

Mit openSCAD lassen sich EINFACHE Dinge gut erstellen. Im Thingiverse 
sind auch oft scad sachen zu finden die man gut ändern kann. Wenn du mal 
ein Bild von dem postets was du als einfach bezeichnest kann man dir 
auch was empfehlen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Warum glaubst du, man könne mit Blender keine Modelle für den
> 3D-Druck erstellen?

ICh bezog mich auf das was ich im Wikipediartikel ueber Blender
gelesen und oben zitiert habe.

Lass uns das doch mal an einem Beispiel zeigen. Ich arbeite gerade
an einem SMU (source measure unit). Die Platine ist ein erstee
Test des Analogteil. Sie ist beidseitig bestueckt. Insbesondere
auf der Unterseite sind diverse verschiedene Methoden zur Strommessung
und das ganze ist empfindlich wegen der hohen Aufloesung.

Damit ich die Platine beim messen und rumtueddeln nicht beschaedige
dachte ich es waere cool ein Rahmen zu haben damit die nicht immer
auf den Bauteilen rumliegt.

Ich hab fuer den Rahmen im Viacad geschaetzt, hab natuerlich nicht
auf die Uhr geschaut, 10min gebraucht. Da man sich bei sowas auch
schnell vertut vielleicht 20.

Geht das aehnlich brauchbar in Blender? Kannst du mal ein Beispiel 
zeigen?

Vanye

von Jack V. (jackv)


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Vanye R. schrieb:
> ICh bezog mich auf das was ich im Wikipediartikel ueber Blender
> gelesen und oben zitiert habe.

Und in WP steht, dass man damit keine Sachen zum Drucken erstellen kann? 
Glaube ich nun nicht …

Vanye R. schrieb:
> Geht das aehnlich brauchbar in Blender? Kannst du mal ein Beispiel
> zeigen?

Sowas? 
https://mike42.me/blog/2021-11-designing-a-3d-printed-enclosure-for-my-kicad-project-in-blender 
oder https://www.youtube.com/watch?v=FpvhDspqvHw

Ich sage ausdrücklich nicht, dass Blender für jeden das beste Programm 
für den Job wäre – und schon gar nicht für den TE. Wer jedoch mit dem 
Programm umgehen kann, hat keinerlei Probleme, damit auch druckbare 
Sachen zu erstellen. Wenn man dann noch ’n schönes CAD-AddOn dazupackt 
(hab weiter oben zwei erwähnt), kann man auch zum Teil parametrisch 
arbeiten.

Und man hat natürlich durch beispielsweise Sculpting, Modifier und die 
ganzen anderen Werkzeuge Möglichkeiten, die man in reinen CAD-Lösungen 
nicht oder nicht so einfach haben kann. Etwa sowas: 
https://www.youtube.com/watch?v=k5waMykQjak

: Bearbeitet durch User
von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Vanye R. schrieb:
> Ich hab fuer den Rahmen im Viacad geschaetzt, hab natuerlich nicht
> auf die Uhr geschaut, 10min gebraucht. Da man sich bei sowas auch
> schnell vertut vielleicht 20.

5 Minuten in Cheetah3D. Maße sind natürlich nur grobe Schätzungen.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Jack V. schrieb:
> Joe schrieb:
>> Open Source und Windoofs only. Kompiliert nicht unter Arch-Linux.
>
> Vom AUR hast du mal gehört? Wenn nicht, solltest du dich da mal
> informieren – dort ist eine PKGBUILD für das Programm, mit dem es sich
> unter Arch völlig ohne weiteres Zutun bauen lässt.
>
> … man sollte nicht andere Systeme verunglimpfen („Windoofs“), wenn man
> das selbst genutzte System nicht einmal richtig bedienen kann, finde ich
> …

Das  habe ich natürlich als allererstes probiert, daher meine Aussage. 
Aber da du nicht weisst das das so ist, sagt mir das du überheblich 
Ratschlage gibst von Dingen die du nur mutmasst. Du benutzt weder Arch 
noch Manjaro. Sowas trolliges. So wie manch anderer hier im Thread über 
Blender lästert und fürs 3D-Drucken ungeeignet hält, obwohl selbst nie 
benutzt. Und dabei nicht mal den Unterschied zwischen Mesh und Solid 
kennen, obwohl essentiell. Schätze mal die haben auch keinen 3D-Drucker 
und wollen eifach nur klugscheissen. Dieser Thread und eigentlich das 
ganze Forum und überhaupt...

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Joe schrieb:
> Das  habe ich natürlich als allererstes probiert, daher meine Aussage.

Gut, dass du das sagst – ich muss es also irgendwie falsch gemacht 
haben, denn bei mir ist das nun so:

user@host ~ % pacman -Qi dune3d
Name                     : dune3d
Version                  : 1.0.0-1
Beschreibung             : Parametric 3D CAD
Architektur              : x86_64
URL                      : https://dune3d.org
Lizenzen                 : GPL
Gruppen                  : Nichts
Stellt bereit            : Nichts
Hängt ab von             : gtkmm-4.0  cairomm  opencascade  eigen 
libspnav
Optionale Abhängigkeiten : Nichts
Benötigt von             : Nichts
Optional für             : Nichts
In Konflikt mit          : Nichts
Ersetzt                  : Nichts
Installationsgröße       : 8,12 MiB
Packer                   : Unknown Packager
Erstellt am              : Sa 10 Feb 2024 15:37:08 CET
Installiert am           : Sa 10 Feb 2024 15:40:05 CET
Installationsgrund       : Ausdrücklich installiert
Installations-Skript     : Nein
Verifiziert durch        : Nichts

Joe schrieb:
> Du benutzt weder Arch
> noch Manjaro.

Gut, dass du mir das sagst. Ich hätte sonst noch gedacht, seit zehn 
Jahren Arch zu nutzen …

[Edit: siehe Anhang]

Joe schrieb:
> Schätze mal die haben auch keinen 3D-Drucker
> und wollen eifach nur klugscheissen.

Gut, dass du mir das sagst – ich hätte den Ender 3, den SV06 und den 
Photon im Bastelzimmer glatt für 3D-Drucker gehalten.

Merkst du’s eigentlich nicht selbst? Ernstgemeinte Frage, denn in dem 
Fall würde ich dich ausdrücklich drauf hinweisen: du machst dich hier 
ganz schön zum Affen.

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Vanye R. schrieb:
> Ich hab fuer den Rahmen im Viacad geschaetzt, hab natuerlich nicht
> auf die Uhr geschaut, 10min gebraucht. Da man sich bei sowas auch
> schnell vertut vielleicht 20.

Mit OpenSCAD habe ich etwa eine halbe Stunde gebraucht (bin etwas aus
der Übung, weil ich es schon länger nicht mehr benutzt habe). Da das
Ganze parametrisch konstruiert ist, ist die Änderung der Platinengröße,
der Gewindegröße, der Wandstärke und etlicher anderer Dimensionen eine
Sache von Sekunden. Damit und mit dem sehr kurzen Einarbeitungszeit
relativiert sich der im Vergleich zu anderen CAD-Programmen höhere
Konstruktionsaufwand etwas.

Für die Gewinde habe ich diese Bibliothek in der Version 0.3 benutzt:

  https://github.com/adrianschlatter/threadlib

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Für die Gewinde habe ich diese Bibliothek in der Version 0.3 benutzt:

Naja, Gewinde zu zeichnen ist unter M16 eigentlich sinnlos weil
da nichts sinnvoll nutzbares rauskommt. (normaler 3D-Drucker am
Ende des Prozess) Ich hab auch nur das Kernloch gezeichnet und
bin dann mit einem Gewindebohrer rein.
Und Gewindezeichnen ist zwar moeglich, hab ich auch schon gemacht,
ist aber mit einem gewissen Aufwand verbunden.

Ueberrascht hast du mich aber das du es geschafft hast die Ecken der
Rundkoerper zum Rahmen abzurunden. Das haette ich so einem Programm
erstmal nicht zugetraut.

Vanye

von Christian M. (christian_m280)


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Vanye R. schrieb:
> Ueberrascht hast du mich aber das du es geschafft hast die Ecken der
> Rundkoerper zum Rahmen abzurunden

Das würde mich auch interessieren!
Ich vermute irgendwas mit hull oder Minkowski...

Gruss Chregu

von J. S. (jojos)


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Parametrisches Design ist jetzt keine Erfindung von OpenSCAD, da ist es 
systemisch drin und geht nicht ohne. Andere CAD können das aber auch.
In F360 habe ich die Platine entworfen, die als ersten Schritt in das 
Gehäusedesign geholt. Die Gehäusewände sind Offset zur Platinenkontur, 
eine Änderung der Platine bewirkt damit eine Änderung des Gehäuses.
Das Gehäuse dann als Basis für eine Frässchablone verwendet weil das in 
eine Holzplatte rein soll. Mit Änderung der Platine würde also auch die 
Frässchablone angepasst.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Joe schrieb:
> So wie manch anderer hier im Thread über Blender lästert und fürs
> 3D-Drucken ungeeignet hält, obwohl selbst nie benutzt.

Oha... Ich habe eine Druckerfarm von 27 FDM und 3 SLA Druckern. Ich 
nutze sowohl Blender wie auch Inventor für meine Objekte.

Inventor für mechanische Sachen mit festen Bemaßungen und Blender 
natürlich für organische Objekte. Jedes Programm hat seinen Zweck und 
Sinn.

Versuche mal ne Manga-Figur in nem CAD Programm zu modellieren. Und 
versuche mal eine vollbestimmte Kupplungsglocke in Blender  3DS  Maya 
zu modellieren. Wie du siehst: für den 3D Druck bedarf es nicht nur CAD 
ODER Modelling... Es bedarf beides.

Ich bin ca. im Jahr 2001 oder 2000 über 3DS Max in die 3D Geschichte 
gekommen. Seit 6 Jahren habe ich nun mit dem 3D Druck angefangen. Und 
betreibe heute obige Farm als kleines Unternehmen nebenher.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Rene K. schrieb:
> Inventor für mechanische Sachen mit festen Bemaßungen und Blender
> natürlich für organische Objekte. Jedes Programm hat seinen Zweck und
> Sinn.
>
> Versuche mal ne Manga-Figur in nem CAD Programm zu modellieren. Und
> versuche mal eine vollbestimmte Kupplungsglocke in Blender  3DS  Maya
> zu modellieren. Wie du siehst: für den 3D Druck bedarf es nicht nur CAD
> ODER Modelling... Es bedarf beides.

So hatte ich Blender auch in Erinnerung: sehr gut bei "unbestimmten" 
Objekten.

Ich würde Ben auch (nochmal) FreeCAD empfehlen, trotz seines schlechten 
Einstiegs. Da hat sich in den letzten Jahren durchaus einiges getan.

Generell erfordern all diese Programme eine längere Einarbeitsungszeit 
und auch zeitnahe Routine. Wenn man sie nur alle drei Monate mal für 
einen 3D-Druck nutzt, dann fängt man immer wieder quasi von vorn an. Ist 
leider so.

FreeCAD kann schon einiges und ich/wir hier nutzen das mit Erfolg sowohl 
für 3D-Druck also auch generell für das CNC-Fräsen/Drehen und vor allem 
auch für die Konstruktion unserer Spritzgiesswerkzeuge.

: Bearbeitet durch Moderator
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Vanye R. schrieb:
> Naja, Gewinde zu zeichnen ist unter M16 eigentlich sinnlos weil
> da nichts sinnvoll nutzbares rauskommt.

Das hängt vom verwendeten 3D-Drucker ab. FDM-Drucker (vor allem die
älteren) können so feine Strukturen nicht gut darstellen, Resin-Drucker
(SLA, DLP oder LCD) hingegen schon. Bei den Resin-Druckern sind eher
selbstschneidende Schrauben das Problem, weil das Material (zumindest
das billige) recht hart und spröde ist, so dass es beim Hineinwürgen der
Schrauben leicht bricht.

Mit meinem Photon drucke ich auch M2-Gewinde, die sind dann aber sehr
empfindlich und nach fünfmaligem Hinein- und Herausdrehen der Schraube
i.Allg. kaputt. M3 geht aber ganz gut, und M4 hält ewig, wenn man es mit
dem Anzugsmoment nicht übertreibt.

Da Maschinenschrauben generell nicht für den Einsatz in Kunststoff (egal
ob 3D-gedruckt oder spritzgegossen) vorgesehen sind, ist es natürlich
besser, aber auch aufwendiger, Gewindeeinsätze aus Messing zu verwenden.

Christian M. schrieb:
> Vanye R. schrieb:
>> Ueberrascht hast du mich aber das du es geschafft hast die Ecken der
>> Rundkoerper zum Rahmen abzurunden
>
> Das würde mich auch interessieren!
> Ich vermute irgendwas mit hull oder Minkowski...

Damit geht es auch, ich habe es aber mit offset() gemacht. Die Zylinder
um die Bohrungen herum habe ich mit circle() gemacht. Hinterher ist mir
eingefallen, dass man dafür ja ebenfalls offset() verwenden kann, was
den Code ein gutes Stück vereinfacht (s. Anhang).

Die Idee dahinter: Mit der Kombination
1
offset(-r1) offset(r1+r2) offset(-r2) ...

werden alle Ecken eines 2D-Polygons verrundet, die konkaven mit r1 und
die konvexen mit r2. Angewandt auf ein kreuzförmiges Polygon, das man am
einfachsten durch Vereinigen zweier Rechtecke erzeugt, entsteht die
Innenkontur von Vanyes Rahmen.

Für den Rest (rechteckige Außenkontur, Löcher für die Schrauben,
Extrusion in die Höhe und Aussparung für die Platine) muss man nicht
viel nachdenken.

: Bearbeitet durch Moderator
von Andreas H. (ahz)


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Ben B. schrieb:
> Ich bräuchte wirklich mal eine Eingebung, womit ich es noch versuchen soll.

https://www.bricsys.com/de-at/bricscad-shape

Sieht etwas nach BIM aus, geht aber auch für Mechanik sehr gut.

Und wenn es mehr sein soll, dann schau Dir deren Hauptprodukt an. Sehr 
netter ACad clone, den man auch mit persistenter Lizenz noch bezahlen 
kann.

/regards

von Andrej (der_autodidakt)


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Da ich selbst mal vor dem selben Problem gestanden bin, möchte ich hier 
meinen Senf dazu geben. War allerdings vor mehr als 20 Jahren. :)

Ich hatte keinerlei CAD-Kenntnisse und benötigte eine 
3D-Volumskörperzeichnung für ein Maschinenersatzteil für die 
Herstellung. Als CAD stand mir AutoCAD zur Verfügung, von dem ich 
allerdings keinen blassen Schimmer hatte.

Ich besorgte mir also ein Buch „AutoCAD, 24 Stunden Crashkurs“ oder so 
ähnlich hieß damals der Titel. Damit habe ich dann einfach über das 
Wochenende AutoCAD-3D-Konstruieren gelernt.

Deshalb kann ich die Kritik an FreeCAD nicht nachvollziehen. Da ich 
gerade dabei bin und all meine Systeme von Windows auf Linux „komplett“ 
umstelle, muss natürlich auch ein Linuxtaugliches CAD her. Bisher hatte 
ich noch diverse CADs unter Windows-XP in der VM benutzt.

Also habe ich mir mal angeguckt, wie das so mit FreeCAD so läuft. Gibt 
ja reichlich Tutorials auf YT damit man sich einarbeiten kann. Also ein 
einfaches Elektronikgehäuse lässt sich mit etwas Video-Gucken innerhalb 
eines Tages leicht erlernen. Man muss nur etwas Willen mitbringen. Zu 
glauben, dass man CAD-Zeichnen „intuitiv“ direkt an der Software lernen 
kann, ist ein Irrglaube. Dazu sind solche Programme einfach viel zu 
komplex. Und ich habe so einige CADs, CAMs, sowie reichlich andere 
Programme und Programmiersprachen durch.

Und für alle, die nur „unkonstruktive Kritik“ für FreeCAD übrig haben, 
dürfen sich gerne daran beteiligen, FreeCAD zu verbessern. FreeCAD ist 
„QUELLOFFEN“. Also ganz nach dem Motto von Linux.

„Wenn dir etwas an proprietärer Software nicht gefällt, dann lern damit 
zu leben. Wenn dir etwas an quelloffener Software nicht gefällt, dann 
setz dich hin und schreib es um“ :D

PS: Genau deshalb hab ich mir selbst das Programmieren beigebracht.

von Marci W. (marci_w)


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Andrej schrieb:
> Und für alle, die nur „unkonstruktive Kritik“ für FreeCAD übrig haben,
> dürfen sich gerne daran beteiligen, FreeCAD zu verbessern.

+++

allerdings sollte man dazu ein wenig programmieren können. Oder Freude 
am Schreiben von Doku haben. ;-)

ciao

Marci

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Und für alle, die nur „unkonstruktive Kritik“ für FreeCAD übrig haben,
> dürfen sich gerne daran beteiligen, FreeCAD zu verbessern.

Naja, sehr theoretisch. Das was mich an dem Programm abgestossen hat
war das Bedieninterface. Wenn ich das also komplett nach meinen
Wuenschen umstelle, falls das ueberhaubt moeglich waer, und dass 
committe,
was passiert dann wohl?
Das ist ja so als wenn ich Kicad beibringe dasselbe Look&Feel wie
Eagle beizubringen.

Ich glaube das gaebe jeweils nach 10s einen fork. :-D

Vanye

von Keks F. (keksliebhaber)


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Hmm, das Thema ist sehr müßig. Die Beiträge durchzulesen hat schon etwas 
gedauert. Ich wollte eigentlich gerne auf jedermanns einzelnes Problem 
eingehen und dafür eine Lösung detailliert aufzeigen, aber das Thema ist 
jetzt so gewachsen, und gleichzeitig auch der Eindruck, dass man die 
Lösungen gar nicht hören will.

Daher mein kurzes Fazit. Beiträge, die sich negativ zu FreeCAD äußern 
lassen sich anteilig so einordnen.

50%
https://linux.oneandoneis2.org/LNW.htm

30%
Bedienfehler, bei denen die Schuld sehr introspektiv auf das Programm 
geschoben wird

10%
Alte FreeCAD Version verwendet (fairerweise kann man den Paketmanagern 
unter Linux die Schuld dafür geben, gleichzeitig sind die 
Versionsunterschiede auch aufgefallen...)

10%
Tatsächliche Probleme. Nun, welche sind das, die FreeCAD hat?
-OpenCascade hat Probleme mit dem Abrunden und Abkanten. Die negative 
Kritik ist berechtigt, gleichzeitig sollte man bei Wichtigkeit dieser 
Elemente diese auch über Sketches machen oder Lofts/Pipes (ich verzeihe 
das Englisch, es wird von mir logischerweise nicht auf Deutsch benutzt) 
verwenden.
-TOP. Wird momentan mitigiert. Entsprechende Version kommt in diesem 
Quartal noch raus. Alternativ empfehle ich die Verwendung des Linkstage 
3 Forks oder ein Prerelease Build.
-Über das Aufteilen und die Überlappung von Workbenches kann man sich 
streiten. PD Operationen erzeugen nur einen Festkörper, Part Operationen 
ist das egal. Wenn man keine Ahnung hat, die meisten kommen über 
Sketcher und PD nicht hinaus.
-FreeCAD bekommt im Jahr an Geldern das was eine Putzfrau bei Autodesk 
bekommt. Das wird sich auch bessern. Die Richtung wird nach KiCAD gehen, 
wo sich schon Altium mittlerweile in die Hose macht und man absurde 
Vergleichstabellen erfinden muss.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Alte FreeCAD Version verwendet (fairerweise kann man den
> Paketmanagern unter Linux die Schuld dafür geben,

Na, das kann doch kein Problem sein oder? Runterladen, autoconf, make, 
was kann da schon schief gehen? <ROTFLFTC>

Vanye

von Rene K. (xdraconix)


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Keks F. schrieb:
> Daher mein kurzes Fazit. Beiträge, die sich negativ zu FreeCAD äußern
> lassen sich anteilig so einordnen.

Also wenn ich mir das Fazit hier so durchlesen und auch in den 
einschlägigen anderen Foren:

50% Bedienungsergonomie und katastrophale UI

Und die restlichen 50% teilen sich dann auf deine Aufzählung auf.



Btw.: ich hatte das dann nun auch wieder sein lassen mit FreeCAD. Bilder 
schicke ich dann gleich mal durch.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Rene K. schrieb:
> Also wenn ich

Da gebe ich nicht viel drauf. Ich habe die Beiträge hier gelesen und 
kenne auch die üblichen Diskussionen zu FreeCAD.

Du bist ja auch mit deinen Beiträgen in dem Thema ein gutes Beispiel für 
die ersten drei Gruppen, die ich vorhin nannte.

Zur Sicherheit sei mal übergriffig gesagt, es zwingt dich auch keiner 
FreeCAD zu nutzen. Bleib halt bei deiner Gewohnheitsplattform.

Nur gibt es halt eine Differenz zwischen "Ist FreeCAD gute Software, 
oder für den Hobbyisten brauchbar?" und "Ich komme von Software X, 
erwarte, dass FreeCAD genauso strukturiert ist und funktioniert, will 
mich nicht einlesen, benutze eine veraltete Version, und suche mir nur 
Informationen raus, die mit meinem Bias übereinstimmen".

Ich bin einsichtig genug mich als blöd zu bezeichnen, und hatte vorher 
nur hinderliche Erfahrungen gemacht (Blender ist ja keine parametrische 
Festkörpermodellierung und man lernt so einen für den Wechsel 
hinderlichen Ansatz), habe aber mit FreeCAD nie Probleme gehabt (Ich 
habe vor einem Jahr gleich mit dem Linkstage 3 Fork angefangen). Es war 
lediglich lästig für mich Sketches ohne Freiheitsgrade auszudefinieren, 
was aber je nach Komplexität optional ist, aber auch zur Natur der Sache 
gehört.
Da kann das ja alleine deshalb schon gar nicht so schlecht sein, wie 
gerne angegeben wird.


Vanye R. schrieb:
> Na, das kann doch kein Problem sein oder? Runterladen, autoconf, make,
> was kann da schon schief gehen? <ROTFLFTC>

Da muss ich tatsächlich sagen, FreeCAD soll wohl sehr unfreundlich sein, 
was das Einrichten einer lauffähigen Umgebung betrifft. Das ist für den 
ambitionierten Nutzer unwichtig, weil es die Builds halt gibt, ich denke 
aber da muss man nachbessern, weil es Teilzeitinteressierten hilft ohne 
Projektvorkenntnisse kleine Änderungen vorzunehmen und zurückzugeben.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Keks F. schrieb:
> "Ich komme von Software X,
> erwarte, dass FreeCAD genauso strukturiert ist und funktioniert, will
> mich nicht einlesen, benutze eine veraltete Version, und suche mir nur
> Informationen raus, die mit meinem Bias übereinstimmen".

Ja ich komme von einem anderen CAD, und ja es kann sein das ich damit 
auch verwöhnt bin und ja es kann sein das ich mich dann mit dem Workflow 
in FreeCAD sehr schwer tue im Gegensatz zu jemanden der "nicht versaut" 
durch andere CADs ist.

Aber nein, ich lese mich ein, ich versuche und ich gebe immer wieder 
eine Chance - auch suche ich mir nicht die Bias herraus die mit meiner 
Übereinstimmt.

FreeCAD kostenfrei, selbstverständlich muss man dies akzeptieren und 
sollte die Arbeit dahinter respektieren, dies tue ich absolut - ohne 
Frage. Ich würde auch lieber FreeCAD nutzen aber für mich und eben viele 
andere eben auch ist es halt nicht bedienbar, klar kann man sich YouTube 
Videos anschauen oder das tausendste Tutorial sehen, aber so extrem wie 
die Lernkurve bei FreeCAD ist, habe ich es bei noch keinem anderen 
Programm gesehen - wenn man sich mal durch die GUI gewühlt hat. Ich habe 
die Woche mal die weekly build ausprobiert und finde auch das sich da 
schon einiges getan hat - gerade die direkte Maßangaben beim erstellen, 
welche ich halt seeeehr oft nutze finde ich schonmal einen guten Schritt 
in die richtige Richtung.

Ich nutze sehr viel OpenSource Software, hauptsächlich Blender, KiCAD 
und LibreOffice in meinem Alltag, ich komme bei allen von komerzieller 
Software (3D Studio, Eagle, MS Office) und ja - es war immer ein großer 
Umstieg und eine Umgewöhnung - aber bei FreeCAD finde ich irgendwie kein 
Weg hinein - aktuell.

Aber es gibt halt auch noch einen langen Weg. Ich habe wirklich ein 
einfaches Objekt und stoße da schon auf meine Probleme.

Problem 1 - Bild 1:

Wenn ich eine Skizze erstelle um diese mit PAD zu extruieren, dann darf 
dies nur ein geschlossenes Polygon sein und eine Kante darfe sich nicht 
bündig überschneiden. Im Grund ja richtig, aber der Arbeitsaufwand ist 
dann wieder um einiges größer. Es kann dann keine Rechtecke nutzen bzw 
schon muss sie dann aber wieder stutzen und neu bemaßen.

Problem 2 - Bild 2:

Ich würde gerne die Kontur von dieser Fläche nutzen um ein negatives 
Offset zu erstellen. Ich kann zwar ein Sketch mit carbon copy einfügen, 
dann fehlt mir aber wieder die chamfer und das fillet. Mit external 
geometry kann ich Konturen kopieren, diese sind aber nicht nutzbar. (ich 
habe mal Bild 3 angehangen wie ich dies meine.)

von Jack V. (jackv)


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Vanye R. schrieb:
>> Alte FreeCAD Version verwendet (fairerweise kann man den
>> Paketmanagern unter Linux die Schuld dafür geben,
>
> Na, das kann doch kein Problem sein oder? Runterladen, autoconf, make,
> was kann da schon schief gehen? <ROTFLFTC>

Es gibt zumindest für die jeweils aktuell veröffentlichte Version ein 
AppImage auf deren Seite. Das ist mit ~800MB zwar ziemlich fett, sollte 
dafür aber auf jedem halbwegs aktuellen System lauffähig sein.
Selbst bauen muss man eigentlich nur, wenn man eine Entwicklerversion 
nutzen möchte – und dann sollte man eh wissen, wie’s geht.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Rene K. schrieb:
> Wenn ich eine Skizze erstelle um diese mit PAD zu extruieren, dann darf
> dies nur ein geschlossenes Polygon sein und eine Kante darfe sich nicht
> bündig überschneiden. Im Grund ja richtig, aber der Arbeitsaufwand ist
> dann wieder um einiges größer. Es kann dann keine Rechtecke nutzen bzw
> schon muss sie dann aber wieder stutzen und neu bemaßen.

Da ist mir nicht klar, wie du das erstellst. Kannst du das Projekt 
teilen?

Rene K. schrieb:
> Ich würde gerne die Kontur von dieser Fläche nutzen um ein negatives
> Offset zu erstellen. Ich kann zwar ein Sketch mit carbon copy einfügen,
> dann fehlt mir aber wieder die chamfer und das fillet. Mit external
> geometry kann ich Konturen kopieren, diese sind aber nicht nutzbar. (ich
> habe mal Bild 3 angehangen wie ich dies meine.)

Das würde ich anders angehen (ich denke du hast bspw. auch PD Chamfer 
benutzt anstelle die Form gleich im Sketch zu machen), aber dafür wie es 
jetzt ist, würde ich wohl Part -> Offset benutzen. Alternativ wäre auch 
eine unschöne Möglichkeit es mit PD -> Thickness zu probieren. Es bleibt 
die gegenüberliegende Wand. Die von innen selektieren und direkt PD -> 
Pocket.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Rene K. schrieb:
> Problem 1 - Bild 1:
>
> Wenn ich eine Skizze erstelle um diese mit PAD zu extruieren, dann darf
> dies nur ein geschlossenes Polygon sein und eine Kante darfe sich nicht
> bündig überschneiden. Im Grund ja richtig, aber der Arbeitsaufwand ist
> dann wieder um einiges größer. Es kann dann keine Rechtecke nutzen bzw
> schon muss sie dann aber wieder stutzen und neu bemaßen.
>
> Problem 2 - Bild 2:
>
> Ich würde gerne die Kontur von dieser Fläche nutzen um ein negatives
> Offset zu erstellen. Ich kann zwar ein Sketch mit carbon copy einfügen,
> dann fehlt mir aber wieder die chamfer und das fillet. Mit external
> geometry kann ich Konturen kopieren, diese sind aber nicht nutzbar. (ich
> habe mal Bild 3 angehangen wie ich dies meine.)

Mein Ansatz:
1. zuerst einfach ein Quadrat extrudieren.
2. Dann auf der gewünschten Fläche 2 Quadrate "abziehen" (also pocket). 
Dabei kann man ja auch einfach "durch alles" auswählen.
3. Fillets nach Belieben einfügen.
4. Nun die 2 zu "entfernenden" Flächen auswählen und das Thickness tool 
verwenden ("Dicke" in der Übersetzung).

Zugegebenermaßen ist das Thickness Tool eine riesen Schwachstelle von 
Open Cascade...bei so einfach Dingen geht es aber in 99% der Fälle.

Aber klick bei deinem "Bild 2" Front und Rückseite an, und klicke auf 
"Dicke" (das ist, wenn du am Bildschirm nicht für alle Icons Platz hast, 
möglicherweise "versteckt" in der Toolbar, in der Chamfer und Fillet 
sind... da gibts dann so ein "Dreieck" auf das man klicken kann, um die 
restlichen Icons zu sehen). Ansonsten "Part Design" -> Modifikationen -> 
Dicke

In der neuen 0.22er Version kannst du wesentlich komfortabler 
Leiterzügen zeichnen. einfach "m" drücken und schon macht er dir 
zwischendurch Kreisbögen mit Tangenten-Constraints. Da ist es 
überlegenswert die 2 "Nuten" gleich direkt einzuzeichnen...

73

von Gerhard M. (ggcode)


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Freecad ist empfehlenswert....

und es bewegt sich was ...
https://blog.freecad.org/

und hat ein super Forum ....
https://forum.freecad.org/viewforum.php?f=13&sid=f39009bf9602247c2cbc4519f4ebaf5c

meine Sicht der Dinge ;-)

von Patrick B. (pbeck)


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Rene K. schrieb:
> Problem 2 - Bild 2:
> Ich würde gerne die Kontur von dieser Fläche nutzen um ein negatives
> Offset zu erstellen.

Offset Geometry ab 0.22 :) Siehe Oben von mir kommentieres Youtube Video

von Keks F. (keksliebhaber)


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Patrick B. schrieb:
> Offset Geometry ab 0.22 :) Siehe Oben von mir kommentieres Youtube Video

Dann so machen, wie es Herr Patrick Bang beschreibt.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Ein weiterer Vorteil von OpenSCAD:

Wenn man jemandem bei der Lösung eines konkreten Problems helfen möchte,
bedarf dies keiner langen Erklärungen wie:

 1. Wähle mit der linken Maustaste ein Objekt a aus
 2. Wähle im Menü b das Untermenü c aus
 3. Trage in der sich öffnenden Dialogbox den Wert d in das Eingabefeld
    unten rechts ein
 4. ...
 ⋮
41. ...
42. Das war's auch schon ;-)

Stattdessen zeigt man ihm einfach ein Stück kommentierten Quellcode wie
bspw. diesen hier:
1
module outline2d()
2
  offset(delta=4, chamfer=true) offset(-14) offset(10)  // Rundungen und Fasen
3
    difference() {                                      // Differenz aus
4
      square([200, 70]);                                // äußerem Rechteck
5
      for(x = [25, 140]) {                              // und zwei
6
        translate([x, 50]) square([35, 50]);            // Aussparungen
7
      }
8
    }
9
10
rotate([90, 0, 0])             // Drehen, damit die Aussparungen oben liegen
11
  linear_extrude(50) {         // in 3. Dimension extrudieren
12
    difference() {             // Aushöhlen
13
      outline2d();             // Außenkontur
14
      offset(-4) outline2d();  // Innenkontur
15
    }
16
  }

Je nach Wissensstand des Fragenden können die Kommentare natürlich auch
ausführlicher oder weniger ausführlich sein.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wenn man jemandem bei der Lösung eines konkreten Problems helfen möchte,
> bedarf dies keiner langen Erklärungen wie:

Ne! .-) Du zeigst gerade das Problem auf. Menschliche Kreativitaet und 
laesst sich gerade nicht durch ein paar Programmzeilen darstellen.
Da nimmt man einen Klotz, bohrt hier, drueckt dort, zwei Dellen dran 
geknallt, verformt da etwas und schon ist die Venus von Milo entstanden.

Aber du hast natuerlich recht das sich das schlechter weitergeben 
laesst. Deshalb hat die Menschheit wohl Youtube erfunden. Und deshalb 
auch das gestreite ueber die RICHTIGE Bedienung einer Software.

Vanye

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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So, die letzten Tage war ich leider nur als stiller Mitleser unterwegs 
weil ich genug andere Projekte hatte, um die ich mich vorrangig kümmern 
musste.

Inventor würde ich mir gerne einmal anschauen. Darf man davon eine 
Schul-Version haben oder bekommt man eine zum nicht-kommerziellen 
Gebrauch ausschließlich privat nutzbare Version (die nicht komplett 
kastriert ist), die kein Investment in tausende Euro teure Jahres-Abos 
erfordert? Ich verstehe da wirklich die Firmenpolitik nicht. Einer 
millionenschweren CAD-Firma, die solche Software gewinnbringend 
einsetzt, ist einigermaßen egal, ob die "ein paar Scheine" im Jahr 
kostet - beim Kunden schlagen die's drauf und bei der Steuer ziehen 
sie's ab... aber das sind dann auch die einzigen. Alle anderen können 
sich das schlichtweg nicht leisten und sind damit raus.

Wieso ich das nicht verstehe: Angenommen ich wäre Chef einer solchen 
Firma - dann kann ich mir meine Mitarbeiter, die letztlich die Jobs für 
mich machen, frei aussuchen. Wenn ich nun traurigerweise noch keine 
Millionen umsetze, dann schreibe ich die Stellen halt ausschließlich für 
z.B. FreeCAD-Freaks aus. Ich selbst muss ja nicht damit klarkommen, das 
machen ja dann andere und die können das. Ob ich nun Autodesk-affine 
Mitarbeiter oder FreeCAD-Freaks bezahle, ist mir als Chef doch völlig 
egal. Also warum zur Hölle sollte sich irgendwer ein solch teures 
Abo-Modell oder den Stress mit irgendwelchen 
Arbeitsplatz-Volumenlizenzen antun, wofür man einen eigenen 
Verwaltungsangestellten braucht?

OpenSCAD empfinde ich von der Lernkurve her auch steil. Das Konzept 
einer Grafik-Programmiersprache ist zwar klasse, aber wenn man damit 
noch nie gearbeitet hat, dann ist es eben genau das - eine neue 
Programmiersprache, die man lernen muss. PHP z.B. kommt vom Stil ja auch 
recht nahe an C dran und egal ob man die prinzipielle Struktur solcher 
Programme oder den Programmierstil kennt - man muss sich trotzdem erst 
das Wissen aneignen, was die ganzen vielen kleinen Befehle denn so 
machen und ggf. was sie nicht können, obwohl man es erwartet.

von Oliver S. (oliverso)


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Ben B. schrieb:
> Wenn ich nun traurigerweise noch keine
> Millionen umsetze, dann schreibe ich die Stellen halt ausschließlich für
> z.B. FreeCAD-Freaks aus. Ich selbst muss ja nicht damit klarkommen, das
> machen ja dann andere und die können das. Ob ich nun Autodesk-affine
> Mitarbeiter oder FreeCAD-Freaks bezahle, ist mir als Chef doch völlig
> egal.

Ja, mach einfach.

Oliver

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ben B. schrieb:
> Ob ich nun Autodesk-affine Mitarbeiter oder FreeCAD-Freaks bezahle, ist
> mir als Chef doch völlig egal.

Ist halt auch eine Produktivitätsfrage. Freecad kann einiges gut, aber 
auch sehr vieles weniger gut.

Bei mir beschränkt sich 3d CAD auf oft irgendwelche Halterungen fürs 
prüfen/programmieren von kleinstserien oder das Einzeichnen von ein paar 
Fräsungen in irgendwelche Gehäuse.

Dafür ist das mehr als i.O.

Richtiges Industriedesign würde ich damit aber (noch) nicht machen 
wollen. Alleine das toponaming Problem und die Geschwindigkeit beim 
ändern von Parametern ist für mich da ein Problem...wenn diese Tätigkeit 
mein "Produkt" wäre.

Ben B. schrieb:
> OpenSCAD empfinde ich von der Lernkurve her auch steil.

Lass dich da von der Syntax nicht irritieren. OpenScad ist konzeptionell 
schwer mit "gewöhnlichen" Programmiersprachen vergleichbar.

Ich habe da durchaus komplexe Dinge schon gemacht. Es zahlt sich aber 
IMHO nur aus, wenn du einen Generator baust, bei den du für öfter 
wechselnde Geometrien Anpassungen brauchst, bei denen freecad wegen 
toponaming Probleme bekommt (in freecad kannst du komfortabel 
spreadsheets anlegen, in denen du deine Parameter anlegst).

Um das etwas besser verstehen: wenn du durch Parameter, die Anzahl der 
Flächen beeinflusst, dann kann es sein, dass freecad die Übersicht 
verliert, welche fläche die Basis für welchen Sketch ist. Das dann 
wieder auszubügeln kann mitunter schwierig/aufwändig sein. Viel davon 
kann man über die Reihenfolge der Operationen, die Wahl der referenzen, 
... verhindern, aber eben nicht immer alles.

In openscad dagegen bekommst du nur ein STL mesh raus. Das ist für 3d 
Druck i.O, aber z.B die Interpolation von Kreisen ist halt nicht immer 
gewünscht. STEP ist nicht ohne Grund das Mittel der Wahl beim 
Datenaustausch.

Zusammengefasst: fürs Hobby ist IMHO freecad mittlerweile durchaus gut 
brauchbar. Wenn du auf der Arbeit bereits einen Workflow kennst, dann 
ist es aber wahrscheinlich für dich leichter, eine ähnlichere 
"maker-edition" eines anderen Herstellers zu verwenden.

Openscad (solvespace,...) füllen IMHO spezielle Nischen aus. Dort sind 
sie recht gut und haben dort auch ihre Vorteile - ich würde sie aber 
nicht mit CAD packages für allgemeine Anwendungen vergleichen.

73

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wieso ich das nicht verstehe:

Du verstehst leider vieles nicht. Eine Firma die sich kein richtiges CAD 
System leisten kann sollte man schnell verlassen. DAs was solche Systeme 
ausmacht ist naemlich die komplette Einbindung in die Produktionsysteme 
und Firmendatenbanken. Etwas das man als privater Bastler nicht braucht. 
Und wenn du einen Mitarbeiter hast dessen Aufgabe es ist 8h am Tag damit 
zu arbeiten dann schickst du den einmal fuer 3-5kEuro auf eine Schulung 
und eine Woche spaeter kann der das zu 70% bedienen und ist vielleicht 
etwas umstaendlich und langsamer und drei Monate spaeter hat er das zu 
100% drauf.

Das laesst sich keinster Weise mit Privatleuten vergleicht die ein 
bisschen was fuer ihren 3D-Drucker designen wollen.

Vanye

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

zur Vollständigkeit sollte noch Malz++Kassner CAD6 erwähnt werden.
https://www.cad6.de/d/index.htm

von Rüdiger B. (rbruns)


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Hans W. schrieb:
> In openscad dagegen bekommst du nur ein STL mesh raus. Das ist für 3d
> Druck i.O, aber z.B die Interpolation von Kreisen ist halt nicht immer
> gewünscht. STEP ist nicht ohne Grund das Mittel der Wahl beim
> Datenaustausch.

https://wiki.freecad.org/Import_OpenSCAD_code/de
und dann STEP Exportieren.

von Sebastian W. (wangnick)


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Mmh. Ich habe als CAD-Neuling vorletztes Jahr mit einer älteren Version 
von CATIA angefangen, und habe dann aber auf FreeCAD gewechselt, weil 
mir a) die Bedienung von CATIA zu "französisch" war und weil b) in 
FreeCAD Python zur Verfügung steht und ich einen bestimmten 176-seitigen 
Polyeder nicht manuell konstruieren wollte.

Das FreeCAD-Forum ist dabei eine enorme Hilfe gewesen.

LG, Sebastian

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Na? geht das auch mit scad? .-)

Beitrag "Geschuettelt und nicht geruehrt"

Ich hab nicht genau auf die Zeit geachtet, war ja ein Spassprojekt,
aber geschaetzt so 10h fuer alles ohne Druckzeit in Viacad.

Vanye

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Vanye R. schrieb:
> Na? geht das auch mit scad? .-)
>
> Beitrag "Geschuettelt und nicht geruehrt"

Warum sollte das nicht gehen? Für die Zahnräder gibt es Bibliotheken,
alle anderen Teile können leicht aus wenigen Quadern und Zylindern
zusammengesetzt werden.

Vanye R. schrieb:
> Ich hab nicht genau auf die Zeit geachtet, war ja ein Spassprojekt,
> aber geschaetzt so 10h fuer alles ohne Druckzeit in Viacad.

Mit manuellem Schütteln des Marmeladenglases hättest du in diesen 10h
mindestens 1000 Platinen gereinigt ;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Äh... ok.

Kann mir jemand noch etwas zu Inventor sagen, gibt's da eine Version, 
die ohne Gewinnerzielungsabsicht rein privat nutzbar ist?

von Patrick B. (pbeck)


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Ja gibt es. Fusion 360
...

von Uli S. (uli12us)


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Viele dieser Programme haben eine 14 bis 30 tägig nutzbare Gratisversion 
zum ausprobieren. Die ist zwar dann meistens nicht vollständig nutzbar, 
so dass man damit gezeichnete Teile dann nicht in der Kaufversion 
verwenden kann.
Aber das werden eh die wenigsten vorhaben. Ich weiss jetzt nicht, 
inwiefern die einzelnen Programme da gesichert sind. Im Notfall würde 
ich probieren, das Programm zu löschen und neu zu installieren, zur Not 
dreht man sich den Kalender aufs selbe Datum, wo man die 
Ursprungsversion installiert hat.
Mir ist erst einmal ein Programm begegnet, das sich dem verweigert hat.

von Kolja L. (kolja82)


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von Klaus R. (klausro)


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Chris D. schrieb:
> Ich würde Ben auch (nochmal) FreeCAD empfehlen, trotz seines schlechten
> Einstiegs. Da hat sich in den letzten Jahren durchaus einiges getan.

Ich habe nach den ganzen Tipps hier mir eine aktuelle 0.22 
Entwicklerversion von FreeCad angesehen (geht einfach über snap) und 
muss sagen, dass sich der Workflow doch deutlich an das von mir bekannte 
SolidEdge angenähert hat. Also, es tut sich was! Bleibt nur die Probleme 
a) es stürzt manchmal ab und b) gute Tutorials für diese Version zu 
finden.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Die ist zwar dann meistens nicht vollständig nutzbar, so dass man damit
> gezeichnete Teile dann nicht in der Kaufversion verwenden kann.

Wenn ich mich recht erinnere kannst du bei ViaCad irgendwann nicht
mehr speichern. Man solltes also im Testmonat etwas Zeit
haben und 2-3 Videotutorials durcharbeiten damit man wirklich
einen Eindruck gewinnt ob es zu einem passt. Bei keinem der
Programme kann man nach einer Stunde sagen ob es gut/schlecht ist.

> Im Notfall würde ich probieren, das Programm zu löschen und
> neu zu installieren, zur Not dreht man sich den Kalender
> aufs selbe Datum, wo man die Ursprungsversion installiert hat.

Ich bin zwar kein Jurist, kommt mir aber wie Betrug vor.
So als wenn dein Arbeitgeber dir dein Gehalt ueberweist und
es zwei Tage spaeter zurueckbucht. Sollte das so sein?

Vanye

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wirklich nur Fusion 360? :((( Okay, dann will ich's nicht.

Alternative dazu, was gab's noch, was sich ähnlich bedienen lässt...
alles nochmal lesen. Mist.

von Maria S. (doc-brown)


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Das schöne bei FreeCAD ist, dass es das als Appimage gibt und man es 
nicht installieren muss. Hat man die Datei aus dem Netz geladen, macht 
man sie executable und startet das Programm.

Beim FreeCAD sollte man vorher das Objekt im Kopf fertig erstellt haben, 
bevor man sich ans Zeichnen macht. Als erstes erstelle ich dort ein 
Spreadsheet, in das ich alle Masse für das Objekt eintrage und erstelle 
dann einen Body. Danach beginne ich erst zu Zeichnen und verwende die 
Abmessungen als Namen und nicht irgendwelche Zahlen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Hat man die Datei aus dem Netz geladen, macht
> man sie executable und startet das Programm.

Wenn du Glueck hast, es kann aber genauso passieren das
so ein Programm einfach mit einer Fehlermeldung abstuerzt
weil du nicht das richtige Linux hast.

> Beim FreeCAD sollte man vorher das Objekt im Kopf
> fertig erstellt haben, bevor man sich ans Zeichnen macht.

Das meinst du doch wohl nicht ernst oder?
Klar, es gibt Masse die weiss man vorher, aber vieles ergibt
es erst beim zeichen oder wird von anderen Objekten rueber projiziert,
oder man zieht ein Modell bis zu etwas anderem hin. Das ist
doch kein arbeiten wenn man alles vorher wissen muss.

Vanye

von Gerhard M. (ggcode)


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Vanye R. schrieb:
> Das ist
> doch kein arbeiten wenn man alles vorher wissen muss.

Muss man auch nicht .....

von Jack V. (jackv)


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Vanye R. schrieb:
> Wenn du Glueck hast, es kann aber genauso passieren das
> so ein Programm einfach mit einer Fehlermeldung abstuerzt
> weil du nicht das richtige Linux hast.

Genau das soll AppImage verhindern, indem’s alle Abhängigkeiten selbst 
mitbringt. Deswegen sind die Pakete auch so extrem fett (bei FreeCAD 
über 800MB für das Paket gegenüber 230MB Installationsgröße von FreeCAD 
selbst).

von Bernd G. (Gast)


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Maria S. schrieb:
> nd verwende die
> Abmessungen als Namen und nicht irgendwelche Zahlen.

lässt sich das im Nachhinein dynamisch skalieren?

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Genau das soll AppImage verhindern, indem’s alle Abhängigkeiten selbst
> mitbringt.

Mag sein, ich hatte das aber letzte Woche mit der Software zum
Creality K1. Mit FreeCad hab ich es jetzt nicht getestet.
Kann ich aber gerne mal probieren wenn mir jemand sagt
wo ich genau die gerade her bekomme.

Sowas erhoeht vielleicht die Wahrscheinlichkeit das es geht,
aber sicher ist das noch nicht. Leider!

Vanye

von Gerhard M. (ggcode)


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Vanye R. schrieb:
> Mit FreeCad hab ich es jetzt nicht getestet.
> Kann ich aber gerne mal probieren wenn mir jemand sagt
> wo ich genau die gerade her bekomme.


https://www.freecad.org/downloads.php?lang=de

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Ah gut, kann damit bestaetigen das dies hier:

FreeCAD-0.21.2-Linux-x86_64.AppImage

unter Centos7.9 laeuft.

Aber habe ich das hier richtig Verstanden das 0.21 eine total
alte Version mit noch immer komischer Bedienung ist und
Milch&Honig erst ab 0.22 fliesst weil ab da alles anders ist? .-)


Zum vergleich:

./Creality_Print-v4.3.7.6627-x86_64-Release.AppImage
./Creality_Print-v4.3.7.6627-x86_64-Release.AppImage: /lib64/libm.so.6: 
version `GLIBC_2.29' not found (required by 
tmp.mount_CrealiFzRcBW/lib/libBasicKernel.so)

Sowas ist also nicht immer selbstverstaendlich!

Vanye

von Jack V. (jackv)


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Vanye R. schrieb:
> Sowas ist also nicht immer selbstverstaendlich!

Natürlich kann man alles so bauen, dass es nicht funktioniert. Bei 
AppImage muss man sich aber schon Mühe geben.

Vanye R. schrieb:
> ./Creality_Print-v4.3.7.6627-x86_64-Release.AppImage: /lib64/libm.so.6:
> version `GLIBC_2.29' not found

Probier’s mit einer aktuellen Version. Oder nimm gleich ein originales 
Cura – gibt’s auch als AppImage.

von Bernd B. (bbrand)


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Vanye R. schrieb:
> unter Centos7.9 laeuft.
>
> Aber habe ich das hier richtig Verstanden das 0.21 eine total
> alte Version mit noch immer komischer Bedienung ist

Du scheinst doch ein Fan von total alten Versionen zu sein, wenn Du 
immer noch Centos 7.9 benutzt :)

von Jack V. (jackv)


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Bernd B. schrieb:
> Centos 7.9

Ups … ja, dann liegt der Fehler nicht daran, dass das AppImage eine alte 
Version von glibc voraussetzt, sondern eine für das vorliegende System 
zu neue Version – und mein Hinweis auf eine aktuelle Version wär’ gar 
noch kontraproduktiv.

Sorry dafür.

von Thomas H. (thomash2)


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Vanye R. schrieb:
>> Hat man die Datei aus dem Netz geladen, macht
>> man sie executable und startet das Programm.
>
> Wenn du Glueck hast, es kann aber genauso passieren das
> so ein Programm einfach mit einer Fehlermeldung abstuerzt
> weil du nicht das richtige Linux hast.
>
>> Beim FreeCAD sollte man vorher das Objekt im Kopf
>> fertig erstellt haben, bevor man sich ans Zeichnen macht.
>
> Das meinst du doch wohl nicht ernst oder?
> Klar, es gibt Masse die weiss man vorher, aber vieles ergibt
> es erst beim zeichen oder wird von anderen Objekten rueber projiziert,
> oder man zieht ein Modell bis zu etwas anderem hin. Das ist
> doch kein arbeiten wenn man alles vorher wissen muss.
>
> Vanye

Einfache Objekte kann man ganz gut realisieren mit FreeCAD.
z.B so was wie eine Bestückungsmaschine, aber schwierige Dinge mit 
vielen Rundungen da streikt FreeCAD.

Hinzu kommt die extrem ineffiziente Art der FreeCAD Dateistruktur, 
sobald man komplexe Designs (viele Rundungen) hat kann man gleich eine 
Ladezeit von mehreren Stunden bekommen.
Wenn dann noch diverse Operationen durchgeführt werden macht es keinen 
Spass mehr. Da muss man dann wissen wie man sein Objekt manuell wieder 
kleinmacht damit die Ladezeit wieder auf ein paar Sekunden zurückgeht - 
es ist alles nicht so ohne.

Ich arbeite professionell mit FreeCAD (es ist Teil meines Einkommens), 
es hat mindestens 4 Monate (Vollzeit) gedauert bis ich es im Griff hatte 
und benötigte auch diverse Code Modifikationen an diversen Stellen um es 
so hinzubekommen wie ich es benötigte.

Einen 3D Drucker würde ich FreeCAD allemal zumuten.
Es gibt halt viele mögliche Probleme bei FreeCAD, man muss halt lernen 
die irgendwie zu umschiffen.
Die Community ist nicht bei allen Problemen hilfreich, die 
Entwickler-Community an sich ist klein (habe auch aufgegeben Patches 
nachzuschießen da ich wichtigeres mit meiner Zeit anzufangen weiß als 
mit Diskussionen zu verbringen, ein Bugfix ist seit Jahren noch nicht 
committed und der Bug ist noch immer in FreeCAD, seit dem habe ich auch 
meine eigene Version und leider auch ein leicht abgeändertes 
Dateiformat).

Die FreeCAD Community ist im Allgemeinen gut wenn es um die Benutzung 
von FreeCAD geht (und mit dem zu Arbeiten was vorhanden ist).

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Probier’s mit einer aktuellen Version. Oder nimm gleich ein originales
> Cura – gibt’s auch als AppImage.

Ich habe Cura hier sowieso laufen, ich hatte nur gedacht die Software
von Creality zu installieren um da die Slicerparameter auszulesen.
Aber mittlerweile laeuft es auch so.

> Du scheinst doch ein Fan von total alten Versionen zu sein, wenn Du
> immer noch Centos 7.9 benutzt :)

Linuxuser denken in Dekaden, Windowsuser booten zweimal am Tag. :-p
Und es ist auch noch nicht eol.

Aber ich denke das wird jetzt OT...

Vanye

von Patrick B. (pbeck)


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🐻 Bernie - Bär schrieb:
> lässt sich das im Nachhinein dynamisch skalieren?

In gewissen Grenzen. Ändern sich die Abmaße zu stark können die 
Abhängigkeiten kaputt gehen. Alles skalieren ist einfacher als einzelne 
Bestandteile.

von Gerhard M. (ggcode)


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Vanye R. schrieb:
> Aber habe ich das hier richtig Verstanden das 0.21 eine total
> alte Version mit noch immer komischer Bedienung ist und
> Milch&Honig erst ab 0.22 fliesst weil ab da alles anders ist? .-)

Ist die aktuellste Version.

Hier die dev Version:

https://github.com/FreeCAD/FreeCAD-Bundle/releases/tag/weekly-builds

von Malte J. (maltejahn)


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Hallo,

würde auch gerne mehr mit FreeCAD machen. Allerdings scheiterte ich bei 
meinem jährlichen Versuch beim erstellen von Baugruppen (Assembly 3). An 
für sich hat es auch so funktioniert wie man es auch von anderen 
Programmen gewohnt ist. Bauteile erstellen und dann eben per 
Baugruppenbefehlen positionieren.

Allerdings waren nach Änderungen an den Einzelteilen die Baugruppe so 
zerschossen, da es mehr Sinn gemacht hat (für mich) die Baugruppe von 
vorne zu erstellen. Manche Änderungen waren ok für die Baugruppe, andere 
Änderungen eben nicht - hab das Problem dahinter nicht verstanden.

Hat sich bei den Baugruppen den etwas mit Version 22 wesenlich 
verbessert?

Ich weiß das es da eine Fork gibt der das wohl besser macht. Die 
Änderungen werden wohl so nicht in den Hauptzweig übernommen. Man weiß 
also zum Schluss nicht ob die erzeugten Dateien miteinander kompatibel 
sind??

Für mich sind halt Baugruppen wesentlich und leider der Knackpunkt 
FreeCAD nicht einzusetzen.

Tendiere, leider,  immer mehr zu Solid Edge. Wobei Solid Works für den 
Preis/Hobby auch recht attraktiv ist.

Grüße
Malte

: Bearbeitet durch User
von Maria S. (doc-brown)


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Vanye R. schrieb:
> Wenn du Glueck hast, es kann aber genauso passieren das
> so ein Programm einfach mit einer Fehlermeldung abstuerzt
> weil du nicht das richtige Linux hast.

Bei mir arbeitet Debian und der Computer steht auf dem Boden. Wie soll 
es dann abstürzen können? ;

Eigentlich sollte diese Arbeitsweise mit jedem CAD-Programm möglich sein 
und ich wollte nur aufzeigen, wie man damit bei FreeCAD beginnt: Also 
ich verwende immer Begriffe wie Fensterhöhe und Fensterbreite oder 
Schraube, anstatt 24,5 und 45,7 oder 3,0 und diese Zahlen habe ich 
vorher bereits im Spreadsheet eingetragen. In der Zeichnung nutze ich 
dann Formeln, wie Fensterbreite-Rahmendicke und lasse alles vom Programm 
berechnen. Zudem kann ich dann auch schnell anstatt der M3, überall die 
M4 Schrauben einsetzen und muss das nur an einer Stelle ändern oder 
stelle fest, dass der gelieferte Rahmen eine andere Dicke hat und das 
Programm ändert mir dann automatisch den Ausschnitt etc. im Blech, 
sodass das Display wieder rein passt. Auf diese Weise bleibt das Objekt 
auch skalierbar.

Beim Zeichnen habe ich stets links die Baumstruktur im Auge. Muss doch 
Mal etwas geändert werden, so mache ich das dort. Man muss bei FreeCAD 
sehr geradlinig und zielgerichtet arbeiten. Alles andere, planlose herum 
Probieren wird in FreeCAD nicht funktionieren und als Ergebnis nur Murks 
liefern.

Wenn ich das Teil selber herstelle, habe ich den Plan sowieso im Kopf 
fertig und muss es gar nicht erst zeichnen.

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Vanye R. schrieb:
> Einbindung in die Produktionsysteme
> und Firmendatenbanken.

und die Libs sind besser und weiter ausgebaut. Wer andauernd warten 
muss, weil jemand neue Modelle bauen muss, der kommt schnell dahin, ein 
SW-Paket zu nehmen, wo die gängigen Modelle geprüft und qualifiziert 
enthalten sind.

Für die ganzen verbauten Komponenten von Drittanbietern braucht es auch 
eine Änderungsverwaltung, wenn Datenblätter upgedated werden oder sich 
Materialien, Festigkeiten oder Lieferbedingungen und Preise ändern.

Ich begleite gerade ein privates Projekt, wo jemand eine motorische 
Präzisionslagerungen für Optiken baut, die preisgünstiger sind, als die 
2-3k teuren Industrieteile und möglichst einfach nachzubauen sein soll. 
Der arbeitet auch mit einer free-CAD-sw und verarbeitet allerlei Lager, 
Buchen, Form- und Frästeile, sowie kleinserienreife 3D-Drucke. Der ist 
mehr am Korrigieren und Nachziehen von irgendwelchen von Außen 
getriggerten Änderungen, als sonst was und kommt immer schlechter voran. 
Andauernd stimmt irgendein Abmaß nicht perfokt, oder ein Maß wird nicht 
exportiert, oder ist nicht berechenbar und der Hersteller blockiert oder 
liefert falsch. Ein anderer Anbieter von solchen Präzisionlagern, der 
das über 10-Jahre machte und im Hobbmarkt gut verkaufte, hat inzwischen 
aufgegeben. Zuviel Änderungsaufwand und Pflege.

Wenn man sowas macht, leidet man nämlich an Mechanik- UND 
Elektronikproblemen. Eine CAD-Software muss in Sachen 
Produktionskompatibilität genau so ausgereiftt sein, wie eine CAE.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wenn ich das Teil selber herstelle, habe ich den Plan sowieso im Kopf
> fertig und muss es gar nicht erst zeichnen.

Und das ist genau der Punkt der mich verwundert. Ich hab natuerlich
auch vorher eine grobe Vorstellung im Kopf, aber vieles kommt auch
erst im Laufe des Design.
Dazu ein Beispiel, als ich die oben erwaehnte Platinenwaschmaschine
designt habe, da wusste ich irgendwann ich brauche unten ein Lager.
Also hab ich in meiner Schublade geschaut was sowieso noch rumlag,
das war eigentlich viel zu fett, aber es war nun mal da. Also hab ich
das schnell gezeichnet und dann an eine geeignete Stelle verschoben
und dann erst ueberlegt wie ich den Lagerbock und das sonstige drumherum
machen wuerde.
Auch der Motor war da, also hab ich den so positioniert das genug
Platz fuer das Marmeladenglas war, dann hab ich geschaut welche
Zahnraeder ich fuer diesen Abstand brauchen wuerde, dann habe ich
die mit Modul1 gezeichnet, dann den Motor passend verschoben.

Ist bei mir also mehr ein iterativer Prozess. Vermutlich mag ich
deshalb openscad nicht.

Vanye

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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J. S. schrieb:
> Wenn man sowas macht, leidet man nämlich an Mechanik- UND
> Elektronikproblemen. Eine CAD-Software muss in Sachen
> Produktionskompatibilität genau so ausgereiftt sein, wie eine CAE.

Mir wäre keine bekannt, die das wirklich kann.

Zumindest, wenn ich jetzt von einem Produkt mit >25 Mechanik Komponenten 
(ohne Schrauben, Dichtungen, usw), >25 Elektronik Komponenten und mehr 
als 10 firmware binaries geht.

Wenn du dann noch z.B prints in mehreren Produkten verbaut, dann ist das 
Chaos perfekt.

Da bekommst du innerhalb kürzester Zeit einen deadlock im Arbeitsablauf.

BTDT!
DFM ist bei weitem nicht gelöst... auch wenn alle "Großen" das 
behaupten.

Maschinenbau ist noch vergleichsweise einfach, weil sich die Komponenten 
vergleichsweise selten ändern und die "Kompatibilitätstest" 
vergleichsweise wenig Aufwand bedeuten.

Zieh da mal Print und Firmware Versionen über 5 Produkte 5 Jahre mit.. 
da hast du dann zumindest 100 Kombinationen, die im Feld immer noch 
zusammenpassen müssen (Software Updates im Feld, Komponententausch bei 
Problemen, nachrüsten von Optionen).

Ganz ehrlich: Tools müssen zur Aufgabe passen. Geld (blind) auf ein 
Problem zu werden macht meist nur noch mehr Probleme!

Bei all seinen Limitierungen ist freecad durchaus brauchbar. Es hängt 
halt vom Einsatzzweck ab.

Das selbe gilt für die kommerziellen CAD packages. Jede Industrie die 
ich kenne bevorzugt eine andere Umgebung. Das hat schon seine Gründe.

Malte J. schrieb:
> Hat sich bei den Baugruppen den etwas mit Version 22 wesenlich
> verbessert?
> Ich weiß das es da eine Fork gibt der das wohl besser macht. Die
> Änderungen werden wohl so nicht in den Hauptzweig übernommen. Man weiß
> also zum Schluss nicht ob die erzeugten Dateien miteinander kompatibel
> sind??
> Für mich sind halt Baugruppen wesentlich und leider der Knackpunkt
> FreeCAD nicht einzusetzen.

Ich arbeite eigentlich ausschließlich am realthunder fork (dort ist auch 
assembly3 daheim) , weil mir der "aufgeräumter" und sinnvoller 
vorkonfiguriert vorkommt... Persönliche Präferenz....

Es tut sich was, aber nur langsam. Wenn ich das richtig verstehe, dann 
dürften viele Dinge im Hintergrund nun gelöst worden sein. Man munkelt 
über Version 1.0 in absehbarer Zeit (nächstes Jahr?).... Ich verfolge 
die Entwicklung aber nicht wirklich genau... die ca halbjährlich bis 
jährlichen Update-post, die man so findet...

Ich nutze assemblies verhältnismäßig wenig... Ich glaube noch wirst du 
nicht glücklich.

So wie ich das verstanden habe, ist auch hier das toponaming Problem der 
eigentliche Killer.

Ich glaube, das ist hier ganz gut erklärt: 
https://wiki.freecad.org/Topological_naming_problem

Wie gesagt, vieles davon kann über gewisse Muster beim Design umgangen 
werden... Einiges aber eben nicht.

73

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Schotter.

Schotter schrieb:
> https://dune3d.org/
>
> Ist allerdings so neu, dass man auf Youtube & Co. keine 101 Videos
> findet. Ich habe es auf die Schnelle nicht kapiert, wie man boolsche
> Operationen ausführt oder Flächen extrudiert. Aber auf der Homepage gibt
> es Tutorials. Die werden sicherlich aktuell sein.
>
> FOSDEM 2024 Video:
> 
https://fosdem.org/2024/schedule/event/fosdem-2024-2763-dune-3d-the-making-of-a-maker-s-tool/

Danke!

Merkwürdigerweise trägt unter Debian die Dokumentation zu Blender seit 
mindestens einem Jahrzent den Titel "WhiteDune". Ich vermute einen 
Zusammenhang.

Auf der anderen Seite sind sich viele CAD Programme tatsächlich auch 
irgendwie ähnlich, so das man sich mit Kenntnis eines Programmes leicht 
durch andere Durchangeln kann.
FreeCAD ist zumindest unter Debian "buggy". Persönlich nutze ich gerne 
openSCAD und manchmal auch Wings3D.

Was mir bei openSCAD fehlt, ist ein "Messwerkzeug". Daher bin ich 
angewiesen, mir immer nebenher nachzurechnen, welche Position
nun welche Kante gerade hat. Aber das trainiert das Kopfrechnen und das 
Gedächnis. Also gut für alte Männer. ;O)

BRL-CAD ist auch noch eine Nummer, die man nicht vergessen sollte.Es mag 
etwas altmodisch sein. aber es ist durchaus ausgereift. Funktionieren 
tat es jedenfalls gut als ich es vor einigen Jahren benutzte.
https://de.wikipedia.org/wiki/BRL-CAD

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.den

: Bearbeitet durch User
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Wenn es vor allem um runde, besser mathematisch darstellbare Formen 
geht:

https://entroserv.de/Projekte/xyzCad/

von Keks F. (keksliebhaber)


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Hans W. schrieb:
> Man munkelt über Version 1.0 in absehbarer Zeit (nächstes Jahr?)

Hallo,

0.22 ist keine Version, die veröffentlicht werden wird. Die nächste 
Version ist 1.0 und kommt Ende Q1 oder Q2 raus.
Meilensteine sind unter anderem TNP-Mitigierungen und die Assembly3 
Workbench. Beides kann man schon im Rahmen in den 0.22 wöchentlichen 
Veröffentlichungen ausprobieren.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Stefan H. schrieb:
> Wenn es vor allem um runde, besser mathematisch darstellbare Formen geht:
>
> https://entroserv.de/Projekte/xyzCad/


Das ist ja toll für Leute die das CAD-System im Hürn schon 
vorinstalliert haben. Denen sagst du eine Formel, schön als 
Computerprogramm aufbereitet und die wissen sofort wie das Ding 
aussieht. Bei fortgeschrittenen Usern geht das latürnich auch umgekehrt. 
Für die ist das Programm evtl. gedacht. Die sind aber dann so gut, das 
sie sich effizientere Lösungen ausdenken können. Null Forks auf Github. 
Das hat wohl einen Grund.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Den Film kenn' ich, der hieß "Matrix".

Kann mir jemand sagen, wie kritisch es ist, einen Gehversuch mit der 
Schulversion von Inventor zu machen solange die Nutzung ausschließlich 
privat ist und kein einziger Cent damit umgesetzt wird?

von Carsten S. (dg3ycs)


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Ben B. schrieb:
> Den Film kenn' ich, der hieß "Matrix".
>
> Kann mir jemand sagen, wie kritisch es ist, einen Gehversuch mit der
> Schulversion von Inventor zu machen solange die Nutzung ausschließlich
> privat ist und kein einziger Cent damit umgesetzt wird?

Das musst du Autodesk fragen.

Formal sieht es so aus:
So lange du die Version über offiziellen Weg heruntergeladen und 
installiert hast ist es KEINE Urheberrechtsverletzung (Raubkopie == 
Straftat) sondern "nur" eine rein zivilrechtliche Geschichte weil du 
gegen die Lizenzbedingungen verstossen hast.
Prinzipiell könntest du dafür abgemahnt werden. Da es aber eine reine 
Private Nutzung ist müsste dafür die Gebührendeckelung für 
Erstabmahnungen an Privatleute gelten die bei 100 Euro liegt. Dafür 
macht sich keiner die Mühe (Die Krux bei P2P Abmahnungen ist ja das die 
"verbreitung" immer als Gewerblich angesehen wird und daher die Grenze 
nicht gilt)
Prinzipiell könntest du auch auch auf Zahlung von Nutzungsgebühr 
verklagt werden. Dann würde aber im Prozess auch erst mal geklärt werden 
ob die AGB so gelten etc. Ist nicht so ein Selbstläufer für die Firmen 
wie man denkt.
Und mir ist auch kein Fall bekannt wo das mit der Zivilklage oder auch 
nur Abmahnung bei einer rein privater Nutzung einer "legal" 
installierten Schülerversion eines Programms mit quasi ausschließlich 
gewerblicher Zielgruppe gemacht wurde.
(z.B. wo die Authorisierung über die Angabe einer 
Hochschul-/Schulmailadresse gemacht wurde die man noch von "früher" hat 
obwohl man kein Student bzw. Schüler mehr ist. Oder wo das 
Kind/Neffe/Enkeltochter etc. für dich in eigenem Namen und unter Nutzung 
ECHTER Dokumente als Nachweis die Lizenz beantragt hat und dir zur 
Nutzung überlässt)

ABER: Das gilt alles nur so lange du nicht z.B. gefälschte Dokumente als 
Nachweis der Schüler-/Studenteneigenschaft verwendest. Sobald Dinge wie 
ein Gephotoshoptes Zeugnis oder Studiausweis verwendest um dich zu 
legitimieren bist du ganz schnell wieder im Bereich des Strafrechts 
inkl. aller damit verbundenen unangenehmen Folgen. Da kann, wenn das 
auffällt und Anzeige erstattet wird, morgens auch schon mal die Polizei 
das Wecken und die Wohnungsumgestaltung übernehmen.

Und hier liegt die Krux: "Früher" hat Autodesk die Prüfung einfach 
anhand einer Emailadresse gemacht. Das bedeutet das wer eine E-Mail 
Adresse auf einer von Autodesk bereits als berechtigt bekannten Domain 
hatte (@Uni-Musterstadt, @FH-Besserhausen, @Gymnasium-Irgendwo) konnte 
sich beliebig anmelden und die Studilizenzen aktivieren. Der 
Aktivierungslink wurde an die angegebene Adresse versendet und der 
erfolgreiche Erhalt war dann die Legitimierung.

Da aber viele Unis und FHs die Emailadressen nach beendigung des 
Studiums absolut unverändert beibehalten und bereitstellen (Schulen weiß 
ich nicht) und so immer mehr Personen über eine solche Adresse verfügen 
die schon lange nicht mehr Student oder Schüler sind haben die das 
Verifizierungsverfahren geändert und an einen Dienstleister ausgelagert 
der das Einsenden eines Nachweisdokumentes (z.B. aktuelles Zeugnis bei 
Schülern, Studentenausweis oder sonstiges geeignetes Schreiben) verlangt 
hat.
Ob es zwischenzeitlich vielleicht wieder zurückgeändert wurde kann ich 
aber nicht sagen.

Gruß
Carsten

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Nee also irgendwelche Dokumente fälschen werde ich schön brav sein 
lassen, sowas muss nun wirklich nicht sein und dieser Aufwand bzw. 
Risiko wäre mir für ein CAD-Programm, mit dem ich möglicherweise auch 
nicht gut klarkomme, ein wenig zu hoch.

Ich hätte zwei Möglichkeiten, entweder sagen ich verwende die Software 
zu (Selbst)Lehrzwecken - was halt wie Du bereits schreibst eine ziemlich 
Dehnung der AGB ist - oder ich hätte auch Kontakt zu Studenten, könnte 
einen fragen ob er nicht so nett sein könnte, sich das Programm zu holen 
und dann könnte ich es evtl. mitnutzen.

Ich überlegs mir. Ist halt nur so... bei allem was ich hier so lese, 
scheint mir Inventor eine gute Möglichkeit zu sein. Vielleicht verzeihen 
sie die private großzügige Auslegung ihrer AGB ja im Gegenzug für ein 
bißchen Werbung für ihr Produkt. Das ist ja auch was wert.

Sonst bliebe wirklich nur Fusion360... mit all seinen Nachteilen, wo ich 
nicht weiß ob ich damit leben kann.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Mit Investor hatte ich auch angefangen, vor 17 Jahren. Es ist Recht 
einfach, aber bei anspruchsvollen Teilen ist es auch nicht mehr intuitiv 
bedienbar. FreeCad ist dann auch nicht mehr signifikant schwerer.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Sonst bliebe wirklich nur Fusion360...

Ich will ja echt keine Werbung machen, aber das hier

https://www.amazon.de/Punch-Avanquest-ViaCAD-2D-3D/dp/B01LZBEEPT?th=1
https://www.heise.de/download/product/viacad-2d3d-56692

Ist doch bezahlbar oder? Fuer die neueste Version haben sie
aber wohl den Preis erhoeht:

https://www.punchcad.com/punch-viacad-2d-3d

Andererseits:
https://www.blitzhandel24.de/viacad-12-2d/3d-windows
https://www.blitzhandel24.de/viacad-2d/3d-10-win/mac-mac-os

Aber die braucht man wirklich nicht! Jede 3D Version ab V6 (2006)
kann auch slt Dateien exportieren. Vieleicht sogar aelter, aber die
kenne ich nicht. Und mehr braucht man nicht. Ausserdem
kann man neben vielen anderen Dingen auch step/igs 
importieren/exportieren.
Damit ist man mit dem Rest der Welt kompatibel.

Die Preisgestaltung ist aber irgendwie bizarr. Ich glaube
die wird mit einem Wuerfel erstellt.

Und wie schon gesagt, einfach irgendwo runterladen und erstmal
einen Monat kostenlos benutzen um zu sehen ob man damit klar kommt!
Ich wuerde dazu empfehlen ein Youtubevideo anzuschauen und das
was man da sieht 1:1 nachzuklicken. Dann bekommt man ein Gefuehl
fuer den Workflow. Es ist wichtig das dieses "Gefuehl" zu einem
passt!
Und dasselbe duerfte fuer viele weitere CAD Programme gelten.

Man muss ja nicht immer fuer alles Geld ausgeben, aber so lange
es im 50-100Euro bereich ist? Filament kostet doch auch Kohle
und mein neuer Drucker hat auch 500 gekostet. Also was solls?

Da dies hier aber schon ein bisschen nach Werbung aussieht, auch
wenn ich mit dem Laden nichts zutun habe, will ich auch mal alles
negative erwaehnen das mir einfaellt. Basis ist da meine private
V6 und eine V10 in der Firma.

Ihr muesst das Programm registrieren. Wenn ihr einen neuen
Rechner habt, in der Firma ja gerne alle paar Jahre, dann duerft
ihr euch Regelmaessig mit dem Hersteller auseinandersetzen bis
ihr wieder einen gueltigen Key habt und es kann da teilweise
auch mal absurde Probleme geben das die Reg fehlschlaegt.
Aber wenn man denen nur lange genug auf die Fuesse tritt
klappt es irgendwann. Das frustet aber.

Das Programm hat einen Umschaltbutton zwischen 3D und 2D Modus.
Der ist unguenstig passiert. So einmal im Monat druecke ich den
versehentlich. Dann macht das Programm alle Werkzeugfenster
der 3D Werkzeuge zu und ihr muesst die neu anordnen. (eine
Minute verdrehte Augen und zwei Seufzer)

Der groesste Schmerz im Arsch ist aber, wenn ihr einen Laptop
mit einem externen Monitor habt dann merkt sich Windows/Viacad
die Positionen wo ihr zuletzt ein Fenster genutzt habt. Wenn
ihr an verschiedenen Orten (Homeoffice!) damit arbeitet.
Dann werden Fenster nicht sichtbar geoeffnet.
Es gibt im Internet fuer Windows hunderte Seiten die einem erklaeren
wie man in so einem Falle das Fenster wieder findet. Das gilt
aber nur fuer das Hauptfenster. Nicht fuer vom Programm geoeffnete
Unterfenster. (z.B den Dateidialog wenn ihr etwas exportiert)
Da hilft nur einmal kurz die Bildschirmaufloesung veraendern.
Keine Ahnung ob das Windows anzulasten ist oder Viacad, aber
das nervt mich regelmaessig.

Beim Import von komplexen_grossen step-Dateien kommt es
gelegentlich zu einem Absturz. Damit meine ich nicht
irgendwas das ihr bei Thingiverse findet, aber echt heftige
Dinge wie ganze Geraete mit hunderten von Untermodellen
wo dann auch gerne noch jeder einzelne SMD-Kondensator aus
drei Einzelteilen besteht. Also so 50MB groesse fuer eine
step-Datei. Irgendwo zwischen 10 und 50MB knallt es dann,
aber das wird vermutlich auch andere Programme ueberfordern. .-)


Mit der technischen Funktion, also dem eigentlich Zeichnen
bin ich aber SEHR zufrieden.

Vanye

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Vanye R.

Vanye R. schrieb:

> Ich will ja echt keine Werbung machen, aber das hier

Warum tust Du es denn?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02 de

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Warum tust Du es denn?

Ueberzeugter Kunde. :)
Ausserdem ist ja auch nicht alles positiv an dem Laden!

Und ich habe gesagt jeder soll unbedingt vor dem Kauf mit den
Programmen rumspielen. Am besten mit mehreren! Und auch
nicht nur 10min. Da sollte man unbedingt Zeit investieren
weil man spaeter auch Monate braucht bis man richtig
damit umgehen kann und nicht mehr einfach so wechseln wollen
wird.

Vanye

von Joerg W. (joergwolfram)


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Ich benutze fast ausschließlich OpenSCAD, weil z.B. Freecad mit dem 
Pointstick von meinem Thinkpad nicht sinnvoll bedienbar ist. Außerdem 
ist mir die mathematische Beschreibung eigentlich sehr angenehm. Für 
Fälle wie das "Rastelement" im angehängten Bild war es aber einfacher, 
eine STL-Datei via C-Programm zu generieren und dann in OpenSCAD zu 
importieren.

Jörg

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ich benutze fast ausschließlich OpenSCAD, weil z.B. Freecad mit dem
> Pointstick von meinem Thinkpad nicht sinnvoll bedienbar ist.

Also das kann ich nachvollziehen, dabei bin ich sogar eher fuer Knueppel 
wie fuer Mauspad. Aber die Anschaffung einer Maus, wenigstens fuer so 
Sonderaufgaben, ist nicht denkbar?

> Fälle wie das "Rastelement" im angehängten Bild war es aber
> einfacher, eine STL-Datei

Aechz! Ich wuerde einfach eine Scheibe mit dem gewuenschten 
Aussendurchmesser und der notwendigen Dicke erzeugen. (10s) Danach diese 
Scheibe kopieren und die Kopie auf den Innendurchmesser verkleinern und 
substrahieren. (30s) Danach fuer die Rastung einen Wuerfel erzeugen, den 
auf den Aussenkranz ablegen, passend verschieben und um den gewuenschten 
Winkel kippen. (1min) Danach den Wuerfel um den Mittelpunkt des Kreises 
entsprechende der gewuenschten Rastungen automatisch duplizieren lassen. 
(10-20s) Danach die Wuerfel vom Aussenring substrahieren. (1min)

Zeiten natuerlich geschaetzt, aber ich sag mal sicher unter 5min.

Der Hauptgrund warum ich fuer sowas aber lieber ein richtiges CAD 
Programm einsetzen wuerde, wie gross ist denn die Anzahl der "richtigen" 
Rastnasen? Wuesste ich jetzt garnicht. Haengt ja auch vom Umfang ab. 
Also wuerde ich da einfach irgendwas erzeugen, denken passt schon 
(glueck gehabt) oder viel wahrscheinlicher, es waeren zuviel oder 
zuwenig, also mal eine andere Menge probiert und jedesmal sofort gesehen 
wie das aussieht und mit der Maus den Ring dabei im Raum gedreht bis es 
"richtig" aussieht.

Und danach wuerde ich das Teil in die Konstruktion an die richtige 
Stelle schieben, schaun ob ich noch ein Gegenstueck brauche, dann 
einfach spiegeln usw...

Vanye

von Joerg W. (joergwolfram)


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> Aber die Anschaffung einer Maus, wenigstens fuer so
> Sonderaufgaben, ist nicht denkbar?

Ich hab auch noch einen größeren 17"Laptop + Maus + Mauspad für solche 
Dinge, benutze de aber eher selten. Die meisten (bzw. praktisch alle) 
meiner Projekte entstehen aber auf einem X270 während der täglichen ca. 
90 min ÖPNV-Fahrt.

So wie Du es beschrieben hast, hatte ich auch angefangen. Aber mit einem 
Würfel ist es nicht getan, da dann die Kanten (oder zumindest ein Teil) 
nicht radial verlaufen. Kann man über trapezförmige extrudierte Teile 
hinbekommen. Der zweite Punkt ist, dass die Winkel an den Zähnen immer 
90° sind. Dadurch hat die fallende Flanke immer einen positiven Winkel 
und man braucht immer eine Anpresskraft, um die aktuelle Raststellung 
beizubehalten. Das ergab letztendlich einen Wust an Berechnungen, aber 
kein zufriedenstellendes Ergebnis.

Mit dem eigenen Programm kann ich Innen/Außendurchmesser, Grund- und 
Zahnhöhe, Zähnezahl (muss Teiler von 360 sein) und 
"Unterschneidungswinkel" angeben und bekomme ein Teil, was auch sein 
eigenes Gegenstück ist. Auswertung von Kommandozeilenparametern habe ich 
weggelassen, ich ändere einfach die Werte im Programm und comiliere 
neu...

Jörg

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Puh, da kannst du das ja gleich in gmsh modellieren...

Aber im ernst, manchmal kommt man so tatsàchlich an schnellsten zum 
Ziel... Gibt halt nicht nur 1nen Hammer.

73

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Der zweite Punkt ist, dass die Winkel an den Zähnen immer
> 90° sind.

Da muesste ich dann noch einen weiteren Klotz substrahieren oder
eine infinite Plane nehmen um zu teilen und haetten den Winkel.

> Mit dem eigenen Programm kann ich Innen/Außendurchmesser, Grund- und
> Zahnhöhe, Zähnezahl (muss Teiler von 360 sein) und
> "Unterschneidungswinkel" angeben

Ja, wenn du sowas regelmaessig brauchst dann ist natuerlich ein Programm
im Vorteil!

> bekomme ein Teil, was auch sein eigenes Gegenstück ist.

Das liefert dir ein CAD Programm automatisch ueber spiegeln, kopieren
oder substrahieren. Interessant wird es eher wenn du zwei komplexe
Teile hast die voneinander abgeleitet sind, die sich aber leicht
unterscheiden sollen, z.B wegen Spiel oder Presspassung. Da muss
ich auch schonmal was rumspielen und brauche auch gerne mal einen
Probedruck weil da auch immer irgendwie die Oberflaechenrauhigkeit
eingeht die ein Drucker erzeugt.

Vanye

von Andreas H. (andario)


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Ich habe jetzt den Thread mal quergelesen, und bin erstaunt, dass noch 
niemand Sketchup ins Rennen geworfen hat.
https://www.sketchup.com/de
Ich selbst nutze das seit vielen Jahren für 3D-Druck Objekte, und komme 
sehr gut klar damit. Ja - man muss am Anfang die "Denkweise" von 
Sketchup kennenlernen, aber da gibt es eine sehr große Community mit 
ganz vielen Tutorial Videos für einen schnellen Einstieg.
Auch hier ist nicht alles immer intuitiv, aber die meisten Themen kann 
man sehr schnell per Google lösen.
Es ist natürlich nicht so professionell wie Fusion oder FreeCAD, d.h. 
Parametrierung und so etwas geht damit nicht ohne weiteres, aber es ist 
(zumindest für mich) ein ernstzunehmendes CAD Tool.
Vorteile:
- läuft im Browser
- Free Version verfügbar
Nachteile:
- In der Free Version kann man nur STL exportieren (und Grafiken), aber 
STL ist für 3D Druck ja ausreichend.
- Projekte liegen online bei Trimble (muss man sich einmalig anmelden)
Früher gab es auch eine Version die man lokal installieren konnte, aber 
die gibt es leider nicht mehr.

Ich hab damit schon etliche STLs zum Drucken erstellt, und verwende es 
auch zu Konstruktion, wenn ich mit Holz arbeite (z.B. zuletzt einen 
Schubladenschrank).

Ist aus meiner Sicht auf jeden Fall einen Blick Wert, wenn du was 
relativ einfaches für gelegentliche Nutzung suchst.

Grüße,
Andario

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Joerg W. schrieb:
> Für Fälle wie das "Rastelement" im angehängten Bild war es aber
> einfacher, eine STL-Datei via C-Programm zu generieren und dann in
> OpenSCAD zu importieren.

Statt in C eine STL-Datei zu generieren, kannst du die entsprechenden
Berechnungen auch direkt in OpenSCAD ausführen lassen und das gewünschte
Objekt mit polyhedron() aus Punkten und Flächen erzeugen. Ich habe das
mal gemacht (rastelement.scad). Etwas anderes hast du in C ja auch nicht
gemacht.

Das Objekt ist leider zu komplex, um es auch einfache Weise aus den in
OpenScad verfügbaren Regelgeometrien zusammenzusetzen. Man kann
allenfalls die einzelnen Rasten aus einem 2D-Kreisringsektor durch
linear_extrude() mit twist-Option erzeugen. Für eine schöne, glatte
Oberfläche muss man aber den splices-Parameter auf einen hohen Wert
setzen, was sehr viel Rechenzeit kostet.

Vanye R. schrieb:
> Danach fuer die Rastung einen Wuerfel erzeugen, den auf den
> Aussenkranz ablegen, passend verschieben und um den gewuenschten
> Winkel kippen. (1min) Danach den Wuerfel um den Mittelpunkt des
> Kreises entsprechende der gewuenschten Rastungen automatisch
> duplizieren lassen. (10-20s) Danach die Wuerfel vom Aussenring
> substrahieren. (1min)

Die schrägen Flächen der Rasten sind keine Ebenen (wie sie mit den
Würfeln erzeugt würden), sondern Helikoiden.

  https://de.wikipedia.org/wiki/Wendelfl%C3%A4che

Diese bewirken, dass das zwei gleich geformte Rastelemente, die
aufeinandergesetzt und gegeneinander verdreht werden, sich für jeden
Drehwinkel flächig berühren (ähnlich wie eine Schraube in einer Mutter).
Ich habe das mal mit OpenSCAD animiert (rastelement.apng).

Mit deiner vereinfachten Konstruktionsmethode ist diese Anforderung nur
für einen einzigen Drehwinkel erfüllt, für alle anderen berühren sich
die Rasten nur punktweise, d.h. sie kratzen bei der Drehung aufeinander.

Vielleicht hat ViaCAD eine Funktion, um solche Helikoiden ohne großen
Aufwand zu erzeugen. Wenn nicht, wirst du auch dort nicht darum
herumkommen, das Rastelement als Polyeder mit einer hinreichend großen
Zahl von Flächen aufzubauen.

von Bernd G. (Gast)


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Patrick B. schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> lässt sich das im Nachhinein dynamisch skalieren?
>
> In gewissen Grenzen. Ändern sich die Abmaße zu stark können die
> Abhängigkeiten kaputt gehen.
Meine Überlegung geht dahin, die zu definierenden Objekte generell 
dynamisch zu erzeugen. Ich hätte da eine Applikation, die mir die Werte 
für Objektdetails liefern kann. Kommt aus einem Excel-Macro. Eine 
Möglichkeit wäre dann, nicht die Werte, sondern die Formeln zu 
übertragen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Die schrägen Flächen der Rasten sind keine Ebenen (wie sie mit den
> Würfeln erzeugt würden), sondern Helikoiden.

ICh gebe zu das nicht gewusst zu haben, aber...


> Vielleicht hat ViaCAD eine Funktion, um solche Helikoiden ohne großen
> Aufwand zu erzeugen.

Koennte ich, aber wenn man mal ueberlegt wofuer wir das brauchen,
wuerde die Genauigkeit und die Verformbarkeit der Ergebnisse die
ein 3D Drucker liefert diesen Zusatzaufwand rechtfertigen?
Das ist so die Stelle wo ich erstaunlich pragmatisch werden kann. .-)

Vanye

von Jonny O. (-geo-)


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Ben B. schrieb:
> Fusion 360:
> Nur 20 "Slots" verfügbar, wenn man Modelle aus diesen exportieren und
> löschen muss, kann man sie hinterher nicht mehr in einen freien Slot
> zurückladen und somit nicht weiter bearbeiten. Absolutes No-Go. Dazu
> sind alle Entwürfe, die man mit der kostenfreien Version anlegt, wohl
> irgendwie wie öffentlich, zweites absolutes No-Go. Über meine kläglichen
> Versuche braucht sich nicht die ganze Welt lustig zu machen.

Ich nutze Autodesk Fusion in der Privatversion schon länger und habe 
hunderte Designs hochgeladen und kann die auch bearbeiten. Und 
öffentlich zugänglich ist auch nichts. Bist du dir sicher, dass die 
Informationen valide sind? :-)

> Soweit ich weiß kann man bei F360 die 20 Projekte in Bearbeitung
> behalten, sonst muss man archivieren.

einfach von "Bearbeitbar" auf "Schreibgeschützt" umstellen. Man muss da 
nichts archivieren. Man muss einfach nur schauen, dass nicht zuviele 
Projekte gleichzeitig auf bearbeitbar gestellt sind. Man kann aber 
jederzeit nach belieben von Schreibgeschützt wieder auf Bearbeitbar 
umstellen und so beliebig viele Projekte nutzen.

lg,

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Vanye R. schrieb:
>> Vielleicht hat ViaCAD eine Funktion, um solche Helikoiden ohne großen
>> Aufwand zu erzeugen.
>
> Koennte ich, aber wenn man mal ueberlegt wofuer wir das brauchen,
> wuerde die Genauigkeit und die Verformbarkeit der Ergebnisse die
> ein 3D Drucker liefert diesen Zusatzaufwand rechtfertigen?

Ich weiß zwar nicht, wofür Jörg das Teil braucht, aber offensichtlich
war der Aufwand, dafür ein C-Programm zu schreiben, gerechtfertigt,
sonst hätte er es nicht getan.

Wahrscheinlich bieten professionelle CAD-Programme für solche Dinge
Unterstützung an, um den Aufwand zu minimieren. Hat man als Hobbyist nur
ein einfach gestricktes CAD-Programm zur Verfügung, muss man eben ein
paar Zeilen programmieren, was aber auch kein Hexenwerk ist. Zudem ist
im Hobbybereich ja oft auch der Weg das Ziel :)


PS: Ich sehe gerade, dass es für OpenSCAD eine coole Bibliothek gibt,
mit der die Erzeugung von Jörgs Rastelement auf ganz wenige Zeilen Code
zusammenschrumpft:

  https://github.com/openscad/list-comprehension-demos

Im dort gezeigten Beispiel wave-cylinder.scad muss nur noch die Sinus-
durch eine Sägezahnfunktion ersetzt werden. Damit ist die Aufgabe dann
wirklich in wenigen Minuten erledigt.

von Joerg W. (joergwolfram)


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> Im dort gezeigten Beispiel wave-cylinder.scad muss nur noch die Sinus-
> durch eine Sägezahnfunktion ersetzt werden. Damit ist die Aufgabe dann
> wirklich in wenigen Minuten erledigt.

Eben nicht, weil damit die "Unterschneidung" nicht möglich ist. Der Ring 
ist Teil einer zweiteiligen "Nachspannvorrichtung". Der äußere Ring wird 
unter die Schnur etc. gelegt, dann der innere von oben drauf und mittels 
Verdrehen kann man einfach spannen / die Länge verkürzen. Durch den 
negativen Winkel der Rastzähne kann das sich auch nicht von allein 
lösen, dafür muss man es aber nur etwas auseinanderziehen.

In der aktuellen Version kann ich auch die Spitzen der Zähne abflachen, 
was der Stabilität der Drucke zugute kommt.
Letztendlich habe ich mehrere Stunden damit verbracht, aber ich werde 
nicht dafür bezahlt und somit ist das OK für mich. Allerdings wird das 
in OpenSCAD auf meinem Notebook schon etwas arg zäh beim Drehen, was 
aber zum großen Teil am exzessiven Gebrauch der Polyround-Bibliothek 
liegt.

Jörg

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Joerg W. schrieb:
>> Im dort gezeigten Beispiel wave-cylinder.scad muss nur noch die Sinus-
>> durch eine Sägezahnfunktion ersetzt werden. Damit ist die Aufgabe dann
>> wirklich in wenigen Minuten erledigt.
>
> Eben nicht, weil damit die "Unterschneidung" nicht möglich ist.

Jetzt habe ich verstanden, was du oben mit dem "Unterschneidungswinkel"
meintest. Ob so etwas auch irgendwie durch eine bereits existierende
Bibliothek abgedeckt ist, weiß ich nicht. Evtl. bleibt also tatsächlich
nichts anderes übrig, als das Objekt als Polyeder aus vielen kleinen
Flächenelementen zu programmieren.

von Georg 0. (0rsch)


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Hi Ben,

der (englisch sprachige) Youtube-Kanal "Maker's Muse" hat am 24.02. eine 
Zusammenfassung von 10 CAD-Programmen vorgestellt. Das solltest du dir 
vielleicht zu Gemüte führen. /watch?v=J--QVhGheP4

Ähnlich wie du hat er FreeCAD ebenfalls als unbedienbar bezeichnet und 
stattdessen das auf FreeCAD aufbauende Ondsel ES vorgeschlagen. In den 
Kommentaren zum Video wurde erwähnt, dass wohl die Development- bzw- 
Weekly-Version von FreeCAD ähnlich aufgebaut ist und in naher Zukunft 
die angepasste Arbeitsfläche in die reguläre FreeCAD-Version landet.

Aber vielleicht reichen dir ja auch andere Cloud-Programme.

Grüße

: Bearbeitet durch User
von Keks F. (keksliebhaber)


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Dieses FreeCAD Bashing dummer Influencer ist nichts Neues. Das hat 
Thomas Sanladerer auch mal gemacht und ist dafür zurechtgestutzt worden.

Von dem MakersMuse Video weiß ich nur, weil in meinen Vorschlägen direkt 
ein Video darauf kam, was thematisiert wie schwachsinnig seine Aussagen 
sind.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Anschauen werde ich es mir trotzdem mal, evtl. auch die 
erwartungsgemäßen Reaktionen auf sowas wenn dafür noch Lust und Zeit 
ist.

Auf jeden Fall danke für den Tip!

von Hermann S. (diphtong)


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Keks F. schrieb:
> Dieses FreeCAD Bashing dummer Influencer ist nichts Neues.
Man muss gar kein dummer Influencer sein um das scheisse zu finden. Es 
reicht schon wenn man was besseres gewohnt ist, dann kotzt einen dieser 
FreeCAD Müll einfach an...is so. Vll. is es noch das Bessere unter den 
freien CADs...kann sein, aber geil is was anderes.

> Das hat Thomas Sanladerer auch mal gemacht und ist dafür zurechtgestutzt worden.
Waaas? Thomas Wer? Sorry bei den Influencern kenn ich mich ned aus^^

: Bearbeitet durch User
von Gerhard M. (ggcode)


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Hermann S. schrieb:
> Man muss gar kein dummer Influencer sein um das scheisse zu finden. Es
> reicht schon wenn man was besseres gewohnt ist, dann kotzt einen dieser
> FreeCAD Müll einfach an...is so. Vll. is es noch das Bessere unter den
> freien CADs...kann sein, aber geil is was anderes.

Wenn du damit arbeiten müsstest könnte ich deine Aussage verstehen.
Aber so mmmhhh ........

von Marci W. (marci_w)


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Joerg W. schrieb:
> Pointstick von meinem Thinkpad

Ist das der Knubbel zwischen den Tasten wie auch bei meinem HP Notebook?
Igitt, das ist doch unbenutzbar! Selbst nach längerer Verwendung komme 
zumindest ich damit absolut nicht klar. Das würde ich mir dauerhaft nur 
unter Androhung von Folter antun. ;-)

ciao

Marci

von Darth G. (darth_g)


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Andreas H. schrieb:
> - Free Version verfügbar

Es gibt doch auf der Seite eigentlich nur eine 7tägige Testversion.

von Hermann S. (diphtong)


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Gerhard M. schrieb:
> Wenn du damit arbeiten müsstest könnte ich deine Aussage verstehen.
> Aber so mmmhhh ........

Muss ich zum Glück nicht, da hab ich etliche bessere Alternativen.
Allerdings hab ich es mal eine Zeit lang ausprobiert, deswegen kann ich 
die Aussage auch tätigen.

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