Forum: Offtopic Anfänger-Entwicklung einer Gärbox Steuerung


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von Uli (uiimcn)


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Hallo Foristi,
hatte bereits einen Vorstellungs-Thread hier im OffTopic Forum und 
stelle fest, dass das Projekt für mich als Anfänger nur hier reinpasst. 
Ich hab Problemchen potentiell mit Allem, was dabei so während der 
Entwicklung auftaucht.

Ich strenge mich also an und versuche, mich möglichst kurz zu fasssen.

Grundelemente der Steuerung:
- Power: 12V, 2A Steckernetzteil
- IN-Buchse 5,5 * 2,1mm; Kippschalter, Fadensicherung
- DC-DC Spannungswandler 12 -> 5V, 1A
- NodeMCU ESP8266 12E, I2C, 4MB
- OLED-Display, 1.3", 4-PIN
- Heizdraht
- 2 Stck. Bimetall-Sicherungselemente
- Relais oder MSOFET zum Schalten des Heizdrahtes
- 4 Push-Buttons (3 f. Menue, 1 für temporäre Beleuchtung innen)
- geignete Spannungsteiler, um die drei Menue-Taster per ADC0 erkennen 
zu können
- 1 LED
- 4 Stck. DS18B20 Temperatursensoren (mit ALARM-Trigger)

Das lass ich jetzt mal so stehen, um viell. erste Fragen zum Grundaufbau 
beantworten zu können.

Danach schaue ich, wo's am meisten klemmt momentan.

Grüße
Uli

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Uli schrieb:
> Ich hab Problemchen potentiell mit Allem, was dabei so während der
> Entwicklung auftaucht.

Wenn du damit solche Probleme hast, warum kaufst du dann nicht eine 
fertige Gärbox und konzentrierst dich aufs Backen?

von Uli (uiimcn)


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Guten Morgen zusammen,
kaum hier angefangen, klemmts schon gewaltig..

Zum Schalten des Heizdrahtes (12V; ca. 1,5A) nehme ich doch besser einen 
MOSFET, den IRLZ44N, TO220 Gehäuse, anstelle eines Relais.

Außer mir scheinen nun alle anderen zu wissen, wie die drei Beinchen dem 
Gate, Source und Drain zuzuordnen zu sind. Das Gate ist wohl der 
mittlere Anschluss. Aber die beiden anderen???

Ich habs gesucht und absolut nichts gefunden - stehe sicherlich auf dem 
Schlauch.

Grüße
Uli

von Klaus (feelfree)


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Uli schrieb:
> Außer mir scheinen nun alle anderen zu wissen, wie die drei Beinchen dem
> Gate, Source und Drain zuzuordnen zu sind

Dann solltest du wie alle anderen halt das Datenblatt lesen.

von Michael B. (laberkopp)


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Uli schrieb:
> Ich hab Problemchen potentiell mit Allem,

Kein Wunder, wenn ich die ellenlange Liste der Teile lese.

Wozu den ganzen Kram ?

Eine professionelle kommerzielle Gärbox besteht genau aus einer Heizung 
und einem Bimetalltemperaturregler, fertig.

Damit hätte man wohl keine Probleme.

Ja, man kann die Temperatur genauer regeln mit einem PID 
Temperaturregler, aber willst du den programmieren ?

Die Probleme sind eher eine Box die feucht hält, leicht zu reinigen ist, 
kompakt wegzupacken ist.

Dass Wärme in den Teig sowieso nur langsam eindringt, dagegen kannst du 
nichts tun.

Man könnte per Ultraschallentfernungsmessern gucken, wie weit der Teig 
aufgegangen ist, hängt das doch nicht nur von Zeit und Temperatur, 
sondern auch dem Teig ab, damit man rechtzeitig stoppt, bevor die Kiste 
voll versaut wird.

von Uli (uiimcn)


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Klaus schrieb:
> Dann solltest du wie alle anderen halt das Datenblatt lesen.

Hatte das Infineon-DaBla bereits gelesen, ohne Erfolg.

Jetzt hab ich's dank deines Hinweises doch gefunden, mit der Lupe ging 
das dann ganz gut... man lernt halt nie aus...  :-)

Michael B. schrieb:
> ... Wozu den ganzen Kram ? ...

Es hängt halt davon ab, was du machen willst.

Ich selbst stelle mir das eher so vor:

https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/77934371nx46130/anfaengerfragen-f6/kleiner-feiner-gaerautomat-was-soll-muss-er-alles-koennen-t10439.html#p223153

Die wesentlichen Punkte sind aufgeführt.

Grüße
Uli

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Man nehme eine kleine elektrische Heizmatte mit ca. 15W -20 W, einen 
230V Thermostat mit Fühler, eine Holzkiste und in einer Stunde ist die 
Box aufgebaut. Die eingesparte Zeit verwendet man zum Backen :-)

von Monk (roehrmond)


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Wenn es zu kalt ist stelle ich den Teig in den Backofen und schalte 
dessen Licht ein. Das reicht als Wärmequelle.

von Kurt A. (hobbyst)


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Wenn es dem Teig zu kalt ist, heize ich den Backofen mit Umluft auf ca. 
40°C auf. Mach die Heizung aus und stelle den Teig hinein. Auch das 
geformte Brot stelle ich zum Aufgehen lassen hinein. Hat der Teig zu 
kalt bei der Gärung bildet sich Essigsäure. Was dann beim backen 
säuerlich riecht. Bei richtiger Temperatur (25°-30°C) bildet sich 
angenehme milde Milchsäure.

von Jürgen F. (unterstrom)


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Guckst du hier:
das ist genau, was du bedarfst:

Beitrag "Re: SSR für Heizungssteuerung"

Auch ich habe mir fürs Brotbacken einen solchen Gärschrank gebaut. Im 
Nachhinein kann ich sagen, dass mit dem Gärschrank, also mit einer 
bekannten und konstanten Temeratur, reproduzierbaren Erfolg beim Backen 
hatte.

Jürgen

von Michael B. (laberkopp)


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Jürgen F. schrieb:
> das ist genau, was du bedarfst

Mit 6V Spannungsregler an AVR und LCD ?

Hat wohl weder ramp-Controller noch PID-Regelung.

Vielleicht doch einfach fertig kaufen

https://www.ebay.de/itm/125256234812

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Uli schrieb:
> Ich strenge mich also an und versuche, mich möglichst kurz zu fasssen.
1. wenn du selber Elektronik entwickeln willst, dann musst du 
Elektronikentwicklung beherrschen
2. wenn du Elektronikentwicklung noch nicht beherrscht, musst du es 
lernen
3. wenn du Elektronikentwicklung lernen musst, dann nimm dir für die 
Grundlagen 1-2 Jahre Zeit

Und wenn du dann selber etwas entwickeln willst, ist der Prozess etwa 
so:

1. grundlegende Untersuchungen (ist es technisch überhaupt möglich?)
2. Demonstrator (mit Spucke und Heißkleber zusammengeflickt)
3. Funktionsmodell (siehe Demonstrator, nur ohne Spucke)
4. Prototyp (kann schon fast alles, hat aber noch Macken)
5. Vorseriengerät (muss für Sereintauglichkeit noch überarbeitet werden)
6. Seriengerät (braucht nur noch ein wenig Betreuung)

Diese 5 Stufen können ggfs. abgekürzt oder der Entwicklungsprozess an 
beliebiger Stelle abgebrochen werden. Dann gibt es evtl. eben nur den 
etwas zusammengebastelten Prototypen.

Du solltest also zuallererst mal mit dem Demonstrator anfangen und die 
Box selber bauen. Die nimmst du dann wie alle Welt mit einer käuflichen 
Heizung und einem 10€ Temperaturregler in Betrieb und findest heraus, 
dass diese Box so sowieso nicht taugt und geändert werden muss.

Du wirst herausfinden: Entwicklung kostet Geld und Zeit (die letztlich 
auch wieder in Geld umgerechnet werden kann).

Uli schrieb:
> Ich selbst stelle mir das eher so vor:
> 
https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/77934371nx46130/anfaengerfragen-f6/kleiner-feiner-gaerautomat-was-soll-muss-er-alles-koennen-t10439.html#p223153
> Die wesentlichen Punkte sind aufgeführt.
1
Temperatursteuerung
2
Einstellbare Werte
3
- Temperaturen von 17 bis 52°C
4
- Temperaturverläufe
Dir ist aber schon klar, dass
1. es ohne Umluft dank Hotspots in deiner Box nicht "die eine 
Temperatur" gibt und deshalb eine Genauigkeit auf 1°C völlig unnötig 
ist?
2. dass das Innere deines Teigklumpens erst Stunden später was von einer 
äusseren Temperaturänderung mitbekommt und im ganzen Teig dann sowieso 
jede Stellr iheren eigenen Temperaturverlauf hat?

Und dass du deshalb gar keine unötig hohen Anforderungen an die 
Temperaturregelung stellen brauchst.

Uli schrieb:
> Grundelemente der Steuerung:
> ...
> Das lass ich jetzt mal so stehen
Elektroniker kommunizieren länder- und sprachübergreifend in 
Schaltplänen.
Weil du letztendlich zur Doku sowieso einen Schaltplan braucht, solltest 
du also besser gleich von Anfang an einen Schaltplan oder eine 
schmatische Skizze machen, die zeigt, was da verbaut ist (Bauteilnamen 
und Bauteiltypen) und wie du diese Bauteile/Baugruppen miteinander 
verschalten willst.

von Al. K. (alterknacker)


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Lothar M. schrieb:
> 1. grundlegende Untersuchungen (ist es technisch überhaupt möglich?)
> 2. Demonstrator (mit Spucke und Heißkleber zusammengeflickt)
> 3. Funktionsmodell (siehe Demonstrator, nur ohne Spucke)
> 4. Prototyp (kann schon fast alles, hat aber noch Macken)
> 5. Vorseriengerät (muss für Sereintauglichkeit noch überarbeitet werden)
> 6. Seriengerät (braucht nur noch ein wenig Betreuung)
>
> Diese 5 Stufen können ggfs. abgekürzt oder der Entwicklungsprozess an
> beliebiger Stelle abgebrochen werden. Dann gibt es evtl. eben nur den
> etwas zusammengebastelten Prototypen.

Richtig..

Bei der Vorstellung von 20-40 Jahre alten Basteleien sollten diese 
Punkte auch beachtet werden.
Aber es wird eben nur über "Spucke und Heißkleber" diskutiert.

Mit freundlichen Grüßen
alterknacker

von Peter D. (peda)


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Ich würde unten eine Aluplatte nehmen und darauf 4 Widerstände im TO-220 
montieren, dann wird die Platte recht gleichmäßig warm.
Den Sensor auch im TO-220, z.B.: SMT172-TO220, der läßt sich einfach mit 
jedem µC mit Capture-Input einlesen.
Und ein PC-Lüfter für die Umluft.
Zur Versorgung ein 12V Steckernetzteil.
Experimentieren muß man eh mit der Temperatur und der Zeitdauer.
Ein Profil fahren braucht man nicht.

https://www.digikey.de/de/products/detail/angst-pfister-sensors-and-power-ag/SMT172-TO220/17827927

von J. S. (jojos)


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Al. K. schrieb:
> Aber es wird eben nur über "Spucke und Heißkleber" diskutiert.

Unfug, es wurde über einen konkreten Plan diskutiert, nicht über Pfusch.

Nur das die Grundlagen des TO so dünn sind das es langer Weg wird. 
Einfach die Wünsche nennen und hoffen das es jemand danach mundgerecht 
serviert ist hier nicht.

von Monk (roehrmond)


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Peter D. schrieb:
> Und ein PC-Lüfter für die Umluft.

Umluft trocknet den Teig aus, würde ich daher nicht einsetzen.

Im Idealfall soll die Gärbox den Teig nicht erwärmen, sondern nur warm 
halten. Der Teig sollte schon vorher durch das Kneten und temperierte 
Zutaten auf die richtige Temperatur gebracht worden sein. Ansonsten wird 
er ungleichmäßig hoch gehen.

Lothar M. schrieb:
> Temperaturen ... bis 52°C

Nach meinem Kenntnisstand sterben die Mikroben oberhalb von 40 °C. 
Sinnvollerweise sollte die Box so hohe Temperaturen gar nicht zulassen.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Noch einfacher, man nimmt zum Heizen 4 Transistoren im TO-220 (z.B. 
TIP120).
Über die 4 Emitterwiderstände wird der Strom eingestellt, so daß bei 5V 
(3,3V) an der Basis die maximale Heizleistung erreicht wird. Und eine 
PWM mit RC-Glättung stellt die Basisspannung ein, d.h. gibt den 
Heizstrom vor.

von Gerald B. (gerald_b)


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Es gibt hier fast unendlich viele Wege, die nach Rom führen.
Bei der Gärbox wäre noch zu klären, ob da Teig, oder ein Weinballon 
verarztet werden soll. Bei Letzterem wird mehr Heizleistung benötigt.
Da nur sehr rudimentäre Elektronikkenntnisse vorhanden sind, würde ich 
aus der Automatisierungstechnik einen (PID) Reglermodul nehmen, ein 
Netzteil, den passenden Fühler und ein SSR dazu, das ganze verkabeln und 
fertig ist die Steuerung.
Nur mit Elektronik- und Programmierkennttnissen macht es Sinn, die 
Steuerung selbst zu bauen.

von Lodda (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Bei Letzterem wird mehr Heizleistung benötigt.

Quatsch!
Ganz im Gegenteil, eine gärende Maische braucht eine Kühlung!
Der Effekt nennt sich Endothermie.

von Gerald B. (gerald_b)


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Ja, bei 100L aufwärts :-)
Bei einem kleinen 5 oder 10L Ballon zu Hause, eher nicht. Sowie die 
Frage gestellt wurde, deutet alles eher auf Letzteres hin.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> Bei der Gärbox wäre noch zu klären
Mir scheint das Ganze recht klar zu sein, denn

Uli schrieb:
> Ich selbst stelle mir das eher so vor:
> 
https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/77934371nx46130/anfaengerfragen-f6/kleiner-feiner-gaerautomat-was-soll-muss-er-alles-koennen-t10439.html#p223153

von Peter D. (peda)


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Axel S. schrieb:
> warum kaufst du dann nicht eine
> fertige Gärbox und konzentrierst dich aufs Backen?

Das ist natürlich der sinnvollste Ansatz. Die Hersteller solcher Geräte 
haben nämlich schon den Hauptaufwand der Entwicklung geleistet. Nämlich 
alle Parameter ermittelt, die eine optimale Gärung ermöglichen.
Vielleicht nach 1000 Broten und mehreren Konstruktionsänderungen wirst 
Du mit Deinem Selbstbau einen ähnlichen Stand erreicht haben.

Eierkocher sind auch ganz einfach aufgebaut. Die Menge des Wassers im 
Meßbecher bestimmt den Härtegrad des Eies. Trotzdem käme niemand auf die 
Idee sowas selber entwickeln zu wollen.

von Uli (uiimcn)


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Also eigentlich, ja, eigentlich, wollte ich heute Vormittag in den 
Bastelkeller gehen und dort etwas weiter machen - dieser Plan hat sich 
nach euren vielen Beiträgen nun komplett geändert...

Ich bin jedenfalls hoch erfreut, dass hier im Forum das gesamte KnowHow 
versammelt ist und zumindest die grundsätzliche Bereitschaft besteht, 
dieses auch zu teilen!

Ich selbst werde dies auf jeden gerne Fall tun, sofern es auch für 
Anfänger einigermassen passen könnte und für mich selbst transparent 
genug ist.

*Vorab herzlichen Dank an Alle!*

_Zuerst zur praktischen 'Bäckerei'_ (wir sind ja Offtopic hier):

Joe G. schrieb:
> ... Heizmatte mit ca. 15W -20 W ... 230V Thermostat mit Fühler ...
Das war meine erste Gärbox, allerdings mit nur 7W und dazu eine völlig 
ungedämmte Kunststoffbox - viel ging da nicht :-)

Ganz im Ernst:
- Ein teilweise abenteuerliches oder gar lebensgefährliches Provisorium, 
das durchaus auch ein ganzes Leben lang seinen Zweck erfüllen könnte, 
will ich für das aaktuelle Modell definitiv nicht. Und schon gar nicht 
will ich es anderen vorschlagen... Es gibt außerdem bereits (fast) 
endlos viele davon.

Im weiteren Verlauf habe ich es je nach Anwendungsfall auch ähnlich 
gemacht wie @Steve van de Grens (roehrmond) oder @Kurt A. (hobbyst).

Einer der wichtigsten Auslöser für meine Entscheidung zur öffentlichen 
Entwicklung des 'Volkswagens' war der Punkt von dir, Jürgen:

Jürgen F. schrieb:
> ... bekannten und konstanten Temeratur, reproduzierbaren Erfolg beim Backen ...
Das trifft genau auch mein praktisches Problemchen. Für mich soll eine 
vernünftige 'Minimal'gärbox ohne mein weiteres Zutun genau das 
zuverlässig und reproduzierbar machen, was ich brauche bzw. haben will:
- Vorgegebene Temperatur überr eine definierte Zeit konstant halten
- Vorgegebenen, individuell einstellbaren Temperaturverlauf nachfahren
- bei Prototyp II bis max. 52°C

Weshalb 52°C? --> Es gibt z. B. auch den Wunsch, indisches Ghee 
herzustellen. Das soll im letzten Schritt über einen längeren Zeitraum 
bei ca. 50°C gehalten werden. Das deckt die Gärbaox dann problemlos mit 
ab - weshalb auch nicht?

Zum technischen komme ich im Folgebeitrag separat.

Vielen Dank, viele Grüße
Uli

von Uli (uiimcn)


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Jürgen F. schrieb:
> Guckst du hier: ...
> Beitrag "Re: SSR für Heizungssteuerung"
> ...

Hallo @Jürgen,
hab mir den Schaltplan angeschaut - ist leider zu 'schwierig' für 
mich...

Die aktuelle Steuerung besteht (auf dem PCB) bis jetzt aus nur drei 
aktiven Teilen:
- 5V Spannungsversorgung (DC-DC Wandler 12V -> 5V)
- NodeMCU ESP 8266
- MOSFET (Schalten des Heizdrahtes)

Ich glaubs ja selbst noch nicht ganz, werde das aber bald feststellen...
Alles andere sind Einbauten in die Box selbst, also 'Peripherie' zur 
Platine.

Hallo @Lothar,
danke dir sehr für deine übersichtlichen und umfassenden Angaben und 
Beschreibungen!

Lothar M. schrieb:
> ... wenn du selber Elektronik entwickeln willst, ... dann nimm dir für die 
Grundlagen 1-2 Jahre Zeit
> ...
Ganz so schlimm wird's hoffentlich nicht werden.
Wichtige Grundlagen der Elektronik sind mir durchaus bewusst, so dass 
ich in vielen Fällen in der Lage bin, meine Aufmersamkeit auf 
mit-entscheidende Details zu lenken wie z. B.:
- Unterschied zw. Kapazitiver und Resistiver Load
- Heat Dissipation
- Störende Spannungsspitzen im Betrieb
- Lifetime-Cycles (bei geschalteten Lasten z. B.)
- etc., etc...

Lothar M. schrieb:
> Und wenn du dann selber etwas entwickeln willst, ist der Prozess etwa
> so:
> ... grundlegende Untersuchungen ... Funktionsmodell ... Prototyp ... 
Vorseriengerät ...
> ...
Bei dem, was du Vorseriengerät nennst, bin ich in etwa angelangt - es 
ist mein Prototyp II.
Der wird aktuell sehr nahe am finalen Modell gebaut und anschließend 
im Praktischen verwendet. So kommen hoffentlich auch überraschende 
Aspekte nicht zu kurz!

Lothar M. schrieb:
> ...
> Dir ist aber schon klar, dass
> 1. es ohne Umluft dank Hotspots in deiner Box ...
> 2. dass das Innere deines Teigklumpens erst Stunden später was von einer
> äusseren Temperaturänderung mitbekommt ...
> Und dass du deshalb gar keine unötig hohen Anforderungen an die
> Temperaturregelung stellen brauchst.
> ...
Kurz gesagt: Ja, ist mir klar.

Das führe ich jetzt hier meinerseits nicht weiter aus - es führt wieder 
weit vor allem in die Backpraxis hinein...

Zur Hysterese:

Unabhängig davon, welche Temperatur das Gärgut innerhalb der Box zum 
Zeitpunkt X nun 'fühlt', möchte ich die von den 4 Sensoren ermittelte 
(und gemittelte) Temperatur durchaus mit ca. +-0,5°C führen. Mehr als 
genau die gewünschte Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt X kann man dem 
Teig in einer so einfachen Box nicht 'anbieten'. Den Rest macht dann z. 
B. der Bäcker oder die Bäckerin. ;-)

Lothar M. schrieb:
> Elektroniker kommunizieren länder- und sprachübergreifend in
> Schaltplänen.
> ...

Muss mal sehen wie und wann ich das mache- viel ist es eigentlich ja 
nicht...

Jetzt ist erst mal Mittagessen angesagt, viele Grüße
Uli

: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Lodda schrieb:
> Ganz im Gegenteil, eine gärende Maische braucht eine Kühlung!
> Der Effekt nennt sich Endothermie.

Aha … Seltsam, da hätte ich jetzt auf eine exotherme Reaktion gewettet.

Beitrag #7675573 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7675596 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Uli schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Elektroniker kommunizieren länder- und sprachübergreifend in
>> Schaltplänen...
> Muss mal sehen wie und wann ich das mache- viel ist es eigentlich ja
> nicht...
Am Besten macht man das im Voraus. Und ein Blatt Papier reicht da schon 
aus. So wie ein Schlosser mit einer Zeichnung auch viel mehr anfangen 
kann, als wenn du ihm erklärst "Also ich will da einen Bolzen über den 
Riegel in die Lasche schieben und dann den Hebel nach oben drehen, damit 
der Pümpel in den Schlitz greift und der so den Nippel umbiegt, damit 
irgendwas passiert."

> Bei dem, was du Vorseriengerät nennst, bin ich in etwa angelangt
Für die 2. Vorserie sollte die BOM aber schon besser fixiert sein.

> möchte ich die von den 4 Sensoren ermittelte (und gemittelte) Temperatur
> durchaus mit ca. +-0,5°C führen.
Im Hinterkopf behalten: die Sensoren sind gar nicht so genau.

Und zudem hast du  dann das Problem, dass du bei 4 Sensoren 4 
unterschiedliche Werte bekommst und nicht weißt, welcher denn nun gelten 
soll. Oder soll es ein (willkürlicher) Mittelwert sein? Oder gilt der 
Sensor mit der höchsten/niedrigsten Temperatur? Oder gilt genau der 
Sensor mit der höchsten/niedrigsten Temperatur nicht (Median statt 
Mittelwert)?

> hab mir den Schaltplan angeschaut - ist leider zu 'schwierig' für mich...
Der ist nicht schwierig, den hatte ich ohne Worte nach 10 Sekunden 
verstanden  ;-)

BTW: zum Thema "exo- oder endothermer Prozess" könnt ihr euch bitte per 
PN beleidigen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Uli (uiimcn)


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Hallo,
zunächst Berichtigungen, Ergänzungen, Auslassungen:

Thema Umluft
Etwas Zwangs-Umluft wird durch eine asymmetrische Anordnung des 
Heizdrahtes erzeugt. So verteilt sich die Wärme im Innenraum besser und 
lässt sich etwas leichter mit 4 DS18B20-Sensoren messen.

Thema Vorserie
Meine Darstellung war nicht vollständig. Das physische Modell, die Box 
mit Details zum inneren Aufbau wie Dämmung, Stellfläche als Lochplatte, 
darunter die Anordnung und Anbringung des Heizdrahtes, Deckel etc. 
entsprechen Prototyp II oder 'Vorserie'.
Das betrifft jedoch nicht die zu entwickelnde Steuerung. Dazu gibt es 
keinen bestimmten Vorgänger.

-------------------------------------------------

@Peter

Peter D. schrieb:
> Ich würde unten eine Aluplatte nehmen und darauf 4 Widerstände im TO-220
> montieren, ...
Das entspräche eher meiner Vorstellung von 'Mercedes', um im Bild zu 
bleiben. Hatte die Aluplatte (die auch noch gelocht wäre) zuerst hin- 
und herüberlegt und danach erst mal abgelegt.
Das wird evtl. interessant für einen Gärschrank mittlerer Größe (neues 
Projekt, völlig offen...)...

Auf die Zweckentfremdung von IC-Kompomonenten zum Heizen kam ich selbst 
bis dato nicht - aber jetzt hab ichs ja bereits gelesen ;-)

Peter D. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> warum kaufst du dann nicht eine
>> fertige Gärbox und konzentrierst dich aufs Backen?
>
> Das ist natürlich der sinnvollste Ansatz. ...
> Vielleicht nach 1000 Broten und mehreren Konstruktionsänderungen wirst
> Du mit Deinem Selbstbau einen ähnlichen Stand erreicht haben. ...
Das sehe ich etwas anders.
Sicher zeigen sich materialbedingte Erscheinungen (Abnutzung, Alterung, 
Korrosion, Teile-Lebensdauer etc.) erst nach einiger, leider in diesem 
Fall undefinierbarer Zeit. Denen kann ich leider nur per allgemeinem 
Wissen, Erfahrung, Google & Co, heute auch ChatGPT (riesen 
Wissensdatenbank! - natürlich nur mit großer Vorsicht zu genießen...) 
begegnen.

Was die gesamte Art der Umsetzung, den Nutzungs- und Bedienungskomfort 
etc. betrifft, habe ich meine eigenen Ansätze. Das kannst du dir nicht 
einfach kaufen.
Und es ist der Spass, den ich dabei hab.

@Lothar

Lothar M. schrieb:
> ...
> Und zudem hast du  dann das Problem, dass du bei 4 Sensoren 4
> unterschiedliche Werte bekommst und nicht weißt, welcher denn nun gelten
> soll. Oder soll es ein (willkürlicher) Mittelwert sein? Oder gilt der
> Sensor mit der höchsten/niedrigsten Temperatur? Oder gilt genau der
> Sensor mit der höchsten/niedrigsten Temperatur nicht (Median statt
> Mittelwert)?
> ...
Genau diese Frage(n) sind bis jetzt nicht abschließend geklärt.

Ich mache zuerst mit der neuen Box Tests, um das dann auf 
experimenteller Grundlage zu entscheiden. Irgendwie musst du das ja 
machen, wenn kein technischer Overkill im Spiel ist...

Lothar M. schrieb:
> ...
> Der (Schaltplan) ist nicht schwierig, den hatte ich ohne Worte nach 10 Sekunden
> verstanden  ;-)
Könnte da ein Op-Amp drin sein? :-) - die Erinnerung ist zu schwach, 
Erfahrung praktisch nicht vorhanden ...

Das wars jetzt für heute - mehr ist zur Beschreibung des Rahmens und des 
Status auch nicht erforderlich, glaube ich.

Danke allen nochmals!

Viele Grüße
Uli

von Uli S. (uli12us)


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Es gibt zum Preis von etwas über 10€ aus China Temperaturregler, die 
können über 2 Schaltkontakte entweder heizen oder kühlen. Die Dinger 
sind zwar nur auf 1° beliebig einstellbar. Es gibt zwar da nur einen 
Sensor, aber es spricht natürlich nichts dagegen, den reihum mit 3 
zusätzlichen zu schalten.
Wie die Regelung da genau funktioniert werden zwar nur die entwickler 
wissen, wenn die Temperatur im gewünschten Rahmen pendelt, interessiert 
das
imo aber eh nicht. Damit lässt sich ganz einfach eine Heizplatte 
ansteuern,
dies entweder für die Küche oder aber zum Fotografieren gibt.
Da besteht die ganze Arbeit darin, das ganze mit den passenden 
Anschlüssen zu versehen und passend anzustecken. Falls unbedingt selber 
was gemacht werden soll würde ich  auf das 12V Netzteil verzichten und 
irgendein 0815
USB-NT dafür einsetzen. Warum solllte man sich völlig unnötige Arbeit 
machen, wenns ohne das vermutlich sogar besser geht.
Danach muss man sich halt noch ein geeignetes Gefäss, am besten mit nem 
Wassermantel suchen und falls nötig noch eine Luftumwälzung, die aber 
auch mit 5V betrieben werden kann.

von Uli (uiimcn)


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Uli S. schrieb:
> Es gibt zum Preis von etwas über 10€ aus China Temperaturregler, die
> können über 2 Schaltkontakte entweder heizen oder kühlen. Die Dinger
> sind zwar nur auf 1° beliebig einstellbar ...

Hallo Namensvetter,

das wäre dann in meiner Definition wieder eine 'Bastelarbeit', kaum 
'integriert' zu nennen, an der ich kein Interesse habe. Etwas Ähnliches 
(nur ein Fühler, Power entweder AN oder AUS) steht seit einigen Jahren 
bei mir hier zu Hause.
Damit kann ich z. B. keine Temperaturkurven fahren, die für 
ambitioniertere BäckerInnen sehr wünschenswert wären, ohne ständig dabei 
sei zu müssen und 'händisch' zu steuern.

Hier ein Beispiel dazu aus https://www.homebaking.at/dachsteinbrot/ :
/"Der Sauerteig sollte in der Anfangsphase 35°C haben *und erst in der 
zweiten Hälfte der 18-24 Stündigen Reifezeit sinkt die 
Sauerteig-Temperatur auf 22°C.*"/

Wie willst du das machen mit einer 'Bastelei'?

Uli S. schrieb:
> ... Die Dinger
> sind zwar nur auf 1° beliebig einstellbar ...
Die absolute Temperatur(genauigkeit) ist nicht so entscheidend, die 
Hysterese schon. Wichtiger als absolute Genauigkeit ist mir die 
Wiederholgenauigkeit. Kalibrieren kann man ggfs. immer (z. B. auch per 
Menue).

Uli S. schrieb:
> ...
> Danach muss man sich halt noch ein geeignetes Gefäss, am besten mit nem
> Wassermantel suchen und falls nötig noch eine Luftumwälzung, die aber
> auch mit 5V betrieben werden kann. ...
Am Ende alles doch sehr aufwendig und nicht von vornherein aufeinander 
abgestimmt bzw. entsprechend designt und konstruiert.
Und daran hab ich doch mein Interesse, U. a. für hohen Nutzerkomfort wie 
z. B. vollständige Steuerbarkeit per Menue, z. B. auch über einen ganzen 
24h-Zeitraum oder auch deutlöich länger.

Gruß
Uli

von Uli S. (uli12us)


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Das hört sich nach nem low-temperature pimp my Pizzaofen to 
smd-soldering an. Man kann natürlich aus allem ne Wissenschaft machen, 
nach meiner Erfahrung brauchts das alles aber nicht. Aktuell klappt das 
zwar nicht, wenn aber die Sonne scheint, dann kann man den Teig auch 
einfach in der abgedeckten Schüssel ins freie stellen. O Wunder, der 
wird trotzdem was,
trotz überhaupt keiner irgendwie gearteten Regelung. Und das ganze auch 
schon seit Jahrtausenden.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Uli schrieb:
> Damit kann ich z. B. keine Temperaturkurven fahren, die für
> ambitioniertere BäckerInnen sehr wünschenswert wären, ohne ständig dabei
> sei zu müssen und 'händisch' zu steuern.

Was erwartest Du nun vom Forum?

Eine nachbaufähig fertige Lösung wird hier niemand liefern. Es bleibt 
nur, dass Du Dich selbst mit dem Mikrocontroller und dessen Software 
beschäftigst.

Jedes Wochenende ein kleines Stück:
LED blinken lassen.
Display mit beliebigem Text füllen.
Taster abfragen und im Display anzeigen.
Per Taster Relais ein- / ausschalten.
DS1820 abfragen und Werte im Display zeigen.
... usw

Wenn alle Einzelschritte beherrscht sind, fügst Du diese Stück für Stück 
zur Gesamtanwendung zusammen. So etwa läuft das bei mir, wo sich dann 
über die Zeit erprobte Einzelfunktionen ansammeln, die ich dann kopieren 
kann.

Uli S. schrieb:
> Aktuell klappt das
> zwar nicht, wenn aber die Sonne scheint, dann kann man den Teig auch
> einfach in der abgedeckten Schüssel ins freie stellen. O Wunder, der
> wird trotzdem was,

Schön für Dich, dass Du das nötige Gefühl dafür hast. Bei mir ging 
bislang fast jeder Teig in die Hose, aber eine geregelte Heizung würde 
mich vermutlich auch nicht retten.

von Monk (roehrmond)


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Manfred P. schrieb:
> Bei mir ging bislang fast jeder Teig in die Hose

Falls du dazu Hilfe haben willst  schreibe mir eine PN oder starte einen 
Thread im Off-Topic Bereich. Ich hatte Anfangs viele Fehler gemacht und 
daraus gelernt. Inzwischen habe ich ich ca. 200 Brote erfolgreich 
gebacken und der letzte Fehlschlag ist 2 Jahre her. Vermutlich kann ich 
dir helfen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred P. schrieb:
> Es bleibt nur, dass Du Dich selbst mit dem Mikrocontroller und dessen
> Software beschäftigst.
Ich würde da sogar eher eine fertige Micro-SPS empfehlen. Da bekommt man 
für 150€ die fertige programmierbare Steuerung und kann die "üblichen" 
fertigen Sensoren anschließen. Und wenn damit alles funktioniert, dann 
ist das elektrotechnisch das **Funktionsmodell** (siehe oben).

Und wenn dann eine größere Serie draus werden soll, dann kann man eine 
kundenspezifische µC-Steuerung entwickeln (lassen).

: Bearbeitet durch Moderator
von Uli (uiimcn)


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Uli S. schrieb:
> ...
> O Wunder, der [Teig] wird trotzdem was,
> trotz überhaupt keiner irgendwie gearteten Regelung. Und das ganze auch
> schon seit Jahrtausenden.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

Wenn du die Anwendung bzw. Anforderungen an die Funktionalität nicht 
hast, kannst du es besser IMHO gar nicht machen. Davon machen wir im 
Allgemeinen viel zu wenig ;-)

Manfred P. schrieb:
> ...
> Was erwartest Du nun vom Forum?
Wie gesagt Hilfe, wenn's klemmt und ggfs. eure erfahrene Sicht auf 
mögliche, mir verborgene Probleme im Entwurf der Steuerung, die mir 
selbst mit allergrösster Sicherheit entgehen werden.

Manfred P. schrieb:
> ...
> Jedes Wochenende ein kleines Stück:
> LED blinken lassen.
> [etc.] ...
> ...
> So etwa läuft das bei mir, wo sich dann
> über die Zeit erprobte Einzelfunktionen ansammeln, die ich dann kopieren
> kann.
> ...
Genau dabei bin ich derzeit und es ist immer gut zu sehen, wenn ich 
nicht komplett danebenliege... Parallel dazu wird der konkrete 
Schaltplan entwickelt.(TinyCAD).

Lothar M. schrieb:
> ...
> Ich würde da sogar eher eine fertige Micro-SPS empfehlen. Da bekommt man
> für 150€ die fertige programmierbare Steuerung und kann die "üblichen"
> fertigen Sensoren anschließen.
> ...
Hmm - wir sind hier nicht 'on the same page'. *Das Gesamtbudget beträgt 
ca. EUR 50,00 -*

Der genaue Überblick fehlt mir zwar, die eingeschlagene Richtung könnte 
dennoch hinhauen ...

Lothar M. schrieb:
> ...
> Und wenn damit alles funktioniert, dann
> ist das elektrotechnisch das **Funktionsmodell** (siehe oben).
> ...
So weit verstanden, danke!

*Noch zur Bäckerei:*

Ohne dort schon länger Mitglied zu sein kann ich das Brotbackforum als 
thematisch limitiertes Forum durchaus empfehlen.
- keine Werbung
- klare Trennung zwischen Firmen betreffenden Inhalten und den Beiträgen 
enthusiastischer Hobby-User
- SEHR viel Fachwissen!
- bereit zum Teilen
- hat natürlich sein eigenes 'Gschmäckle' - es ist sehr klein, gemessen 
am Forum hier

Hier der Link zum Brotbackforum:

https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=77934371nx46130

Hier nochmals die Gärbox, wie ich sie mir bis dato vorstelle:

https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/77934371nx46130/anfaengerfragen-f6/kleiner-feiner-gaerautomat-was-soll-muss-er-alles-koennen-t10439.html#p223153

Grüße
Uli

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Wie gesagt, das sieht für mich aus wie Pimp my Pizzaofen.
Vielleicht solltest du dir mal eine solche SMD-Ofen selbstbausteuerung
ansehen  und die Temperatur einfach runterskalieren, falls das nötig 
sein sollte. Ich hatte noch nie damit zu tun, aber öfters gelesen, dass 
da gewisse Temperaturprofile abgefahren werden. Würde mich nicht 
wundern, wenns dafür auch hier schon ein Dutzend Freds gäbe. Wie gesagt, 
ich weiss nicht,
von wo bis wo die einstellbaren Temperaturen gehen, wär ja vielleicht 
auch möglich, dass man da statt 180° einfach bloss 40° einstellen kann 
und die schön eingehalten werden.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Lothar M. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Es bleibt nur, dass Du Dich selbst mit dem Mikrocontroller und dessen
>> Software beschäftigst.
> Ich würde da sogar eher eine fertige Micro-SPS empfehlen. Da bekommt man
> für 150€ die fertige programmierbare Steuerung und kann die "üblichen"
> fertigen Sensoren anschließen.

Ich würde mir zutrauen, die Steuerung mit einem Arduino oder ESP 
umzusetzen.

Nachdem ich jahrelang keinen µP mehr angefasst hatte, habe ich 2015 zwei 
China-Uno gekauft. Wie ich an Uli schrieb, habe ich tagelang begrenzt 
sinnvolle Dinge getrieben, mich mit dem Ding vertraut gemacht. Bis die 
Lötstation tatsächlich funktioniert hat, dürften das dreistellige 
Stunden geworden sein.

Er ist offenbar gewillt, sich einzuarbeiten, hat doch auch Zukunft für 
andere Basteleien. Warum also nicht?

Uli schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> ...
>> Jedes Wochenende ein kleines Stück:
>> LED blinken lassen.
>> [etc.] ...
>> ...
> Genau dabei bin ich derzeit und es ist immer gut zu sehen, wenn ich
> nicht komplett danebenliege...

Mit Geduld und ernstem Willen wird das schon. Interessant wird nachher 
der Regelalgorithmus der Temperatur, halbwegs konstant ohne große 
Überschwinger wie am dummen Backofen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Uli schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Ich würde da sogar eher eine fertige Micro-SPS empfehlen. Da bekommt man
>> für 150€ die fertige programmierbare Steuerung
> Hmm - wir sind hier nicht 'on the same page'.
Ja, klar, von uns beiden bin ich der, der schon einige Produkte in 
Einzel- und Serienstückzahlen entwickelt hat... ;-)

> Das Gesamtbudget beträgt ca. EUR 50,00
Für die komplette Eigenentwicklung?
Ganz ohne Witz: vergiss es, das zahlst du letztendlich locker schon an 
Portokosten.

Oder nur für das Endgerät?
Dann ist das kein Problem, nur wird dann eben die Entwicklung teurer.

> Das Gesamtbudget beträgt ca. EUR 50,00
Du hast die Zeit nicht als Kostenfaktor eingerechnet, stimmts?

Oder andersrum: wenn du 10 Stunden brauchst, um selber eine Steuerung 
zusammenzufrickeln (und sei dir sicher: du brauchst garantiert länger), 
dann könntest du stattdessen in dieser Zeit auch zum Mindestlohn beim 
Mägges Burger braten und dir hinterher eine garantiert funktionierende 
Hardware kaufen.

Manfred P. schrieb:
> Ich würde mir zutrauen, die Steuerung mit einem Arduino oder ESP
> umzusetzen.
Ich mir auch. Und ich weiß auch, wie viel Aufwand das ungefähr sein 
wird.

von Uli (uiimcn)


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Manfred P. schrieb:
> ...
> Interessant wird nachher
> der Regelalgorithmus der Temperatur, halbwegs konstant ohne große
> Überschwinger wie am dummen Backofen.
Genau.
Da sehe ich die größten Probleme momentan: die reine Physik.
Turbulente Luftströmung bei sehr kleinen Luft-Geschwindigkeiten.
Ohne Labor kaum zu fassen, wenn überhaupt...

Und dies als Grundlage des Algorithmus ;-)

Mal sehen.

Lothar M. schrieb:
> ...
> Ganz ohne Witz: vergiss es [die Kostenseite], das zahlst du letztendlich locker 
schon an
> Portokosten.
> ...
Die Portokosten sind gut geschätzt! :-)

Nicht  zu vergessen:
Das Ganze ist ein Nicht-Kommerzielles Rentner-Projekt.
Die Arbeitszeit wird nicht angesetzt, potentielle Stückzahlen beim 
Absatz gibt es nicht...

Die Kosten sind auf das Einzelstück nach der Entwicklungszeit 
angesetzt. Der Entwicklungsaufwand (-zeit) spielt keine Rolle.

Das nur zur Einordnung.

Viele Grüße
Uli

von Norbert (der_norbert)


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Uli schrieb:
> Genau.
> Da sehe ich die größten Probleme momentan: die reine Physik.
> Turbulente Luftströmung bei sehr kleinen Luft-Geschwindigkeiten.
> Ohne Labor kaum zu fassen, wenn überhaupt...

'69 sind sie mit weniger Aufwand zum Mond geflogen, gelandet und zurück 
gekommen!

Ok, zugegeben, ohne Sauerteig.

von Uli S. (uli12us)


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Turbulente Strrömung gibts doch bloss bei sehr grossen 
Geschwindigkeiten.
Unterhalb bleibts laminar.

von Norbert (der_norbert)


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Uli S. schrieb:
> Turbulente Strrömung gibts doch bloss bei sehr grossen
> Geschwindigkeiten.
> Unterhalb bleibts laminar.

Nur gut das sich diese Erkenntnis noch nicht in Richtung des 
Flugzeugbaus ausgebreitet hat. ;-)

Zumindest würde das erklären warum eine Tiger Moth fliegt und Cessnas, 
Pipers, usw. kurz nach dem Start sofort abstürzen.

von Uli (uiimcn)


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Uli S. schrieb:
> Turbulente Strrömung gibts doch bloss bei sehr grossen
> Geschwindigkeiten.
> Unterhalb bleibts laminar.

Der hier passende Begriff wäre genauer: wabernd - leider nicht 
wissenschaftlich, so weit mir bekannt.

'Laminar' geht's in der Box jedenfalls nicht zu (von sehr kleinen, 
isoliert betrachteten Raumabschnitten mal abgesehen).

:-)

von Manfred P. (pruckelfred)


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Lothar M. schrieb:
>> Das Gesamtbudget beträgt ca. EUR 50,00
> Für die komplette Eigenentwicklung?
> Ganz ohne Witz: vergiss es, das zahlst du letztendlich locker schon an
> Portokosten.

Sicher? Beim Ali kommt man mit 50€ recht weit.

Lothar M. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Ich würde mir zutrauen, die Steuerung mit einem Arduino oder ESP
>> umzusetzen.
> Ich mir auch. Und ich weiß auch, wie viel Aufwand das ungefähr sein
> wird.

Warum wohl erwähnte ich meine Lötstation ".. dürfte dreistellig gedauert 
haben"?

Uli schrieb:
>> Interessant wird nachher
>> der Regelalgorithmus der Temperatur, halbwegs konstant ohne große
>> Überschwinger wie am dummen Backofen.
> Genau.
> Da sehe ich die größten Probleme momentan: die reine Physik.
> Turbulente Luftströmung bei sehr kleinen Luft-Geschwindigkeiten.
> Ohne Labor kaum zu fassen, wenn überhaupt...
>
> Und dies als Grundlage des Algorithmus ;-)

Man muß Messungen machen und sich herantasten.

Uli schrieb:
> Das Ganze ist ein Nicht-Kommerzielles Rentner-Projekt.
> Die Arbeitszeit wird nicht angesetzt, potentielle Stückzahlen beim
> Absatz gibt es nicht...

Ich verstehe auch nicht, warum mir manche Leute fiktive Arbeitskosten 
vorrechnen. Ich kann mir die Eier schaukeln, Fernsehen gucken, Bier 
trinken oder sonstwas, da ist die Zeit doch für eine Bastelarbeit 
weitaus besser angelegt. Die Zeit ist da und kostet nichts.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Uli schrieb:
> Das Ganze ist ein Nicht-Kommerzielles Rentner-Projekt.

Dann mach hin. Vielleicht erlebst dann noch, daß es funktioniert.

Ich backe nun schon seit Jahren selber Brot. Mal mit Sauerteig, mal mit 
Hefe, mal beides. Eine Gärbox habe ich dazu nicht gebraucht. Natürlich 
muß man den Teig ohne Gärbox öfter begutachten. Aber bei 100% Homeoffice 
ist das machbar. Sollte es auch für einen Rentner sein.

Aber wie gesagt: nicht quatschen. Machen!

von Uli (uiimcn)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

Axel hat das auf den Punkt gebracht:

Axel S. schrieb:
> ... Machen!

Hab die Pin-Zuordnung m. W. jetzt vollständig - sie ist hier als PNG 
angehängt.

Kann sich das jemand von euch anschauen, ob das so machbar wäre?

Falls keine Fallen oder gar Fehler drin sind, baue ich den Schaltplan 
und die ersten praktischen Versuche darauf auf.

Grüße
Uli

Edit:
Dazu noch ein Bild von der NodeMCU.

Edit2:
Die LED läuft nicht wie angegeben über den ESP ...

: Bearbeitet durch User
von Uli (uiimcn)


Angehängte Dateien:

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Die schematische Abb. im vorherigen Beitrag (RandomNerdTutorials) stimmt 
nicht ganz überein mit der tatsächlichen MCU.

Anbei deshalb die Zuordnung ohne LED und ein soeben gemachtes Foto.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Uli schrieb:
> Falls keine Fallen oder gar Fehler drin sind,
Wenn du so viele Pins frei hast, dann leg doch einfach jeden Taster auf 
1 eignen Pin. Dann musst du weniger herumraten, wenn die Tasterkontakte 
nach kurzer Zeit anfangen zu oxidieren.

von Uli (uiimcn)


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Lothar M. schrieb:
> ...
> Wenn du so viele Pins frei hast, dann leg doch einfach jeden Taster auf
> 1 eignen Pin. Dann musst du weniger herumraten, wenn die Tasterkontakte
> nach kurzer Zeit anfangen zu oxidieren.

Hallo Lothar,
so ganz verstehe ich das erst mal nicht.

Ich bin ja froh dass es bisher gereicht hat ohne z. B. den Bootvorgang 
zu gefährden oder mir eine andere kleine 'Katastrophe' einzuhandeln...

1) Genau welche(n) Pin(s) siehst du als 'frei an? Jetzt wird nämlich 
doch noch einer für eine LED benötigt.

2) Mögliche Oxidation der Taster:
Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Einzelbelegung mehrerer Pins und 
der gemeinsamen Nutzung des ADC0. Wenn einer nicht mehr schließt, stelle 
ich das ja in beiden Fällen über die Bedienung fest.

Grüße
Uli

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Uli schrieb:
> Genau welche(n) Pin(s) siehst du als 'frei an? Jetzt wird nämlich doch
> noch einer für eine LED benötigt.
Ich sehe da 13 Pins mit "GPIOxx" und du brauchst laut deiner Aufstellung 
6+LED:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/636625/gpios-pinout.randomnerdTutorials.png

Ergo müssten da noch ein paar Digitaleingänge frei sein...

> Mögliche Oxidation der Taster:
> Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Einzelbelegung mehrerer Pins und
> der gemeinsamen Nutzung des ADC0. Wenn einer nicht mehr schließt, stelle
> ich das ja in beiden Fällen über die Bedienung fest.
Nimm mal an, du hast 4 Taster, von denen jeder einen zufälligen 
Übergangswiderstand mit 0..2k hat.

Du siehst: Wenn du die in einem Spannungsteiler zuverlässig auswerten 
willst, wird der Spannungsteiler unglaublich hochohmig. Und die 
schlechte Kontaktgabe wird noch schlechter, weil du die Frittspannung 
und den nötig Frittstrom dann sicher nicht mehr erreichst und die Taster 
noch scheller "altern".

Wenn du jeden Taster aber über einen 10k Pullup an einzelne Digitalpins 
anschließt, dann wird jede Betätigung noch sicher erkannt.

Das Thema mit "Mehrfachbetätigung" kommt da noch dazu: was, wenn du 
schlechter werdende Taster hast und 2 davon drückst? Wird diese 
Betätigung dann zufällig als der dritte Taster erkannt?

Probiers einfach aus, du kommst drauf: Taster über Spannungsteiler 
einzulesen ist Käse.

: Bearbeitet durch Moderator
von Uli (uiimcn)


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Lothar M. schrieb:
> ...
> Ergo müssten da noch ein paar Digitaleingänge frei sein...
> ...
Hallo Lothar,
das ist Konjunktiv ;-) - ich wollte ja wissen welche, da es doch 
einige gibt, die nur mit Vorsicht verwendet werden können. Dazu brauchts 
dann wiederum mehr Erfahrung und Wissen, als ich hab...

Lothar M. schrieb:
> ...
> Probiers einfach aus, du kommst drauf: Taster über Spannungsteiler
> einzulesen ist Käse.
Danke, das werd ich nun nicht mehr versuchen. Es lohnt sich nicht für 
meinen Bedarf, verwende nun  den D5-Pin für die LED und ADC0 für nur 
einen einzigen Taster.

Der eigentliche aktuelle Anlass ist:

Ich stehe so richtig auf dem Schlauch und hoffe schwer auf eure 
Steigbügel...

Bevor ich etwas anwenden kann, möchte ich das einigermaßen verstehen.
Was ich bis jetzt auch nach sehr vieler Sucherei nicht gefunden habe 
sind die Zusammenhänge um OLED_RESET, benötigt für das Statement: 
display.begin(SH1106_I2C_ADDRESS, OLED_RESET).

Was ist das, wo finde ich das (einen Wert z. B.), wessen Eigenschaft ist 
das, falls es eine ist???

Gedanken dazu:
1) Es gibt am 128*64 I2C-OLED selbst keinen so bezeichneten Reset-Pin, 
sondern nur die 4 üblichen I2C-pins.
2) Ein Reset des OLEDs kann eigentlich nur durch ein Signal von 
display.begin() an das OLET selbst ausgelöst werden, falls ich richtig 
vermute.

Kann mir da einer von euch helfen? Ich bin mir ja nicht mal im Klaren 
darüber, welche Informationen dazu benötigt werden.

Hänge in echt fest...

Viele Grüße
Uli

von Monk (roehrmond)


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Uli schrieb:
> Es gibt am 128*64 I2C-OLED selbst keinen so bezeichneten
> Reset-Pin, sondern nur die 4 üblichen I2C-pins.

Dann halt nicht. Wenn das Display hängt: Stromversorgung aus und wieder 
ein schalten.

Der Chip hat einen Reset Eingang. Da war den Chinesen wohl der Pin am 
Modul zu teuer, um ihn heraus zu führen.

: Bearbeitet durch User
von Uli (uiimcn)


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Monk schrieb:
> ... Wenn das Display hängt: Stromversorgung aus und wieder
> ein schalten.
>
> Der Chip hat einen Reset Eingang. ...

Falls ich dich richtig verstehe:

Was bringt dir ein Reset mit demselben 'OLED_RESET'? --> Einen erneuten 
Neustart...

Dazu kommt, dass ich bisher keinen einzigen 4-PIN OLED Chip mit 5 Pins 
gesehen habe...

von Monk (roehrmond)


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Uli schrieb:
> Was bringt dir ein Reset mit demselben 'OLED_RESET'?

Wenn das Display hängt, kannst du es zurücksetzen - falls du eine Reset 
Leitung zum Controller hast.

Die Bibliothek lässt dir die Wahl, über einen I/O Pin einen Reset-Impuls 
an den Displaycontroller zu senden oder dich alleine auf den Power-Up 
Reset zu verlassen. Das ist ein gängiges Pattern für Displays bei 
Adafruit.

"Reset pin (using Arduino pin numbering), or -1 if not used (some 
displays might be wired to share the microcontroller's reset pin)."

https://github.com/adafruit/Adafruit_SH110x/blob/master/Adafruit_SH110X.cpp

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Früher ging so was mit einer 30w Glühlampe in einer Kiste ganz gut.
Bei Joghurt geht auch heiß isolieren und unter die Bettdecke packen.
Pizzateige brauchen einen ganzen Tag und nur wenig Hefe bei etwa 
Zimmertemperatur, da kommt es aber darauf an, dass der Außenrand nicht 
so verhärtet.
Grundsätzlich braucht man Erfahrung*, und die bekommt man nicht mal eben 
per Lichtschalter oder Suchmaschine - und kann die später in den Aufbau 
der automatischen Steuerung einfließen lassen.

Hobbythek - Brot einmal nicht vom Bäcker
https://www.youtube.com/watch?v=itaRwg2Xiek

*die Überprüfung der nötigen Erfahrung kann man elektronisch aufbauen: 
rot, gelb, grün :)
Zitat aus der Nachhilfe: "je mehr ich weiß, desto klarer wird mir, wie 
wenig ich weiß".

von Uli (uiimcn)


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Hallo Monk,
danke dir!

Hab das jetzt (hoffentlich) etwas besser kapiert...

Nur zum Verständnis der Programm-Umgebung:
Es geht um eine absichtlich weitgehend 'blinde' ERROR-Funktion, die so 
autark wie möglich laufen soll.

Die Funktion weiss deshalb nicht, ob und welche Geräte bzw. 
Möglichkeiten (LED, Piepser, OLED, Serial) für eine ERROR-Signalisierung 
zur Verfügung stehen.
Es geht also nicht darum, z. B. ein absichtlich 'von außen' 
herbeigeführtes RESET zu machen.

Zur Sache selbst:
Ich möchte in der Funktion ein RESET an einem 4-Pin OLED versuchen, 
unabhängig von dessen aktuellem Status.
Das Einzige, was mir dabei jetzt noch nicht klar genug ist, ist die 
Frage, ob Pin4 (=SDA) an der OLED auch ein RESET-Signal vom 
display-Objekt verstehen würde.
Ein Wert von -1 beim Aufruf von display.begin(SH1106_I2C_ADDRESS, -1) 
ist dabei ein Signal an das display-Objekt selbst: Kein RESET versuchen 
oder verwenden.

Jetzt bleibt nur noch offen:
Versteht das 4-Pin OLED an Pin4 auch ein RESET-Signal, obwohl es dafür 
nicht vorrangig eingerichtet ist?

Entscheidend scheint das im vorliegenden Fall nicht zu sein, es wäre 
aber gut zu wissen!

Jedenfalls waren deine Ausführungen sehr hilfreich für mich:

Monk schrieb:
> ...
> Die Bibliothek lässt dir die Wahl, über einen I/O Pin einen Reset-Impuls
> an den Displaycontroller zu senden oder dich alleine auf den Power-Up
> Reset zu verlassen. Das ist ein gängiges Pattern für Displays bei
> Adafruit.
>
> "Reset pin (using Arduino pin numbering), or -1 if not used (some
> displays might be wired to share the microcontroller's reset pin)."
>
> https://github.com/adafruit/Adafruit_SH110x/blob/master/Adafruit_SH110X.cpp

Viele Grüße, danke
Uli

von Uli (uiimcn)


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Rbx schrieb:
> ...
> Grundsätzlich braucht man Erfahrung*, ...

Grundsätzlich stimme ich dir zu - du brauchst mit einer 'schlauen' und 
vor allem verlässlichen Gärbox nur deutlich weniger Erfahrung mit den 
Heizköpern, dem Bett, deinen Socken etc. ;-)

Grüße Uli

von Monk (roehrmond)


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Uli schrieb:
> Das Einzige, was mir dabei jetzt noch nicht klar genug ist, ist die
> Frage, ob Pin4 (=SDA) an der OLED auch ein RESET-Signal vom
> display-Objekt verstehen würde.

Sicher nicht. Du musst dich schon an das Anschluss-schema des Display 
Moduls halten und die Software dazu passend konfigurieren.

von Uli (uiimcn)


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Monk schrieb:
> Uli schrieb:
>> Das Einzige, was mir dabei jetzt noch nicht klar genug ist, ist die
>> Frage, ob Pin4 (=SDA) an der OLED auch ein RESET-Signal vom
>> display-Objekt verstehen würde.
>
> Sicher nicht. Du musst dich schon an das Anschluss-schema des Display
> Moduls halten und die Software dazu passend konfigurieren.

Hallo Monk,
so sicher bin ich mir da mangels bisherigen eigenen Versuchen absolut 
noch nicht. Ohne den/die Links jetzt zu suchen gibt es welche, die genau 
das so sagen: Reset Signal an Pin4/SDA senden. Werds irgendwann probiert 
haben und berichten.

@Alle:

Aktueller Status:
- Erste Programmierung und Zusammenstellung der Hardware.

Eine LED und ein Piepser sind bereits kontrollierbar :-)

*Mein aktuelles Problem*:

Wo bringe ich eine eigene Bibliothek unter so, dass Arduino IDE diese 
auch findet?
Auch darüber gibt es soooo viele verschiedene Angaben (Betriebssysteme 
etc.). Weiter Rumsuchen wäre für mich noch extrem aufwendig - u. U. auch 
für Programmierer... (z. B. hier: 
https://forum.arduino.cc/t/how-to-add-an-include-file-to-ide-build-path/1194657/18).

Habt ihr einen guten Vorschlag, wo eine solche am Besten untergebracht 
wird? (WIN10, Nutzerverzeichnis 'ArduinoIDE'. Das habe ich auch noch 
gefunden auf dem PC:

C:\Program Files 
(x86)\CodeBlocks\share\CodeBlocks\templates\wizard\arduino\files\librari 
es\libraries.cpp

Viele Grüße
Uli

von Ralf G. (ralg)


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Uli schrieb:
> Wo bringe ich eine eigene Bibliothek unter

Am Einfachsten: Die Quelldateien deiner selbst programmierten Bibliothek 
einfach in den Ordner deines jetzigen Projektes kopieren.

von Georg (Gast)


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Kurt A. schrieb:
> Wenn es dem Teig zu kalt ist

Unsinn, die Hefe wärmt sich genau wie sies braucht.

Hefen gabs schon vor den Planzen und Tieren und überleben sogar im 
kühlen Weinkeller. Das ist aber vielen Lebewesen immanent implizit usw. 
etc. -

RESPEKT dem Uli sein Projekt,

wenn das fertig ist, dann ab in die Höhle der Löwen zum vermarkten des 
neuesten und allerbesten Brotteigs der Welt ...

von Norbert (der_norbert)


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Georg schrieb:
> Unsinn,

Zu diesem mehrere Wochen alten Thread kommst du etwas zu spät.

Im Grunde genommen ist bereits alles gesagt worden…

…nur nicht von jedem…

von Georg (Gast)


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Norbert schrieb:
> Im Grunde genommen ist bereits alles gesagt worden

Unsinn.

Das bestimmst Du sicher nicht, geh schlafen und träum weiter...

Du hast mich in der Bearbeitungsfrist einfach nur unnötig unterbrochen.
Zudem darf ich als neuer User sowieso nur alle halbe Stunde schreiben.

Reagier nicht automatisch wie ein Pavlovścher Hund auf alles was neu 
bellt und gut ist... also dann die Überarbeitung kopiert und nach dieser 
halben Stunde darfst auch Du wieder Deinen Unsinn zu meinem gerne dazu 
bellen.

Kurt A. schrieb:
> Wenn es dem Teig zu kalt ist

hat ihn die Oma samt Topf eine halbe Stunde unter die Bettdecke, denn
Hefe wärmt sich genau wie sies braucht. Eine Styroporbox tuts auch, 
Elektronik ist überflüssig wie Kropf, daher OT richtig,

Hefen gabs schon vor den Planzen und Tieren und überleben sogar im 
kühlen Weinkeller. Das ist aber vielen Lebewesen immanent implizit usw. 
etc. -

RESPEKT dem Uli sein Projekt,

wenn das fertig ist, dann ab in die Höhle der Löwen zum vermarkten des 
neuesten und allerbesten Brotteigs der Welt ...

----
Nachtrag- wer auch immer das war, danke für meine Erstbewertung,

ob ich mich jemals wieder melde ist fraglich bei dem rauen Ton, als Wolf 
fresse ich auch Hunde wenns nur solche gibt...

von Uli (uiimcn)


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Ralf G. schrieb:
> ...
> Am Einfachsten: Die Quelldateien deiner selbst programmierten Bibliothek
> einfach in den Ordner deines jetzigen Projektes kopieren.

Hallo Ralf,
danke für den Tip!

Für meinen aktuellen Bedarf ist das jedoch keine Lösung.

Es gibt mehrere 'Projektordner' in der ArduinoIDE mit unterschiedlichen 
Funktionen für die Steuerung. Alle sollen aktuell auf gemeinsame 
Precompiler-Declarations zugreifen können, die hauptsächlich als 
Alternative zu globalen Werten verwendet werden.

Georg schrieb:
> ...
> RESPEKT dem Uli sein Projekt,
> ...

Danke! Sehen kann man allerdings noch nicht viel - das 'Zuckerl' soll 
wie gesagt insbesondere auch beim Menue liegen - das wird sicher noch 
einige Zeit dauern, wie ich mich so kenne...

Grüße
Uli

von Uli (uiimcn)


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Hallo zusammen,

sehen kann man immer noch nicht viel - aber das muss ich euch zeigen. 
Mich hat es fast umgehauen.

Zur Vorgeschichte:
C/C++ war mir SEHR fremd, und, hätte ich gewusst was da auf mich 
zukommt, vielleicht hätte ich es gelassen, wie das eben so ist im 
Leben...

Aber, jetzt gibts ja auch noch ChatGPT (keine Diskussion jetzt bitte, 
auch diese kommt frühestens etwas später).

In Kooperation mit ChatGPT entwickle ich also die SW für die Gärbox (ich 
denke nach, mache den kreativen Teil, stelle die 'richtigen' Fragen, die 
KI antwortet, schreibt code, ich prüfe, etc. ...)

Das aktuelle Thema war und ist: Prüfung / Zählung der Darstellungslänge 
eines strings, welcher auch Umlaute (zwei byte intern) enthalten kann. 
Und dies bereits während des Kompilierens. Dazu nun ein 
Lösungsvorschlag der KI, die 'gewollt' einen Beispiel-String produziert 
hat, der auch Umlaute enthält. Nur wie sie das gemacht hat - irre, zum 
Umfallen ...

Hier der komplette code, viell. interessiert das ja jemanden, der dies 
bisher nicht versucht hat.

Die Antwort war also nicht 42, sondern:
1
#include <Arduino.h>
2
#include <U8g2lib.h>
3
#include <cstring>  // For std::strlen
4
5
// Initialize the display with I2C connection
6
U8G2_SSD1306_128X64_NONAME_F_HW_I2C u8g2(U8G2_R0, /* reset=*/ U8X8_PIN_NONE);
7
8
// Define maximum characters per line and number of lines
9
const int MAX_CHARS_PER_LINE = 21;
10
const int MAX_LINES = 3;
11
12
// Function to calculate the display length considering specific multi-byte characters
13
constexpr size_t display_length(const char* str) {
14
    size_t len = 0;
15
    for (size_t i = 0; str[i] != '\0'; ++i) {
16
        if ((str[i] & 0xC0) == 0xC0) {  // Check if it's the start of a multi-byte character
17
            ++i;  // Skip the next byte of the multi-byte character
18
        }
19
        ++len;
20
    }
21
    return len;
22
}
23
24
// Macro to check string length at compile-time
25
#define CHECK_LINE_LENGTH(line) static_assert(display_length(line) <= MAX_CHARS_PER_LINE, "Line exceeds maximum allowed length!")
26
27
// Messages to be displayed
28
const char* line1 = "This is line one"; // OK
29
const char* line2 = "This is Äline twö"; // OK
30
const char* line3 = "This line is way too long and should cause a compile error"; // Exceeds limit
31
32
// Apply the check to each line
33
CHECK_LINE_LENGTH(line1);
34
CHECK_LINE_LENGTH(line2);
35
CHECK_LINE_LENGTH(line3);
36
37
void setup() {
38
  // Initialize the display
39
  u8g2.begin();
40
}
41
42
void loop() {
43
  // Clear the display buffer
44
  u8g2.clearBuffer();
45
46
  // Draw each line on the display
47
  u8g2.drawStr(0, 12, line1);
48
  u8g2.drawStr(0, 24, line2);
49
  u8g2.drawStr(0, 36, line3);
50
51
  // Send the buffer to the display
52
  u8g2.sendBuffer();
53
54
  // Delay to control the display refresh rate
55
  delay(1000);
56
}

Man beachte die Zeile: /const char* line2 = "This is Äline twö"; // OK/

Alles Andere später...
Uli

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