Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zwei TL-136 an einem ADS1115


von Maz (mfunk)


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Ich habe einen TL-136 Drucksensor zur Füllstandsmessung einer Zisterne 
über ein Strom-Spannungswandler-Modul an einen ADS1115 AD-Wandler 
angeschlossen. Dieser liefert Daten an einen Wemos D1, das Ganze 
funktioniert wunderbar. Nachdem ich eine zweite Zisterne habe, überlege 
ich mir, ob ich die vorhandene Schaltung durch einen zweiten Sensor 
ergänze (siehe Skizze). Allerdings frage ich mich, ob sich die beiden 
Sensoren dann beeinflussen.

Feedback welcome, bevor ich mir eine funktionierende Lösung 
zerschieße... Wenn das nicht möglich ist, baue ich eben die Schaltung 
noch mal parallel auf...

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Maz schrieb:
> über ein Strom-Spannungswandler-Modul
Mir erscheint der Aufwand für die IU-Wandlung unnötig hoch. Ich würde da 
einfach einen passenden Widerstand nehmen, so wie dort:
- 
https://nachbelichtet.com/wasserstand-in-zisternen-mit-homeassistant-esphome-und-tl-136-drucksensor-messen

> Allerdings frage ich mich, ob sich die beiden Sensoren dann
> beeinflussen.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles, was "GND" heißt miteinander 
verbunden ist. Dann lautet die Antwort: Nein.

BTW: wenn du in deinem Schaltplan die IU-Wandler gedreht hättest, dann 
wäre der Signalfluss sinnvoll von oben nach unten. Derzeit hast du 
unnötige Kreuzungen drin, weil der Stromeingang unten und der 
Spannungsausgang oben ist.

: Bearbeitet durch Moderator
von Maz (mfunk)


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Danke für Dein schnelles Feedback. Natürlich sind alle GND miteinander 
verbunden, ich versuch's gerne auch ohne Spannungswandler (siehe Skizze 
im Anhang). Müsste so passen, oder? Ich werde berichten :-)

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Maz schrieb:
> Müsste so passen, oder?
Mach den 27k ruhig ein wenig kleiner, denn sonst bekommst du evtl. 
gegenseitige Beeinflussung bei abwechselnder Wandlung der beiden Kanäle. 
Im Datenblatt vom ADS1115 taucht der Hinweis auf "resistor values to 
below 1kΩ" auf. Mach also mal 1k dort rein.

Zum Hintergrund siehe den 
Beitrag "Re: Bessere Poti Schaltung für Arduino?"

von Rainer W. (rawi)


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Lothar M. schrieb:
> BTW: wenn du in deinem Schaltplan die IU-Wandler gedreht hättest, dann
> wäre der Signalfluss sinnvoll von oben nach unten. Derzeit hast du
> unnötige Kreuzungen drin, weil der Stromeingang unten und der
> Spannungsausgang oben ist.

Um solche Gewissenskonflikte zu vermeiden, zeichnet man Schaltpläne 
meist mit Signalfluss von links nach rechts, d.h. in der in großen 
Teilen der Welt üblichen Leserichtung für Texte, Versorgungsspannungen 
nach Wert sortiert von oben nach unten. Und das Ganze malt man dann 
nicht mit Wimmelbildchen, sondern mit aussagekräftigen Schaltsymbolen 
;-)
Und auch Kästchen mit wild angeordneten Pins (stur nach Pin-Nummer), 
machen den Schaltplan nicht lesbar. Der Schaltplan soll in abstrahierter 
Form die Funktion darstellen.

Lothar M. schrieb:
> Mach den 27k ruhig ein wenig kleiner ...

27 kΩ sind 27 kΩ - da kann man nichts kleiner machen ;-)

Für Diskussionen sollte jedes Bauelement im Schaltplan einen Namen 
bekommen (z.B. R2), sonst artet der Bezug auf ein bestimmtes Bauelement 
schnell in einen "Roman" aus, sobald mehrere Bauteile mit gleichem Wert 
im Schaltplan vorkommen.

Maz schrieb:
> Clipboard_2.jpg

Da die Signale von einem Füllstandssensor langsam sind, empfiehlt sich 
hinter den 27 kΩ Widerständen noch jeweils ein Kondensator nach Gnd 
(100nF), um Störungen heraus zu filtern und die Eingänge unempfindlich 
gegen ESD zu machen.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Lothar M. schrieb:
> Mach den 27k ruhig ein wenig kleiner, denn sonst bekommst du evtl.
> gegenseitige Beeinflussung bei abwechselnder Wandlung der beiden Kanäle.
> Im Datenblatt vom ADS1115 taucht der Hinweis auf "resistor values to
> below 1kΩ" auf. Mach also mal 1k dort rein.

Wo tauchen diese "kleiner 1kΩ" auf, ich hatte mal vergeblich gesucht und 
auch im Forum keine sinnvolle Antwort zu dessen Eingangsimpedanz 
bekommen?

In meinem Aufbau fahre ich den ADS1115 hochohmiger an und habe trotzdem 
stabile Ergebnisse. Allerdings habe ich die Kondensatoren nicht 
vergessen, 47nF bzw. 0,1µF direkt am Eingang nach GND.

Rainer W. schrieb:
> Da die Signale von einem Füllstandssensor langsam sind, empfiehlt sich
> hinter den 27 kΩ Widerständen noch jeweils ein Kondensator nach Gnd
> (100nF), um Störungen heraus zu filtern

von Ralf X. (ralf0815)


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Manfred P. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Mach den 27k ruhig ein wenig kleiner, denn sonst bekommst du evtl.
>> gegenseitige Beeinflussung bei abwechselnder Wandlung der beiden Kanäle.
>> Im Datenblatt vom ADS1115 taucht der Hinweis auf "resistor values to
>> below 1kΩ" auf. Mach also mal 1k dort rein.
>
> Wo tauchen diese "kleiner 1kΩ" auf, ich hatte mal vergeblich gesucht und
> auch im Forum keine sinnvolle Antwort zu dessen Eingangsimpedanz
> bekommen?

Der ADS1115 weisst an seinen vier Messeingängen einen nicht zu 
vernachlässigen (relativ niedrigen) Innenwiderstand auf.

von Andrea B. (stromteam)


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Der ADS1115 benötigt nach dem Umschalten des Eingang eine gewisse 
"Ruhepause", abhängig von der Wandlungsrate.

von Ralf X. (ralf0815)


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Andrea B. schrieb:
> Der ADS1115 benötigt nach dem Umschalten des Eingang eine gewisse
> "Ruhepause", abhängig von der Wandlungsrate.

Wie meinst Du das?
Er misst an seinen vier Eingängen die Spannungen und/oder Differenzen 
(4/2).
Der TE nutzt nur zwei Eingänge des ASD1115.
Wer schaltet da etwas um?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Ralf X. schrieb:
> Der ADS1115 weisst an seinen vier Messeingängen einen nicht zu
> vernachlässigen (relativ niedrigen) Innenwiderstand auf.

Andrea B. schrieb:
> Der ADS1115 benötigt nach dem Umschalten des Eingang eine gewisse
> "Ruhepause", abhängig von der Wandlungsrate.

Wenn der Innenwiderstand "relativ niedrig" ist, sollte es dazu eine Zahl 
geben.

Wenn das Umschalten eine "gewisse Ruhepause" benötigt, gibt es auch zu 
dieser eine Zahl.

Also, wie gehabt: Zwei Kommentare ohne jeglichen Wert!

Ralf X. schrieb:
> Wer schaltet da etwas um?

Der ADS1115. Das IC hat einen Vorverstärker und einen A/D-Wandler, 
die auf die vier Eingänge umgeschaltet werden.

von Rainer W. (rawi)


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Ralf X. schrieb:
> Er misst an seinen vier Eingängen die Spannungen und/oder Differenzen
> (4/2).
> Der TE nutzt nur zwei Eingänge des ASD1115.
> Wer schaltet da etwas um?

Der TE misst keine Differenzen, also muss der Multiplexer zwischen den 
beiden Eingängen umschalten. Oder wie stellst du dir das vor?

von Ralf X. (ralf0815)


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Manfred P. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Der ADS1115 weisst an seinen vier Messeingängen einen nicht zu
>> vernachlässigen (relativ niedrigen) Innenwiderstand auf.
>
> Andrea B. schrieb:
>> Der ADS1115 benötigt nach dem Umschalten des Eingang eine gewisse
>> "Ruhepause", abhängig von der Wandlungsrate.
>
> Wenn der Innenwiderstand "relativ niedrig" ist, sollte es dazu eine Zahl
> geben.
>
> Wenn das Umschalten eine "gewisse Ruhepause" benötigt, gibt es auch zu
> dieser eine Zahl.
>
> Also, wie gehabt: Zwei Kommentare ohne jeglichen Wert!

Ok, kannst Du Dich an 
Beitrag "Re: Spannungsteiler auslegen für ADS1115" erinnern?

> Ralf X. schrieb:
>> Wer schaltet da etwas um?
>
> Der ADS1115. Das IC hat einen Vorverstärker und einen A/D-Wandler,
> die auf die vier Eingänge umgeschaltet werden.

Und dann steht ein Mandfred vor einem Display an einem Arduino, um zwei 
Pausen zwischen den empfangenen Spannungswerten von dem ASD mit Spannung 
zu erwarten?
Meine Güte, was ist mit Dir los?

von Ralf X. (ralf0815)


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Rainer W. schrieb:
> Der TE misst keine Differenzen, also muss der Multiplexer zwischen den
> beiden Eingängen umschalten. Oder wie stellst du dir das vor?

Sorry, ich habe gedacht, dass die Daten der ASD1115 Eingänge analog über 
I2C zum Arduino wandern.
🤣

von Jörg R. (solar77)


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Manfred P. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Mach den 27k ruhig ein wenig kleiner, denn sonst bekommst du evtl.
>> gegenseitige Beeinflussung bei abwechselnder Wandlung der beiden Kanäle.
>> Im Datenblatt vom ADS1115 taucht der Hinweis auf "resistor values to
>> below 1kΩ" auf. Mach also mal 1k dort rein.
>
> Wo tauchen diese "kleiner 1kΩ" auf, ich hatte mal vergeblich gesucht und
> auch im Forum keine sinnvolle Antwort zu dessen Eingangsimpedanz
> bekommen?

Seite 35: Abschnitt 9.2.2.6 First-Order RC Filter Considerations

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/ads1115.pdf

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