Hi, da ich immer mehr zum Mikromodellbauer mutiere, bin ich mittlerweile bei 0201 LED mit Kupferlackdraht u.ä. angekommen.` Aktuell löte ich mit einer Xytronik LF-853D. Für Baugröße ab 0603 ist die ganz ok, allerdings für die 0201 unterm Mikroskop finde ich den Kolben doch zu klobig und dachte mir, da gibts doch sicher was besseres. Ins Auge gefasst habe ich die JBC NASE-2C bzw. CDN mit dem NT115 oder aber die "Normalgröße" CDS mit dem T210. Was würdet ihr da nehmen? Einsatz ist reines Hobby, das aber auch Spaß machen soll :-) Grüße Micha
Lötstationen für C210 und C115 (und C245) Spitzen/Handgriffe gibt einige aus China. Such dir einfach eine aus. Die Hersteller kopieren sich gegenseitig und ich meine der Ursprung wären sowieso Opensource-Selbstbauprojekte gewesen. Die erwähnte Yihua 982 gibt es in unterschiedlichen Modellen und Ausführungen. Du kannst zum Beispiel eine Yihua 982-III im Paket zusammen mit drei Handgriffen C115, C210 und C245 bekommen. Dann kannst du je nach Aufgabe einen Handgriff wählen. Ach ja, Yihua verkauft auch unter ihrer Zweitmarke WEP. Was du zusätzlich probieren könntest wären gekröpfte Lötspitzen. Damit kannst du in einem flacheren Winkel unter dem Mikroskop arbeiten. Je nach Clone-Hersteller sind die Typbezeichnungen für solche Spitzen unterschiedlich. Wie -010, -TS, -IS ... am Ende der Typbezeichnung. Eine weiterer Möglichkeit wäre ein kabelloser Lötkolben. Durch den Wegfall des Kabels etwas freier zu bewegen.
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Hi, die akkubetriebenen hab ich mir auch mal kurz angeschaut. Ich würde aber befürchten, dass die leistungsmäßig schlechter sind (stören tut mich das Kabel im Regelfall nicht). Gibt es da Erfahrungswerte? Für größere Lötarbeiten bzw. Dingen mit viel Power, hab ich ja meine aktuelle Station. Grüße Micha
Keks F. schrieb: > Wennn es vom Chinesen sein darf eine Yihua 982? Der Preisunterschied ist ja schon enorm - wie ist da der qualitative Vergleich?
Michael W. schrieb: > Der Preisunterschied ist ja schon enorm - wie ist da der qualitative > Vergleich? Äpfel mit Birnen - du kannst den Preis einer Rework Station mit 600 W Heißluft, zwei Löt-/Entlötkolben und Absaugung schlecht mit einer Station für einen Einzellötkolben vergleichen.
Rainer W. schrieb: > Michael W. schrieb: >> Der Preisunterschied ist ja schon enorm - wie ist da der qualitative >> Vergleich? > > Äpfel mit Birnen - du kannst den Preis einer Rework Station mit 600 W > Heißluft, zwei Löt-/Entlötkolben und Absaugung schlecht mit einer > Station für einen Einzellötkolben vergleichen. das war jetzt allgemein auf die Klone gemeint. Ich hab da keine Erfahrtung und kann das in keinster Weise abschätzen. Yihua 982 (~60€) dürfte in etwa die CDN sein (~800€). Dass ich die nicht mit der NASE vergleiche ist klar. Der Preisunterschied muss ja auch irgendwoher kommen. Nur der Name erklärt so einen Unterschied nicht. Ich will jetzt nicht was billiges kaufen und dann nicht viel besser sein als vorher oder mich weiterhin schwer tun, wenn das mit mehr Kapitaleinsatz wie ein Traum funktionieren würde. Andererseits natürlich auch nicht unnötig hier viel ausgeben.
Die Yihua lötet und regelt so gut wie die CDN. Der Aufpreis ist für den Namen, den Service. Stecke das gesparte Geld lieber in ein paar tage übung und gute Pinzetten/vorrichtungen.
Michael W. schrieb: > Der Preisunterschied muss ja auch irgendwoher kommen. Nur der Name > erklärt so einen Unterschied nicht. Na ja, es ist dein Geld. Wenn du 800 Euro ausgeben möchtest statt 80, dann mach ruhig. Willst du von uns eine Erlaubnis dazu? Hast du von mir. > Ich will jetzt nicht was billiges kaufen und dann nicht viel besser sein > als vorher oder mich weiterhin schwer tun, wenn das mit mehr > Kapitaleinsatz wie ein Traum funktionieren würde. Wird es nicht. Es gibt keine Wundermaschinen. Geld, bzw. Qualität, kann Können nur bis zu einem gewissen Punkt ersetzten. Also üben, üben, üben.
Ich habe in dem Preisbereich eine T12 genommen, die Yihua übersehen. Habe damit keine Probleme. Die Yihua, ich würde eine neuere nehmen, bietet wohl Abschaltautomatik im Halter und Ausstanzungen für den Spitzenwechsel im Betrieb. Für die C Griffe gibt es eine Spitze mit Kugel vorne, in sehr klein. Die würde ich sehr gerne mal ausprobieren. Für T12 habe ich sie noch nicht gefunden auf Ali.
Michael W. schrieb: > Der Preisunterschied muss ja auch irgendwoher kommen. Nur der Name > erklärt so einen Unterschied nicht. > > Ich will jetzt nicht was billiges kaufen und dann nicht viel besser sein > als vorher oder mich weiterhin schwer tun, wenn das mit mehr > Kapitaleinsatz wie ein Traum funktionieren würde. Andererseits natürlich > auch nicht unnötig hier viel ausgeben. Ich kann dir meine NAGEL Neu lötstation verkaufen! China ware aber funktioniert tadelos und ist mit kalibriereung optionen und arbeitet mit C210 C245 griffe
Ich habe bereits vor vielen Jahren eine analoge JBC-Station gekauft (mehr oder weniger die einfachste). Da passen sowohl T210 als auch T245 dran. Mit der C210-001 habe ich kein Problem, so'nen Popelkram zu löten. Habe auch noch 'ne C210-009, die ist wirklich winziglich, aber eigentlich bekommt man da kaum sinnvoll Lot an die Lötstelle. Am ehesten geht das dann noch mit einem Klecks Lötpaste. Ansonsten würde ich aber 0201 eher mit Lötpaste und Heißluft löten. Habe auch mal eine ältere analoge JBC bei Kleinanzeigen gekauft, die hat nominell nicht ganz die Leistung der späteren Station, aber funktioniert auch mit beiden Größen einwandfrei. (Falls sich jemand wundert, warum noch eine zweite: wir lassen bei öffentlichen Veranstaltungen Bausätze löten, inklusive SMD-Bauteile.) In der Firma haben wir eine Weller WR3000M – die ist nicht schlecht, aber die JBC finde ich nach wie vor besser zu handhaben (bei kleinerer Spitze kommt die Wärme insgesamt besser rüber). Mit den chinesischen Billig-Clones habe ich keine Erfahrung. Da sie die gleichen Spitzen benutzen (und diese das A und O dieser Technik sind), werden sie sicher auch gut funktionieren. Abstriche macht man schätzungsweise beim Komfort: auf den automatischen Standby mit der Lötkolben-Ablage möchte ich nicht mehr verzichten, und auch das Blech zum Ausziehen der Spitzen ist wirklich gut. Mein einziger Kritikpunkt zumindest bei diesen JBC-Stationen ist die „harte“ Erdung – ich weiß, dass ich im Falle des Falles nicht dran denke, dass die Station auf Erde liegt, wenn ich an einer Bastelschaltung arbeite. Ich habe sie daher auf eine 1-MΩ-Erdung umgebaut. Formal ist sie nicht als Schutzklasse II deklariert, aber der Aufbau des Trafos sah mir vertrauenswürdig genug aus dafür. Das fand ich bei der Weller PU81 wirklich praktisch, da konnte man mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker zwischen hart geerdet, “floating” und „weich“ geerdet (Widerstand am Stecker montiert) entscheiden.
Jörg W. schrieb: > Das fand ich bei der Weller PU81 wirklich praktisch, da konnte man mit > einem 3,5-mm-Klinkenstecker zwischen hart geerdet Über den popeligen Schaltkontakt eines 3,5-mm-Klinkensteckers willst du nicht wirklich den Auslösestrom des LS fließen lassen.
Rainer W. schrieb: > Jörg W. schrieb: >> Das fand ich bei der Weller PU81 wirklich praktisch, da konnte man mit >> einem 3,5-mm-Klinkenstecker zwischen hart geerdet > > Über den popeligen Schaltkontakt eines 3,5-mm-Klinkensteckers willst du > nicht wirklich den Auslösestrom des LS fließen lassen. Danach ist er verschweißt. :-) Braucht es ja aber auch nicht: da man über den Kontakt PE komplett vom Kolben trennen kann, muss die Kiste sowieso Schutzklasse II sein. Der „popelige Schaltkontakt“ hat dann lediglich die Funktion einer ESD-Schutz-Erdung, und die erfüllt er allemal.
Jörg W. schrieb: > Abstriche macht man > schätzungsweise beim Komfort: auf den automatischen Standby mit der > Lötkolben-Ablage möchte ich nicht mehr verzichten, und auch das Blech > zum Ausziehen der Spitzen ist wirklich gut. Die hier im Thread bereits erwähnte Yihua 982 hat beides, auch in der alten Ausführug ohne Zusätze. Hier liegen die Komfortunterschiede eher in der Bedienung. Die Yihua 982 hat einen Drehgeber für die Temperatureinstellung und vier Preset-Tasten, sie kann mit Handstücken für C245 und C210 betrieben werden. Die neuere 982-III hat ein buntes TFT-Display und nur zwei Taster für die Bedienung, dafür kann sie zusätzlich mit C115 arbeiten. Da sie nur ein 12V-Netzteil enthält, liefert sie bei Betrieb mit C245 weniger Maximalleistung als die 982 (ohne Zusatz), die ein 24V-Netzteil verwendet. Die Handstücke sind zwischen beiden Generationen nicht austauschbar, die verwenden unterschiedliche Steckverbinder. Bei der 982 (ohne Zusatz) ist das Netzkabel per Kaltgerätestecker angeschlossen, bei der 982-III ist das Netzkabel fest verschraubt. Beide Geräte haben unpraktischerweise sowohl den Netzschalter als auch den Anschluss für das Handstück auf der Geräterückseite. Bei der 982 (ohne Zusatz) ist im Gehäuse ausreichend Platz, um den Handstückanschluss an die Vorderseite zu verlegen; das Gehäuse der 982-III erlaubt das nicht. Von der Elektronik der 982-III hab' ich hier mal Bilder gemacht: Beitrag "Re: Anfänger Lötstation zum Steuergeräte reparieren" Was ich dort nicht erwähnte, ist der "kreative" Umgang mit dem Netzschalter - der schaltet zweipolig, ein Pol wird für Netzspannung, der andere aber für den 12V-Ausgang des Netzteils verwendet ... Löten kann man mit der 982 und der 982-III jedenfalls vorzüglich. C115 ist nochmal deutlich kleiner als C210. Zum Größenvergleich verschiedener Lötspitzen und ihrer Handstücke/Lötkolben hab' ich hier Beitrag "Re: Lötstation Quikko / Ksger T12 dtl Vorteil?" mal zwei Bilder gemacht.
Harald K. schrieb: > Die Yihua 982 > hat einen Drehgeber für die Temperatureinstellung und vier > Preset-Tasten, sie kann mit Handstücken für C245 und C210 betrieben > werden. auch die alte 982er kann mit den C115 Spitzen umgehen.
Harald K. schrieb: > Beide Geräte haben unpraktischerweise sowohl den Netzschalter als auch > den Anschluss für das Handstück auf der Geräterückseite. Netzschalter ist bei der originalen JBC auch hinten, aber den muss man dank standby nur selten benutzen. Anschluss für Handstück ist dagegen vorn. Die einfache analoge JBC hat auch „nur“ einen Dreh-Steller (einfaches Poti) für die Temperatur. Empfinde ich persönlich als viel schneller bedienbar als all der Tasten-Digital-Kram.
Manfred K. schrieb: > auch die alte 982er kann mit den C115 Spitzen umgehen. Wie soll das gehen? Welches Handstück soll dafür da sein, und warum hat das Display dann kein Symbol dafür? (Die alte 982 verwendet ein segmentiertes LC-Displays mit je einem Symbol für C210 und C245). Und C115 mit 24 V zu betreiben ist ... schon arg grenzwertig; JBC selbst betreibt die mit nur 9 V.
Michael W. schrieb: > Ich will jetzt nicht was billiges kaufen und dann nicht viel besser sein > als vorher oder mich weiterhin schwer tun, wenn das mit mehr > Kapitaleinsatz wie ein Traum funktionieren würde. Andererseits natürlich > auch nicht unnötig hier viel ausgeben. Die Frage ist halt wie viel Du ausgeben willst. Ich arbeite seit Jahren mit dem Vorgänger dieser Station https://www.weidinger.eu/de/loettechnik/jbc/jbc-loet-und-entloetstationen/wl50744 und bin damit sehr zu frieden. Die direkt beheizten Spitzen sind einfach sehr gut. Leider ist bei dem verlinkten Angebot keine Spitze dabei. Meine hatte damals mit 2 Spitzen 460€ gekostet. Wenn Dir die analoge Variante reicht, dann wird es deutlich günstiger https://www.weidinger.eu/de/wl46586 (bei dem verlinkten Angebot ist eine Spitze mit dabei). Die C245 Spitzen bekommt man bei diversen Versandhändlern deutlich günstiger. Ob die was taugen weis ich nicht. Ich habe seit 6 Jahren immer noch meine Orginalspitzen (Meißelform 1mm und 2mm), womit ich bisher alles löten konnte. 602'er SMD war bisher kein Problem damit. Für DEine Zwecke ist aber vermutlich eine schlankere Spitze besser. Wenn Du hierzu https://german.alibaba.com/product-detail/Ursprüngliche-JBC-CD-2BHQF-Löt-station-1601209066749.html hast, kannst Du es auch hier versuchen - ist schon um einiges günstiger. Bloß weil es von Alibaba vertrieben wird muß es nicht ein Fake oder schlecht sein, auch wenn es hier einige gibt die das anders sehen.
Jörg W. schrieb: > Ich habe bereits vor vielen Jahren eine analoge JBC-Station gekauft > (mehr oder weniger die einfachste). .... Den Aussagen von Jörg ist nichts hinzuzufügen. Ich denke mal ihm kannst Du da vertrauen.
Die Erfahrung wenigstens einiger Mitforisten zeigt, daß es auch ein Nachbau tut, ja, daß sogar nachgebaute Lötspitzen ausreichend gut funktionieren. Den Unterschied zwischen dem spanischen Original und den Nachbauten wird man als Hobbybastler primär auf dem Konto feststellen, nicht aber beim Löten.
Harald K. schrieb: > Die Erfahrung wenigstens einiger Mitforisten zeigt, daß es auch ein > Nachbau tut, ja, daß sogar nachgebaute Lötspitzen ausreichend gut > funktionieren. Wobei ich auch schon gelesen habe, dass es bei den nachgebauten Spitzen Schrott geben soll, der nicht lange hält. > Den Unterschied zwischen dem spanischen Original und den Nachbauten wird > man als Hobbybastler primär auf dem Konto feststellen, nicht aber beim > Löten. Als ich die JBC gekauft habe, gab es meiner Meinung nach noch keine Nachbauten. ;-) Damals war sie aber auch einiges billiger als heute … Wie oben schon geschrieben, man kann auch mit älteren Originalen zuweilen bei Kleinanzeigen Glück haben. Ansonsten wären die Kriterien: * 24 V (braucht's für schnelles Aufheizen) * Standby in der Ablage * Auszieh-Bleche * Stabiler Stand – hier ist das „Eisenschwein“ der originalen JBC wirklich ein Vorteil
Frage, weil ich ebenfalls nach Ersatz für meine Weller WE1010 (70W) suche, reicht die Leistung wirklich für Kondensatoren mit einem Bein auf der Massefläche? War mein aktuelles Problem. "Die JBC BT-2BWA10 ist eine hochwertige analoge Lötstation der renommierten Marke JBC, die sich durch ihre herausragende Leistung und Benutzerfreundlichkeit auszeichnet. Mit einer Leistung von 140 W und ..." Lötspitze ABER im Angebot: Lötkolben 50 W, T245-A "Der T245 General Purpose Handle eignet sich perfekt für SMDs und Arbeiten mit hohem Leistungsbedarf (z. B. Löten von Masseflächen)." Kann einer etwas dazu sagen? Mich irritieren die unterschiedlichen Angaben und kann die Leistung nicht gegen die WE1010 mit 70W?! einordnen. Danke im Voraus.
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Bei JBC hat der "Lötkolben" (das Handstück) selbst gar keine Leistung, der ist im Prinzip nur ein Steckverbinder. Leistung bringt die Lötspitze. Und welche Leistung die Lötspitze bringt, hängt von deren Innenwiderstand und der Betriebsspannung ab. Da die Dinger mit einer schnellen Regelung betrieben werden, können Lötspitzen mit einer gewissen Bandbreite an Spannungen betrieben werden. Letzlich werden die Lötspitzen bei digitaler Regelung mit einer PWM betrieben; die alten analogen JBC-Stationen arbeiteten afaik mit einer Phasenan- oder Abschnittsteuerung (d.h. wie ein Dimmer). Durch die direkte Beheizung der Lötspitze ist die Wärmezufuhr erheblich direkter und die Regelung viel schneller als bei traditionellen Lötkolben mit fest verbauter Heizung. Da gibt es etliche Wärmeübergangswiderstände, die die direktbeheizte Lötspitze nicht hat. Und damit kann, auch wenn es widersprüchlich erscheint, mit weniger Leistung mehr Wärme in die Platine eingebracht werden. Ein weiterer Vorteil ist, daß das Handstück selbst nicht so stark erwärmt wird, deswegen ist der sehr kurze Finger-Lötspitzen-Abstand möglich, den insbesondere C210 und erst recht C115 ermöglichen, was bei feinen Lötarbeiten hilft. Ich hab' mit C210 Fädeldraht an ein QFN-Gehäuse im 0.4mm-Raster angelötet, das geht damit ganz gut. C115 hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Harald K. schrieb: > Da die Dinger mit einer schnellen Regelung betrieben werden, können > Lötspitzen mit einer gewissen Bandbreite an Spannungen betrieben werden. … wobei die 140 W wohl nur während der Aufheizphase benutzt werden. Dafür sind sie aber eben auch wirklich nach der Entnahme aus dem Standby auf Löttemperatur innerhalb der 1 … 2 Sekunden, die man für die Bewegung sowieso braucht.
Jörg W. schrieb: > Dafür sind sie aber eben auch wirklich nach der Entnahme aus dem Standby > auf Löttemperatur Ja, das Zeug ist erste Sahne. Wenn ich das mit der Magnastat vergleiche, mit der ich jahrzehntelang gelötet habe ...
Harald K. schrieb: > Wie soll das gehen? Welches Handstück soll dafür da sein, und warum hat > das Display dann kein Symbol dafür? Symbol siehe Bild Und C115 Handstücke gibts genügend, einfach den passenden Stecker anlöten und es funktioniert
Manfred K. schrieb: > Symbol siehe Bild Danke, man lernt nie aus. Zwar hab' ich mir auch mal ein C210-Handstück dafür angeschafft, damit aber nie viel gelötet, und deswegen offensichtlich vergessen, wie das Symbol aussieht. Für C115 nehm' ich die danebenstehende 982-III. Manfred K. schrieb: > Und C115 Handstücke gibts genügend, einfach den passenden Stecker > anlöten und es funktioniert Welchen Stecker verwendet denn Deine 982, und woher hast Du die Pinbelegung? Bei meinen beiden Handstücken sind die Stecker angespritzt. Interessant ist auch das Regelverhalten bei C115 - da die 982 mit 24 Volt arbeitet, dürfte sie extrem knackig sein, und quasi sofort auf Solltemperatur. C115 ist eigentlich für nur 9 V konzipiert, und die 982-III arbeitet mit 12 Volt.
Harald K. schrieb: > Welchen Stecker verwendet denn Deine 982, und woher hast Du die > Pinbelegung? > > Bei meinen beiden Handstücken sind die Stecker angespritzt. An der Station und dem 245 und 210er Handstück waren die komischen (und immer irgendwie hakeligen) "JBC" Plastikstecker verbaut aber am Kabel zumindest nicht vergossen. Pinbelegungen ergaben sich beim zerlegen. Hab alles umgebaut auf 5polige GX12 Stecker/Buchsen. Im 245er Handstück von YIHUA ist ein 10k Codierwiderstand, beim 210er und 115er eine Brücke verbaut. Hat man ein 115er Handstück vorn mit Metallkragen funktioniert auch die Standbyfunktion (200°C). GX12 Einbaustecker und Netzschalter hab ich an der Lötstation nach vorn gelegt.
Manfred K. schrieb: > An der Station und dem 245 und 210er Handstück waren die komischen (und > immer irgendwie hakeligen) "JBC" Plastikstecker verbaut Hmm. Ich habe nur ein Original-T470-Handstück von JBC (für C470-Lötspitzen), das hat eine Buchse ("Kupplung"), keinen Stecker. Im Anhang links die Steckverbinder meines Yihua-Handstücks und rechts der des JBC-Handstücks. Der Yihua-Stecker hat eine Überwurfmutter und ist am Kabel angegossen, die JBC-Buchse ist verschraubt. Die 982-III verwendet wieder andere Steckverbinder. Manfred K. schrieb: > GX12 Einbaustecker und Netzschalter hab ich an der Lötstation nach vorn > gelegt. Das Nach-Vorne-Verlegen ist eine Übung, die ich mir auch vorgenommen habe; die beiden hinten unterzubrigen halte ich für recht unpraktisch.
Jörg W. schrieb: > Mein einziger Kritikpunkt > zumindest bei diesen JBC-Stationen ist die „harte“ Erdung – ich weiß, > dass ich im Falle des Falles nicht dran denke, dass die Station auf Erde > liegt, wenn ich an einer Bastelschaltung arbeite. Ich habe sie daher > auf eine 1-MΩ-Erdung umgebaut. Formal ist sie nicht als Schutzklasse II > deklariert, aber der Aufbau des Trafos sah mir vertrauenswürdig genug > aus dafür. Das fand ich bei der Weller PU81 wirklich praktisch, da > konnte man mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker zwischen hart geerdet, > “floating” und „weich“ geerdet (Widerstand am Stecker montiert) > entscheiden. Meinst das Löten unter Spannung oder wie bitte ist das zu verstehen? Beim Oszi wird doch auch nicht "unter Spannung" gemessen. oder?
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Silvester schrieb: > Meinst das Löten unter Spannung oder wie bitte ist das zu verstehen? Genau das. Ich fummele an meinen Aufbauten auch mal herum, während sie in Betrieb sind. Normalerweise sind sie dabei natürlich "floatend" (nur am Lab-Netzteil), aber … > Beim Oszi wird doch auch nicht "unter Spannung" gemessen. oder? … genau an so einer Stelle könnten sie ja dann doch hart geerdet sein. Bei mir zwar nicht mit dem Oszi (der interessanterweise keine harte Erdung hat), aber beispielsweise mit irgendeinem Signalgenerator. Daher mag ich lieber Lötkolben, die nur „weich“ geerdet sind (also 1 MΩ gegen GND als ESD-Schutz).
Matthias 🟠. schrieb: > Frage, weil ich ebenfalls nach Ersatz für meine Weller WE1010 (70W) > suche, reicht die Leistung wirklich für Kondensatoren mit einem Bein auf > der Massefläche? War mein aktuelles Problem. Das geht mit der JBC und der C245 Spitze problemlos. Bei den von mir meist verwendeten 2-lagigen Platinen ist das kein Problem. Da muß ich nur in Ausnahmefällen die Temperatur vom eingestellten Standardwert (270°C) mal etwas hoch drehen. Selbst das Zusammenlöten eine Gehäuses aus Leiterplattenmaterial, quasi nur Massefläche, ist damit kein Problem (s. Bild, mit Meißelspitze 2mm und 350°C). Das Auslöten eines großen Elkos von z.B. eine großen Elkos auf einem Motherboard braucht allerdings ordentlich Wärme. Da hat es sich bewährt den zunächst mit reichlich Lot nachzulöten und dann bei voller Temperatur (400°C) auslöten. Beim Einlöten des neuen C's, darf dann die Temperatur auch wieder etwas nach unten korrigiert werden.
Manfred K. schrieb: > Hat man ein 115er Handstück vorn mit Metallkragen funktioniert auch die > Standbyfunktion (200°C). So hohe Standbytemperatur? Bei mir steht die auf 120°C.
Hans schrieb: > Bei mir steht die auf 120°C. schön wärs.. hätte die gern auch unter 180°C lässt sich bei der 982 leider nicht einstellen welche Station hast du?
Manfred K. schrieb: > welche Station hast du? Eine CD-2BE von JBC Im Standby ist die auf 120°C eingestellt. Soweit ich weiß kann man das auch nicht ändern - habe da zumindest auf die Schnelle keine Einstellmöglichkeit gefunden, allerdings passt die Einstellung so für mich. Nach 20min schaltet sie dann komplett ab und erst wieder ein sobald man den Löterich aus der Ablage nimmt.
Die 982 schaltet nach einer halben Stunde im Standby ebenfalls komplett ab. Die "Standby-Temperatur" von 200 °C sehe ich allerdings nicht als Problem an. Die Standzeit der Lötspitzen dürfte jenseits eines Lohnbestückerszenarios keine relevanten Probleme machen. Ich hab' sowas früher mal mit 'ner Magnastat gemacht, die immer munter vor sich hin klickte und die Spitzen oxidieren ließ, insbesondere bei den extrem hohen Temperaturen, mit denen man damals der thermischen Trägheit wegen gelötet hat (8er Lötspitzen, 800 °F sind knapp 430 °C). Da war die Standzeit ein Problem.
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