Hi alle, da ich demnächst ein neues Projekt brauche frage ich mich wie ihr so an Projekte kommt. Bei mir in den letzten 10 Jahren: - Über Freelancer-Vermittler: je 1x über Hays, Solcom, Gulp - Persönliche Kontakte: 2x - Direkte Anfragen: 3x (aber alle sehr klein) Nicht bekommen: - Anfragen, die nicht gepasst haben: >10 (alle von Freelancer-Vermittler wie Hays, Solcom, etc.) - Freelancer-Vermittler: 2x (hätte gepasst, aber bin nicht bis zum Vorstellungs-Gespräch gekommen) - Direkte Anfragen, die ich nicht bekommen habe: 3x (Kunde mehrere angefragt, und mich nicht genommen) Schreibt bitte auch dazu ob ihr Freiberufler seid (ohne eigenes Büro etc., Tätigkeiten vor-Ort) oder selbständig (mit eigenem Büro/evtl. Personal, nur selten vor-Ort). Danke für Eure Antworten und viele Grüße, Marc
Marc schrieb: > Freiberufler … oder selbständig Sind als nicht selbstständige Freiberufler Scheinselbständige gemeint, oder eher unselbstständige? Ich frag für nen Freund… Oliver
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Verraten jetzt erfolgreiche Freiberufler ihren Konkurrenten, wie sie an Aufträge kommen? Ich würde es nicht tun. Ich habe eine andere Frage im Zusammenhang des Threads: Mit welcher KI arbeiten Freiberufler, unter Einhaltung der Datenschutz-Vorgaben ihrer Auftraggeber? Die gängigen öffentlichen (wie ChatGPT und Claude) werden es wohl kaum sein, oder irre ich mich?
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> Verraten jetzt erfolgreiche Freiberufler ihren Konkurrenten, wie sie an > Aufträge kommen? Ich würde es nicht tun. Muss man auch nicht schon wieder, solche threads finden sich ohnehin im Archiv. * Beitrag "Freiberufler: Projekte ohne Personaldienstleister finden?" * Beitrag "An die Embedded Freelancer: Aktuelle Lage des Projektmarktes" Ich vermutet hinter diesem thread eher so ne Art Guerilla-Marketing des x-ten FreiberuflerVermittlerTools. Da schlagen in letzter Zeit häufig E-Mails ein, die dafür werben.
Oliver S. schrieb: > Sind als nicht selbstständige Freiberufler Scheinselbständige gemeint, > oder eher unselbstständige? Ich frag für nen Freund… Für mich war immer die Unterscheidung: Freiberufler = Freelancer = Ingenieure die für einen begrenzten Zeitraum in einer anderen Firma als Teil eines größeren Teams arbeiten, normalerweise auf Stundenbasis. Selbständige: Haben ein eigenes Ingenieurbüro und vielleicht ein paar Angestellte (Studenten oder fertige Entwickler). War selber lange Freiberufler mit wechselnden Arbeitgebern, überwiegend vor-Ort) bevor mir das Pendeln zu viel wurde und ich ein Ingenieurbüro gegründet habe.
Marc schrieb: > Danke für Eure Antworten und viele Grüße, Direkte Kontakte, alles andere kann man vergessen, insbesondere das "professionelle" Vermittlergesindel. Am Montag kam auch mal wieder ne Anfrage von Hays, gleich aufgelegt.
Und wieder die elendigen gleichen Antworten. Datenschutz bla bla, KI bla bla, sag ich nicht bla bla.
Bradward B. schrieb: > Ich vermutet hinter diesem thread eher so ne Art Guerilla-Marketing des > x-ten FreiberuflerVermittlerTools. Da schlagen in letzter Zeit häufig > E-Mails ein, die dafür werben. Ist eher das Gegenteil: Mir werden derzeit solche Tools, LinkedIn-Marketing, Messestände etc. angeboten. Bevor ich mich Stunden damit auseinandersetze (oder viel Geld für externe Vertriebler oder einen Messestand ausgebe) wollte ich Eure Erfahrung hören.
Frank D. schrieb: > insbesondere das > "professionelle" Vermittlergesindel. Am Montag kam auch mal wieder ne > Anfrage von Hays, gleich aufgelegt. Als Freelancer bin ich jahrelang ganz gut mit Hays gefahren. Aber jetzt habe ich ein Büro und eigenes Equipment/Lizenzen/etc. - da bleibt zu wenig übrig nachdem die ihre Provision abziehen. Außerdem suchen die meisten Kunden von Hays Entwickler die vor-Ort arbeiten - die Pendelei ist mir zu stressig, und umziehen geht auch nicht.
Vielleicht wird das wieder ein Thread für einen Doktoranden der Geisteswissenschaften. Für deren Arbeiten reichen die paar Posts aus. Es ist doch klar, wenn das Geschäft rückläufig ist, dann wird naturlich weniger outgesourced. Die Stimmung hier abzufragen, kann man machen, muss es aber nicht machen.
> Ist eher das Gegenteil: Mir werden derzeit solche Tools, > LinkedIn-Marketing, Messestände etc. angeboten. > Bevor ich mich Stunden damit auseinandersetze (oder viel Geld für > externe Vertriebler oder einen Messestand ausgebe) wollte ich Eure > Erfahrung hören. Also für den Anfang läuft einiges über die bekannten Freiberufler-Plattformen wie (ehemals) gulp.de oder freelancermap, die für den freelancer rein kostenlos sind. Der letzte "heisse Scheiß" aus dieser Rubrik is "fratch", google präsentiert Dir gerne einen link dorthin. Dann hat man natürlich seine Kontakte als Besucher (nicht Aussteller) von diversen Konferenzen/Messen wie FPGA Conference in München oder der embedded in Nürnberg. * https://www.fpga-conference.eu/ * https://www.embedded-world.de * https://electronica.de/de/messe/ (das für Freiberufler mit Schwerpunkt ASIC-Bereich; Leih-Büro-Coder kennen sicher andere Veranstaltungen, auf denen sich auf potentielle Kunden resp. "Brückenbauer nach dort" treffen.) Und natürlich meldet sich ab und an einer über die eigene Website, die man klassisch über das Verteilen von Visitenkarten bekannt gemacht hat. Selbst-Marketing für Freiberufler ist kein Exoten-Thema, da finden sich x Angebote/Schulunge bei der VHS bis zum Gebrauchtbuchmakrt (i.e. ISBN: 9783527720460 )
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Es gibt immer wieder 2.Meinungskunden. Die kommen wegen eines Projektes, erklaeren's, lassen dich das Lastenheft erstellen, was mehr als einen Tag dauern kann, und gehen dann damit zu einem Anderen, welcher allenfalls guenstiger ist. Besser man versucht schnell zu eigenen Produkten zu kommen. Da gibt's dann Kunden, welche 10..15 Jahre lang aus Kontinuitaetsgruenden dasselbe Produkt, in der ursprienglichen firmware haben wollen, obwohl schon nach 2 Jahren klar st, dass ein Nachfolger her muss. Den kann man selbst planen, und hoffen, dass er Kunde, resp ein neuer Kunde, den Nachfolger waehlt. Da kann man dann Monate versenken in Features, welche nie benoetigt werden.
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Bradward B. schrieb: > Der letzte "heisse Scheiß" aus dieser Rubrik is "fratch", google > präsentiert Dir gerne einen link dorthin. Danke für den Tipp. Habe meinen Lebenslauf mal hochgeladen, aber die Ergebnisse waren ... überschaubar. Aber sieht auf jeden Fall interessant aus. > Dann hat man natürlich seine Kontakte als Besucher (nicht Aussteller) > von diversen Konferenzen/Messen wie FPGA Conference in München oder der > embedded in Nürnberg. Aber sind da nicht die Elektroniker unter sich? Wäre eine Messe wie Hannover Industrie nicht sinnvoller?
Pandur S. schrieb: > Die kommen wegen eines Projektes, > erklaeren's, lassen dich das Lastenheft erstellen, was mehr als einen > Tag dauern kann, und gehen dann damit zu einem Anderen, welcher > allenfalls guenstiger ist. Ein ehemaliger Chef von mir hat das so gemacht: Der erste Tag kostet 1500 DM (ja, schon länger her). 1 Tag Besprechung und danach ein Lastenheft dafür. So war der vermeintliche Aufrtaggeber gezwungen sich vorher ordentlich Gedanken zu machen (Absahner haben es gleich wieder aufgegeben) und er hat dafür eine ordentliche Gegenleistung bekommen. Wenn nix draus wird, hat er zumindest ein Lastenheft. Immer noch win-win.
Marc schrieb: > Freiberufler mit wechselnden Arbeitgebern, Als Freiberufler, Selbständiger, Freelancer, oder wie du das auch immer nennst, hat per definitionem keinen Arbeitgeber, sondern einen Auftraggeber bzw. Kunden. Selbstständig und "Arbeitgeber" == Scheinselbstständigkeit. Ach menno, wird hier wieder ein Mist geschrieben... ciao Marci
Nemopuk schrieb: > Verraten jetzt erfolgreiche Freiberufler ihren Konkurrenten, wie sie an > Aufträge kommen? Ich würde es nicht tun. Oje, einer von der Sorte von Kollegen, mit denen ich inzwischen eine Zusammenarbeit in größeren Projekten grundsätzlich ablehne (soweit ich die Pappenheimer schon kennenlernen durfte)! Da will man zusammenarbeiten, aber die "Kollegen" sehen einen stets nur als Konkurrenz, wollen besser gar nicht kommunizieren. Ich hatte schon Projekte mit 20 Leuten, bei den 15 eine solche Einstellung hatten. Das wird dann der blanke Horror! Vor allem, da ich eher eine offene und gutmütige Persönlichkeit bin. Grrrrr, da gruselt's mir.... ciao Marci
>> Dann hat man natürlich seine Kontakte als Besucher (nicht Aussteller) >> von diversen Konferenzen/Messen wie FPGA Conference in München oder der >> embedded in Nürnberg. > Aber sind da nicht die Elektroniker unter sich? Wäre eine Messe wie > Hannover Industrie nicht sinnvoller? Interessanter Einwurf. Persönlich ist Projekt-anbahnung eher nebenrangig bei einer Messe/Konferenz. Mich treibt da eher um, Wissen anzusammeln und um zu schauen wie der (Elektronik/Embedded-) Markt gerade tickt. Aber das ist sicher eine Frage, in welchem Bereich man gerade als Freiberufler aktiv ist. Allgemein, Aufträge an Freiberufler vergibt man gern, um sich "Know-How" einzukaufen, halt Spezialwissen, das nicht die Kernkompetenz der eigenen Firma ist. Beispielsweise mittelständige Maschinenbauer, der ein (neues) Produkt mit Elektronik auf den Markt bringen will/muß. Eh man einen der eigenen Maschinenkonstrukteure in diese Richtung umgeschult hat, holt man sich einen Freiberufler an Bord, der den Prototyp/ProofOfConcept baut und die Serienüberleitung betreut. Vielleicht passt da eine Messe aus dem Automatisierungsumfeld wie die SPS/Drives in Nürnberg im Herbst besser. Hab ich mal besucht, fand ich persönlich nicht so spannend. Spannend und hinsichtlich "Geschäftsausrichtung" war da für mich die Luft- und Raumfahrt Messe ILA in Berlin besser (definitiv die Termine für Fachbesucher nutzen, nicht die Wochenendtermine zur Belustigung der Berliner Massen). Für Hannover hatte ich mal vor Jahren die Chance (hatte in der Nähe zu tun) hab ich aber für mich in die Rubrik "Maschinenbau" sortiert und daher nicht besucht. Wichtig ist für mich, das es ohne große Reise-/Hotel-kosten realisierbar ist, also was grad in der Nähe ist, könnte man besuchen oder ist sogar "Pflicht-Termin". Natürlich schaut man auch mal in die Ausstellerliste, ob da was "Spannendes" dabei ist. Auf der ILA gab's auch eine "Fachbesucherführung", organisiert von einem Wirtschaftsförderungsbüro, keine schlechte Idee um unangemeldet mal einem Entscheidungsträger nahe zu kommen. * https://sps.mesago.com/nuernberg/de/expo.html * https://ila-berlin.com/de/fachbesucherfuehrung
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Meine Firma kommt/kam primär durch zufällige Kontakte zu Aufträgen, die dann durch einen hohen Grad der Zufriedenheit der Kunden immer weiter vertieft und erweitert wurden. D.h. die Projekte ansich waren ja irgendwann beendet, aber die gleichen Kunden kamen dann mit immer neuen Prohekten immer wieder zu uns. Und sie gaben ihrerseits Empfehlungen an Kollegen weiter, die dann ebenfalls zu uns kamen. Was immer gut ankommt: Wenn man sich mal nicht als kompetent für eine bestimmte Technologie sieht, ehrlich begründet ablehnen. Das ist 100 mal besser als dem Kunden "einen vom Pferd" zu erzählen und dann evtl. krachend zu scheitern. Beim nächsten Bedarf kamen sie bisher alle trotzdem wieder. Noch ein Tip: Sucht euch eine thematische Nische, die nicht 100.0000 andere auch beackern, so kann man sich einen Namen machen und muss nicht primär über den Preis verhandeln ...
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Man könnte das zur Not auch "zu Fuß" machen (also per Post) oder eben mobil (mit dazu passendem Fahrzeug). Werbung kann auch helfen.
Ich habe gute Erfahrung damit gemacht: Ich habe mich auf offene Stellen (Festanstellung) von Startup/KMU beworben und habe dazu geschrieben: "Ich kann mir eine Anstellung auf Voll-, Teilzeit oder gerne auch als Freelancer vorstellen."
Mat. K. schrieb: > "Ich kann mir eine Anstellung auf Voll-, Teilzeit oder gerne auch als > Freelancer vorstellen." Klingt für mich fast wie: Ich bin so verzweifelt, daß mir das Gehalt fast egal ist. Besser als nichts.
Nemopuk schrieb: > Mat. K. schrieb: >> "Ich kann mir eine Anstellung auf Voll-, Teilzeit oder gerne auch als >> Freelancer vorstellen." > > Klingt für mich fast wie: Ich bin so verzweifelt, daß mir das Gehalt > fast egal ist. Besser als nichts. Ja, das verstehe ich auch nicht, gar nicht. Nemopuk hat vollkommen Recht: So sollte man es auf gar keinen Fall machen, wie peinlich. Kopfschüttel Dann kann er auch am Hauptbahnhof betteln gehen.
>> "Ich kann mir eine Anstellung auf Voll-, Teilzeit oder gerne auch als >> Freelancer vorstellen." > > Klingt für mich fast wie: Ich bin so verzweifelt, daß mir das Gehalt > fast egal ist. Besser als nichts. Und für andere klingt es nach, "der kann auch komplett selbstständig arbeiten und abrechnen und wenn das Werk vollendet ist, findet der selbst was Neues." Wer umsonst arbeiten will, fragt nach einem Praktikum. Wer billig will, fragt nach "Schwarz".
Beitrag #7999790 wurde von einem Moderator gelöscht.
Mat. K. schrieb: > "Ich kann mir eine Anstellung auf Voll-, Teilzeit oder gerne auch als > Freelancer vorstellen." Außerdem kann ich auch den Hof fegen und den Müll rausbringen. Gehalt ist optional, Hauptsache weg von Zuhause.
Marc schrieb: > Aber jetzt > habe ich ein Büro und eigenes Equipment/Lizenzen/etc. - da bleibt zu > wenig übrig nachdem die ihre Provision abziehen. Was bedeutet das? Kunde X kommt zu dir und kauft und du gibst Hays dann Geld?
Jens K. schrieb: > Was bedeutet das? Kunde X kommt zu dir und kauft und du gibst Hays dann > Geld? Kunde X geht zu Hays und die fragen bei uns nach. Wir bekommen den Auftrag, müssen aber über hays abrechnen. Die schlagen auf unseren Stundensatz 25-40% drauf. Der Kunde zahlt also viel und wir verdienen ok aber viel Gewinn ist nicht drin. Bei direkten Anfragen verdienen wir aber meist auch nicht viel: Wenn jemand 10 Elektroniker im Internet anschreibt gewinnt der Billigste, das sind meist nicht wir, aber wenn doch dann weil wir zu niedrig kalkuliert haben... Daher ja meine Frage: Geht das Euch auch so? Oder kann man das besser machen? Über Bekannte hatten wir auch lange Zeit projekte, das lief richtig gut für beide Seiten. Aber dann hat der Geschäftsführer gewechselt und hat sich gedacht: Ohne Neuentwicklungen verdienen wir mehr, da sind die Aktionäre glücklicher.
Marc schrieb: > Wenn > jemand 10 Elektroniker im Internet anschreibt gewinnt der Billigste, das > sind meist nicht wir, aber wenn doch dann weil wir zu niedrig kalkuliert > haben... Wenn jemand nur völlig austauschbare Kompetenzen anbietet, passiert sowas. Oliver
Oliver S. schrieb: > Wenn jemand nur völlig austauschbare Kompetenzen anbietet, passiert > sowas. Meine Erfahrung ist eher: 80% der Projekte brauchen nur Dinge, die eigentlich jeder Elektroniker kann. Das sind die Projekte wo man gemand auf Google-Maps nach Elektronik-Ingenieur sucht und uns findet. Das wir Erfahrung (und Messtechnik) im 2-stelligen GHz haben oder hochzuverlässiger Industrieelektronik, Space, Medizin, hochpräzise Strommessungen, ATE, weltweite Zulassung etc. - das interessiert für die meisten Projekte nicht. Oder ist das bei Euch anders? Bekommt ihr direkte Anfragen weil ihr etwas besonders gut könnt, die genau Euch suchen weil nur ihr etwas bestimmtes könnt?
Oliver S. schrieb: > Wenn jemand nur völlig austauschbare Kompetenzen anbietet, Hmm, in meiner (Arbeits-)Welt sind die meisten Kompetenzen austauschbar. Es kann nicht jeder in einer Nische arbeiten. So viele Nischen gibt es leider nicht! Und wenn alle in Nischen arbeiten würden, dann wären es keine Nischen mehr. :-) btw.: in unserer kleinen Stadt gibt es fünf Frisöre. Alle können gut davon leben, und das, obwohl alle auch Herren die Haare schneiden. ;-) ciao Marci
Marci W. schrieb: > Hmm, in meiner (Arbeits-)Welt sind die meisten Kompetenzen austauschbar. Wenn das so wäre, hätte man mich schon vor 30 Jahren 'freigesetzt'. Es gab / gibt genug Kollegen mit einer auf dem Papier gleichwertigen bzw. höheren Ausbildung, die aber den realen Alltag nicht gebacken bekommen, sobald er vom Standard abweicht. > btw.: in unserer kleinen Stadt gibt es fünf Frisöre. Alle können gut > davon leben, und das, obwohl alle auch Herren die Haare schneiden. ;-) Garnicht so abwegig: Alle haben gelernt, Haare zu schneiden, aber meiner ist trotzdem nicht im nahen Nachbarort - der etwas weiter weg hat eine Mitarbeiterin, die ihr Handwerk gemäß meinen Wünschen beherrscht.
Vielleicht noch ein etwas anderer Tipp (aus eigener Erfahrung heraus): Bei Auftragsflaute einfach eigene Projekte/Produkte vorantreiben. Gerade durch den Kundenkontakt und deren Anfragen erhält man schon viele Ideen und Anregungen. Ich habe damals auch als Dienstleister begonnen, aber nach und nach eigene Produkte auf den Markt gebracht. Klar, das erfordert Gewerbe, aber die Möglichkeiten übersteigen mMn die Nachteile bei weitem. Das Wissen bzgl. Elektronikentwicklung ist ja (hoffentlich) bei Euch vorhanden und von da aus ist der Schritt zu einem eigenen Produkt nicht mehr so weit. Einfache Bestückungsautomaten kosten nicht mehr die Welt, einfache Fräsen auch nicht mehr, Gehäuse kann man zukaufen. Seit vielen Jahren arbeiten wir nur noch an unseren Produkten, die sich dabei auch immer weiter diversifizieren (CNC-Bearbeitung, Spritzgießen). Mit jeder neuen Maschine steigen natürlich die Möglichkeiten und die Bandbreite. Und das Schöne: der Gewinn bleibt komplett im Hause und gerade in heutigen Zeiten sind Kunden sehr dankbar dafür, wenn man sagen kann: wir fertigen 95% eines Produktes selbst. Marci W. schrieb: > So viele Nischen gibt es leider nicht! Und wenn alle in Nischen arbeiten > würden, dann wären es keine Nischen mehr. :-) Doch, das wären dann immer noch Nischen - eben viele Nischen. Und ich bin durch die Anfragen unserer Kunden und der Messebesuche der Meinung: es gibt wirklich reichlich Nischen. Wenn ich Leute höre, die verkünden: "Es gibt praktisch alles schon!", dann würde ich denen gerne mal nur die Liste der erfolgsversprechenden Kundenvorschläge vom letzten Jahr zeigen. Und in die nehme ich nur auf, was mindestens dreimal angefragt wurde. Diese Nischen müssen erstmal alle besetzt sein. Und dann gibt es noch die Privaten mit ihren Wünschen. Das nur als Anregung :-)
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Chris D. schrieb: > Doch, das wären dann immer noch Nischen - eben viele Nischen. Nischen = Projekte die sich nicht lohnen. Deshalb bedient diese "Nischen" auch keiner. Man sucht halt nen Dummen der es macht, irgendein Schwachkopf findet sich immer der sich das schönrechnet.
Frank D. schrieb: > Chris D. schrieb: >> Doch, das wären dann immer noch Nischen - eben viele Nischen. > Nischen = Projekte die sich nicht lohnen. Deshalb bedient diese > "Nischen" auch keiner. Man sucht halt nen Dummen der es macht, irgendein > Schwachkopf findet sich immer der sich das schönrechnet. Man muss es differenzierter sehen. Es lohnt sich nur für die Großen nicht (wir hier sind zu zweit). Die Nische bspw., die ich damals mit meinen Durchflussmessern als erstes besetzt hatte, wirft auch heute noch sehr, sehr gutes Geld ab, wäre aber für einen Mittelständler eine uninteressante Stückzahl. Natürlich muss aber auch eine Nische eine gewisse Größe haben, damit sich die Entwicklung und Produktion für ein Kleinunternehmen lohnt. Nur weil irgendjemand mal eine Idee hat, ist das noch keine rentable Nische. Aber - eine Nische heisst eben auch: 1.) die Großen/Chinesen interessieren sich nicht dafür 2.) ein anderer Kleiner springt kaum in dieselbe Nische, weil da eben schon jemand ist und es sich dann für den zweiten kaum lohnt. Beides führt zu einer gewissen Komfortzone auf dem Markt :-) Den Massenmarkt können wir Kleine nicht bedienen - da sind wir chancenlos. Aber Klein- und auch mittlere Serien sind durchaus lohnenswert. Sehe ich hier gerade wieder bei reinem Spritzguss: der Chinese kann es billiger, aber eben mit extrem schwankender Qualität. Kunde genervt, zahlt dann jetzt lieber etwas mehr, hat aber dafür jemanden vor Ort, den er erreicht und der dann auch Feinheiten sofort umsetzen kann. Kurze Wege und einfache, schnelle Kommunikation sind bares Geld - gerade wenn es Probleme gibt. Und das erkennen meiner Beobachtung nach mehr und mehr Kunden. Es gibt für den Kunden kaum besseres, als wenn er direkt Entwickler UND Produzenten an der Strippe hat.
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Als Freiberufler hatte ich mich dazu mit eigener Webseite telefonisch mit Google Adwords beraten . D.h.zuerst war meine Webseite online und daraufhin wurde ich von Google angeschrieben und bei anschließenden Telefonaten bekam ich auch Tipps zur verbesserung dieser . Daran anschließend gab es dann Abfragen von Google in welcher Stadt oder Region bzw Radius ich aktiv sein möchte . Und auch zu welchen Tagen der Woche und Uhrzeit um nicht unnötig zufällige Klicks zu bekommen - diese klicks von den Usern bzw zukünftigen Kunden sind nämlich kostenpflichtig. Um aber zb bei von jemanden versuchten Suche bei Google an oberster Position zu stehen muss man selbst einen Klickpreis bestellen bzw bestimmen welcher oberhalb der zu diesem Zeitpunkt gerade Up to Date ist. Gruß Jörg Dort
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