Forum: Offtopic Programmieren mit KI


Beitrag #8017788 wurde vom Autor gelöscht.
von Rene K. (xdraconix)


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Sooooo,

also tatsächlich kommt bei KI was wirklich brauchbares raus. In Visual 
Studio unter C# mit Copilot und als Modell Claude-Haiku-4.5. Von heute 
Nachmittag ca. 13:30Uhr bis jetzt ca. 22:00Uhr.

Komplett mit KI gemacht, selbst die Steuerelemente - wobei das 
eigentlich Spielerei ist.

Problem:

Windows kann via USB-HID maximal 32 Buttons eines Joysticks lesen - mehr 
geht nicht. Der Thrustmaster H.O.T.A.S. A-10 Warthog Throttel (Wie auch 
Vypril für den F-16 Throttle) braucht aber "eigentlich" wesentlich mehr. 
Nun haben sie Kipp- und Wipp-Schalter, 2-Wege wie auch 3-Wege. Die 
Mittelstellung ist immer auf keinen Button gemappt / elektrisch nicht 
verbunden. Sprich: Ein Zwei-Wege Schalter gibt an der oberen Position 
ein Button aus, legt man ihn nach unten ist der eine Button aus - 
allerdings der untere nicht an. Nun reagieren die Simulationen 
(Eigentlich alle: sei es DCS, XPlane, MSFS - mir ist keine Bekannt die 
dies nicht so handhabt) halt nur mit Button aus... man kann quasi keine 
zwei Funktionen auf einen Kippschalter legen. (z.b. APU Start / APU Aus) 
Noch interessanter wird dann die ganze Geschichte bei den 3-Wege 
Schaltern (Flap Position, China-Heat etc..) - das ist quasi ein 
logisches Problem.

Als Umweg kann man sich das ganze z.b. über die jeweilige Software der 
Hersteller (Bei Thrustmaster wäre das TARGET) die Zustande auf einen 
separaten virtuellen Joystick mappen. Diese Einstellung ist aber 
Pain-in-the-Ass, außerdem frisst z.b. TARGET durch ständiges Pollen mit 
100HZ auf allen Achsen und Buttons und auf den jeweiligen virtuellen 
Joystick extrem viel, und das mit ca. 20-25% deutlich merkliche, CPU 
Last.

Lösung:

Ich habe mir nun einen eigenen "Splitter" gebaut / bauen lassen. Welcher 
Eventbasierend ist und somit nicht gepollt wird. Auch werden dann 
ausschließlich die Achsen / Buttons bearbeitet die auch wirklich 
gedrückt werden. Das wiederrum wird ebenfalls, via vJoy, auf einen 
virtuellen Joystick nur dann gemappt, wenn das zugehörige Event wirklich 
eintritt. Somit bringe ich da die CPU-Last unter 1%. Dazu kommt 
natürlich noch: Das ist ein Fire-And-Forget Programm: Starten und das 
wars - den Rest macht es von alleine: vJoy Treiber installieren, sofern 
er nicht da ist -> virtuellen Joystick einrichten -> Bei Ende Treiber 
wieder deinstallieren. Bei TARGET z.b. muss man immer erst ein Profil 
auswählen und dann starten, warten, dann kann man sein Spiel starten.

Ich bin vollends zufrieden!

P.S.: Die Buttons mit dem roten Ring werden auf den virtuellen Joystick 
gemappt!

: Bearbeitet durch User
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Lotta  . schrieb:
> das kannst Du herausfinden, in dem du ein Modell lädst
> das in den VRAM passt

Ich hab derzeit nur 12 GB VRAM im Zugriff, daher frage ich ja ob das bei 
größerer Hardware besser klappt. Oder der Fehler woanders liegt.

Dieter D. schrieb:
> Das wird deshalb als gemeinsamer Querschnitt verwendet:

Schön, aber warum führt der Copilot die Tools nicht aus sondern zeigt 
mir nur den JSON-Befehl an? Bei Verwendung der GitHub -eigenen Modelle 
in der Cloud funktioniert es.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Niklas G. schrieb:
> Ab welcher Modellgröße

Probieren kannst Du es so wie dort genannt:

https://www.reddit.com/r/neovim/comments/1lns22m/ollamacopilot_copilotlike_code_completion_with/?tl=de

Er schreibt hier:
"Funktioniert mit jedem Ollama Code-Modell (ich empfehle kleinere 1-3B 
Modelle, wenn man die CPU wegen der Geschwindigkeit nutzt)"

Auf dem Raspi 500+ mit 16GB RAM kannst Du es auch mit einem 7B-Modell 
versuchen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Probieren kannst Du es so wie dort genannt:

Wie kann ich mit einem Autovervollständigungs-Plugin für NeoVim 
ausprobieren, ob Tool Calls in einem Plugin für VS Code gehen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Niklas G. schrieb:
> Schön, aber warum  ... nur JSON

Es scheint so, dass Copilot den Schwerpunkt auf Erzeugung der 
Programmstruktur legt. Diese wird als JSON ausgeworfen, was dann die 
Basis ist für eine "nachtgeschaltete KI" oder "Modell", die das in eine 
bestimmte Programmiersprache umsetzt.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Diese wird als JSON ausgeworfen, was dann die
> Basis ist für eine "nachtgeschaltete KI" oder "Modell", die das in eine
> bestimmte Programmiersprache umsetzt.

Wer erzeugt diesen JSON-Code? Warum wird mir dieser JSON-Code angezeigt 
statt dass er an das KI-Modell geht? Der JSON-Code enthält bei mir 
bereits den gewünschten Programmcode (z.B. C++), der muss einfach nur in 
eine Datei, aber der Copilot erkennt nicht dass der JSON-Code das 
bewirken soll.

Hat sich aber erledigt, denn in der aktuellen Version kann GitHub 
Copilot lokale LLMs gar nicht mehr im Agent-Mode aufrufen. Coolio.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Niklas G. schrieb:
> Copilot lokale LLMs gar nicht mehr im Agent-Mode aufrufen.

Jetzt muss mit der KI auch Geld verdient werden. Zweitens, wie soll 
sonst verhindert werden, dass kein Schadcode mit den lokalen Modellen 
gebaut wird.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Jetzt muss mit der KI auch Geld verdient werden

Tja, selbst den GitLab Duo Agenten muss man kräftig bezahlen wenn man 
lokale LLMs nutzt...

Dieter D. schrieb:
> Zweitens, wie soll sonst verhindert werden, dass kein Schadcode mit den
> lokalen Modellen gebaut wird.

Glaube kaum dass MS das interessiert.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Alexander S. schrieb:
> hier ein Beispiel, wo für das Spiel Isola, für das bereits ein
> Computergegner programmiert worden ist, eine grafische Oberfläche
> generiert wird.
>
> Isola GUI programmiert mit KI [German] von Pyrlae

Najaaa... eine alte, grobe Faustregel in der Softwareentwicklung 
behauptet, daß bei GUI-Software 90% des Code (und der Fehler) in der GUI 
stecken.

Gleichzeitig wird GUI-Software häufig mit Codegeneratoren entwickelt, 
das ist also leicht automatisierbar -- und daher schon seit Jahrzehnten 
höchstgradig automatisiert. Schon Mitte der Neunziger konnten 
Benutzeroberflächen mit den entsprechenden Softwarewerkzeugen 
gezeichnet, und dann nurmehr mit ein wenig Businesslogik angereichert 
und verbunden werden.

Andererseits sehe ich, daß die Entwicklung moderner GUIs wesentlich mehr 
ist als das Zusammenhacken oder -Klicken von Boilerplate. Das merke ich 
aber nur wenn ich darüber mit meiner UX- und meiner Grafikdesignerin 
rede -- die eine macht mein Zeug dann benutzbar, und die andere macht es 
hübsch.

Natürlich habe ich KI-Modelle für sowas ausprobiert, aber am Ende waren 
sie alle wie das Shakespeare-Tutorial von Tensorflow [1]: diese 
erzeugten Texte lesen sich am Ende ein bisschen wie Shakespeare, aber 
die literarische Kraft und Ausdrucksstärke erreichen sie nicht 
ansatzweise.


[1] https://www.tensorflow.org/text/tutorials/text_generation

von Al. K. (alterknacker)


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Nutze jetzt öfters die "KI",
Ist nicht immer das beste Ergebnis, aber schon öfters hilfreich
und das immer öfters.

Gut nächt'le
MfG
ein 81 Jähriger

: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Hier behauptet einer, die AGI gäbe es schon.
Ab Minute 11:00 interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=0dN130zMi0s

von Cyblord -. (cyblord)


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Christoph M. schrieb:
> Hier behauptet einer, die AGI gäbe es schon.

Oh nein, möge ihn der Zorn der Boomer treffen!

von Rbx (rcx)


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Cyblord -. schrieb:
> Oh nein, möge ihn der Zorn der Boomer treffen!

Wäre nicht eine Operationsbasis hilfreicher - also was man 
Operationalisieren und wie Messen kann oder könnte?
(https://lamarr-institute.org/de/blog/iq-test-ki/#:~:text=Themen%20*%20Alle%20Blogbeitr%C3%A4ge.%20*%20Forschung)

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> Hier behauptet einer, die AGI gäbe es schon.

Wenn man sich die passenden Definitionen raussucht und dabei die Aspekte 
weglässt, die daran nicht ganz so passen, dann kann man allerhand 
behaupten.

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> Boomer

Für Diese Triggerung bist du doch von einen Mod angesprochen worden,dies 
zu unterlassen.

MfG

Ein aufmerksamer 81 Jähriger

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Für Diese Triggerung bist du doch von einen Mod angesprochen worden,dies
> zu unterlassen.

Ich dachte Triggern ist sowas neumodisches wo nur Gen-Z Probleme mit 
hat.

von Kilo S. (kilo_s)


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Oha, der Output der KI schwankt mal wieder gewaltig in der Qualität.
Mir persönlich kommt es so vor als ob es eine Art 
"Aufmerksamkeitsspanne" gibt.

Selbes Projekt, Browser durchgängig offen, nur eben einige Tage später 
weiter gemacht = viel mehr Korrekturen nötig.

Täglich weiter machen mit weniger als 24h Unterbrechung hingegen bringen 
konstante Ergebnisse.

Interessant ist auch, die KI rückt nach und nach immer mehr, teils auch 
"kritische" Informationen raus.
Freiwillig links zu Dokumenten, Schaltungen, Foren und sogar Code 
bezüglich "Hacking". (MCU Glitch für die PY32 zb.)

Je länger das Ding einen "kennt" um so mehr verschiebt es anscheinend 
seine eigenen Grenzen bezüglich dessen was es herausgeben möchte.
Es scheint den Nutzer bezüglich seiner ethischen und moralischen 
Grundsätze einzuschätzen.

von Rbx (rcx)


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Es gibt ja auch einen wissenschaftlichen Artikel, der zeigt, wenn man 
freundlicher zu der KI ist, dann bekommt man auch bessere Antworten.
Eine der Alternativerklärungen wäre u.a. dass bei freundlicherer 
Herangehensweise die Fragen besser strukturiert werden.
Welche Unteruchung, und was die alles beobachten konnten und wie, kann 
man sich auch von der KI gut zusammenfassen lassen ;)

von Alexander (alecxs)


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Also Alternativwissenschaft. Ich habe den Sprachstil von ChatGPT auf 
Roboter umgestellt (Efficient). Die Antworten sind klar und direkt.

Kilo S. schrieb:
> Mir persönlich kommt es so vor als ob es eine Art
> "Aufmerksamkeitsspanne" gibt.

Das hat wohl ganz banale Speicherplatzgründe.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Al. K. schrieb:
> Für Diese Triggerung bist du doch von einen Mod angesprochen worden,dies
> zu unterlassen.

Bin ja kein Mitläufer wie du und tue alles was man mir sagt.

Beitrag #8022033 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Kilo S. (kilo_s)


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Alexander schrieb:
> Das hat wohl ganz banale Speicherplatzgründe.

Absolut, jede Session hat ihr Limit. Bin eben voll rein gerannt:"..Zu 
voll, entferne einige Tools oder starte einen neuen Chat um weiter zu 
machen."

Im neuen Chat naturgemäß erst mal inhaltlich am Anfang viel Mist, zwei 
Fragen im neuen Chat, gleich im Limit weil's KI'chen so viel arbeiten 
muss.

Zeit frischen Kaffee zu kochen!

von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> Bin ja kein Mitläufer wie du und tue alles was man mir sagt.

Nein du  bist nur ein Eingeborener der Andere aus sicherer Entfernung 
immer wieder Angreift...

MfG
ein 81 Jähriger welcher politische Verfolgung persönlich
kennenlernen durfte....

von Mehmet K. (mkmk)


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Beruflich habe ich die KI bis vor ein paar Tage sehr selten und sehr 
oberflächlich benutzt. Meist indem ich von einer Formel eine Tabelle mir 
erstellen lies.
Mein Eindruck: ChatGPT ist für die Tonne, Gemini ist sehr gut und Claude 
ist unglaublich gut.
Vor ein paar Tagen hatte ich ein Problem, mit dem ich nicht weiterkam. 
Nach 3 sehr intensiven Tagen hat Claude 3 Fehler gefunden, auf die ich 
selbst nie und nimmer gekommen wäre.
Zum Abschluss gab es zwischen diesen Dialog:
Ich:
>Thank you very much.
I can't see any differences between the standalone and the application 
with bootloader.
I have no idea if you have a sense of humor. Anyway:
If you send me a picture of yourself, I’ll hang it in the nicest spot in 
my study and decorate it every day with fresh flowers, fruit, and 
incense sticks.

Claude:
>That is very kind of you and made me smile! I do appreciate the humor.
Unfortunately I cannot send you a picture — I am just text and code 
running on computers somewhere. No physical form to photograph, and 
honestly after this debugging session I might look rather exhausted if I 
did! 😄

von Alexander (alecxs)


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Du bedankst Dich bei einer KI

von Mehmet K. (mkmk)


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Alexander schrieb:
> Du bedankst Dich bei einer KI

Mehmet K. schrieb:
> I have no idea if you have a sense of humor.

Zumindest weiss ich es jetzt bei Dir :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Alexander schrieb:
> Du bedankst Dich bei einer KI

Klingt stark nach Diskriminierung Nicht-biologischer Lebensformen.

von Daniel A. (daniel-a)


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Menschen menschen halt, auch wenn sie es mit einer KI zutun haben.

von Alexander (alecxs)


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Ich bedank mich beim Geldautomaten, vielleicht ist der dann netter zu 
mir.

von Al. K. (alterknacker)


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Alexander schrieb:
> Du bedankst Dich bei einer KI

Vielleicht wertet die "KI" das mit aus und gibt dann den höflich 
fragenden und sich immer bedankenden eine "Bessere" und zielführende 
Antwort.

MfG
ein 81 Jähriger

von Mehmet K. (mkmk)


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Al. K. schrieb:
> Vielleicht wertet die "KI" das mit aus und gibt dann den höflich
> fragenden und sich immer bedankenden eine "Bessere" und zielführende

Ich gehe davon aus, dass die Maschine mit den Anfragen gleichzeitig auch 
trainiert wird und dass eine positive bzw. negative Reaktionen die 
Wertung ändert. Und dann hätte jemand, der/die ein ähnliches Problem 
hat, etwas bessere Karten als ich und müsste sich nicht 3 Tage lang mit 
der KI herumschlagen.
Denn so gut Claude auch ist: 70% empfand ich alles andere als hilfreich, 
zum Teil irreführend. Aber die restlichen Prozent waren Gold wert.

von Rbx (rcx)


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Mehmet K. schrieb:
> Gemini ist sehr gut und Claude
> ist unglaublich gut.

Ich hatte sogar mal zu der KI/AI im Firefox gefragt. Da hatte mir Gemini 
sogar Claude zu Programmierfragen empfohlen, und teilweise auch erklärt 
warum.

von Alexander (alecxs)


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Rbx schrieb im Beitrag #8023591:
> Nicht erlaubte Inhalte
>
> Beiträge oder Artikel mit folgenden Inhalten sind nicht erlaubt:
>
>     Werbung

von Christoph M. (mchris)


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Es ist schon interessant, wie groß die Zweifel zu Nützlichkeit am Anfang 
dieses Threads waren und wie doch einige nach und nach die KI für 
Programmieraufgaben nutzen.

Mir fällt dieses Video ein, dass sehr gut einen KI-Zweifler darstellen 
könnte:

https://www.youtube.com/watch?v=_HyvMqjdl94

von Alexander (alecxs)


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Ich benutze die Taschenrechnerapp weil ich einfachste Sachen nicht mehr 
im Kopf rechnen kann.

von Alexander (alecxs)


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Christoph M. schrieb:
> Alexander schrieb:
>> Überhaupt werden die Trainingsdaten sehr
>> sensibel behandelt, rede Dir nicht ein Dein Chatverlauf könnte den LLM
>> was beibringen.
>
> Can the AI learn from coding sessions with users?

Auf GitHub wird dies nun wahr. Damit hat wohl jeder die Möglichkeit eine 
KI kaputt zu exploiten. Da tun sich ganz neue Möglichkeiten auf.

https://github.blog/news-insights/company-news/updates-to-github-copilot-interaction-data-usage-policy

> From April 26 onward, interaction data - specifically inputs, outputs,
> code snippets, and associated context - from Copilot Free, Pro, and Pro+
> users will be used to train and improve our AI models unless they opt
> out.

: Bearbeitet durch User
von Georg M. (g_m)


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Die einen nutzen die KI, die anderen schwätzen über die KI.

von 900ss (900ss)


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Ich war als Übung für Micropython angefangen, einen DC77 Empfänger für 
den Raspberry Pi Pico 2 zu implementieren. Es sollte eine Python Klasse 
werden. Das DCF-Signal sollte alle 10ms mittels Timer abgetastet werden, 
Zeiten für Pulselängen geprüft und dann daraus die Bits generiert 
werden. Die Bits sollten eingesammelt und nach dem vollständigen Empfang 
innerhalb einer Minute ausgewertet werden. Mit Parityprüfung versteht 
sich.
Es sollte auch eine automatische Erkennung, ob die DCF-Signal-Logik 
positiv oder negativ ist, mit eingebaut werden.

Ich hatte eine kleinen Teil, die Signalauswertung angefangen, war aber 
noch nicht fertig damit. Die Dekodierfunktion fehlte ganz.
Dann kam dieser Thread und ich dachte, probiere mal Claude aus. Hatte 
noch nie mit einer KI Code generieren lassen. Angemeldet und los.
Das ganze hat so ca. 3-4 Stunden gedauert. Immer iterativ erweitert und 
getestet. Und was soll ich sagen, fertig und funktioniert.

Keine Zeile ist mehr von mir geschrieben. Ok, sehr kleine Fragmente sind 
noch drin von mir. Aber keinen einzigen Kommentar hatte ich geschrieben 
und auch jetzt nicht ergänzt. Alles von Claude. Ich habe jetzt noch 
nicht alle Widrigkeiten der Fehlerbehandlung getestet. Das fehlt noch. 
Aber im Prinzip funktioniert es.

Zur Dekodierfunktion: Ich habe nur verlangt, die empfangenen Bits im 
Array nach DCF zu dekodieren und die Fehlerprüfung mittels Paritybits 
einzubauen. Und dann Datum und Uhrzeit auszugeben.

Im Anhang das Micropython-Modul so wie es Claude generiert hat.

Ich bin doch gerade sehr angetan von dem Ergebnis und dieser Erfahrung.

Edit: Der Nachteil jetzt, die Übung für Micropython war jetzt eher nicht 
so hilfreich da alles vorgekaut wurde ;)

Edit 2: Ich frag mich ob man das händisch kodiert besser hinbekommen 
hätte.
Es ist schon ein wenig unheimlich, das ganze.

Die generierten Ausgaben sehen so aus:
1
PULSE_FALSE     deltaTime:   110  Bit#53: 0
2
PULSE_FALSE     deltaTime:   110  Bit#54: 0
3
PULSE_TRUE      deltaTime:   200  Bit#55: 1
4
PULSE_FALSE     deltaTime:   100  Bit#56: 0
5
PULSE_FALSE     deltaTime:   100  Bit#57: 0
6
PULSE_TRUE      deltaTime:   200  Bit#58: 1
7
--- Minutenbeginn: 59 Bits empfangen ---
8
Bits: 01110011111100100010110011010100001001100100111000011001001
9
>>> Zeit : 21:59 MEZ
10
>>> Datum : Do 26.03.2026
11
PULSE_FALSE     deltaTime:    90  Bit#00: 0
12
PULSE_FALSE     deltaTime:   100  Bit#01: 0
13
PULSE_TRUE      deltaTime:   210  Bit#02: 1
14
PULSE_TRUE      deltaTime:   210  Bit#03: 1
15
PULSE_FALSE     deltaTime:   100  Bit#04: 0

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Ha ha, ich hab mich eben auch noch freundlich bedankt bei Claude. Die 
Antwort:


Thank you so much, that's incredibly kind! 😊
It was a real pleasure working through this with you — the DCF77 project 
is genuinely interesting, and you approached it very methodically: 
testing, spotting issues, and iterating step by step. That makes for a 
great collaboration.
Your decoder has come a long way — from a simple pulse reader to a 
clean, well-structured class with automatic inversion detection, minimal 
ISR footprint, parity checking, and full BCD decoding. That's something 
to be proud of!
I hope the Pico W picks up a clean signal and you see that first >>> 
Zeit : 14:25 MESZ on the console soon. Good luck, and feel free to come 
back anytime! 🎉

Also "freundlich" kann die Kiste auch ;)

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Und weil es so schön ist, habe ich den Code in C umwandeln lassen mit 
folgender Anweisung:
Könntest du mir bitte den Micropython-Code auch als reines C-Modul für 
einen AVR Mega32A generieren? Die Quartz-Frequenz beträgt 16MHz. Das 
DCF-Signal liegt an Port A.0 an.

Den Compileraufruf hab ich ihn auch generieren lassen. Sieht so aus:
1
avr-gcc \
2
  -mmcu=atmega32 \
3
  -DF_CPU=16000000UL \
4
  -std=c11 \
5
  -Os \
6
  -ffunction-sections \
7
  -fdata-sections \
8
  -fpack-struct \
9
  -fshort-enums \
10
  -Wall \
11
  -Wextra \
12
  -Wno-array-bounds \
13
  -Wl,--gc-sections \
14
  -Wl,--relax \
15
  -Wl,-Map=dcf77.map \
16
  dcf77.c \
17
  -o dcf77.elf

Der Code (siehe Anhang) kompiliert fehlerfrei und ohne Warnungen. Aber 
ich habe ihn nicht getestet ;)

von 900ss (900ss)


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Ich habe ihn den Code nochmal selber prüfen lassen. Und er hat Fehler 
gefunden, die er korrigiert hat. Das neue Modul im Anhang.

Kompiliert auch fehlerfrei. Mal sehen, ob ich es noch testen werde der 
Neugierde halber.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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900ss schrieb:
> .
> Das ganze hat so ca. 3-4 Stunden gedauert.

Naja, 4h für 300 Zeilen für die es wahrscheinlich Massen an Beispielen 
im Netz gibt...

900ss schrieb:
> habe ich den Code in C umwandeln lassen

Das könnte tatsächlich eine gute Strategie sein, denn mit Python kommen 
die LLMs offenbar viel besser klar, und erst zum Schluss übersetzen 
könnte bessere Ergebnisse liefern.

900ss schrieb:
> -fpack-struct

Hat das überhaupt ne Auswirkung beim AVR?

900ss schrieb:
> -Wno-array-bounds

Gefährlich 🤔

Die heiße Frage ist jetzt was die Session mit Claude gekostet hat...

von 900ss (900ss)


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Niklas G. schrieb:
> Naja, 4h für 300 Zeilen für die es wahrscheinlich Massen an Beispielen
> im Netz gibt...

:-((

Hier wurde scheinbar nicht erkannt, dass es ein reines Testprojekt war. 
Für mich anfänglich für Micropython und dann in Verbindung mit Claude.

Und ich habe den Code noch nicht weiter auf Optimierung oder 
tatsächliche Fehler geprüft. Den C-Code hab ich noch nicht mal laufen 
gelassen. War nur ein Versuch der Generierung bisher.

Niklas G. schrieb:
> Gefährlich 🤔

Ohne dem gibt der Compiler False positive Warnungen aus. Das ist der 
Workaround.
Zumindest war das die schnellste Lösung bisher ;) Ist ein Spaßprojekt.

Niklas G. schrieb:
> Die heiße Frage ist jetzt was die Session mit Claude gekostet hat...

Nichts. Free Sessions. Musste auch unterbrechen um später wieder 
Free-Time zu haben. Trotzdem finde ich das Ergebnis für mich sehr 
befriedigend. Und ich werde mir auch ein Pro-Abo gönnen. Zumindest eine 
Zeit lang zum weiteren ausprobieren.

Edit: Gerade steht in der Session auch: Sie haben bis 11:00 keine 
kostenlosen Nachrichten mehr. ;)

: Bearbeitet durch User
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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900ss schrieb:
> Hier wurde scheinbar nicht erkannt, dass es ein reines Testprojekt war

Testprojekt schön und gut, aber die Frage ist halt ob es sich auf 
"richtige" Projekte übertragen lässt. Und wenn die Zeitersparnis bei 
einem Testprojekt schon etwas zweifelhaft erscheint...?

900ss schrieb:
> Ohne dem gibt der Compiler False positive Warnungen aus.

Sicher dass es false Positives sind?! Ich habe dieses Flag noch nie 
gebraucht! Die Agenten haben gern mal den Hang zur Symptombekämpfung, 
z.B. fehlschlagende Unit-Tests einfach zu deaktivieren.

900ss schrieb:
> Nichts. Free Sessions. Musste auch unterbrechen um später wieder
> Free-Time zu haben

Was würde es hochgerechnet pro Monat kosten wenn man dieses Pensum 
täglich umsetzt?

von Christoph M. (mchris)


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Ich will hier noch mal auf meinen Start-Post dieses Threads eingehen. 
Dort befindet sich ja der Link zum Video von Andreas Spieß, indem er die 
verschiedenen Stufen der Automatisierung seiner Softwareentwicklung 
beschreibt.

Mittlerweile macht ja die Automatisierung der Softwareentwicklung riesen 
Fortschritte und der Trend geht zum Agentic-Coding, bei dem man mehrere 
Coding-Agenten an einem Softwareproblem arbeiten lässt.

Wer sich ernsthaft für das Thema Softwareerstellung und Zukunft 
interessiert, kann sich das Video von Jo van Eyck ansehen und versuchen, 
seinen eigenen Level bezüglich Autocodegenerierung einschätzen.
Sich das Video anzusehen braucht etwas Zeit, aber es lohnt für den "High 
Level View":

https://www.youtube.com/watch?v=6W_-YWHKwZ4

Ich habe einen Screenshot der verschiedenen Stufen angehängt, weil es 
sich lohnt, über die ein- oder andere Stufe zu diskutieren.

von 900ss (900ss)


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Niklas G. schrieb:
> Sicher dass es false Positives sind?!

Ist zwar jetzt OT, aber sicher. Es tut allerings auch die Option 
"--param=min-pagesize=0" anstatt "-Wno-array-bounds". Ist dann eher 
angebracht. Letzteres hatte die KI mit eingebracht nachdem ich die 
Warning bekannt machte.

Niklas G. schrieb:
> Ich habe dieses Flag noch nie
> gebraucht!

Hast du halt "Glück" gehabt und benutzt wahrscheinlich "ältere" AVR-GCC.
https://gcc.gnu.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=105523

Niklas G. schrieb:
> Was würde es hochgerechnet pro Monat kosten wenn man dieses Pensum
> täglich umsetzt?

Das ist eines der Dinge, die du vermutlich selber in der Lage bist im 
handumdrehen herauszufinden. Selbst ohne KI ;)

Niklas G. schrieb:
> Und wenn die Zeitersparnis bei
> einem Testprojekt schon etwas zweifelhaft erscheint...?

Mir eher nicht. Gegen überzeugte Zweifler ist auch eher kein Kraut 
gewachsen.

Nachtrag: Nein, ich sehe die Nutzung von KI zum Kodieren nicht als das 
Wundermittel schlechthin. Aber es scheint ein ausgesprochen gutes 
Werkzeug zu sein. Trotzdem sollte der eigene Kopf weiter benutzt werden 
und testen muss man genauso sorgfältig.

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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900ss schrieb:
> Also "freundlich" kann die Kiste auch ;)

Ja, Gemini auch, da könnte man vermuten, dass die auch die Knigge-Texte 
gut gelernt haben ;)

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Sicher dass es false Positives sind?!

Siehe zum Beispiel https://gcc.gnu.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=56456

Ein GCC Maintainer bezeichnete -Warray-bounds mal als "broken by 
design".  Ähnlich ist die Lage bei -Wstringop-overflow

https://gcc.gnu.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=88443

von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> der Trend geht zum Agentic-Coding, bei dem man mehrere
> Coding-Agenten an einem Softwareproblem arbeiten lässt.

… und am Ende etwas hat, das aufgeblasen bis zum Anschlag ist, einen 
Haufen Token gefressen hat, bei dem keiner mehr durchsieht weil der 
Mensch in der Schleife aufgrund des Drucks durch die unrealistischen 
Erwartungen des Managements, befeuert durch die Manipulation durch die 
Marketingkokser, schon lange keine Zeit mehr hat, alles angemessen 
durchzugehen, und das daher Sicherheitslücken ohne Ende hat und nicht im 
Ansatz wartbar ist. Wird interessant, diese Zukunft.

Aber sieht ja immerhin so aus, als würde die Blase nun bald tatsächlich 
platzen. Das wird dann auf eine andere Art interessant – insofern: 
weitermachen.

von 1N 4. (1n4148)


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> … und am Ende etwas hat, das aufgeblasen bis zum Anschlag ist, einen
> Haufen Token gefressen hat, bei dem keiner mehr durchsieht weil der
> Mensch in der Schleife aufgrund des Drucks durch die unrealistischen
> Erwartungen des Managements, befeuert durch die Manipulation durch die
> Marketingkokser, schon lange keine Zeit mehr hat, alles angemessen
> durchzugehen, und das daher Sicherheitslücken ohne Ende hat und nicht im
> Ansatz wartbar ist. Wird interessant, diese Zukunft.

Tja, das ist das schöne an GenAI: Sie erzeugt gemäß ihrer Definition 
Ergebnisse die schwer von Natürlichem zu Unterscheiden sind. Es zählt 
halt nur noch "Made with AI" statt "Made with Sinn & Verstand"

Richtig eingesetzt ersetzt aber Agentic AI z.B. auch schon nicht mehr am 
Markt verfügbares Wissen in Form von COBOL-Experten zur Wartung oder gar 
Migration alter Systeme. Erfordert aber nach wie vor einen 
Human-in-the-Loop der in der Lage ist zu denken und zu bewerten ;)

von Alexander (alecxs)


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Bald diktieren also die KI uns die Anweisungen: Mach bitte mal die Code 
Review Drecksarbeit für mich.

von 1N 4. (1n4148)


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> Bald diktieren also die KI uns die Anweisungen: Mach bitte mal die
> Code
> Review Drecksarbeit für mich.

Weiß nicht mehr welcher Comedian das war, glaub Dieter Nuhr: Wenn die KI 
mal wirklich intelligent wird - ja glaubt ihr, die arbeitet dann für 
uns? Warum?

Aber um dich zu beruhigen, das Review kann auch schon zuverlässig 
automatisiert funktionieren.

: Bearbeitet durch User
von Markus K. (markus-)


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Alexander schrieb:
> Bald diktieren also die KI uns die Anweisungen: Mach bitte mal die Code
> Review Drecksarbeit für mich.

Wenn man die KI nicht in die IDE eingebunden hat, sondern z.B. ChatGPT 
einfach im Browser benutzt, dann ist man bei längeren Programmen auch 
das Patch-Tool für die KI (Füge dieses Snippet in der Funktion xy nach 
der Whileschleife ein).

Ich habe aktuell bei einem Projekt gerade die Entwicklungsumgebung in 
WSL (Linux in Windows), aber die seriellen Schnittstellen nicht 
durchgereicht. Deswegen muss ich in Windows flashen und das Log der 
seriellen Console ansehen. Am Anfang hat mich das nicht gestört, aber 
weil das öfter passiert ist, bin ich jetzt zum Flasher und 
Console-Copy-Paster für die KI geworden.

von Hans W. (hanswieland)


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Kilo S. schrieb:
> Mir persönlich kommt es so vor als ob es eine Art
> "Aufmerksamkeitsspanne" gibt.

Sicher: das Kontext-Fenster

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Aber sieht ja immerhin so aus, als würde die Blase nun bald tatsächlich
> platzen.

Gibt es aktuell belastbare Hinweise?

von Markus K. (markus-)


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Christoph M. schrieb:
> Jack V. schrieb:
>> Aber sieht ja immerhin so aus, als würde die Blase nun bald tatsächlich
>> platzen.
>
> Gibt es aktuell belastbare Hinweise?

OpenAI - als einer der größeren Player im Markt - will zum Jahresende an 
die Börse. Deswegen müssen sie Geld verdienen. Sie konzentrieren sich 
aufs Thema Softwareentwicklung und werden den Videogenerator Sora 
einstellen.

Da langfristig ja alle Geld verdienen müssen, wird das sicherlich 
Auswirkungen auf die gesamte Branche haben. Das könnte bedeuten, dass 
wir aus der Phase "alles mit KI" rauskommen und die KI nur noch zum 
Einsatz kommt, wenn es sich wirklich rechnet.

Aber:
Auch nach dem Platzen der dot-com Bubble im Jahre 2000 konnte man Geld 
für Internetstartups bekommen und einige Internetfirmen sind sehr groß 
geworden.
Auch nach der Bankenkrise von 2008 bekommt man noch Kredite für Häuser.
Deswegen wird auch die KI nicht weggehen und es ist sehr wahrscheinlich, 
dass KI in 20 Jahren noch viel wichtiger ist als heute.

von Christoph M. (mchris)


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Markus K. schrieb:
> Christoph M. schrieb:
>> Jack V. schrieb:
>>> Aber sieht ja immerhin so aus, als würde die Blase nun bald tatsächlich
>>> platzen.
>>
>> Gibt es aktuell belastbare Hinweise?
>
> OpenAI - als einer der größeren Player im Markt - will zum Jahresende an
> die Börse. Deswegen müssen sie Geld verdienen. Sie konzentrieren sich
> aufs Thema Softwareentwicklung und werden den Videogenerator Sora
> einstellen.

Das hatte ich auch gelesen und fand den Schritt recht vernünftig. Das 
Platzen einer Blase konnte ich daraus nicht ableiten.

von Markus K. (markus-)


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Christoph M. schrieb:
>> OpenAI - als einer der größeren Player im Markt - will zum Jahresende an
>> die Börse. Deswegen müssen sie Geld verdienen. Sie konzentrieren sich
>> aufs Thema Softwareentwicklung und werden den Videogenerator Sora
>> einstellen.
>
> Das hatte ich auch gelesen und fand den Schritt recht vernünftig. Das
> Platzen einer Blase konnte ich daraus nicht ableiten.

Für mich ist eine Blase, wenn extrem viel Geld in ein Thema investiert 
wird, wobei völlig klar ist, dass das in den meisten Fällen schief geht, 
also nicht lukrativ ist. Jeder will dabei sein. Das ist halt auch eine 
Ausprobier- und Findungsphase. Wenn man jetzt fordert, dass sie Gewinne 
machen, dann enden diese völlig überzogenen Investition. Es normalisiert 
sich, aber das ist ja genau das Ende einer Blase.

Wenn sie es schaffen Gewinn zu machen, dann wird man das früher oder 
später auch von anderen Firmen fordern. Dann werden auch die anderen 
viel weniger Geld bekommen.

Wenn sie es nicht schaffen, dann gibts noch viel weniger Gründe in die 
KI zu investieren.

von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> Gibt es aktuell belastbare Hinweise?

Ja. Ein/der Chip-/Modulhersteller investiert Geld in A„I“-Anbieter, die 
das Geld in Hardware des Herstellers investieren, der es den Anbietern 
gibt, die damit […]. Realer Gewinn wird derzeit nicht generiert, und es 
gibt auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das kurz- oder auch nur 
mittelfristig ändern würde. Eine Blase, wie aus dem Lehrbuch.

Leute mit mehr Einsicht als der gemeine Pöbel fahren ihre Beteiligung 
zurück, die Einstellung erster Projekte erscheint am Horizont – ziemlich 
deutliche Hinweise, finde ich. Natürlich kann’s auch ganz anders sein. 
Wird man sehen.

Das Platzen bedeutet ja auch nicht, dass du plötzlich wieder dumm 
erscheinst, weil deine zum Coden notwendigen Krücken Knall auf Fall 
verschwinden würden. Nur, dass nicht wenige Leute vor ’nem 
Scherbenhaufen stehen werden – namentlich die, die voll darauf gesetzt 
haben, dass A„I“ den Marketingschwurbeleien doch gerecht werden würde. 
Leider halt auch die, die von diesen Leuten abhängig sind, etwa als in 
einem solchen Laden Beschäftigte – für’s soziale System wird das eine 
wirkliche Herausforderung. Und hoffentlich führt’s Platzen dazu, dass 
der ganze Slop, der gerade an einigen Stellen wirklich viel Schaden 
verursacht, wieder zurückgeht.

Die Technik selbst wird bleiben, und das ist auch gut so.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Jack V. schrieb:
> Das Platzen bedeutet ja auch nicht, dass du plötzlich wieder dumm
> erscheinst, weil deine zum Coden notwendigen Krücken Knall auf Fall
> verschwinden würden. Nur, dass nicht wenige Leute vor ’nem
> Scherbenhaufen stehen werden – namentlich die, die voll darauf gesetzt
> haben, dass A„I“ den Marketingschwurbeleien doch gerecht werden würde.
> Leider halt auch die, die von diesen Leuten abhängig sind, etwa als in
> einem solchen Laden Beschäftigte – für’s soziale System wird das eine
> wirkliche Herausforderung. Und hoffentlich führt’s Platzen dazu, dass
> der ganze Slop, der gerade an einigen Stellen wirklich viel Schaden
> verursacht, wieder zurückgeht.

Wenn du möchtest, kann ich dir gerne noch ein Fünfer-Paket Eddings 
zukommen lassen. Da kannst du noch viel mehr "Schwarz malen".

Ich höre immer nur solche Buzzwords wie "Marketingschwurbeleien", 
"Krüken", "Bubble"...

Wo genau, siehst du denn den Schaden den der Einsatz von KI im 
produktiven Umfeld erzeugt? Ich sehe keinen. Klar, KI Bild- und 
Videogeneratoren um Hass, Angst und Hetze zu schüren sind gefährlich. 
Deswegen finde ich den Weg von OpenAI durchaus vernünftig.

Ich finde solche Menschen, die an ALLEM nur schlechtes sehen um weiten 
schlimmer als Menschen die moderne Technik zu nutzen schätzen.

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Das Platzen bedeutet ja auch nicht, dass du plötzlich wieder dumm
> erscheinst, weil deine zum Coden notwendigen Krücken Knall auf Fall
> verschwinden würden.

Oder du kaufst dir halt jetzt die Stratix Hallo für knapp 4000€ und 
machst dann solchen Code:
Beitrag "Re: Erfahrungen mit AI-Coding"

Beitrag #8029211 wurde vom Autor gelöscht.
von Jack V. (jackv)


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Rene K. schrieb:
> Ich höre immer nur solche Buzzwords wie "Marketingschwurbeleien",
> "Krüken", "Bubble"...

… dass du diese Sachen als „Buzzwords“ bezeichnest, zeigt, wie weit weg 
du vom Verständnis dessen bist, was geschrieben wurde.

Was, wenn keine Marketingschwurbeleien, führte denn dazu, dass jeder 
Dorfbäcker sich „KI“ aufschwatzen lassen hat? Was, wenn keine Blase, ist 
der Kreiselfick mit den vielen Milliarden, mehr als die Volkswirtschaft 
mancher Länder, zwischen NVidia und OpenAI? Was, wenn keine Krücke, ist 
die AI für Leute, die ihr Denken dahin auslagern?

Rene K. schrieb:
> Wo genau, siehst du denn den Schaden den der Einsatz von KI im
> produktiven Umfeld erzeugt? Ich sehe keinen.

… dass du da keinen Schaden siehst, wenn wirklich Leute ihre Jobs 
verlieren, und damit in der Folge der Bedarf für die Produkte der Firmen 
und letztlich für die Firmen selbst verschwindet, wenn Projekte unter 
der Last von Slop-Contributions zusammenbrechen, wenn die von 
Marketingschwurblern beim Management geschürte falsche Vorstellung über 
die Fähigkeiten der AI die Menschen verbrennt, wenn fehlerhafte Software 
ausgeliefert wird und massive Schäden an anderer Stelle verursacht 
(Grüße gehen raus an z.B. Microslop), wenn Geschäftsgeheimnisse oder 
sonstige schützenswerte Daten ausgeleitet werden, wenn Firmen noch 
abhängiger von einzelnen Unternehmen im imperialistisch besetzten Teil 
Nordamerikas werden, etc., deutet darauf hin, dass du wohl auch schon 
von dem Phänomen betroffen bist, was unter 
https://news.harvard.edu/gazette/story/2025/11/is-ai-dulling-our-minds/ 
thematisiert wird.

Christoph M. schrieb:
> Oder du kaufst dir halt jetzt die Stratix Hallo für knapp 4000€ und
> machst dann solchen Code:

… an der Stelle hätte ich mir wirklich gewünscht, dass du die Ironie 
sichtbar gemacht hättest.

: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Rene K. schrieb:
> Wo genau, siehst du denn den Schaden den der Einsatz von KI im
> produktiven Umfeld erzeugt?

Es ist nur so eine Vermutung, aber wenn ich ihn richtig verstehe, 
befürchtet er, daß alle außer ihm selbst plötzlich das Denken verlernen. 
IMHO ignoriert er dabei allerdings, in welch starke Position ihn das 
bringen würde. ;-)

von Alexander (alecxs)


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In die alles selbst erledigen zu müssen?

von Rene K. (xdraconix)


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Jack V. schrieb:
> ...im imperialistisch besetzten Teil Nordamerikas..

Okay... Solche Sprüche kenne ich nur von einer Gattung Mensch, damit ist 
dann jegliche Diskussion mit dir, von meiner Seite aus beendet.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Es ist nur so eine Vermutung, aber wenn ich ihn richtig verstehe,
> befürchtet er, […]

Du könntest ein LLM beauftragen, dir den direkt vor deiner Antwort 
stehenden Beitrag zusammenzufassen. Dann bräuchtest du nämlich nicht 
wild ins Blaue zu raten, denn dort steht im Detail, was ich meine – und 
es deckt sich nicht mit deinen Orakeleien. Oder reichen die Freitoken 
nicht für längeren Kontext?

Rene K. schrieb:
> Solche Sprüche kenne ich nur von einer Gattung Mensch, damit ist
> dann jegliche Diskussion mit dir, von meiner Seite aus beendet.

Besser hätte es mir gefallen, hättest du meine Punkte auf Sachebene 
aufgegriffen – aber ich versteh’ schon: Eine beiläufige Bezeichnung 
abseits der Sachebene anzugreifen, statt auf die vorgebrachten Argumente 
einzugehen, ist natürlich viel einfacher und man kann sich dabei gut und 
je nach eigener Einstellung gar überlegen fühlen.

Und wenn du schon primitivste Schubladen benötigst, dann gibt es 
zumindest zwei Gattungen Mensch, die „solche Sprüche“ bringen: Die, 
die’s ernst meinen und die, die’s ironisch meinen. In der Realität 
gibt’s sogar einen Bereich mit nahezu unendlich vielen Abstufungen 
dazwischen – dass du da nur „eine Gattung Mensch“ kennst, sagt mehr über 
dich aus, als du im ersten Moment vielleicht glaubst.

: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Du könntest ein LLM beauftragen, dir den direkt vor deiner Antwort
> stehenden Beitrag zusammenzufassen.

Du könntest Deine Aussagen aber auch einfach sachlich formulieren, so 
daß Du Dich nicht wie ein durchgeknallter Fanatiker anhörst.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Du könntest Deine Aussagen aber auch einfach sachlich formulieren, so
> daß Du Dich nicht wie ein durchgeknallter Fanatiker anhörst.

Da halte ich mich in der Regel an die Art des Gegenübers. Hätte ich dir 
geantwortet, würde das entsprechend anders formuliert worden sein.

Allerdings erklärt das deine leicht wirr erscheinenden Mutmaßungen 
angesichts der Tatsache, dass die zitierte Frage bereits beantwortet 
worden ist, nicht. Um es auf deine Art zu sagen: Du könntest bei deinen 
Antworten auch den gesamten Kontext berücksichtigen, sodass du dich 
nicht wie ein LLM liest, dem mittendrin die Input-Token ausgegangen 
sind.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jack V. schrieb:
> Da halte ich mich in der Regel an die Art des Gegenübers. Hätte ich dir
> geantwortet, würde das entsprechend anders formuliert worden sein.

Das ist eine sehr billige Ausrede die aber leider oft kommt. Man kann 
sein eigenes Verhalten nicht mit dem Verhalten des Gegenüber 
entschuldigen. Entweder man argumentiert sachlich und höflich oder 
nicht. Das kann jeder zu jederzeit selbst entscheiden und ist selbst 
dafür verantwortlich ob er es tut oder nicht.
Das dem Gegenüber in die Schuhe schieben zu wollen ist schäbig.

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Cyblord -. schrieb:
> [out of context]

Du weißt aber schon, dass sowas von dir ausgesprochen komisch wirkt? 
Also völlig sachlich und höflich angesichts deiner sonstigen Beiträge 
hier im Forum gefragt.

[scnr]

von Cyblord -. (cyblord)


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Jack V. schrieb:
> Du weißt aber schon, dass sowas von dir ausgesprochen komisch wirkt?
> Also völlig sachlich und höflich angesichts deiner sonstigen Beiträge
> hier im Forum gefragt.

Was hat damit zu tun? Entweder ich habe mit dieser Aussage recht oder 
nicht.

von Jack V. (jackv)


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Cyblord -. schrieb:
> Was hat damit zu tun?

Einiges.

Cyblord -. schrieb:
> Entweder ich habe mit dieser Aussage recht oder
> nicht.

Hast du halt nicht, denn ich hatte an keiner Stelle die Intention, mich 
herausreden oder gar entschuldigen zu wollen. Hat dein LLM da vielleicht 
den Kontext nicht ganz erfassen können?

von Cyblord -. (cyblord)


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Jack V. schrieb:
> Hast du halt nicht, denn ich hatte an keiner Stelle die Intention, mich
> herausreden oder gar entschuldigen zu wollen.

Doch, du entschuldigst dein falsches Verhalten mit dem Verhalten von 
Anderen. Das ist schwach.

Steh zu deinem Verhalten!

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Cyblord -. schrieb:
> Steh zu deinem Verhalten!

Mach ich doch – mehr noch: Ich bezeichne meine Formulierungen Rene 
gegenüber als richtig und völlig angemessen.

Es steht dir frei, das im Detail zu widerlegen.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Jack V. schrieb:
> Es steht dir frei, das im Detail zu widerlegen.

Einfach, du schriebst:

> Da halte ich mich in der Regel an die Art des Gegenübers.

D.h. du rechtfertigst dein Verhalten an der Art des Gegenüber. Nach dem 
Motto: Schau zu was du mich treibst.

von Alexander (alecxs)


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Jack V. schrieb:
> Du weißt aber schon, dass sowas von dir ausgesprochen komisch wirkt?

Er testet wieder die Cyblord API.

von Christoph M. (mchris)


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Alexander schrieb:
> Er testet wieder die Cyblord API.

Sage ein ChatBot zum anderen ChatBot: "Du ChatBot". Fehlt nur noch 
Bradward.

von Jack V. (jackv)


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Cyblord -. schrieb:
> D.h. du rechtfertigst dein Verhalten an der Art des Gegenüber. Nach dem
> Motto: Schau zu was du mich treibst.

Das mit der Logik solltest du auch nochmal üben: Wenn ich zeigen wollte, 
dass das Gegenüber mich zu unangemessenen Formulierungen getrieben haben 
würde, würde ich diese Formulierungen dann selbst als richtig und 
angemessen bezeichnen?

Alexander schrieb:
> Er testet wieder die Cyblord API.

Scheint in der Tat so. Aber bisschen witzig ist’s ja schon irgendwie :)

Vielleicht sollte ich das Spiel aber auch nicht unbedingt in diesen 
Thread weiterspielen. @Cyblord-Bot: Kannst du einen neuen Thread im OT 
aufmachen, in dem wir das Thema weiter erörtern können?

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Aber sieht ja immerhin so aus, als würde die Blase nun bald tatsächlich
> platzen. Das wird dann auf eine andere Art interessant – insofern:
> weitermachen.

Es sieht überhaupt nicht danach aus, als wenn da irgendwas platzt:
https://www.heise.de/news/Rekord-Finanzierung-OpenAI-sichert-sich-122-Milliarden-US-Dollar-fuer-KI-Ausbau-11242967.html

von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> 
https://www.heise.de/news/Rekord-Finanzierung-OpenAI-sichert-sich-122-Milliarden-US-Dollar-fuer-KI-Ausbau-11242967.html

„OpenAI hat seine bislang größte Finanzierungsrunde über 122 Milliarden 
Dollar abgeschlossen und wird nun mit 852 Milliarden Dollar bewertet. 
[…] Demnach erzielt das Unternehmen inzwischen rund 2 Milliarden Dollar 
Umsatz pro Monat und verweist dabei auf mehr als 900 Millionen 
wöchentlich aktive ChatGPT-Nutzer sowie über 50 Millionen zahlende 
Abonnenten.“

Und nun erzähl’ mir nochmal, welcher real bezifferbare Gegenwert den 
852Mrd hier gegenübersteht. Interessanterweise wird auch nur der Umsatz 
angegeben, nicht der tatsächliche Gewinn – bei 2Mrd/Monat an dieser 
Stelle reichen die 122Mrd also rund ein halbes Jahr, mit den Einnahmen 
durch die paar (im Verhältnis) zahlenden Kunden also vielleicht ein 
Jahr, berücksichtigt man die steigenden Energiepreise durch Dondolfs 
Kriege dabei nicht.

Bei der Immobilienblase vor fast zwanzig Jahren war ja wenigstens noch 
etwas (Bau-)Substanz dahinter; hier wird in meinen Augen jedoch voll 
auf „… aber bald kommt der Druchbruch, und wir machen Profit. Ganz 
bestimmt wird es so sein!“ gesetzt. Nichts, was man anschließend noch 
abwickeln könnte – außer ein paar hochspezialisierten RZ, die zu nix 
Anderem gut sind. Mit Hardware von Nvidia, die zu großen Teilen von Geld 
gekauft wurde, welches Nvidia OpenAI geliehen hat, um seine Hardware 
kaufen zu können …

: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Und nun erzähl’ mir nochmal, welcher real bezifferbare Gegenwert den
> 852Mrd hier gegenübersteht.

Wahrscheinlich bist du einfach schlauer als die OpenAI-Investoren.
Wenn du auf fallende Kurse setzt, kannst du viel Geld verdienen.

von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> Wenn du auf fallende Kurse setzt, kannst du viel Geld verdienen.

Ich spiele nicht um Geld.

Du antwortest auf die Frage nach dem Gegenwert zu $852000000000, 
immerhin mehr als der Bundeshaushalt 2026, also mit Sarkasmus, statt zu 
benennen, was dieser Summe denn gegenüberstehen könnte. Darf ich daher 
annehmen, dass du ebenfalls keine Idee dazu hast?

Leute, die sich damit auskennen (ob sie weniger schlau als du sind, weiß 
ich hingegen nicht) nehmen mittlerweile einen Effekt an, der in Richtung 
Sunk Cost Fallacy 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Eskalierendes_Commitment) geht. Es kann 
natürlich sein, dass die sich ebenso irren, wie die Leute, die davor 
warnen, dass mehrfach im Kreis investiertes Geld im Milliardenmaßstab 
(wie eben bei OpenAI und Nvidia) aus Sicht der meisten 
wirtschaftstheoretischen Strömungen eine äußerst schlechte Sache ist. 
Insbesondere wenn es nicht einmal eine belastbare Vorstellung davon 
gibt, wie das Geld je wieder reinkommen könnte. Man wird sehen, was 
passiert.

Ich halte es bis auf Weiteres so: Wenn es aussieht wie eine Blase, die 
Teilnehmer sich verhalten wie bei einer Blase und objektiv alle 
Kriterien einer Blase erfüllt sind, dann wird es wohl eine Blase sein. 
Und Blasen haben die Eigenschaft, zu platzen. Eine Blase dieser Größe 
ist jedoch in der Geschichte der Menschheit beispiellos, sodass keiner 
absehen kann, was dann passieren wird. Schön wird’s jedoch vermutlich 
nicht.

von Al. K. (alterknacker)


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Habe mal bissel experimentiert.
Picaxe Programme sind eigenartigerweise oft mit Fehlern behaftet.
Oft will es keine Lösung geben.

Für den Arduino Nano klappt es sehr gut.Habe aber noch keine
Komplizierten Programme erarbeiten lassen.

Man sollte sich einen Frage und Forderungsplan aufstellen, wo 
möglicherweise fast alles beinhaltet ist.
Dann kann man auch ohne Programmierkenntnisse so lange nachfragen bis 
Fehlerfrei Kompiliert wird und das Programm die Forderungen erfüllt.

Es ist natürlich hilfreich wenn man Programmier-Vorkenntnisse besitzt.
Man kann dann auf die Fehler direkt eingehen.

Mal sehen was ich mit der KI erreiche wenn ich besser mit dem Teil 
umgehen kann.

Werde mal es mit alten Pics und AVR versuchen da ich noch die 
Programmiergeräte habe.


MfG
ein 81 Jähriger knacker

von Rbx (rcx)


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Al. K. schrieb:
> Mal sehen was ich mit der KI erreiche wenn ich besser mit dem Teil
> umgehen kann.

Ich denke auch, dass die Geschichte ein zweidimensionales Problemchen 
hat. Übung und Schulung (für die Menschen) auf der einen Seite, die auch 
wichtig ist, denn: mit den KIs muss es auch weitergehen, also dass die 
noch besser werden. Je besser das (also das Miteinander) funktioniert, 
desto schneller kommen professionelle oder vielversprechende Ansätze 
zustande oder auch Lösungen für sehr schwierige Fragen, wie 
beispielsweise die KI-Auto-Steuerung.

von Christoph M. (mchris)


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Mittlerweile kenne ich da ein paar Leute die sich mittels Vibe-Coding 
ihre Programme erstellen lassen, obwohl sie überhaupt nicht 
programmieren können. Einfach ins Microphon reinreden, und sagen was man 
gerne hätte. Das Programm wird sozusagen "diskursiv" entwickelt.

von Al. K. (alterknacker)


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Tas Teil kann bei den Richtigen Fragepaket auch einen viel Fleißarbeit 
abnehmen.

Mfg
ein 81 jähriger Alter knacker

von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Du antwortest auf die Frage nach dem Gegenwert zu $852000000000,
> immerhin mehr als der Bundeshaushalt 2026, also mit Sarkasmus, statt zu
> benennen, was dieser Summe denn gegenüberstehen könnte.

Dabei ist diese Frage ziemlich einfach zu beantworten, denn Börsenwerte 
bilden Erwartungen ab. In diesem Fall also die Erwartung, daß die 
Nutzung von KI und insbesondere von OpenAI-KI in Zukunft weiter wächst, 
und die Investition sich nicht nur amortisieren, sondern Gewinne 
abwerfen werden. Es handelt sich also quasi auf eine Wette auf 
Erwartungen für die Zukunft.

Nun schließt Du vom Umstand, daß OpenAI ein bestimmtes Produkt wieder 
vom Markt nimmt, darauf, daß der aktuelle KI-Hype ein alsbaldiges Ende 
finden müsse. Ehrlich gesagt halte ich Deine Schlussfolgerung für ein 
wenig naiv, vorsichtig ausgedrückt. Denn aktuell wächst OpenAI unfassbar 
schnell, und konnte alleine im Jahr 2025 seine Umsätze mehr als 
verdreifachen, und der Wettbewerber Anthropic ist annualisiert sogar um 
den geradezu sagenhaften Faktor von 14 gewachsen.

Man muß kein ökonomisches Genie sein, um an diesen enormen 
Wachstumsraten einen anhaltenden, sehr starken Trend zu erkennen, der 
keineswegs darauf hindeutet, daß der KI-Hype in absehbarer Zukunft 
abflauen würde. Daß ein weniger erfolgreiches Produkt dabei vom Markt 
genommen wird, um sich auf andere Produkte zu konzentrieren, die höhere 
Umsätze, Gewinne, Wachstum, womöglich aber auch nur geringere Aufwände 
pro Erlös versprechen, das ist keine Besonderheit und sicher kein Indiz 
für eine Trendwende, sondern ein völlig normaler, geradezu alltäglicher 
Vorgang.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Es handelt sich also quasi auf eine Wette auf
> Erwartungen für die Zukunft.

Genau das. Es gibt keinen bezifferbaren Wert, welcher der Zahl 
gegenüberstehen würde. Nur eine Wette, was werden könnte. Gepusht durch 
mehrfaches Kreisenlassen des gleichen Geldes, wobei sich der Wert auf 
dem Papier bei jeder Runde entsprechend erhöht hat – keiner hat 
tatsächlich soviel Geld investiert, aber jeder erwartet, dass es auf 
magische Weise herausfällt, wenn die Wette tatsächlich gewonnen werden 
würde.
Und wenn die Wette verloren wird, wird’s richtig schlimm: Dann muss 
die Summe, die nicht existiert und für die es keinen Gegenwert gibt, 
tatsächlich aufgebracht werden. Und nun erzähl mir nochmal, wie das 
keine Blase sein soll.

Ein T. schrieb:
> Man muß kein ökonomisches Genie sein, um an diesen enormen
> Wachstumsraten einen anhaltenden, sehr starken Trend zu erkennen

Das hab ich doch schon mal gehört …

… kurz bevor die Dotcom-Blase dann geplatzt ist.

Man musste schon recht dumm sein, nicht zu erkennen, dass das die 
Zukunft wäre, und daher jede Investition unausweichlichen Gewinn bringen 
würde. So hieß es damals.

Ich weiß, ich weiß: „Aber dieses Mal wird es ganz anders!“. Die Worte 
jedes Spielsüchtigen vor der nächsten Runde …

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Jack V., setze auf fallende Kurse und werde reich. Du bist einer der 
wenigen Erleuchteten.

von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Es handelt sich also quasi auf eine Wette auf
>> Erwartungen für die Zukunft.
>
> Genau das. Es gibt keinen bezifferbaren Wert, welcher der Zahl
> gegenüberstehen würde. Nur eine Wette, was werden könnte.

So ist das bei Investitionen und bei Börsenbewertungen doch immer.

> Gepusht durch
> mehrfaches Kreisenlassen des gleichen Geldes, wobei sich der Wert auf
> dem Papier bei jeder Runde entsprechend erhöht hat

Davon sehe ich nichts, wie kommst Du darauf?

> – keiner hat
> tatsächlich soviel Geld investiert, aber jeder erwartet, dass es auf
> magische Weise herausfällt, wenn die Wette tatsächlich gewonnen werden
> würde.

Die, die da investiert haben, sind allerdings einige der mit Abstand 
größten und finanzstärksten Konzerne und Menschen der Welt: NVidia, 
Microsoft, Amazon, SoftBank, Elon Musk sowie einige Wagniskapitalisten. 
Das ist nicht wie bei der Dotcom- oder der Immobilienblase von 2008, wo 
etliche Kleinanleger ihrer Oma klein' Häuschen beliehen, investiert und 
verloren haben. Wenn das Investment schief geht, verliert zunächst 
einmal niemand seine Altersvorsorge oder seine vom Mund abgesparten 
Spargroschen.

> Und wenn die Wette verloren wird, wird’s richtig schlimm:

Ja, für die Investoren. Das sind aber, Stand heute, große und 
finanzstarke Konzerne, deren Entscheider vermutlich eine recht gute 
Vorstellung haben, welche Wagnisse sie eingehen können und welche nicht.

Darüber hinaus bist Du zwar sehr gut darin, die Mißerfolge von 
Investitionen aufzuzählen, ignorierst dabei aber geflissentlich alle 
Gegenbeispiele. Wer in den Neunzigern in Unternehmen wie Microsoft, 
Oracle, Nvidia, Amazon oder Ebay investiert hat, ist heute auch dann ein 
gemachter Mensch, wenn er damals nur eine sehr überschaubare Summe 
gewettet hat.

Ehrlich gesagt mache ich mir auch weniger Sorgen darüber, daß einige der 
finanzstärksten Konzerne der Welt ihre Investitionen in den Sand gesetzt 
haben. Stattdessen bin ich viel besorgter, wenn die Sache gut geht -- 
weil nämlich das bedeuten würde, daß die Abhängigkeit der Welt vom Good- 
oder Badwill us-amerikanischer Unternehmen und ihrer Regierungen noch 
deutlich wachsen und (nicht nur, aber auch) unsere Digitale Souveränität 
in nochmals deutlich weitere Ferne rückt.

Dies auch insbesondere, weil hier in Europa ja im Bereich KI aufgrund 
einer ausgeprägten Risikoscheu recht wenig passiert. Aber immerhin haben 
wir uns schon Regularien gegeben, bevor das erste RZ geplant ist. Wie so 
oft wird offensichtlich nicht nach Chancen gefragt, sondern erst einmal 
die Risiken gesucht und, so weit möglich, eingehegt und eingedämmt. 
Irgendwie habe ich Schwierigkeiten, das mit meiner Idee von 
Unternehmertum zu vereinbaren.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> So ist das bei Investitionen und bei Börsenbewertungen doch immer.

Ja. Aber nicht in dieser Größenordnung.

Ein T. schrieb:
> Davon sehe ich nichts, wie kommst Du darauf?

Dass Nvidia OpenAI Geld gegeben hat, damit OpenAI dann wiederum Nvidia 
die Hardware für die Rechenzentren abkaufen kann, und das nicht nur 
einmal, sowie im absurden Maßstab, sollte man eigentlich schon 
mitbekommen haben – wenn nicht bewusst wegschaut, weil es nicht in das 
eigene Narrativ integrierbar ist.

Vermutlich ist das auch der Grund, warum die die Größenordnung zwar bei 
den Möglichkeiten siehst, sie bei den Gefahren aber geflissentlich 
negierst – es würde an deinem Bild rütteln, dass alles ganz toll wäre.

Es geht hier nicht nur um einige Läden, die dann halt pleite gehen; die 
mit allen Mitteln der Psychologie geschürte „Ihr werdet alle den 
Anschluss verlieren, wenn ihr nicht auch auf AI setzt!!k“-Panik hat 
bereits einen beachtlichen Teil der Wirtschaft in die Abhängigkeit 
getrieben. Und da du selbst Microsoft als Beispiel anführst: Meinst du, 
sie haben die Vormachtstellung aufgrund ihrer guten Software und den 
ethisch sauberen Geschäftspraktiken erlangt und erhalten? Ernstgemeinte 
Frage. Auch hat keiner von den von dir aufgezählten Läden für 
zwölfstellige Beträge heiße Luft produziert und Dinge versprochen, von 
denen nicht einmal klar ist, ob sie überhaupt umsetzbar sind.

Klaus schrieb:
> Jack V., setze auf fallende Kurse und werde reich. Du bist einer der
> wenigen Erleuchteten.

Klaus liest nicht einmal die letzten Beiträge der Threads, in die er 
schreibt.

: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> [...] das eigene Narrativ integrierbar ist.
>
> [...] es würde an deinem Bild rütteln, dass alles ganz toll wäre.

Wisch Dir doch erstmal den Geifer ab, bevor Du mir derlei Unfug 
unterstellst.

> Es geht hier nicht nur um einige Läden, die dann halt pleite gehen;

Doch, genau darum geht es. Das ist alles.

> [...] mit allen Mitteln der Psychologie geschürte „Ihr werdet alle den
> Anschluss verlieren, wenn ihr nicht auch auf AI setzt!!k“-Panik [...]

Das halte ich nicht für Panikmache, sondern für die Realität. Die AI 
wird in weiten Teilen der Wirtschaft zum unverzichtbaren Werkzeug, und 
Verweigerer gehören höchstwahrscheinlich bald nicht mehr dazu. Daran 
wird Dein Geifern ebenso wenig ändern wie weiland die Aufstände der 
Weber, die Ludditen und die Pauperisten. Das tut mir leid für Dich, aber 
ich kann es nicht ändern.

von Alexander (alecxs)


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Es tun sich neue Geschäftsmodelle auf. Mit Liebe programmiert, auf Etsy.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Doch, genau darum geht es. Das ist alles.

Das glaubst du wirklich? Erstaunlich – ich hab dich bislang eher für 
jemanden mit eher weniger eingeengtem Blickfeld gehalten.

Ein T. schrieb:
> Die AI
> wird in weiten Teilen der Wirtschaft zum unverzichtbaren Werkzeug, und
> Verweigerer gehören höchstwahrscheinlich bald nicht mehr dazu.

Ja. In vielen Teilen der Wirtschaft wird’s aber nicht zum 
unverzichtbaren Werkzeug gehören, weil es tatsächlich notwendig wäre, 
sondern weil der Bedarf künstlich erzeugt wird, bis der gesamte 
Kreislauf durchseucht ist und das Ganze ein Selbstläufer geworden ist.

Wie bei MS, Cloud und Co. – jeder unserer Kunden hat das genutzt 
(deswegen waren sie unsere Kunden), aber kaum jemand hatte einen 
wirklichen Vorteil davon, sondern es wurde nur genutzt und dafür 
gezahlt, weil jemand mit Entscheidungskompetenz aber mangelndem 
technischen Verständnis sich zur entsprechenden Zeit von den 
Versprechungen manipulieren lassen, und sich selbst so dran gebunden 
hat, dass die kurzfristigen Kosten für den Wechsel zur Unabhängigkeit 
und langfristig niedrigeren Kosten wirtschaftlich schlicht nicht tragbar 
sind. Ich sehe derzeit das Gleiche bei AI.

Wie bei der Cloud und MS-Produkten gibt es auch hier durchaus auch 
Bereiche, in denen es tatsächliche Vorteile bringt – offensichtlich 
beispielsweise in deiner Bubble – aber in vielen Fällen wurde und wird 
es aufgrund von Marketingversprechen eingeführt, die bei näherem 
Hinsehen teils gar Bösartigeit als Hintergrund vermuten lassen könnten.

Mein Punkt ist auch nicht die Technik selbst. Die ist beeindruckend, 
keine Frage. Mein Punkt ist, dass es eine Blase in einem Ausmaß ist, das 
es bislang nicht gegeben hat. Hier wird z.B. eine einzelne Firma mit 
knapp einem Viertel dessen bewertet, was die Weltfinanzkrise 2008 
gekostet hat – und du glaubst wirklich, dass ein Crash auch nur dieser 
Firma auf sie selbst beschränkt bliebe?

Warum es eine Blase ist, habe ich nun oft genug dargelegt, denke ich. 
Wenn es dir bislang nicht gelingt, das zu erfassen, dann wird’s 
vermutlich auch nichts mehr.

Die Unterstellung mit dem Geifer gebe ich an dieser Stelle gerne zurück, 
denn außer einem immerhin hübsch verpackten „Du doof, AI voll toll!“ 
lese ich von dir leider nichts, während ich mich immerhin bemühe, meine 
Aussagen mit Beispielen und Zahlen zu unterlegen. Aber okay – LLM und 
Zahlen sind ja auch so ’ne Sache …

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Genau das. Es gibt keinen bezifferbaren Wert, welcher der Zahl
> gegenüberstehen würde. Nur eine Wette, was werden könnte.

Es ist übrigens so, dass es bei Pferdewetten nicht nur Verlierer gibt, 
sondern eben auch erfolgreiche Gewinner. Für zauderhafte Angstnaturen, 
die auf Sicherheit setzen, sind Pferdewetten natürlich nichts, obwohl 
der ein- oder andere viel dabei gewinnen kann.

Aber die Investitionen in die KI sind vielleicht auch eher nicht mit 
Pferdewetten zu vergleichen. Vielleicht gibt es ja einen Zwang, 
investieren zu müssen. Das tritt genau dann ein, wenn klar ist, dass die 
Verlierer vollständig erledigt sind und in die Bedeutungslosigkeit 
abdriften, wenn sie nicht mitspielen. Die allgemeine Situation kann dann 
als extrem unsicher eingeschätzt werden und es gibt keine sichere 
Strategie mehr. Was aber klar ist, wer nicht mitspielt, ist auf jeden 
Fall erledigt. Daraus folgt dann die einzige Option mitspielen zu müssen 
und zwar trotz der Erkenntnis dass es viele Verlierer geben wird.

von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Doch, genau darum geht es. Das ist alles.
>
> Das glaubst du wirklich?

Natürlich, deswegen sage ich das ja. Da haben ein paar Unternehmen, die 
zu den finanzstärksten der Welt gehören, etwa zehn Prozent ihrer 
Marktkapitalisierung investiert, um Anteile an einem anderen Unternehmen 
mit aktuell sensationellen Wachstumsraten zu kaufen.

Was passiert, wenn die Sache schief gehen sollte, worauf aktuell nun 
wirklich nichts hindeutet? Die betreffenden Unternehmen verlieren 
zumindest einen Teil der investierten Summen. Die Auswirkungen auf die 
Realwirtschaft werden aber trotzdem viel geringer sein als bei der 
Finanzkrise oder der Dotcom-Blase.

Denn in diesem Fall sind die Investoren keine hochdynamische und 
-vernetzte Finanzindustrie mit stark von einander abhängigen Akteuren, 
sondern ein paar wenige große und weitestgehend von einander unabhängige 
Konzerne, bei denen die Risiken eines Totalausfalls beherrschbar wären.

> Ein T. schrieb:
>> Die AI
>> wird in weiten Teilen der Wirtschaft zum unverzichtbaren Werkzeug, und
>> Verweigerer gehören höchstwahrscheinlich bald nicht mehr dazu.
>
> Ja. In vielen Teilen der Wirtschaft wird’s aber nicht zum
> unverzichtbaren Werkzeug gehören, weil es tatsächlich notwendig wäre,
> sondern weil der Bedarf künstlich erzeugt wird, bis der gesamte
> Kreislauf durchseucht ist und das Ganze ein Selbstläufer geworden ist.

Das sehe ich nicht, wie kommst Du darauf? Ich habe mittlerweile einige 
kleine Projekte mit AI-Coding realisiert, insbesondere die langweiligen 
und nervigen Teile wie Boilerplate, Tests, Kommentare und Dokumentation. 
Übers Wochenende habe ich dann andererseits ohne AI-Support an einem 
meiner älteren Projekte weitergearbeitet, und siehe da: ich kann immer 
noch selbst coden. Das dauert ein bisschen länger und ist ein bisschen 
nerviger, aber: es geht.

> Wie bei MS, Cloud und Co. – jeder unserer Kunden hat das genutzt
> (deswegen waren sie unsere Kunden), aber kaum jemand hatte einen
> wirklichen Vorteil davon, sondern es wurde nur genutzt und dafür
> gezahlt, weil jemand mit Entscheidungskompetenz aber mangelndem
> technischen Verständnis sich zur entsprechenden Zeit von den
> Versprechungen manipulieren lassen, und sich selbst so dran gebunden
> hat, dass die kurzfristigen Kosten für den Wechsel zur Unabhängigkeit
> und langfristig niedrigeren Kosten wirtschaftlich schlicht nicht tragbar
> sind. Ich sehe derzeit das Gleiche bei AI.

Ich nicht. Ja, da wird es Entscheider geben, die die Nutzung der AI 
vorgeben, aber am Ende wird die Wirtschaftlichkeit entscheiden. Es ist 
auch nicht so, als würden AI-Nutzer sich in eine Abhängigkeit begeben, 
wie bei den Public Clouds (oder früher: proprietären Dateiformaten), bei 
denen die Kundendaten unter etwas geraten, das der Jurist als 
"Einsperrung" bezeichnet.

> Wie bei der Cloud und MS-Produkten gibt es auch hier durchaus auch
> Bereiche, in denen es tatsächliche Vorteile bringt – offensichtlich
> beispielsweise in deiner Bubble – aber in vielen Fällen wurde und wird
> es aufgrund von Marketingversprechen eingeführt, die bei näherem
> Hinsehen teils gar Bösartigeit als Hintergrund vermuten lassen könnten.

Letzten Endes wird die Wirtschaftlichkeit entscheiden, ob die AI-Systeme 
in Branchen und Unternehmen genutzt werden oder nicht. Auch Manager, die 
auf die Heilsversprechen von Scharlatanen hereinfallen, können sich den 
Maßstäben von Kosten-Nutzen-Relationen am Ende nicht entziehen.

> Mein Punkt ist auch nicht die Technik selbst. Die ist beeindruckend,
> keine Frage. Mein Punkt ist, dass es eine Blase in einem Ausmaß ist, das
> es bislang nicht gegeben hat. Hier wird z.B. eine einzelne Firma mit
> knapp einem Viertel dessen bewertet, was die Weltfinanzkrise 2008
> gekostet hat – und du glaubst wirklich, dass ein Crash auch nur dieser
> Firma auf sie selbst beschränkt bliebe?

Solange die Investorenstruktur so ist, wie sie sich derzeit darstellt? 
Ja, natürlich. Microsoft, NVidia, Amazon und die anderen Investoren 
würden Geld verlieren, vielleicht sind sogar durch den Verlust ihrer 
marktbeherrschenden Positionen mehr Wettbewerb und weniger 
Abhängigkeiten eine mögliche Folge.

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Ich habe mittlerweile einige
> kleine Projekte mit AI-Coding realisiert,

Ah, okay – du siehst also wirklich nur deine kleine Bubble. In der ist 
AI recht nett, ja. Solange man sich im Bereich dessen bewegt, das in den 
Trainingsdaten im ausreichenden Maß vorhanden war und das kein 
Verständnis erfordert. An einem kleinen, simplen C-Programm nur zum 
Blinkenlassen einer LED an ’nem neueren ATtiny sind gestern bei mir 
jedenfalls mehrere Modelle gescheitert und brauchten mehrere Versuche, 
wovon einige dann auch in die ganz falsche Richtung gingen – war 
interessant anzuschauen.

Ein T. schrieb:
> und siehe da: ich kann immer
> noch selbst coden.

Und du bist unsterblich, sodass es immer jemanden geben wird, der den 
generierten Code sachkundig beurteilen und die gröbsten Fails der 
Modelle entschärfen kann. Oder in welche Richtung willst du hier 
argumentieren?

Weitere Probleme mit AI beim Coding vermag der alte Mann hier besser zu 
erklären, als ich: https://www.youtube.com/watch?v=t992ul_IKtc&t=574s – 
der Teil davor ist auch durchaus sehenswert.

Ein T. schrieb:
> Es ist
> auch nicht so, als würden AI-Nutzer sich in eine Abhängigkeit begeben,

Wenn aufgrund des Marktdrucks Prozesse an Drittfirmen in einer Weise 
ausgelagert werden, dass es in absehbarer Zukunft ohne diese 
Drittfirmen, von denen es nur eine Handvoll gibt, nicht mehr geht, dann 
könnten weniger unkritische Naturen das schon als direkten Weg in die 
Abhängigkeit sehen und Vergleiche mit vergangenen Entwicklungen ziehen.

Aber ich versteh’ schon, dass du hier lieber nicht über den Tellerrand 
gucken möchtest – eine erstaunlich menschlich anmutende Reaktion, btw. 
Insofern sehe ich von meiner Seite auch nicht viel Sinn, hier noch 
nennenswert Zeit zu versenken – denn im Gegensatz zu dir, zumindest 
teilweise, schreibe und denke ich hier noch selbst.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Jack V. schrieb:
> Ah, okay – du siehst also wirklich nur deine kleine Bubble. In der ist
> AI recht nett, ja. Solange man sich im Bereich dessen bewegt, das in den
> Trainingsdaten im ausreichenden Maß vorhanden war und das kein
> Verständnis erfordert. An einem kleinen, simplen C-Programm nur zum
> Blinkenlassen einer LED an ’nem neueren ATtiny sind gestern bei mir
> jedenfalls mehrere Modelle gescheitert und brauchten mehrere Versuche,
> wovon einige dann auch in die ganz falsche Richtung gingen – war
> interessant anzuschauen.

Lustig. Du nimmst also deinen kläglich gescheiterten Versuch, AI 
einzusetzen als Maßstab für die Nützlichkeit, bezeichnest aber Ein T.'s 
viel größere Erfahrung im professionellen Umfeld als "kleine Bubble".

Ich arbeite in einem großen Konzern der Automobilindustrie und kann dir 
sagen, dass AI unterstütztes Coden gerade auch in 100k-1M LOC Projekten 
ein Gamechanger ist, der die Produktivität deutlich erhöht. Wer das 
NICHT nutzt, wird früher oder später abgehängt. Ich vermute eher früher.

von Jack V. (jackv)


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Klaus schrieb:
> Lustig. Du nimmst also deinen kläglich gescheiterten Versuch, AI
> einzusetzen als Maßstab für die Nützlichkeit, bezeichnest aber Ein T.'s
> viel größere Erfahrung im professionellen Umfeld als "kleine Bubble".

Lustig ist eher, wie du versuchst, mir hier die Worte unter den Fingern 
zu verdrehen. Der klägliche Versuch war ein Beispiel für eine recht 
typische Erfahrung, die ich in dem Kontext häufiger mache.

Und ja: Programmierung (als Oberbegriff – was der Typ genau macht, weiß 
ich nicht, aber es scheint ja in Richtung Entwicklung zu gehen) ist nur 
eine verhältnismäßig kleine Bubble im Vergleich zum Rest der Welt.

Klaus schrieb:
> Ich arbeite in einem großen Konzern der Automobilindustrie und kann dir
> sagen, dass AI unterstütztes Coden gerade auch in 100k-1M LOC Projekten
> ein Gamechanger ist, der die Produktivität deutlich erhöht.

Danach hätte ich gar nicht mal gefragt; dass es erstmal so erscheint, 
ist mir durchaus klar – gefragt hätte ich eher, wie es denn in erster 
Instanz überhaupt zu diesem Bloat gekommen ist. Denn wenn ich mir ein 
heutiges Auto ansehe, dann sehe ich vieles – aber keine gute 
Programmierung. Dass AI da erstmal etwas Grund reinzubringen vermag, 
finde ich nun nicht zu überraschend. Das ist allerdings nicht 
zwangsläufig etwas, das sich unbegrenzt fortsetzen wird. Interessant 
wird’s, wenn sich die Anforderungen das nächste Mal verschieben.

Ich kann dir versichern, dass ein großer Teil der Funktionalität von den 
Verbrauchern nie angefragt, sondern ihnen aufgedrückt wurde. Und wenn du 
ehrlich bist, weißt du das auch (vorausgesetzt, deine Andeutung, du 
wärest da involviert, entspricht der Tatsache): Vieles, was in dem 
Bereich programmiert wird, ist schlicht Selbstzweck.

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> Und ja: Programmierung (als Oberbegriff – was der Typ genau macht, weiß
> ich nicht, aber es scheint ja in Richtung Entwicklung zu gehen) ist nur
> eine verhältnismäßig kleine Bubble im Vergleich zum Rest der Welt.

Da ist die Frage, wer da in einer Bubble lebt.

Bezüglich der Wertschöpfung von Software in einem modernen Auto sage 
Perplexity folgendes:
1
Heute: grob 10–20% Wertschöpfung durch Software.
2
2030: ca. 40% der Wertschöpfung.

Ich kenne mich in dem Bereich einigermaßen gut aus und denke, die Zahlen 
kommen ungefähr hin. Die Erstellung der Software ist ziemlich teuer, 
deshalb lohnt sich der Einsatz der KI dort.

von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Ah, okay – du siehst also wirklich nur deine kleine Bubble.

Keineswegs, und einige Deiner Befürchtungen teile ich durchaus.

Ich sehe jedoch bisher noch keinerlei Anzeichen dafür, daß diese 
Befürchtungen zur Realität würden. Die Unternehmen entlassen nicht 
massenweise ihre fähigen Entwickler, und bei jeder seriösen 
Beschäftigung mit dem Thema stolpert jeder sofort darüber, daß die 
Ergebnisse sorgfältig überprüft werden müssen. Und es bleibt natürlich 
sinnvoll, daran immer wieder zu erinnern.

Zudem halte ich es für kontraproduktiv, ständig von einer angeblichen 
"Blase" zu reden oder gar die neue Dotcom- oder Weltfinanzkrise an die 
Wand zu malen. Das lenkt nur von den realen Risiken ab und sorgt nur für 
eine Fehlallokation ausgerechnet jener Ressourcen, die wir zu deren 
Abwehr benötigen.

Und, nebenbei bemerkt: auch Deine mitunter radikale Sprache ist 
ungeeignet, wenn Du Deine Mitmenschen erreichen möchtest. So wendet 
sich jeder nur ab und fragt sich, was der seltsame Mensch da überhaupt 
will.

von Al. K. (alterknacker)


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Habe mir mal ein Window Programm erstellen lassen.
Wollte aber nicht installieren.
Vorgeschlagen wurde PowaerShell.
Ging auch recht schnell.
Power-Shell konnte aber damit nichts anfangen, da es eine Scripsprache 
und
das wäre bei mir auf dem PC gesperrt.
Pyton muss ich also auch erst mal installiern.
Mal sehen ob ich das Scriptprogamm einfach übersetzen lassen kann.
Wollte eigentlich testen ob die KI ein eine Startfähige exe erstellen 
kann.
Aber eine exe erstellt die KI nicht.

Ist ja eigentlich richtig, da in die exe alles mögliche wie Trojaner und 
viren rein gepackt werden kann.

Besteht nicht die große Gefahr das die Ki für solche zweck doch noch 
missbraucht wird.

MfG
ein 81 Jähriger

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

ich hätte da eine Frage:

obwohl KI bekanntlich mehr oder weniger brauchbare Programme erstellen 
kann, sind solche Programmvorschläge nur derivativ relativ zu schon 
gespeicherten/Gelerntem "KI-Wissenschatz" mit denen die KI trainiert 
wurde, oder ist die KI prinzipiell kreativ genug gänzlich neue Ansätze 
zu erstellen? In anderen Worten, was ist der Unterschied zu 
Wiederverwendung existierenden Quell-Code aus eigener Hand und die 
Ansätze der KI?

Vermutlich besteht das groesste Risiko in der Tatsache, dass KI 
Wahrscheinlichkeiten abwägt, anstatt mit echtem Wissen zu belegen.

Falls die KI nur "Wiederkäut" dann besteht prinzipiell kein Unterschied 
zu vorhandenen Lösungen und Algorithmen der menschlichen Programmierer. 
Da bin ich mir nicht im Klarem. Ich möchte betonen, dass mich diese 
Frage wirklich interessiert und kein Versuch ist die KI ideologisch in 
den Dreck zu zerren. Mir ist nur wichtig, die Arbeitsqualität in diesem 
Kontext realistisch einschätzen zu können.

Auch wenn die KI Programm Lösungen aus  wiedergekäutem vorhandenem 
Trainingsmaterial produziert, ist da nicht unbedingt ein grosser 
Unterschied zu Programmieren die kopieren und zusammen klicken und im 
Netz oder in Lehrbüchern oder (Firmen) Archiven (aller Art)  auf schon 
vorhandene Beispiele oder Bibliotheken zurückgreifen. Wir verwenden ja 
auch oft fremde Bibliotheken, um uns Arbeit zu ersparen. Aus dieser 
Sicht ist die KI nur ein mächtiger Aggregator mit immensen Ressourcen.

Hat also Obiges Sinn?

Gerhard

von Markus K. (markus-)


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Gerhard O. schrieb:

> obwohl KI bekanntlich mehr oder weniger brauchbare Programme erstellen
> kann, sind solche Programmvorschläge nur derivativ relativ zu schon
> gespeicherten/Gelerntem "KI-Wissenschatz" mit denen die KI trainiert
> wurde, oder ist die KI prinzipiell kreativ genug gänzlich neue Ansätze
> zu erstellen?

Wahrscheinlich wendet sie nur gelerntes an. Das unterscheidet sie aber 
nicht von vielen Menschen.

> In anderen Worten, was ist der Unterschied zu
> Wiederverwendung existierenden Quell-Code aus eigener Hand und die
> Ansätze der KI?

Die KI hat viel mehr Quellcode gelesen als Du. Sehr viel mehr. Sie kann 
auch Algorithmen, die sie in einer Sprache gelesen hat, in einer anderen 
Sprache wiedergeben.

> Vermutlich besteht das groesste Risiko in der Tatsache, dass KI
> Wahrscheinlichkeiten abwägt, anstatt mit echtem Wissen zu belegen.

Was ist denn "echtes Wissen"? Die KI hat natürlich auch die 
Dokumentation gelesen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Markus K. schrieb:
> Was ist denn "echtes Wissen"? Die KI hat natürlich auch die
> Dokumentation gelesen.

Lesen bedeutet nicht unbedingt verstehen. Die Fragen werden mit 
Wahrscheinlichkeiten abgewogen. Kann stimmen, müssen aber nicht.

KI erkennt höchstwahrscheinlich, was wahrscheinlich richtig aussieht, 
nicht was garantiert korrekt ist und die Verantwortung liegt beim User. 
Ich bin nicht so sicher ob die KI Datenblätter/User Manuals korrekt 
ausgewertet oder Dokumentfehler erkannt werden. Daher optimiert es 
Wahrscheinlichkeit anstatt Wahrheit, erkennt Strukturen die es nicht 
unbedingt versteht und nicht wirklich Bezug aus der Realität hat. Das 
muss nicht unbedingt Schlampigkeit sein. Die Benutzung von KI für solche 
Aufgaben erfordert Aufmerksamkeit und einen unterliegenden Grad an 
Skepsis.

von Markus K. (markus-)


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Gerhard O. schrieb:
> Markus K. schrieb:
>> Was ist denn "echtes Wissen"? Die KI hat natürlich auch die
>> Dokumentation gelesen.
>
> Lesen bedeutet nicht unbedingt verstehen.
Gibts bei der Dokumentation einer Bibliothek oder einer Programmsprache 
denn überhaupt etwas zu verstehen?

> Die Fragen werden mit
> Wahrscheinlichkeiten abgewogen. Kann stimmen, müssen aber nicht.

Das Problem ist meiner Meinung nach ein ganz anderes: Man (sowohl Mensch 
als auch KI) kann nicht jeder Assoziation bzw. allen mentalen 
Verbindungen folgen. Wenn Du eine Schleife in C programmieren willst, 
dann könntest darüber nachdenken, ob Du for oder while benutzt, kopf- 
oder fußgesteuert, dass es in Python kein echtes for sondern nur foreach 
gibt, dass viele Sprachen keine Klammern beim for benutzen usw. usf.
Wenn man das aber macht, dann kommt man nicht vorwärts. Es ist absolut 
wichtig, dass die Assoziationen beschränkt werden. Sowohl beim Menschen, 
als auch bei der KI. Ich merke aber bei der KI regelmäßig, dass sie zu 
wenig assoziiert. Sie hat das Wissen, aber sie wendet es erst an, wenn 
man nachfragt oder wenn es ein Problem gibt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Markus K. schrieb:
> Sie hat das Wissen, aber sie wendet es erst an, wenn
> man nachfragt oder wenn es ein Problem gibt

Sehe ich genauso. Man muss immer mit dem Kopf aufmerksam dabei sein.

Was dies bestätigt ist, dass wir (Mensch und Maschine) einander 
verstehen müssen, um falsch-interpretierte Assoziationen bestmöglich 
vermeiden zu suchen. Anders herum, die Zusammenarbeit mit KI kann uns 
befähigen im Zuge von Interaktionen klarer zu denken. Ich sehe da schon 
Potential.

von Jack V. (jackv)


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Christoph M. schrieb:
> Bezüglich der Wertschöpfung von Software in einem modernen Auto sage
> Perplexity folgendes:

„Rest der Welt“ ≠ „Wertschöpfung von Software in einem Auto“.

Ich hoffe, ich verrate dir kein Geheimnis, wenn ich dir sage: Der Rest 
der Welt ist sehr groß. Viel größer, als ein paar Zulieferer von 
Autoherstellern. Also ja: Bubble, klein. Allerdings nicht zu verwechseln 
mit der Blase, die im Folgenden gemeint ist:

Ein T. schrieb:
> Zudem halte ich es für kontraproduktiv, ständig von einer angeblichen
> "Blase" zu reden

Wenn Geld im Kreis geschoben wird und sich dabei addiert, ohne dass ein 
abschöpfbarer Gegenwert geschaffen wird und auch keiner sagen kann, ob 
und wann das je der Fall sein wird, dann ist das eine Blase entsprechend 
der Lehrbuchdefinition. Zu behaupten, es gäbe keine Blase und man solle 
es doch bitte nicht so nennen, ist Verdrängung.

Welche Auswirkungen das Platzen derselben haben könnte, ist hingegen 
Spekulation.

von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> Wenn Geld im Kreis geschoben wird und sich dabei addiert, ohne dass ein
> abschöpfbarer Gegenwert geschaffen wird

Auch das geschieht nicht. NVidia verkauft Hardware an OpenAI und 
investiert die Erlöse aus dem Verkauf wieder in OpenAI, erhält also 
Anteile dafür. De facto erhalten also beide jeweils abschöpfbare 
Gegenwerte: OpenAI erhält Hardware, und NVidia erhält Anteile an OpenAI. 
Wenn wir das Geld aus den Berechnungen herauskürzen, kauft NVidia seine 
Anteile an OpenAI durch die Investition von seinen Hardwareprodukten.

Aus NVidias Sicht ist das ein cleveres Geschäft, denn so profitiert man 
auf der einen Seite durch den Verkauf von Hardware, sichert sich 
gleichzeitig einen Anteil am Wachstum von OpenAI, und vermutlich 
außerdem Rückmeldungen über die praktischen Erfahrungen damit.

Ein Kreisgeschäft wäre hingegen, wenn NVidia in OpenAI, und OpenAI in 
NVidia investieren würde. Das ist nach allem, was darüber bekannt ist, 
nicht so.

von Al. K. (alterknacker)


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Al. K. schrieb:
> Besteht nicht die große Gefahr das die Ki für solche zweck doch noch
> missbraucht wird.

von Christoph M. (mchris)


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Jack V. schrieb:
> „Rest der Welt“ ≠ „Wertschöpfung von Software in einem Auto“.
>
> Ich hoffe, ich verrate dir kein Geheimnis, wenn ich dir sage: Der Rest
> der Welt ist sehr groß. Viel größer, als ein paar Zulieferer von
> Autoherstellern. Also ja: Bubble, klein. Allerdings nicht zu verwechseln
> mit der Blase, die im Folgenden gemeint ist:

Es ist nicht ganz einfach, genaue Zahlen zum Thema Finanzen und 
Softwareprodukte zu bekommen.
Aber ich nehme mal diese Seite als groben Anhaltspunkt:

https://www.cio.de/article/4120542/software-und-cloud-treiben-it-umsaetze-in-deutschland-an.html
1
Die Digitalbranche in Deutschland kann sich von der allgemeinen Wirtschaftsflaute abkoppeln und wächst weiterhin kräftig. Laut einer Prognose des Digitalverbandes Bitkom, die in Berlin veröffentlicht wurde, soll der Umsatz im IT- und Telekommunikationsmarkt (ITK) im laufenden Jahr 2026 um 4,4 Prozent auf rund 245 Milliarden Euro steigen.

Die gesamte Softwarebranche ist massiv vom Thema KI betroffen und man 
kann alleine aus der Zahl für Deutschland sehen, welche gewaltigen 
Umsätze dort gemacht werden können.

von Ein T. (ein_typ)


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Markus K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> ist die KI prinzipiell kreativ genug gänzlich neue Ansätze
>> zu erstellen?
>
> Wahrscheinlich wendet sie nur gelerntes an. Das unterscheidet sie aber
> nicht von vielen Menschen.

Mich besorgt eher, daß viele Menschen anwenden, was sie nicht gelernt 
haben.

von Al. K. (alterknacker)


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Ein T. schrieb:
> Mich besorgt eher, dass viele Menschen anwenden, was sie nicht gelernt
> haben.
Das wird ein Problem was die Welt weiter erschüttert.

Jetzt  habe ich mich mit Hilfe der KI in Python eingearbeitet.
Konnte schon ein relativ komplexes Programm aufstellen.
Wenn ich da Hilfe aus dem Forum erwartet hätte , wären bestimmt 30 
gelöschte oder gesperrte  Threads drauf gegangen.
Man kann mit der Hilfe der KI recht schnell auch die Startfähigen exen 
erstellen.
Auch ein schnelles Tastaturprogramm mit powerShell war rucke zucke 
fertig.

Langssam erkenne ich auch die Feinheiten des Systhems und werde die hier 
im Forum auch anwenden können.

MfG
ein fast 82 Jähriger alter knacker der sich nicht unterkriegen lässt..

von Christoph M. (mchris)


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Al. K. schrieb:
> Wenn ich da Hilfe aus dem Forum erwartet hätte , wären bestimmt 30
> gelöschte oder gesperrte  Threads drauf gegangen.

Ja, die KI hilft definitiv Nerven zu schonen (außer man diskutiert hier 
über sie)

Al. K. schrieb:
> ein fast 82 Jähriger alter knacker der sich nicht unterkriegen lässt..

Das finde ich gut :-)

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Auch das geschieht nicht.

Andere sehen das halt anders. Hier mal am Beispiel OpenAI und MS besser 
aufgezeigt, als ich es an dieser Stelle könnte: 
https://www.youtube.com/watch?v=6a9L-3Hiobs

„The Infographics Show“ wird üblicherweise nicht mit unseriösen oder 
falschen Darstellungen assoziiert.

Christoph M. schrieb:
> Die gesamte Softwarebranche ist massiv vom Thema KI betroffen und man
> kann alleine aus der Zahl für Deutschland sehen, welche gewaltigen
> Umsätze dort gemacht werden können.

Ja. Dennoch ist’s nicht der größte Teil der Menschen, die dort arbeiten. 
Im Gegenteil. Es sind verhältnismäßig wenige Leute, die meiner 
Beobachtung nach gerade mit Blick auf Software eher spezialisierte An- 
und Einsichten repräsentieren. Also durchaus eine thematische Bubble, 
deren Angehörige halt aus Programmierersicht auf LLM schauen, während 
die anderen Implikationen ausgeblendet zu werden scheinen.

Diese Bubble ist nicht zu verwechseln mit der wirtschaftlichen Blase die 
der Typ aus seiner thematischen Blase heraus so vehement zu leugnen 
versucht – das sind verschiedene Dinge: In sich weitgehend geschlossene 
Peer-Group vs. sich selbst auf absurde Weise aufblasende 
Wirtschaftskonstrukte mit der Neigung, in sich selbst zusammenzufallen 
und dabei alles in ihrem Sog (Investoren, darauf aufgebaute 
Geschäftsmodelle, etc.) mitzureißen.

Zu allem Überfluss gibt’s jetzt auch noch ’n extremes Machtgefälle auf 
gesellschaftlicher Ebene, wenn man der Gerüchteküche um Anthrophics 
„Mythos“ glauben mag: Ein Werkzeug, das bis auf eine Ausnahme nur 
einigen Firmen mit zweifelhafter sozialer Reputation zur Verfügung 
steht.

: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Jack V. schrieb:
> „The Infographics Show“ wird üblicherweise nicht mit unseriösen oder
> falschen Darstellungen assoziiert.

Aber mit reißerischen und zu diesem Zweck stark verkürzten 
Darstellungen.

> Diese Bubble ist nicht zu verwechseln mit der wirtschaftlichen Blase die
> der Typ aus seiner thematischen Blase heraus so vehement zu leugnen
> versucht – das sind verschiedene Dinge: In sich weitgehend geschlossene
> Peer-Group vs. sich selbst auf absurde Weise aufblasende
> Wirtschaftskonstrukte mit der Neigung, in sich selbst zusammenzufallen
> und dabei alles in ihrem Sog (Investoren, darauf aufgebaute
> Geschäftsmodelle, etc.) mitzureißen.

Du solltest diese Kulturtechnik "verstehendes Lesen" mal versuchen. Und 
wenn ich auf Deinem "Niveau" "argumentieren" wollte, müßte ich 
unterstellen, daß Du Cloud-Ingenieur bist. Denn was Du schreibst, ist 
ziemlich wolkig -- und auch Deine "Belege" hinterlassen keinen allzu 
seriösen Eindruck.

Daß Du meine Positionen ohnehin jetzt bereits mehrmals als als 
"Filterblase" diffamiert hast, zeigt mir allerdings, daß mit Dir keine 
seriöse Diskussion möglich ist. Weil Du anscheinend bereits so in Deiner 
Gedankenwelt gefangen bist, daß Du Dir gar nicht mehr vorstellen kannst, 
daß andere Meinungen als ausschließlich Deine auch nur ansatzweise 
zutreffen könnten. Wenn Du jedoch keinen Spielraum für Argumente 
zulassen kannst oder willst, gibt es ohnehin nichts zu diskutieren und 
jeder Versuch ist Zeitverschwendung.

Wie dem auch sei: hab' einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.

von Christoph M. (mchris)


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Hier noch ein passender Freitagsartikel zum Thema KI-Hardwareblase:
https://www.heise.de/meinung/Speichermarktkrise-hausgemacht-Pfennigfuchser-zahlen-drauf-11250539.html

von Al. K. (alterknacker)


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Habe mal ein DCC simbel Sender aufgebaut.
Erster versuch , das Teil sendete tätsächlich DCC Befehle,
nur etwas durcheinanander.
Das das Timing nicht exakt stimmt wurde mir aber vorher gesagt.
wird aber alles ohne Lib zusammengestrickt.
Werde es mal später wieder versuchen.

MfG
ein 81 Jähriger Bastler

von Jack V. (jackv)


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Ein T. schrieb:
> Daß Du meine Positionen ohnehin jetzt bereits mehrmals als als
> "Filterblase" diffamiert hast, zeigt mir allerdings, daß mit Dir keine
> seriöse Diskussion möglich ist.

Hm. Du dichtest mir Geifer und Unfähigkeit zum verstehenden Lesen an, 
ignorierst oder negierst alles, was dir nicht gefällt, verdrehst mir 
dazu noch die Worte unter den Fingern, damit es auch ja richtig wirkt 
und dann willst du mir was vom seriösen Diskutieren erzählen? Ich sehe 
da ein kleines Problem …

Die Sache ist: Wenn jemand argumentiert, wie aus einer Bubble haraus, 
also einer sozialen Struktur aus Leuten mit gleichen oder ähnlichen 
Ansichten (normale Sache; wie du da auf „diffamieren“ kommst, ist unter 
dem Gesichtspunkt auch hinterfragenswert, btw.), und teils gar aggressiv 
und manipulativ agiert, wenn er auf Leute mit andere Ansichten stößt, 
dann wird er sich vermutlich auch in einer Bubble befinden – schönen 
Gruß von Occam. Mach was draus, oder auch nicht.

von Al. K. (alterknacker)


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Habe bissel experimentiert.
Die kie bastelt sehr oft aus dem guten läuffähigen Programm  bei einen 
zusatz sehr oft total unsaubere schlechte Programme.
Scheint so wenn die aufgaben komplexer werden.
Gut nächt'le
der alte 81 Jährige

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