Forum: HF, Funk und Felder Wie baut man eine Endstufe für einen Mittelwellensender (160m Band)?


von Otto K. (opto_pussy)


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Nabend,

ich habe einen Quarzoszillator auf 697,5 kHz aufgebaut. Die 
Transistorstufe bekommt das abgerundete Trägerfrequenz-Rechtecksignal 
über den Tiefpass R2 und C2. Die Schwingkreisspule L1 soll gleichzeitig 
auch als Antenne arbeiten. Moduliert wird einfach mit einem MP3-Player 
über den Elko C7.

Momentan empfange ich den Sender mit einem kleinen Kopfhörerradio. Das 
Problem ist, dass der Sender nur eine Reichweite von 1 Meter hat. Ich 
will aber mindestens eine Reichweite von 10-100 Meter haben. Jetzt 
benötige ich eine passende Endstufe im A-Betrieb, die ordentlich Power 
hat und mit 9V noch gut funktioniert!

Wie baut man sowas?

von Helmut -. (dc3yc)


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Otto K. schrieb:
> Das
> Problem ist, dass der Sender nur eine Reichweite von 1 Meter hat. Ich
> will aber mindestens eine Reichweite von 10-100 Meter haben. Jetzt
> benötige ich eine passende Endstufe im A-Betrieb, die ordentlich Power
> hat und mit 9V noch gut funktioniert!

Darfst du überhaupt einen Sender (besser gesagt: Oberwellenschleuder) 
betreiben?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Otto K. schrieb:
> Wie baut man sowas?

Lamda/4 Antenne mit 40m Länge.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Darfst du überhaupt einen Sender (besser gesagt: Oberwellenschleuder)
> betreiben?

Ist halt ne Frage der leistung. Unabhängig von der Lizenz stellt sich 
die Frage nach der Arnbeitspunkt einstellung von Q1. Aber ja, die 
Verwendung eines Counters zur Takterzeugung garantiert heftig 
Oberwellen.

Ich würd hier als erste mal mit nem Oszi die Signalformen anschauen und 
spezifizieren, mit welcher Betriebsart man arbeiten will, viel 
Bandbreite hatt man dort nicht.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Zwar nicht die Antwort die Du suchst:

Als 14 jähriger Schulbub baute ich damals  mit dem OC171 einfache 
ein-Transistor UKW Senderchen mit ein paar mW Ausgangsleistung, in der 
Basis mit dem Dynamischen Tonband Mikrofon meiner Mutter direkt 
moduliert, die über den gewünschten Bereich bis über hundert Meter 
locker mit den gängigen UKW Koffer Radios dieser Zeit funktionierten, 
vernünftige angepasste Antenne vorausgesetzt.

160m ist da viel schlechter in der Qualität. Antennen sind nur durch 
Anpassungsnetzwerke abstimmbar und der Strahlungswirkungsgrad extrem 
miserabel bei kurzen Antennen. UKW lässt da sehr viel mehr Freude 
aufkommen und die Tonqualität überzeugt. Unter gewissen Beschränkungen 
ist das nun mittlerweile angeblich legal in D. Damals war das nicht der 
Fall.

Gerhard

von Otto K. (opto_pussy)


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In dem Thread "Oszilloskop-Spielereien" kann man auch die 
Oszilloskopbilder vom Modulationsgrad von meinem AM-Modulator sehen:

https://www.mikrocontroller.net/user/show/opto_pussy

Dazu gibt es aber noch zu sagen, dass ich vom Arbeitszimmer aus, durch 
die 35 cm dicke Betondecke hindurch ins Esszimmer senden will. Im 
Esszimmer steht ein altes Röhrenradio. Es wäre natürlich schön, wenn 
dann alte Lieder aus den 50ern mit einem MP3-Player durch die Betondecke 
übertragen werden können. Das macht sicherlich bei den Gästen einen 
guten Eindruck, wenn ich an dem Mittelwellensendeknopf drehe und 
plötzlich hört man die Eröffnungsrede vom Adolf von der AVUS-Rennstrecke 
in Berlin auf 697,5 kHz, oder Musik aus den 50ern. Das hebt die 
Stimmung:

https://youtu.be/Fv_s9oDL3LY?si=g6OXtG4dWMvZk6K7

https://youtu.be/psUe78J1hjM?si=WfmPJ5_7SNxbSb3X

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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BTW: 160m -Band ist eher 1840–1843 kHz  und keine 697,5 kHz ?!

von Otto K. (opto_pussy)


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Otto K. schrieb:
> In dem Thread "Oszilloskop-Spielereien" kann man auch die
> Oszilloskopbilder vom Modulationsgrad von meinem AM-Modulator sehen:

Hier der richtige Link:

Beitrag "Re: Oszilloskop-Spielereien"

von Otto K. (opto_pussy)


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Dieter D. schrieb:
> Lamda/4 Antenne mit 40m Länge.

Zu lang! Ich will keine Antenne. Das muss auch irgendwie ohne Antenne 
funktionieren, also nur mit der Schwingkreisspule.

Gerhard O. schrieb:
> einfache ein-Transistor UKW Senderchen...

Den habe ich auch schon gebaut, der ist mir aber mit einer 9 Volt 
Blockbatterie nicht frequenzstabil genug.

Bradward B. schrieb:
> BTW: 160m -Band ist eher 1840–1843 kHz  und keine 697,5 kHz ?!

Das stimmt zwar, aber soweit ich weiß, wird der gesamte 
Mittelwellenempfangsbereich als 160 Meter Band bezeichnet (520 kHz bis 
1600 kHz).

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

die Seite

"http://www.hcrs.at/";

die etwa ab 1997 zu einer der ersten Technikseiten gehörte, scheint 
nicht mehr online zu sein. Dort gab es detaillierte Bauprojekte zu 
Mittelwellensendern.

mfg

von Schorsch M. (schorschm)


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Guck mal, mit diesem Schaltplan und einer Ferritstsbantenne kannst du 
gabz sicher einige hundert Meter überbrücken.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Otto K. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Lamda/4 Antenne mit 40m Länge.
>
> Zu lang! Ich will keine Antenne. Das muss auch irgendwie ohne Antenne
> funktionieren, also nur mit der Schwingkreisspule.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> einfache ein-Transistor UKW Senderchen...
>
> Den habe ich auch schon gebaut, der ist mir aber mit einer 9 Volt
> Blockbatterie nicht frequenzstabil genug.
>
> Bradward B. schrieb:
>> BTW: 160m -Band ist eher 1840–1843 kHz  und keine 697,5 kHz ?!
>
> Das stimmt zwar, aber soweit ich weiß, wird der gesamte
> Mittelwellenempfangsbereich als 160 Meter Band bezeichnet (520 kHz bis
> 1600 kHz).

Es gibt von Rohm einige PLL stabilisierte Stereosender ICs. Beispiel 
BH1415 oder ähnlich. Gibt es auch in Bausatzform.

Für mich war damals die Stabilität ausreichend, solange man die 
Antennenspule ausreichend lose ankoppelte. Natürlich würde eine 
DG-MOSFET Pufferstufe helfen den Oszillator lastunabhängig zu machen.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Otto K. schrieb:

> Zu lang! Ich will keine Antenne. Das muss auch irgendwie ohne Antenne
> funktionieren, also nur mit der Schwingkreisspule.

Der Spule musst du nur die hinreichende Grösse gönnen.
Ein halber Meter Durchmesser sollte da schon reichen.

> Gerhard O. schrieb:
>> einfache ein-Transistor UKW Senderchen...
>
> Den habe ich auch schon gebaut, der ist mir aber mit einer 9 Volt
> Blockbatterie nicht frequenzstabil genug.

Mit ein paar Oszillatoren, die auf einem FPGA gerechnet werden,
ist das Ganze genauso stabli wie die verwendete Referenzfrequenz.
Alte Radios haben ja nicht nur eine Freqeunzskala, sondern auch
die Sendernamen auf der Skala. Wählt man die Frequenzen nach
diesen Sendernamen aus, könnte man diese dann mit seiner eigenen
Modulation hören.
Eine kleine Linearendstufe mit ca. 100 mW, sollte auch für eine
35 cm Betondecke kräftig genug sein.

Ist leider alles zusammen nicht ganz billig.
Aber wenns Spass macht?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Otto K. schrieb:
> Zu lang! Ich will keine Antenne. Das muss auch irgendwie ohne Antenne
> funktionieren, also nur mit der Schwingkreisspule.

Eine Rahmenantenne:
https://www.elektronik-labor.de/HF/Loops.html
https://www.elektronik-labor.de/HF/LoopAntennen.html

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Lamda/4 Antenne mit 40m Länge.
>
> Zu lang! Ich will keine Antenne. Das muss auch irgendwie ohne Antenne
> funktionieren, also nur mit der Schwingkreisspule.

Bei der Wellenlänge (ca 430m) ist man doch tief im Nahfeld, da sollte 
eine Spule mit Kern reichen für das bißchen Reichweite. Oder auch ohne 
Kern.

Manche wickeln auch einfach Draht um einen Schuhkarton: 
https://www.fading.de/antennentechnik/rahmenantenne

: Bearbeitet durch User
von Schorsch M. (schorschm)


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In diesem Frequenzbereich sind Ferritstabantennen gebräuchlich.

Wer es etwas dicker mag, kann sich eine Rahmenantene wickeln.

herkömmliche Drahtantennen, wie Dipole oder ähnliches sind illusorisch.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Bradward B. schrieb:
> Schuhkarton

In wenigen Jahren weiß vielleicht niemand mehr, weil alles in der großen 
Amazonbox im Beutel verpackt kommt. Für die Nachwelt gibt es eine 
Erklärung der KI, wobei die Antwort nur vom kleine Modell mit 1,5GB 
stammt:

>>> explain german word: "Schuhkarton"

A Schuhkarton is a German term that refers to a shoebox or a small 
carton used for storing small items such as socks, underwear, or other 
personal care items. The word is often used in the context of a child's 
room, where they keep their clothes and other belongings tidy and 
organized.

In English, this term might be translated as "sock box" or "undershirt 
box," depending on the specific context in which it is used. However, 
the German word "Schuhkarton" itself has a certain charm and uniqueness 
to it, and it can add a touch of cultural flavor to your vocabulary.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Schuhkarton
>
> In wenigen Jahren weiß vielleicht niemand mehr, weil alles in der großen
> Amazonbox im Beutel verpackt kommt. Für die Nachwelt gibt es eine
> Erklärung der KI, wobei die Antwort nur vom kleine Modell mit 1,5GB
> stammt:

Hab da mal vor paar Jahren sowas "gebastelt", war wohl zur 
Kinderbespassung in der Weihnachtszeit (siehe Anhang). Der DrehKo wird 
jetzt wo anders verwendet.

Nicht schön, aber anschaulich.

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