Moin, für eine kleines Projekt möchte ich ein "TTL-Grab" durch einen CPLD ersetzen, also reine kombinatorische Logik, vielleicht auch etwas mit Takt und einem Zähler, dann aber eher kHz. Ein FPGA wäre an dieser Stelle viel zu "groß" und auch ein µC wäre gefühlt nicht so passend. Den Beitrag 4 Jahre alten Beitrag zu dem Thema hab ich gelesen Beitrag "[CPLD] Brauche Empfehlung für CPLDs / Software" Vor 15 Jahren hab ich von Xilinx damals die Coolrunner verwendet, aber soweit ich das sehe, sind die abgekündigt! Die 9er Version vom Ise Webpack hab ich noch, die letzte 14.x Version würde auch noch gehen für CPLDs. Die gibt es auch kostenlos und würde dann aber in einer VM laufen... dazu müsste ich mir wohl einen USB-Programmer beschaffen, über den Parallel-Port zu programmieren dürfte dank fehlender alter Hardware entfallen. Könnte ich nutzen, aber will man das tote Pferd noch einmal reiten? Hab mir Lattice angeschaut, die ispMACH 4000ZE Serie, sieht nett aus... aber Lattice will für die Software "ispLEVER Classic" Geld haben, um die 600$ pro Jahr... ist damit raus! Dann wäre da noch Mikrochip (ex. Atmel) mit der ATF-15xx Serie, WINCUPL II gibt es als Beta zum programmieren... Sprache wäre dann "CUPL", müsste ich mich einarbeiten, vermutlich / hoffentlich ähnlich VHDL? Hat da jemand Erfahrung mit? Programmer bräuchte ich auch noch. Ok, FTDI-Chip und etwas Kleinkram... Die ATF-16 Serie lässt sich vermutlich nicht über JTAG programmieren, oder? Als letzter Kandidat bleibt Altera mit der Max V Serie übrig, die Software "Quartus® Prime Lite Edition" ist aktuell und kostenlos. Programmer besorgen sollte auch kein Thema sein... VHDL geht auch. Was würdet Ihr empfehlen, Mikrochip oder Altera?
Warum grämst du dich um die Beschaffbarkeit von CPLDs wenn das für ein "kleines Projekt" gedacht ist? Besteht das "kleine Projekt" aus einer Gross-Serie? Willst du die Beschaffbarkeit des CPLDs für 10-20 Jahre sichern? Für kleine Stückzahlen bekommt man immer noch jede Menge abgekündigter/eingesteller CPLD Chips, sogar noch GALs wenn es unbedingt sein muss.
Wastl schrieb: > Warum grämst du dich um die Beschaffbarkeit von CPLDs wenn > das für ein "kleines Projekt" gedacht ist? Besteht das "kleine > Projekt" aus einer Gross-Serie? Willst du die Beschaffbarkeit > des CPLDs für 10-20 Jahre sichern? > > Für kleine Stückzahlen bekommt man immer noch jede Menge > abgekündigter/eingesteller CPLD Chips, sogar noch GALs wenn > es unbedingt sein muss. Das stimmt schon, aber evtl. ergibt sich das beim nächsten Projekt und dann beim übernächsten, das ein CPLD passen würde ... Ich suche halt Leute, die sowas "altes" noch aktuell nutzen, auch für evtl. Fragen usw.
Boris schrieb: > Ich suche halt Leute, die sowas "altes" noch aktuell nutzen, auch für > evtl. Fragen usw. Coolrunner waren damals auch deshalb cool weil man sie über den Druckerport programmieren konnte, das (die Programmierung) hatte man von Philips übernommen und eine zeitlang noch mitgeschleppt/ unterstützt. Ist aber mit "modernen" Rechnern wegen des fehlenden Druckerports nicht mehr möglich. Boris schrieb: > Das stimmt schon, aber evtl. ergibt sich das beim nächsten Projekt und > dann beim übernächsten, das ein CPLD passen würde ... Dann sucht man sich einen neuen Chip. Diese Aussage passt übrigens schon in die Kategorie Salami-Taktik.
Wenn man von der Größe (physikalisch und logisch) und der seltsamen Programmierung (Schaltplan) absieht, sind die GreenPAK von Silego/Dialog/Renesas recht nett: https://www.renesas.com/en/products/programmable-logic/greenpak-programmable-mixed-signal-products
Moin, Boris schrieb: > und auch ein µC wäre gefühlt nicht so passend. <loriot>Vielleicht stimmt mit deinem Gefuehl was nicht</loriot> Wenn du eher bei kHz unterwegs bist, wuerde ich nicht zum CPLD greifen. Gruss WK
Wastl schrieb: > XILINX und ISE. Sucht man auf ebay nach "xilinx platform cable" bekommt man vom Chinesen einen Xilinx Programmer für 25-30 Euro angeboten.
Dergute W. schrieb: > Moin, > > Boris schrieb: >> und auch ein µC wäre gefühlt nicht so passend. > > <loriot>Vielleicht stimmt mit deinem Gefuehl was nicht</loriot> > Wenn du eher bei kHz unterwegs bist, wuerde ich nicht zum CPLD greifen. > > Gruss > WK Also erst mal brauche ich nur kombinatorische Logik, evtl. kommt noch ein Zähler dazu, ähnlich CD4029. Das sollte sich alles in einem CPLD verpacken lassen... man könnte auch eine große Wahrheitstabelle aufstellen und das ganze in einen PROM, EPROM oder EEPROM packen... ein µC würde das auch erledigen können und sich 99% der Zeit langweilen! Egal welchen CPLD man nimmt, den Programmer mit USB gibt es für ein paar EUR im Netz zu kaufen, dass sollte nicht das Thema sein. Ise Webpack kenne ich noch aus dem Studium, haben damals den Virtex Pro damit programmiert bzw. uns rumgeärgert! Deshalb die Idee, vielleicht mal was "neues" zu probieren... aber bis jetzt scheint niemand mehr diese Old-School Technik zu nutzen!
Anton schrieb: > sind die GreenPAK von Silego/Dialog/Renesas recht nett: Welchen Vorteil sollten Chips haben die "niemend kennt" und die "nirgendwo erhältlich" sind?
Wastl schrieb: > Anton schrieb: >> sind die GreenPAK von Silego/Dialog/Renesas recht nett: > > Welchen Vorteil sollten Chips haben die "niemend kennt" und > die "nirgendwo erhältlich" sind? Ich kenne ein paar davon und man kann sie bei Mouser kaufen. Der Vorteil ist, daß sie nicht abgekündigt sind und die Design-Software kostenlos ist und auch für Linux und macOS verfügbar ist.
Moin, Boris schrieb: > man könnte auch eine große Wahrheitstabelle > aufstellen und das ganze in einen PROM, EPROM oder EEPROM packen... ein > µC würde das auch erledigen können und sich 99% der Zeit langweilen! Zum Programmieren von [*]PROMS brauchts tendentiell seltenere/teurere Adapter als fuer viele gaengige und billige µController. Um die Psyche von sich langweilenden Controllern wuerde ich mir keinen Kopf machen, sondern die auch einsetzen, wenn 99% der Software aus NOP bestehen wuerde. Das halten die aus. Gruss WK
Ich greife gerne zu Lattice MachXO[|2|3]. Kleine Packages, einige Versionen brauchen nur 3.3V, Flash intern. Die Software dafür heißt Lattice Diamond. Du musst immer eine Jahreslizenz beantragen, aber die ist kostenlos, und nach Ablauf beantragst Du einfach eine neue. Beispiel: https://www.digikey.de/de/products/detail/lattice-semiconductor-corporation/LCMXO3D-4300ZC-2SG72I/11498294 Zum Programmer: einfach auf ebay oder so nach "hw-usbn-2a" suchen. Das passt dann. fchk
Boris schrieb: > Was würdet Ihr empfehlen, Mikrochip oder Altera? Lattice ;-) Im Ernst: der MachXO2-256 ist ideal, um ein TTL-Grab zu ersetzen. Recht günstig (so um 5$), integriertes Flash, einfach anzuschließen und mit Diamond (kostenlos und auch schlank!) zu programmieren. Als JTAG-Programmierer tut's irgendein FTDI FT232HQ oder FT2232HQ-Board. Außerdem lässt sich der MachXO2 auch noch per I2C oder SPI flashen. Die Routinen muss man allerdings selbst schreiben, ist aber kein Hexenwerk. Edit: Frank war schneller ;-)
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Boris schrieb: > Sprache wäre dann "CUPL", > müsste ich mich einarbeiten, vermutlich / hoffentlich ähnlich VHDL? Hat > da jemand Erfahrung mit? Programmer bräuchte ich auch noch. Ich hab WinCUPL probiert und in die Ecke geworfen. Ich scheitere daran. Kaum Unterlagen dazu, kein Tutorial. Das ist für mich die komplette Sackgasse. Und daher hab ich mich, für die Pillepalle-Aufgabe, für den ForgeFPGA entschieden. Vor allem, weil ich nur wenige Pins brauche. Eventuelle Hindernis: Die Gehäusebauform. Die üblichen FPGA-Kandidaten schieden aus, weil viel zu viele Pins. Beitrag "ForgeFPGA statt CPLD. Ein riesen Erforg für mich, keiner für die Menscheit. ;-)"
Boris schrieb: > "TTL-Grab" durch einen CPLD > ersetzen, also reine kombinatorische Logik, vielleicht auch etwas mit > Takt und einem Zähler, dann aber eher kHz. Ein FPGA wäre an dieser > Stelle viel zu "groß" und auch ein µC wäre gefühlt nicht so passend. Ein Grund für fehlende TTL-Gräber sind m.E. moderne µC. Egal ob Displays oder viele I/O, das meiste erledigen µC und notfalls Schieberegister quasi nebenher, wenn es nicht gerade um ein Replacement einer Zwischenschaltung geht.
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Nachtrag: Die IDE für den ForgeFPGA kann nur Verilog (falls ich das richtig gesehen hab). Man kann aber auch "Gatter zeichnen". Bevor du da Geld versenkst, probier das lieber vorher aus. Für die IDE muss man sich registrieren. Der Programmer kostet aber Geld! Etwa 120 €, gabs aber schon mal deutlich billiger.
Boris schrieb: > für eine kleines Projekt möchte ich ein "TTL-Grab" durch einen CPLD > ersetzen, also reine kombinatorische Logik, vielleicht auch etwas mit > Takt und einem Zähler, dann aber eher kHz. Ein FPGA wäre an dieser > Stelle viel zu "groß" und auch ein µC wäre gefühlt nicht so passend. Falsch. Einen kHz Zähler erledigt praktisch jeder moderne Mikrocontroller im Schlaf, ggf. sogar in Software. Aber die meisten haben Timer mit externen Takteingängen.
Boris schrieb: > Ein FPGA wäre an dieser Stelle viel zu "groß" Nimm die MachXO2 von Lattice, die gibts auch in klein und bastlerfreundlich (z.B. TQFP100 oder 144). Die Toolchain ist kostenlos und den Programmieradapter gibts für 16€ bei Ali.
Weil CPLD ja auch gleich CPLD ist, gibt so zwischen 36 und 2000LUTs, bzw kann fast nix bis passt ganzer CPU rein. Billiges FPGA Board mit affig Resourcen kaufen, dadrauf entwickeln und dann fertigen Kram in kleinstmöglichen CPLD wursten??
Boris schrieb: > ein µC würde das auch erledigen können und sich 99% der Zeit langweilen! Dann kommt er 99% der Zeit in den Sleep Mode und verbraucht dann fast nichts. Im Endeffekt möglicherweise weniger als der CPLD oder das TTL-Grab. Heutzutage macht man alles mit Prozessoren, selbst simple ICs haben gern mal einen maskenprogrammierten Minimalprozessor zur Steuerung drin. Selbst manche Peripherieeinheiten von Mikrocontrollern enthalten wieder einen eigenen Spezialprozessor. Wenn es also nicht extrem zeitkritisch ist oder Massen an IOs nötig sind, ist ein Mikrocontroller bei Preis, Verbrauch, Beschaffbarkeit, Softwaresupport, Literatur... überlegen.
Nick schrieb: > Boris schrieb: >> Sprache wäre dann "CUPL", >> müsste ich mich einarbeiten, vermutlich / hoffentlich ähnlich VHDL? Hat >> da jemand Erfahrung mit? Programmer bräuchte ich auch noch. > > Ich hab WinCUPL probiert und in die Ecke geworfen. Ich scheitere daran. > Kaum Unterlagen dazu, kein Tutorial. Das ist für mich die komplette > Sackgasse. Ich habe mit CUPL $DAMALS richtig gute Erfarungen gemacht. $DAMALS = etwa 1984. Den FIR-Filter-Algorithmus habe ich mit Z80-Turbo-Pascal verifiziert, mit CUPL in Statemaschinen zerhackt und die vielen Pals konnte man mit CUPL dann auch am Stück simulieren, auf der VAX11/750. Von einem Wire-Wrap-Fehler abgesehen hat das im ersten Anlauf funktioniert (und massenhaft Strom gezogen :-) ). Ja doch, VHDL und so kann ich auch. Aber CUPL war nix zum Wegwerfen. Gerhard H
Gerhard H. schrieb: > Aber CUPL war nix zum Wegwerfen. Und würdest du heute auch noch Zeit dafür investieren?
Nick schrieb: > Gerhard H. schrieb: >> Aber CUPL war nix zum Wegwerfen. > > Und würdest du heute auch noch Zeit dafür investieren? Das ist so langsam die große Frage, die ich mir stelle... die "meisten" Empfehlungen gehen zu Lattice oder empfehlen einen µC als Lösung, was ohne Probleme machbar wäre. Scheint, außer für spezielle Anwendungen die man mit FPGAs löst, hat sich das Thema Programmierbare logische Schaltungen (CPLDs) erledigt. RIP
Boris schrieb: > Scheint, außer für spezielle Anwendungen die man mit FPGAs löst, hat > sich das Thema Programmierbare logische Schaltungen (CPLDs) erledigt. > > RIP Es gibt hier nur zwei Gründe, einen FPGA oder CPLD zu nutzen. Du willst einfach aus Spaß an der Freud was damit machen oder was lernen. Wenn du aber nur das Problem lösen willst, nimmt man sie nicht. Entscheide dich.
Gerhard H. schrieb: > $DAMALS = etwa 1984. Das fasst die Lage ganz gut zusammen. Es ist wie Latein: gut, wenn man alte Sachen analysieren will. Unbrauchbar in heutiger Zeit. Weder bei medizinischen Begriffen noch im Vatikan ist Latein eine aktuelle Sprache. Boris schrieb: > die "meisten" Empfehlungen gehen zu Lattice oder empfehlen einen µC als > Lösung Es ist im Grunde einfach: 1. Wenn (irgend) ein uC die Aufgabe lösen kann, dann nimm den. 2. Wenn der uC eine (Teil-)Aufgabe nicht lösen kann, dann nimm ein FPGA.
Anton schrieb: > Wenn man von der Größe (physikalisch und logisch) und der seltsamen > Programmierung (Schaltplan) absieht, sind die GreenPAK von > Silego/Dialog/Renesas recht nett Ganz grob ähnlich sind die PLDs von TI. Der neueste (noch nicht verfügbar) ist vollständig dokumentiert und kann über I²C/SPI programmiert werden: https://www.ti.com/product/TPLD2001 (Und mit 20 LUTs ist er der größte der Familie.)
Clemens L. schrieb: > https://www.ti.com/product/TPLD2001 > (Und mit 20 LUTs ist er der größte der Familie.) 16 Logikblöcke hat auch ein 16F13145. Und einen PIC zum konfigurieren. ☺
Boris schrieb: > Das ist so langsam die große Frage, die ich mir stelle... die "meisten" > Empfehlungen gehen zu Lattice oder empfehlen einen µC als Lösung, Ich weiß ja nicht wie schnell das gehen soll. Aber du könntest dir ja auch noch XMOS ansehen. Damit bekommt man 10 ns Auflösung hin und hat acht Kerne. Hardwareorientierterer µC gibts nicht. https://www.xmos.com/xcore-200 Hab ich nur gesagt, damit du dir noch unsicherer wirst. :-))
Mit einem pauschalen "Mikrocontroller ersetz CPLD" sollte man vorsichtig sein, das stimmt in den wenigsten Fällen. Mikrocontroller ist nicht gleich mikrocontroller, und wenn man "damals" das Gerät mit einem solchen hätte aufbauen können, hätte man das gemacht. Eine Probe-Implementation auf einem ARM Embedded sollte es schon sein, gerne mit 40+ MHz. Und oft scheitert es an Trivialitäten wie "zu wenig Pins" am µC. Ja CPLD's werden halt auch als Adressdecoder am parallelen Bus eingesetzt, da muss man mal schnell ein paar bits bspw. 17 Ver-AND-en. Blöd wenn die Eingänge des µC in 8-bit Ports organisiert sind. Geht natürlich auch, kostet dann aber clock cycles und die Reaktionszeit "rutscht" vom 0.1 µs Bereich in den von ein- oder zweistellen Mikrosekunden. Noch langsamer sind Implementation von Programmieren die Abstraktionsebenen weit weg von der Hardware unterwegs sind. Man sollte schon die µC-Interna (Datenblatt) genau kennen und den µC wenigstens partiell in Assembler oder Hardware-nahem C programmieren können, um eine Chance auf optimal kurze subroutinen zu haben. Ein Beispiel für eine weit verbreitete CPLD-Anwendung wäre hier der "GARY" aus dem Amiga 500 Heimcomputer der End-Achtziger. Gabs in Millionenstückzahl, hat wirklich nur simple Adressdekode-ing gemacht und lief unter 10 MHz. Hat sich bis heute kein µC Ersatz dafür gefunden. https://www.retrosix.wiki/gary-amiga-500 CPLD's werden auch gern als Levelshifter mit Intelligenz eingesetzt, aber die die 5V vertragen werden auch immer weniger. In den letzten 6/7 Jahren haben sich die bereits erwähnten Lattice vom Geheimtip zum Standard entwickelt, IMHO auch, weil sie Standardinterface wie I2C/SPI auch schon mal als Makrozelle mitbringen. Den Weg dorthin haben andere Hersteller bereitet. * https://www.eejournal.com/article/20071211_altera/ BTW: Die Macher vom "Steckerschwein" haben vor kurzem ihre Erfahrungen beim Wechseln der CPLD beschrieben: https://www.steckschwein.de/post/2025/07/cpld-upgrade-new-toolchain/ Dort werkelt statt dem Cool-rammler von Xilinx ein ATF von Mikrochip: https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/MPD/ProductDocuments/DataSheets/ATF1508AS%28L%29-5V-128-Macrocell-CPLD-Data-Sheet-20006682A.pdf
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Bradward B. schrieb: > Eine Probe-Implementation auf einem ARM Embedded sollte es schon sein, > gerne mit 40+ MHz Total viele Anwendungen sind aber super langsam. Gerade auch die von Boris. Oft genug geht es um mHz statt MHz. Bradward B. schrieb: > und wenn man "damals" das Gerät mit einem solchen hätte aufbauen können, > hätte man das gemacht. Damals waren die Preisverhältnisse anders. Bradward B. schrieb: > da muss man mal schnell 17 bit Ver-ANDen. Blöd wenn die Eingänge des µC > in 8-bit Ports organisiert sind. Die Zeit der 8bit MCUs ist auch vorbei... Bradward B. schrieb: > Adressdekode-ing gemacht und lief unter 10 MHz. Hat sich bis heute kein > µC Ersatz dafür gefunden. Je nachdem wie komplex die Logik ist könnte das auf einem schnellen Controller schon auch gehen, in dieser Größenordnung könnten die Preisverhältnisse aber anders ausfallen.
> Wenn man von der Größe (physikalisch und logisch) und der seltsamen > Programmierung (Schaltplan) absieht, sind die GreenPAK von > Silego/Dialog/Renesas recht nett: Das stimmt, sollte man wirklich ins Auge fassen! Technisch sind sie nett. Allerdings sieht es Renesas wohl so das sie die Chips fuer dich programmieren und sie dann an dich unter deiner Bezeichnung verkaufen. Es ist auch moeglich das du einige Typen mit einem ihrer Testboards programmierst, aber das machte auf mich alles einen etwas gebastelten Eindruck. Die Teile passen irgendwie schlecht in eine "normale" Firma wo du ein solches Teil auf mehreren Boards im Einsatz hast und selber im Rahmen der Herstellung flasht. Irgendwie hat Renesas da ein schraeges Mindset. Vanye
Vanye R. schrieb: > Irgendwie hat Renesas da ein schraeges Mindset. Bei den langen Bestellnummern heutzutage, könnten sie den Bitstream da gleich mit reinkodieren :-)
Bradward B. schrieb: > Mit einem pauschalen "Mikrocontroller ersetz CPLD" sollte man vorsichtig > sein, das stimmt in den wenigsten Fällen. Das hat keiner hier auch nur ansatzweise gesagt. Sondern "Mikrocontroller ersetzt TTL-Grab mit kHz Zähler" > Ein Beispiel für eine weit verbreitete CPLD-Anwendung wäre hier der > "GARY" aus dem Amiga 500 Heimcomputer der End-Achtziger. Gabs in > Millionenstückzahl, hat wirklich nur simple Adressdekode-ing gemacht > und lief unter 10 MHz. Hat sich bis heute kein µC Ersatz dafür gefunden. > https://www.retrosix.wiki/gary-amiga-500 Meilenweit vom Thema weg. Niemand will ernsthaft Adressdekoder mit einem Controller bauen.
Bradward B. schrieb: > BTW: Die Macher vom "Steckerschwein" haben vor kurzem ihre Erfahrungen > beim Wechseln der CPLD beschrieben: > https://www.steckschwein.de/post/2025/07/cpld-upgrade-new-toolchain/ > Dort werkelt statt dem Cool-rammler von Xilinx ein ATF von Mikrochip: > https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/MPD/ Nette Geschichte, ich hab mich mal umgeschaut, ob es neuere Infos zum ProChip Designer gibt, vielleicht besinnt Mentor sich ja um lol. Bin auf den Beitrag von 2020 gestoßen, die https://snowgoons.ro/posts/2020-11-25-atf15xx-vhdl-development-for-cheap/ Wie schon gesagt, für mein Projekt wird / werden es jetzt µC auf dem Boards. Ich hab damals am Kurs / Vorlesung "Hardware Software Codesign" von Reichard und Schwarz teilgenommen. Hardware war von Xilinx ein Virtex-II Pro FPGA auf einem Board von Digilent. Soweit ich mich erinnere, hatte der FPGA einen µCs in Hardware eingebaut (PowerPC), als alternative zum Microblaze in VHDL, der ganz gut Platz fressen konnte. Wir haben dann in VHDL Hardware "gabaut", welche vom Prozessor gesteuert / verwendet wurde. Wir haben aus den Hardware-Multiplizier mit Akkumulator (MultAdd), etwas mehr als 100, ein FIR Filter gebaut, ein Durchlauf eines Werte durch die gesammte Kette, hat einen Takt (100MHz) gedauert... das war um 2010 schon beeindruckend und mit einem µC nicht machbar.
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Boris schrieb: > das war um 2010 schon beeindruckend und mit einem µC nicht machbar. Ja, ist beeindruckend. Der Preis eines Virtex-II Pro war es auch! Und 2010 war der auch schon wieder übel veraltet, da war schon der Virtex-5 auf dem Markt. Extrem beindruckend sowohl in Leistung und Preis sind die AMD/Xilinx RF-SoC Chips. Da war ein Virtex-II Pro ja noch ein Schnäppchen. Aber jetzt vergleichen wir definitv Melonen mit Rosinchen :-)
Anton schrieb: > Wenn man von der Größe (physikalisch und logisch) und der seltsamen > Programmierung (Schaltplan) absieht, sind die GreenPAK von > Silego/Dialog/Renesas recht nett: Das sind aber nicht die von mir genannten FPGA. Seltsam ist an den ForgeFPGA von renesas eigentlich nichts. Eher recht simpel wenn man die IDE mal mit den Platzhirschen vergleicht. Was du meinst sind die programmierbaren "Analog-Dinger". Ja, die brauchen wohl Einarbeitung und man muss eigentlich eine fertige Schaltung haben und dann versuchen die dort zu verwenden. Oder so. Ich hab mich damit aber nur ganz kurz beschäftigt.
> Was du meinst sind die programmierbaren "Analog-Dinger".
Die Analogdinger koennen aber auch digital und es gibt wohl auch
Versionen wo die analoge Funktion fehlt. Die Forge gibt gibt es dann
auch noch. Echt verwirrend.
Ich meine auch das ich letztens noch Werbung von irgendjemand mit einer
weiteren "MiniFPGA" Serie im Briefkasten hatte. Anscheinend kommt sowas
langsam in Mode.
Vanye
Vanye R. schrieb: > Die Analogdinger koennen aber auch digital und es gibt wohl auch > Versionen wo die analoge Funktion fehlt. Die Forge gibt gibt es dann > auch noch. Echt verwirrend. Da hast du dich wohl selbst verwirrt. Es gibt ForgeFPGA low-density FPGA https://www.renesas.com/en/products/programmable-logic/forgefpga-low-density-fpgas Und GreenPak programmable mixed-signal products https://www.renesas.com/en/products/programmable-logic/greenpak-programmable-mixed-signal-products
Bradward B. schrieb: > BTW: Die Macher vom "Steckerschwein" haben vor kurzem ihre Erfahrungen > beim Wechseln der CPLD beschrieben: > https://www.steckschwein.de/post/2025/07/cpld-upgrade-new-toolchain/ > Dort werkelt statt dem Cool-rammler von Xilinx ein ATF von Mikrochip: > https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/MPD/ProductDocuments/DataSheets/ATF1508AS%28L%29-5V-128-Macrocell-CPLD-Data-Sheet-20006682A.pdf Autschn! Mit 180 mA Ruhestrom (industrial) fühlt man sich ja echt in die PAL-Zeit mit MMI zurückgebombt. Die Coolrunner II werde ich wohl vermissen! Gerhard
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