Hallo, ich bin auf der Suche nach einem einfachen, unkomplizierten Schaltregler IC. Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert. Ich habe vor Schaltreglern etwas Respekt weil ich bisher alles mit Linearreglern lösen konnte und keinerlei Erfahrung mit den Dingern habe. Aber jetzt ....... Gibt es da etwas besseres als den LM2575? Ich habe zwischen 20VDC und 30VDC am Eingang und muss auf 3.3VDC herunterregeln. Strom fliesst weniger als 100mA. Mit unkompliziert meine ich das Layout und die Spule. Und ja, kosten sollte das Teil auch so gut wie nichts (wie immer), Ciao Hans
:
Verschoben durch Moderator
Die billigste Lösung dürfte ein MC34063 sein. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/step-up_down_adj_3_40_v_1_25_40_v_dip-8-39640
Wirklich unkompliziert und anspruchslos sind die LM2596, die es sogar mit 3.3V-Festspannung gibt. Aber 3A ist vielleicht ein bisschen oversized. Unter https://www.mouser.de/new/texas-instruments/ti-simpleswitcher/ (Reiter "Regler") gibt es noch ein paar weitere aus der Simpleswitcher-Serie, vielleicht ist da was bei.
Braucht der MC34063 irgendwelche besondere Anforderungen bzgl. der Spule? Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule. Oder gar ein Teil in 1206 oder 0805 Ausführung? Ciao Hans
Hans G. schrieb: > Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule. Oder gar ein Teil in 1206 > oder 0805 Ausführung? Der MC34063 ist sozusagen der gutmütige aber etwas schrullige Urgroßvater aller Schaltregler. Ein guter Anfang für Dich. Langsam, kann nicht viel, exzellent dokumentiert. Und das ist nun DEINE Aufgabe: Lese aufmerksam das Datenblatt, die Applikationsschrift und berechne anhand der darin zu findenden Wege akribisch Deine Bauteile. Keine Abkürzungen, kein Forengelaber, einfach lesen, rechnen, verstehen. Erst dann machst Du dich auf die Suche nach einer Spule ist wirst feststellen das es nichts gibt das auch nur in grober Näherung in 0805 zu bekommen währe. Hast Du die Bauteile zusammen, machst Du das Layout, so wie es in der Applikationsschrift angegeben ist. Weil gutes Layout ganz wesentlich ist bei Schaltreglern.
Hans G. schrieb: > Gibt es da etwas besseres als den LM2575? Ich nehme den LMR51430 > Mit unkompliziert meine ich das Layout Das Layout von dem Ding geht sogar einseitig. Siehe meine Anmerkungen im Beitrag "Re: Step-down Schaltungsdesign" Und aufpassen muss man sowieso bei jedem Schaltreglerlayout. Vorher verstehen, wo welche Ströme fließen und die Stromschleifen klein halten. > und die Spule. Naja, muss halt die richtige sein. Und da Beste: die TPS54202/302 sind pinkompatibel.
Hans G. schrieb: > Ich habe vor Schaltreglern etwas Respekt Nimm fertige China-Platinen. https://www.ebay.de/itm/306660455051 Dieter W. schrieb: > Die billigste Lösung dürfte ein MC34063 sein Nein, nicht mehr, nutzt auch kein Chinese mehr, der erfordert grosse und damit teure Spulen und Elkos und hat als step down 1.5V Verlust.
Beitrag #8028507 wurde vom Autor gelöscht.
Hans G. schrieb: > ich bin auf der Suche nach einem einfachen, unkomplizierten Schaltregler > IC. > > Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den > LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert. Das sieht auch der Hersteller so und nennt ihn darum "Simple Switcher" > Gibt es da etwas besseres als den LM2575? Kommt darauf an, was du wichtig findest. - hohe Effizienz? - kleine Bauform (auch der Spule + Kondensatoren)? - einfaches Layout, womöglich sogar bedrahtet? > Ich habe zwischen 20VDC und 30VDC am Eingang und muss auf 3.3VDC > herunterregeln. Strom fliesst weniger als 100mA. Dann ist 30V (besser 40V) Spannungsfestigkeit schon mal ein Auswahlkriterium. Das können heutzutage nicht mehr alle Schaltregler. Im Prinzip ist der MC34063 dann tatsächlich ein geeigneter Kandidat. Kostet so gut wie nichts, ist in DIP erhältlich, kann direkt 40V. Daß die Spule etwas größer ist wird dich nicht stören. Und die 1.5V Dropspannung hast du locker. Ansonsten mach es wie andere auch: geh zu einem Hersteller/Distributor deiner Wahl und gib die Eckdaten im Suchformular ein. Oder noch einfacher: such bei Amazon oder Ali oder Temu nach fertigen Modulen.
Ich habe als Einstand vor 15 Jahren mit dem LM2576 angefangen, der ist recht gutmütig, was das Layout betrifft. Auf dessen Nachfolger, den pinkompartiblen LM2596 trifft das ebenfalls zu. Beide Typen werden generisch noch von XL-Semi produziert. XL-Semi ist, was Schaltregler betrifft, recht gut aufgestellt. Deren ICs weden u.a. von LCSC vertrieben. Ich habe mit etlichen LED-Stromquellen von denen, gute Erfahrungen gemacht. https://www.xlsemi.com/products_DC_DC_buck_mv.html Hier ist deren Seite mit Datenblattsammlung. Laß sich vom Chinesisch nicht abschecken, mache Browser bieten sogar die Übersetzung an. Links, unterhalb von DC/DC kannst du dich durchklicken, wenn du von den Parametern ein interessantes IC gefunden hast, in der ganz rechten Spalte, rechts sind die englischen PDFs :-) Das Geile ist, das sie ihre etablierten Step-Down Regler mit pinkompartiblen Synchronreglern ablösen, die man ohne neuen PCB Entwurf als Drop In Replacement nutzen kann. Man bestückt beim Synchronregler dann die Schottkydiode nicht. Bleibe anfangs bei Schaltreglern, die mit 150 KHz, oder weniger, arbeiten. An 1 MHz Typen sollte man sich erst mit etwas Erfahrung rantrauen. Führe dir Lothars Link Beitrag "Re: Step-down Schaltungsdesign" zu Gemüte. In der abelle mit den Datenblättern steht ganz rechts das englische Datenblatt, an 2. Position das chinesische und an 3 Position ist jeweils ein PDF zu einem Demo-Board. An dieses würde ich immer eigene Entwürfe anlehnen. Im Prinzip ist so ein Schaltregler keine Raketenwissenschaft ;-)
Dieter W. schrieb: > Die billigste Lösung dürfte ein MC34063 sein. Und den Rest der Schaltung mit µA 709 und AC 128 aufbauen? Oder doch lieber mit ECC 83? Letztere braucht aber 6,3 V Heizspannung.
Gerald B. schrieb: > Bleibe anfangs bei Schaltreglern, die mit 150 KHz, oder weniger, > arbeiten. An 1 MHz Typen sollte man sich erst mit etwas Erfahrung > rantrauen. Das sehe ich nicht so. Auf Grund der kleineren Spulen werden alle Leiterbahnen sowieso kürzer und MHz-gerecht. Allerdings muß man sich mit SO8-Gehäusen oder kleiner anfreunden und unbedingt low-ESR Kondensatoren verwenden.
Mi N. schrieb: > Das sehe ich nicht so. Viel Spaß beim "Senderbau" auf Lochraster, oder als Testaufbau mittels Drahtigel
Michael B. schrieb: > Hans G. schrieb: > Nimm fertige China-Platinen. > https://www.ebay.de/itm/306660455051 Welcher Chip ist denn da verbaut? 48/60 Volt Input ist schon interessant
Gerald B. schrieb: > Viel Spaß beim "Senderbau" Ohne gute Antenne kommt man auf MW/KW nicht sonderlich weit. Mit 'Powerline' kann man viel mehr Müll erzeugen.
Hans G. schrieb: > Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule. Es geht normalerweise nur eine hochgebirgs- und klippentaugliche Speicherdrossel, also so eine mit Luftspalt im Kern oder das entsprechende als (Ring-) Kern mit verteiltem Luftspalt. Man kann sogar ganz auf den Kern verzichten bei passendem Aufbau der Spule. Ach, vor ziemlich genau 10 Jahren habe ich mit dem MC34063 experimentiert: Beitrag "MC34063 Stepup Pfeift laut, erzeugt Schwingungspakete" mfg
:
Bearbeitet durch User
Axel S. schrieb: >> Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den >> LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert. > Das sieht auch der Hersteller so und nennt ihn darum "Simple Switcher" Du warst schneller, das wollte ich auch schreiben. Das ist ein langsamer Regler (Frequenz), den ich auf Lochraster laufen habe und dazu gab es von NS eine DOS-Software zur Berechnung. Er ist nicht mehr so ganz auf Höhe der Zeit und, vor allem, hat er einen relativ geringen Arbeitsbereich. Der Hans muß wirklich gucken, ob der LM2575 seinen Maximalbereich hohe Eingangsspannung bei geringem Strom bzw. maximalen Strom bei geringster Eingangsspannung abdecken kann.
Hans G. schrieb: > Gibt es da etwas besseres als den LM2575? Ich habe gute Erfahrung mit Modul OKI von Murata. Es gibt 3,3 und 5 V Versionen. Z.B. OKI3315W36C.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.