Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltregler


von Hans G. (graphans)


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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem einfachen, unkomplizierten Schaltregler 
IC.

Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den 
LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert.

Ich habe vor Schaltreglern etwas Respekt weil ich bisher alles mit 
Linearreglern lösen konnte und keinerlei Erfahrung mit den Dingern habe. 
Aber jetzt .......

Gibt es da etwas besseres als den LM2575?

Ich habe zwischen 20VDC und  30VDC am Eingang und muss auf 3.3VDC 
herunterregeln. Strom fliesst weniger als 100mA.

Mit unkompliziert meine ich das Layout und die Spule. Und ja, kosten 
sollte das Teil auch so gut wie nichts (wie immer),

Ciao Hans

: Verschoben durch Moderator
von Dieter W. (dds5)


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von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Wirklich unkompliziert und anspruchslos sind die LM2596, die es sogar 
mit 3.3V-Festspannung gibt. Aber 3A ist vielleicht ein bisschen 
oversized.

Unter https://www.mouser.de/new/texas-instruments/ti-simpleswitcher/ 
(Reiter "Regler") gibt es noch ein paar weitere aus der 
Simpleswitcher-Serie, vielleicht ist da was bei.

von Hans G. (graphans)


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Braucht der MC34063 irgendwelche besondere Anforderungen bzgl. der 
Spule?
Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule. Oder gar ein Teil in 1206 
oder 0805 Ausführung?

Ciao Hans

von Michael M. (Gast)


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Hans G. schrieb:
> Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule. Oder gar ein Teil in 1206
> oder 0805 Ausführung?

Der MC34063 ist sozusagen der gutmütige aber etwas schrullige 
Urgroßvater aller Schaltregler.
Ein guter Anfang für Dich.
Langsam, kann nicht viel, exzellent dokumentiert.

Und das ist nun DEINE Aufgabe:
Lese aufmerksam das Datenblatt, die Applikationsschrift und berechne 
anhand der darin zu findenden Wege akribisch Deine Bauteile.
Keine Abkürzungen, kein Forengelaber, einfach lesen, rechnen, verstehen.

Erst dann machst Du dich auf die Suche nach einer Spule ist wirst 
feststellen das es nichts gibt das auch nur in grober Näherung in 0805 
zu bekommen währe.

Hast Du die Bauteile zusammen, machst Du das Layout, so wie es in der 
Applikationsschrift angegeben ist.
Weil gutes Layout ganz wesentlich ist bei Schaltreglern.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Hans G. schrieb:
> Gibt es da etwas besseres als den LM2575?
Ich nehme den LMR51430

> Mit unkompliziert meine ich das Layout
Das Layout von dem Ding geht sogar einseitig. Siehe meine Anmerkungen im
Beitrag "Re: Step-down Schaltungsdesign"

Und aufpassen muss man sowieso bei jedem Schaltreglerlayout. Vorher 
verstehen, wo welche Ströme fließen und die Stromschleifen klein halten.

> und die Spule.
Naja, muss halt die richtige sein.

Und da Beste: die TPS54202/302 sind pinkompatibel.

von Michael B. (laberkopp)


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Hans G. schrieb:
> Ich habe vor Schaltreglern etwas Respekt

Nimm fertige China-Platinen.

https://www.ebay.de/itm/306660455051

Dieter W. schrieb:
> Die billigste Lösung dürfte ein MC34063 sein

Nein, nicht mehr, nutzt auch kein Chinese mehr, der erfordert grosse und 
damit teure Spulen und Elkos und hat als step down 1.5V Verlust.

Beitrag #8028507 wurde vom Autor gelöscht.
von Hans G. (graphans)


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Michael B. schrieb:
> Nimm fertige China-Platinen.

Das geht nicht.

Ciao

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Hans G. schrieb:
> ich bin auf der Suche nach einem einfachen, unkomplizierten Schaltregler
> IC.
>
> Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den
> LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert.

Das sieht auch der Hersteller so und nennt ihn darum "Simple Switcher"

> Gibt es da etwas besseres als den LM2575?

Kommt darauf an, was du wichtig findest.
- hohe Effizienz?
- kleine Bauform (auch der Spule + Kondensatoren)?
- einfaches Layout, womöglich sogar bedrahtet?

> Ich habe zwischen 20VDC und  30VDC am Eingang und muss auf 3.3VDC
> herunterregeln. Strom fliesst weniger als 100mA.

Dann ist 30V (besser 40V) Spannungsfestigkeit schon mal ein 
Auswahlkriterium. Das können heutzutage nicht mehr alle Schaltregler.

Im Prinzip ist der MC34063 dann tatsächlich ein geeigneter Kandidat. 
Kostet so gut wie nichts, ist in DIP erhältlich, kann direkt 40V. Daß 
die Spule etwas größer ist wird dich nicht stören. Und die 1.5V 
Dropspannung hast du locker.

Ansonsten mach es wie andere auch: geh zu einem Hersteller/Distributor 
deiner Wahl und gib die Eckdaten im Suchformular ein. Oder noch 
einfacher: such bei Amazon oder Ali oder Temu nach fertigen Modulen.

von Gerald B. (gerald_b)


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Ich habe als Einstand vor 15 Jahren mit dem LM2576 angefangen, der ist 
recht gutmütig, was das Layout betrifft. Auf dessen Nachfolger, den 
pinkompartiblen LM2596 trifft das ebenfalls zu.
Beide Typen werden generisch noch von XL-Semi produziert. XL-Semi ist, 
was Schaltregler betrifft, recht gut aufgestellt. Deren ICs weden u.a. 
von LCSC vertrieben. Ich habe mit etlichen LED-Stromquellen von denen, 
gute Erfahrungen gemacht.
https://www.xlsemi.com/products_DC_DC_buck_mv.html
Hier ist deren Seite mit Datenblattsammlung. Laß sich vom Chinesisch 
nicht abschecken, mache Browser bieten sogar die Übersetzung an. Links, 
unterhalb von DC/DC kannst du dich durchklicken, wenn du von den 
Parametern ein interessantes IC gefunden hast, in der ganz rechten 
Spalte, rechts sind die englischen PDFs :-)
Das Geile ist, das sie ihre etablierten Step-Down Regler mit 
pinkompartiblen Synchronreglern ablösen, die man ohne neuen PCB Entwurf 
als Drop In Replacement nutzen kann. Man bestückt beim Synchronregler 
dann die Schottkydiode nicht.
Bleibe anfangs bei Schaltreglern, die mit 150 KHz, oder weniger, 
arbeiten. An 1 MHz Typen sollte man sich erst mit etwas Erfahrung 
rantrauen.
Führe dir Lothars Link 
Beitrag "Re: Step-down Schaltungsdesign" zu Gemüte.
In der abelle mit den Datenblättern steht ganz rechts das englische 
Datenblatt, an 2. Position das chinesische und an 3 Position ist jeweils 
ein PDF zu einem Demo-Board. An dieses würde ich immer eigene Entwürfe 
anlehnen.
Im Prinzip ist so ein Schaltregler keine Raketenwissenschaft ;-)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Dieter W. schrieb:
> Die billigste Lösung dürfte ein MC34063 sein.

Und den Rest der Schaltung mit µA 709 und AC 128 aufbauen? Oder doch 
lieber mit ECC 83? Letztere braucht aber 6,3 V Heizspannung.

von Mi N. (msx)


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Gerald B. schrieb:
> Bleibe anfangs bei Schaltreglern, die mit 150 KHz, oder weniger,
> arbeiten. An 1 MHz Typen sollte man sich erst mit etwas Erfahrung
> rantrauen.

Das sehe ich nicht so. Auf Grund der kleineren Spulen werden alle 
Leiterbahnen sowieso kürzer und MHz-gerecht. Allerdings muß man sich mit 
SO8-Gehäusen oder kleiner anfreunden und unbedingt low-ESR Kondensatoren 
verwenden.

von Gerald B. (gerald_b)


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Mi N. schrieb:
> Das sehe ich nicht so.

Viel Spaß beim "Senderbau" auf Lochraster, oder als Testaufbau mittels 
Drahtigel

von Stephan S. (uxdx)


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Michael B. schrieb:
> Hans G. schrieb:
> Nimm fertige China-Platinen.
> https://www.ebay.de/itm/306660455051

Welcher Chip ist denn da verbaut? 48/60 Volt Input ist schon interessant

von Mi N. (msx)


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Gerald B. schrieb:
> Viel Spaß beim "Senderbau"

Ohne gute Antenne kommt man auf MW/KW nicht sonderlich weit.
Mit 'Powerline' kann man viel mehr Müll erzeugen.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hans G. schrieb:
> Oder geht da eine Feld/Wald- und Wiesenspule.

Es geht normalerweise nur eine hochgebirgs- und klippentaugliche 
Speicherdrossel, also so eine mit Luftspalt im Kern oder das 
entsprechende als (Ring-) Kern mit verteiltem Luftspalt. Man kann sogar 
ganz auf den Kern verzichten bei passendem Aufbau der Spule.

Ach, vor ziemlich genau 10 Jahren habe ich mit dem MC34063 
experimentiert:
Beitrag "MC34063 Stepup Pfeift laut, erzeugt Schwingungspakete"

mfg

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Axel S. schrieb:
>> Nachdem ich mich hier ein wenig schlau gemacht habe bin ich auf den
>> LM2575 gestossen. Der scheint mir einigermassen unkompliziert.
> Das sieht auch der Hersteller so und nennt ihn darum "Simple Switcher"

Du warst schneller, das wollte ich auch schreiben. Das ist ein langsamer 
Regler (Frequenz), den ich auf Lochraster laufen habe und dazu gab es 
von NS eine DOS-Software zur Berechnung. Er ist nicht mehr so ganz auf 
Höhe der Zeit und, vor allem, hat er einen relativ geringen 
Arbeitsbereich.

Der Hans muß wirklich gucken, ob der LM2575 seinen Maximalbereich hohe 
Eingangsspannung bei geringem Strom bzw. maximalen Strom bei geringster 
Eingangsspannung abdecken kann.

von Maxim B. (max182)


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Hans G. schrieb:
> Gibt es da etwas besseres als den LM2575?

Ich habe gute Erfahrung mit Modul OKI von Murata. Es gibt 3,3 und 5 V 
Versionen. Z.B. OKI3315W36C.

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