Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötkolben für filigrane Platinen, T90 von Alientek aber welcher?


von Jens K. (erzonk)


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Hi,

Ich muss öfters mal auf Platinen von Gamingcontrollern und Mainboards 
löten und mache das momentan mehr schlecht als recht.

In einem Thread hier im Forum wurde in einem Thread der Alientek T90 
empfohlen.
Welches der drei Modelle A  B  C ist denn bezüglich der Spitzengrößen 
am besten für filigrane Platinenlötarbeiten geeignet? Es geht um 
entlöten und löten auf Platinen wie auf dem Bild zu sehen.

Was die Spitzen angeht würde ich kein Risiko eingehen und gleich 
originale von JBC nehmen, die müssen also passen.

Vielen Dank im Voraus

von Hans W. (hanswieland)


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Jens K. schrieb:
> Es geht um entlöten und löten auf Platinen wie auf dem Bild zu sehen.

Mit einem Lötkolben bekommst du die IC nicht herunter. Und für die 
Potentiometer brauchst du wohl eher eine Entlötpumpe (am Besten eine 
beheizte).

von Gerd E. (robberknight)


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Ich halte diese Lötkolben mit im das Handstück integrierter Regelung für 
höchst unpraktisch. Ich hatte auch mal einen, benutze ich nicht mehr. 
Handstück zu lang, das Kabel hintendran nicht so flexibel, Ablage und 
Reinigen unpraktisch.

Wenn es keine größere Lötstation werden soll, dann schau mal nach dem 
Miniware TS1M: 
https://www.toolsaving.com/collections/mini-digital-soldering-iron/products/miniware-ts1m-multi-function-mini-soldering-station-portable-compatible-with-h100-210-245-115-tips-max-200w?variant=45607797850306

Da kannst Du normale JBC-Handstücke dran anschließen, oder auch die 
billigeren von denen. Mit einer metallischen Ablage mit Reinigungswolle 
kombinieren und das Teil per Kabel mit dem Sleep-Anschluss der Löstation 
verbinden. Dann geht die in Standby sobald Kontakt mit der Ablage 
erkannt wird.

Ich hab mir so ein Teil zugelegt für mobile Arbeiten abseits der 
Werkbank. Funktioniert recht gut, kommt nah an eine echte JBC ran. Nur 
der Lötspitzenwechsel ist nicht so bequem wie bei der echten JBC, das 
ist ein deutlicher Unterschied.

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)



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Gerd E. schrieb:
> Handstück zu lang, das Kabel hintendran nicht so flexibel, Ablage und
> Reinigen unpraktisch.

Das sind aber Luxusprobleme, im Vergleich zu den Geräten, mit denen ich 
anfangen musste (wir hatten ja nüscht).

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Hans W. schrieb:
> Das sind aber Luxusprobleme, im Vergleich zu den Geräten, mit denen ich
> anfangen musste (wir hatten ja nüscht).

Das mag ja sein. Aber wenn Du Dich ständig mit Deinem Werkzeug befassen 
musst, Du nicht den gewünschten Winkel halten kannst weil Du erst am 
Kabel ziehen musst, Du Dir beim Ablegen des Lötkolbens immer große Mühe 
geben musst dass er sauber liegt, nicht wegrollt oder ein Loch in Deinen 
Tisch brennt, kannst Du Dich nicht voll auf Dein Werkstück 
konzentrieren.

Gerade bei Reparaturarbeiten ist das oft schwer genug und hätte man eine 
echte dritte Hand, wäre die sehr hilfreich.

Da muss man sich das Leben nicht noch mit schlechtem Werkzeug schwerer 
machen als nötig.

von Jens K. (erzonk)


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Iss so. Die Arbeit soll ja auch Spaß machen. Hab jetzt ein Video 
gefunden wo die 3 Gerätegrößen miteinander verglichen wurden:

https://youtu.be/7tpAonpIqnY?si=kuD7IWTbifs22jQE

Damit ist für mich klar, der T90A reicht für mich. Für größere Arbeiten 
habe ich ja noch die klassische Lötstation.

Die Kritik mit dem Kabel ist teilweise angebracht. Mittlerweile gibt es 
aber gute Silikonkabel die sehr weich und biegsam sind und wenig stören 
sollten.

Danke und Grüße

von Harald K. (kirnbichler)


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Hans W. schrieb:
> Und für die
> Potentiometer brauchst du wohl eher eine Entlötpumpe (am Besten eine
> beheizte).

Dafür gibt es tatsächlich Lötspitzen, die alle Kontakte gleichzeitig 
erwärmen:

https://de.aliexpress.com/item/1005010123029718.html

von Jens K. (erzonk)


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AAAALTER, wie cool ist denn das?
Passt aber vermutlich nicht beim Scuf Envision Pro. Hier sind die 
anderen bei Teile gefährlich nah an den Stick Lötstellen.

von Flip B. (frickelfreak)


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Also beim Entlöten von TH Bauelementen geht es weniger um Filigran, mehr 
um Rohe power, gute Regelung und Wärmeübergangsfläche, ggf auch 
vorwärmen mit Heissluft.

Die Dicken Lötspitzen mit dem Messingblock sind optimal, ansonsten gibt 
es auch breite Lötspitzen wie hakko 14xx, die eine ganze reihe von Pins 
erwärmen können.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Welches der drei Modelle A  B  C ist denn bezüglich der Spitzengrößen
> am besten für filigrane Platinenlötarbeiten geeignet?

Der kleinste mit den kuerzesten Spitzen. Den je kürzer die Spitzen um so 
kleiner der Winkelfehler wenn du mal etwas zitterst. Hier mal ein 
Beispiel mit einem DSBGA, Kantenlaenge 0.8mm Pinabstand 0.4mm als 
Deadbug. Sowas geht nur mit einem kleinen Loetkolben und einer 0.2er 
Spitze.
Ansonsten gilt aber das man fuer die ICs auf jeden fall Heissluft haben 
will.

Vanye

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Gerd E. schrieb:
> Das mag ja sein. Aber wenn Du Dich ständig mit Deinem Werkzeug befassen
> musst, Du nicht den gewünschten Winkel halten kannst weil Du erst am
> Kabel ziehen musst, Du Dir beim Ablegen des Lötkolbens immer große Mühe
> geben musst dass er sauber liegt, nicht wegrollt oder ein Loch in Deinen
> Tisch brennt, kannst Du Dich nicht voll auf Dein Werkstück
> konzentrieren.

Das Originalkabel vom T90B ist sehr flexibel. Einen Lötkolbenständer 
sollte man schon verwendet. Das gilt aber für jeden Lötkolben. ;-)

von Harald K. (kirnbichler)


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Zur Eingangsfrage:

Modell A ist für JBC C210, das ist für die meisten Aufgaben --und erst 
recht das Auslöten von bedrahteten Bauelementen-- zu filigran

Modell B ist für JBC C245, das ist das am weitesten verbreitete 
JBC-Klon-Material mit der mit Abstand größten Auswahl an Lötspitzen.

Modell C ist für "T65"-Lötspitzen, das sieht aus wie ein verkürzter Klon 
der T12/T15-Lötspitzen von Hakko. Da dürfte es schwierig sein, Ersatz zu 
bekommen, das ist was seltenes


Ich nutze das Modell B als mobilen Zweitlötkolben. Als Netzteil verwende 
ich dafür u.a. die 65-Watt-Ausführung von Ikea Sjöss (die gerade mal 13 
Euro kostet).

Es ist meiner Ansicht nach nicht nötig, "Original"-Lötspitzen von JBC zu 
verwenden, besser investiert man in ein Lötspitzenthermometer und 
kalibriert die Nachbau-Lötspitzen. Wenn man die nicht alle zehn Minuten 
wechselt, ist das durchaus handhabbar.

Als Hauptlötstation für C245 nutze ich eine Yihua 982 (ohne Zusatz).

Für extrem filigranen Kram habe ich mir noch eine Yihua 982-III 
danebengestellt, in der stecken C115-Lötspitzen. Die sind nochmal 
deutlich kleiner als C210.

Abschließend noch der obligatorische Link auf meinen 
Lötspitzengrößenvergleich:

Beitrag "Re: Lötstation Quikko / Ksger T12 dtl Vorteil?"

von Randy (r_w)



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hallo,

ich nutze fuer TMR stick umbauten/reparatur stick drift bei PS4 und PS5
controller entweder heissluft oder einen aufsatz mit C245 format.

ansonsten hab ich von sugon loetstationen mit C115/C210 und C245 
spitzen.

gruss,
-- randy

von Jens K. (erzonk)


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Da ist natürlich ganz heißes Zeuch... Schick, aber auch teuer. Ich 
probier jetzt die T90A aus und schaue inwiefern mir "der kleine" für 
meine Lötatbeiten reicht. Zur Not kommt halt noch ein T90B dazu. Die 
bekommt man ja momentan zum Kurs von 38€, das tut nicht so dolle weh.

Yihua hab ich mir mal als Hersteller für Ersatzspitzen notiert. Eine JBC 
Spitze schlägt ja locker mit 45€ zu Buche. Das ist mehr als der Kolben 
selber.

Danke und Grüße

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Das ist mehr als der Kolben selber.

Ach wo, irgendwie denke ich das so ein JBC Kolben schon teurer ist. :-D

Vanye

von Gerd E. (robberknight)


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Jens K. schrieb:
> Ich
> probier jetzt die T90A aus und schaue inwiefern mir "der kleine" für
> meine Lötatbeiten reicht. Zur Not kommt halt noch ein T90B dazu. Die
> bekommt man ja momentan zum Kurs von 38€, das tut nicht so dolle weh.

An die Miniware TS1M kannst Du sowohl T210 als auch T245 Handstücke 
anschließen und bist damit flexibler als mit so einem integrierten Teil 
das nur für eine Größe festgelegt ist. Ich wollts nur gesagt haben...

von Randy (r_w)


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Jens K. schrieb:
> Da ist natürlich ganz heißes Zeuch... Schick, aber auch teuer. Ich
> probier jetzt die T90A aus und schaue inwiefern mir "der kleine" für
> meine Lötatbeiten reicht. Zur Not kommt halt noch ein T90B dazu. Die
> bekommt man ja momentan zum Kurs von 38€, das tut nicht so dolle weh.
>

hallo nochmal,

mhm, also im aliexpress sale um/ab 66eur?
https://de.aliexpress.com/item/1005008016986733.html

gut, evtl hab ich da eine andere wahrnehmung fuer "teuer" :)

gruss,
-- randy

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Jens K. schrieb:
> Die
> bekommt man ja momentan zum Kurs von 38€, das tut nicht so dolle weh.

Ohne NT, ok.

Auf den Typ B passen auch recht kleine Spitzen. Den einzigen Vorteil der 
A finde ich die schon erwähnten kürzeren Spitzen.

Harald K. schrieb:
> Ich nutze das Modell B als mobilen Zweitlötkolben. Als Netzteil verwende
> ich dafür u.a. die 65-Watt-Ausführung von Ikea Sjöss (die gerade mal 13
> Euro kostet).

Ich nutze da lieber das original NT mit 140W. Wenn schon, denn schon.

von Kilo S. (kilo_s)


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Für ganz kleinen Kram (Deadbug zb.) nutze ich China TK-USB (C210) 
spitzen und einen billigen USB-C Lötkolben.

Ein C210 Griffstück, Arduino, bisschen Kleinkram, Akku (3,7V) und fertig 
ist eine kleine mobile Station. Ist quasi sowas wie die vorgeschlagene 
TS1M nur eben selbstgebaut.

Die C210 spitzen kosten ja echt kaum was, sind aber für filigranes 
wirklich nahezu perfekt.

von Jens K. (erzonk)


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Randy schrieb:

> gut, evtl hab ich da eine andere wahrnehmung fuer "teuer" :)
>
> gruss,
> -- randy

Das teuer war bezogen auf die Sugon Geräte.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8029673 wurde vom Autor gelöscht.
von Jens K. (erzonk)


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Andreas B. schrieb:

> Ich nutze da lieber das original NT mit 140W. Wenn schon, denn schon.

Hab ne 140w Powerbank da, soll ja mobil sein. 🙂

von Andreas B. (bitverdreher)


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Jens K. schrieb:
> Hab ne 140w Powerbank da, soll ja mobil sein. 🙂

Löten in der Wüste?
Da wo ich löte, ist immer eine Steckdose. ;-)

von Jan F. (fenki)


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Andreas B. schrieb:
> Löten in der Wüste?
> Da wo ich löte, ist immer eine Steckdose. ;-)

Nicht unbedingt die Wüste. Aber auf dem Dach schnel einen Sensor-Stecker 
fixen... da ist eine Powerbank in der JAcke einfacher als mit 10 Meter 
Kabelrolle die LEiter hoch ;-)
In der Station geht auch das Netzteil vom Laptop (Dell, USB C).

Ich hab die T9A/b und C - die B ist top für kleine Reparaturen. Die A 
ist für eher filigran, aber das KAbel ist etwas widerspenstig (wurde 
schon oben erwähnt). Die C brauche ich selten in meinem Umfeld, da es 
bei mir eher um Kleinspannung und Sensoren geht. Ein fettes Kühlpad kann 
da schon mühsam werden.

Persönliche Meinung: tip top für mobilen Einsatz - vor allem wenn der 
Laptop-Akku noch etwa kann aber das Netzteil eh dabei ist.
Für die Ablage habe ich einen kleinen, mobilen Aschenbecher zum 
Aufklappen mit Messing-Wolle drin.
Für die Werkbank fgibt es dann ja Stationen, welche die gleichen Spitzen 
aufnehmen und bequemer sind.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> ist für eher filigran, aber das KAbel ist etwas widerspenstig (wurde
> schon oben erwähnt).

Man kann eigentlich nicht erwarten das Kabel fuer 5A so duenn und 
fluffig sind wie USB Kabel die nur 500mA konnten. :) Aber trotz allem 
gibt es heute unterschiedliche Qualitaeten. Ikea hat nicht nur ein ganz 
brauchbares 65W Netzteil, sie haben auch diverse Kabel die dazu passen 
und etwas teurer sind. Die sind aus Silikon und relativ biegsam. Sie 
sind aber entweder Babyblau/rosa oder oeko-lindgruen....

Vanye

p.s: Ich glaub die Qualitaet der Koettelbulletten hat nachgelassen....

von Harald K. (kirnbichler)


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Vanye R. schrieb:
> sie haben auch diverse Kabel die dazu passen
> und etwas teurer sind. Die sind aus Silikon und relativ biegsam. Sie
> sind aber entweder Babyblau/rosa oder oeko-lindgruen....

Die haben auch für 5A geeignete Kabel, die sind stoffummantelt und 
verhältnismäßig geschmeidig.

https://www.ikea.com/de/de/p/rundhult-usb-c-auf-usb-c-schwarz-weiss-60620926/

Die Silikonkabel gibt es auch in weiß.

https://www.ikea.com/de/de/p/sittbrunn-usb-c-auf-usb-c-weiss-90618540/

(Kommt natürlich drauf an, was in der jeweiligen Filiale grade da ist)

von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Ich nutze an meiner Lötstation eine C210 Spitze in Keilform, baugleich 
zu der 210-KU von dem Aliexpresslink am Anfang für 90 % meiner Lötungen, 
auch 0,5 mm Pitch Deadbug an Kupferdraht. Zwei 1 mm² Kabel lassen sich 
gerade auch noch verlöten. Für mehr nehme ich dann einen 245er Lötkolben 
mit Spitze in ebenfalls dieser Keilform, nur eben größer.

von Jens K. (erzonk)


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Hi,

Mein T90A ist angekommen. Was ist denn das bitte für ein heißer Scheiß? 
Selbst wenn ich zur Spitzenschonung nur mit 18W heize und in der Pause 
auf 80 Grad runterkühlen lasse ist die Spitze so schnell heiß dass man 
es fast nicht merkt. Durch das blitzschnelle Nacheizen hat auch das 
Löten von 1mm2 Stromkabeln super funktioniert.

: Bearbeitet durch User
von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Wer einmal mit Lötspitzen mit eingebautem Heizelement gelötet hat, 
bringt die alte Lötstation mit Spitze zum Überstülpen über das 
Heizelement bei der nächsten Gelegenheit zum Elektroschrott.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Kevin K. schrieb:
> Wer einmal mit Lötspitzen mit eingebautem Heizelement gelötet hat,
> bringt die alte Lötstation mit Spitze zum Überstülpen über das
> Heizelement bei der nächsten Gelegenheit zum Elektroschrott.

Mal nicht so grob.

Der Jens K. (erzonk) hat nun zum ersten Mal einen direktbeheizten 
Lötkolben in der Hand und ist begeistert - das kann ich ihm nachfühlen, 
es ging mir genauso.

Unbenommen dessen lasse ich meine alte Station mit zwei 'klassischen' 
Weller-TCP weiterhin auf dem Tisch und benutze gelegentlich den mit der 
8er-Bratspitze, das ist kein Elektroschrott. Vor vielen Jahren war mein 
Weller-TCP ein erheblicher Fortschritt gegen den zuvor vorhandenen 
Ersa-30, ungeregelte 40 Watt aus direkt 220 Volt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> Vor vielen Jahren war mein
> Weller-TCP ein erheblicher Fortschritt

Ich hab jahrzehntelang mit meiner Magnastat gelötet, sie aber 
mittlerweile in den Schrank geräumt. Denn auch die "8er-Bratspitze" 
macht nichts, was eine meiner C245-Lötspitzen nicht besser könnte.

Und es ist eigentlich nie nötig, mit fast 430 °C zu löten - das nämlich 
ist die Temperatur einer 8er Lötspitze.

Die ist nur deswegen so heiß, weil die sehr großen thermischen 
Übergangswiderstände zwischen Heizung und vorderem Ende der Lötspitze 
nur sehr langsames Nachheizen ermöglichen.

Dafür aber verdampft das Flussmittel schön schnell, und beim Verzundern 
der Lötspitze kann man zusehen.

Ich jedenfalls bin den chinesischen Klonhändlern durchaus dankbar, weil 
sie exzellente Löttechnik bezahlbar gemacht haben.

Eine Original-JBC-Station mit Original-JBC-Lötspitzen würde ich mir 
nicht hinstellen, dazu ist sie mir einfach zu teuer. Wäre ich 
hauptberuflicher Bestücker, sähe ich das vielleicht anders.

von Jens K. (erzonk)


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Harald K. schrieb:
> Manfred P. schrieb:

> Ich jedenfalls bin den chinesischen Klonhändlern durchaus dankbar, weil
> sie exzellente Löttechnik bezahlbar gemacht haben.
>
> Eine Original-JBC-Station mit Original-JBC-Lötspitzen würde ich mir
> nicht hinstellen, dazu ist sie mir einfach zu teuer. Wäre ich
> hauptberuflicher Bestücker, sähe ich das vielleicht anders.

Ich auch. Meine Aouye hab ich seit dem T90A nicht mehr angeschaut. Die 
Spitzen waren extrem schnell verschlissen. Das Nacheizen beim weggehen 
der Wärme bei größeren Lötstellen dauert einfach viel zu lange. Der T90 
reagiert blitzschnell. In dem Moment wo ich die Lötstelle berühre geht 
Temperatur weg und der Kolben heizt Instant nach und hält die Temperatur 
auch. Für ganz große Sachen hab ich ja noch nen 80W Weller 
Schlagstock...

von Harald K. (kirnbichler)


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Jens K. schrieb:
> Für ganz große Sachen hab ich ja noch nen 80W Weller
> Schlagstock..

Der hat aber auch nur 80 Watt und einen großen Wärmeübergangswiderstand, 
den er nur durch überhöhte Temperatur kompensieren kann.

Eine Lötstation für C245 kann auch jenseits der 100 Watt liefern, und 
regelt dann so knackig und direkt wie dein T90.

Und wenn man es richtig drauf anlegen will, besorgt man sich 'ne 
Lötstation für C470 ...

von Jens K. (erzonk)


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Stimmt, macht Sinn. Bis jetzt hat er aber gut gereicht.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Jens K. schrieb:
> Für ganz große Sachen hab ich ja noch nen 80W Weller
> Schlagstock...

Kleinleistungsspielzeug, meiner ist ...

Harald K. schrieb:
> Der hat aber auch nur 80 Watt und einen großen Wärmeübergangswiderstand,
> den er nur durch überhöhte Temperatur kompensieren kann.

Das ist natürlich richtig, aber die Wärmekapazität der dicken 
Kupferspitze ist nicht zu verachten. Das ist das ideale Werkzeug, um 
einen Draht auf einen Akku zu braten, das muß vor allen Dingen schnell 
gehen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> Das ist das ideale Werkzeug, um
> einen Draht auf einen Akku zu braten

Daß so etwas ... Pfusch ist, ist Dir klar?

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