Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gate Treiber diskret


von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Guten Tag,
habe schon einige ir2101 verschossen, nun möchte ich es diskret 
versuchen.
20Khz sollte sie können, ob die Schaltung wohl funktioniert?
Kann mal wer urteilen?
von Falk B. (falk)


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Jan S. schrieb:
> habe schon einige ir2101 verschossen, nun möchte ich es diskret
> versuchen.

Unsinn. Du solltet dich lieber fragen, warum die bei dir kaputt gehen.

> 20Khz sollte sie können, ob die Schaltung wohl funktioniert?
> Kann mal wer urteilen?

Warum willst du das Rad neu erfinden? Aus reinem Ehrgeiz und Lernzweck?
So ein High SIDE Treiber ist nicht ganz so einfach aufgebaut. Geht sowas 
sinnvoll auch bipolar? Keine Ahnung. Auf jeden Fall wird es nicht 
einfacher.

Irgendwie fehlt die Verbindung von T3 zum Ausgangssignal, was ja die 
schwebende Masse des high side drivers ist. Ich meine, der Kollektor von 
T3 muss an den Ausgang.

Welches maximale Tastverhältniss soll das Ding denn können? Der 
statische Stromverbrauch von dem Ding ist ziemlich hoch. T1 hat ca. 2mA 
Kollektorstrom, die müssen aus der schwebenden Versorgung kommen. Der 
Basiswiderstand an T3 zieht um die 7mA. Macht in Summe ca. 9mA, welche 
die 47uF mit 190mV/ms entladen. Naja, geht so.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Falk: Danke für den Tipp, habe vergessen, den Kollektor von T3 mit der 
schwebenden Masse zu verbinden.
P.S. Habe mich auch schon mit Assembler gequält...
Die IR2101 wurden bei meinen Versuchen mit Motorsteuerung samt Fets 
gekillt.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Jan S. schrieb:
> Die IR2101 wurden bei meinen Versuchen mit Motorsteuerung samt Fets
> gekillt.

100% Duty Cycle gemacht?
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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H. H. schrieb:
> Jan S. schrieb:
>> Die IR2101 wurden bei meinen Versuchen mit Motorsteuerung samt Fets
>> gekillt.
>
> 100% Duty Cycle gemacht?
Eher weniger als 100% duty cycle belastet die fets (Wärme). Aber bei 
Versuchen mit Rekuperation hat es mir zahlreiche gekillt, ansonsten 
funktionierte die Motorsteuerung problemlos.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ein Tipp: gib auch den Widerständen Namen, nicht nur Werte. Denn sonst 
hilft es dir nicht viel, wenn ich sage, dass mir der 2k2 Widerstand 
suspekt vorkommt.

Noch viel suspekter ist mir aber der 0,1mOhm Widerstand. Der ist 
niederohmiger als eine Lötstelle.

Bei der Bootstrap-Schaltung bekommt man einen Knoten ins Hirn, so wie 
die im Kreis herumfährt.

Aber ich an deiner Stelle würde diese Schaltung einfach mal in LTSpice 
hacken und mir ansehen, was da passiert. Ich würde mir da im Besonderen 
die Uc vom T1 anschauen. Denn wenn die Hi einschaltet, dann ist Ue vom 
T2 48V+48V, am unteren 2k2 fallen 4V ab, an der Ube vom T2, verbleiben 
locker 90V Uce für den T1. Schon viel für einen 80V-Tansistor.

Und eines ist klar: auch deine Schaltung kann keine 100% PWM auf der 
Highside.

Jan S. schrieb:
> Aber bei Versuchen mit Rekuperation hat es mir zahlreiche gekillt,
> ansonsten funktionierte die Motorsteuerung problemlos.
Ja, da wird wohl die Spannung über die Maßen ansteigen.
: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Jan S. schrieb:
> Versuchen mit Rekuperation hat es mir zahlreiche gekillt,

Na da haben wir es doch. Da fehlt vermutlich der ausreichend große 
Zwischenkreiskondensator und eine ausreichend stromstarke 
Spannungsbegrenzung (Bremschopper).
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Lothar: Danke für den Kommentar. Ein weiterer Fehler von mir, PWM 
werde ich natürlich nur bei dem low-side-fet ohne Ladungspumpe anwenden.
: Bearbeitet durch User
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Besten Dank für die Antworten, melde mich mogen wieder.
von Rainer W. (rawi)


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Lothar M. schrieb:
> Noch viel suspekter ist mir aber der 0,1mOhm Widerstand. Der ist
> niederohmiger als eine Lötstelle.

Gegenüber dem ESR des Kondensators fällt der nicht weiter auf ;-)
von H. H. (hhinz)


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Jan S. schrieb:
> @ Lothar: Danke für den Kommentar. Ein weiterer Fehler von mir,
> PWM
> werde ich natürlich nur bei dem low-side-fet ohne Ladungspumpe anwenden.

Der würde doch sogar statische Ansteuerung vertragen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jan S. schrieb:
> Aber bei Versuchen mit Rekuperation hat es mir zahlreiche gekillt, ansonsten
> funktionierte die Motorsteuerung problemlos.

Da ist also der Wurm drin. Gingen nur die Treiberchips hin oder hat es 
auch Mofets mitgerissen?
von Mani W. (e-doc)


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Jan S. schrieb:
> Die IR2101 wurden bei meinen Versuchen mit Motorsteuerung samt Fets
> gekillt.

Genügt Dir das, oh Weiser?
von Frank O. (frank_o)


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Lothar M. schrieb:
> Bei der Bootstrap-Schaltung bekommt man einen Knoten ins Hirn, so wie
> die im Kreis herumfährt.

Na da bin ich ja beruhigt, denn ich dachte es liegt an mir.

Vielleicht erstmal hier lesen:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM
und hier:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Zwischenkreiskapazit%C3%A4t
: Bearbeitet durch User
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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So, nun ein update.
Zur Info: Beim Motorcontroller handelt es sich um einen BLDC, es würde 
also drei high side Gatetreiber geben und drei low side.
Ich hoffe, dass Diode1 den Spitzenstrom beim Aufladen des Elkos 
verträgt, habe den niederohmigen Widerstand beim Elko entfernt.
: Bearbeitet durch User
von Arno R. (arnor)


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Wenn man anstelle des oberen N-Mosfet einen P-Mosfet verwendet, wird 
nicht nur die Ansteuerung viel einfacher, sondern man kann außerdem 100% 
Einschaltdauer machen.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Arno R. schrieb:
> Wenn man anstelle des oberen N-Mosfet einen P-Mosfet verwendet,
> wird
> nicht nur die Ansteuerung viel einfacher, sondern man kann außerdem 100%
> Einschaltdauer machen.
Kannst Du mir einen P Mosfet nennen, der 36V Gatespannung erträgt?
Gruss Jan
von Rainer W. (rawi)


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Jan S. schrieb:
> Ich hoffe, dass Diode1 den Spitzenstrom beim Aufladen des Elkos
> verträgt

Hoffnung ist in der Elektronik ein schlechter Ratgeber. Wozu gibt es 
Datenblätter. Tip: Bei Elkos mit 47 µF gibt es bauartbedingte 
Unterschiede in den Eigenschaften. Es gibt nicht DEN Elko. Der Strom 
hängt auch von den Eigenschaften deiner 15V-Versorgung ab. Und auch 
Dioden gibt es mit verschiedener Impulsbelastbarkeit, je nach Typ.

p.s.
Mach doch mal den Knoten aus dem Schaltplan
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Jan S. schrieb:
> Kannst Du mir einen P Mosfet nennen, der 36V Gatespannung erträgt?
> Gruss Jan

Wozu? Man benutzt einen passenden Treiber, welcher die Gate-Source 
Spannung auf sinnvolle Werte gegrenzt.

https://www.mikrocontroller.net/articles/H-Br%C3%BCcken_%C3%9Cbersicht#Diskrete_H-Br%C3%BCcken
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Falk B.: Das mit den 36V Gatespannung habe ich eher ironisch gemeint.
von Falk B. (falk)


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Rainer W. schrieb:
> p.s.
> Mach doch mal den Knoten aus dem Schaltplan
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Jan S. schrieb:
> Das mit den 36V Gatespannung habe ich eher ironisch gemeint.
Was ausser Ironie spricht sonst gegen einen P-Mosfet?

Jan S. schrieb:
> Ich hoffe, dass Diode1 den Spitzenstrom beim Aufladen des Elkos
> verträgt, habe den niederohmigen Widerstand beim Elko entfernt.
Du kannst einfach aus dem 0R0001 einen höherohmigen Widerstand machen, 
dann ist auch das Störverhalten an dieser Ecke besser, weil es eben 
keine hohen Stromspitzen zum Laden des Elkos gibt. In manchen 
Schaltregler-Appnotes ist genau sowas beschrieben: ein Serienwiderstand 
zum Bootstrap-C.

Falk B. schrieb:
> High_side_driver_discrete.png
Du hast den R1,5 zwischen dem R1 und dem R2 an der Basis vom Q1 
vergessen... ;-)
: Bearbeitet durch Moderator
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Falk B.; Danke für den schönen Schaltplan, hatte beim besten Willen 
nicht begriffen was Rainer mit "Knoten" meinte.
von Falk B. (falk)


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Lothar M. schrieb:
> Jan S. schrieb:
>> Ich hoffe, dass Diode1 den Spitzenstrom beim Aufladen des Elkos
>> verträgt, habe den niederohmigen Widerstand beim Elko entfernt.
> Du kannst einfach aus dem 0R0001 einen höherohmigen Widerstand machen,
> dann ist auch das Störverhalten an dieser Ecke besser, weil es eben
> keine hohen Stromspitzen zum Laden des Elkos gibt.

Stimmt nicht! Das gibt schon ein paar ordentliche Stromspitzen, vor 
allem wenn man Tastverhältnisse nahe 100% fährt.
Lothar, deine Verallgmeinerungen werden immer schlechter. Wie zuletzt 
mit dem Ethernetkurzschluß . . .

> In manchen
> Schaltregler-Appnotes ist genau sowas beschrieben: ein Serienwiderstand
> zum Bootstrap-C.

Ja EBEN! Um den Strompuls abzuschwächen!

>> High_side_driver_discrete.png
>Du hast den R1,5 zwischen dem R1 und dem R2 an der Basis vom Q1
>vergessen... ;-)

Nö, eigenmächtig entfernt, weil sinnlos.
von Neil C. (Firma: FonHua Icho) (fonhuaicho)


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At 20 kHz a discrete driver can work, but stability and gate current are 
key. The main issue is usually not frequency, but whether the driver can 
charge/discharge the MOSFET gate fast enough. IR2101 already provides 
level shifting and proper drive timing, which is hard to fully replicate 
with discrete parts. If you go discrete, make sure you have a strong 
push-pull stage and proper dead-time, otherwise you may run into 
switching losses or shoot-through.
von Mark S. (voltwide)


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zusammengefaßt: Du wirst das Problem nicht lösen indem Du auf diskrete 
Treiber setzt. Eher schaffst Du weitere Probleme weil Du damit nicht an 
die Performance integrierter Treiber herankommen wirst.
: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Jan S. schrieb:
> Kannst Du mir einen P Mosfet nennen, der 36V Gatespannung erträgt?

Spannungseiler und Zenerdiode wurden doch schon erfunden. Setze sie 
sinnvoll ein.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Besten Dank für die Antworten, thanks for comment.
@ Lothar M., @ Gerald B. : Ich habe nicht erwähnt, dass die 36V nur eine 
Nennspannung ist, in Wahrheit kann diese Spannung von 30...42V 
varieren(Li Ion), da scheint mir eine Gatesteuerung mit Spannungsteiler 
nicht geeignet.
Momentan bastle ich an der Schaltung und werde berichten.
Gruss Jan
von Arno R. (arnor)


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Jan S. schrieb:
> in Wahrheit kann diese Spannung von 30...42V varieren(Li Ion)

Und?

Im Anhang mal die einfachste Ansteuerschaltung. Dieser Schaltung ist die 
HighSide-Versorgungsspannung egal (solange die größer als etwa 17V ist), 
die Ansteuerung des Mosfet und die Ein-/Ausschaltzeiten verändern sich 
nicht.

Im Beispiel 200kHz Schaltfrequenz, Ausschaltverzögerung ~137ns, 
Einschaltverzögerung kleiner, rot=Ausgang, grün=Steuersignal 0V/5V. Je 
nach Anforderungen an Frequenz und Strom kann man die Schaltung 
umdimensionieren oder mit Konstantstromquelle oder Gegentakttreiber oder 
Mosfettreiber aufblasen.
: Bearbeitet durch User
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Arnor: nach meiner Schätzung erhält das gate des Fet mit dieser 
Schaltung  bis zu -30V, was wohl zuviel ist- oder?
von Arno R. (arnor)


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Jan S. schrieb:
> @ Arnor: nach meiner Schätzung erhält das gate des Fet mit dieser
> Schaltung  bis zu -30V

Nur, wenn man die Funktion der Schaltung nicht kapiert. Die Ugs im 
Einschaltzustand ist immer ~-12V, egal wie hoch die Versorgung ist 
(solange >17V).
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Jan S. schrieb:
> @ Arnor: nach meiner Schätzung erhält das gate des Fet mit dieser
> Schaltung  bis zu -30V, was wohl zuviel ist- oder?

Es ist gar nicht nötig. Der Treiber sorgt dafür, daß nur ca. 12V U_GS 
auftreten. Das Gate wird NICHT auf GND gezogen sondern auf V+ - 12V.
von Dietrich L. (dietrichl)


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Arno R. schrieb:
> Nur, wenn man die Funktion der Schaltung nicht kapiert.

Als Hilfe für Jan S.:
Der 2N2222A mit dem Widerstand von 47Ω am Emitter ist eine 
Konstantstromquelle.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Man sollte bei der letzten Schaltung aber unbedingt erwähnen, dass man 
den NPN-Transistor dann unbedingt mit genau 0 V bzw. +5 V ansteuern 
darf.

Zurück zur ursprünglichen Schaltung bzw. dem Schaltplan von Falk B.:
Je nach Gate-Kapazität des Leistungs-MOSFETS Q3, dessen Typ ja noch 
immer beharrlich verschwiegen wird, kann die Stromverstärkung von Q2 
reichlich knapp sein, um das Gate ordentlich schnell aufzuladen. Und 
wenn das ganze womöglich auch noch ein Logic-Level-MOSFET mit sehr 
geringer Threshold-Spannung ist, erfolgt das Entladen durch Q2 
möglicherweise auch zu langsam.

So schick LL-MOSFETs für langsame bzw. seltene Schaltvorgänge sein 
mögen, so hoch ist auch der Preis in Form einer sehr hohen Gatekapität 
von teils etlichen hundert Nanofarad.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Andreas S. schrieb:
> Man sollte bei der letzten Schaltung aber unbedingt erwähnen, dass man
> den NPN-Transistor dann unbedingt mit genau 0 V bzw. +5 V ansteuern
> darf.
Tatsächlich mit 5V Ansteuerung funktioniert es, ich habe zuerst mit 12V 
probiert, das hat den oberen Widerstand geröstet.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jan S. schrieb:
> Tatsächlich mit 5V Ansteuerung funktioniert es, ich habe zuerst mit 12V
> probiert, das hat den oberen Widerstand geröstet.

Bevor Du weiter so di­let­tan­tisch herumprobierst, solltest Du Dich 
überhaupt mal mit den Grundlagen der Bauelemente und Schaltungen 
beschäftigen und dies auch verstehen.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8036996 wurde vom Autor gelöscht.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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@ Arno: Ich sehe erst jetzt, dass Du im Beitrag 16:35 geschrieben hast: 
0/5V.
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Arno R. schrieb:
> Jan S. schrieb:
>> @ Arnor: nach meiner Schätzung erhält das gate des Fet mit dieser
>> Schaltung  bis zu -30V
>
> Nur, wenn man die Funktion der Schaltung nicht kapiert. Die Ugs im
> Einschaltzustand ist immer ~-12V, egal wie hoch die Versorgung ist
> (solange >17V).

Ja, hatte die Schaltung tatsächlich nicht kapiert.
Ich sehe jetzt, dass es eine simple und tricky Schaltung ist, darüber 
hinaus schaltet sie sehr schnell ein und aus(laut Diagramm). Allerdings 
habe ich ausgerechnet, dass bei 42V am 2N2222 c.a. 26V abfallen und 
somit diesen bei dauerhaftem Einschalten etwa mit 2,3W belasten - mehr 
als 20V Betriebsspannung dürfte den 2N2222 überhitzen.
von Arno R. (arnor)


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Jan S. schrieb:
> Allerdings
> habe ich ausgerechnet, dass bei 42V am 2N2222 c.a. 26V abfallen und
> somit diesen bei dauerhaftem Einschalten etwa mit 2,3W belasten - mehr
> als 20V Betriebsspannung dürfte den 2N2222 überhitzen.

Mag sein, darauf habe ich nicht geachtet, es sollte nur das Prinzip 
gezeigt werden. Wenn du nur mit 20kHz schalten willst, kann man die 
Schaltung ja einfach hochohmiger und damit langsamer machen und eine 
entsprechende Totzeit beim Übergang von high-low-high programmieren.

Im Anhang ein Vorschlag mit viel höherer Geschwindigkeit (~40ns Verzug, 
Schaltfrequenz jetzt 1MHz) und viel weniger Strom bzw. Verlustleistung. 
Die Schaltung kann man direkt übernehmen. Auch bei dieser Schaltung ist 
die Ugs auf ~-11V begrenzt.
: Bearbeitet durch User
von Jan S. (Firma: Eigenbau) (vox_equus)


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Danke für den Tipp, wirklich beeindruckend, diese Schaltzeiten.
von Mi. W. (mikuwi)


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Arno R. schrieb:

> Im Anhang ein Vorschlag mit viel höherer Geschwindigkeit (~40ns Verzug,
> Schaltfrequenz jetzt 1MHz) und viel weniger Strom bzw. Verlustleistung.
> Die Schaltung kann man direkt übernehmen. Auch bei dieser Schaltung ist
> die Ugs auf ~-11V begrenzt.

Das schöne an Simulationen ist das sie wunderbar zeigen wie es gehen 
könnte... doch die dann vermessene Realität verursacht, wenn richtig 
gemessen, doch einiges an Kopfzerbrechen um die Differenz von Simulation 
zu Realität zu verstehen....

iaW: Sieht nett aus aber ich würd das sehr sehr gut nachmessen ob das, 
was die Simulation da ankündigt auch dem entspricht was die Realität 
dann liefert, vor allem wenn es mehr als ein paar Ampere sind die 
(ab)geschaltet werden....

Viel Erfolg
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja ganz ohne Gate-Widerstand handelt man sich meistens Probleme mit 
Schwingungen im Umschaltmoment ein.
von Mi. W. (mikuwi)


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Ben B. schrieb:
> Naja ganz ohne Gate-Widerstand handelt man sich meistens Probleme mit
> Schwingungen im Umschaltmoment ein.

Och.... da gibts viel das zwicken kann, das Verhalten von den - meist 
überlesenen oder vergessenem - L & C der Bauteile ist nur eins davon...

Aber - der TO will`s auf die diskrete Tour wissen, auch nicht schlecht. 
Dann hat (kein Scherz) er eine gute Chance was für`s weitere Berufsleben 
zu lernen.

@TO: bevor Du das Werkl unter Strom setzt löse das Rekuperationsproblem. 
Und schau das Du eine Stromzange hast mit der Du sich anbahnenden 
Brückenkurzschlüsse erkennen kannst (wenn zB. die Deadtime falsch 
eingestellt ist) Und vor allem: fang ohne die LiIons an sondern nur mit 
einem Netzteil und nicht zuviel Zwischenkreiskapazität (100uF oder so) 
und einer Widerstandslast mit nur geringem L-Anteil damit Du Zeit hast 
was zu messen bevor was hopps geht. Und dann versuch zu verstehen was Du 
da gemessen hast bevor Du weitergehst....
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Arno R. schrieb:
> Auch bei dieser Schaltung ist die Ugs auf ~-11V begrenzt.

Aber nur, wenn der untere Transistor 2n3904 mit nicht mehr als 5V 
angesteuert wird.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wenn der untere Transistor 2N3904 mit nicht mehr als 5V angesteuert wird 
ergibt sich folgender Zusammenhang. Der 2N3904 arbeitet als 
Emitterfolger, wenn an der Basis 5V anliegen, dann liegen am Widerstand 
390Ω maximal rund 4,4V an. D.h. durch den Widerstand fließen rund 
11,3mA. Bei einem Stromverstärkungsfaktor von 50...100 ist der Strom im 
Kollektorkreis nur minimal geringer. Bei 11,3mA fallen daher an dem 1k 
Widerstand maximal 11,3V ab. Nach diesem Prinzip funktioniert hier die 
Spannungsbegrenzung am Gate des Mosfet.
von Arno R. (arnor)


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Dieter D. schrieb:
> Aber nur, wenn der untere Transistor 2n3904 mit nicht mehr als 5V
> angesteuert wird.

Ja, auf das Forum bzw. Dieter ist Verlass. Zu jeder Lösung wird sofort 
das passende Problem gefunden, auch wenn es an den Haaren herbeigezogen 
werden muss. Der TO hat doch die Funktion verstanden und ist in der Lage 
den Widerstand passend zu dimensionieren.

Im Übrigen ist das oben schon mehrfach erwähnt worden, aber eben noch 
nicht von dir ...
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Arno R. schrieb:
> Im Übrigen ist das oben schon...

Verteilt auf mehrere Posts und Schaltungsbeispiele wird das etwas 
unübersichtlich.

Interessant wird es aber erst, wenn an der Last ein großer Überschwinger 
auftritt in Verbindung mit den parasitären Gatekapazitäten.

Bei der Rekuperation arbeitet der die Endstufe mit der Last als 
Aufwärtswandler. Das kann Bootstrapping und Versorgungskreis überlasten.
von Arno R. (arnor)


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Dieter D. schrieb:
> Verteilt auf mehrere Posts und Schaltungsbeispiele wird das etwas
> unübersichtlich.

Fühlst du dich überfordert?

> Interessant wird es aber erst, wenn an der Last ein großer Überschwinger
> auftritt in Verbindung mit den parasitären Gatekapazitäten.

Dieter, da geht doch noch mehr: Leitungsinduktivitäten und so.

> Bei der Rekuperation arbeitet der die Endstufe mit der Last als
> Aufwärtswandler. Das kann Bootstrapping und Versorgungskreis überlasten.

Meine Schaltungen verwenden kein Bootstrapping. Aber egal, Hauptsache 
irgendwas geschwafelt.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Arno R. schrieb:
> Meine Schaltungen verwenden kein Bootstrapping. Aber egal, Hauptsache
> irgendwas geschwafelt.

Dir ist nun entfallen, dass die Schaltungen des TO so etwas hatten.
Aber egal, Hauptsache irgendwen angeraffelt.
von Arno R. (arnor)


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Dieter D. schrieb:
> Dir ist nun entfallen, dass die Schaltungen des TO so etwas hatten.
> Aber egal, Hauptsache irgendwen angeraffelt.

Mir ist nichts entfallen, nicht einmal, dass du mich wegen MEINER 
Schaltung angepisst hast.
: Bearbeitet durch User
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