Hallo zusammen, ich werde nächstes Semester meinen Bachelor in Physik abschließen. Eigentlich war mein Plan, danach den Master dranzuhängen, doch jetzt bin ich am zweifeln. Vielleicht habe ich aber auch ein falsches Bild von Elektrotechnik und wollte mich hier einmal umhören. An sich bin ich gut durchs Studium gekommen. Jedoch habe ich gemerkt, dass ich mich überhaupt nicht in der Forschung sehe. Allgemein ist das Physikstudium sehr theoretisch und ich weiß nicht, ob ich mein Leben in dem Bereich verbringen will. Ich habe bis jetzt gehofft, einen Themenbereich zu finden für den ich brenne, aber dazu ist es leider nicht wirklich gekommen. Im Wahlpflichtbereich belege ich nun einige Module der Elektrotechnik, unter anderem Grundlagen der Elektrotechnik 2 macht mir mehr Spaß, als fast alle Module aus dem Physikstudium. Nun spiele ich mit dem Gedanken, einen Elektrotechnik-Master statt einem Physik-Master zu machen, oder sogar erstmal einen zweiten Bachelor in Elektrotechnik (da der Masterzugang mit sehr vielen Auflagen belegt ist). Aber vielleicht habe ich auch das falsche Bild von einem Elektrotechnik-Studium und wollte nach einer Einschätzung basierend auf meinen Stärken und Interessen fragen: -Ich lerne schnell und bin sehr fleißig, aber zumindest kein Überflieger im Physikstudium -Ich rechne sehr gerne aber hatte große Probleme bei den Beweisen der Mathematiker -Ich habe ausschließlich handwerkliche (wenn auch künstlerische) Hobbies wie Malen, Stricken, 3D modelling,... -Ich habe einige Module in C/C++ Programmierung belegt und kann auch einfache Programme schreiben aber es ist jetzt nicht meine größte Stärke, weiß nicht wie wichtig das wäre -Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig Was würdet ihr mir raten? Lieber den Physik-Master durchziehen? Schauen, ob ich mit Auflagen in einen E-Technik-Master komme? E-Technik Bachelor dranhängen? Für jegliche Gedanken oder Ratschläge wäre ich dankbar. LG
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Pauline schrieb: > -Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig Dann werde Beamtin/Lehrerin.
Rakete007 schrieb: > Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig Mir wäre auch die Physik zu theoretisch gewesen und zu Mathe-lastig. An der TU Darmstadt ging der Spruch rum "Ein Physiker ist ein Elektrotechniker, der rechnen kann". Für mich war Elektronik und Software ein halbes Leben lang genau die richtige Wahl und ich liebe auch heute noch das was ich damit mache. Jetzt ist aber heute die weitere Entwicklung, besonders hier bei uns, ungewisser denn je. Anno 1986 unterlag das schon dem Schweinezyklus: Wenn gerade höchster Bedarf nach Elektroingenieuren herrscht, studier was anderes! Gut bezahlt? Mach BWL und "Business Administration". Ich kriege schon von den Begriffen Würgereiz, nach 35 Jahren lin der Industrie noch mehr! Sicher? Werd Dachdeckerin!
Hans F. schrieb: > Ist schon wieder Freitag? fast, mittlerweile ist ja jeder Tag Freitag. Berufsschullehrer werden auch als Seiteneinsteiger händeringend gesucht. Physiker hatten bei meinem ehemaligen Arbeitgeber Fehler im Produktionsprozess gefunden, aber da E-Technik Produktion in D praktisch tot ist sehe ich da auch keine Zukunft. Ein Physiker kam in einer Bio Medizintechnikfirma unter um Physik und E-Technik zu vereinen. Während meines Studium vor 45 Jahren wechselte ein Physiker zur Fachhochschule als Mathedozent. Lehre bzw. Ausbildung geht immer, mehr als E-Technikproduktion. Selbst gestandene Elektrikermeister verdienen lieber Geld mit Youtube oder mit Zählertausch nach Stückzahl weil besser als eigene Firma.
Frank D. schrieb: > Pauline schrieb: >> -Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig > > Dann werde Beamtin/Lehrerin. Ich kann nicht so gut mit Kindern, Beamtin ist jetzt auch nicht wirklich ein konkreter Beruf. Das mit "stabil und gut bezahlt" war auch das, was ich als letztes genannt habe und hat nicht viel mit meinem gesamten Beitrag zu tun. Schade, das man sich daran aufhängen muss, statt mir wirklich einen Rat zu geben. Hans F. schrieb: > Ist schon wieder Freitag? Ich weiß nicht, was das bedeuten soll. Gunnar F. schrieb: > Rakete007 schrieb: >> Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig > > Mir wäre auch die Physik zu theoretisch gewesen und zu Mathe-lastig. An > der TU Darmstadt ging der Spruch rum "Ein Physiker ist ein > Elektrotechniker, der rechnen kann". > Für mich war Elektronik und Software ein halbes Leben lang genau die > richtige Wahl und ich liebe auch heute noch das was ich damit mache. > Jetzt ist aber heute die weitere Entwicklung, besonders hier bei uns, > ungewisser denn je. > Anno 1986 unterlag das schon dem Schweinezyklus: Wenn gerade höchster > Bedarf nach Elektroingenieuren herrscht, studier was anderes! > > Gut bezahlt? Mach BWL und "Business Administration". Ich kriege schon > von den Begriffen Würgereiz, nach 35 Jahren lin der Industrie noch mehr! > > Sicher? Werd Dachdeckerin! Was meinst du mit "Ein Physiker ist ein Elektrotechniker, der rechnen kann?" Elektrotechniker müssen doch auch rechnen können, oder? Das mit "sicher und gut bezahlt" war im Hinblick auf Physik oder E-Technik gemeint, nicht allgemein. Aber danke trotzdem.
Moin, Sowas Eigenartiges: Wenn ich hier im Unterforum mal nur die Ueberschriften nach dem Wort "Wechsel" durchsuchen lasse - ei der Daus: Dieses Problem wie hier in diesem Schrett tritt ueberraschend oft auf, natuerlich mit den verschiedensten Fachrichtungswechselwuenschen... Wie kann das nur passieren? ;-) scnr, WK
Rakete007 schrieb: > Beamtin ist jetzt auch nicht wirklich ein konkreter Beruf. Ja das hast du gut erkannt aber es gibt als Master-in-irgendwas einige Möglichkeiten verbeamtet zu werden. Man muss halt wissen was man will, was das bei dir ist musst du selber rausfinden.
Dergute W. schrieb: > Wenn ich hier im Unterforum mal nur die > Ueberschriften nach dem Wort "Wechsel" durchsuchen lasse - ei der Daus: > Dieses Problem wie hier in diesem Schrett tritt ueberraschend oft auf, Ich habe 1985 mit meine E-Technik-Studium angefangen und damals war das auch schon so: hohe Abbrecher- bzw Wechselquoten. Allerdings eher von Elektrotechnik weg als dass Studis aus anderen Fachrichtungen zu uns gekommen wären. Das erstaunlichste, was ich in diesem Zusammenhang erlebt habe, war ein fertiger, praktizierender Diplom Psychologe, der E-Technik angefangen hat. Und der war richtig gut.
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Dergute W. schrieb: > Moin, > > Sowas Eigenartiges: Wenn ich hier im Unterforum mal nur die > Ueberschriften nach dem Wort "Wechsel" durchsuchen lasse - ei der Daus: > Dieses Problem wie hier in diesem Schrett tritt ueberraschend oft auf, > natuerlich mit den verschiedensten Fachrichtungswechselwuenschen... > Wie kann das nur passieren? ;-) > > scnr, > WK Kannst du mir bitte besagte Beiträge weiterleiten? Ich finde es macht schon einen Unterschied, ob man bereits einen Physik Bachelor fertig hat, oder nach 2 Semestern wechseln möchte. Selbst in dem Fall habe ich nicht die Riesenmenge an Beiträgen gefunden, die zu meiner Situation passen.
M.A. S. schrieb: > Ich habe 1985 mit meine E-Technik-Studium angefangen und damals war das > auch schon so: hohe Abbrecher- bzw Wechselquoten. Bei uns passierte das oft, wenn jemand eine Prüfung zweimal versemmelt hatte und ein drittes mal das Aus bedeutet hätte. IdR. kam dann irgendwas mit Sozial- oder Lehramt..
Rakete007 schrieb: > Das mit "sicher und gut bezahlt" war im Hinblick auf Physik oder > E-Technik gemeint, nicht allgemein. Aber danke trotzdem. das ist doch so einfach: Wenn du richtig gut bist, kriegst du auch einen guten Job und kannst ordentlich verdienen. Zum Gutsein gehören auch Softskills, letztendlich willst du deine Arbeitsleistung dann verkaufen.
Rakete007 schrieb: > ich werde nächstes Semester meinen Bachelor in Physik abschließen. F: Was sagt ein arbeitsloser Physiker zu einem Physiker der Arbeit hat? A: Eine Currywurst bitte!
Schon seit Lise Meitner und Madame Marie Skłodowska Curie ist eher die Physik (Frauenanteil: 30%) ein Beruf für Frauen als die Elektrotechnik (Frauenanteil je nach Quelle bei neun %). In der Elektrotechnik kennt man zwar Hedy Lamarr als Erfinderin des frequency hopping Verfahrens, aber das war dann auch schon. Und Hedy ist heute eigentlich nur fürs Zeigen ihrer Milchtüten in einem Kinofilm bekannt. * https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Physik * https://de.wikipedia.org/wiki/Hedy_Lamarr#Erfinderin
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Bradward B. schrieb: > Schon seit Lise Meitner und Madame Marie Skłodowska Curie ist eher > die > Physik (Frauenanteil: 30%) ein Beruf für Frauen als die Elektrotechnik > (Frauenanteil je nach Quelle bei neun %). > > In der Elektrotechnik kennt man zwar Hedy Lamarr als Erfinderin des > frequency hopping Verfahrens, aber das war dann auch schon. Und Hedy > wurde eigentlich nur fürs Zeigen ihrer Milchtüten in einem Kinofilm > bekannt. > > * https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Physik > * https://de.wikipedia.org/wiki/Hedy_Lamarr#Erfinderin Troll? Falls nein, erläutere mir doch mal bitte ganz genau, warum Elektrotechnik "kein Beruf für Frauen" sein soll. Schade, dass hier kaum bis gar nicht auf meinen Beitrag eingegangen wird.
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Rakete007 schrieb: > Troll? Falls nein, erläutere mir doch mal bitte ganz genau, warum > Elektrotechnik "kein Beruf für Frauen" sein soll. > Schade, dass hier kaum bis gar nicht auf meinen Beitrag eingegangen > wird. Das ist ein Nullthema. Weder in Physik noch in E-Technik hast du viele Frauen. Ich würde 5% tippen. Schau mal in die Höhrsääle bei diesen Studiengängen.
Cyblord -. schrieb: > Rakete007 schrieb: >> Troll? Falls nein, erläutere mir doch mal bitte ganz genau, warum >> Elektrotechnik "kein Beruf für Frauen" sein soll. >> Schade, dass hier kaum bis gar nicht auf meinen Beitrag eingegangen >> wird. > > Das ist ein Nullthema. Weder in Physik noch in E-Technik hast du viele > Frauen. Ich würde 5% tippen. Schau mal in die Höhrsääle bei diesen > Studiengängen. Ich sitze seit 3 Jahren in besagten Hörsälen. Klar ist der Frauenanteil recht gering, jedoch eher so 15%. Hat nichts damit zu tun wie gut man ist, die, die noch dabei sind gehören bei den Klausuren immer zu den Top 5 von ca. 30 Leuten. Schlimm, dass das heutzutage noch ein Thema ist. Hat auch nichts mit meinem ursprünglichen Beitrag zu tun.
Ralf X. schrieb: > M.A. S. schrieb: >> Ich habe 1985 mit meine E-Technik-Studium angefangen und damals war das >> auch schon so: hohe Abbrecher- bzw Wechselquoten. > > Bei uns passierte das oft, wenn jemand eine Prüfung zweimal versemmelt Abbrecher-Quote in der Physik war ca. 50% (der groesste Teil ist im ersten Semester gepurged [Analysis und Algebra] worden). Wurde nur noch von E-Techniker und Maschinenbauer getoppt. Anekdoetchen: Nach der ersten Analysis-Vorlesung sah ich schon eine Karriere als Blumenbinder. Zum TO: Falls es wirklich ernst gemeint ist: Ein zweiter Bachelor in E-Technik halte ich fuer die schlechteste Loesung, Du hast dann zwei Abschluesse, aber keine Spezialisierung. Daher solltest Du Dir Gedanken machen was Dir gefaellt (z.B. theoretische oder experimentelle Physik, Angewandte Physik [da ist haeufig Halbleiterphysik {Festkoerperphysik} dabei]) und was auch an Deiner Uni verfuegbar ist (z.B. Zusammenarbeit mit anderen Uni, Ausland) Eine viel kritischere Frage ist: Siehst Du Dich in der Forschung? Dann nimm Deine Sachen und lauf. Weit weg aus Deutschland, denn Forschung ist nicht mehr so angesagt (es war nie so richtig gut, jetzt ist es wirklich schlecht). Waffentechnik ist jetzt der neue Bringer, Krieg ist ein gutes Geschaeft. Leider. Gruesse
Rakete007 schrieb: > An sich bin ich gut durchs Studium gekommen. Jedoch habe ich gemerkt, > dass ich mich überhaupt nicht in der Forschung sehe. Und? Statistisch gesehen arbeitet nur eine verschwindend kleine Minderheit von Absolventen - egal welcher Fachrichtung - später in der Forschung. Um es mal anders auszudrücken, das traditionelle Selbstverständnis der Unis ist es Wissenschaftler auszubilden. Daher wird an den Unis während des Studiums dauerhaft was von Wissenschaft und Forschung gelabert. Aber, aus Sicht der Unis ist man erst mit der Promotion zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten qualifiziert. Wer nicht nicht promoviert ist wissenschaftlicher "Ausschuss" und wird mit einem Bachelor- oder Masterabschluss zur Beschäftigung an die Industrie abgegeben. Also lass dich nicht von dem Geschwätz von wegen Wissenschaft und Forschung verrückt machen. Die Wahrscheinlichkeit das du in der Forschung landest ist verschwindend gering. Heißer Tipp: Einfach keinen Vertrag unterschreiben der nach Forschung riecht :) Bei Physikern kommt noch hinzu dass sie haufenweise fachfremd arbeiten. Ich würde sagen das ist der Normalfall. Auch in der E-Technik. Ich habe immer wieder Kollegen mit einem Physikabschluss gehabt. Da verzieht niemand eine Mine.
>> Physik (Frauenanteil: 30%) ein Beruf für Frauen als die Elektrotechnik >> (Frauenanteil je nach Quelle bei neun %). > Troll? Falls nein, erläutere mir doch mal bitte ganz genau, Da gibt es nix zu erläutern, das ist ein statistischer Fakt: * https://www.dpg-physik.de/vereinigungen/fachuebergreifend/ak/akc/publikationen/statistiken * https://de.statista.com/infografik/17595/frauenanteil-in-mint-berufen/
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Rakete007 schrieb: > Aber vielleicht habe ich auch das falsche Bild von einem > Elektrotechnik-Studium Eigentlich sollte es nicht um das Studienfach gehen, sondern um das, was du danach tagtäglich tun möchtest. Und darum, ob dein Angebot an potenzielle Arbeitgeber dafür gut ist bzw. was für eine Art Arbeitgeber (öD, Konzern, Startup-Bude, ...) du gern hättest. Nur mal so als Beispiel: Die meisten Ingenieure der höheren Schiene arbeiten später gar nicht als Entwickler/Konstrukteure. Und die meisten Physiker/Chemiker werden keine Forscher. Was also möchtest du im Job tagtäglich TUN? Wenn dir das unklar ist, solltest du irgendwo ein Praktikum o. Ä. machen. (Zu meiner Zeit™ machten wir als angehende E-Technik-Ingenieure 6 Monate Plicht(!)-Praktikum VOR dem Studium.)
Ich war seinerzeit, von vor 50 Jahren, nicht der schlechteste im LK Physik, hatte aber, wg. Hobby, immer etwas mit E-Technik am Hut, studierte dann Energietechnik. Arbeitete dann in der Entwicklung. --- Aber heute??? --- In den öffentlichen Dienst, Ausbildung o.ä.? Auswandern, irgendwohin, wo mehr Aussichten sind als hier? --- Physik würde ich jedenfalls nicht wählen.
Thomas W. schrieb: > Zum TO: Falls es wirklich ernst gemeint ist: Ein zweiter Bachelor in > E-Technik halte ich fuer die schlechteste Loesung, Du hast dann zwei > Abschluesse, aber keine Spezialisierung. Daher solltest Du Dir Gedanken > machen was Dir gefaellt (z.B. theoretische oder experimentelle Physik, > Angewandte Physik [da ist haeufig Halbleiterphysik {Festkoerperphysik} > dabei]) und was auch an Deiner Uni verfuegbar ist (z.B. Zusammenarbeit > mit anderen Uni, Ausland) > > Eine viel kritischere Frage ist: Siehst Du Dich in der Forschung? Dann > nimm Deine Sachen und lauf. Weit weg aus Deutschland, denn Forschung ist > nicht mehr so angesagt (es war nie so richtig gut, jetzt ist es wirklich > schlecht). Waffentechnik ist jetzt der neue Bringer, Krieg ist ein gutes > Geschaeft. Leider. Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich bereits bei verschiedenen Unis/Hochschulen erkundigt, mit welchen Auflagen ich zu einem E-Technik Master zugelassen werden würde, habe aber bis jetzt noch keine Antwort. Ich denke ich warte dann mal ab und schaue nach ob ein Wechsel für den Master überhaupt gehen würde.. Obwohl ich es an sich eigentlich gerne etwas "angewandter" habe, hat mir die Experimentalphysik im Studium viel weniger gefallen als die Theoretische Physik, das kann natürlich auch etwas an den Profs liegen. Meine Bachelorarbeit schreibe ich auch in der Theoretischen Physik. Angewandte Physik gibt es bei uns nicht, die Festkörperphysik hat mich im Grundstudium auch nicht wirklich angesprochen. Wie gesagt habe ich ja leider nichts gefunden, wofür ich wirklich brenne. Ich habe in meinem Beitrag recht am Anfang ja geschrieben, dass Forschung absolut nichts für mich ist. Vielleicht stelle ich mir die Elektrotechnik falsch vor, aber ich glaube etwas zu entwickeln und zu bauen würde mir viel mehr geben als das trockene Physikstudium. Insbesondere Energietechnik und erneuerbare Energien finde ich interessant. Hannes J. schrieb: > Rakete007 schrieb: >> An sich bin ich gut durchs Studium gekommen. Jedoch habe ich gemerkt, >> dass ich mich überhaupt nicht in der Forschung sehe. > > Und? Statistisch gesehen arbeitet nur eine verschwindend kleine > Minderheit von Absolventen - egal welcher Fachrichtung - später in der > Forschung. > > Um es mal anders auszudrücken, das traditionelle Selbstverständnis der > Unis ist es Wissenschaftler auszubilden. Daher wird an den Unis während > des Studiums dauerhaft was von Wissenschaft und Forschung gelabert. > Aber, aus Sicht der Unis ist man erst mit der Promotion zum > eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten qualifiziert. Wer nicht nicht > promoviert ist wissenschaftlicher "Ausschuss" und wird mit einem > Bachelor- oder Masterabschluss zur Beschäftigung an die Industrie > abgegeben. > > Also lass dich nicht von dem Geschwätz von wegen Wissenschaft und > Forschung verrückt machen. Die Wahrscheinlichkeit das du in der > Forschung landest ist verschwindend gering. Heißer Tipp: Einfach keinen > Vertrag unterschreiben der nach Forschung riecht :) > > Bei Physikern kommt noch hinzu dass sie haufenweise fachfremd arbeiten. > Ich würde sagen das ist der Normalfall. Auch in der E-Technik. Ich habe > immer wieder Kollegen mit einem Physikabschluss gehabt. Da verzieht > niemand eine Mine. Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich lese heraus, dass du mir also eher zum Physik-Master raten würdest? Ich habe eben das Gefühl, E-Technik Studenten lernen in ihrem Studium enorm viele Fähigkeiten und Kompetenzen, die eventuell nicht so einfach selbständig nachholbar sind. Selbst wenn ich im Wahlpflichtbereich Module aus dem Bereich belege, werde ich glaube ich nicht an das praktische Können herankommen, dass Menschen mit einem vollständigen E-Technik Studium haben. Deswegen ja sogar die Idee, noch einen zweiten Bachelor zu machen, obwohl ich eigentlich gerne mal anfangen würde, vollzeit zu arbeiten.
Hannes J. schrieb: > Bei Physikern kommt noch hinzu dass sie haufenweise fachfremd arbeiten. > Ich würde sagen das ist der Normalfall. Auch in der E-Technik. Ich habe > immer wieder Kollegen mit einem Physikabschluss gehabt. Da verzieht > niemand eine Mine. Dito hier. Und die waren gut, weil abstraktes Denken für sie nichts Fremdes war. Die konnten deswegen mit jeder Programmiersprache umgehen und dass der elektrische Strom unsichtbar ist, ist denen gar nicht aufgefallen.
Rolf schrieb: > Rakete007 schrieb: >> Aber vielleicht habe ich auch das falsche Bild von einem >> Elektrotechnik-Studium > > Eigentlich sollte es nicht um das Studienfach gehen, sondern um das, was > du danach tagtäglich tun möchtest. Und darum, ob dein Angebot an > potenzielle Arbeitgeber dafür gut ist bzw. was für eine Art Arbeitgeber > (öD, Konzern, Startup-Bude, ...) du gern hättest. > > Nur mal so als Beispiel: Die meisten Ingenieure der höheren Schiene > arbeiten später gar nicht als Entwickler/Konstrukteure. Und die meisten > Physiker/Chemiker werden keine Forscher. > > Was also möchtest du im Job tagtäglich TUN? Wenn dir das unklar ist, > solltest du irgendwo ein Praktikum o. Ä. machen. > (Zu meiner Zeit™ machten wir als angehende E-Technik-Ingenieure 6 Monate > Plicht(!)-Praktikum VOR dem Studium.) Ja, das habe ich mittlerweile auch gemerkt. Ich wusste nach dem Abi nicht wirklich wohin mit mir, nur dass es etwas naturwissenschaftliches sein soll, und habe dann Physik gewählt, weil ich dachte dass es mir als recht breit gefächertes Fach die meisten Türen aufhält. Leider ist es mit sehr vielen Auflagen verbunden, für den Master in ein anderes, wenn auch naturwissenschaftliches Fach zu wechseln. Ich schaue mich mal nach einem Praktikum um. Vielen Dank!
Rakete007 schrieb: > Ich habe eben das Gefühl, > E-Technik Studenten lernen in ihrem Studium enorm viele Fähigkeiten und > Kompetenzen, die eventuell nicht so einfach selbständig nachholbar sind. Uihh. Was du heute in einem High-tech-Fach (E-Technik ist High-tech par exellence) lernst, ist morgen Schnee von gestern. Lebenslanges selbständiges Lernen ist ganz wesentlich, wie in vielen anderen Fächern auch. Wer das nicht will oder kann, der wird selten glücklich.
pers. Erfahrung ET (Energietechnik) R&D hatte 2 Frauen im Team und nur gute Erfahrung. Eine hat mich verlassen, weil ihr Ehemann eine Job in Skandinavien bekommen hat. Die Andere hat dann den PhD in Kopenhagen gemacht. Und: in 3 Jahren ist ohnehin alles anders => Do it. Außerdem: mit einer Rakete kommt man überallhin.
Rakete007 schrieb: > Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig > > Was würdet ihr mir raten? Werde Insolvenz-Verwalter/in, krisensicher, rechnen darfst Du auch. Gerichtsvollzieher/in ebenso. Wer die Mathematik der Physiker schafft, bekommt auch die Mathe im ET-Studium hin, wobei man eigentlich kein Intersse für Technik braucht. mfg
Christian S. schrieb: > Wer die Mathematik der Physiker schafft, bekommt auch die Mathe im > ET-Studium hin Mit links und mit Augenbinde.
Rolf schrieb: > Rakete007 schrieb: >> Ich habe eben das Gefühl, >> E-Technik Studenten lernen in ihrem Studium enorm viele Fähigkeiten und >> Kompetenzen, die eventuell nicht so einfach selbständig nachholbar sind. > > Uihh. Was du heute in einem High-tech-Fach (E-Technik ist High-tech par > exellence) lernst, ist morgen Schnee von gestern. > Lebenslanges selbständiges Lernen ist ganz wesentlich, wie in vielen > anderen Fächern auch. Wer das nicht will oder kann, der wird selten > glücklich. Natürlich kann ich selbstständig lernen, aber so etwas wie bspw. Laborpraktika sind doch schwierig zuhause nachzuahmen. Ohne Zertifikate oder einen Abschluss kann ich mich ja nicht auf Ingenieurjobs bewerben, egal wie viel ich zuhause selbstständig gelernt habe. Oder?
Gunnar F. schrieb: > "Ein Physiker ist ein > Elektrotechniker, der rechnen kann". Das ist Schwachsinn. Rakete007 schrieb: > Für jegliche Gedanken oder Ratschläge wäre ich dankbar. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Europa ist es m.E.n. eher empfehlenswert, den Master in Physik zu machen. Absolventen der Elektrotechnik und anderer Ingenieursdisziplinen haben es derzeit wohl sehr schwer, einen ihrer Qualifikation entsprechenden Job zu bekommen. Wenn überhaupt, werden lieber erfahrene Ingenieure eingestellt. Und Besserung ist mittelfristig eher nicht zu erwarten. Wenn du dich also nicht gerade "brennend" für bspw. Elektromotoren, Elektronik oder Embedded Systems interessierst und starke intrinsische Motivation für Entwicklung und Verbesserung solcher Geräte bzw. Systeme verspürst, solltest du eher bei Physik bleiben. Das wäre jedenfalls mein Ratschlag. Denn mit einem Master in Physik kannst du grundsätzlich in allen möglichen Wirtschaftszweigen in anwendungsnaher Forschung bzw. Entwicklung arbeiten (auch E-Technik, falls es dich dann immer noch reizen sollte), und auch darüber hinaus, Chef-Etage oder Unternehmensberatung (oder auch in der Politik Karriere machen wie Angela Merkel).
Johannes F. schrieb: > starke intrinsische Motivation Scheint grundlegend zu fehlen, egal für was. Johannes F. schrieb: > . eher empfehlenswert, den Master in Physik zu machen Sehe ich auch so. Schuster bleib bei deinem Leisten.
Rakete007 schrieb: > Natürlich kann ich selbstständig lernen, aber so etwas wie bspw. > Laborpraktika sind doch schwierig zuhause nachzuahmen. Die Praktika würde ich nicht zu hoch bewerten, sind jedenfalls keine unbedingte Voraussetzung für das Verständnis der Lehrinhalte. Eher ein wenig Abwechslung, um die von der "vielen Theorie" geplagten Studenten bei Laune zu halten. Rakete007 schrieb: > Ohne Zertifikate > oder einen Abschluss kann ich mich ja nicht auf Ingenieurjobs bewerben, > egal wie viel ich zuhause selbstständig gelernt habe. Oder? Wenn ich mich recht erinnere, hat Rohde & Schwarz auch Physiker explizit in Stellenausschreibungen für Entwickler angesprochen. Ähnliches hatten hier ja auch einige schon berichtet.
> Wer die Mathematik der Physiker schafft, bekommt auch die Mathe im > ET-Studium hin Kommt auf die Vertiefung an, die Marthematik in der Feldtheorie könnten einem aus der Physik bekannt vorkommen (Im Beispiel Berechnung Energiefluß im Koaxkabel aus ISBN:3-8273-7144-9 ) in der Codierungtheorie wird es mit Galoistheorie und Walsh-Funktion eher mathematisches Neuland für einen aus der Physik sein. Fun fact: Der überragende Physiker Albert E. war wohl kein mathematisches Genie, das Rechnen hat er den Astronomen Karl Schwarzschild oder seiner ersten Frau Mileva Marić (der Anekdote nach) überlassen. > Wenn ich mich recht erinnere, hat Rohde & Schwarz auch Physiker explizit > in Stellenausschreibungen für Entwickler angesprochen Kommt auf den Geschäftsbereich bei R&S an, es gibt da auch Teams aus Jungspunden für die es wichtiger ist, wie der jeweilige Kandidat mit der KI umspringt (O-Ton: "Wir entwickeln nicht mehr wie vor 20 Jahren").
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Bradward B. schrieb: > Fun fact: Der überragende Physiker Albert E. war wohl kein > mathematisches Genie, das Rechnen hat er den Astronomen Karl > Schwarzschild oder seiner ersten Frau Mileva Marić (der Anekdote nach) > überlassen. Naja, das stupide "Rechnen" haben auch die Mathematiker selbst schon seit dem Mittelalter anderen überlassen... die nannten sich Rechenmeister (Adam Ries[e] war ein berühmter Vertreter). Rechnen und Mathematik sind zwei Paar Schuhe. An der Verwechslung hat sicher das Bildungssystem schuld, denn im "Mathematikunterricht" bis zur 12./13. Klasse wurde "früher" hauptsächlich Rechnen gelehrt (heute nicht mal mehr das). Mit Mathematik hatte das noch nie viel zu tun.
Rakete007 schrieb: > Hallo zusammen, > ich werde nächstes Semester meinen Bachelor in Physik abschließen. Damit hast Du eine sehr gute theoretische Grundlage. Und Du hast bis hierher durchgehalten. Damit hast Du bewiesen, daß Du im Uni-Betrieb klar kommst (und überleben kannst ;) Das wirst Du im Job dann auch. > Eigentlich war mein Plan, danach den Master dranzuhängen, doch jetzt bin > ich am zweifeln. Zweifel sind zwar nicht immer angenehm, gehören aber dazu, wenn man sich weiterentwickeln will. Ich rate Dir, auf Deine innere Stimme und auf Dein Bauchgefühl zu hören und JETZT das zu zu lernen und zu machen, was Dir Spaß macht. Je länger Du auf dem "falschen Weg" bleibst, desto schwieriger wird es, ihn zu verlassen. > Vielleicht habe ich aber auch ein falsches Bild von Elektrotechnik und > wollte mich hier einmal umhören. Genau deshalb schaust Du Dir jetzt an, was da so gemacht wird, sammelst Eindrücke und Infos, führst Gespräche (und lässt Dir hier die einen oder anderen "Beiträge" über Dich ergehen ;) Rede mit den E-Technik Assis und Profs, lass Dir Vorlesungen/Übungen/Seminare zum Reinschnuppern empfehlen. Lass den Spirit einfach mal auf Dich wirken. Als ich vor der Wahl des Studienfachs stand, interessierten mich ausser E-Technik noch drei weitere Gebiete. Die interessieren mich noch heute, so ist das nicht. Sie schieden bei genauerer Betrachtung aber schnell aus. > An sich bin ich gut durchs Studium gekommen. Jedoch habe ich gemerkt, > dass ich mich überhaupt nicht in der Forschung sehe. Bei mir wars genau umgekehrt. Ich hätte anfangs gern in der Forschung gearbeitet. Da sprach die bereits erwähnte geringe Wahrscheinlichkeit aber dagegen. Letztlich habe ich das nie sehr bedauert, weil die sich bietende Vielfalt an interessanten Themen, das mehr als ausgeglichen hat. E-Technik ist in meinen Augen die Disziplin, die die meisten Schnittstellen zu anderen Disziplinen hat. Das erfordert eine breite Aufstellung und Offenheit. Das macht sie interessant und spannend. > Im Wahlpflichtbereich belege ich nun einige Module der Elektrotechnik, > unter anderem Grundlagen der Elektrotechnik 2 macht mir mehr Spaß, als > fast alle Module aus dem Physikstudium. Sehr gut! Siehe oben. Nun spiele ich mit dem Gedanken, > einen Elektrotechnik-Master statt einem Physik-Master zu machen, oder > sogar erstmal einen zweiten Bachelor in Elektrotechnik (da der > Masterzugang mit sehr vielen Auflagen belegt ist). Das fällt unter "organisatorisches". Das musst Du gründlich klären, damit Du später keine unangenehmen Überraschungen erlebst. > -Ich lerne schnell und bin sehr fleißig, aber zumindest kein Überflieger Beste Voraussetzungen! Niemand braucht ein Überflieger zu sein. > -Ich rechne sehr gerne aber hatte große Probleme bei den Beweisen der > Mathematiker > Hervorragend! Die Höhere Mathematik in meinem Studium war zwar Pflicht, aber nichts weiter als ein Selektionskriterium. Was Du in der E-Technik immer gut brauchen kannst ist Analysis, LGS, teilweise auch nicht lineare GS, Differentialgleichungen. Wie gesagt, Grundlagen reichen, vertiefen geht immer. In der E-Technik wird auch viel mit SW simuliert (Schaltungen, Strom, Spannung, Zeitverhalten, Transienten etc.) Das erleichtert vieles. Vertraue einer Simulation aber nicht blind. Versuche trotzdem immer zu verstehen was zu erwarten ist z.B. mit Papier und Bleistift ;) > -Ich habe ausschließlich handwerkliche (wenn auch künstlerische) Hobbies > wie Malen, Stricken, 3D modelling,... Prima! Eine praktische Veranlagung ist nützlich, spätestens wenn Du mal eine Schaltung zusammen baust. Zwei linke Hände wären eher hinderlich. > -Ich habe einige Module in C/C++ Programmierung belegt und kann auch > einfache Programme schreiben aber es ist jetzt nicht meine größte > Stärke, weiß nicht wie wichtig das wäre Bestens! In der E-Technik wirst Du immer mal selbst was programmieren. Und dabei lernst Du es. Es ist noch kein Meister in C/C++ oder sonstiger Sprache vom Himmel gefallen. Wenn Du E-Technikerin wirst, achte ein bißchen darauf, dass Du nicht zu sehr in die SW abdriftest. > -Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig Das ist verständlich. Diese hohe Priorisierung könnte Dich aber in Deiner Entscheidungsfindung sehr behindern oder sie konterkarieren. Ich war nach dem Studium gleich mal arbeitslos ;) Keiner kann in die Zukunft sehen und was auf Dich zu kommt hat auch was mit Glück zu tun (generell, nicht nur in der E-Technik). Stell Dir einen Schieberegler vor, an dessen Enden "Freiheit" und "Sicherheit" stehen. Erhöst Du das eine, verringert sich das andere. Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und einen 🚀-haften Start in die Zukunft.
Falls du einen Master-Studiengang suchst der "schon irgendwie Physik, aber mehr Praxis und weniger Theorie" sein soll, kannst du vielleicht mal einen Blick auf "Engineering Physics" an der Uni Oldenburg werfen - ist allerdings auf englisch. Hier gibt es auch die Zulassungsvoraussetzungen: http://uol.de/studiengang/engineering-physics-master-2 Grundsätzlich hängt auch vieles davon ab, wie man sich im Studium spezialisiert und ob man eine passende Betreuungsperson für die Abschlussarbeit findet. Ich hatte z.B. erst dieses Semester eine Physik-Bachelorstudentin, die sich an mich gewandt hat, weil sie als Semesterprojekt Chaos in einem bestimmten elektronischen Schaltkreis untersuchen wurde. Ich bin zwar theoretischer Physiker, habe aber lange ein Elektronikpraktikum unterrichtet, und am Ende ist daraus sogar eine Bachelorarbeit geworden. Physik und Elektronik oder Elektrotechnik müssen also keineswegs unvereinbar sein.
Manuel H. schrieb: > Physik und Elektronik oder Elektrotechnik müssen also keineswegs > unvereinbar sein. Den Satz sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen...
Viele Physik Msc./Dipl. arbeiten in der Entwicklung, das ist gar kein Thema, kenne mindestens eine handvoll und die sind alle bei "richtig guten" Firmen wie R&S, Airbus, Heidenhain. Master direkt wird schwierig, du wirst einiges nachbringen müssen oä. da würde ich eher "einfach" den bsc. machen, du bist ja jung und mit deinem Physik background wirst du dir leicht tun. Dann kannst du dich entscheiden zwischen E oder Phys. Msc. Du kannst auch "nur" einen Physik Msc. machen und dann in die E-Technik quereinsteigen. Lass dir nichts von gewissen (DDR) Boomern hier einreden, es gibt genug Jobs, alleine in der Rüstung/Defense Tech. ist so viel neues enstanden, da braucht man tonnenweise Physiker. (Helsing, Quantum Sys.,Donaustahl) Gute Leute finden immer was.
Hallo Rakete laß dir was erzählen von mir, nun in Rente, zuletzt aber in Hightech als Teamleiter von 20 Dipl.Ings. Du hast nun einen Abschluß. Warum hängst du da nicht noch eine "einfache" Lehre als Mechatroniker, o.Ä. dran. Da kommst du in die Praxis, und es gibt auch gleich mal Lehrgeld. Solche Leute sind gesucht. Ich habe es halt umgekehrt gemacht. Erst Lehre, dann Studium Nachrichtentechnik. Hat mir wegen zu wenig Elektronik nicht gefallen und habe deswegen im 4.Semester abgebrochen. Trotzdem gleich einen Job im Hardwarebereich gefunden. In der 5.Firma bin ich dann im Hightech-Job angekommen. Für einen gut bezahlten Job mußt du Risiko eingehen. Wegen höherer Lohnforderungen habe ich bei zwei Firmen gekündigt. Und zweimal haben sie mich nach je 3 Monaten zurückgeholt. Na, ja wenn man gut ist. Allerdings: Das Lernen hört nicht auf, es fängt erst dann richtig an. Solange kannst du gar nicht studieren um alles zu können. Einen neuen Mitarbeiter für meine Abteilung habe ich mal abgelehnt. Ich sagte, wir nutzen hier den MC68000. Er meinte aber er würde mit Intel arbeiten wollen, weil er es an der Uni gelernt hatte. In diesem Job ist nach 3 Jahren Uni-wissen veraltet. In dieser Zeit bekommst du anstatt die Lehre hin. Aber da bist du dann aktuell ausgebildet. Viel Glück und Erfolg
Vielleicht sollte sich der TO mal nach der Nebenfach-Regelung der Lehreinrichtung erkundigen. Vor Bologna mussten die, die 5 Jahre lang Physik oder Mathematik (als Hauptfach) zum Diplom studierten, ein bis zwei Nebenfächer wählen und belegen. Also hatte man in dern Vertiefungsfächern der Elektrotechnik auch mal Physikstudenten sitzen, bspw. in den Fächern zur Halbleiterei. Die Halbleiterfertigung (bspw. Infineon) ist auch ne Elektro-Branche die in einigen Bereichen (Lithographie, Qualitätssicherung prozeß, ...) gern Physiker einstellt. Ebenso wissenschaftlicher Gerätebau (Laser, Spektroskopie) etc.. * https://fachschaftphysik.uni-frankfurt.de/nebenfaecher/
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Wenn Du schon wechseln willst, dann mache was richtiges. Hier waere meine Empfehlung fuer Dich: Die Bahnbranche sucht händeringend nach Lokführern. Die Deutsche Bahn sowie private Verkehrsunternehmen bieten sowohl klassische 3-jährige Ausbildungen als auch verkaufte Quereinstiegs-Programme (oft in 9–12 Monaten) an. https://db.jobs/de-de/berufe/lokfuehrer/quereinstieg
> Die Bahnbranche sucht händeringend nach Lokführern. Naja, die Zeit zu denen man für die Bedienung einer kalorischen Maschine wie der Dampflok ein Physikstudium benötigte sind wohl seit dem Tod von George Stephenson vorbei. Wenn es unbedingt das Führen von Fahrzeugen sein soll, könnte sich ein Physiker wohl nach den Transportmaschinen mit Nuklearantrieb umschauen. Also britisches U-Boot oder russischer Eisbrecher. Oder bei den Franzosen, auch die schieben "Dickschiffe" mit der Kraft der Atome durch die Weiten der Ozeane: https://esut.de/2024/11/meldungen/54902/drittes-atom-uboot-fuer-frankreich-uebergeben/ SCNR
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Rakete007 schrieb: > Selbst wenn ich im Wahlpflichtbereich Module aus dem Bereich belege, > werde ich glaube ich nicht an das praktische Können herankommen, dass > Menschen mit einem vollständigen E-Technik Studium haben. Wenn du an einer Uni Elektrotechnik studierst, gibt es da aber auch nicht viel Praktisches. Ein Elektrotechnik Studium an der Uni ist mehr oder weniger ein Studium der mathematischen Modellbildung. Ich habe einen ehemaligen Physikerkollegen, der jetzt Prof. an einer FH ist. Den berate ich bisweilen in Regelungstechnik, Signalverarbeitung oder KI Fragen weil das ohne Studium tatsächlich schwierig nachzuholen ist. Er ist zwar wie du der Überzeugung, dass man im Studium tatsächlich löten, Schaltungstechnik und den Umgang mit Mikrocontrollern oder der Hausinstallation lernt, dem ist aber nicht so. Das lernt man neben einem universitären Studium hauptsächlich durch jahrelange Eigeninitiative. Ansonsten: Aus deinen Angaben schließe ich, dass du für ein E-Technik Studium gut geeignet bist. Es wäre aber entscheidend, dass du dir vor dem Wechsel einen für dich passenden Bereich innerhalb der E-Technik den die Uni auch anbietet und einen guten Ruf darin hat, aussuchst und dann wechselst.
> Elektrische Lokomotiven, weil Elektrotechnik. Bei deren Bedienung bedarf es noch weniger Physik-KnowHow als für ne Dampfmaschine - das ist so langweilig, da musste man sich die Toter-Mann-Schaltung einfallen lassen um Unfälle durch Einschlafen zu verhindern: * https://de.wikipedia.org/wiki/Totmanneinrichtung#Schienenfahrzeuge,_Rennboote_und_Flugzeuge SCNR Aber vielleicht braucht man Physiker bei der Prüfung und (Neu-Zulassung) von Lokomotiven, der TÜV sucht ständig Physiker ...
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Wie waere es als Quereinsteigerin bei der Bundeswehr? "Für manche Positionen wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss benötigt, für andere ein abgeschlossenes Studium. Darüber hinaus kann berufliche Erfahrung in bestimmten Bereichen von Vorteil sein." https://einstellungstest-bundeswehr.de/quereinsteiger-bundeswehr/
> Wie waere es als Quereinsteigerin bei der Bundeswehr? Auch die Bundeswehr forscht an ihren Universitäten: * https://www.hsu-hh.de/forschung/ * https://www.unibw.de/forschung Aber dem Bekunden des TO nach hat man es wohl nicht so mit der Forschung.
Bei uns kann man auch Kunst studieren. Allerdings muss man dann später auch für Ausstellungen sorgen. Das ging glaube ich früher viel besser. Mathematisches Beweisen ist auch nur eine Übungsfrage. Zumindest die Mengenlehre-Grundlagen sollte man parat haben, und eventuell hilft ein guter Lambda-Kurs da weiter. Ein Freund von mir hatte als Bauingenieur angefangen - war ihm aber zu viel Rechnerei da - später hatte er auf Architekt gesetzt.
Rakete007 schrieb: > Ich sitze seit 3 Jahren in besagten Hörsälen. Klar ist der Frauenanteil > recht gering, jedoch eher so 15%. Dann hast du halt zufällig einen starken Jahrgang erwischt. Ich würde 5% über alle MINT Fächer sagen. Informatik war sehr wenig. Bio und Chemie mehr, aber vor allem in den unteren Semestern. > Hat nichts damit zu tun wie gut man Das Thema Kompetenz hast du hier ganz allein angeführt, da hat niemand von gesprochen. > Schlimm, dass das heutzutage noch ein Thema ist. Wohl nur bei dir.
Rakete007 schrieb: > Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich lese heraus, dass du mir also > eher zum Physik-Master raten würdest? Ja, aber ich habe da einen Bias, nämlich dass man Dinge die man angefangen hat zu Ende bringt. Wenn möglich nicht durch Aufgabe sondern Abschluss. > Selbst wenn ich im Wahlpflichtbereich Module aus dem Bereich belege, > werde ich glaube ich nicht an das praktische Können herankommen, dass > Menschen mit einem vollständigen E-Technik Studium haben. Ähm, irgendwie bist du da auf der falschen Schiene. Praktisches Können lernt man in der Praxis, nicht im Studium. Das gilt auch für die E-Technik. Sogar an FHs mit ihrer besonderen Praxisbezogenheit. Die sind zwar näher an der Praxis dran aber nicht drin. Daher sehe ich auch nicht den Punkt mit dem Belegen von Modulen. Klar, belege sie wenn du sie spannend findest und/oder wenn du den Schein brauchst. Aber vergiss das mit dem praktischen Können. Mach Praktika, Ferienjobs, einen Werkstudent-Job oder gar einen Teilzeitjob im E-Technik Bereich (mit Master im Teilzeitstudium) oder verwandten Gebieten wenn du in die E-Technik willst. > Deswegen ja > sogar die Idee, noch einen zweiten Bachelor zu machen, Das würde ich als Zeitverschwendung einordnen. Wenn du aber wirklich wechseln willst, wenn du wirklich einen Master außerhalb der Physik machen willst, schon mal ans Ausland gedacht? TU Delft zum Beispiel. Weltweit in den Top 20 bei E-Technik. Da die Niederlande einen anderer akademischer Betrieb als in Deutschland haben sagt dir das vielleicht mehr zu. Electrical Engineering und Trallala: https://www.tudelft.nl/en/eemcs/study/master-programmes Darunter auch so was: https://www.tudelft.nl/en/education/programmes/masters/qist/msc-quantum-information-science-technology Wenn ich das beim Überfliegen richtig gesehen habe sind die scharf auf Physiker und Mathematiker. Angenommen werden ist wohl nicht einfach, aber Bewerben kann nicht schaden. Voraussetzung ist unter anderem auch dass man Fahrrad fahren kann :) Hier fragen sie auch nach Physikern https://www.tudelft.nl/en/education/programmes/masters/set/msc-sustainable-energy-technology
Zum TO: Waere ein Ortswechsel moeglich? Eine Idee des Bachelor/Master war ja dass ein Wechsel der Universitaet viel einfacher ist. Und wenn Du mehr Interesse an Elektronik hast (also Halbleiter und so) waeren die Forschungsgruppen Atlas-Coorperation oder CMS eine Moeglichkeit. Es gibt sehr viele Kooperationen CERN <-> Universitaeten. Sehr internationale Ausrichtung, natuerlich Arbeitssprache englisch, vielleicht eine Reise nach Genf (ein Besuch bei Les Armures oder Cafe du Soleil ist immer etwas wert, CERN natuerlich auch), die Forschung ist leading Edge, auch die Ausstattung der Arbeitsgruppen ist z.Z. noch sehr gut. Du kannst Dir auch ueberlegen was Du nach dem Master machst: Du sagst zwar, dass Du Dich nicht in der Forschung siehst, aber viele Leitungsposten setzen leider immer noch einen Dr. vor dem Namen voraus (selbst im OeD). P.S.: Wichtige Forschung unter https://ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/dual/worldfoodsystemcenter-dam/Symposium/Posters/42-Bertsch-Fondue-2019-Y-small.pdf
Rakete007 schrieb: > Natürlich kann ich selbstständig lernen, aber so etwas wie bspw. > Laborpraktika sind doch schwierig zuhause nachzuahmen. Den Bezug nicht gesehen? Es ging darum, was man deiner Aussage nach NUR im Studium gut lernen kann. Tatsächlich ist das reine Fachwissen, das man im Studium erwirbt, nach kurzer Zeit nichts mehr wert. Wenn man es später nach z. B. 10 Jahren im Job nicht mehr schafft, mit denen mitzuhalten, die gerade von der Hochschule kommen und anderes, neueres gelernt haben, dann sieht man alt aus. > Ohne Zertifikate oder einen Abschluss kann ich mich ja nicht auf > Ingenieurjobs bewerben, egal wie viel ich zuhause selbstständig gelernt > habe. Oder? Habe ich etwas Gegenteiliges gesagt? Es geht darum, NACH dem Studium selbständig weiter lernen zu KÖNNEN, ohne das einem Dozenten mit Arbeitsblättern Händchen halten.
Rakete007 schrieb: > Schauen, ob ich mit Auflagen in einen E-Technik-Master komme? An welchen Bereich der E-Technik hast du da konkret gedacht? Welche Erfahrungen hast du bisher mit E-Technik gemacht? > Vielleicht habe ich aber auch ein falsches Bild von Elektrotechnik Welches Bild hast du denn von E-Technik? Rakete007 schrieb: > Mir ist ein stabiler und gut bezahlter Job später extrem wichtig Wenn du du in deinem Job gut bist, dann sehe ich da kein Problem. Rakete007 schrieb: > Ohne Zertifikate oder einen Abschluss kann ich mich ja nicht auf > Ingenieurjobs bewerben Können kannst du schon. Du musst dann allerdings ordentlich was vorzeigen können, was du selbständig gemacht hast. > egal wie viel ich zuhause selbstständig gelernt habe. Oder? Das, was du zuhause und abseits des Studiums gelernt hast, das ist es, was dich von anderen "habe-ich-im-Studium-gelernt"-Bewerbern unterscheidet und dir weit über die Probezeit hinaus im Job hilft. Mir hat im Studium z.B. keiner was vom "Input Common Mode Voltage Range" und dem zugehörigen "Phase Reversal" gesagt. Das habe ich nebenher beim Taschengeld-Jobben in einem Kleinbetrieb gelernt...
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F. M. schrieb: > Gute Leute finden immer was. unterschreibe ich, vor allem finden Leute, die genau das können was gesucht wird, einen Job um nämlich Probleme lösen. Wissenschaftliche Arbeitsweise ist anders, dort geht es "nur" um Veröffentlichungen und um Theorien und neuerdings um Abschlüsse von Doktoranten, ein Institut welches keine Doktoren der Naturwissenschaften entläßt wird keine Forschungmittel mehr einwerben und damit entbehrlich werden in Zeiten der Mittelkürzungen weil der Betrieb nicht aufrecht erhalten werden kann.
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Ich bin Physiker, noch mit Diplom, habe aber mein gesamtes Berufsleben nahezu ausschließlich Software entwickelt. Etwas Messtechnik und Prozessentwicklung war auch dabei. Erst einmal auf jeden Fall den Bachelor fertig machen. Von einem weiteren E-Technik Bachelor würde ich dringend abraten, das sieht nach "will gar nicht arbeiten" aus und macht sich schlecht im Lebenslauf. Grundsätzlich gelten Physiker als noch universeller einsetzbar als E-techniker. Das spräche für einen Master in Physik. Wenn die Situation wäre: "Ich weiß jetzt, was mein Traumjob wäre, aber dafür brauche ich zwingend E-Technik als Master" würde ich zum Umstieg raten, das ist hier aber nicht der Fall. Ich kenne die Situation bezüglich Bachelor nicht ausreichend. Falls es da sinnvolle Stellen gibt, wären ein paar Jahre Berufserfahrung gut, um dann einen Master dran zu hängen. Falls das nicht geht, verschiedene Praktika machen und Richtung Master Physik.
Joachim B. schrieb: > Wissenschaftliche Arbeitsweise ist anders, dort geht es "nur" um > Veröffentlichungen und um Theorien und neuerdings um Abschlüsse von > Doktoranten, ein Institut welches keine Doktoren der Naturwissenschaften > entläßt wird keine Forschungmittel mehr einwerben und damit entbehrlich > werden in Zeiten der Mittelkürzungen weil der Betrieb nicht aufrecht > erhalten werden kann. Typischer Fall von keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung.
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Habe 1985 Physik und 1992 nebenberuflich noch E-Technik FH studiert. Meine kleine Tochter war in einer ähnlichen Situation wie Du, als sie nach ihrem Bachelor Lebensmittel-Technologie an der HTWD Dresden ein jahr E-Technik studiert hat. Jetzt macht sie ihren Master Umwelt-Technik in Freiberg. Nebenbei arbeitet sie im Kuhstall. Mein Ratschlag: - wenn Du den Physik-Master problemlos schaffst, beiss Dich durch - wähle für den Master ein Thema, was Dir gefällt (Profilgebung) - arbeite während des Studiums - je nach Job bringt es Dich sozial oder fachlich weiter - Geld verdienen sie später alle - eine gute Familie zu haben ist die härte Nuss. Arbeite an eventuellen sozialen Defiziten. (Ich bin täglich umgeben von solchen Physikern) Sozialkompetenz hilft Dir ein Leben lang. Generell solltest Du Dir nicht zu viele Karrieresorgen machen. Innerliche Stärke und kritisches Reflektieren, machen immun gegen die allgegenwärtige Panikmache. VG, Bernd
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Bernd K. schrieb: > Arbeite an eventuellen sozialen Defiziten. (Ich bin täglich > umgeben von solchen Physikern) Solche Menschen mit defizitärer Sozialkompetenz gibt es aber in allen Fachbereichen und Bildungsniveaus. Daß Physiker davon überdurchschnittlich betroffen seien, wäre mir neu.
Beitrag #8060674 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8060680 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8060684 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8060685 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8060688 wurde von einem Moderator gelöscht.
Christian S. schrieb: > Wer die Mathematik der Physiker schafft, bekommt auch die Mathe im > ET-Studium hin, Bei uns war Mathe 1 bis 4 zusammen für E-Techniker und Physiker. Uni-Bremen 2003-2009, Diplom. Die Techno-Mathematiker (B.Sc.) haben sogar mit uns Physik zusammen gehört. Die Physiker hatten natürlich ihre eigene, "richtige" Physik-Vorlesung. Bradward B. schrieb: > Feldtheorie > Codierungtheorie > Walsh-Funktion Maxwellsche Gleichungen und klassische Nachrichtentechnik fand ich sogar noch entspannt. Sind ja überwiegend nur lineare DGL, Fourier-Transformation und lineare Algebra. Viel abgespaceter fand ich Regelungstechnik, weil man da auch oft mir nicht-linearen Systemen zu tu hat. Aussage eines Tutors: "Dampfmaschine ist älter als Radio."
Jük P. schrieb im Beitrag #8060688: > Heutzutage werden Soldaten für den Heimatschutz benötigt. Das bedeutet, > man bekommt einen sicheren Job mit gutem Gehalt. Unglaublich aber wahr, diese Diskussion gab es schon 1980 (in Westdeutschland). Krisenfester Job, Z12 (Ausbildung bei der Universitaet der Bundeswehr, nach 12 Jahren gute Abfindung) oder gar Berufsoffizier (z.B. Piloten, mit 50 in Pension gehen und anschliessend zur zivilen Luftfahrt). Die Absolventen der Bundeswehr-Akademie hatten eine relativ gute Reputation (fachlich und als Kollegen). Die Konditionen fuer das Studium waren recht gut (Trimester pro Jahr, keine Wohnungsprobleme, Sold wird weiter gezahlt beim Studium, sehr gute Ausstattung der BW-Uni). Hilft der armen Rakete007 aber kein bisschen.
Beitrag #8060712 wurde von einem Moderator gelöscht.
Rakete007 schrieb: > ich werde nächstes Semester meinen Bachelor in Physik abschließen. > Eigentlich war mein Plan, danach den Master dranzuhängen, doch jetzt bin > ich am zweifeln. > Vielleicht habe ich aber auch ein falsches Bild von Elektrotechnik und > wollte mich hier einmal umhören. Mach, was dir Spaß bringt, und der Erfolg kommt von alleine. Oder wenn man ketzerisch antworten will: Physikstudium oder Elektrotechnik spielt eigentlich gefühlt keine Rolle, beide landen am Schluss in der Softwareentwicklung ;) Wie Niels Bohr gesagt haben soll: Vorhersagen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Letzten Endes kann keiner garantieren, womit du Erfolg haben wirst. Ich bin mir auch sicher, dass der Begriff „Erfolg“ selbst für dich in deinen 20ern etwas anderes sein wird als in deinen 40ern. Daher nutze deine Zeit im Studium, um etwas zu finden, das dir die meiste Zeit Spaß macht. Probiere etwas aus und finde eine fachliche Nische, in der du dich wohlfühlst. Dann wird sich der Erfolg schon irgendwie einstellen, selbst wenn der Markt gerade schwierig ist. Wenn du etwas machst, das dich intrinsisch motiviert, wirst du immer besser sein als der Mitbewerber, der es nur des Geldes wegen macht.
https://youtu.be/UF8uR6Z6KLc?si=3GWTdzisr9Z0HkKq Keep looking. Don't settle. Do what you love. Love what you do.
Wer weiss, was der Thread werden soll? Vielleicht wieder eine Grundlage fuer eine Dissertation fuer GeisteswissenschaflerInnen? Eine Stimmungsauswertung fuer ArbeitsmarktforscherInnen zu MINT?
Beitrag #8060753 wurde von einem Moderator gelöscht.
Rakete007 schrieb: > Ohne Zertifikate > oder einen Abschluss kann ich mich ja nicht auf Ingenieurjobs bewerben, > egal wie viel ich zuhause selbstständig gelernt habe. Oder? Eine Abschluß ist normalerweise notwendig. Da hast Du recht. Du kannst aber mit einem Abschluß in Physik auch im E-Technikbereich arbeiten. Bei uns arbeiten diverse Physiker und Physikerinnen, z.B. im IC-Testbereich aber auch in der Entwicklung. Ein Studienfreund hatte sein Diplom in Physik gemacht, danach in E-Technik promoviert und hat dann sein ganzes Berufsleben bei einer Bank gearbeitet, wo er weder Physik, noch Elektronik, gemacht hat. Du siehtst: Man kann da flexibel sein ;) Ansonsten gilt heutzutage immer noch der Satz von Admiral Grace Hopper: "If in doubt - do it" (wobei das ja angeblich garnicht von ihr stammt ;) /regards
> Ein Studienfreund hatte sein Diplom in Physik gemacht, danach in > E-Technik promoviert Also Dr.-Ing. gemacht weil es nicht zum Dr. rer. nat. gereicht hat ?! Jedenfalls schätzen manche einen Titel in Ingenieurwissenschaften immer noch nicht so wichtig wie einen in Naturwissenschaften. https://de.wikipedia.org/wiki/Doktoringenieur
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Beitrag #8060988 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8060993 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061001 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061002 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061010 wurde von einem Moderator gelöscht.
Sie interessiert sich doch für E-Technik... Aber, da das Thema wohl eh schon durch ist... Beitrag "Selber bier brauen" Beitrag "Regelung einer Automatischen Micro Brauerei" Beitrag "Maximale Temperatur Heizelement" etc.
Beitrag #8061025 wurde von einem Moderator gelöscht.
Daß Physiker in der Elektrotechnik anfangen ist nicht ungewöhnlich. Du mußt nur deinen zukünftigen Arbeitgeber daon überzeugen daß er dich einstellt.
Beitrag #8061967 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8061969 wurde von einem Moderator gelöscht.
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