Forum: PC Hard- und Software MS UEFI Cert Verfall in diesem Jahr Bootloader Problem - C't Artikel #13/S.44-67


von Markus W. (dl8mby)


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Hallo Forum,

habe am Wochenende die C't #13 gelesen und frage mich in wie weit
das jemand von Euch auf dem Radar hat.

Lauf dem Artikel werden alle PC's/Notbooks die von MS einen EUFI
Cert inne haben nicht mehr im UEFI Mode funktionieren können.

Falls sie Legacy im BIOS haben, können sie noch weiter verwendet
werden, falls nicht sind sie mit keinem Bootloader, weder unter
Windows noch unter Linux zu gebrauchen, sofern der Hersteller kein
FW-Update liefert.

Dies dürfte bei allen älteren Geräten der Fall sein.


Bei meinem NB mit dem ich den Beitrag gerade schreibe,
liefert mokutil z.B. für
1
PK:  Not After : Jul 17 01:21:45 2014 GMT
2
KEK: Not After : Jun 24 20:51:29 2026 GMT
3
DB:  Key1: Not After : Oct 19 18:51:42 2026 GMT 
4
     Key2: Not After : Jun 27 21:32:45 2026 GMT
5
DBX: Not After : Jul  6 20:50:23 2025 GMT

Für Windows hat die C't ein PS-Tool unter ct.de/y85v zur Verfügung
gestellt, mit dem die EFI Datenbanken-Einträge ausgelesen werden können.
Details im genannten Artikel.


Gibt es dazu Infos von Eurer Seite?
Bis dato habe ich darüber noch nichts in den Medien vernommen,
wobei es mir natürlich auch entgangen sein kann.

Für konstruktive Antworten schon mal mein Dank vorab.
von Εrnst B. (ernst)


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Lang und Breit durchdiskutiert, incl. Flamewar, wie sich das gehört:

Beitrag "Windows 11 Zertifikate"
Beitrag "Auch Boot-Zertifikate laufen ab!"
usw.
von Markus W. (dl8mby)


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Hallo Ernst,

danke für die beiden Links. Hatte die Diskussion wirklich nicht 
mitbekommen.
Habe es schnell überflogen und sieht so aus, als wenn meine 
Einschätzung, dass die alte HW nur noch zu gebrauchen ist, wenn sie 
keinen Update
vom OS bekommt, der einen neuen Bootloader verwendet.

Ob ein Betrieb über den Zeitpunk der verfallenen 2011 Certs möglich ist 
hängt noch von anderen Dingen ab.

Muss noch meine restlichen Rechner checken, habe aber die Befürchtung, 
dass es ähnlich sein wird, da alle x86_64 Modelle.
von Εrnst B. (ernst)


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Markus W. schrieb:
> ... dass die alte HW nur noch zu gebrauchen ist ...

Alles Panikmache für Leute, die noch nie "Del" während des Bootens 
gedrückt haben...

- Du kannst SecureBoot ausschalten, aber EFI-Boot anlassen.
- Du kannst per CSM booten.
- Du kannst eigene Zertifikate im BIOS hinterlegen, und den Bootloader 
selber signieren
- Du kannst die Microsoft-Zertifikate im BIOS auch unter Linux 
aktualisieren.
...
: Bearbeitet durch User
von Markus W. (dl8mby)


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@Ernst,

>Du kannst die Microsoft-Zertifikate im BIOS auch unter Linux
aktualisieren.

In der C't steht aber das man dazu einen FW-Modifikation Key
braucht, da man sonst nicht in das BIOS an entsprechender Stelle
Dinge eintragen kann! (Stichwort KEK alias key exchange key)
1
fwupdmgr upgrade --force

soll nicht immer möglich sein!
von Εrnst B. (ernst)


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Markus W. schrieb:
> Stichwort KEK alias key exchange key

Ja, der Weg ist demnächst verbaut. Irgendwie blöde, den KEK zuerst 
auslaufen zu lassen...

Bleibt der Weg über ein BIOS-Update, dann im BIOS die Secure-Boot-Keys 
auf Werkseinstellung zurücksetzen, damit die neuen Keys aus dem Flash 
in's NVRam kopiert werden.

Ist auch auf Hersteller-Support angewiesen, der das neue BIOS zur 
Verfügung stellen muss.
von Markus W. (dl8mby)


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Genau das war ja mein Anliegen, dass die HW verschrottet werden kann,
wenn der Hersteller keine BIOS Updates mehr liefert.

Dies sperrt die alten Systeme von der Nutzung mit Windows und Linux aus.

Bin gespannt, ob Dell oder HP für meine 8-10 Jahre alten NB's noch was
bereitstellt.

Ein Lenovo vom letzten Jahr hat den 2023 Key drin. Da fängt das Drama 
erst wieder irgendwann zwischen 2032 und 2038.

Das sind die nächsten Verfalls-Jahre.

LG
von (prx) A. K. (prx)


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Εrnst B. schrieb:
> Du kannst SecureBoot ausschalten, aber EFI-Boot anlassen.

Prio 1: Ausprobieren, ob dies bei jeweiligen Rechner (oder einer VM!) 
möglich ist und der Rechner damit startet. Wenn das funktioniert, ist 
zwar ein Stück Sicherheit weg, aber auch der Druck.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Markus W. schrieb:
> Lauf dem Artikel werden alle PC's/Notbooks die von MS einen EUFI
> Cert inne haben nicht mehr im UEFI Mode funktionieren können.

Das ist eine Fehlinterpretation.

Es gibt lediglich Probleme mit "secure boot", wenn nicht die Zertifikate 
aktualisiert werden.

Solange man "Secure Boot" nicht verwendet, hat man auch keine Probleme, 
PCs können nach wie vor ganz wunderbar mit ihre UEFI-Firmware booten.

Lediglich die Scheinsicherheit, die einem durch Verwendung von "secure 
boot" vorgegaukelt wird, entfällt dabei.
von (prx) A. K. (prx)


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Markus W. schrieb:
> Ein Lenovo vom letzten Jahr hat den 2023 Key drin.

Auch ältere Lenovos tun es, was den Support von Lenovo angeht. Ein Intel 
Gen 8 Desktop von ~2018 hat PK und KEK bis 2037/2039 drin.

Man sollte die Situation aber wirklich bei jeder einzelnen Kiste 
kontrollieren. Bloss weils bei einer passt, muss es bei der anderen 
nicht auch so sein.
: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Markus W. schrieb:
> Dies sperrt die alten Systeme von der Nutzung mit (Windows und) Linux aus.

Nö. Wenn die Maschine DIR gehört, du also der Owner bist, kannst DU 
bestimmen, was bootet.
Dazu brauchst du den Machine-Owner-Key, kannst deine eigene Secure-Boot 
Trust-of-Chain ausrollen, und den Bootloader selbst signieren.

Bei Windows geht das meines Wissens nicht, du könntest zwar den 
Microsoft Loader selber signieren, das UEFI würde das akzeptieren, aber 
Windows wird dann feststellen, dass der Stage 1 Loader modifiziert ist 
und abbrechen.


Microsoft hat keine speziellen "Sonderrechte" bei Secure Boot. Nur den 
Convenience-Vorteil, dass die MS-Zertifikate meistens(*) im BIOS schon 
hinterlegt sind.


*) Bei neuen Server-Mainboards sind die oft nicht aktiv/optional, da 
gehen die schon davon aus, dass die Admins lieber nicht auf MS 
vertrauen, sondern ihre Zertifikate selber managen.
: Bearbeitet durch User
von Markus W. (dl8mby)


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Warum ist dann die Linux-Community immer von den MS-Certs abhängig
und der Bootloader von Linux muss von MS-in der Trustchain akzeptiert
werden?

Hat es was mit dual Boot zu tun?

Bin in der Materie nicht so drin um diese Frage selber beantworten zu 
können.

LG
Markus
von Jack V. (jackv)


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Markus W. schrieb:
> Warum ist dann die Linux-Community immer von den MS-Certs abhängig
> und der Bootloader von Linux muss von MS-in der Trustchain akzeptiert
> werden?

Wie hier im Thread mehrfach zu lesen, ist das nicht der Fall.

Wenn man Secure Boot mit Microsofts Zertifikaten zum Booten von Linux 
nutzen möchte, dann ist es notwendig. Es gibt im Grunde nur ein 
Szenario, in dem das Sinn macht: Man möchte ein Windows mit aktiviertem 
Secure Boot und ein Linux auf der gleichen Maschine booten können, ohne 
bei jedem Wechsel im UEFI-Setup was umstellen zu müssen. Das hat aber 
mit Bequemlichkeit zu tun, nicht mit Abhängigkeit.
: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Harald K. schrieb:
> Solange man "Secure Boot" nicht verwendet, hat man auch keine Probleme,

So isses. Privat braucht man das nicht, und auf Geschäftsrechnern sorgt 
die IT schon dafür, dass die Zertifikate da sind. Das Thema ist ja auch 
erst ca. 2 Jahre in der Diskussion…

Oliver
von Karl B. (gustav)


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Schau mal in Ereignisanzeige, Reiter "System" rein.
Dort steht unter Meldung 1808:
Alles, was MS über Deinen Rechner weiß und tut, um Zertifikate 
upzudaten.

"...Dieses Gerät hat die Zertifizierungsstelle/Schlüssel für den 
sicheren Start aktualisiert. Diese Gerätesignaturinformationen sind hier 
enthalten:.." ok.

Wenn da steht: ..."Voraussetzungen nicht erfüllt..." oder "...Gerät 
steht unter Beobachtung...<Data Name="BucketConfidenceLevel">Under 
Observation - More Data Needed</Data>..."
erst dann die Schritte nachholen, die hier ausführlich beschrieben 
wurden.

https://www.msxfaq.de/windows/sicherheit/uefi_secure_boot_blacklotus.htm

ciao
gustav
von Markus W. (dl8mby)


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Danke für den Link.

Hatte also recht, das das Problem nur bei Daul-Boot Win+Linux
tatsächlich aufpopt.

Dann bin ich beruhigt und kann weiter schlafen.

Melde mich erst wieder 2034 (2032+2) zu diesem Topic ;-)

LG+Danke für die Erklärungen.
: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (abm)


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Hm, woher wissen die Bootloader denn, ob ein Zertifikat abgelaufen ist? 
Das entscheidet sich doch wohl übers aktuelle Datum, und dies wiederum 
kommt aus der RTC, denn Netzwerkzugriff ist beim Booten ja i. d. R. 
nicht möglich. Also ...
von Markus W. (dl8mby)


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Also bei meinem alten DELL

konnte ich die Keys gerade mittels fwupmgr aufspielen.
1
DELL Latitude E7470
2
3
/dev/shm # fwupdmgr upgrade --force --verbose
4
...
5
6
╔══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╗
7
 UEFI CA von 2011 auf 2023 aktualisieren?                                     
8
╠══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╣
9
 This updates the 3rd Party UEFI Signature Database (the "db") to the latest  
10
 release from Microsoft.It also adds the latest OptionROM UEFI Signature      
11
 Database update.                                                             
12
                                                                              
13
 UEFI CA und alle angeschlossenen Geräte sind während der Aktualisierung      
14
 möglicherweise nicht nutzbar.                                                
15
╚══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╝
16
Operation durchführen? [Y|n]:
17
...
18
19
╔══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╗
20
 UEFI dbx von 20230301 auf 20250902 aktualisieren?                            
21
╠══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╣
22
 This updates the list of forbidden signatures (the "dbx") to the latest      
23
 release from Microsoft.                                                      
24
                                                                              
25
 Some insecure versions of the IGEL bootloader were added, due to a security  
26
 vulnerability that allowed an attacker to bypass UEFI Secure Boot.           
27
                                                                              
28
╚══════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╝
29
Operation durchführen? [Y|n]: Y

Werde das bei meinen anderen Notebooks auch versuchen.

Hoffe dieser bootet wieder nach dem shutdown -r.
von Markus W. (dl8mby)


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Bei meinem DELL Latitude E7470 war der Update des MS-Keys erfolgreich.
1
mokutil --db | more
2
...
3
[key 3]
4
...
5
Certificate:
6
    Data:
7
        Version: 3 (0x2)
8
        Serial Number:
9
            ...
10
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
11
        Issuer: C=US, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft RSA Devices Root CA 2021
12
        Validity
13
            Not Before: Jun 13 19:21:47 2023 GMT
14
            Not After : Jun 13 19:31:47 2038 GMT
15
        Subject: C=US, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft UEFI CA 2023

Hoffe, dass es bei den anderen Geräten auch so einfach sein wird.
Cross the fingers.
von Bauform B. (bauformb)


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Andreas B. schrieb:
> Netzwerkzugriff ist beim Booten ja i. d. R.
> nicht möglich.

Ist das so? Netzwerk-Boot per UEFI ist doch schon lange Standard. 
Natürlich kann es am Router scheitern, aber im durchschnittlichen 
"Heimnetz" ist das kein Problem.
von Markus W. (dl8mby)


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Bei meinem zweiten NB, DELL Latitude E5470, bekomme ich die
folgende Meldung vom fwupmgr:
1
DELL Latitude E5470
2
===================
3
localhost:~ # fwupdmgr upgrade --force --verbose
4
(fwupdmgr:3076): GLib-GIO-DEBUG: 11:59:39.802: _g_io_module_get_default: Found default implementation dconf (DConfSettingsBackend) for gsettings-backend
5
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.802: watch_fast: "/system/proxy/" (establishing: 0, active: 0)
6
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: watch_fast: "/system/proxy/http/" (establishing: 0, active: 0)
7
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: watch_fast: "/system/proxy/https/" (establishing: 0, active: 0)
8
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: watch_fast: "/system/proxy/ftp/" (establishing: 0, active: 0)
9
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: watch_fast: "/system/proxy/socks/" (establishing: 0, active: 0)
10
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: unwatch_fast: "/system/proxy/" (active: 0, establishing: 1)
11
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: unwatch_fast: "/system/proxy/http/" (active: 0, establishing: 1)
12
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: unwatch_fast: "/system/proxy/https/" (active: 0, establishing: 1)
13
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: unwatch_fast: "/system/proxy/ftp/" (active: 0, establishing: 1)
14
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.803: unwatch_fast: "/system/proxy/socks/" (active: 0, establishing: 1)
15
(fwupdmgr:3076): GLib-GIO-DEBUG: 11:59:39.805: _g_io_module_get_default: Found default implementation local (GLocalVfs) for gio-vfs
16
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805: Active config plugins:
17
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805:  - config-env
18
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805:  - config-xdp
19
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805:  - config-kde
20
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805:  - config-gnome
21
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.805:  - config-sysconfig
22
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.806: watch_established: "/system/proxy/" (establishing: 0)
23
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.806: watch_established: "/system/proxy/http/" (establishing: 0)
24
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.806: watch_established: "/system/proxy/https/" (establishing: 0)
25
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.806: watch_established: "/system/proxy/ftp/" (establishing: 0)
26
(fwupdmgr:3076): dconf-DEBUG: 11:59:39.806: watch_established: "/system/proxy/socks/" (establishing: 0)
27
(fwupdmgr:3076): GLib-GIO-DEBUG: 11:59:39.806: Failed to initialize portal (GNetworkMonitorPortal) for gio-network-monitor: Not using portals
28
(fwupdmgr:3076): GLib-GIO-DEBUG: 11:59:39.809: _g_io_module_get_default: Found default implementation networkmanager (GNetworkMonitorNM) for gio-network-monitor
29
(fwupdmgr:3076): pxbackend-DEBUG: 11:59:39.809: px_manager_constructed: Up and running
30
(fwupdmgr:3076): GLib-GIO-DEBUG: 11:59:39.809: _g_io_module_get_default: Found default implementation libproxy (GLibproxyResolver) for gio-proxy-resolver
31
(fwupdmgr:3076): Fwupd-DEBUG: 11:59:43.975: emitting ::status-changed() [idle]
32
Devices with no available firmware updates:
33
  TPM
34
  Windows Production PCA
35
  KEK CA
36
  SSDSCKKF256H6 SATA 256GB
37
  System Firmware
38
  UEFI CA
39
  UEFI dbx

Bedeutet dies, da da nichts zu machen ist?
von Oliver S. (oliverso)


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Markus W. schrieb:
> Bedeutet dies, da da nichts zu machen ist?

Wenn Dell kein Firmwareupdate mit den neuen Keys anbietet, bleibt nur, 
Windows zu installieren und darüber die Keys zu bekommen.

Oliver
von Markus W. (dl8mby)


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@Oliver S.,
Bei dem alten Gerät wird sich Windows 11 wohl nicht installieren lassen.

@Alle,
Bei meinem HP ZBook 17 sieht es etwas besser aus, wenn ich das richtig
deute.

da liefert mokutils und fwupdmgr den folgenden Output.
1
fwupdmgr upgrade --force --verbose
2
Devices with the latest available firmware version:
3
  UEFI dbx
4
Devices with no available firmware updates:
5
  HP UEFI Secure Boot 2013 DB key
6
  HP UEFI Secure Boot 2013 KEK key
7
  KEK CA
8
  SBAT
9
  SSD 870 EVO 4TB
10
  SSD 970 PRO 512GB
11
  SSD 990 PRO 2TB
12
  ST2000LM015-2E8174
13
  System Firmware
14
  UEFI CA
15
  Windows Production PCA

und
1
>mokutil --pk
2
[key 1]
3
Owner: ...
4
SHA1 Fingerprint: ...
5
Certificate:
6
    Data:
7
        Version: 3 (0x2)
8
        Serial Number:
9
            ..
10
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
11
        Issuer: C=US, O=Hewlett-Packard Company, CN=Hewlett-Packard Printing Device Infrastructure CA
12
        Validity
13
            Not Before: Aug 23 00:00:00 2013 GMT
14
            Not After : Aug 23 23:59:59 2033 GMT
15
        Subject: O=Hewlett-Packard Company, OU=Long Lived CodeSigning Certificate, CN=HP UEFI Secure Boot 2013 PK Key
16
17
>mokutil --kek
18
[key 1]
19
Owner: ...
20
SHA1 Fingerprint: ..
21
Certificate:
22
    Data:
23
        Version: 3 (0x2)
24
        Serial Number:
25
            ..
26
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
27
        Issuer: C=US, O=Hewlett-Packard Company, CN=Hewlett-Packard Printing Device Infrastructure CA
28
        Validity
29
            Not Before: Aug 23 00:00:00 2013 GMT
30
            Not After : Aug 23 23:59:59 2033 GMT
31
        Subject: O=Hewlett-Packard Company, OU=Long Lived CodeSigning Certificate, CN=HP UEFI Secure Boot 2013 KEK key
32
33
[key 2]
34
Owner: ...
35
SHA1 Fingerprint: ...
36
Certificate:
37
    Data:
38
        Version: 3 (0x2)
39
        Serial Number:
40
            ...
41
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
42
        Issuer: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Corporation Third Party Marketplace Root
43
        Validity
44
            Not Before: Jun 24 20:41:29 2011 GMT
45
            Not After : Jun 24 20:51:29 2026 GMT
46
        Subject: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Corporation KEK CA 2011
47
48
>mokutil --db
49
[key 1]
50
Owner: ...
51
SHA1 Fingerprint: ...
52
Certificate:
53
    Data:
54
        Version: 3 (0x2)
55
        Serial Number:
56
            ...
57
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
58
        Issuer: C=US, O=Hewlett-Packard Company, CN=Hewlett-Packard Printing Device Infrastructure CA
59
        Validity
60
            Not Before: Aug 23 00:00:00 2013 GMT
61
            Not After : Aug 23 23:59:59 2033 GMT
62
        Subject: O=Hewlett-Packard Company, OU=Long Lived CodeSigning Certificate, CN=HP UEFI Secure Boot 2013 DB key
63
64
[key 2]
65
Owner: ...
66
SHA1 Fingerprint: ...
67
Certificate:
68
    Data:
69
        Version: 3 (0x2)
70
        Serial Number:
71
            ...
72
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
73
        Issuer: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Root Certificate Authority 2010
74
        Validity
75
            Not Before: Oct 19 18:41:42 2011 GMT
76
            Not After : Oct 19 18:51:42 2026 GMT
77
        Subject: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Windows Production PCA 2011
78
79
[key 3]
80
Owner: 77fa9abd-0359-4d32-bd60-28f4e78f784b
81
SHA1 Fingerprint: 46:de:f6:3b:5c:e6:1c:f8:ba:0d:e2:e6:63:9c:10:19:d0:ed:14:f3
82
Certificate:
83
    Data:
84
        Version: 3 (0x2)
85
        Serial Number:
86
            61:08:d3:c4:00:00:00:00:00:04
87
        Signature Algorithm: sha256WithRSAEncryption
88
        Issuer: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Corporation Third Party Marketplace Root
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        Validity
90
            Not Before: Jun 27 21:22:45 2011 GMT
91
            Not After : Jun 27 21:32:45 2026 GMT
92
        Subject: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Corporation UEFI CA 2011

Ist meine Annahme richtig, dass ich da bis 'Aug 23 23:59:59 2033 GMT'
Ruhe habe?
von Oliver S. (oliverso)


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Markus W. schrieb:
> @Oliver S.,
> Bei dem alten Gerät wird sich Windows 11 wohl nicht installieren lassen.

Aber sicher geht das, genauso wie auf all den anderen alten Schätzchen, 
die die abstrusen MS-Anforderungen nicht erfüllen.

Es stellt sich dann aber die Frage, wofür du da Secure Boot überhaupt 
brauchst.

Oliver
Beitrag #8061937 wurde vom Autor gelöscht.
von Rolf (rolf22)


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Markus W. schrieb:
> Bin gespannt, ob Dell oder HP für meine 8-10 Jahre alten NB's noch was
> bereitstellt.

Für mein 9 Jahre altes HP Elitebook gab es 2023 das letzte BIOS-Update, 
da kommt wohl kein neues BIOS mehr.

Aber es wird trotzdem noch eine Weile laufen, siehe Bild oben. Zumindest 
unter Windows, für Linux hat es bisher keine neuen Certs. Der PK und der 
KEK von HP gelten aber bis 2033, HP könnte also zertifikatmäßig noch 
nachliefern - falls zu laute Proteste kommen sollten.

Interessant übrigens, dass das alte 2011er Microsoft-Zertifikat bereits 
in der dbx als gesperrt eingetragen ist. So weit ist mein 1 Jahr alter 
Dell noch nicht; der würde also auch dann weiterhin booten können, wenn 
man das neue 2023er Zertifikat löscht.
von Rolf (rolf22)


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Markus W. schrieb:
> Alle,
> Bei meinem HP ZBook 17 sieht es etwas besser aus, wenn ich das richtig
> deute.
>
> da liefert mokutils und fwupdmgr den folgenden Output.

Liefere bitte den Screenshot des c't-Tools. Den kann man lesen, ohne 
sich durch den Code zu wühlen.
von (prx) A. K. (prx)


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Rolf schrieb:
> Liefere bitte den Screenshot des c't-Tools.

Die sind für Windows, mokutils und fwupdmgr für Linux.
von Rolf (rolf22)


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Oliver S. schrieb:
> Privat braucht man das nicht, und auf Geschäftsrechnern sorgt
> die IT schon dafür, dass die Zertifikate da sind

Bei vielen hier ist der Chef die IT-Abteilung, weiß aber wenig darüber.
von (prx) A. K. (prx)


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Rolf schrieb:
> Bei vielen hier ist der Chef die IT-Abteilung

Das nennt man dann die Darwin'sche Auslese.
: Bearbeitet durch User
von Εrnst B. (ernst)


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Rolf schrieb:
> Bei vielen hier ist der Chef die IT-Abteilung, weiß aber wenig darüber.

Freut euch, dann gibt's wieder viele günstige "Refurbished"-PCs am 
Second-Hand-Markt, die nur wegen unpassenden BIOS-Einstellungen 
rausgeflogen sind.

Markus W. schrieb:
> Hatte also recht, das das Problem nur bei Daul-Boot Win+Linux
> tatsächlich aufpopt.

Nö. Dual-Boot ist kein Problem, auch nicht mit Secure-Boot bei Windows 
und Linux, egal ob Linux mit dem MOK Self-Signed startet oder einen 
Shim-Loader verwendet, der von MS signiert ist.
Im UEFI können mehrere Zertifizierungsstellen gleichzeitig hinterlegt 
sein.

Oliver S. schrieb:
> Privat braucht man das nicht,

Sag das mal den ganzen Fortnight-Zocker-Kiddies, bei denen der 
Anti-Cheat jetzt zwingend SecureBoot erfordert.

Markus W. schrieb:
> Warum ist dann die Linux-Community immer von den MS-Certs abhängig
> und der Bootloader von Linux muss von MS-in der Trustchain akzeptiert
> werden?

Damit das ganze Secure-Boot überhaupt Sinn hat, muss es lückenlos im 
Einsatz sein.
d.H. schon der USB-Stick mit dem Ubuntu-Installer soll mit aktivem 
Secure Boot starten können, und das ist halt extrem unpraktisch, wenn du 
erst deinen MOK enrollen musst, und dann erst damit deinen 
personalisierten Install-Stick erstellen kannst.

Natürlich kannst du Secure Boot abschalten, einen "unsicheren" 
Installer-Stick booten, damit deinen MOK installieren und deinen 
Bootloader signieren, dann Secure Boot wieder einschalten.
Funktioniert tadellos, und wenn du dem Installationsmedium vertraust, 
ist das auch kein Security-Issue.

Aber: Wenn du ein Dual-Boot-Windows mit Bitlocker und TPM auf derselben 
Maschine hast, wird das dich einmal zum Eintippen deines 
Wiederherstellungs-Schlüssels auffordern. Das temporäre Abschalten von 
SecureBoot sorgt dafür dass das TPM den Entschlüsselungs-Key nicht mehr 
herausgibt.
von Markus W. (dl8mby)


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Meine Tagesbilanz ist nun die, dass von fünf NBs
drei bis zur Mitte der dreißiger Jahre Ruhe haben
und zwei Rechner keinen FW-Update von Hersteller
erhalten und damit wohl betroffen sind.

Kann man das nicht irgendwie aushebeln, z.B. selber
BIOS patchen? Nicht alle alten NBs haben ja die TMP
Module verbaut, in denen der Root-Key steckt, sofern
ich das richtig verstanden habe.

Einen Flash kann man doch auch selber auslesen, mit entsprechender
HW. Wurde doch früher auch oft bei den NICs gemacht, wenn die
Probleme hatten und der Hersteller nicht mehr Updates lieferte.

Mir ist bewusst, dass die Technik sich weiter entwickelt und
dass das Auslesen von Speichen immer mehr durch Schutzmaßnahmen
erschwert wird, aber vielleicht ist bei den alten Rechnern
ja noch was möglich.

Der Secur-Boot Schutz bezieht sich ja mehr auf das Booten von
externen Medien und das Verhindern der Einnistung von Root-Kits,
aber wer direkt physischen Zugriff auf einen Rechner hat und
diesen noch dazu zerlegen kann, der hat doch noch ganz andere
Möglichkeiten, die der UEFI eventuell nicht verhindern kann.

Gibt es da eventuell vom CCC was dazu, oder andere Quellen?

Danke für sachdienliche Hinweise.
von Markus W. (dl8mby)


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@Ernst,

>Natürlich kannst du Secure Boot abschalten, einen "unsicheren"
>Installer-Stick booten, damit deinen MOK installieren und deinen
>Bootloader signieren, dann Secure Boot wieder einschalten.
>Funktioniert tadellos, und wenn du dem Installationsmedium vertraust,
>ist das auch kein Security-Issue.

Wo kann ich dazu was nachlesen?
von Rolf (rolf22)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das nennt man dann die Darwin'sche Auslese.

Statt "survival of the fittest" geht es heute mehr in die Richtung 
"dragging along the lazy thinkers".
von Εrnst B. (ernst)


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Markus W. schrieb:
> Wo kann ich dazu was nachlesen?

z.B. im Arch-Wiki:

https://wiki.archlinux.org/title/Unified_Extensible_Firmware_Interface/Secure_Boot#Assisted_process_with_sbctl

Das beantwortet auch gleich die Frage mit:

Markus W. schrieb:
> Kann man das nicht irgendwie aushebeln, z.B. selber
> BIOS patchen?

Wenn du das nach der sbctl-Anleitung machst, und erstmal im BIOS alle 
Keys löscht, abschaltest dass die Keys aus dem Flash automatisch wieder 
aktiviert werden, und dann mit

# sbctl enroll-keys

deinen eigenen Key in's UEFI spielst, kannst du dabei auch gleich die 
Microsoft-Keys mit installieren.

# sbctl enroll-keys -m // --microsoft

Völlig unabhängig von BIOS-Updates, gültigen KEKs und anderen Updates.

Wie gesagt, Microsoft hat keine SecureBoot-Sonderbehandlung, bis darauf 
dass deren Keys im Flash mitgeliefert werden und automatisch installiert 
werden, wenn der User nichts anderes auswählt.

Du kannst die ganze Geschichte auch ohne diese Automatik selber machen, 
und dabei auch selber die 2023er Microsoft-Keys enrollen, die sind ja 
nicht geheim.
von Markus W. (dl8mby)


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Danke Ernst für die Hinweise.

Ich bin in dieser Materie nicht so tief drin.
War bis dato der Meinung, kann aber auch falsch sein, dass
in dem TMP/TMP2 Modul der Root-Key der Vertrauenskette steckt,
zu dem alles Weitere passen muss, d.h. die Root-Key-CA muss
alle darunterliegenden Keys mit Ihrem Vertrauens-Vorschuß
absegnen, d.h. die Kette der darunter liegenden Zertifikate
muss nahtlos passen.

Und ich war bis jetzt der Ansicht, dass diese Root-CA bei x86_64 MS ist.
Ist aber offensichtlich nicht so, wenn Du schreibst, dass man
da alles selber signieren darf.

Muss mir noch einiges durchlesen, damit mir das klarer wird.

LG

PS.: Bin jetzt auf dem Weg zur Sport und erst wieder gegen Abend online.
von (prx) A. K. (prx)


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Markus W. schrieb:
> Wo kann ich dazu was nachlesen?

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift c't widmet sich in 4 Artikeln 
diesem Thema.
: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Markus W. schrieb:
> Und ich war bis jetzt der Ansicht, dass diese Root-CA bei x86_64 MS ist.

Ganz egal, um welche Zertifikatskette in welchem Kontext es geht, eine 
Root-CA signiert ihre Zertifikate immer selbst, das ist ja das Prinzip 
des Ganzen.

Also kannst du dir (mit Linux- oder Windows-Bordmitteln) ein 
Root-Zertifikat unter deinem, meinem oder Bill Gates' Namen erstellen. 
Solange die Hardware entsprechende Schreibvorgänge ermöglicht, kannst du 
reinschreiben, was du willst.
Allerdings wird niemand deinen Zertifikaten glauben, was aber nicht 
schaden muss. Solange du nicht Betriebssystem-Lieferant bist, muss dir 
ja niemand glauben.
von Oliver S. (oliverso)


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Εrnst B. schrieb:
> Wie gesagt, Microsoft hat keine SecureBoot-Sonderbehandlung, bis darauf
> dass deren Keys im Flash mitgeliefert werden und automatisch installiert
> werden, wenn der User nichts anderes auswählt.

Nun ja…
Die MS-Zertifikate sind halt die, die jeder PC-Hersteller ins BIOS 
schreibt, und jeder OS-Hersteller zur Signierung seiner Bootloader 
benutzt.
Klar kann an da auch eigene Zertifikate im BIOS hinterlegen, das nutzt 
aber ohne einen damit signierte Bootloader genau gar nichts.

Oliver
von Markus W. (dl8mby)


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>ohne einen damit signierte Bootloader genau gar nichts.

Genau das ist mein Verständnis - Den BL bekomme ich z.B. vom
Linux-Distributor und will nicht jedes mal diesen händisch
um-signieren, falls dies überhaupt geht.

Also wenn ich nicht jedes mal meinen eigenen BL kreieren will,
bin ich auf eine öffentliche Cert. Kette angewiesen.

Also wie sieht es in der Zukunft aus, wen mein OS-Distributor
neue Pakete zur Verfügung stell und der Grub irgendwelche
Änderungen erfährt?
von Jack V. (jackv)


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Markus W. schrieb:
> Also wie sieht es in der Zukunft aus, wen mein OS-Distributor
> neue Pakete zur Verfügung stell und der Grub irgendwelche
> Änderungen erfährt?

Tatsächlich ist nicht der Bootloader signiert, sondern es gibt einen 
Shim, der von MS signiert ist. Von da aus gibt es andere Mechanismen.

Es gibt auch schon länger nicht mehr nur Grub, stattdessen lässt sich 
beispielsweise der Kernel auch direkt laden – da wird’s mit eigenen 
Zertifikaten schon durchaus interessant, wenn man etwa einen gewissen 
Gerätepark zu betreuen hat und sicherstellen möchte, dass dort nur die 
von einem selbst zur Verfügung gestellten Dinge gestartet werden können.
von Oliver S. (oliverso)


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Jack V. schrieb:
> Es gibt auch schon länger nicht mehr nur Grub, stattdessen lässt sich
> beispielsweise der Kernel auch direkt laden – da wird’s mit eigenen
> Zertifikaten schon durchaus interessant, wenn man etwa einen gewissen
> Gerätepark zu betreuen hat und sicherstellen möchte, dass dort nur die
> von einem selbst zur Verfügung gestellten Dinge gestartet werden können.

Mag ja alles sein, ist aber ein für Otto Normaluser völlig 
uninteressanter Spezialfall. Der und eigentlich jeder andere auch will 
seinen Stick mit der OS-ISO in den Rechner stecken, und von da booten. 
Oder das OS-Upgrade einfach runterladen, und anwenden. Oder…

Und all das geht ohne das passende MS-Zertifikat im BIOS nicht, wenn man 
Secure Boot braucht.

Oliver
: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Markus W. schrieb:
> Genau das war ja mein Anliegen, dass die HW verschrottet werden kann,
> wenn der Hersteller keine BIOS Updates mehr liefert.

Das ist Quatsch. Nur die Secure-Boot Funktion läuft ab.

Andreas B. schrieb:
> woher wissen die Bootloader denn, ob ein Zertifikat abgelaufen ist?

Der Bootloader muss das nicht wissen. Ein Betrüger muss auch nicht 
wissen, daß er ein Betrüger ist. Er muss nur als solcher erkannt werden, 
wenn man sicher sein will.

Das UEFI vergleicht die Signatur des Windows/Linux Bootloaders mit dem 
Zertifikat, das im UEFI hinterlegt ist. Wenn dieses Zertifikat abläuft, 
wird es unbrauchbar. Also kann dann die Signatur des Bootloaders dann 
nicht mehr geprüft werden. Das macht den Bootloader jedoch nicht 
unbenutzbar. Du musst nur die Kontrolle (Secure-Boot) deaktivieren.
: Bearbeitet durch User
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