Hallo, für einen diskreten JFET-Colpitts-Oszillator suche ich Quarze auf 27,025 MHz (K6) und 27,125 MHz (K14), zwingend Grundton, gern HC-18/U / HC-25/U / HC-49/U. Auf den Kanalfrequenzen finde ich fast nur 3.OT-Ware. 27,125 war der Walkie Talkie Standardkanal hat noch jemand TX-Quarze in der Schublade, oder kennt eine Bezugsquelle? Und waren die alten Walkie Talkie Quarze überhaupt Grundton? Si5351 & Co. sind bekannt und hier bewusst nicht gewollt. Danke!
Alexander M. schrieb: > Und waren die alten Walkie Talkie Quarze überhaupt Grundton? Eher nicht, wie du schon festgestellt hast.
Alexander M. schrieb: > Und waren die alten Walkie Talkie Quarze überhaupt Grundton? Nein, 3. Oberton.
Alexander M. schrieb: > Und waren die alten Walkie Talkie Quarze > überhaupt Grundton? Kein einziger. Und mit der Frequenz wirst du dir einen Grundtonquarz anfertigen lassen müssen. Oder eben doch einen Obertonquarz nehmen und dem Oszillator die dafür nötige Induktivität verpassen.
Hier ist die Battle um den Oszillator. 1.5 Jahre. Beitrag "Wie passe ich das Drive Level eines Quarzes in dieser Schaltung auf 100 µW an?" Beitrag "Kann ich diesen Colpitts Oszillator mit einer Spannung von 4,5 Volt Verwenden?" Beitrag "Wofür Diode von Gate auf GND beim Colpitts Oszillator?" Ich fürchte - bei dieser Herangehensweise - wird der TO keine vernünftige Begründung für die "zwingende" Verwendung eines Grundtonquarzes angeben können. Alexander M. schrieb: > zwingend Grundton Ich würde vorschlagen die Schwingkreiseigenschaften "zwingend" auf die gewünschte Oberton-Frequenz zu dimensionieren. Und wenn es keinen Schwingkreis dafür gibt muss man eben eine entsprechende Schaltung verwenden die das ermöglicht. Ich sehe bei dieser Herangehensweise auch keinen Grund einen J-FET verwenden zu müssen. Die Begründung dafür würde ich auch gerne sehen.
Die Begründung steht eigentlich schon im ersten Post, aber gerne nochmal langsam: Ich baue einen minimalen Colpitts ohne jeden abgestimmten Kreis. Steck da mal einen OT-Quarz rein und schau was passiert. Richtig, der schwingt auf 9 MHz, weil nichts da ist was den Oberton selektiert. Deshalb Grundton, das ist keine Religion sondern folgt direkt aus der Topologie. Steht so in jedem HF Buch, das muss ich hier nicht neu erfinden. Oberton mit Selektionskreis geht natürlich auch, mit Spule und Abgleich. Genau das will ich aber nicht, das wäre ein anderes Projekt. Zum JFET: Der lag erstens rum, zweitens ist er für genau diese Anwendung schlicht die Lehrbuchwahl. Hochohmiges Gate heißt der Quarz wird praktisch nicht bedämpft, die Betriebsgüte bleibt hoch und der Drive Level von selbst niedrig. Dazu begrenzt die Gate Diode die Amplitude automatisch und weich, der Oszillator regelt sich selbst ein ohne in harte Sättigung zu laufen. Ein Bipolar zieht dagegen Basisstrom aus dem Kreis und begrenzt hart. Schlag EMRFD oder das ARRL Handbook auf, die Quarzoszillatoren mit kleinem Drive Level sind da durchweg mit FET aufgebaut. Wer dafür keinen Grund sieht hat die Kapitel übersprungen.
Alexander M. schrieb: > Deshalb Grundton, das ist keine Religion sondern folgt direkt aus der > Topologie. Sag mir jemand, der Quarzoszillatoren für 27 MHz partout mit einem Quarz auf dem Grundton aufbaut - DAS ist daran Religion.
Rainer W. schrieb: > DAS ist daran Religion. Und millionen von CB-Funkgeräten arbeiten problemlos entgegen dieser Religion. Sogar mit umschaltbaren Quarz-Frequenzen die man ohne Nachgleichen des Resonanzkreises einstellen kann. Das Schlimmste zum Schluss: die Quarze gehen gar nicht kaputt obwohl sie in Sende- und Empfangsschaltungen arbeiten die gar keine J-FETs beinhalten.
Bei Einkanalgeräten habe ich 13,56 MHz auch schon gesehen, mit anschliessendem Verdoppler für genug Hub bei FM. Das wird wohl ein Grundtonquarz sein. Was soll eigentlich die Aufregung. ☺ > Und mit der Frequenz wirst du dir einen Grundtonquarz anfertigen > lassen müssen. So ist es wohl, und es sorgt dafür, dass sich das Ganze von selbst demnächst erledigt.
Gehen wir das mal technisch durch, weil polemisch offenbar nicht ankommt. 1. Die Millionen CB Geräte. Schau dir einen einzigen Schaltplan davon an, ein einziger reicht. Was findest du im Oszillator und Sendezug? Abgestimmte LC Kreise im Kollektor, Bandfilter zwischen den Stufen, teils Vervielfacher. Der OT Quarz schwingt dort auf dem Oberton, weil der Resonanzkreis die Schleifenverstärkung beim Grundton unter 1 drückt. Das ist exakt die Modenselektion, von der ich seit dem ersten Beitrag rede. Du hast also als Gegenbeispiel eine Geräteklasse gebracht, die mein Argument millionenfach in Serie bestätigt. Danke dafür, besser hätte ich es nicht belegen können. Mein Aufbau ist dagegen aperiodisch, ein Transistor, kapazitiver Teiler, keine Spule. Da gewinnt der Grundton des Rohlings, ein OT Quarz liefert dann ein Drittel der Aufdruckfrequenz, und zwar unkalibriert, weil der Hersteller auf den Oberton abgleicht und nicht auf den Grundton. Die Motional Parameter kann jeder nachschlagen, C1 skaliert grob mit dem Quadrat der Ordnung runter, die Grundtonaktivität bleibt trotzdem voll da. Das ist Quarz Ersatzschaltbild, erstes Kapitel. 2. Kanalumschaltung ohne Nachgleichen, dein Trumpf. Rechnen wir ihn mal nach, das dauert eine Zeile: CB Band rund 440 kHz breit bei 27 MHz. Ein Kollektorkreis mit Betriebsgüte 15 hat 1,8 MHz Bandbreite. Der deckt das komplette Band ohne jeden Nachgleich ab und unterdrückt trotzdem Faktor 3 zwischen 9 und 27 MHz mit links. Kanalumschaltung ohne Nachgleich beweist also nicht die Abwesenheit von Selektion, sie beweist dass jemand die Bandbreite richtig dimensioniert hat. Dass du das als Argument gegen Selektion bringst zeigt eher, dass du den Unterschied zwischen Bandbreite und Selektion gerade nicht auf dem Schirm hast. 3. Und das Schlimmste zum Schluss, wie du sagst: Quarze gehen ohne JFET kaputt. Zitier mir bitte die Stelle im Thread wo das steht. Wirst du nicht finden, weil es niemand geschrieben hat. Die Aussage war: hochohmiger Eingang bedämpft den Quarz weniger, höhere Betriebsgüte, niedrigerer Drive Level, sprich Phasenrauschen und Stabilität. Daraus ein Quarzsterben zu basteln und das dann feierlich zu widerlegen ist ein Strohmann aus dem Rhetorik Grundkurs. Wenn man schon den Oberlehrer gibt, sollte man wenigstens das widerlegen was dasteht. So, alle drei Punkte durchdekliniert. Falls noch Substanz kommt gerne, falls nicht ist auch gut. Gesucht werden weiterhin 27,025 und 27,125 im Grundton, Angebote per PN.
So werde ich das auch Tun mit Sonderanfertigung :)
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Das einzige, was mir dazu einfällt, ist, das es auf Grafikkarten ab und zu einen 27,000 Mhz Quarz gibt. Der könnte sogar Grundton sein. Aber bei CB/Fernsteuerungsquarzen wird man da nicht fündig.
Matthias S. schrieb: > Das einzige, was mir dazu einfällt, ist, das es auf Grafikkarten ab und > zu einen 27,000 Mhz Quarz gibt. Der könnte sogar Grundton sein. 27,000 und auch 27,120 MHz bekommt man problemlos als Grundtonquarz.
Und die alten CB-Quarze bekommt man auch problemlos in einer Colpitts-Schaltung ohne Selektionskreis zum laufen, da entsteht genügend Energie bei 27MHz.
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Falls Interesse, PN. Stammt aus CB-Funkgerät, das für jeden der damals wenigen AM-Kanäle ein eigenes Quarz hatte. Also für Kanal 14 AM. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Falls Interesse, PN. > Stammt aus CB-Funkgerät, das für jeden der damals wenigen AM-Kanäle ein > eigenes Quarz hatte. > Also für Kanal 14 AM. 3. Oberton.
Ich setz das Quarz in den Oszillator ein und schau ob der bei 9,0416 MHz anfängt zu schwingen. Dann ist's wahrlich ein Obertöner. ciao gustav
Sollte die Frequenz ca 455kHz/3 daneben liegen, hast du einen RX-Quarz erwischt.
Ist ein Oberwellenquarz, da beißt keine Maus den Faden ab. Sorry. Helaas pindakaas. ciao gustav
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