Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Feuchtigkeitssensor für Erde


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von skfink (Gast)


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Hallo,
kennt wer einen geeigneten Feuchtigkeitssensor der in Erde gut 
funktioniert.

Um dem Pflanzensterben entgegen zu wirken wollte ich eine automatische 
Bewässerung machen. Da mir das über die Zeit aber zu gefährlich / 
ungenau / simpel ist, sollte sich die Bewässerung auf die tatsächlich 
vorliegende Anforderung der Pflanze beziehen. Sprich der Feuchtigkeit 
der Erde.

von Power (Gast)


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Das gibt's schon fertig beim 'C' oder ELV zu kaufen.
Als Eigenbau: zwei Elektroden in die Erde stecken (!ACHTUNG! kein Kupfer 
verwenden!) und den Widerstand messen. Den Grenzwert kannst du empirisch 
ermitteln (Erde trocknen lassen und einstellen).
Eine Widerstandsmessung (mit sehr kleinem Strom wegen Elektrolyse) die 
zyklisch misst (so alle 5..10 Minuten sollte reichen).

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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sehr simple Schaltung mit CMOS-Gatter:
ftp://ftp.cadsoft.de/eagle/userfiles/projects/bdm.zip
Blumendurstmelder. Zeigt mit LED an, wenn Blumenerde trocken wird

von Dom S. (sirsydom)


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Hallo!

Eine gute Art Bodenfeuchte zu messen ist mit Gipsblöcken.
Ich hab was ähnliches vor, ich hab mir gedacht ich gieße einfach zwei 
Drähte in Gips ein. Dann muss man natürlich noch kalibrieren da ja jeder 
Gipsblock anders ist.
Ich frag mich nur was am besten als Elektrode? Silberdraht? Kupfer?

von Frankl (Gast)


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Nimm Edelstahl als Sensoren z.B die Metallstabilisatoren aus den 
Wischerblättern. Denke an den Ausfall der Elektronik, anschließend steht 
deine Bude/Gewächshaus Unterwasser.

von skfink (Gast)


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Einfach nur zwei Elektroden in die Erde stecken halte ich nicht für ne 
gute Idee. Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je 
trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt.

Der Vorschlag mit Gips gefällt mir gut, weisst du zufällig was Gips für 
einen Widerstandskoeffizient hat?

@Frankl
das soll sowieso nur aus einem mittelgroßen Behälter gepumpt werden (5 
bis 10 Liter). Aber vielleicht ist eine zusätzliche Zeitüberprüfung 
schon sinnvoll.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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> Da der Kontakt zur Erde nicht konstnt gut ist, bzw je
> trockener die erde wird desto schlechter wird der Kontakt.

Aber genau darum geht es doch ...

von skfink (Gast)


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hab ich mir beim Schreiben auch gedacht, dass das was irreführend 
geschrieben ist.
Der Punkt ist aber der, das diese Methode einfach nicht zuverläßig ist. 
Sind die Elektroden/Drähte frisch in die Erde rein gesteckt, mögen sie 
ja noch halbsweg guten Kontakt haben. Aber nach einiger Zeit und einigen 
Gießvorgängen wird der sicherlich wesentlich schlechter.
Zwei in Gips gegossene Elektroden sind da schon sicherer. Oder siehst du 
das anders?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Die Elektroden werden schon zuverlä_ss_ig sein, sie sollten nur 
ausreichend groß sein um mit ausreichend viel Erdreich in Verbindung zu 
stehen. Halt nicht nur 5cm Länge, sondern eher 20 bis 30. Je nach Größe 
des Pflanzballens auch mehr - die Elektroden sollten in etwa dort sein, 
wo auch die Pflanze ihre Wurzeln hinstreckt.

Das Verpacken der Elektroden in einem hygroskopischen Material ist gar 
nicht sinnvoll; da sammelt sich die Feuchtigkeit im Gips, während die 
Erde drumherum bereits munter vor sich hin trocknet und die Pflanzen 
interessante Brauntöne zeigen.

von Der Hubert (Gast)


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Geil, nen Wurzelbräuner für Pflanzen .... ;-):-D

Sorry, der musste sein.

von Power (Gast)


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Vielleicht lohnt mal ein Blick auf Gardena:
http://www.gardena.com/servlet/ProductDisplay?storeId=10051&catalogId=10051&productId=20656&langId=-3
das Prinzip ist nicht genau erklärt, läss aber evtl. eine andere 
Richtung forschen...

von skfink (Gast)


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angenommen ich stecke tatsächlich nur 2 Drähte in die Erde. Aus Kupfer 
sollten sie der Pflanze zuliebe ja nicht sein. Kann man Zink bedenkenlos 
einsetzen?

Wie sich ein Gipsblock in der Erde genau verhält kann ich nicht sagen, 
daß er feuchter ist als die Erde war aber anzunehmen. Spielt aber keine 
Rolle solange seine Feuchtigkeit in Abhängigkeit der Erdfeuchtigkeit 
steht. Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung. Nur wenn die 
Feuchtigkeit erst Abnehmen würde wenn die Erde schon komplett trocken 
ist wäre die Methode unbrauchbar, was ich mir aber nicht vorstellen 
kann.

von Jochen S. (jochen_s)


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skfink wrote:
>  ...Ist ja ohnehin alles eine Frage der Eichung...



Autsch bitte tut mir einen Gefallen EICHUNG geht nicht ihr könnt 
höchstens Kalibrieren besser noch abgleichen. Im Hobbybereich mag diese 
Ausdrucksweise noch OK sein aber solltet ihr vorhaben damit nur 
irgendwie Geld zu verdienen oder ähnliches macht ihr euch Strafbar 
Eichen kann nur die PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt 
Braunschweig) oder von ihnen beauftragte Personen!!!


Jochen

von Power (Gast)


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Wir haben uns auf Arbei auf 'Justieren' zum Einstellen und 'Kalibrieren' 
für Prüfen (=> genaues Messen) geeinigt.

von aaa (Gast)


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von Winfried (Gast)


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Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als 
Elektrode. Da kann man sogar eine Öse anschrauben, um zu kontaktieren. 
Gipsblock gefällt mir auch gut.

von Uboot- S. (uboot-stocki)


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Hi,

die Gartensaison steht vor der Tür. Gibts für diese Gipsmethode schon 
Erkenntnisse. Ich denke mal, dass der Gips schimmelt ....

Gruß

Andreas

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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Gips ewig der Feuchtigkeit auszusetzen, geht in die Hose, das Zeug 
gammelt, bröselt, fällt auseinander...

von Uboot- S. (uboot-stocki)


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Hi,

wäre Ton evtl. besser geeignet ?

Gruß

Andreas

von Kai G. (runtimeterror)


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Ich tau den Fred aus gegebenen Anlass noch ein zweites Mal auf:

Habe gerade im Baumarkt eine M4-rostfreie-Edelstahl-Gewindestange 
erstanden und hoffe damit die Feuchtigkeit messen zu können.

1 m Durchgemessen -> 0.0 Ohm, also keinen nennenswerten Eigenwiderstand.

2x 30 cm abgesägt und in die optimal feuchte Erde gestopft (relativ 
großer Abstand, 20 cm) und Multimeter angeklemmt -> 4 MOhm, Tendenz 
steigend!?

Bei 6 MOhm habe ich einen Stab nochmal ein wenig rausgezogen -> Tendenz 
fallend?!

Um kleinere Werte zu erhalten habe ich die Stäbe dann dicht 
nebeneinander (2 cm) in die Erde gesteckt und nochmal durchgemessen -> 5 
MOhm, Tendenz steigend (grübel...)

Dann nochmal einen guten liter Wasser hinterher (in der Hoffnung, dass 
der Widerstand stark abfällt) -> unbeirrt weiter bis 6.2 MOhm gestiegen, 
danach immer weiter abgefallen (5 - 10 kOhm/s) bis 4 MOhm und dann nur 
noch langsam gefallen.

Jetzt nach einer Stunde (rüberschiel) relativ konstant bei 1,672 MOhm 
(schwankt um ein paar 100 Ohm)

Vermutlich mussten sich die Elektroden erstmal vernünftig mit dem 
Erdreich anfreunden. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob es einen 
halbwegs verlässlichen Dürrepunkt gibt - das kann dauern :( . Im 
Moment stecken die Elektroden ziemlich tief im Wurzelballen - vielleicht 
muss ich zumindest eine davon weiter nach Außen setzen.

Ziel der ganzen Aktion soll eine batterieversorgte Minischaltung werden, 
die ab einer gewissen Trockenheit eine Durst-LED leuchten lässt. Ist 
ein kleines Übungsprojekt für mich, bei welchem sogar noch ein Nutzen 
rausspringen könnte.

Ich hoffe, es finden sich noch Interessierte an dem Projekt - macht dann 
mehr Spaß ;)

Schöne Grüße aus Köln
Kai

von Kai G. (runtimeterror)


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Grrrr...

Habe noch eine Elektrode nach außen gesteckt - die hat dann gegenüber 
der Inneren Elektrode nur einen Widerstand von 30 kOhm! also trotz 
10-fachem Abstand nur ein Hundetstel des Widerstandes. Steigt aber 
gerade ziemlich rapide an... Der Widerstand zwischen den inneren beiden 
Elektroden beträgt auf einmal wieder 4 MOhm... wahrscheinlich 
irgendwelche parasitären Kompostwürmer...

Wär ja auch alles viel zu einfach gewesen. Vielleicht ist der Kontakt 
mit dem Erdreich doch noch um Größenordnungen zu schlecht.

von Pier S. (bigpier)


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Hallo ,
bin sehr froh darüber das dieses Thema hier angsprochen wird !
Kann mir jemand erklären was mit Temperaturdifferenzen im Erdreich 
gemeint ist (Gardena) ???

vielen Dank gruß


Pier

von Ekschperde (Gast)


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Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten 
Zink-Kohle-Elementen extrahieren.
Der Kohlestab ist als Meßelektrode nahezu perfekt.
Selbst ein lötfähiges Käppchen ist vorhanden :-)

Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung.

> Temperaturdifferenzen im Erdreich
Können Pflanzen kalte Füsse bekommen?

von Uhu U. (uhu)


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Winfried wrote:
> Auch Edelstahlschrauben aus dem Baumarkt funktionieren gut als
> Elektrode.

Fahrradspeichen aus Edelstahl - sind auch für alle möglichen anderen 
Zwecke hervorragend geeignet!

> Die geeigneten Elektroden zur Messung lassen sich aus alten
> Zink-Kohle-Elementen extrahieren.

Dicke Bleistiftminen müßten auch gehen.

> Gegen Elektrolyse hilft Wechselspannung.

Nein. Aber wenn man die Spannung niedrig genug macht, müßte das Problem 
beseitigt sein.

(Mit Wechselspannung und zwei Kohleelektroden in Salzwasser kann man 
auch elektrolytisch Chlorgas gewinnen.)

von Mensch Z (Gast)


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Ich habe das Ganze vor zwei/drei Jahren durchgespielt und bin zum 
Schluss gekommen dass Pflanzen (auf dem Balkon) besser bedient sind,wenn 
sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN 
Sensoren versorgt zu werden.
Um die Stabsensoren im BlumenTopf herum bildet sich nach gewisser (nicht 
allzu langer) Zeit eine Kruste,die wie ein Isolator wirkt...no good !

Was sagen die Blumen zum Gips ? Ist dann ueberhaupt noch Platz fuer Erde 
und die Wurzeln ?...im Topf ?

2 Wahrscheinlichkeiten:
 Pflanze ertrinkt...miserables Bild
 Pflanze trocknet aus...zum Rauchen in der Pfeife

von Andreas R. (rebirama)


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Das mit der Gardena-technik könnte ich mir so vorstellen: Ist die Erde 
feucht, so wird von ihr Wasser verdunstet und sie wird kälter sein als 
die Umgebung. Wenn sie trocken ist, dann ist auch nichts da, das kühlt.

Damit hätten sich Verkrustungs, Elektrolyse und parasitäre Würmer (LOL) 
erledigt :)

von Kai G. (runtimeterror)


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>sie in gewissen Zeitabstaenden Wasser bekommen als von UNZUVERLAESSIGEN
>Sensoren versorgt zu werden.

Ich will die ja nach wie vor von Hand gießen - geht nur um einen kleinen 
reminder :)

Kann mir einer die extrem unterschiedlichen Differenzen zwischen den 
Elektrodenwiderständen erklären?

   +------------+
  /              \
 /                \
|                  |
|                  | <-- Blumentopf Draufsicht
| A        BC      |
|                  |
 \                /
  \              /
   +------------+

Nachdem mich mein Multimeter jetzt beinahe in den Wahnsinn getrieben hat 
(zwischen allen Elektroden mal 4 kOhm, mal 60 kOhm, mal 1-6 MOhm) habe 
ich mal die Spannung gemessen:

Uxy = Spannung zwischen den Elektroden X und Y (X als Minus-, Y als 
Pluspol)
Uba = 160mV
Ubc = 100mV
Uca =  60mV

Nach dem Wackeln an den Elektroden ist die Spannung eingebrochen 
und/oder hat teilweise nach kurzer Zeit die Polarität geändert. Reichen 
die Werte um das Ohmmeter durchdrehen zu lassen (Meterman 37X 
irgendwas)?

Ich habe keine Ahnung, was ich an den Elektroden Sinnvolles messen 
könnte, alle Werte schwanken massiv :/

von michi (Gast)


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kann deine messungen leider bestätigen! hab das gleiche probiert und 
festgestellt, nach 5cm kann der wiederstand größer sein als nach 1m, ist 
aber aufjedenfall auch stark von der erde (humus, blumenerde, lehm) 
abhängig.

vermute mal das das was mit in der erde gelösten salzen zu tun hat

ich weis es gibt messgeräte zum feuchte der erde messen, hab des ding 
von gardena auch schon gesehn, kosted aber ca. 50Eur und ich hab keine 
ahnung wie die die daten übertragen. hab aber auch mal eins mit 
messnadel gesehn, des musste man einige (vielleicht 10) cm in den 
bodenstecken der abstand zwischen den elektroden war ca.5-8 cm.

ich hab nur mit multimeter gemessen.

ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet.

die elektrolyse halte ich für unkritisch, solange man mit nicht 
übertrieben hohen strömen misst.

von Kai G. (runtimeterror)


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Hier nochmal eine interessante Messung von gerade (3 Minuten lang 
gemessen):

3,2 MOhm ... 2,1 MOhm (Tendenz fallend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
4 M ... 8 M (Tendenz steigend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
30 kOhm ... 80 kOhm (Tendenz steigend)

Elektroden kurz kurzgeschlossen (0 Ohm):
3 kOhm ... 8 kOhm, Overload, 50 kOhm ... 80 kOhm, 500 kOhm ... 840 kOhm 
... 728 kOhm ... 757 kOhm (Tendenz steigend)

Das sind jetzt alles so PI-mal-Daumen-Werte, da die sich schneller 
ändern, als ich tippen kann.

Kann mir einer das Verhalten des Multimeters (Meterman 37XR) erklären? 
Ich werde hier noch irre!

OT:
>ich halte eingibsen für ungeignet, da gibs wirklich verrottet.
gibs gibt's nicht...
wiederstand auch nicht
Siehe Beitrag "Wiederstand und Standart zensieren"
und deine Shift-Taste langweilt sich...

von Thilo M. (Gast)


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Ich würde sagen, du erzeugst eine (wenn auch ganz schwache) Elektrolyse 
mit dem Multimeter, auch baut sich eine minimale Kapazität zwischen den 
Messleitungen auf.
Darum würde ich dazu raten, das Ganze mit Wechselspannung zu versuchen. 
Auch mit AC kann der Widerstand gemessen werden. Damit schließt du 
zumindest das Elektrolyseproblem aus.

von bodenkundler (Gast)


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Da gibts bestimmte Drucksensoren (Tensiometer). Die messen die 
Saugspannung im Boden. Mit denen würds gehn.

von Juergen Harms (Gast)


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Ich hatte das gleiche Problem, kam zu aehnlichen Schluessen. Mit zwei 
Edelstahl Gewindestangen im Boden konnte ich zwar etwas messen - aber 
genau das: etwas. Mein Schluss: ich hatte keine Lust hier in ein Thema 
zu investieren wo ich mich nichtauskenne. Habe letztes Jahr bei Gardena 
einen Bodenfeuchtesensor (Typ 1187) gekauft und habe Ergebnisse die 
eindeutig (und weitgehend nur) in Zusammenhang mit der Bodenfeuchte 
stehen.

Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der 
Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm). 
Nachdem das ganze im Garten ist, verwende ich eine galvanische Trennung: 
die Sonde laesst / laesst nicht Strom in die Diode eines Optokopplers 
fliessen, Speisung der Sonde ueber einen isolierenden DC/DC Wandler). 
Auf der anderen Seite des Optokopplers haengt dann mein AT90CAN und der 
Hausbus.

von Uhu U. (uhu)


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Juergen Harms wrote:
> Prinzip bei Gardena: ein Hohlraum, in dem der (Dampf)Druck von der
> Bodenfeuchte abhaengt. Schaltet je nach Druck ein oder aus (30 kOhm).

Kannst du das etwas näher erklären?

von Juergen Harms (Gast)


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Besser als erklaeren: hier ist die Beschreibung von Gardena - allerdings 
wenn man Verstaendis sucht nicht allzu ueppig, beim meinem kurzen 
Erklaerungsversuch ist eine ganze Menge Raterei dabei. Hier ist noch ein 
Zitat aus einem anderen Gardena Dokument das Google ausgespuckt hat: 
"Funktion nach dem Saugspannungsprinzip: bei Trockenheit wird Wasser 
über Keramik-Messfühler entzogen - Unterdruck entsteht; bei Feuchtigkeit 
wird Wasser angesaugt - Unterdruck wird abgebaut. Feuchtegrad über 
Drehknopf einstellbar." Ein- und auschalten: die Sonde ist ueber ein 
zwei-adriges Kabel angeschlossen, je nach Schaltzustand der Sonde messe 
ich einen Widerstand von < 2 Ohm oder 30 kOhm - ich nehme an dass der 
Ueber/unterdruck einen Schalter mit einem Parallelwiderstand von 30K 
oeffnet oder schliesst.

http://www.gardena.com/INT/resources/DE/en/manuals/01187-20_man_DEen.pdf

Ich hatte das Ding im Winter ausgebaut - momentan warte ich darauf zu 
sehen ob es nach Neueingraben wieder ordentlich funktioniert.

von Marko (Gast)


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Ich würde die Feuchte lieber kapazitiv messen um elektrochemische 
Effekte zu vermeiden. Hier ist eine gute Seite dazu:

http://www.dietmar-weisser.de/analogtechnik/BodenFeuchte/FeuchteSensor_1.php

Das Frequenzsignal läßt sich auch über eine längere Strecke verlustfrei 
übertragen und einfach mit dem uC verarbeiten.

von Uhu U. (uhu)


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Das ist eine interessante Lösung...

von Thilo M. (Gast)


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Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die 
Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)

von JensG (Gast)


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@ Kai Giebeler
daß du recht hohe R Werte mißt, liegt an den Elektrodenspannungen, die 
sich dort aufbauen (hast du ja bereits mit der Spannungsmessung 
ermittelt). Da das Multimeter im R-Meßbereich letztendlich auch nur eine 
Spannung mißt (die durch den Meßstrom verursacht wird), und sich mit der 
Elektrodenspannnung vermatscht, hast du damit recht ansehnliche Werte. 
Es kann auber auch andersherum gehen (zumindest bei meinem Multimeter): 
es kann sogar negative R's messen - je nach dem, wie rum die 
Fremdspannung gepolt ist, und wenn diese größer ist als die durch den 
Meßstrom verursachten Spannung (also in Summe eine negative Spannung 
ensteht).
Daß sich überhaupt eine Elektrodenspannung durch die Elektrochemie 
aufbaut (trotz gleichen Elektrodenmaterials, was das eigentlich 
vermeiten sollte), liegt sicherlich an unterschiedlichen Elektrolyt 
(Salz-) Konzentrationen.
Letztendlich heist das: R-Messung für diesen Zweck ungeeignet.
Allerdings kannste es ja mal mit einer Wechslestrom-R-Messung versuchen, 
und dabei den Gleichspannungsanteil mit einem C abtrennen. Sollte ersten 
die Elektrodenspannung eliminieren, und zweitens riskierste keine 
Beeinflussung der Elektroden durch Elektrolyse (was ja bei Gleichstrom 
passieren kann - auch Edelstahl ist nicht 100% edel)

von Uhu U. (uhu)


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Thilo M. wrote:
> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)

Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit 
Korrosion und Elektrolyse hat.

Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.

von Thilo M. (Gast)


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Uhu Uhuhu wrote:
> Thilo M. wrote:
>> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
>> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
>
> Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit
> Korrosion und Elektrolyse hat.
>
> Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.

Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet 
werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied 
zur kapazitiven Methode.

von Uhu U. (uhu)


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Thilo M. wrote:
> Uhu Uhuhu wrote:
>> Thilo M. wrote:
>>> Du musst dabei nicht unbedingt die Kapazität auswerten, die
>>> Leitfähigkeit (1/R) geht auch. Hatte ich weiter oben geschrieben. ;)
>>
>> Die kapazitive Methode hat aber den Vorteil, daß sie keine Probleme mit
>> Korrosion und Elektrolyse hat.
>>
>> Kupfersalze sind im übrigen sehr toxisch für Pflanzen.
>
> Ich meinte auch per Wechselspannung. Muss zum Messen gleichgerichtet
> werden (einfacher als C-Messbrücke), ansonsten besteht kein Unterschied
> zur kapazitiven Methode.

Auch bei Wechselstrom findet Elektrolyse statt.

Das kannst du ausprobieren mit zwei Kohle- oder Graphitelektroden, die 
du in Salzwasser eintauchst und ein paar Volt Wechselspannung drauf 
gibst. An beiden Elektroden bildet sich Chlorgas.

von JensG (Gast)


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mußt natürlich eine höhere Frequenz nehmen, dann geht auch die 
Elektrolyse gegen null (LCD-Segmente z.B. werden ja auch mit 
Wechselspannung geschaltet, um der (wenn auch recht geringen) 
Elektrolyse der Flüssigkristalle vorzubeugen)

von Kai G. (runtimeterror)


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Die R-Methode hätte ich mir aus dem Ärmel schütteln können. Für die 
Wechselspannungs- und die Kapazitätsmethode muss ich erstmal was 
erarbeiten bzw. basteln.

Vielen Dank für die Beteiligung und die ganzen Anregungen!

von Mathias U. (munter)


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Also ich finde das Thema grundsätzlich superinteressant, obwohl der Sinn 
eines solchen Sensors eher fragwürdig für mich ist. Ist halt nen nettes 
Gimmick.
Die Messung mittels Widerstand ist auch deshalb nen bissl blöd, weil 
wenn man mal düngt, ändern sich ja automatisch die Verhältnisse im Boden 
und damit ist die Kalibrierung nutzlos...
Dünger im Wasser --> sicherlich mehr Salze --> höhere Leitfähigkeit --> 
usw.

von Blumenblinker (Gast)


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Hallo alle zusammen, einmal nach Blumenblinker suchen und staunen...

von c-link-84 (Gast)


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Gibt's Fortschritte ?
Hab seit kurzem nen Bonsai,
und deswegen auch Interesse an einer verlässlichen Feuchtigkeitsmessung.

Die kapazitive Variante gefällt mir bis jetzt am besten,
gibt es hier jemanden der das schon umgesetzt hat,
evtl. auch protokoliert ?

hab folgendes interessantes gefunden:

http://www.home.hs-karlsruhe.de/~stpe0011/top2/index.cgi?Technische_Ausarbeitung:Funktionsprinzip

von Kai G. (runtimeterror)


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Hmm... kriege den Link nicht geöffnet...

Bin leider noch nicht weitergekommen.

von Mehmet K. (mkmk)


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Vielleicht ein Lösungsansatz anderer Art (geht nur bei Topfpflanzen):
Auf die Frage, ob ich meine Pflanzen bewaessern muss oder nicht, greife 
ich zum Topf selbst und versuche ihn anzuheben. Je nach gefühltem 
Gewicht weiss ich, wieviel Wasser ich geben muss.
D.h., man könnte auch einen Drucksensor unter den Topf einbauen, der 
aber alle Jahre wieder wegen dem Wachstum der Pflanze kalibriert werden 
müssste.

von adrian (Gast)


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Tach

Ich habe das Thema mit großem Interesse verfolgt und interessiere mich 
besonders für die Kapazitive Feuchtigkeitsmessung nach art von Dietmar 
Weisser.

http://www.dietmar-weisser.de/analogtechnik/BodenFeuchte/FeuchteSensor_1.php?PHPSESSID=jbjvqntcio06mkuter7fkh06j0

Hat irgendjemand eine Ahnung wie groß die Platine ist?
Ich habe mir bei Farnell einige Typen angesehen und schätze die gesamte 
Länge auf ca. 60mm, bin mir allerdings nicht sicher. Ebenso wenig wie 
groß der Entladewiderstand ausgelegt ist aber den könnte ich ja noch 
probieren.

Danke für eure Hilfe

PS.: Meine Motivation kommt daher das ich ein Bonsai Projekt auf dem 
Garagen dach bei meiner Oma gestartet habe und die gegenwärtig ca.20 
Töpfe sind momentan über eine zeit gesteuerte Pumpe aus dem Teich mit 
Tropfern versorgt.
Da sie jedoch über Wochen unbeaufsichtigt sind und die Witterung großen 
Einfluss hat, finde ich sie immer in komischer Verfassung (Nass bis 
Trocken) vor. (aber sie leben!)
Würde gern mehr für sie tun. Ein dreifach Waschmaschinen Magnetventil 
aus der bucht habe ich schon erstanden um gruppenweise handeln zu können 
manche tragen früher Laub als andere und benötigen mehr Wasser usw.
Das Projekt plane ich für die Ewigkeit ich hätte gern alte Bonsais wenn 
ich fertig studiert habe und alt bin. lol

von max (Gast)


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bei der Messung über die Leitfähigkeit könnte auch die möglichkeit 
bestehen, dass die Messung stark durch den Salzgehalt beeinflusst wird, 
über die Zeit nimmt dieser gehalt ab und wird evtl. durch Dünger erhöt.

von max (Gast)


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sorry wurde schon gesagt

von Maz N. (hotmaz)


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Hallo Leute,

ich würde ja gerne den Gardena-Feuchtesensor nehmen und in meine 
µC-Lösung auswerten.
Hat jemand Unterlagen/Infos, wie die Pin-Belegung aussieht und wie die 
Schnittstelle auszuwerten ist?
Die Schnittstelle hat 3 Pole.

Danke
Maz

von Maz N. (hotmaz)


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Ich habe die Lösung nun selbst gefunden und hier beschrieben: 
http://knowhow.amazers.net/space/dev/projects/hardware/GardenaBodenfeuchteSensorFS20Modul

von Justus Wingert (Gast)


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Hallo allerseits,

wie sieht es aus, gibt es mittlerweile mehr Erfahrungen mit besagten 
Sensoren?
Ich hatte inzwischen noch eine andere Idee: Kapazitive Messung. Für 
Arduino gibt es ein Modul zur Messung der Kapazität eines Kondensators. 
(http://arduino.cc/en/Tutorial/CapacitanceMeter) Trockene Erde hat eine 
dielektrische Konstante von ~5 während Wasser ~80 hat. Man steckt also 
eine isolierte Anode und eine isolierte Kathode in 10cm Abstand in die 
Erde und misst dann mit der Kapazität die relative Feuchtigkeit. Da es 
nicht auf wirklich fließenden Strömen aufbaut sollte weder Korrosion 
noch andere Effekte in der gemessenen Erde selbst auftreten.

Was haltet ihr davon?

Gruß,
Justus

von max (Gast)


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Hallo zusammen,

ich bin auf diesen Thread gestoßen und grabe ihn mal wieder auf.
Ich bin auch an diesem Thema interessiert und ehrlich gesagt noch ein 
ziemlicher Anfänger was es angeht. Bei uns an der FH wurde mal ein 
Projekt gemacht, welches das Thema Feuchtigkeitsmessung beinhaltete:
https://www.dropbox.com/s/m25xsnav3fdkh8z/Ausarbeitung_mit_Anhang.pdf?dl=0

Außerdem habe ich mich über den Blumenblinker informiert und es klingt 
für mich verglichen zu dem oberen Projekt einfacher und kostengünstiger. 
Leider finde ich zu wenig Informationen (Programmierung, Schaltplan, 
etc.). Bin am überlegen heute noch in der Stadt das Gerät zu kaufen 
(falls ich es finde) und genau nachschauen wie es funktioniert.

Welchen Sensor würdet ihr bevorzugen und warum?
Würde es natürlich auch gerne mal nachbauen.
Hoffe es wird hier noch jemand antworten :).

von Seppi (Gast)


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von Klaus R. (klaus2)


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Nein, kennt er nicht...sonst wär er schon fragenlos :)

Klaus.

von max (Gast)


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Seppi schrieb:
> Das kennst du?????:
> Beitrag "[V] Bausatz für Giess-o-mat Sensor"

Oh vielen dank. Ne kenne ich nicht. Hab wohl etwas falsch gesucht.
Zumindest haben die anderen, welche auf diese Seite stoßen eine 
Weiterleitung :).

von Migi (Gast)


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Eine Germanium Diode über den Elektroden sollte dein Problm lösen. :)

von Rene046 (Gast)


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Hallo,

ersten entschuldige fuhr mein slechtes deutsch.

Ich habbe aug gesucht nach die funtionen fon gardene bodem feugt sensor.
Wass ich weis ist dass dass systeem 3 drate had aber nur 2 nutz dass 3 
ist fuhr ausbreitung im sukumft.

dass einzige wass dort aus komt ist 0 Ohm nass oder 10kOhm trokken.

Dass prinzip zolte functionier duch einen wiederstand auf su hitzen und 
dan kuckt dass systeem wielange es daurt mit abkulen. snell der bodem 
ist nass, oder langzam der bodem ist trokken, wie dass dan genau geht 
weis ich nicht

hofentlich ist dies brauchbahr.

shone grusse aus Holland

Rene

von dori (Gast)


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Pooth. Ein Tulpenzüchter :-)

von Rene046 (Gast)


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nein ein Knödelesser lol

von Max M. (zbmax)


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Zu diesem Thema mache ich mir auch gerade mal wieder Gedanken :)

So eine richtige Heimwerkerlösung scheint ja noch nicht ganz vorhanden 
zu sein.

Was haltet ihr von der Idee anstelle von zwei Edelstahlgewindestangen so 
etwas wie Hasengitter zu verwenden?
Denke mit dem Gitter kann man besseren Kontakt mit der Erde herstellen 
bzw. mehr Fläche abdecken und somit auch Fehlerquellen begrenzen. 
Entweder in dem man eine Art Ball formt und in der Erde einbuddelt oder 
eine Art Netz.
Schätzungsweise ist das Gitter auch grobmaschig genug um den Wurzeln 
genügend Platz zu bieten.
Ich ergänze mal das es hier um typische Fensterbankblumen geht.
Spontan würde ich ein Netz vorziehen. Also links vom Blumenstamm ist ein 
Netz in "c" Form und rechts vom Blumenstamm das andere Nezt in "C" Form 
in der Erde.


Naja... Wie auch immer. Selbst wenn ich eine Methode finde einigermaßen 
vernünftige Messwerte zu erhalten.
Wie bekomme ich dann ein Signal aus den Messwerten raus mit dem ich 
einer Pumpe sagen kann -Pumpe jetzt x Sekunden- oder -Pumpe jetzt x 
Milliliter Wasser-

Dann bräuchte ich noch eine Zeitschleife die sob7ld die Pumpe mitgeteilt 
hat dass sie Wasser gepumpt hat anlaufen muss. Erst wenn die 
Zeitschleife abgelaufen ist (also nach einem Tag oder so) darf wieder 
gepumpt/gemessen werden.

Ebenso bräuchte ich noch einen Wassertanksensor der kontrolliert ob noch 
genug Wasser im Tank ist und der Pumpe somit mitteilt -du darfst pumpen-
Alternativ dazu kann der Sensor natürlich hauch die ganze Anlage 
deaktivieren sobald kein Wasser mehr im Tank ist.
Andere Lösung, ein Pumpe kaufen der es egal ist ob sie Luft zieht oder 
nicht und auf den Sensor verzichten

In einer Logo könnte ich das ja alles Programmieren und simulieren, aber 
wie bekomme ich da ne Hardware draus?


Wie macht man das?

Um den Messwert zu verarbeiten brauche ich einen Operationsverstärker 
der Messwert und Wert von einem Potentiometer vergleicht (Mit dem 
Potentiometer stelle ich den Feuchtegehalt der Erde "optimal" ein).
Ist der Messwert von Feuchtesensor höher (weil die Erde trocken ist und 
nicht mehr leitet) als der vom Potentiometer eingestellte Wert gibt der 
Operationsverstärker das Signal aus mit dem man weiter arbeiten kann.

Wie verarbeite ich jetzt aber dieses Signal welches der Pumpe mitteilt 
sie soll in Betrieb gehen?

Denke am besten wäre wenn das Signal auf einen Zeitgeber geht, damit die 
Pumpe nicht ewig pumpt. Mit dem Zeitgeber kann man ja letztlich auch die 
Milliliter einstellen.

In Bauteilkunde bin ich nicht sonderlich fit. Kann man das so machen, 
gibt es alles nötige und verhält sich simple?

Irgendwelche Programmierungen oder dergleichen will ich mir erst recht 
nicht antun. Davon hab ich noch viel weniger Ahnung (außer von der 
SPS/Logo)


fertige Lösungen sind mir für die Fensterblumen eigentlich zu teuer.
Außer jemand von euch kennt ein Komplettsystem für unter 20€ oder so.

: Bearbeitet durch User
von Rits (Gast)


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Nimm den Giesomat.
Leider kann ich irgendwie nicht auf den Webshop verlinken.
Aber Google hilft weiter.

von Bastler (Gast)


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Keine langen Überlegungen und Berechnungen!
Keine Anfälligkeit gegenüber Korrosion und sich verändernde 
Messbedingungen! Nehmt den
Vegetronix VH400!

Hat seinen Preis, ja.
Dafür zuverlässig und lange Lebensdauer.
Einfach eingraben und vergessen.
Analoger Ausgang, einfach auszuwerten.

von Fred R. (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) (fred_ram)


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Bastler schrieb:
> Keine langen Überlegungen und Berechnungen!
> Keine Anfälligkeit gegenüber Korrosion und sich verändernde
> Messbedingungen! Nehmt den
> Vegetronix VH400!
>
> Hat seinen Preis, ja.
> Dafür zuverlässig und lange Lebensdauer.
> Einfach eingraben und vergessen.
> Analoger Ausgang, einfach auszuwerten.

Dass kannst du mit dem Giesomaten auch.
Musst du halt selbst was bauen bzw. zusammenlöten.

Die Wikipedia Seite im Forum ist ein guter Anlaufpunkt mit Links.

Meine Seite wird als Spam geführt, weil ich das Forum nicht mit Kohle 
überschütte.

von deathfun (Gast)


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Hallo,

ich möchte, wenn hier schon mal so was Altes ausgegraben wird, meine 
Vorstellung für ein Automatisiertes Topf-Gies-System einbringen. Es sind 
aber bisher nur Gedanken, gebaut wird’s wenn mal wieder flaute herrscht.

Die meisten Systeme (die ich sah) haben entweder Zeitgesteuert gegossen 
oder irgendwie versucht die Feuchte des Bodens herauszufinden. Bei 
beiden besteht die Theoretische Gefahr die Pflanzen zu ertränken, alles 
unter Wasser zu setzen oder zu wenig zu gießen.

Ich dachte nun eher an ein geschlossenes System:
Mit einer kleinen(!) Pumpe wird Wasser aus einem Tank Zeitgesteuert in 
den Blumentopf gefahren und wässert die Pflanze. Zu viel Wasser sammelt 
sich logischerweise unten im Topf. Hier wird es durch eine Öffnung 
wieder zurück in den Tank geleitet. Die Wasserlinie des Tanks muss 
deshalb unterhalb des Blumentopfes sein, hier muss man sich etwas 
Passendes/kreatives (WAF!) für seine Situation einfallen lassen.

So muss man nur den Wasserstand des Tanks prüfen und Zeitgesteuert die 
Pumpe (eher zu viel oder zu oft als zu wenig) einschalten. Es kommt zu 
keiner Ausschwemmung von Nährstoffen da diese ja wieder in den Topf 
gepumpt werden, auch könnte man hier einfach ein klein wenig Flüssig 
Dünger dem Wasser im Tank zugeben.

Vorteile: Einfacher Aufbau, wenige Teile, keine Komplexe Technik, 
gesichertes Gießen.
Nachteil: Kreativen Weg finden um Wasser vom Topf in Tank zu bekommen, 
Tank unterbringen.

Ein (naja) „Test“ mit einem Großen Kübel auf der Terrasse, eine Wanne 
als Tank und einer Gießkanne als Pumpe über einen zwei Wochen Zeitraum 
sah relativ vielversrächend aus.




Gruß

von Rits (Gast)


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Nochmals : Nim den Giesomat und gut ist es!

von Joachim S. (oyo)


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deathfun schrieb:
> Ich dachte nun eher an ein geschlossenes System:
> Mit einer kleinen(!) Pumpe wird Wasser aus einem Tank Zeitgesteuert in
> den Blumentopf gefahren und wässert die Pflanze. Zu viel Wasser sammelt
> sich logischerweise unten im Topf. Hier wird es durch eine Öffnung
> wieder zurück in den Tank geleitet. Die Wasserlinie des Tanks muss
> deshalb unterhalb des Blumentopfes sein, hier muss man sich etwas
> Passendes/kreatives (WAF!) für seine Situation einfallen lassen.

Ziemlich genau so funktioniert das sogenannte "Ebbe und Flut"-Verfahren: 
http://www.eurohydro.com/images/products/ebb/ebb.gif
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Systeme_FLOOD%26DRAIN_573px.jpg
https://en.wikipedia.org/wiki/Ebb_and_flow

Soll wohl auch tatsächlich ein sehr simples und zuverlässiges System 
sein.
Allerdings wird das normalerweise wohl bei Hydrokulturen verwendet - wo 
die Pflanzen also nicht in gewöhnlicher organischer Erde stehen, sondern 
in einem Substrat wie z.B. Blähton. Richtig gemacht wachsen die Pflanzen 
dann sogar viel besser als in Erde, weil sich da keine Nässe stauen kann 
und die Wurzeln bestens mit Sauerstoff versorgt werden.

von Michael (Gast)


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Ich bin zurzeit an einem Langzeitprojekt mit Treibhaus und automatischer 
Bewässerung. Die genannten Probleme mit dem Widerstand im Boden sind 
sind auch mir ein Begriff. Ich habe aber festgestellt, dass der 
eigentliche Strom, der von der Schaltung durch die Fühler läuft, 
wesentlich konstanter ist.

Edelstahl hat sich bei mir nicht bewährt, als Elektroden eigenen sich 
Bleistiftminen viel besser. Ich habe eine Mine aus einem 
Zimmermannsbleistift genommen, die sind ca. 5mm breit und 1,5 mm dick.
Im Moment experimentiere ich mit einer dünnen Lehmpackung um die 
Elektroden. Mal schauen, was dabei herauskommt.

Gruss Michael

Beitrag #5833454 wurde von einem Moderator gelöscht.
von GEKU (Gast)


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Sir S. schrieb:
> Ich frag mich nur was am besten als Elektrode? Silberdraht? Kupfer?

Zwei Bleistiftminen. Graphit korrodiert nicht!

Außerdem würde ich mit Wechselstrom messen, damit keine Elektrolyse 
stattfindet.

Beitrag #5833645 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5834318 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dorfdepp (Gast)


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Car schrieb im Beitrag #5834318:
> Ich halte das für Esotherik.

Ich kaufe ein "h"

von GEKU (Gast)


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MaWin schrieb im Beitrag #5833645:
> Oje. Hat wieder wer nicht aufgepasst. Aber egal. Dafür gibt's ja Google:
> Wechselstromkorrosion

Die Korrosion bezog sich nur auf das Elektrodenmaterial!

Auch Wechselstrom kann Metallionen aus den Elektroden heraus lösen. Die 
Menge  ist nicht nur eine Frage der Stromdichte, sondern auch von der 
Frequenz abhängig. Wie weit können die Ionen innerhalb einer Halbwelle 
wandern?

Metallionen sind auf jeden Fall für die Pflanzen nicht zuträglich, aber 
bei Graphit Elektroden gibt es dieses Problem nicht.

Bleibt nur das Problem der Elektrolyse übrig. Dieses ist mit zunehmender 
Frequenz ebenfalls geringer.

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