Heute hatte ich meinen Rentenversicherungsberatungstermin. Ergebnis: Ich
soll Rürup nehmen und per Einmalzahlung Steuern sparen. Jetzt habe ich
gerechnet:
10000,- Sofort macht 6400,- bei der Steuer angebbar und somit maximal
2800,- Steuerersparnis. Ergo habe ich 7200,- heute investiert. Wenn ich
in 25 Jahren Rente bekomme, steigert das die Rente um rund 45,- Euro.
Die muessen nicht versteuert werden, weil ich unter der Grenze liegen
werde (habe wenig eingezahlt, da selbständig) aber selbst bei 25 Jahren
Rente komme ich nur auf rund 13500,-. Lege ich das Geld auf der Bank an,
komme ich auf 14500,- wenn ich 2,5% Zinsen rechne (also 3,4 abzüglich
Zinsabschlag)
Wie sieht es denn bei den anderen aus? Die haben doch nicht alle 44%
Steuern wie ich und sind hinterher unbesteuert? Wenn einer nur 40%
Steuern hat (die Spitze ist ja relevant) und hinterher auch noch etwas
besteuert wird, weil er insgesamt über 1500,- liegt, dann kriegt er nur
12.000,- raus.
Für wen soll sich denn Rürup lohnen ?
Meine bescheidene Meinung:
Ich kenne weder mit Rürup noch mit anderen Modellen aus, aber willst Du
wirklich jetzt auf 10000,- Euro verzichten, damit Du in 25 (!) Jahren
45,- mehr raus hast???? Das ist doch ein Witz! Denke mal lieber nach, ob
Du nicht lieber dafür Bücher für Kinder oder so kaufst ;-)
Grüße,
Kest
Die Frage ist, wovon ich nach dem 60. Lebensjahr mein Leben finanziere.
Ich habe aus der gesetzlichen nur lausige 300,- Euro bisher (nach
heutigem Wert) und privat ist es noch nicht viel mehr. Derzeit bleibe
ich unter 500,-. Das ist nicht genug! Jetzt verdiene ich viel und kann
maximal sparen, wenn ich etwas einzahle. Die frage ist nur, ab damit in
die private Rentenkase oder ab damit auf das Konto ?
@Die frage ist nur, ab damit in
die private Rentenkase oder ab damit auf das Konto ?
Weder noch! Ab damit unters Kopfkissen oder in den Wandtresor!
Es soll Leute geben, die 75% der Ersparnisse unterm Kopfkissen liegen
haben; insbesondere macht das Sinn, wenn man in der Zeitarbeit gut
verdient aber stets mit Arbeitslosigkeit zu rechnen ist.
Ok. Für die Rente ist das keine wirklich gute Idee -> aber für die Rente
gibt es auch keine wirklich gute Lösung! Rürup, Direktversicherung oder
Riester; da wird doch nur warme Luft produziert!
<< Die Frage ist, wovon ich nach dem 60. Lebensjahr mein Leben
finanziere.
Je nach Lebensart braucht man dann nicht mehr all zu viel, vielleicht
1000 Euro im Jahr fürs Blumen gießen ... (was dem heutigen Gegenwert von
100 Euro entspricht)
<< (habe wenig eingezahlt, da selbständig)
Entweder bist Du erfolgreich genug um Kohle beiseite zu schaffen oder
nicht erfolgreich genug und arbeitest nach der 60 weiter
Alle Rentenmodelle kranken an der Tatsache, dass Du nicht weisst, wie
alt Du wirst. Muss das Geld 2 oder 30 Jahre oder gar noch länger
reichen.
Fehler 2. Du kennst weder die Preisentwicklung noch die Entwicklung des
Steuerrechts...
Nimmt man die Entwicklung und den Trend der letzten 20 Jahre wird sich
die Steuerlast in den kommenden 20 Jahren vervierfachen, während sich
die Preise etwa verzehnfachen. Das Betrifft nicht die Energieversorgung
und Versicherungen. Deren Entwicklung liegt nach heutiger Schätzung bei
dem 1400fachen in 25 Jahren, das scheint selbst den Zahlenspielern
unrealistisch zu sein.
Realistisch ist, dass die Machtansprüche der Industrienationen und die
Entwicklungsbestrebungen der Entwicklungsländer zu Spannungen führen die
massive Kriege und Kampfhandlungen zur Folge haben werden. Jeder
Zahlenbetrag egal in welcher Form und Währung ist in 25 Jahren nahezu
wertlos. Wer in 25 Jahren noch hofft zu leben und einen materiell
orientierten Besitz sein Eigen nennen will, kann heute nur Metalle und
Rohstoffe kaufen. Goldbarren unter dem Kopfkissen können in absehbarer
Zukunft noch nicht besteuert werden.
Die Angst, welche die auch in hohen Ämtern vertretenen Lobyisten
schüren, zeigt mehr und mehr Wirkung.
Was glaubst du denn, was du in 25 Jahren für 45 Euro bekommen wirst????
Anstatt sich hier unentwegt teilweise unanngebrachte Gedanken über die
Finanzierung im hohen Alter zu machen, sollte man sich besser um
wichtigere Dinge kümmmern.
@tex,
ich weiß nicht, ob und welche Ausbildung Du hast, aber von Geld
verstehst Du definitiv nichts.
„Alle Rentenmodelle kranken an der Tatsache, dass Du nicht weisst, wie
alt Du wirst. Muss das Geld 2 oder 30 Jahre oder gar noch länger...“
Das ist das Wesen jeder Versicherung. Z.B. bei einer Feuerversicherung
weißt Du auch nicht, ob Deine Hütte während der Laufzeit abbrennt oder
nicht. Mathematisch beruht die Rentenversicherung auf der
durch-schnittlichen Lebenserwartung.
Auch wenn Du Deine Kohle heute beiseite schaffst, kannst Du morgen schon
tot sein.
„Nimmt man die Entwicklung und den Trend der letzten 20 Jahre wird sich
die Steuerlast in den kommenden 20 Jahren vervierfachen“
Mein aktueller Steuersatz liegt bei ca. 35%, das macht in 20 Jahren
140%? Gibt es eine seriöse Quelle außer vielleicht der Bild-Zeitung und
Deiner persönlichen Fähigkeit zur Wahrsagerei?
„Entweder bist Du erfolgreich genug um Kohle beiseite zu schaffen ...“
Und was machst Du mit der beiseite geschafften Kohle? Unter das
Kopfkissen legen? Auf diese intelligente Weise haben schon viele Leute
Ihr Geld verloren. Auf jeden Fall verlierst Du jedes Jahr die
Inflationsrate.
„Deren Entwicklung liegt nach heutiger Schätzung bei dem 1400fachen in
25 Jahren“
Zur Quellenangabe siehe oben.
... zu Spannungen führen die massive Kriege und Kampfhandlungen zur
Folge haben werden ...“
Wenn das Recht des Stärkeren gilt, ist Dein Goldbarren auch nichts mehr
wert. Dann investiere lieber in automatische Schnellfeuerwaffen. Wenn Du
die unter dem Kopfkissen aufbewahrst, kannst Du Dir später das Nötige
zum Leben besorgen.
Um auch in Zukunft einigermaßen in Wohlstand leben zu können brauchen
wir alle ein einigermaßen funktionierendes Gemeinwesen. Das mag sich
uncool anhören, die Geschichte zeigt aber, daß in Krisenzeiten vor allem
der kleine Mann verliert.
Ohne lange zu rechnen, Entnahmeplan ala Kest:
mit 65 in Rente, bis zum 85en Lebensjahr (jetzt 40)
Zinsen sind 2,5 %
nach 25 Jahren sind es also 18540 Euro.
18540 Euro 20 Jahre 12 monate/ Jahr = 77 Euro/Monat
ohne Rürup, ohne Steuer und ohne Inflationsbetrachtung.
77 Euro/Monat sind zwar immer noch nichts, aber mehr als wenn Du Dich
jetzt mit Rürup beschäftigst und Dir den Kopf zerbrichst, was Du
anstellst. Eventuell lebst Du sogar deswegen weniger, weil Du bis dahin
dich mit Steuer, Rürup und Co beschäftigen musstest.
Du willst Steuer sparen, das kann ich verstehen. Am besten Du kaufst Dir
ein Oszi für 10000 Euro und deklarierst ihn als Arbeitsmittel :-o Da
hast Du mehr Freude daran ;-)
Grüße,
Kest
Di wirst lachen: Ich habe bereits ein Oszi gekauft und kann es sogar
legal absetzen, da ich ja Elektronikentwickler bin. Trotzdem löst das
nicht das Problem, daß ich jetzt fast 50% von jedem Euro abgezogen
kriege und viel Geld erwirtschafte, daß ich nicht einfach verchleudern
kann, sondern anlegen muss, damit es für später reicht. Wer weiss, wie
lange man gefragt ist. Suche Dir mal im Beruf stehende Akademiker übe
60. Gerade kürzlich kam wieder ein Bericht über die deutsche Industrie
(genannt auch Audi) wo nicht einmal 3-4% über 60 sind. Ich gehe mal
davon aus, daß ich mit 60 als Ing nur noch 40-50% Auslastung haben
werde. So ist es laut meiner Projektgeber mit den anderen meiner
Kollegen. Das reicht dann noch, um 25000 im Jahr zu erwirtschaften,
wovon man keine großen Rücklagen mehr bilden kann. Dann habe ich auch
noch eine Erkrankug, die mich nicht mehr so sehr arg lange auf hohem
Niveau wird arbeiten lassen...
Das mit den 45Euro ist realistisch. Geld zu sparen macht bei dem
Schurkenstaat keinen Sinn, auch Häuslebauen ist riskant.
- Am besten fahren erfahrungsgemäss die Leute die alles auf den Kopf
hauen und lauthals jammern wenn das Geld wieder mal alle ist. Wer
bedürftig ist, dem wird geholfen...
- Schlecht geht es denen, die hilfsbereit sind und die ihre Probleme
schneller selber lösen, die werden bei der Umverteilung vergessen.
- Schlecht geht es auch denen die auf Gerechtigkeit vertrauen, denn
trauen kann man niemandem.
- Gut geht es denen, die immer Fragen stellen und so aussehen wie ein
Baby auf dem Topf.
- Gut geht es denen, die ein Häusle gebaut haben und zwar ohne Geld. Die
Schulden fallen der Inflation zum Opfer und wenn sie den Brocken
abstossen weil sie die Zinsen nicht mehr aufbringen können dann machen
sie sogar noch Gewinn.
- Mehr mehr verdient als Sozialhilfe ist blöd, weil er es abgenommen
bekommt. Auf jeden Bierdeckel sind 20% MWST drauf, und 20%
Einkommenssteuer und 30% Sozialabgaben und Benzin- und Energie und
Genussmittel und und und Steuer. Also wenn da mann der zehnte
übrigbleibt.
- Wer erfolgreich ein Gewerbe betreibt der finanziert damit seinen
Vermieter. Also Robbie Williams macht einen Song, die CD bringt mit 30%
das Produkt an den Verbraucher und diese 30% gehen in billige
Einzelhandelkräfte und Ladenmiete. So isses immer.
Fazit: Nur weiter Fragen stellen, Jorge weiss die Antwort und zwar ever.
Ok, Jorge, dann sag was dazu: Ich zahle 500,- im Monat auf ein
Sparkonto, das mir netto 3% bringt. Sollte sich die Lage ändern, kann
ich das Geld jederzeit mit 3 Monaten kündigen und woanders hintun oder
mit ins Ausland nehmen, wenn ich mag. Ich zahle konstan 500,- ein und
berücksichtige, daß das im Verhältnis über die Jahre weniger werden,
weil das Geld entwertet (bzw man mehr verdient). Dann fahr ich die
Einzahlung zurück und speise mit 60 die Lebensversicherung rein. Ab dann
entnehme ich 1000,- im Monat (in 30 Jahren geschätzt 1500,- = 18000,- im
Jahr mit je 500,- Steigung als Inflationsausgleich.)
Nach der Excelkalkulation geht das bis zum Alter von 89 gut. Älter werde
ich nicht und wenn, dann lebe ich aus Staatskosten.
@Giorgio
Da wird noch so einiges mehr abgezogen:
Die Erträge aus der Kapitallebensversicherung werden bei Auszahlung mit
dem halben persönlichen Steuersatz besteuert.
Zudem sind alle Zinserträge Abgeltungssteuerpflichtig (ab 2009 25% +
Soli + u.U. Kirche insg. ca. 28%)
Die aktuelle "Durchschnittsrente" ist z.Z. 1176 €.
In 30 Jahren müssten, mit angenommenen ca. 2% Inflation/Jahr schon 2130
€ im Monat übrig bleiben.
Bei einer mittleren Lebenserwartung von Männern im Jahr 2035 von 83,
muss
mit 60 dann schon ein Kapital von mindestens 587880 (2130 12 23)
nach Steuern vorhanden sein (die jährlichen Steuern auf das dann
vorhandene Kapital mitgerechnet und man darf höchstens 81 werden oder
man hinterlässt Schulden)
>Zudem sind alle Zinserträge Abgeltungssteuerpflichtig (ab 2009 25% +>Soli + u.U. Kirche insg. ca. 28%)
Das macht dann gut ein Vietel Abzug von insgesamt 3,5% Punkten -> 2,8%
effektiver Gewinn.
Ruhig noch etwas weniger...
1000 * 1.035 = 1035
35 * 0.28 = 9.8
1035 - 9.8 = 1025.2 oder 2.52% (3.5 * 0.72)
Sieht man sich mal http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation an
und rechnet zurück, waren's in DE/CH ca. 2.67% in den letzten 30
Jahren...
Hey Giorgio,
du kannst mit gutem Gefühl in einen Bausparvertrag oder einen Vertrag zu
vermögenswirksamen Leistungen einzahlen. Auch ein Aktienfondssparplan
über cost average würde sich extrem lohnen. Es kann passieren, dass es
vielleicht sehr bald keine Börse mehr gibt, schließlich wurde diese
geniale shareholder-Erfindung früher recht rasch zur
Betrugs-/Geldvernichtungsmaschine.
Politische Zeiten ändern sich und was heute besteuert wird kann am Ende
der Laufzeit schon wieder steuerfrei sein, solch ein Kalkül ist von
kleinen Kindern und nicht von Dauer.
Ein paar Rücklagen sind bestimmt immer gut ich glaube aber nicht, dass
man im Alter etwas davon hat ausser vielleicht man muss keine Miete mehr
bezahlen und kassiert stattdessen Mietzins.
Ein Verlustrisiko lässt sich nicht ausschalten, we can't see the future.
Selbständiger:
Wie alt bist du eigentlich? 25 oder 55, das wäre für die Diskussion und
deren Bedeutung enorm wichtig!
Denn, mit 25 kann man noch hier und dort in die berufliche und
persönliche Entwicklung einlenken. Mit 55 und enormem Gewinn noch in die
Rentenversicherung einzusteigen, denn die lebt gewöhnlich von Zinseszins
aus jungen Jahren, halte ich aber für einen schlechten Scherz.
Verpfuscht, dieses Wort möchte ich nicht gerne gebrauchen, denn
Lebensläufe sind so vielfältig wie Sand am Meer. Auch ich, werde bis 67
die 45 Jahre bei weitem nicht voll bekommen, da auf Grund eines späten
Studiums die Zeiten nicht mehr anerkannt werden. Und wie weit mag bei
meinem Renteneintritt die Rentenzahlung degradiert sein?
Hallo Selbstständiger,
nachdem du auf Deine wirklich interessante Frage bislang nur
haarsträubende Antworten erhalten hast (sorry, will Euch nicht zu nahe
treten, ist aber so):
Eine Rürup kann sich für Dich durchaus lohnen. Wie Du richtig erkannt
hast ist es wichtig in der Zeit wärend der Berufstätigkeit an die Zeit
danach zu denken.
Klar weißt Du nicht wie alt Du wirst. Stirbst Du früh hast Du eh nichts
davon ,dann ist halt sense. Stell Dir aber mal vor du lebst nach Deiner
Rente noch ca. 30 Jahre, was ja durchaus nicht unrealistisch ist und
lebst in Armut...? Ich glaube nicht das Dir das gefallen wird.
Du hast eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder Du hast jetzt einen
gewissen Konsumverzicht, oder du hast ihn wärend deines Rentnerdaseins.
Jetzt bist Du noch flexibel. Später bist Du absolut Deiner Umwelt
ausgeliefert und hast nur noch wenig Möglichkeiten Dein Leben selbst zu
bestimmen.
Jetzt kommt aber die Frage was tun?
Nun, wie du weißt gibt es viele Möglichkeiten sein Geld anzulegen. Die
beste Lösung ist auch wenn man verschiedene Dinge nutzt und nicht nur
eine Möglichkeit.
Die Möglichkeit "Rürup" würde ich an Deiner stelle nicht ausschließen,
denn Riester und betriebliche Altersvorsorge kannst Du als
Selbstständiger nicht nutzen. Somit hast Du nicht viel andere
Möglichkeiten wenn Du staatl. Förderung nutzen willst. Wie Du das am
besten machst kann ich pauschal nur schwer beantworten, da ich Deine
Situation nicht kenne und auch nicht weiß bis wann Du in Rente gehen
willst. Jetzt allerdings gleich eine hohe Einmalzahlung halte ich
allerdings auf den ersten Blick für nicht sinnvoll,da die steuerliche
Förderung von Jahr zu Jahr steigt und Du im ersten Jahr am wenigsten
rausbekommst.
Am besten ist in der Regel eine minimale monatliche Zahlung zu machen
und dann jeweils am Ende des Jahres zu schauen was noch geht. Aber wie
gesagt, ich müsste Deine Situation kennen.
Falls Du gerade eine Summe zusammen hast die Du für Deine Altersvorsorge
zur Seite legen willst, würde ich das Geld erst mal gewinnbringend auf
die Seite legen. Die Rürup würde ich machen, aber nicht gleich zuviel
reinschießen. Deinem Versicherungsvertreter wird diese Version
allerdings nicht so sehr gefallen, was provisionstechnisch verständlich
ist ;-).
Wenn Du willst kannst Du mir gerne eine Mail schicken.Vielleicht hab ich
noch einige Tips. Falls nicht, hoffe ich etwas geholfen zu haben.
Klingt irgendwie nach Versicherungsvertreter. Viele lassen sich ja von
sowas einlullen. Die Rendite bei der Rentenversicherung ist doch so oder
so ziemlich mies. Außerdem braucht man als junger Mensch viel Geld, und
nicht wenn man alt ist. Viele sagen sich ja, "wenn ich einmal Renter
bin, dann mache ich Weltreisen etc. bla bla". Die Realität sieht doch
anders aus. 90% bleiben als Rentner zu Hause oder in ihrem Garten. (Von
ein paar Kaffeefahrten abgesehen.)
Nein, Versicherungsvertreter bin ich nicht.Ich habe es auch nicht nötig
irgendjemanden einzulullen. Ich habe jedoch durchaus mit der Thematik zu
tun.
Ich verstehe leider nicht ganz was du meinst.Von welcher
Rentenversicherung redest du, deren Rendite mies ist? Ich kann mich
nicht erinnern das es um ein bestimmtes Produkt ging. Ich würde auch
keine Produktempfehlungen hier ausgeben. Meinst du Rürup?
Warscheinlich,denn darum geht es ja hier.
Rürup ist aber kein Produkt. Ob es sich lohnt eine Rürup zu machen muß
man im Einzelfall prüfen. Rürup hat auch durchaus Nachteile. Eine davon
ist, das man zB. das Geld nicht auf einen Schlag ausbezahlt bekommen
kann, sondern "nur" als monatliche Rente. Der Vorteil ist jedoch, wenn
man es richtig macht, kann man wärend seines Berufslebens bis zum
Beginn der Rente den kompletten(!!!) Beitrag abschreiben. Die ersten
Jahre weniger, dafür später über 100%. Im prinzip muß man das Geld
vorstrecken.Für die Auszahlungen wärend des Rentenalters muß man zwar
dann Steuern bezahlen, allerdings zu einem wesentlich geringeren
Steuersatz als im Berufsleben.Also,kann sich das durchaus lohnen.Aber
wie gesagt, man muß das immer im Einzelfall ausrechnen.
Ich zB. zahle jeden Monat 25€ in Rürup. Am ende des Jahres mache ich je
nach Gewinn oder weniger Gewinn eine Sonderzahlung rein.
Übrigens, mit Weltreisen im Alter hat das nichts zu tun. Schön wenn man
die machen kann, aber einen gewissen Lebensstandart möchte man auch
jenseits der 60 genießen.Also ist es mehr als gut wenn man sich früh
genug Gedanken macht.
Noch zum Thema "als junger Mensch braucht man Geld". Das stimmt. Nur, je
früher man anfängt was für s Alter zur Seite zu tun, umsoweniger mus ich
(zB. monatlich) sparen. wenn es einem erst mit 50 einfällt muß man halt
einige Scheinchen mehr zur Seite tun. Jetzt mal völlig egal wie man
spart.
Ich könnte monatlich sogar 500,- in die RV stecken und würde es auch
tun, wenn ich sicher wüsste, daß ich das auch in Zukunft noch kann und
es sich lohnt. Im Moment verdiene ich ordentlich Asche, bin mir aber der
Tatsache bewusst, daß das schon in wenigen Jahren zu Ende sein kann.
Mir haben sie angeboten monatlich 200,- einzuzahlen, kamen aber gelich
mit einer Jahressteigerung von mindestens 5%. Das wären dann in 25
Jahren, wenn ich in Rente gehe immerhin das 3,4 fache. Das habe ich dann
aber sicher nicht parat, weil ich im Alter viel weniger verdienen werden
(wenn überhaupt).
Lohnt sich diese Dynamik üerhaupt?
Was hat man Dir angeboten? Es gibt ja verschiedenste Arten von RV.Es
gibt auf dem Markt flexible Produkte, welche Du Deiner finanziellen
Situation anpassen kannst.Wenn die flexibel sind brauchst Du in der
Regel keine Dynamik.Dynamik macht man im normalfall bei klassischen
Lebensversicherungen um damit die Inflationsrate auszugleichen.Da 5%
Inflationsrate eher nicht zu erwarten sind, ist das etwas heftig.
Die klassischen Lebensversicherungen sind eh nicht mehr so interessant.
Deren Hauptvorteil bestand in der Steuerfreiheit bei Abschluß vor dem
1.1.2005. Der ist jetzt nicht mehr gegeben. Dafür sind viele Produkte
nicht mehr so starr, was die Höhe der Einzahlung betrifft. Einfach mal
diesbezgl. erkundigen.Ich denke sowas könnte interessant sein wenn Du
jetzt grad Geld hast und später nicht mehr so dicke.
>Die Realität sieht doch>anders aus. 90% bleiben als Rentner zu Hause oder in ihrem Garten. (Von>ein paar Kaffeefahrten abgesehen.)
wenn man glück hat. schaut euch mal die aktuellen statistiken an, wie
schnell die leute heute sterben. möchte nicht wissen, was in 30 jahren
ist.
schaut mal in euren bekanntenkreis.
Folgende Exceltabelle simuliert eine sehr konservative Zinsentwicklung
eines Bankkontos, auf das man das Geld eingezahlt hat, was man jählich
in die Rüruprente einzahlt. Unterstellt wird ein Betrag von 150,-
nominal, der zu einer Garantierente zuzüglich Überschüssen führt. Als
Einzahlung wird nur der Betrag abzüglich Steuervorteil genutzt. Dabei
wird die Absetzbarkeit von 64% steigend sowie der maximale Steuervorteil
angenommen. Personen mit weniger Steuer, haben mehr, das sie einzahlen
müssten, um dieselbe Rüruprente zu bekommen und hätten folglich mehr auf
dem Bankkonto eingezahlt. Unterstellt werden ferner ständig 30%
Zinsabschlag - auch im Alter.
Selbst in diesem ungünstigsten Fall mit später nur noch effektiv rund
1,8% Nettozinsen steht man bis zum 83. Lebensjahr mit dem Bankkonto noch
besser dar.
Eine Alternativrechnung für mich selbst mit Berücksichtung der
Freibeträge und geringeren Ersparnissen, liegt die Grenze bei 88.
Werde ich echt so alt?
Habe mal diese Exceltabelle überarbeitet. Sie ist jetzt zahlenmäßig auf
dem neuesten Stand!
Ich habe einige Anpassungen gemacht: Die Steuersätze für den letzten
Euro sind angepasst worden, da man unterstellen muss, dass nur dann
eingezahlt wird, wenn man auch hoch verdient hat in diesem Jahr. Die
Zinsabschläge im Zeitraum der Rente sind geringer angesetzt, weil man
dort nicht viel steuerbares Einkommen hat. Besonders der Zinsabschlag
für diesen Zeitraum in der Vergleichsrechnung kann keinesfalls höher
sein, als in der Rechnung mit gezahlter Rente.
Ergebnis:
Kontra Rürup : Die Zinsabschläge haben sich verringert
Pro Rürup : Die Steuerersparnis ist im Alter weniger groß
Bei mir lohnt Rürup es ab einem erreichten Alter von 85. Naja ...
Am Bestens ist es, nur so viel einzuzahlen, dass man eine steuerfreie
Mindestversorgung hat.
Kann aber auch sein, dass es das Beste ist, garnichts einzuzahlen und im
Alter vom Staat zu leben. Bis dahin kriegen wir sicher eine
Mindestrente.
da u.a. "Riester" gefallen ist.
Solange du ledig single bist ,geht das ja noch .
Sobald du verheiratet bist ( oder mal wirst ) haste ein Problem.
Falls du zB 30 Jahre schön geriestert hast und plötzlich an Karushi
eingehst ,dann hat deine Frau NIX von der Riesterrente - die verfällt
nämlich ....
>Falls du zB 30 Jahre schön geriestert hast und plötzlich an Karushi>eingehst ,dann hat deine Frau NIX von der Riesterrente - die verfällt>nämlich ....
Das ist ein großer Nachteil von Riester, auf alle Fälle.
Andererseits ist es "Hartz4 sicher", was man in der heutigen Zeit auch
nicht unter den Tisch fallen lassen sollte. Wenn man als Normalverdiener
riestert, sollte das auf jeden Fall nicht die einzige Art der
Altersvorsorge sein.
Riestern lohnt nur für Geringverdiener, die so wenig haben, dass sie
ordentlich Zuschuss bekommen und gleichzeitig noch soviel, das sie schon
Rente oberhslb des Mindestniveaus bekommen werden.
>Falls du zB 30 Jahre schön geriestert hast und plötzlich an Karushi>eingehst
Es geht ja um Rürup und die ist auf Angehörige übertragbar. muss man
aber beantragen, wie ich gehört habe.
>Riestern lohnt nur für Geringverdiener, die so wenig haben, dass sie>ordentlich Zuschuss bekommen und gleichzeitig noch soviel, das sie schon>Rente oberhslb des Mindestniveaus bekommen werden.
Sehe ich nicht so. Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz machen bei
Riester mit dem Sonderausgabenabzug ebenfalls ein gutes Geschäft, da der
Steuersatz im Alter wesentlich niedriger sein wird. Da wirkt Riester im
Grunde wie eine Direktversicherung.
>Falls du zB 30 Jahre schön geriestert hast und plötzlich an Karushi>eingehst ,dann hat deine Frau NIX von der Riesterrente - die verfällt>nämlich ....
Das hängt ziemlich vom Vertrag ab! Bei Vereinbarung einer Garantiezeit
ist Riester durchaus vererbar (wenn auch ggf. nicht in voller Höhe)
Grüße,
Danny