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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Induktivitäten messen


Autor: gast (Gast)
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Hallo Leute,

ich suche ein Verfahren, wie ich die Induktivität eines Ringkernspule 
möglichst genau bestimmen kann!

Habe schon viel geggogelt, finde aber irgendwie keine Antwort, wie genau 
das jeweilige Verfahren ist.

Kann mir da jemand vielleicht ein Tip geben!?

Gruß

Autor: Rumpelstilz (Gast)
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Spannung anlegen, Strom messen.

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Rumpelstilz wrote:
> Spannung anlegen, Strom messen.
Geht aber nur mit Wechselspannung und bringt nur dann vernünftige Werte, 
wenn der ohmsche Widerstand der Spule vergleichsweise klein ist (im 
Vergleich zur Reaktanz)...

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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http://electronics-diy.com/lc_meter.php

Dieses LC meter ist laut beschreibung "sehr genau" :)

Autor: Gregor B. (gregor54321)
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Schwingkreis mit bekannten Elementen aufbauen, und mit einem unbekannten 
Element verstimmen. Frequenzänderung = Messgröße

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Marius Schmidt wrote:
> http://electronics-diy.com/lc_meter.php
>
> Dieses LC meter ist laut beschreibung "sehr genau" :)

Ist da auch irgendwo der Quellcode?

Autor: Fritz (Gast)
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Bilde mit Lx und einem bekannten C einen Serienscwingkreis.
Rechtekimpuls vom Funktionsgenerator und mit dem Oszi die Frequenz der 
abklingenden Schwingung messeen.

Gruß
Fritz

Autor: eProfi (Gast)
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Ich mach's so:
C aufladen, Oszi parallel zur Spule klemmen und auf single shot 
triggern.
C parallel zur Spule halten und Periodendauer (evtl. über mehrere 
Schwingungen) ablesen.

Manchmal prellt die Verbindung (sieht man am Oszi), dann nochmal 
versuchen.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Autor: I_ H. (i_h)
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Die Methode mit dem Schwingkreis hat den Nachteil, dass du auf bestimmte 
Frequenzen festgelegt bist. Induktivität und Kernverluste sind aber 
frequenzabhängig.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Anscheinend schreibt da einer vom anderen ab, der LM311 ist 
allgegenwärtig. Aber AADE hat das "sehr genau" wenigstans umfangreich 
nachgemessen und beziffert
http://www.aade.com/lcm2binst/HP.html

Autor: I_ H. (i_h)
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Da scheinen aber einige Rechenfehler drin zu sein. Bei "Results for a 
set of 6 Boonton Type 62-2A calibration standard Inductors" komme ich in 
der Spalte mit .21% nicht unter .4% Abweichung, einige andere Avg. 
Angaben sehen auch sehr komisch aus, zB. direkt darunter wo der erste 
Eintrag 22% ist, der Durchschnitt aber nur .64% - es sind gerade mal 18 
Eintrage, nach der Angabe zur Avg. Berechnung ganz oben muss das also > 
1% sein, auch wenn die anderen alle 0 wären.

Es scheint aber nicht der fehler zu sein, dass negative und positive 
Abweichungen einfach addiert wurden - dann ist die Avg. Abweichung 
immernoch größer als die Angaben.

Oder zB. auch bei den 0.1% AIRCO Teilen, sehr viele Werte sind 
betragsmäßig über 0.07, Avg. ist aber mit 0.07% angegeben. Hab mal 
nachgerechnet, da hat er einfach positive und negative Werte addiert.

Autor: mandrake (Gast)
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Ich messe L oft über die Stromsteigung und das geht so:

1. Rechteckgenerator bereitstellen (evtl MOSFET als Verstärker).
2. 1 Ohm-Strommessshunt in Reihe mit der zu bestimmenden Induktivität 
schalten
3. Oszi parallel zum Shunt schalten.
4. Generator auf höchste Frequenz stellen.
5. Spule+Shunt an Generator anschließen.
6. Strom oszillographieren und die Frequenz so lange herunter drehen
bis man eine schöne Rampe sieht.
7. Stromänderung pro Zeit (Steigung) ablesen.

Da der Zusammenhang:

gilt kann man nun L ausrechnen.

Den Teilerfaktor des Oszitastkopfes nicht vergessen!

Autor: novasuper (Gast)
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Nimm eine Rechteckwechselspannung und lege sie an die Spule an. Aus der 
Steigung der Stromkurve (Oszi) kannst du ihre Induktivität berechnen.

Die Methode ist zwar nicht die genauste, berücksichtigt aber, daß die 
Induktivität je nach Kernmaterial nicht konstant ist, und die 
Ummagnetisierungsverluste des Kerns.

Schau mal bei 
www.math.tu-berlin.de/~dan/elektronik/Magnetkernbestimmung/Magnetkernbes 
timmung.html

Autor: Ulrich (Gast)
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Die Methode mit dem Schwingkreis hat den Nachteil, das man die 
Induktivität bei einer vorher nicht bekannten Frequenz kriegt. Zum Teil 
ist die Induktivität frequenzabhängig. Dann hilft nur Wechselspannung 
mit bekannter Frequenz anlegen und den Strom phasenrichtig zu messen. 
Als alternative kann kann man auch eine Brückenschaltung nehmen.

Autor: Andi (Gast)
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hallo,

ich habe mir die Methode hier 
www.math.tu-berlin.de/~dan/elektronik/Magnetkernbestimmung/Magnetkernbes 
timmung.html

angeschaut. Ich dachte, ich würde das Meßprinzip kennen/verstehen, aber 
nach dem Durchlesen dieser Seite, habe ich nur Bahnhof verstanden. 
Stimmt die Erklärung überhaupt?

Autor: M. Beffa (m_beffa)
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Ich machs mit dieser Methode:

1. Spule mit Vorwiderstand an Wechselspannung (z.B. 1kHz) anlegen (RL in 
Serie)

2. Mit Oszi den Strom messen

3. Aus dem Strom die Impedanz berechnen


4. Aus der Impedanz und dem Widerstand R, XL berechnen:


5. Mit der Formel für XL, L berechnen:


MFG

Autor: hans (Gast)
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www.math.tu-berlin.de/~dan/elektronik/Magnetkernbestimmung/Magnetkernbes 
timmung.html


ist down!

Hat sie jemand abgespeichert?

Autor: Elena (Gast)
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>ich suche ein Verfahren, wie ich die Induktivität eines Ringkernspule
>möglichst genau bestimmen kann!

Genau bekannten Cap parallel hängen und in die Gegenkopplung eines 
invertierenden OPamp hängen. An den Eingang einen Sinusgenrator legen 
und die Frequnz solange erhöhen, bis am Ausgang ein Amplitudenmaximum 
festzustellen ist. Thomsonformel liefert dir dann L.

So habe ich das mal mit den Tonabnehmern meiner Stratocaster gemacht.

Autor: Michael (Gast)
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Hallo Marco,

Glaub etwas stimmt bei deiner Berrechnung nicht.
Wieso legst du nicht einfach eine Spannung mit 1kHZ an die Spuhle an. 
Ohne Shunt. Mit die Spannung und den Strom.

XL = U/I

L = XL / (2  PI  f) = (U/I) / (2  PI  f)

Sollte auch gehen oder?

Autor: Christian L. (cyan)
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Ob Marco nach 3 1/2 Jahren noch antwortet? Und, wie willst du denn den 
Strom messen?

LG Christian

Autor: Fralla (Gast)
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Große Drosseln messe ich auch nach dem Stromanstieg. Kondensatorbatterie 
mittels IGBT(oder was auch immer) auf die Drosseln knallen und Strom und 
Spannung mitmessen. Diese Sample exoprtiere ich in Matlab.  Den ohmschen 
Anteil kann man wegrechnen oder vernachlässigen.

Nach etwas Filterung erhält man gemäss Induktionsgesetzt die 
Induktivität in abhängigkeit des Stromes und sieht sofort die Sättigung. 
Ist der Eisenquerschnitt bakannt auch sofort die Flußdichte.

manche Messbrücken können auch mit DC-Bias nach schwingkreismethode 
messen. Doch bei Drosseln im kA-Bereich hilft nur die 
Stromanstiegsmethode.
Induktivität vs. Strom ist zumindest für mich als Leistungselektroniker 
wichtiger als eine genau Induktivitätangabe bei 0A Gleichstrom. Denn 
eine Induktivitätangabe ohne Strom ist da Sinnlos.

MFG

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