AVR32 Grasshopper oder NGW100?

OP #853917
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Hallo,

Ich habe etwas Erfahrung mit 8Bit-µc und würde gern etwas tiefer
einsteigen.
Hier habe ich unter den neuesten Diskussionen Themen über den
Grasshopper und das NGW100 entdeckt und die geposteten Links zur
Hardware durchgekaut. Für einen Grünling wie mich sehr viel neues!
..macht dem entsprechend unsicher.
Ich möchte mich mit dem embedded-Thema etwas näher beschäftigen. Ich
will vor allem Steuerungen auf dem Board laufen lassen. z.B. Daten mit
Sensor oder 8Bit-µc sammeln, über UART an Grasshopper/NGW100 und dann
weiter über TCP/IP auf PC oder auf ein LCD. Vor allem will ich mich aber
mit embedded Linux vertraut machen (hier absolute Null!) und will
möglichst flexibel mit dem System sein, also alles selber machen.

Bitte Profis um Aufklärung:
Mit welchem Board wäre das alles am besten?
Welche Hardware brauche ich z.B. um Linux aufs Board zu bekommen? Geht
das beim NGW100 auch ohne teuren JTAG MKII? Mit USBPROG 3.0? Wie sieht
das gleiche Vorhaben beim Grasshopper aus?

Vielen Dank!
#853961
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Du brauchst bei beiden Boards JTAG nur, wenn Du den Bootloader 
zerschießt. So lange der heile ist, bekommst Du Linux auch ohne JTAG 
immer wieder aufgespielt. Zur Not lässt sich JTAG übrigens auch über 
eine Lowest-Cost-Bastellösung betreiben wie in 
Beitrag "Re: Grasshopper Inbetriebnahme"

Für das ATNGW100 sprechen:
- zwei Ethernet-Schnittstellen
- SD/MMC-Slot
- größere "Fangemeinde" bei AVRFreaks

Für den Grasshopper sprechen:
- mehr RAM
- iirc etwas günstigerer Preis
Gast #853994
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Auf keinen Fall sollte man versuchen u-boot aus u-boot heraus zu 
Aktuzalisieren, wenn man noch den buggy uboot hat, dann braucht man den 
JTAG. USBProg hat mir aber nicht geholfen, ganz im Gegenteil. Der Flash 
wurde vom USBProg nach dem ersten Flashen überhauot nicht mehr erkannt. 
Ist halt noch alpha.
#854203
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Hallo,

ich werde mal meine Frage hier anfügen, in der Hoffnung, daß sie etwas 
zum Thema passt.

Ich überlege mir auch den Grasshopper zu holen und um etwas Gefühl zu 
bekommen habe mir auch mal die Software runtergeladen und die Toolchain 
gebaut um etwas darin ruzustöbern.

Jetzt kommt die Frage,
wenn ich jetzt z.B. den i2C Bus haben möchte um sag ich mal ein paar 
Temperatursensoren anzuschliessen, muß ich mir das ganze im Kernel 
Programmieren ?
Es gibt schon bei den Sourcen dateien mit i2c*.c, kann ich die nutzen 
und wenn ja, wie ?
Hat der AVR32 einen i2c Bus in der Hardware, wo bestimmte Pins die 
Funktion übernehmen, oder muß ich alles in Software implementieren ?

Was bekommt man als Produkt ein /dev/i2c , oder muß ich für jedes Device 
einen extra Treiber schreiben ?

Ich hoffe, daß mir jemand etwas dazu schreibt.

Gruß Sebastian
#854352
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Ich habe es selber noch nicht ausprobiert, aber die I2C-Schnittstelle 
des Grasshoppers ist sowohl hardwaremäßig auf dem Board ausgeführt als 
auch softwaremäßig im Linux-I2C-Framework integriert.

Für manche I2C-Chips ist bereits ein Treiber vorhanden, die anderen 
solltest Du direkt über entsprechende Device-Nodes ansprechen können. 
Evtl. helfen die Dateien im Linux-Kernel-Tree unter "Documentation/i2c" 
ja weiter.
#854928
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@Artur:

Was für ein LCD? Es stimmt, dass nicht alle Leitungen des im AT32AP7000 
integrierten LCD-Controllers (LCDC) beim Grasshopper herausgeführt sind. 
Außerdem beißt sich die Pinbelegung des LCDC wohl mit dem 32-bit breiten 
Datenbus des SDRAM.

Nun ist der LCDC nur zur Ansteuerung von "großen" Grafik-LCDs/TFTs (bis 
2048x2048 Pixel) gedacht. Kleine Grafik-LCDs oder gar Textmode-LCDs mit 
eigenem Controller lassen sich sicherlich über die GPIOs ansprechen, so 
wie man mit einem kleineren uC auch tut.
Gast #855058
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Solange es sich um ein TFT Display (ohne Controller) handelt kannst Du 
den LCDC des AP7000/Grasshopper auf jedenfall nutzen. Durch die 32 Bit 
Anbindung des SDRAMS bei Grasshopper sind auch TFTs mit Auflösungen 
größer 648x480 kein Problem, das NGW100 hat leider nur einen 16 Bit 
breiten SDRAM und man muss teilweise mit den DMA Prioritäten tricksen um 
die nötige Speicherbandbreite für große TFT bereit zu stellen.
Also in kurz : TFTs ~ 320x240 Pixel = Grasshopper oder NGW100
               TFTs < 640x480 Pixel = Grasshopper,NGW100 mit Aufwand

STNs habe ich bisher noch nicht probiert, aber ich denke die spielen 
heutzutage sowieso keine große Rolle mehr.
In Benedikt Sauters Zeitschrift wird ein kleiner Artikel/HowTo bezüglich 
TFTs und Grasshopper erscheinen.
Angehängte Dateien:
Gast #855271
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@900ss
Danke für die Lorbeeren :-) Aber die harte Arbeit daran hat Atmel für 
die AVR32 Linux User erledigt.
Das ist ein Hitachi TX09V70???, Privat ist das schwer zu bekommen. Aber 
hab schon andere , preiswerte und leicht erhältliche TFTs , in der 
Pipeline. Aber dazu mehr im Heft und später in Benedikts Forum.
Gast #899619
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@Claude
Wie hast du die Linuxkonsole aufs Display gebracht? Ich hab n' Display 
am laufen, aber keine Konsole drauf.

Ich hab mal kurz versucht in der Kernelconfig "Device drivers->Character 
devices->Virtual terminal" einzuschalten.
Ich kann so aber den Kernel nicht mehr compilieren. Das ganze bricht mit 
ner Meldung "asm/vga.h: No such file or directory" ab. Ich bin dem aber 
nicht weiter nachgegangen.

Hast du mir ein paar tipps?

Danke,
Alex

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