Da ich am evaluieren von CH32V003 bin, habe ich im Zuge dessen jetzt auch einmal die Ausführungszeiten für ein Apfelmännchen gemessen / getestet. Hier bin ich jetzt erstaunt / verwundert und denke ich habe irgendwo einen Denkfehler.
Zuerst einmal die Ausführungszeiten:
1
Ausfuehrzeiten fuer das Programm: Fraktal-Speedtest:
2
3
Display: 160x128 ST7735
4
Interface: Hardware-SPI
5
6
Controller | Zeit [Sekunden]
7
-------------------------------------------------
8
STM32F401 / 84MHz | 2.8
9
STM32F401 / 96MHz (uebertaktet) | 2.6
10
STM32F103 / 72MHz | 11.4
11
STM32F030 / 48MHz | 34.0
12
CH32V003 / 48MHz | 80.5
13
CH32V003 / 24MHz | 123.0
14
ATmega328 / 16Mhz | 63.0
Alle werden mit denselben Grafikroutinen betrieben, alle mit Hardware-SPI (wobei im Falle von CH32V003 und dem Apfelmännchen relativ unerheblich ist, ob das mittels Hardware-SPI oder Bitbanging betrieben wird, Bitbanging braucht ca. 2 Sekunden länger).
Alle laufen mit einem Systemticker, im Falle vom ATmega generiert Timer1 einen 1 Millisekundenintervall in dem ein Zähler hochgezählt wird.
Dann traute ich meinen Systemtickern nicht so recht über den Weg und habe das handgestoppt, die Zeiten stimmen.
Noch betreibe ich den CH32V003 über das Setup des Frameworks CH32FUN (und ersetze nach und nach dessen Routinen durch eigene, bis ich das Framework dann nicht mehr benötige).
Ist im CH32FUN im Clocksetup etwas grundsätzlich nicht richtig (ich bin hier auf der Suche), oder ist der CH32V003 hier wirklich so lahm, dass sogar ein ATmega das Apfelmännchen schneller zeichnet?
Compileroptimierungsschalter steht auf -Os (natürlich habe ich auch -O1 und -O2 ausprobiert, aber außer an der Codegröße hat sich nicht viel geändert).
Compiler für den CH32V003 ist riscv-none-elf-gcc.
Im Anhang hier ist der Programmcode des Apfelmännchens enthalten.
Wie kompilierst du den Quelltext? Benutze mal float Konstanten, also statt 2.0 2.0f oder benutze -fsingle-precision-constant.
1
ty= 2.0f*wx*wy+jy;
Diese Stelle müsste (ohne das ..f) beim STM32 (evtl. auch beim RISC-V) in doubles berechnet werden. Die Kovertierung auf float findet erst beim abspeichern in ty statt.
Ich denke, dass der Compiler bei den STM32 an bestimmten Stellen doubles einbaut, evtl. auch beim CH32V003. Vermutlich hat dieser RISC-V Kern (v2a) auch nur eine langsamere (keine Single Cycle) Integer Multiplikation. Diese wird ja auch benötigt, um die Gleitkommabefehle auzuführen.
Wenn ich das richtig nachgeschaut habe, hat der CH32V003 nur das institution set "RV32EC". Somit hat der noch nichtmal für integer eine Multiplikation bzw. Division und die dürften hier recht häufig genutzt werden.
"RV32E" Base integer instruction set (embedded), 32-bit, 16 registers
"C" Standard extension for compressed instructions
"M" = Standard extension for integer multiplication and division
Dennoch finde ich das Ergebnis für CH32V003 etwas enttäuschend:
Float-Berechnungen nicht schneller als auf einer alten 8-Bit MCU mit nur
16 MHz !!
Wie ist denn der CH32V003 implementiert? Es könnte ja sein, dass der Kern aus Kostengründen eine Bit-Slice-Architektur wie ein Z80 früher ist.
Dann bräuchte er einige Takte mehr pro Befehl.
Gibt es irgendwo Angaben, wie viele Takte er für ein Integer-Add braucht?
Stimmt der SPI clock (nicht, dass du unabsichtlich einen viel
langsameren clock verwendest)?
Der SPI-Clock ist garantiert nicht das "Problem", da die Zeiten nicht viel schneller sind, wenn es gar keine Ausgabe auf dem Display gibt (und man nur die Berechnungen durchführt).
Wenn ich das richtig nachgeschaut habe, hat der CH32V003 nur das
institution set "RV32EC". Somit hat der noch nichtmal für integer eine
Multiplikation bzw. Division und die dürften hier recht häufig genutzt
werden.
Siehst du da irgendwelche Angaben zu den Taktzyklen pro Befehl?
Nope.
Auf "reddit" gefunden:
CH32V003 fetches 4 bytes of instructions in 1 clock cycle at 24 MHz, or 2 clock cycles at 48 MHz. Then it executes whatever instructions are in those 4 bytes (plus maybe the last 2 byte of the previous instruction fetch, if it started a 4 byte instruction) at (usually) 1 clock cycle per instruction.
So at 48 MHz you can execute one 4-byte instruction in 3 clock cycles, or two 2-byte instructions in 4 clock cycles.
CH32V003 fetches 4 bytes of instructions in 1 clock cycle at 24 MHz, or
2 clock cycles at 48 MHz.
Interessant: Bei doppeltem Clock gleich schnell beim Fetch. Liegt wahrscheinlich am Flash.
Falls ein AVR-Assembler Experte mitliest: Wieviel Zyklen braucht ein Atmega für ein 32Bit add ?
Stimmt der SPI clock (nicht, dass du unabsichtlich einen viel
langsameren clock verwendest)?
Der SPI-Clock ist garantiert nicht das "Problem", da die Zeiten nicht
viel schneller sind, wenn es gar keine Ausgabe auf dem Display gibt (und
man nur die Berechnungen durchführt).
Ich meinte damit eigentlich: "Stimmen die 48MHz überhaupt"?
Also indirekte Messung über den SPI-CLK, da der ja aller Wahrscheinlichkeit nach vom CPU CLK abgeleitet wird.
Dennoch finde ich das Ergebnis für CH32V003 etwas enttäuschend:
Float-Berechnungen nicht schneller als auf einer alten 8-Bit MCU mit nur
16 MHz !!
Das sollte man aber ein wenig kontextualisieren:
Der ATMega ist eine extrem gut ausgestattete moderne 8-Bit-CPU, die recht gut optimiert ist. Das lässt sich der Hersteller aber auch bezahlen. Der CH32V003 ist ein absolutes Lowcost-Produkt. Der ATMega328 kostet so um die 1.50, der CH32V003 sagen wir mal so etwa 30 Cent. Da kriegst du also für ein Fünftel des Preises halbwegs vergleichbare Performance. Viele Anwendungen brauchen keine Hochleistungs-Microcontroller, sondern müssen nur ein paar Sensoren auswerten und Transistoren schalten, da wird sowas dann natürlich höchst interessant.
In der Mounriver-Toolchain für die CH32-Controller wird die generische
soft-fp der glibc verwendet. Diese ist in C implementiert und in
keinster Weise an spezifische CPU-Typen angepasst. Die AVR-FP-Routinen
hingegen sind in Assembler speziell für diesen CPU-Typ geschrieben.
Das alleine macht schon einen Riesenunterschied. Dazu kommt dann noch
der fehlende Hardwaremultiplizierer im CH32V003. Immerhin ist ist die
Integermultiplikation beim CH32V003 in Assembler geschrieben.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Zeiten, wo auch für den AVR
die soft-fp der glibc verwendet wurde. Da hat man um jeden Preis
versucht, auf FP-Arithmetik komplett zu verzichten.
Evtl. gibt es für den CH32V003 irgendwo eine optimierte FP-Bibliothek,
ich kenne aber keine.
PS: Vielleicht möchte sich mal jemand das da anschauen:
CH32-Controller wird die generische
soft-fp der glibc verwendet.
Danke für die Antwort!
Das erklärt den Unterschied voll und ganz!
Gerade hat DHL mein 1. Design mit einem CH32V003 geliefert... hatte schon Sorgen, dass ich bei der Komponentenauswahl für den Kunden irgendwas übersehen habe :)
Ohne ASM-soft-fp und ohne Hardware Multiplier ist die Geschwindigkeit aber eigentlich ok :)
ch meinte damit eigentlich: "Stimmen die 48MHz überhaupt"?
Also indirekte Messung über den SPI-CLK, da der ja aller
Wahrscheinlichkeit nach vom CPU CLK abgeleitet wird.
Das war die erste Überlegung, ob die 48MHz überhaupt stimmen. Erst im Framework gesucht (war alles in Ordnung ... und ich habe wieder etwas über die Register gelernt) und dann zusätzlich auf der SPI natürlich den Klassiker 0x55 und 0xAA ausgegeben... kommt mit dem Clock-Prescaler so hin. Das Teil läuft wirklich mit 48MHz!
Der ATMega ist eine extrem gut ausgestattete moderne 8-Bit-CPU, die
recht gut optimiert ist. Das lässt sich der Hersteller aber auch
bezahlen. Der CH32V003 ist ein absolutes Lowcost-Produkt. Der ATMega328
kostet so um die 1.50, der CH32V003 sagen wir mal so etwa 30 Cent. Da
kriegst du also für ein Fünftel des Preises halbwegs vergleichbare
Performance.
Na ja, es ging ja nicht darum (zumindest hier nicht) was das Teil kostet. Ich beschäftige mich mit dem Dingelchen ja eigentlich nur aus "sportlichem" Antrieb heraus weil das so billig ist. Allerdings hätte ich angenommen, dass RISCV den ATmega um längen schlägt. Ob ATmega jetzt als "extrem gut ausgestattet" und "modern" bezeichnet werden kann, lass ich jetzt mal unkomentiert. Optimiert ist sie sicherlich. AVR sind momentan - verglichen mit ihrer Leistung - sowieso relativ teuer: günstigste Teile ATmega328 eher schon 2€, CH32V003 0,22€, allerdings auch STM32F030 0,62€.
Aber wie gesagt sind das eher sportliche Gründe. Mir gefallen mittlerweile die Gehäuseformen TSSOP20 und dann (für mehr Pins) LQFP48 und auch LQFP64.
In der Mounriver-Toolchain für die CH32-Controller wird die generische
soft-fp der glibc verwendet. Diese ist in C implementiert und in
keinster Weise an spezifische CPU-Typen angepasst. Die AVR-FP-Routinen
hingegen sind in Assembler speziell für diesen CPU-Typ geschrieben.
Das dürfte dann wohl die "Ursache" sein und vielen vielen Dank für die Info (meine ich absolut ohne Ironie - schade, dass man das immer dazu schreiben muß). Schön - auch wenn andere das anderst sehen - wenn hier wieder gezeigt wird, wie kompetent die Moderatoren sind: Daumen sowas von nach oben !
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Zeiten, wo auch für den AVR
die soft-fp der glibc verwendet wurde. Da hat man um jeden Preis
versucht, auf FP-Arithmetik komplett zu verzichten.
Gerade hat DHL mein 1. Design mit einem CH32V003 geliefert... hatte
schon Sorgen, dass ich bei der Komponentenauswahl für den Kunden
irgendwas übersehen habe :)
Der ATMega ist eine extrem gut ausgestattete moderne 8-Bit-CPU, die
recht gut optimiert ist. Das lässt sich der Hersteller aber auch
bezahlen. Der CH32V003 ist ein absolutes Lowcost-Produkt. Der ATMega328
kostet so um die 1.50, der CH32V003 sagen wir mal so etwa 30 Cent. Da
kriegst du also für ein Fünftel des Preises halbwegs vergleichbare
Performance.
Na ja, es ging ja nicht darum (zumindest hier nicht) was das Teil
kostet. Ich beschäftige mich mit dem Dingelchen ja eigentlich nur aus
"sportlichem" Antrieb heraus weil das so billig ist.
Es geht nicht darum, was es kostet, du beschäftigst dich aber damit, weil es billig ist?
Der CH32V003 ist ein sehr einfacher RISC-V, den der Hersteller extrem kostengünstig produzieren kann. Dass man da keine großartige Leistung erwarten kann, ist irgendwie klar. RISC-V ist nicht auf absurde Performance optimiert, sondern darauf, eine möglichst einfache, aber dennoch praktikable Architektur zu sein, die zudem auch frei ist.
Allerdings hätte
ich angenommen, dass RISCV den ATmega um längen schlägt.
Warum? Der wirklich schnelle Hardware-Multiplier des ATMega macht ihn sehr leistungsstark, dazu noch gute, optimierte Compiler und Libraries. Der CH32V003 kann im Gegensatz dazu tatsächlich echt absolut gar nichts, da er einen ziemlich basalen RISC-V implementiert. Muss er aber natürlich auch nicht, das Teil überzeugt über den Preis. Ich begrüße das tatsächlich, anstatt überall den gruseligen 80C51 einzubauen. Außerdem: Der CH32V003 schlägt den ATMega, er kostet ca. 20% des Preises. Bei anspruchsvollen Echtzeitanforderungen mit gleichzeitig viel Gleitkommaarithmetik ist man selbstverständlich mit anderen Prozessoren besser bedient, für solche Dinge wie langsame Auswertung von Umweltsensoren eignet sich aber beides.
Ob ATmega jetzt
als "extrem gut ausgestattet" und "modern" bezeichnet werden kann, lass
ich jetzt mal unkomentiert.
Ich nicht: Du hast nämlich den "8-Bit-Microcontroller" vergessen. Natürlich gibt's Moderneres, unter den 8-Bittern ist er aber der Modernste.
Denk nur mal an den grausigen 80C51 (schlimme, teure Compiler; wenig Register; schwieriges instruction set) oder den PIC (ich sag nur: banked memory!), da ist der AVR im Vergleich ja eine echte Wohltat.
Optimiert ist sie sicherlich. AVR sind
momentan - verglichen mit ihrer Leistung - sowieso relativ teuer:
günstigste Teile ATmega328 eher schon 2€, CH32V003 0,22€, allerdings
auch STM32F030 0,62€.
Ich hatte bei Digikey und LCSC nachgeschaut, meine Preise sind etwa aktuell. Bei deinen Preisen ist der CH32V003 ja sogar noch besser, da kostet der nur etwas leistungsfähigere ATMega328 ja bereits das Neunfache.
Aber wie gesagt sind das eher sportliche Gründe. Mir gefallen
mittlerweile die Gehäuseformen TSSOP20 und dann (für mehr Pins) LQFP48
und auch LQFP64.
Das ist ja durchaus verständlich, aber der CH32V003 ist eben ein echtes Lowcost-Produkt für Anwendungen, in denen man bisher wahrscheinlich irgendeinen 80C51 verwendet hat. Dafür ist er definitiv deutlich besser. Mich wundert ehrlich gesagt, dass er an den ATMega328 rankommt.
Der CH32V003 ist ein sehr einfacher RISC-V, den der Hersteller extrem
kostengünstig produzieren kann.
Das stimmt. Im CH32v307 ist ein wesentlich potenterer Risc-V... Ca 1€ teurer als der mega328, dafür mit FPU, USB und Ethernet phy (10mbit Ethernet, 480mbit USB) usw.
Risc-V und ARM gibt's halt von extrem einfach bis ultra performant... Da muss man schon recht genau schauen welchen Befehlsatz der Core tatsächlich implementiert.
Es wär' wirklich interessant wie sich die soft-fp lieb von segger schlagen würde...
Die eine Sache ist der Floating-Point-Benchmark, der stark durch die Implementierung bestimmt ist.
Die andere Sache ist die grundsätzliche Geschwindigkeit des Prozessors.
Wie oben beschrieben, erhöht sich die Geschwindigkeit Kommando-Byte-Fetch nicht beim Umstellen von 24Mhz auf 48MHz.
Ich würde mal einen standardisierten Benchmark wie den Drystone-Benchmark laufen lassen, um zu sehen, ob es nur an der Floating-Point Implementierung liegt. Damit erhält man etwas bessere Einblicke als die in diesem Thread beschriebenen Vermutungen.
Wie oben beschrieben, erhöht sich die Geschwindigkeit
Kommando-Byte-Fetch nicht beim Umstellen von 24Mhz auf 48MHz.
Ich würde mal einen standardisierten Benchmark wie den
Drystone-Benchmark laufen lassen, um zu sehen, ob es nur an der
Floating-Point Implementierung liegt.
Einen "standardisierten" Benchmark braucht's eigentlich nicht, da wir ja (erstmal) nur sehen wollen, was der Unterschied zwischen 24 MHz und einer 48 MHz Clock bei CH32V003 ausmacht. Da es ja keine FPU Hardware gibt, würde auch das Apfelmännchen taugen. Evtl. wäre Ralph so nett und lässt mal das Apfelmännchen mit nur 24 MHz auf dem CH32V003 laufen und postet die Ergebnisse.
Der Dhrystone ist wohl dann sinnvoll, wenn wenn man die Performance von verschiedenen µC im integer Bereich vergleichen will. Wobei ich nicht weiß, was ein aktueller gcc (je nach Optimierungsstufe) aus dem Dhrystone macht.
Die scheint auch in der esp32-idf zum Einsatz zu kommen. So ich Zeit habe, werde ich das in den nächsten Tagen Mal testen...
Wenn man dem Benchmarking im paper traut, dann sollten sich die Ausführungszeit mit dieser lib im Vergleich zur glibc in etwa halbieren.
Interessant ist auch der Vergleich zur segger-lib...die dürften da teilweise wirklich jeden taktzyklus rausgequetscht haben... Vor allem bei den Divisionen...
Die ARM Cortex-M Architektur ist bei byteweisen Zugriffen auf den Speicher nicht gerade für seine Effizienz bekannt.
Genau dieses Bit-Verdrehen brauchst du aber bei IEEE754 haufenweise.
Nebenbei ist gerad der Cortex M0 als billiger 8-bit Ersatz entwickelt worden.
Daher hat er auch nur einen 32x32=32bit Multiplier verbaut.
Nachdem die 32bitter typischerweise in neueren Halbleitertechnologien gefertigt werden, ist es auch klar, warum die chips tendenziell billiger sind als alte 8-bitter.
Beim CH32V003 ist es wahrscheinlich so, dass der Großteil der Kosten im Packaging und nicht im Chip liegen.
Im übrigen: Wer so kleine Chips verbaut, der hat einfach keine Ansprüche an die Hardware. Selbst ein 32F103 von ST kostet ca 1,50 bei LCSC. Das ist in etwa der Preis von einem ATMega328.
Was aber den CH32V003 so interessant macht: Er kann mit 5V betrieben werden.
In meiner Anwendung "brauche" ich das, weil ich alles direkt von einem Lipo versorge. Also 3...4,2V.
Übrigens: Ich habe mir so ein combi-devboard-angebot mit CH32V003 und CH32V203 geholt. Damit werde ich mal versuchen, die Zahlen von oben zu verifizieren.... Die SPI Ausgabe werde ich dabei aber auskommentieren... es sei denn, ich bekomme das komplette Projekt vom TO :)
Der CH32V203 ist nämlich dem STM32F103/STM32F203 ähnlich... nur RISC-V. Dort wäre auch eine FPU mit drinnen und er kann 144MHz. Preislich ist er bei 60Cent. Damit sollte er in diesem "Benchmark" eigentlich die Geschwindigkeit vom F401 erreichen.... Das ist eigentlich schon ein Hammer um den Preis!
Der CH32V203 ist nämlich dem STM32F103/STM32F203 ähnlich... nur RISC-V.
Dort wäre auch eine FPU mit drinnen und er kann 144MHz. Preislich ist er
bei 60Cent.
Nur hört dann der Spaß mit 5 V wieder auf ;-)
FP beim CH32V003 würde mich (eher als Ersatz für einen ATtiny) nur am Rande interessieren. Augenscheinlich ist seine Stromaufnahme nicht sonderlich klein und mehr Interruptprioritäten würden nicht schaden. Mehr Details hatte ich mir noch nicht angesehen.
Der Preis ist aber sehr nett, wenn man größere Stückzahlen braucht ;-)
Übrigens: Ich habe mir so ein combi-devboard-angebot mit CH32V003 und
CH32V203 geholt. Damit werde ich mal versuchen, die Zahlen von oben zu
verifizieren.... Die SPI Ausgabe werde ich dabei aber auskommentieren...
es sei denn, ich bekomme das komplette Projekt vom TO :)
:-) :-) :-) ich bin noch am "evaluieren" und am für mich anpassen. Natürlich kann ich das in ein ZIP-File einpacken und zur Verfügung stellen (habe ich sowieso irgendwann vor, weil es aus meiner Sicht der Dinge kein wirklich gutes "Getting started" gibt ... und schon überhaupt nicht auf Deutsch).
In meinem "Paket" habe ich im ch32fun Framework herumgewerkelt, das Grundgerüst des Makefiles für mich angepasst. Ich mag zum Bsp. nicht, bei einem "make" oder "make all", dass der Code compiliert, gelinkt und gleich noch upgeloadet wird. Meine Editoren und meine Toolchain sind so ausgelegt, dass ein einfaches einfach nur ein "build" durchführt und ein "make flash" das ganze hochlädt. Außerdem habe ich aus meinem Paket Dateien entfernt, die nicht "ch32v003" heißen (irgendwann möchte ich auch den #define-Wust aus den .c .h so säubern, dass es eben nur noch ch32v003 heißt, einfach um besser bestimmte Dinge kontrollieren oder ändern zu können).
Außerdem sind meine Funktionen nur in den Quellcodes dokumentiert (die Funktionsschnittstelle). D.h. momentan muß man da dann eben in die Sources schauen.
Uuuuund wenn es dann kein "Gemecker" über den Stil wie ich etwas realisiere gibt, kannst du gerne mein "Paket" haben. Schmunzeln muß: mein eigenes printf ist häufig Stein eines Anstoßes. Das Fun-Paket hat ein printf automatisch integriert, welches Debug-Informationen auf der seriellen Schnittstelle ausgibt. Allerdings nur TxD und kein RxD ... und zu dem im Code auch größer als meiner. Also habe ich ein eigenes printf und in der Main-Datei muß dann stehen: void my_putchar(char ch) ... und in meiner my_printf.c Datei ist das dann als extern deklariert.
Die waren nicht grausig, ich habe die "geliebt". Zudem bin ich bis heute dem Intel-Stil der Mnemonic verhaftet, egal ob das 8080, MCS-48 (jaja, den habe ich auch noch gemacht), MCS-51 oder später am PC für 8086 und dann 80286 gemacht habe. Ein MOV und ein JMP war mit immer lieber als ein ld und ein br. Und die kleinen Dinger habe ich dann eh nicht mit Hochsprache programmiert.
Der CH32V203 ist nämlich dem STM32F103/STM32F203 ähnlich... nur RISC-V.
Dort wäre auch eine FPU mit drinnen und er kann 144MHz. Preislich ist er
bei 60Cent. Damit sollte er in diesem "Benchmark" eigentlich die
Geschwindigkeit vom F401 erreichen.... Das ist eigentlich schon ein
Hammer um den Preis!
Das werde ich dann mal später evaluieren, bei der letzten Bestellung hatte ich mir aus diesen Gründen genau einen V203 mitbestellt. Grundsätzlich funktioniert der zwar ähnlich dem V003, aber eben nur ähnlich.
Im übrigem ist es so eine Sache mit dem STM32F401 ... aus blanker Neugierde hatte ich mir bei lcsc.com einen STM32F402 mitbestellt, der bei ST scheinbar gar nicht gelistet ist, es aber ein chinesisches Datenblatt dafür gibt (von ST). Es scheint auch keine Fake-MCU zu sein und so habe ich ein Board damit aufgebaut und darauf Programme laufen lassen, die ansonsten auf einem F401 laufen. Es gab keine Unterschiede: Ein Binärfile ließ sich einfach hochladen und die Programme laufen alle (Kennung vom F402 ist auch die vom F401). Warum nun F402?
(auf dem F402 läuft das Apfelmännchen im übrigen mit exakt derselben Geschwindigkeit wie mit dem F401: 0,5 Sekunden ... und von dieser MCU bin ich dann wirklich ein FAN)
(auf dem F402 läuft das Apfelmännchen im übrigen mit exakt derselben
Geschwindigkeit wie mit dem F401: 0,5 Sekunden ... und von dieser MCU
bin ich dann wirklich ein FAN)
Da wäre jetzt noch der PiPico 2 mit dem Apfelmänchen auf 2 Kernen und auf 200MHz übertaktet interessant.
warum ?
Um zu sehen, ob er schneller ist. Die STM-Architekturen sind ja nicht so schlecht und es könnte für den PiPico schwierig sein, die selben Geschwindigkeiten zu erreichen.
Außerdem sind Apfelmännchen ideal für die Parallelverarbeitung.
So, :-) auf einfachen Wunsch einer einzelnen Person habe ich jetzt mal das ganze Projektpaket zusammengefasst auf das nötigste.
Als Compiler benötigt man: riscv-none-elf-gcc (bei mir ist es die Version 14.2.0-3
Dieser sollte im systemweit verfuegbar sein. Das schöne an diesem Compiler ist (wie auch beim arm-none-eabi-gcc) dass er in "irgendein" Verzeichnis gelegt werden kann (bei mir ist es /usr/local/) und in der .bashrc nur der Pfad erweitert sein muss.
So, das Archiv enthält alle Dateien um das Apfelmännchen für einen CH32V003 zu übersetzen, befindet sich im Order:
fraktal_speedtest
Dem ganzen Paket habe ich Teile des CH32fun mit eingefügt und manche Dinge daraus auch geändert. Allen voran das Makefile fraktal_speedtest
Aaaaber: für diejenigen (wie mich) die immer auch die Bastler sind (heißt das heute Maker?) sind in dem ganzen CH32Fun Paket Dinge versteckt, die nicht so wirklich richtig beschrieben sind. Die Kurzfassung:
es gibt eine Programmersoftware für Arduino-Uno / Nano, die in der Lage ist, einen CH32V003 zu programmieren. Der ist zwar schnarchlangsam, aber er kann es. Nennt sich ardulink. Bei näherem Hinsehen, läuft das Programm auch auf ATmega88, ATmega168 und bei noch genauerem Hinsehen sogar auf ATtiny2313. Dort habe ich Quellcode manipuliert und es kann im Verzeichnis ./ardulink eine Firmware für AVR erstellt werden, die den Programmer für einen CH32V003 darstellt
das Uploadprogramm zu einem CH32V003 heißt minichlink und ist im Ordner minichlink. Dieses Programm compilieren und im systemweit verfügbar machen (bei mir im selben Ordner wie der Compiler
in den Ordner bootloader ist ein wirkliches Schmankerl: Ein Bootloader, der in einem CH32V003 installiert werden kann (nimmt noch nicht einmal Programmflashspeicher weg) und fortan braucht es keinen Programmer
im Ordner rvswdio_programmer ist die Firmware für einen Programmer, der in einem CH32V003 arbeitet und in der Lage ist, als Programmer eben für diesen Chip zu dienen.
Die originale Zeichnung wie das zu beschalten ist, finde ich "dahingerotzt" (Entschuldigung an die, die das CH32FUN Framework aufgebaut haben) und aus diesem Grund habe ich einen saubereren Schaltplan gezeichnet. Die Schaltung habe ich nach allerfeinster V-USB Manier für AVR-Controller (also eher kein so gutes USB :-) ) erweitert, so dass ein Programmer oder Bootloader mit 3.3V oder mit 5V laufen kann und das ganze umschaltbar gemacht. Hier ist (wie bei diesem V-USB Sachen immer) darauf zu achten, dass das Zenerdioden kleinerer Leistung sind, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Kurve in Sperrrichtung nicht so senkrecht nach unten geht wie es wünschenswert wäre und von daher sollten das kleine Z-Dioden mit 1/4W Leistung sein).
Interessanterweise kann man mit dem Bootloader eben die Programmerfirmware flashen aber bei Bedarf auch andere Programme laufen lassen.
So, wer hier also gerne mitevaluieren möchte kann das hier gerne herunterladen, außer einem Chip (wenn man den als Bootloader betreibt) und einen AVR mit USB-Bridge (Arduino) braucht es nicht!
By the way: Wäre fast schon etwas für ein Projekt oder einen Artikel
... eigentlich ging es mir ja nur um "float". Weil aber in der Diskussion grundsätzlich über Geschwindigkeit diskutiert wurde habe ich einen weiteren Test gemacht.
An sich wollte ich drystone oder whetstone implementieren, was daran scheiterte, dass bei einbinden der Math-Bibliothek mit -lm schon alleine die Berechnung eines einzelnen Sinus nicht in den Flashspeicher des CH32V003 passt (produziert ein Compilat > 18 kByte).
Okay, aber für einen Test war ja das Apfelmännchen nicht gaaaanz so schlecht.
Also wollte ich wissen wie es sich denn mit Integer-Berechnungen verhält.
Damit die Ergebnisse vergleichbar sind, habe ich einen Pseudozufallszahlengenerator implementiert, der seine Werte mittels 2 linear rückgekoppelten 32-Bit Schieberegister die miteinander "ver-xoder-d" erzeugt.
Als Rechentest werden 2000 Linen und 2000 Kreise nach dem Bresenham-Algorithmus berechnet, die mittels 16-Bit Integerberechnung erfolgen.
So gibt es hier einen Mix an 32-Bit und 16-Bitberechnungen. Die Programme, für die, die das wirklich interessiert habe ich hier angefügt.
Compilat für ATmega328p (okay, alter Compiler) avr-gcc v. 7.3.0 : 8586 Bytes
Compilat für CH32V003 riscv-none-elf-gcc v. 14.2.0 : 3768 Bytes
Eigentlich hätte ich erwartet, dass der V003 mehr Speicher als der 328p benötigt.
Andererseits ist mir positiver Weise mit dem V003 aufgefallen gewesen, dass der Speicherbedarf für 2 der Spiele, die auf einem STM32F030 laufen und dort beide knapp über 18 kByte benötigen für den CH32V003 hierfür knapp unter den 16 kByte liegen (und auch ausführbar sind).
Das ist ja durchaus verständlich, aber der CH32V003 ist eben ein echtes
Lowcost-Produkt für Anwendungen, in denen man bisher wahrscheinlich
irgendeinen 80C51 verwendet hat. Dafür ist er definitiv deutlich besser.
Mich wundert ehrlich gesagt, dass er an den ATMega328 rankommt.
Hierzu --meine-- Meinung:
Der CH32V003 kommt nicht nur an den ATmega328 heran, unterm Strich überholt er ihn auf fast allen Gebieten oder ist überlegen.
Vorteile für den ATmega328p:
32kByte Flash (anstelle 16kByte beim V003)
internes EEProm
Geschwindigkeit bei float auf demselben Niveau wie V003
Vorteile für den CH32V003
für Integerberechnungen sehr viel schneller
SPI sehr viel schneller als AVR
extrem billig
relativ speicherplatzschonend
läuft mit 3,3V und mit 5,0V
voller Takt auch ohne Quarz
USART (hat mich überrascht) habe ich getestet bis 460800 Bd und das funktionierte
problemlos
Beim vielen Testen des CH32V003 (ich bin da noch nicht fertig) ist aufgefallen:
I2C ist ähnlich doof wie bei STM32F0, der Controller will vorher schon wissen, wieviel Bytes auf dem Bus transferiert werden (habe Codes vom STM32F0 dann adaptiert, kommt aber meiner früheren Vorgehensweise nicht so sehr entgegen, funktioniert aber)
ADC hat leider nur 10-Bit Auflösung, die 12-Bit eines STM32 wären schön. Bei konstant gehaltener Betriebsspannung und Eingangsspannung am ADC-Pin nach Laufzeit 3 Stunden (Zimmertemperatur) Abweichung von 2 Digits
wirklich schön ist Timer 2. Hier gibt es einen wirklich sehr komfortablen Prescaler, der komplett mit 16-Bit beschreibbar ist. Hier können wirklich "krumme" Taktvorteiler eingetragen werden. Eine Kombination von Prescaler= 48000 und einem Compare auf 1000 ergibt hier tatsächlich eine Sekunde mit der es dann möglich ist, den Timer 2 Interrupt wirklich nur jede Sekunde aufzurufen.
Summasumarum ist von daher der CH32V003 nicht nur eher ein Ersatz für ATtiny sondern eher auch für ATmega, wenn die Pinanzahl und der Speicherplatz ausreichend ist
Okay, ich wollte eigentlich gar nicht so viel schreiben, entschuldigung !
ADC hat leider nur 10-Bit Auflösung, die 12-Bit eines STM32 wären
schön.
Summasumarum ist von daher der CH32V003 nicht nur eher ein Ersatz für
ATtiny sondern eher auch für ATmega, wenn die Pinanzahl und der
Speicherplatz ausreichend ist
Für etwa den doppelten Preis eines CH32V003 bekommst du den CH32V203.
Der hat den gewünschten 12-Bit-ADC, mehr Pins (37 GPIOs), mehr Flash (64
KiB), mehr RAM (20 KiB) sowie Hardwaremultiplikation und -division.
Darüberhinaus hat er im Vergleich zum CH32V003 doppelt so viele Timer,
I²C, SPI und OPAs. Die Taktfrequenz ist dreimal so hoch, USARTs hat er
sogar viermal so viele. Damit nicht genug: Es gibt auch noch 2×USB,
1×CAN und 10×TouchKey.
Für den Preis von etwa fünf CH32V003 (immer noch deutlich billiger als
der ATmega328P) bekommst du den CH32V303. Diese hat neben einer FPU noch
deutlich mehr Flash (256 KiB), RAM (64 KiB), Timer (10), USARTs (8),
GPIOs (80), OPAs (4), ADC-Kanäle (16) und ein zusätzliches SPI (3).
Hinzukommen 2×DAC (12 Bit), 2×I²S, SDIO, FSMC und ein TRNG.
Speziell für Lottogewinner (also etwa so teuer wir der ATmega328P) gibt
es den CH32V307, bei dem man noch Ethernet sowie Highspeed für eines der
beiden USB-Interfaces obendrauf bekommt.
Somit decken die CH32Vxxx neben der Apfelmännchenmalerei auch noch eine
recht große Palette weiterer Anwendungen ab ;-)
Für etwa den doppelten Preis eines CH32V003 bekommst du den CH32V203.
Der hat den gewünschten 12-Bit-ADC, mehr Pins (37 GPIOs), mehr Flash (64
KiB), mehr RAM (20 KiB) sowie Hardwaremultiplikation und -division.
Den V203 habe ich hier und nur mal superkurz darüber gesehen. Register sind zwar ähnlich, aber eben nur ähnlich. Immerhin kann der 144 MHz und die Hardwaremultiplikation/Division auch als Floatingpoint-Unit (FPU).
:-) :-) :-) vllt. male ich dann darauf ja auch Apfelmännchen (obschon es sch ja auch zum Zeichnen von Linien und Kreisen eignet).
Aber irgendwie bin ich dann in dieser "Leistungsklasse" den STM32 verhaftet (hier sind dann mein "Lieblinge" STM32F402, STM32F407 und STM32F429)
Spaß beiseite: Mir ging es eigentlich ursprünglich nur darum herauszufinden, was denn an diesem V003 dran ist, weil der des öfteren erwähnt wird. Für eine Anwendung sucht man sich den Controller heraus, von dem man annimmt dass er den Ansprüchen die an ihn gestellt werden gewachsen ist. Hier ist es dann vllt. nicht schlecht, mehrere zur Auswahl zu haben.
Im Fall vom V003 im TSSOP20 Gehäuse ist super von Vorteil, dass er Pinkompatibel zum STM3S003 / S103 ist. Hier habe ich spaßeshalber den V003 (in besonderen Fall für Panelmeter für DS18B20 Temperatursensor) au eine Platine gelötet, die eben für den STM8 entwickelt war. Das Programm angepasst (eigentlich keine Änderung bis auf die Systeminitialisierung) und die Schaltung lief sofort in der "fremden" Platine.
Von daher ist der (wie in irgendeinem Thread hier) erwähnt wurde der V003 dann der Ersatz für STM8, wenn diese - wie schon einmal - abgekündigt werden. Platinen wären weiter nutzbar.
Interessant: Könnte der Atmega328 24MHz wäre er etwas halb so schnell
wie der CH32V003
Um die generelle Leistung eines µC zu bewerten, sollte man eine größere Applikation mit einer breiter aufgestellten Nutzung der Maschinenbefehle vergleichen.
Es ist problemlos möglich, ein Programm zu schreiben, welches einen 6502 bei 1 MHz verdammt gut aussehen lässt. (Schneller als ein ATMega bei 16 MHz)
Dennoch käme niemand auf die Idee zu behaupten, dass ein oller 6502 auch nur annähernd die Leistung eines Mega erreicht.
Es ist problemlos möglich, ein Programm zu schreiben, welches einen 6502
bei 1 MHz verdammt gut aussehen lässt. (Schneller als ein ATMega bei
16 MHz)
Das musst du mir mal zeigen.
Für etwa den doppelten Preis eines CH32V003 bekommst du den CH32V203.
Der läuft halt nicht mehr mit 5V, und 5V-tolerant sind seine I/Os wohl auch nicht.
Oberhalb des CH32V003 aber gibt es auch noch den CH32V006 - mit 8 kB RAM, 62 kB Flash-ROM, 12-Bit-ADC, 2 UARTs, Betriebsspannungsbereich 2 .. 5 V. Und im QFN32 hat er dann auch mehr gleichzeitig nutzbare I/O-Pins.
Den V203 habe ich hier und nur mal superkurz darüber gesehen. Register
sind zwar ähnlich, aber eben nur ähnlich. Immerhin kann der 144 MHz und
die Hardwaremultiplikation/Division auch als Floatingpoint-Unit (FPU).
Sicher, dass der eine FPU hat? Ich dachte, die gibt es erst beim V3xx.
Das dürfte ein Fehler sein und ist wohl darauf zurückzuführen, dass in
dem Datenblatt Informationen zum CH32V203 (ohne FPU) und CH32V3xx (mit
FPU) vermischt sind.
Das dürfte ein Fehler sein und ist wohl darauf zurückzuführen, dass in
dem Datenblatt Informationen zum CH32V203 (ohne FPU) und CH32V3xx (mit
FPU) vermischt sind.
Oh. Das spricht nicht für WCH, denn das steht gleich auf der ersten Seite des Datenblatts in der Featureliste. Vermutlich sind die chinesischen Unterlagen besser korrigiert, die wird man dann in solchen Fällen mit einem Übersetzer à la Google Translate hinzuziehen müssen.
Single Cycle Multiplication, Hardware Dividing, Hardware Floating
Point
System Frequency 144 MHz, Zero-Waiting
Die englischen Datenblätter haben die gleichen Versionsnummern und sind
jeweils ein paar Tage jünger als die chinesischen. Die Abweichungen in
der englischen Version spricht damit immerhin dafür, dass die
Übersetzung nicht komplett automatisch erfolgt ist :)
Meine Wahl ch32x033/35, gibt es in tssop20, hat 62/20kB flash/ram, 12bit-adc, 14xtouch, pioc, 2xopa/pga, 3xcmp, usb/serial bootloader, den besseren 4c core mit hw-mul und ist billig zu bekommen.
Besonder der pioc 2K/8bit-slave ermöglicht performante Interface Realisierungen.
@majortom
Dem wäre noch der 3,3V/5V Spannungsbereich hinzuzufügen.
...und der integrierte vollständige Controller für USB-C PD.
Man kann mit den ch32x033/35 also einen vollständig programmierbares USB-C PD Triggerboard bauen. Und das für insg. weniger Geld als die Fertiglösungen.
der CH32V003 hat einen sehr einfachen RISC-V Core ohne Multiplikationshardware. Außerdem ist die Ausfühung aus dem Flash nicht sehr schnell, da kein Cache.
Schneller wird es mit:
CH32V002 / CH32V006, denn die haben einen RISC-V core mit multiplier
Du kannst mit ch32fun funktionen aus dem RAM ausführen lassen, was die Flash-waitstates eliminiert. Dazu muss man bei der Funktiondeklaration das attribut unten setzen.
1
2
void function (...) __attribute__((section(".srodata"))) __attribute__((used));
Code optimieren, um die floating point operationen durch fixed point zu ersetzen, bzw. einer eigenen floating-point implementierung. IEEE754 ist durch viele special cases langsam.
Laut Datenblatt hat der CH32V003 die
Erweiterung Zmmul und damit einen Hardwaremultiplizerer.
wo liest du das genau? Der CH32V003 besitzt den V2A core. Laut dem QingKeV2 Prozessor Manual ist nur der V2C core mit ZMUL ausgestattet.
"2. The m-extension in V2C only includes hardware multiplication instructions, i.e. Zmmul extension, the use of which needs to be based on the MRS compiler or the toolchain it provides."
auch wenn das jetzt schon wieder fast ein halbes Jahr her ist, fasse ich diesen Thread hier noch einmal an, weil es um die Geschwindigkeit von CH32V003 und ATmega328p am Ende ging.
Ich wollte jetzt einmal wissen, wie sich das halbwegs in der Praxis verhält und habe einen sehr einfachen (und wahrscheinlich nicht wirklich präsentativen) Benchmark geschrieben, der unterschiedliche Integertypen und Float-Typ zum Testen heranzieht und auch Zugriff auf Arrays generiert um auch etwas von einem Speicherzugriff zu haben.
Der Benchmmark in der AVR-Version ist im Anhang, natürlich fehlt die Toolchain um das zu compilieren (ich habe die Ausgaben mit einem eigenen printf auf einem TFT-Display gemacht, der Benchmark selbst läuft auf so ziemlich allen Controllern die ich habe mit Ausnahme von Padauk PFS154).
Bei Bedarf kann ich das auch auf einem STM32F401 laufen lassen, für STM32F411 und STM32F103 müßte ich das erst wieder zusammenstecken, da weiß ich leider die Zeiten nicht mehr, aber zumindest beim F4 war das dramatisch schneller)
d.h. der Atmega wäre bei 48MHz fast genauso schnell aber mit 8 statt 32
Bit.
Das ist eine Milchmädchenrechnung. Ich kann die Loops der "Benchmarks" so anpassen, dass da fast nur float gerechnet wird, dann wird der AVR in Bezug zum V003 immer schneller. Laß ich nur 32 Bit-Operationen laufen, Dann liegen zwischen AVR und V003 Welten. Deshalb ist die Verteilung der Rechenoperationen wichtig. Ich kann nicht einfach sagen: 3 mal schneller und ich kann auch nicht einfach die Taktfrequenz hochskalieren um zu sagen: "eigentlich wäre ich genauso schnell wenn... " Das "wenn" ist Konjunktiv, aber Fakt ist, der V003 kann mit höherem Takt yls AVR betrieben werden und auch aus diesem Grund ist er schneller. Um wieviel Prozent hängt von der Anwendung, vom Programm, der Sprache und vom Programmierstil ab.
d.h. der Atmega wäre bei 48MHz fast genauso schnell aber mit 8 statt 32
Bit.
Das ist eine Milchmädchenrechnung. Ich kann die Loops der "Benchmarks"
so anpassen, dass da fast nur float gerechnet wird, dann wird der AVR in
Bezug zum V003 immer schneller. Laß ich nur 32 Bit-Operationen laufen,
Dann liegen zwischen AVR und V003 Welten.
Dann sind die angegebenen Laufzeiten auch 'Milchmädchenrechnung' und nichtssagend.
Compilerflags sind beide mit Optiomierung auf Codegröße ( -Os) und Optimierung im Zwischencode ( -flto ), die Debuginformationen ( -g ) dürften normalerweise keine Beeinträchtigung der Geschwindigkeit haben.
Grundsätzlich jedoch "mag" ich meine Standardeinstellung und so lange ich da keine Geschwindigkeitsprobleme habe (da nehme ich dann ehrlicherweise einen STM32), habe ich die Optimierungseinstellung -Os, weil ich eher meistens Probleme mit dem verfügbaren Flashspeicher habe.
Solange noch nicht mal klar ist, mit welchen Compilereinstellungen der
"Benchmark" erfolgt ist, ist das nur fettarme H-Milch, also weißes
Wasser.
Das ist grundsätzlich nur "fettarme H-Milch" (die mir übrigens nicht schmeckt, du siehst hier die Analogie? :-) ), es ging mir hier nur ganz grob darum "halbwegs" zu belegen, entgegen Aussagen ein paar weniger, dass der CH32V003 grundsätzlich schneller als ein AVR ist.
Wie oben gesagt kann man den "Benchmark" über das Verhältnis der einzelnen Loops in jede Richtung beeinflussen und ich gebe zu, dass ich keine Informationen darüber habe, wie die statistisch gesehen die Verteilung unterschiedlicher Rechenoperationen in "üblichen Programmen" ist.
Schade, dass es keine standardisierten Benchmarkprogramme für kleine Controller mit nur 2 KByte gibt (wie im Verlauf des Threads bereits gesagt: Dhrystone und Whetstone sind nicht auf CH32V003 lauffähig).
Das ist grundsätzlich nur "fettarme H-Milch" (die mir übrigens nicht
schmeckt, du siehst hier die Analogie? :-) ),
Warum hab' ich sie wohl "weißes Wasser" genannt?
es ging mir hier nur ganz grob darum "halbwegs" zu belegen,
entgegen Aussagen ein paar weniger, dass der CH32V003 grundsätzlich
schneller als ein AVR ist.
Magst Du den Test mal mit Optimierung auf Geschwindigkeit wiederholen?
Nicht, weil ich Deine Prämisse in Frage stellen wollte, sondern weils vielleicht noch irgendwelche weiteren Erkenntnisse bringen könnte.
(Vielleicht ist einer der beiden Compiler beim Optimieren in der einen Kategorie besser als in der anderen, oder umgekehrt, oder es macht keinen Unterschied ...)
Schade, dass es keine standardisierten Benchmarkprogramme für kleine
Controller mit nur 2 KByte gibt (wie im Verlauf des Threads bereits
gesagt: Dhrystone und Whetstone sind nicht auf CH32V003 lauffähig).
Ja, finde ich auch. Man müsste sie dann aber in int16, int32 und float unterteilen.
Ja, finde ich auch. Man müsste sie dann aber in int16, int32 und float
unterteilen.
Na ja, das mache ich ja schon, nur stoppe ich die Zeit im Gesamtpaket und nicht für jeden Teilbereich einzeln.
Außerdem werde ich das Testprogramm (so wirklich Benchmark ist es ja nicht, auch wenn ich das im Dateinamen so benannt habe) umschreiben, damit auch der Systemticker beim V003 sowie der Timerinterrupt beim ATmega entfallen und stattdessen werde ich einen GPIO setzen / reseten um damit eine Stopuhr zu bedienen um dann diese Einflüsse zu eliminieren. Alles in allem: Spieltrieb
Na ja, das mache ich ja schon, nur stoppe ich die Zeit im Gesamtpaket
und nicht für jeden Teilbereich einzeln.
Oft gibt es z.B. in der Ct Benchmarks, die in einem Balkendiagram dargestellt werden. Da sind dann meist für einen Prozessor oder eine Graphikkarte mehrere Balken für die unterschiedlichen Kategorien.
Für mich wäre ein Benchmark für MAC-Operationen für Filteranwendungen interessant.
Für ATmega hat die AVR-LibC ein paar Timings. Weil die float-Funktionen nur aus der libm/libgcc hinzugelinkt werden, haben Optionen wie -O3 darauf keinen Einfluss. Das einzige was sich damit ändert, ist wie der Compiler float-Werte hin-und-herschaufelt.
Weil die Benchmarks keine Harware brauchen, kann man sie komfortabel auf einem Simulator ausführen. Hat dann den Vorteil, dass man keine extra Hardware braucht, und dass alles schneller wird. Auf meinem Rechner entspriche ne AVR-Simulation einer AVR Hardware, die auf ca. 95 MHz läuft :-)
(Vielleicht ist einer der beiden Compiler beim Optimieren in der einen
Kategorie besser als in der anderen, oder umgekehrt, oder es macht
keinen Unterschied ...)
Wie groß sind denn die resultierenden Binaries?
:-) Kirnbichler: wenn du mir mit deiner Anregung zeigen wolltest, dass mein "Testprogramm" nichts taugt, dann ist dir das wirklich sehr eindrucksvoll gelungen!!!! (das war jetzt eine ehrliche Aussage und keine Verarsche oder negativ gemeint, oder wie auch immer).
Ich habe zwar meine Stopuhr noch nicht eingebaut (weil ich da mit einer bereits vorhandenen Platine noch etwas mit der Bedienung kämpfe, damit da auch noch andere Funktionen drin sind), aber die Ergebnisse über UART ausgegeben sprechen dennoch für sich.
Verwendet man andere Compilereinstellungen bei der Optimierung, dann kann man mit diesem Testprogramm nur sehen, wie aggressiv der Compiler mit Flags -O3 zu Rande geht. Wahrscheinlich erkennt der Compiler, dass die Ergebnisse der Rechnungen in den Benchmarks nirgendwo gebraucht werden und optimiert die komplett weg.
Anderst ist auch nicht zu erklären, dass beim CH32V003 der Code mit Option -O3 sogar kleiner als mit -Os ist.
Ich habe das zig mal überprüft. Hm, wenn ich einen wirklichen Vergleich haben möchte, muß ich Array und Variable wohl volatile machen, für einen direkten Geschwindigkeitsvergleich taugt da das Apfelmännchen wohl eher (und da liegen beide gleich auf), sowie ein Linienzeichenprogramm, bei dem der CH32V003 mehr als nur deutlich vorne liegt.
:-) :-) wenn mich das noch eine Weile weiter beschäftigen sollte, wird vielleicht sogar mal ein brauchbares Testprogramm daraus werden.
Hier mal die Ergebnisse (und im Anhang als Textdatei):
[code]
Benchmark Ergebnisse CH32V003
Compiler: riscv-none-elf-gcc Version 14.2.0 / ch32v003fun Framework
So, jetzt habe ich die Testprogramme überarbeitet, damit der Compiler nicht "zu leichtes Spiel" hat und das nicht komplett wegoptimieren (also löschen) kann, sondern dass die Schleifen auch wirklich ausgeführt werden.
Hier ergibt sich dann ein anderes Bild und weil mir dann die schiere Menge an Schleifendurchläufen zu lange gedauert haben, habe ich die dann dementsprechend reduziert um noch eine Aussage in der Zeit zu haben und die Wartezeit auf das Ergebnis nicht zu dramatisch ist.
Verrückt, wie man seine Zeit mit eigentlich Unnötigem "verplempert", aber grundsätzlich mag ich dann schon wirklich wissen, was eine MCU kann und was nicht. Ich glaube ich werde das ganze am Wochenende oder zumindest in zeitlicher Nähe auch auf STM32F0, -F1 und -F4 portieren. Da bin ich dann gespannt (ganz gezielt hier dann auf -F4, die ja Gleitkomma in Hardware können).
Programme für CH32V003 und ATmega328 im Anhang, sowie die Ergebnisse hier und im Anhang:
[code]
Benchmark Ergebnisse CH32V003
Compiler: riscv-none-elf-gcc Version 14.2.0 / ch32v003fun Framework
Danke schön :-)
Wirklich erstaunlich, dass sich der Unterschied bei Integer so stark bemerkbar macht und bei float fast eingeebnet ist.
Vielleicht müsste man den Kehrwert im Diagramm darstellen (so was wie Operationen/Sekunde), damit der RISC-V auch optisch schneller erscheint.
Das "messen" der Zeit erfolgt direkt vor und nach dem Benchmark-Start und geht nicht in die Zeitmessung mit ein (tick_ms wird vom systemticker hochgezählt).
Außerdem sind die Funktionen nicht gegen Inlining / Cloning geschützt.
Es ging mir um einen ersten Vergleich, deshalb auch viele volatile. Speziell habe ich den "Verdacht" bei int32, dass dort Inline / Cloning gemacht wird (vor allem bei -O3) und das werde ich mir noch ansehen. Zudem ist mir auch bewußt, das das nicht wirklich "repräsentativ" ist: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Oh, sorry, da hab' ich ja was losgetreten. So boshaft war meine Frage
gar nicht gemeint gewesen ...
Danke für den jetzt sehr, sehr ausführlichen Testbericht.
Schmunzeln muß, du hast das bösartig gemeint? Das ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, weil deine Anmerkungen ja gerechtfertigt waren / sind. Berechtigte Aussagen / Zweifel / Anmerkungen sind nie bösärtig und schon gar nicht, wenn sie nicht persönlich werden.
So, in diesem Sinne habe ich das Testprogramm auch für STM32 angepasst und hier sind die Ergebnisse (immer auch vorbehaltlich der Aussage von Johann):
1
Benchmark Ergebnisse CH32V003
2
3
Compiler: riscv-none-elf-gcc Version 14.2.0 / ch32v003fun Framework
Hier finde ich erstaunlich (und das untermauert die Aussage von Johann, dass die Verarbeitung eines float auf einem STM32F030 länger dauert als bei einem CH32V003, das Apfelmännchen aber in der hälfte der Zeit aufgebaut ist).
verändern sich die Ausführungszeiten nur wirklich sehr minimal. Es rentiert sich hier (fast) nicht, dafür die Werte neu aufzuschreiben (werde ich aber, wenn ich Zeit habe, dennoch machen). Hast du weitere Anmerkungen / Verbesserungsvorschläge?
(Eigentlich sollte das gar kein Benchmarktest geben, sondern nur Geschwindigkeitsunterschiede aufzeigen)
int_8 Benchmark... done
int_16 Benchmark... done
int_32 Benchmark... done
float Benchmark... done
F_CPU = 16000000
cycles int8 : 50400037 = 3.150 s
cycles int16: 74050028 = 4.628 s
cycles int32: 86620070 = 5.413 s
cycles float: 82622222 = 5.163 s
die Abweichungen sind hochinteressant und ich werde nächste Woche das ganze nach deinen Vorgaben testen und jegliches printf weglassen und lediglich einen gpio pin vor und nach dem Test togglen und das mittels einer Hardwarestopuhr (nicht im Controller sondern schlicht eine externe Uhr) stoppen um die Zeiten zu verifizieren.
Falls ein AVR-Assembler Experte mitliest: Wieviel Zyklen braucht ein
Atmega für ein 32Bit add ?
Hallo,
mit Standard Arduino IDE die avr-gcc 7.3 verwendet mit C++11.
Ohne volatile d wäre alles Compilezeit berechnet.
Auch wenns schon ein halbes Jahr her ist: in dem Assemblerprogramm wird sehr offensichtlich gar nichts gerechnet, das macht auch mit volatile alles der Compiler zur Compilezeit.
verändern sich die Ausführungszeiten nur wirklich sehr minimal.
Mag sein. Aber noinline, noclone oder auf neueren GCC noipa gehören einfach dazu, ebenso andere Maßnahmen die sicherstellen, dass man das misst bzw. betestet, was gemessen bzw. betestet werden soll.
p.s. Bei dem float Benchmark hatte ich noinline/noclone vergessen, und mit einer avr-gcc Version war die Zeit dann 0 Sekunden :-)
Hast du weitere Anmerkungen / Verbesserungsvorschläge?
Bei Bestimmung der Codegröße gehen die Größen der Ausgabefunktionen / Hardwarekonfiguration etc. mit ein. nicht sooo sinnvoll. Wenn, dann als separate Untersuchung zu printf etc.
Im ganzen Test hast du "\n\r". Das macht man komfortabler in der char Ausgabe-Routine, so dann man in Code einfach "\n" schreiben kann wie in C üblich.
F_CPU = 16000000
cycles int8 : 50400037 = 3.150 s
cycles int16: 74050028 = 4.628 s
cycles int32: 86620070 = 5.413 s
cycles float: 82622222 = 5.163 s
die Abweichungen sind hochinteressant und ich werde nächste Woche das
ganze nach deinen Vorgaben testen und jegliches printf weglassen
Für die Zeit-/Cycles-Messung sollte das egal sein wenn man es denn richtig macht. Und die Zeiten auf Hardware gemessen sollten mit denen AVRtest Zeiten übereinstimmen. (Cum granum salis: Meine Messung berücksichtigt nur den Code der Funktionen ohne CALL/RET). Das lässt sich aber einfach anpassen:
Gibt es da mehrere Versionen? Und wenn ja, auf welche beziehen sich die Werte?
Dann noch: Bei Optimierung auf Geschwindigkeit ist -O2 zumindest auf AVR wesentlich geeigneter als -O3. Alle Schleifen aufzurollen bringt ja nix, schon gar nicht bei Schleifen, die nicht komplett aufgerollt werden können (etwa weil zu groß, oder weil die Anzahl der Durchläufe nicht bekannt ist). Dann führt -O3 nur zu Code Bloat ohne erkennbaren Geschwindigkeitszuwachs.
Hier mal ein paar Ergebnisse für verschiedene avr-gcc Versionen, bench.c siehe Anhang.. Zeiten in Sekunden.
1
Options: -Os -DF_CPU=16000000
2
Version | int8 | int16 | int32 | float
3
avr-gcc 4.8.1 | 2.943 | 4.528 | 5.273 | 4.892
4
avr-gcc 4.9.2 | 2.950 | 4.528 | 5.273 | 5.130
5
avr-gcc 5.4.0 | 2.850 | 4.478 | 5.273 | 5.130
6
avr-gcc 7.3.0 | 3.150 | 4.628 | 5.413 | 5.163
7
avr-gcc 8.5.1 | 3.150 | 4.628 | 5.413 | 5.163
8
avr-gcc 13.4.1 | 3.150 | 4.631 | 5.333 | 5.235
9
avr-gcc 14.3.1 | 2.950 | 4.531 | 5.253 | 6.081
10
avr-gcc 15.2.1 | 3.162 | 4.840 | 5.266 | 5.611
11
avr-gcc 16.0.0 | 3.050 | 4.731 | 5.435 | 5.164
1
Options: -O2 -DF_CPU=16000000
2
Version | int8 | int16 | int32 | float
3
avr-gcc 4.8.1 | 2.943 | 3.231 | 4.973 | 4.961
4
avr-gcc 4.9.2 | 3.043 | 3.234 | 4.973 | 5.200
5
avr-gcc 5.4.0 | 2.850 | 3.281 | 4.973 | 5.200
6
avr-gcc 7.3.0 | 3.150 | 3.340 | 5.113 | 5.227
7
avr-gcc 8.5.1 | 3.243 | 3.340 | 5.113 | 5.227
8
avr-gcc 13.4.1 | 3.343 | 3.334 | 5.033 | 5.235
9
avr-gcc 14.3.1 | 3.143 | 3.234 | 4.953 | 6.027
10
avr-gcc 15.2.1 | 3.143 | 3.384 | 4.953 | 5.323
11
avr-gcc 16.0.0 | 3.143 | 3.434 | 5.076 | 5.227
Was ich noch nicht verstehe sind die Schwankungen bei float. Die Zeiten sollten i.W. durch die Laufzeiten der libm-Funktionen gegeben sein, die unabhängig von der Compilerversion sind da in Asm implementiert.
Was ich noch nicht verstehe sind die Schwankungen bei float. Die Zeiten
sollten i.W. durch die Laufzeiten der libm-Funktionen gegeben sein, die
unabhängig von der Compilerversion sind da in Asm implementiert.
"Sollten" - hier wäre es sicher interessant, sich den erzeugten Binärcode mit einem Disassembler anzusehen, um zu vergleichen, was für Code da wirklich generiert wurde.
am stärksten für die Zeiten (und die größte Verfälschung) ist schlicht nicht das printf oder eine Ausgabefunktion, sondern (und das habe ich radikal unterschätzt) ist der aufgesetzte Timerinterrupt, der die Zeiten mißt!
Asche über mein Haupt.
Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, meine Stopuhr selbst aufzuarbeiten um das genauer zu sehen und am Stück. Fürs erste hat sich gezeigt, dass die int8 und int16 Tests deutlich schneller laufen (weil die häufigsten Loops), wenn sie nicht durch den Timerinterrupt zur Zeitmessung unterbrochen werden!
Das wird sich dann zeigen, wenn mein "Stopuhrenprojekt" (welches auf der Platine meines Picomons aus einem anderen Thread aufsetzt, dann so ist, wie ich das haben möchte.
Allerdings wollte ich nicht wirklich ein Benchmarkprogramm erarbeiten, das hatte sich (der ursprüngliche Thread) nur daraus ergeben gehabt, weil ich darüber erstaunt war, wie langsam ein CH32V003 war.
Mit AVR mache ich fast nichts mehr, in den meisten Fällen dienen die mir nur noch für Referenzzwecke und unter dem Strich ist es ja eigentlich auch egal, was ein Benchmarktest ausgibt. Relevant ist, wie schnell eine Firmware abgearbeitet wird.
Im besten Fall kann man vielleicht (aber auch nur vielleicht) eine Erkenntnis daraus ziehen, wie man zukünftig Programme schreibt. Beispiel: seit geraumer Zeit verwende ich auf einem 32-Bit Controller lieber ein int32_t oder uint32_t auch dann, wenn ein uint8_t reichen würde, weil dann keine Bereichsprüfung erfolgen muß.
Tatsächlich heißt das, dass es genügend Fälle gibt, bei denen dann ein int32 schneller als ein int8 abgearbeitet wird.
Was ich noch nicht verstehe sind die Schwankungen bei float. Die Zeiten
sollten i.W. durch die Laufzeiten der libm-Funktionen gegeben sein, die
unabhängig von der Compilerversion sind da in Asm implementiert.
"Sollten" - hier wäre es sicher interessant, sich den erzeugten
Binärcode mit einem Disassembler anzusehen, um zu vergleichen, was für
Code da wirklich generiert wurde.
Hab ich ja gemacht. Und da ich die selbe AVR-LibC Version verwende bei den avr-gcc ≥ v8 gibt's keine Unterschiede bei der Implementation von __addsf3 oder __mulsf3. Und der Compiler erzeugt auch die gleichen Aufrufe.
Ich bin aber bissl deppert weil ich auf der Benchmark Seite die Spalte für Size (ca 380) mit der für Laufzeit (ca 110) verwechselt hab. Mit den richtigen libm Laufzeiten fällt der Code in der Benchmarkfunktion natürlich viel mehr ins Gewicht. avr-gcc-14 erzeugt zum Beispiel:
1
std Y+1,r22 ; 232 [c=4 l=1] movqi_insn/2
2
std Y+2,r23 ; 233 [c=4 l=1] movqi_insn/2
3
std Y+3,r24 ; 234 [c=4 l=1] movqi_insn/2
4
std Y+4,r25 ; 235 [c=4 l=1] movqi_insn/2
5
ldd r18,Y+1 ; 236 [c=16 l=4] *movsf/2
6
ldd r19,Y+2
7
ldd r20,Y+3
8
ldd r21,Y+4
und liest Y+1 noch nicht mal aus danach... Damit gewinnt man natürlich keinen Blumentopf. Vermutlich https://gcc.gnu.org/PR110093 o.ä.
Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, meine Stopuhr selbst
aufzuarbeiten um das genauer zu sehen und am Stück.
Es sollte möglich sein, einen freilaufenden Timer ohne Interrupt zu verwenden, der einfach nur hochzählt.
Dessen Wert zu Anfang der Messung bestimmen und nach der Messung, dann die Differenz betrachten. Wenn der Timer mit 1 kHz getaktet wird, kann man mit 'nem 16-Bit-Timer Zeitdauern von über 'ner Minute damit bestimmen.
Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, meine Stopuhr selbst
aufzuarbeiten um das genauer zu sehen und am Stück.
Es sollte möglich sein, einen freilaufenden Timer ohne Interrupt zu
verwenden, der einfach nur hochzählt.
Dessen Wert zu Anfang der Messung bestimmen und nach der Messung, dann
die Differenz betrachten. Wenn der Timer mit 1 kHz getaktet wird, kann
man mit 'nem 16-Bit-Timer Zeitdauern von über 'ner Minute damit
bestimmen.
... wir würden hier sagen:"2 doofe beim Training" , (nett gemeint), weil ich auf der Fahrt zu einer Location genau das gedacht hatte. Allerdings hatte ich mir überlegt gehabt, den Timer mit einem Prescale von 16000 zu beaufschlagen, was zu einem Takt von 1 ms führt (wie du sagtest). Bei einem 16-Bit Zähler reicht das dann für 65,535 Sekunden. Ein Test darf dann nicht länger dauern. Aber wie gesxgt wollte ich mich mit AVR nicht mehr so sehr kümmern.
Schreibe bitte fein weiter zu den Teilen. Mittlerweile hab ich sie hier und würde gerne nächstes Jahr damit anfangen.
Deshalb bin ich (sicher auch andere) an allem interessiert, was es um die Teile so gibt.
Schreibe bitte fein weiter zu den Teilen. Mittlerweile hab ich sie hier
und würde gerne nächstes Jahr damit anfangen.
Deshalb bin ich (sicher auch andere) an allem interessiert, was es um
die Teile so gibt.
na ja :-) im Moment habe ich deutlich zu viele Baustellen gleichzeitig offen und diese hier mit Geschwindigkeitstests ist die unnötigste. Es ist vollkommen egal, wieviel schneller oder langsamer ein Controller im Vergleich mit einem anderen ist: entweder er ist für die Anwendung in der er laufen soll ausreichend oder eben nicht. Momentan könnte ich diesen Geschwindigkeitstest hier gar nicht weiter programmieren, da ich nicht alle von mir genutzten Controller dabei habe. Grundsätzlich, um das Vergleichbar zu machen, möchte ich ein eigenes Setup für die 32-Bit Controller haben, ohne HAL, ohne libopencm3, ohne cmsis. Hierfür ist dann ein eigener Startupcode und ein Linkerscript von Nöten. Am We hatte ich mich da für einen STM32F030 hingesetzt und ich habe Zeit "verdummbeutelt", nur um den mit 48 MHz an's laufen zu bekommen und einen Pin zu toggeln nur damit ich dann beim Setup des Uart gnadenlos versage. Natürlich "pfupfert" es mich das hinzubekommen, einzig ist die Frage: wozu. Hier sind dann andere Baustellen liegen geblieben, namentlich meine Spielekonsole für STM32F4 und ein PCB hierfür, ein PCB für Logicmachine mit CH32V003 und die Doku für den aktuellen Bootloader des CH32V003 mit einem eigenen kleinen PCB und - für mich realtiv ungewohnt - Beispieldatei für Arduino, weil in einem anderen Thread das so geschrieben worden ist, dass das ja irgendwie nicht schlecht wäre. Hier begebe ich mich dann wirklich zum ersten mal in das Muster von Arduino um hierfür im Arduino-Style ( eigene Klassen in den "Arduino-Libraries" ) Code zu erzeugen. an 2 oder 3 Stellen habe ich mich hier dann auch verfranzt, bspw. um einen externen Interrupt aufzusetzen: Arduinostyle attachinterrupt will ich da einfach nicht hinbekommen und habe dann den Interrupt eben kurzerhand (okay eher längerhand) global gemacht. Dann kommt der Kampf um das Hardware I2C hinzu, das dann endlich läuft und hier muß das dann getrennt werden von der Bitbanging I2C und die "Librarie" für ein SSD1306 Display neu zu schreiben.
Viele Baustellen, und nicht nur alle CH32V003. Schlimm ist, dass es gute Homepages und / oder github Repositories für den CH32V003 nicht so wirklich viele gibt.
Wenn du also schreibst ich soll da schön weiter schreiben, dann mußt du diejenigen besänftigen, denen ich grundsätzlich ein Dorn im Auge (mit meinem Geschwafel) bin!
Ach so, ja: meine Homepage für den CH32V003 ist mittlerweile auch weit entfernt von dem neuesten Stand den ich hier verwende und ich sollte das ausmisten.
So, abschließender Satz: wenn du die Teile bereits bei dir liegen hast, warum willst du bis nächstes Jahr warten um mit denen etwas anzufangen? Wenn ich neue - mir unbekannte - Teile bekomme, bin ich gierig darauf, mit denen etwas anzufangen und zu evaluieren, was ich mit denen anstellen kann.
Hallo Ralph!
Ich fange dann mal von hinten an.
Im Moment gibt es noch ein paar wichtiger Dinge (Geld!) um die ich mich kümmern muss, dann kommt schon Skiurlaub und Weihnachten und letztlich das Jahresende.
Durch die vielen Einschläge kann ich mir leider nicht mehr so viel merken wie früher und deshalb will ich gleich dran bleiben. Dazu kommt, dass ich aus C komplett raus bin und damals erst angefangen hatte es zu lernen. Das macht grundsätzlich nichts, da ich quasi immer im Quadrat gelernt habe, also von allen Außenkanten nach innen und immer mehr oder weniger gleichzeitig. Ich habe also eigentlich auch immer mehrere Baustellen offen.
Manchmal sind genau diese Sachen, die du gerade machst und oft sogar zufällig, genau die Sachen, die einen dann nach vorne bringen.
Ich finde Arduino recht nützlich um schnell zu Ergebnisen zu kommen.
Obwohl ich dort im Grunde lange raus war, wuchs der Bremsentester doch recht schnell. Allerdings habe ich den, nach dem neuen Tumor nicht mehr weiter gebaut. Aber vor allem, weil mir die große 80V Batterie fehlt.
Nur bin ich zwischenzeitlich auf die Speichergrenzen gestoßen. Die hatte ich zwar zuletzt im Griff und trotzdem wurde mir klar, dass ich nun doch langsam mit 32-Bittern anfangen muss und die Tiny10 doch so langsam am Ende sind.
Deshalb würde ich gerne in diese Teile einsteigen, weil sie uns sicher noch viel öfter begegnen. Und sie sind sehr günstig.
Geschwindigkeit war bisher nie ein Problem, könnte es aber bei d3m Bremsentester noch geworden sein. Allein deshalb sind deine Erkenntnisse für mich schon nützlich gewesen.
Ich muss nichts mehr entwickeln, weil ich jetzt Rentner bin und es war auch nie meine Aufgabe. Deshalb brauche ich nur noch einen Nachfolger für die 8-Bitter. Die STM waren mir viel zu umfangreich, vor allem ohne HAL.
Hier sieht das alles so aus, als könnten die für mich passen.
Und da ich im Moment wieder etwas weiter von der Kiste entfernt bin und vielleicht doch noch ein paar Jahre leben darf und es mir relativ gut geht, ist es das was ich machen möchte.
das mit Deinen Einschlägen tut mir leid und ich weiß wovon ich spreche, ich hatte dieses Jahr auch genügend davon (mit insgesamt 5 Krankenhausaufenthalten) und die COPD gefällt mir auch nicht.
:-) andere Aktivitäten als Mikrocontroller sind wichtiger (auch wenn ich kein Ski fahre).
Ich finde Arduino recht nützlich um schnell zu Ergebnisen zu kommen.
Oha, die Sache mit Arduino! Mit den Geschwindigkeittests habe ich mich verzettelt und das hat mir Zeit gefressen, die ich nicht für andere Projekte genutzt habe. Eines davon ist CH32V003 und Arduino.
Die Kombination CH32V003 und Arduino ist bei mir hier am Entstehen und momentan beschäftige ich mich damit, obwohl ich Arduino nicht nutze, gemacht wird das also für andere. Hier steige ich jetzt zum ersten mal etwas tiefer in Arduino ein, weil ein Forenmitglied hier meinte, dass man meinen Bootloader dafür verwenden kann und genau das mache ich gerade im Moment. Die Hardware funktioniert und es ist so etwas entstanden wie ein Arduino Nano allerdings mit CH32V003 Controller. USB anstecken und über ein eigenes Hostprogramm den Controller flashen. Für mich ist mein eigenes Board fast schon obsolet geworden, weil ich eine für mich bessere Lösung für bspw. ein Steckbrett habe.
Aber das Spielen mit diesem Teil und mit Arduino macht irgendwie Spaß, auch wenn manche Dinge, speziell Hardware I2C und externe Interrupts irgendwie knifflig waren, bis die mit Arduino und CH32V003 laufen (geht aber).
Grundsätzlich solltest du bedenken, dass CH32V003 und Arduino nicht so wirklich zwingend gut ist: Von den schon wirklich mageren 16 kByte Flash genehmigt sich Arduino schon einmal 4600 Byte fürs funktionieren. Dann gibt es bspw. den Fallstrick, dass ein Aufruf von delayMicroseconds noch einmal fast 5000 Byte benötigt (also die Mikrosekunden anderst lösen).
Momentan habe ich für CH32V003 "Libraries" geschrieben für:
Software I2C (Bitbanging)
Hardware I2C
OLED Display 128x64 Pixel
WS2812 Leuchtdioden
HX1838 Infrarot Empfänger
DS18B20 Temperatursensor (allerdings ohne Bus, nur ein Sensor möglich)
7-Segmentanzeige mit TM1650 / TM1637 Baustein
Charlieplexing für 20 Leuchtdioden
Im Moment in Arbeit ist die Realtime-Clock DS3231. Ich sollte das allerdings lassen und das, was ich habe Dokumenieren und veröffentlichen
Den CH32V003 als Ersatz für ATmega zu nehmen ist dann eine gute Wahl, wenn der Flashspeicher reicht und die Anzahl der GPIO's ausreichend ist.
Wenn dem nicht so ist verwende ich tatsächlich STM32 und du solltest deine Abneigung gegen STM32 noch einmal überdenken. Das Framework libopencm3 hilft einem da sehr. Zudem habe ich über diesen Hardwareabstraktionslayer noch einmal meinen eigenen Layer darüber gelegt (wie bei allen von mir verwendeten Controllern), so dass man von der Hardware - wenn man das möchte - nicht mehr viel sieht. Wenn du da mehr Infos darüber haben möchtest, kannst du mir gerne eine PN schreiben und wir tauschen uns über Mail aus.
Du hast wirklich mit Tiny10 gearbeitet? Damit sind nun wirklich nur rudimentäre Aufgaben zu machen und im Normalfall würde ich sagen den programmiert man nur mit Maschinensprache. Arduino ist da komplett raus
Die Kombination CH32V003 und Arduino ist bei mir hier am Entstehen und
momentan beschäftige ich mich damit, obwohl ich Arduino nicht nutze,
gemacht wird das also für andere...
Ein großes Lob von mir :-)
Der Lohn dürfte sein, dass diese Software ziemlich viele Leute nutzen werden. Und vor allen Dingen: Eine unendliche Anzahl Bibliotheken wird plötzlich nutzbar.
Aber das Spielen mit diesem Teil und mit Arduino macht irgendwie Spaß,
auch wenn manche Dinge, speziell Hardware I2C und externe Interrupts
irgendwie knifflig waren, bis die mit Arduino und CH32V003 laufen (geht
aber).
Ich hatte mich auch vor längere Zeit damit beschäftigt. Der große Spaß dabei ist eigentlich, wenn die Komponenten dann Schritt für Schritt funktionieren. Außerdem ist es ja relatv anspruchsvoll, die Treiber platzsparend und schnell implementiert.
Bis vor dem Bremsentester hatte ich nur wenige Aufgaben zu erfüllen.
Aber zunächst wünsche ich dir natürlich auch gute Besserung!
Ala ich mit der Elektronik anfing, da kamen von Anfang an viele Sachen dazuwischen und nach dem Tod von meinem Sohn war ich für Jahre aus allem raus.
Im Grunde fange ich (wenn nicht wieder noch mehr dazwischen kommt) jetzt erst wieder an und wenig über Null.
Arduino hat schon Vorteile. Da musst du dir nicht irgendwelche Libs schreiben und es gibt viele Beispiele die man gut zum Einstieg in das gerade geforderte Thema nehmen kann und darauf aufbauen. Es ist allerdings dann auch genau deswegen oft begrenzt. Das hatte ich so richtig bei dem Bremsentester gemerkt, als mir der Speicher knapp wurde und ich mich dann richtig mit der Libary von Uli Kraus auseinandersetzen musste.
Hier will ich auch gerne wieder in C einsteigen. Ob das alles klappt, das weiß ich noch nicht. Aber es ist ja nur Hobby und Spaß an der Technik.
Geld muss ich nicht mehr verdienen, da ich jetzt die EM-Rente durch habe und finanziell passt es auch, sodass ich keine Flaschen sammeln muss.:-)
Die Nacht über habe ich auch schon ein paar Dinge dazu gesammelt und die geforderte IDE installiert. Wenn es heute geht, dann werde ich mich mit der Hardware und der Einbindung in Arduino beschäftigen. Bis 1.0.3 konnte ich schon die Boards einbinden, 1.0.4 funktioniert nicht oder noch nicht.
Den Bremsentester werde ich wohl versuchen mit diesem Teil und kleinen Magneten doch noch zu bauen. Allein dafür brauche ich schon Arduino.
Heute will ich mal schauen, dass die Hardware läuft und ich eines der Boards zum Blinken bringe.
Bis 1.0.3
konnte ich schon die Boards einbinden, 1.0.4 funktioniert nicht oder
noch nicht.
1.0.4 hatte ich ausprobiert, weil dieser in einer Library das attachinterrupt implementiert hatte (1.0.3 hatte das nicht), der Code ist hier explodiert und von daher ist da eher 1.0.3 zu verwenden.
Arduino hat schon Vorteile. Da musst du dir nicht irgendwelche Libs
schreiben und es gibt viele Beispiele die man gut zum Einstieg in das
gerade geforderte Thema nehmen kann und darauf aufbauen.
Das ist aber oft das Problem, wenn du mit Arduino werkeln möchtest, aber dein Controller KEIN AVR ist. Viele Coreinstallationen für Controller, namentlich STM32, CH32 oder sogar ein offizielles Arduino-Board mit RA4M1 Controller von Renesas können mit den allermeisten Libs nichts anfangen und funktionieren nicht. Auch die I2C Umsetzung von wire.h für den CH32V003 des Arduino Pakets funkioniert nicht so recht.
Aus diesem Grunde bin ich jetzt mal an den Dingen dran, damit man das so auch verwenden kann. Bevor ich ans dokumentieren gehe, werde ich die Lib für die Echtzeituhr machen und eine Lib für Hardware SPI.
In der Liste oben hatte ich vergessen, dass es noch eine Lib für Schieberegister SN74HC595 gibt.
Grundsätzlich habe ich das unter Linux geschrieben, aber die Libs sollten auch unter Windows funktionieren. Eine Testmöglichkeit habe ich mangels Windowssystem allerdings nicht
Das ist aber oft das Problem, wenn du mit Arduino werkeln möchtest, aber
dein Controller KEIN AVR ist.
Aber Lebenszeit ist knapp, insbesondere meine.
Ist schon alles richtig und wenn man was komplett selbst gemacht hat, ist man natürlich auch richtig "im System drin".
Das ist natülich ein Tippfehler, und man bekommt eine etwas zerschossene Grafik (mandel-1.png). Zur Hervorhebung des Äußeren von M wechseln die Farben immer zwischen schwarz und weiß. Der Fehler wirkt sich nicht auf den Benchmark aus weil er in neueren Versionen enthalten ist.
Es sollte natürlich heißen:
1
r = wx*wx + wy*wy;
Mit der korrigierten Version bekommt man dann ein etwas vertrauteres Ergebnis (mandel-2.png). Allerdings sind die Grenzen zwischen den Farbbändern keine Äquipotentiallinien. Das liegt daran, dass als Abbruchbedingung
$$|w| > 2$$
gewählt wurde. Damit bekommt man zwar eine Visualisierung von M, aber eben keine Feldlinien / Äquipotentiallinien. Das lässt sich beheben, indem man einen größeren Schwellenwert nimmt wie
$$|w| > 20$$
(mandel-3.png) Von der Performance her macht das keinen großen Unterschied weil die Folge der Iterierten hyperexponentiell wächst wenn |w| > 2.
Äquipotentiallinien sind auch Voraussetzung für einen glatten Farbverlauf wie in mandel-4.png
Für einen Benchmark ist sowas m.E. nur mäßig geeignet, man bekommt i.W. eine Kombination der Zeiten der libm / libgcc float-Implementierungen. Direkte Zeitmessungen würden da einen besseren Überblick geben als in einem Algorithmus verwurstet.
Weil ich kein Display habe, macht das Programm die Ausgabe per printf in Form einer Anymap / ppm (Portable Pixmap)
Die so erstellte Textdatei kann man dann in ein gänggigeres Format wie PNG umwandeln, zum Beispiel mit convert aus ImageMagick:
1
convert mandel-1.ppm mandel-1.png
Da Optionen wie -Os nicht auf die eigentlichen float-Routinen wirken (zumindest ohne FPU), misst man damit also nicht unterschiedliche Implementierungen gegeneinander, sondern nur, wie effizient der Compiler Werte hin- und herschaufelt. Etwas Performance bekommt man mit -ffast-math, und imdem man ldexpf verwendet statt *2: Auf AVR dauert float+float ca 100 Cycles, ldexpf kostet ca. 40.
Falls man wirklich entsprechende Grafiken möchte, würde man ohnehin auf Fixed-Point gehen. Selbst mit FPU kann das schneller sein als float, und vor allem kann man eine viel bessere Auflösung erreichen.
Auf einem PC wird man auch gerne parallelisieren, was mit GCC -fopenmp nur eine einzige Zeile braucht:
Hatte gerade etwas Zeit und Lust und habe mich nochmal reingelesen und eine Led zum blinken gebracht.
Zunächst habe ich das auf dem Board versucht und habe zuletzt, alle Pins parallel, neben der zusätzlichen Led ausprobiert. Die auf dem Board blinkt nicht.
Leider konnte ich auch keinen Schaltplan zu dem Board finden und Durchgang hatte ich an PD1. Auch das Bord ohne Programmer an USB ließ dort nichts blinken.
Aber zumindest blinkt es erstmal. Wenn jemand dazu einen Schaltplan hat, gerne posten. Für heute ist erstmal Schluß.
Sollte jemand das nach dem Video von pixeledi Tech Hub aufgebaut haben und auch RX an PD1 angeschlossen haben, so funktioniert der SerialMonitor unter Arduino nicht. Natürlich muss man das an TX des NoNameBoards anschließen, dann funktioniert auch der SerialMonitor.
70 Cent pro Platine ist immer noch lächerlich günstig.
Das stimmt!
Aber es ist auch nicht nur der Preis. Datenblatt, Software, funktioniert auch in Arduino, das ist alles schon ganz gut. Und du weißt ja, meistens setzt sich "noch billiger" gegen "günstig" durch. Und deshalb erwarte ich da künftig noch mehr Unterstützung.
Eigentlich wollte ich eher auf Holtek gehen, weil die in Weißware und vielen Haushaltsgeräten zu finden sind. Aber letztendlich muss ich die nicht mehr reparieren.
Auch wenn ich bisher nur mit dem blanken Chip und meinem eigenen Board hantiere, würde es mich interessieren, wie dieses Board aufgebaut ist. Der Beschreibung nach, soll hier ja USB nicht nur als Power Supply dienen, sondern hier sind dann wohl D+ und D- von USB auf dem Chip aufgelegt, so dass darauf V-USB gemacht werden kann (wie auf dem Github von Christian Lohr).
Allerdings sehe ich da keine Dioden und auch keinen Spannungsregler und so wäre das nur für 3,3V nutzbar, sehe ich das richtig?
Prinzipiell wäre es hier dann möglich (wenn auch umständlich) darauf den V-USB Bootloader (ebenfalls bei Christian Lohr) aufzuspielen.
Das macht Ärger. Von PD1 sollte man die Finger lassen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.
Wenn man z.B. beim 8-Pinner tatsächlich sechs GPIOs nutzen will, kann man das nicht vermeiden, aber das ist eine Enscheidung, die man bewusst trifft, und nicht als quasi "Gendefekt" einer Entwicklungsplatine mitgeben muss.
Prinzipiell sehe ich den Sinn dieses Boards nicht, das sieht für mich aus, wie ein TSSOP-20 PCB Adapter, der noch zusätzlich eine USB-Buchse zur Stromversorgung hat.
Unschön, wirklich unschön ist wohl diese Designentscheidung hier:
SWIO pin is connected to PD1 and also to led on the board.
Viel schlimmer noch:
PD5 und PD6 sind direkt mit D+ und D- der USB-Buchse verbunden.
Schließt man das Board mit einem gewöhnlichen Datenkabel an einen PC
oder einen Hub an und konfiguriert PD5 und/oder PD6 als Ausgang,
gelangen fast 5V (Vbus minus Flussspannung der Schottkydiode auf dem
Board minus Spannungsabfall am I/O-Treiber) an die USB-Datenleitungen.
Viele USB-Controller vertragen nach Datenblatt aber nur 3,8V an diesen
Leitungen.
Speziell bei PD5 ist die Versuchung besonders groß, diesen Pin als
Ausgang zu benutzen, da er u.a. als UART-TX-Ausgang dient (praktisch für
printf-Debugging :)) und auf dem Board auch entsprechend beschriftet
ist.
Evtl. gibt es Revisionen des Boards, die dieses Problem nicht aufweisen.
Falls die Verbindung zu den USB-Datenleitungen aber tatsächlich besteht,
möchte man sie vielleicht sicherheitshalber auf der Unterseite des
Boards auftrennen.
Sicher kann man die, wenn man mal alles kennt, als günstige Boards benutzen.
Aber für den Anfang (wenn man denn vorher lesen würde), ist es immer besser die empfohlenen Sachen zu nehmen.
Edit: Die Daten zum Board können meiner Meinung nach auch nicht stimmen. Da ist kein Quarz zu erkennen, dann kann das Board doch eigentlich keine 48Mhz schaffen. Zumindest, wenn ich das richtig gelesen habe.
Edit: Die Daten zum Board können meiner Meinung nach auch nicht stimmen.
Da ist kein Quarz zu erkennen, dann kann das Board doch eigentlich keine
48Mhz schaffen. Zumindest, wenn ich das richtig gelesen habe.
Doch, interner Takt 24 MHz und PLL-Verdoppelung bringt 48 MHz, aber natürlich nicht quarzgenau.
Hier hole ich das Thema nochmals vor, weil ich Messungen des Apfelmann mit dem CH32V006 gemacht habe. Dieser hat ja, im Unterschied zum CH32V003, die hardware Extension für Ganzzahl-Multiplikation. Bei 48 MHz und fast Optimierung braucht der Apfelmann ohne Ausgabe nur 37 Sekunden. Bei Deaktivierung der Ganzzahl-Multiplikation sind es jedoch 104 Sekunden, also langsamer als der CH32V003. Die mögliche Wegoptimierungen im Apfelmann, habe ich durch volatile verhindert.
Den CH32V003 sollte man also nicht mehr verwenden. Das war ein Testballon aus dem der Hersteller gelernt hat. Der ATmega328 läuft eine Klasse darunter.
Hier hole ich das Thema nochmals vor, weil ich Messungen des Apfelmann
mit dem CH32V006 gemacht habe. Dieser hat ja, im Unterschied zum
CH32V003, die hardware Extension für Ganzzahl-Multiplikation. Bei 48 MHz
und fast Optimierung braucht der Apfelmann ohne Ausgabe nur 37 Sekunden.
Das ist ja nur knapp doppelt so schnell wie der CH32V003. Wenn ich mich recht erinnere, hat der CH32V003 einen langsamen Speicherzugriff mit Waitstates. Ich vermute den Geschwindigkeitsunterschied eher durch schnelleren Speicherzugriff also durch einen Hardwaremultiplizierer begründet.
Das ist ja nur knapp doppelt so schnell wie der CH32V003. Wenn ich mich
recht erinnere, hat der CH32V003 einen langsamen Speicherzugriff mit
Waitstates. Ich vermute den Geschwindigkeitsunterschied eher durch
schnelleren Speicherzugriff also durch einen Hardwaremultiplizierer
begründet.
Das Gegenteil ist der Fall:
Der ch32v003 hat gemäß Datenblatt:
Number of FLASH wait states
00:0 wait (Recommended 0=<SYSCLK=<24MHz)
01:1 wait (Recommended 24=<SYSCLK=<48MHz)
Other: Invalid
float generell gilt bei standard.operationen schon immer als langsamer als Integer, nicht nur wenn die FPU eher lahm angebunden ist wie weiland bei den intel x87 Co-prozessoren. Also nimmt man nur float wenn man wirklich float braucht und/oder die Teilzeit nicht ins Gewicht fällt.
Sollte man eigentlich in der ersten Stunde eine Numerik-Vorlesung lernen. Gründe liegen in der notwendigen Normalisierung und nötige Konvertierungen INT <> FLOAT. BTW, wie ist das eigentlichen mit den Branch-relevante CPU-Flags bei den Vergleichen ?
Den CH32V003 sollte man also nicht mehr verwenden.
Das ist natürlich Unfug - den kann man weiterhin gut für alles verwenden, für das man ihn verwenden kann.
Wie schon dargelegt, ist bei dem das Flash-ROM schneller als bei (einigen) Nachfolgemodellen, wie CH32vV002 oder CH32V006, die aber können aus anderen Gründen (mehr RAM, mehr Flash, geänderte Peripherie, erweiterter Betriebsspannungsbereich) interessant sein.
Aber für das, wofür der CH32V003 taugt, taugt er natürlich trotz der Erkenntnisse.
float generell gilt bei standard.operationen schon immer als langsamer
als Integer
Sofern es nicht auf maximale Geschwindigkeit ankommt, ist es aber oft sinnvoller, in float (oder double) zu rechnen, als sich zu verkrampfen und zwanghaft jedes Problem mit Integer-Arithmetik zu lösen. Wenn genügend Programmspeicher vorhanden ist, wenn nichts zeitkritisches dadurch zu langsam wird, warum um alles in der Welt nicht?
Das ist eine ähnliche Monstranz wie die "bloß niemals printf verwenden"-Monstranz.
Den CH32V003 sollte man also nicht mehr verwenden. Das war ein
Testballon aus dem der Hersteller gelernt hat. Der ATmega328 läuft eine
Klasse darunter.
Der "beste" Mikrocontroller ist der preiswerteste, der die an ihn gestellten Aufgaben komplett und zufriedenstellend lösen kann. Und alleine deine Aussage, dass der ATmega328 eine Klasse darunter liegt sagt doch, dass es, wenn Flash und GPIO-Pins ausreichend sind, ein CH32V003 eher die bessere Wahl als ein ATmega328 ist!
Der "beste" Mikrocontroller ist der preiswerteste, der die an ihn
gestellten Aufgaben komplett und zufriedenstellend lösen kann.
Nö, da spielen noch ein paar Kriterien mehr mit rein. Z.B. ob die Toolchain gut, zugänglich und bequem zu programmieren ist und ob Du Dich mit dem Controller und der Serie bereits auskennst oder ob Du Dich da erst neu einarbeiten musst.
Wenn wir in die Vergangenheit blicken und PIC vs. Atmega anschauen, dann hätte so ein PIC12 oder PIC16 für vieles ausgereicht oder hätte sogar bessere Peripherie als der vergleichbare Atmega gehabt. Dennoch taten sich die PICs sehr schwer, einfach weil sie nicht für die Programmierung in C gemacht waren und es keinen normalen GCC dafür gab.
Ist bei RISC-V vs. ARM definitiv nicht so extrem. Bei den ARM Cortex-M gibt es weniger Varianten als bei RISC-V, was es einfacher macht dass der Compiler direkt funktioniert und den optimalen Code generiert.
Dennoch taten
sich die PICs sehr schwer, einfach weil sie nicht für die Programmierung
in C gemacht waren und es keinen normalen GCC dafür gab.
Die Marktanteile gegenüber AVR sprechen dagegen und heute gehört AVR Microship.
Auch draußen, ob es die Elektrolytanzeigeelektronik bei den Batterien war oder andere Sachen, da waren immer eher PICs oder andere µC drin, als AVR.
Für den Hobbybereich mag das ja stimmen.
Schau mal in Waschmaschinen (zumindest ältere), da ist fast überall Holtek drin.
Benning hat in den Ladegeräten zumindest ein Zeit lang AVR gehabt. Das ist der einzige Profi, bei dem ich überhaupt AVR gesehen habe.