ADC-Kanäle sukzessive abfragen

OP #7880580
Lesenswert?

Hallo,

ich will drei ADC-Kanäle (0 bis 2) so schnell wie möglich hinter einander abfragen, die Werte der Kanäle separat aufsummieren und nach z.B. vier Wiederholungen die Mittelwerte bilden und die Messungen beenden. Die Wandlungen sollen im Hintergrund laufen und den Prozessor nicht warten lassen.

Wie macht man das am elegantesten? Hat jemand ein Beispiel?

#7880595
Lesenswert?

Die Frage ist so unspezifisch. Mit den gegebenen Angaben:

Akkumulatorregister auf 0 setzen. Nacheinander Kanal auswählen, Wandlung starten, Ergebnis abwarten, Ergebnis auf das jeweilige Akkumulatorregister addieren. Das ganze viermal, dann den Inhalt der Akkumulatorregister durch vier teilen.

Oder worauf bezieht sich die Frage genau?

#7880615
Lesenswert?

Dann geht es genauso, wie beschrieben. Den ADC auf maximal 200 kHz konfigurieren (so kenne ich es von den AVR), ADC-Interrupt aktivieren, Kanal auswählen und Wandlung starten. Am Ende der Wandlung das Ergebnis auslesen, den nächsten Kanal auswählen und die nächste Wandlung starten.

OP #7880622
Lesenswert?

Florian schrieb:

Dann geht es genauso, wie beschrieben. Den ADC auf maximal 200 kHz konfigurieren (so kenne ich es von den AVR), ADC-Interrupt aktivieren, Kanal auswählen und Wandlung starten. Am Ende der Wandlung das Ergebnis auslesen, den nächsten Kanal auswählen und die nächste Wandlung starten.

Danke Florian. Kann man in der Interruptroutine bereits auf den nächsten Kanal umschalten und die nächste Wandlung für diesen anstossen?

Gibt es Beispiele für Implementierungen? Das ist doch vermutlich ein Standardfall, dass man mehrere Kanäle direkt hintereinander auslesen will.

OP #7880633
Lesenswert?

Das hier kommt dem am nächsten, was ich suche: https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial/Analoge_Ein-_und_Ausgabe#Der_interne_ADC_im_AVR

/* ADC Einzelmessung */ uint16_t ADC_Read( uint8_t channel ) { // Kanal waehlen, ohne andere Bits zu beeinflußen ADMUX = (ADMUX & ~(0x1F)) | (channel & 0x1F); ADCSRA |= (1<<ADSC); // eine Wandlung "single conversion" while (ADCSRA & (1<<ADSC) ) { // auf Abschluss der Konvertierung warten } return ADCW; // ADC auslesen und zurückgeben }

...und genau das "warten" will ich vermeiden: while (ADCSRA & (1<<ADSC) ) { // auf Abschluss der Konvertierung warten }

(Firma: Gast) #7880635
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Wie macht man das am elegantesten? Hat jemand ein Beispiel?

Nacheinander auslesen! Beispiel? Nicht 100%. Einfach umzubauen.

StefanK schrieb:

Dann will ich mal mehr spezifizieren. Das ganze soll auf einem Arduino entwickelt/getestet werden und später auf einem ATtiny laufen. Ich will die Fähigkeit Des AD-Wandlers laufend zu messen geschickt nutzen, so dass das Hauptprogramm nicht warten muss.

Auch kein Problem.

OP #7880640
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Welche ADCs kommen in Frage, wie hoch muss die Auflösung mindestens sein, welche µCs kommen in Frage, was ist der Mindestwert für "so schnell wie möglich", was darf es kosten?

Interner ADC des ATMega328P zum entwickeln und wenn fertig auf Target ATtiny13 portieren, Auflösung 10bit. Kein extra AD-Wandler.

Wichtig ist mir, dass das Hauptprogramm nicht warten muß, bis der AD die Wandlungen beendet hat. Und da hapert es mit dem Beispiel im o.g. Tutorial.

#7880661
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Wichtig ist mir, dass das Hauptprogramm nicht warten muß, bis der AD die Wandlungen beendet hat.

Das Hauptprogramm muss nicht warten. Es kann während dessen beliebigen anderen Aktionen nachgehen und dann mit einem Interrupt auf das ADIF reagieren.

Was dein "so schnell wie möglich" betrifft, hast du mit einem ATmega328 das Problem, dass er nur einen einzigen ADC besitzt, d.h. du kannst den Kanal sowieso erst umschalten und die nächste Messung starten, wenn die erste Wandlung fertig ist. Parallele Messung ist damit nicht möglich. Die Wandlungszeit beträgt 13 ADC Clock Zyklen, da lässt sich nichts dran abkürzen, wenn du die volle Auflösung nutzen möchtest.

Gast #7880705
Lesenswert?

Wenn die ISR ausgeführt wird, ist der ADC schon mit der nächsten Messung beschäftigt. Wenn die ISR den Kanal nun wechselt, gilt das erst für die danach folgende Messung (die übernächste).

#7880709
Lesenswert?

Mi N. (msx) schrieb:

ATTiny und möglichst schnell geht eher in Richtung schwarzer Schimmel.

Der TO hatte "mehr spezifiziert" und einen Arduino als Hardware genannt. Somit ist ein Mega328 als µC anzunehmen. Was soll da z.B. auf einem Tiny25 langsamer laufen?

Bei beiden ist 200 kHz ADC-Takt das Limit für volle Auflösung. Bei beiden dauert eine Wandlung 13 ADC-Takte. Bei beiden fällt bei der max. Speed von 20 MHz die Rechnerei (Summierung und Mittelwert) kaumt in's Gewicht.

????

#7880732
Lesenswert?

ChatGPT meint dazu

"Super! Der ATmega328 (wie auf dem Arduino Uno) hat einen eingebauten ADC (Analog-Digital-Wandler), den man effizient nicht-blockierend mit Interrupts benutzen kann. Damit kannst du Messungen durchführen, ohne dass dein Programm anhalten muss. 🛠️ Ziel:

Nicht-blockierende ADC-Messung auf dem ATmega328 mit Interrupts. Ergebnis soll z. B. in einer globalen Variable gespeichert werden. ✅ So funktioniert es:

1
ADC wird im Hintergrund gestartet.
2

3
Wenn die Wandlung fertig ist, löst der ADC einen Interrupt aus.
4

5
Im ISR (Interrupt Service Routine) holst du das Ergebnis ab und speicherst es z. B. in einer globalen Variable.

📜 Beispielcode in C (für Atmel Studio oder avr-gcc)"

1
#define F_CPU 16000000UL
2
#include <avr/io.h>
3
#include <avr/interrupt.h>
4

5
volatile uint16_t adc_result = 0;
6

7
void adc_init(void) {
8
    ADMUX = (1 << REFS0); // AVcc als Referenz, ADC0 als Eingang
9
    ADCSRA = (1 << ADEN)  | // ADC einschalten
10
             (1 << ADIE)  | // Interrupt einschalten
11
             (1 << ADPS2) | (1 << ADPS1) | (1 << ADPS0); // Prescaler 128
12
    sei(); // globale Interrupts aktivieren
13
}
14

15
void adc_start_conversion(void) {
16
    ADCSRA |= (1 << ADSC); // Start ADC-Konvertierung
17
}
18

19
ISR(ADC_vect) {
20
    adc_result = ADC; // Ergebnis in globale Variable speichern
21
    // Optional: adc_start_conversion(); // Neue Messung direkt starten (Dauerbetrieb)
22
}
23

24
int main(void) {
25
    adc_init();
26
    adc_start_conversion(); // erste Messung starten
27

28
    while (1) {
29
        // Hauptprogramm läuft weiter, ohne zu blockieren
30
        // z. B. LED steuern, andere Tasks bearbeiten
31
    }
32
}

Naja, prinzipiel erstmal richtig, wenn gleich unvollständig.

#7880735
Lesenswert?

Ralf K. schrieb:

Der TO hatte "mehr spezifiziert" und einen Arduino als Hardware genannt. Somit ist ein Mega328 als µC anzunehmen. Was soll da z.B. auf einem Tiny25 langsamer laufen?

Bei beiden ist 200 kHz ADC-Takt das Limit für volle Auflösung.

Bei 1 MHz kann man auch 6 Bit erhalten. Wo hatte der TO denn volle Auflösung gefordert?

Eine Antwort zeigte 12 Bit Auflösung bei 375 ksps, eine andere dann 'adcCallCack' bei Arduino und selbst "Ulli auf seiner Roboterseite wartet", weil alles so schwierig ist.

Schon klar, alles ein kleiner Spaß zum Freitag ;-)

#7880737
Lesenswert?

Etwas besser, wenn gleich nicht gut

"Ah, das macht Sinn! Du möchtest den Mittelwert der Messungen bilden und gleichzeitig den ADC mit maximaler Geschwindigkeit betreiben. Kein Problem – beides lässt sich leicht einbauen! 🔧 Ziel:

1
Maximale ADC-Datenrate: Der ADC des ATmega328 läuft mit einer maximalen Taktfrequenz von 200 kHz bei einer Referenzfrequenz von 16 MHz. Um dies zu erreichen, muss der ADC mit einem Prescaler von 2 betrieben werden.
2

3
Mittelwertbildung: Du willst mehrere Messungen sammeln und den Mittelwert berechnen, um Störungen zu glätten.

🏎️ Maximale ADC-Geschwindigkeit:

1
Der ADC benötigt bei einem Prescaler von 2 nur 13 Takte pro Messung. Bei einem 16 MHz Systemtakt läuft der ADC mit 16 MHz / 2 = 8 MHz, was eine maximal mögliche Frequenz von 200 kHz ergibt."

FALSCH! Soviel zum Thema KI! Ein mit Exabyte aufgepumpter "Zauberlagorithums" fabuliert einfach was zusammen, das in Teilen korrekt ist, in Summe logisch aber falsch. Naja . . .

"🧮 Mittelwert berechnen:

Wir sammeln eine feste Anzahl an Messungen, addieren sie und teilen sie durch die Anzahl der Messungen, um den Mittelwert zu erhalten. 📜 Code mit Mittelwert und maximaler Geschwindigkeit:"

1
#define F_CPU 16000000UL
2
#include <avr/io.h>
3
#include <avr/interrupt.h>
4

5
#define NUM_SAMPLES 10   // Anzahl der Messungen für den Mittelwert
6

7
volatile uint16_t adc_result = 0; // Aktuelles ADC-Ergebnis
8
volatile uint16_t adc_sum = 0;    // Summe der Messungen
9
volatile uint8_t sample_count = 0; // Zähler für gesammelte Messungen
10

11
// ADC initialisieren
12
void adc_init(void) {
13
    ADMUX = (1 << REFS0); // AVcc als Referenz, ADC0 als Eingang
14
    ADCSRA = (1 << ADEN)  | // ADC einschalten
15
             (1 << ADIE)  | // Interrupt einschalten
16
             (1 << ADPS0);  // Prescaler auf 2 (maximale Geschwindigkeit)
17
    sei(); // globale Interrupts aktivieren
18
}
19

20
// ADC-Konvertierung starten
21
void adc_start_conversion(void) {
22
    ADCSRA |= (1 << ADSC); // Start ADC-Konvertierung
23
}
24

25
// ISR für den ADC-Interrupt
26
ISR(ADC_vect) {
27
    adc_result = ADC; // ADC-Ergebnis holen
28
    adc_sum += adc_result; // Messung zur Summe hinzufügen
29

30
    sample_count++; // Zähler erhöhen
31

32
    if (sample_count >= NUM_SAMPLES) {
33
        uint16_t average = adc_sum / NUM_SAMPLES; // Mittelwert berechnen
34
        adc_sum = 0; // Summe zurücksetzen
35
        sample_count = 0; // Zähler zurücksetzen
36

37
        // Mittelwert weiterverwenden (z. B. über serielle Ausgabe)
38
        // Serial.println(average); // Wenn du in der Arduino IDE arbeitest
39
    }
40

41
    adc_start_conversion(); // Neue Messung starten
42
}
43

44
int main(void) {
45
    adc_init();
46
    adc_start_conversion(); // erste Messung starten
47

48
    while (1) {
49
        // Hauptprogramm läuft weiter, ohne zu blockieren
50
        // Hier kannst du die Mittelwerte weiterverarbeiten
51
    }
52
}
#7880743
Lesenswert?

Mit dem Hinweis auf den Free running modus schafft es auch ChatGPT. Hmm, not bad. Aber ist da WIRKLICH die Zukunft der Softwareentwicklung? Ich meine, ich musste erst die entscheidenden Stichworte geben? Wenn ich die aber nicht kenne, weil mir das Problem bzw. dessen Lösung unbekannt sind, was macht man dann?

Beispielcode mit Free Running Modus und Mittelwertbildung in der ISR:

1
#define F_CPU 16000000UL
2
#include <avr/io.h>
3
#include <avr/interrupt.h>
4

5
#define NUM_SAMPLES 10   // Anzahl der Messungen für den Mittelwert
6

7
volatile uint16_t adc_result = 0; // Aktuelles ADC-Ergebnis
8
volatile uint16_t adc_sum = 0;    // Summe der Messungen
9
volatile uint8_t sample_count = 0; // Zähler für gesammelte Messungen
10

11
// ADC initialisieren
12
void adc_init(void) {
13
    ADMUX = (1 << REFS0);  // AVcc als Referenz, ADC0 als Eingang
14
    ADCSRA = (1 << ADEN)   | // ADC einschalten
15
             (1 << ADIE)   | // Interrupt einschalten
16
             (1 << ADATE)  | // Free Running Modus aktivieren
17
             (1 << ADPS0);   // Prescaler auf 2 (maximale Geschwindigkeit)
18
    sei(); // globale Interrupts aktivieren
19
}
20

21
// ISR für den ADC-Interrupt
22
ISR(ADC_vect) {
23
    adc_result = ADC; // ADC-Ergebnis holen
24
    adc_sum += adc_result; // Messung zur Summe hinzufügen
25
    sample_count++; // Zähler erhöhen
26

27
    if (sample_count >= NUM_SAMPLES) {
28
        uint16_t average = adc_sum / NUM_SAMPLES; // Mittelwert berechnen
29
        adc_sum = 0; // Summe zurücksetzen
30
        sample_count = 0; // Zähler zurücksetzen
31

32
        // Mittelwert weiterverwenden (z. B. über serielle Ausgabe)
33
        // Beispiel:
34
        // Serial.println(average); // Wenn du in der Arduino IDE arbeitest
35
    }
36

37
    // Keine Notwendigkeit, eine neue Messung zu starten, 
38
    // der ADC läuft im Free Running Modus weiter.
39
}
40

41
int main(void) {
42
    adc_init(); // ADC initialisieren
43

44
    while (1) {
45
        // Hauptprogramm läuft weiter, ohne zu blockieren
46
        // Hier kannst du andere Aufgaben erledigen
47
    }
48
}
Beitrag #7880748 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7880776
Lesenswert?

Georg M. schrieb:

ATtiny mit 2x ADC.

Bringen einem 2 ADC so viel mehr wenn man eigentlich 3 braucht? 😄

StefanK schrieb:

Ich will drei ADC-Kanäle (0 bis 2)

Wenn man es richtig schnell haben will, soll er bei den G von STM32 oder so vorbei schauen. Die haben teilweise schon Mittelwert Filter in HW und 3-5 komplette ADCs mit bis 4MSPS. Da muss die CPU garnichts machen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine dass es auch ein Peripheral gab das summieren kann (könnte aber auch der H7 gewesen sein bin ich nicht sicher). Wenn das der Fall ist würden 3 DMA und das Peripheral voll den Rest machen. Ohne CPU.

Viel Spaß beim Datenblatt lesen 😁

#7880903
Lesenswert?

Hallo, Johann L. schrieb im Beitrag #7880848:

In den Datenblättern steht dazu nix.

Datenblatt ATmega8/L (2486AA-AVR-02/2013), Kapitel "ADC Input Channels", Seite 194: "In Free Running mode, always select the channel before starting the first conversion. The channel selection may be changed one ADC clock cycle after writing one to ADSC. However, the simplest method is to wait for the first conversion to complete, and then change the channel selection. Since the next conversion has already started automatically, the next result will reflect the previous channel selection. Subsequent conversions will reflect the new channel selection."

rhf

#7880945
Lesenswert?

N. M. schrieb:

Wenn man es richtig schnell haben will, soll er bei den G von STM32 oder so vorbei schauen. Die haben teilweise schon Mittelwert Filter in HW und 3-5 komplette ADCs mit bis 4MSPS. Da muss die CPU garnichts machen.

Da es hier um den ATmega328 mit seinem doch eher gemächlichen ADC Clock geht, spielt die CPU-Zeit für die Mittelung, in Relation zur Wandlungszeit, für die erreichbare Abtastrate fast keine Rolle.

#7880994
Lesenswert?

Johann L. schrieb:

Das Problem beim AVR ADC ist, dass nach dem Kanalwechsel extra Zyklen anfallen, i.W. dauert die erste ADC Konvertierung so lange wie die erste Konvertierung nach Aktivierung des ADC.

Ist also recht langsam.

Ist das so? Die komplette Messsequenz 3*4 benötigt hier bei einem ADC-Teiler /64 rund 10800 Takte, also pro Messung 900 System- bzw. 14 ADC-Takte. Laut Datenblatt dauert eine Wandlung 13 ADC-Takte, die Differenz von ca. 1 ADC-Takt bzw. 64 Systemtakte geht beim Interrupthandling verloren.

#7881009
Lesenswert?

Gunnar F. schrieb:

och, das ist ja noch recht kompakt im Vergleich zum Referenzmanual!

Erst das eine, dann das andere 😄

Rainer W. schrieb:

Da es hier um den ATmega328 mit seinem doch eher gemächlichen ADC Clock geht, spielt die CPU-Zeit für die Mittelung, in Relation zur Wandlungszeit, für die erreichbare Abtastrate fast keine Rolle.

Ja, er hatte es erst sehr allgemein geschrieben und wollte so schnell wie möglich 3 ADC Werte haben.

StefanK schrieb:

ich will drei ADC-Kanäle (0 bis 2) so schnell wie möglich hinter einander abfragen

Erst später wurde dann ein ATMega/Tiny gesetzt.

#7881046
Lesenswert?

N. M. schrieb:

Ja, er hatte es erst sehr allgemein geschrieben und wollte so schnell wie möglich 3 ADC Werte haben. ... Erst später wurde dann ein ATMega/Tiny gesetzt.

Das merkt jedoch nur der Leser, der alle Beiträge in der Reihenfolge ihres Entstehens gelesen hat. Vermutlich sind die Anforderungen (mal wieder) ganz trivial, sodaß es egal ist, ob ADC-Werte 'möglichst schnell', 'sofort' oder 'unmittelbar' zur Verfügung stehen.

Ich denke, der TO weiß selber nicht, was er braucht oder will. Sonst könnte er das ja einfach mal mitteilen.

#7881071
Lesenswert?

Stichwort: gesperrte Interrupts. In welcher Phase befindet sich der ADC? Wann darf ein neuer Kanal gewählt werden? Welcher Wert gehört dann zu welchem Kanal?

Nach der Eingangsfrage des TO hätte ich in Bezug auf 'möglichst schnell' beispielsweise einen STM32F/G/Hxyz vorgeschlagen. Ein einzelner ADC im 'scan modus' und Ablage der Einzelwert per DMA wäre 'recht schnell'.

Ein kleiner, feiner µC ist schon der STM32G031, der neben dem 'scan modus' auch noch 'oversampling' zur Filterung bietet. Das nutzt aber nur, wenn man weiß, was man will.

Gast #7881073
Lesenswert?

Mi N. schrieb:

Wann darf ein neuer Kanal gewählt werden?

Jederzeit. Der neue Kanal gilt dann für die nächste Messung, die nach der gerade laufenden kommt. Also für das übernächste Messergebnis. Damit kann man lückenlos Kanalwechsel implementieren, so dass der ADC ohne Pause mit seiner maximalen Geschwindigkeit durch arbeitet.

Gast #7881080
Lesenswert?

Mi N. schrieb:

'Übernächstes Messergebnis'? Und das soll schnell sein?

Ja das ist schnell. Beispiel:

Du startest den ADC im free-running Modus auf Kanal 1 und gibst ihm direkt danach (genauer gesagt: einen ADC Takt später) den Befehl, zum Kanal 2 zu wechseln.

Wenn er Kanal 1 gemessen hat, wird er die ISR zum ersten mal aufrufen. Während diese ausgeführt wird, misst der ADC bereits den Kanal 2 und du kannst schon den Befehl zum Wechsel auf Kanal 3 eben.

Wenn er Kanal 2 gemessen hat, wird er die ISR zum zweiten mal aufrufen. Während diese ausgeführt wird, misst der ADC bereits den Kanal 3.

Wenn er Kanal 3 gemessen hat, wird er die ISR zum dritten mal aufrufen.

Das alles passiert, ohne den ADC zwischenzeitlich anzuhalten (free-running). Ohne den free-running Modus müsste der ADC nach jeder Messung pausieren und per Software zur Fortsetzung getriggert werden. Das dauert länger.

#7881113
Lesenswert?

Johann L. schrieb:

Das Problem beim AVR ADC ist, dass nach dem Kanalwechsel extra Zyklen anfallen, i.W. dauert die erste ADC Konvertierung so lange wie die erste Konvertierung nach Aktivierung des ADC.

Das kann ich nicht bestätigen. Siehe Anhang. Arduino UNO mit ATmega328P. Ich messe 38,459kHz am Testpin PB0. Das macht 76,918 KHz ISR-Frequenz. x13x16=16MHz. D.h. jede Messung braucht wie im Datenblatt beschrieben 13 ADC-Takte. Und das mit Wechsel des ADC-Kanals nach jeder Messung. Das Testsignal ist sogar jitterfrei (auch durch Nutzung von sleep_mode()).

Mit Single Shot Betrieb und Neustart per CPU in der ISR kommt man nur auf 29,4099kHz am Testpin, weil der ADC ja halt ein paar Takte inaktiv ist, bis die ISR angesprungen der ADC neu gestartet worden ist.

In den Datenblättern steht dazu nix. Hatte ich vor Jahren mal beim Atmel-Support nachgefragt.

Gilt das für ALLE AVR oder nur für sehr alte Modelle?

Wenn man also mal eine Zeitbasis braucht und alle Timer belegt sind, der ADC kann das auch!

PS Laut Datenblätter ist ein KANALwechsel ohne "Strafzeit" möglich. Nur das Einschalten des ADC (ADEN) bedingt eine Messzeit von 25 statt 13 Takten. Ebenso ist ein Umschalten der ADC-Referenz mit zusätzlichen Verzögerungen behaftet, das liegt aber an der Referenz, nicht direkt am ADC.

Angehängte Dateien:
#7881183
Lesenswert?

Johann L. schrieb:

Falk B. schrieb:

Johann L. schrieb:

Das Problem beim AVR ADC ist, dass nach dem Kanalwechsel extra Zyklen anfallen, i.W. dauert die erste ADC Konvertierung so lange wie die erste Konvertierung nach Aktivierung des ADC.

Das kann ich nicht bestätigen. Siehe Anhang.

Bei gleicher Genauigkeit?

Ja.

Zumindest bei meinem ATmega328P von '1545'.

#7881212
Lesenswert?

Sherlock 🕵🏽‍♂️ schrieb:

Ja das ist schnell. Beispiel:

Du startest den ADC im free-running Modus auf Kanal 1 und gibst ihm direkt danach (genauer gesagt: einen ADC Takt später) den Befehl, zum Kanal 2 zu wechseln ...

Da stellt sich die Frage: wie sieht das konkret aus? Sprich: das dazugehörende Programm zeigen, gemäß der Anforderung 'Messsequenz 3*4' - wieviele Systemtakte werden benötigt?

#7881225
Lesenswert?

Mal unabhängig von Arduino - Stefan Frings kann als alter Hase sicher ohne dieses Hilfsmittel programmieren. Nach seiner Theorie müsste er mit dem 'free running mode' auf eine Taktanzahl von 3 * 4 * 13 * ADC_Teiler plus ein Bisschen kommen - das würde ich gerne sehen; und gegebenenfalls dazulernen, denn ich komme, wie oben geschrieben, auf rund 10800 Takte.

PS: 3 mal 4 mal 13 mal ADC_Teiler plus ein Bisschen

single conversion mode: 10800 Takte bei einem ADC-Teiler von 64

#7881288
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Mal unabhängig von Arduino - Stefan Frings kann als alter Hase sicher ohne dieses Hilfsmittel programmieren. Nach seiner Theorie müsste er mit dem 'free running mode' auf eine Taktanzahl von 3 4 13 * ADC_Teiler plus ein Bisschen kommen - das würde ich gerne sehen; und gegebenenfalls dazulernen,

Das steht praktisch schon hier. Ich habe nur das Auslesen und Speichern der ADC-Werte für den Test entfernt.

Beitrag "Re: ADC-Kanäle sukzessive abfragen"

denn ich komme, wie oben geschrieben, auf rund 10800 Takte.

Es sind

1
3*4*13*64=9984

3 ADC-Kanäle 4 Samples / Kanal 13 ADC-Takte/Messung 64 Teilerfaktor für ADC-Takt

Es wird im Freerun Mode KEIN zusätzlicher ADC-Takt für Interrupts verschwendet! Nur im manuellen Modus, wenn die CPU immer wieder den Startschuß geben muss.

#7881298
Lesenswert?

Erstmal danke - das Programm (hatte ich völlig übersehen) ist ja sehr kompakt.

Sehe ich das richtig: der ADC-Kanal wird mitten im 1. ADC-Takt umgeschaltet?

Ich habe nur das Auslesen und Speichern der ADC-Werte für den Test entfernt.

Wie sehen die ADC-Werte für die 3 Kanäle aus?

PS: "Once the conversion starts, the channel and reference selection is locked ..." Okay, damit ist der 1. Punkt geklärt und eigentlich auch der 2.

Nochmals danke, einen schönen Abend noch ...

#7881307
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Erstmal Danke - das Programm (hatte ich völlig übersehen) ist ja sehr kompakt.

Sehe ich das richtig: der ADC-Kanal wird mitten im 1. ADC-Takt umgeschaltet?

Nö. Das MUX-Register wird mit dem neuen Kanal geladen. Das hat aber in dem Moment keinen Einfluß auf den laufenden ADC-Vorgang. Denn der Wert wird beim Start intern in einen "unsichtbaren" Speicher übernommen und die MUX damit eingestellt.

Siehe Datenblatt, ADMUX.

"If these bits are changed during a conversion, the change will not go in effect until this conversion is complete (ADIF in ADCSRA is set)."

"The MUXn and REFS1:0 bits in the ADMUX Register are single buffered through a temporary register to which the CPU has random access. This ensures that the channels and reference selection only takes place at a safe point during the conversion. The channel and reference selection is continuously updated until a conversion is started. Once the conversion starts, the channel and reference selection is locked to ensure a sufficient sampling time for the ADC."

Ich habe nur das Auslesen und Speichern der ADC-Werte für den Test entfernt.

Wie sehen die ADC-Werte für die 3 Kanäle aus?

Was meinst du damit?

(Firma: 1984now) #7881349
Lesenswert?

Falk B. schrieb:

Siehe Datenblatt, ADMUX.

"If these bits are changed during a conversion, the change will not go in effect until this conversion is complete (ADIF in ADCSRA is set)."

Die Sache ist relativ einfach. Nehmen wir mal an, die ADC-ISR wird aufgerufen, während die Wandlung mit der Kanalnummer n läuft. Dann enthält das ADC-Ergebnisregister den Wert des Kanals n - 1. Und die ISR muß die Parameter für den Kanal n + 1 setzen. Plus und Minus sind natürlich zyklisch entsprechend der Anzahl der Kanäle zu betrachen/benutzen.

Da fehlt dann aber noch ein kleines (aber wichtiges) Stück Wahrheit. Zu Beginn einer "conversion" gibt es leider eine kleine Zeitspanne, in der trotz formal bereits laufender Wandlung noch wirksam am Setup der "aktuellen" Wandlung manipuliert werden kann. Zumindest bei einigen Devices war das so. Sprich: Hardware-Bug beim Register-Buffering, die Übernahme der gepufferten Konfigwerte in die ADC-Hardware erfolgte zum falschen Zeitpunkt im Wandlerzyklus, nicht zum Zeitpunkt der Interuptauslösung sondern erst etwas später. Das verkompliziert die Sache etwas. Zumindest bei den Devices, die von diesem Bug betroffen sind.

#7881506
Lesenswert?

Danke für die Bereitstellung des Programms.

Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber:

Ich lege auf: ADC0 0.0 V, ADC1 3.0 V, ADC2 2.5 V. Erwarte also die Werte 0, 614, 512. Erhalte in adc_avg[0] 380, adc_avg[1] 0, adc_avg[2] 608.

Es scheint also mit adc_avg[0] (der Wert für ADC2) etwas nicht zu stimmen.

PS: bei Ucc= 5.0 V

#7881527
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Es scheint also mit adc_avg[0] (der Wert für ADC2) etwas nicht zu stimmen.

Dann beseitige den Fehler. Wo im Programm wird welcher Kanal gewählt, wann läuft die Wandlung, was kommt raus, wie geht es in die Mittelung ein und wo wird das Ergebnis abgelegt? Nimm einen Debugger und verfolge Schritt für Schritt was passiert. Genauso, wie man eine neu entwickelte Schaltung Schritt für Schritt in Betrieb nimmt, ist das auch bei der Softwareentwicklung sinnvoll.

(Firma: 1984now) #7881553
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Danke für die Bereitstellung des Programms.

Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber:

Ich lege auf: ADC0 0.0 V, ADC1 3.0 V, ADC2 2.5 V. Erwarte also die Werte 0, 614, 512. Erhalte in adc_avg[0] 380, adc_avg[1] 0, adc_avg[2] 608.

Offensichtlich berücksichtigt das Programm die zyklische Verschiebung um 1 nicht korrekt. Siehe:

Beitrag "Re: ADC-Kanäle sukzessive abfragen"

Holt man das mal nach, kommt raus: adc_avg[0] 0, adc_avg[1] 608, adc_avg[2] 380

Und das sieht doch schon ganz gut aus.

Der Restfehler? Wie war denn der Innenwiderstand der jeweiligen Quellen und mit welchem ADC-Tak wurde gemessen?

#7881594
Lesenswert?

Falk B. schrieb:

Hier die korrigierte Version, sollte jetzt passen.

Ich bekomme jetzt 474, 510, 0.

Frage am Rande: warum probieren Sie es nicht selbst aus?

Die Sache ist etwas kniffeliger als es auf den ersten Blick aussieht.

Jedenfalls wäre StefanK überfordert, falls er überhaupt noch mitliest - wir haben die Sphäre des "warten ist doof!" verlassen.

#7881605
Lesenswert?

Falk B. schrieb:

S. L. schrieb:

Hier die korrigierte Version, sollte jetzt passen.

Ich bekomme jetzt 474, 510, 0.

Frage am Rande: warum probieren Sie es nicht selbst aus?

Weil ich auch manchmal faul bin ;-)

Vielleicht mache ich ja etwas falsch - muss immerhin in Ihr Programm eingreifen, mit meinen nur rudimentären C-Kenntnissen.

#7881667
Lesenswert?

OK, hier jetzt real getestet und geht jetzt WIRKLICH! ;-) Incl. Testausgaben auf dem UART mit 9k6. Man darf aber den Prescaler nicht zu klein wählen! Denn dann kommt es zum Übersprechen der ADC-Kanäle am Multiplexer, der kann nur mit endlicher Geschwindigkeit umladen. 20kHz Abtastrate sind mit Prescaler 64 drin, 32 geht auch noch. Bei 16 gibt es Übersprechen und damit falsche Meßergebnisse. Und ja, meine Eingänge sind niederohmig angesteuert, 2x aus einem Labornetzteil und einmal über ein Laborkabel mit 20cm gegen GND.

Angehängte Dateien:
OP #7881719
Lesenswert?

Sorry, für die späte Rückmeldung. Ist doch noch eine sehr spannende Diskussion geworden. Das Feedback, besser zu spezifizieren und zu MACHEN, nehme ich gern mit. Das mit den gebratenen Tauben nicht ;-)

Was ich auf dem Arduino Uno R3 gemacht habe, findet ihr im Anhang. Leider ist der Wurm drin und ich bekomme es nicht zum Laufen.

Ich habe den ersten Ansatz von Falk B. mit Free Running aufgegriffen und versucht, in der ADC-Interruptroutine 4 Kanäle (AD0-AD3) je 4 mal zu erfassen. An den 4 Kanälen liegen via 10K Potis einstellbare, deutlich voneinander unterscheidbare Spannungen an (AD0:100mV, AD1:200mV, AD2:400mV, AD3:800mV), so dass es möglich sein sollte, falsch zugeordnete Kanäle zu erkennen. Ich erhalte aber völlige erratische Messwerte, die für ca. eine halbe Sekunde stabil sind, dann ansteigen und irgendwann überlaufen. AD0 liefert immer 0, AD1-AD3 leicht ansteigende, aber relativ ähnliche Werte.

Die ADC-Interruptroutine wird alle 106µs aufgerufen. Das viermalige Messen aller 4 Kanäle dauert 1360µs. Das würde bedeuten, dass sich die Interruptroutine ständig selbst unterbricht? Vielleicht ist Free Running doch keine so gute Idee?

Wo liegt der Hase im Pfeffer? Danke schon mal für Hilfreiche Hinweise!

P.S. Habe erst jetzt gesehen, dass es neuen Code gibt. Werde ihn mir mal ansehen, lade trotzdem mal hoch, was ich habe.

Angehängte Dateien:
(Firma: Gast) #7881738
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Wie übernimmt man den Falk B.-Code in die Arduino IDE?

Neuen Arduino Sketch öffnen Die *.ino komplett leeren und speichern Die c und h Dateien von Falk in den gleichen Ordner werfen. Kompilieren/Hochladen und fertig. Beim nächsten Start der IDE zeigt es auch die Dateien in Tabs

Vielleicht noch Umlaute reparieren und den F_CPU Eintrag auskommentieren.

#7881779
Lesenswert?

Ja, abspecken, wo es nur geht:-)

Nun, auch ich halte viel von "small is beautiful" oder "in der Beschränkung zeigt sich erst der Meister", trotzdem - wie wäre es mit einem ATtiny85? Etwas moderner und vor allem Platz, um sich zu bewegen, nicht wie im Korsett des ATtiny13.

#7881781
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Denn dann kommt es zum Übersprechen der ADC-Kanäle am Multiplexer, der kann nur mit endlicher Geschwindigkeit umladen.

Die Impedanz der Quelle ist da nicht ganz unbeteiligt. Kondensatoren an den Multiplexereingängen entschärften das Problem.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

"Und ja, meine Eingänge sind niederohmig angesteuert, 2x aus einem Labornetzteil und einmal über ein Laborkabel mit 20cm gegen GND."

https://www.youtube.com/watch?v=aoqORos_1WA

;-)

(Firma: 1984now) #7881883
Lesenswert?

Falk B. schrieb:

Man darf aber den Prescaler nicht zu klein wählen! Denn dann kommt es zum Übersprechen der ADC-Kanäle am Multiplexer, der kann nur mit endlicher Geschwindigkeit umladen.

So isses. Samplerate und Quellimpedanzen sind quasi gegenläufig. Je höher die Samplerate, desto geringer müssen die Quellimpedanzen sein, um letztlich korrekte Werte zu bekommen.

Das gilt übrigens nicht nur für die Messkanäle, sondern genau so auch für die Referenzen, falls man für die Messkanäle auch zwischen verschiedenen Referenzen umschaltet.

Rainer W. schrieb:

Die Impedanz der Quelle ist da nicht ganz unbeteiligt. Kondensatoren an den Multiplexereingängen entschärften das Problem.

Das hilft nur dann, wenn man es garnicht so genau für den aktuellen Moment wissen will, wenn sich also die Messwerte des mit Kondensator "geboosteten" Kanals sowieso nur relativ langsam ändern.

Dieser Ansatz ist hilfreich, wenn man mit der einen verfügbaren ADC sowohl schnell veränderliche Kanäle als auch langsam veränderliche Kanäle messen will. Dann ist man ja zu einer hohen Samplerate gezwungen, um die schnell veränderlichen Kanäle korrekt zu erfassen. Um den Aufwand zu sparen, für die langsamen Kanäle eine Pufferstufe zu verwenden, kann man für diese dann tatsächlich einfach nur einen Puffer-Kondensator verwenden.

Für die schnellen Kanäle wäre so einer aber natürlich massiv kontraproduktiv. Die brauchen halt ggf. doch eine richtige Bufferstufe, wenn sie zu hochohmig sind.

#7881893
Lesenswert?

Ob S. schrieb:

Das hilft nur dann, wenn man es garnicht so genau für den aktuellen Moment wissen will, wenn sich also die Messwerte des mit Kondensator "geboosteten" Kanals sowieso nur relativ langsam ändern.

Der Kondensator liefert die Ladung für das Umladen parasitärer Kapazitäten im Multiplexer und für die S&H-Stufe. Die Bandbreite, die sich aus Kondensator und Quellimpedanz ergibt, muss natürlich kompatibel zum Problem sein. Noch ist nicht klar, was StefanK eigentlich messen möchte oder ob das nur eine Fingerübung für "so schnell wie möglich" und "Prozessor nicht warten lassen" sein soll. Bei einer konkreten Anwendung wären die erforderliche Abtastrate und Bandbreite durch die zu lösende Messaufgabe definiert.

#7881992
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Noch ist nicht klar, was StefanK eigentlich messen möchte oder ob das nur eine Fingerübung [...] sein soll.

Er hat ja ein Beispiel genannt. StefanK schrieb im Beitrag #7880633:

/* ADC Einzelmessung */ uint16_t ADC_Read( uint8_t channel ) { // Kanal waehlen, ohne andere Bits zu beeinflußen ADMUX = (ADMUX & ~(0x1F)) | (channel & 0x1F); ADCSRA |= (1<<ADSC); // eine Wandlung "single conversion" while (ADCSRA & (1<<ADSC) ) { // auf Abschluss der Konvertierung warten } return ADCW; // ADC auslesen und zurückgeben }

...und genau das "warten" will ich vermeiden: while (ADCSRA & (1<<ADSC) ) { // auf Abschluss der Konvertierung warten }

Da ist es egal, ob Übung oder Anwendung, auf diese Art ist es extrem ineffizient.

#7882008
Lesenswert?

Florian schrieb:

... Er hat ja ein Beispiel genannt.

Trotzdem bleibt unklar, was er mit

drei ADC-Kanäle (0 bis 2) so schnell wie möglich hinter einander abfragen

meint; klar ist nur, dass es interruptgesteuert erfolgen muss ("warten ist doof!"). Meint er die gesamte Messsequenz, dann wäre es der 'single conversion mode', sollen hingegen die Einzelmessungen möglichst dicht hintereinander erfolgen, wäre es der 'free running mode'.

Wie dem auch sei - also ich fand die Diskussion interessant.

#7882020
Lesenswert?

In Free Running ist man natürlich um die Zeit schneller, bis der Interrupt sein Ding gemacht hat. Dafür hat man das Risiko, daß bei langen anderen Interrupts der MUX nicht rechtzeitig umschaltet und man den falschen ADC ausliest. Bei Teiler 16 sind dafür nur 208 CPU-Takte Zeit für alle Interrupts! Ob man das Risiko eingehen will, muß jeder für sich entscheiden. Man sollte aber berücksichtigen, daß der Code durch andere erweitert werden könnte und das Risiko nicht offensichtlich ist.

Hält man sich an die max 200kHz für beste Auflösung, klappt auch die MUX-Umschaltung ohne Übersprechen. Und Single Conversion braucht dann eben einen ADC-Takt mehr (14 bei 16MHz / 128). Ich mag lieber Code ohne Fallgruben.

#7882021
Lesenswert?

Moin,

S. L. schrieb:

also ich fand die Diskussion interessant

Ich haette es interessanter gefunden, sich mal etwas cleverere Filter als [1 1 1 1]/4 zu ueberlegen. Evtl. sogar 3 verschiedene Filter mit aehnlichem Frequenzgang, die sich aber in der Gruppenlaufzeit um jeweils 1/3 Tsample unterscheiden - so koennte man so tun, als waeren die 3 Kanaele zur selben Zeit gesampled worden und nicht hintereinander... Aber jeder Jeck ist anders und ich sehe ein, dass DSP aufm attiny13 ein exotisches Hobby ist.

Gruss WK

#7882024
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Trotzdem bleibt unklar, was er mit

drei ADC-Kanäle (0 bis 2) so schnell wie möglich hinter einander abfragen

meint;

Genau das ist das Problem. Die Kanalumschaltung kostet Zeit, weil der Multiplexer/S&H umgeladen werden muss und deshalb der ADC Clock nicht zu hoch sein darf. Für den Zeitaufwand ist es daher nicht ganz unwesentlich, ob immer sequentiell zwischen den Kanälen umgeschaltet werden muss und dies für die Mittelung 4x wiederholt werden soll, oder ob ein Kanal 4x abgetastet werden kann und erst dann auf den nächsten umgeschaltet werden darf. Steht also äquidistante Abtastung der Einzelkanäle im Vordergrund, weil die Mittelung zur Filterung des Signals erfolgen soll (dann gibt es bessere Filter als den reinen Mittelwert) oder geht es um breitbandiges Rauschen, bei dem das Abtasttheorem sowieso egal ist. Bei einer realen Messaufgabe sollte das Spektrum des zu erfassenden Signales klar sein.

#7882037
Lesenswert?

S. L. schrieb:

klar ist nur, dass es interruptgesteuert erfolgen muss

Da es eine Anfängerfrage war, denke ich, dass das für die eigentlich Anforderung nichtmal notwendig ist. Ich habe das so interpretiert, dass es nicht um ein paar Taktzyklen geht, sondern nur darum, den Rest des Programms nicht warten zu lassen, bis das ADC-Ergebnis vorliegt.

Peter D. schrieb:

Und Single Conversion braucht dann eben einen ADC-Takt mehr (14 bei 16MHz / 128).

Warum? Man braucht etwas mehr Zeit, weil man die Wandlung 'von Hand' starten muss, aber doch keinen ganzen ADC-Takt, oder?

#7882127
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Bei Single Conversion ist der ADC-Teiler durchlaufend, bei Free Running erfolgt durch die Triggerquelle ein Reset, daher sind es 13,5 Takte.

Falsch. Im Free Running Mode ist der ADC-Takt durchlaufend und jede Wandlung benötigt EXAKT 13 ADC-Takte und es gibt keine Lücken. Beim Auto Trigger Modus mit einer anderen Quelle (also nicht Free Run) wird der ADC-Vorteiler zurück gesetzt, was praktisch 0,5 Takte Zusatzverzögerung bedeutet. Bei Einzelwandlungen ist der ADC-Takt auch durchlaufend, dann hat man aber prinzipbedingt immer mindestens einen ADC-Takt Lücke zwischen Wandlungen. Steht alles im Datenblatt, wenn gleich der Free Run Modus in der Tabelle fehlt, denn der ist, wenn gleich auch als ein Auto Trigger Modus bezeichnet, anders!

Zusammenfassung:

Free run: 13 Takte Wandlungszeit, lückenloser Betrieb Single conversion: 13 Takte Wandlung, min. 1 ADC-Takt Lücke, 0-1Takt Jitter zwischen Setzen von ADSC und Begin der Messung! Auto Trigger: 13,5 Takte Wandlung, min. 1 ADC-Takt Lücke, jitterfreier Start der ADC-Messung (naja, +/-1 CPU-Takt, wenn die Triggerquelle von außen kommt, z.B. der Komparator. Interne Triggerquellen sind jitterfrei)

OP #7882234
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Wie dem auch sei - also ich fand die Diskussion interessant.

Dem kann ich mich nur anschließen, sehr interessant und lehrreich :-) Danke dafür! Manchmal ist es vlt doch nicht so verkehrt, wenn der Hintergrund einer Frage nicht bis ins letzte Detail spezifiziert ist - bleibt mehr Raum für kreative Gedanken.

Trotzdem bleibt unklar, was er mit

drei ADC-Kanäle (0 bis 2) so schnell wie möglich hinter einander abfragen Ich spezifiziere mal nach: Es sollen DC Größen gemessen werden, die sich mit max. 1V/s verändern. Zwei der Messungen sind zusammenhängende Größen: Spannung U1 einer nicht idealen Spannungsquelle, deren in einen Verbraucher eingespeister Strom über einen Shunt (U2) gemessen werden sollen. Wenigstens dieses Pärchen will ich zeitlich eng beieinander liegend erfassen. Für die dritte Spannung U3 gibt es keine zeitlichen Anforderungen, aber sie wird eben wie die anderen mit gemessen und das ganze soll so schnell gehen, wie es der AVR bzw. die SW eben kann. Mittelwerte weil ich auf Grund von Schaltvorgängen rauschbehaftete Signale erwarte. Auf Grund der hier gewonnenen Erkenntnisse sieht so aus, als sei das mit einem ATtiny bei 9,6MHz zumindest zeitlich kein Problem. Auf dem AVR wird es auch nur einen weiteren sehr kurzen Interrupt von TIMER0 geben. Ich habe das im Blick, erwarte aber keine Probleme dadurch.

Nun, auch ich halte viel von "small is beautiful" Sehe ich genauso. Der ATtiny85 wäre natürlich eine gute Rückfalllösung, aber ich habe ein paar 13er rumliegen und den Ehrgeiz, das in 1K zu bekommen.

Und das führt zu meiner nächsten Frage: Mein Code Beispiel von oben verbraucht gefühlt (zu)viel Flash, selbst wenn man alles mit serial.print etc. weglässt. Kann sich das bitte mal jemand ansehen und mir ein paar Hinweise geben, wie das effizienter codiert werden kann?

Gast #7882281
Lesenswert?

StefanK schrieb:

ADC_mehrere_Kanaele_multiplexen.zip

StefanK schrieb:

...zu groß für einen ATtiny mit 1K

StefanK schrieb:

Kann sich das bitte mal jemand ansehen und mir ein paar Hinweise geben, wie das effizienter codiert werden kann?

Ich sehe da keine Chance, das Programm signifikant kleiner zu bekommen. Serial.print() hat nun mal eine gewisse Größe. Wenn es dich finanziell nicht in den Ruin treiben wird, kaufe einen größeren AVR.

#7882288
Lesenswert?

StefanK schrieb:

S. L. schrieb:

Nun, auch ich halte viel von "small is beautiful"

Sehe ich genauso.

Sie haben (wohlweislich) den mittleren Teil meines Satz weggelassen: "in der Beschränkung zeigt sich erst der Meister". Und 1 KiByte Flash ist nun mal ziemlich beschränkt. Zumal es mit dem Datensammeln alleine ja nicht getan ist: verarbeiten und (in irgendeiner Form) nach draußen geben benötigt auch Programmplatz

aber ich habe .. den Ehrgeiz, das in 1K zu bekommen.

Nur zu ...

#7882300
Lesenswert?

Veit D. schrieb:

eine Randnotiz. Ich würde einen moderneren µC verwenden. Ein ATmega4809 hat einen Akku für 64 Samples. Ein AVRxDB hat einen Akku für 128 Samples. Damit fallen paar Interrupts für die Aufsummierung im "Quellcode" weg.

Klar, weil sich die Signale mit "die sich mit max. 1V/s verändern." auch soo schnell ändern und den armen kleinen AVR sooo stressen! ;-)

#7882307
Lesenswert?

StefanK schrieb:

zeitlich eng beieinander liegend

Kannst du das in Zahlen ausdrücken? Es hängt sehr vom Kontext ab, was "eng beieinander liegend" bedeutet. Welche Abtastrate brauchst du? Auf welche Bandbreite sind die Signale vorgefiltert? Welche ist die maximale Änderungsgeschwindigkeit der Signale? Von effektiven Bits und Abtastjitter einmal ganz zu schweigen.

OP #7882848
Lesenswert?

Achim H. schrieb:

Schlechter Compiler? Es passt spielend in einen Tiny13. Das Serial braucht ca 100Byte, doppelt so viel das Umrechnen in eine Dezimalzahl. Mit seinem Init liegt es unter 600Byte so das noch >400 für das Hauptprogramm frei bleiben.

Der Compiler ist z.B. WinAVR oder avr-gcc 14. Die Optimierung steht auf -Os. Haben Sie ein Code-Beispiel für das erwähnte Serial? Tx allein würde reichen.

Gast #7882980
Lesenswert?

Auf der Seite http://stefanfrings.de/avr_hello_world/index.html findest du eine schlanke Soft-UART für ATtiny. Für die Ausgabe von Zahlen wirst du wohl die Funktion itoa (https://www.nongnu.org/avr-libc/user-manual/group__avr__stdlib.html#gaa571de9e773dde59b0550a5ca4bd2f00) brauchen. Damit kriegst du es vielleicht in den ATtiny13 rein, aber es wird eng bleiben.

#7882992
Lesenswert?

StefanK schrieb:

werden 268 Bytes verbraucht.

Geht Doch ;-) Hier ein Asm Beispiel für Tx (56Byte) Macro Bitdauer
nop DEC r17 BRNE -2 End Macro 'Zeichen in R16, R14 bestimmt Baudrate (17 für 115k oder 233 für 9600 Baud) Psw:
Cli 'Disable Interrupts CBI portb,4 ' #10 Startbit nop
nop
LDI r18,9
sec 'Set Carry (Stopbit) _sw2_loop: 'Schleife Datenbits mov r17,r14 ' Bit-Dauer setzen Bitdauer
ror r16
SBIS SREG,0 ' 1-Bit oder 0-Bit ausgeben? RJMP _SW2_Zero
SBI portb,4
RJMP _SW2_Next _sw2_zero: '0-Bit ausgeben CBI portb,4
nop _sw2_next: nop DEC r18 '1 Bit-Zähler BRNE _SW2_Loop 'nächstes Datenbit ausgeben Sei
mov r17,r14
Bitdauer Ret

#7883135
Lesenswert?

Anbei ein einfacher UART-Sender.

1
void sputchar(unsigned char c)
2
{
3
  c = ~c;                                       // complement to send 0 = stop bit(s)
4
  STXD_oe = 1;                                  // output
5
  STXD = MARK;                                  // start bit
6
  for (uint8_t i = 9 + STOP_BITS; i; i--)       // start + data + stop bits
7
  {
8
    _delay_us(1e6 / BAUD);                      // bit duration
9
    if (c & 1)
10
      STXD = MARK;
11
    else
12
      STXD = !MARK;                             // = Space
13
    c >>= 1;                                    // next bits or stop bit(s)
14
  }
15
}
Angehängte Dateien:
#7883154
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Anbei ein einfacher UART-Sender.

Damit die Übertragung nicht gestört wird, sollten besser alle Interrupts gesperrt sein ;-)

Wenn ich mir die Salamischeiben des TO ansehe, muß ich schmunzeln. Aus einer völlig allgemeinen, nichtsagenden Frage ist ein Minimalsystem mit ATtiny13 geworden, was jeglichen sinnvollen Ansatz blockiert. So ein Blödsinn! Aber der TO wird von den hier üblichen Selbstdarstellern immer schön weiter 'gefüttert' ;-)

#7883159
Lesenswert?

Moin,

Mi N. schrieb:

Damit die Übertragung nicht gestört wird, sollten besser alle Interrupts gesperrt sein ;-)

Noch besser (vor allem eben auf schwachbruestigen Platformen) waer's, sich gleich mal von Anfang an Gedanken zu machen, was auf dem Ding alles laufen soll und was nicht und was von exaktem Timing profitiert.

Hier waere's wahrscheinlich nicht voellig bekloppt, wenn man den ADC regelmaessig durch einen Timer starten laesst, wie's die HW auch vorsieht. Und dann kann man den Timer auch gleich so einstellen, dass das irgendwie das geforderte UART-Bit-Timing matched. Und dann im ADC-Interrupt nicht nur die Datenverarbeitung und das Multiplexing der Eingaenge machen, sondern halt gucken, ob man nicht noch zufaellig grad mal wieder ein Bit auf den UART-TX-GPIO schicken sollte (Und wenn man ganz crazy drauf ist, koennte man damit sogar auch den Bitratenteiler fraktionell einstellbar machen, wenn man z.b. MIDI oder sonstwas krummratiges machen will).

Also so ungefaehr das Gegenteil von dem, wie der TO vorgeht.

Gruss WK

#7883267
Lesenswert?

Mi N. schrieb:

Damit die Übertragung nicht gestört wird, sollten besser alle Interrupts gesperrt sein ;-)

Kann man so generell nicht sagen, es hängt stark von der Baudrate ab. Bei 9600 Baud wären das 10.000 CPU-Zyklen Interruptsperre. Man könnte noch ein define hizufügen, um wahlweise mit ATOMIC_BLOCK(ATOMIC_FORCEON) zu klammern.

#7883275
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Kann man so generell nicht sagen, es hängt stark von der Baudrate ab.

Oder anders formuliert: es hängt davon ab, ob man Glück oder Pech hat ;-)

All diese vielen Worte und Beiträge, weil der TO eingangs nicht klar und deutlich sein Problem formuliert hat und zu geizig ist, einen µC zu verwenden, der der Aufgabe gerecht wird, ohne auf Glück angewiesen zu sein.

#7883282
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Damit die Übertragung nicht gestört wird, sollten besser alle Interrupts gesperrt sein ;-)

Kann man so generell nicht sagen, es hängt stark von der Baudrate ab. Bei 9600 Baud wären das 10.000 CPU-Zyklen Interruptsperre. Man könnte noch ein define hizufügen, um wahlweise mit ATOMIC_BLOCK(ATOMIC_FORCEON) zu klammern.

Ich hab mal einen hybriden Soft-Uart programmiert, der die Daten mittels Output Compare Funktion und dazugehörigem Interrupt sendet. Der blockiert keine anderen Interrupts und ist auch relativ tolerant gegenüber anderen, kurzen Interrupts.

Beitrag "Re: Baugruppe gesucht: Image Player mit HDMI-Ausgang, steuerbar"

Angehängte Dateien:
#7884273
Lesenswert?

StefanK schrieb:

aber mein SW-UART muss ohne TIMER auskommen, da dieser für PWM benutzt ist.

Das Eine schließt das Andere nicht aus. Mein Hybrid-UART nutzt den Timer freilaufend. Eine PWM macht das auch. Und kann es sein, daß du ohne Not immer mehr Einschränkungen erfindest? Es gibt TONNENWEISE AVRs und andere Mikrocontroller zum SPOTTPREIS! Da gibt es keine Sekunde die Notwendigkeit, ausgerechnet die ollen Attiny13 bis zum Erbrechen auszureizen.

(Firma: 1984now) #7884298
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Ich will jetzt niemanden schockieren, aber mein SW-UART muss ohne TIMER auskommen, da dieser für PWM benutzt ist.

Das ist doch Unsinn. Der Timer besitzt 2 Kanäle. Wenn einer für PWM benutzt wird, kann der andere für eine Soft-UART benutzt werden.

Selbst wenn beide Kanäle PWM machen, kann man immer noch die Überläufe des Timers benutzen. Ist dann allerdings schon sehr beschränkt bezüglich der machbaren Baudraten. Mit dem internen RC-Takt als Quelle des Timertaktes wird es so ca. ab 9600Baud abwärts halbwegs realistisch, sicher ab 4800.

OP #7884299
Lesenswert?

Hier sind meine Fragen/Anmerkungen zum Code des Freerunning Beispiels von Falk B. Wer Antworten will, kann das gern tun. Wer kein Interesse hat, läßt es einfach.

  1. start_adc_avg(void) in main.c Zeile 101: while (ADCSRA & (1<< ADSC)); // auf Ende einer laufenden Messung warten Ist das ein Sicherheits-Feature? Bzw. reicht es nicht aus, sicher zu stellen, dass eine neue Messsequenz erst gestartet wird, wenn die vorige beendet ist?

  2. start_adc_avg(void) in main.c Zeile 102: ADCSRA |= (1<<ADIF); // aktiven Interrupt löschen Gleiche Frage wie unter 1) und hier wird nicht das ADIF-bit gesetzt

#7884311
Lesenswert?

Ob S. schrieb:

Mit dem internen RC-Takt als Quelle des Timertaktes wird es so ca. ab 9600Baud abwärts halbwegs realistisch, sicher ab 4800.

Nö. Der relative Fehler ist immer gleich, da nützen auch niedrige Baudraten nix. Das kann man bestenfalls mit einer Kalibrierung des RC-Taktes verbessern. Oder gleiche einen AVR mit Quarz oder externem Quarzoszillator nehmen, z.B. ATTiny24.

#7884461
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Es sollen DC Größen gemessen werden, die sich mit max. 1V/s verändern.

Während eines ADC-Taktes (Annahme: 100 kHz), um dessen Einsparung hier gerungen wird (mit unzureichenden Kenntnissen), ändert sich die Spannung also um 10 uV - das ist nicht nur weit unterhalb der Auflösung des ADC, 1.1 mV bei interner Referenz, sondern auch irgendwie sinnlos:

Mittelwerte weil ich auf Grund von Schaltvorgängen rauschbehaftete Signale erwarte.

warten ist doof!

Aber warum denn? Bislang wurde nicht dargelegt, was während dieser Zeit Nützliches geschehen könnte.

Fazit: ein realistisch einfach gehaltenes Programm wäre von Ihnen vielleicht eigenständig zu bewältigen, mit nur wenig Unterstützung aus dem Forum.

#7884605
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Nö. Der relative Fehler ist immer gleich, da nützen auch niedrige Baudraten nix.

Der relative Fehler setzt sich zusammen aus Taktfehler und Jitter. Der Beitrag von etwaigem Jitter zum relativen Fehler schlägt bei höherer Schnittstellengeschwindigkeit stärker zu, weil er unabhängig von der Baudrate ist.

Nö. Es gibt zweit Fehlerfaktoren.

1.) Der Fehler des RC-Oszillators. Dessen Fehler geht in JEDED Baudrate gleich ein, egal ob 115200 Baud oder 1200 Baud. Denn der Teiler für den UART teilt den RC-Takt (CPU-Takt) konstant.

2.) Der Fehler durch die begrenzte Auflösung des UART-Taktteilers. Bestimmte Kombinationen aus CPU-Takt und UART-Baudrate lassen sich nicht durch ein ganzzahliges Teilerverhältnis abbilden. Es bleibt ein Restfehler. Der ist umso größer, je kleiner der Teilerfaktor ist. 10,5 auf 11 runden macht 5% Fehler. 100,5 auf 101 runden nur 0,5%. Modernere Mikrocontroller als die meisten AVRs könnten gebrochenrationale Teilerverhältnisse erzeugen, z.B. der MSP430. Damit kann man den Fehler des Taktteilers besonders bei kleinen Teilerverhältnissen deutlich vermindern.

Jitter ist gar nicht das Thema, wenn der kommt beim UART gar nicht so recht zum tragen. Beim Senden gibt es keinen denn der UARt taktet einfach nur die Bits gleichmäßig raus. Beim Empfangen werden die Bits gleichmäßig abgetastet. Fertig. Klar kann man eine UART-Übertragung so mies machen, daß mordsmäßig Jitter beim Empfänger ankommt und dann ggf. Bits falsch gelesen werden, weil die Flanke vom Startbit zu sehr jittert. Dann ist Hopfen und Malz aber verloren.

OP #7887674
Lesenswert?

Anbei meine Variante für das schnelle sukzessive Auslesen von ADC-Kanälen. Es werden die Kanäle ADC0-ADC3 sukzessive im Freerunning Modus gelesen. Diese Folge wird vier mal wiederholt. Bei jeder Wiederholung werden die ADC-Werte für jeden Kanal aufsummiert. Die Mittelwertbildung der kanalindividuellen Summen bzw. deren direkte Weiterverarbeitung erfolgt im Hauptprogramm. Fragen und Anregungen sind willkommen.

Die Diskussion meiner Eingangs gestellten Frage hat mein Verständnis des AVR-ADC und dessen Anwendung sehr vorangebracht. Ich danke allen Teilnehmern, die konstruktiv und geduldig dazu beigetragen haben!

Wir haben nun zwei praktische Code-Beispiele, die das Freerunning zum schnellen sukzessiven Auslesen von ADC-Kanälen behandeln. Wie wäre es, die Erkenntnisse in die Beispielsammlung aufzunehmen? Das würde das Auffinden des Themas erleichtern. Vielleicht liest der Autor dieser Seite ja gerade mit?

https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial/Analoge_Ein-_und_Ausgabe#Der_interne_ADC_im_AVR

Angehängte Dateien:
#7887714
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Anbei meine Variante für das schnelle sukzessive Auslesen von ADC-Kanälen.

War es nicht Ziel den IRQ zu nutzen, um den µC nicht unnütz mit der Messung zu beschäftigen. Guck dir sicherheitshalber einmal die Ausführungszeit der ISR an. Bist du sicher, dass der Compiler die Divisions- und Modulooperationen alle selber wegoptimiert bekommt. Bei einer festen Kanalanzahl von von 2^n geht das einfacher mit Bitoperationen

#7887817
Lesenswert?

Akademischer Schachsinn ...

Je nun, das Programm funktioniert.

Und was die übermäßige Ressourcennutzung betrifft: "Ein Dampflokführer wäre vermutlich auch aus Gewohnheit nicht in diese Falle getappt ..." Ritzau: Kriterien der Schiene, VI. Guntershausen

Aber das ist eine andere Geschichte.

#7887865
Lesenswert?

S. L. schrieb:

Je nun, das Programm funktioniert.

Na, nochmals draufgeschaut, ergibt sich doch ein differenziertes Bild: StefanK benutzt den maximalen ADC-Vorteiler von 128, und in 13 * 128 Takten lässt sich viel berechnen. Wählt man nun aber einen höheren ADC-Takt (so scheint z.B. Falk Brunner auch vor 1 MHz nicht zurückzuschrecken) und ist der Systemtakt niedriger, sagen wir 8 MHz (der ursprünglich geplante ATtiny13 läuft mit 9.6), so schnurrt, um beim Beispiel zu bleiben, die verfügbare Zeit auf 13 * 8 = 104 Takte zusammen, was dann, abzüglich des ISR-Overheads, für drei Berechnungen wohl kaum noch reicht.

#7887879
Lesenswert?

S. L. schrieb:

... ist der Systemtakt niedriger, sagen wir 8 MHz... , so schnurrt, ..., die verfügbare Zeit auf 13 * 8 = 104 Takte zusammen, was dann, ..., für drei Berechnungen wohl kaum noch reicht.

Es ging bei der Frage nicht darum, ob es irgendwie reicht oder nicht.

Ziel war es, dass die Messung im Hintergrund läuft und den Prozessor nicht mit unnützem Kram aufhält, wenn man die Anforderung "nicht warten lassen" einmal dahingehend interpretiert, dass möglichst viel Zeit für andere Aufgaben zur Verfügung stehen soll - schon vergessen?

StefanK schrieb:

Die Wandlungen sollen im Hintergrund laufen und den Prozessor nicht warten lassen.

#7887910
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Ziel war es, dass die Messung im Hintergrund läuft und den Prozessor nicht mit unnützem Kram aufhält, wenn man die Anforderung "nicht warten lassen" einmal dahingehend interpretiert, dass möglichst viel Zeit für andere Aufgaben zur Verfügung stehen soll - schon vergessen?

Das nennt sich "Core Independent Peripherals". Dadurch kann der ADC auch ohne CPU gestartet werden und das Messergebnis selbst vergleichen.

Angehängte Dateien:
#7887913
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Wir haben nun zwei praktische Code-Beispiele, die das Freerunning zum schnellen sukzessiven Auslesen von ADC-Kanälen behandeln. Wie wäre es, die Erkenntnisse in die Beispielsammlung aufzunehmen?

Hallo,

meine Meinung. Ganz sicher nicht. Der Code Programmiertechnisch der reinste Wahnsinn, im Grunde ein Pulverfass. Es ist alles wild zusammengeschustert. Ich muss das leider so deutlich sagen.

Diese unsäglichen defines im Programmcode. Wilde Makros mit versteckten Zeigern. Wozu überhaupt Zeiger? ADC_WERTE_BEREIT bspw. ist ein klarer bool Datentyp. C struct in C++ Umgebung. Erstellst eine Struktur und greifst mit Makros darauf zu? Warum das denn? Dann dieser Schwachsinn Datentypen auf Krampf nochmals kürzer schreiben zu müssen. Mittendrin dann doch wieder Standardschreibweise. Was soll das?

In der Arduino IDE kein setup und kein loop aber Serial verwenden. Haste Glück das es überhaupt funktioniert. cnt uninitialisiert aber munter hochzählen. Überflüssige Variable u nicht entfernt. IDE zeigt solche Warnungen an.

Kurzum. Ein Bsp. wie man es nicht macht.

Ein einfaches Bsp. für eine Korrektur ohne unnütze zwischengeschalteten Makros.

1
struct DatenADC
2
{
3
  uint8_t  adc_isr_cnt       {0}; 
4
  uint8_t  adc_mux           {0};           
5
  uint16_t adc_sum[ANZKANAELE]; 
6
  uint8_t  adc_kanal_nr      {0};     
7
  uint8_t  nr_messung        {0};        
8
  bool  adc_werte_bereit {false};  
9
};
10
DatenADC datenAdc;
11

12
void start_adc_messsequenz (void) 
13
{    
14
    // Messsequenz gestartet, Werte nicht bereit
15
    datenAdc.adc_werte_bereit = false;
16
    datenAdc.adc_kanal_nr = 0;
17
    datenAdc.nr_messung = 0;
18
    datenAdc.adc_isr_cnt = 0; 
19
      
20
    for (uint8_t i=0; i<ANZKANAELE; i++) {
21
      datenAdc.adc_sum[i] = 0;
22
    }
23
    
24
    

Wenn man das hat, ist man schnell bei einer eigenen Methode.

1
struct DatenADC
2
{
3
  uint8_t  adc_isr_cnt; 
4
  uint8_t  adc_mux;            
5
  uint16_t adc_sum[ANZKANAELE]; 
6
  uint8_t  adc_kanal_nr;       
7
  uint8_t  nr_messung;         
8
  bool  adc_werte_bereit; 
9

10
  void reset (void) {
11
    adc_werte_bereit = false;
12
    adc_kanal_nr = 0;
13
    nr_messung = 0;
14
    adc_isr_cnt = 0; 
15
      
16
    for (auto &d : adc_sum) {
17
      d = 0;
18
    }
19
  }
20
};
21
DatenADC datenAdc; // Variable datenAdc vom Datentyp DatenADC
22

23
void start_adc_messsequenz (void) 
24
{    
25
    // Messsequenz gestartet, Werte nicht bereit
26
    datenAdc.reset();
27
    
28
    

In diesem Sinne, frohe Pfingsten.

#7887968
Lesenswert?

Hallo,

würde ich ehrlich gesagt nicht machen. Ob printf in main/loop oder ISR abgearbeitet wird, ist für die Gesamtzeit egal und für die MCU Last unerheblich. Dafür würde jedoch die ISR länger dauern und blockiert damit andere ISRs. Die serielle Datenausgabe ist sowieso langsam im Vergleich zu allen anderen. Darauf kann man in Ruhe pollen. Der Programmcode einer ISR läuft auch nicht im Hintergrund ab. Der Auslöser läuft im Hintergrund. Ob es Sinn macht jeden Messwert anzuzeigen wäre auch noch ein Thema oder ob man eine Anzeige nur aller 1s oder 500ms aktualisiert. Schneller wird man kaum lesen können.

OP #7889340
Lesenswert?

Danke für die vielen Anregungen. Ich wußte gar nicht, dass ich da ein wahnsinniges Pulverfass programmiert habe ;-) Mein Beispiel sollte nur die Methode der Index-Generierung aufzeigen. Die serielle Ausgabe dient nur der Überprüfung der Richtigkeit der Messung, sonst nichts.

Ich habe die Laufzeiten der beiden Methoden der Index-Generierung in ansonsten identischer Code-Umgebung verglichen. Die ISR_ADC läuft alle 104us

Methode ISR_ADC Laufzeit


FalkB. 4us StefanK 5us

Die zusätzliche 1us ist den Divisionen bzw. Modulo geschuldet und macht den Kohl auch nicht wirklich fett. Den Zähler adc_isr_cnt benötige später für weitere Zwecke ohnehin. Ein höherer ADC-Takt mit prescaler 64 ergibt bei einem Systemtakt von 16Mhz eine ADC-Frequenz von 250kHz, was die Messgenauigkeit reduziert. Schneller geht es also nicht.

@Veit D. (devil-elec) Sie scheinen der geeignete Autor für das Beispiel in der Beispielsammlung zu sein.

#7889409
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Methode ISR_ADC Laufzeit


FalkB. 4us StefanK 5us

Die zusätzliche 1us ist den Divisionen bzw. Modulo geschuldet und macht den Kohl auch nicht wirklich fett.

Das ist entweder ein Meßfehler oder nur Glück, weil der Compiler die Divisionen und Modulooperationen optimiert, weil es /4 oder eine andere 2er Potenz ist. Bei anderen Zahlen klappt das nicht mehr. 1us reicht mal sicher NICHT für eine 32 Bit Division, schon gar nicht für mehrere.

OP #7889417
Lesenswert?

Falk B. schrieb:

StefanK schrieb:

Methode ISR_ADC Laufzeit


FalkB. 4us StefanK 5us

Die zusätzliche 1us ist den Divisionen bzw. Modulo geschuldet und macht den Kohl auch nicht wirklich fett.

Das ist entweder ein Meßfehler oder nur Glück, weil der Compiler die Divisionen und Modulooperationen optimiert, weil es /4 oder eine andere 2er Potenz ist. Bei anderen Zahlen klappt das nicht mehr. 1us reicht mal sicher NICHT für eine 32 Bit Division, schon gar nicht für mehrere.

Soso, Messfehler also oder Glück, klar. Unabhängig davon, wieviel oder wie wenig Sie mir zutrauen, ein Messfehler ist es nicht. Glück mag sein, weiß ich jetzt nicht, da ich mir den erzeugten Assembler Code nicht angesehen habe. Nachzumessen ist das leicht, wenn man beide defines von 4 auf 3 setzt, also 3*3 Messungen.

Wenn Sie in Ihrer Interruptroutine die Mittelwerte bilden - was auch nicht gerade state-of-the-art ist - beträgt die Laufzeit der letzten ISR 8us. Aber wahrscheinlich ein Messfehler.

Wo sehen Sie in der ISR eine 32-bit Division?

#7889456
Lesenswert?

Da ich auch, und leider als Erster, die Berechnungen angemahnt hatte, will ich nun offen zugeben, dass ich falsch lag, Spezialfall hin oder her. Erklärung, wenn auch keine Entschuldigung, ist, dass ich als Assemblerprogrammierer so etwas vermeide, wenn ein einfaches Zählen ausreicht. Und ich habe den C-Compiler unterschätzt. Ich hätte messen sollen ...

OP #7890157
Lesenswert?

@Veit D. Nochmals vielen Dank! für Ihr Struct-Beispiel, feinstes Lehrbuch C :-) und für Ihre Anregungen (überwiegend berechtigt, bis auf u8 ;-). Ich habe Ihr Globaldaten Struct implementiert. Das hat bei ansonstem unveränderten Programm 56Bytes Flash und 2Bytes RAM eingespart (wow!)

Eine Frage hätte ich zum bool-Wert noch: Wie speichert der Compiler den bool-Wert? Wird daraus einfach nut ein Byte oder legt er ein Byte als Bitbasis an, in dem er auch weitere bools positioniert?

@FalkB. Bitte entschuldigen Sie meine verärgerte Reaktion von gestern! Sie haben völlig Recht mit Ihrer Vermutung von Glück! Leider doch "akademischer Schachsinn", schade... Der Compiler optimiert MOD und DIV, wenn die defines auf 44 stehen. Sobald das eine oder andere define ungerade ist, steigt der Flash-Verbrauch um bis zu 120Bytes an. Ich werde mir was neues einfallen lassen müssen. So kann es jeden Falls nicht bleiben, selbst wenn es bei 44 bleibt.

@Mi N und alle anderen Zu den Fragen, wie: "Was soll das?", "Warum so schnell wie möglich?", "Wofür braucht man das?" Das schnelle Messen ist für die DC Größen Uin, Iin, Uout und Iout eines kleinen MPPT-Solarladereglers, den ich bauen will. Zunächst ging es mir aber nur darum, wie man schnellst möglich ohne warten (jetzt dank Veit D. auch elegant) mit dem ADC Spannungen misst. Zuviele Details anfangs hätten vielleicht abgelenkt.

#7890173
Lesenswert?

StefanK schrieb:

@Veit D. Nochmals vielen Dank! für Ihr Struct-Beispiel, feinstes Lehrbuch C :-) und für Ihre Anregungen (überwiegend berechtigt, bis auf u8 ;-). Ich habe Ihr Globaldaten Struct implementiert. Das hat bei ansonstem unveränderten Programm 56Bytes Flash und 2Bytes RAM eingespart (wow!)

Eine Frage hätte ich zum bool-Wert noch: Wie speichert der Compiler den bool-Wert? Wird daraus einfach nut ein Byte oder legt er ein Byte als Bitbasis an, in dem er auch weitere bools positioniert?

Eher C++. :-)

Ein bool Datentyp hat immer die kleinste Byte Größe. Beim 8Bit AVR 1 Byte. Lasse dir auf deiner Zielplattform von allen Datentypen die Größe mittels sizeof() ausgeben. bool kann nur Werte von true/false annehmen. Das ist die Eigenschaft des Datentyps.

https://wandbox.org/permlink/Fncn3pcBbPohZ6Vl Kannst Clone & Edit drücken und Run. Der Wert wird implizit konvertiert. Macht man die Initialisierung in C++ laut Zeile 3, gibt es eine Warnung.

OP #7890177
Lesenswert?

Auch Mion,

natürlich hätten Techniker immer gern alle Details sofort, aber was hätten denn mehr Details zu Anfang Ihrer Meinung nach daran geändert, die Methode zu finden, wie man am schnellsten ohne im Hauptprogramm zu warten mehrere ADC-Kanäle mißt?

Das einzige was sich verändert hätte wäre wohl gewesen, dass noch weiter vom Thema abgedriftet worden wäre und es noch mehr Beiträge gegeben hätte.

OP #7890187
Lesenswert?

Veit D. schrieb:

StefanK schrieb:

@Veit D.

Ein bool Datentyp hat immer die kleinste Byte Größe. Beim 8Bit AVR 1 Byte. Lasse dir auf deiner Zielplattform von allen Datentypen die Größe mittels sizeof() ausgeben. bool kann nur Werte von true/false annehmen. Das ist die Eigenschaft des Datentyps.

Dann bedeutet das, dass mehrere bools in so einer Struct nicht in ein Byte gepackt werden? D.h. man muß sich ein Byte anlegen, dieses als Bit-Basis verwenden und auf seine bits einzeln zugreifen, wenn man nicht für jedes bool ein ganzes Byte spendieren will.

#7890189
Lesenswert?

Moin,

StefanK schrieb:

was hätten denn mehr Details zu Anfang Ihrer Meinung nach daran geändert, die Methode zu finden, wie man am schnellsten ohne im Hauptprogramm zu warten mehrere ADC-Kanäle mißt?

Dann waere z.b. mir voellig klar gewesen, dass das mit dem "am schnellsten" natuerlich Quatsch ist. Fuer Solargedoens wird's wohl reichen z.b. 1x oder von mir aus auch 10x in der Sekunde (Wenn durch Wirbelstuerme entwurzelte Baeume an den Solarzellen vorbeifliegen) zu messen. Das ist aber ueberhaupt nicht schnell, oder gar "am schnellsten", sondern schnarchlangsam. Schnell ist z.b. aufm attiny13a ein Audiosignal mit 37.5kSamples/sec abzutasten und zu verarbeiten...

Gruss WK

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren