Forum: Offtopic Zeigt her Eure interessanten historische Bauelemente


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Infolge des raschen Fortschritts in der Welt der Technik kommen und 
vergehen in wenigen Jahren ganze Generationen von (manchmal 
interessanten) Bauelementen. Um diesem Trend entgegenzuarbeiten 
erstellte ich hier diesen neuen Thread um solche Bauelemente hier 
vorzustellen. Ich hoffe, der eine oder andere hier findet das Thema 
nicht ganz uninteressant.

Falls es im Zuge der schon existierenden "Zeigt her" Threads unpassend 
ist, bitte ich die Moderation in diesem Fall um eine passendere 
Disposition oder diesen Thread zu enden. War nur ein "Versuchsballon" 
von mir gemeint.

Jetzt geht es los:

Das erste Bild zeigt einen edlen 15-bit ADC-Converter mit Parallel 
Schnittstelle. Für die damalige Zeit zeigte er sehr eindrucksvolle Daten 
auf. Daten gibt es hier im Internet zu finden:

http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/obsolete-data-sheets/322973225121887955DAS1153.pdf

Dieser ist im Handel noch für stolze $480 noch erhältlich.

Die folgenden Bilder zeigen ein mir unbekannten Baustein der Firma 
Teledyne. Es ist möglicherweise ein früher Operationsverstärker oder ein 
Analogschalter. Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 12.5mm und ist 
0.75 Zoll hoch und die Stifte passen in einen 7-Pin Röhrensockel.

Vor vielen Jahren schenkte mir jemand ein paar dieser Schaltungen. Es 
würde mich schon sehr interessieren ob jemand von Euch Näheres darüber 
weiß. Er ist noch im Handel als Spezial Teil erhältlich.

Ein mechanisches Teledyne Relais ist es es nicht weil ich damals einen 
aufgeschnitten hatte und da war eine ca. 4x4mm große Siliziumscheibe 
drinnen mit sehr groben Strukturen. Kann leider das Teil im Augenblick 
nicht finden.


mfg,
Gerhard

: Verschoben durch Moderator
von Gerhard O. (gerhard_)


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von E. (Gast)


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Den DAS1152 bekommt man relativ einfach fuer unter 100 Euro.

In Tokyo u.a. hier:
http://www.grandpas-shack.com/parts/item.php?itemid=7227

von Gerhard O. (gerhard_)


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E. schrieb:
> Den DAS1152 bekommt man relativ einfach fuer unter 100 Euro.
>
> In Tokyo u.a. hier:
> http://www.grandpas-shack.com/parts/item.php?itemid=7227

Danke! Der sieht dort allerdings etwas schöner aus wie meiner.

Allerdings sind mir für wirkliche Projekte moderne SPI ADCs natürlich 
schon lieber. Ausserdem, groß isser;-)


Gerhard

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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von Stefan M. (derwisch)


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Das Teledyne Teil dürfte ein HF-Relais sein.
Mit sowas werden ( wurden ) z.B. in HF Messgeräten verschiedene 
Dämpfungsgleider zu- oder weggeschaltet, oder generell andere HF Pfade 
angewählt.
Davon hab ich auch noch ca. 50 Stück rumliegen. Heutiger Wert=?

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wolfgang R. schrieb:
> Ein gefädeltes Programm-ROM:
> http://www.wolfgangrobel.de/electronics/faedelrom.htm
> http://www.wolfgangrobel.de/electronics/faedel2.htm

Hi Wolfgang,
Dein Museum hat mir schon immer gut gefallen.
Was waren nochmal die Öffenungszeiten? ;)

Ganz andere Frage:
Kannst Du mir eine Firmware für einen STM32F4 zusammenfädeln?
Was kostet denn das Bit? scnr

Cheerio,
 marcus

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Solche Teledyne-Relais habe ich auch schon aus- und wieder eingelötet. 
Dummerweise machten die nämlich Kurzschlüssen mit den Lötaugen und 
mussten auf mehreren bestückten Platinen nachträglich mit 
Teflon-Klebefolie unterlegt werden. Von Weller gab es eine 
Speziallötspitze mit ringförmiger Mulde, damit blieben die Platine und 
die Relais einigermaßen heil.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wolfgang R. schrieb:
> Laufzeitspeicher aus einer Iskra 111:

Tolle Webseite, Wolfgang!

Danke für den Hinweis.

Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Christoph K. schrieb:
> Solche Teledyne-Relais habe ich auch schon aus- und wieder
> eingelötet.
> Dummerweise machten die nämlich Kurzschlüssen mit den Lötaugen und
> mussten auf mehreren bestückten Platinen nachträglich mit
> Teflon-Klebefolie unterlegt werden. Von Weller gab es eine
> Speziallötspitze mit ringförmiger Mulde, damit blieben die Platine und
> die Relais einigermaßen heil.

Naja, vielleicht ist der TR1082 doch nur ein (electronisches) Relais. 
Wie schon erwähnt, schnitt ich vor Jahrzehnten einen auf und dawar nur 
eine quadratische Silizium Scheibe am Boden mit ziemlich einfacher 
Struktur. Leider konnte ich bis jetzt im Internet keine wirklichen 
Informationen finden. Man kann ihn noch beziehen. Die Firmen geben aber 
leider keinen Honweis auf den Verwendungszweck. So etwas von einem 
mysteriösen Teil;-)

Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan M. schrieb:
> Das Teledyne Teil dürfte ein HF-Relais sein.
> Mit sowas werden ( wurden ) z.B. in HF Messgeräten verschiedene
> Dämpfungsgleider zu- oder weggeschaltet, oder generell andere HF Pfade
> angewählt.
> Davon hab ich auch noch ca. 50 Stück rumliegen. Heutiger Wert=?

Wie groß sind Deine? Ich habe auch ein TO-5 Teledyne Relais. Diese 
TR1082 sind aber mit 22x12.5mm viel größer. Schade, dass man nichts 
leicht Auffindbares im Internet findet. Hätte mich wirklich 
interessiert.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Phönix Glühventil - Baujahr etwa 1954-1957, eine Gleichrichterröhre für 
200kV/200mA. 2 Stück davon zieren meinen Garten.
Und das hat nichts mit dem Fernsehsender zu tun, die Firma Phönix gabs 
wirklich mal.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Matthias S. schrieb:
> Phönix Glühventil - Baujahr etwa 1954-1957, eine
> Gleichrichterröhre für
> 200kV/200mA. 2 Stück davon zieren meinen Garten.
> Und das hat nichts mit dem Fernsehsender zu tun, die Firma Phönix gabs
> wirklich mal.

Tolles Teil! Hätte gut in das Set von Raumpatroulle gepasst;-)

von Icke ®. (49636b65)


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Matthias S. schrieb:
> 2 Stück davon zieren meinen Garten.

WTF machen die dort??

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Icke ®. schrieb:
>> 2 Stück davon zieren meinen Garten.
>
> WTF machen die dort??

Sie zieren - steht doch da :-P Wenn andere Leute sich Gartenzwerge 
hinstellen, kann ich doch auch Glaskunstwerke nehmen, oder findest du 
die nicht gut aussehend?
Da die letzte Röntgenanlage mit den Dingern vor etwa 25 Jahren 
abgeschaltet wurde, habe ich einfach keine Anwendung mehr dafür, hehehe.

: Bearbeitet durch User
von Icke ®. (49636b65)


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Matthias S. schrieb:
> Wenn andere Leute sich Gartenzwerge
> hinstellen, kann ich doch auch Glaskunstwerke nehmen, oder findest du
> die nicht gut aussehend?

Doch, schon. Wäre mir aber viel zu schade für den Garten, wo sie den 
Naturgewalten trotzen müssen...

von Paul B. (paul_baumann)


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Icke ®. schrieb:
> Wäre mir aber viel zu schade für den Garten, wo sie den
> Naturgewalten trotzen müssen...

Naja -vorher haben die Leute in der Röntgenanlage den Naturgewalten 
getrotzt, da ist das nur ausgleichende Gerechtigkeit.
:)
mfG Paul

von Jens G. (jensig)


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>> Wenn andere Leute sich Gartenzwerge
>> hinstellen, kann ich doch auch Glaskunstwerke nehmen, oder findest du
>> die nicht gut aussehend?

>Doch, schon. Wäre mir aber viel zu schade für den Garten, wo sie den
>Naturgewalten trotzen müssen...

Mußt nur aufpassen, daß Deine Gäste sich das Teil nicht einfach krallen, 
und als Müll in die Mülltonne schmeißen (die haben ja nicht viel 
Verständnis für solche Glas-/Metallpflanzen - Ist das Kunst oder kann 
das weg ...).

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Hier noch was exotisches aus der Welt der Nukleardiagnostik. Ein Siemens 
Quarz mit 1,666666 kHz(!) Schwingfrequenz aus der Zeitbasis eines 
Szintillationszählers.

Mit einen 7404 in Quarzoszillatorschaltung hört man ihn leise vor sich 
hin piepsen.

: Bearbeitet durch User
von H. O. (oster)


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Gerhard O. schrieb:
> Die folgenden Bilder zeigen ein mir unbekannten Baustein der Firma
> Teledyne. Es ist möglicherweise ein früher Operationsverstärker oder ein



https://en.wikipedia.org/wiki/Fetron

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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H. O. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Die folgenden Bilder zeigen ein mir unbekannten Baustein der Firma
>> Teledyne. Es ist möglicherweise ein früher Operationsverstärker oder ein
> https://en.wikipedia.org/wiki/Fetron

-> Solid state tube replacement.

Auf der Wikipediaseite findet man sogar ein Datenblatt zu den Teilen:
http://hrsasa.asn.au/docs/Fetron.pdf

Die erste Seite ist schon lesenswert, schade, dass heute solche Texte 
nicht mehr möglich sind.

Preisfrage: was würden wohl unsere autofilen 
Röhrenverstärkerenthusiasten dazu sagen, wenn man sowas in ihr 
Schätzchen einbaute?

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Vom Fetron-Datenblatttext bin ich irgendwie wieder mal bei Bob Widlar 
gelandet.

https://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Widlar

http://www.theamphour.com/wp-content/uploads/2011/03/WidlarPosterForDigitalGuys.jpg

Was ich schon lange suche, wäre eine hochauflösende Version der 
bekannten "message to the competition":
https://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Widlar#/media/File:Widlar_-_NatSemi_Ad_400px.jpg
Hat hier jemand sowas evtl. im Fundus?

Hat jemand alte OPAs aus der Zeit und mag die hier im Thread zeigen?

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Phönix Glühventil - Baujahr etwa 1954-1957, eine Gleichrichterröhre für
> 200kV/200mA. 2 Stück davon zieren meinen Garten.
> Und das hat nichts mit dem Fernsehsender zu tun, die Firma Phönix gabs
> wirklich mal.

Hast Du evtl. noch UMAC606 rumliegen? Die würde ich ggf. in die 
Kundentoilette hängen:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/85027770/Umac%20606C.pdf

von Bernd F. (metallfunk)


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Immer noch schön, immer noch aktiv.
( Sprecher und Schuh Bj.? )

Grüße Bernd

Blöd ist die Fehlersuche (Ohne Schaltplan). Fast alle Kabel haben
gleiche Farbe, verschwinden dann auf der Rückseite ( Pozellan-
durchführungen) und tauchen irgendwo wieder auf.

Das ist eine Drehbank aus Österreich von Voest.
Elektrik aus der Schweiz.
7,5Kw, Timergesteuert Stern- Dreieck.
Rechts-Linkslauf mit elektr. Scheibenbremse.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Vielen Dank für Eure Hinweise zum FETRON.

Das Datenblatt kannte ich auch schon von früher. Nur wurde ich verwirrt 
wegen der abweichenden Typenbezeichnungen. Bis ich jetzt bis zum Ende 
las und die Tabellen mit den neueren FETRONS begutachtete. Obwohl der 
TR1082 dort (noch nicht oder nicht mehr) gelistet ist, habe ich jetzt 
trotzdem ein paar Anhaltspunkte für Messungen mit einem Kurvenschreiber. 
Es wäre nett, ein paar einschlägige Messungen durchführen zu können.

Schönes Wochenende noch,
Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Matthias S. schrieb:
> Hier noch was exotisches aus der Welt der Nukleardiagnostik. Ein
> Siemens
> Quarz mit 1,666666 kHz(!) Schwingfrequenz aus der Zeitbasis eines
> Szintillationszählers.
>
> Mit einen 7404 in Quarzoszillatorschaltung hört man ihn leise vor sich
> hin piepsen.

Jetzt bin ich Dir (etwas) neidisch.;-)

P.S: Allerding sehr aufpassen, solche Quarze koennen sehr leicht durch 
zu hohen Quarzstrom ueberlastet werden.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Gezeigt hier sind zwei Uhr-alt LDR Sensoren.

Der Dunkelwiderstand ist ca 30MOhm und bei normalem Schreibtischlicht um 
700 Ohm.

Keine Ahnung über die Herkunft und Alter.

Die nächsten Bilder zeigen ein (mir) mysteriöses Bauteil. Ein LDR ist es 
scheinbar nicht wie einige Versuche ergaben. Es sind keine 
Typenbezeichnungen auffindbar oder lesbar. Ein (lebender) Transistor 
scheint es auch nicht zu sein.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Ich hatte mal als Teeni (vor ca. 35 Jahren) 2 ausrangierte Flammwächter 
bekommen. In dem Bakkelitgehäuse steckte ein überdimensionaler 
Fotowiderstand dessen aktive Fläche etwa halb so groß wie ein 
Kinderschokoriegel war und im Gehäuse einer Röhre eingeschmolzen war. 
Leider sind mir die "entlaufen", so das ich kein Foto mehr davon machen 
kann.

von Icke ®. (49636b65)


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Marcus H. schrieb:
> Hast Du evtl. noch UMAC606 rumliegen?

Sieht aus, als hätte ein elektrischer Stuhl mit einem Samowar 
gevögelt...

von Dieter P. (low_pow)


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>Autor: Matthias Sch. (Firma: Matzetronics) (mschoeldgen)
>Ein Siemens Quarz mit 1,666666 kHz(!)

Hmmm, wenns auch mehr sein darf..

Einen Schwingquarz hätte ich da noch, etwa 1972,
im Glasrohr für 4.80000 kHz von Siemens.
Im Internet gibs Fotos zum Aussehen, nur die Frequenz
ist anders.Die Goldene Zeit der Quarze, gespart wurde
aber auch schon, billiger Sockel keine Keramik, und
auch die Anschlußstifte sind nicht vergoldet.

Das Forum der GFGF für Freunde der Funkgeschichte

http://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&goto=7971&;

Verbaut auf einer einseitigen €-Karte ( früher Europakarte.. )
mit der Siemens Nr:W24514-A6-A1-  4
Anwendung nicht bekannt, Industrie ?
Mit Steckverbinder für eine weitere andere Platine.
Um 1971 .. 72 gebaut, Datum der Cs.
Stammt vor ettlichen Jahren aus dem Elektronikschrott,
inzwischen Wertstoffsammelstelle und nicht mehr möglich.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Gezeigt im ersten Bild ist eine 1kHz Stimmgabel mit Erregerspulen. Das 
nächste zeigt eine Testschaltung mit Opamps und FET Amplitudenreglung.

Bei konstanter Temperatur ist die Langzeitgenauigkeit beachtlich. 
Allerdings reagiert die Stimmgabelfrequenz empfindlich <0.1Hz auf 
horizontale Orientierung und natürlich andere Lageveränderungen. Über 
einige Tage hinweg konnte ich keine nennenswerte meßbare Drift 
Erscheinungen (0.1Hz Auflösung) messen. Eine gewisse 
Temperaturempfindlichkeit ist natürlich vorhanden.

Das dritte Bild zeigte ein kleines 1kHz Stimmgabel Oszillator Modul. Im 
Originalzustand war es in Schaumstoff und einem Alu Gußgehäuse 
verborgen.
Die Stabilität ist ziemlich gut. Es war in einem amerikanisch 
hergestellten Szintillationszähler mit Decatrons verbaut.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dieter P. schrieb:
> Das Forum der GFGF für Freunde der Funkgeschichte
>
> http://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&goto=7971&;

Danke fuer den Hinweis. Leider kann ich dort keine Bilder anschauen. Man 
muss sich wahrscheinlich anmelden... Ist OK.

von Dieter P. (low_pow)


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Habs grad gemerkt.
Mit den verlinkten Bildern gibs scheinbar ein Problem,
soll wohl nicht gleich jeder sehen.
Magic "s" einfügen..

https://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&goto=7971&;

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dieter P. schrieb:
> Habs grad gemerkt.
> Mit den verlinkten Bildern gibs scheinbar ein Problem,
> soll wohl nicht gleich jeder sehen.
> Magic "s" einfügen..
>
> https://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&goto=79...

Danke! Herrliche Bilder.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Gerhard O. schrieb:
> Es war in einem amerikanisch
> hergestellten Szintillationszähler mit Decatrons verbaut.

Die gleiche Anwendung hatte der 1,66kHz Quarz von oben. Der 
Szintillationszähler von Siemens (Baujahr etwa 1964-67) bestand aus zwei 
dicken 'Siemens 19-Zoll' (also etwas neben dem echten 19") Einschüben, 
von denen einer die Uhr mit 8 E1T Röhren war und der zweite der 
Impulszähler mit nochmal 8 E1T Röhren:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Nixie/E1T.htm

Heute ärgere ich mich natürlich, das ich die Röhren habe entkommen 
lassen, aber die monströsen Einschübe waren damals zu gross für meine 
Bude.

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Es war in einem amerikanisch
>> hergestellten Szintillationszähler mit Decatrons verbaut.
>
> Die gleiche Anwendung hatte der 1,66kHz Quarz von oben. Der
> Szintillationszähler von Siemens (Baujahr etwa 1964-67) bestand aus zwei
> dicken 'Siemens 19-Zoll' (also etwas neben dem echten 19") Einschüben,
> von denen einer die Uhr mit 8 E1T Röhren war und der zweite der
> Impulszähler mit nochmal 8 E1T Röhren:
> http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Nixie/E1T.htm
>
> Heute ärgere ich mich natürlich, das ich die Röhren habe entkommen
> lassen, aber die monströsen Einschübe waren damals zu gross für meine
> Bude.

Wann war Dein Erstkontakt mit dem Teil? Damals, vor 50 Jahren?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Die Anlage stand im Röntgeninstitut meines Herrn Papa und wurde um 1978 
durch was neues ersetzt (war dann ein Szinti-Scanner). Als junger 
elektrisch begabter Sohnemann war ich da beim Umbau involviert und habe 
fleissig geplündert.
Auch eine Sonde liegt hier noch irgendwo im Lederköfferchen, wird aber 
vermutlich nie mehr aktiv werden.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wow, zu der Zeit habe ich noch mit Motörchen aus sich selbst 
aufziehenden mechanischen Wanduhren gespielt, die mir mein 
Uhrmacheronkel geschenkt hat.

von Dieter B. (debe)


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Marcus H. schrieb:
> Was ich schon lange suche, wäre eine hochauflösende Version der
> bekannten "message to the competition":

Etwas größer ist sie schon, allerdings nicht hochauflösend.

debe

von Dieter B. (debe)


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Bernd F. schrieb:
> Immer noch schön, immer noch aktiv.

Diese Art der Verdrahtung nannte sich X-Verdrahtung, weil hinten die 
Leitungen kreuz und quer, auf dem kürzesten Weg, verlegt waren.
Sie kam Ende der 50er Jahre auf. Alles noch massiver Draht. Abgebrochene 
Leitungen konnten kaum nachgezogen werden, da sie zu kurz waren.

Wurde dann bald abgelöst durch flexible Verdrahtung in Drahtkanälen.

debe

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Dieter B. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Was ich schon lange suche, wäre eine hochauflösende Version der
>> bekannten "message to the competition":
> Etwas größer ist sie schon, allerdings nicht hochauflösend.
Ah, der gute Bob.
Dein Post kann man bei Gelegenheit verlinken, wenn mal wieder die 
persönlichen Eigenheiten bestimmter Forengurus diskutiert werden. ;)
Danke,
  marcus

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Na wann war denn das? Laut Bob Pease hatte schon der "damn fast" Buffer 
LH... eine Anfrage eines besorgten Fundamentalisten zu Folge, worauf das 
böse Wort aus dem Datenblatt verschwand.

von Jens G. (jensig)


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Ein fälschungssicherer Transistor ;-)
Vorgefunden in einem uralten Autoradio.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Coole Transe - hab ich so noch nie gesehen!

von Icke ®. (49636b65)


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Internationales Stelldichein der Kleinsignal Germanium Transen.

GC122B aus Frankfurt/oder
TG11 von TEWA Polen
2SB75 von Hitachi Japan
MP21D aus der Sowjetunion

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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hab es gefunden:
http://electronicdesign.com/boards/bobs-mailbox-18

"...It officially describes your LH0033 and LH0063 as Fast and Damn Fast 
Buffer Amplifiers. 'Fess up, Bob. You wrote these, didn't you?"

"No, I didn't write those; they were done before I came to NSC in '76. 
About 1985, some born-again Christian wrote to Charlie Sporck and asked 
him why he couldn't delete the naughty word. He couldn't think of a good 
reason to argue.-RAP"

von Dieter P. (low_pow)



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Links zu Bildern in ein anderes Forum sind da so eine Sache,
besser eigene Bilder, auch wenn sie schlechter sind.

Nachdem diese Quarze wohl etwas ausgefallener sind...

Baujahr der Platinen 1971 .. 1972,
Quarz im Glasrohr für 4.80000 kHz von Siemens.

Oszillatorplatine Siemens Nr:W24514-A6-A1-  4

Verwendung nicht bekannt, wenns 1967 Quarze für 1.66 kHz
gab, 1972 dann gleiche Anwendung mit 4.80 kHz ?

Die Transistoren sind soweit gesehen, Klasse A.. ( Germanium ).

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dieter P. schrieb:
> Links zu Bildern in ein anderes Forum sind da so eine Sache,
> besser eigene Bilder, auch wenn sie schlechter sind.

Danke! Auch im Zeitalter von High-Tech SMD Produkten ist das ein 
wunderschoenes Beispiel einer vergangenen Zeit von gediegener deutscher 
Industrietechnik. (Tut mir leid wenn nur ich das schoen finden sollte)

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Gerhard O. schrieb:
> Danke! Auch im Zeitalter von High-Tech SMD Produkten ist das ein
> wunderschoenes Beispiel einer vergangenen Zeit von gediegener deutscher
> Industrietechnik. (Tut mir leid wenn nur ich das schoen finden sollte)

Ich finde handgemalte Leiterbahnen so schick. Immer schön sanfte 
Schwünge machen, damit die Elektronen nicht aus der Kurve fliegen.
Die Karte im Anhang ist mir die Tage an einer Relaisstation Nähe Mount 
Isa / Queensland in die Hände gefallen.
Die LP ist so schön faserig - weiß jemand ob das Asbest ist?

Ach so, Gerhard - viele Computertastaturen haben mittlerweile dedizierte 
Tasten für Umlaute. Eine echte Verbesserung.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Marcus H. schrieb:
> Ach so, Gerhard - viele Computertastaturen haben mittlerweile dedizierte
> Tasten für Umlaute. Eine echte Verbesserung.

Ja! Ich habe es schon gemerkt;-)

P.S. Bei mir ist das etwas umständlich weil ich in Kanada wohne und eine 
amerikanistische Tastatur verwende. Dann muß ich nachher immer mit dem 
Spellchecker die Umlaute aktivieren. Obwohl ich meine Tastatur auf D 
umschalten kann, muß ich mir dann die unmarkierten Tasten immer merken.

Beim letzten Beitrag dachte ich einfach nicht daran, daß zu korrigieren.

Grüße,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Gerhard O. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Ach so, Gerhard - viele Computertastaturen haben mittlerweile dedizierte
>> Tasten für Umlaute. Eine echte Verbesserung.
>
> Ja! Ich habe es schon gemerkt;-)
>
> P.S. Bei mir ist das etwas umständlich weil ich in Kanada wohne und eine
> amerikanistische Tastatur verwende. Dann muß ich nachher immer mit dem
> Spellchecker die Umlaute aktivieren. Obwohl ich meine Tastatur auf D
> umschalten kann, muß ich mir dann die unmarkierten Tasten immer merken.

Dir sei verziehen, ey. Sollen wir hier im Forum eine Sammlung machen, um 
Dir eine deutsche Tastatur für Dein iPad zu schenken? ;)

von D. M. (da_miez)


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Kleiner Photomultiplier aus meinem "Raritäten"-Regal :)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Marcus H. schrieb:
> Dir sei verziehen, ey. Sollen wir hier im Forum eine Sammlung machen, um
> Dir eine deutsche Tastatur für Dein iPad zu schenken? ;)

Eigentlich komme ich mit der QWERTY Tastatur ganz gut damit zurecht. Ich 
muß mir halt nur die Arbeit machen den Text zu "verdeutschen". Zum 
programmieren ist mir sonst die QWERTY Tastatur viel lieber.

Auf dem iPad habe ich ja die Deutsche Tastatur eingestellt. Das Problem 
ist immer nur der PC. (Mit der iPad "Tastatur" machtest Du ja sowieso 
etwas Spass)

Trotzdem Danke für den Gedanken.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Henrik V. (henrik_v)


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So ein paar PMTs hab ich ooch noch :)

und noch zwei Platinen mit je 10 Nuvis ... im Handlayout ...
... wird wohl ein Filter sein, wer mehr weiss bitte Info :)

Gruß Henrik

: Bearbeitet durch User
von Philipp K. (philipp_k59)


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Bernd F. schrieb:
> Blöd ist die Fehlersuche (Ohne Schaltplan). Fast alle Kabel haben
> gleiche Farbe, verschwinden dann auf der Rückseite ( Pozellan-
> durchführungen) und tauchen irgendwo wieder auf.

Fehlersuche stimmt! Kann ich mithalten.. sogar komplette 
Großmaschinensteuerungen auf dem Niveau in Betrieb plus ne Menge neue 
36 Jahre alte Ersatzteile.

Vielleicht genauso unspektakuläre..

Intel80 3Fach SerialBus Karte für den Datenbus. (Noch in Betrieb)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Marcus H. schrieb:
> Die LP ist so schön faserig - weiß jemand ob das Asbest ist?

Könnte sowas wie Glasfiber oder Fiberglas sein.

B. R. schrieb:
> Kleiner Photomultiplier aus meinem "Raritäten"-Regal

Schönes Dingens. Bei deinem kann man ja auch endlich mal die Multiplier 
Anoden den Pins zuordnen, bei meinen Exemplaren kann man da nicht 
reingucken (ähnlich denen, die Henrik neben die Batterie gestellt hat).

: Bearbeitet durch User
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Marcus H. schrieb:
> Die LP ist so schön faserig - weiß jemand ob das Asbest ist?

vom Augenschein sieht das wie Glas aus, weil
a) zu grobfaserig
b) gewebt und kein Flies.

Ausserdem warum das teure Asbest nehmen, wenn Glasfasermatten so billig 
sind?

von Dieter W. (dds5)


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Philipp K. schrieb:
> Intel80 3Fach SerialBus Karte für den Datenbus. (Noch in Betrieb)

Boah! Und von den Tantitropfen hat es noch keinen gerissen?

Von den reliability DC-DC Bonbons hab ich auch noch irgendwo einen 
rumfliegen...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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L. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Die LP ist so schön faserig - weiß jemand ob das Asbest ist?
>
> vom Augenschein sieht das wie Glas aus, weil
> a) zu grobfaserig
> b) gewebt und kein Flies.
>
> Ausserdem warum das teure Asbest nehmen, wenn Glasfasermatten so billig
> sind?

Wenn ich an alten Trümmern Fasern sehe, werde ich immer sehr 
zurückhaltend.
Ich stand ohne Internet im Outback. Abgesehen davon ist historisches HF 
nicht mein Kernthema. Wieder zurück im Büro habe ich auf die Schnelle 
auch nichts zu dem Thema "asbest leiterplatte hf" gefunden.

Eine Zeitlang war Asbest ein Wunderwerksstoff, hätte ja sein können, 
dass jemand spontan was dazu weiß.

Erstmal Danke, Matze und Sebastian!

von Horst M. (horst)


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Zwei 1 MBit-Magnetblasenspeicher.
Die waren mal in einer Erdfunkstelle (DASAT).
Der konkrete Einsatzzweck ist mir nicht bekannt (evtl. NV-Memory?).

von Stefan M. (derwisch)


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Marcus H. schrieb:
> Wenn ich an alten Trümmern Fasern sehe, werde ich immer sehr
> zurückhaltend.

Ein bisschen Respekt schadet nie, aber viel schlimmer sind alte HF Teile 
in denen Berylliumoxid als wärmeleitende Keramik vebaut ist.
Alte HF Leistungstransistoren oder Module z.B..

Alles was nach weißer Keramik aussieht, sollte man besser nur anschauen 
und liegen lassen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan M. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Wenn ich an alten Trümmern Fasern sehe, werde ich immer sehr
>> zurückhaltend.
>
> Ein bisschen Respekt schadet nie, aber viel schlimmer sind alte HF Teile
> in denen Berylliumoxid als wärmeleitende Keramik vebaut ist.
> Alte HF Leistungstransistoren oder Module z.B..
>
> Alles was nach weißer Keramik aussieht, sollte man besser nur anschauen
> und liegen lassen.

BO ist nur in Staubform gefährlich und dieser Staub darf wegen der hohen 
Lungen Toxität nicht eingeatmet werden. Solange man das Zeug mechanisch 
nicht bearbeitet (feilen, schmirgeln) ist es ungefährlich. Habe früher 
sehr viel mit solchen Bauteilen gearbeitet. Den Datenblättern und 
Verpackungen lagen oft diesbezügliche Warnungen bei. Sollte ein solcher 
HF Transistor auseinander brechen, muss man aufpassen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Toll, Eure Bauteile! Freut mich sehr, daß ihr mitmacht. Ich finde es 
sehr nett Eure Raritäten "Schätze" sehen zu können.

Gerhard

von Gerald B. (gerald_b)


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Ob meine MQE10 historisch genug sind, müßt ihr entscheiden, eine echte 
Rarität sind sie allemal!
In dem Gehäuse steckt ein komplettes 3-stelliges DVM.
Diese 3 stellige rotleuchtende 7-Segmentanzeige enthielt 2 IC's. Einen 
C520, direktes Equivalent zum CA3162 und einen speziellen 
7-Segmentdecoder mit Pseudothetraedenauflösung mit - Vorzeichen und E 
für Überlauf und regelbaren Konstantstromausgängen, den D348, direktes 
Equivalent zum CA3161.
Hier ist zur MQE10 noch der Link zum Datenblatt:
https://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/basteln/Konsumg%C3%BCter/DDR-Halbleiter/mqe10.gif
Alles was es an externer Beschaltung braucht sind +5V 
Versorgungsspannung, ein Integrationskondensator (Folie 220nF), ein 
Abblock C, eine Referenzspannungsquelle und ein oder 2 Trimmer für 
Nullpunkt und Referenzspannung. Der Clou war, das das Teil ohne negative 
Hilfsspannung von -99 mV bis 999 mV messen konnte.
Das Teil ging nie richtig in Serie. Es wurde auf der Leipziger Messe 
gezeigt und es erschienen Datenblätter, das wars dann aber auch im 
Wesentlichen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bin als Aussenstehender der DDR beeindruckt wieviel 
Elektronikentwicklung es damals gab. Made in Germany Elektronik. Man 
wollte wohl damals nicht hinter Westdeutschland zurückbleiben. Sicher, 
es wurde wahrscheinlich viel parallel entwickelt. Trotzdem, mir scheint, 
es tat sich viel auf dem Gebiet der Digitaltechnik und Auch 
Konsumerelektronik. Allerdings fürchte ich, es war sündteuer für Otto 
Normal Verbraucher.

Gerhard

P.S. bitte keine politischen Antworten. Ich meine es ehrlich bewundernd.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Gerald B. schrieb:
> Ob meine MQE10 historisch genug sind, müßt ihr entscheiden, eine echte
> Rarität sind sie allemal!

Sehen hübsch aus. LED Anzeigen gefallen mir besser wie LCD. Die kann man 
auch aus Entfernung gut ablesen. Nur der Stromverbrauch und 
Hitzentwicklung großer Anzeigen ist natürlich ein Minusfaktor.

von Icke ®. (49636b65)


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Gerhard O. schrieb:
> Sehen hübsch aus.

Noch viel hübscher sind die Dotmatrix LEDs VQC10. In Aktion zu sehen 
hier:

https://www.youtube.com/watch?v=XKFolyzirPg

von Gerhard O. (gerhard_)


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Icke ®. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Sehen hübsch aus.
>
> Noch viel hübscher sind die Dotmatrix LEDs VQC10. In Aktion zu sehen
> hier:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=XKFolyzirPg

Die habe ich sogar. Nur etwas kompliziert in der Anste

Icke ®. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Sehen hübsch aus.
>
> Noch viel hübscher sind die Dotmatrix LEDs VQC10. In Aktion zu sehen
> hier:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=XKFolyzirPg

Mir gefallen sie auch. Ich bestellte mir übrigens mal einzelne ähnliche 
Einzel Anzeigen. Nur sind die etwas kompliziert in der Ansteuerung weil 
sie zum funktionieren in Echtzeit mit einem Muster ROM andauernd 
angesteuert werden müssen. Die hatten auch VQC irgendwas in der 
Bezeichnung.

von Gerald B. (gerald_b)


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Gerhard O. schrieb:
> Bin als Aussenstehender der DDR beeindruckt wieviel
> Elektronikentwicklung es damals gab. Made in Germany Elektronik. Man
> wollte wohl damals nicht hinter Westdeutschland zurückbleiben. Sicher,
> es wurde wahrscheinlich viel parallel entwickelt. Trotzdem, mir scheint,
> es tat sich viel auf dem Gebiet der Digitaltechnik und Auch
> Konsumerelektronik. Allerdings fürchte ich, es war sündteuer für Otto
> Normal Verbraucher.
>
> Gerhard
>
> P.S. bitte keine politischen Antworten. Ich meine es ehrlich bewundernd.

In der Forschung und Entwicklung war die DDR gut. Nur haperte es oft 
genug bei der Überführung in die Produktion. Das lag zum Einen an 
fehlenden Mitteln und Technik, oft genug aber auch an der 
Planwirtschaft, das Leute, die keine Ahnung hatten Entscheidungen 
trafen.
Ein Beispiel davon ist die LCD Anzeige. Im Labor funktionierte sie, nur 
nicht in Stückzahlen. Also wurde die Erfindung an die Japaner verkauft 
und das Geld verdienten dann andere.
Konsumgüterelektronik war so ein Thema für sich. Auch da waren nicht die 
vom Markt gewünschten Stückzahlen verfügbar. Trotz teils astronomischer 
Preise. Beispielsweise gab es Farbfernseher mit Fernebdienung (nicht dem 
Bambusstock) nur für Leute mit Schwerbeschädigtenausweis.
Es wurde damals bei ICs viel abgekupfert, aber das war wohl kein 
alleiniges Ostphänomen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Gerald B. schrieb:
> In der Forschung und Entwicklung war die DDR gut. Nur haperte es oft
> genug bei der Überführung in die Produktion...
Danke für die Erklärungen. Eigentlich schade, dass die "nicht 
technischen" Probleme die Vermarktung in den Sand verlaufen ließen.

Interessant, daß die Japaner den Wert der Entwicklungen erkannten.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Icke ®. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Sehen hübsch aus.
>
> Noch viel hübscher sind die Dotmatrix LEDs VQC10. In Aktion zu sehen
> hier:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=XKFolyzirPg

Hier ist eine technische Seite zu den VQC10s:

https://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/mb-iwp/Anzeige%20mit%20VQC10/

Meine Displays sind tatsächlich VQC10s. Mal Zeit damit zu spielen.

von Icke ®. (49636b65)


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Gerhard O. schrieb:
> Meine Displays sind tatsächlich VQC10s. Mal Zeit damit zu spielen.

Die Ansteuerung ist nicht wirklich komplizierter als bei anderen 
Matrixdisplays. Du mußt aber aufpassen, daß das Multiplexen nicht zum 
Stillstand kommt, sonst gehen die Segmente durch den Überstrom sehr 
schnell kaputt. Beachte ebenfalls, daß laut Spec einige Lötstifte zur 
Kühlung mit Kupferflächen verlötet sein müssen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Icke ®. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Meine Displays sind tatsächlich VQC10s. Mal Zeit damit zu spielen.
>
> Die Ansteuerung ist nicht wirklich komplizierter als bei anderen
> Matrixdisplays. Du mußt aber aufpassen, daß das Multiplexen nicht zum
> Stillstand kommt, sonst gehen die Segmente durch den Überstrom sehr
> schnell kaputt. Beachte ebenfalls, daß laut Spec einige Lötstifte zur
> Kühlung mit Kupferflächen verlötet sein müssen.

Danke für Deine Infos dazu. Die Vorsichten sind gut zu wissen.
Wegen der Kühlung sollten die Display besser auf einer Platine montiert 
sein. Vielleicht kann man vorzeilhaft einen Aluminium Streifen zur 
Wärmeabfuhr integrieren. Ist aber wahrscheinlich für den Heimgebrauch 
"Overkill".

Fühlen sich die Displaymodule im Dauerbetrieb recht warm an?

von Icke ®. (49636b65)


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Gerhard O. schrieb:
> Fühlen sich die Displaymodule im Dauerbetrieb recht warm an?

Merklich warm schon, aber nicht heiß. Im Anhang ein Datenblatt mit 
Beispielschaltung.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Icke ®. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Fühlen sich die Displaymodule im Dauerbetrieb recht warm an?
>
> Merklich warm schon, aber nicht heiß. Im Anhang ein Datenblatt mit
> Beispielschaltung.

Danke für das Datenblatt. Ein uC und Kathodentreiber sollte für eine 
Minimalbeschaltung damit keine Probleme haben. Der Winter kommt und 
vielleicht finde ich heuer die Zeit mich damit zu beschäftigen.

Hast Du mit den VQC10s zufällig schon praktische Erfahrungen oder etwas 
damit gebaut?

von D. M. (da_miez)


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Ist jetzt nicht soo die Rarität, aber wie ich finde trotzdem sehr schön 
anzusehen :)

Ein Exemplar von mehreren, die ich vor einiger Zeit mit jemandem aus dem 
Forum hier gegen andere Elektronik getauscht habe :)

von Paul B. (paul_baumann)


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B. R. schrieb:
> Ist jetzt nicht soo die Rarität, aber wie ich finde trotzdem sehr schön
> anzusehen :)

Wenn man den im aufgeladenen Zustand oben an den beiden Gewindebolzen 
anfasst, sticht er noch besser, als der Kaktus daneben.
:)
MfG Paul

von Philipp K. (philipp_k59)


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Dieter W. schrieb:
> Von den reliability DC-DC Bonbons hab ich auch noch irgendwo einen
> rumfliegen...

Da suche ich noch Ersatz, brauch ja kaum jemand mehr.
Eingang 5V
Ausgang +12 und -12V 300ma

von Jobst Q. (joquis)


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Horst M. schrieb:
> Zwei 1 MBit-Magnetblasenspeicher.

In meinem ersten Laptop Sharp PC5000 gab es auch so einen Bubblespeicher 
mit 128KB. Fast schon eine SSD bis auf die Kapazität.

https://www.homecomputermuseum.de/comp/318_de.htm

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Nebenbei, falls jemand sich von seinen Schätzchen trennen mag, 
Magnetblasenspeicher, Spezialröhren etc... ich suche immer hübsche 
Kandidaten für meine Sammlung und veröffentliche das dann auf meiner 
Webseite...

Freue mich immer über Angebote.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald B. schrieb:
> Ein Beispiel davon ist die LCD Anzeige. Im Labor funktionierte sie, nur
> nicht in Stückzahlen. Also wurde die Erfindung an die Japaner verkauft
> und das Geld verdienten dann andere.

Um welchen Aspekt der LCD Technologie ging es dabei?

von Peter D. (peda)


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Gerhard O. schrieb:
> Meine Displays sind tatsächlich VQC10s. Mal Zeit damit zu spielen.

Aber aufpassen, daß der Multiplextakt nicht ausfällt, die Dinger gehen 
leicht kaputt. Am besten ne Überwachung mit 74HC123 vorsehen.
Es dürfen auch nicht alle 140 LEDs gleichzeitig an sein, bzw. nur 
kurzzeitig.
Die integrierten Latches sind standard TTL, d.h. ziehen auch dunkel 
ordentlich Strom.

Was mir an den DDR-Anzeigen gefiel, war die integrierte Kontrastfolie. 
Man brauchte also nur einen Ausschnitt in der Frontplatte.
Die Doppel-Anzeigen (VQE...) waren extra für einseitiges Platinenlayout 
optimiert, d.h. für die 2. Anzeige war die Pinbelegung gespiegelt.

von Michael B. (laberkopp)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich meine es ehrlich bewundernd.

Logisch, aber unnötig.

Es gibt einen GRUND, warum man nicht beliebig viele Bauteile in ein 
Gehäuse integriert.

Nicht bloss weil man sich damit Flexibilität in der Anwendung nimmt.

Sondern weil das die Ausbeute reduziert.

An statt daß man nur einen Fertigungschritt hat (Platine mit Bauteilen 
bestücken und löten) hat man zwei: Modul mit Bauteilen bestücken udn 
löten, dann Platine mit Modul und weiteren Bauteile bestücken und löten.

Und damit steigt die Fehlerhäufigkeit und somit der Ausschuss.

Daher verschwinden unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten alle Varianten, 
die solche Integration beinhalten: Keine STK Hybridverstärker mehr, 
keine Pentium II mehr, keine IC mit 2 Chips oder mehr im Gehäuse, selbst 
Brückengleichrichter verschwinden zu Gunsten von Einzeldioden.

Schon erstaunlich, daß es noch Speicherriegel gibt, und 
Hochleistungslampen mit mehreren LED Chips auf einem Träger (aber der 
Ausschuss dort ist auch bekannt hoch).

von Gerhard O. (gerhard_)


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Peter D. schrieb:
> Aber aufpassen, daß der Multiplextakt nicht ausfällt...

Danke Peter!

Das ist dann schon mal ein guter Start. Damit auch die Nostalgie nicht 
zu kurz kommt werde ich wahrscheinlich dazu einen 8051er werkeln 
lassen;-)

Der HW-Watchdog mit dem HC123 ist eine gute Idee um den MUX Drive 
abzuschalten wenn der nicht andauernd aktiv ist.


Gerhard

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> keine IC mit 2 Chips oder mehr im Gehäuse

Errm, du darfst deine Wahrnehmung mal auf das 21. Jahrhundert
aktualisieren.  Selbstverständlich gibt es massenhaft SIPs (System
in a Package).  Es ist nämlich gar nicht so trivial, zwei völlig
unabhängig entwickelte Halbleiterprozesse (bspw. einen für
Flash-Speicher und einen für UHF-Technik) auf einem einzelnen Die
zu integrieren.  Zwei Dies übereinander in ein Gehäuse ist viel
schneller beherrschbar.

Gerhard O. schrieb:
> Damit auch die Nostalgie nicht zu kurz kommt werde ich wahrscheinlich
> dazu einen 8051er werkeln lassen;-)

Ich hatte auch immer mal vor, meinen Bestand an VQC10 durch einen Z8
ansteuern zu lassen, habe mich dann aber doch für einen AVR
entschieden. ;-)  Platine ist allerdings noch nicht in Betrieb
genommen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Zwei Dies übereinander in ein Gehäuse ist viel schneller beherrschbar.

Wenn man sich aktuelle Flash-Bausteine ansieht, oder das, was in 
Micro-SD-Karten getrieben wird, da sind das sogar deutlich mehr als nur 
zwei Dies*.

http://www.pcper.com/images/reviews/863/toshiba-mmc-stack.jpg

Und es geht noch derber:

http://www.anandtech.com/show/9520/toshiba-brings-throughsilicon-vias-to-nand-flash

*) Irgendwer behauptet, daß die korrekte Pluralform hier "dice" wäre, 
das aber bezweifle ich.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Rufus Τ. F. schrieb:
> *) Irgendwer behauptet, daß die korrekte Pluralform hier "dice" wäre,
> das aber bezweifle ich.

Schon Caesar hatte Probleme mit dem Plural von Würfeln. ;)

https://en.wikipedia.org/wiki/Die_(integrated_circuit%29

Liest sich ein bisserl anstrengend. Aber es sind wirklich Würfel 
gemeint.

Am Flughafen Nürnberg hatte ein Buchladen eine Spiegel Sonderausgabe 
über die britische Königin im Schaufenster - da hat es mich echt 
gerissen:
https://www.amazon.de/SPIEGEL-Biografie-2016-Elizabeth-Neunzigsten/dp/B01CIDVVWM?SubscriptionId=AKIAILSHYYTFIVPWUY6Q&tag=duc02-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&creativeASIN=B01CIDVVWM
Falls der Link nicht funzt: Websuche "die spiegel queen" ;)

: Bearbeitet durch Moderator
von Dieter W. (dds5)


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Nicht unbedingt historisch aber doch ein "Schätzchen" im doppelten 
Wortsinn.

Haben sowohl mouser als auch digikey noch im Angebot - für über 600$ pro 
Stück.

von (prx) A. K. (prx)


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Marcus H. schrieb:
> Liest sich ein bisserl anstrengend. Aber es sind wirklich Würfel
> gemeint.

Das Wiktionary drückt sich um die Antwort und erlaubt beides.

von Jens G. (jensig)


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Mechanische Bandpaßfilter (ZF-Filter) - alte und neue Bauform - made in 
GDR ...
(das runde Teil u.r. ist nur der "Präsentierteller" - gehört nicht zum 
Filter ;-)

: Bearbeitet durch User
von Der M. (mhh)


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Tunneldioden, erst knackige 47 Jahre alt...

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Bei der Queen musste ich erst mal ein Weilchen überlegen, dann fiel auch 
bei mir der Groschen
http://www.hovawart-info.de/platz.gif
so ähnlich ist die Aufforderung zu verstehen

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Phonetisch ist ihre Schwiegertochter ja schon der Aufforderung gefolgt.
Lady Di.

Was soll man da sagen?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Der M. schrieb:
> Tunneldioden, erst knackige 47 Jahre alt...

Ich habe bei mir zu hause eine 50MHz Zähldekade aus einem alten
Systron Donner 1037-5 Frequenzzähler die einen Tunneldioden Ringzähler 
versendet. Echt tolle Schaltung. Wenn ich die Platine finde, stelle ich 
sie hier vor.

http://www.cs.ubc.ca/~hilpert/e/edte/SD1037/

http://www.cs.ubc.ca/~hilpert/e/edte/index.html

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Jörg W. schrieb:
> Ich hatte auch immer mal vor, meinen Bestand an VQC10 durch einen Z8
> ansteuern zu lassen, habe mich dann aber doch für einen AVR
> entschieden. ;-)  Platine ist allerdings noch nicht in Betrieb
> genommen.

Ich habe mal schnell eine seriell (SPI) ansteuerbare VQC10 Schaltung 
"hingezaubert". Hat sie euren Erfahrungen nach eine Chance richtig zu 
funktionieren?

Wie von Peter vorgeschlagen dient ein HC123 als HW-Watchdog und zur 
Helligkeitseinstellung. Die nominale Z1-Z7 Taktrate soll 1kHz sein. Die 
Shift Register werden mit 1-8MHz von einem AVR angesteuert um alle Daten 
Latches innerhalb von unter 100us (8Mhz Shift Clock) anzusteuern.

Um Multiplex Störungen nach auswärts zu vermindern, ist ein LC Filter 
vorgesehen.

Einen On-Board uC will ich im Augenblick nicht drauf haben, da ich die 
Wahl haben möchte.

Da ich schon ewig lange nichts mehr mit TTL gemacht habe, welche CMOS 
Familie würdet ihr vorschlagen HC, HCT...?

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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Gerhard O. schrieb:
> Da ich schon ewig lange nichts mehr mit TTL gemacht habe, welche CMOS
> Familie würdet ihr vorschlagen HC, HCT...?

Na, dann aber richtig TTL! Nicht solche lauwarmen Nachfolger, sondern 
echte Kerle wie 7492, von denen Jeder seine 80mA ziehen will.
:)

MfG Paul

von Gerhard O. (gerhard_)


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Paul B. schrieb:
> Na, dann aber richtig TTL! Nicht solche lauwarmen Nachfolger, sondern
> echte Kerle wie 7492, von denen Jeder seine 80mA ziehen will.
> :)

Dann lieber 74LS...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite



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Der M. schrieb:
> Tunneldioden, erst knackige 47 Jahre alt...

АИ101, davon hat bei mir leider nur noch eine überlebt.

Ich habe auch mal diverses ausgegraben.  Bei den Halbleitern, von
links nach rechts in aufsteigendem Jahrgang:

. OC822, 1960er Jahre
. KZZ83, Referenzelement von Tesla (temperaturkompensiert),
Alter unbekannt
. КТ322, "chip-scale"-Transistor (nur ein Chip mit
Gold-Bonddrähten), 1977
. К140МА1, sowjetischer Analogmultiplizierer, 1978 (vermutlich mal
wirklich für Analogrechner gebaut worden)
. 2 x КТ117, 1984/85, aber als UJT wohl eine ziemliche Rarität

Nebenbei in der Kiste gefunden der Selen-„pass auf, gleich ri(e)cht er!“
V125C300, 1964.

Vom Thyratron S1,3/30dM habe ich als Jugendlicher mal den Sockel
entfernt, da ich keine Fassung hatte und mit ihm trotzdem
experimentieren wollte.

Schließlich noch eine Glimmanzeige GJR312S.  Man findet im Netz ein
wenig Beschreibung dazu.

: Bearbeitet durch Moderator
von Gerald B. (gerald_b)


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Gerhard O. schrieb:
> Paul B. schrieb:
>> Na, dann aber richtig TTL! Nicht solche lauwarmen Nachfolger, sondern
>> echte Kerle wie 7492, von denen Jeder seine 80mA ziehen will.
>> :)
>
> Dann lieber 74LS...


Es gibt da noch mehr inzwischen fast vergessene Logikfamilien.

- ECL Emittergekoppelte Logik, waren noch größere Hitzköpfe als TTL, 
aber kratzen schon am GHz Bereich. Ein paar Teiler davon hielten sich 
noch tapfer jahrelang als Vorteiler für TTL Frequenzzähler

- oder Hochvolt MOS. Die hatten 2 negative Spannungem, ich glaube -13V 
und -27V. Die waren schnarchlangsam, aber unglaublich ESD empfindlich

Wovon ich einmal zu DDR Zeiten in einer Zeitschrift gelesen habe, das 
daran entwickelt wird, aber danach nie wieder, waren integrierte Röhren!
Was sich zunächst wie ein Aprilscherz anhört, hatte aber Hand und Fuß.
Es gibt ja neben der Halbleiterei auch noch die Mikromechanik. 
Röhrenstrukturen sollten so aus Siliziumwafern geätzt werden, Statt 
Heizungen sollten an vorstehenden Spitzen hohe Feldstärken geschaffen 
werden und es solltn aus 2 Wafern wie 2 Halbschalen, ähnlich den 
Magdeburger Halbkugeln, dann ein Röhrensystem zusammengefügt und 
evakuiert werden. Dabei sollte es sich nicht um Einzelröhren, sondern 
ganze Baugruppen handeln.
Die Integrationsdichte wäre nicht so hoch wie bei klassischen 
Halbleitern, aber die Röhre hätte Nieschen, wo sie durchaus ihre 
Vorteile hat:
- Mikrowellen und Radartechnik, weil unglaublich schnell
- Raumfahrt, weil wesentlich strahlungstoleranter als Halbleiter
- Überspannungs- und EMP Unempfindlichkeit
Ob es doch nichts wurde, oder ob das für die Rüstung in irgendeiner 
Schublade verschwunden ist... man weiß es nicht.

von Richard H. (richard_h27)


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Christoph K. schrieb:
> Bei der Queen musste ich erst mal ein Weilchen überlegen, dann fiel auch
> bei mir der Groschen

Christoph, hilf mir, mein Groschen schwebt noch.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Richard H. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Bei der Queen musste ich erst mal ein Weilchen überlegen, dann fiel auch
>> bei mir der Groschen
>
> Christoph, hilf mir, mein Groschen schwebt noch.
Ich hab es leider nicht photographiert, aber direkt neben dem Gate für 
meinen Flieger nach Edinburgh hing eine Wand voll mit ca. 25mal dem Bild 
der Königin und darunter "DIE QUEEN".
Wenn das interne Sprachsystem in dem Moment auf "English" steht, liest 
sich das wie 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Es ist keine zwanzig Jahre her, aber kann sich noch jemand dran 
erinnern, als Mikrocontroller massenhaft mit Windows ausgeliefert 
wurden?

Speziell die PIC16C7x mit ADC und wiederbeschreibbarem Speicher waren 
lange Zeit nur als UV-löschbare Variante im Umlauf. Auf der 
Entwicklungshardware waren ZIF-Sockel verbaut.
Für die Entwicklung, speziell für's Debuggen und Finetuning hatte ich 
oft eine kleine Handvoll Bausteine, von die zwischen Brenner, Baugruppe 
und Löschgerät gekreist sind. Daher auch die Punkte auf dem Bausteinen - 
zur schnellen Unterscheidung.
Die billigeren Bausteine für Serienfertigung hatten kein Fenster.

Beim PIC16C84 konnte man auf das Löschgerät verzichten, da hier ein 
elektrisch löschbarer Speicher verbaut war.

Für gehobene Ansprüche wurde Emulatoren eingesetzt, also eine Hardware, 
die den Mikrocontroller emuliert hat. Das war aber auch mehr für den 
Schreibtisch - direkt in der Anlage war da dann oft kein Platz für.

Als endlich ISP verfügbar wurde war das ein Riesenfortschritt.

von Richard H. (richard_h27)


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Marcus H. schrieb:
>> Christoph, hilf mir, mein Groschen schwebt noch.
> Ich hab es leider nicht photographiert, aber direkt neben dem Gate für
> meinen Flieger nach Edinburgh hing eine Wand voll mit ca. 25mal dem Bild
> der Königin und darunter "DIE QUEEN".
> Wenn das interne Sprachsystem in dem Moment auf "English" steht, liest
> sich das wie 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv...

Pling.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Damals, als Microcontroller-Programmierung noch interessant war...:

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Es ist keine zwanzig Jahre her, aber kann sich noch jemand dran
> erinnern, als Mikrocontroller massenhaft mit Windows ausgeliefert
> wurden?

Du meinst Fenster. Windows auf µCs? Auch vor 20 Jahren eher eine 
Horrorvision.

Und die fensterversionen waren die sündhaft teuren Entwicklungsversionen 
für das UV-Löschgerät, in der Produktion wurden dann entweder 
OTP-Varianten im Plastikgehäuse oder maskenprogrammierte Varianten 
genutzt ... brr.

von (prx) A. K. (prx)


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Wolfgang R. schrieb:
> Damals, als Microcontroller-Programmierung noch interessant war...:

Hab auch noch ein paar Z8-UPCs dieser Bauart rumliegen. Mit 6116 RAM 
huckepack.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ja, die Microchip OTP PICs gab es damals für ein paar Mark, die 
entsprechenden EPROM-Varianten haben 50 DM gekostet...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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A. K. schrieb:
> Hab auch noch ein paar Z8-UPCs dieser Bauart rumliegen. Mit 6116 RAM
> huckepack.

Hier sinds Mostek MK3870 im Piggyback mit EPROM.
Foto:
Beitrag "Mostek MK38P70 Datanblatt und programmierinfos?"

Zwei davon waren tatsächlich auf einer MFM Festplatte (8 Platten-Stapel, 
Full Heigth) als Controller. Scheint so, als hätten die Jungs damals 
nicht wirklich aufs Geld geschaut. Diese Festplatte konnte mit 40Mb 
Kapazität glänzen - Fabrikat weiss ich aber nicht mehr.

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Es ist keine zwanzig Jahre her, aber kann sich noch jemand dran
>> erinnern, als Mikrocontroller massenhaft mit Windows ausgeliefert
>> wurden?
> Du meinst Fenster. Windows auf µCs? Auch vor 20 Jahren eher eine
> Horrorvision.
Die Formulierung war mit bedacht gewählt, um beim Publikum Emotionen 
hervorzurufen. hat ja ganz gut geklappt. ;)


Wolfgang - danke für das Bild. Genial.


Matze - So ca. 1987 habe ich für eine gebrauchte 20MB SH204 (a.k.a. "der 
röhrende Hirsch") 400DM hingelegt. Die hatte intern einen Umsetzer von, 
AFAIR, RLL nach SCSI. Bin mir nicht sicher ob da nicht sogar noch ein 
Zwischenadapter drin war, also RLL->MFM->SCSI. Das Teil ist mit der 
restlichen Sinclair/Atari-Sammlung eingelagert. Richtig, diese Schätze 
wollte ich auch mal weggeben, bevor es der Nachlassverwalter entsorgen 
muss.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Marcus H. schrieb:
> IMG_7801_cut_768.jpg

Marcus H. schrieb:
>>> Es ist keine zwanzig Jahre her, aber kann sich noch jemand dran
>>> erinnern, als Mikrocontroller massenhaft mit Windows ausgeliefert
>>> wurden?
>> Du meinst Fenster. Windows auf µCs? Auch vor 20 Jahren eher eine
>> Horrorvision.
> Die Formulierung war mit bedacht gewählt, um beim Publikum Emotionen
> hervorzurufen. hat ja ganz gut geklappt. ;)

Da auf dem einen eine 10 draufsteht, wird da ja wohl Windows 10 drauf 
sein :-P

von Carl D. (jcw2)


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Matthias S. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> IMG_7801_cut_768.jpg
>
> Marcus H. schrieb:
>>>> Es ist keine zwanzig Jahre her, aber kann sich noch jemand dran
>>>> erinnern, als Mikrocontroller massenhaft mit Windows ausgeliefert
>>>> wurden?
>>> Du meinst Fenster. Windows auf µCs? Auch vor 20 Jahren eher eine
>>> Horrorvision.
>> Die Formulierung war mit bedacht gewählt, um beim Publikum Emotionen
>> hervorzurufen. hat ja ganz gut geklappt. ;)
>
> Da auf dem einen eine 10 draufsteht, wird da ja wohl Windows 10 drauf
> sein :-P

Wenn damals so ein "Windows" abstürzte, dann waren in der Regel die 
Beinchen verbogen. Die hatten noch keinen Blue-Screen.

von (prx) A. K. (prx)


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Marcus H. schrieb:
> RLL->MFM->SCSI

RLL und MFM sind Datencodierungen, SCSI ist ein Interface.

von Paul B. (paul_baumann)


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Wolfgang R. schrieb:
> Damals, als Microcontroller-Programmierung noch interessant war...:

Den beiden blauen Kondensatoren am Quarz ist das nicht geheuer...
Guckt mal hin, wie die miteinander tuscheln, während die beiden Großen 
kuscheln.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/307754/piggy.jpg

mfG Paul

von Jürgen D. (poster)


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A. K. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> RLL->MFM->SCSI
>
> RLL und MFM sind Datencodierungen, SCSI ist ein Interface.

Das stimmt schon aber damals wurden die Platten unter diesen 
Bezeichnungen gehandelt.
Da gehörten spezielle Controllerkarten dazu. Der Anschluss der Platten 
war ähnlich der von Diskettenlaufwerken, jedoch noch die 
Platinenverbinder der 5,25 Zoll Diskettenlaufwerke. Zusätzlich gab es 
noch ein etwas kleineres zweites Kabel.
Wurden mehrere Laufwerke angeschlossen so wurde das breite Kabel 
durchgeschliffen und die Schmalen zu jeden Laufwerk separat gelegt.
Der DMA Bus des Atari ST war ein abgespeckter SCSI BUS.
Da wurden dann in den Festplatten MFM oder RLL nach SCSI Umsetzer 
verbaut.
MEGAFILE 20 -> 20MB MFM oder MEGAFILE 30 ->30MB RLL.

Irgendwo habe ich sowas auch noch eingelagert :)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jürgen D. schrieb:
> Der Anschluss der Platten war ähnlich der von Diskettenlaufwerken,
> jedoch noch die Platinenverbinder der 5,25 Zoll Diskettenlaufwerke.
> Zusätzlich gab es noch ein etwas kleineres zweites Kabel.

Der so genannte Shugart- oder ST506-Anschluss, soweit ich mich
entsinne – hatte nie eine, mein erster PC hatte eine der ersten
IDE-Platten.

Witzigerweise gab es ein „ESDI“ genanntes Interface, welches die
exakt gleichen Steckverbinder benutzte.

von (prx) A. K. (prx)


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MFM und RLL verwendeten das gleiche ST506 Interface. Ein 
Datenstromkonverter zwischen RLL und MFM ergibt an einem SCSI Interface 
nicht sonderlich viel Sinn.

von (prx) A. K. (prx)


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Jörg W. schrieb:
> Witzigerweise gab es ein „ESDI“ genanntes Interface, welches die
> exakt gleichen Steckverbinder benutzte.

Die waren ja auch eng miteinander verwandt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Enhanced_Small_Disk_Interface
https://de.wikipedia.org/wiki/ST506-Schnittstelle

ESDI war grob vereinfacht ein ST506, bei dem die Daten nicht vom 
Controller codiert wurden, sondern vom Laufwerk selbst.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Ein Datenstromkonverter zwischen RLL und MFM ergibt an einem SCSI
> Interface nicht sonderlich viel Sinn.

Naja, man könnte damit eine ST506-Platte an einem Gerät betreiben,
welches selbst nicht über einen Festplattencontroller, sondern nur
über SCSI verfügt.

Möglicherweise war die Kombination aus RLL-Platte mit ST506 und
so einem Controller billiger als die ersten SCSI-Platten.

Edit: da fällt mir doch gerade ein: die ersten MOD-Laufwerke, die
wir damals in der Firma hatten (5.25" MODs der ersten Baureihe,
stolze 130 MB pro Seite) hatten in der Tat direkt aufs Laufwerk
solch einen Controller geschraubt, d.h. die Laufwerke selbst hatten
einen Shugart-Bus, aber die Geräte (Workstations von Data General)
hatten SCSI.  Das interne Interface war vermutlich ESDI, aber das
war nicht dokumentiert, das Laufwerk wurde mit diesem Controller als
komplette Einheit verkauft.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jürgen D. (poster)


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Diese Controller gab es z.B. von Adaptec.
ACB-4000A oder ACB-4070.
Da findet man im Netz noch einige Infos drüber.

von (prx) A. K. (prx)


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Jörg W. schrieb:
>> Ein Datenstromkonverter zwischen RLL und MFM ergibt an einem SCSI
>> Interface nicht sonderlich viel Sinn.
>
> Naja, man könnte damit eine ST506-Platte an einem Gerät betreiben,
> welches selbst nicht über einen Festplattencontroller, sondern nur
> über SCSI verfügt.

SCSI-ST506 ergibt Sinn. Aber darin dann noch zwischen MFM und RLL 
Datenstrom zu konvertieren würde bedeuten, beispielsweise eine ST506/RLL 
Platte an einem SCSI-ST506/MFM Interface-Konverter zu betreiben. Das ist 
aber aufgrund der festen von ST506 festgelegten Datenrate nicht 
sinnvoll.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Aber darin dann noch zwischen MFM und RLL Datenstrom zu konvertieren

OK, jetzt weiß ich, worauf du hinaus willst.

Ja, da geb' ich dir Recht.

von (prx) A. K. (prx)


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Bei ST506 legt der Controller Datenrate und Datenstromcodierung fest. An 
einen ST506 Controller oder einen SCSI-ST506 Konverter, der MFM 
auswirft, kann man zwar eine ST506/RLL Platte anschliessen, die würde 
dann aber mit MFM betrieben, gegenüber RLL mit 2/3 von Kapazität und 
Durchsatz. Ein Datenstromkonverter könnte aufgrund der fixierten 
Datenrate nichts daran ändern.

Andersrum liessen sich mit Aufkommen von RLL auch einige bisherige 
ST506/MFM Platten mit RLL betreiben und erhielten dadurch 50% höhere 
Kapazität und Durchsatz. Eine solche hatte ich mal im Einsatz (ST4096). 
Nach Defekt und Austausch ging das leider nicht mehr. :-(

: Bearbeitet durch User
von Автомат К. (dermeckrige)


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A. K. schrieb:
> Hab auch noch ein paar Z8-UPCs dieser Bauart rumliegen. Mit 6116 RAM
> huckepack.

Hättest Du zufällig auch so eine Z86 Ausführung rumliegen, wie hier 
gezeigt:

https://mightyohm.com/blog/2012/02/adventures-with-eproms/

?

von (prx) A. K. (prx)


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Автомат К. schrieb:
> Hättest Du zufällig auch so eine Z86 Ausführung rumliegen, wie hier
> gezeigt:

Nein.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> RLL->MFM->SCSI
>
> RLL und MFM sind Datencodierungen, SCSI ist ein Interface.

Jetzt fällt mir's wieder ein, warum das zwei Umsetzer waren:
RLL->SCSI->ACSI
http://www.atari-wiki.com/index.php/SH204
http://www.atari-forum.com/viewtopic.php?t=21337

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Von AD habe ich auch noch was.
Weiss einer, warum der AD572 doppelstöckig gebaut wurde?

von Dieter W. (dds5)


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Ich hab auch noch'n paar alte Teile gefunden.

Der Mischmasch aus DTL, RTL und TTL steckt in einem 20MHz 
Universalzähler von General Radio Baujahr 1970.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Marcus H. schrieb:
> Jetzt fällt mir's wieder ein, warum das zwei Umsetzer waren:
> RLL->SCSI->ACSI

Dem Link gemäss nicht ACSI sondern SASI, und das ist einfach nur eine 
Vorversion von SCSI, gleiche Arbeitsweise. Der Host-Adapter sass im 
Rechner genau wie bei SCSI auch, und beim Atari gab es dann offenbar 
einen Konverter von SASI auf MFM als Teil der Disk.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Dieter W. schrieb:

> Ich hab auch noch'n paar alte Teile gefunden.

Aua, daran merkt man, dass man selber alt wird. Wenn sowas schon als 
historisch gilt.

von (prx) A. K. (prx)


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soul e. schrieb:
> Aua, daran merkt man, dass man selber alt wird. Wenn sowas schon als
> historisch gilt.

Die Platine würde ich schon unter "alt" abbuchen.
Die scheint von von 1969 zu sein.

Ich könnte irgendwo noch ein sauschweres -5,2V Drehstrom-Trafonetzteil 
eines Mainframes rumliegen haben, der ca. 1970 neu war.

Eine Platine davon, mit ECLs dieser Zeit, hatte ich auch mal, aber die 
ist im Umzug verschwunden Sowas wie die: 
http://www.iser.uni-erlangen.de/index.php?ort_id=288&tree=1&inventarnummer=I0351

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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H.Joachim S. schrieb:
> Von AD habe ich auch noch was.
> Weiss einer, warum der AD572 doppelstöckig gebaut wurde?

Ich vermute mal, da wurde ein Standardgehäuse, wie es z.B. für EPROMs 
üblich war genommen und da ein Quarzfenster unnötig und zu teuer gewesen 
wäre, hat man halt eine Keramikscheibe draufgepappt.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das glaube ich nicht.
Eproms mit 900mil Breite?
Einen nackten Keramikdeckel mit 3mm Höhe?

Schade, habe nur den einen. Sonst würde ich den mal knacken. Könnte mir 
vorstellen, das das ein Zweichip-System ist, mit einer Art BGA-Vorläufer 
des oberen Chips.

von Gerald B. (gerald_b)


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H.Joachim S. schrieb:
> Das glaube ich nicht.
> Eproms mit 900mil Breite?
> Einen nackten Keramikdeckel mit 3mm Höhe?
>
> Schade, habe nur den einen. Sonst würde ich den mal knacken. Könnte mir
> vorstellen, das das ein Zweichip-System ist, mit einer Art BGA-Vorläufer
> des oberen Chips.

Die Überbreite konnte ich leider nicht sehen, da nichts als Maßstab 
daneben lag. Für mich sah es wie die typische rötlich-lilane Keramik mit 
den Goldpins aus.
Auch wenn sich gewisse Standards etabliert haben, so waren die 
Hersteller doch jederzeit sehr creativ, was Sonderlösungen betraf :-)

von Georg A. (georga)


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Evtl steckt da auch was hybrides drunter. Also Die, laserabgeglichene Rs 
oder Cs. Dann bräuchten sie etwas mehr Raum nach oben.

von Jens G. (jensig)


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@H.Joachim Seifert (crazyhorse)

>Das glaube ich nicht.
>Eproms mit 900mil Breite?
>Einen nackten Keramikdeckel mit 3mm Höhe?

Ich glaube auch, daß das nur ein Deckel ist. Denn selbst das DB spricht 
nur von einem "Lid" - also Deckel ...

von Michael L. (michaelx)


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Mal wieder ein neues Bild statt endlosem Geplänkel ...

Zu sehen sind 2 russische HF-Dioden, waren in den 70er und 80er Jahren 
in irgendeiner Komponente des Freund-Feind-Erkennungssystems von 
Flugzeugen und Hubschraubern verbaut. Sie waren schnell wechselbar, in 
einer Art Halter ähnlich wie Schmelzsicherungen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Stimmt, btt.

Hier noch ein paar "Germanen" 1N1762 in unüblicher Bauform, hoffe noch 
auf die Reanaisance der Germaniumtransistoren (sind zwar technisch Mist, 
klingen aber viel wärmer als das harte Silizium :-)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Und noch ein bisschen seltsames Germanium, kiloweise 2N2156.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> Zu sehen sind 2 russische HF-Dioden

Sowas habe ich auch noch als OA605 hier.  Diese „Metall-Keramik-Patrone“
muss mal eine Standard-Bauform gewesen sein damals.

H.Joachim S. schrieb:
> Und noch ein bisschen seltsames Germanium, kiloweise 2N2156.

Und ich dachte immer, nur die Sowjets hätten solche seltensamen
Bauformen fabriziert. ;-)

von Dieter W. (dds5)


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Jörg W. schrieb:
> Michael L. schrieb:
>> Zu sehen sind 2 russische HF-Dioden
>
> Sowas habe ich auch noch als OA605 hier.  Diese „Metall-Keramik-Patrone“
> muss mal eine Standard-Bauform gewesen sein damals.

Als 1N21 findet die sich in vielen Richtkopplern.

von Dieter W. (dds5)


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Hier das dazu passende Bild.

Das "dicke Ende" der 1N21 ist übrigens nur aufgesteckt und lässt sich 
zum Wechsel der Polarität umstecken.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Genau 1N21 bis 23 oder so, die aufsteckbaren waren schon die 
Luxusversion. Uralte Technik aus WW2

von Dieter W. (dds5)


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H.Joachim S. schrieb:
> Und noch ein bisschen seltsames Germanium, kiloweise 2N2156.

Das Gehäuse ist TO36 - das schafft für Germanium gigantische 150 bis 
170W Verlustleistung.

von Henrik V. (henrik_v)


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Also auch bei Kommentaren bitte mit Bild...
Inflationär gleich zwei ..
Mein wohl ältestes Zeigerinstrument mit geschliffenem Glas und eine 
'kleine' alte Stromzange :)

Gruß Henrik

von Henrik V. (henrik_v)


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Und noch ein altes Galvanometer...   8nA/mm mechanisch!

von Michael L. (michaelx)


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Hier zu sehen VQB37 - einstellige "Bubble Displays" aus DDR-Produktion, 
die ich aus nostalgischen Gründen aus meinem in den 80ern selbstgebauten 
DMM (mit C520 und B080) gerettet habe.

von (prx) A. K. (prx)


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Das Viech rechts sieht direkt gefährlich aus! ;-)

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Hab meines jetzt auch bekommen:

http://www.wolfgangrobel.de/museum/bubble.htm

von Philipp K. (philipp_k59)


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NixieFassungen Siemens ZAB51001 mit integriertem BCD Dekoder K155 und 
Vorwiderstand.. aus einem alten BedienPult im Enterprise Style 
ausgebaut, Baujahr irgendwo frühe 70er.

180V anlegen und mit 5V ansteuern.. fragt man sich manchmal wieso sich 
manche heute noch mit den Transistoren und anderem abmühen.

von Gerald B. (gerald_b)


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Philipp K. schrieb:
> NixieFassungen Siemens ZAB51001 mit integriertem BCD Dekoder K155 und
> Vorwiderstand.. aus einem alten BedienPult im Enterprise Style
> ausgebaut, Baujahr irgendwo frühe 70er.
>
> 180V anlegen und mit 5V ansteuern.. fragt man sich manchmal wieso sich
> manche heute noch mit den Transistoren und anderem abmühen.

Also das Siemens das Russen-IC verbaut hat, zsss...
Die werden wohl für Siemens, wie die 100 nF KerKos als Auftragsfertigung 
bei Geracord, oder woanders in der DDR gefertigt worden sein ;-)))

: Bearbeitet durch User
von Philipp K. (philipp_k59)


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Gerald B. schrieb:
> Also das Siemens das Russen-IC verbaut hat, zsss...
> Die werden wohl für Siemens, wie die 100 nF KerKos als Auftragsfertigung
> bei Geracord, oder woanders in der DDR gefertigt worden sein ;-)))

Ich denke mal Siemens hat davon einige für Steuerungen produzieren 
lassen..
immerhin waren das damals "Displays".. auf dem Pult einer Vermessungs 
und Sortieranlage waren ca 20x 6Stellige Anzeigen für den 
Automatisierten Ablauf, die Steuerung bestand aus hunderten 
Eurokarten-Platinen mit Logikbausteinen. Die Analge wurde dann in den 
80ern mit "Terminals und Intel80" Technologie erneuert.

: Bearbeitet durch User
von Michael L. (michaelx)


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Philipp K. schrieb:
> NixieFassungen Siemens ZAB51001 mit integriertem BCD Dekoder K155 und

K155 ist nur die Bezeichung der Logikfamilie (entspricht der 74 von 
74xx). Danach kommt noch eine Buchstaben+Ziffernkombination. Kannst du 
die entziffern oder ein Foto machen? (Nur so aus Neugier) K155 ИД6 wäre 
z.B. der 7442, ein BCD-zu-Dezimal-Dekoder.

Grüße

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Wird schon der K155ID1 sein (74141) sein, was anderes macht ja keinen 
Sinn.

von Michael L. (michaelx)


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H.Joachim S. schrieb:
> Wird schon der K155ID1 sein (74141) sein, was anderes macht ja keinen
> Sinn.

Grad mal nachgeschlagen ... richtig. Man merkt sich ja nur, womit man 
mal zu tun hatte. Und mit Nixis hatte ich nie zu tun.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Das paßt wahrscheinlich hierher, obwohl ich gerade nichts zum Vorzeigen 
parat habe:

http://hpmemoryproject.org/timeline/bob_steward/led_solutions_00.htm

: Bearbeitet durch User
von K. M. (kmj)



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Hab hier noch ein paar 7seg LED ICs aus den 70ern(?).
Sind Labormuster von TI.
Wie man sieht, waren damals die Ziffern noch winzig,
die Leuchthomogenität stark verbesserungsfähig
und die Vergussmasse hat auch nicht dem Zahn der Zeit
standgehalten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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K. M. schrieb:
> waren damals die Ziffern noch winzig,

Wimre waren da in Anwendungen wie den ersten Taschenrechnern dann kleine 
Lupen vor den Anzeigen.

von K. M. (kmj)



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Matthias S. schrieb:
> waren da in Anwendungen wie den ersten Taschenrechnern dann kleine
> Lupen vor den Anzeigen

Ja, so wie bei meinem HP55 aus dem Jahr 1975.
Die Ziffern waren aber trotzdem bei hellem Tageslicht kaum abzulesen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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K. M. schrieb:
> IMG_0492_HP55_LED_Anzeige_1975__R.jpg

LED Treiber, auf denen 'GOWANDA' steht, sieht man auch nicht jeden Tag 
:-)

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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K. M. schrieb:
> Ja, so wie bei meinem HP55 aus dem Jahr 1975.
> Die Ziffern waren aber trotzdem bei hellem Tageslicht kaum abzulesen.
Oh, Du hast das seltene Modell mit dem Bug auf der Umrechnung zwischen 
Pfundkraft und Newtons. -> IMG_0479_HP55_1975__R.jpg  ;)

von K. M. (kmj)


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Noch so'n nicht alltägliches Bauteil...

von K. M. (kmj)


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Marcus H. schrieb:
> Du hast das seltene Modell mit dem Bug auf der Umrechnung zwischen
> Pfundkraft und Newtons

Oh, wie gut dass ich damit für die NASA nicht die 
Triebwerksschubberechnungen gemacht habe, sondern nur meine Physik 
Hausaufgaben.

von Henrik V. (henrik_v)


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K. M. schrieb:
> Noch so'n nicht alltägliches Bauteil...

Thyratron?

von Henrik V. (henrik_v)



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Und noch etwas historisches
Baujahr 1989 mit netter Seriennummer und noch Inventar- und 
Kalibriermarke aus der DDR, sowie 'ne '92 PTB Marke :)

Ein elektrostatisches Lichtzeiger-Messwerk aus der UDSSR bis 30kV

von K. M. (kmj)


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Henrik V. schrieb:
> Thyratron?

Keine Ahnung,
"Hydrogen Thyratron" steht zumindest auf dem X-Ray Warnaufkleber am 
unteren Sockel.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Stern-Dreieck Kombi mit mechanischer Verriegelung.. "Nagelneu" !

von Philipp K. (philipp_k59)


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Ups, da hab ich mich vergriffen.. natürlich ist das kein Stern-Dreieck.

Allerdings kann man die auch umbauen wie man will, vielleicht war es mal 
eine!

Nicht zu vergessen ist der offensichtliche "Berührungsschutz",sowie der 
Gedanke was passiert wenn man den Motorschutz in einer Dunklen 
Verteilung wieder reindrücken möchte und abrutscht..

: Bearbeitet durch User
von Oliver P. (ollus)


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Gerald B. schrieb:
> Ich hatte mal als Teeni (vor ca. 35 Jahren) 2 ausrangierte Flammwächter
> bekommen. In dem Bakkelitgehäuse steckte ein überdimensionaler
> Fotowiderstand dessen aktive Fläche etwa halb so groß wie ein
> Kinderschokoriegel war und im Gehäuse einer Röhre eingeschmolzen war.
> Leider sind mir die "entlaufen", so das ich kein Foto mehr davon machen
> kann.
Das waren sicher ORP90. Da hab ich noch zwei, aber auch seit mindestens 
35 Jahren :-)

von Reinhard R. (reirawb)


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Da habe ich auch noch was, Quarz und Fotowiderstand im Röhrengehäuse und 
großer Quarz im Metallgehäuse.
Einen Euro als Größenvergleich konnte ich mir allerdings nicht leisten 
;-)

Reinhard

von Gerald B. (gerald_b)


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Interessant, im Tröt zuvor ist ja als direkter Vergleich der ORP90.
Wobei ich glaube, das ich damas nicht die die Philips, sondern eher die 
Narva Variante hatte :-)
Die großen Quarze im Metallgehäuse kenne ich auch noch. Ich hatte in 
meiner ersten (TTL) Quarzuhr einen mit 1 MHz verbaut :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Lustig, habe ich auch noch in fast gleicher Ausführung. ;-)

Allerdings habe ich den 100-kHz-Quarz vor mehr als 30 Jahren in
meinen Sinus/Rechteck-Generator als integrierten Frequenzmesser
eingebaut.  Kalibriert damals noch gegen die Zeilenfrequenz des
Fernsehers.
Ist der Fotowiderstand ein polnischer?  Meiner stammte wohl mal
aus einem Dämmerungsschalter.

von Tobias P. (hubertus)


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Dieter W. schrieb:
> Hier das dazu passende Bild.
>
> Das "dicke Ende" der 1N21 ist übrigens nur aufgesteckt und lässt sich
> zum Wechsel der Polarität umstecken.

Sieht aus wie eine Gunn-Diode. Sowas habe ich auch hier. Werd morgen ein 
Bild machen :-)

von Gerald B. (gerald_b)


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Ich hatte ja weiter oben geschrieben, das die soweit ich mich erinnere, 
aus Flammwächtern stammten. Ich war damals 10 oder 12 Jahre und hatte 
den in eine 2 Transistorschaltung (Tongenerator) eingebaut. Wenn man 
darauf Lichtblitze abgab, gab das interessante Toneffekte, ähnlich einer 
Sirene, denn die CdS Fotowiderstände waren schnarchlangsam. :-)

von Gerald B. (gerald_b)


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Ich habe mal meine Schubladen durchforstet und 3x das gleiche Bauteil 
aus unterschiedlichen Jahrgängen rausgesucht.
Es sind alles russische K573RF2, das direkte Äquivalent zum 2716. Nur 
die Programmierspannung ist 1 oder 2 Volt niedriger.
Interessant ist, das die Russen auch schon gespart haben.
Von links nach rechts:

- 1. weißes Keramikgehäuse, vergoldete Pins, Quarzfenster 
metalleingefasst
- 2. siehe oben, Keramikfenster direkt aufgeklebt
- 3. braunes 2 teiliges Keramikgehäuse mit eingearbeitetem Fenster, 
verzinnte Pins

wie es aussieht, wurde zwischendrin kein Die Shrink gemacht :-)

Vor ca. 10 Jahren arbeite ich etliche Jahre in der Halbleiterei. Wir 
hatten einen Amerikaner aus dem Silicon Valley als Trainer hier, der 
dort einen Großteil der Halbleiterei live miterlebt hatte. Er hatte 
zufällig in der Zeit, als er hier war, Geburtstag. Ich hatte ihm die 
selbe Kollektion geschenkt. Er kannte bis dato nur die Originale von 
Intel und Co. Um so mehr freute er sich über Exemplare, die hinter dem 
eisernen Vorhang produziert wurden :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Die linke Variante habe ich nur als К573РФ1, also 2708.  Die anderen
beiden К573РФ2-Varianten habe ich auch, wobei der Die des neueren (im
braunen Gehäuse) geringfügig kleiner als der andere ist.

Aber bei den westlichen Pendants habe ich auch viele, bei denen man
dann zur Sparversion mit verzinnten Pins übergegangen ist.

von Volker S. (sjv)


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Siemens Standort Karlsruhe 1950-2000, Bilder einer Ausstellung:

http://www.automation.siemens.com/khe/extern/stokhe/Pressestelle/histbild.pdf

von Dieter B. (debe)


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Volker S. schrieb:
> http://www.automation.siemens.com/khe/extern/stokhe/Pressestelle/histbild.pdf

Den auf Seite 10 rechts unten gezeigten Oszillar II habe ich heute noch. 
Baujahr 1964. Die Blende musste ich allerdings erneuern, da sie sich 
verdrückt hatte.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard R. (reirawb)


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@Jörg

Nee, ist ein Tschechischer, von Tesla. Ich hatte in meinem vorigen Post 
auch ein Bild von der Rückseite geschickt, ist aber verschwunden :-(
Also noch mal.

Reinhard

von Reinhard R. (reirawb)


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Ich habe noch ein kleines Schmankerl gefunden:
Eine alte LED aus DDR-Produktion. Muss wohl eine der ersten produzierten 
Typen in der DDR gewesen sein.

Reinhard

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Reinhard R. schrieb:

> Nee, ist ein Tschechischer, von Tesla.

OK, ich muss meinen mal rauskramen.  Von der Erinnerung her könnte
es der gleiche sein.

> Ich hatte in meinem vorigen Post
> auch ein Bild von der Rückseite geschickt, ist aber verschwunden :-(

Nee, es waren leider zwei gleiche von der Vorderseite, daher habe
ich eins gelöscht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Reinhard R. schrieb:
> Muss wohl eine der ersten produzierten Typen in der DDR gewesen sein.

Klar, die VQA12.  Hatte bei mir gesucht, aber habe leider keine mehr
davon gehabt.

War beispielsweise im Kassettenrecorder „anett“ als Betriebsanzeige
drin.  Wer hätte sich denn damals vorstellen wollen, dass man mit
sowas mal in der Lage sein wird, ganze Straßen zu beleuchten? ;-)

von Reinhard R. (reirawb)


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Jörg W. schrieb:
> Nee, es waren leider zwei gleiche von der Vorderseite, daher habe
> ich eins gelöscht.

OK, dann war es mein Fehler :-(

> Wer hätte sich denn damals vorstellen wollen, dass man mit
> sowas mal in der Lage sein wird, ganze Straßen zu beleuchten? ;-)

Ja, echt irre. Ich habe in meiner Wohnung zu 90..95% nur noch 
LED-Beleuchtung. Aber das ist ein anderes Thema :-)

von Route_66 H. (route_66)


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Jörg W. schrieb:
> „anett“ als Betriebsanzeige

als Abstimmanzeige!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Route 6. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> „anett“ als Betriebsanzeige
>
> als Abstimmanzeige!

OK, ist zu lange her. ;-)

von Henrik V. (henrik_v)


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Ein AMD OP .. isser nich goldig :D
Wenn 7450 der datecode ist .. .Dez. 1974??

Muss 'ne Hochzeit sein :) Er trägt dicke Schwarzkeramik , Sie ein 
kleines Weißes mit viel Gold ...

von Gerald B. (gerald_b)


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Reinhard R. schrieb:
> Ich habe noch ein kleines Schmankerl gefunden:
> Eine alte LED aus DDR-Produktion. Muss wohl eine der ersten produzierten
> Typen in der DDR gewesen sein.
>
> Reinhard

Das ist eine VQA12, die kenne ich auch noch aus meiner Jugend :-)
hier ist das passende Datenblatt: 
https://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/basteln/Konsumg%C3%BCter/DDR-Halbleiter/vqa12.gif
Die war wirklich nur im Nerdkeller zu erkennen gg

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> Die war wirklich nur im Nerdkeller zu erkennen gg

200 µcd eben :)

von Paul B. (paul_baumann)


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Jörg W. schrieb:
> War beispielsweise im Kassettenrecorder „anett“ als Betriebsanzeige
> drin.  Wer hätte sich denn damals vorstellen wollen, dass man mit
> sowas mal in der Lage sein wird, ganze Straßen zu beleuchten? ;-)

Dafür konnte man aber mit einem "Anett" ganze Straßen beschallen.
:)
mfG Paul

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Hier noch ein paar Sächelchen aus meiner Sammlung - 4 Quarze und eine 
12AX7 Röhre von Heathkit, die nur sehr wenig lief.

Der Quarz ganz links ist nur zum Grössenvergleich ein normaler HC49/U. 
Rechts daneben ein HC18/U, und dadrüber ein Telefunken Quarz im 
Plastikgehäuse, dem man es wirklich nicht ansieht. Frequenz ist 8,8008 
MHz.
Rechts neben der Röhre ein 555,7 kHz Quarz im raumsparenden 
Monstergehäuse.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Frequenz ist 8,8008 MHz.

Klingt wie ein BFO-Quarz für 8,8 MHz ZF.  Das ergibt dann 800 Hz
als CW-Tonsignal.

von Volker S. (sjv)


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Hallo,
da sich Quarze anscheinend gr0ßer Beliebheit erfreuen, hier noch einige:

von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Ein flach verpackter Selenbrückengleichrichter.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Axel G. schrieb:
> Ein flach verpackter Selenbrückengleichrichter.

Von denen stammt auch der Ausdruck "Gleich riecht er" ;-)

von Mac G. (macgyver0815)


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Die Chemiker ham gerade auch interessante alte (>=70 Jahre) "Bauteile" 
ausgegraben und sogar getestet:
https://www.youtube.com/watch?v=NYvEnAvouVA


Und wer hat denn da dem Australier seine Bauteilsammlung geschickt?
https://www.youtube.com/watch?v=P0IGfGu6yKI&feature=youtu.be&t=272

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Mac G. schrieb:
> Und wer hat denn da dem Australier seine Bauteilsammlung geschickt?
> https://www.youtube.com/watch?v=P0IGfGu6yKI&feature=youtu.be&t=272

Offensichtlich wer aus der AFRA (Hackerspace in Berlin)
Die veranstalten mit der HU Berlin zusammen die VCFB
(Vintage Computing Festival Berlin)

: Bearbeitet durch User
von Johnny S. (sgt_johnny)


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Da mach ich doch auch mal mit :)



Bild 1 

Genaue Bezeichnung oder Funktion unbekannt, jedoch vermutlich eine Art 
Speichermodul. "Made in USA - 58" möglicherweise Bj 1958.

In dem Plexiglasquadrat befinded sich eine Art "Drahtteppich" der 
ausschaut wie Bond-Wires

Falls jemand mehr dazu weiss, würde ich mich über Infos freuen.

Bild 2 
Seltene spezielle Panaplex (Gasentladungsdisplay) Modell "C6016" von 
Burroughs, keine weiteren Daten bekannt, laut einem Forum vermutlich aus 
dem Flugzeugbereich und einer VHF-LOC Anzeige.

(VHF Omnidirectional Radio Range Localizer)


Bild 3

Mini-CRT, mit jeweils 4-farb Matrixpunkten (GGRB). Modell oder Daten 
leider unbekannt, vermutlich aber ähnlich eines FMCRT
http://www.decadecounter.com/vta/articleview.php?item=1050

IC als Grössenvergleich


Bild 4

Röhren Sylvania 6E5 - Magisches Auge. Diese Röhren haben mich neben 
Nixies ebenfalls besonders fasziniert, da die Lichtform sehr speziell 
ist.




Des weiteren sammle ich allerlei Nixies, welche ich hier sicherlich 
nicht alle posten kann und werde :-)
Für Interessierte, hier der Link zu meiner Sammlung:
http://swissnixie.com/index.php?go=nixie_db

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Bild 1 ist doch eindeutig Kernspeicher.

von Gerhard O. (gerhard_)


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In dem Link ein recht lesenswerter Beitrag zur Elektronikentwicklung und 
der Bauteile:

https://www.emsp.tu-berlin.de/fileadmin/fg232/Lehre/MixedSignal/Dateien/Back2TheRoots/01_EINFUEHRUNG.pdf

Gerhard

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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War ja kla, dass das von Henry kommt.
Die Digitaluhr seh ich immer wenn ich zum entwickeln in seiner Firma bin 
für den Space Age 2 MIPS TTL Rechner.

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