Forum: Offtopic Zeigt her Eure interessanten historische Bauelemente


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von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Johnny S. schrieb:
> *Bild 1 *
> Genaue Bezeichnung oder Funktion unbekannt, jedoch vermutlich eine Art
> Speichermodul. "Made in USA - 58" möglicherweise Bj 1958.
> Falls jemand mehr dazu weiss, würde ich mich über Infos freuen.
>
Du drückst Dich so vorsichtig aus? Das ist ein 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspeicher, oder?

> *Bild 2 *
> Seltene spezielle Panaplex (Gasentladungsdisplay) Modell "C6016" von
> Burroughs, keine weiteren Daten bekannt, laut einem Forum vermutlich aus
> dem Flugzeugbereich und einer VHF-LOC Anzeige.
>
> (VHF Omnidirectional Radio Range Localizer)
Die Anzeige ist IMHO eine Kombi aus VOR und DME.
http://lampes-et-tubes.info/cd/cd167.php?l=f

Hier ein Cockpitphoto einer C172F, Baujahr 1965.
Unter dem GPS-Navibildschirm ist das VOR zu sehen - sozusagen die 
Standardbilligmechanikausführung von dem C6016, ohne Distance 
Measurement Equipment.

Man beachte auch den am PIC-Steuerhorn nachgerüsteten Taster für die 
Funke. Die war damals noch nicht ab Werk drin. Über die Jahre wurde der 
Instrumententräger mit immer neuen Armaturen gefüllt.

Die Innenausstattung in Straßenkreuzerrot, mit verchromten 
Aschenbechern, bekommt man heutzutage so auch nicht mehr ab Werk. ;)

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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Marcus H. schrieb:
> Hier ein Cockpitphoto einer C172F, Baujahr 1965.

Auch der Copilot hat eine Steuerungsmöglichkeit -falls mal in Länder mit 
Linksverkehr geflogen wird.
:)
mfG Paul

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Paul B. schrieb:
> Marcus H. schrieb:
>> Hier ein Cockpitphoto einer C172F, Baujahr 1965.
>
> Auch der Copilot hat eine Steuerungsmöglichkeit -falls mal in Länder mit
> Linksverkehr geflogen wird.

In allen ICAO Ländern sitzt der PIC generell im Flächenflieger links 
vorne, im Heli rechts. Beispielphoto im Anhang. Landeanflug zu einer 
Wasserlandung im nördlichen Sydney. Ich (helles Knie, Füße vom 
Seitenruder weggenommen) habe schon wieder abgegeben, PIC macht die 
Landung - ich habe Zeit für die Kamera.
Das Doppelsteuer ermöglicht Arbeitsteilung, ist aber auch ein Grund, 
warum man sich in diesen Fliegern seine Passagiere besonders genau 
raussucht.

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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/O.T.
Marcus H. schrieb:
> Landeanflug zu einer
> Wasserlandung im nördlichen Sydney.

Normalerweise ist mir Neid völlig fremd, aber um diese Möglichkeiten
(In Sydney landen, überhaupt ein Flugzeug fliegen) beneide ich Dich 
wirklich.

Marcus H. schrieb:
> Das Doppelsteuer ermöglicht Arbeitsteilung, ist aber auch ein Grund,
> warum man sich in diesen Fliegern seine Passagiere besonders genau
> raussucht.

Ja, das habe ich mir schon gedacht. In der Not muß man eben einen 
aufblasbaren Copiloten mitnehmen:

http://de.web.img1.acsta.net/r_640_600/b_1_d6d6d6/pictures/14/02/12/11/13/344755.jpg

MfG Paul

\O.T.

von Johnny S. (sgt_johnny)


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Marcus H. schrieb:
> Johnny S. schrieb:
>> *Bild 1 *
>> Genaue Bezeichnung oder Funktion unbekannt, jedoch vermutlich eine Art
>> Speichermodul. "Made in USA - 58" möglicherweise Bj 1958.
>> Falls jemand mehr dazu weiss, würde ich mich über Infos freuen.
>>
> Du drückst Dich so vorsichtig aus? Das ist ein
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspeicher, oder?

Oh cool :) Sorry ich kannte das Bauteil nicht, ist vermutlich um ein 
vielfaches älter als ich selbst.

Spannend. Irgendwie reitz es mich grad sowas in klein nachzubauen :)

von Christian M. (Gast)


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Johnny S. schrieb:
> Kernspeicher

Johnny S. schrieb:
> sowas in klein nachzubauen

Du meinst in gross, denn klein gab es das schon, sehr klein!

Gruss Chregu

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Paul B. schrieb:
> ... Neid ...
Dann gehe doch bei schönem Wetter mal zum nächsten Flugplatz und frage 
höflich, ob Dich jemand mitnimmt.

*** end of offtopic ***

Sooo, hier ein paar Bilder von einem Pong-Spiel, das ich 2003 fast 
gekauft hätte. Allerdings hat dann doch die Vernunft gesiegt - der 
Transport wäre etwas zu aufwändig gewesen.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Sooo, hier ein paar Bilder von einem Pong-Spiel...
Die eingebrannte Mittellinie und ein Blick in den Maschinenraum darf 
natürlich nicht fehlen...

von Johnny S. (sgt_johnny)


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Christian M. schrieb:
>
> Du meinst in gross, denn klein gab es das schon, sehr klein!
>
> Gruss Chregu

Ja gross in der Bauform :) ich meinte eher klein im Speicher :-) also 
nur so 2-3 Feritkerne anstatt viele

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Johnny S. schrieb:
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspeicher, oder?
>
> Oh cool :) Sorry ich kannte das Bauteil nicht, ist vermutlich um ein
> vielfaches älter als ich selbst.
>
> Spannend. Irgendwie reitz es mich grad sowas in klein nachzubauen :)

Welche Mikrocontroller bevorzugst Du denn so?
Ja nach Antwort könnten wir einen neuen Thread aufmachen:

STM32 -> "Kernspeicher am FMSC"
AVR   -> "Kernspeicher am 8515 - welches Adresslatch?"
Beiden Threads gemeinsam -> "Leseverstärker für Kernspeicher - ist der 
OPA695 schnell genug?"

In Richtung Kernspeicher geht FRAM, wie derzeit z.B. in manchen MSP430 
eingesetzt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Ferroelectric_RAM

von Günther L. (lause)


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Das da war mal in einer Kiste Röhren die ich vor vielen Jahren in der 
Bucht geschossen hatte.

Scheinbar BJ90. Ich weiss bis heute nicht wozu es gut ist.

Der Aufkleber auf der Schachtel scheint Rtg/Röntgen zu erwähnen. Ich bin 
jetzt aber nur mild bestürzt. Von mir hat das Ding noch nicht ein mV 
bekommen, also bin ich wohl von der Strahlenkrankeit verschont worden...

von Michael B. (alter_mann)


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Keine Chance auf Verstrahlung!
Das ist ein Dummy, http://www.tubecollection.de/ura/siemens-xray.htm
Trotzdem ein schönes Stück Technikgeschichte.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Das hab ich schon mal angefangen... also den Ferritkernspeicher am µC... 
ist allerdings aus Zeitmangel bisher beim Speicher geblieben...

Aber irgendwann ist ja mal Rente. ;-)

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Wieder ein Magnetblasenspeicher... wurde noch länger im Bereich der 
Maschinensteuerung eingesetzt, wg. Vibrationsfestigkeit.

Ich hab übrigens drei von den Karten, wer gegen Kernspeicher oder andere 
coole Bauelemente tauschen will...  ;-)

: Bearbeitet durch User
von P. M. (mikro23)


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Habe dann auch mal in meiner Schrottkiste gekramt.

Die ersten drei Bilder zeigen einen 4k x 16 Kernspeicher aus einer Nova 
von Data General. Baujahr 1970.

Darüber wurde das Programm eingegeben:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Nova1200.agr.jpg

und so sah die CPU aus:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Data_General_Nova_1200_CPU.agr.jpg

Auf dem vierten Bild sind 64 ML1103 (1k x 1 dyn. RAM) plus Ansteuerung 
zu sehen.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Was im Internet nicht zu finden ist: wie sieht ein Blasenspeicher 
wirklich von innen aus? Ich wollte es wissen - Das Epoxy-ummantelte 
Gehäuse ist nicht leicht zu knacken...


Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wolfgang R. schrieb:
> ... wie sieht ein Blasenspeicher
> wirklich von innen aus? Ich wollte es wissen - Das Epoxy-ummantelte
> Gehäuse ist nicht leicht zu knacken...

Danke für die Einblicke, aber irgendwie tut das weh...
Wenn der Griff zu den bekannten chemischen Lösungen (Wortspiel) nicht 
gewünscht wird, dann bietet sich eine Fräse für sowas an. Wenn die 
Elektronik innerhalb des Chips in einer Blase hängt, kann man schön 
vorsichtig von oben her Späne abnehmen.


Offtopic: Ich bin überrascht, wie oft hier Bilder runtergeladen werden. 
Zu dem von mir beschriebenen Ausflug gibt es eine Photoserie auf meiner 
Website:
http://www.harerod.de/lbr.html -> Fliegen -> Northern Beaches

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Marcus H. schrieb:
> Wenn die
> Elektronik innerhalb des Chips in einer Blase hängt, kann man schön
> vorsichtig von oben her Späne abnehmen.

Da mir nicht annähernd bekannt war, wie das teil von innen aufgebaut 
ist, musste ich mal die rabiate Methode anwenden. Der Chip ist viel 
kleiner, als ich dachte und befindet sich auf einer Epoxy-Platine 
aufgeklebt und zusätzlich in Silikon vergossen im Zentrum. Darum sind 
dann die orthogonalen Spulenpakete gewickelt und vergossen. Eine weitere 
Spule befindet sich horizontal noch mal um das ganze Konstrukt herum. 
Dieses Paket ist zusammen mit den oberen und unteren Magnetplatten und 
separaten Pin-Kontakten massiv in Epoxydharz verpresst. Darum befindet 
sich dann eine punktgeschweißte Blechummantelung, um externe magnetische 
Einflüsse abzuschirmen.

Beim Fräsen wären mir als Erstes mal die spröden Magnete um die Ohren 
geflogen...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wolfgang R. schrieb:
> Beim Fräsen wären mir als Erstes mal die spröden Magnete um die Ohren
> geflogen...
Ich hatte an 0,4..3mm Fräser und gaaaanz sachten Vorschub gedacht...

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ist ein Link zu einer faszinierenden Webseite über Ring Zähler:

http://www.dos4ever.com/ring/ring.html

http://www.dos4ever.com/index.html

Photoelektrischer Effekt von Neon Lampen:
https://www.youtube.com/watch?v=IKjf9Bajkb8


Gerhard

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von Wolle G. (wolleg)


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Wolfgang R. schrieb:
> ist allerdings aus Zeitmangel bisher beim Speicher geblieben...
> Aber irgendwann ist ja mal Rente. ;-)
Schon mal daran gedacht?
alte Weisheit: "Rentner haben niemals Zeit"

von Gerhard O. (gerhard_)


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von H.Joachim S. (crazyhorse)


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15,2kHz - wer hat weniger?

von Gerhard O. (gerhard_)


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H.Joachim S. schrieb:
> 15,2kHz - wer hat weniger?

Schöner Siemens und Halske Schwingquarz!

8khz, 10khz, 12.5khz


Diese NF Quarze sind interessante Versuchsobjekte für 
Oszillatorschaltungen. Die Anschwingzeit kann einige Sekunden betragen.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Stimmt, Siemens & Halske.
17,1kHz habe ich auch noch. Was hat man damit gemacht? Und was wäre eine 
passende Oszillatorschaltung dafür?

von Gerhard O. (gerhard_)


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H.Joachim S. schrieb:
> Stimmt, Siemens & Halske.
> 17,1kHz habe ich auch noch. Was hat man damit gemacht? Und was wäre eine
> passende Oszillatorschaltung dafür?

Gute Erfolge konnte ich in einer zweistufigen OPV Schaltung mit JFET 
Amplitudenstabilisierung um alle Stufen linear arbeiten zu lassen. Damit 
erzielte ich beachtliche Stabilität und niedrigen Oberwellengehalt. Ich 
müßte mal die Schaltung heraussuchen wenn es Dich interessiert.

Die Schaltung eignet sich gleichermaßen gut für Stimmgabeln als 
Resonatorelement (1kHz) wie auch für Quarze. Die Anschwingzeit kann je 
nach Frequenz bis zu 90s betragen. Ich machte auch Versuche mit 
dreipoligen (Glas) Schwingquarzen wie man sie oft aus der 
Ukraine/Rußland auf eBay findet. Mich faszinieren diese Teile.

Der JFET stellt die Schleifenverstärkung der ersten Stufe ein. Der Quarz 
befindet sich dem ersten und zweiten Verstärker. Dadurch lassen sich die 
Arbeitsverhältnisse genau kontrollieren. Diese Quarze dürfen nur mit 
sehr geringen Quarzstrom betrieben werden um eine Überlastung des 
Schwingquarzes zu vermeiden und um optimale Arbeitsverhältnisse zu 
gewährleisten. Deshalb auch die ALC. Der zweite OPV verstärkt und 
puffert das Quarzsignal. Am Ausgang befindet sich die ALC Schaltung mit 
zwei Dioden um die Gate Spannung des JFETs zu erzeugen. Die 
Ausgangsamplitude ist einige Vpp (bis zu 10Vpp) und läßt sich in einem 
weiten Bereich einstellen. Die Schaltung ist gegen 
Versorgungspannungsänderungen weitgehend immun. Bei den dreipoligen 
Quarzen kann man die Frequenz mit einem einstellbaren C an der 
gemeinsamen Elektrode einstellen.

Es ist schon einige Jahre her, seit ich mich damit beschäftigte.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:
> 15,2kHz - wer hat weniger?

Ich habe ein Quarz in einer Glasröhre, 4Khz, IMHO 3 Anschlüsse.

(Hat einer ne Idee wie man das mit Neonglimmlampen erregen könnte ohne 
es kaputt zu machen? Wollte mal eine Uhr mit Glimmlampenringzählern 
basteln, hatte das schon funktionierend auf dem Tisch, allerdings 
netzsynchron..)

Gruß,

Holm

von Dieter B. (debe)


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Das kann ich noch unterbieten. Allerdings ohne Eingeweide.
Irgendwann ist der mal hingefallen und dann hat es drinnen nur noch 
gescheppert.
An die 50 Jahre alt. 19rund 90lang

Gruß debe

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holm T. schrieb:

> Ich habe ein Quarz in einer Glasröhre, 4Khz, IMHO 3 Anschlüsse.

Siehe Bild. ;)  (Glasröhren bei Kunstlicht fotografieren ist eklig,
wollte jetzt nicht erst aus dem Basteltisch ein Fotostudio machen.)

Könnte auch eine Art PI-Filter-Aufbau sein, ein Anschluss Eingang,
Mitte Masse, dritter Ausgang.

Daneben noch zwei Quarze aus der Trägerfrequenztechnik analoger
Telefonübertragung.  Sowas muss dazumals ja in Massen verbaut worden
sein.

> (Hat einer ne Idee wie man das mit Neonglimmlampen erregen könnte ohne
> es kaputt zu machen?

Ich fürchte, dass deren Ansteuerleistung schlicht zu hoch ist für
so'nen Quarz.  Habe mal gehört, dass bei diesen Quarzen bei Überlast
in der Tat der Kristall durch mechanische Spannungen zerbrechen kann.

Anderes Foto: KME3-Schaltkreise, Dünnfilm-Hybrid-ICs.  Auf Glassubstrat
wurde CrNi aufgedampft als Widerstandsschicht, mit dem Laser getrimmt,
danach Metallisierungen aufgebracht, auf die noch Bauteile gelötet
werden konnten wie Transistoren oder Dioden (oder Kerkos).  Diese hier
sind reine Widerstandsarrays, aber davon gab es eine komplette Reihe
DTL-Schaltkreise.  Die Dinger haben sich bis in die 1980er Jahre in
den DDR-Münzfernsprechern gehalten.

: Bearbeitet durch Moderator
von Holm T. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>
>> Ich habe ein Quarz in einer Glasröhre, 4Khz, IMHO 3 Anschlüsse.
>
> Siehe Bild. ;)  (Glasröhren bei Kunstlicht fotografieren ist eklig,
> wollte jetzt nicht erst aus dem Basteltisch ein Fotostudio machen.)
>
> Könnte auch eine Art PI-Filter-Aufbau sein, ein Anschluss Eingang,
> Mitte Masse, dritter Ausgang.

3 polige Quarze waren für niedrige Frequenzern nicht ganz unüblich.
Ich habe das mal an ne EF80 angeschlossen in einer speziellen Schaltung 
für slche neiderfrequenten Quarze..es fietscht deutlich hörbar.

>
> Daneben noch zwei Quarze aus der Trägerfrequenztechnik analoger
> Telefonübertragung.  Sowas muss dazumals ja in Massen verbaut worden
> sein.
>

Danke fürs Foto, ich vermute mein Quarz stammt auch von Dir..? Partielle 
Amnesie...

>> (Hat einer ne Idee wie man das mit Neonglimmlampen erregen könnte ohne
>> es kaputt zu machen?
>
> Ich fürchte, dass deren Ansteuerleistung schlicht zu hoch ist für
> so'nen Quarz.  Habe mal gehört, dass bei diesen Quarzen bei Überlast
> in der Tat der Kristall durch mechanische Spannungen zerbrechen kann.

Sicher. Es war aber nicht mein Plan alles was an Leistung möglich wäre 
ins Quarz zu schicken, da wäre es mir echt zu schade drum.

Gruß,

Holm

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H.Joachim S. schrieb:
> 15,2kHz - wer hat weniger?

Schlägt alles noch nicht meinen 1,6666kHz Quarz von Siemens auf der 
ersten Seite:
Beitrag "Re: Zeigt her Eure interessanten historische Bauelemente"

Zumindest bei den funktionierenden Quarzen :-P
Ich lasse ihn mit der alten Schaltung aus 2 CD4011 Gattern und Megaohm 
Widerständen für Linearbetrieb piepsen. 7404 geht auch.

: Bearbeitet durch User
von Uprock M. (uprock)


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Im Schrott gefunden...

von Gerald B. (gerald_b)


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Habe gerade mal danach gegoogelt.
KP312B, rauscharmer pn-J Kanal FET, vergleichbar mit dem 2N4416, 
Grenzfequenz 400 MHz für militärische Anwendungen.
Werden dir auf Ebay hinterhergeschmissen, finde sie trotzdem interessant 
:-)
Hier noch ein Link, wo die originalen russischen Datenblätter dazu 
abgelichtet sind:
http://vnovgorod.all.biz/en/kp312b-transistor-g2176937#.WDlw4n1McV4

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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Uprock M. schrieb:
> Im Schrott gefunden...

So waren die Bauelemente im sog. EWZ-Satz verpackt. Das war ein Vorrat 
an Ersatzteilen, der z.B. in Radarstationen mitgeführt wurde, damit man 
sich bei einem Defekt "unterwegs" selbst schnell helfen konnte.

mfG Paul

von Timm T. (Gast)


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Uprock M. schrieb:
> Im Schrott gefunden...

Und das wirklich Erschreckende daran: Ich kann das sogar lesen! 
Erstaunlich, wie hartnäckig Indoktrination in der Jugend ist.

von Paul B. (paul_baumann)


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Timm T. schrieb:
> Und das wirklich Erschreckende daran: Ich kann das sogar lesen!

ду бист я еин клугес керлхен!
:)
Mfg Paul

von Timm T. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> ду бист я еин клугес керлхен!

их веисс!

von John B. (johnbauer)


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Ich hab noch ein paar von diesen Anzeigen: HP 5082-7000.
Links unten im Bild ist ein Auszug aus der Preisliste von 1971 (Preise 
in $).

Gruß
John

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Die sind ja auch hübsch :-)
Ich hab nur die 5082

: Bearbeitet durch User
von John B. (johnbauer)


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Die hab noch: TIL311 und TIL311A

von Gerhard O. (gerhard_)


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In den Video Links vom Herrn Arthur Bauer auf der hingewiesenen Webseite 
kann man einen 376Hz Schwingquarz (Ring) beim "Schwingen" voyeuristisch 
beobachten;-)

http://www.cdvandt.org/piezo-demonst.htm

Siehe speziell Film Link 0146:
https://www.youtube.com/watch?v=7GCEy4Y7dzE&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=b--FKHCFjOM

https://www.youtube.com/watch?v=oFH8_uLzano


Faszinierend!

: Bearbeitet durch User
von Reinhard #. (gruebler)


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Hier auch ein paar Fotos von
einigen meiner "Schätzchen".

Das alter des Kurbelinduktors
ist nicht bekannt. Ich schätze
deutlich vor 1950.
Wenn man ihn dreht, erzeugt er
leicht ein paar hundert Volt.
Damit hat man mal Isoaltions-
Prüfungen gemacht.

Der Keramikkondensator für
Grobmotoriker besteht aus
einem Keramikrohr von 210mm
Länge, 60mm Durchmesser und
einer Wandstärke von 7mm.
Es ist Außen und Innen mit einer
Metallfolie ausgekleidet.
Einsatz war ein Ultraschallbad.
Antrieb der Schallwandler mit mächtigen
Röhren.

Mein Lieblingsmessgerät ist mein
PM2401. Mich fasziniert immer noch
der kleinste Strommessbereich.
Vollausschlag 0,1µA!
Das Gerät habe ich etwa 1980 bei einem
Händler für gebrauchte Messgeräte gekauft.
Es Funktioniert noch immer. Voll transistoriert
und versorgt durch einen Akku.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ist ein Link zu einem Artikel über "Leuchtende Schwingquarze". 
Diese speziellen Schwingquarze zeigten Glimmentladungen bei Resonanz.

http://www.cdvandt.org/ENT1928Heft2.pdf

von Philipp K. (philipp_k59)


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Zwar kein Bauelement aber ein alter Buchausschnitt "Programmieren in 
Forth" aus 1981.

Ich fand den Executer witzig.

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Philipp K. schrieb:
> Zwar kein Bauelement aber ein alter Buchausschnitt "Programmieren in
> Forth" aus 1981.
>
> Ich fand den Executer witzig.

Aber ist so eine Figur für ein Kinderbuch passend?
In 2016 kommt das gar nicht gut an...

Dramatis personae:
Eine ausgestorbene Riesentaube und ein Henker.
Und was für ein Wesen ist "Loop"?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Philipp K. schrieb:
> Zwar kein Bauelement aber ein alter Buchausschnitt "Programmieren in
> Forth" aus 1981.
>
> Ich fand den Executer witzig.

Das ist auch sehr lustig:
http://www.friedmanarchives.com/Writings/Control_the_world_with_HP-IL.pdf

von Gerald B. (gerald_b)


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Gerhard O. schrieb:
> Youtube-Video "The Manufacturing of Synthetic Quartz Crystals"

Von da bin ich auf dieses Video gestoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=PKQOSPwodWY
Russian synthetic Quatz
Die Skizzen am Anfang für den Reaktor kommen mir sehr bekannt vor.
Ich habe im damaligen VEB Carl-Zeiss Jena gelernt. Wir haben in der 
Lehrwerkstatt Platinen bestückt und wir bekamen in einem anderen 
Betriebsteil in Göschwitz eine Führung, wo diese Boards als Steuerungen 
für Quarzzuchtautoklaven verwendet wurden.
Nur haben die Russen die Reaktoren nochmal tüchtig vergrößert, grob 
geschätzt um den Faktor 10!
Würde mich nicht wundern, wenn das KnowHow aus Jena gen Osten 
transferriert wurde.
Dabei dachte ich, das diese aufwendige Technik der damaligen 
Mangelwirtschaft geschuldet war und die Quarze gezüchtet wurden um 
wertvolle Devisen zu sparen und vielleicht auch aus Embargogründen.
Es werden ja in dem von mir verlinkten Video sehr viele farbige Quarze 
gezeigt. Was ist deren Sinn? Pumpkristalle für Laser? oder für 
hochwertige optische Filter, wo die Zuschlagsstoffe von Glas stören?
In einem militärischen Gerät beispielsweise war ein ca. A5 großer 
Umlenkspiegel aus Bergkristall!!!
...vielleicht wurde der auch aus synthetischem Quarz geschnitten :-)

von Kai O. (schnurzel)


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Schon bevor man in der damaligen DDR groß den 1MBit-DRAM-Schaltkreis 
rausbringen konnte, brachte man in der damaligen DDR den großen 
1MBit-DRAM-Schaltkreis raus. ;)

von Gerald B. (gerald_b)


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Von dem Ding habe ich nie was gehört. Sonst wurde ja alles als Erfolg 
ausgeschlachtet publik gemacht ;-)
Genial!
Dem Logo nach wurde es in den Keramischen Werken Hermsdorf hergestellt. 
Eigentlich waren die auf Dickschicht- und Dünnschichtmodule 
spezialisiert. Das Teil sieht aber aus, wie eine FR4 Platine, auf die 
die Die's aufgebracht wurden, so wie man es aus Billigelektronik mit den 
Epox-Klecksen her kennt.
Interessant sind die 16 SMD KerKo's, sicherlich für jeden Chip ein 
Abblockkondensator.
Hast du Infos, wo die Dinger verbaut wurden?

von Timm T. (Gast)


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Kai O. schrieb:
> brachte man in der damaligen DDR den großen
> 1MBit-DRAM-Schaltkreis raus

Das auf dem Bild ist übrigens kein Tannenbaum, sondern soll einen 
Isolanporzellator darstellen. Keramische Werke Hermsdorf.

von Timm T. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Eigentlich waren die auf Dickschicht- und Dünnschichtmodule
> spezialisiert.

Ähm naja, die haben so ziemlich alles gemacht, als Schüler hab ich für 
die im PA-Unterricht Kontaktstifte für CEE-Stecker abgestochen und 
Polplatten für Lautsprecher gebohrt und mit Gewinde versehen, oder mit 
der maschinellen Bügelsäge Polzylinderrohlinge vom Stangenmaterial 
geschnitten.

> Das Teil sieht aber aus, wie eine FR4 Platine

Häh? Das ist doch ganz eindeutig ein Keramikträger.

von Gerald B. (gerald_b)


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Timm T. schrieb:
> Häh? Das ist doch ganz eindeutig ein Keramikträger.

Der braune Deckel ist zweifelsohne Keramik, bei der Trägerplatte wäre 
ich mir da nicht so sicher.

von Timm T. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> bei der Trägerplatte wäre
> ich mir da nicht so sicher.

Das ist weisse Keramik, ich hab das Zeug damals in den Pfoten gehabt - 
also nicht als dieser Chip, aber in ähnlichen sogenannten 
Hybridschaltkreisen, wo eine Schaltung mit Einzeltransistoren, ICs und 
Widerständen auf Keramikträger gepappt wurden, teilweise wurden auch 
Widerstände direkt aufgedruckt.

Man mußte mit den Pins ziemlich aufpassen, dass die an den Ecken nicht 
ausbrachen. Und genau mit diesen Pins waren die Keramikplatten 
kontaktiert.

von Marek N. (Gast)


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Marcus H. schrieb:
> Dramatis personae:
> Eine ausgestorbene Riesentaube und ein Henker.
> Und was für ein Wesen ist "Loop"?

Das ist der Do-Dodo und das Loop-Murmeltier (von "Täglich grüßt das 
Murmeltier") Den Henker (Executor) haben wir ja schon erkannt.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> ... Loop-Murmeltier (von "Täglich grüßt das
> Murmeltier") ...

"Groundhog Day" ist zwar von 1993, das Bild von 1981,
aber ich denke Du hast recht.

May the Forth be with you...

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:

> Eigentlich waren die auf Dickschicht- und Dünnschichtmodule
> spezialisiert. Das Teil sieht aber aus, wie eine FR4 Platine, auf die
> die Die's aufgebracht wurden, so wie man es aus Billigelektronik mit den
> Epox-Klecksen her kennt.

Die weisse Platte ist ein Aluminiumoxid-Substrat, auf das die 
Leiterbahnen und Widerstände aufgedruckt und anschließend die aktiven 
Bauteile montiert wurden. Das war bis in die '80er auch im 
kapitalistischen Westen verbreitet.

Hier ein Beispiel vom US-Hersteller Burr-Brown: 
https://scientific-solutions.com/surplus/parts/ic130013_hv/ic130013_hv.jpg
Die Firma hat später auch monolithische Halbleiter hergestellt und wurde 
irgendwann von Texas Intruments übernommen.

Und so sieht sowas von innen aus: 
https://entertaininghacks.wordpress.com/2015/07/07/images-of-late-70s-burr-brown-thick-film-hybrid-ics/

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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soul e. schrieb:

> Und so sieht sowas von innen aus:
> 
https://entertaininghacks.wordpress.com/2015/07/07/images-of-late-70s-burr-brown-thick-film-hybrid-ics/

Wirklich schöne Fotos, einfach ein Stück Elektronikgeschichte.

von Gerald B. (gerald_b)


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Das es sowas gab weiß ich aus Büchern, grob ebenso wie es gemacht wurde. 
Nur muß das doch astronomische Preise gehabt haben. Das wird damals kaum 
ein Bestückungsautomat zusammengekloppt haben, das wurde sicherlich 
unter dem Mikroskop Chip für Chip und Bonddraht für Bonddraht gebaut.
In Serienfertigung qusi der selbe Aufand, als wenn ich was auf 
Lochraster verdrahte ;-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> das wurde sicherlich unter dem Mikroskop Chip für Chip und Bonddraht für
> Bonddraht gebaut

Wobei es da natürlich schon eine Mechanisierung gab.  Du peilst im
Fadenkreuz des Mikroskops die erste Bondstelle an, drückst einen
Knopf, fährst die zweite Bondstelle ins Fadenkreuz, und drückst
wieder einen Knopf.

Wir haben damit noch im Studium als Praktikum unsere eigenen A277
(LED-Balken-Ansteuer-IC) gebondet.

von Gerald B. (gerald_b)


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Jörg W. schrieb:
> Wir haben damit noch im Studium als Praktikum unsere eigenen A277
> (LED-Balken-Ansteuer-IC) gebondet.

Das wäre doch mal eine Idee: ein pinkompartibles Replacement für den 
A277 aus einer Handvoll Operationsverstärker in SMD als 
Huckepackplatine, die dann einen A277 / UAA180 ersetzen kann ;-)))

von Paul B. (paul_baumann)


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Gerald B. schrieb:
> Das wäre doch mal eine Idee: ein pinkompartibles Replacement für den
> A277 aus einer Handvoll Operationsverstärker in SMD als
> Huckepackplatine, die dann einen A277 / UAA180 ersetzen kann ;-)))

Genial! Wenn Du mir den unter Aufsicht der Presse auf der Leipziger 
Messe überreichst, komme ich sogar mit Anzug und geputzten Schuhen hin.
:)

MfG Paul

von Gerald B. (gerald_b)


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Paul B. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Das wäre doch mal eine Idee: ein pinkompartibles Replacement für den
>> A277 aus einer Handvoll Operationsverstärker in SMD als
>> Huckepackplatine, die dann einen A277 / UAA180 ersetzen kann ;-)))
>
> Genial! Wenn Du mir den unter Aufsicht der Presse auf der Leipziger
> Messe überreichst, komme ich sogar mit Anzug und geputzten Schuhen hin.
> :)
>
> MfG Paul

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! duck und weg

von Paul B. (paul_baumann)


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O.T.
Gerald B. schrieb:
> Vorwärts immer, rückwärts nimmer! duck und weg

Das sollte am Eingang jeder Einbahnstraße stehen!

MfG Paul

von Timm T. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Das wäre doch mal eine Idee: ein pinkompartibles Replacement für den
> A277

Du kannst so ein paar olle 277er noch aus meiner Bastelkiste haben. Ich 
weiß aber nicht, ob ich die nach Kanada verschicken darf, von wegen 
Geheimhaltung und so.

Jörg W. schrieb:
> Wir haben damit noch im Studium als Praktikum...

Hat euer Prof auch gesagt: Aber wir nehmen Alu, Gold bonden kann jeder?

Und danach mussten wir die Drähte wieder abreißen, Festigkeitsprüfung 
unter verschiedenen Parametern wie Anpressdruck, mit und ohne 
Ultraschall...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timm T. schrieb:
> Hat euer Prof auch gesagt: Aber wir nehmen Alu, Gold bonden kann jeder?

Ich weiß nicht mehr, ob wir mit Alu oder Gold gebondet haben.

Ist zu lange her.  Prof. war da nicht in der Nähe, Praktika werden
ja üblicherweise von ein paar Assis betreut.

von Timm T. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Prof. war da nicht in der Nähe, Praktika werden
> ja üblicherweise von ein paar Assis betreut.

Betreut? Bei uns hieß das, da steht die Maschine, da liegt die 
Anleitung, seht zu. Allerdings konnte man sich die Anleitung schon 
vorher holen und sich einarbeiten.

Da liefen immer so 7-8 Versuche gleichzeitig, in denen die Studenten 
ringgetauscht wurden. Da hatte kein Assi Zeit, einen zu bemuttern.

Hach, früher... ;-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timm T. schrieb:
> Da hatte kein Assi Zeit, einen zu bemuttern.

Das Labor, in dem dieser Drahtbonder stand, war irgendwo in einer
Baracke, in der sonst keiner groß zugange war.  Die wurde nur fürs
Praktikum genutzt (Platinenherstellung war auch mit dabei, erinnere
ich mich), daher turnte dann auch ein Assi mit herum während des
Praktikums.

Die Leadframes, die wir zur Verfügung hatten, waren auch zwei Pins
zu kurz, man musste daher entweder zwei LEDs weglassen, oder die
Referenzspannung zusammen mit was anderem fest verbonden.  Für beide
Bondversionen stand dann ein kleiner Tester herum, damit man „seinen“
A277 hernach ausprobieren konnte. ;)

von Michael L. (michaelx)


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Jörg W. schrieb:
> Wir haben damit noch im Studium als Praktikum unsere eigenen A277
> (LED-Balken-Ansteuer-IC) gebondet.

Hey, wie geil ist das denn!

Wir haben "nur" rudimentäre Flüssigkristallanzeigen hergestellt.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> Wir haben "nur" rudimentäre Flüssigkristallanzeigen hergestellt.
Kerr-Zelle? Mit Nitrobenzol?
https://de.wikipedia.org/wiki/Kerr-Zelle

Oder hattet Ihr was Freundlicheres im Tank?

von Michael L. (michaelx)


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Marcus H. schrieb:
> Michael L. schrieb:
>> Wir haben "nur" rudimentäre Flüssigkristallanzeigen hergestellt.
> Kerr-Zelle? Mit Nitrobenzol?
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kerr-Zelle
>
> Oder hattet Ihr was Freundlicheres im Tank?

Öhm, so genau kann ich das nicht mehr sagen, ist fast 25 Jahre her. ;-)

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> Öhm, so genau kann ich das nicht mehr sagen, ist fast 25 Jahre her. ;-)

Du weißt schon, dass so ein Diplom nur verliehen wird?
Wenn Du solche wichtigen Informationen nicht mehr parat hast, musst Du 
den Schein abgeben! :D
Scherz Beiseite, war nur neugierig.

*** break break ***

Hier ist ein Photo einer Festplatte, die mir seit ca. 25 Jahren treue 
Dienste leistet - als Papierkorbabdeckung.

Das Teil war vorher in einem Prozessrechner im Einsatz, leider habe ich 
keine Bilder, wie die Köpfe nach der Bruchlandung ausgesehen haben.

AFAIR waren das mal 10 MegaByte.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Geil! Spanabhebende Datenverarbeitung...

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ist jetzt nicht historisch, sondern aktuell - sieht man aber trotzdem 
nicht alle Tage:

Röntgenanalyse mit Chip2Chip Bonding...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Gerhard O. schrieb:
> Ein Stück Elektronikgeschichte:
>
> https://www.nonstopsystems.com/radio/pdf-hell/article-EZ-V2-lo.pdf

Herzlichen Dank für diesen Link.
Ich habe mich wie in einer Regelungstechnikvorlesung gefühlt:
"kann hier aus Platzmangel nicht eingegangen werden"
Immer wenn der Prof sowas in einem Nebensatz erwähnte, hieß das, dass 
eine mehrseitige Umformung übersprungen wurde. Die mich zu Hause einen 
Abend gekostet hat. ;)

Die technischen Zeichnungen mit Normschrift haben einen ganz eigenen 
Charme.

Faszinierend ist auch die mechanische Umsetzung der Steuerung.
Man vergleiche das mit den Möglichkeiten einer MPU6050.

Bei der Leitstrahlsteuerung dachte ich, jemand erklärt die Grundlagen 
des ILS. https://en.wikipedia.org/wiki/Instrument_landing_system

https://en.wikipedia.org/wiki/V-2_rocket

"… those of us who were seriously engaged in the war were very grateful 
to Wernher von Braun. We knew that each V-2 cost as much to produce as a 
high-performance fighter airplane. We knew that German forces on the 
fighting fronts were in desperate need of airplanes, and that the V-2 
rockets were doing us no military damage. From our point of view, the 
V-2 program was almost as good as if Hitler had adopted a policy of 
unilateral disarmament." (Freeman Dyson in "Disturbing the Universe")

von Holm T. (Gast)


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Kai O. schrieb:
> Schon bevor man in der damaligen DDR groß den 1MBit-DRAM-Schaltkreis
> rausbringen konnte, brachte man in der damaligen DDR den großen
> 1MBit-DRAM-Schaltkreis raus. ;)

Definitionsfrage. Sieh es als Vorläufer von SIMMs oder SIPPs..

Gruß,

Holm

von R. M. (Gast)


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Timm T. schrieb:
> Das auf dem Bild ist übrigens kein Tannenbaum, sondern soll einen
> Isolanporzellator darstellen. Keramische Werke Hermsdorf.

Da ist der Treuhand doch noch was durchgerutscht:
http://www.tridelta.de/tridelta-gruppe-unternehmensgruppe-de.html
mfG

von Paul B. (paul_baumann)


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R. M. schrieb:
> Timm T. schrieb:
>> Das auf dem Bild ist übrigens kein Tannenbaum, sondern soll einen
>> Isolanporzellator darstellen. Keramische Werke Hermsdorf.
>
> Da ist der Treuhand doch noch was durchgerutscht:
> http://www.tridelta.de/tridelta-gruppe-unternehmensgruppe-de.html
> mfG

Wie konnte denn das passieren? Da muß Birgit wohl die Planier-Raupe 
unterwegs verreckt sein...
:-(

MfG Paul

von Gerhard O. (gerhard_)


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: Bearbeitet durch User
von Michael L. (michaelx)


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Paul B. schrieb:
> Wie konnte denn das passieren? Da muß Birgit wohl die Planier-Raupe
> unterwegs verreckt sein...

Leicht OT, aber: Fritz Heckert aus Gorl-Morx-Stodt wurde auf den letzten 
Drücker von Starrag aus der Schweiz gerettet, nach dem die Biggi es 
schon mal zur Liquidierung abgegeben hatte. Ein Mitarbeiter hat mir die 
Geschichte erzählt, als ich geschäftlich dort zu tun hatte. Was da 
abgegangen ist war einfach nur übel, sehr übel. :-(

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn man sich den Artikel in der aktuellen c't ansieht, dann kann man 
glatt den Eindruck kriegen, dass gesetzesbedingt gewisse längst als 
historisch gebrandmarkte Geräte wieder brandaktuell werden: mechanische 
Registrierkassen.

Weil speichernde Kassen teuer aufgerüstet oder ersetzt werden müssen, 
und darin aufwändige Hürden in den Weg gelegt werden. Aber alte 
nicht-speichernde Kassen weiterhin genutzt werden dürfen.

Da deutet sich ein Trend an. Wo doch in der Nach-Snowden-Ära in 
bestimmten Kreisen mechanische Schreibmaschinen auch schon eine 
Renaissance erfuhren.

Also: Schmeisst euren Kram nicht weg! Der kann noch wichtig werden. 
Allein schon um rauszukriegen, wie man früher zu Lösungen kam, wo noch 
keine Computer überall drin sassen.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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@ A. K. (prx)

>Also: Schmeisst euren Kram nicht weg! Der kann noch wichtig werden.
>Allein schon um rauszukriegen, wie man früher zu Lösungen kam, wo noch
>keine Computer überall drin sassen.

Mein Faustkeil liegt gut gefettet im Keller ;-)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Faustkeil vielleicht nicht unbedingt, aber ne gute Axt könnte irgendwann 
doch wieder hilfreich werden.

von Teo D. (teoderix)


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Mistgabel und Fackel nicht vergessen!

von (prx) A. K. (prx)


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Naja, bleibt mal sachlich. Aber wenn du jedesmal, wenn es kalt wird, die 
schönen neuen hausautomatisierten Thermostatventile mit einer Bitcoin 
bestechen musst, weil sich ein Locky-Enkel drin eingenistet hat, dann 
bist du froh, die alten nicht weggeworfen zu haben.

von Bernd F. (metallfunk)


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Sachlich: "Früher" war alles besser?

Da hätte ich noch eine schöne Siedle Sprechanlage, die lange ihren
Dienst getan hat, und noch ewig weiterlaufen würde.
1x Außen- 3x Innen + Netzteil.
( Wenn Interesse, bei mir melden )

Aber nein, da gibt es keine Kamera und ich weiß ja nicht,
wer draußen steht.

Also eine neue Anlage eingebaut, die mit der alten Verkabelung
klarkommt.

Funktioniert auch, aber....
Da Sprech- Hörverbindung jetzt mit einem  Draht auskommen muss,
gibt es Verständigungsprobleme.
( Wer lauter schreit, hat recht.)

Fazit: "Früher" war einiges besser. Die Überfrachtung mit Funktionen
macht Geräte und Bauteile nicht besser.

Was nützt mir ein Autoradio mit 100 Seiten Bedienungsanleitung?
Braucht meine Waschmaschine ein online Handbuch?

Alte Designweisheit: " Less is more "

Grüße Bernd

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bernd F. schrieb:
> Sachlich: "Früher" war alles besser?

Ist ein brisantes Thema wo der Author immer auf einem messerscharfen Weg 
balanzieren muß.

Wenn ich mir so die modernen Sachen ansehe kommt es mir vor, daß es 
weniger an der Technik liegt als am Unvermögen oder Unwilligkeit der 
Entwickler oder der Marktschreier bewährte ergonimische Prinzipien 
anzuwenden und unnötige Funktionen weidlichst zu vermeiden.

Dieses Problem ist besonders ausgeprägt in kompetitiven Bereich 
hochvolumiger Produkte, wo das ergonomische Prinzip dem des Feature Wars 
erliegt. Anstatt benutzungsfreundliches, durchdachtes Gerät zu schaffen 
wird an allen Ecken an diesen Grundsätzen gerüttelt oder gar verstossen. 
Dann kommt dazu, daß es billig sein muß. Da werden billigst 
Frontplattenkompenenten gewählt, Drehgeber die nicht einmal die 
Nennwerte einhalten und oftmals sehr schaurige Schaltflanken 
produzieren, Silikon Tastenfelder die nicht für den jahrelangen Betrieb 
geeignet sind, und, und, und! Kurz und gut, alles Bleifreie, RoHS 
taugliche kurzlebige Wegwerfprodukte.

Da werden unintuitive Menustrukturen erdacht, oft gebrauchte Funktionen 
hinter Menus versteckt. Wenn man nach einiger Zeit mal was an den 
Einstellungen verstellen möchte, muß man erst das User Handbuch suchen. 
Man erkennt die Richtung, nicht wahr?

Mit so etwas muß man sich heutzutage vielmals abplagen. Dann kommen 
unzuverläßige Netzprotokolle und Verbindungen. Es ist sehr selten, dass 
TCP/IP Netzverbindungen auf lange Zeit ohne menschliche Intervention 
auskommen.

Was there all there is? Frägt sich der Benützer solcher Geräte dann 
eventuell und erinnert und sehnt sich an einer Zeit zurück wo die 
meisten Geräte noch viel leichter zu bedienen waren. Wo ein Radio oder 
Fernsehgerät nur eingeschaltet werden mußte um Töne oder Bild von sich 
zu geben.

Es ist nicht klar ersichtlich warum Gerät mit digitalen Innereien so 
selten ein vernünftiges Bedienungs Schema haben. Ob analog oder digital 
- Was spielt das wirklich eine Rolle. Hinter der Frontplatte ist das ja 
wurscht.

Man fragt sich auch ob es gut ist, wenn Gerät, in Firmen weit entfernt 
von den zukünftigen Kunden, entwickelt werden. Wenn Gerät noch im 
eigenen Land erdacht werden würde, wo der Kunde noch Zugang zu den 
Firmen hätte, wäre es wahrscheinlich nicht ganz so leicht den Kunden 
immer zu ignorieren, nach dem Motto "We know best what is good for 
you!".

Nein, es ist nicht mehr aufregend, Shopping zu gehen. Man weiß ja schon 
vorneweg, daß die Geräte einen großen "PIA"*) Faktor haben.

Nein. Da benutze ich lieber was sich über Jahre bestätigt hat und 
versuche es am Leben zu erhalten.

In den drei Jahren seit ich z.B den iPad in Betrieb habe, ist mit jedem 
BS Upgrade die Zuverläßigkeit heruntergegangen. Am Anfang lief das Gerät 
recht zuverläßig. Seit dem letzten Upgrade stürzt das BS oft ab, die 
PDFs haben oft schwarze Blöcke und müssen oft neu geladen werden. Es 
gibt noch viele andere Mängel, aber dazu ist hier nicht der Platz.

"Früher war alles besser", heißt es. Warum eigentlich? Die frühere 
Gegenwart in der technisches Gerät entwickelt wurde, ist dieselbe 
Gegenwart in 2016. Also könnte neues Zeugs gebauso gut sein. Man hätte 
in der Zwischenzeit auch viel dazu lernen können.

Grüße,
Gerhard

P.S. Bin leider gestern nicht dazu gekommen, meinen Freitags Beitrag zu 
schreiben. So tue ich es halt am Samstag bei -28 Grad Kälte.

*) PIA = "Pain in the A.."

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Gerhard O. schrieb:
> Also könnte neues Zeugs gebauso gut sein.

Was Sicherheit angeht: nein. Man kann es besser machen. Aber nicht gut.

Sobald ein Gerät grundsätzlich weltweiter Kommunikation ausgesetzt ist, 
sobald Distanz keinen Schutz mehr darstellt, ist die Büchse der Pandora 
geöffnet. Um einen Spruch aus einer anderen Sphäre zu paraphrasieren: 
Der Verteidiger muss immer Erfolg haben, der Angreifer nur einmal.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerhard O. schrieb:
> Anstatt benutzungsfreundliches, durchdachtes Gerät zu schaffen
> wird an allen Ecken an diesen Grundsätzen gerüttelt oder gar verstossen.

Paradoxerweise ist auch eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit 
gleichzeitig eine Verschlechterung, jedenfalls zeitweilig. Wer die 
Windows- und Office-Versionen eine nach der anderen durch hat, der 
flucht erst einmal wie ein Bierkutscher, weil er in der neuen Version 
nichts mehr wiederfindet. Selbst wenn die wirklich besser ist.

Dazu kommt, dass die Menschen verschieden sind. Diese Binsenweisheit 
wirkt sich auch auf die Bedienung von Geräten aus. So gibt es Menschen, 
die wesentlich prozedural denken. Gib ihnen einen Ablauf aus Aktion und 
Reaktion und es klappt. Andere wiederum sind nicht in der Lage, einen 
klar beschriebenen Ablauf systematisch von vorne bis hinten zu 
verfolgen, sondern fangen mitten drin an, springen dann wild herum, 
assoziieren eher Bilder als Zustände. Beiden gerecht zu werden ist 
etwas schwierig. Hab damit meine persönliche Erfahrung.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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A. K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Also könnte neues Zeugs gebauso gut sein.
>
> Was Sicherheit angeht: nein. Man kann es besser machen. Aber nicht gut.
>
> Sobald ein Gerät grundsätzlich weltweiter Kommunikation ausgesetzt ist,
> sobald Distanz keinen Schutz mehr darstellt, ist die Büchse der Pandora
> geöffnet. Um einen Spruch aus einer anderen Sphäre zu paraphrasieren:
> Der Verteidiger muss immer Erfolg haben, der Angreifer nur einmal.

Wie wahr!

Vielleicht sollte man Kommunikationsfunktionen nur dann anwenden, wenn 
der Nutzfaktor größer ist wie die Nachteile. Heutzutage erliegt Vieles 
dem Überall Zugänglich Motto. Ganz gleich wieviel Sinn dahinter steckt.

Ich bin halt der Ansicht, daß sich die moderne Gesellschaft auf Teufel 
komm raus ihr Lebensbild unnötig zu kompliziert gestalten will. 
Internet, Mail, Handies - ist ja alles ganz nett. Man sollte und kann 
aber alles abschalten können. Ich sehe persönlich nicht ein warum ich 
mich darüber hinaus dem Spinnennetz der allgegenwärtigen Digitalisierung 
aussetzen soll. Warum mein Auto in der Zukunft immer irgendwie 
kommunzieren soll, warum mein Haus von fernem, fremden Gerät gesteuert 
und abhängig sein soll(siehe NEST, etc.) Ich sehe da keinen Vorteil für 
mich. Autonomie in meinem Leben ist prinzipiell robuster. Vieles was da 
propagiert wird, ist, gelinde ausgedrückt, eher hahnebüchen.

Wenn mich jemand davon überzeugen könnte, wie man mit allgegenwärtiger, 
umfassenden Digitalisierung wirklich ein gemütliches, warmherziges 
Umfeld um sich gestalten kann, werde ich vielleicht eines Tages meine 
Meinung wieder überdenken. Ich glaube eher, dass kalte Technik 
wahrscheinlich nur das Gegenteil schafft. Auch der einschmeichelnde Ton 
von Computerstimmen kann da nichts ändern. Wenn ich die Stimmen von 
Siri, Cortana und Telefonfirmen höre, dann bekomme ich sogleich einen 
Brechreiz. Computer die sich zu smart ausgeben wollen, finde ich 
lächerlich.

Ich sehe immer weniger wie der Mensch in der modernen Zeit es fertig 
bringen wird ein "Mensch" bleiben zu können. Der Fortschritt und die 
aufdringlichen Änderungen machen es einem sehr schwer eine positive 
Einstellung aufrecht erhalten zu können. Obgleich wir auch viel 
Positives erreichen, rennen wir immer gleich der nöchsten Erkenntnis zu 
anstatt mit dem was wir bisher erreicht haben das Maximum zu erzielen. 
Wir rennen, und rennen. Wohin? Man nimmt sich und hat immer weniger Zeit 
die Konsequenzen und Folgen zu erkennen. Was hetzt uns denn als 
Menschheit so? Mit Gemächlichkeit kommt man oftmals schneller zu 
besseren Zielen. Zumindest hier - Viel Kopfschüttel.

"Slow down! Smell the Roses!"

von Gerhard O. (gerhard_)


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A. K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Anstatt benutzungsfreundliches, durchdachtes Gerät zu schaffen
>> wird an allen Ecken an diesen Grundsätzen gerüttelt oder gar verstossen.
>
> Paradoxerweise ist auch eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
> gleichzeitig eine Verschlechterung, jedenfalls zeitweilig. Wer die
> Windows- und Office-Versionen eine nach der anderen durch hat, der
> flucht erst einmal wie ein Bierkutscher, weil er in der neuen Version
> nichts mehr wiederfindet. Selbst wenn die wirklich besser ist.

Da hast Du sehr recht.
>
> Dazu kommt, dass die Menschen verschieden sind. Diese Binsenweisheit
> wirkt sich auch auf die Bedienung von Geräten aus. So gibt es Menschen,
> die wesentlich prozedural denken. Gib ihnen einen Ablauf aus Aktion und
> Reaktion und es klappt. Andere wiederum sind nicht in der Lage, einen
> klar beschriebenen Ablauf systematisch von vorne bis hinten zu
> verfolgen, sondern fangen mitten drin an, springen dann wild herum,
> assoziieren eher Bilder als Zustände. Beiden gerecht zu werden ist
> etwas schwierig. Hab damit meine persönliche Erfahrung.
Ich weiß genau was Du meinst. Ich gehöre zum ersten Camp. Ich muß immer 
alle Zusammenhänge überdenken können sonst werde ich störrisch wie ein 
Ross;-)

von Stefan M. (derwisch)


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Gerhard O. schrieb:
> "Slow down! Smell the Roses!"

Dem Beitrag über diesem Schlußsatz stimme ich exakt zu.
Manchmal fällt es schwer, das Missempfinden angesichts der übertriebenen 
Digitalisierung und der Nötigung zur Benutzung von Smatphone 
Onlinebanking und Co. in Worte zu fassen.
Seltsamerweise gibt es ja durchaus eine Menge Menschen, die sich das 
eigentlich nicht antun wollen, aber dennoch mitmachen.
Ich zum Teil auch, aber vieles lehne ich ab und lasse mich auch nicht 
breitschlagen.
Es fehlt einem dann auch nichts. Diese Erkenntnis hat man aber erst, 
wenn man den Vezicht wirklich durchzieht.

Auch wenn ich mittlerweile selbst ein Smartphone habe, nutze ich es 
nicht für "onlinefunktionen".
Ich lebe auch gut ohne Onlinebanking.
Ich könnte auch gut mit der guten alten Glühlampe leben, aber die Wahl 
wird einem ja nicht gelassen.
Mit tut es um jede Glühlampe leid, die bei mir kaputt geht, wenn ich 
weiß, das diese nicht mehr als Ersatz erhältlich ist.

Fortschritt ja, aber bitte nicht mit Regierungsgewalt durchgesetzt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Im Link ist eine faszinierende Technik Museums Seite:

 http://www.cryptomuseum.com/index.htm

Viel Inspiration für eigene Projekte.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan M. schrieb:
> Mit tut es um jede Glühlampe leid, die bei mir kaputt geht, wenn ich
> weiß, das diese nicht mehr als Ersatz erhältlich ist.

Jetzt hätte ich eine konkrete Frage:

In Kanada ist zur Zeit "Retro" Glühobst sehr aktuell. Es gibt bei uns 
eine reichliche Auswahl von altem Stil Edison Stil Glühlampen.

Gibt es die in D auch? Ich habe sogar schon gelblich leuchtende LED 
Edison Lampen gesehen die fast wie Kohlenfaden Drähte aussehen. Die sind 
fast kalt wenn man sie anfaßt;-). Eine ähnlich aussehende helle 
Glühfaden Version ist ähnlich heiß wie eine 60W Lampe. Hier sind ein 
paar Beispiele:

http://edisonlightglobes.com/Shop/product-category/globes/led-globes/

Bei uns darf übrigens nur noch Glühobst bis 60W verkauft werden. Schade 
dass in D 240VAC die Norm ist. Sonst koennt ihr die noch massenweise aus 
Nordamerika beziehen - Oder mit TRIAC betreiben.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan M. schrieb:
> Fortschritt ja, aber bitte nicht mit Regierungsgewalt durchgesetzt.

Man macht sich schon seine Gedanken wenn man die Menschheit zu ihrem 
"Glueck" zwingen muss weil sie sonst den Fortschritt nicht akzeptieren 
wollen. Siehe die Version von DAB z.B.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stefan M. schrieb:
> Auch wenn ich mittlerweile selbst ein Smartphone habe, nutze ich es
> nicht für "onlinefunktionen".
> Ich lebe auch gut ohne Onlinebanking.

Ich fuerchte nur, eines Tages, wird man nur noch auf diese Weise Kommerz 
erledigen koennen - Leider!

von Stefan M. (derwisch)


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Gerhard O. schrieb:
> Jetzt hätte ich eine konkrete Frage:
>
> In Kanada ist zur Zeit "Retro" Glühobst sehr aktuell. Es gibt bei uns
> eine reichliche Auswahl von altem Stil Edison Stil Glühlampen.
>
> Gibt es die in D auch? Ich habe sogar schon gelblich leuchtende LED
> Edison Lampen gesehen die fast wie Kohlenfaden Drähte aussehen. Die sind
> fast kalt wenn man sie anfaßt;-). Eine ähnlich aussehende helle
> Glühfaden Version ist ähnlich heiß wie eine 60W Lampe. Hier sind ein
> paar Beispiele:

Diese Edisonglühlampen gibt es hier in D auch reichlich.
Damit habe ich auch schon ein paar Lampen gebastelt. Finde ich schön.
Besonders, wenn man davon 2 Lampen in Reihe schaltet hat leuchtet es 
gedimmt und die Lampen halten länger.

Das taugt für eine gemütliche Stimmung, aber nicht für 
Beleuchtungszwecke.

von Stefan M. (derwisch)


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Übrigens gibt es auch die hübschen Bienenkorb Glimmlampen ( Google ).
So eine habe ich noch nicht, aber bei einem Kumpel leuchtet so eine 
ständig.
Sieht super aus und verbraucht kaum Strom.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


Angehängte Dateien:

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Dank eines superfreundlichen Foristi hier: Intel 7114 4Mbit 
Magnetblasenspeicher mit Chipsatz - Entwicklungsmuster.

Und mit hochaufgelösten Fotos online: 
http://www.wolfgangrobel.de/museum/bubble4.htm

: Bearbeitet durch User
von Timm T. (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Ich lebe auch gut ohne Onlinebanking.

Ich lebe besser mit Onlinebanking. Die Zeit in der ich nicht für jede 
Überweisung anstehen, mich an Öffnungszeiten halten, in die Stadt fahren 
muss, verbringe ich lieber in meinem Garten. Smell the roses.

> Mit tut es um jede Glühlampe leid, die bei mir kaputt geht, wenn ich
> weiß, das diese nicht mehr als Ersatz erhältlich ist.

Was erzählst Du hier für einen Tinnef? In jedem Supermarkt kannst Du 
Glühobst als Halogenlampe in E27 kaufen, im Baumarkt gibt es stossfeste 
Glühlampen in Matt, Pollin hat noch so viele Restbestände, dass sie die 
sogar freiwillig verkaufen.

Dass es die Altbestände auch nach Jahren immer noch gibt zeigt vor allem 
Eines: Kaum jemand will dieses ineffiziente Zeug noch haben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timm T. schrieb:
> Kaum jemand will dieses ineffiziente Zeug noch haben.

Yep.  Ich habe mir einen 10er-Pack 60-W-Glühobst in Kerzenform E14
gekauft – weil es natürlich im Teewärmer ausnahmsweise mal wirklich
auf die Heizwirkung ankommt.  Ist aber problemlos nach wie vor in der
Bucht zu haben, und der wird für die nächsten 20 Jahre reichen.

Ansonsten, Kompaktleuchstofflampen waren Käse, aber der Schub, den
die LED-Beleuchtung erfahren hat, wäre sehr wahrscheinlich ohne das
„Glühlampenverbot“ so nicht gekommen.  Die Dinger ziehe ich inzwischen
fast überall dem klassischen Glühobst vor.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Jörg, hast Du den Teewärmer selber gebaut?
Ggf. ein Foto?

Wenn ich nicht gerade Leiterplatten damit vorheize, verwende ich ein 
einzelnes Ceranfeld (EK ca. 20€ brutto) als Teewärmer.

https://www.amazon.de/TZS-First-Austria-Oberfl%C3%A4chentemperatur-Thermostatregelung/dp/B01I80N1KO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1481807398&sr=8-1&keywords=kochplatte+einzel

Die darin verbaute Bimetall-Streckennachbildung könnte so auch schon in 
der V2 zum Einsatz gekommen sein. ;)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Jörg, hast Du den Teewärmer selber gebaut?

Nein, von meiner Oma geerbt.  Ist eine Art Keramik-Ellipsoid, oben ein
Metallgitter drauf, auf das man die Teekanne stellt.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Zeig her - denn wenn das nicht hier in den Thread passt... :)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marcus H. schrieb:
> Zeig her

Geht gerade nicht, steht im Büro, aber ich bin im Moment nicht dort.

von Michael L. (michaelx)


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Gerhard O. schrieb:
> Man macht sich schon seine Gedanken wenn man die Menschheit zu ihrem
> "Glueck" zwingen muss weil sie sonst den Fortschritt nicht akzeptieren
> wollen. Siehe die Version von DAB z.B.

Wenn man sich anschaut, wie Evolution funktioniert, dann sieht man auch, 
dass "Fortschritt" nicht zwangsläufig Weiterentwicklung, zukunftsfähige 
Verbesserung und damit Fortbestand bedeutet. Die Menscheit hat bisher 
deswegen überlebt, weil sie einerseits gut an die Umweltbedingungen 
angepasst, aber andererseits nicht übermäßig von ganz speziellen 
Umweltbedingungen abhängig war.

Für mein Empfinden sind wir aber gerade dabei, uns übermäßig von 
hochkomplexen Technologien abhängig zu machen, und vergleichsweise 
einfach Technik rigoros und nachhaltig abzuschaffen, die uns im 
Ernstfall das womöglich das Überleben sichern könnte.

Ich habe immer gern Star Trek gesehen, weil dort nicht nur 
Zukunftsträume bzgl. Technik und Reisen zu fernen Welten bedient wurden, 
sondern sich auch mit Problemen der Menschheit auseinandergesetzt und 
unsere Entwicklung hinterfragt wurde.

In Star Trek 9, "Der Aufstand", gab es das Volk der Ba’ku, die trotz 
ihres hohen Wissensstandes und der prinzipiellen Beherrschung 
fortschrittlicher Technologien ein vergleichsweise einfaches und wenig 
technisiertes LEben führen. Natürlich ist der Gebrauch mechanischer 
Webstühle eine filmisch notwendige Überzeichnung, aber der dahinter 
stehende Gedanke ist ziemlich brilliant.

;-)

von Teo D. (teoderix)


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Michael L. schrieb:
> Wenn man sich anschaut, wie Evolution funktioniert, dann sieht man auch,
> dass "Fortschritt" nicht zwangsläufig Weiterentwicklung, zukunftsfähige
> Verbesserung und damit Fortbestand bedeutet.

Na danke für die Bilde.
Ich seh die Letzten im Dreck sitzen und Algenschleim aus der Retorte 
fressen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Da habe ich schon lange und viel drüber nachgedacht...
2 Wochen flächendeckender knackiger Frost samt Komplettausfall der 
Energie und Informationstechnik in Mitteleuropa: die Hälfte ist tot. Das 
ist denkbar und gar nicht so unwahrscheinlich. Wird aber irgendwie 
komplett weggedacht, passiert schon nicht...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> 2 Wochen flächendeckender knackiger Frost samt Komplettausfall der
> Energie

Nun ja, seit wir uns aus Afrika, Mesopotamien und dem mediterranen
Raum nach Norden bewegt haben, sind wir einfach in Gegenden
vorgedrungen, in denen man im Winter keine zwei Wochen ohne Energie
überleben kann.  Das ist aber nun schon einige tausend Jahre her.
Zugegeben, die Energieformen haben sich seither verändert, aber die
grundsätzliche Abhängigkeit von der Energie in der kalten Jahreszeit
nicht.

Die berühmt-berüchtigte Wettersituation zu Silvester 1978 hatte
damals die halbe DDR energiemäßig lahmgelegt aufgrund der dortigen
Abhängigkeit von der Braunkohle.  Das waren aber eher zwei Tage.
Wenn diese Situation zwei Wochen angehalten hätte, wäre die
Katastrophe sicher auch deutlich schlimmer geworden.

von Teo D. (teoderix)


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Rein Statistisch wäre ein anständiger Koronaler-Massenauswurf dran.
Kein Strom über Monate, wahrscheinlich Jahre. Die momentane weltweite 
Produktionskapazität der zerstörten Großtransformatoren, liegt momentan 
in etwa bei 5-10!

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Wie auch immer - wir sind viel verletzlicher als die meisten glauben. 
Kann in kleinen Zeiträumen gedacht gut gehen, muss aber nicht. Eine 
hochgradig spezialisierte Gesellschaft, in der grundlegende 
Überlebensvorausetzungen (Wärme, Wasser, Nahrung) völlig blind einer 
gefälligst zu funktionierenden Versorgung anvertraut werden, ohne jedes 
backup. Die kürzlich empfohlenen Mindestbevorratungsmengen sind mit 
Sicherheit grösstenteils auch ohne Wirkung verhallt...

btt :-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Es ist sicherlich so, daß eine funktionierende Welt ohne das Internet 
vielleicht nicht mehr denkbar wäre. Trotzdem gibt es Spezialfälle wo die 
Verwendung dieses öffentlichen Mediums vollkommen unangebracht ist. Wie 
z.B  hier:

http://users.telenet.be/d.rijmenants/papers/spies_and_numbers.pdf

von Paul B. (paul_baumann)


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H.Joachim S. schrieb:
> Die kürzlich empfohlenen Mindestbevorratungsmengen sind mit
> Sicherheit grösstenteils auch ohne Wirkung verhallt...

Bei mir nicht. Allerdings habe ich dazu auch keines "Befehls" von oben 
bedurft -das sagt mir der normale Menschenverstand: Der beste Rat ist 
der Vorrat. Haben ist besser als Brauchen.

MfG Paul

von Timm T. (Gast)


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Jungs, es gibt bestimmt irgendwo ein Prepper-Forum, wo ihr Hilfe findet.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:

> (...) Die kürzlich empfohlenen Mindestbevorratungsmengen sind mit
> Sicherheit grösstenteils auch ohne Wirkung verhallt...
>

Das ist keine "kürzliche" Empfehlung. Die Infoblätter mit den 
Empfehlungen vom Zivilschutz gibt es mindestens seit den '70ern. Das 
Thema wurde nur von Politik und Journaille mal wieder neu entdeckt.


Über seine individuellen Bedrohungs-Szenarien muss sich jeder selber 
Gedanken machen. Dass der Russe angreift oder der Islamist die Bombe 
wirft mag eher unwahrscheinlich sein. Ein Kumpel von mir wohnt im 
Münsterland in einem Neubaugebiet auf dem Berg, und der war vor knapp 
zehn Jahren mal eine gute Woche ohne Strom und Telefon eingeschneit.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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soul e. schrieb:
> Münsterland

War das nicht das, wo die Bilder mit den umgeknickten Strommasten
durch die Presse gingen?  Eine Woche ist natürlich wirklich schon
heftig.

Wir haben hier zumindest zusätzlich zur Fernheizung noch zwei
Kachelöfen :), und einen Campingkocher mit Propangas habe ich
auch noch …

Back to topic wäre allerdings dann eher der Spirituskocher passend. ;-)

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Teo.

Teo D. schrieb:
> Rein Statistisch wäre ein anständiger Koronaler-Massenauswurf dran.
> Kein Strom über Monate, wahrscheinlich Jahre. Die momentane weltweite
> Produktionskapazität der zerstörten Großtransformatoren, liegt momentan
> in etwa bei 5-10!

Das amerikanische Militär schätzt ein Carrington Ereignis wie einen 
militärischen Angriff ein, wie der Titel eines Berichts darüber 
suggeriert:
"The Sun as a Non-state Actor: The Implications on Military Operations 
and Theater Security of a Catastrophic Space Weather Event" Link: 
http://handle.dtic.mil/100.2/ADA525043

Sie erwarten, dass die USA möglicherweise ein Jahrzehnt bräuchte, um 
sich davon zu erholen.

Allerdings hat ein solches Ereignis im Sommer 2012 bereits 
stattgefunden. Glücklicherweise verfehlte er aber die Erde, so dass das 
Ereignis ohne Folgen blieb.
Link: 
https://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2014/23jul_superstorm/
Der Steradiant, unter dem die Sonne die Erde sieht, ist glücklicherweise 
sehr klein, so dass die Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Treffers 
auch klein ist.

Paul A LaViolette meint, dass es vor 12900 Jahren einen katastrophalen 
Massenauswurf gegeben hat, der die Erde traf, so dass für mehrere Tage 
am Boden eine erhebliche Strahlendosis zusammenkam, und die Ozonschicht 
für mehrere Jahre komplett demoliert war. Link: 
https://journals.uair.arizona.edu/index.php/radiocarbon/article/viewFile/3464/pdf


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Hallo Zusammen,

für meine Frage könnten hier die richtigen Leute im Thread sein:

Ich hatte heute die Ehre mich mit einem Ingenieur zu unterhalten, der, 
als Zulieferer, Elektronik für den amerikanischen "Explorer 1" 
entwickelt hat.

Frage in die Runde: hat jemand von Euch technische Beschreibungen zur 
Hand, die über Wikipedia und die offizielle NASA Seite hinausgehen?

Danke,
 marcus

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Marcus H. schrieb:
> Frage in die Runde: hat jemand von Euch technische Beschreibungen zur
> Hand, die über Wikipedia und die offizielle NASA Seite hinausgehen?

Unten in den Referenzen findest du einige Papers zu den ersten Explorer 
Satelliten:
https://en.wikipedia.org/wiki/James_Van_Allen

Namentlich natürlich Explorer 1 und Explorer 3, beide mit Instrumenten 
von van Allen ausgestattet.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Yep. Großer Heuhaufen, kleine Nadel.

Mir wurde heute eine Art Hybridbaugruppe beschrieben, bei der ein 
Halbleitermodul direkt auf einer Röhre aufgesetzt ist.

Ich hoffe auf einen technischen Aufsatz zum Explorer 1, vergleichbar mit 
dem V2 Artikel.

von Teo D. (teoderix)


Angehängte Dateien:

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Um zu Thema zurück zu kommen, ne Kleinlichkeit die aus meinem 
Historischen Fundus überlebt hat.
War in nem Dämmerungs-Automat mit ner xx84(?) Röhre verbaut. Im Einsatz 
bis ende der 70er, konstruiert/Baujahr 30er??

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Frühe Form eines Fotowiderstands?  Das müsste sich eigentlich mit
einem Multimeter messen lassen.

von Teo D. (teoderix)


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Jörg W. schrieb:
> Frühe Form eines Fotowiderstands?

Ja klar, Sorry, dachte Photo reicht.

Musste jetzt echt überlegen, da gab's auch welche die mit Photodiode 
arbeiteten, aber nich mit so nem schicken Sockel :)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Teo D. schrieb:
> die mit Photodiode arbeiteten

Eher mit 'ner Fotozelle dazumals.

von Falk B. (falk)


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@ Teo Derix (teoderix)

>Rein Statistisch wäre ein anständiger Koronaler-Massenauswurf dran.
>Kein Strom über Monate, wahrscheinlich Jahre. Die momentane weltweite
>Produktionskapazität der zerstörten Großtransformatoren, liegt momentan
>in etwa bei 5-10!

jajaja, die Hollywooddrehbücher. Weil ja die Energienetze und Trafos 
auch KEINERLEI Schutzschalungen und Trennschalter haben un in 
Mikrosekunden explodieren. Immer die alte Leier . . .

von Teo D. (teoderix)


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Jörg W. schrieb:
> Eher mit 'ner Fotozelle dazumals.
Den begriff hat ich auch zuerst im Kop, aber Wiki?

Metallplatte, 3x2cm Bläulich beschichtet (Si), metallische Streifen, wie 
mini Solarzelle, kontaktiert u. befestigt über Blattfedern, 0,5V ~0,3mA.
Gab's auch in Glas eingeschmolzen, 1/4 Fläche. Die waren aber mit 
Transistor ausgestattet (BC161 o. älter?).

von Teo D. (teoderix)


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Falk B. schrieb:
> KEINERLEI Schutzschalungen

Die 5 Windungen Kupfer krümeln sich nur zusammen, wirklich helfen tut's 
gegen diese Energiemengen wie'n FI gegen Blitzschlag.

von Falk B. (falk)


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@Teo Derix (teoderix)

>> KEINERLEI Schutzschalungen

>Die 5 Windungen Kupfer krümeln sich nur zusammen, wirklich helfen tut's
>gegen diese Energiemengen wie'n FI gegen Blitzschlag.

Jaja, der Experte spricht. Kannst du das auch mal ansatzweise belegen? 
Und bitte keine Pherry Rhodan Episoden zitieren . . .

Gerade Großtransformatoren haben dermaßen viel Masse, die kriegt man 
thermisch nicht in Minuten tot, in Sekunden schon gar nicht!!!!

von Teo D. (teoderix)


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Falk B. schrieb:
> Jaja, der Experte spricht. Kannst du das auch mal ansatzweise belegen?

Viel Spaß bei der Recherche :)

Die Dinger müssen nicht Explodieren, ein einfacher 
Windungs/Wiklungsschluss reicht schon und sie sin hin!

von Falk B. (falk)


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Jaja, die Forumsschwätzer mal wieder . . .

von Teo D. (teoderix)


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Falk B. schrieb:
> Kannst du das auch mal ansatzweise belegen?

Ich leider nicht. Habe weder Aufzeichnungen der Gespräche, noch Photos 
der Gegebenheiten ;(

Na dann bist halt du dran.

Falk B. schrieb:
> Weil ja die Energienetze und Trafos
> auch KEINERLEI Schutzschalungen und Trennschalter

Wie sieht das den im Detail so aus, die Schutzbeschaltungen, 
/Schutz/-Trennschalter?
> Kannst du das auch mal ansatzweise belegen?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das Problem bei den Trafos sollen die Gleichströme sein, die den Kern 
mehr oder weniger augenblicklich in die Sättigung treiben...
Genaues weiss ich aber auch nicht, könnte man sicher genauer 
recherchieren ob da eine reale Gefahr besteht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Könntet ihr das vielleicht mal in einen eigenen Thread auslagern?

Hier geht's um historische Bauelemente …

von Falk B. (falk)


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@ H.Joachim Seifert (crazyhorse)

>Das Problem bei den Trafos sollen die Gleichströme sein, die den Kern
>mehr oder weniger augenblicklich in die Sättigung treiben...
>Genaues weiss ich aber auch nicht, könnte man sicher genauer
>recherchieren ob da eine reale Gefahr besteht.

Alles halb so wild.

Beitrag "Re: Sonnensturm und Versorgungssicherheit"

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Falk.

Falk B. schrieb:

> Gerade Großtransformatoren haben dermaßen viel Masse, die kriegt man
> thermisch nicht in Minuten tot, in Sekunden schon gar nicht!!!!

Thermisch durch Überstrom kommt auch erst wenn schon zig anderes kaputt 
ist. ;O)


Es ist nun schon deutlich über 20 Jahre her, dass ich darüber in einer 
Energietechnikvorlesung (Rasquin/Duisburg) gehört habe. Daher ist die 
Erinnerung etwas blass.

Die Geschichte ist eher so, dass der induzierte Strom in Hunderte- bis 
Kiloampere Bereich mit einer Periodenlänge von Minuten den Trafo wie 
einen Transduktor in die Sättigung treibt. Dadurch verliert er einen 
großen Teil seiner Induktivität, und das speisende Netz mit den 50/60Hz 
erledigt den Rest.

Eine Periodenlänge von einigen Minuten ist bei 50Hz ein Gleichstrom, der 
sich mit der damaligen Stromwandlertechnik schlecht feststellen liess. 
Also ein "normaler" Stromwandler für Betriebs- und Überstrom (mit 
Mischwandler noch für den Diff-Schutz), und eine Rogowskyspule für den 
Kurzschlusstrom und den Distanzschutz.
 D.h. die Überstromauslösung würde nur durch den zu hohen Netzstrom 
ausgelöst, und das relativ spät.
Alternative Überwachungen mit Hallsonden, Shunts ec. die auch 
Gleichstromkomponenten erfassen waren zwar bekannt, aber unüblich. Ob 
sie heute verwendet werden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls ist das Teil erstmal aus, das heisst, du hast einen 
Stromausfall mit allen Begleitumständen, und das möglicherweise an zig 
Stellen simultan oder annähernd simultan. Das Ereignis ist ja nicht 
lokal wie ein Gewitter, sondern zircumpolar oder gar global.

Weil Du Überströme nicht gerne hast, aber eigentlich die Stromversorgung 
unter (fast) allen Umständen aufrecht erhalten solltest, gibt es 
Schutzschaltungen, die sowas zwar abschalten, aber nach einer kurzen 
Wartezeit (1-3 s?)auch sofort wieder ein. Erst wenn nach einem weiteren 
oder auch mehreren Fehlversuchen feststeht, dass der Schluss nicht weg 
ist, bleibt das ganze aus. Besonders Bahnstromversorgungen/Oberleitungen 
sind für träge Absicherungen und mehrmalige Wiedereinschaltversuche 
berüchtigt.

Das alles ist ausgelegt für Wechselstrom. Jetzt hast Du auf einmal eine 
Gleichstromkomponente mit dabei. Bei Abschalten unter Überstrom oder gar 
Kurzschluss hast Du auch immer hohen Verschleiss am Schalter, das ist 
aber jetzt mit der Gleichstromkomponente ein richtiger Akt. Die Schalter 
sind für Lichtbogenlöchung bei Wechselstrom ausgelegt, und jetzt ist da 
Gleichstrom mit bei, und der Lichtbogen zieht Fäden wie ein Fondue. Die 
Gefahr, dass die Schaltanlage beschädigt wird, und eventuell den Trafo 
mitreisst, ist nicht klein.
Bedenke, dass z.B. der Stufenschalter mit im Trafotank sitzt.

Eine Gegenmaßnahme ist, die Sternpunkte der Trafos nicht mehr hart zu 
erden, sondern z.B. über eine Drossel (Petersenspule) oder auch 
Überspannungsableiter. Das begrenzt zumindest die Auswirkungen.

Jedenfalls war die damalige Technologie mit der plötzlich auftretenden 
Gleichstromkomponente etwas überfordert. Und bei der langen Lebensdauer 
derartiger Anlagen gehe ich davon aus, dass etliche davon heute noch im 
wesentlichen unverändert existieren.

Vieleicht ist ja jemand unter den Lesern, der etwas zur aktuellen 
Situation sagen kann. Interessieren würde mich das auch. Immerhin hatte 
ich auch selber mal kurz mit Trafoschutz zu tun.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd W. schrieb:
> Vieleicht ist ja jemand unter den Lesern, der etwas zur aktuellen
> Situation sagen kann.

Ja, aber nochmal: bitte in einem eigenen Thread.

von Michael L. (michaelx)


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Jörg W. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Vieleicht ist ja jemand unter den Lesern, der etwas zur aktuellen
>> Situation sagen kann.
>
> Ja, aber nochmal: bitte in einem eigenen Thread.

Kannst du nicht gleich einen aufmachen, und die bisher aufgelaufenen 
Beiträge dort hin verschieben?

Grüße

von Gerald B. (gerald_b)


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Jörg W. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Vieleicht ist ja jemand unter den Lesern, der etwas zur aktuellen
>> Situation sagen kann.
>
> Ja, aber nochmal: bitte in einem eigenen Thread.

Ist alles superinteressant und ich lese es mit, aber wie schon 
vorgeschlagen, im eigenen Tröt. Sonst haben wir 20 Beiträge später hier 
auch noch Kochrezepte mit drin :-P

von Falk B. (falk)


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von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Kein Bauelement, aber eine - für mich - historische Baugruppe. Gerade 
eben mal wieder rausgekramt und das Teil geht immer noch!

Elektor Junior Computer. Mit dem Teil habe ich Maschinensprache 
Programmieren gelernt. Aber richtig. Nicht so ein "Maker"-Kopieren....

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Und Kernspeicher hatten wir schon - aber keinen 32Bit-USB-Stick.

Gerade eben aufgebaut. Geht.

von Bernd F. (metallfunk)


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Das ist zwar nur elektrisch.(Mit der Elektronik hatten die das damals
noch nicht so)

Ebay-Artikel Nr. 302181816262

Leider sind die meisten Teile stark beschädigt.
Juckt mich aber schon heftig :)

Grüße Bernd

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Nik D. (y2kicn)


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Hierbei handelt es sich um ein HP HDSP-2002. 4 winzige LED Dot Matrix 
Anzeigen zusammen mit einem Schieberegister um die Ansteuerung zu 
erleichtern. Baujahr 1987, ist also noch nicht gewaltig 'historisch'.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wolfgang R. schrieb:
> Und Kernspeicher hatten wir schon - aber keinen 32Bit-USB-Stick.

Welches Filesystem fährst Du auf dem Ding? ;)

http://corememoryshield.com/

von Uhu U. (uhu)


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Marcus H. schrieb:
> Welches Filesystem fährst Du auf dem Ding? ;)

Natürlich Btrfs...

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Marcus H. schrieb:
> Welches Filesystem

Ich versuchte, einen Dateinamen abzuspeichern, hat aber nicht 
draufgepasst... ;-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ist ein interessanter Bericht über den Werdegang der gedruckten 
Schaltung:

"The Circuit Centennial" [history of the printed circuit board, starting 
1903], Ken Gilleo, in "Emerging Technologies" (ET) Trends (e-magazine), 
28 April 2003

https://www.nonstopsystems.com/radio/pdf-hell/article-hell-pcb-century.pdf

: Bearbeitet durch User
von Johnny S. (sgt_johnny)


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Nik D. schrieb:
> Hierbei handelt es sich um ein HP HDSP-2002. 4 winzige LED Dot Matrix
> Anzeigen zusammen mit einem Schieberegister um die Ansteuerung zu
> erleichtern. Baujahr 1987, ist also noch nicht gewaltig 'historisch'.

Davon hab ich auch welche, hast du zufällig eine Ansteuerung realisiert?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Mein neuer Programmer mit interessantem Innenleben...

Ein Pro Logic M900 basierend auf einem 4004-Microprozessorsystem und 
voll mit 1702A EPROMs (256 Byte)...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Die CPU ist der Baustein neben dem Quartz mit dem Datecode "1853"?!

Ich bin ein wenig neidisch...

Läuft das Gerät noch?
Wenn nicht - läuft die CPU noch?

Beim Lesen der Wikipediaseite
https://en.wikipedia.org/wiki/Intel_4004
habe ich grad so eine Vision bekommen:
- 4004 von Ebay
- AVR/PIC als Chipset (ROM, RAM, etc....)

Braucht nur noch ein paar Pegelwandler, da im Datenblatt VSS als 
positivste Spannung und VDD als -15V angegeben werden. ;)

Projektname "Darth Vader"...

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Datecode ist 853... irgendwas mit 1978...

Ob das Teil noch geht, werde ich wissen, wenn ich meinen 110V-Trenntrafo 
gefunden habe... Das Gerät kam heute aus den USA... aber für 99$ will 
ich mal nicht meckern. ;-)

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wow, der Chip allein sind schonmal 150€...

Du bist der Fachmann für Wiederbelebungsmaßnahmen, daher die Frage:
Wie gehst Du bei der Inbetriebnahme vor?
Beten und Einschalten?

Oder gehst Du behutsamer vor, z.B. formierst Du die Elkos nach?

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Solange die Elkos noch gut aussehen: beten und einschalten... Das 
Netzteil ist übersichtlich und liefert nur zwei Spannungen, das werde 
ich mal ohne Last anschalten...

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ach ja, der 1702A ist übrigens ein 1602A, zumindest was den Chip 
betrifft... Unmengen an Gold bei geeigneter Vergrößerung...

;-)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Jo, das geht schon als kleiner Barren durch :-)

von Gerald B. (gerald_b)


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Intessant finde ich im Anfangspost Bild 3 die Pins am EPROM. Bei CERDIPs 
aus der DDR und von den Russen waren die Pins ohne 90° Winkel flach 
außen ans Gehäuse geschweißt. Die Abstufung und die gewinkelten Pins 
sehe ich so zum ersten Mal.

von Holm T. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Intessant finde ich im Anfangspost Bild 3 die Pins am EPROM. Bei CERDIPs
> aus der DDR und von den Russen waren die Pins ohne 90° Winkel flach
> außen ans Gehäuse geschweißt. Die Abstufung und die gewinkelten Pins
> sehe ich so zum ersten Mal.

Die in der DDR verwendeten Keramikgehäuse kamen Anfangs auch aus dem 
Westen,
die Intel-Variante da oben ist älter..veraltet.

Gruß,

Holm

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Holm T. schrieb:
> veraltet

Ach Mist... dann kann ich die Teile ja eigentlich nur wegschmeißen...

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ist eine faszinierende hochinteressante detaillierte Arbeit über 
die Geschichte der Verschlüsselungstechnik, insbesonders mit Blickwinkel 
auf die deutschen Aktivitäten im letzten Jahrhundert:

http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/4934/data/DissProese.pdf

Ich weiss, dass es nicht direkt zum Thema des Threads passt, wollte aber 
keinen eigen Thread dafür öffnen.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Gerhard.

Gerhard O. schrieb:
> Hier ist eine faszinierende hochinteressante detaillierte Arbeit über
> die Geschichte der Verschlüsselungstechnik, insbesonders mit Blickwinkel
> auf die deutschen Aktivitäten im letzten Jahrhundert:
>
> http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/4934/data/DissProese.pdf

Cool. Der Typ ist Jahrgang 1938, und legt 2004 noch eine Dissertation 
hin.

> Ich weiss, dass es nicht direkt zum Thema des Threads passt, wollte aber
> keinen eigen Thread dafür öffnen.

Schon ok. Gefällt trozdem!

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
http://www.l02.de

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bernd W. schrieb:
> Hallo Gerhard.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Hier ist eine faszinierende hochinteressante detaillierte Arbeit über
>> die Geschichte der Verschlüsselungstechnik, insbesonders mit Blickwinkel
>> auf die deutschen Aktivitäten im letzten Jahrhundert:
>>
>> http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documen...
>
> Cool. Der Typ ist Jahrgang 1938, und legt 2004 noch eine Dissertation
> hin.
>
>> Ich weiss, dass es nicht direkt zum Thema des Threads passt, wollte aber
>> keinen eigen Thread dafür öffnen.
>
> Schon ok. Gefällt trozdem!
>
> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus
> http://www.l02.de

Ja, diese Dissertation ist echt spannend. Die Novellisten sollen sich 
eingraben lassen;-)

Gruesse,
Gerhard

von Stephan H. (stephan-)


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Jörg W. schrieb:
> Wir haben damit noch im Studium als Praktikum unsere eigenen A277
> (LED-Balken-Ansteuer-IC) gebondet.

ach ne, Du warst im HFO ? War das schon im Objekt 71  oder gab es das da 
noch nicht ? Da waren ja die ganzen Bonder Chip und Drahtbonder. Alu 
wurde wenn dann zu Testzwecken genommen. Produktion war Au.
Wann war das ? Ich war ab 84 dort zu Hause in der Meßtechnik Halle 3.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Stephan H. schrieb:
>> Wir haben damit noch im Studium als Praktikum unsere eigenen A277
>> (LED-Balken-Ansteuer-IC) gebondet.
>
> ach ne, Du warst im HFO ?

Nein, das war ein Praktikum an der TU Dresden.  Die Chips kamen
natürlich vom HFO, aber die wurden irgendwie über Beziehungen des
Professors rangeleiert.

Im HFO war ich nur einmal, um ein paar Scheiben zum Gold-Sputtern
abzugeben bzw. abzuholen.  Den Luxus eines Sputter-Targets aus Gold
konnte man sich nur dort leisten, in der Uni hatten wir nur ein paar
Gramm für den Verdampfer.

p.s.: Ob wir die A277 mit Gold oder Alu gebondet haben, kann ich dir
nicht mehr sagen.  Drahtbonder hatten wir noch weitere (außerhalb des
Praktikums, in den normalen Labors), und ich bilde mir ein, dass beide
Metalle dort verfügbar waren.

: Bearbeitet durch Moderator
von Stephan H. (stephan-)


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ah, o.k. Danke

von Bernd K. (bmk)


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Ein 'Kernspeicher-Schätzken' aus dem Jahre 1977.
Das Teil hat damals soviel wie ein VW Käfer gekostet.

Größe der Speichereinheit ca. 30x40x3 cm, bestehend aus 2 Platinen 
übereinander, jeweils einseitig bestückt, wobei nur die obere Platine 
den Kernspeicher enthält. Schutzabdeckung habe ich abgenommen, dadurch 
ist die Garantie verfallen :-)

Auf der Schutzabdeckung finden sich Angaben zum Hersteller: EMM 
Electronic Memories. Verbaut wurde es durch die Dietz Computersysteme in 
Mülheim. Zu der Zeit gehörte Dietz zu den größten deutschen 
Computerherstellern neben Siemens, Nixdorf, AEG-Telefunken, 
Triumph-Adler, Kienzle Apparate, Philips.

Der Speicher ist organisiert 16k x 18; das ergibt 16.384 x 18 = 294.912 
Bit = Ringkerne. Hardwaremäßig finden sich in einem Feld 64 x 64 Kerne 
mal 72 Felder entsprechend 294.912.

In der Macroaufnahme sieht man die Ferritkerne; durch jeden einzelnen 
sind 3 Kupferdrähte geführt, 2 senkrecht und 1 waagerecht. Wie das 
Schreiben und Lesen damit funktioniert, kann man in Wikipedia nachlesen. 
Tja, jetzt wissen wir endlich, wie ein Bit aussieht: Rund, schwarz und 
mit einem Loch drin ;-)

Diese Speichereinheit war Bestandteil eines Zeiterfassungssystems und 
kam zum Einsatz bei einem großen Industriebetrieb im Sauerland. Jeder 
Mitarbeiter hatte eine Lochkarte im Scheckkartenformat und zu Beginn und 
Ende der Arbeitszeit wurde die Karte in ein ZE-Terminal eingeführt.

Die Kartennummer wurde per RS485 in die Zentraleinheit übertragen und 
dort wurde der Kernspeicher befragt, zu welchem MA die Karte gehört und 
festgestellt, ob er berechtigt ist. Dann wurde ein Datensatz  erstellt: 
"Der Mitarbeiter Nr.123 hat am 04.05.1980 um 07:56 Uhr Kommen gebucht" 
und der Satz wurde in den Kernspeicher geschrieben. Überstunden, Spät- 
und Nachtzuschläge, Pausenabzüge usw. konnten automatisiert berechnet 
werden und entsprechende Auswertungen gefahren werden; alle Lohnarten 
wurden für die Abrechnung fertig aufbereitet.

Das war damals ein großer Fortschritt, für den die Firmen viel Geld 
ausgegeben haben. Heutzutage geht das alles über einen PC und kostet nur 
noch ein Bruchteil.

Ende der 80er Jahre wurde ich durch meinen damaligen Arbeitgeber 
beauftragt, die Anlage abzubauen und durch ein Folgesystem zu ersetzen. 
Somit konnte ich die Speichereinheit vor dem Verschrotten bewahren.

Was mir nicht klar ist: Wurde das Einfädeln der Drähte durch die 
Ferritkerne von Hand oder automatisiert erledigt? So oder so ist es ja 
eine Höllenarbeit, durch fast 300.000 mikroskopisch kleine Kerne je 3 
Drähte fehlerfrei durch zu fädeln. Vielleicht weiß jemand näheres.

von Richard H. (richard_h27)


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Bernd K. schrieb:
> Tja, jetzt wissen wir endlich, wie ein Bit aussieht: Rund, schwarz und
> mit einem Loch drin ;-)

Ja, aber so haben wir das nicht gesetzte Bit schon immer dargestellt: 0

von Uhu U. (uhu)


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Bernd K. schrieb:
> Wurde das Einfädeln der Drähte durch die Ferritkerne von Hand oder
> automatisiert erledigt?

Die Kerne wurden in eine Matrize wohl hinein geschüttelt und dann das 
Gegenstück draufgesetzt. Dann saßen die Kerne fest und durch Kanäle, die 
jeweils zur Hälfte in eine Matrize graviert waren, wurden die Drähte 
durch geschoben.

Ob das dann maschinell gemacht wurde, weiß ich nicht, vermutlich aber 
eher von Hand.

Wenn dabei ein einziger Kern zerbrach, war alles für die Katz...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Richard H. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Tja, jetzt wissen wir endlich, wie ein Bit aussieht: Rund, schwarz und
>> mit einem Loch drin ;-)
>
> Ja, aber so haben wir das nicht gesetzte Bit schon immer dargestellt: 0

Genau - und durch die Magnetostriktion zieht sich der Kern bei gesetztem 
Bit zusammen und sieht dann so aus: |

von Jobst Q. (joquis)


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Bernd K. schrieb:
> Was mir nicht klar ist: Wurde das Einfädeln der Drähte durch die
> Ferritkerne von Hand oder automatisiert erledigt? So oder so ist es ja
> eine Höllenarbeit, durch fast 300.000 mikroskopisch kleine Kerne je 3
> Drähte fehlerfrei durch zu fädeln. Vielleicht weiß jemand näheres.

Ich denke mal halbautomatisch, wie auf einem Webstuhl. Ist ja im Prinzip 
auch ein Gewebe. Vermutlich auch von erfahrenen Weberinnen ausgeführt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Bernd K. schrieb:
> durch fast 300.000 mikroskopisch kleine Kerne je 3
> Drähte fehlerfrei durch zu fädeln.

Auch das Übersprechen muss man ja gelöst haben, so dicht wie die Kerne 
da nebeneinander sitzen - Respekt vor den Jungs, die sowas entwickelt 
haben.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Wäre das ein Sammlerstück für einen der hier Mitlesenden?

Bryans Oscillograph:
Beitrag "Bryans Oscillograph"

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Gestern erhalten: DDR Nachbau der Siemens Pantix P40... Das Teil wiegt 
fast 2kg und ist über 50cm lang...

von Falk B. (falk)


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@Jobst Quis (joquis)

>Ich denke mal halbautomatisch, wie auf einem Webstuhl. Ist ja im Prinzip
>auch ein Gewebe. Vermutlich auch von erfahrenen Weberinnen ausgeführt.

Das waren die ersten WebentwicklerInnen!

von Marek N. (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> Gestern erhalten: DDR Nachbau der Siemens Pantix P40... Das Teil wiegt
> fast 2kg und ist über 50cm lang...

Drehanoden-Röntgenröhre?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Marek N. schrieb:
> Drehanoden-Röntgenröhre?

Gut! Ja, Siemens P40 Nachbau aus der DDR... aus den 60ern...

von Henrik V. (henrik_v)


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Antik und in Rente, aber leider zu groß für meine Sammlung, daher 
Edelkupferschrott:
Ein 10µOhm, 23kA DC, 0.03% Shunt

von Uhu U. (uhu)


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Was wiegt denn das Teil?

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Henrik V. schrieb:
> Antik und in Rente, aber leider zu groß für meine Sammlung, daher
> Edelkupferschrott:
> Ein 10µOhm, 23kA DC, 0.03% Shunt

5,3kW Verlustleistung?
Ist das denn öko? ;)

Gut, dass im Hintergrund eine Europalette als Größenvergleich liegt.

Den Tragegriffen nach zu urteilen, kann das Teil von 2..4 Monteuren 
bequem transportiert werden.

von Henrik V. (henrik_v)


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Uhu U. schrieb:
> Was wiegt denn das Teil?

??  Es lässt sich rollen :D  Den Versuch es mit einer Hand an einem der 
'Griffe' anzulupfen, habe ich abgebrochen.

Die Europalette in der Ecke mag als Maßstab dienen..
Das Kühlmittel ist wohl schon raus...

von Gerald B. (gerald_b)


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Wo braucht man 23 KA? Kraftwerk, Galvanik, Elektrolyse, 
Teilchenbeschleuniger oder Railgun?
Ich kenne einen Gleichrichterschrank aus der Galvanik, da waren es 2,5 
KA und das war schon tüchtige Grobschlosserei :-D

von Icke ®. (49636b65)


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Gerald B. schrieb:
> Wo braucht man 23 KA? Kraftwerk, Galvanik, Elektrolyse,
> Teilchenbeschleuniger oder Railgun?

Fluxkompensator. Oder Naquadah-Generator.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> Wo braucht man 23 KA? Kraftwerk

jepp

Kesselspeisepumpe in einem kleinem HKW 26MW 6KV

Gut das braucht knapp 3KA

aber da gibt es noch Größeres

z.b. Generatoren mit weit über 100MW

Umspannwerke....


Namaste

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Henrik.

Henrik V. schrieb:
> Antik und in Rente, aber leider zu groß für meine Sammlung, daher
> Edelkupferschrott:
> Ein 10µOhm, 23kA DC, 0.03% Shunt

Das ist aber ein edles Teil. Ich hatte mal mit Ilgnersätzten für 
Walzenantriebe zu tun. Dort waren Shunts für 16kA DC verbaut, aber die 
warenr gröber: mehrere paralellgeschaltete Stücke Eisenbahnschine, und 
eine war zum Abgleich angefeilt. Die Instrumente an der Schalttafel 
waren vom 5% Typ.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Dieter B. (debe)


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Gerald B. schrieb:
> Wo braucht man 23 KA? Kraftwerk

Elektroschlacke-Umschmelzanlage
Mist zu klein, 30kA

E.Ofen
Mist zu klein, 110kA

von Johnny S. (sgt_johnny)


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Es sind zwar mehrere Bauteile, aber seit kurzen besitze ich diesen alten 
Rechner, bzw. das was davon übrig ist.

Speziell interessant finde ich die die Tasten gelöst sind, anstatt 
mechanische Taster zu verwenden, wurden dort auf der "Platine" (sieht 
mehr aus wie plastifizierter Karton) kleine Reed-Schalter hochkannt 
aufgestellt. In den gegenstücken der Tasten ist eine kleine 
Magnetscheibe montiert, die beim "drüberstülpen" die Reedkontakte 
betätigt.

Wenn ich die Datencodes auf den IC's richtig interpetiere muss das Teil 
wol aus den 70gern stammen.

Vermutlich handelte es sich mal um dieses Modell:
http://www.classiccmp.org/calcmuseum/LogicDataTW.jpg


Vieleicht bastel ich dem mal ein neues gehäuse ;)

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Johnny S. schrieb:
> Speziell interessant finde ich die die Tasten gelöst sind, anstatt
> mechanische Taster zu verwenden, wurden dort auf der "Platine" (sieht
> mehr aus wie plastifizierter Karton) kleine Reed-Schalter hochkannt
> aufgestellt. In den gegenstücken der Tasten ist eine kleine
> Magnetscheibe montiert, die beim "drüberstülpen" die Reedkontakte
> betätigt.

Das Prinzip kenne ich von eigenständigen Tastern - da sind Reedkontakt, 
Magnet, Stößel, Feder in einem Gehäuse verpackt. Typbezeichnung TSS19. 
Robotron hat da ganze Rechnertastaturen draus gebaut. Es gab auch eine 
vollelektronische Variante mit Hall-Sensor: TSH19.

Beitrag #4981812 wurde vom Autor gelöscht.
von Michael L. (michaelx)


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Ja Axel, daran musste ich auch gleich denken. ;-)

Ich hab mich auf die Suche gemacht, und bin fündig geworden.

Grau: Taster mit Hallsensor B461, 4 Pin SIL (DDR-Typ, international 
SAS261S4), schön zu sehen die beiden Magnete auf Bild 2

Weiß: Druck-Wechselschalter (meschanisch) optional mit Stecklämpchen mit 
seitlichen Kontaktflächen und einem schwarzen Plastikkeil am unteren 
Ende, wie sie auch bei der Post gebräuchlich waren. Die Lämpchen habe 
ich leider nicht mehr auf Lager.

Ach so: Oben werden noch Tasten-Kappen aufgesteckt. Die finde ich 
bestimmt auch noch, wenn Interesse besteht.

: Bearbeitet durch User
von Route_66 H. (route_66)


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Axel S. schrieb:
> Es gab auch eine
> vollelektronische Variante mit Hall-Sensor: TSH19.

...und eine Elastomervariante TSE15 (Elastomer war dort Leitgummi)

von Teo D. (teoderix)


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Axel S. schrieb:
> ganze Rechnertastaturen draus gebaut.

Eine is noch übrig :)
Mit ´Double Action´´!

von Michael L. (michaelx)


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Hier nun noch die Kappen zu "meinen" RFT-Tastern. ;-)

Interessant auch das "Schweinchen" an Stelle des Dollarzeichens über der 
4.

von Michael L. (michaelx)


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Route 6. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Es gab auch eine
>> vollelektronische Variante mit Hall-Sensor: TSH19.
>
> ...und eine Elastomervariante TSE15 (Elastomer war dort Leitgummi)

Meinst du die hier? Hab ich auch noch beim Suchen gefunden ...

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael L. schrieb:
> Interessant auch das "Schweinchen" an Stelle des Dollarzeichens über der
> 4.

„Generisches Währungssymbol“ heißt das Ding wohl offiziell.

Ah, „Allgemeines Währungssymbol“ meint die Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_W%C3%A4hrungssymbol

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Michael L. schrieb:
> Interessant auch das "Schweinchen" an Stelle des Dollarzeichens

"Schweinchen"?

Sieht für mich mehr wie eine stilisierte Schildkröte aus :)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Mein Gott - die fand ich mal modern :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Axel S. schrieb:
> "Schweinchen"?

Ich glaube, wir haben es damals „Stachelschwein“ genannt.

von Timm T. (Gast)


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Michael L. schrieb:
> Grau: Taster mit Hallsensor B461, 4 Pin SIL (DDR-Typ, international
> SAS261S4), schön zu sehen die beiden Magnete auf Bild 2

Da hatte ich mal eine ganze Tastatur abgestaubt, aber mangels 
Anwendbarkeit auseinandergenommen.

Die Tasten habe ich als sehr unergonomisch in Erinnerung, da die rein 
federbelastet waren gab es keinen richtigen Druckpunkt.

von Bernd T. (bastelmensch)


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Das linke DL2416 Display hat einen Datecode von 82.

Von dem Taschenrechner-Display habe ich 4 Stk.
Ich weis nicht mehr genau wo ich die her hatte, ich war Jung und hatte 
fast Null Ahnung. :-) Ich habe Tagelang versucht herauszubekommen wie 
die Funktionieren. Ich hatte eine Batterie und einen Widerstand und mich 
ziemlich gewundert was passiert als ich damit rumgespielt habe. 
Natürlich konnte mir keiner sagen wie das funktioniert. Leider bis heute 
keine Anwendung dafür gefunden, aber wenigstens wüsste ich heute wie es 
geht. ;-)
Ich nehme an "0375" ist der Datecode, bei den anderen 3 steht 1775 
drauf. Ich denke das ist plausibel.

Das kleine 3-Stellige Display ist von HP, ich war etwas älter, aber mir 
war da schon halbwegs klar wie das funktioniert. Datecode ist vielleicht 
"712J", der Restliche Aufdruck ist die Typenbezeichnung.
Leider dafür noch keine Anwendung gefunden. Wenn dann hätte ich gerne 
das man das Display in seiner vollen Schönheit sieht. :-)

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