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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Störung der VCC


Autor: Florian P. (eckel)
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Hallo hab da ein Problem mit der Versorgungsspannung meines µC und zwar 
sieht sie wie folgt aus:

Habt ihr eventuelle Vorschläge das ganze zu kompensieren?
Mein Controller wird anscheinend immer wieder resetet und dadurch spinnt 
mein Timer. Meine Anzeige geht manchmal für 1s aus und geht dann wieder 
an wobei die zeit weiterläuft und wenige male stoppt die zeit...

Autor: Falk Brunner (falk)
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Versorgungsspanung mit 100nF und ein paar uF Elko entkoppelt?

Autor: Dennis (Gast)
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Schaltung? 100nF am Mikrocontroller bzw. an der Störquelle?

Autor: Jupp (Gast)
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Naja vermutlich hast du dein Masseclip vom Oszi quer durch die Gemarkung 
verlegt => Messergebnis ist unbrauchbar.

Autor: Florian P. (eckel)
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Also Masse hab ich am schalregler abgegriffen.
An ner falschen Messung wird diese aufnahme nicht liegen...

Hier noch die Pläne

Autor: Florian P. (eckel)
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Und VCC

Autor: Florian P. (eckel)
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Die Freilaufdiode des Relais hab ich nachträglich noch angebracht

Autor: HildeK (Gast)
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>Die Freilaufdiode des Relais hab ich nachträglich noch angebracht
War die Messung mit oder ohne Freilaufdiode?

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Last an den Relaiskontakten die 
Störung verurschacht. Stichwort Sniffer.
Es könnte auch an einem ungeeigneten Aufbau liegen -> schlechte 
Leitungsführung, Masseprobleme usw.

Autor: Florian P. (eckel)
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en sniffer hab ich schon probiert hat aber nich wirklich was gebracht

Autor: spess53 (Gast)
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HI

>Hallo hab da ein Problem mit der Versorgungsspannung meines µC und zwar
>sieht sie wie folgt aus:...

Wieso ist das ein Problem?

>Schaltung? 100nF am Mikrocontroller bzw. an der Störquelle?

Richtig, fehlt.

>Naja vermutlich hast du dein Masseclip vom Oszi quer durch die Gemarkung
>verlegt => Messergebnis ist unbrauchbar.

Sehr wahrscheinlich. Das kannst du nur beurteilen, wenn du direkt an den 
Pins misst.

>Also Masse hab ich am schalregler abgegriffen.

Wenn das Schaltregler heissen soll: Wo ist der?

MfG Spess

Autor: Otto (Gast)
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Eine Relaisspule an der stabilisierten Spannung zu betreiben halte ich 
für eine Schnapsidee - diese gehört m. E. an die unstabilisierte 
Spannung - dann natürlich Spule zwischen "+" und Kollektor des 
Schalttransistors,  Emitter an GND.

Gruss Otto

Autor: Otto (Gast)
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"sniffer" soll wohl "snubber" heißen - oder ?

http://de.wikipedia.org/wiki/Snubber

Otto

Autor: HildeK (Gast)
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>sniffer" soll wohl "snubber" heißen - oder ?
Mist - du hast natürlich Recht. Sorry.

Autor: Bensch (Gast)
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> dann natürlich Spule zwischen "+" und Kollektor des
Schalttransistors,  Emitter an GND.

Richtig. Wieso kommen eigentlich soviele Bastler auf die hirnrissige 
Idee, Emmitterfolger als Treiber einzusetzen?

Und wo bleibt der versprochene Schaltregler ????

Autor: Florian P. (eckel)
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Die Sache mit dem Relais vonn vcc nach collector ist auch schon behoben.
wie gesagt der snubber hilft auch nicht. die sache mit dem schaltregler 
tut mir leid meine natürlich den festspannungsregler...

Autor: Florian P. (eckel)
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@spess:

die 100nf sind übrigens vorhanden. aber was meinst du mit störquelle, 
wenn ich die kennen würde wärs einfacher...

Autor: Otto (Gast)
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Tritt der Fehler nur mit Last an den Relaiskontakten oder auch ohne auf 
?

Wenn der Fehler auch ohne Last auftritt, bringt ein Snubber nichts.

Wie hoch ist die Spannung am Siebelko ?

Falls Du einen 6V-Trafo verwendest, könnte bereits das Schalten des 
Relais die Spannung vor und damit auch hinter dem Regler einbrechen 
lassen.

Auch ist der Reset-Pin unbeschaltet.....

Gruss Otto

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Otto wrote:

> Auch ist der Reset-Pin unbeschaltet.....

Ist er nicht, aber ich frage mich was der 10µF Kondensator von VCC zu 
RESET soll. Ich hätte einen 100nF von GND zu RESET gelegt.

Grüße
Björn

Autor: Andreas K. (a-k)
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@Björn: 8051 sind von Intel also andersrum als üblich.

Autor: Florian P. (eckel)
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Das mit dem 10µF hat was damit zu tun das wir das anfangs während der 
ausbildung so gemacht haben mittlerweile nehm ich aber auch 100nF.

Das Problem tritt nur bei last auf ab und zu ist es der fall das beim 
einschalten der röhren das relais anfängt zu klackern, nehme an das es 
mir dem spannungseinbruch zusammenhängt, was mich aber irritiert ist das 
der timer trotzdem weiterläuft...

Autor: Otto (Gast)
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> Auch ist der Reset-Pin unbeschaltet.....

OK - habe ich übersehen

Otto

Autor: Bensch (Gast)
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Zeig doch mal ein Bild der Eingangsspannung des 7805, aber mit 
sichtbarer Skalierung.

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Andreas Kaiser wrote:
> @Björn: 8051 sind von Intel also andersrum als üblich.

Ah, ich vergaß ;)

Ich sehe gerade das der OP Leuchtstoffröhren schaltet, das sind 
natürlich ganz fiese Störquellen mit ihren hässlichen Induktionen.
Wenn die Schaltung dann noch im selben Gehäuse steckt, dann viel Spass 
mit der Entstörung.

BTW aus genau diesem Grund hat mein Belichter eine mechanische 
Zeitschaltuhr.

Grüße
Björn

Autor: Florian P. (eckel)
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Hier nochmal die Spannung vor dem 7805

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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-52V?????????

Autor: Otto (Gast)
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Gehe ich recht in der Annahme, dass die unbelastete Spannung 15V beträgt 
- kontrolliere dies mit dem Multimeter.

Ist das Oszillogramm während des Schaltens des Relais aufgenommen ?

Ist die Freilaufdiode angeschlossen und in Ordnung ?

Otto

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Florian Patzer wrote:
> Hier nochmal die Spannung vor dem 7805

Aua! wie sieht es denn mit den Störungen aus wenn Du die Röhren mal 
abklemmst ?

Grüße
Björn

[Nachtrag] und zeig doch bitte auch mal dein Layout

Autor: Michael H* (Gast)
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dicker LC vor den 7805, Snubber über relais und kleine spule in die 
230V leitung.
nachdem das ganze belichter heißt, schaltest du wohl leuchtstoffröhren 
damit. die starter stören ekelhaft. ein kleiner netzfilter kann da auch 
nicht schaden.

Autor: Florian P. (eckel)
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@Michael

Welche Werte empfiehlst du für den LC?

@björn

Ohne Last ist alles sauber...

@otto

Ja die Spannung beträgt 15v die 50V sind falsch kommt durch das 
speichern des bildes...
Ne Freilaufdiode ist dran, jedoch nur ne 4148
Die Verläufe kommen zustande wenn das relais wie wild klackert sprich 
wenn es schaltet

Autor: Otto (Gast)
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> Ohne Last ist alles sauber...

dann richte Dich nach den Rat von -holli-

Otto

Autor: Michael H* (Gast)
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was verbraucht denn deine schaltung so? da ist doch bestimmt ein LCD im 
spiel ^^
versuchs mal mit irgendwas im einstelligen µH bereich und 100µF. nachdem 
deine störungen ja bei ziemlich genau 6MHz sind, bist du damit wohl auf 
der sicheren seiten. allerdings müsstest du dir deine spannung danach 
mal auf einer größeren zeitskala anschaun, ob auch da noch alles passt. 
v.a., wenn du deine LCD-hintergrundbeleuchtung einschaltest.

das ganze kann übrigens auch sehr wohl an ungünstigem layout liegen. 
poste doch mal dein layout, falls du willst, dass wir über dich 
herfallen =)

Autor: Florian P. (eckel)
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Also en lcd hab ich nich nur 7- segmenter an nem saa1064
Schaltung so?

------L--------------------
             |
             |
             C
             |
             |
--------------------------

Autor: Michael H* (Gast)
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ja, schaltung so. ein 100nF je seite kann auch nicht schaden.

Autor: Florian P. (eckel)
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controller

Autor: Florian P. (eckel)
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power

Autor: Florian P. (eckel)
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display

welche werte empfiehlst du für den C?

Autor: Otto (Gast)
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Die Abstände der Leitebahnen der Relaiskontakte zur Spule sind 
bedenklich klein und der Querschnitt ungenügend.

Otto

Autor: Otto (Gast)
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> Die Abstände der Leiterbahnen der Relaiskontakte zur Spule

zum unbeschalteten Öffner

Otto

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Florian Patzer wrote:
> controller

Das ist aber grenzwertig. Hat das der Autorouter verbrochen?

Die Leiterbahnen zu den Relaiskontakten haben haben viel zu wenig 
Abstand
zum Rest der Schaltung und sind zu dünn.

Eine Last-Leiterbahn liegt streckenweise parallel zum Reset, und auf der 
Last-Leiterbahn hast Du Spannungsspitzen wegen der Drosseln und Starter 
der
Leuchtstoffröhren. Das muss schiefgehen.

Da hilft dir auch ein LC-Glied vor der Controllerplatine nicht viel.

Einmal neulayouten bitte und am besten von Hand, das Passt auch alles
auf eine Seite.

Grüße
Björn

Autor: Otto (Gast)
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Die unmittelbare Lage des C des Oszillators und das Fehlen von 
abschirmenden Masseflächen wird auch Probleme verursachen.

An Deiner Stelle würde ich das Relais nicht auf dieser Platine sondern 
(mit Snubber) räumlich abgesetzt montieren.

Gruss Otto

Autor: Michael H* (Gast)
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Florian Patzer wrote:
> display
Bildformate

> welche werte empfiehlst du für den C?
100µF. wenn die spannung danach niederfrequent schwingt, weniger L oder 
mehr C.

das mit den zu geringen abständen kann ich nur unterstreichen.
und wo ist überhaupt die sicherung? hoffentlich extern ^^

das ist zwar wohl alles erst für dein nächste layout, bestimmt aber 
nicht umsonst:
um deinen quarz würde eine masse-fläche wirklich nicht schaden. zudem 
sollten die kondensatoren und die leitungen zum atmel so kurz wie 
möglich und das alles so gedrängt wie möglich sein. da dann eine 
massefläche hin, die du in einem punkt mit der restlichen masse 
verbindest. auf keinen fall unter den C's irgendwelche leitungen führen. 
die vom relais schon gleich gar nicht. da zuckt und zappelt viel zu 
viel.
auch das relais kann doch leicht mit einem vorwiderstand aus deiner 
spannung direkt nach dem trafo versorgt werden. der einfachheit halber 
würd ich es dann mit einem npn gegen masse schalten.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Florian,

nur in wenigen Datenblättern genügen 100nF am Ausgang des 7805. Viele 
schalten noch einen Elko parallel.

Der Grund ist folgender:
Der 7805 ist eine Spannungsquelle mit ohmsch-induktivem Innenwiderstand. 
Wenn die Induktivität L des Reglers mit der Kapazität C am Ausgang in 
Resonanz gerät, hast Du einen Serienschwingkreis, durch den sehr viel 
Strom fließt. Im Ergebnis erhältst Du starke Spannungsschwankungen am 
Ausgang des Linearreglers aufgrund der Resonanzerhöhung.

Die Resonanzerhöhung kannst Du verringern, indem Du C vergrößerst.
Ich nehme immer einen 100µF Elko parallel zu den obligatorischen 100nF. 
Wenn's dann immer noch nicht geht, kannst Du auch 3x100nF stapeln.

Hilfreich dürfte in Deinem Fall die Verwendung von Ferritperlen sein. Du 
trennst dazu die Versorgung zum µC allseitig auf (kratzen), lötest eine 
Ferritperle ein und achtest darauf, daß am µC noch mindestens 100nF 
gegen Masse geschaltet sind - gerne auch ein Elko parallel. Dann hat der 
µC quasi eine unabhängige Spannungsversorgung, die von dem restlichen 
Geschehen nur noch wenig mitbekommt. (Voraussetzung: Durchgängige 
Massefläche ohne größere Hindernisse oder separate an nur einem Punkt 
verbundene Masse für µC).

Ferritperlen haben gegenüber Spulen den Vorteil, daß sie bei hohen 
Frequenzen nicht mehr induktiv, sondern ohmsch werden. Ich würde eine 
1000 Ohm Ferritperle nehmen.

Wenn sich die Frequenz der Störung durch die Maßnahmen nicht ändert, hat 
das Ganze eine andere Ursache.



Gruß,
  Michael

Autor: gast (Gast)
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> Wieso kommen eigentlich soviele Bastler auf die hirnrissige
> Idee, Emmitterfolger als Treiber einzusetzen?

Weil es hier in diesem Forum vorzelebriert wird, man kann ja einen 
Basiswiderstand 'sparen'. Nur baut man sich damit ein Hintertürchen für 
den "worst case"-Fall. Angenommen, am Kollektor liegt (warum auch immer) 
keine Spannung an...

Autor: Florian P. (eckel)
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Wie sieht es denn mit den MAsseflächen im allgemeinen aus, soviel wie 
möglich oder so viel wie nötig?

nochmal zu dem lc glied vorm 7805, ich würde es nun auf die 
resonanzfrequenz meiner störungsimpulse auslegen. versteh ich das 
richtig?

P.S. Vielen Dank schonmal für die zahlreiche unterstützung...

MfG Florian

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Florian,

> Wie sieht es denn mit den MAsseflächen im allgemeinen aus, soviel wie
> möglich oder so viel wie nötig?
Ein Nutzen der Massefläche liegt darin, daß der Rückleiter einer Leitung 
unmittelbar neben dem Hinleiter liegt. Das reduziert die Fläche, über 
die Du induktiv Störungen einkoppeln kannst.

Ein weiterer Nutzen der Massefläche besteht darin, daß sie eine 
konstante Referenzspannung an allen Punkten der Schaltung gewährleistet. 
Das ist bei linienförmigen Leiterbahnen aufgrund der Leiterinduktivität 
(etwa 1nH/mm) und dem daraus resultierenden Spannungsabfall nicht 
gegeben.

Normalerweise also so viel Massefläche wie nötig. Eine Ausnahme sind 
ausdrücklich EMV-Filter an den Platineneingängen. Dafür gelten besondere 
Regeln.

> nochmal zu dem lc glied vorm 7805, ich würde es nun auf die
> resonanzfrequenz meiner störungsimpulse auslegen. versteh ich das
> richtig?
Gegen hochfrequente Störimpulse (>1MHz) nimmst Du am besten 
Ferritperlen. Ihre Kennwerte sind in Ohm (für 100MHz) angegeben. 1000 
Ohm bedeutet, daß die Ferritperle bei 100 MHz einen resistiven 
Widerstand von 1000 Ohm hat.
Am besten schaust Du Dir aber die Kennlinien im Datenblatt an.


Gruß,
 Michael

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Zu TTL-Zeiten gabs mal ne Faustregel: 100µF pro Board und 47nF pro Chip

Spannungsregler sind üblicher Weise nicht sehr fix im Lastausgleich, 
daher sind 100µF dahinter ne super gute Idee.
Und bei Lastströmen >100mA greift Faustregel 2: 1000µF je 1A.
Hatte damit noch nie Probleme.

Nen Spannungsregler nur mit ner 100nF Pille allein zu lassen, habe ich 
noch nie probiert.


Peter

Autor: Otto (Gast)
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und ganz ohne C ist er ein prima UHF-Sender.....

Otto

Autor: Michael H* (Gast)
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Florian Patzer wrote:
> nochmal zu dem lc glied vorm 7805, ich würde es nun auf die
> resonanzfrequenz meiner störungsimpulse auslegen. versteh ich das
> richtig?
nö, muss nicht. bei deiner frequenz des filters wird um 2 dekaden 
gedämpft. pro dekade frequenz 2 dekaden dämpfung - filter 2ter ordnung.
da du ja als gewünschte frequenz DC hast, kannst du den filter so "groß" 
auslegen, wie du willst. nur eben darauf schaun, dass deine spule nicht 
zu hochohmig wird.
nur eine ferritperle halte ich bei den frequenzen nicht für ausreichend. 
auf nummer sicher gehst du mit dem LC.

halb OT:
auf resonanz müsstest du eher einen serienschwingkreis parallel zur 
versorungsspannung auslegen.
  ^  5V
  |
 ###
 ### spule
 ###
  |
  |
 === kond
  |
  |
 --- GND
der filter wird für seine resonanzfrequenz "leitend". wenn du so filtern 
wollen würdest, müsstest du ihn auf resonanz mit den störungen auslegen.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Michael,

> nur eine ferritperle halte ich bei den frequenzen nicht für ausreichend.
> auf nummer sicher gehst du mit dem LC.
Wenn ich das richtig abgelesen habe, geht es um etwa 5 MHz (eine 
Schwingung auf 200ns).

Für 5MHz geht LC sicherlich auch, denn selbst kleine SMD-Spulen haben 
häufig Resonanzfrequenzen von >30MHz.

Es gibt allerdings auch Ferritperlen, die in diesem Frequenzbereich 
wirksam sind. Da die Ferritperlen die Störungen direkt in Wärme 
umsetzen, würde ich sie - sofern gängig - bevorzugen.
Diese Ferritperle
http://de.farnell.com/1635737/passive-bauelemente/...

http://www.farnell.com/datasheets/123253.pdf

beispielsweise hat bei 5MHz schon etwa 30 Ohm (Realteil) bzw. >100 Ohm 
als Betrag der Impedanz. Ein 100nF-Schwingkreis 0603 ist bei diesen 
Frequenzen sehr niederohmig (<1 Ohm), so daß der Spannungsteiler 
durchaus wirksam werden dürfte:
http://www.epcos.de/inf/mlcc/HF-Messkurven/X7R0603...

Du darfst halt bloß keine 50 Ohm (100MHz)-Ferritperle nehmen.



Gruß,
  Michael

Autor: Florian P. (eckel)
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mit den ferritperlen also so?

5V vom System---------perle---------------------------Controller
                                  |
                                  |
                                  |
                                  |
                                 100nF
                                  |
                                  |
                                  |
                                  |
                                  |
Masse-----------------------------

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Florian,

> mit den ferritperlen also so?
>
> 5V vom System---------perle---------------------------Controller
>                                   |
>                                   |
>                                   |
>                                   |
>                                  100nF
>                                   |
>                                   |
>                                   |
>                                   |
>                                   |
> Masse-----------------------------

ich dachte, in der Diskussion ginge es zunächst um den Eingang des 
Linearreglers, da ihr ja diskutiert habt, daß die Störung schon dort ins 
System reinkommen.

Im angehängten PDF sind mehrere Beispiele, wie Du die Ferritperlen 
sinnvoll einsetzen kannst:

Oberes Beispiel
Das obere Beispiel zeigt, wie Du einen Spannungsregler ordentlich 
anschließt. Die Ferritperlen L101 und L102 wirken zusammen mit dem 
100nF-Kondensator C102 als ein Netzfilter, das insbesondere auch für die 
5-6 MHz Störfrequenz wirksam sein sollte.
Die Ferritperlen haben gegenüber Widerständen den Vorteil, daß sie 
nahezu keinen Gleichstromwiderstand haben. Gegenüber Spulen haben sie 
den Vorteil, daß sie bei hohen Frequenzen ohmsch werden.
Für so niedrige Frequenzen wie die 5-6 MHz kannst Du aber auch ganz 
normale Spulen nehmen, so wie der andere Michael das vorgeschlagen hat.

D101 (Verpolschutzdiode), D102 (gegen Spannungsspitzen) und D103 (falls 
die Eingangsspannung unter die Ausgangsspannung kommen kann) sind 
optional.

Auf die Elkos C101 und C104 haben Dich schon mehrere 
Forumsteilnehmer hingewiesen. Sie sind wichtig, und ehe sie nicht drin 
sind, solltest Du nicht nach anderen Fehlerquellen suchen.


Untere Beispiele
Die unteren Beispiele zeigen, wie Du die Spannungsversorgung des µC 
nochmals gegen Störungen schützen kannst. Das rechte Beispiel ist 
normalerweise das wirksamere, aber Du mußt mehr kratzen. Wenn Du eine 
durchgehende Massefläche hast, dürfte das linke Beispiel reichen.

Die 100nF direkt am µC gehören immer dorthin, auch wenn sich schon ein 
100nF beim Schaltregler befindet.

Das ist in Schaltungen immer so: Der Spannungsregler bekommt einen Elko 
und einen Keramikkondensator (meist 100nF), und jedes einzelne 
Bauelement bekommt nochmal einen Keramikkondensator (meist 100nF).


Gruß,
  Michael

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hier der Schaltplan.

Autor: Florian P. (eckel)
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Was haben die Massen GNDIO und DGND zu sagen heisst das das diese sachen 
getrennt sind oder wie darf ich das verstehen?

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Florian,

> Was haben die Massen GNDIO und DGND zu sagen heisst das das diese sachen
> getrennt sind oder wie darf ich das verstehen?
Ja, genau. Getrennt, aber an einem Punkt (hier: über eine Ferritperle) 
miteinander verbunden.

Auf Leiterplatten unterteilst Du aus EMV-Gründen häufig die einzelnen 
Massen: beispielsweise für AGND (Analog Ground), DGND (Digital Ground) 
oder GNDIO (Input-Output). ICs haben aus diesem Grund häufig sowohl 
AGND- als auch DGND-Anschlüsse. Die einzelnen Masse(flächen) werden dann 
jeweils an genau einem Punkt gleichspannungsmäßig miteinander verbunden. 
Der Vorteil bei der Auftrennung besteht darin, daß die Rückströme 
beispielsweise von Digitalsignalen nicht in der Masse der Analogsignale 
herumlaufen und dort Störungen in den Analogsignalen verursachen.

So ähnlich schlage ich das ja in diesem Fall auch vor: Ich will 
verhindern, daß die in der Gleichspannungsversorgung enthaltenen 
Störungen auf komplizierten Wegen über die Massefläche laufen können und 
dort Schaden anrichten. Die Gleichspannungsversorgung (+ und Masse) soll 
in unmittelbarer Nähe zueinander verlaufen, am besten miteinander 
verdrillt sein und erst dann auf die Platine kommen, wenn die Störungen 
ausgefiltert sind.


Gruß,
  Michael

Autor: Florian P. (eckel)
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Hast du evtl ein beispiel sprich en einfaches layout wo ich das 
nachvollziehen kann.

die Masse für Ein-und Ausgänge also GNDIO ist vorm regler d.h. du 
verbindest die Masse der Ein- und Ausgänge alle mit GNDIO?

DGND ist also nur für die IC´s getrennt von GND und GND an sich ist nur 
für die Spannungsversorgung der IC´s?

Und alle Massen werden an exakt einem Punkt miteinander verbunden Bsp 
auf der Versorgungsplatine?

P.S kanns mir vorstellen doch mir fehlt noch die realisierung...

Mfg Florian

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Hast du evtl ein beispiel sprich en einfaches layout wo ich das
> nachvollziehen kann.
auf dem Rechner hier habe ich kein Beispiel, ich werde mal schauen, wenn 
ich wieder am anderen Rechner bin.

Eine gute Lektüre zu dem Thema ist übrigens
http://www.amazon.de/gp/product/0780353765

> die Masse für Ein-und Ausgänge also GNDIO ist vorm regler d.h. du
> verbindest die Masse der Ein- und Ausgänge alle mit GNDIO?
Ja, dafür wäre GNDIO. Und dieser Ground wird dann über ein Filter auf 
den "normalen" GND gelegt.

Ein Beispiel, bei dem GNDIO angebracht ist, ist der Anschluß von 
Flachbandkabel mit mehreren digitalen Signalen. Wenn man bei 
Flachbandkabeln ein wenig auf EMV achtet, dann ist mindestens jedes 
zweite Kabel Masse. Diese Massen schließt Du alle an GNDIO an und GNDIO 
über ein Filter an GND. Zwischen beiden Massen (GNDIO und GND) ist im 
Layout dann eine nicht zu schmale Lücke.

Für ein Flachbandkabel, das von anderswo herkommt, definierst Du dann 
ein  GNDIO2 und gehst analog vor.

> DGND ist also nur für die IC´s getrennt von GND und GND an sich ist nur
> für die Spannungsversorgung der IC´s?
Ne, so war's nicht gemeint.

DGND ist der Ground für digitale Bauelemente (alles was Taktsignale mit 
steilen Flanken hat, also Mikrocontroller, Schaltregler u. ä.) Digitale 
Signale machen große Störungen.

AGND ist für analoge Bauelemente wie Operationsverstärker u. ä. Analoge 
Signale machen aufgrund der fehlenden Flankensteilheit meist weniger 
starke Störungen.

Und dann gibt es Bauelemente, die beide Grounds haben wie beispielsweise 
AD-Wandler und viele Sensoren (digitale Ansteuerung, analoger 
Sensorausgang). Die haben dann einen GND und einen AGND-Anschluß.

> Und alle Massen werden an exakt einem Punkt miteinander verbunden Bsp
> auf der Versorgungsplatine?
Ja, das wäre ideal. Meist läuft es aber so, daß Du Leitungen hast, die 
digitale Signale führen. Für die definierst Du ein GNDIO_Digital und 
verbindest es mit DGND.

Für analoge Signale definierst Du ein GNDIO_ANALOG und verbindest es mit 
GND (oder Du nutzt für jedes Analogsignal ein eigenes Filter).

Und irgendwo auf dem Board verbindest Du AGND mit DGND.


Wie ist das denn jetzt mit Deinen Netzstörungen. Gehen sie mit dem 
Eingangsfilter weg oder nicht?


Gruß,
  Michael

Autor: Florian P. (eckel)
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Hab als erstes mal die Sache mit dem Relais umgeändert, dadurch das es 
jetzt stärker schaltet prellt der kontakt nicht mehr so und die 
Störungen sind zurückgegangen... Die Sache mit dm Filter werde ich noch 
realisieren hab die Ferritperlen heut bekommen. sollte es nicht funzen 
werd ich mich sicherlich nochmal melden...

P.S. Vielen Dank für die Unterstützung, wieder was dazugelernt!!!

MfG Florian

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