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Forum: Codesammlung SD-Karten-Wave-Recorder


Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
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Hallo Forengemeinde,

der Prototyp eines semi-professionellen Audio-Recorders ist fertig. Er
ist im Zuge einer Studie zum neuen ATMEL XMega128A1 Controllers und aus
dem Bedarf nach einem unkompliziert zu bedienenden, handlichen
Audio-Recorder entstanden, welcher ohne Datenkompression auskommt und
studiotauglichen Klang bietet. Die Entwicklung ist noch nicht
abgeschlossen und die Pläne müssen nochmal überarbeitet werden, aber die
erste Generation läuft und arbeitet zufriedenstellend.

Der Technische Aufbau ist wie folgt:

Hauptcontroller: ATXMega128A1 @ 36.864MHz (3x12.288Mhz)
Nebencontroller: 2x ATTiny2313 @12.288Mhz
Anzeige (grafisch): Electronic Assembly DOG, 132 x 32 Pixel,
HG-Beleuchtung
A/D-Wandler: Cirrus CS5343
D/A-Wandler: Cirrus CS4344
I2S->SPDIF-Converter: Cirrus CS8406
Kopfhörer-Verstärker: TDA1308A
Puffer-SRAM: CY7C1019 (128kByte)
Step-Up-Converter, Buchsen und Hühnerfutter

Die Features sind momentan:

Aufzeichnung im RAW-PCM-Format 48kHz, 16Bit
Anzeige Speicherkarten-Kapazität in Minuten+Sekunden
Anzeige aktuelle Position in Minuten+Sekunden
Anzeige Pufferfüllstand bei der Aufzeichnung
Anzeige Pegel l. & r. Kanal, audiotechnisch relevante Bereiche markiert
Anzeige SD-Kartenstatus
Anzeige Akku-Füllstand
Umgebungslichtabhängige Hintergrundbeleuchtung der Anzeige
1x Line-Eingang analog
1x Line-Ausgang analog
1x Kopfhörer-Ausgang
1x optischer SPDIF-Ausgang
Aufzeichnung, Wiedergabe, schnelles Spulen vor und zurück, Stop
gemeinsame, digitale Lautstärke-Steuerung aller Ausgänge


Das Gerät fungiert wie eine Art Bandmaschine, die Aufnahme/Wiedergabe
erfolgt fortlaufend ab der aktuellen Position und unmittelbar auf
Knopfdruck. Es soll bei länger andauernden Aufnahmesitzungen den
Computer ersetzen. Eine Trackmarkierung ist noch geplant, die Positionen
sollen auf der Karte in einem separaten Sektor abgespeichert werden. Die
Audiodaten liegen auf der Karte als durchgehender Stream und ohne
Dateisystem vor, um die Schreib-Performance zu wahren. Ein Puffer-Ram
von 128kByte (64kByte verwendet) verhindert Aussetzer durch
Sektorsprünge, die die SD-Karten von Zeit zu Zeit willkürlich aufgrund
des Wear-Levellings durchführen. Ab etwa 32kByte waren alle getesteten
Karten bei dem gegebenem Datenaufkommen zuverlässig zu beschreiben. Ein
Import der Daten auf PC oder MAC ist über passende Software, bspw.
HEX-Editoren, möglich.

Die Schaltpläne und das Layout folgen noch, ebenso audiotechnische
Messungen des Frequenzganges, des Signal-Rausch-Verhältnisses und der
Verzerrungen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Anregungen und Fragen sind
willkommen.
Grüße!
TravelRec.
Autor: Michael Werner (michelw)
Datum:

Hallo Travel Rec,
ich verneige mein Haupt.

Wie lange läuft das Gerät mit den Akkus?
Welchen Step Up verwendest Du?
Sind das alles leicht zu beziehende Bauteile?
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Hallo Michael,

die Bauteile habe ich in der Hauptsache von CSD-electronics und das
Display ist von Angelika. Der Step-Up ist ein LM2621, bezogen über
Mercateo. Das Gerät braucht etwa 200mA bei 2.4V (120mA nach Step-Up)
beim Schreiben oder bei der Wiedergabe, ein Satz 2000er Mignon hält also
knapp 10 Stunden.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
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Die Pläne als Eagle *.sch und als *.png Dateien.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
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Anbei der erste Performance-Test: Analoger Soundkarten-Ausgang über 1.5m
Kabel an den SD-Wave-Recorder, SPDIF-Ausgang zürück auf SPDIF-Eingang
der
Soundkarte. Die Daten enstprechen der Aufnahmequalität. Testsoftware ist
der RightMarkAudioAnalyzer, Version 6.2
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
Angehängte Dateien:

Und das Layout. Der Schaltplan ist auch aktualisiert. EAGLE Dateien.
Autor: Otto (Gast)
Datum:

Das ist in der Tat sehr beeindruckend. Aber, weil das hier die
Codesammlung ist, wo ist der Code den du uns gerne zeigen möchtest?
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Kommt bald - als *. hex vorerst, da ich zum Bereinigen noch etwas Zeit
brauche. Außerdem gibt es keine "Hardwaresammlung".
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
Angehängte Dateien:

Ja hallo nochmal,

ich hatte noch eine neue Messung getätigt, diesmal mit anständigem und
kurzen analogem Kabel. Die Ergebnisse im Anhang.
Autor: Anselm 68 (anselm68)
Datum:

Hi Travel,

ich bin wirklich sehr beeindruckt von deiner Leistung ;)

Gruß Anselm

p.S: Wenn ich mal viel Zeit habe (kommt letzte Zeit so wenig vor) lasse
ich mir noch eine XLR dafür einfallen (dadurch direkt am Mischpult
anschliessbar)
Und Eingangsstufe mit Dämpfungsmöglichkeit.
Aber vielleicht hat jemand weiteres noch Zeit und Interesse daran ;)
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Hallo Anselm,

es sind noch viele Erweiterungs- und Verbesserungsmöglichkeiten da. Wenn
der Kern der Schaltung erstmal funktioniert, kann man noch einiges an
Peripherie dranstricken, zum Beispiel auch eine MIDI-Steuerung der
Funktionen oder eine Fernbedienung über Funk/IR oder die Möglichkeit,
mehrere Recorder zu synchronisieren, um Mehrspuraufnahmen zu machen. Und
man kann sich natürlich auch noch einige Finessen in der Software
ausdenken ;-)
Autor: Karl Dietmann (karlmonster)
Datum:

Hallo,

ist es denn möglich den code iwi zu bekommen ?
wäre angesichts der tollen ergebnisse ja eine wunderbare sache.

Vielen Dank schonmal

PS ist es vll möglich auch an den source-code zu kommen (also nicht nur
an die *.hex?)

KarlMonster
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Hallo Karl,

wenn Du das Teil 1:1 nachbauen möchtest, dann nur zu. Die Codes schicke
ich Dir als *.hex. Wenn Du in ASM fit bist, kannst Du auch die Sources
haben, die sind aber noch ein bisschen dreckig ;-).
Autor: Linkidinki (Gast)
Datum:

Autor: Karl Dietmann (karlmonster)
Datum:

Hallo,

ja das wäre super wenn du mir beide Files schicken könntest. Ich werde
erstmal 1:1 nachbauen und dann bisschen mich am code zu schaffen machen.
willst du die files hier hochladen oder willst du meine e-mail ?


Vielen Dank nochmal

KarlMonster
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Gib mir mal gelegentlich Deine Mail. Es sind 3 Codes hochzuladen,
jeweils einer für die Tinys und einer für den XMega.

Die meisten Bauteile, speziell die Spezial-ICs von Cirrus, das SRAM,
TDA1308 und den Quarz-Oszi 12.288Mhz gibt es bei CSD-electronics. Das
EA-Dog-Display und die Folien-Cs sind von Reichelt. Der
Step-Up-Converter + Induktivität ist von Mercateo geliefert.
Autor: Karl Dietmann (karlmonster)
Datum:

Hab dir ne PN geschrieben mit meiner mail ... sagste wennse ned
bekommsch oder sonst was ...
Achja noch was: macht der µC denn testroutines mit dem SPDIF-Converter
Cirrus CS8406? Ich habe im moment nämlich keine intresse an SPDIF und
daher dachte ich ans weglassen des Bereiches. Wenn der µC das allerdings
testet ob da was ist oder ob der in Ordnung ist wäre das iwi doof.
Danke

KarlMonster
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Der SPDIF-Controller ist optional, er hängt quasi als Aufsatz an den
Digital-Leitungen des DAC und ist für den XMega nicht sichtbar.
Autor: Karl Dietmann (karlmonster)
Datum:

Hi,
sry möchte dich nicht nerven, aber könntest du mir die codes schicken ?
ich bin mit der hardware fast fertig ^^ jetzt bräucht ich noch die codes
zum rumfeilen bzw zum direkt mal ausprobieren. Was für eine Software
bzw. welchen Hex-Editor verwendest du denn um den stream dann
letztendlich zur "richtigen" datei zu machen ?
Danke nochmals & schöne weihnachten

KarlMonster
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Oohh, hi nochmal. Ich habe Deine PN leider irgendwie nicht erhalten. Geh
mal bitte auf www.electricstart.de und schreibe mir auf der Kontaktseite
Deine Adresse, dann melde ich mich sofort. Ich verwende AVR-Studio4.14.
Die Fuse-Einstellungen brauchst Du ja dann auch noch. Bis denne.
Autor: Gast (Gast)
Datum:

@travelrec
Das hier ist eine Codesammlung! Das Projekt posten und damit angeben wie
toll du bist und dann noch nichtmal den Code mitliefern, finde ich etwas
erbärmlich.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ich gebe den Code deswegen noch nicht ´raus, weil er nicht fertig und
nicht ausreichend dokumentiert ist. Wenn jemand das Projekt nachbauen
möchte, bekommt er selstverständlich die Sources. Ich möchte lediglich
verhindern, daß über Programmierstil oder Formsachen hergezogen wird,
weil ich das Forum kenne ;-). Finde es erbärmlich, wenn Du magst.
Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
Datum:

Ich konstruiere auch seit ein paar Monaten so ein Viech, allerdings mit
eingebauter Festplatte. Das deshalb, weil ich die direkte Aufzeichnung
auf SD-Karte irgendwie mutig finde: Bei verschiedenen Versuchen von Chan
und anderen wars mit der Schreibrate immer verdammt knapp.

Völlig wertfrei, also quasi nur, um dich unter Druck zu setzen, mal
meine Vorstellung *grins*:
- 44,1kHz bei 16 Bit
- ATmega16 vermutlich
- symmetrische XLR-Ein- und Ausgänge
- SD-Kartenslot zum Datenaustausch

Viel Erfolg und Chapeau!
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

>Das deshalb, weil ich die direkte Aufzeichnung
>auf SD-Karte irgendwie mutig finde: Bei verschiedenen Versuchen von Chan
>und anderen wars mit der Schreibrate immer verdammt knapp.

Direkt ist relativ, bei dem hier vorgestellten Gerät nutze ich 64kByte
externes SRAM zum puffern, falls die Karte mal ihr wear-levelling
ausführt und nicht schnell genug die Daten abnimmt.

> mal meine Vorstellung *grins*:
>- 44,1kHz bei 16 Bit
>- ATmega16 vermutlich
>- symmetrische XLR-Ein- und Ausgänge
>- SD-Kartenslot zum Datenaustausch

Echtes Wave mit ATMega16? Das wird sportlich. An welche externen Wandler
hast Du dabei gedacht? Ich finde die Interrupt-Response-Time vom Mega16
bei 16Mhz etwas zu lang. Bei seriellen Wandlern könnte es da zu
Laufzeitproblemen kommen. Das war der Grund, weshalb ich mit XMega und 2
Sub-Controllern gearbeitet habe. Symmetrische XLRs sind cool, erweitern
die technischen Anforderungen an die analoge Sektion aber doch erheblich
und setzen den Stromverbrauch hoch. Naja - kommt immer drauf an, wofür
man das Teil im Alltag einsetzen möchte.
Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
Datum:

"Rohdaten-WAV", joa. Mit SPI-Wandlern von TI haut das schon hin, viel
Zeit fürs Display bleibt aber nicht, das ist wahr.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Was denn für Wandler genau? Bin mal neugierig :)
Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
Datum:

Momentan hab ich vorne ADS8517 und hinten DAC8831 verplant. Bin
allerdings selbst auch noch gespannt, ob das alles hinhaut :-}
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Aha. Der ADS8517 ist aber kein Audio-ADC, was bedeutet, daß er keinerlei
Filter onboard hat. Du mußt also das Anti-Aliasing analog und diskret
vor dem ADC aufbauen. Desweiteren ist das Teil nur einkanalig, also
"Mono". Gleiches trifft für den DAC8831 zu. Was dazu kommt ist, daß Du
das Timing zumindest für den DAC mittels des Controllers generieren
mußt, wodurch Du Dir einen nicht unerheblichen Jitter im DAC einfängst.
Der nachfolgende Tiefpaß muß auch extern und diskret aufgebaut werden.
Also nichts für empfindliche Ohren.
Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
Datum:

Travel Rec. wrote:
> Aha. Der ADS8517 ist aber kein Audio-ADC
Korrekt

>, was bedeutet, daß er keinerlei Filter onboard hat.
Korrekt, so kann ich aber im Zweifelsfall den Filter noch auf die
Samplingfrequenz abstimmen. Da ich ohnehin Analoggeraffel drinnehab
(Desymmetrierer, Vorverstärker usw.) geht das in Einem.

> Du mußt also das Anti-Aliasing analog und diskret
> vor dem ADC aufbauen.
Korrekt

> Desweiteren ist das Teil nur einkanalig, also "Mono". Gleiches
> trifft für den DAC8831 zu.
Korrekt und korrekt. Es werden je zwei ADC und zwei DAC verbaut.

> Was dazu kommt ist, daß Du das Timing zumindest für den DAC mittels
> des Controllers generieren mußt,
Korrekt.

> wodurch Du Dir einen nicht unerheblichen Jitter im DAC einfängst.
Nicht zwangsläufig. Wie du schon sagst, sportlich wirds allemal, aber
die beiden Klicker sind ziemlich überschaubar, sodass der Drift doch
vernachlässigbar ist.

> Der nachfolgende Tiefpaß muß auch extern und diskret aufgebaut werden.
Korrekt. Auch hier geht das in Einem, da ich wieder den Symmetrierer
brauche.

> Also nichts für empfindliche Ohren.
Das wollen wir noch sehn :-}
Ganz astrein ist das alles sicherlich nicht (ich erfind gern das Rad
neu, ist mir bewusst...), aber der Lerneffekt steht ganz eindeutig im
Vordergrund, zumal ich die Wandler bereits aus anderen Projekten übrig
hatte.
Mal nen guten Platinenentwurf vorausgesetzt, dürfte die Sache so übel
garnicht werden, zumindest die Simulation meiner Vorstellung an Filtern
sieht schonmal ganz gut aus.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ich habe gehörig Respekt vor Deinem Vorhaben. Meine ersten Experiemente
mit dem XMega bezogen sich auf die internen Wandler. Diese haben zwar
nur 12 Bit, aber zum Testen war das schon ganz gut. Was mir dabei
aufgefallen war, ist die Tatsache, daß ein vernünftiges analoges Filter
mit steiler Charakteristik ein fieses Unterfangen ist. Du willst das nun
gleich 4x aufbauen. Bei den externen Wandlern von Cirrus wird digital
gefiltert und das sowas von steil, daß man den Cut oberhalb von 22kHz
wirklich nicht wahrnimmt. Bei meinen vormals analogen Filtern war ein
deutlicher Transparenzverlust gegenüber dem Originalsignal zu hören,
obwohl ich mit der Grenzfrequenz testhalber auch mal ein Stück über
fsample/2 gegangen war. Also ich wünsch Dir Glück und bin auf die
Ergebnisse gespannt.
Autor: iii (Gast)
Datum:

Es wäre schön wenn Du noch was zu den Kosten sagen könntest.
Kann man die Platine per Toner-Transfer hinbekommen oder ist sie
"error-prone"?
Ist schon ein Verstärker eingebaut, oder braucht man noch einen
(Mikrofon-)Verstärker um ein Audiosignal von ~1V zu bekommen?
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Kann ich Dir nicht sagen, ob Tonertransfer da funkioniert, weil ich das
noch nicht probiert habe. Ich habe die Platine mittels Ink-Jet-Ausdruck
auf Papier und normaler Belichtung hergestellt. Die dünnsten
Leiterbahnen sind 0.25mm breit und die schmalsten Abstände zwischen den
Leiterbahnen sind ebenfalls 0.25mm, in der Hauptsache um den XMEGA
herum. Alle anderen Leiterbahnen und Abstände sind breiter. Die Kosten
belaufen sich inklusive der Spezial-ICs und des Grafik-Displays auf etwa
50 EUR. Das Gerät verarbeitet unsymmetrischen Line-Pegel, für
Mikrofonanschluß muß also ein externer Verstärker vorgeschaltet werden.
Autor: Micha68 (Gast)
Datum:

Hi!
Zuerst mal: Super Projekt und sauber ausgeführt!

Eine Frage zum Display:
Ich habe hier das gleiche Modell auf meinem Steckbrett, läuft
einwandfrei.

Allerdings habe ich als Kondensatoren für die Spannungswandler, wie im
Datenblatt abgegeben, 1uF genommen. Laufen die auch mit 100nF? Die wären
ja um einiges kleiner. Hast Du spezielle Einstellungen benutzt?

Danke und Gruss,
Micha68
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Danke für die Blumen :o). Ja, diese Ausführung des Displays läuft mit
100nF Kondensatoren stabil und ohne Probleme, ich hatte es einfach mal
mit den Pillen getestet und es lief. Ich habe die Standard-Init aus dem
Datenblatt genommen.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Hier die Init, ist ein Software-SPI:

;---------------------------------------------------------
EA_DOG_INIT:
 sbi  VPORT2_Out, DispReset
 cbi  VPORT2_Out, DispComDat

 ldi  Temp, $40
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $A1
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $C0
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $A6
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $A2
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $2F
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $F8
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $00
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $23
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $81
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $1F
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $AC
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $00
 rcall  EA_DOG_Write

 ldi  Temp, $AF
 rcall  EA_DOG_Write
 ret

;---------------------------------------------------------
EA_DOG_Write:
 cbi  VPORT2_Out, DispCS
 ldi  TempH, 8

_DWLoop:
 lsl  Temp
 brcs  _DataHigh

_DataLow:
 cbi  VPORT2_Out, DispData
 rjmp  _DWClock

_DataHigh:
 sbi  VPORT2_Out, DispData

_DWClock:
 sbi  VPORT2_Out, DispClock
 nop
 cbi  VPORT2_Out, DispClock

 dec  TempH
 brne  _DWLoop

 sbi  VPORT2_Out, DispCS
 ret
Autor: Micha68 (Gast)
Datum:

Hi!
Super, Danke. Dann werd ich das mal probieren.

Gruss,
Micha68
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
Angehängte Dateien:

Es hatte sich ein kleiner Fehler im Layout des CS8406 eingeschlichen,
das Valid-Bit war falsch angeschlossen. Somit wurde zwar ein
Audio-SPDIF-Stream ausgegeben, dieser war aber als ungültig markiert.
Einige Geräte haben damit Probleme (A/V-Receiver).

Beste Grüße,
TravelRec.
Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
Datum:
Angehängte Dateien:

Ich würde mittelfristig das Gerät auch gerne nachbauen, um mal den Klang
zu vergleichen mit den Geräten, die ich so gebaut habe. (Das Gerät hier
ist bestimmt besser!) :-)

Als Vorbereitung habe ich mal aus Eagle die Partlist exportiert und
versucht, die Bauteile, die mir vertraut vorkamen, in
Bestellinformationen umzusetzen (auch um zu sehen, wieviel das Ganze
dann kostet). Dazu habe ich beiliegende Excel-Tabelle erstellt.

Wie man sieht, gibt es offene Fragen zu Lieferanten, Bauformen etc.
@Karl - Du bist ja wahrscheinlich inzwischen fertig - wie läuft es so?
Wärst Du so nett, für andere potentielle Nachbauer und mich, in der
Tabelle ein paar Zellen mit den Fragezeichen auszufüllen?

Ich habe es nicht eilig, hab sowieso wenig Zeit, bei mir wird sich das
mindestens ein paar Wochen sicher hinziehen. Deshalb wären bei weiteren
Nachbauinteressenten Sammelbestellungen und Platinenfertigung denkbar
(ich löte SMD dann doch lieber mit Lötstoplack..)

Wer macht mit?
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Hallo Carsten,

bin gerade am durchgucken, was meinst Du denn mit den Eintragungen
"andere Bauform!"?
Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
Datum:

Wahrscheinlich ist es kein Problem: Eagle sagte, die Bauform wäre 0603,
die, die ich gefunden habe, waren 0403. Einfach die Frage, ob es
anzulöten geht und auf die Platine paßt (interessanter bei den Tastern).
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Alle passiven BE auf dem Recorder bis auf wenige Ausnahmen sind 0603,
CSD hat in 0603 eigentlich alles da. Falls nicht, in Kürze auf Anfrage.
Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
Datum:

ok, vielleicht habe ich bei der Suche nur nicht richtig "getroffen".
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
Angehängte Dateien:

Erstmal ein Zwischenbericht, Fortsetzung folgt.
Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
Datum:

Wenn wir schon teilweise in Polen bestellen, vielleicht paßt auch der
SD-Slot "MCC-SD" bei www.TME.pl? Aber Du hast ja gesagt, es ist nur ein
Zwischenstand.. nur kein Stress.. :-)
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Nö, der ist zu teuer und paßt nicht auf´s Layout.
Autor: tuxscreen (Gast)
Datum:

Hi travel rec,

nettes Projekt - gibt es hier eigentlich schon Neuigkeiten?
Wie hast Du die Anbindung der CODECS gelöst? I2S in Software?

Gruß
tuxscreen
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

>nettes Projekt - gibt es hier eigentlich schon Neuigkeiten?

Welche Neuigkeiten erwartest Du? Mein Gerät läuft und läuft. Mit ein
paar Einschränkungen im Programm - aus Zeitmangel :-(

>Wie hast Du die Anbindung der CODECS gelöst? I2S in Software?

Ja genau. In den beiden Tiny2313 Controllern, einer macht die Eingabe
vom ADC zum Xmega, der andere macht die Ausgabe vom XMega zum DAC /
SPDIF Interface.
Autor: mike (Gast)
Datum:

@Travel Rec.

Ich hätte auch Interesse am Code (besonders an dem im Tiny2313), wurscht
ob er schön ist oder nicht.
Autor: Mr. G (Gast)
Datum:

Hi TravelRec,

tolles Projekt. Meinen Respekt.
Ich plane bin im Moment etwas sehr ähnliches, aber doch etwas anders. Im
Moment überlege ich, welche Kondensatoren ich nehme, da das ja nicht zu
unterschätzen ist. An verschiedenen Stellen habe ich gelesen, dass man
MKP-Typen nehmen sollte, doch sind die, die ich bisher gefunden habe bei
1uF recht groß. Welche verwendest du?

Viele Dank und Grüße,

Gigi
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Die Line-Ein- und Auskoppelkondensatoren sind die roten
MKS-Kondensatoren mit 63V Gleichspannungsfestigkeit, sind bei 4µ7 etwa
6x6x10mm, 1µ ist etwas schmaler. Für die Kopfhörerauskopplung sind 105°C
Elkos mit 100µ/10V eingesetzt worden. Weitere Koppelkondensatoren sind
nicht nötig.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ja hallo nochmal,

wollte nur vermelden, daß die Firmware derzeit gerade gewartet wird.
Eine Indizierung der aufgezeichneten Musikdaten wird eingebaut, so daß
direktes Anspringen der Titel möglich ist, nützlich z.B für die
Untermalung von Veranstaltungen. Die sogenannte TOC (Table Of Contents)
wird auf Kartensektor $000001 abgelegt und bietet Platz für 99
Indexmarken. Einige Kleinigkeiten gibt es noch zu verbessern, dann kommt
die neue .hex, für eventuelle Nachkonstrukteure ;-)
Autor: TheMason (Gast)
Datum:

@travel rec

erstmal : respekt !!

klasse projekt. auch was die daten bezüglich klangqualität angeht.
saubere arbeit :-)
vllt bau ich mir das teil auch nach (wenn ich die entsprechenden ic's
bekommen kann).
aber die idee mit dem mehrspurgerät find ich echt witzig. dann müsste
man nur die reinen tinys+xmega+rams+sd auf ner kleine platine
unterbringen (also so das quasi nur i2s signale gespeichert werden) das
ganze mal 4 oder mal 8, das routing der i2s signale von einem cpld/fpga
machen lassen (mit einschleifmöglichkeit für einen tas3103 oder so) und
dann ne adat schnittstelle dranmachen ;-)) ... ok ist vllt etwas weit
gesponnen, aber man darf ja noch träumen ;-))

trotzdem, riesen respekt, allein für den analog-teil. allein diesen würd
ich mir als wandler wahrscheinlich mal nachbauen wollen ;-)
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ja, danke für die Blumen.

>dann müsste
>man nur die reinen tinys+xmega+rams+sd auf ner kleine platine
>unterbringen (also so das quasi nur i2s signale gespeichert werden) das
>ganze mal 4 oder mal 8, das routing der i2s signale von einem cpld/fpga
>machen lassen (mit einschleifmöglichkeit für einen tas3103 oder so) und
>dann ne adat schnittstelle dranmachen ;-)) ... ok ist vllt etwas weit
>gesponnen, aber man darf ja noch träumen ;-))

Mach, was Du nicht lassen kannst ;-). Sofern meine Zeit das erlaubt,
werde ich mal gucken, was der XMega noch an Daten wegschaufeln kann. Am
sichersten wäre es wohl, die Geräte modular aufzubauen und zu
synchroniseiren, da eine einzige Speicherkarte schon an 4 Spuren
48k/16Bit zu kämpfen hätte oder die RAM-Puffer elendig groß sein müßten.
Außerdem hätte man im Fall eines Kartenfehlers zur Laufzeit nur 2 Spuren
Verlust und das Kartenformat wäre einfacher gestaltet. Mal gucken...
Autor: TheMason (Gast)
Datum:

@travel rec

>Am sichersten wäre es wohl, die Geräte modular aufzubauen und zu
>synchroniseiren, da eine einzige Speicherkarte schon an 4 Spuren
>48k/16Bit zu kämpfen hätte

so meinte ich das auch ... 4 spur auf ner sd karte wäre overkill, aber
wenn man aus dem tiny-xmega-ram-sd-karten-verbund kleine module machen
würde (also immer 2 stereo-kanäle pro sd karte) wärs sicherlich denkbar.
aber das ganze ist wohl denke ich sehr aufwendig, aber ne nette idee ;-)
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Najaa... da das Projekt einmal läuft, könnte man über eine
Miniaturisierung mit kleineren Bauelementen durchaus nachdenken. Die
Platinen müßten dann allerdings angefertigt werden, mit selberätzen wird
das <200µ Leiterbahnbreite nichts mehr. Die Sache ist doch die, daß man
für etwa 50EUR Materialwert ein Modul für 2 Spuren hinbekommen müßte, so
daß man für etwa 250EUR mit Mastermodul einen vollwertigen
8-Spur-Recorder hätte. Anstatt einen PC mitzuschleppen, sicher eine
Alternative.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Autor: TheMason (Gast)
Datum:

echt sehr geil das ganze. hut ab.
Autor: Günter Maier (kruszi)
Datum:

Hallo Zusammen,

wollte mal wissen ob sich hier noch Neues ergibt bzw. ob der Quellcode
für die µCs erhältlich ist - inkl. aktuellsten Schaltplan.

Ist denn der Schaltplan auf http://www.electricstart.de der aktuellste ?
Also den *.rar verpackten mein ich.

Gibt es denn beim 1:1 Nachbau etwas zu beachten?

Wie wird die Wav denn auf dem Computer ausgelesen. Diese muss ja -
soweit ich das verstanden habe - noch von der SD umgewandelt und zur
*.wav gemacht werden.

Sorry das habe ich noch nicht so ganz verstanden.

Vielen Dank


Hut ab Travel Rec. Respektable Leistung - machst du das als Hobby oder
Beruf ?



Gruß

Günter
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

>wollte mal wissen ob sich hier noch Neues ergibt bzw. ob der Quellcode
>für die µCs erhältlich ist - inkl. aktuellsten Schaltplan.

>Ist denn der Schaltplan auf http://www.electricstart.de der aktuellste ?
>Also den *.rar verpackten mein ich.

Das neuste ist sicher die Firmware, die wurde noch etwas aufgebohrt,
zwecks Titelmarkierung, schnellem Titelsprung und optischer Aufwertung
des Peak-Meters mit Peak-Hold. Der Schaltplan an sich ist aktuell. Die
neuen .hex-files müßte ich mal hochladen.

Gibt es denn beim 1:1 Nachbau etwas zu beachten?

Ja, es gibt verschiedene Pinouts bei den TOSLINK-Transmittern, bitte
vorher das Datenblatt konsultieren. Außerdem darf die Eingangsspannung
vor dem Step-Up-Converter nicht höher als 3.3V sein. Ist mit 2 Akkus
sichergestellt.

>Wie wird die Wav denn auf dem Computer ausgelesen. Diese muss ja -
>soweit ich das verstanden habe - noch von der SD umgewandelt und zur
>*.wav gemacht werden.

Im Sektor 0x000000 der Karte befindet sich die TOC, dort werden die
Start-Sektoren der einzelnen Titel in je 3 Bytes abgelegt. Die Rohdaten
der Titel entsprechen einer .wav-Datei 16Bit/48kHz. Mit einem
Disk-Editor kann man diese auslesen und in Files schreiben. Alternativ
kann man die Titel mit dem Recorder über SPDIF in ein Sequencerprogramm
auf dem PC überspielen, was urprünglich der Plan war. Neuere Geräte
würden sicher eine USB-Unterstützung bekommen, aber das war mir jetzt
noch nicht wichtig genug...
Geplant ist noch eine SDHC-Unterstützung.

>...machst du das als Hobby oder Beruf ?

Ist inzwischen dasselbe :-]
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:
Angehängte Dateien:

Die neuen Hexen ;-)
Autor: Günter Maier (kruszi)
Datum:

Hey,

Super, dass ich das bekommen konnte. Also es stimmt alles - ich kann das
*.brd mir ausdrucken und gleich ätzen. Keine Fehler mehr oder so. Sehr
gut der Tipp mit den TOSLINK Pinouts.

Vielen Vielen Dank.

Ich bin gerade schon am überlegen, ob ich das in ein 19" Zoll Gehäuse
reinbringe. Mit dem Display muss ich schaun ob ich das in so ein
schmuckes 1HE Gehäuse reinbringe. Ich meinte bei Pollin mal recht
billige schwarze Rackgehäuse gesehen zu haben.

Werde mich dessen mal annehmen.

Ausserdem dachte ich an ein "billig" - USB-Interface. Ich nimm mal einen
alten CardReader auseinander und schau, ob ich den noch integrieren
kann. So ists zwar nicht sehr elegant aber ich erspare mir den
"Eingriff" in die Firmenware.

Danke nochmal

Gruss

Günter
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Also Du willst dann die Karte von dem originalen Schacht in den
Kartenreader umstecken, um sie dann im Rechner zu lesen? Dann kannst Du
sie doch gleich in den Rechner stecken...
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ach so, ich sehe gerade, daß in der *.brd-Datei der Bottom-Layer nicht
eingeschaltet ist, aber das hast Du sicher auch bemerkt...
Autor: Günter Maier (kruszi)
Datum:

neeeee - oje um gottes willen nein ich will doch die karte nicht
umstecken, sondern das so integrieren, dass umgeschaltet wird, sobald
ein usb kabel angesteckt wird bzw. man macht einen schalter ...
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Wie jetzt... einen Umschalter für die SD-Kartenanschlüsse?! Uuuh...
Autor: USB (Gast)
Datum:

So ein Umschalter würde mich auch interessieren.. Wie passt man die
Betriebsspannung an? Umschalten müßte man ja nur die MOSI MISO CLOCK und
CS oder?
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ja, aber beim Umschalten darf dann auch nicht irgendetwas wackeln, sonst
sieht die Karte unter Umständen einen falschen Befehl und meldet sich
dauerhaft ab. Die Betriebsspannungen an USB sind auch meist 3.3V (in den
USB-Chips von 5V herunterstabilisiert), also muß man nichts anpassen.
Autor: Tim (Gast)
Datum:

Hallo!

Erstmal: Schönes Projekt!
Sehe ich das richtig, dass du die SD-Karte per SPI ansteuerst? Auf was
für eine Datenrate kommst du denn da? Ich beschäftige mich in meiner
Diplomarbeit auch mit dem Aufnehmen von Audiodaten, und auch ich möchte
sie auf eine SD-Karte speichern, allerdings mit FAT-Dateisystem. Bei den
Zahlen, die man so im Internet liest, scheint das im SPI-Modus aber sehr
knapp bis unmöglich zu werden...

Gruß,

Tim
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Der SPI-Modus ist weniger das Problem, das Hauptproblem ist die
wechselnde Abnahmegeschwindigkeit der Daten seitens der Karte beim
Schreiben. Durch das Wear-Levelling sind die Busyzeiten, die auf einen
Block-Schreibbefehl folgen, nicht verhersagbar und können im
ungünstigsten Fall schon mal 200 ms lang sein. In dieser Zeit kann die
Karte keinen weiteren Schreibbefehl und somit keine Daten annehmen. Das
ist auch im 4-Bit Modus so. Man muß den Datenstrom also erstmal in einem
RAM puffern und im Multiblock-Write auf die Karte bringen. Ohne
Dateisystem sind hier Raten bis etwa 500kByte/s kein Problem, getestet
mit einem 128kByte Puffer. Muß das Schreiben durch einen Adresssprung
unterbrochen werden, um z.B. die FAT zu aktualisieren, sinkt die
Datenrate drastisch. Das kannst Du mal probieren, indem Du mit einem
Kartenleser versuchst, eine .wav oder .aiff - Datei 48k/16 stereo mit
einem Wave-Editor direkt auf die Karte aufzeichnest. Der im 4-Bit Modus
arbeitende Kartenleser wird ganz schön Gymnastik machen müssen.
Autor: sd (Gast)
Datum:

was auch ganz gut funktioniert: man schafft sich auf der Karte einen
genügend großen freien Bereich, schreibt da hin mit multiblock-write und
schreibt später die FAT in Ruhe "drumherum".
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Ja, aber wie groß ist genügend groß und wie verhindere ich
Fragmentierung, die ebenfalls die Zugriffszeit verlängert? Hohe
Datenraten mit SD-Karte sind auf Dauer nur ohne Dateisystem oder mit
sehr großen Puffern möglich. Dies mag sich in Zukunft ändern.
Professionelle SD-Recorder laufen zumeist auch nur mit 2 oder maximal 4
Spuren zu 48kHz oder 44kHz/16Bit, weil mehr nicht geht oder zu teuer
wird.
Autor: tthorsten (Gast)
Datum:

Hey bin neu

kann man des gerät fertig oder im stile eines ELV bausatz mit doku
irgendwo erwerben und zu welchem preis

bitte mir eine mail schreiben tthorsten@gmx.net.

oder gibts was fertiges evlt in 19" des günstig und gut ist.

auf USB stick direkt auf zu zeichnen wäre mir amliebsten

SD karte ist wieder was mehr an format das man haben muss.

MFG thorsten
Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
Datum:

Warum nicht einen einzelnen CODEC und ein Mikrocontroller mit I2S
Interface (z.B. AT91SAM7)? Da wäre dann u.U. auch der Headphone Amp mit
drin gewesen.

Der ATXMega fühlt sich doch bestimmt unterfordert als Datenschaufler.

Ansonsten trotzdem ein solides Projekt, wirkt nur so als ob du möglichst
alles "zu fuß" erledigen wolltest.
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

>kann man des gerät fertig oder im stile eines ELV* bausatz mit doku
>irgendwo erwerben und zu welchem preis

Nein. Kein Preis.

>Warum nicht einen einzelnen CODEC und ein Mikrocontroller mit I2S
>Interface (z.B. AT91SAM7)? Da wäre dann u.U. auch der Headphone Amp mit
>drin gewesen.

Der XMega sollte evaluiert werden und bot sich somit an. ARMs kann ich
nicht programmieren. Codecs mit ADC, DAC und HP-Amp haben meist nicht
die Qualität bzw. sind zu teuer oder zu kompliziert (DSP-Protokoll)
anzusteuern. Die Cirrus-Teile hatte ich da.

>Der ATXMega fühlt sich doch bestimmt unterfordert als Datenschaufler.

Naja - er muß auch noch ein wenig rechnen und die Anwenderschnittstelle
bereitstellen. Die Geschwindigkeit wird auch für den Datentransfer zur
SD-Karte gebraucht, also sooo langweilig ist dem Controller gar nicht.
Und mit den Gefühlen ist das bei Controllern ja auch so eine Sache ;-)

>wirkt nur so als ob du möglichst
>alles "zu fuß" erledigen wolltest.

Ich hatte schon einige Erfahrung mit den verwendeten Komponenten und
habe sie deswegen verwendet. Bei der Erstellung der Platine mußte ich
keine Klimmzüge machen und das Gerät war auch preislich tragbar ;-)
Autor: Alex P. (drdatensalat)
Datum:

Hallo, auch wenn schon viel Text den Bildschirm runter ist,
möchte ich auf meinen Beitrag zum Xmega-Soundcheck verweisen.

Beitrag "Re: Xmega Soundcheck"

Da habe ich eine Möglichkeit zur Klangverbesserung/Komprimierung
aufgezeigt,
(8 Bit Delta-Sigma) die so einfach umzusetzen sind, dass die CPU das
schafft.
Autor: Tim (Gast)
Datum:

Hallo!

Ich hab mal eine Verständnisfrage zum Audio A/D-Wandler: Welcher
Spannungswert am Analogen Input wird eigentlich auf den digitalen
Höchstpegel 0dBfs und welcher auf den niedrigsten Pegel abgebildet? Und
wie funktoniert das mit negativen Spannungen?
Dein Eingangssignal ist ja ein symmetrisches Signal um GND herum, es hat
also positive und negative Halbwellen. Die Eingänge des Wandlers sind
aber spezifiziert von -0.7V bis VA + 0.7V, was ja nur den positiven
Bereich abdeckt. Oder sind das RMS-Werte?
Und wenn ich dan den Eingang eine Gleichspannung anlege, wird die dann
überjaupt gewandelt oder weggefiltert?
Hoffe, du kannst meine Verwirrung aufklären. :-)

Danke und viele Grüße,
Tim
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Tim schrieb:
> Welcher
> Spannungswert am Analogen Input wird eigentlich auf den digitalen
> Höchstpegel 0dBfs und welcher auf den niedrigsten Pegel abgebildet?

Bei dem verwendeten Cirrus-Wandler sind etwa 1.4Vss 0db, bezogen auf
3.3V Versorgungsspannung.

Tim schrieb:
> Und
> wie funktoniert das mit negativen Spannungen?

Gar nicht. Der ADC-Eingang ist auf Vcc/2 vorgespannt und das Signal wird
mit Koppel-C eingespeist, so daß sich die Spannung innerhalb der
Versorgung abbildet. Das sollte auch Deine anderen Fragen beantworten.

Ach und bitte nicht diesen Thread hijacken, sondern den anderen
weiterbenutzen: Beitrag "Re: Xmega Soundcheck"
Autor: saxosun (Gast)
Datum:

Hallo Knut,

bei einem Versuch mit einem Xmega16A4 Audiosignale durch den µC zu
schicken, bin ich (zwangsläufig;-)) bei deinem Thread über den Wave
Recorder gelandet.

Du schreibst an einer Stelle, das du mit den internen Wandlern auch
recht gute Ergebnisse erzielt hast, dieses kann ich bei meinem Projekt
leider nicht bestätigen. Ich bekomme über den ADC trotz aller Bemühungen
(Software / Hardware) das rauschen nicht in den Griff (ca. 5 LSB Bits )
so dass das Ergebnis mehr als bescheiden ist.

Jetzt bin ich am überlegen, ob ich dirket die von dir benutzten Wandler
mitbestelle, oder ob die Wandler vom Xmega128A1 einfach besser als die
aus dem Xmega16A4 sind. Ich brauche keinen HIFI Standard (es geht um
eine Loop-Station für Gitarre) aber ruhig sollte das Signal schon sein.


Würde mich über einen Tipp sehr freuen, viele Grüße
Michael
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

saxosun schrieb:
> Du schreibst an einer Stelle, das du mit den internen Wandlern auch
> recht gute Ergebnisse erzielt hast, dieses kann ich bei meinem Projekt
> leider nicht bestätigen.

Das hängt stark von dem verwendeten XMEGA ab. Die A1 sind ziemlich mies.
Die Wandler der neueren A3U sind deutlich besser, dafür fehlt hier das
Speicherinterface...

saxosun schrieb:
> oder ob die Wandler vom Xmega128A1 einfach besser als die
> aus dem Xmega16A4 sind.

Nein.

> Jetzt bin ich am überlegen, ob ich dirket die von dir benutzten Wandler
> mitbestelle,

Wäre zu empfehlen. Du kannst im Übrigen die Subcontroller sparen, wenn
Du für das I2S-Interface 1 UART im Master-SPI-Mode betreibst und einen
Timer für die L/R-Clock synchronisierst. Mit DMA und Eventsystem
funktioniert das einwandfrei habe ich letztens getestet. Die Wandler
werden hierzu verkoppelt und im Slave-Betrieb verwendet. Wenn Du
einigermassen fit auf dem XMega bist und einen Logic-Analyzer hast,
bekommst Du das bestimmt hin.

saxosun schrieb:
> Ich brauche keinen HIFI Standard (es geht um
> eine Loop-Station für Gitarre)

Ha, das schließt sich aber beinahe aus ;-). Nee, nimm lieber die
externen Wandler, damit sparst Du Dir Ärger und Du hast einen sauberen
Sound.
Autor: saxosun (Gast)
Datum:

Ok, vielen Dank für die Infos. Ich werde dann die Wandler mit bestellen,
und zunächst einen Aufbau mit den Subcontrollern machen. Wenn es dann so
läuft wie ich mir das vorstelle, kann man später sehen, ob man die noch
einsparen kann. Ich bin gerade erst mit den Xmegas angefangen, von
daher....

vielen Dank und viele Grüße

Michael
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

saxosun schrieb:
> und zunächst einen Aufbau mit den Subcontrollern machen.

Würde ich nicht empfehlen, denn das macht die Sache komplizierter, weil
dann mehrere Interfaces passen und viel mehr Pins angeschlossen werden
müssen, das erhöht die Fehlerrate. Wenn Du einen LA oder einen
Speicheroszi nutzen kannst, würde ich mich an Deiner Stelle lieber in
die Hardware des XMega einarbeiten und schrittweise die gewünschten
Signale generieren.
Autor: megan (Gast)
Datum:

Hallo Knut,
oben ist ein Beitrag von Dir, der einen youtube Link enthält, der nicht
mehr existiert. Vielleicht löscht Du den, wenn es Dir möglich ist.

Ich habe kein Eagle. Vielleicht wäre es möglich, den Schaltplan/-pläne
mal als DINa3 PDF zu drucken und zu posten. Das wäre sehr lieb von Dir.
Danke.

Ansonsten hat das sicher sehr viel Mühe und Zeit gekostet. Mein Respekt.

Viele Grüße und ein Frohes Weihnachtsfest
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

megan schrieb:
> oben ist ein Beitrag von Dir, der einen youtube Link enthält, der nicht
> mehr existiert. Vielleicht löscht Du den, wenn es Dir möglich ist.

Hmm, weiss nicht, wie das kommt... Löschen kann ich den Beitrag oben
leider nicht, sorry.

megan schrieb:
> Ich habe kein Eagle.

Kannst Du Dir die Demo ´runterladen? Anzeigen kannst Du damit alles.
Ansonsten muss ich mal gucken...

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