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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mehrere LEDs an einem Widerstand


Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Guten Morgen!

Auf vielen Development Boards sind LED angeschlossen. Dabei hat jede LED 
einen eigenen Widerstand.

Kann man nicht die Masse aller LED zusammennehmen und nur einen 
Widerstand verwenden? (Natürlich einen mit mehr Leistung)

LG
Andreas

Autor: Lupin (Gast)
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nein weil die Vorwärtsspannung der einzelnen LEDs unterschiedlich ist. 
Der Strom würde sich ungleichmäßig aufteilen.

Auch beim parallel schalten von Transistoren nimmt man deshalb für jeden 
Transistor kleine Vorwiderstände (die natürlich meist Kontraproduktiv 
sind) um die einzelnen Transistoren zu symmetrieren.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Kann man nicht die Masse aller LED zusammennehmen und nur einen
> Widerstand verwenden?
Das geht idR. nur wenn immer alle eingeschaltet oder
immer alle ausgeschaltet sind. Wenn du einen Vorwiderstand für z.B. 16 
LEDs parallel berechnest, aber nur 1 LED einschaltest, dann bekommt die 
den Gesamtstrom für alle LEDs ab. Das schränkt die Lebensdauer der Diode 
u.U. stark ein  :-o

Autor: Lupin (Gast)
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Ja, gehen tut das schon ist aber Pfusch.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Andreas Riegebauer wrote:
> Guten Morgen!
>
> Auf vielen Development Boards sind LED angeschlossen. Dabei hat jede LED
> einen eigenen Widerstand.
>
> Kann man nicht die Masse aller LED zusammennehmen und nur einen
> Widerstand verwenden? (Natürlich einen mit mehr Leistung)
>
> LG
> Andreas

Lies doch einfach im Forum:

http://www.mikrocontroller.net/articles/LED

sowie

dort: LED FAQ

Autor: Klaus (Gast)
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Bei vielen Auto sind RÄDER dran.
An jeder Ecke ist ein RAD.
Kann man nicht alle RÄDER durch EIN RAD ersetzen ?

===>  Ja, gehen tut das schon ist aber Pfusch.

Autor: Hagen Re (hagen)
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Natürlich geht das und es ist uU. auch kein Pfusch.
Wenn man weiß das immer nur eine der LEDs leuchten kann dann kann man 
das so machen. Wenn man nun noch die LEDs per PWM multiplext dann erhöht 
sich zwar der Aufwand in Software (evtntl. sowieso so geplant) und man 
sieht denoch alle LEDs "geichzeitig" leuchten.

Es hängt bei einer Bewertung dieses Vorgehens also wie immer von der 
Betrachtung des jeweiligen Anwendungsfalles ab. Einfach die eigene 
Aussage zu pauschalisieren ist Pfusch.

Gruß Hagen

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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>>> Auf vielen Development Boards sind LED angeschlossen.
Es geht nicht um die (trickreiche) Ausnutzung eines Widerstands, sondern 
um die grundsätzliche Frage, ob denn nicht ein einziger 
LED-Vorwiderstand pro Eval-Board ausreichen würde.

Und hier gilt ganz klar: NEIN.

Wenns nur um die LEDs ginge, würde es sogar reichen, gar keinen 
Vorwiderstand zu verwenden. Der Kanalwiderstand des P-FET im uC wird den 
Strom schon begrenzen. Allerdings gibt es dann keinen High-Pegel mehr 
:-/

Autor: S. F. (deffman)
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Hi,

das Problem ist, dass wenn aus irgendeinem Grund beispielsweise eine LED 
kaputtgeht, der Strom der durch diese LED geflossen ist, sich auf die 
anderen Knoten verteilt (also jede LED mehr Strom abbekommt). Das kann 
evtl. zu einer Kettenreaktion führen und eine LED nach der anderen würde 
abrauchen.

Und der andere Grund ist wie oben schon erwähnt wurde, dass LEDs nicht 
baugleich sind und jede LED so unterschiedlich viel Strom aufnehmen 
würde und nicht gleich hell leuchten würde.

Gruß

Autor: Thomas O. (kosmos)
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nimm einfach einen SIL 9-8 Widerstandsnetzwerk da sind 8 Widerstände 
integriert die dann gemeinsam auf Masse gelegt sind.
http://www.reichelt.de/bilder//web/artikel/B400/!SIL10_9.jpg

Oder du legst an den gemeinsamen Pin High Pegel und schaltest mit dem µC 
gegen Masse

Und wenn die Spannung passt kannst du sie ganz ohne Widerstand 
betreiben, dann sollte es aber wirklich eine Konstantspannung sein ein 
Netzteil mit einer hoher Leerlaufspannung wäre dann tötlich für die LEDs

Autor: Michael (Gast)
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Ich kann sowieso nicht verstehen warum die Leute immer ausgerechnet an 
Widerständen zu sparen versuchen.

Ja ja ich weiß, die sind so unglaublich teuer und nehmen soviel Platz 
weg.

Da versuch doch lieber Strom zu sparen und mach die Widerstände größer 
die  meisten Led´s leuchten auch bei 5-10mA da brauch man keine 20mA 
durchjagen. Da spart man auf die dauer gesehen mehr.

Autor: Knausriger (Gast)
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> ganz ohne Widerstand betreiben, dann sollte es aber wirklich
 > eine   Konstantspannung sein

Oh ja, es wird nur etwas kniffelig, an dem Netzteil die sechste Stelle 
nach dem Komma des V-Bereichs einzustellen.
Wenn Du auf Widerstände verzichten willst, nimm solche IC´s in denen 
Stromquellen eingebaut sind.

Autor: Lupin (Gast)
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> Ich kann sowieso nicht verstehen warum die Leute immer ausgerechnet an
> Widerständen zu sparen versuchen.

Ist bei manueller Bestückung ziemlich viel Bestückungsaufwand.
Mein lieblings Trick zum Rs ein zu sparen ist externe Transistoren per 
µC Pull-Up an zu steuern :)

Autor: thomas (Gast)
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ich muß micha beipflichten.....an widerstände sparen....tz tz tz

kopfschüttelne grüße

Autor: Thomas O. (kosmos)
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die 6te Stelle nach dem Komma ist garnicht nötig, ich betreibe einen 
UV-Belichter mit 135 UV-LEDs parallel ohne Widerstände und er 
funktioniert einwandfrei. Und wenn man die LED mit etwas Reserve unter 
Ihren max. zulässigen Dauerstrom von hier 30 mA betreibt passiert auch 
nichts wenn sich der Strom mininal wegen der Erwärmung ändern sollte.

Autor: Ganymed (Gast)
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S. F. wrote
>Und der andere Grund ist wie oben schon erwähnt wurde,
>dass LEDs nicht baugleich sind und jede LED so unterschiedlich
>viel Strom aufnehmen würde und nicht gleich hell leuchten würde.

Das habe ich bis jetzt auch immer behauptet ;-)
Ein Freund von mir, hat 20 blaue LED direkt
parallel geschaltet und mit einem Vorwiderstand
an 12V (14V) gelegt.
Alle leuchten exakt gleich hell und zwar schon
ziemlich lange.
Siehe auch Beitrag von Thomas O.

Autor: S. F. (deffman)
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Ja dann hat er Glück gehabt und hochwertige LEDs erwischt. Das gleiche 
habe ich in meinen Anfängen nämlich auch gemacht, und die haben nicht 
gleich stark geleuchtet. Der Unterschied war zwar nicht groß, aber 
wahrnehmbar.

Gruß

Autor: Knausriger (Gast)
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Herstellerangaben und Literaturhinweise sind kein Hirngespinst.
Gleiche Vereinfachungen gab es hier auch mit Leuchtstofflampen.

Autor: Der wohla hanungslose (Gast)
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Morgen

Meines Wissens ist es doch so, daß eine LED, je wärmer sie wird, Ihren 
Widerstand verringert.
Sobald die Dingers leuchten, werden sie warm (also wärmer als vorher), 
veringern ihren Widerstand, mehr Strom fließt, Widerstand veringert sich 
....

Also theoretisch dürfte eine vorwiderstandslose LED nicht lange in Ihren 
Parametern laufen.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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einen Widerstand hat man aber immer sei es die Zuleitung oder das 
Netzteil selber. Angenommen man hat ein Netzteil das 2,5 A schafft
135 x 18,5 mA = 2,5A jetzt erwärmen sich die LEDs und der Strom steigt 
pro LED um 5mA an dann hätten wir schon 3,2 A Belastung für das Netzteil 
die Spannung wird also definitiv abfallen bzw. ab einem gewissen Wert 
nicht mehr steigen.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Man kann LEDs problemlos parallelschalten, wenn man sich klar macht, was 
man da überhaupt tut.
LEDs sind Halbleiter und leiten (im Gegensatz zum Stück Draht) besser, 
wenn sie sich erwärmen. Tut das eine der LEDs stärker als die anderen, 
kommts zum 'thermal runaway', die läuft einfach weg (...).
Dem kann man recht einfach entgegenwirken, indem man die LEDs mit 
möglichst kleinem Strom fährt, was zu geringerer Eigenerwärmung führt, 
und dann noch dicht nebeneinander montiert, sodass sie sich einigermaßen 
gleichmäßig erwärmen.
So funktioniert das in meinem Wecker schon seit zwei Jahren, ohne dass 
irgendeine LED heller als die anderen leuchtet.

Autor: Andreas W. (Gast)
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@haku

würdest du diesen Wecker jetzt in die Massenproduktion geben? und 
tausendfach verkaufen?

@all
Es ist immer keine gute Idee LEDs parallel zu schalten ohne 
Vorwiderstand. Selbst die Leute die es machen und bei denen es seit 
Jahren funktioniert, werden spätestens wenn mal eine LED stirbt probleme 
mit den Ersatz haben. Die Chance eine baugleiche LED für ein Model zu 
bekommen was vor 5 Jahren gebaut wurde ist praktisch gleich Null. Man 
kann schon Pech haben die Parameter von Wafer zu Wafer unterschiedlich 
sind.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Andreas W. wrote:
> @haku
>
> würdest du diesen Wecker jetzt in die Massenproduktion geben? und
> tausendfach verkaufen?
Nö, ich würde die LEDs in Serie schalten und mit höherer 
Versorgungsspannung arbeiten ;-)

Aber wenn man sich mal anguckt, was in so mancher LED-Lampe, 
Taschenlampe, Nachttischlampe... fürn Mist steckt --

Hab ich vergessen, zu erwähnen: Meine LEDs kamen in der Tüte des 
Herstellers aus einer Charge.
Wie gesagt, man sollte dabei wissen, was man tut und was schiefgehen 
kann und darf.

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>würdest du diesen Wecker jetzt in die Massenproduktion geben? und
>tausendfach verkaufen?

Andere machen das. Viele LCD-Berleuchtungen (z.B. Dog-Displays) arbeiten 
mit parallel geschalteten Leds.

MfG Spess

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