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Forum: Projekte & Code Simuliertes Kaminfeuer


Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Hallo zusammen,

in einem früheren Post 
(Beitrag "Re: RGB Power LED Treiber" ) hatte ich dieses 
Projekt bereits einmal erwähnt. Es handelt sich dabei um ein simuliertes 
Kaminfeuer. Auf einer Platine mit den Massen 180mm x 13mm befinden sich 
vier Hochleistungs-RGB-LEDs von Seoul, die per Zufallsgenerator so 
angesteuert werden, dass es ähnlich wie spielende Flammen aussieht. Die 
Platine liegt in einem Aluminiumprofil mit einer mattierten 
Plexiglas-Abdeckung um das Licht besonders auch zur Seite etwas zu 
verteilen. Montiert ist das Profil auf ein schwarz lackiertes 
Industriegehäuse.

Elektrisch gesehen ist die Schaltung nichts umwerfendes, beinhaltet bei 
der Ansteuerung der LEDs aber ein paar Trickereien: Die LEDs haben alle 
drei Anoden und Kathoden getrennt herausgeführt, können also als drei 
einzelne Dioden betrachtet werden. Um nun nicht zwölf einzelne 
Stromquellen aufbauen zu müssen, sind jeweils sechs einzelne Dioden 
(Also zwei Chips) in Serie an einer Stromquelle, bestehend aus einem 
ZXLD1350, einer Spule und einer Diode, angeschlossen. Über jeder 
einzelnen LED hängt jetzt die DS-Strecke eines P-Kanal-MOSFETs, der die 
Diode zum Abschalten ganz einfach kurzschliesst. Durch die Stromregelung 
bleibt der Strom durch alle LEDs konstant bei ca. 100mA und dank der 
Schaltregler-Topologie hält sich die Verlustleistung in Grenzen.
Eine Diskussion zu diesem Thema findet ihr auch noch im oben angegebenen 
Thread.
Als Stromversorgung verwende ich ein kleines Industrie-Schaltnetzteil 
von MeanWell mit etwa 15W. Die Phase wird über zwei parallele 
Relaiskontakte geführt, damit das Gerät im ausgeschalteten Zustand 
komplett vom Netz getrennt ist und folglich keinen Strom benötigt. Zum 
Einschalten wird mit einem Taster der Kontakt überbrückt, bis das 
24V-Relais anzieht und erst abfällt, wenn das Feuer löscht. Das Schema 
dazu findet ihr auch im Anhang als supply.pdf. K1 könnte man mit einem 
zweipoligen Taster einsparen, da hatte ich nur gerade keinen für 230V 
zur Hand.

Zur Software gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Sie besteht im 
Wesentlichen aus einer 12-Kanal-Soft-PWM, einer Tabelle zur Umrechnung 
von Farbtemperaturen in RGB-Werte und etwas brennender Zufallslogik. 
Nach dem Einschalten beginnt das "Feuer" bei einer LED und breitet sich 
danach auf die anderen drei aus. Anschliessend brennt es ca. 15min 
weiter und löscht am Ende langsam aus, indem die Farbe Richtung rot geht 
und die Helligkeit verringert wird. Mit dem Taster kann jeweils ein 
Scheit nachgelegt werden, was die Brenndauer nochmal um etwa 10min 
verlängert. Ausserdem wird durch langes drücken Öl in's Feuer gegossen, 
was für ein paar Sekunden noch etwas mehr Licht bringt ;)

Im Anhang findet ihr Schema und Layout (inkl. Gerberdaten), sowie die 
Firmware für den ATmega8 und einige Bilder des Aufbaus.

So, genug geschrieben. Ich wünsche viel Spass mit der Spielerei :)

Viele Grüsse,
Philipp

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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>Öl in's Feuer gegossen

Genial! Einfach nur geil.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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>dank der Schaltregler-Topologie hält sich die Verlustleistung in Grenzen.

Na, -ein klein wenig Wärme aus dem "Ofen" macht die Sache doch 
lebensecht.
;-)

MfG Paul

Autor: Thomas (Gast)
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Sehr spannend !! Kannst mir bitte verraten, woher die RGB Leiste hast ?

oder welche LEDs wurden genau verwendet ?

http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Seoul-Z-LED-Acr...

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Hallo Thomas,

ich glaube, das waren P5 von Seoul. Sind meines Wissens allerdings schon 
abgekündigt. Die lagen bei uns in der Firma halt so rum ;)
Die LEDs sind direkt auf die Platine mit der ganzen Ansteuerung gelötet. 
Die Daten dazu findest du im zip.

Gruss,
Philipp

Autor: Pete K. (pete77)
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Kleines Video?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Pete K. schrieb:
> Kleines Video?

Naja... Sowas mit einer gewöhnlichen Kamera zu filmen ist fast 
unmöglich. Das Ergebnis findest du im Anhang. Ich hoffe, Andreas 
verzeiht mir diese Verschwendung von Speicherplatz und Bandbreite...

Autor: Lupin (Gast)
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Super Idee das mit dem Kurzschließen der LEDs, das werde ich mir mal 
abschauen :)

Aber du solltest deinen Code nicht mit so viel Kommentaren versehen, die 
machen den nur unübersichtlich.

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Lupin schrieb:
> Super Idee das mit dem Kurzschließen der LEDs, das werde ich mir mal
> abschauen :)

Ist nicht von mir. Hat irgendein Typ von Recom mal erwähnt.

> Aber du solltest deinen Code nicht mit so viel Kommentaren versehen, die
> machen den nur unübersichtlich.

Ich weiss. Ich probiere jeweils, nicht für jede Codezeile noch drei 
Kommentarzeilen zu schreiben, aber manchmal kommt es halt so über mich, 
dann geht's einfach nicht anders ;)

Ne, im Ernst, ich ziehe aussagekräftigen Code einer Kommentarschlacht 
vor. Obwohl etwas Prosa im Code teilweise ganz hilfreich wäre, auch für 
mich. Aber so ist das, wenn man normalerweise der einzige Betrachter des 
eigenen Codes ist.

Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Ist die Datei. Fire.elf.hex die fertige kompilierte Datei, die ich mit 
PonyProg übertragen soll ? Benutze Bascom habe keinen anderen 
Compiler...

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Thomas Kiss schrieb:
> Ist die Datei. Fire.elf.hex die fertige kompilierte Datei, die ich mit
> PonyProg übertragen soll ? Benutze Bascom habe keinen anderen
> Compiler...

Ja. Wenn dir meine Einstellungen passen, kannst du das so machen.

Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Welche Einstellungen meinst genau ?
AVR hast Atmega8 genommen mit interne Osc...

Ich möchte nämlich die Schaltung nachbauen ?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Thomas Kiss schrieb:
> Welche Einstellungen meinst genau ?

Allerlei Zeugs halt, wie z.B. Farbtabelle, Flackergeschwindigkeit, 
Ausschaltzeit, etc.

> AVR hast Atmega8 genommen mit interne Osc...

Ja.

> Ich möchte nämlich die Schaltung nachbauen ?

Viel Spass und Erfolg. Berichte doch bitte darüber wenn du fertig bist 
:)

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