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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Über Ingenieursdienstleister und einen Audi-Personalchef in Erklärungsnot


Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Ein Beitrag aus der Sendung ZDF.reporter vom 25.3.2010:
Youtube-Video "Über Ingenieursdienstleister und einen Audi-Personalchef in Erklärungsnot"

Um gegen solche Mißstände anzugehen, hilft nur sich zu organisieren:
http://www.ig-ing.de/

Autor: Max M. (xxl)
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Wieso ist die Erklärungsnot eines Personalchefs ein Mißstand?
Verantwortung kennen die doch sowieso nicht. Haben die
Personalsäcke doch gar nicht nötig und dem Gesetzgeber
ist das doch auch Sch...egal.

Autor: Matthias (Gast)
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Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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So ein Schwachsinn... redet von Auftragsspitzen usw... Man sollte doch 
wohl davon ausgehen koennen das ein Automobilhersteller ganz genau weiss 
wann, wo und wie was zu entwickeln ist... Ist ja nicht so das jemand mal 
so um die Ecke kommt und ein Display, ein Tuersteuergeraet oder 
aehnliches braucht...

Bei Zulieferfirmen koennte ich ja Auftragsspitzen verstehen, aber das...

Wahrscheinlich ist das aber das Wunschdenken mancher Firmen, wenn nicht 
gerade ein neues Fahrzeug entwickelt wird, werden halt die 
Entwicklungsteams nach Hause geschickt und das Geschaeft besteht aus 
vollautomatisierter Produktion, ein bichen Logistik, Marketing und 
Verkauf... und eventuell Finanzdienstleistung.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Erkärungsnot hat der weniger, der ist abegzockt und arrogant. Hat nur 
Angst dass die Leute die schlechten Bedingungen wie überall im 
angeblichen Ingenieurmärchenmangelland in den Medien mitbekommen und und 
hält sich so gut er kann zurück. Denn wenn das Ganze medial zu publik 
wird, dann könnte in 5 Jahren das Frischfleisch fehlen.
Stellen in ganz Deutschland um die 100 Mitarbeiter pro Jahr fest an, und 
davon sind nicht alles Absolventen. Das nenne ich Nachwuchsförderung bei 
Audi.

Audi hat schon 2007 Böcke geschossen:
http://www.wiwo.de/karriere/die-maer-vom-ingenieur...

"Ein Maschinenbauer schildert, wie Autohersteller Audi ihn als Bewerber 
im Foyer interviewte. Die Personalabteilung hatte es versäumt, ein 
Zimmer zu reservieren."

LOL
Obwohl größere Unternehmen nicht selten im Foyer interviewen. Mehr sind 
die Bewerber denen nicht wert.

Trotz dass sehr viel über Dienstleister läuft, hat der größte unter 
ihnen, Ferchau, im Jahr 2009 die Mitarbeiterzahl um zehn Prozent 
reduziert. Bei Bertrandt ähnlich und im Rest der Branche sieht es wohl 
ähnlich aus. Kann man positiv oder negativ deuten.

Autor: Markus (Gast)
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Wo haben die denn den Clown aufgegabelt der angeblich mal als Externer 
bei Audi war? Entweder der hat sich derbe verarschen lassen oder einfach 
keine Ahnung wovon er spricht. Das Gehalt eines Externen was er nennt 
ist definitv grob falsch.

Autor: Thomas (Gast)
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@Markus:

Stimmt nicht. Es gibt durchaus den ein oder anderen Dienstleister, der 
seinen Ingenieuren nur zwischen 25k und 35k zahlt. (->Schau dir bspsw. 
mal den Tarifvertrag von Ferchau an)

Das genannte Einstiegsgehalt bei Audi zwischen 45k und 51k stimmt, bei 
einem Dienstleister ist man mit einem solchen Gehalt meist schon an der 
Spitze - selbst bei mehrjähriger BE.

Die goldenen Zeiten für Ingenieure sind vorbei, Premium Jobs gibt es nur 
mehr für 10% aller Ingenieure..

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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Die causa Audi ist nicht neu, schon Ende des letzten Jahrhunderts 
agierte
man derart .

Ich kann mich serh gut an einen ExAG erinnen´rn ,für den dürfte man
auch die Karre aus dem Dreck ziehen und danach - und tschüß ... Nur ,
damals war solch ein Unternehmerverhalten gleichbedeutend mit einer
Art Genickschuß bzgl Ing -- man hatte ja vermeintlich genug in der
Pipeline

Diese Machenschaften sind halt mittlererweile extrem auffällig auch
und Dank Internet . Auch weil die Leute mittlererweile den Mut haben
nicht mehr bei sich selbst "den Fehler" zu suchen ,sondern explizit
anzuprangern ...

btw natürlich fahre ich aus gewissen Erfahrungen heraus kein deutsches
Auto

Autor: Markus (Gast)
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@Thomas:


Ich kenne Ferchau nicht und bin auch in der TE noch nie jemandem von 
Ferchau begegnet.

Aber wer als Externer bei Audi für 25.000€ im Jahr arbeitet ist entweder 
total dämlich oder die externe Putzfrau.
Fast alle großen und seriösen Dienstleister stellen derzeit ein. Da 
sollten auch trotz gedrückter Stundensätze knapp 40.000€ drin sein.
Ich bin damals mit 44.000€ eingestiegen (als Berufsanfänger).

Autor: Willy (Gast)
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Wenn VDI die Presse benutzt/kauft, um die Lüge vom Fachkräftemangel
zu verbreiten, müssen und sollten wir es nicht hinnehmen.
actio gleich reactio, siehe newton, gilt für alles in diesem Universum.
Wir können zwar die Presse nicht kaufen unsere Sicht der Dinge
darzustellen, aber dafür sind wir in der Mehrheit. Wir können die
Menschen in unserer Umgebung auf diese Lügen hinweisen und sei es
im Wartezimmer beim Zahnarzt.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Markus schrieb:
> Da sollten auch trotz gedrückter Stundensätze knapp 40.000€ drin sein.
> Ich bin damals mit 44.000€ eingestiegen (als Berufsanfänger).
40.000? Vielleicht unter besten Optimalbedingungen mit Fahrtgeld. Die 
Basis bildet bei den großen Verleihern immer das Tarifgehalt, aktuell 
knapp 31.000 Euro bei FH-Anfängern. Der Bonus, aka Qualifikationszulage, 
kann ausgehandelt werden. Bei kleineren Dienstleistern ist oft noch 
nicht mal die Qualifkationszulage drin. Die speisen einen mit den knapp 
31.000 Euro ab und sagen klipp und klar, das ist offzieller Tarif, die 
erzielbaren Preise beim Kunden sind im Keller, mehr kann es nicht geben.
Die erwähnten 25.000 Euro im Beitrag halte ich aber für unrealistisch, 
jedenfalls, wenn man bei Audi verliehen ist. Das wären knapp 2100 brutto 
pro Monat, da bekommen die Sekretärinnen bei Audi fast 50 Prozent mehr.

Autor: Big Game James (Gast)
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Das mit den Auftragsspitzen ist es lustig. Da wirft man Ingenieure in 
einen Topf mit Verkaufspersonal, dass in der Auftragsspitze kurz vor 
Weihnachten händerringend gesucht wird.

Autor: Martin (Gast)
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... Das Gehalt eines Externen was er nennt ist definitv grob falsch. ...

... Aber wer als Externer bei Audi für 25.000€ im Jahr arbeitet ist 
entweder
total dämlich oder die externe Putzfrau. ...

Dafür musst du Belege liefern oder - einfach die Klappe halten.

Autor: Thomas (Gast)
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@Markus:

Ich weiß, wovon ich rede, da ich selber in der TE arbeite. Die 40k sind 
derzeit für einen Berufseinsteiger bei einem Dienstleister die 
Obergrenze. Aufträge sind nämlich nicht im Überfluss vorhanden und die 
Stundensätze sind noch immer niedriger als vor der Krise..

Autor: Der V-Mann (Gast)
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>Ein Siemens-Verfahrenstechniker Anfang 50 mit weltweiter Vertriebserfahrung 
>wollte zur Konzerntochter Power Generation, die eigenen Mitarbeitern für >die 
Vermittlung guter Kandidaten gar „Kopfgelder“ in Höhe von 3000 Euro >zahlt. Der 
Ingenieur wurde nicht einmal zum Gespräch eingeladen.

Das scheint bei Siemens wohl usus zu sein. Der Vater eines Komollitonen 
wollte vor 10 Jahren als Vertriebsleiter der Gasmesstechnik ebenfalls 
wechseln, da gerade eine Stelle vakant war. Ende vom Lied die 
Personalabteilung hat ihn nicht beachtet und er ist anschließend zur 
Konkurrenz, und hat alle Kontakte mitgenommen ... Siemens konnte die 
Sparte anschließend einstampfen. So geht Siemens mit ihren Fachkräften 
um, Werner dreht sich im Grabe um !

Autor: Big Game James (Gast)
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Die Gehälter kommen mir fast schon utopisch vor: 47k bis 51k als 
Einstiegsgehalt? Aber nur im Süden... Der Durchschnitt aller 
Einstiegsgehälter Absolventen technischer Studiengänge  dürfte so bei 
38000 liegen.

Autor: Thomas (Gast)
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@Big Game James: Direkt bei Audi sind diese Gehälter der Standard. Man 
muss aber bedenken, dass Audi pro Jahr nur ca. 100 bis 200 Ings direkt 
einstellt. Darunter sind v.a. viele Berufserfahrene. Man kann sich so 
seine Chancen ausrechnen..

Autor: Markus (Gast)
Datum:

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@Martin:

Ich bin selber über einen Dienstleister bei Audi und kenne die Situation 
sehr gut. Ich werde aber bestimmt nicht so dumm sein und hier 
irgendwelche Firmeninterna als Beweise für dich liefern.
Und nur weil du vielleicht mit deinem Gehalt nicht zufrieden bist musst 
du nicht Leute blöd anmachen die aus Erfahrung sagen das es Firmen gibt 
die für gute Arbeit auch gut zahlen.

Natürlich hat Audi im Rahmen der Krise die Stundensätze gedrückt.
Aber Audi zahlt immernoch gut, auch für Externe.
Wenn immer nur über Dienstleister und Firmen die Dienstleister 
beauftragen geschimpft wird und Unwahrheiten von Dumpinglöhnen 
verbreitet werden, dann muss man sich auch nicht wundern wenn der Ruf 
der Dienstleister immer schlechter wird.

Es mag vielleicht schwarze Schaafe geben, aber bei einem Dienstleister 
der vom Kunden 110.000€ bekommt und nur 25.000€ an den Mitarbeiter zahlt 
muss man ja nicht arbeiten.
Auch wenn das wieder keiner glaubt. In Ingolstadt ist es auch in diesen 
Zeiten nicht schwierig einen Job bei einem seriösen Dienstleister zu 
einem fairen Gehlat zu bekommen.

Autor: Thomas (Gast)
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@Markus:

Welches Gehalt würdest Du denn als fair empfinden für einen "Externen"? 
Für einen Einsteiger 40k, für jemanden mit 3-4 Jahren BE 50k?

Autor: Max M. (xxl)
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Hundert mal H4. (35900€)

Autor: dr (Gast)
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Thomas schrieb:

>@Markus:

>Welches Gehalt würdest Du denn als fair empfinden für einen "Externen"?
>Für einen Einsteiger 40k, für jemanden mit 3-4 Jahren BE 50k?

Das würde ich auch gerne wissen. Und kannst du gleich vielleicht die 
Dienstleister nennen, die sich auch an diese Summen in Ingolstadt halten 
?

Danke im voraus :)

Autor: Warmweiß (Gast)
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dr schrieb:
> Das würde ich auch gerne wissen. Und kannst du gleich vielleicht die
> Dienstleister nennen, die sich auch an diese Summen in Ingolstadt halten

Euro Engineering

Autor: Peter (Gast)
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mal Erfahrungswerte:
Ing. und Berufseinsieg:
Fest: ca.40T€ (30 Tage Urlaub)
Beim Dienstleister: 34T€ (24 Tage Urlaub)

Bei Bedarf werden die Dienstleister auch übernommen.
Die Firmen scheuen sich, jemanden einzustellen, der sich als Nullnummer 
erweist. Insofern ist dies eine gute Alternative den "Neuen" ersteinmal 
kennenzulernen.
Oft werden die 6 Monate Probezeit als zu kurz angesehen. Eine 
Verlängerung der Probezeit - wenn auch oft ausgesprochen - ist nichtig, 
da nicht gesetzlich.

Die Aussage, dass nur die absoluten Nichtskönner bei Dienstleistern sind 
konnte ich vor 10 Jahren sofort unterschreiben!
Heute sind echte Sahnestücke bei den "Leihkräften". Auch bei diesen wird 
allerdings gerne mehr als ein Jahr gewartet, bis es zu einer Übernahme 
kommt. Hin und wieder verzockt sich das Unternehmen allerdings und diese 
Kerle bekommen woanders einen Vertrag.

Jawoll: als Ing. bist du heute - in der Regel - besser dran als Einer 
ohne Ausbildung, aber die Bäume wachsen in der Naturwissenschaft & 
Technik nicht mehr in den Himmel. Ja, das "Hohe Roß" (Youtube oben) 
wurde mit dem Pony eingetauscht.

Vielleicht kommen auch wieder Zeiten, in denen gute Arbeit mit gutem 
Geld entlohnt wird.
So wie im Investmentbankengeschäft, wo die Top-Leute, trotz ihrer 
eigenen Krise, Top-Boni erhalten, damit diese Top-Leute nicht 
abwandern..... ;-)))

Autor: BerlinerDiplIng (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> Ein Beitrag aus der Sendung ZDF.reporter vom 25.3.2010:
> Youtube-Video "Über Ingenieursdienstleister und einen Audi-Personalchef in Erklärungsnot"

Genial. Das das blöde GEZ-TV gegen die offizielle Linie fährt...ich 
würde sagen der Turm wackelt!!! Hoffentlich haben das genug junge 
Menschen gesehen.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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BerlinerDiplIng schrieb:
> Genial. Das das blöde GEZ-TV gegen die offizielle Linie fährt

ARD und ZDF bringen des Öfteren kritische Berichte. Siehe Sendungen wie 
z.B. Monitor, Frontal21

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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bzgl low performer bei DL

das würde ich so nicht unterschreiben , denn es werden auch gute Leute
gerne "verheizt" und wenn der LL damit trotz excellenter Arbeitsleistung
versaut wird , ist selbst bei Ferchau und CO nichts zu machen


Übrigens ist über die Jahre betrachtet die Qualität eines Audi lausig
Sehr viel optische Täuschung für überhöhten Listenpreis

Das fängt schon beim verwendeten Leder beim Lenkrad an ... Alles
optimierter Schnellverschleiß..  Nun es verwundert nicht , wie
in der FTD zu lesen war ,daß Audi bis zu 40% Rabatt geben muß.

Die hätten besser vielleicht vor über 10 Jahren mal Leute einstellen
wie zB mich . Aber scheinbar ist Ecellenuni, Prädikatsexamen, 
nachgewiesene
Fach-und Führungserfaheung , Patentmitwirkung usw gerade noch gut genug
um zu schreiben . "man  passe nicht zu den audispezifischen Kriterien "

Das ist schon mehr wie erstaunlich und ein Synonym für den Niedergang 
der
Autoindustrie hierzulande (man merkts vor lauter PS udn Hochglanz noch 
net)

Autor: BerlinerDiplIng (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> Um gegen solche Mißstände anzugehen, hilft nur sich zu organisieren:
> http://www.ig-ing.de/

Könnt ihr auf IG-ING nicht Beiträge wie diesen hier archivieren und 
akkumulieren? Das würde die Glaubhaftigkeit der auf der Webseite 
formulierten Thesen zur Ingenieurssituation gut untermauern.

Autor: DiplIngET (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> ARD und ZDF bringen des Öfteren kritische Berichte. Siehe Sendungen wie
> z.B. Monitor, Frontal21

Würde ich nicht sagen. Die sind alle ziemlich gleichgeschaltet und auf 
Staatslinie, guck mal hier zu Frontal 21: 
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/4/0,1872,5...

Die Kommentare sind von 2007, auch interessant, da war ja von der Krise 
noch nix zu sehen.

Autor: Otto J. (Gast)
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Dennoch allemal besser als der Schrott den die privaten Sender 
tagtäglich vom Stapel lassen. Das ist Volksverdummung pur und nur noch 
für abgestumpfte H4 Empfänger geeignet die ihren Arsch nur zw. Bett, Klo 
und Couch bewegen.

Autor: FMode (Gast)
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Angebot und Nachfrage regulieren doch den Preis ?

Wenn also "arbeitsfaule" Hartz4 Empfänger (wie auch hier wieder einmal 
erwähnt) mehr werden - dann reagiert der Staat z.b. mit Bildung weil das 
das dumme Wahlvolk so will (welche Partei verspricht nicht weniger 
Arbeitslosigkeit durch eine Bildungsoffensive ?)

Mehr Bildung = mehr Ingenieure.
Vermehrt sich im gleichen Augenblick auch die Arbeit ?
Nein -> ergo: Löhne der Ingenieure sinken.
So einfach ist das.

Hartz4 drückt ebenso die (meist) Niedriglöhner gewaltsam in den Markt 
(und sorgt für Lohnkürzungen durch Überangebot dort) - dieser Effekt 
wird natürlich nach "oben" weitergeleitet.

Autor: DiplIngET (Gast)
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FMode schrieb:
> Nein -> ergo: Löhne der Ingenieure sinken.
> So einfach ist das.

Ja, dagegen hat ja auch niemand was. Das Problem sind die Lügen.

Autor: Gast1 (Gast)
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>Nein -> ergo: Löhne der Ingenieure sinken.

Und zwar dramatisch! In einigen Bereichen sind die Löhne für 
Neueinstellungen (so es denn überhaupt noch Neueinstellungen gibt) seit 
2008 um bis zu 30% gesunken. Die Lage wird sich mit der 
Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 2011 nochmals drastisch verschärfen. Ich 
denke, in fünf Jahren wird der Median bei den Ingenieuren in der Gegend 
um 25-30k Jahresgehalt liegen. So langsam wird es in DE eng für die 
Ingenieure.

Autor: Theo (Gast)
Datum:

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Ich kann die Aussagen des Leihingenieurs bestätigen, da ich seit der 
Krise selbst von solcher miesen Entlohnung betroffen bin. Unsere 
Ingenieurgruppe ist seit Jahren über einen großen Ingenieurdienstleister 
bei Audi in der Entwicklung tätig. Vor der Krise war die Entlohnung ganz 
in Ordnung. Bei Ausbruch der Krise hat Audi die bisherigen Verträge 
gekündigt und neue mit erheblich geringerem Honorar für die gleiche 
Arbeit angeboten. Das hatte zur Folge, dass unsere Firma uns im Rahmen 
einer Änderungskündigung neue Verträge mit Jahresgehältern um 30000,- 
EUR angeboten hat. Es gab nur die Auswahl den Vertrag anzunehmen und ein 
Einkommen zu haben oder abzulehnen und in die Arbeitslosigkeit, mit all 
seinen negativen Folgen, abzustürzen. Es zeichnet sich ab, dass Audi 
auch nach der Krise nicht zu den für uns besseren Verträgen zurückkehrt. 
So bleibt nur übrig, bei besserer Lage auf dem AN-Markt, zu wechseln 
oder es im Ausland zu versuchen. Nachfolger sind genügend vorhanden. Der 
Ingenieurarbeitsmarkt ist völlig überlaufen.

Autor: FMode (Gast)
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>Bei Ausbruch der Krise hat Audi die bisherigen Verträge
>gekündigt und neue mit erheblich geringerem Honorar für die gleiche
>Arbeit angeboten.

Audi hat damit auf den Markt reagiert.

> Es gab nur die Auswahl den Vertrag anzunehmen und ein
> Einkommen zu haben oder abzulehnen und in die Arbeitslosigkeit, mit all
> seinen negativen Folgen, abzustürzen.

Richtig ALG1 dann Hartz4 und seine unangenehmen Folgen sorgt also dafür 
das du eben bereit bist für etwas weniger zu arbeiten - (danke für die 
Bestätigung meiner Behauptungen)

Was ist also zu tun ?
-> Die Sanktionen bei Hartz4 müssen weg.

> Es zeichnet sich ab, dass Audi
> auch nach der Krise nicht zu den für uns besseren Verträgen zurückkehrt.

Audi wird sofort bessere Verträge anbieten wenn keiner mehr die Arbeit 
erledigt (aus welchen Gründen auch immer z.b. weil Ingenieursmangel 
herrscht) .

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

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Peter schrieb:
> Oft werden die 6 Monate Probezeit als zu kurz angesehen.

Also wer in 6 Monaten nicht merkt, ob der Mitarbeiter etwas taugt, merkt 
es auch in 12 oder 36 Monaten nicht. Der merkt wahrscheinlich auch gar 
nichts mehr oder dem ist es egal.

Autor: Thomas (Gast)
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Ich finde, dass Verallgemeinerungen grundsätzlich falsch sind.

Zum einen kenne ich auch einige Interne, die sich auf ihren sicheren 
Arbeitsplatz ausruhen und daher meinen, nichts mehr leisten zu müssen. 
Auf der anderen Seite gibt es auch den ein oder anderen Externen, bei 
dem man sich fragt, wie dieser überhaupt das Ingenieursstudium geschafft 
hat..

Es fällt aber schon auf, dass vor allem jüngere Ingenieure (bis ca. 35 
Jahre) bei den Dienstleistern arbeiten. Nach ein paar Jahren BE wechseln 
die meisten dann in eine feste Anstellung.

Grundsätzlich denke ich auch, dass Ingenieursdienstleister ein modernes 
Sklavengeschäft betreiben. Gesetzlich sollte deshalb geregelt werden, 
dass ein Externer einen bestimmten Prozentsatz des Stundensatzes als 
Gehalt bekommt, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Es kann nicht 
sein, dass man nur ein Drittel (oder weniger) des Stundensatzes als 
Gehalt bekommt.

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

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Mal abgesehen von den beschissenen Bezahlungen ist es auch für die 
Volkswirtschaft nicht besonders attraktiv. Die Leute zahlen weniger 
Steuern und Sozialabgaben oder müssen gar Sozialleistungen in Anspruch 
nehmen.
Durch die erzwungene Flexibilisierung werden längerfristige familiäre 
Planungen unmöglich gemacht, die Zahl der Geburten wird weiter sinken.

Vielleicht sollten sich solche Leute wie dieser Audi-Personalchef mal 
die Worte von Henry Ford durch den Kopf gehen lassen: "Autos kaufen 
keine Autos."

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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Hierzu passt übrigens dies:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,686651,00.html

recht gut . Das heißt doch in letzter Konsequenz ,das für ein Auto
eigentlich kaum bis kein Geld . Und vorallem , man muß mal folgende
Rechnung aufmachen. Wenn ich einen DieselDacia kaufe , bis ich den
"Mehrwert" eines Audis ( selsbt eines VW ) verfüttert habe .....


bzgl Marc Brandis und Luschen oderund Deppenarbeit ... Diese Luschen 
sind
übrigens ein massives Problem , weil die auch wirklich gute Leute wegzu-
mobben in der Lage sind.

Das heißt hier kommen mehrere sehr negative Faktoren zusammen .

Diese Mobbingkultur
Diese Fehlanreize auch und gerade wegen der Hartz4 Keule ,die in
  summa zu einer Fehlbepreisung des Flexiblitätsfaktors ( Leih bzw
  Zeitarbeit führen ... Würden wirklich Marktmechanismen gelten ,dann
  müßte diese rund 20% teurer sein . D.h. der "Leiharbeiter" müßte das
  Geld auch sehen --- ergo wäre Leiharbeiter locker 30% teurer...

@Thomas , Sie sind ein Optimist  . mit 35 sind sie schon verrostet und
 weil sie sowas wie Verstand haben , erwarten sie auch einen korrekten
 Lohn ... das heißt sie sind faktisch kurz davor zum Bratwurstverkäufer
 umsatteln zu müssen .

Autor: Thomas (Gast)
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@Faktenschreiber: Und sie sind ein Pessimist.. Mit 35 Jahren ist man im 
besten Alter. Wenn man genügend BE gesammelt hat, einige Schulungen 
aufweisen kann und nicht nur auf dem Papier einen schlauen Kopf hat, 
kann ich mir kaum vorstellen, dass man dann keine gutbezahlte 
Festanstellung finden kann. Man darf sich nur nicht hängenlassen und 
davon ausgehen, dass einem schon alles "zugeflogen kommt".

Weil hier v.a. Audi kritisiert wird: Bei den anderen OEM wird mit 
externen Dienstleistern nicht anders umgegangen. Schon mal dran gedacht, 
wie viele Externe bei BMW Ende 2008 rausgeschmissen wurden...?

Autor: FMode (Gast)
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> Mal abgesehen von den beschissenen Bezahlungen ist es auch für die
> Volkswirtschaft nicht besonders attraktiv.

Nein - die Unternehmen tun dies um effizent zu arbeiten.

>Die Leute zahlen weniger
>Steuern und Sozialabgaben oder müssen gar Sozialleistungen in Anspruch
>nehmen.

Geld spielt keine Rolle.
Sondern nur "Arbeit". Wenn Arbeit (menschliche und maschinelle) getan 
wird und damit Wertschöpfung - dann kann diese konsumiert werden.

>Durch die erzwungene Flexibilisierung werden längerfristige familiäre

Diese Flexibilisierung ist der Teil der Globalisierung. Von der wir 
profitieren (können!).

>Planungen unmöglich gemacht, die Zahl der Geburten wird weiter sinken.
>Vielleicht sollten sich solche Leute wie dieser Audi-Personalchef mal
>die Worte von Henry Ford durch den Kopf gehen lassen: "Autos kaufen
>keine Autos."

Nicht das Problem (und Aufgabe) der Wirtschaft - (diese versucht immer 
effizienter zu wirtschaften und das bedeutet immer mehr Output und immer 
weniger Aufwand (Arbeit!) dafür)
sondern das Problem des Staates familliäre Planung möglich zu machen - 
u.a. durch Umverteilung der erwirtschafteten Waren.

Autor: Peter (Gast)
Datum:

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Der Audi-Personalchef soll sich einfach mal überlegen, wohin ein 
externer Ingenieur, der bei Audi in der Entwicklung von XY gearbeitet 
hat, danach hingeht.
Vielleicht nach BMW oder Mercedes, Wissenstransfer nennt man das, glaube 
ich.
Machen andere Unternehmen auch schon "erfolgreich" - Beispiel der 
Transrapid.

Nachdenken dürfen / sollten natürlich auch für die Personalchefs anderer 
Unternehmen.

Zur familiären Planung; eine Fachkraft / Ingenieur kann nur gut 
arbeiten, wenn das private Umfeld stimmt.
Ständiges auf Reisen sein ist da sicher kontraproduktiv.

Autor: Rudi Rüssel (Gast)
Datum:

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Thomas schrieb:
> Weil hier v.a. Audi kritisiert wird: Bei den anderen OEM wird mit
> externen Dienstleistern nicht anders umgegangen.

was die sache aber auch nicht besser macht, oder?
der personaldepp von audi war ja echt mal megapeinlich, v.a. wenn man 
bedenkt, dass man sich auf ein interview auch vorbereiten kann.
wahrscheinlich ist ihm diese arbeitsweise fremd...ein echter unsympath.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Ich möchte nochmal darauf hinweisen dass Beiträge von Usern die im 
selben Thread unter verschiedenen Namen schreiben gelöscht werden.

Autor: Maggiwürzer (Gast)
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Es gibt schon peinliche Menschen....

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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@ zB Thomas

Mit 35 sind sie vielleicht rein biologisch im besten Alter, nur sagen
sie das mal der typischen Personalleitung . Und die Berufserfahrung
müssen sei auch erst mal idealerweise bruchfrei ansammeln können.

Oder um es anders zu formulieren , ich bin ein Realist, der schon
einiges erlebt hat  .  Schulungen , diese Art Wertschätzung heißt
heute , gehen se mal im Internet suchen.

Bzgl der "ich kann mir kaum vorstellen keine Stelle zu finden". Ich 
schon!!
Die Anektoten würden glatt ein Buch füllen - und damit ein Spiegelbild
vieler Probleme aufzeigen ,der gewillt ist, sich eben Fakten - auch wenn
sie unbequem sind , mal anzunähern.

Wahrscheinlich haben Sie noch nie gesucht oder wenn zu ner 
Sondersonderzeit
wie 2007 oder so .

--


Bzgl Audionkel .. Wenn man mal überlegt ,daß dies der Personalobermacker 
ist.

Es ist wenig erstaunlich ,daß die höchste Ansprüche an die Leutz haben
,aber selbst nicht die kognitive Kompetenz besitzen ........

Hier stellt sich schnell die Frage , wie kommt der auf diese Position
Arroganz -gespielt zur Überdeckung effektiver Überforderung

Herr Piech . Räumen sie mal auf in dem Saustall (!!!), solche 
"Entscheider"
kosten Ihre Reputation und ruinieren letztlich den noch vorhandenen Ruf
von Audi und in summa vom VW Konklomerat

Autor: Warmweiß (Gast)
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Faktenschreiber schrieb:
> Mit 35 sind sie vielleicht rein biologisch im besten Alter, nur sagen
> sie das mal der typischen Personalleitung . Und die Berufserfahrung
> müssen sei auch erst mal idealerweise bruchfrei ansammeln können.

Mit 35 Lenzen ist man körperlich schon über den Zenit. Man kann sagen, 
so ab 25 Jahren lebt man bis zum Tod nur noch auf Kredit. Aufgebaut wird 
da nichts mehr.
Beruflich gesehen dürfte man durch (Lebens)-Erfahrung und Wisssen 
allerdings die Prime Time haben. Eher noch etwas später.
Viel mehr als die Altersanforderungen sind die extrem zugespitzten 
Profile, erstellt von Personalern?, das eigentliche Problem. Da muss man 
quasi spätestens schon nach dem Abitur nur für den zukünftigen Bereich 
gelebt haben. Jobwechsel sind dann auch nur noch in der jeweiligen 
Sparte drin. Und wehe die hat irgenwie ein Problem (veraltet, 
ausgelagert aus Deutschland u. a.). Dann kann man sich trotz Abschluss 
und jahrelanger Berufserfahrung die Kugel geben.
Am besten man spezialisiert sich von Anfang an kompromisslos auf 
Waffentechnik/Rüstungstechnik, egal ob jetzt als E-Techniker, 
Maschinenbauer oder Informatiker.
Die Sparte hat Zukunft, wird wohl nicht ausgelagert werden und ist 
konjunkturunabhängig. Das einzige Problem könnte höchstens in 
Vorstellungsgesprächen sein, plausibel zu erläutern, wie man zur 
Waffentechnik gekommen ist.

Autor: Gast1 (Gast)
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>Mit 35 Lenzen ist man körperlich schon über den Zenit. Man kann sagen,
>so ab 25 Jahren lebt man bis zum Tod nur noch auf Kredit. Aufgebaut wird
>da nichts mehr.

??? Ich verstehe nicht, was Du uns sagen willst. Bitte um Klärung.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Gast1 schrieb:
> ?? Ich verstehe nicht, was Du uns sagen willst. Bitte um Klärung.

Dass mit ca. 25 der Abbau beginnt und die Regeneration schlechter wird. 
Wachstum beendet, Stoffwechsel verlangsamt sich, Knorpel und Gelenke 
beginnen schleichend zu verschleißen, Sinnesorgane verschlechtern sich, 
Elastizität der Haut wird mieser usw.

Autor: Gast1 (Gast)
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>Dass mit ca. 25 der Abbau beginnt und die Regeneration schlechter wird.
>Wachstum beendet, Stoffwechsel verlangsamt sich, Knorpel und Gelenke
>beginnen schleichend zu verschleißen, Sinnesorgane verschlechtern sich,
>Elastizität der Haut wird mieser usw.

Das beginnt schon mit 20 Jahren. Ich sehe dennoch nicht, was das Problem 
bei der Berufsausübung sein soll. Denn nach Deiner Logik wären ja schon 
die Leute ab ca. 20 zu alt für den Job.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Gast1 schrieb:
> Denn nach Deiner Logik wären ja schon
> die Leute ab ca. 20 zu alt für den Job.

Wieso? Die geistigen Fähgikeiten bauen nicht so schnell ab. Außerdem ist 
Reife und Wissen wichtiger und kompensiert dies locker. Selbst im 
Leistungsport erreichen die Leute um die 25 die besten Leistungen durch 
Erfahrung (und Doping).
Es ging nur darum, dass die erwähnte "beste biologische Zeit", wo alles 
am Körper noch "frisch" ist, halt mit 35 schon vorbei ist. Eigentlich 
ist die unbeschwerte Prime Time von der Geburt bis um die Anfang 20, 
danach wird's kontinuierlich, unlinear unschöner.

Autor: M. S. (bugles)
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Immerhin ist er vor die Kamera getreten. Andere machen das nicht.

Dennoch kann ich niemandem ernsthaft raten heute Ingenieurwissenschaften 
zu studieren. Die Situation kann sich sicher ändern aber wenn ich 
derzeit meine Studienkollegen sehe sind einige Arbeitslos.

Auf der anderen Seite muß man zugeben das man immer irgendwas bekommt. 
Oft für extrem wenig Geld aber man hat wenigstens was.

Autor: Gast1 (Gast)
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@Warmweiß: darf ich Dich nach Deinem Alter fragen?

Autor: Gast1 (Gast)
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>Oft für extrem wenig Geld aber man hat wenigstens was.

OK, man macht also Abitur oder erwirbt eine vergleichbare Vorbildung, 
und kämpft sich dann ca. vier Jahre durch ein MINT-Studium mit teilweise 
sehr anspruchsvollen Inhalten.
Danach arbeitet man dann also, wenn man überhaupt eine Job findet, für 
ein Gehalt, das einem selbst gerade so ermöglicht, brauchbar davon zu 
leben. Eine Familie davon zu ernähren wird schon schwierig.
Dafür hat man einen Job mit einer Menge an selbstverständlich 
unbezahlten Überstunden, mindestens 50h-Woche, immer die Karrieretypen 
im Nacken, die einem die Deadline vorgeben, dann die 
Produktverantwortung.

Ich hatte mich mit meinem vorherigen AG mal über die Reinigungskraft 
unterhalten, die bei uns zweimal in der Woche die Büros reinigte. Die 
bekam laut AG 8,- EUR/h, brutto für netto, da 400-Euro-Job. Ich hatte 
dann mal so nebenbei ausgerechnet, was ich netto habe: ca. 10,- EUR/h. 
Also 2 EUR/h Differenz zur Reinigungskraft. Das war echt frustrierend!

Immer wieder wird gesagt, Deutschland braucht Bildung und 
hochqualifizierte Fachkräfte. Wenn es so weitergeht wie aktuell für 
Ingenieure, dann gute Nacht im Bildungsstandort Deutschland. Warum wird 
hier immer Wasser gepredigt und Wein getrunken?

Ich habe sogar meinen Hausbau verschoben, um im Notfall die Koffer 
packen und auswandern zu können. Wenn sich die Zukunftsaussichten in den 
nächsten zwei Jahren nicht deutlich bessern, bin ich weg hier...

Autor: foo(bar) (Gast)
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>Ich kann die Aussagen des Leihingenieurs bestätigen, da ich seit der
>Krise selbst von solcher miesen Entlohnung betroffen bin. Unsere
>Ingenieurgruppe ist seit Jahren über einen großen Ingenieurdienstleister
>bei Audi in der Entwicklung tätig. Vor der Krise war die Entlohnung ganz
>in Ordnung. Bei Ausbruch der Krise hat Audi die bisherigen Verträge
>gekündigt und neue mit erheblich geringerem Honorar für die gleiche
>Arbeit angeboten. Das hatte zur Folge, dass unsere Firma uns im Rahmen
>einer Änderungskündigung neue Verträge mit Jahresgehältern um 30000,-
>EUR angeboten hat. Es gab nur die Auswahl den Vertrag anzunehmen und ein
>Einkommen zu haben oder abzulehnen und in die Arbeitslosigkeit, mit all
>seinen negativen Folgen, abzustürzen. Es zeichnet sich ab, dass Audi
>auch nach der Krise nicht zu den für uns besseren Verträgen zurückkehrt.
>So bleibt nur übrig, bei besserer Lage auf dem AN-Markt, zu wechseln
>oder es im Ausland zu versuchen. Nachfolger sind genügend vorhanden. Der
>Ingenieurarbeitsmarkt ist völlig überlaufen.

Das ist einfach komplett unglaubwürdig.

Selbst wenn man einen grottenschlechten Stundensatz um die 50€ anbietet 
und dann als extra Bonus nur 1600 Stunden auf ein Jahr abrechnet macht 
das immernoch 80.000€ Umsatz. Wer sich da für 30.000€ abspeisen lässt 
kann kaum 16+ Jahre Bildung hinter sich haben.

Außerdem fehlt noch die 3. Option: Zum Audi Auftraggeber gehen und sagen 
"Meine Firma ist Scheiße, ich würde zu Dienstleister XYZ gehen und das 
Projekt mitnehmen für den gleichen Preis" ...

Autor: Rolf (Gast)
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Ich kenne einen externen MA bei Audi der nun ohne Unterbrechung im 
4.Jahr am selben Projekt in der selben Abteilung arbeitet.
Das Argument "Auftragsspitzen" ist für Insider ein großer Lacher.

Autor: Warmweiß (Gast)
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Gast1 schrieb:
> @Warmweiß: darf ich Dich nach Deinem Alter fragen?
27 Jahre

Michael S. schrieb:
> Immerhin ist er vor die Kamera getreten. Andere machen das nicht.

Ich fand den Typen von einem Dienstleister, evtl. studierter BWLer :), 
viel lustiger. Das mit dem Pony hat den ganz schön aus dem Konzept 
gebracht.

Interviewer:
"Glauben Sie, dass der Ingenieur von heute von seinem hohen Ross auf ein 
kleines Pony umsatteln muss und mit weniger Gehalt auskommen muss und 
flexibler sein muss?"

Verleiher:
"Jaaa, das Pony möchte ich nicht sagen, generell hat sich die Situation 
geändert auf dem Arbeitsmarkt. Ich denke vor 10 Jahren hatten alle noch 
ein bisschen mehr Geld in der Tasche."


Was eine geile Antwort. Direkt, ehrlich und offen. Was aber sein 
Schlusssatz mit der Ursache zu hat, dass jetzt vermehrt über 
Dienstleister eingestellt wird, bleibt sein Geheimnis. Die Dienstleister 
sind der Grund, warum der Ingenieur von heute weniger in der Tasche hat. 
Dafür hat der Verleiher mehr wie früher bei gleicher Anstrengung in der 
Tasche, da ist was dran. Wenn die Fachkräftemangeldebatte in der 
Öffentlichkeit wieder kommt, dann wieder an dieses Video erinnern und im 
Internet verteilen. Man muss ein Gegengewicht zu dieser Lüge vom 
Ingenieurmangel installieren.

Autor: Theo (Gast)
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@foo(bar):

Ich glaube sie sind etwas weltfremd. Nicht nur unser 
Ingenieurdienstleister reitet auf dieser Welle. Die Ingenieure bei den 
Dienstleistern satteln im Augenblich vom Pony schon auf ein 
Schaukelpferd um. Wenn sie mir Panikmache vorwerfen, rate ich ihnen sich 
selbst einmal bei einem Dienstleister zu bewerben. Zur Einstellung rate 
ich nicht, da sie sonst mit diesem Lebenslauf in Deutschland für eine 
seriöse Stelle nicht mehr in Frage kommen.

Autor: Luftpumpe (Gast)
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@Theo
Wat? Irgendwie hat foo(bar) komplett recht. Ich arbeite auch bei nem 
Dienstleister für Audi, allerdings nicht als Externer sondern Inhouse. 
Wir habe das eine oder andere eingene Produkt (ja sowas gibts auch).
Bei uns bekommt keiner unter 40K, weil jeder Absolvent mit 41K 
eingestellt wird. Mehr bekommt nen Absolvent bei Audi bestimmt nicht, 
denn Audi nimmt keine Absolventen ... Der Typ im Beitrag hat 
wahrscheinlich irgendwelche Verwandschaften oder sonst was dort. 
Grundsätzlich ist es so, dass wenn man ne Diplomarbeit dort macht und 
sich "bewährt" nicht eingestellt wird. Der normale Weg ist sich dann bei 
nem Dienstleister zu bewerben um auf die vorgesehene Stelle gesetzt zu 
werden.
Ich will hier ja Dienstleister nicht verteidigen, aber ich habe das 
Gefühl dass manche hier in ihren Kltische extrem unterbezahlt sind und 
dann ihre eigene Situation schön reden indem auf Externe rumgehackt 
wird.  Ich war übrigens davor bei nem Mittelständler, sehr bekanntes 
Unternehmen in der Automoiblbranche, habe aber weniger Geld bekommen und 
keine Gleitzeit gehabt. Die Arbeitsbedingungen waren also deutlich 
schlechter.

Nichtsdestotrotz ist der Audi Typ nen absoluter Witz, Externe arbeiten 
dort in sämtliche Bereichen ganz normal mit, eigentlich ist es meistens 
so, dass die Externe sich um die Umsetzung kümmern, während der 
Audi-Sachbearbeiter Projektmanagementtätigkeiten übernimmt(oder einfach 
das an nen Externen abschiebt und gar nix macht).

Autor: M. S. (bugles)
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Gast1 schrieb:
> OK, man macht also Abitur oder erwirbt eine vergleichbare Vorbildung,
> und kämpft sich dann ca. vier Jahre durch ein MINT-Studium mit teilweise
> sehr anspruchsvollen Inhalten.
> Danach arbeitet man dann also, wenn man überhaupt eine Job findet, für
> ein Gehalt, das einem selbst gerade so ermöglicht, brauchbar davon zu
> leben. Eine Familie davon zu ernähren wird schon schwierig.
> Dafür hat man einen Job mit einer Menge an selbstverständlich
> unbezahlten Überstunden, mindestens 50h-Woche, immer die Karrieretypen
> im Nacken, die einem die Deadline vorgeben, dann die
> Produktverantwortung.

Sicher hat man etwas mehr in Bildung gesteckt. Aber so geht es ja auch 
jedem promovierten. Die haben es auch schwer Ihre investierte Zeit 
ordentlich vergütet zu bekommen.


> Ich hatte mich mit meinem vorherigen AG mal über die Reinigungskraft
> unterhalten, die bei uns zweimal in der Woche die Büros reinigte. Die
> bekam laut AG 8,- EUR/h, brutto für netto, da 400-Euro-Job. Ich hatte
> dann mal so nebenbei ausgerechnet, was ich netto habe: ca. 10,- EUR/h.
> Also 2 EUR/h Differenz zur Reinigungskraft. Das war echt frustrierend!

Ja Netto-Brutto ist so eine Sache. Dafür bekommst du mehr Rente :-)

Ich habe selbst mal ein Angebot bekommen, ich glaube es waren 29tsd. 
Habe es nicht gemacht. Ein anderer Studienfreund hat für 29 gearbeitet. 
Wurde dann gefeuert und hat gleich wieder was gefunden diesmal für 38.

Kenne einige die für wenig Geld viel zu viel leisten. Einer düst die 
ganze Zeit im Ausland rum. Der bekommt richtig wenig. Aber er hat jetzt 
Berufserfahrung und die ist am meisten wert.


> Immer wieder wird gesagt, Deutschland braucht Bildung und
> hochqualifizierte Fachkräfte. Wenn es so weitergeht wie aktuell für
> Ingenieure, dann gute Nacht im Bildungsstandort Deutschland. Warum wird
> hier immer Wasser gepredigt und Wein getrunken?

Ach, was die Politiker sagen ! Bildung und Innovation, welches Land auf 
der Erde ist dagegen ? ? ? Die wie wissen doch auch nicht wie die 
Situation wirklich ist bzw. wie sie was dran ändern können.

> Ich habe sogar meinen Hausbau verschoben, um im Notfall die Koffer
> packen und auswandern zu können. Wenn sich die Zukunftsaussichten in den
> nächsten zwei Jahren nicht deutlich bessern, bin ich weg hier...

Mein Tipp, warte keine zwei Jahre. Pack die Klamotten jetzt und sei in 
zwei Jahren wieder hier. Da´nn kannst du das Haus auch gut anzahlen.

Ein weiteren Tipp den ich gerade auch befolge ist es, sich einfach 
Selbstständig zu machen. Schon seit einer Zeit gucke ich mich bei XIng 
um und studiere die Profile von Leuten die Selbstständig sind. Das gibt 
es Geschäftsideen die ich niemals auch nur ansatzweise für möglich 
gehalten hätte.

Ich selbst bin schon ein krativer Mensch aber oft glaube ich das man 
einfach Scheuklappen auf hat oder sich nicht traut eine super idee zu 
verwirklichen und das ist das schwere.

Dienstleistung ist übrigends die Zukunft und das wußte man schon vor 
Jahrzehnten.

Ich plane gerade, für nächstes Jahr :-)


Warmweiß schrieb:
> ie Dienstleister
> sind der Grund, warum der Ingenieur von heute weniger in der Tasche hat.
> Dafür hat der Verleiher mehr wie früher bei gleicher Anstrengung in der
> Tasche, da ist was dran. Wenn die Fachkräftemangeldebatte in der
> Öffentlichkeit wieder kommt, dann wieder an dieses Video erinnern und im
> Internet verteilen. Man muss ein Gegengewicht zu dieser Lüge vom
> Ingenieurmangel installieren.

Natürlich ist das so. Du mußt bedenken du bezahlst von deinem Gehalt 
immer irgendwen mit. Wie könnte man da mehr bekommen.

Das Problem ist das es in D möglich ist über Jahre für Dienstleister zu 
arbeiten. Wir müssen uns am Ausland orientieren und die Zeit für einen 
DIenstleister beschränken d.h. nach 6 - 10 Monaten muss die Firma 
einstellen. Das muss überwacht werden. Dienstleister müssen endlich die 
Funktion bekommen Spitzen abzudecken und sekundär dafür zu sorgen das 
die Leute in Arbeit kommen.

Wenn man dann für 6 Monate 30% weniger verdient kann man das mal 
kompensieren.

Autor: Theo (Gast)
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Hier werden Ingenieure noch gesucht!

Youtube-Video "Ingenieure gesucht"

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Schlumberger schrieb:
> Wir suchen auch noch händeringend Leute. Aber der Markt ist leergefegt.

April, April! ;-)

Autor: Claus Andy (cand)
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So sieht die Realität aus!

Youtube-Video "Ingenieure gesucht"

Autor: Externenknowhow (Gast)
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Nehmen wir mal weiterhin das Beispiel Audi und INgolstadt.
In Ingolstadt gibt es Schätzungsweise 2000 Ingenieure angestellt bei 
Dienstleistern. Diese arbeiten ausnahmslos für oder bei Audi.

Im Werk Ingolstadt arbeiten über 30.000 Leute direkt bei Audi. Davon 
sind 5.000-7.000 Ingenieure (auf dem Papier ;-) )

Ein sehr großer Anteil der Entwicklung bei Audi wird über Dienstleister 
gemacht. Die Neuerscheinungen und Neuentwicklungen wurden zum Großteil 
von externen Ingenieuren durchgeführt.
Beim Thema Elektrifizierung sieht es ganz schlimm aus. Sämtliche E-Tron 
Varianten kommen nicht direkt von Audi. Der neulich beim A1 vorgestellte 
Elektroantrieb mit Wankelmotor ist eine 1:1 Kopie von 1er Bmw der ein 
halbes Jahr vorher vorgestellt wurden ist.

Der Großteil der Audi INgenieure ist auch gar net in der Lage 
Entwicklungsarbeit zu leisten. Vieles sind Dummschwätzer die eins können 
sich gut zu verkaufen. Außen hui, innen Pfui. Viele Ingenieure bei AUdi 
sind schlicht Teileverwalter. Beamtenarbeit.

Der Mythos Vorsprung durch Technik wird hauptsächlich durch 
Dienstleister und Zulieferer hoch gehalten.

Man muss sich auch mal vor Augen führen wieviele Leute bei BMW arbeiten 
und wieviele bei Audi. Das Verhältnis tendiert glaub Richtung 3:1. 
Obwohl die Verkaufszahlen fast gleich sind. Denn externe Arbeiter gibt 
es auch zuhauf in der Produktion, Verwaltung, Kantine etc etc etc.

Ich schätze auf 1 Externen kommen 5-8 Audimitarbeiter.

Zum Thema Gehalt. Die Zahlen sind etwas falsch.

Realistisch wäre ein Einstiegsgehalt bei Audi im Jahr von ca. 
55.000-60.000 Euro.
Ein Grundgehalt von 3.700 + Tariflische Zulagen. 14 Monatsgehälter + 
Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn (2009 = 5.500 euro; 2010 = 3.500 euro)
SO ist man schnell bei 60.000 Euro.

Ein Ingenieur beim Dienstleister fängt mit 3.300€ an. Aber 40h Woche, 
Audi 35h. gezahlt werden zwischen 12,5 und 13 Monatsgehälter. 
EInmalzahlung im Jahr, je nach Laune des Vorstandes 400-600 Euro.

Je nach Konstellation verdient ein gleichqualifizierter Audimitarbeiter 
bei Neueinstellung 30-50% mehr als sein externer Kollege. Sonstige 
Leistungen die es bei Audi gibt noch gar net aufgelistet.

Natürlich ist für einen Absolventen Audi ein sehr attraktiver 
Arbeitgeber. Bauen tolle und schnelle Autos. Nur die Arbeit dort ist 
alles andere als fordernd. Man hat ja seine externen Partner. 
Ingenieurarbeit wird momentan woanders gemacht. Bei den Zuliefern und 
Dienstleistern.

Das ist übrigens das Ergebnis von Gerhard Schröders Jobpolitik und der 
Liberailsierung des Arbeitsmarktes. Die Dienstleister verdienen auch 
sehr gut Geld damit. NUr das wandert in dich Taschen der Führungskräfte. 
Denn die meisten, oder fast alle haben keinen Betriebsrat der mäßigend 
einwirken kann.

Übrigens wenn Audi posaunt, sie wollen 400 Neueinstellungen im 
Akademikerbereich machen sieht das so aus, dass viele Stellen davon 
intern besetzt werden. Also gar kein Neuer eingestellt wird, sondern die 
Stelle vll extern ausgeschrieben wird, aber besetzt durch einen anderen 
Audimitarbeiter der die abteilung wechseln will.

Autor: Only Extern (Gast)
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Externenknowhow schrieb:
> Der Großteil der Audi INgenieure ist auch gar net in der Lage
> Entwicklungsarbeit zu leisten. Vieles sind Dummschwätzer die eins können
> sich gut zu verkaufen. Außen hui, innen Pfui. Viele Ingenieure bei AUdi
> sind schlicht Teileverwalter. Beamtenarbeit.

Das habe ich auch schon mitbekommen, dass im Allgemeinen die Ingenieure 
bei Dienstleister alles andere als Minderperformer sind, wie es oft 
verächtlich von Außenstehenden heißt.
Minderperformer werden nie Fuß als Ingenieur fassen können.
Da sind sehr viele echte Maschinenbau-Cracks in CATIA V5/V6, 
ProEngineer, Ansys, Robcad zu finden genauso wie viele E-Technik-Cracks, 
die fit in ihren Programmen sind und sehr schnell Projekte abarbeiten 
können.
Deshalb sind die Anforderungen bei Dienstleistern schon sehr hoch und 
diese auch sehr wählerisch. Dazu kommt die Übung, die machen nämlich den 
ganzen Tag das Gleiche.
Der vorgestellte Ingenieur bei Audi war wohl mehr ein WI-ING. Sein 
Hauptbeweggrund zu Audi zu gehen, ist nicht die interesante Arbeit, 
sondern die Vergünstigungen beim Autokauf - aha.
Die einzige Frage, die es noch zu erläuteren gilt:
Warum verdienen die Ingenieure trotz eigentlicher Wertschöpfung bei 
Dienstleister weniger bzw. warum gibt es keinen Widerstand/Streik?
Es ist klar, ohne die Ingenieure bei Diensleistern geht gerade im 
Automobilbau gar nichts. Mal 2 Wochen richtig gestreikt und die neue 
Modellpalette der Hersteller steht in den Sternen.

Weiteres Video zu Dienstleistern, diesmal zu ALTEN, zwar ein bisschen 
Eigenwerbung von denen und daher mit etwas Vorsicht zu genießen, aber 
dennoch interessant.

http://www.youtube.com/watch?v=39zIZvp_WAQ

Wer was Produktives schaffen will, sollte zu Dienstleistern gehen. 
Einziger Negativpunkt neben der unsichereren Jobssicherheit ist die 
nicht leistungsgerechte Bezahlung im Vergleich zu den Internen, aber dem 
kann ja durch kollektives Engagement Abhilfe geschafft werden.

Autor: Cartman (Gast)
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Only Extern schrieb:
> Der vorgestellte Ingenieur bei Audi war wohl mehr ein WI-ING. Sein
> Hauptbeweggrund zu Audi zu gehen, ist nicht die interesante Arbeit,
> sondern die Vergünstigungen beim Autokauf - aha.

Ja der Typ war mir auch suspekt...was eine beknackte Antwort. ;)


> Wer was Produktives schaffen will, sollte zu Dienstleistern gehen.
> Einziger Negativpunkt neben der unsichereren Jobssicherheit ist die
> nicht leistungsgerechte Bezahlung im Vergleich zu den Internen,...

Das sind die Gründe warum ich nicht zum Dienstleister gehen will.

> ...aber dem kann ja durch kollektives Engagement Abhilfe geschafft werden.

Funktioniert nur wenn auch die Anderen mitmachen und was Geschlossenheit 
betrifft, habe ich schon meine Erfahrungen gesammelt. 
Beitrag "Re: Neue Homepage und Forum der "Interessengemeinschaft der Ingenieure" online"
Nene, Dienstleister ohne mich, ausbeuten lass ich mich nicht mehr.

Autor: Audiinfiltrator (Gast)
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Only Extern schrieb:
> Der vorgestellte Ingenieur bei Audi war wohl mehr ein WI-ING. Sein
> Hauptbeweggrund zu Audi zu gehen, ist nicht die interesante Arbeit,
> sondern die Vergünstigungen beim Autokauf - aha.
Die Vergünstigungen für Mitarbeiter im Werk für einen Neuwagen sind 
beschissener als draussen beim Händler. Das war vor 10 Jahren mal 
anders, leider hat das dem Greenhorn niemand gesagt. Schön über den 
Tisch gezogen haben sie den. Da sieht man welchen Stellenwert der 
Mitarbeiter hat, abzocken um jeden Preis.

Autor: Cartman (Gast)
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Audiinfiltrator schrieb:
>> Der vorgestellte Ingenieur bei Audi war wohl mehr ein WI-ING. Sein
>> Hauptbeweggrund zu Audi zu gehen, ist nicht die interesante Arbeit,
>> sondern die Vergünstigungen beim Autokauf - aha.
> Die Vergünstigungen für Mitarbeiter im Werk für einen Neuwagen sind
> beschissener als draussen beim Händler. Das war vor 10 Jahren mal
> anders, leider hat das dem Greenhorn niemand gesagt. Schön über den
> Tisch gezogen haben sie den. Da sieht man welchen Stellenwert der
> Mitarbeiter hat, abzocken um jeden Preis.

Ich denke beim Vorstellungsgespräch wird er den Grund für seine 
Bewerbung bestimmt nicht mit "Vergünstigungen beim Autokauf" beantwortet 
haben. ;-)

Autor: Reiner (Gast)
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Nach dem ich den schmierigen Vogel von der Zeitarbeitsfirma gesehen 
habe, kann ich verstehen warum die Hälfte der Ingenieure es vorzieht 
nicht in die Entwicklung oder Konstruktion zu gehen bzw. den Bereich 
schnell wieder verlässt. Ich kann die Leute verstehen die sich denken: 
Lieber PPT-Engineering im Management oder Controlling für mehr Kohle als 
echtes Engineering bei einem Dienstleister für weniger Geld.

Autor: Claus Andy (cand)
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Ab nach Audi und günstig Firmenwagen kaufen...

Ja, und als geldwerten Vorteil müssen Sie das auch noch voll 
versteuern...null Durchblick, aber happy. Klar hat er das beim 
Vorstellungsgespräch gesagt...das war  d e r Einstellungsgrund. Wer so 
wenig Ahnung hat, oder andres ausgedrückt, so blöd ist, den können wir 
immer gebrauchen und der wird hier Niemanden gefährlich. So läuft das 
heute...

Autor: Cartman (Gast)
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Reiner schrieb:
> Nach dem ich den schmierigen Vogel von der Zeitarbeitsfirma gesehen
> habe, kann ich verstehen warum die Hälfte der Ingenieure es vorzieht
> nicht in die Entwicklung oder Konstruktion zu gehen bzw. den Bereich
> schnell wieder verlässt. Ich kann die Leute verstehen die sich denken:
> Lieber PPT-Engineering im Management oder Controlling für mehr Kohle als
> echtes Engineering bei einem Dienstleister für weniger Geld.

ACK!

Claus Andy schrieb:
> Ab nach Audi und günstig Firmenwagen kaufen...
>
> Ja, und als geldwerten Vorteil müssen Sie das auch noch voll
> versteuern...null Durchblick, aber happy. Klar hat er das beim
> Vorstellungsgespräch gesagt...das war  d e r Einstellungsgrund. Wer so
> wenig Ahnung hat, oder andres ausgedrückt, so blöd ist, den können wir
> immer gebrauchen und der wird hier Niemanden gefährlich. So läuft das
> heute...

Kann gut sein, aber am Ende hat er wohl doch noch das Lachen. Denn 
lieber als Hampelmann bei Audi für gutes Geld, als harte Entwicklung 
beim "Sklavenhändler" für kleines Geld.

Autor: Gästchen (Gast)
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Willy schrieb:
> Wir können zwar die Presse nicht kaufen unsere Sicht der Dinge
> darzustellen, aber dafür sind wir in der Mehrheit.

Das haben die Sklaven im alten Rom auch gedacht. Doch sie hatten 
Sklavenmentalität und das war ihr Problem. So sind Sklaven für immer 
Sklaven geblieben.
Das Umdenken soll erst mal hier anfangen, dass man zur Wahl geht und 
keine Volkspartei wählt. Allein das scheitert schon 80% wählen dieselben 
Ärsche die uns und unser Land ausbeuten.

Autor: High Performer (Gast)
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>Das Umdenken soll erst mal hier anfangen, dass man zur Wahl geht und
>keine Volkspartei wählt.

Done! (Piraten). Warum Piraten? War naheliegend. Haben zwar ein sehr 
schlechtes "Marketing", sind aber "harmlos" und eignen sich deshalb 
ausgezeichnet als Alternative. Ja, ich weiß, die Piratenpartei wäre 
nicht regierungsfähig und hat nur in ganz bestimmten Bereichen ein 
Profil. Aber die Grünen haben auch mal so angefangen.

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